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	<title>Brüderbewegung Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Brüderbewegung Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>&#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; von F.F. Bruce</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 08:48:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da ich mehr über F.F. Bruce wissen wollte, von dem ich vor kurzem ein Werk vorgestellt habe, bin ich auf eine ihm und seinem Werk geweihte Seite gestoßen. Auf dieser Wiederum fand ich zwei Essays unterschiedlicher Länge, in der Bruce seine Zugehörigkeit zur Brüderbewegung erläutert.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/warum-ich-bei-den-bruedern-geblieben-bin-von-f-f-bruce/17777">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-ich-bei-den-bruedern-geblieben-bin-von-f-f-bruce/17777">&#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; von F.F. Bruce</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Da ich mehr über F.F. Bruce wissen wollte, von dem ich vor <a href="https://nimm-lies.de/review-hard-sayings-of-the-bible/17760">kurzem ein Werk </a>vorgestellt habe, bin ich auf eine <a href="https://www.ffbruce.com/">ihm und seinem Werk geweihte Seite</a> gestoßen. Auf dieser Wiederum fand ich zwei Essays unterschiedlicher Länge, in der Bruce <a href="https://www.ffbruce.com/who-are-the-bretheren/">seine Zugehörigkeit zur Brüderbewegung erläutert.</a> Der kürzere Essay mit dem Titel &#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; sprach mir ganz aus dem Herzen. Regelmäßig tritt auch an mich die Frage heran, warum ich eine Evangeliums-Christen-Baptisten Gemeinde besuche. Wie Bruce brachte mich die Frage in Schwierigkeiten, nicht weil die Frage an sich schwer zu beantworten ist, sondern weil ich nichts so recht damit anfangen kann und mich etwa dafür rechtfertigen müsste, so als wären die Evangeliums-Christen außerhalb der christlichen Orthodoxie. Bruce Statement hilft mir konkreter zu antworten, auch wenn natürlich die Brüderbewegung nicht vollständig mit den Evangeliums-Christen zu vergleichen ist, und ich mir wünschen würde, dass meine Ortsgemeinde den ersten von Bruce genannten Aspekt mehr leben würde. Der zweite Aspekt wird in Gemeinden &#8222;unseres Musters&#8220; aber wirklich so gelebt, wie Bruce es in den britischen Brüdergemeinen erlebt hat. Ich übersetze den Text &#8222;Why I have stayed with the Brethren&#8220; vollständig:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Obwohl mir diese Frage von Zeit zu Zeit gestellt wird, fällt es mir schwer, sie zu beantworten, weil ich Zweifel an ihren Implikationen habe. Kirchlich gesprochen gehöre ich (1) zur universalen Kirche und (2) zur örtlichen Gemeinde, die sich in der Crescent Road in Stockport trifft; und kirchlich gesprochen gehöre ich zu nichts anderem. Die einzige Alternative zur Zugehörigkeit zur universalen Kirche wäre, den einst überlieferten Glauben zu verleugnen; und wenn man mich fragt, warum ich in der Gemeinde an der Crescent Road in Stockport bleibe, muss meine Antwort lauten: „Wenn du diese Gemeinde kennen würdest, müsstest du gar nicht fragen, warum ich bleibe!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin seit fünf bis sechs Jahren Mitglied der Gemeinde an der Crescent Road, aber ich gehöre seit vielen Jahren bereits Gemeinden desselben allgemeinen Musters an. Und wenn Leute mich fragen: „Warum bleibst du bei den Brüdern?“, meinen sie damit: „Warum bleibst du bei Gemeinden dieses besonderen Musters?