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	<title>Buße Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Buße Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Wie J.H. Volkening einen Sterbenden zu Christus führte (von Wilhelm Busch)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jul 2023 12:56:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wilhelm Busch berichtet eine ungewöhnliche Bekehrungsgeschichte in seinem Buch Jesus unser Schicksal (Ab. S. 97): &#8222;Im Ravensberger Land hat im vorigen Jahrhundert ein gewaltiger Erweckungsprediger gelebt: Johann Heinrich Volkening. Durch die Predigten Volkenings ist das Land um Bielefeld, das Ravensberger Land, tatsächlich umgewandelt worden. Dieser&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wie-j-h-volkening-einen-sterbenden-zu-christus-fuehrte-von-wilhelm-busch/15360">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-6.png" alt="" class="wp-image-15361" width="304" height="372" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-6.png 800w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-6-245x300.png 245w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-6-768x941.png 768w" sizes="(max-width: 304px) 100vw, 304px" /><figcaption class="wp-element-caption">J.H. Volkening, Erweckungsprediger</figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Wilhelm Busch berichtet eine ungewöhnliche Bekehrungsgeschichte in seinem Buch<a href="https://www.cbuch.de/busch-jesus-unser-schicksal.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Jesus unser Schicksal</a> (Ab. S. 97):</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im Ravensberger Land hat im vorigen Jahrhundert ein gewaltiger Erweckungsprediger gelebt: Johann Heinrich Volkening. Durch die Predigten Volkenings ist das Land um Bielefeld, das Ravensberger Land, tatsächlich umgewandelt worden. Dieser Volkening wurde eines Abends zu einem reichen Bauern gerufen. Der hatte einen großen Hof und war ein rechtschaffener und fleißiger Mann. Die Er­weckungspredigten hasste er aber vom Grunde seines Her­zens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wissen Sie: Er lehnte es ab, ein Sünder zu sein. Er brauchte keinen Sünderheiland am Kreuz. Er sagte: »Ich tue recht und scheue niemand.« – Eines Tages wird Volkening zu ihm gerufen, weil der Bauer auf den Tod krank ist. Er will das Abendmahl. Und Volkening geht hin. Volkening war von großer Gestalt, und seine leuchtend blauen Augen fielen besonders auf. Er tritt also an das Bett dieses Bauern, schaut ihn lange schweigend an und sagt dann: »<em>Hinrich, ich bin bange, bange bei euch. So wie bisher geht’s noch nicht in den Himmel, sondern geradewegs der Hölle zu.«</em> Spricht’s, dreht sich um und geht. Nun, der reiche Bauer hat eine Mordswut und tobt: <em>»Das will ein Pfarrer sein! Ist das christliche Liebe?« </em>Dann kommt die Nacht. Der schwerkranke Bauer liegt wach. In seinem Gewissen bohrt’s: »<em>Es geht nicht dem Himmel zu, sondern der Hölle! Wenn das wahr wäre!«</em> Und dann fallen ihm auch allerhand Sünden ein. Er hatte Gott nicht geehrt. Und er hat gelegentlich auch sehr klug andere betrogen. In den Nächten darauf aber überfällt ihn eine richtige Angst. Er wird wirklich sehr unruhig. Er sieht auf einmal, dass es viel Schuld in seinem Leben gibt und dass er absolut kein Kind Gottes ist. Jetzt möchte er mit Ernst umkehren. Nach drei Tagen schickt er seine Frau wieder zu Volkening: <em>»Frau, hole den Volkening!«</em> Es ist spät am Abend. Volkening kommt sofort. Der Bauer sagt in großer Unruhe: <em>»Pfarrer, ich glaube, ich muss umkehren!« »Ja«,</em> erklärt Volkening, <em>»sachte gehn kommt mit dem Alter! In der Not rufen sie, aber Notbuße – tote Buße! Es muss ganz anders kommen.«</em> Spricht’s, dreht sich um und geht. Jetzt hat der Bauer erst recht einen Mordszorn. – Sie hätten doch auch alle einen ganz großen Zorn auf den Pfarrer, nicht? Schließlich stände der Pfarrer sich ja auch besser, wenn er mit einem reichen Bauern freundlich spräche. Es sieht doch auch so aus, als ob der Mann bald sterben würde. Aber Volkening war ein Mann, der vor Gott stand und wusste, was er sagte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Tage hat’s noch gedauert, bis der Bauer in eine schreckliche Not kam. Dann wusste er: <em>»Ich muss sterben! Und wo sind in meinem Leben Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit gewesen?