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	<title>Puritaner Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Puritaner Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Aus &#8222;Heaven on Earth&#8220; Thomas Brooks über den Umgang mit Information</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2022 20:37:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Predigten]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Brooks]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Thomas Brooks gibt im Vorwort seines Buches über die Heilsgewissheit (Hier kostenfrei im Web) einen Ratschlag, wie man weise mit Wissen, Information, Büchern u.Ä. umgehen kann: &#8222;Ein Vater, der drei Söhne hatte, wollte sie auf ihre Vernunft prüfen und gab jedem von ihnen einen Apfel,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/aus-heaven-on-earth/14748">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/aus-heaven-on-earth/14748">Aus &#8222;Heaven on Earth&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Thomas Brooks über den Umgang mit Information&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://sp-ao.shortpixel.ai/client/to_webp,q_glossy,ret_img,w_262/https://theodio.com/wp-content/uploads/2016/02/Thomas-Brooks-e1456006411228.jpg" alt="Thomas Brooks" />Thomas Brooks gibt im Vorwort seines Buches über die <a href="https://www.amazon.com/Heaven-Puritan-Paperbacks-Thomas-Brooks/dp/0851513565">Heilsgewissheit</a> (<a href="https://www.monergism.com/heaven-earth-serious-discourse-concerning-well-grounded-assurance-ebook">Hier kostenfrei im Web</a>) einen Ratschlag, wie man weise mit Wissen, Information, Büchern u.Ä. umgehen kann:</p>
<p><em>&#8222;Ein Vater, der drei Söhne hatte, wollte sie auf ihre Vernunft prüfen und gab jedem von ihnen einen Apfel, an dem ein Teil faul war. </em></p>
<p><em>Der <strong>E</strong></em><em><strong>rste</strong> aß seinen Apfel auf, mit allem, was faul war; </em></p>
<p><em>Der <strong>Zweite</strong> warf alles weg, weil ein Teil davon faul war; </em></p>
<p><em>Der <strong>Dritte</strong> nahm das Faule heraus und aß das, was gut war. </em></p>
<p><em><strong>Der Dritte war der Weiseste.</strong> </em></p>
<p><em>Die <strong>einen</strong> verschlingen in diesen Tagen alles, das Faule und das Gute zusammen; </em></p>
<p><em><strong>Die anderen</strong> verwerfen die ganze Wahrheit, weil alles, was ihnen vorgesetzt wird, nicht die Wahrheit ist; </em></p>
<p><em>aber die <strong>Weisesten</strong> sind die, die das Gute zu wählen und das Böse abzulehnen wissen&#8230; (Jes. 7,15.)&#8220;</em></p>
<hr />
<p>Jes.7: 15 Butter und Honig wird er essen, bis er weiß, Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/aus-heaven-on-earth/14748">Aus &#8222;Heaven on Earth&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Thomas Brooks über den Umgang mit Information&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Zwölf Perlenketten meiner Lektüre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2021 07:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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		<category><![CDATA[Systematische Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Watson]]></category>
		<category><![CDATA[Watson]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Artikel &#8222;Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke&#8220; benötigt dringend eine Aktualisierung. Heute kann ich sie endlich liefern: Zunächst möchte ich aufzeigen, wo die Grenzen meines bisherigen Artikels liegen.  Anschließend erläutere ich das Konzept, dass ich als &#8222;Perlenketten&#8220; bezeichne: Das Konzept ermöglicht mir, sich mit&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/zwoelf-perlenketten-meiner-lektuere/14543">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zwoelf-perlenketten-meiner-lektuere/14543">Zwölf Perlenketten meiner Lektüre</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel <a href="https://www.nimm-lies.de/meine-personliche-top-ten-auswahl-christlicher-werke/5055">&#8222;Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke&#8220;</a> benötigt dringend eine Aktualisierung. Heute kann ich sie endlich liefern:</p>
<p>Zunächst möchte ich aufzeigen, wo die Grenzen meines bisherigen Artikels liegen.  Anschließend erläutere ich das Konzept, dass ich als &#8222;Perlenketten&#8220; bezeichne: Das Konzept ermöglicht mir, sich mit zentralen Themen ausführlich zu befassen und doch unterschiedliche Perspektiven einzubinden. Die Frage, die ich dabei bespreche, ist, wie man eine hilfreiche Kette mit einem passenden &#8222;Anfangsknoten&#8220; knüpft. Schließlich gewähre ich einen Blick in eine größere Auswahl an Perlenketten.</p>
<h3><strong>Was an meiner bisherigen Liste problematisch ist</strong></h3>
<p>Im Wesentlichen drei Dinge:</p>
<p>1) Es fehlte Struktur: Vor allem &#8222;heilige fromme&#8220; Titel prägten mich, häufig ohne Folgen für das alltägliche Leben.</p>
<p>2) Fehlt Substanz: Vor 9 Jahren war ich einfach kein erfahrener Leser: So kannte ich außer Calvins Bibelkommentaren kaum einen anderen Kommentar. Und obwohl ich diese weiterhin für exzellent halte, denke ich, dass man weiser mit Kommentaren umgehen kann.</p>
<p>3) Ich konzentriere mich ausschließlich auf christliche Werke. Ein Schwerpunkt, der mein Leben auch weiterhin prägt, aber ich habe immer auch gerne Klassiker gelesen, die ich nun mit aufnehme.</p>
<h3><strong>Wie Perlenketten entstehen</strong></h3>
<p>Am Anfang einiger meiner Perlenketten steht der <a href="https://www.glaubend.de/a-preacher-man-in-new-york/">Predigtdienst von Tim Keller: </a> Immer wieder finden sich dann Beiträge, in denen er davon spricht, welche Autoren ihn geprägt haben. Er sagt, dass er sich in jungen Jahren mit der Frage konfrontiert sah, wie er Nicht-Christen erreichen kann. In Amerika könne man in vielen Bereichen immer noch die Kirchen voll mit Besuchern bekommen, weil viele noch über das christliche Vokabular verfügen. Er sah sich mit der Frage konfrontiert, wie er das Evangelium auch denen erzählen kann, die mit dem christlichen Konzept von Gott, Schöpfung und Erlösung nicht viel anfangen können und fand dabei viel Hilfe in den anglikanischen Evangelikalen <em>Stott, Packer, <a href="https://www.nimm-lies.de/rezension-preaching-von-alec-motyer/14065">Motyer</a>, Lucas</em> und weitere. Schon war mein erster Knoten geknüpft: Ich sehe in meinem Umfeld die gleiche Herausforderung, und ein Abgleichen meines Denkens an einer doch anderen Kultur der Briten der 50er bis 90er klingt verlockend.<span id="more-14543"></span></p>
<p>Eine andere Kette habe ich durch John Frames &#8222;History of Western Philosophy and Theology&#8220; entdeckt. Dadurch, dass er sehr intensiv mit dem Quellenmaterial arbeitet, Zitate anfügt auf frei zugängliche Werke verweist, lassen sich ausgehend von diesem Werk sicherlich viele Ketten knüpfen und schlagen. In meinem Fall war es vor allem das Werk von Poythress, auf dass mich der Autor aufmerksam gemacht hat. Poythress liest sich sehr einfach, wagt sich aber an ungewöhnliche Themen, z.B. schrieb er ein Buch darüber, wie wir als Christen über Mathematik nachdenken sollen. Vergleicht hier unser Interview mit <a href="https://www.nimm-lies.de/mit-vern-sheridan-poythress-im-gespraech/13735">V.S. Poythress</a>.</p>
<p>An dieser Stelle zeigt sich, dass sich Perlenketten auch kreuzen können. In seinem Werk <a href="https://www.nimm-lies.de/reading-the-word-of-god-in-the-presence-of-god/13366">&#8222;Reading the Word of God in the Presence of God&#8220;,</a> einem Hermeneutik-Primer, verweist Poythress immer wieder auf Edmund Clowney, einen Theologen von dem ich vorher nie etwas gehört habe, außer eben in den Predigten von Tim Keller. Auf diese Weise habe ich eine der besten frei zugänglichen Vorlesungen gefunden: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/preaching-christ-in-a-postmodern-world/id378879885">&#8222;Preaching Christ in a Postmodern World&#8220;</a>. Gehalten gleichzeitig von Keller und Clowney. Eine Google-Suche förderte dann <a href="https://servantofmessiah.org/homiletics-class/">sogar zwei Skripte zur Vorlesung zu Tage</a>.</p>
<p>Das funktioniert auch mit säkularer Literatur. Früher habe ich meine Bücher klassischer Literatur in zwei Rubriken sortiert: Zunächst einmal nach Entstehungsland, dann nach Entstehungsjahr. So kann ich heute schnell die Unterschiede von russischen zum z.B. englischen Realismus beschreiben und die Weiterentwicklung von Themen erkennen, was &#8222;ganz natürlich&#8220; aus dem Lesefluss folgte.</p>
<p>In einer gewissen Weise sind Perlenketten irgendwann auch abgeschlossen. Als ich mich mit den Büchern <a href="https://www.nimm-lies.de/jeder-tat-was-ihn-recht-duenkte/13857">Richter</a> und <a href="https://www.nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">Ruth</a> befasste, fand ich solche Ketten, knüpfte sie mit Freude und Erfüllung und werde sicher irgendwann nach Jahren wieder zu diesen zurückgreifen.</p>
<p>Schließlich muss uns auch klar sein, dass wir nicht alle Ketten der Welt knüpfen können. Astronomie oder Kreationismus, aber auch die Lehre von der Kirche und viele zeitaktuelle Themen sind Beispiele für Themen, die einen großen Reiz entwickeln können (zumindest für mich), für die ich aber einfach keine Zeit mehr übrighabe.</p>
<p>Es gibt einen praktischen Grund seine Lektüre einzuschränken, und der liegt schlicht in der begrenzten Lebenszeit. In der folgenden Aufstellung entblöße ich mich selbst, auch dadurch, dass ich viele Ketten nicht geflochten habe, darunter zähle ich Biografien, sozialanalytische Schriften, moderne Literatur, wissenschaftliche Werke und viele mehr! Es gibt viel zu tun, packen wir es an!</p>
<h2><strong>Zwölf Perlenketten</strong></h2>
<p>Die Perlenketten sind nicht unbedingt in der Weise dargestellt, wie ich sie gelesen/gehört habe, sondern vor allem nach Zugänglichkeit und Schwierigkeitsgrad sortiert. Auch habe ich die zu den Anglikanern, wie bereits oben dargestellt hier nicht noch einmal gesondert aufgeführt:</p>
<h2><strong>Drei theologische Ketten</strong></h2>
<h3><strong>Hermeneutik</strong></h3>
<p>Hätte ich bloß Beynons und Sachs Buch <a href="https://www.cbuch.de/beynon-sach-tiefer-graben.html"><em>Tiefer graben</em></a> früher gekannt. Ich glaube, mit diesem Buch hat man einen guten Einstieg in die Werkzeuge für das Bibelverständnis. Vor allem die zahlreichen durchgearbeiteten Beispiele machen das Buch sehr überzeugend. Darauf aufbauend würde ich zur <a href="https://www.amazon.de/Introduction-Biblical-Interpretation-Lectures-Complete/dp/B0757T9JZ9/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1B7ETP2QHS7LT&amp;dchild=1&amp;keywords=Introduction+to+Biblical+Interpretation+hubbard&amp;qid=1635410766&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=introduction+to+biblical+interpretation+hubbard%2Caps%2C102&amp;sr=8-1&amp;sres=B0757T9JZ9%2C0785252258%2C3964660442%2C0849907748%2C3964660345%2C0310537983%2CB01HAKH3T8%2CB086PTDP1D%2C3903372099%2C3742315439%2C3140223145%2CB08NWQZPM9%2C3625180863%2C3742312340%2CB08WJTPTQG%2C3833825332&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Introduction to Biblical Interpretation</em></a> (Klein, Blomberg, Hubbard) greifen und natürlich zu Carsons <a href="https://www.cbuch.de/carson-stolpersteine-der-schriftauslegung.html"><em>Stolpersteine der Schriftauslegung</em></a>. Als nicht der biblischen Sprachen mächtig habe ich eine natürliche Grenze für Werke in diesem Bereich, so dass die High-Level Bücher für mich hier ausscheiden. Ich würde aber jedem einen Grundstock an hermeneutischen Büchern empfehlen. Berkhofs <em>Principles of Biblical Interpretation</em> ist <a href="https://www.monergism.com/principles-biblical-interpretation-sacred-hermeneutics-ebook">so z.B. auch frei im Web erhältlich.</a> Sprachliche Herausforderungen können mit einem geeigneten Wörterbuch (ich greife hier für das NT auf das EWNT von Balz/Schneider zurück) gut abgefangen werden. Im Wesentlichen versuche ich pro Jahr ein Buch in diesem Themenfeld zu lesen und habe aktuell die <a href="https://www.amazon.de/Hermeneutical-Spiral-Comprehensive-Introduction-Interpretation/dp/0830828265/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=167Y34MYCDC0H&amp;dchild=1&amp;keywords=osborne+hermeneutical&amp;qid=1635410816&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=osborne+hermeneutical%2Caudible%2C84&amp;sr=1-1&amp;sres=0830828265%2CB004HAKP9A%2CB01K0RUPCK%2CB00AEMSUB0%2CB094FTKT7F%2CB01N5QC1CL%2CB002EPBL1Q%2CB08HPJLY92%2CB081Z38C1J%2CB004JV7QX0%2CB092HP76CX%2CB01M2ZQSR6%2CB005UXJSYQ%2CB003WIHR44%2CB00BG3MUA8%2CB00DC3PY7G&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Hermeneutical Spiral</em></a> von Grant Osborne ausgepackt. Durch Carl Truemans<a href="https://www.amazon.de/Histories-Fallacies-Carl-Trueman-2011-01-21/dp/B01N1XPTTD/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=UA9ZBAZMJYXT&amp;dchild=1&amp;keywords=trueman+histories&amp;qid=1635410835&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=trueman+histories%2Caudible%2C82&amp;sr=1-1&amp;sres=B01N1XPTTD%2CB09HGCT562%2CB09CBY7VLK%2C052173536X%2CB07L9C3B6F%2C1581349238%2C1481986015%2CB003JTHWUK%2CB001G429PS%2CB01M2Y1LKH%2CB00B9PQ856%2CB08DR9KP91%2CB005HY5ZR2%2CB0168YJGY2%2CB08H1LB5H9%2CB004CYNYNK&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em> Histories and Fallacies</em></a> ist mir klar geworden, dass viele Methoden auch auf die Deutung der Geschichtsschreibung übertragen werden können.</p>
