<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Francis Schaeffer Archive - NIMM und LIES</title>
	<atom:link href="https://nimm-lies.de/tag/francis-schaeffer/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://nimm-lies.de/tag/francis-schaeffer</link>
	<description>Christlicher Bücherblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 Feb 2025 14:16:42 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>

<image>
	<url>https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/favicon-nimm-lies-150x150.png</url>
	<title>Francis Schaeffer Archive - NIMM und LIES</title>
	<link>https://nimm-lies.de/tag/francis-schaeffer</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Tipp: Christliche Denker für eine neue Generation</title>
		<link>https://nimm-lies.de/tipp-christliche-denker-fuer-eine-neue-generation/13277</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/tipp-christliche-denker-fuer-eine-neue-generation/13277#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2018 19:55:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Solschenizyn]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Christliche Denker für eine neue Generation]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[James I. Packer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nimm-lies.de/?p=13277</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hanniel Strebel hat bereits vor einigen Jahren bei ceBooks.de fünf kurze ebooks über Christliche Denker verfasst. Leider bin ich erst vor kurzem dazu gekommen diese zu lesen.  Chesterton, C.S. Lewis, Packer, Schaeffer und Solschenizyn werden in Leben, Werk und Denken mit je ca. 10.000 Wörtern eingeführt. Das&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-christliche-denker-fuer-eine-neue-generation/13277">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-christliche-denker-fuer-eine-neue-generation/13277">Tipp: Christliche Denker für eine neue Generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" class="alignright" src="https://www.cebooks.de/media/catalog/product/cache/1/small_image/220x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/9/7/9783958931084s.jpg" alt="Gilbert K. Chesterton fÃ¼r eine neue Generation (Christliche Denker, Band 5)" /></a><a href="http://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener">Hanniel Strebel</a> hat bereits vor einigen Jahren bei ceBooks.de <a href="https://www.cebooks.de/catalogsearch/result/?q=hanniel+christliche+denker+f%C3%BCr+eine+neue+generation" target="_blank" rel="noopener">fünf kurze ebooks über Christliche Denker</a> verfasst. Leider bin ich erst vor kurzem dazu gekommen diese zu lesen.  Chesterton, C.S. Lewis, Packer, Schaeffer und Solschenizyn werden in Leben, Werk und Denken mit je ca. 10.000 Wörtern eingeführt. Das ist die perfekte Länge um einen Startpunkt in die meist kaum zu überschauende Schreibleistung der Denker zu bekommen. Meine persönliche Nagelprobe machte ich mit dem Band über C.S. Lewis, da mir seine Werke ebenfalls recht gut bekannt waren, ich aber gleichzeitig kaum etwas über den Mann C.S. Lewis wusste.<img decoding="async" class="alignright" src="https://www.cebooks.de/media/catalog/product/cache/1/small_image/220x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/9/7/9783958930971s.jpg" alt="J. I. Packer fÃ¼r eine neue Generation (Christliche Denker, Band 4)" /></p>
<p>Sehr positiv fand ich die Herangehensweise des Autors, dass man Leben und Denken insbesondere bei Christen nie trennen kann. Zusätzlich überrascht Hanniel immer wieder mit einem sehr persönlichen und dabei wärmenden Zugang, der vor allem jungen Leuten den Einstieg in diese Literatur erleichtern kann. Beeindruckend ist zudem, dass deutlich wird, dass sich Hanniel sehr intensiv und tiefgründig sowohl mit dem Werk wie mit dem Leben von C.S. Lewis auseinandergesetzt hat und aus einer Vielzahl von Werken ausführlich zitiert. Hanniel versucht zudem aufzuzeigen, warum Lewis auch <img decoding="async" class="alignright" src="https://www.cebooks.de/media/catalog/product/cache/1/small_image/220x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/s/o/solschenizyn_cover_final_shop.jpg" alt="Alexander Solschenizyn fÃ¼r eine neue Generation (Christliche Denker, Band 3)" />heute noch aktuell ist, dies geschieht indem einzelne Impulse im Werk intensiver untersucht werden. Ich teile Hanniels Position, dass dies bei Lewis insbesondere bei &#8222;The Abolition of Man&#8220;, der Fall ist, ein Buch dass mich bereits als Schüler tief traf!</p>
<p>Der Band über C.S. Lewis gefiel mir so gut, dass ich gleich zu weiteren griff, und Chesterton sowie Packer in einem Zug verschlang. Aktuell lese ich den Band über Schaeffer und bin schon gespannt auf Solschenizyn.</p>
<p>Zu den einzelnen Bänden: Es gelingt dem Autor das komplexe, schwer zu systematisierende Denken <img decoding="async" class="alignright" src="https://www.cebooks.de/media/catalog/product/cache/1/small_image/220x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/s/c/schaeffer_cover_final_shop.jpg" alt="Francis Schaeffer fÃ¼r eine neue Generation (Christliche Denker, Band 2)" />Chestertons zu entwirren.  Das Lesen dieses Bandes weckte in mir die Lust Chesterton auch als Biograph kennenzulernen (z. B. schrieb Chesterton eine umfangreiche Biographie über <a href="https://www.amazon.de/THOMAS-VON-AQUIN-Gilbert-Chesterton-ebook/dp/B00BJ57YFY/ref=sr_1_2?s=books-intl-de&amp;ie=UTF8&amp;qid=1541158307&amp;sr=8-2&amp;keywords=chesterton+aquin" target="_blank" rel="noopener">Thomas von  Aquin</a>).  <a href="https://www.cbuch.de/packer-gott-erkennen.html" target="_blank" rel="noopener">Packer</a> kannte ich bisher nur als Autor von <a href="https://www.cbuch.de/packer-gott-erkennen.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Gott erkennen&#8220;</a> und war überrascht in ihm einen derart tiefgründigen Denker kennenzulernen. Und schließlich: Schaeffer ist mehr als <a href="http://labri.org/" target="_blank" rel="noopener">l&#8217;Abri</a>.</p>
<p>10.000 Wörter ist eine gute Länge um an einem Abend bei einigen Tassen Tee durchzukommen,<img decoding="async" class="alignright" src="https://www.cebooks.de/media/catalog/product/cache/1/small_image/220x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/c/s/cs_lewis_cover_final_shop.jpg" alt="C. S. Lewis fÃ¼r eine neue Generation (Christliche Denker, Band 1)" /> oder in einem Wartezimmer,  oder auch bei zweieinhalb Mittagspausen. Eine Ideale Länge um sich schnell einen kompakten aber doch weitreichenden Überblick zu verschaffen. Viele Stellen lesen sich wie Wikipedia-Artikel: Einfach verständlich und prall gefüllt mit Inhalt.  <a href="https://www.cebooks.de/catalogsearch/result/?q=hanniel+christliche+denker+f%C3%BCr+eine+neue+generation" target="_blank" rel="noopener">Jeder Band ist für 3,99 EUR bei ceBooks.de erhältlich</a>.  Fazit: Unsere Zeit braucht Helden, hier kann man fünf davon kennenlernen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-christliche-denker-fuer-eine-neue-generation/13277">Tipp: Christliche Denker für eine neue Generation</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/tipp-christliche-denker-fuer-eine-neue-generation/13277/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes</title>
		<link>https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2018 16:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Der Untergang des christlichen Abendlandes]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Ouweneel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nimm-lies.de/?p=12910</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ouweneel scheint in den Kreisen der &#8222;Brüder&#8220; durchaus umstritten zu sein. Aber selbst die größten seiner Kritiker finden noch Anerkennendes über sein Frühwerk. Eines davon trägt den durchaus provozierenden Titel: &#8222;Der Untergang des Christlichen Abendlandes&#8220; und ich würde das Buch als leichten Einstieg zu Schaeffers&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910">Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ouweneel scheint in den Kreisen der &#8222;Brüder&#8220; durchaus umstritten zu sein. Aber selbst die <img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-12927" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/BN1394-560x560_0.jpg 560w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />größten seiner Kritiker finden noch Anerkennendes über sein Frühwerk.</p>
<p>Eines davon trägt den durchaus provozierenden Titel: &#8222;Der Untergang des Christlichen Abendlandes&#8220; und ich würde das Buch als leichten Einstieg zu Schaeffers ausführlich gestalteter Analyse &#8222;<a href="https://www.nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749" target="_blank" rel="noopener">Wie können wir denn Leben?&#8220;</a> sehen.  Ich fand das Buch neulich in meinem Bücherregal und habe die 60 Seiten sehr schnell durchgelesen.</p>
<p>Der Autor arbeitet heraus, dass der Existenzialismus für die Popkultur am Ende des zwanzigsten Jahrhundertes die Leitidee war. Der Existenzialismus kennt nur Relative Aussagen und ist hoffnungslos. Diese Hoffnungslosigkeit geht zunächst in die Kunst über und erreicht schnell junge Menschen und irgendwann die ganze Gesellschaft. Die Früchte dieser Entwicklung seit den 60 Jahren können wir heute überall ernten:</p>
<blockquote><p>Das hat ganz einschneidende Konsequenzen. Früher war es absolut verboten zu morden, zum Beispiel auch, gesunde Kinder zu töten. Heute gibt es aber Fälle, in denen das Leben von Mutter und Kind nicht gefährdet ist und kein wirklich unlösbares Problem vorliegt, und doch erwogen wird, die Tötung des Kindes im Mutterleib zu legalisieren. Früher war es Personen desselben Geschlechts verboten, miteinander geschlechtlichen Umgang zu haben. Heutzutage ist es denkbar, das zu tolerieren oder sogar zu propagieren. Wir leben nicht mehr mit Gegensätzen zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Gutem und Bösem. Früher wurden die Kinder mit absoluten moralischen Maßstäben erzogen. Das ist nicht mehr so. Und darum gibt es keine echten Antworten mehr auf die drängenden Fragen der Jugend. (S. 33)</p></blockquote>
<p>Wem Schaeffer zu kompliziert sein sollte, der sollte zu diesem Buch greifen. Jedoch wird man schnell sehen, eine genauere Analyse bräuchte sicher mehr Platz.  <a href="https://www.christ-und-buch.de/Der_Untergang_des_christlichen_Abendlandes,_Dr.W.J._Ouweneel" target="_blank" rel="noopener">Das Buch ist nur noch antiquarisch</a> erhältlich. Mein Exemplar würde ich für 5 EUR inklusive Versand verkaufen. Wer zuerst kommt mahlt zuerst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910">Tipp: Der Untergang des christlichen Abendlandes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/tipp-der-untergang-des-christlichen-abendlandes/12910/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchrezension: &#8230; und er schweigt nicht</title>
		<link>https://nimm-lies.de/buchrezension-und-er-schweigt-nicht/8880</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/buchrezension-und-er-schweigt-nicht/8880#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2014 13:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelistische Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[Und er schweigt nicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=8880</guid>

