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	<title>Bibel Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Bibel Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Biblische Schönheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 10:47:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe/Familie/Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie oft erlebe ich, dass kleine Details des biblischen Berichts die Schönheit der biblischen Struktur und Erzählweise unterstreichen. Immer wieder frage ich mich, wie ich die vielen Schönheiten der biblischen Erzählweise übersehen konnte. So ist mir gerade die komplementäre Sicht auf das Gegenüber aufgefallen, mit&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/biblische-schoenheit/18932">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie oft erlebe ich, dass kleine Details des biblischen Berichts die Schönheit der biblischen Struktur und Erzählweise unterstreichen. Immer wieder frage ich mich, wie ich die vielen Schönheiten der biblischen Erzählweise übersehen konnte. So ist mir gerade die komplementäre Sicht auf das Gegenüber aufgefallen, mit der der Geliebte oder die Geliebte im Buch Hohelied beschrieben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Freundin erblickt Ihren Geliebten von<strong> oben nach unten</strong>. Sie sieht erst seine Haare, dann die  Augen, Wangen und Lippen seines Kopfes. anschließend gleitet ihr Blick über die Hände, den Leib auf die Beine um dann seine Gesamterscheinung wahrzunehmen.</p>



<span id="more-18932"></span>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-683x1024.png" alt="" class="wp-image-18935 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-683x1024.png 683w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-200x300.png 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-768x1152.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1.png 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Hohelied 5,10–15 </strong><br>10&nbsp;Mein Geliebter ist weiß und rot, ausgezeichnet vor Zehntausenden.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"> 11&nbsp;Sein Haupt ist gediegenes, feines Gold, seine Locken sind herabwallend, schwarz wie der Rabe; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">12&nbsp;seine Augen wie Tauben an Wasserbächen, badend in Milch, eingefasste Steine; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">13&nbsp;seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen; seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">14&nbsp;seine Hände goldene Rollen, mit Topasen besetzt; sein Leib ein Kunstwerk aus Elfenbein, bedeckt mit Saphiren; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">15&nbsp;seine Schenkel Säulen aus weißem Marmor, gegründet auf Untersätze aus feinem Gold; seine Gestalt wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Freund wiederum sieht seine Geliebte von <strong>unten nach oben.</strong> Er sieht die Schönheit Ihrer Fußtritte. Blickt auf Hüften, den Nabel, den Leib, die Brüste, den Hals. Zuletzt blickt er ins Gesicht und sieht Augen, Nase, Haare.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Hohelied 7,2–7<br>2&nbsp;Wie schön sind deine Tritte in den Schuhen, Fürstentochter! Die Biegungen deiner Hüften sind wie ein Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"> 3&nbsp;Dein Nabel ist eine runde Schale, in der der Mischwein nicht mangelt; dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">4&nbsp;Deine beiden Brüste sind wie ein Zwillingspaar junger Gazellen. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">5&nbsp;Dein Hals ist wie ein Turm aus Elfenbein; deine Augen wie die Teiche zu Hesbon am Tor der volkreichen Stadt; deine Nase wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hinschaut. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">6&nbsp;Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabwallende Haar deines Hauptes wie Purpur: Ein König ist gefesselt durch deine Locken!<br></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">7&nbsp;Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe, unter den Wonnen! </p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-683x1024.png" alt="" class="wp-image-18936 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-683x1024.png 683w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-200x300.png 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-768x1152.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2.png 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Betrachter beenden Ihre Betrachtung übrigens am &#8222;Gaumen&#8220; (Hld. 5,16 7,10), was wie die Elberfelder Bibel (CSV)  in einer Fußnote wiedergibt, weniger einen Kuss im Blick hat als, die übermittelten Worte. Die Sehnsucht nach dem Gaumen meint vor allem das gemeinsame zueinander Sprechen &#8211; das Hören der Stimme des anderen(Vgl. auch Ps. 119,103). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hohelied ist ein emotional triefendes Liebeslied. Selbst die verwendete Sprache ist schön um über Schönheit zu sprechen. Die Unbefangenheit, mit der über den Körper gesprochen wird, ist dabei überraschend.  Die Schönheit des Leibes wird nicht als etwas Ungeistliches behandelt. Gleichzeitig geschieht dies in poetischer, persönlicher Sprache – nicht als anonyme Betrachtung, sondern innerhalb einer gegenseitigen Liebesbeziehung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen und viele weitere wertvolle Hinweise zur Schönheit biblischer Texte in der Darstellung des Menschen habe ich dem Buch <a href="https://www.amazon.de/Anthropologie-Alten-Testaments-Bernd-Janowski/dp/3579080962">&#8222;Antropologie des Alten Testaments&#8220;</a> von Hans Walter Wolff entnohmen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/biblische-schoenheit/18932">Biblische Schönheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Die Alternative zum selbstständigen Bibellesen ist Menschenabhängigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:48:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige SChrift]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit der Schrift]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ersten Begegnungen mit evangelischen Theologen waren für mich herausfordernd. Sie besaßen so viel technisches Wissen, dass ich mir mit meiner alten Bibel ganz armselig vorkam. Erst mit der Zeit verstand ich, dass selbst gut ausgebildete Theologen noch Jahrzehnte nach ihrem Studium eine fatale Abhängigkeit&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/die-alternative-zum-selbststaendigen-bibellesen-ist-menschenabhaengigkeit/18839">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Begegnungen mit evangelischen Theologen waren für mich herausfordernd. Sie besaßen so viel technisches Wissen, dass ich mir mit meiner alten Bibel ganz armselig vorkam. Erst mit der Zeit verstand ich, dass selbst gut ausgebildete Theologen noch Jahrzehnte nach ihrem Studium eine fatale Abhängigkeit besitzen. Für ihre Auslegungen sind sie von gegenwärtig gültigen Interpretationsrahmen abhängig. Einerseits hatte man gelernt, noch einzelne Passagen der Mosebücher unterschiedlichen mutmaßlichen Quellen und Redaktionsschichten zuzuordnen – jahwistischen, deuteronomistischen oder priesterlichen Traditionen. Andererseits ging regelmäßig die viel grundlegendere Fähigkeit abhanden, selbstständig mit dem biblischen Text zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann nicht anders, als zutiefst zu beklagen, dass eine so große Anzahl derart begabter Menschen bei all der technischen Raffinesse oft niemals gelernt hat, selbstständig in der eigenen Bibel zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist es natürlich eine Sache, was Theologen oder Bibelkritiker unternehmen. Wichtiger ist ja die Frage: Was mache ich? Und doch scheinen hier die Evangelikalen das gleiche Grundproblem zu besitzen. Denn eine Parallele lässt sich kaum leugnen: Auf der einen Seite der akademische Theologe, der scheinbar selbstständig urteilt, tatsächlich aber stark von den gerade anerkannten wissenschaftlichen Paradigmen abhängig sein kann. Auf der anderen Seite der Evangelikale, der sich auf die Autorität der Schrift beruft, seine konkrete Auslegung aber von Liebi, Plock, Memra, Riemenschneider oder anderen übernimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So viele Unterschiede und doch ein Grundproblem: <strong>Beide lesen die Schrift nicht mehr selbstständig, sondern durch einen vorgegebenen Interpretationsrahmen.</strong></p>



<span id="more-18839"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Jahre dominierte in meiner Peer-Group klar die Gruppe der „Liebi-Jünger“. Dabei habe ich weniger Probleme mit R. Liebi (in den wichtigen Dingen sind wir uns einig) als mit der kaum zu zählenden Schar all jener, die unreflektiert wiedergeben, was sie in einem der zahlreichen Liebi-Videos gesehen haben. Niemals hätte ich das öffentlich beklagt, wenn das Einzelfälle gewesen wären. Doch falsch wäre es, das Problem nicht anzusprechen, angesichts ganzer Horden, die erst dann bereit sind, zu etwas eine Meinung zu äußern, wenn sie dazu einen Vortrag von Person X gehört haben. Dabei ist oft genug zu beobachten, dass sogar die Bereitschaft fehlt, überhaupt und auch nach Aufforderung zur Bibel zu greifen und nachzulesen. Man hielt gelegentlich selbst das für überflüssig, schließlich habe man ja ein „Video gesehen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiele gesucht? So viele wissen, dass Calvinismus gefährlich ist, aber nicht, weil sie hier in der Bibel geforscht hätten. Nein, dafür gibt es ja ein Video von X (wähle deine Vertrauensperson weise). Sollte eine biblische Haltung und Position so einfach erfasst werden können, dass man sich ein YouTube-Video dazu anschaut?</p>