«</em> Er hatte ein Leben lang den Heiland verachtet, der für ihn starb. Er hatte ihn weg gejagt, der in seiner Liebe vor ihm stand. Er sieht sich am Rande der Hölle und ist ein völlig verzweifelter Mann. <em>»Frau«,</em> bittet er, <em>»hol den Pfarrer!«</em> Die entgegnet: »<em>Ich mag nicht mehr! Der hilft dir doch nicht!« »Frau, hol ihn! Ich komme in die Hölle!« </em>Da geht dieFrau. Als Volkening kommt, findet er einen Mann, der begriffen hat<em>: »Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird er ernten!«</em> Volkening rückt einen Stuhl ans Bett heran und fragt<em>: »Gelt, es geht in die Hölle?« »Ja, es geht in die Hölle!«</em> Da sagt Volkening: »<em>Hinrich, lass uns nach Golgatha gehen! Auch für dich starb Jesus!«</em> Und nun spricht er ihm in den freundlichsten und lieblichsten Worten davon, wie Jesus Sünder errettet. Aber dazu müssten wir erst auch in unseren eigenen Augen Sünder gewor­den sein. Da müsste es erst aufhören mit dem <em>»Ich tue recht und scheue niemand!«</em>.Da müsste man erst in der Wahrheit stehen. Dann könne Jesus erretten! Jetzt erkennt der Bauer auf einmal: <em>»Jesus starb für mich am Kreuz! Er bezahlt für meine Sünden! Er kann mir die Gerechtigkeit schenken, die allein vor Gott gilt!</em>« Und zum ersten Mal betet der Bauer richtig: <em>»Gott, sei mir Sünder gnädig! Herr Jesus, rette mich vom Rande der Hölle!« </em>Volkening geht leise weg. Er verlässt einen Mann, der Jesus anruft. Volkening ist getrost, denn dreimal steht in der Bibel: »Wer den Namen Jesus anruft, soll selig werden.« Als er am nächsten Tag wieder hinkommt, findet er einen Mann, der Frieden mit Gott hat.»Wie steht’s, Hinrich?« Und Hinrich antwortet: »<em>Er hat mich angenommen – aus Gnaden!«</em> Ein Wunder ist geschehen!&#8220;</p>
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		<title>Walfisch, Rizinus und Niniveh</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2020 19:24:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Buße]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Heil]]></category>
		<category><![CDATA[Jona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Material gebohrt. Eine kurze Auflistung: &#8222;The Prodigal Prophet&#8220; von Tim Keller, habe ich als Hörbuch bei Audible angehört. Keller hat nach eigener Aussage drei mal über das Buch Jona gepredigt und verfasste das&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Walfisch, Rizinus und Niniveh</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Material gebohrt. Eine kurze Auflistung:</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/4176us6R-eL.jpg" alt="The Prodigal Prophet: Jonah and the Mystery of God's Mercy" width="206" height="206" /><a href="https://www.amazon.de/Prodigal-Prophet-Jonah-Mystery-Mercy/dp/B07GVQT4XR/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+prodigal+prophet&amp;qid=1599937194&amp;sr=8-2">&#8222;The Prodigal Prophet&#8220;</a> von Tim Keller, habe ich als Hörbuch bei Audible angehört. Keller hat nach eigener Aussage drei mal über das Buch Jona gepredigt und verfasste das Buch auf Wunsch seiner Frau. Vorteil des Werkes: Ausführlicher Anhang, in dem Jona thematisch, biblisch theologisch betrachtet wird. Nachteil: Ich denke Keller zieht am Schluß doch zu schnell Sprünge zu unserer Zeit. Dies kann aber auch am Fehlen der Fußnoten in der Hörbuchfassung liegen. Hier bezieht Keller zahlreiche weitergehende Kommentare mit ein.</p>
<p>Übrigens: Im Predigt Podcast von Keller findet sich auch eine Predigt über Jona aus den 90ern Jahren. Zusätzlich zum &#8222;Prodigal Prophet&#8220;, kann man so auch eine Entwicklung des Themas bei Keller betrachten. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Uj8j03TadOg">Eine aktuellere Predigt findet sich in youtube.</a></p>
<p>Wenn wir schon bei Predigten sind. Der Vierteiler von Dick Lucas über Jonah schien mir den größten Tiefgang zu besitzen. Lucas bleibt wirklich hartnäckig dabei, den Konflikt Jonas und Gottes Handeln mit diesem ungehorsamen Propheten zu verfolgen. <a href="https://www.monergism.com/topics/sermon-manuscripts-mp3s-scripture/jonah/audio-multimedia/mp3s-chapter-jonah">Die Links zu den vier Teilen finden sich hier bei monergism.</a><span id="more-14075"></span></p>
<p>Eher praktischer und sehr konservativ ist der Vierteiler von <a href="https://www.jvfesko.com/jonah">J.V. Fesko, denn man hier anhören kann.</a></p>
