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	<title>Erwählung Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Erwählung Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Georg Müller liest die Bibel und trifft auf die Erwählungslehre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2024 20:31:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Biographie]]></category>
		<category><![CDATA[Erwählung]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Müller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Georg Müllers Autobiographie ist ein wirklich monumentales Werk. Leider ist auf deutsch nur ein Teil übersetzt worden, aber durchaus so viel, dass man einen Einblick in das Denken dieses Mannes bekommt, der prägend ist für das Denken der Brüdergemeinden bis heute ist. Müller gewährt Einblicke&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/georg-mueller-liest-die-bibel-und-trifft-auf-die-erwaehlungslehre/15957">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Georg Müllers Autobiographie ist ein wirklich monumentales Werk. Leider ist auf deutsch nur ein Teil übersetzt worden, aber durchaus so viel, dass man einen Einblick in das Denken dieses Mannes bekommt, der prägend ist für das Denken der Brüdergemeinden bis heute ist. Müller gewährt Einblicke wie die entstehende Brüderbewegung auf Praktiken wie des &#8222;unbezahlten&#8220; Predigtdienstes oder der &#8222;Führung beim Predigen&#8220; gekommen ist. Punkte die in vielen Gemeinden bis heute relevant sind. Persönlich schwanke ich zwischen Bewunderung und Irritation, wenn ich Müllers Biographie lese. So gebe ich Müller z.B. Recht wenn er die Auswüchse einer verstaatlichen oder staatsnahen Kirche gründlich und treffend kritisiert. Wie er aber das Gegenstück realisiert hat, wirkt manchmal allzu willkürlich. Es will einem scheinen, dass Auswüchse der Brüderbewegung, an denen sie heute krankt (unendliche Streitigkeiten, Zersplitterung und eine gewisse Lehrfeindlichkeit) schon bei ihren Vätern ihre Keime hatten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch kann uns Müller in vielen Dingen als Beispiel dienen, so in seiner Bereitschaft, sich von Gottes Wort formen zu lassen. Er war ein Treuer Knecht unseres Herrn! Er schreibt, wie er einige seiner Positionen fundamental  überdenken musste, als er tiefer in Gottes Wort einstieg. Das Buch <a href="file:///C:/Users/pauli/Desktop/_german_GeorgMuellerWaisenhausleiter_Und_Der_Himmlische_Vater_Ernaehrt_Sie_Doch_1999.pdf"> &#8222;Und der himmlische Vater ernährt sie doch&#8220;</a> kann man auch kostenfrei im Web lesen. Das nächste Beispiel zeigt vielleicht recht gut, wie einerseits die Kommentar-Feindlichkeit etwas anmaßendes an sich hat. Man muss fast an das Zitat von Spurgeon denken, als er einst sagte, wie seltsam es doch wäre, dass ausgerechnet die Menschen, die so viel Wert darauf legen, wie viel der Heilige Geist ihnen offenbart hat, so gering davon denken, was der Heilige Geist anderen offenbart hat. (<a href="http://www.romans45.org/spurgeon/misc/c&amp;cl1.htm">aus &#8222;A Chat about Commentaries&#8220;, ab Zeile 9</a>). Doch dann kommt Punkt 2 und 3 und 4 die jeden ernsthaften Christen ermutigen fleißig in der eigenen Bibel zu lesen und erneut bestätigen, dass ein ernsthaftes Bibellesen nicht ohne Frucht bleiben wird. Im späteren Verlauf berichtet er auch wie sich seine Haltung zur Missionsarbeit (von Organisation zur individuellen geistgeführten Berufung), zur Endzeit (vom Optimismus zum Pessimismus) und zur Taufe (von Kinds- zur Glaubenstaufe) geändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;1.) Nur das Wort Gottes kann unser Maßstab für die Beurteilung geistlicher Dinge sein; es kann uns nur durch den Heiligen Geist erklärt werden, der in unserer Zeit genauso wie zu allen Zeiten der Lehrer seines Volkes ist. Und nur der Heilige Geist kann uns unseren natürlichen Zustand zeigen, kann uns klarmachen, wie sehr wir einen Erlöser brauchen, kann uns befähigen, an Christus zu glauben, kann uns die Heilige Schrift erklären und beim Predigen beistehen usw. Dass ich ganz besonders den letzten Punkt verstand, war für mich von großer Bedeutung. Denn der Herr half mir, dies durch ein Experiment zu testen, indem ich alle Kommentare und fast jedes andere Buch zur Seite legte und nur das Wort Gottes las und studierte. Das Ergebnis war, dass ich an dem ersten Abend, an dem ich mich zu Gebet und Nachdenken über die Heilige Schrift in mein Zimmer zurückzog, in wenigen Stunden mehr lernte als bisher in vielen Monaten des Studiums. Aber der eigentliche Unterschied war, dass ich, indem ich dies tat, wirkliche Festigkeit für<br>meine Seele erhielt. <br>2.) Vor