“ Und dann muss ich nach einer Antwort suchen, denn es ist mir nie in den Sinn gekommen, eine Mitgliedschaft in einer Gemeinde mit einem anderen Muster zu suchen. Zweifellos spielt dabei auch eine gewisse Trägheit eine Rolle; Menschen neigen dazu, in der Gemeindegemeinschaft zu bleiben, in der sie begonnen haben, es sei denn, sie haben einen zwingenden Grund, zu wechseln – und einen solchen Grund habe ich nie bewusst verspürt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn ich über die Sache nachdenke, entdecke ich einige positive Gründe, zu bleiben, und ich kann zwei davon nennen, die in meinen Augen erhebliches Gewicht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eine Grund ist, dass ich in diesen Gemeinden dazu ermutigt werde, meine Zugehörigkeit zur universalen Kirche anzuerkennen. Es wird mir nie suggeriert, dass „unsere Denomination“ oder „unser Kreis von Versammlungen“ einen besonderen Anspruch auf meine Loyalität hätte – jenseits des Anspruchs, an dem meine Mitgeschwister weltweit teilhaben. Hier finde ich einen Rahmen, in dem echte christliche Einheit aufrichtig und vorbehaltlos gelebt werden kann. Zu einer Gemeinde dieses Musters dürfen alle Gläubigen an unseren Herrn kommen und dürfen sicher sein, um Seinetwillen willkommen zu sein; und es wäre mir unerträglich, einer Gemeinde anzugehören, die nicht alle aufnimmt, die Christus aufgenommen hat. Aus einer Gemeinde dieses Musters heraus kann ich Gemeinschaft mit allen Gläubigen an unserem Herrn haben, ohne irgendeinen „konfessionellen Grundsatz“ zu kompromittieren – denn in einer solchen Gemeinde gibt es keine konfessionellen Grundsätze, die man kompromittieren könnte. Vor dem Hintergrund meiner weiten Erfahrung mit gelegentlicher Gemeinschaft in Gemeinden unterschiedlichster Ausprägung ruht meine Überzeugung darin, dass eine Gemeinde dieses Musters für mich die richtige ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere positive Grund ist, dass ich in diesen Gemeinden eine Atmosphäre geistlicher und intellektueller Freiheit gefunden habe, die mir so angenehm und geradezu belebend erscheint, dass ich bezweifle, ob sie anderswo ihresgleichen fände. Ich weiß auch, dass diese Erfahrung nicht nur mir eigen ist, oder nur den Gemeinden, denen ich im Laufe der Jahre glücklicherweise angehören durfte. In einem Brief, den er 1961 als Vorsitzender des Komitees an die Mitglieder der „Young Men’s Bible Teaching Conference“ sandte, schrieb Dr. W. M. Capper: „Eines der Dinge, die viele von uns zu den Christlichen Brüdern hinzieht, ist ihre Weite – nicht ihre Enge.“ Mit angemessener Zurückhaltung hinsichtlich der Verwendung des Begriffs „die Christlichen Brüder“ sage ich zu diesen Worten: Amen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-ich-bei-den-bruedern-geblieben-bin-von-f-f-bruce/17777">&#8222;Warum ich bei den Brüdern geblieben bin&#8220; von F.F. Bruce</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Kolumne: Im Hause Gottes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2018 20:49:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben. Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Kolumne: Im Hause Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben.</p>
<p>Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht um andere Christen in ihrer (angenommenen) Unreife zu verspotten. Sondern vor allem um sich mit anderen Gemeinden zu treffen. Ich habe die Möglichkeit gehabt eine lutherische und eine reformierte Versammlung zu besuchen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-12837" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym.jpg" alt="" width="615" height="438" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym.jpg 615w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Plym-300x214.jpg 300w" sizes="(max-width: 615px) 100vw, 615px" />Mehrmals durfte ich Mennoniten besuchen und ein Erlebnis war auch der Besuch einer Synagoge. Über all diese Ereignisse will ich so Gott will und wir leben berichten, weil ich von jedem dieser Besuche als Christ profitiert habe. Auch glaube ich das Theologie Praxis ist, so war ich auch immer neugierig, wie die einzelnen Denominationen ihre Gottesdienste gestalten. Wie gesagt, all das schreibe ich als ein Christ, der zufrieden mit seiner Gemeinde ist, und gerne diese besucht. Am allermeisten durfte ich jedoch von den Besuchen unterschiedlicher Brüdergemeinden profitieren.</p>
