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	<title>Zeitgeschehen/Apologetik Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Zeitgeschehen/Apologetik Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Wieso Verantwortung in der Sexualaufklärung wichtig ist Ein Interview von Sergej Pauli mit Dr. med. Ute Buth, Frauenärztin und Sexualberaterin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Sep 2021 07:44:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexualaufklärung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>S.P: Sehr geehrte Frau Dr. med. Buth, Sie haben bereits mehrere Bücher zur Sexualaufklärung aus christlicher Sicht verfasst. Wie sind Sie überhaupt zur schriftstellerischen Tätigkeit gekommen? U.B.: Als Frauenärztin und Sexualberaterin arbeite ich schon seit 14 Jahren für das Weiße Kreuz Deutschland e.V.. Für das&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wieso-verantwortung-in-der-sexualaufklaerung-wichtig-ist/14522">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wieso-verantwortung-in-der-sexualaufklaerung-wichtig-ist/14522">Wieso Verantwortung in der Sexualaufklärung wichtig ist &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Ein Interview von Sergej Pauli mit Dr. med. Ute Buth, Frauenärztin und Sexualberaterin&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-14526 alignleft" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Dr_Buth_Ute_klein.jpg" alt="" width="236" height="352" />S.P: Sehr geehrte Frau Dr. med. Buth, Sie haben bereits mehrere Bücher zur Sexualaufklärung aus </em><em>christlicher Sicht verfasst. Wie sind Sie überhaupt zur schriftstellerischen Tätigkeit </em><em>gekommen?</em></p>
<p>U.B.: Als Frauenärztin und Sexualberaterin arbeite ich schon seit 14 Jahren für das Weiße Kreuz Deutschland e.V.. Für das Werk bin ich als Fachreferentin und Fachberaterin für Frauenheilkundliche Fragen tätig und arbeite u.a. im Redaktionsteam unserer Zeitschrift mit, verfasse Artikel zu meinen Spezialthemen. Darüber kam ich in Kontakt mit einem Verlag, der zum Thema unerfüllter Kinderwunsch ein Buch veröffentlichen wollte. Insgesamt empfinde ich das Schreiben als sehr hilfreiche Möglichkeit der Multiplikation. Auf diesem Weg kann man sehr viele Menschen mit speziellen Themen, die sie interessieren, erreichen.</p>
<p><em>S.P.: An welchem Thema arbeiten Sie gegenwärtig?</em></p>
<p>U.B.: 2019 ist mein Bilderaufklärungsbuch „<a href="https://www.cbuch.de/ute-buth-erklaert-mir-mal-wo-komm-ich-her.html">Erklärt mir mal, wo komm ich her?</a>“ erschienen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass als Nächstes Softcoverversionen dieses Buches in englischer und russischer Sprache erscheinen werden. Die englische Ausgabe ist für Ende dieses Jahres geplant, Russisch dann für 2022. Weitere Sprachen könnten folgen. Außerdem arbeite ich an einem Aufklärungsbuch, das die Lücke zwischen dem Bilderbuch „<a href="https://www.cbuch.de/ute-buth-erklaert-mir-mal-wo-komm-ich-her.html">Erklärt mir mal, wo komm ich her?</a>“ und dem Teenageraufklärungsbuch „<a href="https://www.scm-shop.de/maedelskram.html">Mädelskram</a>“ schließen wird, sich ca. an die Altersgruppe 8-12 Jahre richtet.</p>
<p><em>S.P.: Wann war es leichter (eigene) Kinder aufzuklären? Heute oder vor hundert Jahren?</em><span id="more-14522"></span></p>
<p>U.B.: Die Sprachfähigkeit zum Thema Sexualität, der Wissenszugang und der allgemeine Umgang mit der Thematik ist heute definitiv einfacher als früher. Doch das sollte uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch heute noch viele Menschen selbst keine guten<br />
Aufklärungserfahrungen mitbringen und sich mit der Aufklärung Ihrer Kinder deshalb auch heute noch schwertun.</p>
<p><em>S.P.: Wieso tun sich Erwachsene denn mit der Aufklärung oft so schwer?</em></p>
<p>U.B.: Wenn man selbst keine (gute) Aufklärung erlebt hat und es einem an Vorbildern fehlt, läuft Aufklärung oft nicht selbstverständlich. Außerdem gibt es ja auch keinen gesellschaftlichen Konsens, (ob und) vor allem wann und wie man Kinder aufklären sollte. Was ist angemessen? Die Meinungen dazu variieren erheblich, je nach sexueller Lerngeschichte der jeweiligen Personen. Wenn Sexualität beispielsweise allein auf den Zweck der Fortpflanzung reduziert wurde, hat dies Sexualität künstlich auf einen Nenner eingegrenzt. Doch Sex ist weit mehr, und wir tun auch als Christen gut daran, uns „im Sinne des Erfinders“, Gott, damit auseinanderzusetzen.</p>
<p><em>S.P.: Wie kann man ein ungutes Schamgefühl überwinden?</em></p>
<p>U.B.: Mein Rat ist, sich mit der ganzen Thematik in Ruhe zu beschäftigen besonders auch mit den eigenen Prägungen und dem „Siehe es ist alles sehr gut“ vom sechsten Schöpfungstag. Wenn Menschen schon früh Sexualität als etwas Tabuisiertes, teils Schmutziges kennengelernt haben, ist es nicht verwunderlich, dass ein ungutes Schamgefühl auftritt. Sich mit seiner eigenen sexuellen Lerngeschichte auseinanderzusetzen, eigene Prägungen zu durchschauen und zu verstehen, wieso andere anders denken, kann helfen, auf eine Art Metaebene zu kommen, und seine bisherige Entwicklung besser einzuordnen (vgl. Seminar unten) und sich mitunter sogar mit Elementen aus der eigenen Lerngeschichte zu versöhnen. Es ist ein zentrales Motto meiner Beratungsstelle „Nicht verurteilen, sondern verstehen“ Wenn man damit allein nicht weiterkommt, kann es auch hilfreich sein, sich punktuell oder für einen Prozess, Unterstützung in der Beratung zu suchen.</p>
<p><em>S.P.: Was sind heutige Anliegen der Ratsuchenden?</em></p>
<p>U.B.: Als Werk haben wir ein Beratungsstellennetzwerk von über 200 Beratungsstellen in ganz Deutschland, die Lebens-und teils auch Sexualberatung mit unterschiedlichen Schwerpunkten anbieten. Auf unserer Internetseite kann man mit Postleitzahl und Themeneingrenzung nach Ansprechpartnern suchen. https://www.weisses-kreuz.de/service/beratersuche/ Ich selbst habe die Schwerpunkte: Fragen in der Ehevorbereitung, Sexualberatung, Sexualität in besonderen Lebenssituationen wie Schwangerschaft, nach Geburten, in den Wechseljahren, in Alter und Krankheit, nicht vollzogene Sexualität, unerfüllter Kinderwunsch, Empfängnisregelung, weibliche Identität und Sexualaufklärung. Zu diesen Anliegen suchen Klienten bei mir Rat. Sexualberatung ist oft auch eine Art von `Sexualaufklärung für Erwachsene`, besonders dann, wenn Menschen in ihrer eigenen Lerngeschichte mit Mythen oder Fehlinformationen in Kontakt gekommen sind. Meine Arbeit besteht darin, den Menschen die Mehrinformationen so zu vermitteln und Fachinhalte so zu „übersetzen“, dass die Einzelnen ihre Entscheidungen auf eine gute Wissensbasis stellen können. Für viele Menschen in meiner Beratung ist der Glaube wichtig, aber nicht für alle. Jeder entscheidet in der Beratung, welche Schwerpunkt er/sie setzt.</p>
<p><em>S.P.: Zurück zum Thema Sexualaufklärung. Oft hört man, dass man mit der Aufklärung einfach warten soll, bis das Kind Fragen stellt, ist das aus Ihrer Sicht ratsam?</em></p>
<p>U.B.: Fragen von Kindern ernst zu nehmen und altersgemäß darauf zu antworten ist lobenswert und wichtig. Eine Altersgemäße Antwort bedeutet aber nicht, die Frage mit der Pauschalaussage „Dafür bist du noch zu klein!“, auszuhebeln. Denn das ist ein Ausweichmanöver, keine Antwort. Problematisch bei diesem Vorgehen ist, dass sich ohne Antwort die Frage nicht in Luft auflöst und natürlich auch nicht konstruktiv behandelt wurde. Folglich sucht das Kind immer noch nach einer Antwort, meist jedoch anderweitig, bei Freunden, im Internet, wo auch immer sich ihm dann eine neue Möglichkeit bietet. All dies kann jedoch einen eigenen Preis haben. Und der hängt von den Rahmenbedingungen ab, die eben diesen dann gesuchten Möglichkeiten innenwohnen. Dabei kann es zu Fehlinformationen kommen oder zu einer Überforderung, wenn beispielsweise im Internet der Altersschutz nicht gewährleistet ist. Auch findet die Suche dann nicht selten heimlich statt, was Gewissenskonflikte gegenüber der Familie zur Folge haben kann&#8230; Es gibt aber auch Kinder, die eher schweigsam sind und von sich aus gar nicht fragen. Immer wieder wiegen sich Eltern dann in einer Art falschen Sicherheit und denken, ausbleibende Fragen seien ein selbstverständlicher Garant dafür, dass Ihr Kind noch nicht mit sexuellen Themen in Kontakt gekommen sei.</p>
