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	<title>Gemeindebau Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Gemeindebau Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Drei evangelische Bekenntnisse im Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 10:09:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich „Der evangelische Glaube kompakt“ von Thomas Schirrmacher gelesen habe, war es mein langgehegter Wunsch, diese drei eng miteinander verwobenen evangelischen Bekenntnisschriften digital zu visualisieren. Dabei handelt es sich um das presbyterianische Westminster-Bekenntnis von 1646, die kongregationalistische Savoy-Erklärung von 1658 und das 1689 angenommene&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/drei-evangelische-bekenntnisse-im-vergleich/18924">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/drei-evangelische-bekenntnisse-im-vergleich/18924">Drei evangelische Bekenntnisse im Vergleich</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit ich <a href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">„Der evangelische Glaube kompakt“</a> von Thomas Schirrmacher gelesen habe, war es mein langgehegter Wunsch, diese drei eng miteinander verwobenen evangelischen Bekenntnisschriften digital zu visualisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um das <em>presbyterianische Westminster-Bekenntnis von 1646</em>, die <em>kongregationalistische Savoy-Erklärung von 1658</em> und das <em>1689 angenommene Londoner Baptistische Glaubensbekenntnis.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://www.proginosko.com/docs/wcf_lbcf.html">Gegenüberstellung des Westminster-Bekenntnisses und des Baptistischen Glaubensbekenntnisses</a> findet sich bereits im Internet. Die vorhandenen Darstellungen wirken jedoch häufig veraltet. Zudem fehlt meist die Einbeziehung der Savoy-Erklärung, die gerade in Fragen der Gemeindelehre eine wichtige mittlere Darstellung spielt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://confessio.glaubend.de/">confessio.glaubend.de </a>erfülle ich mir nun diesen Wunsch. </p>



<span id="more-18924"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In sehr vielen Fällen kommt die baptistische Darstellung dem näher, was auch meinem eigenen Glaubensbekenntnis entspricht. Damit ist nicht nur die Lehre von der Taufe gemeint, sondern auch verschiedene detaillierte Präzisierungen. So betont das Baptistische Glaubensbekenntnis in seiner Lehre von der Heiligen Schrift, <em>dass alles, was für Gottes Ehre, das Heil, den Glauben und das Leben <strong>notwendig </strong>ist, ausdrücklich in der Schrift niedergelegt oder notwendigerweise darin enthalten ist</em> (§ 1.6). An vielen Stellen überzeugen mich außerdem die Kürzungen, die das Baptistische Glaubensbekenntnis beispielsweise in der ausführlichen Darstellung des Bundes (§ 7) vornimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt bereits verschiedene deutsche Übersetzungen aller drei Bekenntnisse. Dennoch habe ich mit KI-Unterstützung eine eigene Übersetzung der Bekenntnisschriften angefertigt, die bewusst auf ihren synoptischen Charakter Rücksicht nimmt. Übereinstimmende Formulierungen wurden dabei möglichst einheitlich übersetzt, damit Gemeinsamkeiten und Abweichungen unmittelbar erkennbar bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Bekenntnisse sind wichtige Zeugnisse der Geschichte der protestantischen Kirchen und haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt versteht sich als lebendes Projekt. Daher bin ich dankbar, wenn ihr Fehler findet und mir diese zurückmeldet. Hinweise und Korrekturen könnt ihr gerne an <a href="mailto:info@glaubend.de">info@glaubend.de</a> senden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem hoffe ich, in Kürze auch die in den Vereinigten Staaten überarbeitete Fassung des Westminster-Bekenntnisses in diese Gegenüberstellung aufnehmen zu können.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/drei-evangelische-bekenntnisse-im-vergleich/18924">Drei evangelische Bekenntnisse im Vergleich</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; von F.F. Bruce</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 08:48:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Brüderbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Brüdergemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[F.F. Bruce]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da ich mehr über F.F. Bruce wissen wollte, von dem ich vor kurzem ein Werk vorgestellt habe, bin ich auf eine ihm und seinem Werk geweihte Seite gestoßen. Auf dieser Wiederum fand ich zwei Essays unterschiedlicher Länge, in der Bruce seine Zugehörigkeit zur Brüderbewegung erläutert.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/warum-ich-bei-den-bruedern-geblieben-bin-von-f-f-bruce/17777">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-ich-bei-den-bruedern-geblieben-bin-von-f-f-bruce/17777">&#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; von F.F. Bruce</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Da ich mehr über F.F. Bruce wissen wollte, von dem ich vor <a href="https://nimm-lies.de/review-hard-sayings-of-the-bible/17760">kurzem ein Werk </a>vorgestellt habe, bin ich auf eine <a href="https://www.ffbruce.com/">ihm und seinem Werk geweihte Seite</a> gestoßen. Auf dieser Wiederum fand ich zwei Essays unterschiedlicher Länge, in der Bruce <a href="https://www.ffbruce.com/who-are-the-bretheren/">seine Zugehörigkeit zur Brüderbewegung erläutert.</a> Der kürzere Essay mit dem Titel &#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; sprach mir ganz aus dem Herzen. Regelmäßig tritt auch an mich die Frage heran, warum ich eine Evangeliums-Christen-Baptisten Gemeinde besuche. Wie Bruce brachte mich die Frage in Schwierigkeiten, nicht weil die Frage an sich schwer zu beantworten ist, sondern weil ich nichts so recht damit anfangen kann und mich etwa dafür rechtfertigen müsste, so als wären die Evangeliums-Christen außerhalb der christlichen Orthodoxie. Bruce Statement hilft mir konkreter zu antworten, auch wenn natürlich die Brüderbewegung nicht vollständig mit den Evangeliums-Christen zu vergleichen ist, und ich mir wünschen würde, dass meine Ortsgemeinde den ersten von Bruce genannten Aspekt mehr leben würde. Der zweite Aspekt wird in Gemeinden &#8222;unseres Musters&#8220; aber wirklich so gelebt, wie Bruce es in den britischen Brüdergemeinen erlebt hat. Ich übersetze den Text &#8222;Why I have stayed with the Brethren&#8220; vollständig:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Obwohl mir diese Frage von Zeit zu Zeit gestellt wird, fällt es mir schwer, sie zu beantworten, weil ich Zweifel an ihren Implikationen habe. Kirchlich gesprochen gehöre ich (1) zur universalen Kirche und (2) zur örtlichen Gemeinde, die sich in der Crescent Road in Stockport trifft; und kirchlich gesprochen gehöre ich zu nichts anderem. Die einzige Alternative zur Zugehörigkeit zur universalen Kirche wäre, den einst überlieferten Glauben zu verleugnen; und wenn man mich fragt, warum ich in der Gemeinde an der Crescent Road in Stockport bleibe, muss meine Antwort lauten: „Wenn du diese Gemeinde kennen würdest, müsstest du gar nicht fragen, warum ich bleibe!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin seit fünf bis sechs Jahren Mitglied der Gemeinde an der Crescent Road, aber ich gehöre seit vielen Jahren bereits Gemeinden desselben allgemeinen Musters an. Und wenn Leute mich fragen: „Warum bleibst du bei den Brüdern?“, meinen sie damit: „Warum bleibst du bei Gemeinden dieses besonderen Musters?