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	<title>Erbauliches Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Erbauliches Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Predigten von George Whitefield</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 14:48:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[George Whitefield]]></category>
		<category><![CDATA[Predigten]]></category>
		<category><![CDATA[Predigtsammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Übersetzungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Whitefield wird durchaus neu entdeckt in letzter Zeit. So ging es mir vor einiger Zeit, als ich auf seine Predigt &#8222;Christus: Stütze der Versuchten&#8220; stieß. Whitefield klingt meist viel moderner als man denkt, vielleicht weil das altertümliche Englisch dem Deutschen ein wenig ähnlicher war, als&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/predigten-von-george-whitefield/17089">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="440" height="561" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-12.png" alt="" class="wp-image-17090" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-12.png 440w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-12-235x300.png 235w" sizes="(max-width: 440px) 100vw, 440px" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Whitefield wird durchaus neu entdeckt in letzter Zeit. So ging es mir vor einiger Zeit, als ich auf seine Predigt &#8222;Christus: Stütze der Versuchten&#8220; stieß. Whitefield klingt meist viel moderner als man denkt, vielleicht weil das altertümliche Englisch dem Deutschen ein wenig ähnlicher war, als das heutige &#8211; worauf ich hinaus will ist, dass Whitefield sich in der Übersetzung häufig sehr angenehm und gut verständliich ließt und sein wirklich tiefes Bibelwissen und seine hervorragenden theologischen Kenntnisse sehr volksnah und einfach übermitteln konnte. Auf diesem Gebiet übersteigt er wahrscheinlich selbst Spurgeon. Seine Predigten sind voller Evangelium und er ist ein sehr solider Lehrer der Schrift. Bisher findet man nicht allzu viel von Whitefield auf Deutsch, vor einiger Zeit erschien eine weitere Predigt als kleines Büchlein: <a href="https://www.leseplatz.de/Buecher/Leben-als-Christ/Erbauliches/5311/Christus-die-Weisheit-Gerechtigkeit-Heiligung-und-Erloesung-der-Glaeubigen">&#8222;Christus, die Weisheit, Gerechtigkeit Heiligung und Erlösung der Gläubigen&#8220;</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun konnte ich eine wachsende Sammlung von Whitefields Predigten im Deutschen ausmachen. Tanja Hardt, die Betreiberin von www.whitefield-predigten.de schreibt: <em>&#8222;Die Predigten von George Whitefield haben mich tief berührt, ich fand aber kaum deutsche Übersetzungen.Also habe ich beschlossen, sie einfach selbst ins Deutsche zu übersetzen und mit dieser Webseite zur Verfügung zu stellen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell enthält die Seite von <a href="https://whitefield-predigten.de/ueber-uns/">Fr. Hardt etwa 50 Predigten, die man sämtlich auch als pdf-Dokument geladen werden können. </a>Gerade die gründliche Ausarbeitung der verwendeten Bibeltexte macht die Übersetzungen auch für die Verwendung als Andachten wertvoll. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/predigten-von-george-whitefield/17089">Predigten von George Whitefield</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Was uns vom Bibellesen abhält</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 22:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel lesen]]></category>
		<category><![CDATA[in der Schrift forschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>“Verständiger bin ich als alle meine Lehrer. Denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen.” (Psalm 119,99) Manche Dinge verwundern einen je mehr, je älter man wird. Dazu gehört das Lesen der Bibel. Je älter ich werde, desto eher wird mir bewusst, was für ein Wunder es&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/was-uns-vom-bibellesen-abhaelt/16751">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>“Verständiger bin ich als alle meine Lehrer. Denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen.” (Psalm 119,99)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Dinge verwundern einen je mehr, je älter man wird. Dazu gehört das Lesen der Bibel. Je älter ich werde, desto eher wird mir bewusst, was für ein Wunder es eigentlich ist, wenn ein Mensch oder ein Christ zu seiner Bibel greift. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nimmt einer die Bibel zur Hand, und ich meine ernsthaft, um sich mit dem darin Geschriebenen auseinanderzusetzen, dann ist schon ein beachtlicher Sieg errungen, das ist schon ein Geschenk der Gnade, wenn einer anfängt in der Bibel zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe hier die unterschiedlichsten Dinge beobachtet: Als Jugendlicher durfte ich häufiger einen Evangelisiten begleiten, der viele Junge Burschen häufig fragte: Kannst du lesen? Er meinte damit nicht Alphabetismus, Analphabenten- also sprichwörtliche &#8211; findet man äußerst selten. Aber er meinte die Muße und Fähigkeit ein Buch zu nehmen und es durchzulesen; Geduld zu haben, einen Text oder einen Textabschnitt geduldig durchzuarbeiten. Gerade in unserer Zeit von Ablenkung und Dauerberieselung durch TV, Prime, Netflix, Werbung, Smartphone, Whatsapp, X über alle möglichen Kanäle, über Ohr und Auge bleibt einfach keine Geduld mehr für ein Buch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist sicherlich ein gewaltiger Faktor und für eine ganze Menge an Menschen ein gewaltiges Hindernis, zur Bibel zu greifen. Aber dass die Hindernisse viel vertrackter sind, ist mir erst im Laufe der Zeit bewusst geworden. Immer wieder begegnen mir Theologen, ja selbst Doktoren der Heiligen Schrift, die zwar sehr wohl die Rezeption von Johannes Calvin in der postreformatorischen Geschichte aufzählen können (und das im Schlaf!) aber häufig wirklich wenig Zeit mit der Bibel verbringen, und selbst während ihres jahrelangen Studiums verbracht haben &#8211; Und ich meine nicht die gottlosen biblekritischen Schwätzer &#8211; ich meine bibelgläubige Christen! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beobachte ich regelmäßig, dass man sehr wohl manch eine Doktrin, z.B. die von der Rechtfertigung oder die von der stellvertretenden Sühne sehr bibelfest und mit vielen Beweistexten kennt, aber in irgendeiner Weise sehr &#8222;schulbuchmäßig&#8220; kennt, manchmal in einer &#8222;leblosen Orthodoxie&#8220;- Variante, manchmal aber auch wirklich lebendig und verbunden mit diesem Lehren, aber doch eben &#8222;nur&#8220; (wenn man das Wörtchen &#8222;nur&#8220; im Zusammenhang mit diesen gewichtigen Lehren verwenden darf) diese Lehren, die in irgendeiner Weise in der Ausbildung relevant waren &#8211; ansonsten existiert häufig wenig Interesse an der Schrift &#8211; so als hätte sie entweder nichts mehr nennenswertes zu bieten, oder wäre schon ausreichend bekannt, oder eben an den anderen Lehren eigentlich auch gar nicht so wichtig. Die beschriebene Beobachtung ist kein Einzelfall gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt unfassbar viele Hindernisse, die uns davon abhalten zu unserer Bibel zu greifen. Der Zeitmangel ist nur eines davon. Als Vater von sieben Kindern <a href="https://www.glaubend.de/eine-erinnerung-an-viktor-fades-leben-und-sterben/">muss ich Br. Viktor Fade recht geben,</a> der mir in meiner Jugendzeit immer ans Herz legte, &#8222;als Jugendlicher&#8220; in der Schrift zu forschen &#8211; also in der Zeit, in der man sowohl Zeit wie auch &#8222;Hirnschmalz&#8220; hat, das Gelesene zu merken. Aber wer soll schon Bibel lesen, wenn man die EM schauen könnte, oder die Olympischen Spiele, Champions League, Bundesliga, NHL, NBA und American Football ist ja auch immer mehr in Trend&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwie hat sich bei vielen Christen die Überzeugung breit gemacht, dass uns Gottes Wort selbst dann ausreichend nährt, wenn wir es an den Rand unserer Nahrungskette schieben. Sakrileg, wenn einer an der Bedeutung der Bibel rüttelt, aber unser Tagein Tagaus zeigt die Bedeutungslosigkeit, die die Bibel hier oft hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum halten wir die Bibel für bedeutungslos? Weil Sie keine Aktualität und Relevanz für &#8222;die wahren Probleme&#8220; des Lebens besitzt. Die &#8222;Sache mit Gott&#8220; wäre ja durch Bekehrung und Taufe geklärt, da stellt sich die Frage: Kann man nicht einfach glauben? &#8211; Und in der Zwischenzeit muss ich die neuesten Reels und Threads verfolgen &#8211; Ist es nicht beschämend, dass gerade das was &#8222;Bedeutungslosigkeit in Perfektion ist&#8220;, nämlich Instagram-Stories und Facebook-Reels (hier stellvertretend für mach anderes Zeug),  die bereits morgen niemand mehr aufrufen wird und übermorgen jeder vergessen hat von uns mit gewichtiger Bedeutung beachtet werden als Gottes Wort, dass doch &#8222;ewiglich bleibt&#8220;, selbst wenn Himmel und Erde vergehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kann sich ein Teufelskreis entwickeln: Wir lesen nicht die Bibel, weil sie für uns nichts von aktueller Bedeutung liefern kann &#8211; wir finden aktuelle Bedeutung irgendwo anders, werden hier kurzfristig gesättigt und haben noch weniger Lust zu unserer Bibel zu greifen, selbst wenn wir uns dazu zwingen wollen, und greifen wir dazu, ist der &#8222;Tank schon so voll&#8220; dass kaum noch Aufnahmepotential vorhanden ist und siehe da, wir finden auch nichts mehr von aktueller Bedeutung &#8211; Und plötzlich ist Bibellesen geradezu ein Synonym für Frustration und Verbitterung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Artikel passt der Name unseres Blogs recht gut: <strong>Nimm und Lies!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Darf man etwas von Spurgeon lesen?</title>
		<link>https://nimm-lies.de/darf-man-etwas-von-spurgeon-lesen/16218</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2024 20:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[C.H. Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[Lesekultur]]></category>
		<category><![CDATA[Spurgeon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine regelmäßig gemachte Beobachtung möchte ich berichten. Man teilt mit jemanden ein Zitat von z.B. Spurgeon, aber es darf auch Luther sein oder Calvin, oder ein Puritaner, oder C.S. Lewis oder eigentlich sonst jemand, bisher konnte ich es mit eigentlich jedem Autor erleben, möchte es&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/darf-man-etwas-von-spurgeon-lesen/16218">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine regelmäßig gemachte Beobachtung möchte ich berichten. Man teilt mit jemanden ein Zitat von z.B. Spurgeon, aber es darf auch Luther sein oder Calvin, oder ein Puritaner, oder C.S. Lewis oder eigentlich sonst jemand, bisher konnte ich es mit eigentlich jedem Autor erleben, möchte es aber für den Artikel &#8211; for the sake of the argument &#8211; auf sogenannte &#8222;calvinistische&#8220; Autoren beschränken. Die Gänsefüßchen, weil auf Rückfragen die verschiedensten Definitionen von &#8222;calvinistisch&#8220; gegeben werden, wobei ich mich bei etwa 50%-70% der Definitionen frage, ob die Autoren diese akzeptieren würden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gesprächsverlauf ist in etwa dieser: </p>



<p class="wp-block-paragraph">S (für Sergej): &#8222;Diese oder Jene Predigt von Spurgeon hat mich getroffen und hat mich wirklich erbaut. Außerdem konnte ich auf eine Frage, auf die ich schon seit Monaten Antwort gesucht habe, eine zufriedenstellende Antwort finden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">V(für Varianten möglicher Reaktionen):</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>&#8222;Das ist interessant, aber sollte man bei Spurgeon nicht aufpassen, schließlich war er ja calvinistisch geprägt&#8220;</li>



<li>&#8222;Ich habe mal gehört, Spurgeon hat mal geraucht&#8220;</li>



<li>Weitere entweder emotionelle oder intellektuell formulierte Varianten von 1 <strong>oder </strong>2 oder 1 <strong>und </strong>2.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen gestehe ich ein, dass ich natürlich Kontroversen anziehe und gerne argumentiere und sozusagen solchen Widerspruch wie ein Magnet anziehe. Den in der Tat auf Einwände 1 bis 3 versuche ich meinst mit Argumenten entgegenzutreten (&#8222;Das Rauchen empfahl ihm sein Arzt, als er ihn wegen seiner Furcht, abhängig vom Kafffee zu werden, ansprach&#8220;).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber mir geht langsam auf, dass womöglich sämtliches Argumentieren unnötig oder mindestens &#8222;kindisch&#8220; war, das wird deutlich wenn man die Argumentation einfach umdreht: </p>