<p class="wp-block-paragraph">So viele sind überzeugte Dispensationalisten, aber nicht deswegen, weil sie sich so viele Gedanken über die Endzeit gemacht haben. In wenigen Jahren konnte ich erleben, wie ganze Vereinigungen sich nun eisern auf „die Wiederkunft Christi vor der Trübsal“ festlegen (davor war man sich nicht sicher), weil ganze Gemeinden der einen Auslegung folgten, die man in einem entsprechend gewählten Podcast/Video verfolgt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es erscheint gelegentlich, dass „Prüfet alles und das Gute behaltet“ (1. Thess. 5,21) – dieser gerade für russlanddeutsche Christen wichtige Grundsatz – so häufig für die eigenen Lieblingsprediger eine Ausnahme erfährt. Dabei schämten sich die Beröer nicht, selbst die Aussagen eines so wichtigen Influencers wie des Apostels Paulus anhand der Schrift zu prüfen (Apg. 17,11).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mögliche Ursachen für die beschriebenen Symptome sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Unsicherheit („Ich kann das doch gar nicht beurteilen“)</li>



<li>Autoritätssehnsucht („Sag mir, was richtig ist“)</li>



<li>Gruppenzugehörigkeit („Bei uns sieht man das so“)</li>



<li>und Angst vor Irrtum.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser letzte Aspekt ist interessant: Man delegiert sein Urteil an einen Lehrer, weil man meint, dadurch sicherer vor Irrlehre zu sein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei weitere Ursachen existieren, die wir erwähnen müssen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mangelnde Schriftkenntnis</li>



<li>Faulheit</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beide hängen zusammen, da Bibellesen immer Fleiß erfordern wird. Sich einem Thema aus biblischer Perspektive zu stellen, würde einiges an Zeit, Mühe und Reflexion erfordern. Es stehen hier 70 h Eigenarbeit im Kontrast zu 70 min Streaming. Dass 70 min als der schnelle Weg zum Glück erscheinen, ist hier wirklich nachvollziehbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Preis für die gewonnene Zeitersparnis ist aber der Verlust intellektueller Mündigkeit und biblischer Selbstständigkeit – Aspekte, die heute sowieso nicht mehr beliebt sind. Denn in der Tat werden wir regelmäßig zur geistlichen Unmündigkeit erzogen. <strong>Womöglich produziert ein autoritäres Gemeindeverständnis gerade jene Abhängigkeit von Internetpredigern, über die es sich anschließend beklagt.</strong> Wenn der Christ jahrzehntelang lernt, dass richtige Lehre darin besteht, die richtige Autorität zu kennen und ihr zu folgen, ist es nicht überraschend, wenn er irgendwann lediglich die Autorität austauscht: Früher – „der Bruder hat gesagt“, heute – „Liebi hat gesagt“. Alter Wein in neuen Schläuchen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist der Gegenentwurf nun Trotz und Individualismus? Nein, biblische Mündigkeit bedeutet nicht, ohne Lehrer auszukommen, sondern so von den Lehrern zu lernen, dass ich immer mehr von der Autorität des Wortes Gottes abhängig werde. Wie gut wäre es, wenn es nicht mehr heißen würde: „Person X hat etwas gesagt“, sondern: „Person X hat mich auf etwas aufmerksam gemacht, und überzeugt hat mich schließlich der Bibeltext X.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Was ich mir für unsere Gottesdienste und Versammlungen wünsche!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 20:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Schwerpunkt-Thema für NIMM-LIES soll dieses Jahr die Bibel sein! 2020 gab Thomas Schirrmacher ein Interview mit dem Pro-Medien-Magazin, in dem er mangelnde Bibelkenntnis als größte Bedrohung für das Christentum ausmachte. Er sagt: „Die größte Bedrohung ist, dass die Bibelkenntnis abnimmt. Es geht dabei (…)&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/was-ich-mir-fuer-unsere-gottesdienste-und-versammlungen-wuensche/18341">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt-Thema für <strong>NIMM-LIES</strong> soll dieses Jahr die Bibel sein! 2020 gab Thomas Schirrmacher ein <a href="https://www.pro-medienmagazin.de/mangelnde-bibelkenntnis-bedroht-christenheit/">Interview mit dem <em>Pro-Medien-Magazin</em>,</a> in dem er mangelnde Bibelkenntnis als größte Bedrohung für das Christentum ausmachte. Er sagt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die größte Bedrohung ist, dass die Bibelkenntnis abnimmt. Es geht dabei (…) um das Bibelwissen als Grundlage der zentralen Wahrheiten des Christentums.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schirrmacher hat völlig recht. Ständig bewegen die Christenheit – ob nun konservativ oder liberal – andere Themen. Heute mag es das Thema geistlicher Missbrauch sein. Viel wird darüber gesprochen. Kürzlich las ich einen Blog, der sich vor allem daran abarbeitet, dass der Hebräerbrief für sich genommen bereits als geistlicher Missbrauch verstanden werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selten war es wohl so unpopulär, die Bibel zu kennen, obwohl es gleichzeitig noch nie so einfach war, sich Bibelkenntnisse anzueignen. Deswegen möchte ich mich für <strong>NIMM-LIES</strong> in diesem Jahr verstärkt mit dem „Buch der Bücher“ beschäftigen. Wenn ich nur einen unserer Leser dazu bringen kann, mehr in der Bibel zu lesen, habe ich einen großen Sieg errungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Heute möchte ich darauf blicken, welchen Wert die Bibel in unseren Versammlungen und Gottesdiensten besitzt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gäbe eine sehr einfache Möglichkeit, dem Wort Gottes in unseren Gottesdiensten mehr Priorität zu verleihen: Das Wort Gottes würde bereits dadurch in der Gemeinde geehrt werden, wenn man es im Gottesdienst öffentlich vorlesen würde. Ich habe das z. B. im Metropolitan Tabernacle in London erlebt. In jedem Gottesdienst wird dort jeweils ein Kapitel aus einem der Evangelien vorgelesen. In manchen Gemeinden erheben sich die Zuhörer sogar zum Hören des Wortes, weil man ihm diese Autorität zusprechen möchte. Das ist eindrücklich.</p>



<span id="more-18341"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde niemals vergessen, wie ich eine katholische Kirche in München besichtigte, während dort gerade Gottesdienst gefeiert wurde. Mit der liturgischen Form katholischer Gottesdienste kann ich persönlich wenig anfangen. Dennoch werde ich – obwohl dieser Besuch Jahrzehnte zurückliegt – niemals vergessen, mit welcher Ehrfurcht in diesem Haus die Bibel vollständig vorgelesen wurde, und zwar das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden. An die Predigt kann ich mich nicht mehr erinnern; aber das Wort, das ich damals hörte, klingt mir bis heute nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muss ich als Evangelikaler wirklich ausgerechnet die katholische Kirche im Umgang mit der Bibel als Vorbild nennen? Bedeutet evangelikal nicht gerade, dass man mit der Bibel in der Hand miteinander argumentiert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ließe sich leicht nachweisen, dass es apostolisches Gebot ist, die Bibel öffentlich vorzulesen. Das erwartete Paulus von den Thessalonichern und den Kolossern (Kolosser 4,16; 1. Thessalonicher 5,27).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Auftrag an Timotheus weist in diese Richtung. Er war eine Art Aufseher über Älteste, und Paulus schreibt ihm:<br><em>„Widme dich dem Vorlesen, dem Ermahnen, dem Lehren.“ (1. Timotheus 4,13)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder haben wir vergessen, welche Wirkung das Vorlesen des Gesetzes auf das Volk hatte? (Nehemia 8,1–8). Mir ist erst beim Schreiben dieses Artikels bewusst geworden, dass Offenbarung 1,3 offensichtlich zu einem öffentlichen Lesen einlädt: Es gibt einen Leser und um ihn herum die Hörenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Jesus predigte (Lukas 4,16–21), nahm er sich Zeit für eine längere Lesung aus der Jesajarolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Synagoge kannte – und kennt bis heute – die Zentralität des Vorlesens aus der Thora. Selbst ein so bekannter Rabbi wie Paulus wurde erst „nac<em>h der Lesung des Gesetzes und der Propheten“</em> gefragt, ob er etwas zu sagen habe (Apostelgeschichte 13,15).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das öffentliche Lesen war immer zentral für den Gottesdienst, weil eine private Bibel lange Zeit ein großer Luxus war – und es für viele Christen weltweit bis heute ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft wird eingewendet, dass öffentliche Schriftlesungen nicht mehr nötig seien, da ja jeder eine eigene Bibel besitze. Doch können wir wirklich davon ausgehen, dass alle Besucher unserer Gottesdienste regelmäßig selbst in der Bibel lesen? Ich habe daran erhebliche Zweifel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen, dass das öffentliche Lesen übliche Praxis des Volkes Gottes war: als direkte biblische Anweisung, als alttestamentliches Vorbild, in Übereinstimmung mit der Praxis Jesu und als Beitrag zur Ordnung und Zugänglichkeit des Gottesdienstes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz all dieser Gründe verzichten viele Gemeinden heute auf eine öffentliche Schriftlesung. Das ist zutiefst zu beklagen.</p>