					<description><![CDATA[<p>Francis Schaeffer. … und er schweigt nicht. Neuauflage 17.11.2021, Haus der Bibel, 96 Seiten. Vorsicht mit einem formal-philosophischen Ansatz Es ist angebracht daran zu erinnern, dass Francis Schaeffer kein Philosoph war. Also gilt es weder auf einem gewissen Vorgehen oder Terminologie zu beharren noch Schaeffer&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-und-er-schweigt-nicht/8880">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-und-er-schweigt-nicht/8880">Buchrezension: &#8230; und er schweigt nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Francis Schaeffer. … <a href="https://www.cbuch.de/Schaeffer-...und-er-schweigt-nicht/HDB6713" target="_blank" rel="noreferrer noopener">und er schweigt nicht</a>. Neuauflage 17.11.2021, Haus der Bibel, 96 Seiten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorsicht mit einem formal-philosophischen Ansatz</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist angebracht daran zu erinnern, dass Francis Schaeffer kein Philosoph war. Also gilt es weder auf einem gewissen Vorgehen oder Terminologie zu beharren noch Schaeffer nach strengen philosophischen Vorgaben zu qualifizieren. Schaeffer war Evangelist mit Leib und Seele; sein Erfahrungsschatz aus Tausenden von Gesprächen ist nicht zu unterschätzen. Unter diesen Vorzeichen gehe ich an dieses Buch – Teil der berühmten Trilogie von Schaeffer – heran. Schaeffer hat sich im Vorwort zum Zusammenhang der Trilogie geäussert. „Gott ist keine Illusion“ bildet die Grundlage, die in „Preisgabe der Vernunft“ insbesondere „auf die philosophische von Natur und Gnade übertragen“ wird. Die inhaltliche „Verklammerung“ von „The God Who Is There“ und „He Is There and He Is Not Silent“ (engl. Originaltitel) ist wichtig zu erkennen. Die zentrale Frage des vorliegenden Buches lautet: “Wie können wir etwas wissen, und wie können wir wissen, dass wir etwas wissen?” Es geht also um die Erkenntnistheorie.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.cbuch.de/Schaeffer-...und-er-schweigt-nicht/HDB6713" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" width="188" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/und_er_schweigt_nicht_01_1-188x300.jpg" alt="" class="wp-image-17260" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/und_er_schweigt_nicht_01_1-188x300.jpg 188w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/und_er_schweigt_nicht_01_1.jpg 625w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a></figure>
</div>


<span id="more-8880"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Strukur</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaeffer stellt <strong>drei Grundfragen</strong> der Philosophie auf (9-11), denen er auf den knapp 100 Seiten entlang geht. Der Schwerpunkt bildet wie gesagt die Erkenntnistheorie (rund 50 Seiten).</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Das Dasein: </strong>Die grundlegende philosophische Frage besteht darin, dass etwas da ist und nicht nichts da ist (so Jean-Paul Sartre).</li>



<li><strong>Der Mensch: </strong>Der Mensch ist persönlich, aber endlich, begrenzt, und so reicht er als Integrationspunkt für sich selbst nicht aus.</li>