<p class="wp-block-paragraph">-> Habe ich Spurgeon etwa deswegen gelesen weil er eine ganz bestimmtes Verständnis von der Vorherbestimmung hat? Ist das der Grund, warum ich mir Predigten über &#8222;Christus im Alten Testament&#8220; von ihm reinlese, warum ich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=heQI4jdC8Hw&amp;list=PL1z8tu_n-DrfYrX-omc5RWziA7fC5J_5h">E. Funk frage, ob sie Predigten von Spurgeon aufnimmt, </a>warum ich seine Tröstenden Worte in &#8222;Ich bin der Herr, dein Arzt lese&#8220;, warum ich seine humorvollen Spitzfindigkeiten in &#8222;Guter Rat für allerlei Leute&#8220;, warum ich über seinen Tiefsinn in seiner Autobiographie staune? Ist das der Grund dafür? Oder lese ich das alles deswegen, weil Spurgeon geraucht hat? Wahrscheinlich müsste ich dann die Reformatoren deswegen lesen, weil sie die Baptisten verdammt haben und die Puritaner, weil sie so übertrieben streng waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selbst wenn die Einwände wirklich stimmen und völlig zutreffend wären und z.B. Spurgeons Model der Prädestination völlig fatal, so wäre das doch nicht der Grund für mich ihn zu lesen! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube also schon, dass es wichtig ist, sich die Frage zu stellen, warum man einen Autor liest oder nicht und ich mache vor allem ein zentrales Maß aus: Die Frage nämlich, ob der Autor wirklich den Herrn sucht, für den Herrn eifert, Gott liebt, Christus zu erfassen sucht. Das Suche ich: Eine Leidenschaft für Gott, etwas, das in meiner Seele den Hunger nach Gott weckt, oder mich aufweckt, wenn ich diesen Hunger in irgendwelchen Götzen zu stillen suche. Das ist für mich das allesentscheidende Maß an dem ich christliche Literatur messe. Die entscheidende Frage, ob man zu einem Buch greift, sollte diese sein: Bringt mich das Buch näher zu Gott? Nicht das ich mich selbst immer daran halten würde und nicht schon von manch einem eher &#8222;leeren&#8220; Roman habe fesseln lassen. Aber  gerade in der christlichen Literatur suche ich doch nicht feine Rhetorik (selbst von einem Nichtraucher) oder clevere Polemik (selbst von einem Arminianer), nein ich suche den Hunger nach Gott. Etwas, das die Psalmen so oft ausdrücken: Ein Lechzen nach Gott, wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt! Finde ich das, ist mir schlicht zweit- (eher dritt)-rangig, welches Taufverständnis und welches Endzeitmodel der Autor vertrat und welcher Denomination er angehört hat. Genau diesen Hunger finde ich bei Spurgeon, aber ich finde ihn relativ selten bei seinen Kritikern&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das lässt uns mit der Frage zurück: Warum lässt sich bei uns so wenig Hunger nach Gott finden, wenn wir zu christlichen Büchern greifen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Believer&#8217;s Baptism: Sign of the New Covenant in Christ</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jan 2024 09:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubenstaufe]]></category>
		<category><![CDATA[Köstenberger]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Dever]]></category>
		<category><![CDATA[Säuglingstaufe]]></category>
		<category><![CDATA[Taufe]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schreiner]]></category>
		<category><![CDATA[Wellum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nähe meines Wohnortes entschied die Gemeindeleitung einer bis dahin reformierten Baptistengemeinde, dass sie nun &#8222;die Sache mit der Bundestheologie&#8220; (Zitat) besser verstehe und jetzt auch Kinder taufen wolle. Ich fand es auf mehreren Ebenen befremdlich: Zum einen sind Konversionen von Pädobaptisten zu Credobaptisten&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/believers-baptism-sign-of-the-new-covenant-in-christ/15865">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/believers-baptism-sign-of-the-new-covenant-in-christ/15865">Believer&#8217;s Baptism: Sign of the New Covenant in Christ</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">In der Nähe meines Wohnortes entschied die Gemeindeleitung einer bis dahin reformierten Baptistengemeinde, dass sie nun &#8222;die Sache mit der Bundestheologie&#8220; (Zitat) besser verstehe und jetzt auch Kinder taufen wolle. Ich fand es auf mehreren Ebenen befremdlich: Zum einen sind Konversionen von Pädobaptisten zu Credobaptisten üblicher, zum anderen war mir gerade diese Gemeinde dafür bekannt ,hartnäckige Vertreter der Bundestheologie schon als Credobaptisten gewesen zu sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie dem auch sei, das Ereignis bildete für mich den Trigger, sich die Sache &#8222;mit der Taufe&#8220; noch einmal näher anzuschauen. Die Entscheidung dafür &#8222;<em>Believer&#8217;s Baptism: Sign of the New Covenant in Christ&#8220; </em>zu wählen, erwies sich dabei als der richtige Schritt. Das Buch wurde von Thomas Schreiner  und Shawn D. Wright herausgegeben und enthält zehn Essays bekannter baptistischer Theologen, wie Köstenberger, Wellum, Caneday, Dever, Schreiner und anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich ist es die Absicht des Buches sich vor allem mit der pädobaptistischen Position auseinanderzusetzen, wie sie von presbyterianischen Christen vertreten wird.  Treffend hält J.H. Rainbow im Essay über die baptistische Lehre der frühen Anabaptisten fest:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im Dialog mit reformierten Pädobaptisten haben Baptisten oft das seltsame Gefühl, &#8222;so nah und doch so weit weg&#8220; zu sein.&#8220; </p>
<cite>(<em>Thomas R. Schreiner und Shawn D. Wright, Believer’s baptism: sign of the new covenant in Christ (Nashville, TN: B&amp;H Publishing Group, 2006), S. 204., eigene Übersetzung)</em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schreiner schreibt im Einführungskapitel zur Dringlichkeit des Themas, sowohl nach außen, wie auch nach innen. Ob man nun Säuglinge tauft oder nicht, ist keine zweitrangige Frage für einen Baptisten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir glauben nicht, dass die Säuglingstaufe nur ein kleiner Fehler ist, auch wenn wir uns über die evangelikalen Bekenntnisse vieler freuen, mit denen wir nicht übereinstimmen. Paul Jewett bringt die Bedeutung der Gläubigentaufe auf den Punkt, wenn er sagt: &#8222;Die Taufe von Säuglingen unabhängig vom Glauben bedroht die evangelikalen Grundlagen des Evangelikalismus&#8220;. </p>
<cite>(ibid. S. 2)</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist man nicht &#8222;aus dem Schneider&#8220;, nur weil man Erwachsene tauft. Nur weil Michael Servetus eine strenge und konservative Haltung bzgl. der Taufe von gläubigen Erwachsenen vertrat, schützte ihn das nicht davor, die Lehren von der  Dreieinigkeit und der Jungfrauengeburt Jesu zu verwerfen (ibid, im Vorwort). Absicht des Buches ist es, eine belastbare und gründliche biblische Lehre von der Taufe aufzurichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das versucht das Buch auf vier Wegen. Die ersten drei Kapitel betrachten die Entwicklung der Taufe in den Evangelien, in der Apostelgeschichte und den Briefen. Drei Kapitel betrachten die Taufe in der direkten Auseinandersetzung mit bekannten presbyterianischen Positionen. Und jeweils Zwei Kapitel betrachten die Taufe im historisch-theoloigschen Kontext und in  praktischen Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch, das wirklich jede Erwähnung und Allusion der Taufe untersucht wird, entsteht ein ganzheitliches Bild: So wurden die vorhandenen Parallele zwischen der christlichen und der johannitischen Taufe deutlicher. Oder aber auch die eindeutige sprachliche Nähe von &#8222;baptizo&#8220; zum &#8222;untertauchen&#8220; (und nicht zum besprengen). So steht in Markus 7,4 (&#8222;und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, bevor sie sich gewaschen haben&#8230;) für &#8222;gewaschen haben&#8220; βαπτίσωνται (baptizontai). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider vertreten gerade Baptisten oft eine sehr redundante und oberflächliche Darstellung der Taufe und reduzieren sie gerne zu &#8222;einem zweiten Gehorsamsschritt&#8220;. Die Betrachtung von Stellen wie Mk 1,4;Joh. 3,5; Apg. 2,38; 1. Kor. 6,11; Eph. 4,5; Kol. 2,11-12, 1Pet. 3,21 und weiteren mehr, die in diesem Buch sehr ausführlich begangen wird, ist sehr hilfreich um eine tiefe, gesunde und zufriedenstellende Theologie von der Taufe zu entwickeln. Deswegen bleibt das Buch vor allem für kirchliche Mitarbeiter und Pastoren empfehlenswert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine große Bereicherung waren Kapitel 5 und 6, die die Positionen zur Kindertaufe während der Zeit der Kirchenväter und der Reformationszeit beleuchten. Meines Erachtens gelingt es Kapitel 5 präzise genug aufzuzeigen, dass die Taufe von Säuglingen in der Kirche erst seit der Zeit von Augustinus zur Praxis wurde. Die häufig vorgebrachte These, dass Haustaufen auch die Haushaltsmitglieder einschloss, wird gründlich widerlegt. Wird der ganze Haushalt getauft, wieso kennt dann 1. Kor. 7,12) ungetaufte Frauen und Phlm. 9-10 einen ungetauften Sklaven? Es wäre seltsam &#8222;ausschließlich Säuglinge&#8220; aus dem Haushalt zum Inhalt von &#8222;mit seinem ganzen Hause&#8220; mitzuzählen. Sprechen Kirchenväter (so wie Tertulian) von Kindertaufe meinen sie mündige Kinder nicht Säuglinge. (Niemand geringeres als der evangelische Theologe Kurt Aland hat in dieser Frage die gleiche Position, die er in <a href="https://books.google.de/books/about/Die_S%C3%A4uglingstaufe_im_Neuen_Testament_u.html?id=RWbYAQAACAAJ&amp;redir_esc=y">&#8222;Die Säuglingstaufe im Neuen Testament und in der alten Kirche&#8220; </a>darstellt) </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren zeigen das Ringen der Presbyterianer mit diesen Stellen und die Versuche hierfür kreative Lösungen zu entwickeln. Z.B. die Lösung von Meredith Kline, der in der Taufe nicht ein Zeichen des Bundessegens, sondern des Bundesfluches sieht. Die Frage der Kindertaufe hängt für Presbyterianer mit der Frage nach der Beziehung von Altem und Neuen Bund zusammen. Darstellungen klingen hier häufig so, als wäre der neue Bund nur eine Weiterentwicklung des alten Bundes. So sind Formulierungen möglich, wie: &#8222;The new covenant is but a new—though more glorious—administration of the same covenant of grace.” (&#8222;Der neue Bund ist eigentlich nur eine, wenn auch herrlichere neue Administration des gleichen Bundes der Gande ibid. S. 103). Formulierungen dieser Art finden sich immer wieder in der reformierten Literatur, wobei die Unterschiede im Kapitel 4 des Buches auch genannt werden. Für mich wurde deutlich, dass auch im presbyterianischen Lager die Positionen nicht so &#8222;monolitisch&#8220; sind, wie oft vermittelt.  So verstanden z.B. Berkhof und Warfield den Beginn des Neuen Bundes im Bund mit Abraham (nicht,  wie im Westminster Bekenntnis ab Gen 3.15, vgl. diese Aussage von Warfield:  &#8222;<em>The argument in a nutshell is simply this: God established His church in the days of Abraham and put children into it. They must remain there until He puts them out. He has nowhere put them out. They are still then members of His Church and as such entitled to its ordinances&#8220;</em>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist der Unterschied zur Baptistischen Position nicht nur in der Frage der &#8222;Neuheit&#8220; des Neuen Bundes zu suchen, sondern auch in dem Umfang der Bundesgenossen (Sind wie im Alten Bund auch nicht Erwählte Mitglieder des Bundes? ) und natürlich auch der Bundeszeichen: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Niemand bestreitet, dass das Herzstück des Neuen Testaments der neue Bund zwischen Gott und den Menschen ist, aber es ist zweifelhaft, dass man ihn als &#8222;das Muster der Erneuerung von Bündnissen durch die Ausstellung neuer Vertragsdokumente&#8220; (Anm. d.Ü.: die Position von Meredith Kline) bezeichnen kann. Der neue Bund von Jeremia 31 ist genau das &#8211; ein neuer Bund; es handelt sich nicht um die Ausstellung neuer Vertragsdokumente mit ein paar Änderungen&#8220; (ibid. S. 260, eigene Übersetzung)</em> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kapitel 9 untersucht die Taufe in der &#8222;Stone-Campbell&#8220; Bewegung. Für mich war das ein ganz neues Thema, ich habe davor noch nie etwas von dieser Bewegung gehört und es war interessant zu sehen, wie sich eine christliche Gruppe gerade an der Tauffrage radikalisierte. Das Buch hört mit einem Essay von Mark Dever über die praktischen Fragen der Taufe auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder der eine fundierte baptistische Position zur Glaubenstaufe sucht, sollte mit diesem Buch anfangen. Ansonsten kann man viele Säuglingstäufer-Positionen gerade aus der Reformationszeit finden. Diese sind gelegentlich völlig unzufriedenstellend und mangelhaft(wie z.B. Luthers<em> Wider die Anabaptisten</em>) oder faszinierend gut ausgearbeitet, bis auf die Irritation, die man hat, wenn die Autoren die Frage beantworten, &#8222;ob man den Säuglinge taufen sollte&#8220;. Ich denke so geht es jedem Baptisten, der z.B. den Heidelberger Katechismus liest. Da finden sich wundervolle Ausführungen zur Taufe, bis der Autor versucht gerade diese Frage zu beantworten.. Mit Calvins Ausführungen in der Institutio geht es einem ähnlich wie Karl Barth:<em> &#8222;Nach Calvins eigener und an sich ausgezeichneter Tauflehre besteht die Taufe nicht nur darin, dass wir das Symbol der Gnade empfangen, sondern sie ist zugleich, in unserem consentire cum omnibus christianis, in unserem öffentlichen affirmare unseres Glaubens, in unserem iurare in Gottes Namen, auch der Ausdruck einer menschlichen velle. Das muss sie zweifellos sein, aufgrund des kognitiven Charakters der sakramentalen Kraft. Aber in diesem Fall kann die Taufe keine Art von Kindertaufe sein. Wie seltsam, dass Calvin dies in seinem nächsten Kapitel zu vergessen scheint, in dem er seine Verteidigung der Kindertaufe darlegt und dort eine Taufe empfiehlt, die ohne Entscheidung und Bekenntnis ist&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>&#8222;Jeder tat, was ihn recht dünkte&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 07:54:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Keller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da man derzeit auch Kinderstunde von zu Hause machen muss, habe ich mir überlegt, die Lektionen aus dem Buch Richter mit den Kindern zu besprechen. Ich bin darüber gestolpert, da das Buch Richter einfach als historische Tatsache wahrgenommen wird. Geistliche Lektion?- zumeist Fehlanzeige! Oder mal&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/jeder-tat-was-ihn-recht-duenkte/13857">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51uFAcpM6nL.jpg" alt="Judges For You (God's Word For You) (English Edition) von [Keller, Timothy]" width="279" height="447" />Da man derzeit auch Kinderstunde von zu Hause machen muss, habe ich mir überlegt, die Lektionen aus dem Buch Richter mit den Kindern zu besprechen. Ich bin darüber gestolpert, da das Buch Richter einfach als historische Tatsache wahrgenommen wird. Geistliche Lektion?- zumeist Fehlanzeige! Oder mal eine Predigt außerhalb der üblichen Zyklen Gideon und Simson gehört? Eine Ursache dürfte unsere moralistische Lesart sein: Die meisten Richter taugen höchstens als negatives Beispiel. Der Ansatz von Keller ist eine Wohltat. Richter ist hochaktuell für unsere Zeit: &#8222;<em>Trotz der Lücke von mehr als drei Tausend Jahren, gibt es viele Parallelen zwischen unserer Situation und der Zeit des Buches der Richter (&#8230;) Es war eine Zeit des geistlichen Pluralismu</em>s&#8220;.  Eine düstere Geschichte &#8211; wo bleiben da die Helden?</p>