<p>Folgende Aspekte sprechen gegen diese Einschätzung:</p>
<p>1. Wir können nicht nicht aufklären. Kinder lernen am Modell. Selbst wenn die Eltern schweigen – und je länger sie das tun umso mehr, spricht ihr Schweigen eine laute und deutliche Sprache: Darüber spricht man nicht!</p>
<p>2. Auch wenn das Kind nicht fragt, kann es bereits mit anderen Aufklärungsquellen in Kontakt gekommen sein. Gerade wenn Wert darauf gelegt wird, dass Sex zu Hause kein Thema ist, nehmen Kinder das auch wahr und behalten unter Umständen befremdliche Informationen lieber für sich bzw. holen sich anderweitig Rat.</p>
<p>3. Eltern haben keine &#8222;Aufklärungshoheit“, in dem Sinne, dass nur sie bestimmen könnten, wann welche Informationen ihre Kinder erreichen und dass sie zugleich andere Informationsquellen komplett von ihnen fernhalten könnten. Auch wenn manche Eltern dies versuchen oder annehmen. Doch wir leben ja nicht isoliert unter einer Art „Käseglocke“ ohne Außenkontakte. Noch während sie um eine Strategie oder klare Position ringen, werden viele Kinder eben auch oder manchmal ausschließlich durch andere Quellen mit dem Thema Sex bekannt gemacht, und das ist keineswegs nur der Aufklärungsunterricht in der Schule. Es sind Mitschüler, Nachbarkinder oder -Erwachsene, Freunde, Bekannte, Verwandte, Fremde, Musik-Idole, Kinderhelden, Werbung und Medien &#8211; und immer häufiger auch pornografische Filme auf Smartphones oder Tablets.</p>
<p><em>S.P.: Wieso ist Aufklärung für Kinder wichtig?</em></p>
<p>U.B.: Dass wir geschlechtlich sind und Sexualorgane haben, gehört zur Grundausstattung unseres Menschseins dazu. Kinder lernen natürlich ihre Geschlechtlichkeit und erwachende Sexualität erst nach und nach kennen. Deshalb können sie Vieles, was ihnen begegnet, noch nicht einordnen, geschweige denn Fehlinformationen ausmachen und durch sachgerechte Informationen ersetzen. Aus diesen Grund brauchen Kinder eine verantwortungsvolle Sexualaufklärung, um ihre Entwicklung vom Kind zum Erwachsenen verstehen und einordnen zu können – und zur Orientierung in dieser Welt, in der Sexualität an vielen Stellen sehr gegenwärtig ist. Das stellt schon manch Erwachsene vor Herausforderungen. Doch für Kids und Teens ist diese Präsenz eben ein Teil der Aufklärung, selbst wenn dies vielen Eltern nicht bewusst ist. Sexualaufklärung ist darüber hinaus eine elementare Säule in der Prävention sexueller Übergriffe. Die Entwicklungen rund um #metoo und #churchtoo machen transparent, dass diese Übergriffe in allen Ebenen der Gesellschaft und auch in kirchlichen Kreisen stattfinden, und wie wichtig es ist, sich präventiv, etwa durch die Analyse struktureller Gefährdungen und nicht erst in der Aufarbeitung von Übergriffen damit auseinander zu setzen. Dazu schulen wir vom Weißen Kreuz übrigens auch Gemeinden und entwickeln mit ihnen entsprechende Schutzkonzepte.</p>
<p><em>S.P.: Was raten Sie Eltern mit Blick auf die Aufklärung ihrer Kinder?</em></p>
<p>U.B.:</p>
<ul>
<li>Übernehmen Sie Verantwortung für die altersgemäße Aufklärung Ihrer Kinder. Legen Sie nach Möglichkeit eine gute, altersgemäße Erstinformation, damit Ihre Kinder Folge-Informationen besser einordnen können.</li>
<li>Schaffen Sie von Anfang an und schrittweise eine gute Gesprächsbasis. Sie erklären ihren Kindern ja auch sonst „die Welt“ – daher auch in diesen Fragen und Themen. Zeigen Sie sich ansprechbar.</li>
<li>Aufklärung ist eine Lebenshaltung, kein Termin. Knüpfen Sie an die Sprache Ihrer Kinder an. Bieten Sie eine Erweiterung zu vorhandenen Wissen an.</li>
<li>Wertschätzen Sie die kindliche Neugierde anstatt sie abzuwerten.</li>
<li> Eine gute, altersgemäße Sexualaufklärung ist auch eine sehr wichtige Prävention zum Schutz vor sexuellen Übergriffen und Gewalterfahrungen. Stärken Sie Ihr Kind, damit es nicht zum Opfer wird!</li>
<li>Falls Sie selbst auf keine gute Aufklärung zurückblicken oder sich als sprachlich zu diesen Themen als nicht kompetent wahrnehmen, bleiben Sie nicht dabeistehen. Schließen Sie Ihre Wissenslücken, suchen Sie sich bewusst Fortbildungen zu diesen Themen und hilfreiche Literatur. In der Mediathek vom Weißen Kreuz beispielsweise gibt es sehr viel Material im kostenlosen Download: <a href="https://www.weisses-kreuz.de/mediathek/">Mediathek vom Weißen Kreuz. </a> Auch unter anderem ein Denkangebot zum Thema Sexualaufklärung, das ich verfasst habe: <a href="https://www.weisses-kreuz.de/wp-content/uploads/2020/10/170720_WEIK_Denkangebot_Nr7_Web.pdf">Download als pdf</a>.  aber auch Denkangebote zu den Themen Sexueller Missbrauch, Traumatisierungverstehen, Gemeinschaft braucht Respekt (Grenzverletzungen bei Erwachsenen), Pornografie u. v. a. m.</li>
<li>Eltern, die in Fragen der Sexualaufklärung unsicher sind, profitieren vom Tagesseminar „<a href="http://www.aufgabe-und-chance.de/">Sexualaufklärung – Aufgabe und Chance©</a>“ von Dr. Ute Buth, das auch digital angeboten wird. Es vermittelt zentrale Grundlagen der Sexualaufklärung und sexuellen Lerngeschichte. Einflüsse von Kultur, Glaube und Herkunftsfamilie werden genauso aufgezeigt wie die zahlreichen Mitaufklärer und auf welchen Wegen sie Kinder erreichen. Nähere Informationen und Termine finden Sie auf: www.aufgabe-und-chance.de</li>
</ul>
<p><em>S.P.: Vielen Dank für das Gespräch!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><em>Dr. med. Ute Buth ist Fachärztin für Frauenheilkunde, Fachberaterin Gynäkologie für das<a href="https://www.weisses-kreuz.de/"> Weiße Kreuz</a> e.V., Sexualberaterin nach DGfS (Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung) und Team.F Seminarleiterin. Sie leitet die Beratungsstelle herzenskunst in Bochum www.herzenskunst-beratung.de</em><br />
<em>Die Buchautorin u.a. von <a href="https://www.amazon.de/M%C3%A4delskram-Bauchkribbeln-Deo-elternfreie-Zone/dp/3775155686">„Mädelskram – Bauchkribbeln, Deo und elternfreie Zone“</a>, „<a href="https://www.nimm-lies.de/erklaert-mir-mal-wo-komm-ich-her-ein-aufklaerungsbuch-von-ute-buth/14418">Erklärt mir mal, wo komm ich her“</a> und <a href="https://www.amazon.de/Frau-sein-Sexualit%C3%A4t-Leib-Seele/dp/374814797X">„Frau sein – Sexualität mit Leib und Seele“</a> ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.</em></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=54ClOK_L6YQ">Mit dem Hope-Channel wurde bereits 2015 ein Interview mit Frau Dr. Buth geführt und das findet sich in youtube.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wieso-verantwortung-in-der-sexualaufklaerung-wichtig-ist/14522">Wieso Verantwortung in der Sexualaufklärung wichtig ist &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Ein Interview von Sergej Pauli mit Dr. med. Ute Buth, Frauenärztin und Sexualberaterin&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Not a Fan!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 08:05:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blognews]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[christliche Leiter]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Personenkult]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mir schon länger überlegt über dieses Thema einen Artikel zu schreiben. Der Skandal um Ravi Zacharias macht mir deutlich, dass ich eher unnötig lang gezögert habe: Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. (Mt.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/not-a-fan/14249">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/not-a-fan/14249">Not a Fan!</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir schon länger überlegt über dieses Thema einen Artikel zu schreiben. <a href="https://www.christianitytoday.com/news/2021/february/ravi-zacharias-rzim-investigation-sexual-abuse-sexting-rape.html">Der Skandal um Ravi Zacharias</a> macht mir deutlich, dass ich eher unnötig lang gezögert habe:</p>