<li><strong>Das Wissen:</strong> Wie kann man überhaupt etwas wissen?</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die metaphysische Notwendigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die einzige Lösung für das metaphysische Problem der Existenz ist die Tatsache, dass der unendlich-persönliche Gott da ist; und die einzige Lösung für das metaphysische Problem der Existenz von Einheit und Vielfalt ist er deshalb, weil er als Trinität, als dreieiniger Gott, da ist. (24)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die ethische Notwendigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch ist ein grossartiges Wesen, und wir haben vielleicht unsere grösste Möglichkeit zur Evangelisation in unserer Generation verspielt, weil wir nicht klar genug gesagt haben, dass es die Bibel ist, die erklärt, warum der Mensch gross ist. … Das Dilemma des modernen Menschen ist einfach: Er weiss nicht, warum der Mensch irgendeine Bedeutung haben sollte. Er ist ohne Orientierung. Der Mensch bleibt eine Null. Dazu ist unsere Generation verdammt&#8230; (10+19)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch, von Gott als personales Wesen geschaffen, hat sich selbst verändert. Er ist nicht etwa deshalb in einen unnormalen Zustand geraten, weil Gott ihn verändert hat, sondern weil er sich selbst gewandelt hat. … Folglich ist das Dilemma des Menschen ein moralisches und nicht lediglich ein metaphysisches Problem. … Auf dieser Grundlage können wir auch von sicherem Boden aus das Böse bekämpfen, auch soziale Übel und soziale Ungerechtigkeit. Der moderne Mensch hat keine tragfähige Grundlage für den Kampf gegen das Böse, denn er betrachtet ja den Menschen als normal. (35-37)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die erkenntnistheoretische Notwendigkeit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist das Allgemeine, das diesen Einzelheiten einen Sinn verleiht? Dies ist der Kern des Problems der Erkenntnistheorie. (41)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da man heute das Allgemeine ablehnt, ist das moderne Konzept der Ethik soziologisch geprägt: Man fragt statistisch nach der öffentlichen Meinung über Recht und Unrecht, und die Mehrheit entscheidet über moralische Frage. Oder es bildet sich eine Elite heraus, die uns sagt, was recht und was unrecht ist. (42)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch hofft, in seinem eigenen Kopf etwas zu finden, weil er nicht mit Sicherheit wissen kann, dass ‚da draussen’ überhaupt etwas ist. An diesem Punkt stehen wir. Ich bin überzeugt, dass die Generationenkluft im Grunde ein erkenntnistheoretischer Graben ist. (49)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der sichere Grund der christlichen Weltanschauung setzt dagegen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ganze Naturwissenschaft steht und fällt mit der Tatsache, dass Gott eine Welt geschaffen hat, deren verschiedene Teile in Wechselwirkung stehen. &#8230; Ein und derselbe vernünftige Gott hat nämlich beides geschaffen, das Erkannte und den Erkennenden, das Objekt und das Subjekt, und er hat beides in Beziehung zueinander gesetzt. (69)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen leben in der Wirklichkeit so, als ob es eine Beziehung zwischen Objekt und Subjekt gibt! (71)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kategorien meines Geistes sind so zueinander in Entsprechung gesetzt, dass sie dem, was da ist, gerecht werden, denn ich muss ja darin leben. (77)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Lesen der Bibel stelle ich fest: Wenn der unendlich-persönliche Gott in die Geschichte und den Kosmos hineinwirkt, handelt er auf eine Art, die das bestätigt, was er über die Aussenwelt gesagt hat. … Die Bibel vermittelt eine logisch einsichtige, faktische Offenbarung Gottes, in Normen, die den inneren und den äusseren Menschen betreffen. (78+82)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zusammenfassung zur Erkenntnistheorie (86)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Moderne leidet unter dem Verlust einer wirklichen Subjekt-Objekt-Beziehung;<br>unter der Unfähigkeit, einen anderen wirklich kennenzulernen;<br>unter dem Alptraum der Verwischung von Wirklichkeit und Phantasie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Glaube stellt den Menschen wieder her:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Subjekt-Objektbeziehung: Ich blicke nach aussen und begreife, warum es eine Beziehung zwischen Objekt und Subjekt gibt.</li>



<li>Sicht vom anderen Menschen und deren Sicht von mir: Ich blicke einen anderen Menschen an, vielleicht einen Nicht-Christen, und ich weiss, dass er im Bilde Gottes geschaffen ist.</li>



<li>Sicht von der Innenwelt: In dem Masse, in dem Christen dafür sorgen, dass die Normen der Heiligen Schrift den Menschen innerlich wie äusserlich prägen, wird folglich der innere und der äussere Mensch deckungsgleich sein.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage der Erkenntnistheorie ist so aktuell wie 40 Jahre zuvor. Der Skeptizismus ist ungebrochen. Er durchdringt insbesondere die Geisteswissenschaften. Wenn wir Christen uns doch mehr der herrlichen Alternative einer biblischen Weltanschauung bewusst wären! Schaeffer umreisst diese Sicht auf wenigen Seiten. Auch wenn ich in der Zwischenzeit eine Menge anderer Bücher gelesen habe &#8211; dieses Buch half mir vor Jahren, den Einstieg zu finden. Ich empfehle dieses Buch wie die ganze Trilogie zur Lektüre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Han­niel Stre­bel, <a href="http://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.hanniel.ch</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-und-er-schweigt-nicht/8880">Buchrezension: &#8230; und er schweigt nicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/buchrezension-und-er-schweigt-nicht/8880/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchrezension: Preisgabe der Vernunft</title>
		<link>https://nimm-lies.de/buchrezension-preisgabe-der-vernunft/8876</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/buchrezension-preisgabe-der-vernunft/8876#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 15:56:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[Preisgabe der Vernunft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=8876</guid>

					<description><![CDATA[<p>Fran­cis Schaef­fer. Preis­gabe der Ver­nunft: Kurze Ana­lyse der Ursprünge und Ten­den­zen des moder­nen Den­kens.  4. Auflage 2021, Haus der Bibel, 98 Seiten. Das Büch­lein bil­det Teil I&#160;der berühm­ten „Tri­lo­gie“ Schaef­fer (Ori­gi­nal: Escape From Rea­son, 1968).&#160;Zusam­men mit „Gott ist keine Illu­sion“&#160;sowie „und er schweigt nicht“&#160;beschäf­tigt sich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-preisgabe-der-vernunft/8876">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-preisgabe-der-vernunft/8876">Buchrezension: Preisgabe der Vernunft</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH"><em>Fran­cis Schaef­fer. <a href="https://www.cbuch.de/Schaeffer-Preisgabe-der-Vernunft/HDB6701" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Preis­gabe der Ver­nunft</a>: Kurze Ana­lyse der Ursprünge und Ten­den­zen des moder­nen Den­kens.  4. Auflage 2021, Haus der Bibel, 98 Seiten.</em></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Das Büch­lein bil­det Teil I&nbsp;der berühm­ten „Tri­lo­gie“ Schaef­fer (Ori­gi­nal: <em>Escape From Rea­son</em>, 1968).&nbsp;Zusam­men mit „Gott ist keine Illu­sion“&nbsp;sowie „und er schweigt nicht“&nbsp;beschäf­tigt sich Schaef­fer grund­le­gend mit dem intel­lek­tu­el­len und kul­tu­rel­len Klima der zwei­ten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts. In <em>Preis­gabe der Ver­nunft</em>ent­wi­ckelt&nbsp;er ins­be­son­dere&nbsp;die Sche­mata von <em>„Natur und Gnade“</em> und der <em>„Linie der Ver­zweif­lung“</em>.</span></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><img decoding="async" width="188" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/preisgabe_der_vernunft-188x300.jpg" alt="" class="wp-image-17257" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/preisgabe_der_vernunft-188x300.jpg 188w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/preisgabe_der_vernunft.jpg 625w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><b><span lang="DE-CH">Der Zwie­spalt des moder­nen Men­schen: Etap­pen der geis­tes­ge­schicht­li­chen Entwicklung</span></b></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Im Schnell­durch­gang durch­schrei­tet Schaef­fer die abend­län­di­sche Geistesgeschichte.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Tho­mas v. Aquin (1225 – 1274) teilte die Welt in <strong>Gnade (das Höhere) und Natur (das Nie­dere)</strong> ein. Letzt­lich ver­dan­ken wir die­sem der Renais­sance zu Grunde lie­gen­den Welt­bild ein ange­mes­se­nes Ver­ständ­nis der Natur. Ande­rer­seits lehrte von Aquin, dass der mensch­li­che Wille vom Sün­den­fall betrof­fen war, der Intel­lekt jedoch nicht. Dar­aus ent­wi­ckelte sich die natür­li­che Theo­lo­gie, die ohne Bezug­nahme auf die Hei­lige Schrift aus­kam. (Die inhalt­li­che Halt­bar­keit die­ser Gedan­ken­gänge sind sehr umstrit­ten. Ron Kubsch geht im Schaeffer-Sammelband <a href="https://www.cbuch.de/Kubsch-Wahrheit-und-Liebe/540623" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><i>„Wahr­heit und Liebe“</i></a> näher auf die Kri­tik ein.)</span></p>