<p>Das Buch der Richter erzählt das Evangelium, die Bibel ist kein &#8222;Buch der Werte&#8220;: <em>&#8222;Sie ist nicht voll inspirierender Erzählungen. Warum? Weil die Bibel (im Gegensatz zu den Büchern auf die sich andere Religionen berufen) nicht darüber handelt, wie man moralischen Beispielen nachfolgt. Sie handelt über einen Gott der Gnade und Langmut, der fortschreitend in und durch uns arbeitet, trotz unseres beständigen Widerstandes gegen seine Absichten. Letztlich gibt es nur einen Helden in diesem Buch und er ist göttlich. Wenn wir diesen Teil der Heiligen Schrift als einen historischen Bericht darüber lesen, wie Gott sein unwürdiges Volk durch und aus dem Dreck ihrere Sünde rettet und zu sich bringt, dann wird sie in unseren Köpfen und Herzen lebendig und spricht in unser Leben und in unsere Situation. &#8222;Richter&#8220; ist keine leichte Kost. Doch eine essentiell wichtige für unsere Zeit.&#8220;</em></p>
<p>Im Einleitungskapitel bespricht Keller sechs Lektionen oder Leitthemen im Buch der Richter. Diese habe ich im folgenden übersetzt:<span id="more-13857"></span></p>
<ol>
<li><em>Gott bietet seine Gnade unermüdlich Menschen an, die sie nicht verdienen, noch suchen oder sogar wertschätzen, nachdem sie durch diese gerettet wurden.</em> Das Buch der Richter handelt nicht über eine Serie von Vorbildern. Obwohl es einige wenige gute Beispiele (z.B. Othniel und Deborah) gibt, kommen diese am Anfang des Buches und dominieren nicht die Erzählung. Der Punkt ist, dass der einzige wahre Retter der Herr ist. Letztlich geht es im Richterbuch um die überfließende Gnade für große Sünder. Gottes Gnade wird über die dämlichsten Taten triumphieren</li>
<li><em>Gott möchte über unser ganzes Leben und nicht nur Teile davon regieren.</em> Gott wollte, dass Israel das ganze Land Kanaan einnimmt, doch sie reinigen nur einige Bereiche und gewöhnen sich daran, mit Götzen in ihrer Mitte zu leben. Anders ausgedrückt: Sie lehnen weder Gott ganz ab, noch nehmen sie ihn ganz an. Diese halbherzige Jüngerschaft wird im Buch der Richter als ein unmögliches und unstabiles Gemisch dargestellt. Gott möchte unser ganzes Leben, nicht einfach nur einen Teil davon.</li>
<li><em>Es gibt eine Spannung zwischen Gnade und Gesetz, zwischen Bedingung und Bedingungslosigkeit.</em> Wir finden in Richter einen offensichtlichen Widerspruch. Auf der einen Seite, verlangt Gott Gehorsam, weil er heilig ist. Auf der anderen Seite macht er Versprechen der Hingabe und der Treue an sein Volk. Werden seine Heiligkeit und seine bedingten Befehle (<em>Macht das und dann werde ich das tun</em>) seine Versprechen überschreiben (<em>Ich werde immer mit euch sein, egal was ihr tut</em>) oder werden seine Versprechen seine Befehle überschreiben? Seht das einmal so: <strong>Sind seine Versprechen bedingt oder bedingungslos?</strong> Richter ist hierbei entscheidend, dass es zeigt, dass keine der Antworten auf diese Frage richtig ist. Fast alle Leser des Alten Testaments nehmen eine &#8222;liberale&#8220; <em>(Sicherlich wird Gott immer segnen, so lange es uns leid tut</em>) oder eine konservative (<em>Nein, Gott wird nur dann segnen, wenn wir gehorsam sind</em>) Sicht ein. Richter lässt uns in einer Spannung, dass beides wahr ist, und dass beides nicht vollständig wahr ist. Es löst diese Spannung jedoch nicht auf. Doch genau diese Spannung treibt die Erzählung an. Nur das Evangelium des Neuen Testaments wird uns zeigen, wie diese beiden Seiten beide wahr sein können.</li>
<li><em>Es besteht die Notwendigkeit einer beständigen geistlichen Erneuerung in unserem Leben auf dieser Erde und einen Weg, diese zu einer Realität werden zu lassen</em>. <strong>Die Richter zeigen uns, dass der geistliche Verfall unvermeidlich ist, und dass geistliche Erneuerung somit zur beständigen Notwendigkeit wird</strong>. Wir werden im Folgenden wiederholte Zyklen der Abfall&lt;-&gt;Erweckung lesen. Einige der Elemente in dieser Erneuerung beinhalten Buße, Gebet, die Zerstörung der Götzen und die Auswahl menschlicher Führer. Erneuerung geschieht, wenn wir unter dem richtigen Meister sind. Sklaverei findet statt, wenn wir unter dem falschen Meister sind. Richter ist das beste Buch des alten Testaments, um zu verstehen, wie Erneuerung und Erweckung funktionierten, ähnlich der Apostelgeschichte im Neuen Testament. Beachtet beim Lesen, dass diese Erweckungszyklen in Richter immer schwächer werden, während die Zeit voranschreitet, während sie in der Apostelgeschichte immer weiter und stärker wachsen.</li>
<li><em>Wir benötigen einen echten Retter, auf den alle menschlichen Retter hinweisen, sowohl durch ihre Fehler, wie auch durch ihre Stärke.</em> Wie wir unter Nr. 1 bemerkten, zeigt die zunehmende Stärke des Bösen und des Bruches in der Erzählung auf unsere Notwendigkeit nach einem Erretter, nicht nach einem Vorbild. Doch die abnehmende Effizienz der Erweckungszyklen und die abnehmende Qualität der Richter zeigt auf das Versagen eines jeden menschlichen Retters. Die Richter selbst fangen an, uns auf jemanden zu weisen, der über ihnen steht. Bei Othniel lernen wir, dass Gott durch alle retten kann, bei Deborah, dass er durch viele retten kann, bei Gideon, dass er durch wenige retten kann, und bei Simson, dass er durch einen retten kann. Gott wird retten, in dem er den Einen sendet.</li>
<li><em>Gott hat das Kommando, egal wie es aussieht</em>. Das allgegenwärtige Thema kann man auch am leichtesten übersehen! Gott scheint bei Richtern oft fast abwesend zu sein, aber er ist es nie. Er bewirkt seinen Willen durch schwache Menschen und trotz der schwachen Menschen. Seine Anliegen werden nie durchkreuzt, egal wie es sonst erscheint. Die Mühlen Gottes mögen langsam mahlen, doch sie mahlen außergewöhnlich fein.</li>
</ol>
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		<title>Ressourcen zur Bundestheologie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 22:20:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Infografiken]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Abraham]]></category>
		<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestheologie]]></category>
		<category><![CDATA[Covenant Theology]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;As the dispensational perspective is being evaluated, it should not be forgotten that covenant theologians and dispensationalists stand side by side in affirming the essentials of the Christian faith. Very often these two groups within Christendom stand alone in opposition to the inroads of modernism,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ressourcen-zur-bundestheologie/13799">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>&#8222;As the dispensational perspective is being evaluated, it should not be forgotten that covenant theologians and dispensationalists stand side by side in affirming the essentials of the Christian faith. Very often these two groups within Christendom stand alone in opposition to the inroads of modernism, neo-evangelicalism, and emotionalism. Covenant theologians and dispensationalists should hold in highest regard the scholarly and evangelical productivity of one another. It may be hoped that continuing interchange may be based on love and respect.&#8220;</em></p>
<p><em>Robertson, O. P. (1980). The Christ of the Covenants (S. 201–202). </em></p></blockquote>
<p>Aktuell möchte ich vertieft in das Leben Abrahams eintauchen. Das Leben Abrahams zirkuliert um den Bundesschluss mit Gott. Im zwölften Kapitel wird Segen verheißen, im fünfzehnten Kapitel einseitig durch Gott bestätigt, im siebzehnten bekommt Abraham das Bundeszeichen und einen neuen Namen, und nachdem er seine Treue und Hingabe (&#8222;wandle vor mir und sei fromm&#8220;, 1 Mo. 17,1) beweißt, bekräftigt Gott seine Verheißungen mit einem Schwur.</p>
<p><em>&#8222;Die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder.&#8220;</em> (Gal. 3,7) Vor einigen Jahren machte <a href="https://www.monergism.com/topics/covenant-theology"><em>J. Ligon Duncan</em>s Buch &#8222;<strong>Covenant Theology</strong>&#8222;</a> einen mächtigen Eindruck auf mich. Für mich persönlich war es in vielen Fragen ein Durchbruch (z. B. auch in der Frage der Bedeutung der Sakramente). Somit gestehe ich, dass ich eher bundestheologisch an die Bibel heran gehe. Ich sehe aber, den Dispensationalismus nicht als 180° der Bundestheologie gegensätzlich. Vergleiche hierfür diese Übersicht im Vergleich zwischen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZDQyIiumjFM">klassischem Dispensationalismus und klassischer Bundestheologie.</a> Ich denke einfach, dass es zu weit geht, die Bundesschlüsse (Hmm, was ist eigentlich die Mehrzahl von Bund?) als Anfänge eines völlig neuen Zeitalters zu bezeichnen. Wo würde denn das z. B. im Leben Davids stattfinden? Es ist ja eher so, dass nichts neues im Staate Kanaan stattfindet, dass aber die Verheißungen Gottes (für ein völlig neues Zeitalter), immer wieder neu bestätigt werden. Letzten Endes schließt Gott mit seinem Volk nur durch Christus oder um Christi willen einen Bund. Zudem wird eine rein irdische Lokalisierung der Bundesverheißungen einfach den Texten nicht gerecht, die immer wieder von einem &#8222;ewigen Bund&#8220; reden (vgl. z. B. 1 Mo. 9,16; 1 Mo. 17,7;  Ps. 105,10; Ps. 111,5;  Heb. 13,20). Natürlich kann die Betonung eines Kontinuums zwischen AT und NT zu weit gehen, aber generell neigen wir dazu, das AT als nicht mehr &#8222;gültig&#8220;, nicht mehr &#8222;notwendig&#8220;, als &#8222;alten Bund&#8220; abzustempeln. Die Texte des AT taugen dann höchstens dafür, moralistische Ansprüche an unseren Nächsten zu stellen. Übrigens hat Roger Liebi ebenfalls einen Beitrag über die<a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZDQyIiumjFM"> Bedeutung des AT für Christen</a> veröffentlicht. Wenn wir schon bei Liebi sind, seinen Beitrag über das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nsHGOwysckk">Leben Abrahams</a> fand ich ebenfalls hilfreich. <span id="more-13799"></span></p>
<p>Was ich neben der Betonung einer ganzen großen Story des AT an der Bundestheologie großartig finde, ist seine Christuszentriertheit. Christus wird bereits Adam in 1.Mo. 3.15 als ein neuer Vertreter einer neuen siegenden Menschheit angekündigt. Immer dann, wenn Gott seinen Heilsplan weiter entwickelt, ist oft auch ein Bund in der Nähe. Die königliche Linie wird sauber in Genesis entwickelt. Die Erfüllung der Verheißungen in den Büchern Mose und Josua beschrieben. Doch schon bald sind tragische Bundesbrüche unter dem Volk Gottes zu vermelden. Das Volk treibt Götzendienst, geistliche Hurerei, ein besonderes Bild für den Bundesbruch der Ehe (Mal. 2,14). Eingewebt in diese Erzählungen des Abfalls vom Bundesgott sind gleichzeitig Gottes Heilstaten. Bei David bestätigt Gott seine Zusagen, mit Elia und Elisa greift er mächtig gegen den endgültigen Abfall ein. Schließlich bleibt die Botschaft der Propheten, die einerseits den Bundesbruch in den schärfsten Tönen beklagen, gleichzeitig aber einen neuen Bund (mit endlich verändertem Herzen) ankündigen. Vor allem Jesaja verbindet die Ankündigung eines neuen Bundes mit der Verkündigung des Messias (eine ganz heiße Stelle: Jes. 42,6). Übrigens: Haben die Reformierten die Bundestheologie nur erfunden um ihre Kindertaufe zu verteidigen? Klingt auf den ersten Blick durchaus verlockend, der Gedanke. Doch ähnlich könnte man einwenden: Lehnt der eher arminianisch gesinnte Evangelikalismus die Bundestheologie nur deswegen ab, weil er die dahinterliegende Souveränität Gottes und den Erwählungsgedanken nicht ertragen kann? Doch Genug der Vorüberlegungen, hinein in den Input:</p>