<blockquote><p><em>Und sollt niemand Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. </em>(Mt. 23,9)</p>
<p><em>Was kann aus Nazareth schon Gutes kommen?</em> (Joh. 1,46)</p></blockquote>
<p>Manchmal frage ich mich, ob gerade die Abwesenheit eines formellen Papsttums uns Evangelikale derart anfällig für den Personenkult macht? Bevor ich hier überhaupt wage, auf jemand anderen mit dem Finger zu zeigen, wird mir mein götzendienerisches Herz auf beschämende Weise bewusst.</p>
<p>Mir ist es neulich beim Lesen von<a href="https://www.nimm-lies.de/schmeckt-und-seht/14224">&#8222;Schmeckt und Seht&#8220;</a> aufgefallen, dass John Piper völlig überflüssige und unnötige Hinweise auf C.S. Lewis gibt. Auf S. 76 und 78 z.B. findet sich zuerst ein Verweis darüber, wie wichtig es ist über die &#8222;gewöhnliche alltägliche Schöpfung&#8220;, wie Bäume zu staunen, und im zweiten Fall, wie wichtig es ist, gute Bücher zu lesen. In beiden Fällen hielt Piper einen Verweis auf Lewis für notwendig, obwohl der Artikel explizit über das Leben eines völlig anderen Theologen handelte (Clyde Kilby). Ist das Staunen über Bäume deswegen so wichtig, weil Lewis es tat? Ist das Lesen alter Bücher vor allem deswegen so nützlich, weil Lewis das nahelegt? Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass die besseren Argumente dafür, warum man beides (also Bäume bestaunen und alte Bücher lesen) tun sollte, dadurch nicht erwähnt wurden, weil man sich auf einen Verweis auf eine Autorität beschränkte. Beim Lesen aufgefallen?! Eigentlich ist mir das nur bewusst geworden, weil ich an dem Abend zu viele Nüsse gegessen habe, schlecht schlafen konnte und mir nachts der gelesene Artikel immer wieder vor Augen kam. Beim Lesen selbst war mein dominierender Gedanke: Ich muss unbedingt mehr von Lewis lesen, immerhin schwärmt ja Piper von diesem Autor!<span id="more-14249"></span></p>
<p>Mir wird zunehmend bewusst, wie tief verwurzelt dieses Problem ist und wie unfassbar anfällig wir (oder zumindest ich) für Personenverehrung (eine modifizierte Form der Menschenfurcht) sind. Ich erinnere mich daran, dass eine völlig bizarre Praxis (Rasiergebot für Männer) locker mit dem Satz abgenickt wurde: &#8222;Die Brüder werden sich dabei etwas gedacht haben&#8220;. Aber auch hier beklage ich das Trachten meines Herzens. Auf mich macht zwar das Rasiergebot wenig Eindruck, dafür machte der Verweis auf die &#8222;Gedanken der Brüder&#8220; umso mächtiger Eindruck. Sei es auch nur,  dass dies im inversen Sinne geschah, dass ich mich über solche Gebote ärgerte, die von &#8222;solch geistlichen und erfahrenen Brüdern&#8220; zu kommen scheinen. Also selbst meine Ablehnung einer Meinung ist mit einem hinterhältigen Personenkult beschmutzt. Ich würde es mir wünschen, dass &#8222;die besagten Brüder&#8220; eben eine zuverlässige Autorität wären, ein Leitstern für moralische Entscheidungen. Weil sie meinen Ansprüchen nicht genügten, war meine Ablehnung umso vernichtender.</p>
<p>In Gesprächen mit meinen Mitchristen fällt mir immer wieder auf, wie schädlich Personenkult für saubere Bibelarbeit ist. Einige meiner Freunde sind sehr von der Theologie R. Liebis geprägt, was zunächst einmal kein großes Problem ist. Problematisch ist es, wenn in Gesprächen über den Inhalt biblischer Texte weniger über die Bedeutung des Textes gesprochen wird, als darüber, was Liebi (in anderen Denominationen mit anderen Namen ersetzen bitte!) darüber denkt. Es ist einfach keine gute Exegese, wenn man auf eine Interpretation nicht mit einer tieferen Bibelarbeit, sondern mit dem Verweis &#8222;Liebi sagt aber so&#8220; begnügt.</p>
<p>Ich muss meine Überlegungen mit drei Punkten eingrenzen und klar stellen:</p>
<p>Erstens, werden wir nicht frei vom Personenkult, wenn wir einfach das Erbe der Kirchengeschichte oder die wertvolle Arbeit der Lehrer der Gemeinde, die Gott eingesetzt hat, streichen oder ignorieren.  Es geht wirklich um angemessene, gottesfürchtige Anerkennung derselben. Es geht nicht darum, nicht mehr &#8222;zu zitieren&#8220;! Deswegen ist es keine Lösung &#8222;nichts als die Bibel zu lesen&#8220;, oder nur verschleiert &#8222;zu zitieren&#8220;.  Häufig versteckt sich so der törichteste Personenkult, den es gibt, die narzisstische Begeisterung von sich selbst. Im Kontext starker, großer und dominanter christlicher Familien habe ich z.B. häufig beobachtet, dass man die Ansichten eines Vaters, Onkels, Opas (oder eben der Leitfigur der Familie) mantraartig mit heiliger Würde wiederholte, oftmals noch Jahrzehnte nachdem diese Leitfigur verstarb (oder andersweitig als nicht zuverlässig erkannt wurde). Es wird auch klar, enttäuscht uns ein &#8222;Häuptling&#8220;, suchen wir uns den nächsten. Schuld am Personenkult ist vor allem unser sündiges Herz.</p>
<p>Zweitens gibt es den Bezug auf eine &#8222;Insider-Clique&#8220;, des christlichen Tribalismus. Hier hat man weniger einen einzelnen Menschen im Blick als eine Strömung. Nur die dieser angehören, gelten dann als zuverlässig. Dass andere, nicht einmal die leiseste Möglichkeit besaßen, zu diesen Insidern zu gehören, wird geflissentlich übersehen. Das passiert mir immer wieder, wenn ich einen Kommentar, eine biblische Theologie o. Ä schon deswegen für gut halte, weil sie &#8222;reformiert&#8220; ist. Immer wieder musste ich feststellen, dass man so zahlreiche kostbare Perlen übersehen hat.</p>
<p>Schließlich darf auch der historische Personenkult nicht unerwähnt bleiben. Natürlich bin ich Martin Luther Fan, womöglich bin ich gar Crypto-Lutheraner . Einen unseren Söhne haben wir sogar Martin Luther genannt. Mir wird immer wieder bewusst, wie weit mein Personenkult hier geht, wenn ich Luthers völlig bizarrer Abendmahlslehre (und ihrer unchristlichen Verteidigung) nur deswegen mit Verständnis begegne, weil sie eben von Luther stammt. Würde ein ganz gewöhnlicher Christ darauf kommen, könnte ich höchstens darüber spotten. So wird der hitzigste Bekämpfer des Papststum zum Ersatzpapst.</p>
<p>Luther ist ein gutes Beispiel um mit diesem Thema abzuschließen. Ein Christ ist immer <em>simul justus et peccator</em> (Gleichzeitig gerecht und Sünder). Verschließen wir nicht die Augen, weder vor seiner brillanten Leistung, die er durch die Gnade Gottes in vielen Bereichen wirken konnte, aber auch nicht vor den furchtbaren, kaum zu ertragenden Positionen die dieser hoffnungslose Sünder vertratt.</p>
<p>Übrigens: Das einzig <a href="https://www.glaubend.de/der-personenkult/">wirksame Gegengift gegen den Personenkult ist radikale Umkehr zum Christuskult.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/not-a-fan/14249">Not a Fan!</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Christus ist das Haupt der Kirche, nicht Cäsar</title>