<p><strong>Biblische Theologie</strong></p>
<p>Ich würde erst mit einem umfassenderen Werk anfangen, z.B. <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=219XFJGVSE9E0&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1635410790&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=the+king+in+his+beauty%2Caudible%2C90&amp;sr=1-1&amp;sres=0801039398%2C1601781253%2CB005CI0V7M%2CB00IU2XDA4%2CB07GFJN6T1%2CB003AMWQ34%2CB073W4GFH9%2CB08FFRMH3M%2CB09FFLNVRD%2CB00876YTYM%2CB08D89J7C9%2CB01KYN6HKE%2CB07KPTBSM4%2CB08DKLGCK3%2CB086PTDP1D%2CB07YX1S553"><em>The King in His Beauty</em></a> von Thomas Schreiner (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=eih7B7V5yww&amp;list=PL4sbg6ng23C4vwh8EZBXbJQI5hsaahhPv">Hier geht es zur 31-Teiligen Vorlesung vom Autor selbst</a>), aber man könnte zu <a href="https://www.amazon.de/Biblical-Theology-3-Volumes-Set/dp/1941337872">Jeffrey Niehaus&#8216; <em>Biblical Theology</em></a> greifen, auch hier findet sich eine <a href="https://biblicalelearning.org/biblical-theology-dr-jeffrey-niehaus/">Vorlesung </a>im Web.  Etwas einfacher ist z.B. <em><a href="https://www.nimm-lies.de/a-house-for-my-name/14309">A House for My name</a> </em>von Peter Leithart. Damit dürfte man gerüstet sein auf das eher anspruchsvollere (aber grundlegendere) Werk vo Geerhardus Vos: <a href="https://www.amazon.de/Biblical-Theology-Geerhardus-Vos/dp/B095NTBKMM/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=I1F6KIGVZSGE&amp;dchild=1&amp;keywords=vos+biblical+theology&amp;qid=1635410865&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=vos+biblical+theology%2Caudible%2C87&amp;sr=1-1&amp;sres=B095NTBKMM%2CB0865TV7TT%2C0267659261%2C1592442919%2CB098PNKQH3%2CB08MSV1SWY%2CB08MSSD9YX%2C3337717705%2C0802812090%2C1549953842%2CB00YPOBZXI%2CB09K6W638Y%2CB07VLB71CF%2C0875521819%2CB09K7Q3DQC%2C0998748722&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Biblical Theology</em>.</a> Man könnte aber auch eher eine Theologie eines der Testamente betrachten, ich fand <a href="https://www.nimm-lies.de/tipp-helmuth-egelkraut-das-alte-testament/12770">Egelkrauts</a> <a href="https://www.cbuch.de/egelkraut-hrsg-das-alte-testament.html"><em>Theologie des Alten Testament</em>s</a> dabei sehr hilfreich. In besonderer Weise erschüttert hat mich <a href="https://www.amazon.de/Theology-Testament-George-Eldon-Ladd/dp/0802806805/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=A30NZE6XS0DH&amp;dchild=1&amp;keywords=ladd+theology+of+the+new+testament&amp;qid=1635410919&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=ladd+theology+of+the+new+testament%2Caudible%2C90&amp;sr=1-1&amp;sres=0802806805%2C0718828992%2C080283504X%2C3140223145%2CB00267T4CU%2CB08QHNM5RX%2CB07VMHH4W8%2C8854516023%2CB07VLB71CF%2C3742315439%2CB000NDDPA6%2CB076611KCY%2C3933257409%2CB08PFH3PPP%2CB012NOGGHQ%2CB0110T32ZO&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>A Theology of the New Testament</em></a> von G.E. Ladd. Mein Lieblingswerk eines arminianischen Dispensationalisten überhaupt (<a href="https://www.desiringgod.org/interviews/how-to-live-wisely-in-the-end-times">Lest hier den Artikel von Piper über Ladd</a>). Das Buch hat mir geholfen das Neue Testament in seiner Ganzheit zu lesen, ein echter Augenöffner für viele Fragen!</p>
<p>Von dieser Basis ausgehend kann man sich weiter spezifizieren, z.B. <a href="https://www.amazon.de/Paradise-Promised-Land-Introduction-Pentateuch/dp/0801039983/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=desmond+alexander&amp;qid=1632909809&amp;qsid=257-2536391-4228942&amp;sr=8-2&amp;sres=0801039983%2C0825420156%2CB088WH2J2P%2C0801092140%2C1842272721%2CB009TPSOFU%2C1844742857%2C0830825029%2CB08VF652P5%2CB09B2NSWHM%2CB08VF5B41F%2CB00HTK1TSG%2C194269797X%2C1433555743%2C1683594304%2C1433572052"><em>From Paradise to the promised Land</em> von T.Desmond Alexander</a>, eine Theologie der Fünf Bücher Mose oder aber man greift zu den gegenwärtig 56 Bänden der Reihe <em>New Studies in Biblical Theology</em>. <a href="https://www.ivpress.com/new-studies-in-biblical-theology">Ich versuche pro Jahr drei bis vier Bände dieser Reihe zu lesen</a> und sie haben mich in meinem Verständnis der Bibel sehr bereichert.</p>
<p>Das Thema wird durch die Nutzung geeigneter Nachschlagewerke erweitert, z.B. das <em><a href="https://www.nimm-lies.de/lexikas/14183">New Dictionary of Biblical Theology.</a></em></p>
<p>An dieser Stelle muss ich mich wohl entschuldigen, nur englische Bücher aufzulisten. Aber vielleicht wäre <a href="https://www.cbuch.de/spieker-jesus-eine-weltgeschichte.html"><em>Jesus. Eine Weltgeschicht</em>e</a> von M. Spieker ein passendes deutschsprachiges Werk für diese Rubrik.</p>
<p><strong>Glaubenslehre</strong></p>
<p>Ich finde es schwieriger in diesen Bereich einen Zugang zu bekommen als in die Biblische Theologie. Meine erste Dogmatik, die ich je gelesen habe, war die <em><a href="https://www.amazon.de/Biblische-Dogmatik-systematische-Theologisches-Studienmaterial/dp/3862690660/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1V0FSP5B30I3A&amp;dchild=1&amp;keywords=wayne+grudem&amp;qid=1635410966&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=wayne+grudem%2Caps%2C1068&amp;sr=8-1&amp;sres=3862690660%2CB086LK95ZS%2C1433577038%2C1433549654%2CB086LLLVF2%2C1789742617%2C1581345178%2C1581342438%2CB08CS2NYRN%2C1844744868%2C0310286700%2C3935188676%2CB00NTQ3ITW%2C1433569906%2CB00NTQCMXU%2C148268442X&amp;srpt=ABIS_BOOK">Biblische Dogmatik</a></em> von Grudem, ich würde aber lieber Berkhofs <em>Systematic Theology</em> bevorzugen, nicht aber seine gekürzte Variante davon. Ich habe sehr von Eduard Böhls <a href="https://www.cbuch.de/boehl-dogmatik.html"><em>Dogmatik</em></a> profitiert. Sowohl <em>Böhl </em>wie <em>Berkhof</em> finden sich kostenfrei im Web. Mit beiden ist man dann für das eher anspruchsvollere Werk von Bavinck <em>Reformed Dogmatics</em> gewappnet, die wohl demnächst auch auf Deutsch erscheinen soll.  Insgesamt fehlt mir hier wirklich etwas Aktuelleres und doch zugängliches, das sich nicht in endlosen akademischen Fragen verliert oder allzu sehr im amerikanischen Evangelikalismus verläuft. Mir scheint aber <a href="https://www.amazon.com/Basics-Faith-Evangelical-Introduction-Christianity/dp/1683593383#:~:text=pillars%20of%20evangelicalism.-,Basics%20of%20the%20Faith%20is%20an%20overview%20of%20essential%20Christian,Hughes%20on%20inspiration%2C%20Anthony%20A."><em>Basics of the Faith</em> von Henry/Vanhoozer</a> ein guter Startpunkt zu sein. Eine andere Strategie besteht im Studieren klassischer Bekenntnisse, häufig tragende Säule vieler Dogmatiken.</p>
<p>Hat man sich dann durch ein zusammenfassendes Gesamtwerk durchgekämpft steht die Tür offen für Bücher über dogmatische Themen, z.B. die Werke, die in der Reihe <em><a href="https://www.ivpress.com/contours-of-christian-theology-set">Contours of Christian Theology</a></em> erscheinen. Es lässt sich nicht leugnen, das systematische Themen vernachlässigt werden, oder wann habt ihr es erlebt, dass die Dreieinigkeit aktiv in der Predigt eingebunden war, mit Ausnahme von Themenabenden zur Dreieinigkeit? Deswegen sind weniger steife Bücher mit systematischem Schwerpunkt oftmals sehr bereichernd, ich denke da an <a href="https://www.amazon.de/ESSENTIAL-TRINITY-Brandon-D-Crowe/dp/1629952982"><em>Essential Trinity</em> von Trueman/Crowe</a> oder an <a href="https://www.nimm-lies.de/the-whole-christ-von-sinclair-ferguson/14429"><em>The Whole Christ</em> von Ferguson.</a></p>
<h3><strong>Sechs Ketten des christlichen Erbes</strong></h3>
<p><strong>Kirchenväter</strong></p>
<p><a href="https://bkv.unifr.ch/de/works">Die Bibliothek der Kirchenväter ist ein Schatz.</a> Eine Masse an Kirchenvätern frei zugänglich für jedermann. In den meisten Fällen sind die Kirchenväter viel leichter zugänglich als man erwarten würde, in besonderer Weise schätze ich die rhetorischen Qualitäten von <em>Tertullian</em>. Möchte man etwas von der ganz frühen kirchlichen Zeit lesen, dann sind sicher die Korintherbriefe von <em>Klemenz</em> spannend. Ich habe nicht viel von Athanasius gelesen, fand ihn aber sehr leicht zugänglich. Überhaupt hat man immer das Gefühl, als hätte man es mit russlanddeutschen Christen zu tun, wenn man Kirchenväter liest: Eine klare Ausrichtung auf Andacht, dabei aber eher Abstriche bei der Gründlichkeit der Bibelauslegung. Aus diesem Grund fand ich die Predigten der Kirchenväter meist langweilig, das gilt aber nicht für ihre apologetischen Schriften und das auch nicht für die Predigten von <em>Augustinus</em>, wobei ich auch bei Ihm eher zu den &#8222;bekannteren Werken&#8220; greifen würde, wie den <em>Bekenntnissen</em> oder <em>Die Gabe des Ausharrens.</em></p>
<p><strong>Luther und die Reformatoren</strong></p>
<p>Wenn man nur einen Reformator lesen möchte, dann sollte man zu Luther greifen. Ich würde hier einige Einleitungen zu den Bibelbüchern lesen, einige Auslegungen seiner Psalmen, viele Briefe und schließlich &#8222;Von der Freiheit eines Christenmenschen&#8220;, &#8222;Von den guten Werken&#8220; aber auch die Thesen der Heidelberger Disputation. Ich glaube damit wäre Luthers Schwerpunkt auf Wort, Glaube, Heilsgewissheit und dem Konzept der Rechtfertigung gelegt. Ausgehend davon kann man zu den eher kontroverseren Schriften wie &#8222;Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche&#8220;, &#8222;Ob man weltlicher Obrigkeit Gehorsam schuldig sei&#8220; oder &#8222;De servo arbitrio&#8220; greifen, aber auch zu seinen eher problematischeren Werken, wie z.B. denen über die Juden oder die Wiedertäufer. Das hilft diese Generation nicht in übertriebener Weise zu verherrlichen! Überhaupt ist es meine Überzeugung, dass wir mehr von den Reformatoren lesen würden, wenn wir sie nicht derart überhöhen würden (zum Guten oder Schlechten).</p>
<p>Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren zunehmend von Luther dem Calvin zugewandt. Ich würde bei Calvin mit <a href="https://www.amazon.de/Leben-eines-Christen-Johannes-Calvin/dp/1717716512/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=28QWO5PYECH5S&amp;dchild=1&amp;keywords=calvin+vom+leben+eines+christen&amp;qid=1635411016&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=calvin+vom+leben+eines+christen%2Caps%2C119&amp;sr=8-2&amp;sres=1717716512%2C3964660345%2CB08GV912TY%2C3625180863%2C389736381X%2CB07CCFSCL7%2C3742312340%2C3625138948%2C3401602276%2C3453214951%2C3920476212%2C3795758858%2C3939916153%2CB01N5I39XB%2C3865436765%2CB01N0TJLOA&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Vom Leben eines Christen</em></a> anfangen, aber es führt irgendwann kein Weg an der <em><a href="https://www.cbuch.de/calvin-institutio-unterricht-in-der-christlichen-religion.html">Institutio</a> </em>vorbei. Sie ist leichter zugänglich als man denkt. Es ist überhaupt spannend Luthers Werke mit Calvins zu vergleichen. Bei Luther hat man eigentlich immer noch ganz klar den emotionalen Mann des Mittelalters, bei Calvin einen nüchternen Denker der Moderne. Mir gefallen beide Stile ganz gut, die Logik von Calvin ist aber doch weitreichender. Liest man dann noch Menno Simons hat man gleich drei protestantische Linien nebeneinander.</p>
<p>Viele der Werke finden sich auf der <a href="https://glaubensstimme.de/doku.php">glaubensstimme.de</a>.</p>
<h3><strong>Die bunte Welt der Puritaner</strong></h3>