<span id="more-8876"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Leo­nardo da Vinci (1452 – 1519) unter­schied zwi­schen&nbsp;Gnade (Allgemeinbegriffe/Universalien) und Natur (Einzeldinge/Besonderes). Auto­no­mes, ratio­na­les Den­ken führte zu einer star­ken Beto­nung der Mathe­ma­tik. Die Pro­ble­ma­tik in einer Frage zusam­men­ge­fasst: Wo ist die<strong> Ein­heit</strong>, wenn man der <strong>Ver­schie­den­heit</strong>freien Raum&nbsp;gibt?</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Die Renais­sance trennt die <strong>ideale</strong> Liebe (lyri­sche Dich­ter, geis­tige Liebe) von der<strong> sinn­li­chen</strong> Liebe (Roman­schrift­stel­ler, komi­sche Dich­ter). Der Mensch wird frei um den Preis der Unmoral.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Im 18. Jahr­hun­dert wird durch den Ein­fluss wich­ti­ger Den­ker wie Imma­nuel Kant (1724 – 1804) und Jean-Jacques&nbsp;Rous­seau (1712 – 1778) der Gedanke an <strong>Gnade</strong> völ­lig fal­len­ge­las­sen. Sie wird <strong>durch Frei­heit ersetzt.</strong> Nach­dem der Lebens­be­reich der Natur völ­lig auto­nom gewor­den war, wurde das Vakuum durch&nbsp;der Deter­mi­nis­mus gefüllt. Der Mensch&nbsp;wurde in diese (Welt-)Maschinerie ein­be­zo­gen.&nbsp; Die Frei­heit des Indi­vi­du­ums hin­ge­gen (der obere Bereich),&nbsp;das kei­ner Erlö­sung mehr bedurfte, war abso­lut. Das erzeugte eine mäch­tige Spannung.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Das Gesetz der Naturk­au­sa­li­tät in einem <strong>geschlos­se­nen Sys­tem</strong> setzt sich in der Wis­sen­schaft durch. Ledig­lich Ein­zel­dinge kön­nen erkannt wer­den.&nbsp; Des­halb&nbsp;lan­dete man&nbsp;bei der Mescha­nik. Dabei wird die Frei­heit völ­lig preis­ge­ge­ben. Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird nicht mehr gestellt. Auf dem Gebiet der Moral bedeu­tete dies, dass die Vor­stel­lung von Gut und Böse letzt­lich nur noch ein Werk­zeug der Mani­pu­la­tion durch die mensch­li­che Gesell­schaft in einer mecha­ni­sier­ten Welt&nbsp;dar­stellte (Mar­quis de Sade, 1740 –&nbsp;1814).</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Die seit der Antike gül­tige <strong>Erkennt­nis­theo­rie</strong> setzte bei der Ratio an. Der Mensch&nbsp;ging völ­lig und aus­schliess­lich von sich selbst aus. Auf&nbsp;seine Ver­nunft war Ver­lass, des­halb war ein ein­heit­li­ches Erkennt­nis­feld gege­ben. Durch G. F. Hegel (1770 – 1831) änder­ten sich&nbsp;sowohl die&nbsp;Erkennt­nis­theo­rie&nbsp;wie auch&nbsp;die Metho­lo­gie. Die Ratio­na­li­tät&nbsp;an sich wurde&nbsp;preis­ge­ge­ben. Wahr­heit ist nicht mehr unbe­dingte Wahr­heit. Kier­ke­gaard (1813 – 1855)&nbsp;ver­än­derte die bei­den&nbsp;Sphä­ren von&nbsp;Frei­heit und Natur in <strong>Glaube und Ver­nunft</strong>. Die­ses neue duale Den­ken – Schaef­fer nennt es die <strong>Linie der Ver­zweif­lung</strong> – hat sich über die Phi­lo­so­phie in der Male­rei, Musik und schliess­lich in der Theo­lo­gie niedergeschlagen.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Was bleibt übrig?&nbsp;Der Mensch ent­behrt&nbsp;dem Sinn sei­nes Daseins. Das führt zu einer pes­si­mis­ti­schen Grund­hal­tung. Auf­grund aller Ver­stan­des­er­kennt­nis ist der <strong>Mensch bedeu­tungs­los</strong>.&nbsp;Der zur Ent­ste­hungs­zeit die­ses Buch sehr aktu­elle&nbsp;<strong>Exis­ten­zia­lis­mus</strong> hatte seine welt­li­chen Ver­tre­ter (Sartre – Selbst­ver­wirk­li­chung, Jas­pers – Grenz­si­tua­tion, Hei­deg­ger – Angst) sowie seine reli­giö­sen Expo­nen­ten (Barth – Ver­stand ist kein Anhalts­punkt zur Veri­fi­ka­tion, reli­giöse Wahr­heit ist von der his­to­ri­schen abgetrennt).</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">In der&nbsp;zeit­ge­nös­si­schen Theo­lo­gie zeigte sich die­ser Sprung: Til­lich&nbsp;sprach von Gott jen­seits von Gott. Klar defi­nierte Begriffe aus Natur­wis­sen­schaft und Geschichte erga­ben sich im <strong>ratio­na­len</strong> Bereich. Im <strong>nicht-rationalen</strong> Bereich hin­ge­gen&nbsp;konnte es sich nur um Worte han­deln,&nbsp;wel­che Asso­zia­tio­nen aus­lö­sen. <strong>Jesus</strong>war dem­nach die Illu­sion einer ech­ten Mit­tei­lung,&nbsp;wel­che eine kräf­tige Reak­tion her­vor­rief. <strong>Gott</strong>&nbsp;erschien als das phi­lo­so­phi­sche Andere, als das unend­li­che, per­sön­li­che Alles. <strong>Reli­giöse Fra­gen&nbsp;waren defi­ni­tiv&nbsp;in den Bereich des Nicht­dis­ku­tier­ba­ren ver­scho­ben worden.</strong></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Schaef­fer ord­nete das aktu­el­les Sym­tom des <strong>Dro­gen­kon­sums</strong> nicht als Wirk­lich­keits­flucht oder Ner­ven­kit­zel ein, son­dern&nbsp;sah es als Folge&nbsp;der Hoff­nungs­lo­sig­keit des Men­schen. Der Mensch suchte eine Ant­wort in erst­ran­gi­gen Erleb­nis­sen, im „High“. Der ratio­nale Mensch endete so&nbsp;als Mys­ti­ker. Neu an die­ser Art von Mys­tik war die Auf­fas­sung, dass es belang­los ein, ein Gegen­über zu haben. Es komme allein auf den Glau­ben. Die neuen Pro­phe­ten des Seins (d. h. des obe­ren Bereichs)&nbsp;waren die Dich­ter, Maler und Musi­ker. Sie&nbsp;waren die­je­ni­gen, wel­che in die gros­sen Fra­gen noch zu stel­len ver­stan­den. Bezeich­nend war aller­dings&nbsp;ihr feh­len­des mora­li­sches Urteil. Ihre Aus­drucks­for­men ver­stan­den sie&nbsp;als&nbsp;blosse&nbsp;Wahrnehmungen.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><b><span lang="DE-CH">Die gesamt­heit­li­che Sicht der Bibel – Got­tes Offen­ba­rung in Raum und&nbsp;Zeit</span></b></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Wie lau­tete Schaef­fers Ant­wort auf die Linie der Verzweiflung?</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Er setzte bei der&nbsp;Ant­wort der Refor­ma­tion auf das Pro­blem der Ein­heit von Natur und Gnade an. Die Refor­ma­to­ren <strong>ver­nein­ten die Auto­no­mie im Bereich letz­ter Auto­ri­tät</strong>. Die Bibel&nbsp;war Quelle end­gül­ti­ger und umfas­sen­der Erkennt­nis. Sie&nbsp;bot kein erschöp­fen­des Wis­sen, jedoch wahre und ganz­heit­li­che Erkenntnis.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span lang="DE-CH">Ein zen­tra­ler Teil die­ser Erkennt­nis war die Anthro­po­lo­gie.</span></strong><span lang="DE-CH"> Schaef­fer stellte her­aus,&nbsp;dass wir unsere Mit­men­schen nicht als Men­schen behan­deln könn­ten, ehe wir ihren Ursprung wirk­lich&nbsp;kenn­ten. Der Mensch ist nach Got­tes Bild geschaf­fen und darum etwas Wun­der­ba­res. Adam war ein unpro­gram­mier­ter, ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Mensch in einer gestalt­ba­ren Geschichte. (Im Gegen­satz dazu neigt der moderne Mensch zum Gedan­ken, er sei ein Nichts.)</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Zwei­tens gibt die Bibel <strong>zuver­läs­sige Infor­ma­tion über den Schöp­fer des Uni­ver­sums</strong>.&nbsp;Sie spricht von ihm als dem per­sön­li­chen und unend­li­chen Gott. Im&nbsp;Hin­blick auf Got­tes <strong>Unend­lich­keit</strong> ist der Mensch so getrennt wie eine Maschine.&nbsp;Seine <strong>Per­sön­lich­keit</strong> ist jedoch dar­auf ange­legt, um mit&nbsp;die­sem Gott&nbsp;in per­sön­li­cher Ver­bin­dung zu ste­hen. Der Mensch ist zwar ver­lo­ren, jedoch ent­schei­dungs­fä­hig. Er ist in der Lage, Geschichte zu beein­flus­sen, ein­schliess­li­che sei­ner eige­nen Ewig­keit und der­je­ni­gen sei­ner Mitmenschen.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Die dritte Ein­sicht: Die­ser&nbsp;ver­nünf­tige Gott hat ein <strong>ver­nünf­ti­ges Uni­ver­sum</strong> aus­ser­halb von sich selbst geschaf­fen. Das bie­tet die <strong>Gewiss­heit objek­ti­ver Exis­tenz</strong>, von Ursa­che und Wir­kung. Weil das Welt­all einen wahr­haft per­sön­li­chen Anfang hat, ste­hen Liebe und Kom­mu­ni­ka­tion nicht im Gegen­satz zu dem, was im Wesen bereits vor­han­den&nbsp;ist.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Wie ist eine Umkehr des moder­nen Men­schen mög­lich? Der Mensch muss, wenn er zurück­fin­den will, zwar sei­nen Ratio­na­lis­mus auf­ge­ben. Doch fin­det er dann, auf der Basis des logisch Dis­ku­tier­ba­ren, die Mög­lich­keit, seine Ratio­na­li­tät wie­der zu gewin­nen<strong>. Chris­tus ist in bei­den Lebens­be­rei­chen – Natur und Gnade – Herr, darum Herr des gan­zen intel­lek­tu­el­len Lebens. </strong>Das Sys­tem der Bibel erläu­tert, warum der ein­zelne tun darf, was alle tun müs­sen, näm­lich bei sich selbst begin­nen. Gott hat dem gefal­le­nen Men­schen inhalts­rei­ches Wis­sen gege­ben, das er so&nbsp;drin­gend benötigt.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><span lang="DE-CH">Fazit</span></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><span lang="DE-CH">Auch wenn man über den Bei­trag ein­zel­ner Den­ker — ins­be­son­dere Tho­mas von Aquin und Sören Kier­ke­gaard — geteil­ter Mei­nung sein kann, bil­den diese Gedan­ken wert­volle Anhalts­punkte. Die Tren­nung zwi­schen dem „obe­ren“ und dem „unte­ren“ Bereich kann auf einem Bier­de­ckel skiz­ziert wer­den. Die christ­li­che Welt­an­schau­ung mit den drei Fix­punk­ten persönlich-unendlicher Gott, Mensch und Uni­ver­sum stellt für mich ein ergie­bi­ges Meta­mo­dell&nbsp;dar.</span></p>