“ Und dann muss ich nach einer Antwort suchen, denn es ist mir nie in den Sinn gekommen, eine Mitgliedschaft in einer Gemeinde mit einem anderen Muster zu suchen. Zweifellos spielt dabei auch eine gewisse Trägheit eine Rolle; Menschen neigen dazu, in der Gemeindegemeinschaft zu bleiben, in der sie begonnen haben, es sei denn, sie haben einen zwingenden Grund, zu wechseln – und einen solchen Grund habe ich nie bewusst verspürt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn ich über die Sache nachdenke, entdecke ich einige positive Gründe, zu bleiben, und ich kann zwei davon nennen, die in meinen Augen erhebliches Gewicht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eine Grund ist, dass ich in diesen Gemeinden dazu ermutigt werde, meine Zugehörigkeit zur universalen Kirche anzuerkennen. Es wird mir nie suggeriert, dass „unsere Denomination“ oder „unser Kreis von Versammlungen“ einen besonderen Anspruch auf meine Loyalität hätte – jenseits des Anspruchs, an dem meine Mitgeschwister weltweit teilhaben. Hier finde ich einen Rahmen, in dem echte christliche Einheit aufrichtig und vorbehaltlos gelebt werden kann. Zu einer Gemeinde dieses Musters dürfen alle Gläubigen an unseren Herrn kommen und dürfen sicher sein, um Seinetwillen willkommen zu sein; und es wäre mir unerträglich, einer Gemeinde anzugehören, die nicht alle aufnimmt, die Christus aufgenommen hat. Aus einer Gemeinde dieses Musters heraus kann ich Gemeinschaft mit allen Gläubigen an unserem Herrn haben, ohne irgendeinen „konfessionellen Grundsatz“ zu kompromittieren – denn in einer solchen Gemeinde gibt es keine konfessionellen Grundsätze, die man kompromittieren könnte. Vor dem Hintergrund meiner weiten Erfahrung mit gelegentlicher Gemeinschaft in Gemeinden unterschiedlichster Ausprägung ruht meine Überzeugung darin, dass eine Gemeinde dieses Musters für mich die richtige ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere positive Grund ist, dass ich in diesen Gemeinden eine Atmosphäre geistlicher und intellektueller Freiheit gefunden habe, die mir so angenehm und geradezu belebend erscheint, dass ich bezweifle, ob sie anderswo ihresgleichen fände. Ich weiß auch, dass diese Erfahrung nicht nur mir eigen ist, oder nur den Gemeinden, denen ich im Laufe der Jahre glücklicherweise angehören durfte. In einem Brief, den er 1961 als Vorsitzender des Komitees an die Mitglieder der „Young Men’s Bible Teaching Conference“ sandte, schrieb Dr. W. M. Capper: „Eines der Dinge, die viele von uns zu den Christlichen Brüdern hinzieht, ist ihre Weite – nicht ihre Enge.“ Mit angemessener Zurückhaltung hinsichtlich der Verwendung des Begriffs „die Christlichen Brüder“ sage ich zu diesen Worten: Amen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-ich-bei-den-bruedern-geblieben-bin-von-f-f-bruce/17777">&#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; von F.F. Bruce</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ein für jede Predigt gefährlicher Bibelvers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 14:32:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine beliebte Prediger-Phrase haben wir hier im Blog schon einmal betrachtet. Eine andere Phrase, lose anspielend auf 2. Tim 4,3 bzw. auch 1. Tim 4,1; Jes. 30,10 Jer. 5,30-31 ist der Bezug auf Zuhörer, die nur das hören wollen nach &#8222;denen ihnen die Ohren jucken&#8220;&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-fuer-jede-predigt-gefaehrlicher-bibelvers/17085">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-fuer-jede-predigt-gefaehrlicher-bibelvers/17085">Ein für jede Predigt gefährlicher Bibelvers</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Eine beliebte Prediger-Phrase <a href="https://www.nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403">haben wir hier im Blog schon einmal betrachtet.</a> Eine andere Phrase, lose anspielend auf 2. Tim 4,3 bzw. auch 1. Tim 4,1; Jes. 30,10 Jer. 5,30-31 ist der Bezug auf Zuhörer, die nur das hören wollen nach &#8222;denen ihnen die Ohren jucken&#8220; (das nun wirklich in 2. Timotheus 4,3 nachzulesen, aber &#8222;nur in der Luther&#8220;)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womöglich bin ich auch nur etwas &#8222;überprogrammiert&#8220; auf diese Phrase, die meine frühere Kinderstundenleiterin sehr gerne genutzt hat. Keine Ermahnung die nicht damit eingeleitet wurde! Aber mir scheint, dass man sie schon recht häufig  auch an vielen anderen Stellen hört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prediger nutzt diese Phrase gerne: In vielen Kirchen da versammeln sich die Leute, um zu hören, was sie hören wollen, aber bei uns hört man noch den &#8222;ganzen Ratschluss Gottes&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch interessanter, auch die Zuhörer selbst nutzen die Phrase gerne: Diese und Jene Kirche verließ man, da man dort nur das predigte, &#8222;wonach die Ohren gejuckt haben&#8220;. Und an der Stellen wird der Vers wirklich gefährlich, den diese These klingt ja zumindest ein bisschen paradox: Wir <em>wollten </em>a) nicht hören, jetzt hören wir b). a) war uns UNANGENEHM, da es unseren Ohren GENEHM war &#8211; Nun sind wir BEREIT das ANGENEHME b)  zu hören, was UNANGENEHM  im vergleich zu a) ist. &#8211; Bitte was? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin schon der Meinung, dass es möglich ist, gerade mit der Absucht nur das zu hören &#8222;was meine Ohren hören wollen&#8220; und gleichzeitig völlig davon überzeugt  zu sein, dass man frei jeder Gefahr sei, vor die uns 2. Tim 4,3 warnt. Nun mal den ganzen Vers (nur in der Luther): <em><strong>“Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,”</strong></em> (2. Timotheus 4,3). Manche mögen einfach harte ermahnende Predigten &#8211; sie sollen ruhig dem nächsten in der wilden Freikirche ins Gewissen reden! So angenehm zu sehen, dass man so viel besser ist, als die meisten &#8222;Christen&#8220; (man möchte ja nicht urteilen, aber so richtig als Brüder kann man  sie auch nicht annehmen) um einen herum. Diese Art von Geisteseinstellung kann sich einschleichen, während man sich mit 2. Tim 4,3 und ähnlichen Versen seiner eigenen Demut versichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur der Zuhörer verfällt diesem Wechseltausch. Auch der (häufig) sehr beißende, abgrenzende Prediger, begrüßt 2. Tim 4,3 mit Kusshand. Nun kann er problematische, radikale, und alle sonstigen Thesen immer damit verteidigen, dass er ja, die &#8222;heilsamen schwer zu ertragende Lehre&#8220; verkündigt. Tatsächlich denke ich da durchaus an ein konkretes Beispiel, weiß aber das einige der Blogleser mit diesem radikalen Anti-Korona-Die-Endzeit-ist-nah Prediger sympathisieren. Es ist ja so einfach geworden, jede Kritik an der Predigt mit &#8222;der Nichtertragung der heilsamen&#8220; Lehre niederschmettern zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens glaube ich sehr wohl an die Wichtigkeit von 2. Tim 4.3, gerade wie der Vers auch sagt für unsere Zeit. Dennoch glaube ich, dass wir gerade auf das hereinfallen, vor was uns Paulus warnt, wenn wir unsere Seelen für irgendwelche gehörten oder gepredigten Phrasen streicheln. Wenn wir anfangen mit diesem Vers nicht uns, sondern die Nächsten zu prüfen. Wenn wir Unsere Ohren zum Massstab für andere Ohren erklären, so als wäre &#8222;unser eigenes Begehren&#8220; der Maßstab für Gottes Wort!!! Wenn wir Texte wie 2. Tim. 4.3 als Rechtfertigung für Selbstgefälligkeit (ob nun als Hörer oder Verkündiger) nutzen, statt als das was es ist, eine Ermahnung zur Wachsamkeit für jedermann!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens glaube ich, dass es ein wichtiges Maß gibt, woran man das &#8222;Ohren-Jucken&#8220; als Prediger einschränken und lokalisieren kann: Man betrachte seine Textwahl: Gibt es beliebte Themen, bevorzugte Texte und Texte die ignoriert werden? Ich glaube jeder Prediger wird dann feststellen, dass es doch nicht immer so ist, wie man häufig meint, dass man einzig aufgrund der Führung des Geistes gepredigt hat. Diesen &#8222;Ohren-Wähl&#8220;-Faktor gilt es möglichst gering zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich geht es dem Zuhörer. Lehne ich eine gehörte Predigt nur, wegen der falschen Person, der mittelmäßigen Exegese oder der ungeeigneten Beispiel wegen ab?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann habt ihr euch dabei erwischt, dass ihr gerade das hören wolltet, wonach eure &#8222;Ohren gejuckt&#8220; haben? Ich wünsche uns allen, dass dieser &#8222;gefährliche&#8220; Vers gefährlich für unser Eigendünkel wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-fuer-jede-predigt-gefaehrlicher-bibelvers/17085">Ein für jede Predigt gefährlicher Bibelvers</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Vorstellung: „Das Herman Bavinck Projekt“</title>