<p>Dem 3L Verlag ist es in besonderer Weise zu verdanken, das Werke der <a href="https://www.nimm-lies.de/bibliografie-deutsche-bucher-von-puritanern/4001">Puritaner bereits seit Jahren neu aufgelegt werden.</a> Ich finde sie eigentlich alle hilfreich, nur sehr häufig leicht umfangreich und umständlich. Es kommt häufig vor, dass man beim Lesen den Drang verspürt, zu schlafen. Das dürfte aber nicht nur etwas über die puritanischen Schriftumfänge aussagen, sondern auch über meinen geistlichen Zustand. Die Puritaner zielen immer auf das Herz. Es gibt aber Puritaner, die wirklich überraschend erfrischend sind, ich denke da vor allem an Thomas Watson. Ich würde bei den Puritanern immer mit Watsons Werken anfangen. Anschließend greife man zu Matthew Henry und darf den Abstecher zur <a href="https://www.cbuch.de/john-bunyan-die-pilgerreise.html">Bunyans Pilgerreise</a> nicht auslassen, aber auch zu seinem &#8222;Heiligen Krieg“ (oder seiner <a href="https://www.cbuch.de/bunyan-ueberreiche-gnade-hardcover.html">Autobiographie</a>). Nicht alles von Bunyan erreicht ein hohes Niveau, aber es wäre z.B. auch sein von ihm selbst verfasstes (und leider nur wenig bekanntes) Glaubensbekenntnis zu nennen, dass ich als sehr gelungen empfinde. Irgendwann, und an dieser Phase befinde ich mich aktuell, wagt man sich dann auch an Charnock, Owen, Bosten und die vielen anderen.</p>
<p>In besonderer Weise sollten hier die Puritan Papers von Packer/Lloyd-Jones et Al erwähnt werden. Die Auswahl der Themen scheint mir bei diesem Werk viel besser gelungen zu sein als bei der <a href="https://www.cbuch.de/beeke-jones-systematische-theologie-der-puritaner.html"><em>Systematische Theologie der Puritaner</em></a> von J.Beeke. Beekes Buch arbeitete sich zu sehr mit &#8222;Ach, wären wir alle großartig, wenn wir so wären wie die Puritaner“ und auch aufgrund seiner Überzeugung, dass er in besonderer Weise in den Fußspuren der Puritaner wandelt, ab und verliert so ein eigentlich gut vorhandenes Potential. Packers Essay <a href="https://www.thegospelcoalition.org/themelios/article/why-we-need-the-puritans/"><em>Why we need the Puritans</em></a> dürfte ein guter Startpunkt für die bunte Welt der Puritaner sein. Zumindest auf Englisch findet man sehr viele Werke kostenfrei auf monergism.com</p>
<p><strong>Busch und die Perlenkette für schlechte Tage</strong></p>
<p>Ausgehend von Wilhelm Buschs <a href="https://www.amazon.de/Plaudereien-meinem-Studierzimmer-Wilhelm-Busch/dp/3761557043/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1UX3JIQQSPSTK&amp;dchild=1&amp;keywords=plaudereien+in+meinem+studierzimmer+buch&amp;qid=1635411051&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=plauderein+in+meinem+studierzimmer+busch%2Caps%2C100&amp;sr=8-1&amp;sres=3761557043%2CB01NBN9Z31%2CB08GV912TY%2C3903372099%2C3742315439%2C3625180863%2C3795701627%2C394673989X%2C3742316389%2C3473315788%2C3473315443%2CB07KLCY8NF%2C3789166456%2C398221730X%2C3473333026%2C3742312340&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Plaudereien in meinem Studierzimmer</em></a>, einem Werk in dem Busch über Autoren und Christen schreibt, die ihn prägten, hat man einen weiten Blick in die Schriften der Pietisten. Entsprechend kann ich die pietistische Prägung meines Glaubens nicht genug würdigen. Nach Buschs Plaudereien kann man eigentlich zu jedem Pietisten greifen. Ich greife sehr gerne zu den Predigten von Hofacker, der &#8222;Seelsorge&#8220; von Blumhardt oder den Werken von Humburg.</p>
<p>Meine persönliche Beobachtung an mir selbst ist, dass wenn mir mal &#8222;wieder alles zu viel wird&#8220; und des Büchermachens kein Ende ist und alles nur furchtbar verwirrend wirkt, ich wie automatisch zu den Werken der Pietisten greife und sehr schnell wieder still werde.</p>
<p><strong>Bibellesen mit der Kirchengeschichte</strong></p>
<p>Ein beachtlicher Teil meiner Empfehlungen des <a href="https://www.nimm-lies.de/meine-personliche-top-ten-auswahl-christlicher-werke/5055">ursprünglichen Artikels </a>fällt in diese Kategorie und ich halte weiterhin diese Bücher in allen Ehren: Ob <em>Tozer</em>, <em>Nee</em>, <em>Hallesby</em>, <em>Lewis</em> oder auch Gitt und Spurgeon: Ich mag die Bücher dieser Autoren weiterhin sehr gerne, weil es einem Freude bereitet zu sehen, wie jemand mit einer ganz anderen Prägung und aus einem ganz anderen Kulturkreis die Bibel verstand. Neuerdings habe ich erneut die Gründungsväter der russichen Evangeliums-Christen entdeckt und muss jedem z.B. <em><a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C%D0%B0%D1%80%D1%86%D0%B8%D0%BD%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%92%D0%BB%D0%B0%D0%B4%D0%B8%D0%BC%D0%B8%D1%80_%D0%A4%D0%B8%D0%BB%D0%B8%D0%BC%D0%BE%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87">Marzinkowskij </a> </em>und <a href="https://www.worldcat.org/title/in-the-cauldron-of-russia-1869-1933-autobiography-of-is-prokhanoff-the-life-of-an-optimist-in-the-land-of-pessimism-together-with-an-interesting-history-of-the-russian-evangelical-christian-union/oclc/1117143"><em>Prokhanov (in the Cauldron of Russia, Autobiographie) </em></a> weiterempfehlen. Ich schätze diese Literatur weiterhin. So erfahre ich wie ein Skandinavier oder ein Amerikaner oder ein Chinese ihre Bibel gelesen haben und was sie dabei auf sich nahmen. Nicht alles ist so ohne weiteres übertragbar und ich würde auch beachtliche Teile nicht auf diese Weise ausdrücken, aber doch bleibt die mystische Gemeinschaft unter Brüdern, die hier aus jeder Zeile strömt.</p>
<p><strong>Seelsorgerliche Literatur</strong></p>
<p>Diese Kette ist leichter zu knüpfen als man denken könnte: Man nimmt ein Werk aus dem bereits großen Pool an <a href="https://www.3lverlag.de/131-seelsorge-und-lebenshilfe">&#8222;Seelsorge-Büchern&#8220; des 3L-Verlags</a> und arbeitet sich so Stück für Stück durch. Ich lese etwa ein Buch pro Jahr aus diesem Bereich. Anfangen würde ich tatsächlich aber entweder mit Jay Adams <a href="https://amzn.to/3Bo7fHQ"><em>Handbuch der Seelsorge</em></a> oder mit Heath Lamberts <a href="https://www.amazon.de/-/en/Heath-Lambert/dp/0310518164/ref=sr_1_2?dchild=1&amp;keywords=heath+lambert&amp;qid=1635317660&amp;qsid=257-2536391-4228942&amp;s=books&amp;sr=1-2&amp;sres=3866992599%2C0310518164%2CB01N3SJ3UJ%2C1537391348%2C2362493164%2C1596381396%2CB08ZJJYLKM%2CB00KBA8L9Q%2C1433528134%2CB08P6BWZKG%2C1499149468%2CB017MYG08M%2CB010IKXZQW%2CB084P5ZXVB%2C185051402X%2C0706438418"><em>A Theology of Biblcal Counseling.</em></a></p>
<p><strong> Drei Ketten klassischer Literatur</strong></p>
<p>Mit der zeitgenössischen Literatur tue ich mich schwer, Klassiker habe ich meist im Unterricht der Oberstufe oder in langweiligen Vorlesungen gelesen, das ist mir sitzengeblieben:</p>
<ul>
<li>Dass ich als Teenager irgendwann zur russischen Klassik griff, lag vor allem einfach daran, dass ich ein Russe (zumindest zur Hälfte) bin. Aber sie fesselte mich schnell. Sie (ich meine vor allem Literatur der Romantik und des Realismus) ist dramatischer als die britische, düsterer als die amerikanische und lebensnaher als die Deutsche. Zu Beginn würde ich zu Erzählungen von <em>Turgenew</em> (z.B. Asja, Mumu), <em>Tschechow (</em>produzierte massenweise kürzere Werke, weil er für längere nie die Zeit fand, nebst großer Familie und seiner Arbeit als Arzt) oder zu Novellen von <em>Leskow</em> (z.B. Die Lady Macbeth von Mzensk, Der Gaukler Pamphalon) greifen.  Anschließend dürfte man sich an die längeren Werke wagen. Natürlich führt kein Weg an <em>Dostojewski</em> und <em>Tolstoi</em> vorbei, aber ein Werk gab mir besonders zu denken: Fürst Serbreny von <em>A.K.Tolstoi</em> (nicht Lev Tolstoi). Das Buch beschreibt zwei Reaktionen auf einen Tyrannen: Einerseits den Ansatz der Rebellion der schließlich versandet und ins Exil führt, andrerseits den Ansatz, sich soweit es geht anzupassen, mit der Folge, dass man selbst mehr vom Tyrannen übernimmt, als einem recht wäre. Ein sehr ergreifendes und historisch genaues Werk über die Zeit von Zar Iwan dem Schrecklichen. &#8211; Hat man sich mit den Vertretern des russischen Realismus vertraut gemacht, muss man unbedingt noch weiter zurück, vor allem zu Gogol und Pushkin aber auch nach vorne in die Sowjetzeit. Ziemlich verrückt und extrem antisowjetisch ist dann <em>Der Meister und Margarita</em>. Ziemlich lustig und extrem prosowjetisch wären die Doppelautoren <em>Ilf</em> und <em>Petrow</em> zu nennen (Die zwölf Stühle, Das goldene Kalb).</li>
<li>Begeben wir uns auf heimischen Boden zurück. Irgendwie griffen bei mir vor allem die Autoren, die zwar deutschsprachig schrieben, aber aus anderen Ländern stammten, z.B. <em>Gottfried Keller</em> (Die Leute von Seldwyla, Sammlung von Erzählungen, ziemlich interessant ist &#8222;Der Schmied seines Glückes&#8220;), <a href="https://www.nimm-lies.de/was-in-meinem-haus-klassisches-latein-ist-bestimme-ich/13588"><em>Friedrich Dürrenmat</em>t</a> (Klicken um zum gesonderten Artikel zu gelangen) aber auch S<em>tefan Zweig.</em> Überhaupt fing bei mir die Literatur der &#8222;neueren Klassik“ aus Deutschland besser zu gefallen, z.B. <em>Thomas Mann</em> (Mario und der Zauberer könnte ein guter Anfang sein für das gigantische Werk von Mann, mein Favorit ist aber Der Zauberberg). Kurt <em>Tucholsky</em> sackte bei mir gut, nicht aber sein einziger Roman. Von den klassischen Werken habe ich <em>Der Schimmelreiter (Theodor Storm)</em> bereits drei Mal gelesen: Ein brillanter Einzelgänger, der sich um eine einsame Frau und sein behindertes Kind kümmert, scheitert an der blanken Ablehnung der Gesellschaft. Also eine richtige Kette, an der ich mich entlanghangeln könnte, entstand hier aber bisher nicht. Aktuell bin ich übrigens mal wieder an einem Schweizer hängengeblieben und lese derzeit Werke von <em>Jeremias Gotthelf.</em></li>
<li>Wenn wir Amerikanisch/Britisch werden sollten: Ich liebe &#8222;Den Flaschenteufel&#8220; (auch als Flaschenkobold bekannt) von <em>Robert Louis Stevenson</em>. Viele schwärmen von anderen Werken des Autors, die mir aber dann weniger zugesagt haben. Wenn wir schon im britischen Naturalismus bleiben, dann bin ich absoluter Fan von <em>Oscar Wilde.</em> Ich glaube, ich habe von ihm nahezu alles gelesen, aber in besonderer Weise ist natürlich &#8222;Das Bildnis des Dorian Gray&#8220;, &#8222;The Importance of Being Earnest&#8220; und seine leider viel zu wenig beachteten Märchen zu erwähnen. Immer wieder greife ich auch zu den bizarren Erzählungen von <em>Poe</em> zurück, wobei man natürlich seinen mystischen Stil mögen muss.</li>
</ul>
<p>Es gibt dabei einen Bruch, die Sexualisierung der Literatur, der seit etwa den 60ern viele Werke unleserlich macht. Ich denke hier an die schulische Zwangslektüre von <em>Homo Faber </em>oder <em>Der Vorleser</em>. Dabei darf man aber nicht in die andere Falle verfallen und z.B. durch Pauschalurteile Lektüre der Klassik komplett meiden. Obwohl Hermann Hesse sicherlich kein Christ ist, finde ich sein <em>Unterm Rad </em>in mehrfacher Hinsicht als sehr gelungenes Werk, gerade auch aufgrund der feinen Kritik, die er hier am Evangelikalismus übt.</p>
<p><strong>Perlenketten, die keines Einsatzes wert sind</strong></p>
<p>Es gibt Werke oder ganze Werkreihen, die ich persönlich vollständig meide. Darunter gehören:</p>
<ul>
<li>Polemisch apologetische Werke. Was ich damit meine, sind Bücher wie (fiktive und doch reale Titel) <em>&#8222;Warum Rockmusik aus der Hölle kommt&#8220;</em>, <em>&#8222;Der ultimative Beweis, dass alle Calvinisten hochmütig sind&#8220;</em>, <em>&#8222;Warum Arminianer an einen anderen Gott glauben&#8220;</em> oder <em>&#8222;10 Gründe, warum Johannes Hartl der schlimmste Irrlehrer seit Grundlegung der Welt ist&#8220;</em>. Ich habe nie den Mehrwert solcher Bücher verstanden, obwohl ich mir selbst eingestehen muss, mich in der Kritik russlanddeutscher Frömmigkeit der Methoden bedient zu haben, die ich hier so entschieden ablehne!  Falls ich jemals Zweifel am Wert solcher Werte besaß, wurde dieser durch das Erbe einer Bibliothek mit einem beachtlichen Bestandteil solcher Werke aus den 70ern und 80ern Jahren genährt. Ich kann euch sagen, kein einziges Buch davon hat heute noch irgendeinen bleibenden Wert! &#8211; Hier darf man innehalten: Vieles davon wird auch wirklich wenig gelesen, aber massiger Weise auf YouTube gehört! Kaufe die Zeit aus, mein Bruder!</li>