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		<title>Ein für jede Predigt gefährlicher Bibelvers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jan 2025 14:32:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Ohren jucken]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine beliebte Prediger-Phrase haben wir hier im Blog schon einmal betrachtet. Eine andere Phrase, lose anspielend auf 2. Tim 4,3 bzw. auch 1. Tim 4,1; Jes. 30,10 Jer. 5,30-31 ist der Bezug auf Zuhörer, die nur das hören wollen nach &#8222;denen ihnen die Ohren jucken&#8220;&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-fuer-jede-predigt-gefaehrlicher-bibelvers/17085">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine beliebte Prediger-Phrase <a href="https://www.nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403">haben wir hier im Blog schon einmal betrachtet.</a> Eine andere Phrase, lose anspielend auf 2. Tim 4,3 bzw. auch 1. Tim 4,1; Jes. 30,10 Jer. 5,30-31 ist der Bezug auf Zuhörer, die nur das hören wollen nach &#8222;denen ihnen die Ohren jucken&#8220; (das nun wirklich in 2. Timotheus 4,3 nachzulesen, aber &#8222;nur in der Luther&#8220;)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womöglich bin ich auch nur etwas &#8222;überprogrammiert&#8220; auf diese Phrase, die meine frühere Kinderstundenleiterin sehr gerne genutzt hat. Keine Ermahnung die nicht damit eingeleitet wurde! Aber mir scheint, dass man sie schon recht häufig  auch an vielen anderen Stellen hört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prediger nutzt diese Phrase gerne: In vielen Kirchen da versammeln sich die Leute, um zu hören, was sie hören wollen, aber bei uns hört man noch den &#8222;ganzen Ratschluss Gottes&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und noch interessanter, auch die Zuhörer selbst nutzen die Phrase gerne: Diese und Jene Kirche verließ man, da man dort nur das predigte, &#8222;wonach die Ohren gejuckt haben&#8220;. Und an der Stellen wird der Vers wirklich gefährlich, den diese These klingt ja zumindest ein bisschen paradox: Wir <em>wollten </em>a) nicht hören, jetzt hören wir b). a) war uns UNANGENEHM, da es unseren Ohren GENEHM war &#8211; Nun sind wir BEREIT das ANGENEHME b)  zu hören, was UNANGENEHM  im vergleich zu a) ist. &#8211; Bitte was? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin schon der Meinung, dass es möglich ist, gerade mit der Absucht nur das zu hören &#8222;was meine Ohren hören wollen&#8220; und gleichzeitig völlig davon überzeugt  zu sein, dass man frei jeder Gefahr sei, vor die uns 2. Tim 4,3 warnt. Nun mal den ganzen Vers (nur in der Luther): <em><strong>“Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihrem eigenen Begehren werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,”</strong></em> (2. Timotheus 4,3). Manche mögen einfach harte ermahnende Predigten &#8211; sie sollen ruhig dem nächsten in der wilden Freikirche ins Gewissen reden! So angenehm zu sehen, dass man so viel besser ist, als die meisten &#8222;Christen&#8220; (man möchte ja nicht urteilen, aber so richtig als Brüder kann man  sie auch nicht annehmen) um einen herum. Diese Art von Geisteseinstellung kann sich einschleichen, während man sich mit 2. Tim 4,3 und ähnlichen Versen seiner eigenen Demut versichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur der Zuhörer verfällt diesem Wechseltausch. Auch der (häufig) sehr beißende, abgrenzende Prediger, begrüßt 2. Tim 4,3 mit Kusshand. Nun kann er problematische, radikale, und alle sonstigen Thesen immer damit verteidigen, dass er ja, die &#8222;heilsamen schwer zu ertragende Lehre&#8220; verkündigt. Tatsächlich denke ich da durchaus an ein konkretes Beispiel, weiß aber das einige der Blogleser mit diesem radikalen Anti-Korona-Die-Endzeit-ist-nah Prediger sympathisieren. Es ist ja so einfach geworden, jede Kritik an der Predigt mit &#8222;der Nichtertragung der heilsamen&#8220; Lehre niederschmettern zu können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens glaube ich sehr wohl an die Wichtigkeit von 2. Tim 4.3, gerade wie der Vers auch sagt für unsere Zeit. Dennoch glaube ich, dass wir gerade auf das hereinfallen, vor was uns Paulus warnt, wenn wir unsere Seelen für irgendwelche gehörten oder gepredigten Phrasen streicheln. Wenn wir anfangen mit diesem Vers nicht uns, sondern die Nächsten zu prüfen. Wenn wir Unsere Ohren zum Massstab für andere Ohren erklären, so als wäre &#8222;unser eigenes Begehren&#8220; der Maßstab für Gottes Wort!!! Wenn wir Texte wie 2. Tim. 4.3 als Rechtfertigung für Selbstgefälligkeit (ob nun als Hörer oder Verkündiger) nutzen, statt als das was es ist, eine Ermahnung zur Wachsamkeit für jedermann!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens glaube ich, dass es ein wichtiges Maß gibt, woran man das &#8222;Ohren-Jucken&#8220; als Prediger einschränken und lokalisieren kann: Man betrachte seine Textwahl: Gibt es beliebte Themen, bevorzugte Texte und Texte die ignoriert werden? Ich glaube jeder Prediger wird dann feststellen, dass es doch nicht immer so ist, wie man häufig meint, dass man einzig aufgrund der Führung des Geistes gepredigt hat. Diesen &#8222;Ohren-Wähl&#8220;-Faktor gilt es möglichst gering zu halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich geht es dem Zuhörer. Lehne ich eine gehörte Predigt nur, wegen der falschen Person, der mittelmäßigen Exegese oder der ungeeigneten Beispiel wegen ab?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wann habt ihr euch dabei erwischt, dass ihr gerade das hören wolltet, wonach eure &#8222;Ohren gejuckt&#8220; haben? Ich wünsche uns allen, dass dieser &#8222;gefährliche&#8220; Vers gefährlich für unser Eigendünkel wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Was uns vom Bibellesen abhält</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2024 22:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel lesen]]></category>
		<category><![CDATA[in der Schrift forschen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>“Verständiger bin ich als alle meine Lehrer. Denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen.” (Psalm 119,99) Manche Dinge verwundern einen je mehr, je älter man wird. Dazu gehört das Lesen der Bibel. Je älter ich werde, desto eher wird mir bewusst, was für ein Wunder es&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/was-uns-vom-bibellesen-abhaelt/16751">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>“Verständiger bin ich als alle meine Lehrer. Denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen.” (Psalm 119,99)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Dinge verwundern einen je mehr, je älter man wird. Dazu gehört das Lesen der Bibel. Je älter ich werde, desto eher wird mir bewusst, was für ein Wunder es eigentlich ist, wenn ein Mensch oder ein Christ zu seiner Bibel greift. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nimmt einer die Bibel zur Hand, und ich meine ernsthaft, um sich mit dem darin Geschriebenen auseinanderzusetzen, dann ist schon ein beachtlicher Sieg errungen, das ist schon ein Geschenk der Gnade, wenn einer anfängt in der Bibel zu lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe hier die unterschiedlichsten Dinge beobachtet: Als Jugendlicher durfte ich häufiger einen Evangelisiten begleiten, der viele Junge Burschen häufig fragte: Kannst du lesen? Er meinte damit nicht Alphabetismus, Analphabenten- also sprichwörtliche &#8211; findet man äußerst selten. Aber er meinte die Muße und Fähigkeit ein Buch zu nehmen und es durchzulesen; Geduld zu haben, einen Text oder einen Textabschnitt geduldig durchzuarbeiten. Gerade in unserer Zeit von Ablenkung und Dauerberieselung durch TV, Prime, Netflix, Werbung, Smartphone, Whatsapp, X über alle möglichen Kanäle, über Ohr und Auge bleibt einfach keine Geduld mehr für ein Buch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist sicherlich ein gewaltiger Faktor und für eine ganze Menge an Menschen ein gewaltiges Hindernis, zur Bibel zu greifen. Aber dass die Hindernisse viel vertrackter sind, ist mir erst im Laufe der Zeit bewusst geworden. Immer wieder begegnen mir Theologen, ja selbst Doktoren der Heiligen Schrift, die zwar sehr wohl die Rezeption von Johannes Calvin in der postreformatorischen Geschichte aufzählen können (und das im Schlaf!) aber häufig wirklich wenig Zeit mit der Bibel verbringen, und selbst während ihres jahrelangen Studiums verbracht haben &#8211; Und ich meine nicht die gottlosen biblekritischen Schwätzer &#8211; ich meine bibelgläubige Christen! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beobachte ich regelmäßig, dass man sehr wohl manch eine Doktrin, z.B. die von der Rechtfertigung oder die von der stellvertretenden Sühne sehr bibelfest und mit vielen Beweistexten kennt, aber in irgendeiner Weise sehr &#8222;schulbuchmäßig&#8220; kennt, manchmal in einer &#8222;leblosen Orthodoxie&#8220;- Variante, manchmal aber auch wirklich lebendig und verbunden mit diesem Lehren, aber doch eben &#8222;nur&#8220; (wenn man das Wörtchen &#8222;nur&#8220; im Zusammenhang mit diesen gewichtigen Lehren verwenden darf) diese Lehren, die in irgendeiner Weise in der Ausbildung relevant waren &#8211; ansonsten existiert häufig wenig Interesse an der Schrift &#8211; so als hätte sie entweder nichts mehr nennenswertes zu bieten, oder wäre schon ausreichend bekannt, oder eben an den anderen Lehren eigentlich auch gar nicht so wichtig. Die beschriebene Beobachtung ist kein Einzelfall gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt unfassbar viele Hindernisse, die uns davon abhalten zu unserer Bibel zu greifen. Der Zeitmangel ist nur eines davon. Als Vater von sieben Kindern <a href="https://www.glaubend.de/eine-erinnerung-an-viktor-fades-leben-und-sterben/">muss ich Br. Viktor Fade recht geben,</a> der mir in meiner Jugendzeit immer ans Herz legte, &#8222;als Jugendlicher&#8220; in der Schrift zu forschen &#8211; also in der Zeit, in der man sowohl Zeit wie auch &#8222;Hirnschmalz&#8220; hat, das Gelesene zu merken. Aber wer soll schon Bibel lesen, wenn man die EM schauen könnte, oder die Olympischen Spiele, Champions League, Bundesliga, NHL, NBA und American Football ist ja auch immer mehr in Trend&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Irgendwie hat sich bei vielen Christen die Überzeugung breit gemacht, dass uns Gottes Wort selbst dann ausreichend nährt, wenn wir es an den Rand unserer Nahrungskette schieben. Sakrileg, wenn einer an der Bedeutung der Bibel rüttelt, aber unser Tagein Tagaus zeigt die Bedeutungslosigkeit, die die Bibel hier oft hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum halten wir die Bibel für bedeutungslos? Weil Sie keine Aktualität und Relevanz für &#8222;die wahren Probleme&#8220; des Lebens besitzt. Die &#8222;Sache mit Gott&#8220; wäre ja durch Bekehrung und Taufe geklärt, da stellt sich die Frage: Kann man nicht einfach glauben? &#8211; Und in der Zwischenzeit muss ich die neuesten Reels und Threads verfolgen &#8211; Ist es nicht beschämend, dass gerade das was &#8222;Bedeutungslosigkeit in Perfektion ist&#8220;, nämlich Instagram-Stories und Facebook-Reels (hier stellvertretend für mach anderes Zeug),  die bereits morgen niemand mehr aufrufen wird und übermorgen jeder vergessen hat von uns mit gewichtiger Bedeutung beachtet werden als Gottes Wort, dass doch &#8222;ewiglich bleibt&#8220;, selbst wenn Himmel und Erde vergehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kann sich ein Teufelskreis entwickeln: Wir lesen nicht die Bibel, weil sie für uns nichts von aktueller Bedeutung liefern kann &#8211; wir finden aktuelle Bedeutung irgendwo anders, werden hier kurzfristig gesättigt und haben noch weniger Lust zu unserer Bibel zu greifen, selbst wenn wir uns dazu zwingen wollen, und greifen wir dazu, ist der &#8222;Tank schon so voll&#8220; dass kaum noch Aufnahmepotential vorhanden ist und siehe da, wir finden auch nichts mehr von aktueller Bedeutung &#8211; Und plötzlich ist Bibellesen geradezu ein Synonym für Frustration und Verbitterung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Artikel passt der Name unseres Blogs recht gut: <strong>Nimm und Lies!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>&#8222;Evangelischer Glaube Kompakt&#8220; von Thomas Schirrmacher Darüber wie es ist, als Nicht-Presbyterianer das Westminster Bekenntnis zu lesen</title>
		<link>https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2022 15:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Baptistisches Glaubensbekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Westminster Glaubensbekenntnis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das hat mich zunächst in dieser Version des Westminster Glaubensbekenntnisses von 1647 (Im folgenden mit WB abgekürzt) von Thomas Schirrmacher irritiert, dass er das Werk mit einem zusätzlichen Titel versieht: &#8222;evangelischer Glaube kompakt&#8220;. Je mehr ich aber auf diese Bekenntnisschrift zurückgreife, desto eher sehe ich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">&#8222;Evangelischer Glaube Kompakt&#8220; von Thomas Schirrmacher &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Darüber wie es ist, als Nicht-Presbyterianer das Westminster Bekenntnis zu lesen&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class=" alignleft" src="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2017/08/978-3-86269-145-6.jpg" width="227" height="321" /> Das hat mich zunächst in dieser Version des Westminster Glaubensbekenntnisses von 1647 (Im folgenden mit WB abgekürzt) von Thomas Schirrmacher irritiert, dass er das Werk mit einem zusätzlichen Titel versieht: <em>&#8222;evangelischer Glaube kompakt&#8220;. </em>Je mehr ich aber auf diese Bekenntnisschrift zurückgreife, desto eher sehe ich es als eine Art &#8222;Cheat-Buch&#8220; für dogmatische Fragen.  Als ich vor einiger Zeit z.B. für eine Jugendgruppe einen Vortrag über das Thema Heilsgewissheit vorbereitet habe, griff ich vollständig auf die Struktur zurück, wie es das WB In Kapitel 18 darstellt: Behutsam entwickelt das Bekenntnis an dieser Stelle, dass es vor allem um den Wachstum im Glauben geht, dass Heilsgewissheit möglich, aber nicht heilsnotwendig sei, erstrebenswert, aber nicht auf eine zu verzweifelnde Weise, sondern im Gottvertrauen anzueignen.</p>
<p>Oder nehmen wir Kapitel 9: Vom freien Willen. Das Bekenntnis hat hier die augustinische Struktur im Hintergrund, so dass es die Willensfreiheit <em>vor</em> dem Fall, <em>nach</em> dem Fall, <em>nach</em> der Wiedergeburt und <em>in</em> der Herrlichkeit betrachtet. Somit fällt die Antwort nicht einfach plump mit &#8222;ja oder nein&#8220;  aus, sondern führt zielstrebig zur Frage nach &#8222;echter Willensfreiheit&#8220;  Mit den Worten des Bekenntnisses, <a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2017/08/978-3-86269-145-6_Der_evangelische_Glaube_kompakt_Aufl3.pdf">dass es übrigens kostenfrei zum Download gibt: (Artikel 9,5)</a> <em>&#8222;Der Wille des Menschen wird erst im Stand der Herrlichkeit volkkommen und unveränderlich frei gemacht, nur Gutes zu tun.&#8220; </em>Damit argumentiert das Bekenntnis an dieser Stelle völlig anders, als die übliche evangelikale Lösung, die meint, wir würden im Himmel nicht mehr sündigen, weil Satan nicht mehr da sei.</p>
<p>Sehr hilfreich auch für Jungscharunterricht oder allgemein Jüngerschaft, sind die ersten Kapitel des Bekenntnisses generell: Da wäre das erste Kapitel von der Heiligen Schrift zu erwähnen, das bei weitem nicht so plump formuliert ist, wie es gerne die liberalen Christen bibelgläubigen Evangelikalen vorwerfen, und natürlich das Kapitel über die Dreieinigkeit, oder schließlich, das sei besonders hervorgehoben,  das Kapitel über Christus den Mittler.</p>
<p>Das Mittelstück des Bekenntnisses bilden Fragen der Errettung, wie der Rechtfertigung, der Adoption, der Buße, des Ausharrens und des Gesetzes Gottes mit abschließenden Fragen nach der Beziehung zwischen Staat und Kirche, des Sabbats, der Ehe und den Sakramenten, sowie der Gemeindezucht.</p>
<p>Wer ein Bekenntnis aus reformierter Sicht sucht, kommt niemals an dieser Bekenntnisschrift vorbei. Schirrmachers Ausgabe wird durch zahlreiche Stützstellen <strong>und </strong>durch die weiteren Varianten dieser protestantischen Bekenntnisschrift deutlich bereichert. John Owen war bekanntlich nicht der presbyterianischen Kirchenordnung zugeneigt, und erweiterte das Kapitel zum Thema &#8222;Gemeinde&#8220; erheblich. Diese Variante wiederum war grundlegend für Anpassungen zum Thema Taufe und formten so das Glaubensbekenntnis der britischen Baptisten (natürlich das von 1689).  Auf diese Weise kann Schirrmacher aufzeigen, wie zentral das WB für unterschiedliche protestantische Strömungen wurde.<span id="more-14831"></span></p>
<p>Geht es im WB um die berüchtigten fünf Punkte? Folgt man der Argumentation des Metropolitan Tabernacle stehen im Bekenntnis (als Baptisten beziehen sich auf das baptistische Bekenntnis) vornehmlich die &#8222;five points of calvinism&#8220; im Vordergrund (siehe <a href="https://metropolitantabernacle.org/doctrinal-basis/">hier</a>, ähnlich argumentiert eine deutschsprachige Gemeinde <a href="https://reg-vs.de/">hier</a>). Natürlich steht das WB in der Tradition der Lehrregel von Dordrecht, aber die Reduktion des Bekenntnisses auf die Fünf Punkte tut dieser hervorragenden Schrift schlicht unrecht.</p>