		<link>https://nimm-lies.de/vorstellung-das-herman-bavinck-projekt/13748</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Jan 2020 20:33:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Blognews]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Herman Bavinck]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Normalerweise möchte ich darauf verzichten, Artikel doppelt zu veröffentlichen. Aber an dieser Stelle erlaube ich mir eine Ausnahme (Dieser Artikel erschien am 9.12.2019 bereits auf meiner Homepage): Wie alles begann&#8230; Ich stieß über eine Notiz aus dem Jahr 2014(!!!), in der die Rede davon war,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/vorstellung-das-herman-bavinck-projekt/13748">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/vorstellung-das-herman-bavinck-projekt/13748">Vorstellung: „Das Herman Bavinck Projekt“</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Normalerweise möchte ich darauf verzichten, Artikel doppelt zu veröffentlichen. Aber an dieser Stelle erlaube ich mir eine Ausnahme (Dieser Artikel erschien am 9.12.2019 <a href="https://www.glaubend.de/?p=1358">bereits auf meiner Homepage</a>):</em></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1352 size-large" src="https://www.glaubend.de/wp-content/uploads/2019/12/das-bavinck-projekt-2-1024x503.png" alt="" width="840" height="413" /></p>
<h2>Wie alles begann&#8230;</h2>
<p>Ich stieß über eine Notiz aus dem Jahr 2014(!!!), in der die Rede davon war, dass eine deutsche Übersetzung von <a href="https://www.amazon.de/Reformed-Dogmatics-Herman-Bavinck/dp/0801035767/ref=asc_df_0801035767/?tag=googshopde-21&amp;linkCode=df0&amp;hvadid=310630787941&amp;hvpos=1o1&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=4138314463640327353&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=1004054&amp;hvtargid=pla-479392971284&amp;psc=1&amp;th=1&amp;psc=1&amp;tag=&amp;ref=&amp;adgrpid=64737913634&amp;hvpone=&amp;hvptwo=&amp;hvadid=310630787941&amp;hvpos=1o1&amp;hvnetw=g&amp;hvrand=4138314463640327353&amp;hvqmt=&amp;hvdev=c&amp;hvdvcmdl=&amp;hvlocint=&amp;hvlocphy=1004054&amp;hvtargid=pla-479392971284">Bavincks Dogmatik</a> kurz vor der Fertigstellung steht. Meine Recherche ergab: Das Problem ist ein Flaschenhals. Germanisten und Theologen werden für ein sattelfestes Lektorat gesucht. Dabei wurde der Text von <a href="http://berg-giessen.de/sermons/preacher/jbklautke/">Dr. Jürgen-Burkhard Klautke</a> bereits übersetzt. Ein kurzes Gespräch in unserer Katechismus-Runde machte klar: Das Ding muss durchkommen. Für den deutschen Markt wäre Bavincks Dogmatik jetzt wie Honig für das Maul eines hungrigen Bären!</p>
<p>Übrigens, eine kurze Recherche beim Bavinck-Institut ergab, dass es selbst auf <a href="https://bavinckinstitute.org/resources/herman-bavinck-bibliography/">Chinesisch oder Russisch</a> mehr Werke von Bavinck gibt als auf deutsch. Die reformierte Dogmatik gibt es bereits auf Koreanisch und Indonesisch.</p>
<h2>Was können wir tun?</h2>
<p>Ich kann die Leser dieser Zeilen somit nur zur Unterstützung dieses Projektes aufrufen. Ich denke die Möglichkeiten sind hierfür vielfältig. Vielleicht kennen Sie einen geeigneten Lektor oder sind es sogar selbst? Dann kontaktieren Sie mich einfach und ich teile Ihnen die Kontaktdaten von Br. Klautke mit. <strong>Vielleicht legt Ihnen Gott aufs Herz zu spenden, denn finanzielle Mittel fehlen hier auch noch.</strong> <a href="https://paypal.me/pools/c/8kuO7Di2va">Dafür habe ich einen Paypal Moneypool erstellt.</a></p>
<p>Zudem habe ich ein Banner erstellt, dass direkt zum Moneypool führt. Wenn Sie also das selbe Anliegen &#8222;bewerben&#8220; möchten, dann kopieren Sie diesen Code auf Ihren Blog/ Ihre Seite:</p>
<p><em>&lt;a href=&#8220;https://www.paypal.com/pools/c/8kuO7Di2va&#8220; target=&#8220;_blank&#8220;&gt;</em><br />
<em>&lt;img src=&#8220;https://www.glaubend.de/wp-content/uploads/2019/12/bavinck_banner.png&#8220; alt=&#8220;Das Herman Bavinck Projekt&#8220; title=&#8220;Das Herman Bavinck Projekt&#8220;&gt;</em><br />
<em>&lt;/a&gt;</em></p>
<p>Dadurch fügen Sie das oben gezeigte Bild samt einen Link auf den Paypal-Moneypool ein. Wenn Interesse an der Informationsweitergabe durch Flyer oder Ähnliches besteht, freue ich mich über Ihre Anfrage an mich.</p>
<p>Schließlich bleibt aber das Wichtigste unsere Abhängigkeit vom himmlischen guten Hirten. Ohne Ihn können wir nichts tun und deswegen dürfen wir alle unsere Anliegen, Wünsche und Sorgen zu Ihm im Gebet bringen. Auch für die Veröffentlichung dürfen wir als Privatmenschen, als Hauskreise oder auch als Gemeinden beten.</p>
<h2>Input</h2>
<p>Wer mehr über Bavinck und sein Werk erfahren möchte, findet viel Content bei <a href="https://hanniel.ch/herman-bavinck/">hanniel.ch</a>.</p>
<p>Ich durfte zudem mit Jürgen-Burkhard Klautke, den Übersetzer des Werkes, sprechen:</p>
<p><em>1)Warum gerade H. Bavinck?</em></p>
<p>Während in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland die schriftkritische und liberale Theologie um sich griff, schenkte Gott in seiner Gnade in den Niederlanden eine Reformation: Hunderttausende reformierter Christen verließen die Staatskirche und konstituierten eigene konfessionelle Kirchen, die sich zu einem Kirchenverband zusammenschlossen. Dies erfolgte unter der Führung von Abraham Kuyper. Der Dogmatiker, der diese Entwicklung maßgeblich geistig begleitete und prägte, indem er als Dogmatiker für die Theologenausbildung zuständig wurde, war Herman Bavinck.</p>
<p><em>2) </em><em>Hat Dogmatik heute generell noch eine Chance und einen Markt?</em></p>
<p>Das weiß ich nicht. Aber ich weiß: Als ich die Dogmatik von Hermann Bavinck in den Niederlanden las, gingen mir ganz neue Welten auf. So etwas und zwar in systematischer Form hatte ich bis dahin noch nicht gelesen.</p>
<p><em>3) Wie weit ist die Übersetzung? Welche Arbeit muss noch getan werden?</em></p>
<p>Die Übersetzung ist fertig. Aber sie muss noch etliche Male lektoriert werden. Dies erfolgt sozusagen in meiner freien Zeit. Vielleicht kann man sich vorstellen, was das heißt für ein Werk, das vom Umfang her 2500 Seiten umfasst.</p>
<p><em>4) Welche Wirkung versprechen Sie sich von dem Buch?</em></p>
<p>Bavinck war Niederländer. Aber sein Vater, ein Pastor, zog aus Deutschland in die Niederlande. Somit war Herman Bavinck nicht nur die deutsche Sprache von Kindheit an sehr vertraut, sondern auch die deutsche Philosophie und natürlich auch die liberale, also die konfessionslose Theologie, wie sie sich damals nicht zuletzt in der Theologie A. Ritschls widerspiegelte. Indem er sich nicht nur aber auch mit ihr konfrontierte, ist seine Dogmatik nicht veraltet, sondern stellt einen großen Gewinn dar.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/vorstellung-das-herman-bavinck-projekt/13748">Vorstellung: „Das Herman Bavinck Projekt“</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Kolumne: Im Hause Gottes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2018 20:49:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Brüderbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienst]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Plymouth Brethren]]></category>
		<category><![CDATA[Versammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben. Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Kolumne: Im Hause Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben.</p>
<p>Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht um andere Christen in ihrer (angenommenen) Unreife zu verspotten. Sondern vor allem um sich mit anderen Gemeinden zu treffen. Ich habe die Möglichkeit gehabt eine lutherische und eine reformierte Versammlung zu besuchen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-12837" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym.jpg" alt="" width="615" height="438" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym.jpg 615w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym-300x214.jpg 300w" sizes="(max-width: 615px) 100vw, 615px" />Mehrmals durfte ich Mennoniten besuchen und ein Erlebnis war auch der Besuch einer Synagoge. Über all diese Ereignisse will ich so Gott will und wir leben berichten, weil ich von jedem dieser Besuche als Christ profitiert habe. Auch glaube ich das Theologie Praxis ist, so war ich auch immer neugierig, wie die einzelnen Denominationen ihre Gottesdienste gestalten. Wie gesagt, all das schreibe ich als ein Christ, der zufrieden mit seiner Gemeinde ist, und gerne diese besucht. Am allermeisten durfte ich jedoch von den Besuchen unterschiedlicher Brüdergemeinden profitieren.</p>
