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	<title>Bibeltreue Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Wissen vs. Glauben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Dec 2014 22:09:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum. Dies&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wissen-vs-glauben/8987">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright  wp-image-9220" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868.jpg" alt="Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868" width="291" height="416" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868.jpg 587w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carl_Spitzweg_Der_Zeitungsleser_1868-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 291px) 100vw, 291px" /></a>In meinem Glaubensleben ist mir eine besondere Tücke meines Herzens erst in der letzten Zeit aufgefallen: Ich musste feststellen, dass ich immer wieder geneigt bin, Glauben durch Wissen zu ersetzen. Denken wir hierbei an die Auferstehung Christi. Natürlich ist die Auferstehung Christi ein historisches Faktum.</p>
<p>Dies kann ich wissen, auch kann ich mich mit allen historischen Einzelheiten der Auferstehung beschäftigen. Eine Harmonie der dazugehörigen Texte durchführen. Auch kann ich bekennen und wissen, dass Christus Gott ist (wenigstens dass was ich darunter verstehe, was ein Gott ist).  Dennoch kann es sein, dass ich gleichzeitig gar nicht daran glaube. Diese Dinge werden für mich nur zu einer Angelegenheit der Vernunft nicht aber zu einer Angelegenheit des Herzens.<span id="more-8987"></span></p>
<p>Ich denke die Ursache dazu ist in einem gewissen Sinne historisch: Vor etwa 150 Jahren ging ein großer Kampf durch die Christenheit, der seinen Ursprung in der zunehmenden Rationalisierung hatte: Die Bibelkritik erreichte auch immer mehr reformierte und evangelikale Prediger*. Was war die neue Darstellung? Plötzlich hieß es, dass manche Wunder in der Bibel nicht wörtlich zu verstehen seien, da diese schließlich nur Projektionen jüdischer Frömmigkeit darstellen. Wichtig sei nur, dass du an diese Wunder glaubst und aus diesen Geschichten Kraft für den Alltag schöpfen kannst. So griff die Bibelkritik immer weiter um sich herum: Angefangen von den Autoren der biblischen Bücher (Konnte Petrus wirklich so tiefe Erkenntnis über die Gnostiker besitzen?), über die Wunder, wurde schließlich auch die Auferstehung Christi in Frage gestellt.**</p>
<p>Bibeltreue Christen waren natürlich schnell in der Lage diesen tückischen Glauben, der nur noch aus Zweifeln besteht, zu entlarven und betonten die Bedeutung der Historizität und Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift. Klare apologetische Schriften entstanden, die zwei größten hierbei die Fundamente R.A. Torreys und die Chicago-Erklärung zur Irrtumslosigkeit der Bibel. Die Hauptthese dabei: Dein Glaube hat ein festes Fundament. Heute, einige Generationen weiter, sind wir als Christen oftmals geneigt, den Glauben auf das Rationale zu fixieren: Hauptsache, du weißt das Jesus auferstanden ist. Hier muss ich sagen: Dies reicht nicht. Die Bibel  hat einen festen Grund, aber dein Leben wird nur dann einen festen Grund haben, wenn du selig machenden Glauben hast, der natürlich größer ist als die Vernunft.</p>
<p>Natürlich ist der Glaube größer: Denn müsste ich durch Erkenntnis selig werden, würde dies voraussetzen, dass ich eine perfekte und völlige Erkenntnis von göttlichen Dingen haben soll, die ich als Mensch gar nicht erlangen kann. Der Glaube allein, sei er auch so klein wie ein Senfkorn, kann Gott wohlgefällig werden und ihn ehren. Glaube allein nimmt den ganzen Menschen ernst. Der Mensch von heute behauptet gerne, er wäre rational. Aber sieh dich um, wie oft ist der Mensch von Emotionen, Gefühlen, Trieben, Veranlagung , Hunger, Bedürfnissen und der vielen Mehr getrieben. Mir scheint, viel häufiger als vom Rationalen. Der Mensch ist nicht eine tote rational arbeitende Maschine, sondern viel mehr eine Persönlichkeit. Nur der Glaube nimmt alle Ebenen des Menschen ernst, seien es die körperlichen Bedürfnisse, seelische Nöte, Regungen der Gefühle und Triebe. Dies alles kann zu Gott gebracht werden im Glauben. Was für ein Fortschritt gegenüber blankem Wissen!</p>
<p>Zum Schluß: Du weißt, dass Jesus auferstanden ist? Sehr gut, aber reduziere nicht deinen Glauben auf bloßes Wissen. Nicht umsonst gibt es viele Menschen um uns, die die Lehre der Bibel ausgezeichnet gut kennen und dennoch nicht die Vergebung vor Gott besitzen.</p>
<hr />
<p>* <sub>Es ist natürlich klar, dass das Gespenst des Rationalismus bereits ab dem 15ten Jahrhundert unter den Intellektuellen immer mehr Zuspruch gewann. Das jedoch die Ideen auch das Bürgertum und die Arbeiterklasse erreichten, war erst seit dem Zeitalter der Industrialisierung der Fall. Weiterführend möchte ich an dieser Stelle auf den Wikipedia-Artikel über den &#8222;Erfinder&#8220; der Bibelkritik verweisen: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Baruch_de_Spinoza">Baruch Spinoza</a>. Kennzeichnet in diesem Fall, ist dass Bibelkritik ihren Ursprung nicht im Christentum hatte.</sub></p>
<p>** Diese letzte Bastion wagte man erst recht spät anzugreifen, dennoch akzeptiert der moderne Theologe heutigentags die Auferstehung Christi höchstens im methaphorischen Sinne an: Ob Jesus tatsächlich auferstanden ist, sei nicht so wichtig, so lange die Apostel dies glauben. Ob Jesus wirklich lebt, ist ja eigentlich egal, so lange du aus dem &#8222;Glauben an die Auferstehung&#8220; Kraft für dein Leben schöpfst. Man vergleiche dazu nur einige Artikel im Chrismon (dem &#8222;evangelischen&#8220; Magazin).</p>
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