<p>Lese ich eine Bekenntnisschrift, stelle ich mir Punkt für Punkt die Frage, wie ich die Thesen formulieren würde.  In den meisten Fällen ist die Formulierung des WB so überragend, dass man diese nur bereitwillig unterzeichnen würde, ja in meinem Fall, schäme ich mich häufig, dass ich nicht auf derart ausgewogene Formulierungen gekommen bin. Unter den ersten achtzehn Kapiteln, habe ich eigentlich vor allem mit Kapitel 7, der &#8222;Von Gottes Bund mit den Menschen&#8220; handelt, ein Problem. Nach langem Nachsinnen bin ich immer noch geneigt, die Unterscheidung zwischen Bund der Werke und Bund der Gnade allzu sehr als Konstrukt zu sehen. Einerseits ist dieses Kapitel natürlich ein Segen für die Kirchengeschichte gewesen und hat viel dazu beigetragen, dass man Biblische Theologie entwickelt hat, ausgehend von Betrachtungen der Bundestheologie, und wie der Gnadenbund Gottes, angefangen ab 1. Mo. 3,15 immer wieder in neuen Varianten verwirklicht wird, bis er zur Fülle in Christus reift. Andererseits erscheint es mir zu sehr konstruiert diesem Gnadenbund einen adamitischen Werkbund entgegenzustellen, wenn es vornehmlich darum gehen sollte, zwei mögliche Zustände eines Menschen aufzuzeigen: Entweder in Adam oder in Christus.  Wer nun der &#8222;föderale Vertreter&#8220; des Menschen ist, ist eine wichtige Frage und ein notwendiger theologischer Gedanke, aber in Röm. 5,12-20 nicht in eine Diskussion um Bundesbeziehungen dargestellt. . Wenn es in Kapitel 7 des WB wirklich vornehmlich um diese Frage geht, könnte man wohl ein dispensationalistisches, wie auch ein bundestheologisches Verständnis der biblischen Bündnisse verstehen. Letztlich würde ich entschieden dies Unterscheidung des NT bevorzugen, das im Hebräerbrief, aber auch im Galaterbrief entwickelt, vor allem auf den Neuen und den Alten Bund blickt (Ich schweige darüber, dass der Galaterbrief die schieren Segnungen der Gnade in den Bund mit Abraham verknüpft (nicht mit 1. Mo. 3,15) und dann vom Gesetz als einen eingeschobenen Zuchtmeister/Haushalter spricht , nicht im Widerstreit mit einem adamitischen Bund) . Kurz: Der Neue Bund ist nicht bereits ab 1. Mo 3.15 da, aber wohl. schon da angekündigt. Wie ich schon einen überzeugten Presbyterianer fragte: Wenn es ein und der gleiche Gnadenbund ist, warum sollen wir überhaupt Pfingsten feiern (Und das taten schließlich auch die Verfasser des WB)?</p>
<p>Übrigens habe ich mir es mit der Kritik an dieser Stelle nicht leicht getan, und auch das Arbeitsbuch zum WB von Joseph A. Pipa (<a href="https://www.amazon.de/Westminster-Confession-Faith-Study-Book/dp/184550030X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2VV4E0GSZFDQT&amp;keywords=joseph+a+pipa+westminster&amp;qid=1660835466&amp;sprefix=joseph+a+pipa+westminste%2Caps%2C69&amp;sr=8-1">The Westminster Confession of Faith Study Book</a>) herangezogen. aber in den Fragen die er zu Kapitel 7 bespricht, hat er kein Problem damit, zunächst ein Beispielbund in 1. Mo 21, 27-31 zu besprechen, um daraus in Adam auch einen Bundesschluss zu sehen um schließlich die Notwendigkeit zu besprechen, &#8222;was passiere, wenn wir nicht die Anforderungen des adamitischen Bundes erfüllen?&#8220; An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob hier einfach eine weitere Unterscheidung nötig wäre, und man gar nicht vom Bund der Werke und Bund der Gnade sprechen sollte, da in der Bibel die Bundesschlüsse vornehmlich auf die Verheißungen des Neuen Bundes blicken oder aus den Segnungen des Neuen Bundes auf die alten Bündnisse zurück.</p>
<p>Ich sehe noch weitere Probleme mit dem WB, nein eigentlich mit dem Umgang mit dem WB: Irgendwie scheinen manche geradezu sklavisch dem Buchstaben des Bekenntnisses zu fordern. Ist das WB im Kapitel über die Gemeinde wirklich vollständig und in allen Punkten besser als die Savoy Erklärung? Versucht mal mit einem überzeugten presbyterianischen Pastor darüber zu sprechen.  Oder blicken wir mal auf Artikel 21.6 (Ort und Zeit des Gebetes): <em>&#8222;Stattdessen soll Gott überall im Geist und in der Wahrheit angebetet werden, zu Hause in den Familien täglich und insgeheim im Verborgenen von jedem einzelnen bei sich selbst, genauso wie noch feierlicher in öffentlichen Versammlungen, die man nicht durch Nachlässigkeit oder absichtlich missachten oder verlassen darf.&#8220;</em> &#8211; Ja amen, aber nun zeige man mir eine presbyterianische (oder auch reformiert baptistische) Gemeinde, in der der Laie und Besucher sonntags beten darf?  Bisher (so meine Erfahrung) Fehlanzeige. Irgendwie ist das Laiengebet zu profan, und selbst eine Gebetsstunde gibt es ja häufig nicht.</p>
<p>Nun denn, dann frage ich mich , warum die Besucher dann singen dürfen, wenn bereits das Beten alleine dem Pastor vorbehalten ist, obwohl es das Bekenntnis vorschreibt. Über das Singen schweigt das Bekenntnis bekanntlich, sollte man das Singen also ebenfalls ausschließlich ordinierten Pastoren erlauben? Die Bibel selbst spricht ja mehr über das öffentliche Beten als über das öffentliche Singen, oder warum sollen sonst die Männer überall ihre Hände zum Gebet erheben? Wer hier auf Stummes Gebet verweist, hat nicht verstanden, dass selbst der Zöllner es wagte im Tempel hörbar zu beten.</p>
<p>Ein anderer Fall: Einmal durfte ich einen jungen Bruder begleiten, der einen presbyterianischen Pastor bat, ob er ihn mit Untertauchen taufen würde (erste Taufe, falls das unklar sein sollte) . Wir recherchierten im WB und stießen auf diese Stelle (Kapitel 28,3): <em>&#8222;Das Untertauchen der Person im Wasser ist nicht notwendig, sondern die Taufe wird auch durch Begießen oder Besprengen der Person mit Wasser recht gespendet.&#8220; </em>Die Formulierung &#8222;nicht notwendig&#8220; und &#8222;auch &#8230;recht gespendet&#8220; ließ uns annehmen, dass ein Untertauchen in Übereinstimmung mit dem WB möglich sei. Doch der Pastor verwies den jungen Bruder auf &#8222;Übersetzungsfehler&#8220; und beharrte auf &#8222;einzig und allein Besprengen möglich&#8220;, wobei man sich fragen muss, wie Schirrmacher die Aussage <em>&#8222;Dipping of the person into the water is not necessary; but baptism is rightly administered by pouring or sprinkling water upon the person.&#8220;</em> hätte besser übersetzen können.</p>
<p>Ich führe diese beiden Beispiele an, weil Carl Trueman in seinem Werk über die Notwendigkeit und Bedeutung von Bekenntnissen (<a href="https://www.amazon.de/Creedal-Imperative-Carl-R-Trueman/dp/1433521903/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3VT8Z5BFM6MNI&amp;keywords=carl+trueman+confession&amp;qid=1660833414&amp;sprefix=carl+trueman+confession%2Caps%2C87&amp;sr=8-2">The Creedal Imperative</a>) meint, dass man durch die Verwendung pastoraler Willkür vorbeugen kann. Obwohl ich ihm generell zustimmen würde, beobachte ich in der Praxis  leider auch in konfessionellen Gemeinden päpstliche Willkür.</p>
<p>Um ein letztes Beispiel zu wählen (etwas ungewöhnlich): Generell würde ich die Unterteilung in moralisches, zeremonielles und judizielles Gesetz unterstützen, da auf diese Weise mehr als nur die zehn Gebote bindend für Volk, Staat und Gemeinde verstanden werden. Jetzt folgt aber ein Rückgriff gerade auf die judiziellen oder gar zeremoniellen Gesetze, als man in Artikel 24.4 (Ehe ist bei zu naher Blutsverwandschaft verboten) ausführt, dass <em>&#8222;der Mann keine Verwandten seiner Frau heiraten darf, die ihr näher blutsverwandt ist, als er es in seiner eigenen Verwandtschaft darf&#8220;.  </em>Eine umständliche Formulierung, die aber deutlich macht, dass die Heirat der Schwägerin (z.B. nach Tod der Frau) untersagt ist, da man durch das &#8222;ein Fleisch werden&#8220; in einer gewissen Art blutsverwandt mit den Blutsverwandten seiner Frau wurde. Die Inzestgesetze, wie wir sie in 3. Mo. 18 und 20 finden, sprechen die gleiche Sprache, vergleicht man z.B. 3. Mo. 18, 14 dass die Heirat bzw. &#8222;Entblößung&#8220; der <em>angeheirateten</em> Tante verbietet, aber 3. Mo. 18, 18 macht deutlich dass diese &#8222;Blutsverwandtschaft&#8220; vom Patriarchat ausging, also nur in Richtung der männlichen Verwandtschaft ein Problem machte. Achtet auf den Wortlaut: <em>&#8222;Du sollst die Schwester deiner Frau nicht ihr zuwider zur Frau nehmen und ihre Scham entblößen, solange deine Frau noch lebt.&#8220; (3. Mo. 18,18). </em>Das ist natürlich ein kleines Detail und durch Vorlesungen von Carl Trueman habe ich erfahren, dass dieses Kapitel in manchen presbyterianischen Gemeinden auch fallen gelassen wurde.</p>
<p>Was folgt aus dieser langen Rede? Meine große Wertschätzung zu diesem Bekenntnis, die weiterhin wächst, obwohl ich gleichzeitig merke, dass es &#8222;nicht mein Bekenntnis&#8220; ist, in dem Sinne, dass ich ja nicht Mitglied einer Gemeinde bin, das sich diesem Bekenntnis verpflichtet, aber auch in dem Sinne, dass ich einige, vor allem letztere Kapitel persönlich anders formulieren würde. Ich glaube aber, dass diese Distanz der <em>Unverpflichtung</em>, die ich habe, eher ein Vorteil ist, um ungezwungener mit dieser Schrift umzugehen. Deswegen möchte ich vornehmlich &#8222;konfessionslose&#8220; Mitgeschwister ermutigen, sich vermehrt mit diesem Bekenntnis auseinanderzusetzen. Was gebe es besseres, als wenn in jeder Stadt Deutschland junge Männer sich in Gruppen versammeln würden, um sich echt tiefgründig, mit aufgeschlagenen Bibeln, aber auch gottesfürchtig neugierig den tiefen Glaubensfragen unserer Väter stellen würden?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">&#8222;Evangelischer Glaube Kompakt&#8220; von Thomas Schirrmacher &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Darüber wie es ist, als Nicht-Presbyterianer das Westminster Bekenntnis zu lesen&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Der am häufigsten falsch zitierte Bibelvers</title>