		<link>https://nimm-lies.de/christus-ist-das-haupt-der-kirche-nicht-caesar/14039</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/christus-ist-das-haupt-der-kirche-nicht-caesar/14039#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 08:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[John F. MacArthur]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstandsrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wilfried Plock hat mich auf diese legendäre Aktion von John F. MacArthur aufmerksam gemacht. Danke dafür! Die Reaktion der GCC (Grace Community Church) ist angesichts der aktuell veranlassten unbefristeten und vollständigen Versammlungsverbote in Kalifornien nachvollziehbar: Das erste Versammlungsverbot für Großveranstaltungen (eingeschlossen Gottesdienste) galt, ähnlich wie&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christus-ist-das-haupt-der-kirche-nicht-caesar/14039">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-ist-das-haupt-der-kirche-nicht-caesar/14039">Christus ist das Haupt der Kirche, nicht Cäsar</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wilfried Plock hat mich auf diese legendäre Aktion von John F. MacArthur aufmerksam gemacht. Danke dafür!</p>
<p>Die Reaktion der GCC (Grace Community Church) ist angesichts der aktuell veranlassten unbefristeten und vollständigen Versammlungsverbote in Kalifornien nachvollziehbar:</p>
<p>Das erste Versammlungsverbot für Großveranstaltungen (eingeschlossen Gottesdienste) galt, ähnlich wie in Deutschland, für April/Mai diesen Jahres. Dabei wurde vorausgesetzt, dass die neu erlassenen Regelungen zeitlich befristet sind und schrittweise gelockert werden. Im Juni und zu Beginn des Juli konnten Gottesdienste unter besonderen Maßnahmen wieder stattfinden. Das nachfolgende Statement bezieht sich auf eine erneute, zweite Sperre, die im Juli erlassen wurde und nun speziell und unbefristet jegliche Ausübung von Religions-veranstaltungen, einschließlich Gottesdiensten und anderen Gemeindeveranstaltungen, in Kalifornien verbietet.</p>
<p>Die GCC stellt in ihrer Stellungsnahme klar:</p>
<p><em>&#8222;Die biblische Verpflichtung für unsere Kirchen offen zu bleiben Christus ist Herr über alles. Er ist das einzige wahre Haupt der Kirche (Epheser 1,22; 5,23; Kolosser 1,18). Er ist der König der Könige &#8211; Herrscher über jede irdische Autorität (1.Timotheus 6,15; Offenbarung 17,14; 19,16). Die Grace Community Church steht seit jeher unerschütterlich auf diesen biblischen Prinzipien. Als sein Volk sind wir seinem Willen und seinen Geboten unterworfen, wie sie in der Heiligen Schrift offenbart werden. Deshalb können und wollen wir eine von der Regierung auferlegte Sperre unserer wöchentlichen Gemeindegottesdienste oder anderen regelmäßigen gemeinsamen Versammlungen nicht hinnehmen. Eine Einwilligung wäre Ungehorsam gegenüber den klaren Geboten unseres Herrn.</em></p>
<p><em>Vielleicht denkt mancher, dass eine solch konkrete Aussage in direkten Widerspruch zu dem in Römer 13 und 1. Petrus 2 dargelegten Gebot steht, sich regierenden Autoritäten zu unterwerfen. </em><em>Die Heilige Schrift gebietet einen sorgfältigen, gewissenhaften Gehorsam gegenüber allen regierenden Autoritäten, einschließlich Königen, Präsidenten, Arbeitgebern und ihren Bevollmächtigten (d.h., um es mit den Worten des Petrus zu sagen: &#8222;nicht allein den guten und gelinden, sondern auch den verkehrten&#8220; [1. Petrus 2,18, Elbefelder 1905]). Soweit die Regierungsbehörden nicht versuchen, kirchliche Autorität auszuüben, oder Befehle zu erteilen, die unseren Gehorsam gegenüber Gottes Gesetzen verbieten, ist ihrer Autorität zu gehorchen, ob wir nun mit ihren Entscheidungen einverstanden sind oder nicht. Mit anderen Worten: Römer 13 und 1. Petrus 2 binden immer noch das Gewissen des einzelnen Christen. Wir sollen unseren irdischen Autoritäten gehorchen, da diese von Gott selbst eingesetzt sind.</em></p>
<p><em>Doch obwohl die zivile Regierung mit göttlicher Autorität ausgestattet ist um den Staat zu regieren, gewährt keiner der oben zitierten Texte (und auch kein anderer) den irdischen Machthabern die Rechtshoheit über die Kirche. Gott hat drei Institutionen innerhalb der menschlichen Gesellschaft geschaffen: die Familie, den Staat und die Kirche. Jede Institution hat ihren eigenen Autoritätsbereich mit Zuständigkeitsgrenzen, die respektiert werden müssen. Die Autorität eines Vaters ist auf seine eigene Familie beschränkt. Die Autorität der Kirchenführer (die ihnen von Christus übertragen wurde) ist auf kirchliche Angelegenheiten beschränkt. Und die Regierung ist speziell mit der Aufsicht und dem Schutz des bürgerlichen Friedens und Wohlergehens innerhalb der Grenzen einer Nation oder Gesellschaft betraut. Gott hat den irdischen Machthabern keine Autorität über die Lehre, die Praxis oder die Gestalt der Gemeinschaft in der Kirche verliehen. Der biblische Ordnungsrahmen beschränkt die Autorität jeder Institution auf ihre spezifische Zuständigkeit. Die Kirche hat nicht das Recht, sich in die Angelegenheiten einzelner Familien einzumischen und die elterliche Autorität zu ignorieren. Eltern haben nicht das Recht, öffentliche Angelegenheiten unter Umgehung der zuständigen staatlichen Beamten zu regeln. Und ebenso wenig haben Regierungsbeamte das Recht, sich in kirchliche Angelegenheiten in einer Weise einzumischen, welche die von Gott verliehene Autorität von Pastoren und Ältesten untergräbt oder missachtet&#8230;&#8220; </em><a href="https://www.nbc-pfalz.de/app/download/9209126575/Statement%20Grace%20CC%20zum%20Versammlungsverbot.pdf?t=1597215942">Weiterlesen hier.</a></p>
<p><a href="https://www.gracechurch.org/news/posts/1988">Hier</a> findet sich die Stellungnahme auf der Homepage der Gemeinde. Es ist möglich, diese mit seiner Unterschrift zu unterstützen.</p>
<p><em>In der Zwischenzeit hat man der GCC  übrigens angedroht den Strom abzuschalten, und bald danach das Wasser, um kirchliche Versammlungen unmöglich zu machen, falls sich die Kirche nicht den Sperren beugt. (siehe twitter posts bei GCC’s Pastor Phil Johnson)</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-ist-das-haupt-der-kirche-nicht-caesar/14039">Christus ist das Haupt der Kirche, nicht Cäsar</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 16:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Der Untergang des christlichen Abendlandes]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Ouweneel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ouweneel scheint in den Kreisen der &#8222;Brüder&#8220; durchaus umstritten zu sein. Aber selbst die größten seiner Kritiker finden noch Anerkennendes über sein Frühwerk. Eines davon trägt den durchaus provozierenden Titel: &#8222;Der Untergang des Christlichen Abendlandes&#8220; und ich würde das Buch als leichten Einstieg zu Schaeffers&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910">Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ouweneel scheint in den Kreisen der &#8222;Brüder&#8220; durchaus umstritten zu sein. Aber selbst die <img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-12927" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0.jpg 560w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />größten seiner Kritiker finden noch Anerkennendes über sein Frühwerk.</p>
<p>Eines davon trägt den durchaus provozierenden Titel: &#8222;Der Untergang des Christlichen Abendlandes&#8220; und ich würde das Buch als leichten Einstieg zu Schaeffers ausführlich gestalteter Analyse &#8222;<a href="https://www.nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749" target="_blank" rel="noopener">Wie können wir denn Leben?&#8220;</a> sehen.  Ich fand das Buch neulich in meinem Bücherregal und habe die 60 Seiten sehr schnell durchgelesen.</p>
<p>Der Autor arbeitet heraus, dass der Existenzialismus für die Popkultur am Ende des zwanzigsten Jahrhundertes die Leitidee war. Der Existenzialismus kennt nur Relative Aussagen und ist hoffnungslos. Diese Hoffnungslosigkeit geht zunächst in die Kunst über und erreicht schnell junge Menschen und irgendwann die ganze Gesellschaft. Die Früchte dieser Entwicklung seit den 60 Jahren können wir heute überall ernten:</p>