dieser Zeit hatte ich mich sehr gegen die Lehre der Erwählung und der bis zum Ende bewahrenden Gnade gewehrt &#8211; so sehr. dass ich noch wenige Tage nach meiner Ankunft in Teignmouth die Erwählung eine teuflische Lehre genannt habe. Aber nun wurde ich dahin geführt, diese kostbaren Wahrheiten durch das Wort Gottes zu untersuchen. Ich las das Neue Testament von Anfang an durch und achtete besonders auf alles, was mit diesen Lehren zu tun hatte. Zu meinem großen Erstaunen fand ich, dass jene Stellen, die über Erwählung und Bewahrung reden, etwaviermal so häufig sind wie jene, die scheinbar gegen diese Wahrheiten reden. Und wenig später, als ich auch diese Stellen näher untersucht und verstanden hatte, halfen auch sie mir in der Bestätigung dieser beiden Lehren&#8230;.&#8220;</em></p>
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		<title>George Whitefield: &#8220; Christus &#8211; Die Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung &#038; Erlösung  der Gläubigen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jun 2023 13:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Erwählung]]></category>
		<category><![CDATA[George Whitefield]]></category>
		<category><![CDATA[Union with Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Whitefield]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Herold Verlag hat eine Predigt von George Whitefield veröffentlicht, die nicht nur jeder lesen sollte, der sich ausführlicher mit dem großen Thema &#8222;Vereinigung mit Christus&#8220; beschäftigt. Christen sind in Christus, das ist die einfache These und Whitefield führt sie aus (zunächst ist man geneigt&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/george-whitefield-christus-die-weisheit-gerechtigkeit-heiligung-erloesung-der-glaeubigen/15284">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-rounded">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://www.cbuch.de/whitefield-christus-die-weisheit-gerechtigkeit-heiligung-und-erloesung-der-glaeubigen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="800" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-5.png" alt="" class="wp-image-15285" style="width:310px;height:310px" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-5.png 800w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-5-300x300.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-5-150x150.png 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-5-768x768.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Der Herold Verlag hat eine <a href="https://www.cbuch.de/whitefield-christus-die-weisheit-gerechtigkeit-heiligung-und-erloesung-der-glaeubigen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Predigt von George Whitefield veröffentlicht,</a> die nicht nur jeder lesen sollte, der sich ausführlicher mit dem großen Thema &#8222;Vereinigung mit Christus&#8220; beschäftigt. Christen sind in Christus, das ist die einfache These und Whitefield führt sie aus (zunächst ist man geneigt zu fragen, was das mit dem Text zu tun haben sollte, aber mehr als man denkt):</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;&#8230; Ich wünschte, die Leute wären wissbegieriger in Bezug auf den Bund der Erlösung zwischen Gott, dem Vater und dem Sohn! Denn wenn dies so wäre, gäbe es nicht so viel Streit um die biblische Lehre der Erwählung, und man würde sie nicht als eine teuflische Lehre verurteilen &#8211; etwas, das teilweise sogar durch sehr ernsthafte und vorbildliche Christen geschieht. Was mich betrifft, so kann ich nicht erkennen, wie man den wahren Sinn der christlichen Demut ohne die Erkenntnis der Erwählung erlangen  sollte. auch wenn ich nicht behaupten möchte, dass jeder, der die Erwählung ablehnt, ein schlechter Mensch ist, so stimme ich dennoch Mr. Trail zu, der es für ein sehr schlechtes Merkmal hält, wenn jemand dies tut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, dass jemand ,der die Lehre der göttlichen Erwählung ablehnt &#8211; wer auch immer er sein mag &#8211; sich selbst nicht wirklich gut kennen kann. Denn wenn wir die Erwählung verwerfen, dann müssen wir uns zumindest zum Teil selbst rühmen. Gottes Wort sagt aber deutlich, dass sich kein Fleisch vor Gott rühmen kann (vgl. 1. Kor. 1,29): Daher ist es letzten Endes nur der menschliche Stolz, der sich dieser Lehre widersetzt. Denn &#8222;Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn&#8220;. (1. Kor 1,31).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was soll ich sagen? Die Erwählung ist ein Geheimnis, das mit so einer strahlenden Heiligkeit leuchtet, dass &#8211; um es mit den Worten eines Mannes zu sagen, der viel von der erwählenden Lieb e getrunken hat &#8211; es sogar &#8222;die schwachen Augen von einigen von Gottes geliebten Kindern blendet.&#8220; Doch obwohl sie es nicht wissen, kommen alle Segnungen, die sie empfangen, alle Vorrechte, an denen sie sich durch Jesus Christus bereits erfreuen oder erfreuen werden, von der ewigen Liebe Gottes des Vaters: &#8222;Aus ihm aber seid Ihr in Christus Jesus, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung!&#8220; Doch was genau sind diese Segnungen, die Gott den Gläubigen durch Christus schenkt.&#8220;</p>