<li>Bücher, Vorträge die Randthemen zum Zentrum des christlichen Glaubens erklären. Ich begnüge mich hier auch mit fiktiven Titeln, aber z.B. sowas wie <em>&#8222;Warum nur Frauen mit Kopfbedeckung den ganzen Ratschluss Gottes erfüllen&#8220;,</em> <em>&#8222;Die sekündliche Uhr der Endzeit schlägt gerade heute im <span style="text-decoration: line-through;">In der Sowjetunion</span>, <span style="text-decoration: line-through;">im Irakkrieg, in der Flüchtlingskrise</span>, in der Corona-Krise..&#8220;</em>, &#8222;<em>Wie das Schnabeltier vom Ararat nach Tasmanien kam&#8230; &#8211; 10 Wissenschaftler entdecken die ganze Wahrheit&#8220;</em>, <em>&#8222;Warum du niemals eine andere Übersetzung lesen darfst!&#8220;</em>, <em>&#8222;Wenn du dieses Lied eines möglichen Charismatikers singst, bist du bei der Entrückung vielleicht nicht dabei&#8220;.</em> Ich glaube wir kennen solche Werke zu genüge und es ist gegen die Lehre Christi, das Wichtige aufgrund von Randthemen zu vernachlässigen.</li>
<li>Schließlich bin ich auch immer noch skeptisch bei Ratgebern, die Weisheit durch Regeln ausheben. Ich glaube, dass es in einer Menge von Fragen auf die Weisheit ankommt. Ich würde in diesen Fällen das Lesen des Buches <em>Sprüche </em>immer detaillierten Ratgebern wie <em>&#8222;Deine Kinder müssen immer vor 7 Uhr im Bett sein, wenn du willst, dass sie erfolgreich, gesund, klug, christlich und gesegnet sind&#8230;&#8220;.,</em> vorziehen.</li>
</ul>
<p>Zum Schluss: Bleib offen für Empfehlungen deiner Brüder und Schwestern und auch für die Führung Gottes.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zwoelf-perlenketten-meiner-lektuere/14543">Zwölf Perlenketten meiner Lektüre</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ist der Glaube ein Geschenk von Gott?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2021 15:19:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Arminianismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist immer wieder bereichernd, manchmal aber auch ernüchternd konfessionelle Schriften zu studieren. So bin ich erst jetzt dazu gekommen, die fünf Punkte der Remonstranten von 1610 zu lesen und habe doch etwas unerwartet Überraschendes entdeckt. Ich übersetzte aus der lateinischen und holländischen Version, die&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ist-der-glaube-ein-geschenk-von-gott/14241">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ist-der-glaube-ein-geschenk-von-gott/14241">Ist der Glaube ein Geschenk von Gott?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fd/Allegory_of_theological_dispute-Abraham_van_der_Eyk-MBA_Lyon_H1151-IMG_0428.jpg/1280px-Allegory_of_theological_dispute-Abraham_van_der_Eyk-MBA_Lyon_H1151-IMG_0428.jpg" /></p>
<p>Es ist immer wieder bereichernd, manchmal aber auch ernüchternd konfessionelle Schriften zu studieren. So bin ich erst jetzt dazu gekommen, die fünf Punkte der Remonstranten von 1610 zu lesen und habe doch etwas unerwartet Überraschendes entdeckt. Ich übersetzte aus der lateinischen und holländischen Version, die ich von P. Schaff besitze:</p>
<p><em>Dass der Mensche den selig machenden Glauben nicht aus sich selber besitzt, noch aus Kraft seines freien Willens, da er im Zustand der Auflehnung und der Sünde nichts Gutes (was ja insbesondere der seligmachende Glaube ist) aus sich heraus denken, wollen oder tun kann. Es ist aber notwendig, dass er von Gott, in Christus durch seinen Heiligen Geist wiedergeboren und in der Wiedergeburt, in Vernunft, den Affekten, des Willen und allen Kräften neu belebt wird, damit er nach dem Wort Christi richtig verstehen, denken, wollen und das wahre Gute vollbringen kann. Wie auch Joh. 13,5 sagt: &#8222;Ohne mich könnt ihr nichts tun!&#8220;</em></p>
<p>Bei der Recherche ist mir aufgefallen, <a href="https://remonstrancepodcast.com/five-articles/">dass die englische Übersetzung von Schaff</a>, die auch im Weg Grundlage für zahlreiche veröffentlichte Versionen ist, das holländische &#8222;´t salichmaeckende Gheloove&#8220; (bzw. in der lateinischen Fassung dieser fünf Punkte mit &#8222;salvificam fidem&#8220;) interessanterweise mit <em>&#8222;saving grace&#8220;</em> wiedergibt. Dadurch geht m.E. der doch wichtige Punkt verloren, dass die Remonstranten an dieser Stelle wirklich vom Glauben als Geschenk sprachen. Lateinisch, was auch so weit ich das verstehe die Veröffentlichungssprache war, ist die Sache eindeutig ausgedrückt: <em><strong>&#8222;Homo salvificam fidem non habet a se&#8220; &#8211; </strong></em>Der Mensch hat den rettenden Glauben nicht aus sich selbst.</p>
<p>Noch spannender aber: Sie sprechen davon, dass der Glaube auf die Wiedergeburt folgt.</p>
<p>Das bringt mich zu dieser Überlegung: Was meint man eigentlich damit, wenn man meint, dass man &#8222;sich nicht festlegen möchte&#8220; und weder &#8222;Calvinist noch Arminianer&#8220; sei, sondern irgendwo in der Mitte stehe, da man &#8222;beiden Seiten der Medaille&#8220; recht geben möchte. Diese möchte ich dann bitten mir zu sagen, warum selbst die &#8222;arminianische&#8220; Position für sie zu deterministisch ist?  (z.B. hier auf<a href="https://www.apologia.info/geht-die-wiedergeburt-dem-glauben-voraus/"> apologia.net</a>). Natürlich ist obiger Punkt auch im geschichtlichen Kontext zu sehen, z.B. darin, dass die ganze Debatte um die &#8222;Fünf Punkte&#8220; eigentlich nur in einem reformierten Kontext stattfinden kann, und der Arminianismus nur in einem solchen Kontext entsteht. Oder auch darin, dass die lutherische Betonung der Gnadenlehre aufgrund der völligen Verderbtheit hier entsprechend eine Anschlußpunkt sah.</p>
<p>Was mir aber aufs neue aufging, wie furchtbar rational wir von der freien Selbstbestimmung des Menschen ausgehen. Der Mensch ist Herr über sein Schicksal und selbst die Himmel sollen sich ihm fügen. Glaube ein Geschenk? Wiedergeburt als Grundlage für irgend etwas Gutes? Im Bekenntnis meiner Gemeinde klingt es anders. Hier ist die Rede davon, dass Gott uns die Wiedergeburt schenkt, wenn wir uns zu ihm bekehren. Ein Denken, dass im Evangelikalismus weit verbreitet sein dürfte.  Ob wir dann noch Arminianer und nicht vielmehr längst Pelagianer ist dann  ja die eigentliche Frage.</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>&#8222;Homo salvificam fidem non habet a se&#8220; </strong></em></p>
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		<title>Der scharlachrote Buchstabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2019 15:02:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[der scharlachrote Buchstabe]]></category>
		<category><![CDATA[Nathaniel Hawthorne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Zeit der Gründerväter wird die Ehebrecherin Hester Prynne dazu verurteilt inmitten von Puritanern sich ein rotes A (wahrscheinlich für Adultery o.Ä = Ehebruch ) auf die Brust zu nähen. Bei der Verurteilung murmeln einige ältere Damen auch was von Todesstrafe, während der bleiche&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/der-scharlachrote-buchstabe/13524">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b9/Matteson_Scarlet_Letter.jpg" width="233" height="274" />In der Zeit der Gründerväter wird die Ehebrecherin Hester Prynne dazu verurteilt inmitten von Puritanern sich ein rotes A (wahrscheinlich für Adultery o.Ä = Ehebruch ) auf die Brust zu nähen. Bei der Verurteilung murmeln einige ältere Damen auch was von Todesstrafe, während der bleiche Pfarrer Arthur Dimmesdale den Verhör leitet. Hester verweigert es, den Namen des beteiligten Parts zu nennen, doch dem Leser wird schon bald klar, dass es niemand anderes ist, als der Pfarrer selbst, der hier eine Schuld verschweigt. Auch eine klarere Predigt über seine Sünde als eine Art anonyme Beichte führt zu keiner Gewissenserleichterung. Bald kehrt der bis dahin als verschollen gegoltene Ehemann Hester Prynnes, ein Arzt zurück und erkennt schon bald im Pfarrer den Ehebrecher. Das nützt er genüsslich aus, um mit vielen Tricks den Pfarrer in den nahen Wahnsinn zu treiben. Schließlich aber in der größten Seelennot ringt sich Dimmesdale zu einem öffentlichen Bekenntnis durch und bekennt seine Schuld, worauf er endlich in Ruhe sterben kann. Roger Chillingworth, der Ehemann Hesters hat nun keinen Lebenszweck mehr und stirbt nach einem Jahr.</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/419O9U5d6NL._SX331_BO1,204,203,200_.jpg" width="236" height="354" />Diese Erzählung von Nathaniel Hawthorne hat mich schon immer fasziniert! Nun bin ich aber zudem auf ein Werk von Leland Ryken gestoßen, mit welchem er Klassiker nach Pfarrern und Pastoren durchsucht und analysiert, natürlich ging er nicht an diesem Meisterwerk Hawthornes vorbei. Er weißt darauf hin, dass der Autor zwei Weltbilder aufeinander prallen lässt, die romantische und die christliche! Zunächst profitiert Hester Prynne deutlich in ihrer Gunst, doch das Finale zeigt, dass es besser ist, Sünde aufzudecken und zu bekennen. Hätte ich doch diese Hinweise Rykens bereits beim Lesen des Buches gehabt.</p>
<p><em>(Sätze in Fett auch auf deutsch)</em></p>
<h3>Sünde aufdecken oder zudecken?</h3>
<p>&#8222;The initial sins of adultery and cover-up are what set the entire steamroller of evil into motion. In keeping with Hawthorne’s strategy of setting the romantic and Christian worldviews in competition, throughout the first half of the story Hester is a sympathetic foil (contrast) to the minister’s weakness. As bad as the sins of sexual indulgence, moral cowardice, and abandonment of a persecuted woman are, as the story unfolds, hypocrisy emerges as Rev. Dimmesdale’s most intensely felt sin. As the preacher makes veiled hints of his sexual sin in his sermons, his parishioners idealize him even more for what seems to be extreme piety. In a summary statement, we read, “It is inconceivable, the agony with which this public veneration tortured him” (chap. 6). <strong>The contrast between Hester and Dimmesdale is primarily the contrast between confessed sin and concealed sin, and the mainspring of the book is the fact and effects of hidden sin in a minister who appears to be an exemplary Christian.&#8220;</strong></p>
<p><em>Der Unterschied zwischen Hester und Dimmesdale ist vor allem der Unterschied zwischen bekannter und verborgener Sünde, und der Antrieb des Buches ist die Tatsache und die Wirkung der verborgenen Sünde in einem Minister, der als vorbildlicher Christ erscheint.</em></p>
<h3>Sünde wirkt süß, ist aber tödlich</h3>
<p>&#8222;The subtle evil influence in the minister’s life is Hester. In the middle of the book, when Hester and Dimmesdale meet in the forest, Hester proposes that she and Dimmesdale run away from the village that torments them. This is the enthronement of romantic impulse, choosing escape from society rather than confession of sin to God. For all her affectionate loyalty to Dimmesdale, Hester’s proposal represents a temptation to abandon moral duty and God. <strong>The narrator editorializes this angle when he asserts, “Tempted by a dream of happiness,” Dimmesdale “had yielded himself with deliberate choice . . . to what he knew was deadly sin. And the infectious poison of that sin had been thus rapidly diffused throughout his moral system” (chap. 20)</strong>. On the verge of receiving God’s forgiveness, Dimmesdale asks Hester, “Is not this better than what we dreamed of in the forest?” (chap. 23). And Hester, romantic spokesperson to the last, replies, “I know not.”&#8220;</p>
<p><em>Der Erzähler editiert diesen Blickwinkel, als er deutlich macht, &#8222;Dimmesdale ist von einem Traum des Glücks in Versuchung geführt&#8220; und habe sich mit einer bewussten Entscheidung  für das entschieden. . . von dem er wusste, dass es todbringende Sünde ist. Und das ansteckende Gift dieser Sünde hatte sich so schnell in seinem gesamten moralischen System verbreitet.</em></p>
<h3>Satan verführt um zu verklagen</h3>
<p>&#8222;Roger Chillingworth, Hester’s husband who lives with Dimmesdale and ostensibly serves as his doctor, rather quickly comes to the conclusion that Dimmesdale was the sexual partner of his wife. Thereupon Chillingworth systematically fans the flames of Dimmesdale’s guilty conscience. In the climactic confession scene, as Dimmesdale receives God’s forgiveness, <strong>Chillingworth repeatedly mutters, “Thou hast escaped me.” In the last chapter of the book, we learn that once Chillingworth’s opportunity for revenge was taken from him, he died within a year, deprived of his reason for living.&#8220;</strong></p>
<p><em>Chillingworth murmelt ständig: &#8222;Du bist mir entkommen.&#8220; Im letzten Kapitel des Buches erfahren wir, dass Chillingworth, nachdem ihm die Gelegenheit zur Rache genommen worden war, seines Lebensgrundes beraubt, nach einem Jahr verstarb.</em></p>