<p><img decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41+MEVpR-LL._SX318_BO1,204,203,200_.jpg" width="195" height="304" />In der von D. Carson herausgegebenen Reihe  &#8222;New Studies in Biblical Theology&#8220; findet sich ein spannendes Buch: <a href="https://www.amazon.de/Gracious-Compassionate-God-Salvation-Spirituality/dp/184474499X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=A+Gracious+and+Compassionate+God%3A+Mission%2C+Salvation+and+Spirituality+in+the+Book+of+Jonah&amp;qid=1599937873&amp;sr=8-1">A Gracious and Compassionage God.</a> Ich muss sagen, dass ich es als etwas weitschweifig empfand, aber den Versuch jedes einzelne Kapitel Jonas biblisch theologisch zu betrachten, als gelungen empfinde. Eine Stärke dieses Buches sind zahlreiche assyrische Quellen, die herangezogen werden. Das Buch ist hilfreich um die Komplexität Jonas zu verstehen, die wahrscheinlich aufgrund des Klischees als typische &#8222;Kinderstundengeschichte&#8220; gerne nur oberflächlcih betrachtet wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/417mJ82RZcL._SX326_BO1,204,203,200_.jpg" width="199" height="303" />Ein Schmuckstück meiner Logos-Bibliothek dürfte der Jona Kommentar von niemand Geringerem als T. Desmond Alexander sein. <a href="https://www.amazon.de/Obadiah-Jonah-Micah-Introduction-Commentaries/dp/1844743608/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=obadiah%2C+jonah+and+micah&amp;qid=1599938153&amp;sr=8-8">Der Kommentar zeichnet sich durch zahlreiche Exkurse aus, z.B. darüber, wie Jesus seinen Dienst als Parallele zu Jonas Dienst verstand.</a> Dieses Buch ist Teil der TOTC-Kommentar Reihe. Fünf von Fünf Punkten für dieses Buch.</p>
<p>Stichwort: Kommentare. Es ist auch spannend den patristischen Kommentar über Jonah von Hieronymus, dem Übersetzter der Vulgata zu lesen. <a href="https://sites.google.com/site/aquinasstudybible/home/jonah/st-jerome-on-jonah/chapter-1/chapter-2">Diesen findet man in der englischen Übersetzung hier.</a>  Hieronymus fährt eine hart christologische Linie, spannend ist aber seine Verteidigung des biblischen Supernaturalismus (Vgl. seinen Kommentar zu 2,2)</p>
<p>Alles Englisch? Ja, sorry. Ein guter Einstieg über Jona auf Deutsch findet sich in den <a href="https://podcasts.apple.com/gb/podcast/vogelfl%C3%BCge-durch-die-b%C3%BCcher-der-bibel/id1520168740">berüchtigten Vogelflügen von Hanniel Strebel.</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/3115ZxPvDHL._SX313_BO1,204,203,200_.jpg" width="200" height="317" />Was steht noch aus? Ich freue mich noch auf den Kommentar von Bryan D. Estelle: <a href="https://www.amazon.de/Salvation-Through-Judgment-Mercy-According/dp/087552656X/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+gospel+according+to+jonah&amp;qid=1599938497&amp;sr=8-3">&#8222;Salvation through Judgment and Mercy&#8220;.</a> Bisher habe ich in der &#8222;The gospel accordingt to the old Testament&#8220;-Reihe immer überraschende Neuentdeckungen gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Walfisch, Rizinus und Niniveh</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Nicht den Gegenstand, der mir zum Falle wurde, nein, den Fall selbst liebte ich&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jul 2020 11:26:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf diesen Auszug aus den Bekenntnissen von Augustinus bin ich durch eine sehr gelungen Predigt von Paul Koch aus der St. Martini Kirche in Bremen aufmerksam geworden. Dieser Text findet sich im Vierten Kapitel des zweiten Buches. Die deutsche Übersetzung der Confessiones  findet man lizenzfrei&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/nicht-den-gegenstand-der-mir-zum-falle-wurde-nein-den-fall-selbst-liebte-ich/14011">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/nicht-den-gegenstand-der-mir-zum-falle-wurde-nein-den-fall-selbst-liebte-ich/14011">&#8222;Nicht den Gegenstand, der mir zum Falle wurde, nein, den Fall selbst liebte ich&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-14012 alignleft" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Deutsch-Hl.-Augustinus-in-betrachtendem-Gebet.png" alt="" width="209" height="284" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Deutsch-Hl.-Augustinus-in-betrachtendem-Gebet.png 424w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Deutsch-Hl.-Augustinus-in-betrachtendem-Gebet-220x300.png 220w" sizes="auto, (max-width: 209px) 100vw, 209px" /></em>Auf diesen Auszug aus den Bekenntnissen von Augustinus bin ich durch eine sehr gelungen Predigt von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=r1o7kSPQtE8">Paul Koch</a> aus der St. Martini Kirche in Bremen aufmerksam geworden. Dieser Text findet sich im Vierten Kapitel des zweiten Buches. Die deutsche Übersetzung der Confessiones  findet man<a href="http://www.unifr.ch/bkv/kapitel63.htm"> lizenzfrei im Internet.</a></p>