<p>Und das bringt mich zum zweiten Grund. In den letzten Monaten habe ich mich hier sehr kritisch mit dem Dispensationalismus auseinandergesetzt. Vor allem seine radikalen Ausformungen verurteile ich auch scharf. Dennoch ehre ich und schätze ich die sogenannten Plymouth-Brethren (ich sehe keine bessere Möglichkeit, die Brüderbewegung entstanden um Darby und Müller von der Brüderbewegung des Pietismus terminologisch zu differenzieren). Der oftmals verwendete Titel Darbysten ist meiner Meinung nach unfair und beleidigend!<span id="more-12667"></span></p>
<p>Ich durfte in meinem Leben drei unterschiedliche Brüdergemeinden besuchen und die Gestaltung der Gottesdienste war immer sehr ähnlich. Die Treffen am Sonntag sind Momente der Stille und Begegnung mit Gott. Für die Brüdergemeinden sind für ihre Versammlungen offensichtlich (so verstehe ich das als Laie) vor allem zwei Texte der Heiligen Schrift leitgebend:</p>
<blockquote><p>(Mt 23:8 [Luther 1912])<br />
Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.</p></blockquote>
<p>Entsprechend sitzen die Pastoren (besser Älteste) nicht auf besonderen Plätzen, es gibt keine ritualisierte Liturgie oder Ähnliches.  Man fühlt sich eigentlich schnell als Bruder unter Brüdern. Für die Durchführung der Gottesdienste orientieren sich die Brüder an (wieder rede ich als Laie):</p>
<blockquote><p>(Apg 2:42 [Luther 1912])<br />
Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.</p></blockquote>
<p>So sehen auch die Gottesdienste aus. Der Gottesdienst ist üblicherweise in zwei, besser drei Teile unterteilt. Zunächst einmal gibt es eine lehrmäßige Predigt. Einer der Brüder bereitet sich für ein ausführliches Wort vor. Es wird anschließend gebetet. Jeder Mann darf sich daran beteiligen, die Gebetszeiten nehmen meist viel Zeit in Anspruch und man lernt schnell mit seinen Brüdern und Schwestern mitzubeten. Beim Gebet war das in allen drei Gemeinden so, dass die meisten Frauen eine Kopfbedeckung trugen. So weit ich informiert bin, machen das hier oftmals auch ledige Schwestern. Die Brüder setzen Wert darauf, dass die Frau in der Gemeinde schweigt, so dass Frauen nicht öffentlich beten dürfen.</p>
<p>Nach diesem ersten Teil (= Apostellehre) folgt eine Unterbrechung zur Gemeinschaft. Im Grunde gibt es die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches. Man spricht miteinander, aber nicht über Beruf, Wetter oder die neueste App sondern über Christus, und welchen Trost man durch ihn auf seinem Weg erlebt hat. Oftmals gibt es auch kleine Snacks. Vor allem für christusferne Menschen wird hier die Möglichkeit gegeben, sehr schnell in gute Gespräche zu kommen. Etwas skurril wirkt dies, wenn ein Mensch ausgeschlossen wird, mit diesem möchte man dann in dieser Zeit auch keine Gemeinschaft haben.</p>
<p>Der schönste Teil folgt aber erst jetzt. Vor dem Brotbrechen erzählen unterschiedliche Brüder aus den Reihen von Christus und seinem Leiden. Ich habe alle Male gestaunt, welchen Trost hier die unterschiedlichsten Geschwister in dem Blut Jesu Christi fanden. Zu den erhabendsten Momenten meines Lebens gehören diese Zeiten der Andacht in den Brüdergemeinden. Am Brotbrechen darf man (meist?) auch als Baptist teilnehmen, jedoch wird in manchen Gemeinden ein Empfehlungsschreiben verlangt, dies ist auf diese Stelle zurückzuführen:</p>
<blockquote><p>(2.Thes 3:14 [Luther 1912])<br />
So aber jemand nicht gehorsam ist unserem Wort, den zeigt an durch einen Brief, und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf dass er schamrot werde;</p></blockquote>
<p>Was mir an der Ethik der Brüdergemeinden gefällt, ist ihr Wunsch in allen Dingen nicht der Tradition sondern der Schrift untertan zu sein. Am obigen Vers wollte ich zeigen, dass man auch weniger bekannte Bibelverse in die Praxis umsetzen wollte. Das kenne ich auch bei unseren russlanddeutschen Versammlungen (Wir nehmen meist  1 Kor. 14, 29 wörtlich). Jedoch scheint mir dieses Streben irgendwann zu versanden. Irgendwann wird auch dieser Impuls zur Tradition So wird man den Bruderkuss nicht in den Brüdergemeinden finden. Und wo lehren heute alte Frauen die Jungen, wie es gemäß Titus Kap. 2 Gottes Gebot ist. Die Gefahr ist auch, solche Details über die Schwergewichte der Theologie, wie Rechtfertigung, Heiligung, Leben aus Gnade zu setzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Kolumne: Im Hause Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Sola Scriptura</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2018 12:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Szenario: Katholische Kirche. Viele der besonders bekannten Praktiken in katholischen Kirchen sind ganz klar auf eine eher seltsame Auslegungsart der Schrift zurückzuführen, z.B.: das Zölibat, als Schlussfolgerung einer bildlichen Überladung von  1. Tim 3,2  &#8222;Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/sola-scriptura/12482">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/sola-scriptura/12482">Sola Scriptura</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Szenario: Katholische Kirche. Viele der besonders bekannten Praktiken in katholischen Kirchen sind ganz klar auf eine eher seltsame Auslegungsart der Schrift zurückzuführen, z.B.: das Zölibat, als Schlussfolgerung einer bildlichen Überladung von  1. Tim 3,2  <em>&#8222;Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft&#8220;. </em>Weib wird als Symbol für Gemeinde gesehen. Natürlich an dieser Stelle, an anderen Stellen heißt Weib immer noch Weib. Wann welches Bild gilt, wer weiß das schon?</p>
<p>Ein zweites Beispiel findet sich in dem Amt des Papstes, so dass man gerne die Apostolischen Vollmachten &#8222;vererbbar&#8220; macht, und sich nur auf Verse wie z.B Matthäus 16,18 stützt, wo es heißt:  <em>Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. </em>Hier baut man Grundlegen auf einer eher schwierig zu verstehenden Stelle auf. Ganze Abschnitte der Schrift die anderes bezeugen, müssen sich diesem unterordnen. Dass man die Schrift mit der Schrift auslegt, muss auch bedeuten, dass dunkle Stellen durch lichte erleuchtet werden sollten, nicht umgekehrt.</p>
<p>Das Spiel haben die Liberalen (vor allem evangelischen) Kirchen froh weiter getrieben. Man bekannte die treuesten Bekenntnisse, und mit diesen die Jungfrauengeburt und die Gottheit, das Sterben und die Auferstehung Jesu und schließlich auch die Hölle und die Ewigkeit  und bestritt diese sobald man auf die Kanzel stieg. Natürlich mit den besten Absichten, wie: &#8222;Wichtig ist, dass Jesus in unserem Herzen aufersteht. Wichtig ist, dass wir in Jesus ein Motiv eines liebenden Gottes erkennen&#8220;, etc. Dergleichen Aussagen in Massen findet man z.B. auf chrismon.</p>
<p>Auch hier verzichtete man auf Auslegungsprinzipien. Die Folge: Nun kann jeder alles x-Beliebige in die Schrift rein- und auch wieder rauslesen. Die Folge ist jedoch vor allem, dass die Themenbreite an christlichen Themen abnimmt. Pietistische Verlage haben uns dies zugenüge vorgemacht. Die Entwicklung politische Entwicklungen Israels zu interpretieren, haut in die selbe Kerbe.  Martin Luther schrieb einmal:</p>
<blockquote><p>&#8222;Darum rate ich diesem Romanisten, dass er noch ein Jahr in die Schule gehe und lerne, was doch heißt eine Christenheit oder ein Haupt der Christenheit, ehe er die argen Ketzer mit solchen hohen, tiefen, breiten und langen Schriften vertreibt. Es tut mir aber in meinem Herzen wehe, dass wir leiden müssen von solchen tollen Heiligen, dass sie die heilige Schrift also frech, frei und unverschämt zerreißen und lästern, sich unterstehen die Schrift zu händeln, so sie nicht genugsam sind, dass sie die Säue hüten sollten. Ich habe bisher gehalten, wo man etwas mit der Schrift soll bewähren, müßte dieselbe Schrift eigentlich zur Sache dienen. Aber nun lerne ich, das es genugsam sei, viel Schrift rips raps zusammenzuwerfen, es reime sich oder nicht. Wenn die Weise gilt, so will ich aus der Schrift wohl bewähren, dass Rastrum besser sei, den Mamesier<sup>1</sup>.&#8220; <a href="http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:v:von_dem_papsthum_zu_rom">(Von dem Papsthum zu Rom, wider den hochberühmten Romanisten zu Leipzig</a>)</p>
<hr />
<p><sup>1 </sup><sup>Während Rastrum billiges Bier ist, welches sich nur Studenten gönnten, bezeichnet Mamesier (besser: Malvesier) edlen Wein.</sup></p></blockquote>