<p>Ich durfte durch eine total primitive Wortstudie bereits intensiv profitieren. Dafür habe ich mir die meisten der Stellen die von einem Bund mit Gott sprechen auch im Kontext angeschaut (<strong><a href="https://documents.logos.com//documents/7518b323801443cd908d3b9b065ba63b">Hier zur Logos-Versliste für &#8222;berith&#8220;</a></strong>). Ich meine wie krass ist das: Jesus versammelt zum letzten Mal die Jünger um sich und ruft: Dies ist das Blut des Bundes, das vergossen wird für viele (Matth. 26,28 und Mark. 14,24) und wiederholt damit eigentlich nur etwas, was bereits Mose gesprochen hat (2. Mo. 24,8). Dies dürfte ein Generalbeispiel dafür sein, wie der Gedanke des Bundes sowohl die beiden Testamente zusammenhält, die Christozentrik wunderbar ausdrückt und die Erfüllung des Heilsplanes Gottes wie eine Perlenkette der Verheißungen abbildet.</p>
<p>Ich denke alle unsere Überlegungen sollten zuallererst in der Schrift anfangen und zur Schrift führen. Ich liebe Bücher die mich wieder zur Schrift führen, Zusammenhänge aufdecken und bisher unklares besser oder von einer anderen Seite beleuchten.</p>
<h3>Über Abraham</h3>
<p><strong><img decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41oTIaCJ2zL._SX312_BO1,204,203,200_.jpg" width="200" height="318" />Furcht und Zittern</strong> von <em>Sören Kierkegaard</em> dürfte der Klassiker sein, wenn man sich mit Abraham beschäftigen möchte. Ich denke Kierkegaard gelingt es aufzuzeigen, wie paradox, wie lächerlich und doch gleichzeitig erhaben Abrahams Glaube war. Den durchschnittlichen Westler auch des 21. Jahrhunderts konfrontiert er knallhart mit diesem Glaubensvater: <em>&#8222;Kann man denn unvorbehalten von Abraham sprechen, ohne Gefahr zu laufen, dass ein Einzelner in Verwirrung hingehe und desgleichen (Anm.: Die Opferung Isaaks) tue?&#8220;, &#8222;Aber was tat Abraham? Er kam weder zu früh noch zu spät. Er bestieg den Esel, er ritt langsam seines Wegs. In all dieser Zeit glaubte er; er glaubte, Gott werde Isaak nicht von ihm fordern, während er doch willig war, ihn zu opfern, wenn es verlangt wurde. Er glaubte kraft des Absurden &#8230;&#8220;</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41eLm1J8eCL._SX315_BO1,204,203,200_.jpg" width="201" height="316" /><a href="https://www.amazon.de/Living-Gap-Between-Promise-Reality/dp/1629951714/ref=dp_ob_title_bk"><strong>Living in the Gap between Promise and Realit</strong>y</a>: Gospel According to Abraham. Dieses kleine Büchlein von <em>Iain M. Duguid</em> (Als Teil der Reihe: <a href="https://www.logos.com/product/30462/gospel-according-to-the-old-testament-series">Gospel according to the Old Testament</a>) habe ich unverhofft in meiner Logos-Bibliothek gefunden, und es hat mich gleich in den Bann genommen. Das Werk entstand übrigens aus einer<a href="https://www.monergism.com/legacy/mt/mp3/sermon-series-genesis-mp3s"> Predigtreihe zum 1 Buch Mose:</a> <em>&#8222;But even lengthy preparation does not guarantee immediate success. Although God prepared Abram and Sarai to hear his call, and then called them to become a great nation through which blessing would come to all nations, for a long time all that distinguished them from their neighbors was the promise of God. There was no halo of glory surrounding their camels as they traveled from Haran to Canaan; nor was there a pillar of cloud and fire to lead them, as Israel had coming out of Egypt. At a time when many other people were traversing the Near East, they appeared to be just another group of travelers. Only the promise of God marked them out. </em><em>It’s the same way today, isn’t it? What marks you out from your non-Christian neighbors? You’re not smarter than they are; you’re not richer; you’re not better looking or healthier. You experience many of the same kinds of problems and crises that they do. So what marks you out as different? Only the promises of God do”</em></p>
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/ressourcen-zur-bundestheologie/13799/sei_gehorsam" rel="attachment wp-att-13801"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-13801 alignleft" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/sei_gehorsam.png" alt="" width="200" height="303" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/sei_gehorsam.png 393w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/sei_gehorsam-198x300.png 198w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><a href="https://www.scm-haenssler.de/sei-gehorsam.html"><strong>Sei Gehorsam.</strong> </a>Abrahams Geschichte nimmt im ersten Buch Mose den größten Platz ein. Warren Wiersbe hat einen ganzen Band seiner &#8222;Sei&#8230;&#8220; Reihe Abraham geweiht. Dieser Kommentar mit Andachtscharakter lässt sich sehr leicht lesen und ist aufgrund der Fragen zu jedem Kapitel für Einsteiger oder Hauskreise gut geeignet.<a href="https://www.cbuch.de/gesamtkatalog/studieren-lernen/kommentare/kommentar-reihen/wiersbe"> Wiersbes Kommentar gibt es nun als zwei-bändiges Werk</a></p>
<p>Abrahams Leben entwickelt sich in der Tat zwischen den gnädigen Heilszusagen und Heilsbestätigungen Gottes: Dazwischen torkelt er vor sich hin. Kaum ist er im Land der Verheißung bricht Hunger aus, der in nach Ägypten drängt. Ein Land aus dem er auch Hagar als eine Sklavin mitbringt. Nach der starken Bundesbestätigung in 1.Mo 15 ist Abraham doch eher geneigt, zwar am eigenen Erben (und nicht mehr Lot oder Eliezer), aber ob dieser ein Sohn Sarahs sein muss (Vgl. auch Gal. 4,21ff)? Nun, wir Christen bezeichnen uns oft passend als Kinder Gottes, weil wir Kinder der Verheißung sind, wie uns der Apostel versichert (Gal.4.28,31)</p>
<h3>Über den Pentateuch</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/51OZE%2B7kngL.jpg" alt="From Paradise to the Promised Land: An Introduction to the Pentateuch (English Edition) von [Alexander, T. Desmond]" width="202" height="303" />Abraham ist ein Zwischenpunkt oder ein entscheidender Punkt für den weiteren Verlauf einer königlichen Dynastie, die ihren Höhepunkt in Jesus Christus nimmt. Deswegen kann man Abraham auch nur im Kontext des ganzen Pentateuch betrachten. Ein Buch möchte ich in besonderer Weise hervorheben: <a href="https://www.amazon.de/Paradise-Promised-Land-Introduction-Pentateuch-ebook/dp/B0080K3M0M"><strong>From Paradise to the promised Land</strong></a> von <em>T. Desmond Alexander</em>. Das Buch hat mir bereits nach kurzer Zeit für viele Dinge die Zusammenhänge eröffnet z. B. dass man in den Stammbäumen von 1.Mo auf die Struktur achten soll, nur lineare Stammbäume behandeln die &#8222;königliche Linie&#8220;. Oder dass der Bundesschluss mit Abraham sich wirklich über Etappen hinzog. Alexander ist ein Experte für den Pentateuch. Das Buch besitzt viele interessante Literaturhinweise und einen Teil mit einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der Quellenhypothese. Thematische Fäden werden knapp und präzise aufgezeigt, z. B. wie sich der Gedanke des &#8222;Segen seins&#8220; in Genesis entwickelt oder wie die Verheißung nach Nachkommen gerade die Verknüpfung zwischen dem ersten und zweiten Buch Mose darstellt. Ich bin schon gespannt auf <a href="https://www.amazon.de/Eden-New-Jerusalem-Introduction-Biblical/dp/0825420156/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1581105193&amp;s=books-intl-de&amp;sr=1-6">Desmonds Einführung in die biblische Theologie</a>. Wer eine Einführung in das Alte Testament sucht, dem sei<a href="https://www.nimm-lies.de/tipp-helmuth-egelkraut-das-alte-testament/12770"> Egelkrauts Einführung</a> empfohlen. Wenn wir schon bei Alexander sind: Alexander war einer der Herausgeber des hervorragenden Wörterbuchs: <a href="https://www.amazon.de/New-Dictionary-Biblical-Theology-Collection/dp/0830814388/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1581105262&amp;s=books-intl-de&amp;sr=1-2">New Dictionary of Biblical Theology: Exploring the Unity and Diversity of Scripture.</a> Die Artikel dieses Lexikons sind wie kleine Essays aufgebaut. Es ist ein Genuss diese zu lesen.</p>
<h3>Über die Bundestheologie</h3>
<p>In meiner <a href="https://www.logos.com/product/165438/logos-8-reformed-gold">Logos Reformed Gold</a> Bibliothek besitze ich einige Werke zur Bundestheologie. In einigen habe ich neugierig &#8222;geblättert&#8220;. ein paar Zitate möchte ich mit euch teilen:</p>
<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/517gC53PL5L._SX322_BO1,204,203,200_.jpg" width="200" height="308" />O. P. Robertson:</em> <strong>The Christ of the Covenants</strong> (S. 188): <em>&#8222;The covenant of law represents an advancement over that which preceded in its humbling of men, thereby preparing them for the riches of Christ’s grace. The apostle Paul has emphasized soundly this significant role of the law, which may be regarded as something of a “blessing-in-reverse.” Paul notes that the law was added “because of transgressions, until the seed should come …” (Gal. 3:19). As a revealer of sin, the law supplied a vital service to the Abrahamic covenant of promise. By exposing fully men’s inadequacy to establish righteousness by law-keeping, the Mosaic covenant has contributed to the cause of redemptive grace.&#8220; </em>Das Zitat ist ein Beispiel für die Fähigkeit Robertsons, komplexe Zusammenhänge knapp und doch umfänglich darzustellen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-eu.ssl-images-amazon.com/images/I/5155zMWFXnL.jpg" alt="God's Kingdom through God's Covenants: A Concise Biblical Theology (English Edition) von [Gentry, Peter J., Wellum, Stephen J.]" width="200" height="300" />Welches Thema ist Stütze und Rückgrat der Bibel, wenn man sie als ein einzelner Text liest. In <strong>God’s Kingdom through God’s Covenants: A Concise Biblical Theology </strong>führen <em>P.J. Gentry und S.J. Wellum</em> aus: <em>&#8222;We may well ask, what, in literary terms, is the plot structure of the Old Testament or even of the entire Bible as a single text? The basic idea of this book is that the covenants constitute the framework of the larger story. They are the backbone of the biblical narrative.&#8220; </em> Dieses Werk setzt sich durch erklärende Übersichtstabellen und seine Kürze aus. An manchen Stellen wirkt es so, als würde ein bereits angenommenes Model über den tatsächlichen Text überstülpt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51U3EhSJ4cL._SX331_BO1,204,203,200_.jpg" width="200" height="300" />Vielleicht passiert genau das <em>Meredith G. Kline</em>, der mich immer noch mit seiner ungewöhnlichen Ausdrucksweise oder Begriffswahl irritiert, z. B. wenn er vom Creator-Potter spricht. An Klines Werk scheint aber kein Weg vorbeizuführen, wenn man in die Bundestheologie vertieft einsteigen möchte. In meiner Bibliothek finden sich diese Werke, die die Bundestheologie weiter vertiefen: <a href="https://www.amazon.de/God-Heaven-Har-Magedon-Covenantal/dp/1597524786/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=meredith+g+kline&amp;qid=1581541294&amp;s=digital-text&amp;sr=1-1-catcorr"><strong>God, Heaven and Har Magedon: A Covenantal Tale of Cosmos and Telos</strong></a>; <strong><a href="https://www.amazon.de/Kingdom-Prologue-Foundations-Covenantal-Worldview/dp/1597525642/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;keywords=meredith+g+kline&amp;qid=1581541339&amp;s=digital-text&amp;sr=1-4-catcorr">Kingdom Prologue: Genesis Foundations for a Covenantal Worldview</a></strong> und <strong>T<a href="https://www.amazon.de/Treaty-Great-King-Deuteronomy-Commentary/dp/1610976983">reaty of the Great King.</a>  </strong>Bisher habe ich immer noch keinen Zugang zu Kline gefunden. Irritation ist jedoch oftmals der Beginn für fruchtbare Entdeckungen, so dass ich als nächstes M. Hortons &#8222;<a href="https://www.amazon.de/God-Promise-Introducing-Covenant-Theology/dp/0801012899/ref=pd_sim_14_1/258-3595902-6646152?_encoding=UTF8&amp;pd_rd_i=0801012899&amp;pd_rd_r=59c9a1df-a59b-45c7-b198-85566b6ae5c9&amp;pd_rd_w=ZpOKG&amp;pd_rd_wg=CcfPC&amp;pf_rd_p=ce989a94-1218-4e00-bce3-c2af8895305e&amp;pf_rd_r=FB742F6GV2GJSX5YX8F1&amp;psc=1&amp;refRID=FB742F6GV2GJSX5YX8F1"><strong>God of Promise</strong></a>&#8220; lesen möchte, der stark von Kline beeinflusst sein dürfte.</p>
<h3>Vorlesung</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://is4-ssl.mzstatic.com/image/thumb/Podcasts2/v4/2e/2b/ac/2e2bac9e-5fc6-82b3-afa4-3236a0e89175/mza_1453323797832453296.jpg/268x0w.jpg" alt="" width="199" height="199" />Es gelang mir auch eine schöne Vorlesung zu finden<a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/covenant-theology-with-dr-stephen-myers/id417996427">. Ca. 25 h lang entwickelt Dr. Stephen Myers die Bundestheologie,</a> unter Einbindung zahlreicher Referenzen. Das erweist sich für einige der oben genannten Werke als ein guter Einstiegspunkt. So beklagt Myers dass Kline seine Auslegung zu sehr von den hethitischen Bundesschlüssen beeinflussen lässt. An einer anderen geht er auf das Bundesverständnis von Barth ein. Da Myers immer wieder zurück zum biblischen Text zurückkehrt, kann man von seinen Vorträgen auch dann profitieren, wenn man nicht hundertprozentig übereinstimmen sollte. Für mich ist diese Vorlesung eine fruchtbare Neuentdeckung gewesen.</p>
<p>Zuletzt: Ein guter Startpunkt bleibt immer noch Tim Kellers Predigt über <a href="https://gospelinlife.com/downloads/abraham-and-the-torch-5860/">1. Mose 15.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ressourcen-zur-bundestheologie/13799">Ressourcen zur Bundestheologie</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Das Wort hat es alles gewirkt und ausgerichtet&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2019 10:26:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