<p class="wp-block-paragraph">Han­niel Stre­bel, <a href="http://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.hanniel.ch</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-preisgabe-der-vernunft/8876">Buchrezension: Preisgabe der Vernunft</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/buchrezension-preisgabe-der-vernunft/8876/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchrezension: Gott ist keine Illusion</title>
		<link>https://nimm-lies.de/buchrezension-gott-ist-keine-illusion/8870</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/buchrezension-gott-ist-keine-illusion/8870#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2014 16:01:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelistische Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Gott ist kein Illusion]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=8870</guid>

					<description><![CDATA[<p>Francis Schaeffer. Gott ist keine Illusion. Neuauflage 17.11.2021, Haus der Bibel. Dieses Buch (engl. Originaltitel „The God Who Is There“, 1968) enthält die wesentlichen Erläuterungen der christlichen Weltsicht, wie sie von Francis Schaeffer entwickelt worden ist. Mit Entwicklung meine ich „in zahllosen Gesprächen erarbeitet und&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-gott-ist-keine-illusion/8870">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-gott-ist-keine-illusion/8870">Buchrezension: Gott ist keine Illusion</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Francis Schaeffer. <a href="https://www.cbuch.de/Schaeffer-Gott-ist-keine-Illusion/HDB6035" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gott ist keine Illusion</a>. Neuauflage 17.11.2021, Haus der Bibel.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Buch (engl. Originaltitel „The God Who Is There“, 1968) enthält die wesentlichen Erläuterungen der christlichen Weltsicht, wie sie von Francis Schaeffer entwickelt worden ist. Mit Entwicklung meine ich „in zahllosen Gesprächen erarbeitet und verfeinert“. Manche dieser Diskussionen spielten sich in Schaeffers Haus ab, wo Menschen aus aller Welt abstiegen und über die Sinnfrage nachdachten.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.cbuch.de/Schaeffer-Gott-ist-keine-Illusion/HDB6035" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="188" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott_ist_keine_illusion_01_2-188x300.jpg" alt="" class="wp-image-17263" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott_ist_keine_illusion_01_2-188x300.jpg 188w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott_ist_keine_illusion_01_2.jpg 625w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erster Teil: Das intellektuelle Klima in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaeffer <strong>beginnt</strong> mit der Feststellung: Die Kluft ist befestigt. Die einheitlichen, vom Christentum geprägten Denkvoraussetzungen waren verschwunden. Nichtchristen verfielen eine Zeit lang noch der Illusion optimistischer Antworten, ohne nach ausreichenden Grundlagen zu fragen. Sie handelten einfach noch nach den christlichen Massstäben ohne jedoch zu wissen, warum (9). Zur Grundausrüstung gehörte, dass man mit absoluten Massstäben rechnen konnte. Dieses Absolute schloss die Antithese mit ein. (Es scheint mir, dass es bei Kindern aus christlichen Elternhäusern eine solche Phase gibt. Doch diese dauert in der Regel nur kurz.) Wenn wir die Veränderungen in den Denkvoraussetzungen – Schaeffer geht davon aus, dass der moderne Mensch unterhalb die Linie der Verzweiflung gerat ist &#8211; nicht nachvollziehen, fehlt uns der Anknüpfungspunkt. Wir führen nur noch Selbstgespräche (14).</p>