<p>Übrigens: der von Hawthorne beschriebene Brauch mit dem scharlachroten Buchstaben hat keine historische Grundlage. Oberflächlich betrachtet wirkt, das Werk wie eine Abrechnung mit dem Puritanismus, Ryken deckt die tiefere Botschaft auf. Ob das auch den heutigen modernen Lesern gelingt?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-scharlachrote-buchstabe/13524">Der scharlachrote Buchstabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Buchrezension: Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2014 07:27:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[echte Bekehrung]]></category>
		<category><![CDATA[Jonathan Edwards]]></category>
		<category><![CDATA[religiöse Gefügle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser Klassiker wurde vor fast 270 Jahren von einem Mann geschrieben, der bis heute in Amerika als einer der größten Philosophen und Theologen geachtet wird. Gleichzeitig ist er unter den Christen als Erweckungsprediger an der Seite von George Whitefield bekannt. Edwards hat die „Große Erweckung“&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/sind-religioese-gefuehle-zuverlaessige-anzeichen-fuer-wahren-glauben/8249">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/SRG.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-8250" alt="SRG" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/SRG.jpg" width="191" height="300" /></a>Dieser Klassiker wurde vor fast 270 Jahren von einem Mann geschrieben, der bis heute in Amerika als einer der größten Philosophen und Theologen geachtet wird. Gleichzeitig ist er unter den Christen als Erweckungsprediger an der Seite von George Whitefield bekannt.</p>
<p>Edwards hat die „Große Erweckung“ in Amerika miterlebt – mit all den positiven, aber auch den negativen Begleitumständen wie z.B. oberflächliche Begeisterung, Ekstase, körperlichen, seelischen und geistlichen Entgleisungen.</p>
<p>Seine Nüchternheit und seine scharfe, geistliche Beobachtungsgabe führten dazu, dass er dieses Buch schrieb, in dem er seine Eindrücke analysiert und mit der Bibel vergleicht, um den Erweckten damals wie heute eine Hilfe zu bieten, menschliche Begeisterung von geistlicher Frömmigkeit zu unterscheiden.</p>
<p>Dieses wichtige Werk, das – soweit wir wissen – nun zum ersten Mal in deutscher Sprache erschienen ist, zeigt, welche Emotionen und Verhaltensweisen bei „Erweckten“ nur fleischlich- religiös und damit ungeistlich sind – im Gegensatz zu den Emotionen und Früchten, die der Geist Gottes im Leben Wiedergeborener bewirkt.</p>
<p><span id="more-8249"></span>Dazu einige Zitate: „Wahre Religiösität besteht zu einem großen Teil aus heiligen Empfindungen.“ (S.41); „Wer nur lehrmäßige Kenntnis und theoretisches Wissen hat, ohne Empfindungen, hat sich niemals auf die Tugend des Glaubens eingelassen.“ (S. 47) „Ich appelliere […] nicht einfach Bekehrungsgeschichten zu glauben, sondern zu schauen, ob es bei solchen Bekehrungen klare Belege für den Geist Gottes gibt.“ (S. 94) „Es gibt viele Empfindungen, die durch keinerlei Erleuchtung des Verstandes entstehen. Und wenn diese geschieht, dann ist es ein sicherer Beleg, dass diese Empfindungen nicht geistlich sind, wie erhaben sie auch scheinen.“ (S. 148) „Je mehr heilige Kühnheit jemand besitzt, desto weniger Selbstvertrauen und desto mehr Bescheidenheit wird er haben.“ (S. 203) „Wenn zum Beispiel Gott und andere Dinge – seien es weltliche Interessen oder Vergnügen – in Konkurrenz zueinander stehen, dann wird das Verhalten eines Menschen an dem geprüft, was er tatsächlich vorzieht und sich daran hängt und was er verlässt.“ (S. 229)</p>
<p>Diese wenigen Zitate zeigen, wie der Leser zur einer ernsten und aufrichtigen Selbstprüfung geführt wird. Ein Buch, dessen Lektüre demütigt und gleichzeitig die Gnade Gottes und die Vortrefflichkeit Jesu Christi groß macht</p>
<p>Wolf­gang Bühne, <a href="http://www.fest-und-treu.de/index.php?start" target="_blank">www.fest-und-treu.de</a></p>
<p>Titel: Sind religiöse Gefühle zuverlässige Anzeichen für wahren Glauben?<br />
Unter­ti­tel: Puritaner &#8211; Band 13<br />
Autor: Jonathan Edwards<br />
Sei­ten: 264<br />
For­mat: 14 x 21 cm<br />
Ein­band: Hard­co­ver<br />
Jahr: 2012<br />
Ver­lag: 3L Verlag<br />
ISBN: 978-3-941988-73-6<br />
Preis: 10,50 EUR<br />
erhält­lich bei: <a href="http://www.3lverlag.de/sind-religiose-gefuhle-zuverlassige-anzeichen-fur-wahren-glauben.html" target="_blank">3L Verlag</a>, <a href="http://leseplatz.de/cgi-bin/navigation/rm/chooseDetailItem/itemID/8131/title/Sind_religioese_Gefuehle_zuverlaessige_Anzeichen_fuer_wahren_Glauben_(13)/" target="_blank">leseplatz.de</a></p>
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		<title>Überreiche Gnade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Nov 2013 16:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Autobiographie]]></category>
		<category><![CDATA[Bunyan]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade für den Sünder]]></category>
		<category><![CDATA[John Bunyan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Von allen Versuchungen, denen ich je in meinem Leben begegnet bin, ist der Zweifel hinsichtlich des Seins und Wesens Gottes und hinsichtlich der Wahrheit des Evangeliums die schlimmste und die am schwersten zu ertragende. Wenn diese Versuchung kommt, so nimmt sie mir den Gurt meiner&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ueberreiche-gnade/7547">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8222;Von allen Versuchungen, denen ich je in meinem Leben begegnet bin, ist der Zweifel hinsichtlich des Seins und Wesens Gottes und hinsichtlich der Wahrheit des Evangeliums die schlimmste und die am schwersten zu ertragende. Wenn diese Versuchung kommt, so nimmt sie mir den Gurt meiner Lenden, und zieht mir den Boden unter den Füßen fort. Oh ich habe oft gedacht: &#8222;So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit&#8220; und auch jenes andere: &#8222;Wenn die Grundfesten stürzen, was vermag der Gerechte?&#8220;<br />
Manchmal, wenn ich nach begangener Sünde von der Hand Gottes herbe Züchtigung erwartete, so war das Allernächste, das mir von ihm zuteil wurde, das Offenbarwerden seiner Gnade. Manchmal, wenn ich getröstet worden bin, habe ich mich einen Toren gescholten, dass mir in Schwierigkeiten bange geworden ist. Und dann wiederum dachte ich, wenn ich niedergeschlagen war, wie unweise es von mir sei, derart dem Troste auszuweichen. (&#8230;) Über eine bestimmte Sache habe ich mich recht gewundert. Auch wenn Gott meine Seele mit noch so gesegneter Offenbarung seiner selbst besucht, haben mich dennoch hinterher solche Stunden überfallen, die meinen Geist dermaßen in Dunkelheit tauchten, dass ich auch nicht einen einzigen Augenblick begreifen konnte, was denn jener Gott und jener Trost seien, mit denen ich erquickt worden war.&#8220;</p></blockquote>
<p>Dieses offene, herzliche und zeitgemäße Zeugnis ist bereits über 350 Jahre alt. Es stellt sich die Frage, wer der Mann war, der einem so aus dem Herzen sprechen kann, der so gut das formulieren kann, was einen Christen oftmals beschäftigt und niederdrückt. Tatsächlich wird man überrascht sein, einen einfachen Kesselflicker kennenzulernen, jedoch auch einen eifrigen, hingegeben und feurigen Christen, nämlich John Bunyan. Vielen ist sein Klassiker &#8222;<a href="https://www.nimm-lies.de/?s=John+Bunyan%3A+Die+Pilgerreise+%28neue+Ausgabe%29&amp;submit=Senden" target="_blank">die Pilgerreise</a>&#8220; bekannt. Für Charles H. Spurgeon wurde dieses Buch so wichtig, dass er dieses Buch als unsterbliche Allegorie bezeichnete und dazu <a href="http://www.cebooks.de/bilder-aus-der-pilgerreise-c-h-spurgeon.html" target="_blank">sogar eine Interpretation verfasste</a>.  Trotz der Bedeutung seiner Werke, dürfte der Autor jedoch der Neuzeit weniger bekannt sein.</p>
<p><span id="more-7547"></span> Im folgenden werde ich versuchen sein Leben mit Auszügen aus dieser Biographie zu schildern. Bunyan schrieb diese Biographie vor allem als Erbauungsschrift, für &#8222;diejenigen gewidmet, die Gott für würdig erachtet hat, um ihnen durch seinen Dienst am göttlichen Wort vom Glauben Zeugnis zu geben&#8220;. 1628 in Bristol geboren, darf er &#8222;trotz Niedrigkeit und geringer Achtbarkeit seiner Eltern&#8220; eine Schule besuchen, um Lesen und Schreiben zu lernen. Sonst äußert sich J. Bunyan wenig über seine Kindheit und Jugend, außer dass er sich als einen verdorbenen Menschen erkennt. &#8222;Ich war (&#8230;) keiner Regung mehr fähig. Himmel und Hölle waren mir aus Augen und Sinn gekommen.&#8220; Obwohl Bunyan also nichts von Gott hören will, geht Gott ihm nach und errettet ihn mehrmals vom Tode. &#8222;&#8230;als Soldat war ich mit anderen dazu bestimmt worden, zur Belagerung eines gewissen Platzes auszuziehen. Doch als ich gerade abmarschfertig war, wünschte ein anderer von der Kompanie meinen Posten einzunehmen (&#8230;) und als er (&#8230;) Wache stand, wurde er mit einer Musketenkugel durch den Kopf beschossen und starb.&#8220;</p>
<p>Bunyan führt lange ein wildes Leben, jedoch ändert sich mit seiner Heirat einiges. Seine Frau kommt aus einem christlichen Elternhaus und bringt einige geistliche Schriften mit in die Ehe. Dadurch fängt Bunyan an, sich langsam für das Christentum zu öffnen und beginnt damit die Versammlungen zu besuchen. Unter dem Wort der Predigt wird ihm sein sündiger Lebenswandel immer bewusster.  Besonders schlimm ist er getroffen, als er von einer Nachbarin als der &#8222;gottloseste Bursche, von dem sie je in ihrem Leben gehört hatte&#8220; bezeichnet wurde, der wohl &#8222;imstande sei, alle jungen Leute einer ganzen Stadt zu verderben&#8220;. Dies trifft ihn hart, und Zweifel kommen über ihn, ob denn für ihn überhaupt Gnade vorhanden ist. Trotz der Zweifel arbeitet Bunyan immer mehr an seinem Lebensstil und macht eine 180°-Wende durch.  Er bekennt: &#8222;Meine Nachbarn waren erstaunt über meine gewaltige Bekehrung von äußerster Weltlichkeit zu so etwas wie einem moralischen Leben. Und es stimmte, sie durften es sehr wohl. Denn meine Bekehrung war so großartig wie die von einem Irrenhausinsassen zu einem verständigen Mann.&#8220;</p>
<div style="width: 469px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class=" " src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/f9/John_Bunyan_by_Thomas_Sadler_1684.jpg/459px-John_Bunyan_by_Thomas_Sadler_1684.jpg" alt="" width="459" height="599" /><p class="wp-caption-text">John Bunyan (1684), gemalt von John Sadler</p></div>
<p>Doch noch ist seine Bekehrung sehr fleischlich und aus eigener Kraft, getrieben von dem Zorn Gottes. Bunyan erkennt, dass er ein &#8222;angemalter Heuchler ist, der auf seine Frömmigkeit stolz ist&#8220;. Innerlich hat er große Furcht vor dem Gericht Gottes und fürchtet um eine plötzliche Strafe. Doch aus der Heuchelei wird immer mehr der Wille und ein großes Verlangen danach, Gott nachzufolgen. Doch Bunyan steht noch am Anfang seiner Nachfolge. Schon bald plagt ihn das Gewissen, ob er denn Glauben hätte.  Dann wiederum fragt er sich, ob Gott ihn auch wirklich erretten möchte: &#8222;Ob ich (wohl) erwählt sei? Aber wie wäre es, wenn die Gnadenfrist jetzt vorüber und verstrichen wäre?&#8220;. Diese Gedanken quälen und beschäftigen ihn wochen- und monatelang. Diese Versuchungen wachsen in ihm zu einem immer größeren Feuer. Beim Forschen im Hebräerbrief tritt ihm der Versucher besonders nahe und flüstert ihm ein, er habe den Heiligen Geist gelästert und dadurch das Heil für immer verloren. Diese Anfechtung soll ihn für Jahre verfolgen. Und obwohl er immer wieder Gottes Gnade spürt, sieht er das mahnende Wort über Esau: &#8222;Ihr wisst ja, dass er hernach, als er den Segen ererben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie mit Tränen suchte&#8220;. Jetzt wird er von allen Seiten von Satan angegriffen. Bald schon quält ihn die Frage nach dem Sein Gottes: &#8222;Wie kannst du feststellen, dass Jesus unser Erlöser ist, obwohl die Türken Mohamed in ihren Schriften ebenso als Erlöser darlegen?&#8220;</p>
<p>Durch alle diese Kämpfe und Versuchungen merkt man beim Lesen auf eine schöne Art und Weise, wie Bunyan von Seite zu Seite im Glauben wächst  und feststellen darf, dass jeder Kampf ihn weiser, reiner und abhängiger von der Gnade Gottes macht. Jeder Kampf macht ihn um eine Erfahrung mit Gott reicher. Ja, er darf auch aus dem anklagenden Vers über Esau Gottes Gerechtigkeit und Gnade kennenlernen. Irgendwann wird seinem Herzen bewusst: &#8222;Plötzlich ertönte in meinem Herzen folgende Stimme: Ich muss zu Jesus gehen!&#8220; Er kann glauben, dass Gott ihn als der Sünder Größten annimmt.</p>