<p><span id="more-12482"></span></p>
<p>Luther macht mehrere Punkte deutlich:</p>
<ol>
<li>Wer  unsystematisch mit der Schrift arbeitet, zerreißt diese. Dies ist durchaus eine Lästerung. Stellt man doch seine Emotionalität über die Autorität der Schrift.</li>
<li>Dieser Umgang ist auch auf eine falsche Selbstzufriedenheit zurückzuführen, da man sich persönlich zum Herrn über die Schriftauslegung macht.</li>
<li>Schließlich liegt schriftgemäßes Argumentieren nicht darin, eine Masse an Bibelversen aneinanderzuketten.</li>
<li>Luther erkennt, dass unsystematisches Verhalten gegenüber der Schrift eine Respektlosigkeit dieser gegenüber ist. Für jeden der lehrt, ein NoGo!</li>
<li>Dadurch findet eine Verwässerung und Verdünnung christlicher Wahrheiten statt,</li>
<li>denn wenn man alles beweisen kann, kann man auch nichts beweisen.</li>
</ol>
<p>Vor diesen Symptomen sind wir nicht sicher. In unserem Denken erkenne ich diese Muster:</p>
<ol>
<li>Diese Stelle muss das bedeuten. (ich kann es weder belegen oder erklären, aber die naheliegendste Lösung ist mir zu unangenehm.)</li>
<li>Die (Ir-)Rationalität der Postmoderne ist ein ausreichender Schlüssel zur Interpretation biblischer Texte.</li>
<li>Rauspicken und beharrliches Wiederholen bekannter Passagen, vollständiges Ausblenden anderer Passagen.</li>
</ol>
<p>Diese drei Fehler gilt es zu überwinden. Ich denke, es fällt uns oftmals deswegen schwer, weil eine intensive Arbeit mit der Schrift eine Herausforderung ist und uns immer dazu auffordern wird uns weiterzuentwickeln. Lieb gewordene Gewohnheiten abzulegen und ungewöhnlich klingende Maßnahmen zu ergreifen. Doch der Kampf lohnt sich: Der Gewinn ist eine größere Nähe zu Christus.</p>
<p>Wer kennt das nicht? Wie lange habe ich schon keine Predigt mehr über das erste Kapitel des Epheserbriefes gehört. Denn ein Satz der über 10 Verse lang ist, ist nun mal nicht so leicht zu handhaben. Oder mal eine wirklich tiefer gehende Auslegung über Jakobus 2, die über das allgemeine &#8222;Paulus und Jakobus haben sich nicht widersprochen  bla bla&#8220; hinausgeht. Wie trivial! Dabei hat der Jakobusbrief doch gar keine langen Verse… Und das Prediger nicht eine unchristliche Schrift habe ich auch schon oft gehört, aber was will Prediger dann sagen? Von der Bedeutung und Anwendung der Kleineren Propheten will ich gar nicht reden. Dass  das Thema von Joel der Tag des Herrn ist, ist klar. Doch was ist bloß der Tag des Herrn?  Hier ist intensive Bibelarbeit nötig, da ist es vielen doch leichter über politisches nachzudenken, z.B. dass Amerika jetzt Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt hat. Geht es der Schrift etwa um Politik? Soll nicht Christus die Herrscher dieser Welt wie Töpfe zerschlagen, warum soll sein Wort dann sich dem täglichen Geschehen der Politik unterordnen. Dass die Christenheit heute vor Humanismus nur so erstickt, ist unbestreitbar eine Folge davon, dass man Biblische Lehre unter philosophische Denkmodelle setzte. Welch eine Verhöhnung dessen, dass ein Schwert, ein Licht, ein Weg, ein guter Same, ein Hammer, lebendiges Wasser und ein fester Felsen ist. Ich erkenne diese Probleme: Viele Frauen setzen ihre Emotionalität und Empfindungen über die Schrift, während Männer eher ihren Verstand über die Schrift setzen. Beides ein Fehlgriff mit der Folge dass man nicht mehr auf einem festen Felsen baut.</p>
<p>Ich will damit nicht sagen, dass ich selber nicht davon betroffen bin. Die Gefahr ist groß genug. Aber es gibt Maßnahmen:</p>
<ol>
<li>Erarbeite dir von jedem Buch der Bibel eine kleine Übersicht und eine kleine Inhaltsbeschreibung. Bereits wenige Sätze sind eine Erleuchtung. Das der Philipperbrief &#8222;Freude auch in schwierigen Zeiten&#8220; thematisiert ist klar. Was ist aber das Thema des ersten Petrusbriefes?</li>
<li>Gehe mit Paulus auf die Misssionsreise und du wirst sehen, du brauchst keine Studienbibel oder Wikipedia, um zu ermitteln, wann er welchen Brief geschrieben hat. Es gibt Diskussionspunkte, aber eine rote Linie ist klar zu erkennen.</li>
<li>Das wichtigste Bild der Bibel ist Jesus und sein Volk!</li>
<li>Die Bibel redet zu dir. Wenn es lebendes Wasser ist, ist 3. Mose auch lebendiges Wasser. Suche nach Anwendungen auch unangenehmer Bibelstellen</li>
<li>Wenn von Geduld, Langmut und Güte die Rede ist, sind das nicht bloß Synonyme. Ein Bibelprogramm hilft, Begriffen und Bildern nachzugehen. (Ebenso ist es nicht sinnvoll überall unklare Begriffe, wie &#8222;Erwählte&#8220;, &#8222;Berufene&#8220; inhaltlich mit &#8222;Gläubige&#8220; gleichzusetzen)</li>
<li>Bedenke: Die Epheser waren auch eine Gemeinde, die eher aus Sklaven und einfachen Christen bestand. Warum  schrieb Paulus dann so kompliziert?</li>
<li>Suche Stellen zu Themen heraus, die dich beschäftigen. (Frage: sind das auch die Hauptanliegen der Schrift?)</li>
<li>Arbeite dich durch Glaubensbekenntnisse und Dogmatiken durch. Hier ein motivierender Artikel.</li>
<li>(Geheimtip): Lass das Wort Gottes deine ganze Leidenschaft sein. Verzichte mal auf einen Ausflug (oder sogar einen Urlaub?) um mehr das Wort Gottes lesen zu können. Es muss nicht immer nur Grillparty, Fußballspielen, Geselligkeiten bis tief in die Nacht sein. Mal ein bisschen intensiveres Seelenfutter an einem ruhigen Abend wird uns allen gut tun. (Das Smartphone muss  dann aber soweit weg sein, dass du noch nicht einmal an dieses denkst)</li>
</ol>
<p>Zum Abschluss ein Wort des kürzlich <a href="https://www.evangelium21.net/ressourcen/das-vermaechtnis-von-r.c.-sproul-1939-2017" target="_blank" rel="noopener">verstorbenen R.C. Sproul</a>, der im Vorwort zu &#8222;<a href="https://www.3lverlag.de/nachschlagewerk/glauben-von-a-z.html" target="_blank" rel="noopener">Glauben von A bis Z</a>&#8220; schrieb:</p>
<blockquote><p>Kein Christ kann der Theologie aus dem Weg gehen. Jeder Christ hat eine Theologie. Das Thema ist darum nicht, ob wir eine Theologie haben &#8211; die haben wir. Die entscheidende Frage ist. Haben wir eine gesunde Theologie? Halten wir uns an echte oder an unechte Lehre?</p></blockquote>
<p>Es ist höchste Zeit. Schlimm genug, dass es kaum konservative  deutschsprachige Dogmatiken gibt.<a href="https://www.nimm-lies.de/buchrezension-biblische-dogmatik-eine-einfuehrung-in-die-systematische-theologie/8205" target="_blank" rel="noopener"> Die Dogmatik Grudems ist ja eigentlich an einigen Stellen ein Kompromiss</a>.  Wer Systematische Theologie verpönt, nimmt hin, dass der Glaube zu keinem Thema etwas sagen darf! Ist das etwa Christi Sinn? Ist das die Lebenshaltung der Apostel gewesen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/sola-scriptura/12482">Sola Scriptura</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Das andere Evangelium&#8230;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/das-andere-evangelium/9573</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2015 23:10:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Galaterbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Irrlehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eines Tages, es waren meine ersten Anläufe, durfte ich in meiner Gemeinde das Einleitungswort sprechen. Ich wählte den Text über die Helden Davids und habe dies so angewandt, dass wir als Christen immer danach streben sollten, Gottes Helden zu sein. Wie gesagt, waren es damals&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/das-andere-evangelium/9573">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-andere-evangelium/9573">Das andere Evangelium&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages, es waren meine ersten Anläufe, durfte ich in meiner Gemeinde das Einleitungswort sprechen. Ich wählte den Text über die Helden Davids und habe dies so angewandt, dass wir als Christen immer danach streben sollten, Gottes Helden zu sein. Wie gesagt, waren es damals die mittelmäßigen Anfänge eines sowieso mittelmäßigen Predigers &#8230; Nach dem Gottesdienst wurde ich von einem Bruder angesprochen (von dem ich auch bis heute große Stücke halte), der mir den Text aus Galater 1,6-10 vorhielt. Das Fazit war kurz gefasst folgendes: Ich habe zu sehr die menschliche Verantwortung betont und nicht das &#8222;Evangelium&#8220;, somit hätte ich ein falsches Evangelium verkündigt. Nun, ich habe damals nicht viel widersprochen, habe aber die Ermahnung damals auch nicht ganz genau verstanden.</p>