<p>Und das bringt mich zum zweiten Grund. In den letzten Monaten habe ich mich hier sehr kritisch mit dem Dispensationalismus auseinandergesetzt. Vor allem seine radikalen Ausformungen verurteile ich auch scharf. Dennoch ehre ich und schätze ich die sogenannten Plymouth-Brethren (ich sehe keine bessere Möglichkeit, die Brüderbewegung entstanden um Darby und Müller von der Brüderbewegung des Pietismus terminologisch zu differenzieren). Der oftmals verwendete Titel Darbysten ist meiner Meinung nach unfair und beleidigend!<span id="more-12667"></span></p>
<p>Ich durfte in meinem Leben drei unterschiedliche Brüdergemeinden besuchen und die Gestaltung der Gottesdienste war immer sehr ähnlich. Die Treffen am Sonntag sind Momente der Stille und Begegnung mit Gott. Für die Brüdergemeinden sind für ihre Versammlungen offensichtlich (so verstehe ich das als Laie) vor allem zwei Texte der Heiligen Schrift leitgebend:</p>
<blockquote><p>(Mt 23:8 [Luther 1912])<br />
Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder.</p></blockquote>
<p>Entsprechend sitzen die Pastoren (besser Älteste) nicht auf besonderen Plätzen, es gibt keine ritualisierte Liturgie oder Ähnliches.  Man fühlt sich eigentlich schnell als Bruder unter Brüdern. Für die Durchführung der Gottesdienste orientieren sich die Brüder an (wieder rede ich als Laie):</p>
<blockquote><p>(Apg 2:42 [Luther 1912])<br />
Sie blieben aber beständig in der Apostel Lehre und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.</p></blockquote>
<p>So sehen auch die Gottesdienste aus. Der Gottesdienst ist üblicherweise in zwei, besser drei Teile unterteilt. Zunächst einmal gibt es eine lehrmäßige Predigt. Einer der Brüder bereitet sich für ein ausführliches Wort vor. Es wird anschließend gebetet. Jeder Mann darf sich daran beteiligen, die Gebetszeiten nehmen meist viel Zeit in Anspruch und man lernt schnell mit seinen Brüdern und Schwestern mitzubeten. Beim Gebet war das in allen drei Gemeinden so, dass die meisten Frauen eine Kopfbedeckung trugen. So weit ich informiert bin, machen das hier oftmals auch ledige Schwestern. Die Brüder setzen Wert darauf, dass die Frau in der Gemeinde schweigt, so dass Frauen nicht öffentlich beten dürfen.</p>
<p>Nach diesem ersten Teil (= Apostellehre) folgt eine Unterbrechung zur Gemeinschaft. Im Grunde gibt es die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches. Man spricht miteinander, aber nicht über Beruf, Wetter oder die neueste App sondern über Christus, und welchen Trost man durch ihn auf seinem Weg erlebt hat. Oftmals gibt es auch kleine Snacks. Vor allem für christusferne Menschen wird hier die Möglichkeit gegeben, sehr schnell in gute Gespräche zu kommen. Etwas skurril wirkt dies, wenn ein Mensch ausgeschlossen wird, mit diesem möchte man dann in dieser Zeit auch keine Gemeinschaft haben.</p>
<p>Der schönste Teil folgt aber erst jetzt. Vor dem Brotbrechen erzählen unterschiedliche Brüder aus den Reihen von Christus und seinem Leiden. Ich habe alle Male gestaunt, welchen Trost hier die unterschiedlichsten Geschwister in dem Blut Jesu Christi fanden. Zu den erhabendsten Momenten meines Lebens gehören diese Zeiten der Andacht in den Brüdergemeinden. Am Brotbrechen darf man (meist?) auch als Baptist teilnehmen, jedoch wird in manchen Gemeinden ein Empfehlungsschreiben verlangt, dies ist auf diese Stelle zurückzuführen:</p>
<blockquote><p>(2.Thes 3:14 [Luther 1912])<br />
So aber jemand nicht gehorsam ist unserem Wort, den zeigt an durch einen Brief, und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf dass er schamrot werde;</p></blockquote>