<blockquote><p>Das hat ganz einschneidende Konsequenzen. Früher war es absolut verboten zu morden, zum Beispiel auch, gesunde Kinder zu töten. Heute gibt es aber Fälle, in denen das Leben von Mutter und Kind nicht gefährdet ist und kein wirklich unlösbares Problem vorliegt, und doch erwogen wird, die Tötung des Kindes im Mutterleib zu legalisieren. Früher war es Personen desselben Geschlechts verboten, miteinander geschlechtlichen Umgang zu haben. Heutzutage ist es denkbar, das zu tolerieren oder sogar zu propagieren. Wir leben nicht mehr mit Gegensätzen zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Gutem und Bösem. Früher wurden die Kinder mit absoluten moralischen Maßstäben erzogen. Das ist nicht mehr so. Und darum gibt es keine echten Antworten mehr auf die drängenden Fragen der Jugend. (S. 33)</p></blockquote>
<p>Wem Schaeffer zu kompliziert sein sollte, der sollte zu diesem Buch greifen. Jedoch wird man schnell sehen, eine genauere Analyse bräuchte sicher mehr Platz.  <a href="https://www.christ-und-buch.de/Der_Untergang_des_christlichen_Abendlandes,_Dr.W.J._Ouweneel" target="_blank" rel="noopener">Das Buch ist nur noch antiquarisch</a> erhältlich. Mein Exemplar würde ich für 5 EUR inklusive Versand verkaufen. Wer zuerst kommt mahlt zuerst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910">Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Tipp: Orthodoxie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2018 19:59:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[G.K. Chesterton]]></category>
		<category><![CDATA[Orthodoxie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Je komplexer ein Thema ist, desto schwieriger wird es in Kürze einen roten Faden aufzuzeigen, ohne den Inhalt des Besprochenen zu korrumpieren. Zu Chestertons Werk &#8222;Ketzer&#8220; gibt es zahlreiche Rezensionen, ich habe mich aber lieber für &#8222;Orthodoxie&#8220; entschieden. Chesterton ist immer dann stark, wenn er&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-orthodoxie/12912">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-12924" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/34220605z-178x300.jpg" alt="" width="178" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/34220605z-178x300.jpg 178w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/34220605z.jpg 249w" sizes="(max-width: 178px) 100vw, 178px" />Je komplexer ein Thema ist, desto schwieriger wird es in Kürze einen roten Faden aufzuzeigen, ohne den Inhalt des Besprochenen zu korrumpieren. Zu Chestertons Werk &#8222;<a href="https://www.nimm-lies.de/ketzer-ein-plaedoyer-gegen-die-gleichgueltigkeit/8464" target="_blank" rel="noopener">Ketzer</a>&#8220; gibt es zahlreiche Rezensionen, ich habe mich aber lieber für &#8222;Orthodoxie&#8220; entschieden. Chesterton ist immer dann stark, wenn er das Christentum verteidigt, und immer dann schwach wenn er den Katholizismus verteidigt. So habe ich auch dieses Werk empfunden. Chesterton argumentiert offen und emotional von seiner Erfahrung und verweist von verschiedenen Argumenten her auf die Vollständigkeit und Fülle eines christlichen Denkens, welches er Dogma nennt. Das uralte Dogma wusste bereits alles, was die Denker mühselig entdecken mussten. Das Dogma ist auch ein Segen und einer Bereicherung, denn der Glaube schenkt den Menschen Freude, Zufriedenheit und &#8230; Demokratie! Für Chesterton auch eine Frucht des Glaubens.</p>
<p>Dieser Freude (und gleichzeitiger Leidensbereitschaft) des Glaubens steht entweder ein blinder Optimismus von Idealisten oder ein fataler Pessimismus von Materialisten entgegen. Chesterton beschreibt letzteren folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Menschen, die die Kirche zunächst im Namen von Freiheit und Menschlichkeit bekämpften, schleudern am Ende Freiheit und Menschlichkeit von sich, nur um die Kirche zu bekämpfen. Das ist keine Übertreibung; ich könnte ein ganzes Buch mit Beispielen füllen. Als zielstrebiger Bibelkritiker zog <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_Blatchford" target="_blank" rel="noopener">Mr. Blatchford</a> aus, um zu beweisen, dass Adam sich nicht gegen Gott versündigt hat; während er sich noch trickreich mühte, diese These zu untermauern, bekannte er ganz nebenbei, kein einziger Tyrann, von Nero bis König Leopold, habe sich gegen die Menschheit versündigt. Ich kenne einen Mann, der fanatisch zu beweisen sucht, dass es für ihn kein persönliches Leben nach dem Tod geben wird, und der bei der Ansicht landet, für ihn gebe es auch jetzt kein persönliches Leben. (&#8230;) Sie verbrannten ihr eigenes Getreide, nur um die Kirche in Brand zu stecken, sie zerschlugen ihr eigenes Werkzeug , nur um sie damit zu zerschlagen.; jeder Stock war gut genug, um auf sie einzuprügeln, auch wenn er das letzte Stück ihres eigenen zerbrochenen Mobiliars war. Den Fanatiker, der das Diesseits aus Liebe zum Jenseits zugrunde richtet, bewundern wir ganz und gar nicht und würden ihn kaum entschuldigen. Aber was halten wir von dem Fanatiker, der das Diesseits aus Hass gegen das Jenseits zugrunde richtet?</p></blockquote>
<p>Was mich überrascht hat war, wie leicht das Buch zu lesen war. Chesterton arbeitet die Stärken eines Denkens aus, dass Supernaturalismus berücksichtigt. Hier sieht er generell das reichere Leben, das freiere Denken, die bessere Kunst. Diese Ansicht teile ich mit dem Autor. Die vor allem zum Schluss des Werkes stärker werdende Verteidigung des Katholizismus muss ich aber verwerfen.</p>
<p>Das Buch ist für <a href="https://www.buecher.de/shop/buecher/orthodoxie/chesterton-gilbert-k-/products_products/detail/prod_id/34220605/" target="_blank" rel="noopener">9,95EUR zu erwerben</a>.</p>
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		<title>Tipp: Die letzte Nacht der Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2018 18:13:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Die letzte Nacht der Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren stand ich eines Morgens mit der Absicht auf, mir als Vorbereitung auf einen Besuch in London die Haare schneiden zu lassen, und der erste Brief, den ich öffnete, machte mir klar, dass ich nicht nach London zu fahren brauche. Also beschloss ich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-die-letzte-nacht-der-welt/12287">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-die-letzte-nacht-der-welt/12287">Tipp: Die letzte Nacht der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/titel=die+letzte+nacht+der+welt?lid=1" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-12300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/41M58CV15VL._SX287_BO1204203200_-183x300.jpg" alt="" width="183" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/41M58CV15VL._SX287_BO1204203200_-183x300.jpg 183w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/41M58CV15VL._SX287_BO1204203200_.jpg 289w" sizes="auto, (max-width: 183px) 100vw, 183px" /></a>Vor einigen Jahren stand ich eines Morgens mit der Absicht auf, mir als Vorbereitung auf einen Besuch in London die Haare schneiden zu lassen, und der erste Brief, den ich öffnete, machte mir klar, dass ich nicht nach London zu fahren brauche. Also beschloss ich auch das Haareschneiden aufzuschieben. Aber da begann in mir ein ganz unerklärliches leises Quengeln, fast als sage eine Stimme: „Lass sie dir trotzdem schneiden. Geh und lass sie schneiden.“ Schließlich hielt ich es nicht mehr aus. Ich ging. Nun war zu jener Zeit mein Friseur ein Mitchrist und ein Mann mit vielen Schwierigkeiten, dem mein Bruder und ich hin und wieder hatten helfen können. Sobald ich seine Ladentür öffnete, sagte er: „Ach, ich habe darum gebetet, Sie möchten heute kommen.“ Und in der Tat: Wäre ich einen oder zwei Tage später gekommen – ich hätte ihm nichts genutzt ( Zitat S.5)</p></blockquote>