</blockquote>
</div></div>
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		<title>Von der ewigen Vorherbestimmung Gottes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2021 19:56:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Calvin]]></category>
		<category><![CDATA[Erwählung]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Calvin]]></category>
		<category><![CDATA[Prädestination]]></category>
		<category><![CDATA[Von der ewigen Vorherbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorherbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Calvin widmete diese Schrifte, deren Teile später auch in die 1559- Auflage der Institutio bildeten, der Stadt Genf. Die Schrift wurde Anfang 1552 als gemeinsame Erklärung der Genfer Pastoren. Calvin setzt sich mit dieser Schrift mit zwei katholischen Widersachern, Pighius und Siculus auseinander, aber er&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/von-der-ewigen-vorherbestimmung-gottes/14273">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/von-der-ewigen-vorherbestimmung-gottes/14273">Von der ewigen Vorherbestimmung Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41PXV2watfL._SX354_BO1,204,203,200_.jpg" width="232" height="325" />Calvin widmete diese Schrifte, deren Teile später auch in die 1559- Auflage der Institutio bildeten, der Stadt Genf. Die Schrift wurde Anfang 1552 als gemeinsame Erklärung der Genfer Pastoren. Calvin setzt sich mit dieser Schrift mit zwei katholischen Widersachern, Pighius und Siculus auseinander, aber er stellt sich auch der Ablehnung der doppelten Prädestination im protestantischen Lager. Die Schrift, ist in 47 kleinere Abschnitte eingeteilt, die immer wieder für ein &#8222;Deja-Vu&#8220; gesorgt haben. Immer wieder ernüchternd festzustellen, wie uralt &#8222;moderne&#8220; Einwände gegen die Prädestinationslehre sind.</p>
<p>Das Buch ist sicherlich eines der anspruchsvollsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, das aber weniger durch das gewählte Thema zurückzuführen ist, als darauf, dass Calvin ständig Bezug auf die Thesen seiner Kritiker Pighius und Siculus nimmt. Man müsste eigentlich ihre Werke ebenfalls zur Hand haben. Aus diesem Grunde musste ich regelmäßig Abschnitte wiederholt durchlesen und kam relativ langsam durch das Werk voran.</p>
<p>Dennoch empfinde ich das Buch in mehrfacher Hinsicht als Bereicherung:</p>
<p>1.Wenn Calvin davon spricht, dass <em>&#8222;Augustinus totus noster&#8220;</em> (Augustinus völlig unser) sei, dann ist das weniger ein Schmücken mit Federn der Kichenvätern sondern tatsächlich sattelfeste Kenntnis der unterschiedlichsten Werke von Augustinus. Bestimmt nimmt er etwa hundert Mal Bezug zu den Werken Augustins. Das spiegelt auch Calvins Absicht wieder, keine originellen theologischen Konzepte entwickeln zu wollen, sondern &#8222;klassisches Christentum&#8220; zu vermitteln. Eine Köstlichkeit aus Augustinus´Enchiridion, dass ich durch Calvins Werk entdeckt habe:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es geschieht also nichts, wenn nicht der Allmächtige will, dass es geschieht, sei es, indem er zulässt, dass es geschieht, oder indem er es selbst tut (&#8230;) Und man darf nicht zweifeln, dass Gott gut tut, indem er geschehen lässt, was Böses geschieht. Denn er lässt es nur nach gerechtem Gerichte zu&#8230; Obgleich also nun das Böse, insofern es böse ist, nicht gut ist, so ist es dennoch gut, dass es nicht nur Gutes, sondern auch Böses gibt. Denn wenn es nicht gut wäre, dass auch Böses ist, so würde auf keine Weise von dem guten Allmächtigen zugelassen werden, dass Böses wäre. Ihm ist es ohne Zweifel ebenso leicht, zu tun, was er will, wie nicht zuzulassen, was er nicht will. wenn wir dies nicht glauben, so ist der Anfang unseres Glaubens selbst in Gefahr, mit dem wir an den allmächtigen Gott zu glauben bekennen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Nach der Lektüre habe ich unterschiedliche Werke von Augustinus auf meine Leseliste genommen.<span id="more-14273"></span></p>
