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	<title>Christologie Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Christologie Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum</title>
		<link>https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 13:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
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		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung &#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;.  Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zur Vorlesung&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51kO6W+21DL.jpg" alt="Preaching Christ in All of Scripture (English Edition) by [Edmund P. Clowney]" width="236" height="364" />Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung <a href="https://subsplash.com/reformtheosem/learn-about-rts/ms/+d5da03d">&#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;. </a> Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zu<a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/biblical-theology/id430337487">r Vorlesung zur biblischen Theology von Clowney,</a> die ebenfalls kostenfrei zugänglich ist.</p>
<p>Seine Strategie stellt Clowney in Kürze auch in einem Essay vor, der das Einleitungskapitel zu einem Predigtsammelband von ihm darstellt: <a href="https://www.amazon.de/-/en/Edmund-P-Clowney-ebook/dp/B0029UWLDI">Preaching Christ in All of Scripture</a> &#8211; Christus aus der ganzen Schrift predigen.</p>
<p>Durch Clowney habe ich auch unerwartete Fährten der Schrift entdeckt, die zu Christus führen. In seiner Vorlesung führt Clowney aus, wie z.B. das Gebot &#8222;Du sollst nicht ehebrechen&#8220; auf Christus zeigt: Gott nimmt nicht eine bereits vorhandene Institution der Ehe, um diese als Metapher für die Liebe Christi zu seiner Gemeinde zu verwenden, sondern die Ehe ist ein Abbild einer längst, ja vor Grundlegung der Welt vorhandenen Realität, der dienenden Liebe Christi. Unsere Ehen werden an diesem Anspruch, der im Sohn Gottes zu sehen ist, gemessen. Deswegen ist Ehebruch und Hurerei auch so tragisch, da wir dem nicht nachkommen, zu dem wir als Abbilder/Bilder Gottes berufen sind. Apropos Bilder Gottes. Sollen wir uns nicht auch deswegen keinerlei Bilder von Gott machen, da Gott selbst &#8222;den Abganz seiner Herrlichkeit&#8220; (Heb. 1.1-2) in seinem Sohn zeigen will und wir eben nur einen Antichristen produzieren würden, wenn wir selber ein Bild von Gott machen würden?</p>
<p>In dieser Weise entdeckt und beschreibt Clowney, wie alle Spuren, Bilder, Gedanken, Gebote, Traditionen und Praktiken der Bibel zu Christus führen. Ist Christus in den Gesetzen der Thora zu finden, verstehen wir plötzlich, warum sich die Psalmsänger an den Geboten, ob nun den Zeremonialgesetzen oder den juristischen, derart erfreuen: <em>&#8222;HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet. (&#8230;) Deine Gebote sind mir ein Lied geworden&#8220; (Ps. 119,52.54)</em><span id="more-14813"></span></p>
<p>Clowney hat insgesamt einen äußerst hilfreichen Hinweis dafür, wie man eine biblische Typologie von einer unbiblischen Allegorie unterscheiden kann. Er fasst das folgendermaßen zusammen (Graphik aus &#8222;Preaching Christ in All of Scripture, S. 32)</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14819" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png" alt="" width="498" height="312" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png 498w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1-300x188.png 300w" sizes="(max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p>Zur Erklärung: Ein Ereignis oder Amt des Alten Testaments (in der Graphik E) muss bereits zu Zeiten des Alten Testaments eine Wahrheit T1 besessen haben, die während der Heilsgeschichte eine Erfüllung Tn in Christus besitzt. Aus diesem wiederum folgt die Predigt für unsere Zeit.  