		<link>https://nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 15:35:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Korintherbrief]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich wieder über 1 Kor 14,33 gestoßen: &#8222;Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.&#8220; Ob nun die besorgte Mutter, der überforderte Ordner oder der ermahnende Pfarrer, wie oft greift man zur verkürzten Ableitung dieses Verses: &#8222;Gott ist ein Gott&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich bin ich wieder über 1 Kor 14,33 gestoßen: <em>&#8222;Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.&#8220;</em> Ob nun die besorgte Mutter, der überforderte Ordner oder der ermahnende Pfarrer, wie oft greift man zur verkürzten Ableitung dieses Verses: <em>&#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220;.</em> Selbst Google höchstpersönlich bestätigt das. Tippt man &#8222;Gott ist ein Gott&#8230;&#8220; in das Suchfenster ein, ist &#8222;der Ordnung&#8220; das erste vorgeschlagene Suchergebnis. Beweise? Das Ergebnis der Suche in unterschiedlichen Browsern fiel eindeutig aus:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter  wp-image-14409" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott.png" alt="" width="352" height="312" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott.png 772w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott-300x266.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott-768x680.png 768w" sizes="auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px" /></p>
<p>Wichtiger als das Gott ein Gott der Lebenden ist, der große Dinge und Wunder tut und uns sieht, ist also, dass Gott ein Gott der Ordnung ist (ich schweige darüber, das das andere direkte Zitate wären).</p>
<p>Einige der Artikel, die die Suche liefert, habe ich übrigens durchgelesen und zumindest bei einigen davon gilt der gleiche Eindruck, den man auch vom mantrartigen Wiederholen der Formel &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220; kennt. Relativ kontextungebundenes Durchdrücken von Regeln und Struktur! (Ich gestehe manche erfahrene Verletzung durch diese Verwendung ein)<span id="more-14403"></span></p>
<p>Ist es überhaupt angemessen davon zu sprechen, das Gott ein Gott der Ordnung ist, weil er ja &#8222;nicht ein Gott der Unordnung ist&#8220;?  Und wo ist überhaupt mein Problem mit einem solchen Satz? Das möchte ich im Folgenden gerne erläutern:</p>
<p>Zunächst würde es mich freuen, wenn man einfach mal am Text bleiben würde. Die obige Google-Suche zeigt, dass das Originalzitat das letzte Suchergebnis ist, dass vorgeschlagen wird. Ich frage mich bei jedem, der vom &#8222;Gott der Ordnung spricht&#8220;, warum ihm das wichtiger ist, als dass Gott &#8222;ein Gott des Friedens ist&#8220;? Warum ist uns Ordnung wichtiger als Frieden? Ist uns Ordnung womöglich nur deswegen wichtig, weil wir Kontrollfreaks sind und einfach einen passenden Vers gefunden haben, um unsere Vorstellungen durchzudrücken?</p>
<p>Ich sprach mit einem Freund darüber, der mich gleich auf die große Breite von &#8222;Schalom&#8220; verwies, das im Hebräischen ja bekanntlich &#8222;Friede&#8220; bedeutet, aber auch &#8222;Sicherheit, Geborgenheit, Rechtsordnung, Gesundheit, Wohlstand, geordnete und liebevolle Beziehungen …&#8220; (<a href="http://bibelarbeit.info/zitate_1_korinther_14_33.php">siehe hier</a>). Wenn Paulus also scheinbar  asynchron antithetisch von &#8222;Unordnung &#8211; Friede&#8220; spricht, habe er die hebräische Bandbreite von &#8222;Schalom&#8220; im Blick, also ein ganzes kosmologisches Konzept von Ordnung, Sicherheit, Geborgenheit, Frieden usw.  Soweit die These.</p>
<p>Nun gibt es dabei einiges zu beachten: a) Paulus verwendet nicht schalom, sondern &#8222;eirene&#8220;, nämlich den griechischen Begriff für Frieden. Dabei dürfte uns z.B. Jesu häufig verwendete Formel in den Blick fallen: &#8222;Gehe hin in Frieden (vgl. z.B. Lk. 8,48 mit 1 Sam 1,17). Obwohl es möglich ist, das Jesus dabei &#8222;schalom&#8220; als Begriff verwendete, wissen wir es schlichtweg deswegen nicht genau, weil die Evangelien auf griechisch verfasst wurden. Ich könnte aber damit leben, dass man meint, dass auch &#8222;eirene&#8220; ein ähnlich breit aufgestellter Begriff, der auch Harmonie, Weltordnung, Struktur, Regeln  und dergleichen miteinschließt. Doch dennoch bliebe ja die Ausgangsfrage: Warum sprechen wir dann vom Gott der Ordnung und nicht vom Gott des Schaloms? Warum sagt man es nicht schlichtweg: &#8222;Gott ist ein Gott des Schaloms&#8220; oder &#8222;Gott ist ein Gott des Friedens&#8220;? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Warum sind wir so viel mehr um die Ordnung als um den Frieden besorgt? </p>
<p>b) &#8222;eirene&#8220; ist ein so häufig verwendeter Begriff des NT, der häufig einfach das meint, was wir meinen, wenn wir von &#8222;Frieden&#8220; reden: friedliches Miteinander, frei von Streitigkeiten, Konkurenzdenken, Neid&#8230; Um bei den Verwendungen von Paulus zu bleiben: 1 Thess 5,13; 2 Kor 13,11; Röm 12,18; Phil 4,7; 1 Kor 5. An einer Stelle spricht er davon, seinen Mitarbeiter in &#8222;Frieden zu begleiten&#8220; (1 Kor 16,11).  Selbst wenn es hier um ein großes eschatologisches Schalom im Reiche Gottes geht. Warum einen derart reichhaltigen Begriff durch einen derart trivialen wie &#8222;Ordnung&#8220; ersetzen? <strong>Es ist also angebracht, vom Frieden als den echten Gegenteil von Unordnung zu sprechen</strong></p>
<p>c) Paulus spricht auch an mindestens einer weiteren Stelle davon, dass Gott ein Gott des Friedens ist, nämlich 1 Thess 5,23. Das Gott ein Gott des Friedens ist, ist ein paulinisches Konzept</p>
<p>d) Manchmal wird der Begriff &#8222;schalom&#8220; so verwendet, als wäre das eigentlich der übliche Hebraismus unter den Gläubigen der Urkirche. Sie grüßten sich mit Schalom, wünschten sich den Schalom zum Abschied, all das im Angesicht eines globalen Kampfes gegen die Unordung der Welt im Angesicht einer eschatologischen Wiederkunft Christi um das Reich Christi zu gründen. Dann jedoch würde ich aber fragen, warum nicht exakt dieser Hebraismus verwendet wird? Das Paulus ohne weiteres zu anderen verbreiteten Hebraismen griff, ist selbst dem bekannt, der die Bibel auf deutsch ließt: Ich denke an anathema oder maranatha&#8230; Was spräche dagegen, Schalom zu verwenden? Egal wie man sich in dieser Frage entscheidet, würde es doch nur unterstreichen, dass es angemessener wäre, vom &#8222;Gott des Friedens&#8220; als vom &#8222;Gott der Ordnung&#8220; zu sprechen.</p>
<p>e) Ich denke auch, dass es unangebracht ist, bei jeder Verwendung eines Begriffes die vollständige Bedeutungsbandbreite dieses Begriffes anzunehmen. Besser ist es zunächst den Kontext zu betrachten, der in Kor. 14 recht einfach zu überblicken ist: In der Gemeinde herrscht Chaos, vor allem auch bei der Durchführung der Gottesdienste, betroffen ist Predigt, Abendmahl, Gebetsleben, aber auch das Zwischenmenschliche. Nachdem Paulus in Kap. 14 zahlreiche sehr praktische Anweisungen gibt (ob nun bzgl. der Frage wie sich die Frauen verhalten sollen oder wie Zungenrede sinnvoll in den Gottesdienst eingebunden werden kann), verweist er auf die begründende Idee hinter seinen Vorschlägen: &#8222;DENN Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens&#8220;.  Obwohl Paulus also klare Vorschläge für Struktur und Ordnung liefert, ist seine Hauptmotivation die, dass er einen Gott des Friedens vor Augen hat. Ein paar Regeln und Strukturen um der Regeln selbst willen oder gar um der Ordnung selbst willen hätten den Korinthern kaum genützt.</p>
<p><em>Zwischenfazit: Obwohl das Wissen um &#8222;Schalom&#8220; ein Indikator auf eine breite Verwendungsvielfalt von Frieden sein kann und so gar keine asynchrone Antithese von Unordnung-Friede vorliegen muss, ist die Ableitung &#8222;Gott ist ein Gott der Unordnung&#8220; zumindest eine Verkürzung der Absichten von Paulus an dieser spezifischen Stelle aber auch des Konzeptes von Paulus, dass er hat, wenn er vom Gott des Friedens spricht, wie z.B. in 1 Thess 5,23 wo er im Gott des Friedens Grundlage der Heiligung und der Bereitschaft für die Wiederkunft Christi sieht. </em></p>
<p> Doch gehen wir weiter: Warum sollte man überhaupt den Gegensatz den Paulus aufbaut U<em>nordnung &#8211; Frieden</em> immer in diese Richtung harmonisieren: <em>Unordnung &#8211; Ordnung</em>? Wieso z.B. nicht so rum: Unfrieden &#8211; Frieden?  Oder doppelt negativ: Unfrieden &#8211; Ordnung? Eine Wortstudie verschafft hier schnell Überblick. Während &#8222;eirene&#8220;in der NKJV immer mit Friede wiedergegeben wird,</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14412" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/friede.png" alt="" width="675" height="305" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/friede.png 675w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/friede-300x136.png 300w" sizes="auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px" /></p>