<p>Was mir an der Ethik der Brüdergemeinden gefällt, ist ihr Wunsch in allen Dingen nicht der Tradition sondern der Schrift untertan zu sein. Am obigen Vers wollte ich zeigen, dass man auch weniger bekannte Bibelverse in die Praxis umsetzen wollte. Das kenne ich auch bei unseren russlanddeutschen Versammlungen (Wir nehmen meist  1 Kor. 14, 29 wörtlich). Jedoch scheint mir dieses Streben irgendwann zu versanden. Irgendwann wird auch dieser Impuls zur Tradition So wird man den Bruderkuss nicht in den Brüdergemeinden finden. Und wo lehren heute alte Frauen die Jungen, wie es gemäß Titus Kap. 2 Gottes Gebot ist. Die Gefahr ist auch, solche Details über die Schwergewichte der Theologie, wie Rechtfertigung, Heiligung, Leben aus Gnade zu setzen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/kolumne-im-hause-gottes/12667">Kolumne: Im Hause Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2016 06:11:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verlagswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Brüderbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Dispensationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gottes Wort]]></category>
		<category><![CDATA[Unfehlbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Entsetzen aber gleichzeitig auch mit Freude entsinne ich mich an eine &#8222;christliche&#8220; und &#8222;bibeltreue&#8220; Konferenz, auf der ich vor etwa zwei Jahren anwesend war. Ich werde keine Namen und Orte nennen, jedoch wird für den Kenner auch so offensichtlich sein, wovon ich rede. Der Autor&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wie-falsche-theologie-uns-die-bibel-stehlen-kann/10478">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wie-falsche-theologie-uns-die-bibel-stehlen-kann/10478">Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Entsetzen aber gleichzeitig auch mit Freude entsinne ich mich an eine &#8222;christliche&#8220; und &#8222;bibeltreue&#8220; Konferenz, auf der ich vor etwa zwei Jahren anwesend war. Ich werde keine Namen und Orte nennen, jedoch wird für den Kenner auch so offensichtlich sein, wovon ich rede. Der Autor sprach über die Offenbarung und sein Fazit war im Großen und Ganzen, dass die Offenbarung die Christen nichts angeht, da der Inhalt nur die Juden betrifft, die nach der Entrückung der Gemeinde zum Glauben kommen werden. Es waren noch viele weitere verwirrende Thesen aufgestellt worden, jedoch lag über allem der Unterton: Dies betrifft nur die Juden, und das betrifft nur die Juden, für die Gemeinde sind im Großen und Ganzen nur die Paulusbriefe, und selbst hier nicht alle. Das war das Entsetzen! Es wurde größer, als aus den Reihen der Zuhörer vereinzelt Halleluja-Rufe erschallten über diese &#8222;Frohe Botschaft&#8220;. Der Redner hielt uns vor, dass Verse, wie &#8222;sei getreu bis zum Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben&#8220;, niemals für Menschen gemeint sein können, die unter der Gnade leben, denn wir als Christen wissen doch, dass wir so treu nicht sein können. Tja, die &#8222;Frohe Botschaft&#8220; des Redners  war viel mehr eine erbärmliche, trübsinnige und armselige Botschaft.<span id="more-10478"></span></p>
<p>Nun zur Freude: Aus meiner Überzeugung heraus, dass uns alles zum Besten dienen kann, wenn wir nur den Herrn lieben, weiß ich heute, dass diese Konferenz mir half endgültig mit dispensationalistischem Schriftverständnis zu brechen. Meine Leser mögen mich nicht falsch verstehen. Ich hoffe dass die meisten in den Brüdergemeinden nicht so extrem ausgeprägt sind, wie oben beschrieben. Aber als russlanddeutscher Christ, wie ich es einer bin, ist man irgendwie mehr oder weniger automatisch dispensationalistisch geprägt. Nur bin ich überzeugt davon, dass der Dispensationalismus ein Bestandteil einer Entwicklung ist, die man heute in Studienbibeln, Christlichen Büchern und Bibelkommentaren beobachten kann. Ich möchte diese Entwicklung &#8222;Rarefizierung (Verdünnung) der Schrift&#8220; nennen. Hier sind viele Entwicklungen zu beobachten und nochmal betont: Der Dispensationalismus ist ein Teil davon, viele Entwicklungen gehen Hand in Hand. Zusammengenommen ist die Wirkung aber gewaltig.</p>