<p>Wenn ich zu Büchern von C.S. Lewis greife, tue ich das ungerne; er war eine Persönlichkeit, die polarisiert (auf sermon audio findet man eine Masse Beiträge, die ihn verurteilen, und eine ebenso große Masse an Beiträgen die ihn in besten Tönen ehren), und so ganz schlau bin ich aus ihm nicht geworden. Aber immer wenn ich mich überwand, ihn zu lesen, wurde ich nicht enttäuscht. So auch bei dieser Auswahl an Essays von Lewis.<span id="more-12287"></span></p>
<p>Obiges Zitat ist dem Beitrag entnommen mit dem Titel  „Von der Wirksamkeit des Gebets“. Das Gebet ist kräftig und nie umsonst, und doch keine Maschinerie, so als bestehe hier ein wissenschaftlich messbarer Zusammenhang zwischen Gebet und Erfüllung desselben. Lewis besticht durch seine Argumentation:</p>
<blockquote><p>Noch schlimmer wäre es, wollte man sich jene, deren Gebet erhört wird, als eine Art Günstlinge vorstellen, als Leute, die Einfluss bei Hofe haben. Das abgewiesene Gebet Christi in Gethsemane gibt darauf hinreichend Antwort. (…) Verlässt also Gott gerade seinen treuesten Diener? Nun, sein allertreuester rief, einem qualvollen Tode nah: „Warum hast du mich verlassen?“ (Zitat S. 12 f.)</p></blockquote>
<p>Man würde nicht unbedingt von einem Professor der Literatur einen Beitrag zum Thema Gebet erwarten, aber Lewis schreibt hier als ein Christ von Erfahrungen der Jünger Jesu.</p>
<p>Das zweite Essay mit dem Titel „Über das Festhalten am Glauben“ ist eine schöne Motivation sich nicht durch vermeintliche wissenschaftliche Argumente vom Glauben abbringen zu lassen. Ein Glaube der sich beweisen lässt, ist kein Glaube mehr. Wenn ich einem Freund meine Treue und Zuverlässigkeit beweisen musst, kann keine Rede mehr von Vertrauen sein.</p>
<p>Was mich am dritten Beitrag „Gute Arbeit und gute Werke“ überrascht hat, ist seine Aktualität. Lewis beklagt eine Folge der Industrialisierung: Den Wegfall „guter“ Arbeit:</p>
<blockquote><p>Auch Künstler reden von „guter Arbeit“ – aber immer seltener. Sie geben nachgerade andern Wörtern den Vorzug, wie „bedeutend“, „wichtig“, „modern“ oder kühn“. Das ist nach meiner Meinung kein gutes Symptom. Aber in allen voll industrialisierten Gesellschaften ist die große Masse der Menschen das Opfer einer Sachlage, die das Ideal guter Arbeit von Anfang an fast ausschließen (…) Heutzutage darf Arbeit nicht gut sein. (Zitat S. 33)</p></blockquote>
<p>Arbeit verliert durch Massenfertigung und Fließbandarbeit Ihren Wert für den Arbeitnehmer. Während ein Schmied in der Antike wusste, dass von der Qualität seiner Arbeit der Erfolg eines ganzen Krieges abhängen kann <b>und sich somit ins Zeug warf, weiß einer, der Plakate klebt, der  einen „nutzlosen, hässlichen und verderblichen Luxusgegenstand“ (Zitat S. 38).</b> Arbeit wird nach Gelegenheit gewählt, nach der besten Bezahlung und den besten Bedingungen, den Zusammenhang zwischen Beruf und Berufung hat man dabei vergessen.</p>
<p>Ich denke dieser Beitrag wäre für jeden jungen Menschen empfehlenswert, der sich aktuell nach einem Beruf umsieht. Lewis ermahnt uns:</p>
<blockquote><p>Und selbstverständlich werden wir (Christen; Anm. Verfasser) Ausschau halten nach jeder Möglichkeit des Entweichen. Falls  wir unsere Laufbahn wählen können (aber kann das einer unter tausend?), werden wir hinter den vernünftigen Aufgaben her sein, wie ein Windhund an ihnen festhalten wie die Kletten. Falls uns die Möglichkeit geboten wird, werden wir versuchen, unsern Lebensunterhalt zu verdienen, in dem wir eine Arbeit gut leisten, die sich lohnte, auch wenn wir uns nicht um unseren Lebensunterhalt mühen müssten. Eine beträchtliche Demütigung unserer Habsucht mag nötig werden. Meistens bringen gerade die sinnwidrigen Arbeiten sehr viel Geld ein; sie sind häufig auch die am wenigsten mühseligen (S. 40 f.)</p></blockquote>
<p>Dieser dritte Beitrag zeigt, dass Lewis klar in einem christlichen Weltbild denkt. Für Ihn haben alle Fragen des Lebens, alle Entwicklungen eines Menschen oder eines Staates einen Bezug zum Glauben. Das ist etwas, wo er uns ein Vorbild ist. Obwohl ich persönlich über die beschriebene Problematik des Verlustes von Arbeitsqualität öfter nachgedacht habe, habe ich noch nie eine Predigt zu diesem Thema gehört. Heute reduzieren wir den Glauben gerne auf einen immer kleiner werdenden Zuständigkeitsbereich. Lewis gibt dieser Entwicklung ordentlich Gegenwind!</p>
<p>Der vierte Beitrag zeigt, dass Lewis sich keine Denkverbote auferlegen lässt. In dem Essay „Religion und Raketen“ geht er der Frage nach, ob unser Glaube erschüttert würde, wenn Leben im All entdeckt werde. Ein Einwand der Wissenschaft, der ja bis heute noch gerne geführt wird und bis heute rein spekulativ bleiben wird. Für Lewis wird er das auch immer sein, dennoch führt er mit uns ein Gedankenexperiment mit dem klaren Ergebnis, dass hier kein Konflikt mit dem Glauben vorliegen würde. Recht köstlich zu lesen.</p>
<p>Der titelgebende Beitrag „Die letzte Nacht der Welt“ zeigt Lewis klares Bekenntnis zu den Lehren der Kirche. Es ist ein Plädoyer für das Erwarten der Wiederkunft Christi. Lewis erkennt hier bereits die Kampffront. Die Apokalyptik der Bibel steht im Konflikt mit der Evolutionstheorie. Ein plötzliches Ende steht im Widerspruch, der ganzen Hoffnung der Welt um uns herum, alles entwickele sich weiter, werde besser, reiner, klarer.</p>
<blockquote><p>Die Lehre vom Zweiten Kommen des Herrn ist dem ganzen modernen Entwicklungs-Denken zuwider. Wir haben gelernt, uns die Welt als etwas vorzustellen, das langsam seiner Vollendung entgegen wächst, als etwas, das fortschreitet oder sich entfaltet. Die christliche Apokalyptik bietet uns dergleichen Hoffnung nicht. (Zitat S. 63)</p></blockquote>
<p>Später führt er vollkommen korrekt aus:</p>
<blockquote><p>In der biologischen Geschichte gibt es kein allgemeingültiges Gesetz des Fortschritts (…) Selbst wenn es das gäbe, folgte daraus nicht &#8211; ja, es ist handgreiflich nicht der Fall -, dass es ein Gesetz des Fortschritts in der Sitten-, Kultur- und Sozialgeschichte gibt. Niemand, der die Weltgeschichte betrachtet, ohne für die Fortschrittsidee voreingenommen zu sein, kann in ihr ein stetiges Ansteigen feststellen. Oftmals gibt es einen Fortschritt innerhalb eines bestimmten Gebietes und von begrenzter Dauer. Eine Porzellanmanufaktur oder eine Malschule, eine sittliche Bemühung in einer bestimmten Richtung, eine praktische Kunst, wie das Gesundheitswesen oder Schiffsbau, mögen während einer Anzahl Jahre beständig wachsen. Würde sich ein solcher Vorgang über alle Sparten des Lebens ausbreiten und ohne Aufhören dauern, dann wäre das „Fortschritt“ von der Art, an die unsere Väter geglaubt haben. Aber so etwas scheint niemals vorzukommen. Entweder wird er (durch Barbareneinfälle oder das noch schwerer abzuwehrende Eindringen des modernen Industrialismus) unterbrochen, oder aber er zerfällt auf geheimnisvolle Weise. (Zitat S. 66)</p></blockquote>
<p>Im weiteren Verlauf des Essays macht Lewis Lust darauf, auf die Wiederkunft Christi zu warten, ohne ein „beschäftigter Nichtstuer“ zu werden. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>(…) George MacDonalad hat gute Worte gefunden. „Glauben Jene“, so fragt er, „die sagen: „Seht, hier sind Zeichen seines Kommens, oder dort“ &#8211; glauben sie, auf der Hut zu sein und seine Ankunft zu erspähen? Während er sie ermahnt, aufzupassen, dass er sie nicht dabei antreffe, wie sie ihre Arbeit vernachlässigen, glotzen sie hierhin und dorthin und passen auf, dass es ihm nicht gelinge, wie ein Dieb zu kommen! Gehorsam ist der einzige Schlüssel zum Leben“ (Zitat S. 71)</p></blockquote>
<p>Das kleine Büchlein endet mit einem eher schwachen Nachwort des Herausgebers. Was ich vermisse ist eine Datumsangabe über die Erstveröffentlichung der Beiträge. Dadurch wäre eine Eingliederung der Beiträge besser möglich.</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.christianitytoday.com/images/67445.jpg?w=700" /></p>