Die weißen Pfeile zeigen die korrekten Wege. Die grauen wiederzum zeigen die Probleme von Verkürzungen: Allein aus einem Element des AT über eine <em>Allegorie</em> zur unseren Predigt zu springen wird der  Bedeutung dieser Wahrheit für das Alte Testament nicht gerecht. So wäre es z.B. falsch zu sagen: Die Bundeslade ist aus Holz, und aus diesem Holz auf das Holz des Kreuzes Christi zu schließen. Das wäre eine unpassende Allegorie. Nimmt man wiederum ein Ereignis des Alten Testaments und überträgt es ohne jegliche Bedeutung innerhalb der Heilsgeschichte auf den Zuhörern liegt die Gefahr des Moralismus nahe. Dies passiert, wenn man z.B. David als &#8222;mutiges Beispiel&#8220; für den Umgang mit Ängsten in seinem Kampf gegen Goliath darstellt, und dabei die Rolle des gesalbten Stellvertreters übersieht, die David in diesem Kampf übersieht. ( Es wird auch dem Text nicht gerecht, den nebst David hatte auch Goliath keinerlei Probleme mit Ängsten oder mangelndem Mut &#8211; was beweist, dass es in der Geschichte eben nicht darum geht, zu zeigen &#8222;wie man mutig wird&#8220;). So wie Davids Sieg den Männern den Mut gegen die Philister gibt, so gibt der Sieg des endgültigen Gesalbten des Herrn seinem Volk Mut im Kampf gegen die Sünde.</p>
<p>Die Verbindung zwischen der Realität des Neuen Testaments mit dem Element des Alten Testaments ist somit eine zweifache: Eine Symbolische Beziehung (Z.B. Kleider des Priesters) wie eine heilsgeschichtliche (Christus ist ein Priester nicht nach der Ordnung Levis sondern Melchisedeks).</p>
<p>Clowneys Strategien helfen der Gemeinde das Evangelium in allen Seiten der Schrift, sowohl im Alten, wie im Neuen Testament zu erkennen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright " src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41VhseSYxkL._SX336_BO1,204,203,200_.jpg" width="227" height="335" /></p>
<p>Wer eine weiterführende Analyse des Themas Christus im Alten Testaments sucht, wird sicherlich in <a href="https://www.amazon.com/-/de/dp/0802844499/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=NB6B915SEKW4&amp;keywords=sidney+greidanus&amp;qid=1659358758&amp;s=books&amp;sprefix=sidney+greidanus%2Cstripbooks-intl-ship%2C180&amp;sr=1-6">&#8222;Preaching Christ from the Old Testament&#8220;</a> von Sidney Greidanus ein Werk finden, dass sehr ausführlich gehalten ist und auch alternative Verständnisse darstellt.</p>
<p>Ein kurzes reformatorisches Paperback zu diesem Thema findet sich in Thomas Schirrmacher<a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2020/09/3-928936-61-1_Christus_im_AT_OCR.pdf"> &#8222;Christus im Alten Testament&#8220;,</a> dass der Autor auch kostenfrei anbietet.</p>
<p>Eine andere Sache ist natürlich auch, wie solche Predigten schließlich praktisch aussehen. Wilhelm Busch hat seine Alttestamentlichen Predigten mit <a href="https://www.sermon-online.com/de/contents/13949">&#8222;Spuren zum Kreuz&#8220;</a> veröffentlicht, heute kostenfrei bei CLV/sermononline downloadbar. Busch gibt selbst Spurgeon als den an, der ihm geholfen hat, das Alte Testament mit neuen Augen zu sehen (Vergleicht dafür das sehr tiefgründige Vorwort Buschs in Spuren zum Kreuz). Spurgeons Predigten zu alttestamentlichen Vorbildern erschienen wiederholt in unterschiedlichen Sammelbändern, mehrere davon biete ich kostenfrei auf <a href="https://www.glaubend.de/archiv/">meiner Homepage zum Download</a> an ( vor allem: Alttestamentliche Vorbilder, Christus im Alten Testament, Das Evangelium im Jesaja)</p>
<p>Sehr hilfreich empfand ich übrigens auch  die Ausführungen von Eduard Böhl, die er als Einleitung zu seinen <a href="http://www.licht-und-recht.de/boehl/Zwoelf_messianische_Psalmen.pdf">zwölf messianischen Psalmen</a> aufführt (Link führt zum kostenfrei auf Licht und Recht vorhandenen Buch).</p>
<p>Dieses Thema wird auch in Kommentaren vertieft, besonders hilfreich finde ich die Reihe von Tremper Longman (III) zur<a href="https://www.logos.com/product/149320/gospel-according-to-the-old-testament-series"> &#8222;Gospel according to the Old Testament&#8220;</a>. Ich nutze dieses Reihe vor allem in Logos und habe hier vor einiger Zeit den Kommentar zum <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">Richter-Buch</a> vorgestellt.</p>