<span id="more-8870"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Der nicht mit Schaeffer vertraute Leser wird nun fragen: Was ist denn die <strong>Linie der Verzweiflung</strong>? Es geht um die grundsätzliche Trennung zwischen dem Nicht-Rationalen bzw. Nicht-Logischen (Glaube) und dem Rational-Logischen (Einzelheiten ohne Sinn und Ziel). Der Wechsel zwischen beiden Ebenen ist nur durch einen gewaltigen irrationalen Sprung möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaeffer entfaltet nun die <strong>geistesgeschichtliche Entwicklung</strong>. Die <strong>erste Stufe</strong> vollzog sich in der Philosophie. Die Existenzialisten setzten ihre Hoffnung auf ein nicht-rationales, nicht-logisches und nicht-mitteilbares Erlebnis (21), während die Empiristen sorgfältige Definition der Einzeldinge entwickelten, dabei aber Sinn und Ziel ausgeklammert liessen (24). Die <strong>zweite Stufe</strong> erkannte Schaeffer in der Kunst. Dort setzte eine verzweifelte Suche nach dem Allgemeinen ein. Unterhalb der Linie der Verzweiflung ist nur ein abstraktes Gleichgewicht ohne Raum für den Menschen zu erhalten (34). Das Traurige: Christen haben anstatt tiefem Mitgefühl für die Todesnot des modernen Menschen nur ein Lächeln übrig. „Es gibt nichts Hässlicheres als eine erstarrte Rechtgläubigkeit ohne Verständnis und ohne Mitgefühl.“ (37)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <strong>dritte und vierte Stufe</strong> spielte sich in der Musik und im Kulturleben ab. Künstler wurden zu Idealisten, die kein Ideal finden konnten (41). Sie sind Bilder personifizierter Verzweiflung (42). All diesen Stufen gemeinsam war das zugrunde liegende Konzept eines zweigeteilten Erkenntnisfeldes (46). Der <strong>Realismus des Christentums</strong> bietet auf diese Verzweiflung eine echte Antwort. Ohne Wahrheit gibt es keine Hoffnung und ohne ausreichende Grundlage keine Wahrheit. Wenn Christen jedoch das antithetische Denken aufgaben, hätten sie nichts mehr zu sagen. Schaeffer erkannte mit prophetischem Scharfblick: „Wenn wir nicht zeigen, dass wir die Wahrheit auch da ernst nehmen, wo sie uns etwas kostet, stossen wir die nächste Generation in den dialektischen Strudel, der uns umgibt.“ (50) Ich behaupte, dass sich in den letzten 20 Jahren genau in einem grossen Teil des evangelikalen Lagers genau diese Entwicklung vollzogen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zweiter Teil: Die Beziehung der modernen Theologie zu diesem intellektuellen Klima</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sog. „liberale“ Theologie (<strong>fünfte und letzte&nbsp;Stufe</strong>) hatte den Wahrheitsbegriff ebenfalls zweigeteilt. Die religiöse Wahrheit war völlig von der Naturwissenschaft auf der einen und der Geschichtswissenschaft auf der anderen Seite losgelöst (58). Eine lebendige Orthodoxie befasst sich deshalb mit dem Verhältnis des ganzen Menschen zu Gott, inklusive Vernunft und Intellekt, und ruft sie dahin zurück (63). Was für ein Unterschied zur modernen Theologie, die nichts zu bieten hat ausser einem Glauben wider alle Vernunft, ohne jeden Inhalt. Man kann ihn bezeugen, aber nicht darüber diskutieren (67).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch wurde durch diese Zweiteilung und die daraus entstehende Hoffnungslosigkeit in eine <strong>unerträgliche Spannung</strong> geworfen. Er ist gezwungen, im täglichen Leben die Dichotomie aufzugeben (69). Es ist ihnen nicht möglich, in dem modernen Denksystem zu leben. Ein mögliches „Ventil“ bildete der neue Mystizismus. Der Mensch hofft auf Vereinigung mit dem unpersönlichen All. (Darum wechseln manche Menschen vom Naturalismus zum Pantheismus.) Der Mensch löst sich dabei von seinem Intellekt und verwirft ihn (82). In der Theologie wurde das Dilemma über eine „Gott ist tot“-Doktrin gelöst. Die Worte der Bibel sind bereits eine Auslegung des Unerkennbaren, das einmal geschehen ist (91).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <strong>dritten Teil</strong> des Buches stellt Schaeffer die Frage: <strong>Was ist der Unterschied zwischen der modernen Theologie und dem historischen Christentum?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die biblische Antwort „gründet sich auf den Ursprung aller Dinge und lautet, dass allem Sein Persönlichkeit zugrunde liegt“ (96). Wirkliche Liebe und wirkliche Kommunikation gründet in der Dreieinigkeit. Anders ausgedrückt: Liebe und Fürsorge sind nur dann sinnvoll, wenn Persönlichkeit einen wirklichen Inhalt hat (100). Gott hat uns in der Form sprachlicher Aussagen die Wahrheit über sich selbst und die Wahrheit über den Menschen, die Geschichte und die Welt mitgeteilt. (103) Wie ist das gemeint?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir behaupten, Gott habe wahre Aussagen gemacht, so heisst das nicht, seine Aussagen wären erschöpfend. &#8230; Weil der Mensch begrenzt ist, hat er in der ihn umgebenden Welt keinen ausreichenden Bezugspunkt, wenn er ausschliesslich und autonom von sich selbst ausgeht; er braucht als ein bestimmtes Grundwissen. (103)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schaeffer führt dann sein Modell unendlich/persönlich ein. Für ein erschöpfendes Wissen müssten wir unendlich sein wie Gott (106). Wir sind endlich, Gott ist unendlich, und doch können wir seine Aussagen wirklich verstehen; das ist möglich, weil Gott uns Persönlichkeit gegeben hat (108). Hier spielt das Konzept der Liebe hinein, das im Wesen des ewigen, dreieinigen Gottes wurzelt. Ein weiteres Dilemma des Menschen kann so beschrieben werden: Er ist zu grossartigen Taten fähig und kann zugleichin die tiefsten Tiefen von Grausamkeit und Tragik versinken. Das Grundproblem kann nicht adressiert werden, weil Schuld in Schuldgefühle umdefiniert wird (113). „Sie kennen keine letztgültige Antithese zwischen gut und böse, also gibt es keine wirkliche moralische Schuld; dann aber ist es sinnlos, von Rechtfertigung als einer radikalen Veränderung des Verhältnisses zu Gott zu reden.“ (114) „Weil der Mensch dem Gesetzgeber des Universums gegenüber schuldig ist, indem er seinem Charakter zuwiderhandelt, hat seine Sünde Konsequenzen und ist er selbst in einer beeinflussbaren Geschichte moralisch verantwortlich.“ (117) Die biblische Rechtfertigung findet den Ausweg aus dem Dilemma, indem sie weder die absolute Heiligkeit aufgibt noch die Bedeutsamkeit des Menschen verletzt. Für den Christ bedeutet dies: Er kann mit ganzem Herzen das Übel in der Welt bekämpfen; er kann das Böse hassen und dabei wissen, dass auch Gott es hasst – und zwar so sehr, dass er Christus dafür sterben liess! Das ist eine tragfähige Grundlage für die Sozialethik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vierter Teil: Die Verkündigung der historischen christlichen Botschaft&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie soll die christliche Botschaft im modernen Kontext kommuniziert werden? Dieser fünfte Teil ist mir in vielen Gesprächen mit Nichtchristen eine unschätzbare Hilfe gewesen. Zunächst ist wichtig zu wissen: Kein Nichtchrist kann seine Denkvoraussetzungen konsequent ausleben (135). Wir müssen also zuerst liebevoll den Punkt der Inkonsequenz finden und aufdecken (136). Wo widerspricht die Wirklichkeit der objektiven, von Gott geschaffenen Welt den Denkvoraussetzungen (138)? Viele Menschen haben diesen Spannungspunkt noch nicht erkannt. Dann geht es darum, die logischen Konsequenzen der Denkvoraussetzungen vor Augen zu führen. Dies ist weder ein nettes Spielchen noch ein intellektueller Ringkampf (141)! Es geht darum, das Schutzdach, mit dem sich der andere gegen die reale Welt absichert, zu entfernen (143). Bevor wir dem anderen dann Gottes Antwort auf sein Dilemma mitteilen können, braucht es die dreifache Klärung über wirkliche Wahrheit, wirkliche Schuld und wirkliche Geschichte (142). Das Evangelium stützte Schaeffer auf vier Fragen ab (152):</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Glauben Sie, dass Gott existiert, dass er ein persönlicher Gott ist und dass Jesus Christus Gott ist – wobei wir festhalten, dass wir nicht von dem Wort oder Begriff ‚Gott‘ sprechen, sondern von dem unendlich-persönlichen Gott, der wirklich da ist?</li>