<p>Eigentlich geht es mir nicht um die Ermahnung (möglicherweise war sie zu diesem Zeitpunkt durchaus angebracht, ich kann es jedoch so viele Jahre darnach nicht mehr wirklich überprüfen). Es war damals nur das erste Mal, dass ich mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, dass mein Evangelium nicht korrekt sei, ich ein überaus schrecklicher Irrlehrer wäre, und kurz davor stehe verflucht zu werden (Vergleiche Galater 1,6-10). Manchmal traf es auch nicht mich, sondern ich habe nur mitbekommen, welches verkehrte Evangelium denn der ein oder andere Verkündiger betreiben sollte.</p>
<p>Der absolute Klassiker unter Russlanddeutschen ist dieser: Dieser oder jener Bruder predige ein verkehrtes, ja ein falsches Evangelium, denn seine Frau trägt kein Tuch, und über ihre Kleider wolle man erst gar nicht reden. Und wieder wurde die Bibel ausgepackt und natürlich Galater 1,6-10 vorgelesen (Nur ein Deja-Vu?). Das blanke Entsetzen steht den dann im Gesicht, wenn man dann entgegen wirft: Lieber Bruder, nicht nur dass seine Frau kein Tuch trägt, die haben ja auch einen Fernseher im Heim (Bis vor etwa fünf Jahren hat man noch hinzugefügt &#8222;<em>und sogar einen DSL-Anschluss&#8220;</em>. Aber irgendwie hat sich das Internet auch unter ganz erzkonservativen Russlanddeutschen durchgesetzt, seitdem ist DSL keine falsches Evangelium mehr.)<span id="more-9573"></span></p>
<p>Neulich habe ich wieder etwas Großartiges gehört: Alle die nicht wirklich verstehen, dass das Heil nicht verlierbar sei &#8230; der Bruder hat wirklich diese Begriffe verwendet: &#8222;<em>Das Heil ist nicht verlierbar&#8220;.</em> Dabei sollte jeder &#8222;gut re(in)formierte&#8220; Christ wissen, dass man dies üblicherweise als <em>Ausharren der Heiligen</em> oder die <em>Bewahrung der Gläubigen</em> bezeichnet, um den unangenehmen Beiklang zu vermeiden, welchen die Aussage: &#8222;Das Heil ist nicht verlierbar&#8220; hat. Nämlich, das Heil ist nicht verlierbar, egal was du machst, und egal wie du lebst, dies stellt jedoch die Ausführungen der Reformatoren in ein falsches Licht &#8230;</p>
<p>Auf jeden Fall behauptete er tatsächlich, alle die nicht akzeptieren wollen, dass das Heil nicht verlierbar sei, sind in Wirklichkeit nicht wiedergeboren, denn sie predigen ein falsches Evangelium (ich wusste gar nicht, dass in arminianischen Kirchen sämtliche Geschwister predigen). Die Bibel wurde ausgepackt, und man wird es kaum für möglich halten, Galater 1,6-10 wurde zitiert. Im Übrigen hört man von &#8222;Arminianern&#8220; allzu häufig dasselbe: Der und der sei eben ein Irrlehrer, da er an die &#8222;Lehre von der Unverlierbarkeit des Heils&#8220; glaubt. Dieses ist, wie schon festgestellt, ein überaus lächerlicher Ausdruck, der total vom Kern der Debatte ablenkt.</p>
<p>Prinzipiell ist das dahinterliegende Anliegen klar:  Einer möchte das Evangelium vor zuviel Weltförmigkeit behüten, ein anderer möchte die reine Lehre des Evangeliums, also die Orthodoxie, schützen.</p>
<p>Aber machen wir uns nichts vor, eigentlich sind diese Angriffe nur Peanuts. Ich habe schon zu hören bekommen, dass man ein anderes Evangelium predigt, wenn man nicht an die Entrückung der Christen vor der Trübsal glaube oder wenn man Familienplanung praktiziert.  Es gibt tatsächlich einen Blog, der alle Übersetzungen der Bibel, die nicht auf dem Textus Receptus aufbauen, als anderes Evangelium bezeichnet. Die Übersetzer solcher Bibeln seien von vornherein Irrlehrer und Bibelfälscher. Jeder der diese Bibeln nutzt, begehe geradezu Zauberei. Somit wird dazu aufgerufen, &#8222;Nestle-Aland&#8220;-Bibeln zu verbrennen. Und natürlich predigt auch jeder ein anderes Evangelium, der nicht an ein geozentrisches Weltbild glaubt. Ja, es ist genau das, wonach es sich anhört: Die Erde ist natürlich der Mittelpunkt des Universums, sonst könnte ja Josua nicht der Sonne befehlen, Sie solle still stehen &#8230;</p>
<p>Und Sonst? Vor einigen Jahren habe ich ein interessantes Gespräch mit einem liberalen Theologen geführt. Man wird es nicht glauben, aber im Grunde warf er den &#8222;fundamentalistischen&#8220; Christen vor, diese predigen und lehren ein falsches Evangelium, weil sie soviel Wert auf &#8222;Bibeltreue&#8220; legen würden. Dabei wäre das, was von einem Christen verlangt wird, &#8222;Christustreue&#8220;. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man denn ohne die Schrift erfahren soll, was Christustreue ist, aber dies ist natürlich ein anderes Thema &#8230; Im Übrigen, man wird es kaum für möglich halten, aber wieder wurde der Galaterbrief bemüht.</p>
<p>Was nicht umbringt, härtet ab, wusste sogar schon Nietzsche. Irgendwann, nach der fünften oder sechsten Keule, tut es nicht mehr so weh, aber natürlich ist es alles andere als angenehm, zum Irrlehrer ernannt zu werden. Aber welcher treue Zeuge Christi wurde es nicht? Man denke an Paulus, an Luther, an Spurgeon &#8230; Somit hat es durchaus etwas ehrenhaftes,  zum &#8222;Irrlehrer&#8220; erhoben zu werden &#8230;</p>
<p>Vielleicht ist uns aufgefallen, wo die Schwäche dieser Argumentation liegt? Die ganze Zeit wurde nämlich immer nur darüber geredet, was denn <em>die Anderen</em> (auch so ein überaus unpassendes Wort in der Diskussion über andere Denominationen in der Christenheit) so alles falsch machen. Wie verkehrt doch <em>deren </em>Verständnis von Christus sei. <em>Sie sind halt weltlich und gleichgültig</em> gegenüber der Wahrheit des <strong><em>echten Evangeliums. </em></strong> So wird viel über das vermeintlich falsche Evangelium gespottet und geredet, aber kaum einer kommt dazu, das echte und rechte Evangelium vorzustellen. Selten kommt es so weit, dass man sagt, ja aber so sollte ja das echte Evangelium Christi sein: Christus im Zentrum mit dem echten Glauben als Mittel. Dabei sollten wir immer die Ehre Gottes sehen usw. Paulus grenzt seine Botschaft im Galaterbrief ganz deutlich von den &#8222;Gesetzespredigern&#8220; ab, aber er vergisst auch nicht, immer wieder ganz deutlich das wahre Evangelium zu erklären, z. B. in Gal.3,13:</p>
<blockquote><p>Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!)</p></blockquote>
<p>In den letzten zwei Jahren habe ich noch weitere Lektionen gelernt: Erstens dürfen wir durchaus Jak.3,1 berücksichtigen. Nicht jeder muss sich zum Lehrer des Evangeliums aufspielen. Auch birgt dies eine hohe Verantwortung. Wenn man mir wieder mein falsches Evangelium vorhält, darf ich antworten, dass ich gar nicht wusste, dass man mich für einen Lehrer hält.  Auch ist Bescheidenheit bei uns gefallenen Kreaturen durchaus ein Muss. Unser Wissen ist und bleibt Stückwerk und unsere Erkenntnis unvollkommen.</p>
<p>Schließlich habe ich festgestellt, dass göttliche Dinge uns zur Anbetung und Nachfolge anleiten sollten, und nicht dazu, dass wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen. Wie Arthur Pink feststellt: <em>Über göttliche Dinge streitet man nicht.</em> Nicht alles was ich erkenne, muss ich auch gleich allen meinen Mitmenschen weiterbringen. Jedes Wort hat seine rechte Zeit und seinen rechten Zuhörer. Auch bin ich nicht für jeden einzelnen Prediger und Christen dieser Welt verantwortlich. Wenn irgend ein amerikanischer Pastor eine andere Meinung über Gemeindezucht hat als ich, dann hat er sie eben. Es heißt noch lange nicht, dass ich ihm jetzt einen langen Brief zu schreiben habe, in welchem ich erkläre, dass sein Evangelium total verkehrt, und falsch  ist, und er kurz davor ist ein antichristliches Leben zu führen, wenn er nicht das rechte Evangelium erkennt, so wie es ja bereits in Gal.1,6-10 usw. usf &#8230;</p>
<p>Ich möchte nicht missverstanden werden: Toleranz und Verständnis kann zu weit gehen, wie jeder wohl zu genüge weiß. Hier den rechten Weg zu erkennen, ist kein Kinderspiel und erfordert Weisheit von oben. Gott möge diese allen seinen treuen Zeugen schenken. Überlegen wir uns einmal folgendes: Was wäre, wenn wir für die &#8222;Falsch-Evangelikalen&#8220; genauso viel beten würden, wie wir sie kritisieren und verurteilen?  Schließen möchte ich mit einem Vers aus Röm,14,4:</p>
<blockquote><p>Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann ihn wohl aufrichten.</p></blockquote>
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		<title>Ken Ham: Wie aber werden sie hören?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Nov 2014 13:39:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Mission und Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[answersingenesis]]></category>
