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	Kommentare zu: Wie können wir denn lesen? &#8211; Folge 2	</title>
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	<description>Christlicher Bücherblog</description>
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		<title>
		Von: Sergej Pauli		</title>
		<link>https://nimm-lies.de/wie-koennen-wir-denn-lesen-folge-2/14158/comment-page-1#comment-13543</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 19:31:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://nimm-lies.de/wie-koennen-wir-denn-lesen-folge-2/14158/comment-page-1#comment-13542&quot;&gt;Clemens&lt;/a&gt;.

Danke für deinen Kommentar Clemens,
Ein stück weit kann ich deine Argumentation nachvollziehen. Zu viel &quot;Spannung aushalten&quot;, kann auch nicht das rechte sein. Das Norbert Lieth auch im Dispensationalismus aus dem Rahmen fällt, stellt selbst ein Dispensationalist, nämlich Ebertshäuser fest: https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/04/die-auseinandersetzung-um-norbert-lieth-und-seine-neuen-lehren-in-eigener-sache/ (nur ein Artikel von mehreren)
Das der Vortrag von Lieth 2015 zur Neujahrskonferenz selbst unter treuen Mitternachtsruf-Freunden für Bedenken ausgelöst hat, dürfte erklären dass das darauffolgende Heft des Mitternachtsrufs ausführlich versuchte zu beschwichtigen, auch mit einem Artikel zu: &quot;Müssen wir wirklich heilig sein?&quot; (Das Heft hatte den seltsamen Cover eines jungen Mannes mit Heiligenschein). - Nur um zwei Beispiele zu nennen. Nachzuhören kann man seinen Beitrag hier: https://www.youtube.com/watch?v=mB2h-xnjNKg...Die These mit das Vater Unser ist ja nichts für Christen und Co...naja dass ist für mich Paradebeispiel der Harmonisierung des Todes...Immer wieder spricht Lieth mit Annahmen von Thesen: Mehrfach heißt es: Weil dieser Vers ja nicht das bedeuten kann...weil es ja klar ist...deswgen muss es dass heißen und deswegen heißt es auch an dieser STelle was anderes und überhaupt usw...
Sorry aber gerade Lieths Stil habe ich immer als furchtbar &quot;diffusen Kuddelmuddel&quot; (um deine Wortwahl zu gebrauchen) empfunden...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://nimm-lies.de/wie-koennen-wir-denn-lesen-folge-2/14158/comment-page-1#comment-13542">Clemens</a>.</p>
<p>Danke für deinen Kommentar Clemens,<br />
Ein stück weit kann ich deine Argumentation nachvollziehen. Zu viel &#8222;Spannung aushalten&#8220;, kann auch nicht das rechte sein. Das Norbert Lieth auch im Dispensationalismus aus dem Rahmen fällt, stellt selbst ein Dispensationalist, nämlich Ebertshäuser fest: <a href="https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/04/die-auseinandersetzung-um-norbert-lieth-und-seine-neuen-lehren-in-eigener-sache/" rel="nofollow ugc">https://das-wort-der-wahrheit.de/2015/04/die-auseinandersetzung-um-norbert-lieth-und-seine-neuen-lehren-in-eigener-sache/</a> (nur ein Artikel von mehreren)<br />
Das der Vortrag von Lieth 2015 zur Neujahrskonferenz selbst unter treuen Mitternachtsruf-Freunden für Bedenken ausgelöst hat, dürfte erklären dass das darauffolgende Heft des Mitternachtsrufs ausführlich versuchte zu beschwichtigen, auch mit einem Artikel zu: &#8222;Müssen wir wirklich heilig sein?&#8220; (Das Heft hatte den seltsamen Cover eines jungen Mannes mit Heiligenschein). &#8211; Nur um zwei Beispiele zu nennen. Nachzuhören kann man seinen Beitrag hier: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=mB2h-xnjNKg" rel="nofollow ugc">https://www.youtube.com/watch?v=mB2h-xnjNKg</a>&#8230;Die These mit das Vater Unser ist ja nichts für Christen und Co&#8230;naja dass ist für mich Paradebeispiel der Harmonisierung des Todes&#8230;Immer wieder spricht Lieth mit Annahmen von Thesen: Mehrfach heißt es: Weil dieser Vers ja nicht das bedeuten kann&#8230;weil es ja klar ist&#8230;deswgen muss es dass heißen und deswegen heißt es auch an dieser STelle was anderes und überhaupt usw&#8230;<br />
Sorry aber gerade Lieths Stil habe ich immer als furchtbar &#8222;diffusen Kuddelmuddel&#8220; (um deine Wortwahl zu gebrauchen) empfunden&#8230;</p>
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		<title>
		Von: Clemens		</title>
		<link>https://nimm-lies.de/wie-koennen-wir-denn-lesen-folge-2/14158/comment-page-1#comment-13542</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 18:20:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich fand diesen Artikel ziemlich gut – bis der Name Norbert Lieth fiel. Denn was Lieth macht, ist m.E. genau das Gegenteil von Harmonisierung. Unter Harmonisierung würde ich verstehen, dass man einen Bibeltext, der zu einem anderen in Spannung steht, so zurechtbiegt, dass die Spannung irgendwie verschwindet. Wenn z.B. Paulus die Rechtfertigung aus Glauben lehrt, Jakobus aber die Rechtfertigung aus Werken, dann wird in der Regel Jakobus so umgedeutet, dass er zu Paulus passt (jedenfalls wenn der Ausleger reformatorisch ist; bei Katholiken und Arminianern läuft es wahrscheinlich umgekehrt). Oder wenn Jesus in der Bergpredigt sagt, Gott werde uns nur dann vergeben, wenn wir anderen Menschen vergeben, Paulus die Reihenfolge aber umkehrt und uns ermahnt, anderen Menschen so zu vergeben, wie Christus uns vergeben hat, dann wird diese Diskrepanz irgendwie passend gemacht – natürlich aus dem ehrenwerten Anliegen heraus, dass die Bibel keine Widersprüche enthalten darf, aber dem einzelnen Text wird man damit m.E. nicht gerecht, weil man ihn nicht so nimmt, wie er dasteht, sondern ihn „im Lichte“ eines anderen Textes uminterpretiert.