<p>Dies sind nur einige der Versuchungen, die Bunyan in seinem Leben widerfahren. Man kann immer wieder ganz deutliche Parallelen zur &#8222;Pilgerreise&#8220; erkennen, in der Christian z.B. bis auf das Letzte gegen den Drachen kämpft. Ausführlich beschreibt Bunya, wie er als Prediger des Wortes Gottes gewachsen ist und gibt auch einen Einblick in einen Verhör der britischen Staatsgewalt. Da Bunyan sich nicht der anglikanischen Kirche beugen wollte, wurde er dreimal zu langen Haftstrafen verurteilt.</p>
<p>Dieses Buch war eine große Erweiterung für mein geistliches Leben und ist in einem sehr spannenden und lebendigen Stil verfasst. Das Lesen war  eine große Ermutigung den Kampf gegen die Sünde und die Versuchung umso frischer aufzunehmen. Auch ermahnt Bunyan den Leser dringend sich vor Formalismus zu schützen und eine lebendige Beziehung zu Gott pflegen. Leben mit Gott kann man nur, wenn man ihm glaubt! Ich würde es jedem empfehlen, der selbst immer wieder von verschiedenen Zweifeln geplagt wird. Auch ist es gerade für unsere Zeit wichtig, zu erkennen, dass Gott uns dazu geschaffen und berufen hat, damit er durch unser Leben verherrlicht wird.</p>
<p>Titel: Überreiche Gnade<br />
Unter­ti­tel: Autobiographie<br />
Autor: John Bunyan<br />
Sei­ten: 140<br />
For­mat: ca. 14 x 21 cm<br />
Ein­band: Paper­back<br />
Jahr: 2011<br />
Ver­lag: 3L Verlag<br />
ISBN: 978−3-941988-37-8 (Paperback)<br />
ISBN: 978-3-941988-37-7 (Hardcover)<br />
erhält­lich als:<br />
Hardcover: 10,20 EUR bei <a href="http://www.3lverlag.de/xtshop/product_info.php?info=p260_Ueberreiche-Gnade.html&amp;XTCsid=efd512f0caa68f10fc4fca6b9ca0665f" target="_blank">3L Verlag</a>, <a href="http://leseplatz.de/cgi-bin/navigation/rm/chooseDetailItem/itemID/7577/title/Ueberreiche_Gnade/" target="_blank">leseplatz.de</a><br />
Paperback: 2,70 EUR bei <a href="http://leseplatz.de/cgi-bin/navigation/rm/chooseDetailItem/itemID/7584/title/Ueberreiche_Gnade_-_Sonderausgabe/" target="_blank">leseplatz.de</a><br />
Hör­buch 6 CDs: 14,95 EUR bei <a href="http://www.3lverlag.de/xtshop/product_info.php?info=p294_Ueberreiche-Gnade--6-Audio-CDs-.html&amp;XTCsid=efd512f0caa68f10fc4fca6b9ca0665f" target="_blank">3L Verlag</a>, <a href="http://leseplatz.de/cgi-bin/navigation/rm/chooseDetailItem/itemID/8332/title/Ueberreiche_Gnade_-_Hoerbuch_%286_Audio-CDs%29/" target="_blank">leseplatz.de</a><br />
Hörbuch MP3: 12,95 bei <a href="http://www.3lverlag.de/xtshop/product_info.php?info=p293_Ueberreiche-Gnade--MP3-CD-.html&amp;XTCsid=efd512f0caa68f10fc4fca6b9ca0665f" target="_blank">3L Verlag</a>, <a href="http://leseplatz.de/cgi-bin/navigation/rm/chooseDetailItem/itemID/8333/title/Ueberreiche_Gnade_-_Hoerbuch_%28MP3-CD%29/" target="_blank">leseplatz.de</a></p>
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		<title>Die Fähigkeit des prophetischen Redens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2013 19:54:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[3L Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Die Fähigkeit des prophetischen Redens]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[William Perkins]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie in diesem Blog schon einige Male erwähnt, bringt der 3L Verlag immer wieder Werke von Puritanern heraus. Derzeit sind bereits 14 Bände verschiedener Autoren, wie Owen, Bunyan und weiterer Puritaner erschienen. Der Inhalt der Bücher ist wirklich kostbar. Aufgrund der schönen Aufmachung machen die&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/die-faehigkeit-des-prophetischen-redens/7174">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/237_0.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-7182 alignright" alt="237_0" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/237_0-191x300.jpg" width="191" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/237_0-191x300.jpg 191w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/237_0.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px" /></a></p>
<p>Wie in diesem Blog schon einige Male erwähnt, bringt der 3L Verlag immer wieder Werke von Puritanern heraus. Derzeit sind bereits 14 Bände verschiedener Autoren, wie Owen, Bunyan und weiterer Puritaner erschienen. Der Inhalt der Bücher ist wirklich kostbar. Aufgrund der schönen Aufmachung machen die Bücher jedoch auch jedes Bücherregal um eine Perle reicher.</p>
<p>An dieser Stelle wird Band acht dieser Reihe vorgestellt. Zu Beginn erst einige Worte zum Autor, der mir gänzlich unbekannt war. Glücklicherweise enthält jeder der Puritaner-Bände ein kurzes Vorwort zum Autor.  So konnte man feststellen, das Perkins 1585 in Warwickshire geboren wurde und am Christ&#8217;s College in Cambridge studierte er Theologie. Danach diente er 44 Jahre lang bis zu seinem Tod 1602 seiner Gemeinde in Great St. Andrew als Prediger. Er hielt es immer für eine große Berufung von Gott, dass er seinem Gott als Prediger dienen darf. Er glaubte,</p>
<blockquote><p>dass die Predigt die Herzen derjenigen, die sie hörten, aufreißen sollte. Überdies sah er den Prediger als geistlichen Apotheker, dessen Kenntnis der biblischen Arznei ihn befähigt, die Wunden zu waschen und die geistlichen Krankheiten des Volkes Gottes durch die Gnade Gottes zu heilen.</p></blockquote>
<p><span id="more-7174"></span>Für ihn war es also immer besonders wichtig Gottes Wort richtig zu verstehen und anderen Menschen richtig zu erklären.  So waren Dienst und Predigt die Themen, denen sein Lebenswerk galt. Dieser Band beinhaltet zwei Werke von Perkins:</p>
<p><em>&#8222;Die Fähigkeit des prophetischen Redens&#8220; &#8211;</em> Dieser Titel klingt für heutige Ohren nach charismatischen Gaben. Perkins jedoch meinte damit ein Handbuch für Prediger. So ist dieses Buch auch aufgebaut: Es enthält viele Ausführungen zum Wesen und Inhalt der Bibel, viele Hinweise zu Auslegungsmethoden und Anwendungen und endet mit praktischen Appellen an den Prediger und seinen Lebensstil.</p>
<p>Das zweite Werk, &#8222;<em>Die Berufung zum geistlichen Amt&#8220;</em>, ist eine Auslegung von <a href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/Hiob33%2C23-24" class="bibleserver extern" target="_blank">Hiob 33,23-24</a>: &#8222;Wenn es nun für ihn einen Gesandten gibt, einen Ausleger, einen aus tausend, um dem Menschen seine Geradheit kundzutun, so wird er sich seiner erbarmen und sprechen: Erlöse ihn, dass er nicht in die Grube hinabfahre; ich habe eine Sühnung gefunden.&#8220;</p>
<p>Für Perkins ist klar:</p>
<blockquote><p>Ein wahrer Pastor, einer der ein wahrer Engel und ein wahrhaftiger Ausleger ist, ist kein gewöhnlicher oder normaler Mann. Solche Männer sind dünn gesät, einer aus vielen &#8211; tatsächlich &#8222;einer aus tausend.&#8220;</p></blockquote>
<p>Dieser Teil des Buches dreht sich also um die Berufung und die Aufgabe eines Predigers. Durch das Lesen dieses Buches wurde mir bewusst, wie groß meine Verantwortung ist, wenn ich meinen Mitmenschen das Evangelium erzähle oder ihnen das Wort Gottes erkläre. Da es unser Anliegen ist, Seelen zu retten, dürfen die Waffen unseres Kampfes keine fleischlichen sein (<a href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/2.Korinther10%2C4" class="bibleserver extern" target="_blank">2. Kor. 10,4</a>).</p>
<p>Titel: Die Fähigkeit des prophetischen Redens<br />
Autor: William Perkins<br />
Seiten: 192<br />
Format: 14 x 21 cm<br />
Einband: Hardcover<br />
Jahr: 1. Auflage 2011<br />
Verlag: 3L Verlag<br />
ISBN: 978-3-935188-97-5<br />
Preis: 10,20 EUR<br />
erhältlich bei: <a href="http://www.3lverlag.de/xtshop/product_info.php?info=p237_Die-Faehigkeit-des-prophetischen-Redens.html">3L Verlag</a>, <a href="http://shop.gehe-hin.de/Glaubenshilfe/Die-Faehigkeit-des-prophetischen-Redens::5133.html" target="_blank">Shop Gehe hin</a><br />
Leseprobe: <a href="http://www.3lverlag.de/cms/website.php?id=/de/index/3linfo/verlagsprogramm/puritaner/band8.htm">3L Verlag</a></p>
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		<title>John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 3</title>
		<link>https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-3/4149</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2012 22:05:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Erbauungsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Falk]]></category>
		<category><![CDATA[John Bunyan]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgerreise]]></category>
		<category><![CDATA[Roman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier folgt nun der dritte und letzte Teil meiner Buchbesprechung des neu aufgelegten und sprachlich überarbeitetem Klassikers Die Pilgerreise von John Bunyan. Teil 1 und Teil 2 können unten den hinterlegten Links nachgelesen werden. Trotz einiger Kritikpunkte bin ich von der neuen Ausgabe begeistert. Sie&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-3/4149">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="268" height="400" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU.jpg" alt="Quelle: www.scm-brockhaus.de" class="wp-image-4105" title="Pilgerreise_NEU" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU.jpg 268w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU-201x300.jpg 201w" sizes="auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Hier folgt nun der dritte und letzte Teil meiner Buchbesprechung des neu aufgelegten und sprachlich überarbeitetem Klassikers <em>Die Pilgerreise</em> von John Bunyan. <a href="https://www.nimm-lies.de/?p=4101" target="_blank" rel="noopener">Teil 1</a> und <a href="https://www.nimm-lies.de/?p=4121" target="_blank" rel="noopener">Teil 2</a> können unten den hinterlegten Links nachgelesen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz einiger Kritikpunkte bin ich von der neuen Ausgabe begeistert. Sie liest sich flüssig und ist leicht verständlich. Die zusätzlichen Kapitelüberschriften teilen die ehemals recht langen Kapitel in leicht zu bewältigende Sinnabschnitte ein. Das ansprechend gestaltete Cover gibt dem Buch eine würdige Hülle, die ich mit immer wieder gerne anschaue. Die Hardcoverausgabe liegt gut in der Hand und wird auch nach mehrmaligem Lesen nicht zerfleddert aussehen. Außerdem kann ich die Pilgerreise auch auf meinem <a href="http://www.cebooks.de/ebooks/die-pilgerreise.html" target="_blank" rel="noopener">Reader&nbsp;als E-Book</a> lesen, kann darin bequem nach Passagen suchen und habe sie überall dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einige Anmerkungen zum Vorwort von Johannes Falk</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wegweisendes Vorwort zu einem über 300 Jahre alten Bestseller zu schreiben, erfordert eine solide Kenntnis des Inhalts, des Autors und der Rezeptionsgeschichte. Auch wenn ich weit davon entfernt bin, ein John-Bunyan-Experte zu sein, gibt es einige Sätze im Vorwort, die meiner Meinung nach nicht korrekt sein können. Johannes Falk schreibt:</p>



<span id="more-4149"></span>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß, dass die Generationen vor uns das Buch teilweise als ein theologisches Dogma betrachteten. Nicht wenige erklärten die Pilgerreise neben der Bibel zum wichtigsten religiösen Buch. Nicht umsonst gehört es zur christlichen Weltliteratur. Ich kenne viele Menschen, die mit diesem Klassiker großgeworden sind und denen diese Theologie eingetrichtert wurde. Die Welt ist böse, das Leben ist kein Zuckerschlecken, du darfst keinen Spaß haben, es gilt nur darauf hinzuleben, den schmalen und beschwerlichen Weg in den Himmel zu gehen. Auch ich wurde so geprägt. Ich denke aber, dass wir John Bunyan damit unrecht tun würden.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich gibt es nur sehr wenige, die Bunyans Buch als Dogma betrachten. Nicht einmal Spurgeon, der die Pilgerreise jedes Jahr las, tat es und fand sie an einigen Stellen sogar fehlerhaft und irreführend. Sicher kann dieser Klassiker missbraucht werden, wie jedes andere Buch auch. Doch kann ich nicht nachvollziehen, wie jemand darunter leidet, dem die Theologie der Pilgerreise &#8222;eingetrichtert&#8220; wurde. Das würde nämlich gegen die enorme Beliebtheit des Buches sprechen. Und was ist falsch von dem, was dem Autor des Vorwortes eingetrichtert wurde?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die Welt ist böse. Und tatsächlich ist sie es, denn sonst müsste Christian nicht aus der Stadt Verderben fliehen.</li>