<p>2. Mehrere Bibelstellen bespricht Calvin ausführlich. Diesen Abschnitt empfand ich als Bereicherung und habe vor allem von Calvins Besprechung von Johannes Kap. 6 und 10, wie von Römer 9 deutlich profitieren können. Zum Ende des Buches behandelt Calvin das Thema der Vorsehung Gottes. In diesen letzten 11 Abschnitten setzt er sich nicht mit seinen Kritikern auseinander, sondern entwickelt ein systematisch-theologisches Thema in einer unerwarteten Tiefe. So schreibt Calvin über <em>Gott als erste Ursache im Verhältnis zu den untergeordneten Ursachen</em>:</p>
<blockquote><p>Dass ich sagte, man müsse die Vorsehung mit ihren Mitteln erwägen, hat diese Sinn: Wenn jemand dem, der in der äußersten Gefahr schwebt, Hilfe leistet, so ist das keine menschliche, sondern eine göttliche Befreiung durch die Hand eines Menschen. Die Sonne geht täglich auf, aber Gott ist es, der den Erdkreis erleuchtet. Die Erde bringt Früchte hervor, aber Gott ist es, der Brot gibt un dem Brot die Kraft verleiht, uns zu ernähren. Kurz, wenn untergeordnete Ursachen Gott gleichsam wie Hüllen unserm Auge entziehen, so muss das Auge des Glaubens tiefer dringen, damit es die Hand Gottes in diesen Werkzeugen wirken sieht.</p></blockquote>
<p>Dann kommt ein bewegender Abschnitt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wie man sich die Vorsehung Gottes ohne Mittel denken soll, lehrt Christus durch sein Beispiel, indem er die Versuchung des Satans mit diesem Schild (vgl. Eph. 6,16) abwehrt: &#8222;Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von jeglichem Wort, das aus dem Mund Gottes geht&#8220; (Mt. 4,4). denn weil er wusste, dass die Kraft Gottes keiner äußeren Hilfe bedarf, so schließt er, wird sie sowohl ohne Brot ausreichen, wie sie sich auch durch das Brot als liebevoll erweist. Man muss sich daher hüten, dass man sich nicht an untergeordnete Mittel hält, während die Hand Gottes ohne alle Hilfe an und für sich im Überfluss genügt&#8220;</p></blockquote>
<p>3. Was ich zu Beginn schrieb: Wir müssen das Rad nicht neu erfinden und extrem viele Debatten wurden in der Kirchengeschichte bereits ausgefochten. So Geht Calvin auf den Einwand ein, dass die Lehre der Verwerfung bedeutet, dass Gott Menschen Unrecht tut (Abs. 26), dass Christus der Erlöser der ganzen Welt sei und befehle allen das Evangelium zu predigen (Abs. 20) und das alle ohne Unterschied zum Heil bestimmt seien (Abs. 18). Die Bibelstellen die in diesen Debatten gewechselt wurden, sind die gleichen, wie auch die Auslegungsmgölichkeiten, obwohl heute die Debatte auch die Form annimmt, dass man die allgemeine Offenbarung als Ausreichend fürs Heil ansieht. An einigen Stellen sind heutigentags formulierte semipelagianische Thesen sicherlich noch rationaler geworden. Andererseits ist es eine Bereicherung, über das Thema der Vorherbestimmung nachzudenken, ohne eine &#8222;Fünf-Tulpen-Matrix&#8220; im Blick zu haben. Entsprechend geht Calvin auf das Thema der definitiven Sühne nur implizit ein, dafür aber doch in einer ungewöhnlichen Deutlichkeit auf den unwiderstehlichen Ruf Gottes oder etwas, dass er als &#8222;Erwählungsgewissheit&#8220; bezeichnet. Heilsgewissheit ist bei Calvin viel enger verknüpft mit der Erwählungslehre als man es heute in den meisten Darstellungen kennt. Calvin schreibt (Abs. 27):</p>
<blockquote><p>&#8222;Es fragen voreilige Menschen, wie sie über ihre Seligkeit, die doch im ewigen Ratschluss Gottes verborgen ist, gewiss sein können? Ich habe geantwortet, was wahr ist: Da uns in Christus die Gewissheit der Seligkeit vor Augen gestellt ist, so tun diejenigen Unrecht &#8211; und dies nicht ohne Beleidigung Christi selbst &#8211; die an dieser Quelle des Lebens vorbeigehen, aus der sie schöpfen konnten und bemühen sich, aus den verborgenen Tiefen Gottes das Leben herauszuholen. Paulus lehrt zwar, dass wir vor Erschaffung der Welt auserwählt sind, aber &#8222;in Christus&#8220; (Eph. 1,3f). Es soll also niemand das Vertrauen auf seine Auserwählung anderswoher suchen, wenn er nicht das Buch des Lebens, in dem (der Name) aufgezeichnet ist, vernichten will. Das Ziel der Annahme zu Kindern ist kein anderes, als dass wir unter die Kinder Gottes gerechnet werden (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Später fügt Calvin hinzu (Ab. 29):</p>
<blockquote><p>Ich erlebe, dass ich unaufhörlich hin und her getrieben werde. Kein Augenblick vergeht, in dem ich nicht zu stürzen scheine. Aber weil Gott seine Auserwählten erhält, dass sie niemals untergehen, so glaube ich bestimmt, dass ich in den unzähligen Stürmen bestehen werde. Wenn Pighius fragt, woraus ich erkenne, dass ich auserwählt bin: Christus genügt mir statt tausend Gründen. Denn wenn wir uns in seinem Leibe vorfinden, so ruht unser Heil auf einem sichern und ruhigen Standort, gleichsam wie in dem Himmel aufbewahrt&#8220;</p></blockquote>