<li>Erkennen Sie, dass Sie diesem Gott gegenüber schuldig sind – wobei wir nicht von Schuldgefühlen sprechen, sondern von wirklicher moralischer Schuld?</li>



<li>Glauben Sie, dass Jesus Christus in Raum, Zeit und Geschichte am Kreuz gestorben ist und durch seinen Tod ein völlig ausreichendes Sühnewerk vollbracht und die Strafe Gottes für die Sünden auf sich genommen hat?</li>



<li>Haben Sie sich aufgrund der Verheissung Gottes in der Bibel, seiner schriftlichen Mitteilung an uns, in diesem Christus als Ihrem persönlichen Heiland geborgen – ohne sich auf irgend etwas zu stützen,&nbsp; was Sie selbst je getan haben oder je tun werden?</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fünfter und sechster Teil: Die Vorarbeit zur Verkündigung und die Rolle der christlichen Gemeinde</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Vorgehen möchte Schaeffer keineswegs statisch verstanden haben. Er legt es dem Leser ans Herz: „Apologetik muss durchdacht werden und sich im Hin und Her des lebendigen Kontaktes mit der jetzigen Generation bewegen.“ (157) Auch ist es ihm wichtig, dass geistliche Erfahrung „weder lediglich eine emotionale“ noch eine inhaltslose Erfahrung ist (161). Es ist Aufgabe der Gemeinde, Gottes Wesen existenziell zu demonstrieren (172). „Wenn unsere Verkündigung sich nicht klar auf der Antithese gründet, werden viele das Evangelium nur im Rahmen ihrer eigenen Interpretation verstehen und dazu in ihrer eigenen relativistischen Denkweise Stellung nehmen, unter anderem auch aufgrund einer Vorstellung von psychologischen Schuldgefühlen an der Stelle von wahrer moralischer Schuld vor dem heiligen, lebendigen Gott.“ (182)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 1968 erschienene Buch gehört in das Büchergestell jedes Christen. Leider ist Schaeffer in der jüngeren Generation kaum mehr bekannt. Welchen Beitrag kann das Werk leisten? Es macht uns mit dem (spät)modernen Klima bekannt. Es stellt klar dar, worin sich die christliche Weltsicht von diesem Denkrahmen unterscheidet. Und es gibt einen praktikablen Weg vor, um die Botschaft adressatengerecht zu kommunizieren. Meine Empfehlung: In drei Wochen täglich 10 Seiten sorgfältig lesen; Inhalte mit den Nächsten besprechen und erproben!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Han­niel Stre­bel, <a href="http://hanniel.ch/" target="_blank" rel="noopener">www.hanniel.ch</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-gott-ist-keine-illusion/8870">Buchrezension: Gott ist keine Illusion</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/buchrezension-gott-ist-keine-illusion/8870/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Buchrezension: Wie können wir denn leben?</title>
		<link>https://nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2014 14:04:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstieg und Niedergang der westlichen Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[Wie können wir denn leben?]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=8749</guid>