		<category><![CDATA[Wort Gottes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Summa summarum: predigen will ichs, sagen will ichs, schreiben will ichs. Aber zwingen, mit Gewalt dringen will ich niemand, denn der Glaube will willig, ungenötigt angenommen werden. Nehmt (Euch) ein Beispiel an mir. Ich bin dem Ablaß und allen Papisten entgegen gewesen, aber mit keiner&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/das-wort-hat-es-alles-gewirkt-und-ausgerichtet/13726">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Summa summarum: predigen will ichs, sagen will ichs, schreiben will ichs. Aber zwingen, mit Gewalt dringen will ich niemand, denn der Glaube will willig, ungenötigt angenommen werden. Nehmt (Euch) ein Beispiel an mir. Ich bin dem Ablaß und allen Papisten entgegen gewesen, aber mit keiner Gewalt, ich habe allein Gottes Wort getrieben, gepredigt und geschrieben, sonst habe ich nichts getan. <em>Das hat, wenn ich geschlafen habe, wenn ich Wittenbergisch Bier mit meinem Philipp (Melanchthon) und Amsdorff getrunken habe, so viel getan, daß das Papsttum so schwach geworden ist, daß ihm noch nie ein Fürst noch Kaiser so viel Abbruch getan hat</em>. Ich hab nichts getan, das Wort hat es alles gewirkt und ausgerichtet.<br />
[Martin Luther: Acht Sermone gepredigt zu Wittenberg in der Fastenzeit. Martin Luther: Gesammelte Werke, S. 2474<br />
(vgl. Luther-W Bd. 4, S. 69) (c) Vandenhoeck und Ruprecht<br />
http://www.digitale-bibliothek.de/band63.htm ]</p>
<p><div style="width: 810px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/04/Luther-in-Worms-auf-Rt.jpg" alt="" width="800" height="546" /><p class="wp-caption-text">Luther auf dem Reichstag zu Worms. Kolorierter Holzschnitt von 1556, Bildrechte: gemeinfrei</p></div></p></blockquote>
<p><span id="more-13726"></span></p>
<p>Anfang 1522 als Luther noch auf der Wartburg mit der Übersetzung des Neuen Testamentes beschäftigt ist, nimmt die junge Sache der Reformation in und um Wittenberg zunehmend radikale Züge an. Unter der Führung Karlstadts wird die lateinische Messe abgeschafft und wütende Studentenhorden zerstören katholische Bildnisse. Die<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zwickauer_Propheten"> Zwickauer Propheten</a> machen mit ihrer radikalen Deutung der Bibel und des Christentums Melanchton zu schaffen.</p>
<p>Luther kehrt unerwartet zurück und beruhigt mit<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Invokavitpredigten"> 8 Predigten</a> (übrigens in einer Woche gehalten) die ganze Stadt. Diese Predigten sollten nun die Richtung der lutherischen Reformation prägen, Änderungen langsam durchzuführen, um auf die &#8222;Schwachen Rücksicht zu nehmen&#8220;. Kritisieren lässt sich das Konzept natürlich auch: In lutherischen Kreisen wurden so Reformschritte oft in unendliche Länge gezogen. Insgesamt sind die Predigten aber auch zentral für Luther selbst, weil er in diesen seine prophetische Rolle begründet. Er ist Gottes Prophet, den er wäre Satan begegnet und habe ihn widerstanden. Diese Begründung ist umso erstaunlicher, weil mittelalterliche Frömmigkeit ihre Berufung eher auf die Begegnung mit himmlischen Wesen zurückführte. Eine Begegnung mit Satan war für die katholische Kirche ein klarer Beweis für Besessenheit. Diese Predigten bestätigen also auch nur eine wachsende Trennung zu Rom. Insgesamt sieht man einen souveränen Luther, der gestärkt aus der Wartburg zurückkehrt.  Trotz der Besänftigung ist beim Lesen klar: <em><strong>Das Wort Gottes bringt  Unruhe!</strong></em> Eine Botschaft, die wir gerne überhören. Wir wollen lieber, dass das Wort Gottes uns bestätigt, was man auch so ausdrücken könnte: Es soll uns in Ruhe lassen!</p>
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		<title>Die Bibelnot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2019 07:24:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelnot]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemäß der Lehre der Bibel ist nur eine Sache von Wichtigkeit, und das ist die Wahrheit. Der Heilige Geist wird nichts anderes ehren als die Wahrheit, seine Wahrheit.1 Martyn Lloyd-Jones Gemeinde Jesu: Die Herausgerufene aus der Welt Katholische Autoren haben den Protestantismus und damit die&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/die-bibelnot/13434">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/die-bibelnot/13434">Die Bibelnot</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gemäß der Lehre der Bibel ist nur eine Sache von Wichtigkeit, und das ist die Wahrheit. Der Heilige Geist wird nichts anderes ehren als die Wahrheit, seine Wahrheit.1</p>
<p>Martyn Lloyd-Jones</p></blockquote>
<p><strong>Gemeinde Jesu: Die Herausgerufene aus der Welt</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-13436" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1024x683.jpg" alt="" width="840" height="560" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1024x683.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-300x200.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-768x512.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-840x560.jpg 840w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1200x800.jpg 1200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1320x881.jpg 1320w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" />Katholische Autoren haben den Protestantismus und damit die protestantische Bewegung als Ganzes mit seinen unzähligen Strömungen oft als Spaltpilz beschrieben. Während Katholiken argumentieren, alleine die Protestanten seien für die konfessionelle Aufspaltung verantwortlich, entgegnen Protestanten, dass es um der Wahrheit willen zwingend notwendig war, das religiöse Denken von katholischem Aber- und Unglauben zu befreien. <em>Sola Scriptura</em>, allein die Schrift, diesen Wahlspruch hatten sich alle Reformatoren auf ihre Fahnen geschrieben. Wer allein der Schrift folgt, kann im konfessionellen Miteinander gerade nicht in jenem Punkt Kompromisse machen, die zum ureigentlichen protestantischen Kernanliegen zählt. Mit anderen Worten, die Autorität der Heiligen Schrift ist ein höheres Gut als die ökumenische Gemeinschaft.</p>
<p>Ein weiteres Motto der Reformatoren, das man fälschlicherweise Martin Luther zuschreibt, lautete: <em>Ecclesia semper reformanda</em> <em>est</em> – die Kirche muss sich ständig reformieren. Tatsächlich handelt es sich bei diesem grundlegenden Anliegen, dass die Kirche sich in Leben, Handeln und Verkündigung ständig erneuern müsse, um einen Fingerzeig der calvinistischen Theologie des 17. Jahrhunderts. Bedauerlicherweise war dies der wunde Punkt des Protestantismus. Sehr schnell nach dem Tod Luthers wurde der Protestantismus in Form der beiden großen Hauptströme, der evangelischen und reformierten Kirche, institutionalisiert. Statt konsequent weiterzureformieren, setzte schnell ein Ermüdungsprozess des reformatorischen Eifers sowie ein Konsolidierungsprozess, und damit verbunden ein Erstarrungsprozess, ein.<span id="more-13434"></span></p>
<p>Bei Luther waren es die historischen Umstände, die einen solchen Prozess begünstigten. Der Bauernkrieg (1524-1525) führte Luther zum Umdenken. Er war bis in jene Zeit überzeugt, die verändernde Kraft des Evangeliums könne die Menschen zu besseren und friedfertigen Christen machen. Otto Riecker schreibt über die Wende von Luthers Haltung in Fragen der öffentlichen Ordnung, die nun von menschlicher Leidenschaft bedroht war: „Nur staatliche Macht könnte diese bändigen, und dem Volk muss eine christliche Erziehung zuteilwerden. Der Schritt <em>von der Glaubensbewegung zur Erziehungskirche wurde getan</em>.“2 Somit wurden schon von Anbeginn an die Weichen einer Glaubensbewegung falsch gestellt. Eine „Erziehungskirche“, wie die Amts- oder Volkskirche auch genannt werden kann, widerspricht dem biblischen Verständnis von <em>ecclesia</em>, von Gemeinde Christi im biblischen Sinne.</p>
<p>Otto Riecker erläutert in Bezug auf die protestantische Kirche außerdem, dass sich Luther und seine Mitstreiter „in den Anfängen einer lebendigen Gemeindebildung <em>widersetzten</em>.“3 Lebendige Gemeinde im biblischen Sinne ist nur dann realisierbar, wenn sie die Versammlung der <em>Herausgerufenen</em> ist – <em>ecclesia</em> bedeutet wörtlich „die Herausgerufene“ und meint alle aus der Welt durch den Glauben Christi herausgerufenen Erlösten. Zur Gemeinde gehört letztlich nur, wer aus der Welt ge- oder berufen wird, um sich durch Buße und Glauben an Christi Erlösertat aus dem Reich der Finsternis herausrufen lässt und in das Reich des Sohnes seiner Liebe (Kol 1,13) hineingerettet wird. Das ist etwas völlig anderes als Volkskirche, die ihre Glieder nicht aus wahrer Umkehr und Gott gewirktem Glauben gewinnt, sondern aufgrund der Säuglingstaufe.</p>
<p>Dass Gott auch inmitten der Volkskirche durchaus zu wirken vermochte, führt uns die Kirchengeschichte in vielen Strömungen wie bspw. dem Pietismus vor Augen. Der Pietismus als Bewegung wahrer Frömmigkeit wurde in der protestantischen Kirche als <em>ecclesiola in ecclesia</em>, als „Kirchlein in der Kirche“, bezeichnet. Gleichwohl vollzogen Pietisten, selbst die radikalen Pietisten, keinen Bruch mit der evangelischen Kirche, obschon sie ein anderes Kirchenverständnis vertraten. Zur wahren Kirche gehörte aus pietistischer Sicht allein die im Glaubensbekenntnis geeinte Gemeinde Jesu aus wahren Gläubigen. Dies führte zu einer gewissen Absonderung von den „Kirchen- und Namenschristen“ der evangelischen Kirche, ohne jedoch eine völlige Trennung zur Kirche zu praktizieren.</p>
<p>Luther lehnte es immer ab, die Kirche von Ungläubigen, Heuchlern oder Scheinheiligen zu reinigen. Er vertrat die Überzeugung, dass die Kirche eine durchmischte Körperschaft war. Wahre und falsche Christen standen Seite an Seite. In Luthers Predigt zum Gründonnerstag 1523 „wird deutlich, dass die Tatsache, dass viele Menschen das Altarssakrament empfangen, ohne zu wissen und zu verstehen, um was es dabei überhaupt geht, Luther große Schwierigkeiten bereitet.“4 Gudrun Neebe kommt zu dem Schluss: „Luther will folglich die <em>Unwissenden</em> und <em>offenkundigen Sünder</em> aus der <em>Sakramentsgemeinde</em> ausschließen, ohne ihnen allerdings auch die Predigt des Evangeliums vorzuenthalten.“5</p>
<p><strong>Das allgemeine Priestertum</strong></p>
<p>Die Bibel verweist darauf, dass erst der Herr „das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird“ (1Kor 4,5). Auch Freikirchen, die nach biblischem Vorbild gebaut werden, mögen nicht davor gefeit sein, dass Scheinchristen in ihrer Mitte sind. Doch diese werden anders als in der Volkskirche auf Dauer selten Glieder am wahren Leib Christi sein. Das Phänomen von Scheinchristen kannte schon der Apostel Johannes: „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben“ (1Jo 2,29). Die Volkskirche kennt ferner keine biblische Gemeindezucht und ist daher strukturell von Anfang an eine Mischgemeinde aus wenigen wahren Gläubigen, die durch Christus das neue Leben in sich tragen, und aus Ungläubigen. Diesen Ungläubigen zu suggerieren, sie seien durch das Sakrament Teil des Heilsvolkes, ist wohl der größte Irrtum aller Volks- und Staatskirchen. Die „Sakramentsgemeinde“ ist schlicht eine Erfindung des menschlichen Denkens, ganz gleich wie theologisch diesbezüglich argumentiert wird.</p>
<p>Gemeinde Christi ist in der Welt, gleichwohl ist sie nicht von der Welt. Sie lässt die Welt nicht hinein in die Versammlung der Heiligen. Sie geht allenfalls hinaus in die Welt, um den <em>Unwissenden</em> und <em>offenkundigen Sündern</em> das Licht des Evangeliums zu verkünden, damit diese umkehren und den Erlöser im Glauben annehmen. Allein der, der auf diese Weise durch das Bad der Wiedergeburt durch den Heiligen Geist erneuert wird (Tit 3,5), wird Teil und lebendiges Glied am Leib Christi. Alle Erlösten gehen durch die Türe ein, welche Jesus ist, in die wahre Gemeinde des lebendigen Gottes. Ein Kirchlein in der Kirche steht im offenen Widerspruch zur biblischen Gemeindelehre.</p>
<p>Auch das vielbemühte Gleichnis vom vierfachen Ackersamen in Matthäus 13, das gerne von Theologen herangezogen wird, um ihr Kirchenverständnis zu untermauern, beweist, wie groß die Diskrepanz von protestantischer zu biblischer Ekklesiologie (Lehre über die Kirche) ist. Gerne vergleichen oberflächliche Ausleger die Kirche mit dem Acker in diesem Gleichnis. Doch Jesus selbst legt dieses Gleichnis aus. „Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen“ (Mt 13,38). Der Acker ist die Welt! Gemeinde Christi ist eben nicht ein Acker, der aus Kindern des Reiches Gottes und Kindern des Bösen besteht, die erst beim Weltengericht voneinander geschieden werden. Das Jüngste Gericht wird zwischen Gemeinde Christi und gottferner Welt scheiden, nicht jedoch die Kinder des Reichs von den Kindern des Bösen. Hier ist die Bibel klar: Der Gemeinde Jesu gehören nur die Kinder des Reichs an.</p>
<p>Was neutestamentliche Gemeinde angeht, ist Luther bedauerlicherweise auf halbem Wege stehen geblieben. Otto Riecker diagnostiziert treffend, dass dem Reformator und seinen Mitstreitern nicht bewusst gewesen war, welche „Sauerteigwirkung in ihre Umgebung hinein“6 von jenen ausgehen könne, die nicht aus wahrem Glauben an Christus der kirchlichen Gemeinschaft beitraten. Die verheerenden Folgen der Sauerteigwirkung sind heute offenkundig. Die protestantischen Kirchen sind weithin säkularisiert, sodass nur ein Überrest noch an die ursprüngliche Lebendigkeit reformatorischen Lebens widerspiegelt. Und nicht nur das, die Mehrheit der Vertreter des Protestantismus hechelt dem Zeitgeist hinterher und degeneriert immer mehr zu einem Humanismus unter christlichem Deckmantel ohne jegliche Rückbindung an Gottes Wort.</p>