<p>Mein Sarkasmus kann für manch einen Dispensationalisten, den ich als Bruder im Herrn ernst nehme, schmerzhaft sein. Dennoch finde ich keinen Weg, ein Problem darzustellen, das um uns frisst, wie ein Krebs. Geschwister, es geht um das teuerste und das beste, was wir auf dieser Erde haben: das Wort Gottes. Vor Kurzem durfte ich die alten Dokumente zur &#8222;Downgrade-Kontroverse&#8220; von Spurgeon lesen. Immer wieder betonte Spurgeon darin, <em>&#8222;dass für ihn Reinheit vor Einheit kommt&#8220;. </em>Somit möchte ich eine Lanze aufrichten gegen die voranschreitende Aushöhlung biblischer Lehre.</p>
<ul>
<li>Bruder, du liest noch Jesaja und machst dir Gedanken darüber, was dir die Schrift hier sagen möchte? Vergeude deine Zeit nicht, denn es ist ja offensichtlich, dass Jesaja fast nur vom tausendjährigen Reich spricht. Das betrifft dich nicht, wenn du nur bekehrt bist. Dann wirst du vor der Trübsal vorentrückt (nicht so wie die nordkoreanischen, irakischen und sudanischen Christen?!?) und das müssen dann die Schafe, die von den Böcken getrennt, sich zu Herzen nehmen (oder sind es die mit dem kalten Glas Wasser?). Und für Sacharia gilt natürlich dasselbe.</li>
<li>Christen, ihr lest das Gesetz Moses? Aber was hat es euch zu sagen, es sind doch nur Überbleibsel einer alten Haushaltung. Wir sind befreit vom Gesetz!</li>
<li>Schwester, du staunst über die Wunder im ersten Buch Mose? Aber warum nur! Jeder sollte doch wissen, dass dies nur Legenden sind, die sich Israelis an ihren Lagerfeuern in der Wüste erzählten. Mose schrieb nur seine Ehrfurcht vor Gott nieder, da er einfach kein Wissenschaftler war. Der Sündenfall ist nur eine Legende, der Versuch einer Erklärung für das Böse im Menschen.</li>
<li>Bruder, du ließt die Geschichten in Könige und Chronika? So viele interessante Begebenheiten werden berichtet. Schade, dass dies bloß nackte Historie ist, sonst könnte man soviel daraus lernen &#8230;</li>
<li>Mutter, du nimmst für dein Leiden das Buch Hiob zur Hand? Aber vergiss bitte nicht, dass es nur Prosa ist. Und Hiob und seine Freunde waren alles Prediger, die nie herausfanden warum sie litten.</li>
<li>Hohelied ist ein schönes Buch, nicht wahr? Leider kann keiner wissen, wie es zu verstehen ist. Ist die &#8222;Freundin&#8220; jetzt das Volk Israel oder die Gemeinde. Die Juden dachten es wäre das Volk, die Urkirche es wäre die Gemeinde. Und wir lassen es mal so stehen. Nur nicht zur Anwendung kommen lassen.</li>
<li>In den Psalmen klingt so vieles nach Messias. Aber es sind nur Parallelen die man zwischen David und Jesus ziehen kann.</li>
<li>Die Briefe des Paulus  an Timotheus und Titus übrigens, du übereifriger junger Christ, sind natürlich nur die persönlichen Ratschläge eines Apostels an seinen nächsten Mitarbeiter. Dem &#8222;Fußvolk&#8220; hat das kaum was zu sagen. Gleiches gilt natürlich für den zweiten und dritten Johannesbrief.</li>
<li>Wenn du die Evangelien liest, du unerfahrener und junger Christ, pass nur auf, dass du ja fein unterscheidest zwischen dem was Jesus zum unerretteten (!) Volk des alten Bundes (!) und was er zu seinen Jüngern sagt. Nur das zweite hat wirklich Belang, und selbst da musst du prüfen, ob es der spezielle Auftrag der Jünger ist oder eine allgemeine Rede. Im Grunde genommen reichen die Endzeitreden Jesu. Aber hier pass nur auf, dass du nicht wieder etwas beachtest, was nach deiner Entrückung kommt.</li>