<p>Sicherlich eine der besten Definitionen von Heilsgewissheit, die ich bisher gefunden habe.</p>
<p>4 Der letzte Grund ist das konsequente Durchziehen einer monergistische Darstellung der Heilslehre bzw. des Werkes Christi. Immer wieder beobachte ich, dass man wohl eine formelle Position des Kompatibilismus, also der Vereinbarkeit von Freiem Willen und Prädestination annimmt, das Wissen um die Vorsehung Gottes praktisch aber im Leben und für die Taten völlig bedeutungslos bleibt. In anderen Fällen beobachtet man oft umfangreiche Darstellungen die von freier Gnade und Errettung allein durch Christus und aus Glauben sprechen, es aber einzelne Sätze (manchmal gar nur ein paar Wörter) sind, die es doch alles darauf ankommen lassen, welche Performance ich liefere. Calvins Werk kann man auch einiges vorwerfen (z.B. zynische und polemische Seitenhiebe an seine Widersacher), aber sicherlich hält er konsequent die Gnadenlehre aufrecht. Obwohl Calvin als Reaktion schreibt ist das Werk nicht reaktionär oder defensiv verfasst, sondern aktive Erläuterung. In dieser Hinsicht habe ich besonders von diesem Werk profitiert.</p>
<p>Wie ist es nun mit Calvin und der doppelten Prädestination? Ich glaube durch dieses Werk wird deutlich, dass eine Debatte um Wörter selbst wenig hilfreich ist, und Erwählung immer Inklusion und Exklusion meint. Entsprechend trägt das vollständige Werk Calvins diesen Titel (ursprünglich auf lateinisch erschienen): <em>&#8222;Von der ewigen Vorherbestimmung Gottes, durch die er die einen Menschen zur Seligkeit erwählt, die anderen in ihrem Verderben belassen hat, des weiteren von der Vorsehung, durch die er die menschlichen Ereignisse regiert.&#8220;</em></p>
<p>Sicherlich nicht unbedingt das Einstiegswerk zu diesem Thema aber trotzdem in vielerlei Hinsicht äußerst lesenswert. Calvin brilliert auch bei diesem Thema als ein herausragender Ausleger. Wer eher Grundlagenarbeit sucht, dem möchte ich drei Hinweise geben:</p>
<ul>
<li> <a href="https://www.nimm-lies.de/paul-humburg-sein-rat-ist-wunderbar/9937">Ewige Erwählung von Paul Humbug</a> (ein größerer Essay im Sammelband: Sein Rat ist Wunderbar)</li>
<li><a href="https://www.scm-shop.de/erwaehlt-vor-grundlegung-der-welt.html?gclid=Cj0KCQiA7NKBBhDBARIsAHbXCB6OzdSjbKPbdyXdzgbfv_FbRCj2K3qCg08rKETSZhfb2IkPeEjpnzYaAjAOEALw_wcB">Erwählt vor Grundlegung der Welt</a> (Predigten von C.H. Spurgeon)</li>
<li><a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2009/02/ethik_lkt5_praed_verantw1.pdf">Prädestination und Verantwortung</a> (Kapitel in T. Schirrmachers Ethik, frei im Web erhältlich)</li>
</ul>
<p>&#8222;Von der ewigen Vorherbestimmung&#8220; ist für <a href="https://www.amazon.de/Von-ewigen-Vorherbestimmung-Gottes-herausgegeben/dp/3928936743/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=von+der+ewigen+vorherbestimmung+calvin&amp;qid=1614110042&amp;sr=8-1">12,90EUR</a> bei Amazon erhältlich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/von-der-ewigen-vorherbestimmung-gottes/14273">Von der ewigen Vorherbestimmung Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<item>
		<title>&#8222;Denn ohne Leiden, Kreuz und Todesnöte kann man die Vorherbestimmung nicht ohne Schaden und heimlichen Zorn wider Gott behandeln.&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/denn-ohne-leiden-kreuz-und-todesnoete-kann-man-die-vorherbestimmung-nicht-ohne-schaden-und-heimlichen-zorn-wider-gott-behandeln/13828</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2020 21:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Erwählung]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Vorherbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Martin Luther ist ein Theologe des Kreuzes. Auch Fragen nach der Prädestination verband er mit dem Kreuz Christi. In seiner Vorrede zum Brief des Paulus an die Römer (1522) schreibt er: &#8222;Im neunten, zehnten und elften Kapitel lehret er von der ewigen Vorherbestimmung Gottes, woher&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/denn-ohne-leiden-kreuz-und-todesnoete-kann-man-die-vorherbestimmung-nicht-ohne-schaden-und-heimlichen-zorn-wider-gott-behandeln/13828">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div style="width: 380px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f6/Luther_at_Erfurt_-_Justification_by_Faith.jpg" alt="" width="370" height="509" /><p class="wp-caption-text">Luther in Erfurt, von J.N. Paton, 1861, (c) gemeinfrei</p></div></p>
<p>Martin Luther ist ein Theologe des Kreuzes. Auch Fragen nach der Prädestination verband er mit dem Kreuz Christi. In seiner Vorrede zum Brief des Paulus an die Römer (1522) schreibt er:</p>