<p>Diesem Defizit, und wohl aus dem ernsten Verlangen, <em>allein der Schrift</em> zu folgen, wollte die Täuferbewegung begegnen, indem sie als eine erste Abspaltung vom protestantischen Hauptstrom Gemeinschaften bildeten, die im biblischen Sinne wahre christliche Gemeinden von gläubigen Wiedergeborenen hervorbrachten. Die Täufer, auch als Wiedertäufer, Anabaptisten oder als linker Flügel der Reformation bezeichnet, traten zeitgleich mit den Reformatoren auf. Bis heute streiten sich die Gelehrten, ob die Täuferbewegung unabhängig von der Reformation oder als Folge und Nebenzweig der Reformation entstanden sei, wobei sich letztere Vorstellung in der neueren Forschung durchgesetzt hat. Die Ursprünge der Bewegung liegen im Schweizerischen Zürich. Der Täufer Konrad Grebel (ca. 1498-1526), zunächst ein enger Mitarbeiter des Reformators Ulrich Zwingli (1484-1531), hatte sich in der Frage der Kirchenauffassung mit Zwingli 1523 überworfen. Zwingli folgte der lutherischen Vorstellung einer Volkskirche, während Grebel und seine Mitstreiter Hausgemeinschaften gründeten, die das Volks- und Staatskirchentum ablehnten.</p>
<p>In wenigen Jahren entwickelte sich die Täuferbewegung in ganz Europa zu einer beachtlichen Strömung. Die Täufer werteten die Großtaufe (auch als „Erwachsenentaufe“ oder „Glaubenstaufe“ bezeichnet) als ein Zeichen wahrer Umkehr und wahren Glaubens. Das Gemeindeleben sollte sich an den neutestamentlichen Maßstäben, <em>allein an der Schrift</em>, orientieren. Für ihre Lehrüberzeugungen mussten die Täufer nicht nur staatliche sondern auch kirchliche Verfolgung erdulden, was sie mit großer Standhaftigkeit taten. Und selbst die evangelischen Reichsstände entschieden sich für die Wahrung der kirchlichen Ordnung zu einem gewaltsamen Vorgehen gegen die Täufer. Bedauerlicherweise stimmte Luther diesem Vorgehen zu. Das Wormser Edikt aus dem Jahre 1521 sah sogar die Todesstrafe auf die Wiederholung der Taufe vor. Heute mag ein solches Denken befremden, aber versetzt man sich in die Zeit Luthers zurück, wird jenes Vorgehen etwas nachvollziehbarer, wenn man berücksichtigt, dass in einer „ohnehin turbulenten Zeit (Bauernkriege) die Absonderung von der allgemeinen Kirche und Berufung auf die Gewissensentscheidung dem Umsturz aller bestehenden Ordnung gleichkam.“7 Dennoch war das Handeln der protestantischen Obrigkeiten unchristlich und daher unentschuldbar.</p>
<p>Die Täuferbewegung hat in ganzer Konsequenz die Auffassung vertreten, nur die Bibel sei die einzige Quelle für christlichen Glauben und christliches Handeln. Wie Luther waren die Täufer überzeugt, dass weder der Papst noch die römische Kirche das Recht hatten, das kirchliche Lehramt ausschließlich für sich selbst zu beanspruchen. Die Schrift legt sich selbst aus, so die täuferische Position. Dem Grundsatz Luthers des allgemeinen Priestertums folgend, war es allen wahren Christen möglich, die Schrift zu verstehen. Den Gliedern der Täufergemeinden war es demnach in den Grenzen ihrer geistlichen Berufung erlaubt, die Schrift auszulegen. Während den Laien in Luthers Kirche sehr bald wieder die Befähigung aberkannt wurde, die Schrift richtig auszulegen, weil unter Gottes Volk nur wenige zur Verkündigung und Lehre berufen seien, blieben die Täufer ihrem ursprünglichen Standpunkt treu. Gott beruft und befähigt auch Menschen ohne theologisches Studium, das Wort Gottes zu predigen und zu lehren.</p>
<p>Bis heute stehen sich diese beiden Pole, was die Verkündigung von Gottes Wort angeht, unversöhnlich gegenüber. Und beide Pole haben ihre Stärken und Schwächen. Manche Bewegung verwechselt das allgemeine Priestertum mit allgemeinem Predigertum und beachtet nicht, dass der Herr durch sein Wort klar und eindeutig verordnet: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes“ (1Petr 4,10). Im allgemeinen „Predigertum“ kommen allzu viele zu Wort, die keine Gnadengabe zum Lehr- oder Predigerdienst empfangen haben und erweisen sich somit nicht als gute Haushalter der göttlichen Gnade, mit allen Folgen für die lokale Versammlung der Gläubigen. Das pastorale System, wie es oft genannt wird, steht als ein „Ein-Mann-System“ ebenso wenig auf dem Fundament neutestamentlicher Gemeindeordnung. Gott konnte in der Vergangenheit indessen von ihm berufene Prediger sehr segensreich gebrauchen. Es sei nur an Charles Spurgeon, Martyn Lloyd-Jones, die Erweckungsprediger des 18. und 19. Jahrhunderts oder den evangelischen Pastor Wilhelm Busch als Beispiele des Pastoralssystems erinnert.</p>
<p>Allgemeines Priestertum (1Petr 2,9) ist solange ein großer Segen für die Gemeinschaft der Gläubigen, wenn es im Geiste, also nach neutestamentlichem Vorbild, ausgeübt wird, und eben nur solange, wie es vom Geist geführt und von wahrem göttlichen Leben erfüllt ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, weicht das Leben und die Lebendigkeit des Geistes. Es kommt zu Erstarrung, zu äußerer Förmlichkeit, zur Tradition, die nur noch oberflächlich mit der ursprünglichen Erwecklichkeit einer Bewegung etwas gemein hat. Eine freikirchliche Struktur alleine ist kein Schutz vor geistlicher Erstarrung.</p>
<p>Bei den Täufern war in der Regel davon auszugehen, dass jeder, der sich dieser Bewegung zugesellte, ein erweckter Gläubiger war, und dies aus zwei Gründen. Erstens, Täufer forderten eine persönliche Entscheidung oder Umkehr zu Christus und pflegten einen christozentrischen Glauben. Zweitens, Täufer, die als eifrige Bibelleser bekannt waren, wussten, dass der Preis für ihren Glauben Verfolgung oder gar den Tod bedeuten konnte. Allein der <em>Märtyrerspiegel</em> der Mennoniten, ein im Jahre 1660 in niederländischer Sprache erschienener 1000-seitiger Bericht über alle Märtyrer seit der Urgemeinde, umfasst 800 Namen von Märtyrern. Wer sich für Christus und die Mitgliedschaft für eine Täufergemeinde entschied, tat dies in dem Bewusstsein, einen mitunter hohen Preis dafür zu bezahlen.</p>
<p>Felix Manz (1498-1527) war Mitbegründer der Zürcher Täuferbewegung und deren erster Märtyrer. Er wurde 1527 ertränkt. Seine letzten Worte an seine Glaubensgenossen standen unter dem Motto <em>Bei Christus will ich bleiben</em>: „Der Herr Christus zwingt niemand zu seiner Herrlichkeit, sondern nur diejenige, die da willig und bereit sind, gelangen dazu durch den wahren Glauben und die Taufe; wann ein Mensch rechtschaffene Früchte der Buße wirkt, so ist ihm der Himmel der ewigen Freude aus Gnade durch Christum erkauft und erworben durch sein unschuldiges Blutvergießen, welches er gern vergossen hat; damit erweist er uns seine Liebe und teilt uns mit die Kraft seines Geistes, und wer dieselbe empfängt und ausübt, der wächst und wird vollkommen in Gott. Die Liebe zu Gott durch Christus soll allein gelten und bestehen, nicht das Pochen, Schelten und Drohen. Nichts als diese Liebe ist es, woran Gott einen Wohlgefallen hat: wer die Liebe nicht beweisen kann, der finde bei Gott keinen Raum&#8230; Und also schließe ich hiermit, dass ich will standhaft bei Christus bleiben, auf ihn trauen, der all meine Not kennt, und mich daraus erretten kann. Amen.“8 Er folgte bis zum letzten Atemzug seinem Herrn und Erlöser Jesus Christus. Als man ihn ins Wasser schleifte, um ihn zu ersäufen, sang er mit lauter Stimme: „In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist.“ Dieses Zeugnis hinterließ bei vielen großen Eindruck.</p>
<p>Michael Sattler (1490-1527) war ursprünglich Benediktinermönch und verließ 1523 das Kloster, nachdem er die Schriften Martin Luthers und Huldrych Zwinglis studiert und zum wahren Glauben gekommen war. Sattler heiratete und siedelte mit seiner Ehefrau nach Zürich über, wo sie vom Zürcher Rat aufgrund ihrer täuferischen Überzeugungen ausgewiesen wurden. Schließlich gelang er nach Straßburg, wo sich viele Täufer als Glaubensflüchtlinge aufhielten. In Straßburg fand er jedoch keine Ruhe. Er wurde von dem Reformator Martin Bucer verhört, der im Januar 1527 die Vertreibung aller Täufer veranlasste. Sattler wurde von katholischen Amtsträgern schließlich in Horb im Schwarzwald gefangen genommen und im Mai 1527 vors Gericht geführt, wo er sich gegen neun Anklagepunkte verteidigen musste, unter anderem, dass er lehrte, die Kindertaufe sei nicht heilsnotwendig und der Leib und das Blut Christi seien nicht im Abendmahlssakrament gegenwärtig.</p>
<p>Standhaft wie einst Martin Luther erklärte Sattler dem Richter, wenn sie „mit der Heiligen Schrift zeigen, dass wir irren und im Unrecht sind, wollen wir gern davon abstehen und widerrufen…So uns aber kein Irrtum nachgewiesen wird, hoffe ich zu Gott, ihr werdet euch bekehren und euch lehren lassen.“9 Seine Richter entgegneten: „Du ehrloser, verzweifelter Bösewicht und Mönch, sollte man etwa mit dir disputieren? Ja, der Henker wird mit dir disputieren, das glaube ich.“10 Michael Sattler wurde gefoltert und schließlich als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Michael Sattlers letzte Worte waren: „Ich bin nicht gesandt über das Wort Gottes zu rechten. Wir sind gesandt, davon zu zeugen deshalb werden wir uns unter kein anderes Recht begeben &#8230; so wir uns aber dem Gericht nicht entziehen können, sind wir bereit um des Wortes Gottes willen zu leiden was uns zu leiden aufgelegt ist.“11</p>
<p>Felix Manz und Michael Sattler waren zwei von Hunderten von Märtyrern aus den Reihen der Täuferbewegung. Sie verkörperten nicht nur einen starken Glauben, sondern auch eine tiefe Rückbindung an Gottes Wort. Sie wollten kein Teil der protestantischen Volkskirche mit deren Sakraments- und Tauflehre sein, da sie, gebunden an die Schrift, die Gewissheit hatten, dass die Volkskirche in vielerlei Hinsicht nicht durch die Bibel legitimiert war. Ihr Gemeindeverständnis war schriftgemäß, und daraus ergab sich zwangsläufig, dass die Gemeinschaft der Gläubigen sich in Freikirchen versammelte.</p>
<p>Anders stellte es sich in der lutherischen Volkskirche dar. Otto Riecker wirft auf dem Hintergrund von Erweckungsbewegungen wie dem Pietismus oder der Täuferbewegung die berechtigte Frage auf, „ob die Reformation in diesem Sinne nicht eher eine theologisch-gedankliche volksmäßige als eine eigentlich erweckliche Bewegung war?“12 Der Autor des vorliegenden Artikels würde diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Die Täuferbewegung, die bis heute unter anderem in Form der Mennoniten, Hutterer und Amischen fortbesteht, zeigt kaum noch die Zeichen erwecklicher Kraft, die von ihr in den Anfängen ausging. Das Spektrum reicht heute von liberalen bis zu konservativen Gruppierungen.</p>
<p>Die Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache sowie in die Muttersprachen der anderen europäischen Länder brachte neben den segensreichen und positiven Auswirkungen gleichfalls den Umstand falsch verstandener Freiheit mit sich. Die neu gewonnene Freiheit, die Bibel lesen zu können, war und ist bis heute ein Merkmal aller wahren Gläubigen. Doch radikale und einseitige Auslegungen der Schrift führten einerseits zu Schwärmerei, andererseits endeten Tradition und Gesetzlichkeit in Dogmatismus und Verlust an geistlicher Lebendigkeit. Bis heute gilt es zwischen diesen beiden Polen sorgsam zu unterscheiden und sich von der Schrift – vom Wort, das auch Geist ist (Jo 6,63) – leiten zu lassen. Die Kirchengeschichte zeigt nur zu offenkundig, dass keine Bewegung ihr erweckliches Feuer über mehrere Generationen oder gar bis in die heutige Zeit tragen konnte. Früher oder später setzte ein geistlicher Auskühlungsprozess ein. Das Feuer des Geistes erlischt allmählich, bis manches Mal nur noch eine schwache Glut übrig bleibt.</p>
<p><strong>Segen ist da, wo die Bibel ist</strong></p>
<p>Der evangelische Theologe Adolf Schlatter (1852-1938) warf einmal die Frage auf, wo der Segen der Bibel sich zeige, wo ein gesundes Gottesverhältnis und wahre Anbetung erfahrbar sei und wo sich Gottesgemeinschaft im Amt und Dienst an der Gemeinde Jesu in der Auferbauung des Leibes Christi äußere. Seine Antwort lautete: „Da wo die Bibel ist.“13 Und weiter kommt Schlatter zu dem Schluss: „Ohne sie wird aus dem evangelischen Pfarrer ein Schwätzer und aus dem katholischen Priester ein Zauberer.“14 Wenn die Bibel aus der Mitte der Gemeinschaft der Gläubigen gerückt wird, bleibt nichts als toter Religionsbetrieb. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die Volkskirchen, sondern auch für die Freikirchen, die keineswegs immun sind, sich nicht auch an dieser Krankheit des frommen Ichmenschen anzustecken.</p>
<p>Wenngleich Schlatters Theologie an dem einen oder anderen Punkt Korrektur bedarf, muss man vielen seiner Aussagen beipflichten. Den christlichen Religionsbetrieb, eine Bibel ohne den Geist, ohne das innere Aneignen der biblischen Wahrheit im Herzen der Gläubigen, bezeichnete Schlatter als <em>Bibelnot</em>. Diese Bibelnot, die daraus entsteht, dass solche, die sich Christen nennen, nur die Schrift haben, aber nicht den Geist, wird erst dann beseitigt, wenn die Decke frommer Eigensucht von den Herzen genommen wird. „Diese Decke zieht nur jene Hand weg, die uns von innen her erfassen und bewegen kann“, so Schlatter.15 Wir wissen, es ist die Hand Gottes, oder treffender ausgedrückt, die Hand des Heiligen Geistes.</p>
<p>Die Geschichte der Gemeinde Jesu zeigt deutlich, dass ein freikirchliches Gemeindemodell nicht Schutz vor Erstarrung, Institutionalisierung oder totem Traditionalismus gewährt. Gemeinde sollte stets nach neutestamentlichem Vorbild gebaut werden, mit all den Freiheiten in Christus, indes auch mit all den Grenzen, die ein solches Modell von der Schrift her eröffnet. Zweifelsohne stehen viele Freikirchen damit dem biblischen Modell von Gemeinde Gottes näher. Doch bleibt die Struktur einer freikirchlichen Gemeinde nur äußere Schale, dann vermag der Geist Gottes nicht mehr zu wirken. Wenn der Tod einmal im freikirchlichen Topf ist (2Kö 4,38-41), dann kann Gott auch geisterfüllte Pfarrer und Verkündiger der Volkskirche als Werkzeuge benutzen, um andere durch sein lebendiges Wort zu segnen.</p>