		<category><![CDATA[Atheismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ken Ham]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfungsevangelisation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein nach Gott suchender Mensch fragt dich, wo er anfangen soll, die Bibel zu lesen. Was würdest du antworten? Mit Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes? Ich habe Google gefragt: &#8222;Wo soll ich anfangen, die Bibel zu lesen?&#8220; In den meisten Suchergebnissen finde ich den Ratschlag,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ken-ham-wie-aber-werden-sie-hoeren/9127">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/wie-aber-werden-sie-hoeren1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" width="195" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/wie-aber-werden-sie-hoeren1-195x300.jpg" alt="wie-aber-werden-sie-hoeren" class="wp-image-9158" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/wie-aber-werden-sie-hoeren1-195x300.jpg 195w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/wie-aber-werden-sie-hoeren1.jpg 380w" sizes="(max-width: 195px) 100vw, 195px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Ein nach Gott suchender Mensch fragt dich, wo er anfangen soll, die Bibel zu lesen. Was würdest du antworten? Mit Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes? Ich habe Google gefragt: &#8222;Wo soll ich anfangen, die Bibel zu lesen?&#8220; In den meisten Suchergebnissen finde ich den Ratschlag, mit den Evangelien anzufangen. Sehr häufig wird das Markus-Evangelium vorgeschlagen. Diese und ähnliche Antworten haben Tradition. Ich bin mir sicher, viele sind durch das Lesen der Evangelien zum Glauben an Jesus Christus gekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch sollte man die obige Frage nicht besser doch anders beantworten? Gibt es nicht einen besseren Einstieg in die Bibel als die Evangelien?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ken Ham hat ein ganzes Buch für den Beweis geschrieben, dass viele Menschen heute nicht die Evangelien zuerst gelesen sollen, sondern 1. Mose, die Genesis, das Buch der Entstehung. Warum gerade dieses Buch?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich frage lieber: Warum nimmt die Ablehnung der Botschaft vom Kreuz zu? Was ist die Ursache für die verstärkte Säkularisierung des Westens und mit ihm zahlreicher anderer Länder? Ken Ham, der viele Länder und Kulturen besucht hat, ist zu folgender Überzeugung gekommen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Mir wurde deutlich, dass die Evolutionslehre einer der größten Stolpersteine, wenn nicht der größte überhaupt ist, der Menschen daran hindert, für das Evangelium von Jesus Christus aufnahmefähig zu sein.</p>
</blockquote>



<span id="more-9127"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Evolutionstheorie, und mit ihr alle christlichen Abwandlungen und Vermischungen, ist die Ursache für das schwindende Vertrauen in die Wahrheit der Bibel. Insbesondere das erste Buch Mose liegt im Kreuzfeuer der Kritik. Doch wer nicht mehr an die Schöpfung der Welt durch Gott, den Schöpfer, glauben kann, wird die Besitzansprüche des Schöpfers nicht anerkennen. Und wenn die Schöpfungsgeschichte nicht wahr ist, so ist der Sündenfall des Menschen ebenso ein Mythos. Wer den Ursprung der Sünde nicht anerkennt, braucht Christus nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darum hat Ken Ham, der Direktor von <em>Answers in Genesis</em>, das Anliegen, in den modernen Menschen das Vertrauen zum ersten Buch Mose zu wecken. Denn ein atheistisch geprägter Mensch wird die Botschaft in den Evangelien viel besser verstehen, wenn er die Genesis verstanden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch <em>Wie aber werden sie hören?</em> trägt den Untertitel: &#8222;Warum unsere Zeitgenossen das Evangelium nicht verstehen &#8211; und warum wir bei der Schöpfung beginnen sollten.&#8220; Dieses Buch ist ein warmherziges Plädoyer für &#8222;Schöpfungsevangelisation&#8220;. Es geht dem Autor weniger um Methoden und Strategien, sondern vielmehr darum, überhaupt einen Zugang zum modernen Menschen zu finden:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Den &#8222;Schöpfungs-Evangelisten&#8220;, der seine Botschaft mit der Schöpfung beginnt, stelle ich mir vor wie den Landschaftsgärtner, der mit der Planierraupe den Boden vorbereitet. Zuerst muss er ihn von Steinen, Bäumen und Trümmern befreien, die verhindern, dass die ausgestreute Saat Wurzeln schlägt. Die Evolutionstheorie ist eines der größten, wenn nicht das größte Hindernis für den heutigen Menschen, dem Evangelium Gehör zu schenken. Dieser Stolperstein muss aus dem Weg geschafft werden. Der Feind hat Grund und Boden an sich gerissen und es ist an uns, diesen Boden zurückzugewinnen. &#8222;Schöpfungsevangelisation&#8220; bedeutet, diesen Boden zu pflügen und das Fundament vorzubereiten.</p>
</blockquote>


<div class="wp-block-image wp-image-9141 size-full">
<figure class="alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="229" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/bulldozer.jpg" alt="Schöpfungsevangelisation" class="wp-image-9141" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/bulldozer.jpg 350w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/bulldozer-300x196.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: answersingenesis.org</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Für diese Art der Evangelisation wurden mir vor mehr als 10 Jahren die Augen geöffnet, als ich das erste Mal unter jungen Menschen den Kurs <em>Auf festen Grund gebaut</em> von Trevor McIlwain durchführte. Ken Ham empfiehlt diesen Kurs, der für Missionare der New Tribes Mission entwickelt wurde. Diese Missionare haben nach vielen Enttäuschungen festgestellt, dass viele die Botschaft vom Kreuz nicht verstehen, weil sie die Grundlagen aus 1. Mose nicht verstanden haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich führe diesen Jahreskurs jetzt zum zweiten Mal durch, und wundere mich über die positiven Auswirkungen. Auch die christlich sozialisierten Teilnehmer profitieren davon, weil sie bisher keinen roten Faden in der Bibel erkennen konnten und für sie das Neue Testament isoliert für sich selbst dastand. Daraus resultierte ein schwaches Verständnis des Evangeliums. Schöpfungsevangelisation ist also auch in Gemeinden notwendig. Es gibt eine <a href="http://www.rigatio.com/media/wysiwyg/PDFs/Leiterhandbuch_Bauen_nach_Plan.pdf" target="_blank" rel="noopener">kostenlose PDF zu dem Kurs</a> bei Rigatio, in der wichtige Grundlagen zu dieser Art der Evangelisation vermittelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ken Hams Buch ist 2002 auf Englisch erschienen und ist jetzt dankenswerterweise ins Deutsche übersetzt worden. Der Autor stellt plakativ das Unverständnis der Menschen dar, zeigt Ursachen für wirkungslose Evangelisation auf und erklärt sein Prinzip der Schöpfungsevangelisation. Zahlreiche Grafiken ergänzen das Geschriebene und viele Zeugnisse von Menschen, die durch die Arbeit von <em>Answers in Genesis</em> zum klaren Verständnis und echtem Glauben an Jesus Christus gekommen sind, runden das Buch ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Buch sollten alle Mitarbeiter in den Gemeinden lesen. Es wird alle Evangelisten ermutigen! Ein Wegweiser für Missionsarbeit: Traktatverteiler und Büchertisch-Evagelisten bekommen Anregungen für Ihre Arbeit. Ein notwendiges Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Wie aber werden sie hören?<br>Untertitel: Warum unsere Zeitgenossen das Evangelium nicht verstehen &#8211; und warum wir bei der Schöpfung beginnen sollten.<br>Autor: Ken Ham<br>Sei­ten: 218<br>For­mat: 13 x 21<br>Ein­band: Taschen­buch<br>Jahr: 2014<br>Ver­lag: CMV Düsseldorf und CLKV<br>ISBN: 978-3-943175-35-6<br>Preis: 7,50 EUR<br>erhält­lich bei: <a href="https://www.cbuch.de/ken-ham-wie-aber-werden-sie-hoeren.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">cbuch.d</a><a href="http://_wp_link_placeholder" target="_blank" rel="noreferrer noopener">e</a></p>
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		<title>Buchrezension: Biblische Prinzipien des Gemeindewachstums</title>