<p>sieht es beim deutlich seltener vorkommenden Gegenbegriff &#8222;akatastasia&#8220; anders aus. Dieser Begriff kommt nur fünf mal im NT vor und wird am besten mit &#8222;Unruhe oder Aufruhr&#8220; wiedergegeben! Ich habe alle Verwendungen in der LUT2017  &#8211; Übersetzungen hier eingefügt:<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14413" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung.png" alt="" width="1660" height="688" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung.png 1660w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-300x124.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-1024x424.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-768x318.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-1536x637.png 1536w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-1320x547.png 1320w" sizes="auto, (max-width: 1660px) 100vw, 1660px" /></p>


<p>Beachtet dabei, wie die Verwendung in 2 Kor 12,20 und Jak. 3,16 als passende &#8222;Gegentugend&#8220; Frieden eindeutig nahelegt.</p>
<p>Merken wir, wie ein schlüssiges Bild entsteht?<em> &#8222;Gott ist nicht ein Gott von Unruhe und Aufruhr sondern des Friedens&#8220;</em> ist eine viel stärkere Aussage als ein plumpes &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220;. Wenn ich ein hoffnungsloser Schlamper bin, schlimmer von mir aus als die Korinthergemeinde, dann hilft mir ein an Strukturen und Regeln appellierend Rat &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220; recht wenig, weil er am eigentlichen Problem in meinem Chaos vorbeigeht, nämlich dass ich Gott brauche und den Frieden, den er schenkt. Schlichtweg bleiben Strukturen oftmals nur auf einer rein trivialen Handlungsebene, ohne das Herz zu erreichen. Dafür hatte Paulus die Korinther zu lieb, um sich mit bloßer Verhaltenskosmetik zu begnügen oder Chaos mit einem &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220;-Gebell runterzubügeln. Er ergriff sehr wohl nötige Maßnahmen, aber seine Motivation dabei blieb klar: Es geht nicht bloß um strukturelle Maßnahmen, es geht um einen Gott, der am echten Frieden, wenn du es so willst am echten Schalom interessiert ist. Ich bin nicht gegen Ordnung, aber was wirklich meine Sehnsucht stillt, ist ein Gott des Friedens. Das Pferd mal von der richtigen Seite bestiegen: Wie kommen wir auf die Idee, dass Aufruhr und Unruhe durch ein paar strukturelle Maßnahmen geheilt werden können? Das wiederum erinnert mich an den Vater des verlorenen Sohnes. Als dieser mit dem Aufruhr und der Unruhe seines Sohnes eiskalt konfrontiert wurde, war ihm schnell klar, dass ein Drüberbügeln von Struktur und Regeln, so nötig sie wären, einfach nicht das liefern würde, was der Sohn dringend brauchte: Frieden und den Gott des Friedens.</p>
<p>Wenn uns das nächste Mal wieder ein &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220; von den Lippen rutschen möchte, lasst uns innehalten und sich lieber mit dem begnügen, was für Paulus ausreichend war: &#8222;Gott ist ein Gott des Friedens&#8220;! Merken wir wie dieser Appell viel tiefer reicht?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403">Der am häufigsten falsch zitierte Bibelvers</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Christentum und Gesellschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2020 07:16:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum und Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist die Frage, ob Gott existiert von Bedeutung? Heutzutage darf doch jeder nach seiner Façon glücklich werden. Jochen Klein, Autor und Lehrer, ist der Ansicht, „dass die Frage nach Gott für einen Menschen eine große Rolle spielt. Deshalb legt er mit „Christentum und Gesellschaft“ eine&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christentum-und-gesellschaft/14095">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christentum-und-gesellschaft/14095">Christentum und Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://www.scm-shop.de/media/catalog/product/cache/1/image/600x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/3/0/304509000.JPG" alt="undefined" width="282" height="282" /></p>
<p style="font-weight: 400;">Ist die Frage, ob Gott existiert von Bedeutung? Heutzutage darf doch jeder nach seiner Façon glücklich werden. Jochen Klein, Autor und Lehrer, ist der Ansicht, „dass die Frage nach Gott für einen Menschen eine große Rolle spielt. Deshalb legt er mit „Christentum und Gesellschaft“ eine knappe Überblicksdarstellung vor.</p>
<p style="font-weight: 400;">In den sechs Kapiteln nimmt Klein seine Leser mit auf einen Schnelldurchlauf durch Kirchen-, Philosophie und Gesellschaftsgeschichte. Er möchte aufzeigen, „wie und auf welchem Weg man Gott finden kann und wie Menschen ihn im Lauf der Jahrhunderte gefunden haben“.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im ersten Kapitel stellt er die rasche Ausbreitung des Christentums dar. Anschließend fokussiert sich der Autor auf die Bedeutung der Bibel für das Volk. Bevor Martin Luther seine Bibelübersetzung auf den Markt brachte, gab es bereits 18 gedruckte deutsche Bibeln und nachweislich 60 Teilbibelabdrucke. Doch dem Gottes Wort stellte sich das einzelne Individuum in den Weg&#8230; (<a href="https://www.lesendglauben.de/2020/10/03/christentum-und-gesellschaft/?fbclid=IwAR3NwsukLrhzgSsEjtvrYj1pwJCzXV8YIon9A3mro3iQ6pei4r8EmBXUd5c">weiterlesen auf lesendglauben.de</a>)</p>
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		<title>Tipp: Bibel und Wissenschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2018 20:41:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelistische Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Liebi]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. Roger Liebi hat Aussagen aus der Bibel mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verglichen und dabei festgestellt, dass eine bedeutende Zahl biblischer Aussagen erst in den letzten Jahrhunderten durch die Wissenschaft bestätigt wurden. Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch sondern Gottes schriftliche Offenbarung an uns Menschen. Daher&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-bibel-und-wissenschaft/12405">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-12409" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-194x300.png" alt="" width="194" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-194x300.png 194w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-768x1186.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-663x1024.png 663w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01-1320x2039.png 1320w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/256257_bibel_und_wissenschaft_-_pb_3d_01.png 1942w" sizes="auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px" />Dr. Roger Liebi hat Aussagen aus der Bibel mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verglichen und dabei festgestellt, dass eine bedeutende Zahl biblischer Aussagen erst in den letzten Jahrhunderten durch die Wissenschaft bestätigt wurden.</p>
<p>Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch sondern Gottes schriftliche Offenbarung an uns Menschen. Daher beschreibt die Bibel naturwissenschaftliche Fakten ganz nebenbei und ohne viel Aufhebens. Eben darum, weil es Gott nicht um die Vermittlung von wissenschaftlichen Kenntnissen ging.</p>
<p>Dr. Liebi nennt Beispiele aus sehr unterschiedlichen Gebieten wie den Geowissenschaften, der Biologie oder der Hygiene. Zum Beispiel, dass die jüdische Beschneidung von Jungen exakt am 8. Tag erfolgen sollte, heute weiß man, warum. Oder dass das Licht sich bewegt, eine Erkenntnis, die erst durch Isaac Newton nachgewiesen wurde.</p>
<p>Manche der 30 aus der Bibel abgeleiteten wissenschaftlichen Aussagen werden Skeptiker nicht überzeugen. Dafür sind andere umso verblüffender. Gottesferne Leser, die mit Offenheit für Gottes Offenbarung an die Lektüre dieses optisch ansprechenden Buches herangehen, werden sich kaum der Erkenntnis verschließen können, dass die Bibel ein Buch übernatürlicher Quelle sein muss.</p>
<p>Das Buch hat 80 Seiten und ist <a href="https://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Argumente-fuer-den-Glauben/Bibel-und-Wissenschaft.html?listtype=search&amp;searchparam=bibel%20und%20wissenschaft" target="_blank" rel="noopener">bei CLV für sehr günstige 2,50 EUR erhältlich</a>.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-bibel-und-wissenschaft/12405">Tipp: Bibel und Wissenschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann</title>