<p>Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt die große Frage, ob es einer Gemeinschaft gelingt, sich gänzlich unter das Wort vom Kreuz zu beugen. Leben oder Tod, Wahrheit oder Unwahrheit, Vergeistlichung oder Säkularisierung, Gottes Geist oder Zeitgeist – das sind die beiden Pole, das Spannungsfeld, in dem der Jünger Jesu steht. „Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so dass ihr nicht das tut, was ihr wollt“ (Gal 5,17). Es ist ein geistliches Gesetz, das Jesus formulierte, als er seinen Jüngern sagte: „Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat“ (Mt 25,29). Im geistlichen Leben gibt es keinen Stillstand. Entweder wirkt Gottes Gnade geistliches Wachstum, oder eine äußere Form von Gottesfurcht ohne wahre geistliche Kraft leitet den geistlichen Niedergang ein. Ein Ausruhen auf dem, was der Jünger Jesu erlangt hat, um selig auf den Himmel zu warten, gibt es nicht. Dieser Kampf zwischen Geist und Fleisch wird bis zum letzten Atemzug ausgefochten.</p>
<p>Der Apostel Paulus schrieb an die Korinther, dass alle „Dinge aber, die den Israeliten widerfuhren, Vorbilder sind und zur Warnung für uns aufgeschrieben wurden, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist“ (1Kor 10,11). Dem alttestamentlichen Gottesvolk waren die Aussprüche Gottes anvertraut (Rö 3,2). Und dennoch, obgleich die Verheißungen und Bündnisse (Rö 9,4) Israel geschenkt waren, neigte das Herz des Volkes zum Götzendienst. Gott sandte seine Propheten und rief sein Volk zur Umkehr. Schließlich nutzte der Bundesgott die Zuchtrute der Babylonischen Gefangenschaft und erzog sein Volk in der Fremde. Gottes Pädagogik war erfolgreich gewesen. Nachdem Israel aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückkehrte, gab es, jedenfalls im großen Stil, nie wieder einen Rückfall des Volkes in heidnischen Götzendienst.</p>
<p>Doch war das Herz der Israeliten endgültig geheilt? Vermochte Gottes Wort, von nun an auf fruchtbaren Herzensboden zu fallen? Wir kennen die Antwort der Bibel. Nach der Babylonischen Gefangenschaft entwickelte sich das pharisäische Schriftgelehrtentum. Unzählige Vorschriften, „Überlieferungen der Menschen“ (Mk 7,8), wie Jesus sie später nennen sollte, führten dazu, dass Israel Gottes Gebot verließ. Das menschliche Herz war vom Götzendienst gereinigt worden, aber von der frommen Ichhaftigkeit war es nicht erlöst worden. Mit anderen Worten: Statt dass Gottes lebendige Aussprüche das Herz erreichen und verändern konnten, statt dass das fromme Ichwesen sich unter Gottes Gebot beugte, erhob sich religiöse Selbstgerechtigkeit und Eigendünkel.</p>
<p>Die Israeliten hofften auf ihren Messias. Dieser sollte nach ihren Vorstellungen kommen, um sie aus dem Joch römischer Herrschaft zu befreien und als auserwähltes Gottesvolk endlich in die Stellung über alle Heiden zu erhöhen. Und der Messias erschien. Doch der Gottessohn kam nicht als politischer Befreier, sondern er kam als leidender Gottesknecht, um die Israeliten und alle Menschen aus der höchsten Form von Tyrannei, nicht die der Römer oder anderer Menschen, sondern die der Versklavung des menschlichen Herzens in der Sünde zu befreien. Israel erkannte seinen Messias nicht, weil ihr Herz in Eigensucht und Hochmut verharrte – auch sie waren Gefangene ihres vor Gott nichtigen Religionsbetriebes.</p>
<p>„Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle!“ (1Kor 10,12) ist ewiges Gotteswort, das auch an uns heute gerichtet bleibt. Keine christliche Gemeinschaft ist vor dieser Gefahr und Not verschont. Für Stolz und frommem Hochmut ist jedes Herz empfänglich, bis es endgültig beim Herrn sein wird. Nur wenn Gottes Wort, das Wort vom Kreuz, das menschliche Herz zu reinigen vermag, dann wird Gemeinde Jesu voller Leben und Kraft von oben sein. Das Wort des Herrn muss den Weg ins Herz finden, um dort glaubend und gehorsam angenommen zu werden, damit sich die erlösende und verändernde Kraft im christlichen Wandel frei entfalte. „Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Jesus Christus war“ (Phil 2,5). „Richtet vielmehr euer Urteil darauf, dem Bruder nicht Anstoß oder Ärgernis zu geben“ (Rö 14,13). „Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat“ (Eph 5,2). Diese Gebote sollten über aller Gemeinschaft der Gläubigen als lebendiges Zeugnis aufleuchten. Die Liebe, die alles „erträgt, alles glaubt, alles hofft, alles erduldet“ (1Kor 13,7) wird die Wahrheit stets in Liebe weitertragen.</p>
<p>Und so bleibt biblische Lehre und Wahrheit ohne Kraft, wenn sie nicht durch Gottes Geist das Herz des Gläubigen verändern kann. Dort ins Herz hinein will Gottes Wort, damit das Fleisch unter dem Kreuz willig sterbe und der neue Mensch, in Christus Jesus geschaffen, hervorleuchtet. Es ist eine alte Weisheit: Das Fleisch wird lieber fromm, ehe es stirbt. Israel in seiner Gesetzesfrömmigkeit und seiner pharisäischen Gelehrsamkeit ist ein nur zu treffliches Beispiel hierfür. Wie viel Streit unter Bibeltreuen wäre vermeidbar, wenn doch die wahre Lehre auch zu wahrer Heiligung und Christusähnlichkeit führte! Wie viele Spaltungen wären unterlassen worden, wenn das biblische Wort das menschliche Herz in der Tiefe berührt und verwandelt hätte!</p>
<p>„Seid eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3). Wie oft wurde die Einheit des Geistes und das Band des Friedens zertrennt, weil Gläubige oder ganze Denominationen – davon gibt es heute 40000 – Gottes Wort zu selbstsüchtig für ihre Zwecke missbrauchten. Nicht dass die tausendfache Aufsplitterung in Denominationen letzten Endes vor Gott verwerflich ist, denn diese könnte man als ein Zeichen der mannigfaltigen Gnade Gottes betrachten. Was tadelnswert ist und bleibt, ist jener geistige Hochmut, der im Namen der Bibel dazu führt, dass sich Bruder von Bruder trennt, weil man den Kampf für die Wahrheit mit Besserwisserei und Rechthaberei verwechselt. Dies ist die Bibelnot – die Not, an der so viele leiden und an der ganze Denominationen wieder zugrunde gehen.</p>
<p><strong>Das Wort Gottes führt in das Herz Gottes</strong></p>
<p>Heute stehen viele Denominationen vor einem geistlichen Niedergang. Dieser hat bereits Jahre oder gar Jahrzehnte zuvor im Herzen der Glieder eingesetzt. Um Stagnation und Mitgliederschwund aufzuhalten, werden ständig neue Programme, Methoden und Aktivitäten geboren. Religionssoziologen sprechen gar von einer „Eventisierung“ unter Christen. Alles muss zu einem Event, zu einer besonderen Veranstaltung, gemacht werden, um Christen zu unterhalten oder für die Gemeinde zu begeistern. Und selbstverständlich richtet man sich längst nicht mehr nach dem, was die Menschen wirklich hören sollen, sondern die eifrigen „Macher“ des modernen Gemeindepragmatismus fragen, was die frommen Schäfchen hören wollen. Adolf Schlatter diagnostizierte vor fast 100 Jahren treffend die Ursachen „aufgeregter Religiosität“: „&#8230; es ist ein sicheres Kennzeichen dafür: die Schrift fehlt, man steht nicht in innerer Gemeinschaft mit der Schrift, man denkt nicht schriftmäßig. Sowie die Schrift sich im Menschen heimisch macht, entsteht eine innerlich gefestigte Ruhe.“16</p>
<p>Und noch eine Einsicht Schlatters über eine verweltlichte Christenheit, die sich so an der sensationellen Endzeitlehren mit all ihren Spekulationen ergötzt, dass ein Eingehen in die wahre Ruhe Gottes geradezu verhindert wird, sei an dieser Stelle angeführt: „Eifrige Verliebtheit in prophetische Worte und gleichzeitig sehr kräftige Diesseitigkeit haben sich häufig zusammengefunden.“17 Das wahre prophetische Wort ergießt sich nicht in Annahmen und Hypothesen, welches Weltereignis welcher Schriftstelle zuzuordnen ist. Das Wesen wahrer Prophetie führt in das Herz Gottes, es zeigt dem Schüler der Schrift, wie Gott denkt, was er will und wie sehr er sich nach heiliger Gemeinschaft mit den Erlösten durch sein Wort sehnt.</p>
<p>„Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“ (2Petr 1,19). Petrus führt es uns vor Augen: Das prophetische Wort ist ein Licht, das in der Finsternis dieser Welt scheint, bis der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht. Das prophetische Wort will die Herzen erleuchten und gänzlich auf den Morgenstern, auf Jesus Christus, unseren Herrn, ausrichten. Wo Christus in unseren Herzen regiert, ist alle Bibelnot hinweggetan.</p>
<p>Georg Walter</p>
<p>Anmerkungen</p>
<p>1 Martyn Lloyd-Jones, Heresies. URL: http://www.the-highway.com/heresies_Lloyd-Jones.html. Aufgerufen am 13.2.2017.</p>
<p>2 Otto Riecker, <em>Kirche und Christen im Wandel der Zeit</em>, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, 1984, S.196.</p>
<p>3 Ebd.</p>
<p>4 Gudrun Neebe, <em>Apostolische Kirche</em>, Walter de Gruyter, Berlin, 1997, S.139-140.</p>
<p>5 Ebd., S.141.</p>
<p>6 Otto Riecker, op. cit., S.196.</p>
<p>7 Otto Riecker, op. cit., S.276.</p>
<p>8 Gottfried W. Locher, <em>Felix Manz Abschiedsworte</em>, S.12-13.</p>
<p>URL: http://www.zwingliana.ch/index.php/zwa/article/viewFile/646/557. Aufgerufen am 28.1.2015.</p>
<p>9 Glaubensstimme: <em>Sattler, Michael &#8211; Artikel und Handlung, die Michael Sattler zu Rottenburg am Neckar mit seinem Blut bezeugt hat</em>. URL: http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:s:sattler:sattler-anklage. Aufgerufen am 21.3.2017.</p>
<p>10 Mark Waldner, <em>Michael Sattlers Denkmal</em>.</p>
<p>URL: http://www.hutterites.org/news/michael-sattlers-denkmal/. Aufgerufen am 28.1.2015.</p>
<p>11 Ebd.</p>
<p>12 Otto Riecker, op. cit., S.279.</p>
<p>13 Adolf Schlatter, <em>Hülfe in Bibelnot – Neues und Altes zur Schriftfrage</em>, Freizeiten-Verlag, Gladbeck, 1953, S.8.</p>
<p>14 Ebd.</p>
<p>15 Ebd., S.9.</p>
<p>16 Ebd., S.16.</p>
<p>17 Ebd., S.19.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/die-bibelnot/13434">Die Bibelnot</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Warum ist Jesus in die Welt gekommen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Dec 2018 13:18:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Bibel ist voller Überraschungen. Ist Jesus nur deswegen in die Welt gekommen, um Frieden und Freude zu bringen? Nein, er hatte einen umfassenderen Auftrag. Einige Selbstaussagen von Jesus in den Evangelien scheinen ganz und gar nicht &#8222;weihnachtlich&#8220; zu sein. Aber auch das war Teil&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/warum-ist-jesus-in-die-welt-gekommen/13383">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-ist-jesus-in-die-welt-gekommen/13383">Warum ist Jesus in die Welt gekommen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bibel ist voller Überraschungen. Ist Jesus nur deswegen in die Welt gekommen, um Frieden und Freude zu bringen? Nein, er hatte einen umfassenderen Auftrag. Einige Selbstaussagen von Jesus in den Evangelien scheinen ganz und gar nicht &#8222;weihnachtlich&#8220; zu sein. Aber auch das war Teil seines Kommens in diese Welt.</p>
<blockquote><p><em> Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden,</em><br />
<em>Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm.</em><br />
<em>Sündern die ewge Erlösung zu finden,</em><br />
<em>stirbt es aus Liebe am blutigen Stamm.</em><br />
<em>Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen?</em><br />
<em>Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden.</em></p></blockquote>
<p>Ich wünsche allen Lesern von NIMM UND LIES gesegnete Weihnachten!</p>
<p>Über die Suche in der <a href="https://de.logos.com/nimmundlies" target="_blank" rel="noopener">Bibelsoftware Logos</a> bin ich zu überraschenden Ergebnissen gekommen. Folgende Suchanfragen habe ich benutzt:</p>
<p><span id="more-13383"></span></p>
<blockquote><p><em>{Speaker &lt;Person Jesus&gt;} KREUZT gekommen</em></p>