<p>Das Buch ist im Brunnen-Verlag erschienen und so weit ich informiert bin nur noch <a href="https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/titel=die+letzte+nacht+der+welt?lid=1" target="_blank" rel="noopener">antiquarisch verfügbar</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-die-letzte-nacht-der-welt/12287">Tipp: Die letzte Nacht der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Brief an einen Dauerzocker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jan 2018 17:54:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte/Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lieber Zocker Vielleicht wird dich dieser Brief ärgern. Das wünsche ich mir eigentlich. Weil mir Unwille und Widerstand lieber sind als passives Hinnehmen. Passivität deutet nämlich auf Enttäuschung hin. Könnte es sein, dass du zu einem bestimmten Zeitpunkt resigniert hast? Für Jungs ist die Schule&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/brief-an-einen-dauerzocker/12458">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/brief-an-einen-dauerzocker/12458">Brief an einen Dauerzocker</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Lieber Zocker</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht wird dich dieser Brief ärgern. Das wünsche ich mir eigentlich. Weil mir Unwille und Widerstand lieber sind als passives Hinnehmen. Passivität deutet nämlich auf Enttäuschung hin. Könnte es sein, dass du zu einem bestimmten Zeitpunkt resigniert hast? Für Jungs ist die Schule ein Ort für solche Enttäuschungen. Sie ist öde. Die Inhalte gefallen nur Mädchen, die brav Vokabeln büffeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei hättest du es wahrscheinlich faustdick hinter den Ohren, ich meine damit (auch) im Kopf. Nur ist dein Kopf nicht gleichermassen trainiert wie deine Finger. Ich frage mich, was wohl geschehen würde, wenn du konsequent dein Hirn trainieren würdest! Zugegeben, das braucht einige Jährchen. Doch jetzt sitzt du die beste Zeit deines Lebens ab, als ob es nichts Spannenderes geben würde als auf eine kleine Glastafel zu gucken (oder auf das Tablet bzw. den PC).&nbsp;Und ich befürchte, dass es tatsächlich nichts Spannenderes gibt. Sonst würdest du es nicht ständig tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein gescheiter Mann hat gesagt: Wer ein Wozu hat, erträgt fast jedes Wie. Und ich füge hinzu: Wer kein Wozu hat, testet fast jedes Wie aus. Die Stimulation des Hirns durch das Zocken ist nicht zu verachten. Die Ausschüttungen sind beträchtlich. Nur muss der Stoff – wie beim Süchtigen – immer höher dosiert werden. Online-Spiele sind Betäubung und Ablenkung. Die Kräfte, Ideen und Erwartungen werden umgelenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steil vorgelegt: Ein erfülltes Leben und (übermässiges) Zocken schliessen sich gegenseitig aus. Du suchst das, was alle Menschen suchen. Glück. Aber du suchst es am falschen Ort (im virtuellen Raum) und in einer falschen Form (unmittelbarer Kick-back in Form von positiven Gefühlen). Ich vermute, dass du es dir nicht eingestehen willst, dass du suchst. Ich denke mir auch, dass du es gar nicht wissen willst. Also begibst du dich lieber in freiwillige Gefangenschaft: Am selben Ort, alleine (physisch, meine ich), gedanklich absorbiert, körperlich immer in derselben (oft verkrampften) Körperhaltung.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Weiterlesen auf <a href="http://hanniel.ch/2018/01/04/kolumne-brief-an-einen-dauerzocker/" target="_blank" rel="noopener">www.hanniel.ch</a></p>
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		<title>Tipp: Bibel und Wissenschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 20:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelistische Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Liebi]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Roger Liebi hat Aussagen aus der Bibel mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verglichen und dabei festgestellt, dass eine bedeutende Zahl biblischer Aussagen erst in den letzten Jahrhunderten durch die Wissenschaft bestätigt wurden. Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch sondern Gottes schriftliche Offenbarung an uns Menschen. Daher&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-bibel-und-wissenschaft/12405">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-12409" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-194x300.png" alt="" width="194" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-194x300.png 194w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-768x1186.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-663x1024.png 663w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-1320x2039.png 1320w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01.png 1942w" sizes="auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px" />Dr. Roger Liebi hat Aussagen aus der Bibel mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verglichen und dabei festgestellt, dass eine bedeutende Zahl biblischer Aussagen erst in den letzten Jahrhunderten durch die Wissenschaft bestätigt wurden.</p>
<p>Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch sondern Gottes schriftliche Offenbarung an uns Menschen. Daher beschreibt die Bibel naturwissenschaftliche Fakten ganz nebenbei und ohne viel Aufhebens. Eben darum, weil es Gott nicht um die Vermittlung von wissenschaftlichen Kenntnissen ging.</p>
<p>Dr. Liebi nennt Beispiele aus sehr unterschiedlichen Gebieten wie den Geowissenschaften, der Biologie oder der Hygiene. Zum Beispiel, dass die jüdische Beschneidung von Jungen exakt am 8. Tag erfolgen sollte, heute weiß man, warum. Oder dass das Licht sich bewegt, eine Erkenntnis, die erst durch Isaac Newton nachgewiesen wurde.</p>
<p>Manche der 30 aus der Bibel abgeleiteten wissenschaftlichen Aussagen werden Skeptiker nicht überzeugen. Dafür sind andere umso verblüffender. Gottesferne Leser, die mit Offenheit für Gottes Offenbarung an die Lektüre dieses optisch ansprechenden Buches herangehen, werden sich kaum der Erkenntnis verschließen können, dass die Bibel ein Buch übernatürlicher Quelle sein muss.</p>
<p>Das Buch hat 80 Seiten und ist <a href="https://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Argumente-fuer-den-Glauben/Bibel-und-Wissenschaft.html?listtype=search&amp;searchparam=bibel%20und%20wissenschaft" target="_blank" rel="noopener">bei CLV für sehr günstige 2,50 EUR erhältlich</a>.</p>
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		<title>J. Gresham Machen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2017 15:46:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum und Liberalismus]]></category>
		<category><![CDATA[J Gresham Machen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Herz jubelte, als ich im Buch &#8222;Christentum und Liberalismus&#8220; diese Zeilen fand. Ich bewundere Machens Fähigkeit komplexe Zusammenhänge zu erkennen und einfach zusammenzufassen: Eine zweite Meinungsverschiedenheit, die inmitten der christlichen Gemeinschaft existieren kann, betrifft die Wirksamkeit der Sakramente. Die hier bestehenden Unterschiede sind tatsächlich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/j-gresham-machen/12426">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Herz jubelte, als ich im Buch &#8222;Christentum und Liberalismus&#8220; diese Zeilen fand. Ich bewundere Machens Fähigkeit komplexe Zusammenhänge zu erkennen und einfach zusammenzufassen:</p>