		<link>https://nimm-lies.de/buchrezension-biblische-prinzipien-des-gemeindewachstums/8893</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2014 19:59:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Prinzipien des Gemeindewachstums]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde gründen]]></category>
		<category><![CDATA[Kenneth Fleming]]></category>
		<category><![CDATA[Wilfried Plock]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemein­de­wachs­tum ist ein wich­ti­ges Thema. Gerade in unse­rer Zeit, aus­ge­rich­tet auf Erfolg und Ergeb­nisse, ist es sehr&#160; aktu­ell. Ent­spre­chend gibt es ver­schie­dene Ansätze und Stra­te­gien die beschrei­ben wie Gemein­den wach­sen können. Haben wir uns schon ein­mal gefragt, wie es in der Zeit der ers­ten Gemein­den&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-biblische-prinzipien-des-gemeindewachstums/8893">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-biblische-prinzipien-des-gemeindewachstums/8893">Buchrezension: Biblische Prinzipien des Gemeindewachstums</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/1943_0.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="197" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/1943_0-197x300.jpg" alt="1943_0" class="wp-image-8894" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/1943_0-197x300.jpg 197w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/1943_0.jpg 524w" sizes="auto, (max-width: 197px) 100vw, 197px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Gemein­de­wachs­tum ist ein wich­ti­ges Thema. Gerade in unse­rer Zeit, aus­ge­rich­tet auf Erfolg und Ergeb­nisse, ist es sehr&nbsp; aktu­ell. Ent­spre­chend gibt es ver­schie­dene Ansätze und Stra­te­gien die beschrei­ben wie Gemein­den wach­sen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haben wir uns schon ein­mal gefragt, wie es in der Zeit der ers­ten Gemein­den war? Damals wur­den in ver­schie­de­nen Städ­ten Gemein­den gegrün­det und Gott gab viel Wachs­tum. Wie sah das Gemein­de­le­ben zu der dama­li­gen Zeit aus? Wel­che Prin­zi­pien waren in den Gemein­den wich­tig? Wie war es mög­lich, dass inner­halb kur­zer Zeit in gott­lo­ser Umge­bung leben­dige Gemein­den ent­ste­hen konn­ten die Got­tes Evan­ge­lium verkündeten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In sei­nem Buch „Bib­li­sche Prin­zi­pien des Gemein­de­wachs­tums“ betrach­tet Ken Fle­ming die Gemein­den aus dem Neuen Tes­ta­ment. Ins­ge­samt sechs Gemein­den (Antio­chia, Gala­tien, Phil­ippi, Thes­sa­lo­nich, Korinth, Ephe­sus) wer­den ein­ge­hend betrach­tet und dabei die Prin­zi­pien her­aus­ge­ar­bei­tet, die für eine gesunde, leben­dige Gemeinde wich­tig sind. Gott hat uns in sei­nem Wort alles not­wen­dige für die Nach­folge hin­ter­las­sen, auch wie seine Gemeinde auf Erden sein soll. Die Gemein­den aus dem Neuen Tes­ta­ment sind Bei­spiele für uns, von denen wir ler­nen sollen.</p>



<span id="more-8893"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Mir gefällt an dem Buch „Bib­li­sche Prin­zi­pien des Gemein­de­wachs­tums“ dass es sich sehr stark mit den neu­tes­ta­ment­li­chen Bei­spie­len aus­ein­an­der­setzt. Durch die Betrach­tung acht neu­tes­ta­ment­li­cher Gemein­den ergibt sich ein umfas­sen­des Bild. Es wird deut­lich, dass es je nach äuße­ren Umstän­den unter­schied­li­che Aus­prä­gun­gen und Ent­wick­lun­gen gibt. Die Gemeinde Got­tes ist und bleibt aber Got­tes&nbsp;Werk.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In jeweils einem Kapi­tel wird eine Gemeinde betrach­tet. Im Laufe des Kapi­tels wer­den Prin­zi­pien her­aus­ge­ar­bei­tet, die als Kern­satz her­vor­ge­ho­ben sind. Auf der letz­ten Seite der Betrach­tung wer­den diese Prin­zi­pien noch ein­mal gesam­melt auf­ge­führt. So ist eine gute Struk­tur und eine Über­sicht­lich­keit gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist in einer ein­fa­chen und flüs­si­gen Spra­che geschrie­ben. Die dar­ge­stell­ten Grund­sätze sind sehr prak­tisch, sodass sie leicht auf die eigene (Orts-)Gemeinde ange­wandt wer­den kön­nen. Das Buch moti­viert dazu Ant­wor­ten zu Gemein­de­fra­gen in der Bibel zu suchen, statt auf Metho­den aus dem Mar­ke­ting oder der Manage­ment­theo­rie zurückzugreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im letz­ten Kapi­tel, geschrie­ben von Wil­fried Plock, wer­den die aktu­el­len Gemein­de­wachs­tums­be­we­gun­gen vor­ge­stellt und bewer­tet. Dabei wer­den auch die kri­ti­schen Punkte der popu­lä­ren Gemein­de­wachs­tums­an­sätze auf­ge­zeigt. Für das all­ge­meine Ver­ständ­nis ist es sehr hilf­reich die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung die­ser Bewe­gung zu kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mir hat das Buch sehr gut gefal­len. Alle denen die Gemeinde Got­tes am Her­zen liegt und die von dem Bei­spiel der ers­ten Gemein­den ler­nen möch­ten kann ich die­ses Buch empfehlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Pen­ner</p>



<p class="wp-block-paragraph">Titel:&nbsp;Bib­li­sche Prin­zi­pien des Gemein­de­wachs­tums<br>Autor:&nbsp;Ken­neth Fle­ming<br>Sei­ten: 160<br>For­mat:&nbsp;14 x&nbsp;21<br>Ein­band: Taschen­buch<br>Jahr: 2001<br>Ver­lag: Beta­nien<br>ISBN:&nbsp;978−3−935558−50−1<br>Preis: 3,90 EUR<br>erhält­lich bei: cbuch.de</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-biblische-prinzipien-des-gemeindewachstums/8893">Buchrezension: Biblische Prinzipien des Gemeindewachstums</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ratschläge für Prediger vs. Lectures To My Students</title>
		<link>https://nimm-lies.de/ratschlage-fur-prediger-vs-lectures-to-my-students/408</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/ratschlage-fur-prediger-vs-lectures-to-my-students/408#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 14:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Lectures to my Students Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Ratschläge für Prediger]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschiede]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eddi-on.de/?p=408</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ich habe vor kurzen erwähnt, dass die deutsche Ausgabe von &#8222;Lectures To My Students&#8220; von Charles H. Spurgeon stark gekürzt ist. Meine Ausgabe von &#8222;Ratschläge für Prediger&#8220; ist vom Oncken Verlag aus dem Jahr 1986. Ob die Ausgabe vom RVB (eine Reprint-Ausgabe von 1901) ausführlicher&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ratschlage-fur-prediger-vs-lectures-to-my-students/408">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ratschlage-fur-prediger-vs-lectures-to-my-students/408">Ratschläge für Prediger vs. Lectures To My Students</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe vor <a href="https://www.nimm-lies.de/spurgeon-uber-das-lesen-teil-1/376">kurzen erwähnt</a>, dass die deutsche Ausgabe von &#8222;Lectures To My Students&#8220; von Charles H. Spurgeon stark gekürzt ist. Meine Ausgabe von &#8222;Ratschläge für Prediger&#8220; ist vom Oncken Verlag aus dem Jahr 1986. Ob die Ausgabe vom RVB (eine Reprint-Ausgabe von 1901) ausführlicher ist, kann ich leider nicht sagen, da ich sie nicht besitze. Meine englische Ausgabe ist von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0310329116?ie=UTF8&amp;tag=wweddionde-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0310329116" target="_blank">Zondervan, Grand Rapids, 1979</a>.</p>
<p>Das sind die Unterschiede zwischen meinen zwei Ausgaben:</p>
<ul>
<li>inhaltlich an vielen Stellen gekürzt</li>
<li>Kapitel 17. und 18. der englischen Ausgabe sind in einem Kapitel zusammengefasst und gekürzt: Die Predigt im Freien</li>
<li>Kapitel 19. und 20 sind ebenfalls zusammengefasst: Über Haltung und Gebärden</li>
<li>Kapitel 24-28 fehlen vollständig in meiner Ausgabe.</li>
<li>deutsch: 21 Kapitel, 192 Seiten</li>
<li>englisch: 28 Kapitel, 443 Seiten</li>
<li>Format der deutschen Ausgabe: 11 x 18 cm</li>
<li>Format der englischen Ausgabe: 14 x 21,5 cm</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ratschlage-fur-prediger-vs-lectures-to-my-students/408">Ratschläge für Prediger vs. Lectures To My Students</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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