<li>Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Das Leben, als Nachfolger Christi ist mit Mühen und Hindernissen verbunden. Es kann durchaus auch mal Zeiten der Ruhe und der Akzeptanz geben, doch niemals dauerhaft.</li>



<li>Du darfst keinen Spaß haben. Das ist salopp ausgedrückt und ich sehe darin keinen Bezug zur Pilgerreise. Auf dem Markt der Eitelkeiten sollte man auf jeden Fall nicht Zucker schlecken.</li>



<li>Es gilt nur darauf hinzuleben, den schmalen und beschwerlichen Weg in den Himmel zu gehen. Diese Prägung ist biblisch und auch ganz im Sinne von Bunyan. Nein, wir tun ihm damit nicht unrecht, wenn wir diese Theologie anderen &#8222;eintrichtern&#8220;, oder besser vermitteln.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist noch eine weitere Aussage im Vorwort, mit der ich nicht konform gehen kann. Mit diesem Statement wird John Bunyan auf jeden Fall unrecht getan:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Vor allem gilt es aber auch, das Buch künstlerisch zu betrachten. Die Pilgerreise von John Bunyan ist kein theologisches Buch, sondern immer noch ein Roman, eine wunderbare Geschichte, ein fantasievoll erzähltes Kunstwerk, mit einer wichtigen Botschaft: Es geht um mehr! Es geht um Höheres! Das, was wir suchen, kann uns diese Welt nicht geben.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Pilgerreise ist zwar ein Roman, aber vor allem ist es ein theologisches Buch. Ich möchte einige Zeilen aus Bunyans Rechtfertigung für sein Buch zitieren. Dabei wird die Absicht des Autors ersichtlich:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ist es nicht schlecht, in solchem Stil zu schreiben?<br>Und dabei dennoch bei dem Ziel zu bleiben:<br>des Lesers Heil warum soll das nicht gehen? [&#8230;]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch feste Speise braucht das Gotteskind.<br>Milch macht uns schwach; Metaphern machen blind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja feste Speise bringen muss ein jeder,<br>der in dem Namen Gottes greift zur Feder.<br>Doch fehlt mir denn die Festigkeit, nur weil<br>ich in Metaphern spreche? Ist das Heil<br>nicht ausgeschmückt in biblischen Berichten<br>durch Typen, Schatten, bildhafte Geschichten. [&#8230;]</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dialekt, in dem das Buch geschrieben,<br>ist so, wie ihn die schlichten Leute lieben:<br>Er hört sich neu an und enthält doch nur<br>das Wort des Evangeliums rein und pur.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher darf man die Pilgerreise auch als Roman lesen und genießen, ohne in die Materie tiefer einzusteigen. Doch wer es wagt dieses Buch zur geistlichen Erbauung zu lesen, profitiert von einem reichen Erfahrungsfundus des Autors und lernt wichtige Lektionen für die Nachfolge. Für Thomas Baumann, der ein Nachwort zu der Ausgabe der Pilgerreise von 1998 schrieb, ist die Pilgerreise ein &#8222;klassisches Erbauungsbuch&#8220;. Auch im 21. Jahrhundert sollte dieses wertvolle Buch in diese Kategorie eingeordnet werden. Ich wünsche, dass es wieder unser Denken und Handeln prägt, wie es in den&nbsp; vergangenen Jahrhunderten auch der Fall war. Vielleicht wird sich dann das wiederholen, was Thomas Baumann in dem bereits erwähnten Nachwort als kennzeichnend für christliche Haushalte vergangener Zeiten beschrieb:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die erste deutsche Übersetzung erschien 1685, bis 1802 wurden acht weitere deutsche Ausgaben veröffentlicht. Wie es in England wenig fromme Haushalte gab, in denen dieses Buch fehlte, so gehörte es seit dem 18. Jahrhundert zum Kernbestand pietistischer Bücherborde und hat besonders im Spätpietismus und in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts auch Sprache und Form der Frömmigkeit mit geprägt.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel: </strong>Die Pilgerreise<br><strong>Autor:</strong> John Bunyan<br><strong>Sei­ten: </strong>286<br><strong>For­mat:</strong> 13,5 x 20,5 cm<br><strong>Ein­band:</strong> Hardcover<br><strong>Jahr:</strong> 2012<br><strong>Ver­lag:</strong> SCM R. Brockhaus<br><strong>Preis:</strong> 14,95 EUR<br><strong>erhält­lich bei:</strong> <a href="https://www.cbuch.de/John-Bunyan-Die-Pilgerreise-Hardcover/226462" target="_blank" rel="noreferrer noopener">cbuch.de</a><strong><br></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-3/4149">John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 2</title>
		<link>https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-2/4121</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2012 15:51:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Biblin]]></category>
		<category><![CDATA[John Bunyan]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgerreise]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[vorlesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im ersten Teil der Buchbesprechung habe ich einige Gründe genannt, warum ich das Buch Die Pilgerreise von John Bunyan gut finde und jedem empfehlen kann. Im zweiten Teil gehe ich auf die sprachliche Neubearbeitung der Pilgerreise ein, die dieses Jahr im SCM R. Brockhaus Verlag&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-2/4121">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-2/4121">John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><img loading="lazy" decoding="async" width="268" height="400" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU.jpg" alt="Quelle: www.scm-brockhaus.de" class="wp-image-4105" title="Pilgerreise_NEU" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU.jpg 268w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU-201x300.jpg 201w" sizes="auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://www.nimm-lies.de/?p=4101" target="_blank" rel="noopener">ersten Teil</a> der Buchbesprechung habe ich einige Gründe genannt, warum ich das Buch <em>Die Pilgerreise</em> von John Bunyan gut finde und jedem empfehlen kann. Im zweiten Teil gehe ich auf die sprachliche Neubearbeitung der Pilgerreise ein, die dieses Jahr im SCM R. Brockhaus Verlag erschienen ist. Wenn ich Vergleiche anstelle, beziehe ich mich auf die ältere Ausgabe von 1998. Weil dieser Artikel recht lang geworden ist, werde ich im nächsten Beitrag auf das Vorwort von Johannes Falk eingehen. Hier also die Vor- und Nachteile der sprachlichen Neubearbeitung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Sie ist ideal zum Vorlesen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer schon ein Mal die ältere Ausgabe der Pilgerreise jemanden vorlesen musste, wird gemerkt haben, dass sie dafür nicht so gut geeignet ist. Holprig ist es vor allem bei den vielen Dialogen. Hier zuerst ein Auszug aus der alten Ausgabe (S.153):</p>



<span id="more-4121"></span>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Kurze Zeit später sahen sie in der Ferne jemanden, der ihnen auf der Straße entgegenkam. &#8222;Dort vorn ist ein Mann, der <em>Zion</em> den Rücken gekehrt hat&#8220;, sagte <em>Christ</em> zu seinem Gefährten, &#8222;und er kommt uns entgegen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Hoffnungsvoll</em>: &#8222;Ich sehe ihn. Laß uns diesmal gut aufpassen, ob er nicht auch ein Schmeichler ist.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mann kam immer näher, bis er schließlich vor ihnen stand. Sein Name war <em>Atheist</em>, und er fragte sie, wohin sie wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Christ</em>: &#8222;Wir sind unterwegs zum Berg <em>Zion</em>.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da brach <em>Atheist</em> in lautes Gelächter aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Christ</em>: &#8222;Warum lachst du so?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Atheist</em>: &#8222;Ich lache, weil ich sehe, was für Dummköpfe ihr seid, eine so mühselige Reise auf euch zu nehmen, wo ihr doch am Ende für all eure Mühe nichts als die Reise selbst bekommen werdet.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Christ</em>: &#8222;Warum sagst du das? Meinst du, man wird uns nicht aufnehmen?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Atheist</em>: &#8222;Aufnehmen? Diesen Ort, von dem ihr träumt, gibt es überhaupt nicht, auf der ganzen Welt nicht.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Christ</em>: &#8222;Aber in der zukünftigen Welt.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die gleiche Passage jetzt aus der überarbeiteten Fassung. Die wörtliche Rede ist hier anders verarbeitet (S. 134):</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Nach einer Weile erblickten die Pilger in der Ferne einen Mann, der ihnen langsam und ganz allein auf der Straße entgegenkam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Mann hat Zion den Rücken gekehrt&#8220;, sagte Christian. Er kommt uns entgegen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich sehe ihn. Lass uns jetzt vorsichtig sein&#8220;, riet Hoffnungsvoll. &#8222;Vielleicht ist er auch ein Verführer.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Mann bei ihnen angekommen war, erfuhren sie, dass sein Name Atheist war. Er fragte sie, wohin sie gingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir gehen zum Berg Zion&#8220;, sagte Christian.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin brach Atheist in lautes Gelächter aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Warum lachst du?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich lache über eure Dämlichkeit, dass ihr eine so anstrengende Reise unternehmt. Für alle eure Mühe werdet ihr keinen anderen Lohn bekommen als den Rückweg für den Heimweg.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wieso?&#8220;, fragte Christian, &#8222;glaubst du denn, wir würden dort nicht angenommen?&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Angenommen?&#8220;, wiederholte Atheist. &#8222;Die Stadt, von der ihr träumt, ist in der ganzen Welt nicht zu finden.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aber doch in der zukünftigen Welt.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Einige Namen von Personen und Orten wurden geändert.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Christ wurde Christian, wie der die Hauptperson im ersten Teil auch im englischen Original heißt. Doch warum Stur jetzt Eigensinnig heißt, Willig zu Gefügig und Weltklug in Weltlich umbenannt wurde kann ich nicht ganz nachvollziehen. Einige Namen wurden zu Recht an die heutige Sprache angepasst. Aus Simpel, Faul und Dünkel wurden Einfach, Faul und Vermessen. Der Markt der Eitelkeiten heißt jetzt Markt der Nichtigkeiten. Nur Zion heißt immer noch Zion. Mit diesen Änderungen kann man leben, auch wenn ich es bevorzugt hätte, wenn die Eigennamen behutsamer und an nur wenigen Stellen geändert worden wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem obigen Dialog ist auch ersichtlich, dass in der neuen Ausgabe die Eigennamen nicht mehr kursiv gesetzt sind. Das finde ich schade, denn so ist das Auffinden der Namen schwieriger und die besondere Namensgebung ist nicht mehr so auffällig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Verweise zu Schriftstellen fehlen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In meiner alten Ausgabe schätze ich sehr die Schriftstellenverweise. Der erste Teil enthält 286 und der zweite 157 Endnoten zu Bibelstellen. Diese Masse beeindruckt&nbsp;mich und hat mich immer wieder überrascht. Spurgeon, der die Pilgerreise jedes Jahr las, schreibt über Bunyan:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wenn du etwas von ihm liest, dann ist es fast so, als läsest du die Bibel selbst. Er las und studierte die Authorized Version, die, wie ich urteile, nicht verbessert werden kann, bis Christus wiederkommt. Er hat die Bibel gelesen, bis seine ganze Sprache von ihr durchtränkt war. Und wenn das, was er geschrieben hat, auch eine faszinierende Dichtung ist, so fühle ich doch, wenn wir seine <em>Pilgerreise</em> &#8211; die beste aller Prosadichtungen &#8211; in die Hand nehmen, jedes Mal: &#8222;Dieser Mann ist ja eine lebende Bibel!&#8220; Wo immer du ihn auch anzapfst, wirst du feststellen: Sein Blut ist <em>Biblin</em>, die Essenz der Bibel selbst. Er kann nicht sprechen, ohne ein Bibelwort zu zitieren, denn seine Seele ist voll des Wortes Gottes.