<blockquote><p>Eine zweite Meinungsverschiedenheit, die inmitten der christlichen Gemeinschaft existieren kann, betrifft die Wirksamkeit der Sakramente. Die hier bestehenden Unterschiede sind tatsächlich von ernster Natur, und die Wichtigkeit dieses Problems zu leugnen, wäre weit schlimmer, als die falsche Seite in dieser Debatte einzunehmen. Es wird oft gesagt, dass der geteilte Zustand der Christenheit ein Übel darstellt, und das stimmt auch. Das Übel besteht jedoch in der Existenz der Irrtümer, die diese Trennung hervorrufen, nicht etwa in der Wahrnehmung dieser Irrtümer. Es war tragisch, dass Luther während des Marburger Religionsgesprächs zwischen ihm und dem Schweizer Zweig der Reformation im Zusammenhang mit dem Abendmahl auf einen Tisch &#8222;Das ist mein Leib&#8220; schrieb und zu Zwingli und Oekolampad sagte: &#8222;Ihr habt einen anderen Geist.&#8220; Diese Differenz führte zur endgültigen Trennung zwischen dem lutherischen und dem reformierten Zweig der Kirche und war dafür verantwortlich, dass der Protestantismus viel an Boden verlor, den er sonst hätte halten können. Es <strong>war in der Tat ein großes Unglück, zu verdanken dem Fakt, dass Luther (wie wir glauben) sich bezüglich des Abendmahls geirrt hat. Es wäre aber noch viel schlimmer gewesen, wenn er diese Streitfrage als trivial abgetan hätte. Luther lag falsch, was das Abendmahl anging, aber noch falscher hätte er gelegen, wenn er seinen Gegnern gesagt hätte: &#8222;Diese Sache ist unwichtig, es macht im Grunde keinen Unterschied, was man vom Tisch des Herrn hält. &#8220; Eine solche Gleichgültigkeit wäre noch viel verderblicher gewesen als sämtliche Spaltungen innerhalb der Kirche.</strong> Ein Luther, der in Bezug auf das Abendmahl einen Kompromiss eingegangen wäre, hätte niemals auf dem Reichstag in Worms stehen und sagen können: &#8222;Hier stehe ich und kann nicht anders! Gott helfe mir. Amen!&#8220; Gleichgültigkeit der Lehre gegenüber bringt keine Helden des Glaubens hervor</p></blockquote>
<p><em>J. Gresham Machen in seinem Buch &#8222;Christentum und Liberalismus&#8220; (S. 65 f.), <a href="https://www.cbuch.de/machen-christentum-und-liberalismus.html#product_tabs_product_review" target="_blank" rel="noopener">erschienen im 3L-Verlag 2013. Hervorhebung nicht im Text.</a></em></p>
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		<title>Das Problem mit dem Kanon&#8230;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/das-problem-mit-dem-kanon/12211</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Oct 2017 06:54:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Kanon des Neuen Testaments]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Problemstellung ist einfach: Offensichtlich schrieb der Bischof Athanasius 367 einen Osterbrief, in welchem er die 27 Bücher des NT definierte. Die Fragen liegen auf der Hand. War also fast 350 Jahre Unklarheit darüber, welche Bücher inspiriert waren und welche nicht? Konnte, als die Kirche&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/das-problem-mit-dem-kanon/12211">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-problem-mit-dem-kanon/12211">Das Problem mit dem Kanon&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Problemstellung ist einfach: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelkanon#Umfang" target="_blank" rel="noopener">Offensichtlich schrieb der Bischof Athanasius 367 einen Osterbrief, in welchem er die 27 Bücher des NT definierte</a>. Die Fragen liegen auf der Hand.</p>
<p>War also fast 350 Jahre Unklarheit darüber, welche Bücher inspiriert waren und welche nicht?</p>
<p>Konnte, als die Kirche bereits verstaatlicht wurde (313 wurde Konstantin der Große Oberhaupt der Kirche), mehrere arianische Kaiser geherrscht haben, und die Urkirche am Abklingen war, festgestellt werden, welche Schriften inspiriert sind? Wer gibt dann Gewähr, dass Athanasius in diesem Punkt recht hatte. Selbst wenn man auf den Konzil von Nizäa verweisen möchte, wird die Angelegenheit nicht besser. Und im Ernst, schon der Titel &#8222;Bischof&#8220; macht einen skeptisch. Im Übrigen nutzt die katholische Kirche genau diese These, um zu untermauern, dass kirchliche Autorität und Schrift gemeinsam Hand in Hand gehen. Die Größere Hand hat dabei natürlich die Kirche. <a href="http://fsspx.de/de/news-events/news/sola-scriptura-%E2%80%93-die-schrift-allein-20278" target="_blank" rel="noopener">Siehe hier einen zugegebenermaßen wirren Artikel der Piusbrüder.</a></p>
<p>Lange blieb es für mich ein Rätsel, wie man diesen Knoten löst. Nicht das Zweifel an der Autorität des Wortes aufkamen, aber ein seltsames Gefühl, seine ganze Hoffnung doch nicht auf das Wort Gottes setzen zu dürfen, sondern auf Beschlüsse einiger frommer Bischöfe. Die Lösung war denkbar einfach. Hier muss ich eine Begebenheit erzählen. Manchmal höre ich Predigten eines englischen Pastors Namens Chris Buss. (<a href="http://www.mountzionashford.org.uk/" target="_blank" rel="noopener">Hier ist ein Link zu seiner Gemeinde</a>.) Es sieht zwar komisch aus, wenn man mit Kopfhörern in der Garage aufräumt, aber es scheint mir eine sinnvoller Zeitvertreib zu sein. Nun hörte ich das Thema &#8222;The Canon of the Bible&#8220;. Eigentlich wollte mir das gar nicht zu sagen, da ich Vorträge zu diesem Thema schon oftmals gehört habe und mich bereits mit meiner oben beschriebenen Unklarheit abgefunden hatte. Doch beim Hören wurde genau auf diesen Punkt eingegangen und nun konnte ich klar sehen.</p>
<p>Die Lösung ist derart: Athanasius hielt nur fest, was üblich ist. Die Notwendigkeit, eine Definition zu verfassen, wurde erst nötig, als Arianer und andere Irrlehrer aktiv Abweichungen von den in den Gemeinden üblichen Büchern vornahmen. Manche Gruppen wollten z.B. nur noch die Paulusbriefe und die Evangelien dulden, einige sogar nicht einmal alle der vier Evangelium. Andere wiederum fügten weitere pseudochristliche Schriften hinzu. Athanasius reagierte, wie jeder gute Hirte reagieren würde: Er stellte sich hinter den klar bekannten und üblichen Kanon. Im Grunde bekannte er nur das, was schon seit Jahrhunderten jedem klar war. Vielleicht darf ich parallele Beispiele einfügen. Bei der Recherche verschiedener Mittelalterlicher Bräuche stieß ich immer wieder darauf, dass die üblichsten Bräuche am wenigsten beschrieben sind, da jeder von diesen wusste. Als bekanntes Beispiel sei das Beilager genannt, eine für uns skurril anmutender Brauch während der Eheschließung. Details hierzu lassen sich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Beilager" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia </a>entnehmen. Hier heißt es interessanterweise:</p>
<blockquote><p>Das rituelle Beilager ist im Hochmittelalter sehr selten bezeugt, da kaum Hochzeitsbeschreibungen überliefert sind. Man vermutet, dass es so alltäglich war, dass man es nicht beschreiben musste.</p></blockquote>
<p>Alltäglich war auch der Gebrauch der Neutestamentlichen Schriften in den Gottesdiensten der ersten Christen. Hier war kein Machtwort von Bischof oder Konzil nötig. Welch Trost in solch einfachen Wahrheit verborgen ist.</p>
<blockquote><p>Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit&#8230; (2. Tim. 3,16)</p></blockquote>
<p>Der Tendenz liberaler Theologen, alles möglichst spät anzusetzen, so dass die Petrusbriefe fast schon ein Produkt des Frühmittelalters werden, trat sogar einer ihrer eigenen und gelehrtesten Vertreter entgegen. So schrieb Kurt Aland:</p>
<blockquote><p>„Die erste sichere Bezeugung bei den Kirchenvätern bedeutet gleichzeitig ein Indiz für die Entstehungszeit der Schrift, die zwei bis drei Jahrzehnte vorher angesetzt werden muß, jedenfalls nach den Durchschnittswerten, mit denen der Historiker rechnet.&#8220; (Aus: <i>Methodische Bemerkungen zum Corpus Paulinum)</i></p></blockquote>
<p>Doch die Datierung der Heiligen Schrift ist ein Thema, dem ich mich bei einer anderen Gelegenheit intensiver widmen werde.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-problem-mit-dem-kanon/12211">Das Problem mit dem Kanon&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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