<li>Der Hebräerbrief sagt ja bereits durch seinen Titel an wen er gerichtet ist.</li>
</ul>
<p>Was bleibt? Es bleiben einige Briefe des Paulus. Nun, fein geurteilt. Nur habe ich in letzter Zeit immer wieder gehört (wahrlich ungelogen): &#8222;Oh Bruder, da musst du aufpassen, über den Römerbrief ab Kap. 8, da dürfen eigentlich nur Brüder etwas sagen, die Jahrzehnte Erfahrung haben. Nur Älteste sollten sich da äußern&#8220;. Aus Lehre wird also immer mehr eine Leere. Und Leere ist der Mensch oft schnell dabei zu füllen. Vielleicht ist das der Grund das Progmatismus und andere Exotische Praktiken in der Gemeinde wuchern wie es in 2000 Jahren Kirchengeschichte nie vorgekommen ist.</p>
<p>Und, dann gibt es noch den Klassiker: Entweder musst du überall, wo von Erwählung, Berufung, Vorsehung oder Vorherbestimmung die Rede ist, diese Worte streichen und durch &#8222;gläubig sein&#8220; ersetzen oder du musst an jeden Vers, der &#8222;nur&#8220; vom Glauben, oder von Liebe zu Gott redet, oder von Nachfolge oder von Heiligung noch ein &#8222;nach Gottes Erwählung&#8220; dranhängen. Erst dann bist du auf dem wahren Weg. Es gibt nur zwei Extremen. Was, und du erfrechst dich noch, an die Schrift zu glauben, wie Sie ist?</p>
<p>Was bleibt dann mir? Hinfort mit den Geistern, die mir die Schrift rauben. Hinfort mit Auslegungen ohne Anwendung. Weg mit einem Überbau an technischen und historischen Infos, die das persönliche der Schrift rauben. Ich bin Gott dankbar, dass wir mit meiner Frau in dem letzten halben Jahr soviel aus dem Alten Testament entnehmen konnten, das tatsächlich zeigt, wie viel Christus in der Bibel ist. Und wo Christus ist, da möchte ich sein. Christus ist da, wenn Josua das verheißene Land erforscht. Christus ist im Sündopfer und im Brandopfer. Christus ist in den Gewändern des Priesters. Christus ist in der Stiftshütte. Christus ist bei der Schöpfung anwesend. Christus ist der Engel des Herrn der Bileam verwarnt. Christus ist der Fels, aus dem Wasser fließt. Christus ist der weise Friedefürst. Christus ist der Geweihte, der uns in Simson dargestellt wird, und der Weise, den wir in Salomo finden. Christus ist die Erfüllung der Prophetie und nicht das tausendjährige Reich!</p>
<p>Somit: Herr wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des Lebens!</p>
<p>P.S.: Da ich vermeiden möchte, von einer anderen Seite vom Pferd zu fallen, werde ich in den nächsten Wochen einen Artikel veröffentlichen, der die Vorzüge und die hohe Qualität der Brüderbewegung preisen wird.</p>
<p>P.P.S.: Außerdem sollte ich als ehemals radikaler Arminianer bekennen, dass ich nur über den Umweg des Dispensationalismus zu der reformiert-baptistischen Denkweise gekommen bin. Hier bin ich also Brüdern wie W. Bühne oder W. MacDonald meinen Dank schuldig.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wie-falsche-theologie-uns-die-bibel-stehlen-kann/10478">Wie falsche Theologie uns die Bibel stehlen kann</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Von einem, der zuerst nach dem Reich Gottes trachtete</title>
		<link>https://nimm-lies.de/von-einem-der-zuerst-nach-dem-reich-gottes-trachtete/9610</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Mar 2015 21:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Anthony Norris Groves]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Brüderbewegung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Buch war schon einige Jahre in meinem Regal. Bei einer Bestellung bei cbuch.de war es günstiger, das Buch mit dazu zu bestellen, als den Versand zu zahlen. Erst jetzt kam ich dazu es zu lesen: Viele Entwicklungen, die kennzeichnend für die Erweckung in der&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/von-einem-der-zuerst-nach-dem-reich-gottes-trachtete/9610">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/von-einem-der-zuerst-nach-dem-reich-gottes-trachtete/9610">Von einem, der zuerst nach dem Reich Gottes trachtete</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/1224_0.