<p><em>{Speaker &lt;Person Jesus&gt;} INTERSECTS Lemma:ἔρχομαι@V?AI</em></p></blockquote>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mt5.17">Matthäus 5,17</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ihr sollt nicht meinen, dass ich <strong>gekommen</strong> sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin <strong>nicht gekommen</strong>, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mt9.13">Matthäus 9,13</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Geht aber hin und lernt, was das heißt: »Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer«. Denn ich bin <strong>nicht gekommen</strong>, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mt10.34">Matthäus 10,34</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ihr sollt <strong>nicht</strong> meinen, dass ich <strong>gekommen</strong> sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin <strong>nicht gekommen</strong>, Frieden zu bringen, sondern das Schwert!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mt10.35">Matthäus 10,35</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Denn ich bin <strong>gekommen</strong>, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mt11.19">Matthäus 11,19</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Der Sohn des Menschen ist <strong>gekommen</strong>, der isst und trinkt; da sagen sie: Wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder! Und doch ist die Weisheit gerechtfertigt worden von ihren Kindern.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mt20.28">Matthäus 20,28</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">gleichwie der Sohn des Menschen <strong>nicht gekommen</strong> ist, um sich dienen zu lassen, <strong>sondern</strong> um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mk1.24">Markus 1,24</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Nazarener? Bist du <strong>gekommen</strong>, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mk1.38">Markus 1,38</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Und er spricht zu ihnen: Lasst uns in die umliegenden Orte gehen, damit ich auch dort verkündige; denn dazu bin ich <strong>gekommen</strong>!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mk2.17">Markus 2,17</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Als Jesus es hörte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin <strong>nicht gekommen</strong>, Gerechte zu berufen, <strong>sondern</strong> Sünder zur Buße.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Mk10.45">Markus 10,45</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Denn auch der Sohn des Menschen ist <strong>nicht gekommen</strong>, um sich dienen zu lassen, <strong>sondern</strong> um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk4.34">Lukas 4,34</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">und sprach: Lass ab! Was haben wir mit dir zu tun, Jesus, du Nazarener? Bist du <strong>gekommen</strong>, um uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk5.32">Lukas 5,32</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ich bin <strong>nicht gekommen</strong>, Gerechte zu berufen, <strong>sondern</strong> Sünder zur Buße.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk7.34">Lukas 7,34</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Der Sohn des Menschen ist <strong>gekommen</strong>, der isst und trinkt; da sagt ihr: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk7.44">Lukas 7,44</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus <strong>gekommen</strong>, und du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; sie aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit den Haaren ihres Hauptes getrocknet.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk12.49">Lukas 12,49</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ich bin <strong>gekommen</strong>, ein Feuer auf die Erde zu bringen, und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk12.51">Lukas 12,51</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Meint ihr, dass ich <strong>gekommen</strong> sei, Frieden auf Erden zu geben? <strong>Nein</strong>, sage ich euch, <strong>sondern</strong> vielmehr Entzweiung!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Lk19.10">Lukas 19,10</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">denn der Sohn des Menschen ist <strong>gekommen</strong>, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn1.11">Johannes 1,11</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Er <strong>kam</strong> in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn3.2">Johannes 3,2</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott <strong>gekommen</strong> ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn3.19">Johannes 3,19</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Darin aber besteht das Gericht, dass das Licht in die Welt <strong>gekommen</strong> ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn3.31">Johannes 3,31</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Der von oben <strong>kommt</strong>, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde; der aus dem Himmel <strong>kommt</strong>, ist über allen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn5.43">Johannes 5,43</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ich bin im Namen meines Vaters <strong>gekommen</strong>, und ihr nehmt mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn6.14">Johannes 6,14</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt <strong>kommen</strong> soll!</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn7.28">Johannes 7,28</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Da rief Jesus, während er im Tempel lehrte, und sprach: Ja, ihr kennt mich und wisst, woher ich bin! Und doch bin ich <strong>nicht</strong> von mir selbst <strong>gekommen</strong>, <strong>sondern</strong> der ist wahrhaftig, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn8.14">Johannes 8,14</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir selbst Zeugnis ablege, so ist mein Zeugnis doch glaubwürdig, denn ich weiß, woher ich <strong>gekommen</strong> bin und wohin ich gehe; ihr aber wisst nicht, woher ich komme und wohin ich gehe.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn8.42">Johannes 8,42</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und <strong>gekommen</strong>; denn <strong>nicht</strong> von mir selbst bin ich <strong>gekommen</strong>, <strong>sondern</strong> er hat mich gesandt.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn9.39">Johannes 9,39</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt <strong>gekommen</strong>, damit die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind werden.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn10.10">Johannes 10,10</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin <strong>gekommen</strong>, damit sie das Leben haben und es im Überfluss haben.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn11.27">Johannes 11,27</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Sie spricht zu ihm: Ja, Herr! Ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt <strong>kommen</strong> soll.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn12.27">Johannes 12,27</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Jetzt ist meine Seele erschüttert. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde <strong>gekommen</strong>.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn12.46">Johannes 12,46</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ich bin als ein Licht in die Welt <strong>gekommen</strong>, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn12.47">Johannes 12,47</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Und wenn jemand meine Worte hört und nicht glaubt, so richte ich ihn nicht; denn ich bin <strong>nicht gekommen</strong>, um die Welt zu richten, <strong>sondern</strong> damit ich die Welt rette.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn15.22">Johannes 15,22</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Wenn ich <strong>nicht gekommen</strong> wäre und zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; <strong>nun aber</strong> haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn16.28">Johannes 16,28</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt <strong>gekommen</strong>; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.</td>
</tr>
<tr>
<td width="100"><a href="https://ref.ly/logosref/BibleSCHLACTER2000.Jn18.37">Johannes 18,37</a></p>
<p>&nbsp;</td>
<td width="476">Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König? Jesus antwortete: Du sagst es; ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt <strong>gekommen</strong>, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-ist-jesus-in-die-welt-gekommen/13383">Warum ist Jesus in die Welt gekommen?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Kolumne: Im Hause Gottes</title>
		<link>https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2018 20:49:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Brüderbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
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		<category><![CDATA[Plymouth Brethren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben. Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Kolumne: Im Hause Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben.</p>
<p>Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht um andere Christen in ihrer (angenommenen) Unreife zu verspotten. Sondern vor allem um sich mit anderen Gemeinden zu treffen. Ich habe die Möglichkeit gehabt eine lutherische und eine reformierte Versammlung zu besuchen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-12837" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym.jpg" alt="" width="615" height="438" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym.jpg 615w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym-300x214.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 615px) 100vw, 615px" />Mehrmals durfte ich Mennoniten besuchen und ein Erlebnis war auch der Besuch einer Synagoge. Über all diese Ereignisse will ich so Gott will und wir leben berichten, weil ich von jedem dieser Besuche als Christ profitiert habe. Auch glaube ich das Theologie Praxis ist, so war ich auch immer neugierig, wie die einzelnen Denominationen ihre Gottesdienste gestalten. Wie gesagt, all das schreibe ich als ein Christ, der zufrieden mit seiner Gemeinde ist, und gerne diese besucht. Am allermeisten durfte ich jedoch von den Besuchen unterschiedlicher Brüdergemeinden profitieren.</p>
<p>Und das bringt mich zum zweiten Grund. In den letzten Monaten habe ich mich hier sehr kritisch mit dem Dispensationalismus auseinandergesetzt. Vor allem seine radikalen Ausformungen verurteile ich auch scharf. Dennoch ehre ich und schätze ich die sogenannten Plymouth-Brethren (ich sehe keine bessere Möglichkeit, die Brüderbewegung entstanden um Darby und Müller von der Brüderbewegung des Pietismus terminologisch zu differenzieren). Der oftmals verwendete Titel Darbysten ist meiner Meinung nach unfair und beleidigend!<span id="more-12667"></span></p>
<p>Ich durfte in meinem Leben drei unterschiedliche Brüdergemeinden besuchen und die Gestaltung der Gottesdienste war immer sehr ähnlich. Die Treffen am Sonntag sind Momente der Stille und Begegnung mit Gott. Für die Brüdergemeinden sind für ihre Versammlungen offensichtlich (so verstehe ich das als Laie) vor allem zwei Texte der Heiligen Schrift leitgebend:</p>
<blockquote><p>(Mt 23:8 [Luther 1912])<br />
Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.</p></blockquote>
<p>Entsprechend sitzen die Pastoren (besser Älteste) nicht auf besonderen Plätzen, es gibt keine ritualisierte Liturgie oder Ähnliches.  Man fühlt sich eigentlich schnell als Bruder unter Brüdern. Für die Durchführung der Gottesdienste orientieren sich die Brüder an (wieder rede ich als Laie):</p>
<blockquote><p>(Apg 2:42 [Luther 1912])<br />
Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.</p></blockquote>
<p>So sehen auch die Gottesdienste aus. Der Gottesdienst ist üblicherweise in zwei, besser drei Teile unterteilt. Zunächst einmal gibt es eine lehrmäßige Predigt. Einer der Brüder bereitet sich für ein ausführliches Wort vor. Es wird anschließend gebetet. Jeder Mann darf sich daran beteiligen, die Gebetszeiten nehmen meist viel Zeit in Anspruch und man lernt schnell mit seinen Brüdern und Schwestern mitzubeten. Beim Gebet war das in allen drei Gemeinden so, dass die meisten Frauen eine Kopfbedeckung trugen. So weit ich informiert bin, machen das hier oftmals auch ledige Schwestern. Die Brüder setzen Wert darauf, dass die Frau in der Gemeinde schweigt, so dass Frauen nicht öffentlich beten dürfen.</p>
<p>Nach diesem ersten Teil (= Apostellehre) folgt eine Unterbrechung zur Gemeinschaft. Im Grunde gibt es die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches. Man spricht miteinander, aber nicht über Beruf, Wetter oder die neueste App sondern über Christus, und welchen Trost man durch ihn auf seinem Weg erlebt hat. Oftmals gibt es auch kleine Snacks. Vor allem für christusferne Menschen wird hier die Möglichkeit gegeben, sehr schnell in gute Gespräche zu kommen. Etwas skurril wirkt dies, wenn ein Mensch ausgeschlossen wird, mit diesem möchte man dann in dieser Zeit auch keine Gemeinschaft haben.</p>
<p>Der schönste Teil folgt aber erst jetzt. Vor dem Brotbrechen erzählen unterschiedliche Brüder aus den Reihen von Christus und seinem Leiden. Ich habe alle Male gestaunt, welchen Trost hier die unterschiedlichsten Geschwister in dem Blut Jesu Christi fanden. Zu den erhabendsten Momenten meines Lebens gehören diese Zeiten der Andacht in den Brüdergemeinden. Am Brotbrechen darf man (meist?) auch als Baptist teilnehmen, jedoch wird in manchen Gemeinden ein Empfehlungsschreiben verlangt, dies ist auf diese Stelle zurückzuführen:</p>
<blockquote><p>(2.Thes 3:14 [Luther 1912])<br />
So aber jemand nicht gehorsam ist unserem Wort, den zeigt an durch einen Brief, und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf dass er schamrot werde;</p></blockquote>
<p>Was mir an der Ethik der Brüdergemeinden gefällt, ist ihr Wunsch in allen Dingen nicht der Tradition sondern der Schrift untertan zu sein. Am obigen Vers wollte ich zeigen, dass man auch weniger bekannte Bibelverse in die Praxis umsetzen wollte. Das kenne ich auch bei unseren russlanddeutschen Versammlungen (Wir nehmen meist  1 Kor. 14, 29 wörtlich). Jedoch scheint mir dieses Streben irgendwann zu versanden. Irgendwann wird auch dieser Impuls zur Tradition So wird man den Bruderkuss nicht in den Brüdergemeinden finden. Und wo lehren heute alte Frauen die Jungen, wie es gemäß Titus Kap. 2 Gottes Gebot ist. Die Gefahr ist auch, solche Details über die Schwergewichte der Theologie, wie Rechtfertigung, Heiligung, Leben aus Gnade zu setzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Kolumne: Im Hause Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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