<p><em>&#8222;Bekannt ist, dass dein Gesetz, o Herr, den Diebstahl bestraft, und zwar sogar das in die Herzen der Menschen eingegrabene Naturgesetz, das nicht einmal ihre Bosheit auszulöschen vermag. Denn welcher Dieb ertrüge, auch wenn er begütert ist, gleichmütig den Diebstahl eines, den Not dazu treibt? Ich aber wollte einen Diebstahl begehen und habe ihn auch begangen, nicht durch irgendwelche Notwendigkeit veranlasst: an Gerechtigkeit fehlte es mir, ja ich hatte Ekel vor ihr, und vor Bosheit erstickte ich. Denn ich stahl, was ich im Überfluß, ja noch viel besser besaß. Auch wollte ich nicht, was der Diebstahl mir verschaffte, genießen, sondern den Diebstahl selbst und die Sünde. </em></p>
<p><em>Nahe unserm Weinberg stand ein Birnbaum mit zwar zahlreichen, jedoch häßlichen und unschmackhaften Früchten. Diese abzuschütteln und hinwegzuschleppen, machten wir jungen Leute uns ohne Scham- und Ehrgefühl bei tiefer Nacht auf &#8211; so lange hatten wir unser verderbliches Spiel auf dem Platze getrieben &#8211; und trugen gewaltige Lasten von dort hinweg, nicht um sie zu essen, sondern um sie den Schweinen vorzuwerfen. Und wenn wir auch eine Kleinigkeit davon aßen, so geschah es nur deshalb, weil wir damit etwas Unerlaubtes tun konnten.<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14013" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote.png" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote.png 1920w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote-300x169.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote-1024x576.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote-768x432.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote-1536x864.png 1536w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Saint-Augustine-Quote-1320x743.png 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></em></p>
<p><em> Sieh mein Herz, o mein Gott, sieh mein Herz, dessen du dich erbarmt hast in der Tiefe seiner Bosheit. Sieh, mein Herz soll dir nun sagen, was es dort suchte, dass ich nämlich ohne jeden Grund böse und meiner Bosheit Grund nur die Bosheit selbst war. Abscheulich war sie, und trotzdem liebte ich sie, liebte mein Verderben, liebte meinen Fehltritt.; als ich in der Verworfenheit meines Gemütes. mich von deiner Grundfeste ins Verderben stürzte, da begehrte ich nicht schimpflich irgendeinen Gegenstand, sondern die Schande selbst.&#8220;</em></p>
<p>Augustinus, der auch seine sexuellen Ausschweifungen vor seiner Bekehrung bereut, wählt doch gerade ein Ereignis seiner Kindheit als Generalexempel für seine abgrundtief böse Veranlagung. Trueman weist in <a href="https://www.nimm-lies.de/allein-gnade/14009">Grace Alone</a>  (S. 58, eigene Übersetzung) zurecht darauf hin, dass, <em>&#8222;diese Passage eine wunderschöne Vereinigung aus Erzählung und Theologie ist. Die trivialen Details der Erzählung ziehen den Leser in die Begebenheit hinein, ganz subtil aber auch persönlich. Hätte Augustinus ein Schwerverbrechen, z.B. einen Mord, einen Raubüberfall oder einen Staatsverrat, wäre der Leser wohl schockiert, würde sich aber kaum mit dem Protagonisten identifizieren. Nur wenige Leser hätten Erfahrung gehabt solche Verbrechen zu begehen noch das Verlangen gespürt so etwas zu tun. Doch die Handlung eines kindlichen Diebstahls ist die Art von Sünde, die jedes Kind entweder begangen hat oder versucht hat. Die Erzählung zieht den Leser in etwas hinein, mit der er sich identifizieren kann: Den Diebstahl einer Frucht vom Baum des Nachbarn. Wir lesen den Abschnitt und wir erkennen etwas von uns selbst. Die Erzählung stellt eine theologische Falle dar.&#8220;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/nicht-den-gegenstand-der-mir-zum-falle-wurde-nein-den-fall-selbst-liebte-ich/14011">&#8222;Nicht den Gegenstand, der mir zum Falle wurde, nein, den Fall selbst liebte ich&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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