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-9614" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/1224_0-187x300.jpg" alt="1224_0" width="187" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/1224_0-187x300.jpg 187w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/1224_0.jpg 498w" sizes="(max-width: 187px) 100vw, 187px" /></a>Dieses Buch war schon einige Jahre in meinem Regal. Bei einer Bestellung bei cbuch.de war es günstiger, das Buch mit dazu zu bestellen, als den Versand zu zahlen. Erst jetzt kam ich dazu es zu lesen: Viele Entwicklungen, die kennzeichnend für die Erweckung in der Brüderbewegung sind, gehen auf Praktiken und Erkenntnisse von Groves zurück.</p>
<p>Als reicher Zahnarzt beschließt Groves (übrigens war sein Schwager niemand geringeres als Georg Müller) zuerst 10% und später 25% seines Einkommens Gott abzugeben. Aber er stellt fest, dass kein Bereich seines Lebens Privatsphäre bleiben darf. Und alles, auch sein Vermögen, Gott geweiht werden muss. Somit begnügt er sich damit, mit dem nötigsten auszukommen, alles andere gehört dem Herrn. Sein Motto ist: <em>&#8222;Arbeite hart, verbrauche wenig, gib viel, und das alles für Christus&#8220;</em>. 1827 soll Groves der erste gewesen sein, der vorschlug, dass kein ordinierter Pastor/Prediger anwesend sein muss, damit die Gemeinde das Brot brechen darf.  Groves war keiner, der Wasser predigte und Wein trank. Als er 1825 das Buch &#8222;Christliche Hingabe&#8220; veröffentlichte, konnte jeder sehen, dass er das glaubte, was er lehrte. Somit war Groves ein großes Vorbild für Brüder wie Georg Müller, allein aus Glauben zu leben.<span id="more-9610"></span></p>
<p>Doch es blieb nicht nur beim Verzicht auf Wohlstand: Die Groves&#8216; nahmen z. B. ein Waisenkind auf: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/John_Kitto" target="_blank">John Kitto</a>, der später ein bekannter Bibelgelehrter wurde. Schließlich war aber auch die Mission ein wichtiges Anliegen von Groves. Nach zahlreichen Prüfungen kam er in seinem ersten Missionsfeld an: Bagdad. Was die Groves&#8216; hier erlebten, erschüttert zutiefst. Neben großem Widerstand, vor allem durch die jüdische Bevölkerung, treffen sie auf religiösen Formalismus der vor allem armenischen und katholischen Christenheit. Was die kleine Familie hier sonst erlebte, waren zahlreiche Entbehrungen, die immer wieder zeigen, dass Groves immer bereit war, alle Dinge aus Gottes Hand zu nehmen.</p>
<p>Diese Kurzbiographie geht kaum auf seine besonders fruchtbaren späten Jahre in Indien ein sondern konzentriert sich auf sein geistliches Wachstum. Schritt für Schritt entfremdet sich Groves von der Staatskirche, Schritt für Schritt wächst er in seinem Glauben.</p>
<p>Sein Leben fasziniert, dennoch finde ich die Biographie literarisch nicht besonders gut gelungen. So nimmt z. B. die Reise der Groves&#8216; von England nach Irak einen unverhältnismäßig großen Raum ein. Vielleicht ist das die Ursache, dass das Buch so wenig bekannt ist? Wer bereit ist, darüber hinwegzusehen, bekommt eine große Motivation für sein Glaubensleben.</p>
<p>Titel: Anthony Norris Groves<br />
Untertitel: Von einem, der zuerst nach dem Reich Gottes trachtete<br />
Her­aus­ge­ber: Harriet Groves<br />
Sei­ten: 150<br />
Ein­band: Paperback<br />
Jahr: 1. Auflage 2001 (Gekürzte Fassung des englischen Originals: &#8222;Memoir of Anthony Norris Groves&#8220;<br />
Ver­lag: Beta­nien Verlag<br />
ISBN: 93-935558-03-1<br />
Preis: 1,90<br />
erhält­lich bei: <a href="http://www.cbuch.de/Groves-Anthony-Norris-Groves-p1224/" target="_blank">cbuch.de</a></p>
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