<p>Abschließend: Ich bin insgesamt der Meinung, dass man mit &#8222;Christus im Alten Testament&#8220; auch übertreiben kann, so sehr, dass man nicht mehr in der Lage ist in Hiob ein Vorbild der Geduld oder in Elia ein Beispiel des Gebets sehen kann. Jakobus konnte das in seinem Brief! Auch kann das &#8222;Ich predige nur Christus&#8220; eigentlich nur eine Ausrede für Oberflächlichkeit und Fehlen von jeglicher Konkretheit werden. Ich fand John Pipers <a href="https://www.glaubend.de/auslegung-oder-auflegung/">Ausführungen dazu sehr hilfreich.</a> Aber das man auch von der anderen Seite vom Pferd fallen kann, bedeutet nicht, dass man nicht einen gottgefälligen Zugang zum Alten Testament entwickeln sollte. Wir dürfen Gottes Wort in der Gegenwart Gottes Lesen und er möge durch seinen guten Heiligen Geist unser Herz zu einer tieferen Erkenntnis der Liebe Christi reifen lassen. Das wir aber Christus in den Schriften, Propheten und Mose entdecken müssen, lehrte schon Christus selbst seine Jünger: <em>&#8222;Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden&#8230;&#8220;</em> (Luk. 24,44-45)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Aus der Osterpredigt von Melito von Sardes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2022 12:30:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
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		<category><![CDATA[Christus im Alten Testament]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Osterpredigt des Melito von Sardes findet sich bereits ein sehr reifer Umgang mit dem Alten Testament. Melito von Sardes ist so &#8222;lange her&#8220; (gest. 180 n.Chr), dass er noch aus der in Offenbarung bekannten Gemeinde Sardes wirkte. Die Predigt zeigt, dass die Kirche&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/aus-der-osterpredigt-von-melito-von-sardes/14781">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/aus-der-osterpredigt-von-melito-von-sardes/14781">Aus der Osterpredigt von Melito von Sardes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/de/St._Paul%2C_by_El_Greco.jpg/440px-St._Paul%2C_by_El_Greco.jpg" alt="See of Sardis - Wikiwand" width="217" height="282" />In der<strong> Osterpredigt des Melito von Sardes</strong> findet sich bereits ein sehr reifer Umgang mit dem Alten Testament.</p>
<p>Melito von Sardes ist so &#8222;lange her&#8220; (gest. 180 n.Chr), dass er noch aus der in Offenbarung bekannten Gemeinde Sardes wirkte. Die Predigt zeigt, dass die Kirche bereits sehr früh Christus als das Ziel des Alten Testaments erkannte. Der vollständige Text samt hilfreichen Hintergründen zu Melito und dieser Osterpredigt <a href="https://kreuzgang.org/pdf/melito-sardensis.blank.pdf">findet sich hier.</a></p>
<p>Sehr elegant ist die Anwendung des Passahlammes als ein &#8222;Vorbild auf Christus&#8220; und besteht doch nicht aus bloßer Typologie, sondern eher in einem Fortschreiten der Offenbarung Gottes: Das Osterlamm zeugt von der gleichen Wahrheit, wie Christus. Melito zieht dabei auch weite Kreise aus anderen Texten des Alten Testamentes, um diese neue Realität zu erklären.</p>
<p>In der Auseinandersetzung mit Marcion, ob das Alte Testament auch ein sakraler Text der Kirche sei, war diese Auseinandersetzung mit dem Alten Testament nötig geworden und Melito meisterte diese Aufgabe. Doch überzeugt euch selbst:<span id="more-14781"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;Doch seit die Kirche erstand und das Evangelium vorgelegt wurde, wurde das Vorbild entwertet und übergab seine Kraft an die Wahrheit; und das Gesetz wurde erfüllt und übergab seine Kraft an das Evangelium, wie das Vorbild entwertet wird und das Bild dem wesenhaft Wahren übergibt, und wie das Gleichnis entwertet wird durch das Aufleuchten der Auslegung.</p>