<p><em>&#8222;Im neunten, zehnten und elften Kapitel lehret er von der ewigen Vorherbestimmung Gottes, woher es ursprünglich fließt, wer glauben oder nicht glauben soll, wer von Sünden los oder nicht loswerden kann, womit es ja ganz aus unsern Händen genommen und allein in Gottes Hand gegeben sei, daß wir fromm werden. Und das ist auch aufs allerhöchste not. Denn wir sind so schwach und ungewiß, daß, wenns bei uns stünde, freilich nicht ein Mensch selig würde, der Teufel würde sie gewißlich alle überwältigen. Aber nun Gott gewiß ist, daß ihm das, was er vorherbestimmt, nicht fehlgehet, noch jemand ihm wehren kann, haben wir noch Hoffnung wider die Sünde. Aber hier ist den frevelhaften und hochfahrenden Geistern eine Grenze zu stecken, die ihren Verstand zuerst hierher führen und damit anfangen, zuvor den Abgrund göttlicher Vorherbestimmung zu erforschen und sich damit vergeblich bekümmern, ob sie vorherbestimmt sind. Die müssen sich denn selbst stürzen, daß sie entweder verzagen oder alles aufs Spiel setzen. Du aber folge diesem Brief seiner Ordnung entsprechend, beschäftige dich zuvor mit Christus und dem Evangelium, daß du deine Sünde und seine Gnade erkennest, danach mit der Sünde streitest, wie hier das 1., 2., 3., 4., 5., 6., 7., 8. Kapitel gelehret haben. <strong>Danach, wenn du zum 8. (Kapitel) gekommen bist, unter das Kreuz und Leiden, wird dich das die Vorherbestimmung im 9., 10. und 11. Kapitel recht (verstehen) lehren, wie tröstlich sie sei. Denn ohne Leiden, Kreuz und Todesnöte kann man die Vorherbestimmung nicht ohne Schaden und heimlichen Zorn wider Gott behandeln</strong>. Darum muß (der alte) Adam zuvor richtig tot sein, ehe er dies Ding leide und den starken Wein trinke. Darum sieh dich vor, daß du nicht Wein trinkest, wenn du noch ein Säugling bist. Eine jegliche Lehre hat ihr Maß, Zeit und Alter.&#8220;</em><br />
<span id="more-13828"></span></p>
<p>Übrigens nahm Luther diese klare Position, auch in seiner bereits 1515/16 erschienen Vorlesung über den Römerbrief ein. Zu Röm.9,5 hält er fest: <em>All dies beweist, daß die Vorherbestimmung und die Unumstößlichkeit der Gnadenwahl, aber nicht die Gerechtigkeit des menschlichen Willens, das Heil begründen.</em></p>
<p>Ähnlich schreibt Luther am 30. April 1531 an Barbara Lisskirchen, die &#8222;<em>mit der Anfechtung von der ewigen Vorsehung hoch bekümmert</em>&#8220; war, dass er <em>&#8222;diese Krankheit gut kennt und bis auf den ewigen Tod in dem Spital gelegen habe&#8220;</em>. Ist man also von der Frage gequält, ob man erwählt ist, soll man zu Christus fliehen:</p>
<p><em>&#8222;Unter allen Geboten Gottes ist das höchste, daß wir seinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesus Christus, uns vor Augen stellen sollen, der soll unseres Herzens täglicher und vornehmster Spiegel sein, darin wir sehen, wie lieb uns Gott hat, und wie er so sehr, als ein frommer Gott, für uns gesorget hat, daß er auch seinen lieben Sohn für uns gegeben hat. <strong>Hier, hier, sage ich, lernt man die rechte Kunst von der Versöhnung und sonst nirgends.</strong> Da wird sichs finden, daß Ihr an Christus glaubet. Glaubt Ihr, so seid Ihr berufen, seid Ihr berufen, so seid Ihr auch gewißlich (zum Heil) vorherbestimmt. Diesen Spiegel und Thron der Gnade laßt Euch nicht aus den Augen des Herzens reißen, sondern wenn solche Gedanken kommen und wie die feurigen Schlangen beißen, so sehet Ihr ja nicht den Gedanken noch den Schlangen zu, sondern kehrt Eure Augen immer ab und schauet die eherne Schlange an, das heißt: den für uns gegebenen Christus, so wirds besser werden, so Gott will.&#8220;</em></p>
<p>Interessanterweise kommen in seiner bekannten Schrift &#8222;Vom unfreien Willen&#8220;, Begriffe wie Erwählung, Vorherbestimmung oder Vorsatz eher selten vor. Meist redet Luther vom Vorherwissen Gottes. Ein ungewöhnliches Zitat ist also:</p>
<p><em>&#8222;Ich übergehe hier jene stärksten Gründe von dem Vorsatz der Gnade, von der Verheißung, von der Kraft des Gesetzes, von der Erbsünde, von der angenommenen Erwählung Gottes, deren keiner ist, der nicht für sich allein von Grund aus den freien Willen aufhebt. Denn wenn die Gnade aus dem Vorsatz (Eph. 1, 11) oder der Vorherbestimmung (Gottes) kommt, so kommt sie zwangsnotwendig und nicht durch unser Streben und Eifer, wie wir oben gelehrt haben.208 Gleichermaßen, wenn Gott die Gnade vor dem Gesetz verheißen hat, wie hier und im Galaterbrief Paulus beweist, dann kommt sie also nicht aus den Werken oder dem Gesetz, sonst wird die Verheißung nichts sein.</em> &#8220;</p>
<p>Gleichzeitig zeigt sich Luther in seinen Tischreden weniger systematisch:</p>