		<link>https://nimm-lies.de/wie-falsche-theologie-uns-die-bibel-stehlen-kann/10478</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2016 06:11:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verlagswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Brüderbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Dispensationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gottes Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Unfehlbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Entsetzen aber gleichzeitig auch mit Freude entsinne ich mich an eine &#8222;christliche&#8220; und &#8222;bibeltreue&#8220; Konferenz, auf der ich vor etwa zwei Jahren anwesend war. Ich werde keine Namen und Orte nennen, jedoch wird für den Kenner auch so offensichtlich sein, wovon ich rede. Der Autor&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wie-falsche-theologie-uns-die-bibel-stehlen-kann/10478">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wie-falsche-theologie-uns-die-bibel-stehlen-kann/10478">Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Entsetzen aber gleichzeitig auch mit Freude entsinne ich mich an eine &#8222;christliche&#8220; und &#8222;bibeltreue&#8220; Konferenz, auf der ich vor etwa zwei Jahren anwesend war. Ich werde keine Namen und Orte nennen, jedoch wird für den Kenner auch so offensichtlich sein, wovon ich rede. Der Autor sprach über die Offenbarung und sein Fazit war im Großen und Ganzen, dass die Offenbarung die Christen nichts angeht, da der Inhalt nur die Juden betrifft, die nach der Entrückung der Gemeinde zum Glauben kommen werden. Es waren noch viele weitere verwirrende Thesen aufgestellt worden, jedoch lag über allem der Unterton: Dies betrifft nur die Juden, und das betrifft nur die Juden, für die Gemeinde sind im Großen und Ganzen nur die Paulusbriefe, und selbst hier nicht alle. Das war das Entsetzen! Es wurde größer, als aus den Reihen der Zuhörer vereinzelt Halleluja-Rufe erschallten über diese &#8222;Frohe Botschaft&#8220;. Der Redner hielt uns vor, dass Verse, wie &#8222;sei getreu bis zum Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben&#8220;, niemals für Menschen gemeint sein können, die unter der Gnade leben, denn wir als Christen wissen doch, dass wir so treu nicht sein können. Tja, die &#8222;Frohe Botschaft&#8220; des Redners  war viel mehr eine erbärmliche, trübsinnige und armselige Botschaft.<span id="more-10478"></span></p>
<p>Nun zur Freude: Aus meiner Überzeugung heraus, dass uns alles zum Besten dienen kann, wenn wir nur den Herrn lieben, weiß ich heute, dass diese Konferenz mir half endgültig mit dispensationalistischem Schriftverständnis zu brechen. Meine Leser mögen mich nicht falsch verstehen. Ich hoffe dass die meisten in den Brüdergemeinden nicht so extrem ausgeprägt sind, wie oben beschrieben. Aber als russlanddeutscher Christ, wie ich es einer bin, ist man irgendwie mehr oder weniger automatisch dispensationalistisch geprägt. Nur bin ich überzeugt davon, dass der Dispensationalismus ein Bestandteil einer Entwicklung ist, die man heute in Studienbibeln, Christlichen Büchern und Bibelkommentaren beobachten kann. Ich möchte diese Entwicklung &#8222;Rarefizierung (Verdünnung) der Schrift&#8220; nennen. Hier sind viele Entwicklungen zu beobachten und nochmal betont: Der Dispensationalismus ist ein Teil davon, viele Entwicklungen gehen Hand in Hand. Zusammengenommen ist die Wirkung aber gewaltig.</p>
<p>Mein Sarkasmus kann für manch einen Dispensationalisten, den ich als Bruder im Herrn ernst nehme, schmerzhaft sein. Dennoch finde ich keinen Weg, ein Problem darzustellen, das um uns frisst, wie ein Krebs. Geschwister, es geht um das teuerste und das beste, was wir auf dieser Erde haben: das Wort Gottes. Vor Kurzem durfte ich die alten Dokumente zur &#8222;Downgrade-Kontroverse&#8220; von Spurgeon lesen. Immer wieder betonte Spurgeon darin, <em>&#8222;dass für ihn Reinheit vor Einheit kommt&#8220;. </em>Somit möchte ich eine Lanze aufrichten gegen die voranschreitende Aushöhlung biblischer Lehre.</p>
<ul>
<li>Bruder, du liest noch Jesaja und machst dir Gedanken darüber, was dir die Schrift hier sagen möchte? Vergeude deine Zeit nicht, denn es ist ja offensichtlich, dass Jesaja fast nur vom tausendjährigen Reich spricht. Das betrifft dich nicht, wenn du nur bekehrt bist. Dann wirst du vor der Trübsal vorentrückt (nicht so wie die nordkoreanischen, irakischen und sudanischen Christen?!?) und das müssen dann die Schafe, die von den Böcken getrennt, sich zu Herzen nehmen (oder sind es die mit dem kalten Glas Wasser?). Und für Sacharia gilt natürlich dasselbe.</li>
<li>Christen, ihr lest das Gesetz Moses? Aber was hat es euch zu sagen, es sind doch nur Überbleibsel einer alten Haushaltung. Wir sind befreit vom Gesetz!</li>
<li>Schwester, du staunst über die Wunder im ersten Buch Mose? Aber warum nur! Jeder sollte doch wissen, dass dies nur Legenden sind, die sich Israelis an ihren Lagerfeuern in der Wüste erzählten. Mose schrieb nur seine Ehrfurcht vor Gott nieder, da er einfach kein Wissenschaftler war. Der Sündenfall ist nur eine Legende, der Versuch einer Erklärung für das Böse im Menschen.</li>
<li>Bruder, du ließt die Geschichten in Könige und Chronika? So viele interessante Begebenheiten werden berichtet. Schade, dass dies bloß nackte Historie ist, sonst könnte man soviel daraus lernen &#8230;</li>
<li>Mutter, du nimmst für dein Leiden das Buch Hiob zur Hand? Aber vergiss bitte nicht, dass es nur Prosa ist. Und Hiob und seine Freunde waren alles Prediger, die nie herausfanden warum sie litten.</li>
<li>Hohelied ist ein schönes Buch, nicht wahr? Leider kann keiner wissen, wie es zu verstehen ist. Ist die &#8222;Freundin&#8220; jetzt das Volk Israel oder die Gemeinde. Die Juden dachten es wäre das Volk, die Urkirche es wäre die Gemeinde. Und wir lassen es mal so stehen. Nur nicht zur Anwendung kommen lassen.</li>
<li>In den Psalmen klingt so vieles nach Messias. Aber es sind nur Parallelen die man zwischen David und Jesus ziehen kann.</li>
<li>Die Briefe des Paulus  an Timotheus und Titus übrigens, du übereifriger junger Christ, sind natürlich nur die persönlichen Ratschläge eines Apostels an seinen nächsten Mitarbeiter. Dem &#8222;Fußvolk&#8220; hat das kaum was zu sagen. Gleiches gilt natürlich für den zweiten und dritten Johannesbrief.</li>
<li>Wenn du die Evangelien liest, du unerfahrener und junger Christ, pass nur auf, dass du ja fein unterscheidest zwischen dem was Jesus zum unerretteten (!) Volk des alten Bundes (!) und was er zu seinen Jüngern sagt. Nur das zweite hat wirklich Belang, und selbst da musst du prüfen, ob es der spezielle Auftrag der Jünger ist oder eine allgemeine Rede. Im Grunde genommen reichen die Endzeitreden Jesu. Aber hier pass nur auf, dass du nicht wieder etwas beachtest, was nach deiner Entrückung kommt.</li>
<li>Der Hebräerbrief sagt ja bereits durch seinen Titel an wen er gerichtet ist.</li>
</ul>
<p>Was bleibt? Es bleiben einige Briefe des Paulus. Nun, fein geurteilt. Nur habe ich in letzter Zeit immer wieder gehört (wahrlich ungelogen): &#8222;Oh Bruder, da musst du aufpassen, über den Römerbrief ab Kap. 8, da dürfen eigentlich nur Brüder etwas sagen, die Jahrzehnte Erfahrung haben. Nur Älteste sollten sich da äußern&#8220;. Aus Lehre wird also immer mehr eine Leere. Und Leere ist der Mensch oft schnell dabei zu füllen. Vielleicht ist das der Grund das Progmatismus und andere Exotische Praktiken in der Gemeinde wuchern wie es in 2000 Jahren Kirchengeschichte nie vorgekommen ist.</p>
<p>Und, dann gibt es noch den Klassiker: Entweder musst du überall, wo von Erwählung, Berufung, Vorsehung oder Vorherbestimmung die Rede ist, diese Worte streichen und durch &#8222;gläubig sein&#8220; ersetzen oder du musst an jeden Vers, der &#8222;nur&#8220; vom Glauben, oder von Liebe zu Gott redet, oder von Nachfolge oder von Heiligung noch ein &#8222;nach Gottes Erwählung&#8220; dranhängen. Erst dann bist du auf dem wahren Weg. Es gibt nur zwei Extremen. Was, und du erfrechst dich noch, an die Schrift zu glauben, wie Sie ist?</p>
<p>Was bleibt dann mir? Hinfort mit den Geistern, die mir die Schrift rauben. Hinfort mit Auslegungen ohne Anwendung. Weg mit einem Überbau an technischen und historischen Infos, die das persönliche der Schrift rauben. Ich bin Gott dankbar, dass wir mit meiner Frau in dem letzten halben Jahr soviel aus dem Alten Testament entnehmen konnten, das tatsächlich zeigt, wie viel Christus in der Bibel ist. Und wo Christus ist, da möchte ich sein. Christus ist da, wenn Josua das verheißene Land erforscht. Christus ist im Sündopfer und im Brandopfer. Christus ist in den Gewändern des Priesters. Christus ist in der Stiftshütte. Christus ist bei der Schöpfung anwesend. Christus ist der Engel des Herrn der Bileam verwarnt. Christus ist der Fels, aus dem Wasser fließt. Christus ist der weise Friedefürst. Christus ist der Geweihte, der uns in Simson dargestellt wird, und der Weise, den wir in Salomo finden. Christus ist die Erfüllung der Prophetie und nicht das tausendjährige Reich!</p>
<p>Somit: Herr wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des Lebens!</p>
<p>P.S.: Da ich vermeiden möchte, von einer anderen Seite vom Pferd zu fallen, werde ich in den nächsten Wochen einen Artikel veröffentlichen, der die Vorzüge und die hohe Qualität der Brüderbewegung preisen wird.</p>
<p>P.P.S.: Außerdem sollte ich als ehemals radikaler Arminianer bekennen, dass ich nur über den Umweg des Dispensationalismus zu der reformiert-baptistischen Denkweise gekommen bin. Hier bin ich also Brüdern wie W. Bühne oder W. MacDonald meinen Dank schuldig.</p>
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