<p>So auch wurde das Gesetz erfüllt durch das Aufleuchten des Evangeliums,  und das Volk (Israel) wurde entwertet durch das Erstehen der Kirche, und das Vorbild wurde aufgelöst durch die Erscheinung des Herrn.</p>
<p>Und heute ist das, was einst <strong>wertvoll</strong> war, <strong>wertlos</strong> geworden<br />
durch die Offenbarung des wesenhaft Wertvollen.</p>
<p>Denn wertvoll war einst die Schlachtung des Schafes, nun ist sie wertlos wegen des Lebens des Herrn.</p>
<p>Wertvoll war der Tod des Schafes, nun ist er wertlos wegen des Heiles des Herrn.</p>
<p>Wertvoll war einst das Blut des Schafes, nun ist es wertlos wegen des Geistes des Herrn.</p>
<p>Wertvoll war einst das stumme Lamm, nun ist es wertlos wegen des schuldlosen Sohnes.</p>
<p>Wertvoll war der Tempel unten, nun ist er wertlos wegen des Christus droben.</p>
<p>Wertvoll war das untere Jerusalem, nun ist es wertlos wegen des<br />
oberen Jerusalem.</p>
<p>Wertvoll war das begrenzte Erbe, nun ist es wertlos wegen der weiten Gnade.</p>
<p>Nicht an einem einzigen Ort, noch auf einen kleinen Raum<br />
wurde die Herrlichkeit Gottes eingesetzt, sondern auf alle Grenzen der bewohnten Erde wurde seine Gnade ausgegossen.</p>
<p>Dort hat der allherrschende Gott sein Zelt errichtet durch Jesus Christus, dem die Ehre sei in die Äonen, Amen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/aus-der-osterpredigt-von-melito-von-sardes/14781">Aus der Osterpredigt von Melito von Sardes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Wilhelm Busch über Christus im AT</title>
		<link>https://nimm-lies.de/wilhelm-busch-ueber-christus-im-at/13678</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Sep 2019 13:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Busch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erneut erschüttert las ich vor kurzem zum wiederholten Male diesen Text von Wilhelm Busch! Welch harter Kampf hier stattfand! Wie kämpfen wir heute um die Kraft des übenatürlichen Wortes Gottes? Als ich – ein junger Theologe – die Universität verließ, hatte ich in den Vorlesungen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wilhelm-busch-ueber-christus-im-at/13678">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wilhelm-busch-ueber-christus-im-at/13678">Wilhelm Busch über Christus im AT</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="https://www.nimm-lies.de/wilhelm-busch-ueber-christus-im-at/13678/255681009_z1" rel="attachment wp-att-13682"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13682 alignleft" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/255681009_z1.jpg" alt="" width="220" height="341" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/255681009_z1.jpg 1291w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/255681009_z1-194x300.jpg 194w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/255681009_z1-768x1190.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/255681009_z1-661x1024.jpg 661w" sizes="auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px" /></a>Erneut erschüttert las ich vor kurzem zum wiederholten Male diesen Text von Wilhelm Busch! Welch harter Kampf hier stattfand! Wie kämpfen wir heute um die Kraft des übenatürlichen Wortes Gottes?</em></p>
<p>Als ich – ein junger Theologe – die Universität verließ, hatte ich in den Vorlesungen über das Alte Testament gelernt, dass man in den fünf Büchern Mose verschiedene Quellen feststellen könne: den Jahwist und den Elohist … Ich hatte älteste und jüngere Bestandteile unterscheiden gelernt … Ich hatte gehört, dass es einen ersten und einen zweiten Jesaja gäbe … Man hatte  mir  gezeigt,  wie  man  die  »unterchristliche Frömmigkeit« des Alten Testaments von der »Lehre Jesu« unterscheiden könne … Kurz  –  das  Alte  Testament  war  ein  höchst zweifelhaftes  Erzeugnis  religiöser  jüdischer Literatur.  So  entließ  mich  die  Universität  in eine große Gemeinde als »Prediger des Wortes Gottes«. »Wort Gottes«?! War das Alte Testament »Wort Gottes«? Man hatte uns gesagt, das Alte Testament sei für uns gültig, »soweit es Christum treibe«.  Nun  schön!  Aber  –  was  »trieb  denn hier Christum«? Selbst das große Kapitel Jesaja 53 war ja – wie man uns gesagt hatte – gar nicht eine messianische Verheißung, sondern es wurde hier »die Idee des stellvertretenden Leidens« ausgesprochen.<span id="more-13678"></span></p>