<p><em>&#8222;Die Ursache, warum Gott diesen oder jenen erwählt, soll man nicht auf unsern Herrgott legen, sondern auf den Menschen; dem soll man die Schuld geben, nicht Gott. Denn die Verheißungen Gottes sind allgemein, allen Menschen gegeben und versprochen, niemand ausgenommen, er sei, wer er wolle, ohne Unterschied. Nun will Gott, daß alle Menschen selig werden; darum ist die Schuld nicht unseres Herrgotts, der es verheißt, sondern unser, die wirs nicht glauben wollen.</em> (WA 4665)&#8220;</p>
<p>Die Verknüpfung mit dem Kreuz Christi jedoch bleibt:</p>
<p><em>&#8222;Man soll sich mit allem Fleiß vor der Disputation über die Vorsehung hüten, denn dadurch wird ein Mensch dahin gebracht, daß er Gottes Wort und der Sakramente nicht achtet, daß er Christus mehr für einen grausamen Tyrannen und Henker hält als für einen Heiland: ja das hebt Christi Amt und Brauch gar auf und macht, daß wir Gottes vergessen, daß der ganze Gottesdienst, der in Anrufen und Danksagung besteht, vergehe und dafür nichts anderes als Gotteslästerungen überhand nehmen. Darum ergreife wider diese Disputation das Wort, in welchem du Gott offenbart und wahrhaft abgemalt hast, und die große Wohltat Christi erkennst. <strong>Von dem laß dich durch keine anderen Gedanken abführen, sondern bleib bei Christus. So hat mir Staupitz oft geraten: wenn du über die Vorherbestimmung disputieren willst, so fang bei den Wunden Christi an, dann werden alle Gedanken darüber aufhören.</strong> (WA1017)&#8220;</em></p>
<p>Zum Schluss noch ein Zitat aus seiner oben genannten Vorlesung über den Römerbrief:</p>
<p><em>&#8222;Wenn also einer unbändig fürchtet, daß er nicht erwählt sei oder um seiner Erwählung willen in Unruhe ist, so soll er in solcher Furcht Dank sagen und sich über seine Furcht freuen, in dem zuversichtlichen Wissen darum, daß Gott ja nicht lügen kann, welcher gesagt hat (Ps. 51, 19): »Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein geängsteter«, d.h. ein verzweifelter »Geist«, »ein geängstetes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten«. Und daß er »geängstet« ist, spürt er ja selbst.<strong> So mag er sich denn beherzt in die Wahrhaftigkeit Gottes versenken, der (solches) verheißt, und sich über das Vorherwissen Gottes hinwegsetzen, und er wird erlöst und erwählt sein.&#8220;</strong></em></p>
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		<title>Rezension: Tim Kelly: Auserwählt und eins gemacht</title>
		<link>https://nimm-lies.de/auserwahlt-und-eins-gemacht-tim-kelly/302</link>
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		<dc:creator><![CDATA[eugen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Feb 2007 11:59:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Einheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erwählung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehren der Gnade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Lehren der Gnade als Heilmittel gegen Spaltung 2024 ist eine erweiterte Auflage erschienen. Diese erweiterte Neuausgabe enthält nun auch ausführliche Erklärungen zu Römer 9-11 und Hebräer 6 und 10, die manchmal als Argumente gegen die Heilssicherheit angeführt werden. Tim Kelly, Vater von vier Kindern,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/auserwahlt-und-eins-gemacht-tim-kelly/302">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.cbuch.de/Kelly-Auserwaehlt-und-eins-gemacht/176380" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="188" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/auserw_hlt_und_eins_gemacht--188x300.jpg" alt="" class="wp-image-17149" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/auserw_hlt_und_eins_gemacht--188x300.jpg 188w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/auserw_hlt_und_eins_gemacht-.jpg 625w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Lehren der Gnade als Heilmittel gegen Spaltung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">2024 ist eine erweiterte Auflage erschienen. Diese erweiterte Neuausgabe enthält nun auch ausführliche Erklärungen zu Römer 9-11 und Hebräer 6 und 10, die manchmal als Argumente gegen die Heilssicherheit angeführt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tim Kelly, Vater von vier Kindern, ist Gemeindegründer und Pastor der &#8222;Freien Evangelischen Bibelgemeinde Meine&#8220; bei Braunschweig. Seine theologische und akademische Ausbildung hat er am Moody Bible Institute in Chicago und am Wheaton College in Illionis jeweils mit einem B.A. absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist wohl das außergewöhnlichste Buch, das je zu diesem Thema verfasst worden ist. Tim Kelly fängt mit ein