&#8220;</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Eindruck wird in der neuen Ausgabe geschwächt, weil die Bibelzitate zum einen oft nicht wörtlich übersetzt und die Schriftstellen nicht in den laufenden Text oder in die Fußnoten mit aufgenommen wurden. Im Anhang findet man zwar ein thematisches Bibelstellenverzeichnis, aus dem aber nicht der Bezug zu den jeweiligen Passagen ersichtlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Bunyans&nbsp; Poesie wurde an vielen Stellen gestrichen.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ältere Ausgabe und auch das englische Original beginnen mit einer poetischen Apologie des Buches. Die deutsche Übersetzung der englischen Poesie ist meiner Ansicht nach ein Meisterstück. Exemplarisch zitiere ich hier fünf Zeilen aus seiner Rechtfertigung, die dem modernen Leser durchaus zumutbar sind:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Heil&#8217;ge Schrift, so wag&#8216; ich zu behaupten,<br>in Stil und Ausdruck Maßstab des Erlaubten,<br>ist überall so voll von Dingen<br>(Allegorien und Bildern), und doch springen<br>aus jenem Buche Lichter ohnegleichen,<br>daß unsre finstre Nacht dem Tag muss weichen.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Bunyan verwendet Poesie meistens dann, wenn er etwas Wichtiges zusammenfassen oder zu einem neuen Thema wechseln möchte. Schade, dass in der neuen Ausgabe die meisten Reime gestrichen wurden. Interessanterweise hat man die kurzen Gedichte im zweiten Teil an vielen Stellen doch aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Übersetzern ist ein gutes Werk gelungen. Die sehr leserfreundliche Neuausgabe, ist trotz einigen Kürzungen und Veränderungen eine adäquate Übersetzung eines Klassikers gelungen, der es auch heute noch verdient, gelesen zu werden. Die beschriebenen Änderungen und Weglassungen werden nur denjenigen auffallen, die die älteren Ausgaben kennen. Und trotzdem finde ich es schade, dass die neu hinzukommenden Pilgerreise-Leser auf einige Privilegien verzichten müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich noch eine alte Ausgabe kaufen möchte, kann das zu einem überhöhten Preis bei <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3501013604/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=num-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3501013604" target="_blank" rel="noopener">Amazon</a> oder etwas günstiger bei <a href="http://www.booklooker.de/app/result.php?token=0084757526&amp;setMediaType=0&amp;sortOrder=&amp;js_state=on&amp;autocomplete=on&amp;message=&amp;autor=&amp;titel=&amp;infotext=&amp;verlag=&amp;isbn=%093501013604&amp;year_from=&amp;year_to=&amp;sprache=&amp;einbandCategory=&amp;price_min=&amp;price_max=&amp;searchUserTyp=0&amp;land=&amp;datefrom=&amp;oldBooks=on&amp;newBooks=on&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank" rel="noopener">booklooker</a> tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel: </strong>Die Pilgerreise<br><strong>Autor:</strong> John Bunyan<br><strong>Sei­ten: </strong>286<br><strong>For­mat:</strong> 13,5 x 20,5 cm<br><strong>Ein­band:</strong> Hardcover<br><strong>Jahr:</strong> 2012<br><strong>Ver­lag:</strong> SCM R. Brockhaus<br><strong>Preis:</strong> 14,95 EUR<br><strong>erhält­lich bei:</strong> <a href="https://www.cbuch.de/John-Bunyan-Die-Pilgerreise-Hardcover/226462" target="_blank" rel="noreferrer noopener">cbuch.de</a><strong><br></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-2/4121">John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) - Teil 2</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>John Bunyan: Die Pilgerreise (neue Ausgabe) &#8211; Teil 1</title>
		<link>https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-1/4101</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Jun 2012 19:54:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Allegorie]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[John Bunyan]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgerreise]]></category>
		<category><![CDATA[Überreiche Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Zwei Wege]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Der Weg ist das Ziel.&#8220; Das behaupte zumindest Konfuzius. Es mag sein, dass diese Aussage für einige Wege, die man geht, zutrifft. Doch diese Idee auf den Lebensweg zu übertragen, kann fatale Folgen haben. John Bunyan fand in der Bibel eine andere Beschreibung des Lebensweges:&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/john-bunyan-die-pilgerreise-neue-ausgabe-teil-1/4101">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://www.cbuch.de/John-Bunyan-Die-Pilgerreise-Hardcover/226462" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="268" height="400" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU.jpg" alt="Quelle: www.scm-brockhaus.de" class="wp-image-4105" title="Pilgerreise_NEU" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU.jpg 268w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Pilgerreise_NEU-201x300.jpg 201w" sizes="auto, (max-width: 268px) 100vw, 268px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Weg ist das Ziel.&#8220; Das behaupte zumindest Konfuzius. Es mag sein, dass diese Aussage für einige Wege, die man geht, zutrifft. Doch diese Idee auf den Lebensweg zu übertragen, kann fatale Folgen haben. John Bunyan fand in der Bibel eine andere Beschreibung des Lebensweges: &#8222;Geht ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit und der Weg ist breit, der ins Verderben führt; und viele sind es, die da hineingehen. Denn die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden&#8220; (Mt. 7,13-14). Welches Ziel du erreichst, hängt davon ab, welchen Weg du gehst. Die Bibel kennt nur zwei Ziele, die auf zwei verschiedenen Wegen erreicht werden. Das hier von Jesus verwendete Bild legt John Bunyan seinem Werk &#8222;Die Pilgerreise zur seligen Ewigkeit&#8220; zugrunde (so lautet der Titel der ersten deutschen Übersetzung. Seine allegorische Erzählung, die zuerst 1678/1684 erschien, erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Ich möchte hier die aktuelle und sprachlich neu bearbeitete deutsche Ausgabe von 2012 aus dem SCM R. Brockhaus Verlag besprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zunächst möchte ich im ersten Teil einige Gründe nennen, warum ich das Buch <em>Die Pilgerreise</em> empfehle. Im zweiten Teil gehe ich dann näher auf neue Ausgabe ein.</p>



<span id="more-4101"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="font-size: large;"><strong>Gründe, warum ich die Pilgerreise empfehle.</strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. John Bunyan hat mit der Pilgerreise ein zeitloses Werk geschaffen.</strong> Die über 300 jährige Geschichte und ca. 200 Übersetzungen in verschiedene Sprachen beweisen die zeitlose und universelle Bedeutung dieses Buches weit über Europa hinaus. Doch, wer sich im Bekanntenkreis oder in der Gemeinde unter den jungen Menschen umhört, wird vermutlich feststellen, dass nur sehr wenige dieses Buch gelesen haben. Diese Neuausgabe hat die sprachliche Barriere beseitigt, so dass einem vergnügten und erbaulichen Lesen nichts mehr im Wege stehen sollte. Ich wünsche dem deutschsprachigen Raum eine erneute Beschäftigung mit diesem bewährten und zeitlosen Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Die Pilgerreise enthält eine tiefsinnige biblische Allegorie.</strong> Die Personen und Orte tragen charakteristische Namen, wie z.B. Stur, Willig, Schmeichler, Hoffnungsvoll oder Sumpf der Verzagtheit, Zweifelsburg und die lieblichen Berge. Da eine Allegorie immer bildhaft arbeitet, ist die Pilgerreise für Menschen fast allen Altersstufen zugänglich. Wer jedoch die Bibel weniger gut kennt, wird mit der Allegorie Bunyans an einigen Stellen Schwierigkeiten haben. Die Bilder sind nämlich fest in der Bibel verwurzelt und vom Gedankengut der Bibel durchtränkt. Es gibt kaum eine Seite in diesem Buch, die nicht auf ein Zitat oder ein Bild aus der Bibel verweist oder anspielt. Die weite Verbreitung der Pilgerreise liegt vermutlich aber auch gerade darin, dass sie ohne solide Bibelkenntnis verstanden und durchs Lesen Interesse an der Bibel geweckt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Bunyans Menschenkenntnis ist überwältigend.</strong> Man kann davon ausgehen, dass die Pilgerreise viele autobiografische Elemente enthält. Beim Vergleich seiner Autobiografie <a href="https://www.cbuch.de/Bunyan-UEberreiche-Gnade-Hardcover/863934" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Überreiche Gnade&#8220;</a> mit der Pilgerreise lassen sich einige Parallelen aufweisen. Bemerkenswert ist allerdings, dass seine subjektiven Erfahrungen sich mit den Erfahrungen aller Menschen decken, die mit dem Evangelium in Berührung kommen und auf dem schmalen Weg zum himmlischen Land unterwegs sind. Der Leser sieht sein eigenes Leben wie in einem Spiegel. Die eigenen Schwächen und Fallen werden einem bewusst, aber auch immer der Ausweg und die überreiche Gnade, die in den schwachen Sündern täglich am Wirken ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Bunyan schrieb nicht nur Weltliteratur, sondern ein Erbauungsbuch für seine Gemeinde.</strong> Als solches will es auch gelesen werden. Am besten sollte man die Pilgerreise mindestens zwei Mal lesen. Das erste Mal könnte man sie literarisch lesen, um in eine andere Welt einzutauchen, die Sprache zu genießen und den Handlungsverlauf zu verstehen. Das zweite Mal sollte man sie zur Erbauung lesen. Hilfreich ist dafür eine Ausgabe mit Verweisen auf die zahlreichen Bibelstellen. Mit einer aufgeschlagenen Bibel sind die allegorischen Bilder leicht verständlich und auf die eigene Lebenswirklichkeit anwendbar. Auf diese Weise zieht man den größten Nutzen aus diesem Buch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>5. Die Pilgerreise ist nicht Fantasy, sondern eine allegorische Erbauungsliteratur.</strong> Ich bin mir bewusst, dass die Pilgerreise fantastische Elemente enthält. Und doch unterscheidet sich die Pilgerreise ganz stark von der (christlichen) Fantasy-Literatur, wie sie in den letzten Jahren verstärkt an Beliebtheit gewinnt. Mir ist auch klar, dass es keine allgemeingültige Definition von Fantasy gibt. Und doch möchte ich behaupten, dass die Pilgerreise nicht Fantasy ist. Ich möchte hier nur auf einen sehr deutlichen Unterschied eingehen. Die Verwendung von Allegorie intendiert immer eine eindeutige Interpretation und Anwendbarkeit der Geschichte. Fantastische Literatur möchte genau diese Eindeutigkeit umgehen. Tolkien beispielsweise distanzierte sich bewusst von der allegorischen Interpretation von <em>Herr der Ringe</em> (siehe sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe#Der_Herr_der_Ringe_als_Allegorie" target="_blank" rel="noopener">Vorwort zur revidierten Ausgabe von 1966</a>). Auch Lewis wollte bei <em>Narnia</em> keine eindeutige Interpretation dem Leser mit auf den Weg geben. Im Gegensatz dazu beabsichtigte Bunyan explizit eine eindeutige Interpretation der Pilgerreise mithilfe der Bibel. Hinzu kommt, dass die fantastischen Elemente in der Pilgerreise einen deutlich kleineren Anteil einnehmen als die realistischen und lediglich Mittel zu einem bestimmten Zweck sind. Die Pilgerreise führt uns auf allen Seiten zur Bibel hin und ist somit auf das Evangelium fokussiert, während viele neuzeitliche Fantasy-Romane pluralistisch ausgerichtet sind und diverse Interpretationen zulassen. Und wenn sie christliche Motive enthalten, findet man darin zusätzlich esoterische oder gar okkulte Elemente. Die Pilgerreise ist frei davon und deswegen empfehlenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten Teil möchte ich einige Vor- und Nachteile der sprachlichen Neubearbeitung nennen und auf das Vorwort von Johannes Falk eingehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel: </strong>Die Pilgerreise<br><strong>Autor:</strong> John Bunyan<br><strong>Sei­ten: </strong>286<br><strong>For­mat:</strong> 13,5 x 20,5 cm<br><strong>Ein­band:</strong> Hardcover<br><strong>Jahr:</strong> 2012<br><strong>Ver­lag:</strong> SCM R. Brockhaus<br><strong>Preis:</strong> 14,95 EUR (<a href="https://cebooks.de/products/die-pilgerreise-zur-seligen-ewigkeit?_pos=1&amp;_sid=fdd476ff0&amp;_ss=r" target="_blank" rel="noreferrer noopener">E-Book: 11,99 EUR</a>)<br><strong>erhält­lich bei:</strong> <a href="https://www.cbuch.de/John-Bunyan-Die-Pilgerreise-Hardcover/226462" target="_blank" rel="noopener">cbuch.de</a><strong><br></strong></p>
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