Genau das versuchen Lieth und andere konsequente Dispensationalisten mit ihrem Ansatz aber zu vermeiden. Indem sie die Texte verschiedenen Adressaten zuordnen, lassen sie sie das sagen, was sie offensichtlich sagen wollen, nur eben unterschiedlichen Zielgruppen. Das Ergebnis ist m.E. eine viel logischere, stimmigere, widerspruchsfreiere Bibelauslegung, als wir es von den „Harmonisierern“ gewöhnt sind. Ich brauche mir dann nicht mehr den Kopf darüber zu zerbrechen, warum Jesus in den synoptischen Evangelien offenbar das Halten des Gesetzes als Weg zum ewigen Leben ansieht, warum in den Predigten der Apostelgeschichte so gut wie nie das Erlösungswerk Jesu am Kreuz vorkommt (also das Evangelium in der Form, wie wir es heute verkündigen) oder warum in den Sendschreiben das Heil anscheinend vom „Überwinden“ abhängig gemacht wird. Wer diese Texte dagegen miteinander zu vereinbaren versucht, sodass sie alle von und zu uns sprechen, landet in dem diffusen Kuddelmuddel, das heute in frommen Kreisen gang und gäbe ist. Man muss dann angeblich „die Spannungen aushalten“, mit dem „Sowohl-als-auch“ leben, das „Schon-jetzt-noch-nicht“ akzeptieren und was dergleichen fromme Redewendungen mehr sein mögen. Oder, noch schlimmer, man biegt die Texte gewaltsam zueinander hin und merkt noch nicht einmal, dass man damit den Literalsinn aufgibt. DAS ist Harmonisierung! Wie viel klarer, einfacher und intellektuell befriedigender ein konsequenter dispensationalistischer Ansatz ist, ist mir eigentlich erst durch Lieth (und andere) deutlich geworden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fand diesen Artikel ziemlich gut – bis der Name Norbert Lieth fiel. Denn was Lieth macht, ist m.E. genau das Gegenteil von Harmonisierung. Unter Harmonisierung würde ich verstehen, dass man einen Bibeltext, der zu einem anderen in Spannung steht, so zurechtbiegt, dass die Spannung irgendwie verschwindet. Wenn z.B. Paulus die Rechtfertigung aus Glauben lehrt, Jakobus aber die Rechtfertigung aus Werken, dann wird in der Regel Jakobus so umgedeutet, dass er zu Paulus passt (jedenfalls wenn der Ausleger reformatorisch ist; bei Katholiken und Arminianern läuft es wahrscheinlich umgekehrt). Oder wenn Jesus in der Bergpredigt sagt, Gott werde uns nur dann vergeben, wenn wir anderen Menschen vergeben, Paulus die Reihenfolge aber umkehrt und uns ermahnt, anderen Menschen so zu vergeben, wie Christus uns vergeben hat, dann wird diese Diskrepanz irgendwie passend gemacht – natürlich aus dem ehrenwerten Anliegen heraus, dass die Bibel keine Widersprüche enthalten darf, aber dem einzelnen Text wird man damit m.E. nicht gerecht, weil man ihn nicht so nimmt, wie er dasteht, sondern ihn „im Lichte“ eines anderen Textes uminterpretiert.</p>
<p>Genau das versuchen Lieth und andere konsequente Dispensationalisten mit ihrem Ansatz aber zu vermeiden. Indem sie die Texte verschiedenen Adressaten zuordnen, lassen sie sie das sagen, was sie offensichtlich sagen wollen, nur eben unterschiedlichen Zielgruppen. Das Ergebnis ist m.E. eine viel logischere, stimmigere, widerspruchsfreiere Bibelauslegung, als wir es von den „Harmonisierern“ gewöhnt sind. Ich brauche mir dann nicht mehr den Kopf darüber zu zerbrechen, warum Jesus in den synoptischen Evangelien offenbar das Halten des Gesetzes als Weg zum ewigen Leben ansieht, warum in den Predigten der Apostelgeschichte so gut wie nie das Erlösungswerk Jesu am Kreuz vorkommt (also das Evangelium in der Form, wie wir es heute verkündigen) oder warum in den Sendschreiben das Heil anscheinend vom „Überwinden“ abhängig gemacht wird. Wer diese Texte dagegen miteinander zu vereinbaren versucht, sodass sie alle von und zu uns sprechen, landet in dem diffusen Kuddelmuddel, das heute in frommen Kreisen gang und gäbe ist. Man muss dann angeblich „die Spannungen aushalten“, mit dem „Sowohl-als-auch“ leben, das „Schon-jetzt-noch-nicht“ akzeptieren und was dergleichen fromme Redewendungen mehr sein mögen. Oder, noch schlimmer, man biegt die Texte gewaltsam zueinander hin und merkt noch nicht einmal, dass man damit den Literalsinn aufgibt. DAS ist Harmonisierung! Wie viel klarer, einfacher und intellektuell befriedigender ein konsequenter dispensationalistischer Ansatz ist, ist mir eigentlich erst durch Lieth (und andere) deutlich geworden.</p>
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