<p>Es wurde mir klar: Das ganze Alte Testament war nichts als eine einzige Verlegenheit.<br />
Doch wie dankbar bin ich, dass mir aus dieser kritischen Haltung herausgeholfen wurde durch allerlei Erlebnisse, die mir zeigten, dass man auch ganz anders mit diesem Buch um-gehen könne. Da sagte mir einst meine liebe Mutter: »Ich habe so viel Segen vom 3. Buch Mose.« Ich horchte auf: Vom 3. Buch Mose?! Da  standen  doch  nur  längst  überholte  Kultvorschriften, deren Ursprünge nach Ägypten oder Babylon oder wer weiß wohin wiesen! Ich hielt eine Bibelstunde über die Geschichte, wie Mose Wasser aus dem Felsen schlägt. Und da sagte ich schöne und herzbewegende Worte über die Tatsache, dass Gott die Seinen nicht im Stich lässt. Ich war überzeugt, ich hätte sehr gut gesprochen. Aber da kam ein alter, erfahrener Jünger Jesu auf mich zu und erklärte mir:  »In meiner Bibel steht: ›Der geistliche Fels, der nachfolgte,  war  Christus.‹  –  Davon  habe  ich heute Abend bei Ihnen nichts gehört.« Solche  und  ähnliche  Erlebnisse  zeigten  mir, dass  ich  das  Eigentliche  im Alten  Testament noch gar nicht bemerkt hatte. Aber – wie sollte ich dahin kommen?</p>
<p>Da gab mir bei einem Besuch in Berlin der da-malige Generalsekretär des CVJM, Heilmann, ein  Buch  von  Spurgeon:  »Alttestamentliche Bilder.«  Ich  verschlang  dies  Buch.  Eine  neue Welt  ging  mir  auf.  Nun  forschte  ich  weiter.  Ich  entdeckte  F.  W.  Krummachers  »Blicke  in das  Reich  der  Gnade«.  Und  schließlich  fand ich das herrliche Buch von G. D. Krummacher (Erweckungsprediger  in  Wuppertal):  »Die Wanderungen  Israels  durch  die  Wüste  nach Kanaan.«  Die  Beschäftigung  mit  Tersteegen brachte mich an die Schriften der Madame de la Mothe-Guyon. Bei  meiner  neuen  Lektüre  entdeckte  ich:</p>
<p>Es gab  eine  stille  Strömung  in  der  Christenheit (wir nennen sie »Pietismus«), die allezeit ein geistliches  Verständnis  des Alten  Testaments gepflegt hatte. Ich kann es nicht aussprechen, wie viel ich diesen »Pietisten« verdanke. Von ihnen  habe  ich  die  Schrift  neu  lesen  gelernt.<br />
Und nun muss ich immer wieder an das Wort des Herrn Jesu denken: »Suchet in der Schrift, denn sie ist’s, die von mir zeuget!«In diesem Buch  wage  ich  es,  einige  Predigten  zu  bringen, die ich in Essen in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gehalten habe.</p>
<p>Es wäre mir  lieber,  man  würde  meine  Lehrmeister  lesen. Aber  ihre  Bücher  sind  längst  vergriffen.  So muss der Schüler eben seine sehr viel armsligeren Zeugnisse vorlegen. Man wende nicht ein, solche Sprache verstehe der moderne Mensch nicht mehr. Die Gottes-dienste waren von viel Jugend und auch von gebildeten Leuten besucht. Wichtiger war mir, dass  die  gläubigen  Kinder  Gottes  hier  Nahrung für ihr inneres Leben fanden.</p>
<p>Meine theologisch gebildeten Brüder werden von diesen Predigten sagen: »So geht’s nicht!« Sie  werden  einwenden,  man  dürfe  nicht  mit »Allegorie« und »doppeltem Schriftsinn« aus-legen. Da  kann  ich  nur  erklären:  »Brüder,  seht  ihr nicht, wie uns das Alte Testament verschlossen ist? Zeigt mir einen besseren Weg! Ich bin überzeugt, dass es dem Heiligen Geist gefallen hat, überall im Alten Testament verborgen das Kreuz Jesu Christi zu bezeugen.« Dies Kreuz aber ist die lebendige Quelle allen Heils.</p>
<p>Wilhelm Busch in seinem Vorwort zu seinem Werk: <a href="https://clv.de/Sonstiges/Archiv/Wilhelm-Busch-Bibliothek-13-Baende-im-Schuber.html">&#8222;Spuren zum Kreuz&#8220;</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wilhelm-busch-ueber-christus-im-at/13678">Wilhelm Busch über Christus im AT</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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