paar hermeneutischen Regeln an und wendet anschließend diese auf etliche Bücher der Bibel wie z.B. Römer, Korinther, Epheser an. Dem Bibeltext wird in seiner Funktion als dem „zweischneidigen Schwert“ Rechnung getragen. Er wird weder „gebogen“, so dass es passt, noch wird etwas „hineingelesen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr interessant und aufschlussreich ist die Einleitung vor der Auslegung. Der Autor spricht das Thema der „Trennwand der Feindschaft“ zwischen Juden und Heiden an. Oft wird behauptet Apostel Paulus hätte den Römerbrief geschrieben mit der Absicht der Gemeinde in Rom eine umfassende Lehre der Rechtfertigung zu geben. Doch liest man den Römerbrief mit dem Hintergedanken, dass es der Zweck dieses Briefes war, diese „Trennwand der Feindschaft“ zwischen Juden und Heiden in der Gemeinde in Rom abzuschaffen und sie zu vereinen, dann erscheint einem der sonst so komplizierte Gedankengang und die Argumentation des Paulus auf einmal sehr logisch und nicht schwer.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„[…] In ihrem Eifer, den Römerbrief auf unsere heutige Welt anzuwenden, haben viele Christen übersehen, zu welchem Zweck Paulus ihn schrieb. Damit haben sie den geschichtlichen Zusammenhang missachtet, der zeigt, wie wunderbar und von welch praktischer Bedeutung die Erwählung, Vorherbestimmung und Berufung durch Gott sind. Wir benutzen Römer 1-3, um Sünder zu überzeugen, dass jeder gesündigt hat und den Tod verdient. Wir benutzen Römer 4-5, um unseren katholischen Freunden zu beweisen, dass wir allein durch den Glauben und nicht durch Gesetzeswerke gerettet werden. Jede zeitgenössische theologische Darstellung der Heiligung benutzt die Teile von Römer 6-8 als Argument. Kapitel 10 wird benutzt, um Christen zu ermutigen, ihren Glauben zu bezeugen. Kapitel 12-16 benutzt man, um zu einem christlichen Lebensstil zu ermutigen. Aber Kapitel 9 und 11 meidet man wie die Pest. Warum? Weil Christen darin versagt haben, den Römerbrief als Ganzes zu sehen. […]“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Hintergrund heraus zeigt Tim Kelly, dass die Lehren der Auserwählung früher von den Aposteln (nicht nur von Paulus) als „Heilmittel gegen Spaltung“ verwendet wurden. Denn letztendlich demütigt uns die Prädestinationslehre und lässt uns in stiller Anbetung persönlich fragen: „Herr, warum ich?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im zweiten Teil des Buches geht Tim Kelly auf ein paar Bibelstellen ein, die der Lehre der Auserwählung zu widersprechen scheinen. Er legt diese ebenfalls unter Beachtung der hermeneutischen Regeln aus. Einige dieser Bibelstellen sprechen beim genauen Hinsehen sogar für die Auserwählungslehre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein sehr gelungenes und gutes Buch ist, das ich jedem aufrichtig suchenden Christ vorbehaltlos empfehlen würde.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„[…] Dieses Buch richtet sich an diejenigen, die nicht erkannt haben, welch wunderbare Rolle der Vater bei unserer Errettung innehat. Es richtet sich auch an die, die Probleme damit haben, Stellen wir 1Tim 2,4 und 2Petr 3,9 mit Gottes souveräner Erwählung und Vorherbestimmung auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Wir werden betrachten, wie diese Stellen von den Verfassern der Schrift benutzt werden und feststellen, dass sie einander keineswegs widersprechen. Dieses Buch versucht aufzuzeigen, wie schön und von welcher praktischer Bedeutung die Lehren der Erwählung, Vorherbestimmung und Berufung sind. Dazu möchte ich aufzeigen, wie die Apostel Paulus und Johannes diese Lehren benutzen, um die theologische Grundlage für wahre christliche Einheit zu legen. […]“</p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel: </strong>Auserwählt und eins gemacht &#8211; Die Lehren der Gnade als Heilmittel gegen Spaltung<br><strong>Autor:</strong> Tim Kelly<br><strong>Sei­ten: </strong>301<br><strong>For­mat:</strong>&nbsp;13,5 x&nbsp;20,5&nbsp;cm<br><strong>Ein­band:</strong>&nbsp;Paper­back<br><strong>Jahr:</strong>&nbsp;2006/2024<br><strong>Ver­lag:</strong> Betanien Verlag<br><strong>Preis:</strong> 14,90 EUR<br><strong>erhält­lich bei:</strong> <a href="https://www.cbuch.de/Kelly-Auserwaehlt-und-eins-gemacht/176380">cbuch.</a><a href="https://www.cbuch.de/Kelly-Auserwaehlt-und-eins-gemacht/176380" target="_blank" rel="noreferrer noopener">de</a><strong><br></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/auserwahlt-und-eins-gemacht-tim-kelly/302">Rezension: Tim Kelly: Auserwählt und eins gemacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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