					<description><![CDATA[<p>Francis Schaeffer. Wie können wir denn leben? Hänssler: Holzgerlingen, 2000. 302 Seiten. Der Betanien-Verlag hat das Buch neu übersetzt und soeben veröffentlicht (siehe hier). Francis Schaeffer (1912-1984), Evangelist der Intellektuellen und einer der bedeutendsten Evangelikalen des 20. Jahrhunderts, hat seine Sicht auf die westliche Geistesgeschichte in diesem Buch niedergelegt.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749">Buchrezension: Wie können wir denn leben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span lang="DE-CH"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/5139_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-8750" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/5139_1-200x300.jpg" alt="5139_1" width="200" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5139_1-200x300.jpg 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5139_1.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a>Francis Schaeffer. Wie können wir denn leben? Hänssler: Holzgerlingen, 2000. 302 Seiten.</span></em></p>
<p><span lang="DE-CH">Der Betanien-Verlag hat das Buch neu übersetzt und soeben veröffentlicht (siehe </span><span lang="DE-CH"><a href="http://www.cbuch.de/Schaeffer-Wie-koennen-wir-denn-leben-p5139/" target="_blank">hier</a></span><span lang="DE-CH">).</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Francis Schaeffer (1912-1984), Evangelist der Intellektuellen und einer der bedeutendsten Evangelikalen des 20. Jahrhunderts, hat seine Sicht auf die westliche Geistesgeschichte in diesem Buch niedergelegt. Ich empfehle, sich ergänzend die gleichnamige </span><span lang="DE-CH"><a href="http://unwisesheep.org/2014/06/03/wie-konnen-wir-denn-leben-francis-schaeffer/" target="_blank">Dokumentarfilm-Serie </a></span><span lang="DE-CH">zu Gemüte zu führen.  Beim Lesen muss bedacht werden: Schaeffer sah sich in erster Linie nicht als Philosoph, sondern als Evangelist. Seine (pointierte) Sichtweise hat er über Jahrzehnte in unzähligen Gesprächen mit Intellektuellen aus aller Welt entwickelt und geschärft. Sie ist schon Mitte der 80er-Jahre z. B. von Ronald W. Ruegsegger </span><span lang="DE-CH">kritisiert</span><span lang="DE-CH"> worden.  Viel wichtiger scheint mir insgesamt jedoch die Auseinandersetzung mit einer christlichen Weltsicht an sich.</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Schaeffer geht etappenweise durch die Geschichte der Christenheit. Zu den einzelnen Phasen habe ich kurze Zusammenfassungen angefertigt.</span><span id="more-8749"></span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Kulturgeschichte Roms und des Mittelalters</span></strong></p>
<p><i><span lang="DE-CH">Christen in der römischen Gesellschaft:</span></i><span lang="DE-CH"> Es spricht für die christliche Weltanschauung, dass die damaligen Christen der religiösen Vermischung (Synkretismus) und den Auswirkungen der Schwächen der römischen Kultur widerstehen konnten. Diese Stärke hatte ihren Ursprung im unendlich-persönlichen Gott, der im Alten und Neuen Testament gesprochen hatte. Deshalb verfügten die Christen nicht nur über Wissen bezüglich Universum und Menschheit, das sie von selbst nicht hätten herausfinden können. Sie besassen überdies absolute, universell gültige Werte, nach denen sie ihr Leben ausrichteten und mit denen sie die Gesellschaft und den politischen Staat, in dem sie lebten, beurteilen konnten. Umgekehrt kann eine Kultur oder ein einzelner Mensch mit einer  schwachen weltanschaulichen Basis nur so lange bestehen, wie der Druck nicht zu gross ist.</span></p>
<p><i><span lang="DE-CH">Die Rolle der Kirche im Mittelalter – eine gemischte Bilanz: </span></i><span lang="DE-CH">Das Christentum wurde bald verfälscht, indem ihm humanistische Elemente beigefügt wurden. In zunehmenden Mass wurde der Autorität der Kirche gegenüber den Lehren der Bibel Vorrang gegeben. Der Glaube einer Erlösung durch die Grundlage des Werkes Christi wurde zugunsten eines Erlösungskonzepts preisgegeben, in dem der Mensch sich den Verdienst Christi erabeitete. Trotzdem ist die Rolle der Kirche in verschiedenen Bereichen positiv zu bewerten: Sie bemühte sich darum, gerechte Preise durchsetzen und begrenzte das Zinsniveau. Sie lobte die Tugend ehrlicher, gut ausgeführter Arbeit. Schliesslich versorgte sie die Gesellschaft mit einem beeindruckenden Netz von Wohlfahrtseinrichtungen. Obwohl die Kirche oft modellhafte Beispiele effektiven wirtschaftlichen und politischen Managements lieferte, war sie in viele mittelalterliche Einrichtungen verwickelt, so dass es ihr schwerfiel, das Salz der Gesellschaft zu sein. Ironischerweise war der Papst zwischen 1100 und 1300 der effektivste Monarch des Mittelalters.</span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Renaissance und Reformation als Reaktion auf die Entfernung von der christlichen Lehre</span></strong></p>
<p><span lang="DE-CH">Das Wertsystem der <strong>Reniassance</strong> wurzelte in dem Glauben, dass der Mensch sein eigener Massstab und damit völlig autonom und unabhängig sei. Sie setzte den Menschen in den Mittelpunkt des Raumes. Dieser musste mathematischen Prinzipien gehorchen, die dem Denken des Menschen entsprungen waren. Der Mensch erwartete vertrauensvoll seine eigene zukünftige Stärke. Die Folge dieses Denkansatzes: Der Mensch, der von sich ausgeht, wird nie zum <em>Allgemeinen</em> vorstossen, sondern bei den <em>Einzeldingen</em>, denen er keinen Sinn geben kann, hängen bleiben. Die positive Auswirkung: Der Natur wurde wieder ein gebührender Platz eingeräumt; der Mensch wurde als <em>wirklicher</em> Mensch in seiner <em>wirklichen</em>, von Gott geschaffenen Welt angesehen.</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Die <strong>Reformation</strong> betonte im Gegenzug, dass die Bibel einzige Quelle endgültiger Autorität darstellt und dass Erlösung nur durch Christus und sein Werk möglich wird. Die Reformatoren lernten von dem neuen Wissen wie auch von der Geisteshaltung der Reniassance. Sie waren sich aber auch bewusst, dass der Mensch die Antworten braucht, die Gott uns in der Bibel gegeben hat, um wirklich ausreichende Antworten zu haben. Durch ihre Rückkehr zur biblischen Lehre kannten sie kein Universalienproblem. Zur gleichen Zeit Wissenschaft und Kunst in die Freiheit entlassen – auf der Grundlage der Offenbarung der Schrift.</span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Auswirkungen der Reformation auf Kunst und Politik – im Gegensatz zur Utopie des Humanismus</span></strong></p>
<p><span lang="DE-CH">Die Reformation bedeutete für den Bereich der Rechtsprechung, dass die Bibel zur Grundlage des Gesetzes wurde. „Das Christentum ist die unsterbliche Saat der Freiheit in der Welt.“ (Alexandre Vinet, 1797- 1847) Der Mensch musste sich deshalb weniger vor willkürlicher Rache fürchten. Der kleine Mann konnte zu jeder Zeit aufstehen und auf der Grundlage der biblischen Lehre erklären, dass die Mehrheit im Unrecht war. Mit der starken Betonung des Sündenfalls begriffen die Reformatoren auch, dass Kontrollen notwendig sind, inbesondere für Leute an der Macht.</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Trotzdem gab es natürlich viele Bereiche, die sich nicht nach der Bibel ausrichteten. Schaeffer nennt die Rassenfrage als Beispiel. Es herrschte die Auffassung, dass der Schwarze keine Person sei und wie ein Gegenstand behandelt werden könne. Zudem zeigte sich auch ein Mangel an barmherziger Verwendung aufgehäuften Reichtums. Dieser Utilitarismus brachte Elend und Ausbeutung mit sich.</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Im Gegenzug war der Traum der<strong> Aufklärung</strong> mit seinen Idealen von Vernunft, Natur, Glück, Fortschritt und Freiheit utopisch zu nennen. Mensch und Gesellschaft hielt man für &#8222;vervollkommnungsfähig&#8220;. Die Leitreligion der Aufklärung war der Deismus: Wenn es einen Gott gab, dann schwieg er. Die französische Revolution setzte die Souveränität des Volkes an oberste Stelle. Wie die spätere russische Revolution hatten die Revolutionäre auf ihrer humanistischen Grundlage nur zwei Möglichkeiten: Anarchie oder Unterdrückung. Für den Humanisten war die letzte Realität neutral und schwieg zu Unrecht und Grausamkeit.</span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Die Entstehung der Wissenschaft aus dem christlichen Weltbild heraus; der Wendepunkt in Philosphie und Wissenschaft</span></strong></p>
<p><span lang="DE-CH">Der Beginn der modernen Wissenschaft steht nicht in Konflikt mit der biblischen Lehre. Im Gegenteil, die moderne Naturwissenschaft wurde aus dem christlichen Weltbild heraus geboren. Dieser Denkrahmen war der Wissenschaft sehr zuträglich. Er setzte voraus, dass jedes einzelne Ereignis zu den vorausgegangenen in Beziehung gesetzt und Ausdruck allgemeiner Prinzipien werden kann. Die menschliche Kreativität galt als Teil des einzigartigen Menschseins. So entstand die Zuversicht, durch Beobachtung und Experimente etwas über die Welt herauszufinden. Der Wissenschaftler ging nämlich von einer objektiven Realität aus. Gott hatte ein Universum geschaffen, in dem das Kausalitätsprinzip galt. Aus der Wirkung liess sich etwas über die Ursache herausfinden. Der Mensch, die Naturwissenschaft eingeschlossen, verstand sich aber nicht als autnonom. Er nahm die Lehre der Bibel über Geschichte und Einzelereignisse ernst.</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Diesem Denkrahmen stand ein anderer gegenüber, was eine grosse Spannung erzeugte, Wenn es kein Allgemeines gab, dann machten die Einzeldinge keinen Sinn. Wie aber wurde allem Seienden Einheit und Sinn verliehen? Nichtchristliche Philosophen setzten beim Menschen an und glaubten, dass er aus sich selbst genug über Einzeldinge in Erfahrung bringen kann, um darüber zu einem Ganzen zu gelangen. Sie glaubten an die Macht der Vernunft. Dadurch verschob sich allmählich der Glaube an die Gleichartigkeit natürlicher Kausalitäten in einem offenen System hin zu einem Glauben an die Gleichartigkeit natürlicher Kausalitäten in einem geschlossenen System. Doch wurde nicht nur Gott begraben, es starb auch der Mensch. Der Mensch wurde zur Null degradiert und das Leben zwecklos. Der anfängliche Optimismus des Humanismus kippte deshalb in Pessimismus. Rousseau markierte den Wendepunkt, indem er postulierte, dass alles zur (Welt-)Maschine gehört, auch der Mensch. Er gab den Fortschrittsglauben auf und vertrat das Ideal eines unkonventionellen Lebens. In diesem Leben war der Mensch Held, der alle Massstäbe, Werte und Einschränkungen der Gesellschaft bekämpfte. Das, was natürlich ist, ist auch moralisch gut. Grausamkeit wird der Nicht-Grausamkeit gleichgesetzt.</span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Der Niederschlag von Pessimismus und Fragmentation in der Kunst</span></strong></p>
<p><span lang="DE-CH">Moderner Pessimismus und Fragmentation haben sich kulturell in der bildenden Kunst und der Musik niedergeschlagen. Der Betrachter steht vor einem Bild und kann einerseits erkennen, was der Künstler dargestellt hat. Dann aber fragt er sich: Hat das, was ich sehe, überhaupt einen Sinn? Realität wird zu einem Traum. Die Maler begannen, die Vorstellung einer zersplitterten Wirklichkeit auf die Leinwand zu bannen. Das Ergebnis: Eine totale, alles umfassende Absurdität. Ein Kritiker meinte über Picassos Werk: Natürlich war kein einziges dieser Gemälde eigentlich ein Portrait, sondern eher seine Darstellung einer zugrunde gerichteten Welt. Schaeffer erwähnt Bernstein, der über Mahlers 9. Symphonie sagte: Unser Jahrhundert ist das Jahrhundert des Todes, und Mahler ist dessen musikalischer Prophet. Schaeffer erwähnt weiter die Musik Schönbergs.  Darin kommen die unaufhörlichen Variationen nie zu einer Auflösung; dies im Gegensatz etwa zu Bach, der trotz grosser Vielfalt immer wieder zur Auflösung fand. Je mehr diese Musik zur intellektuellen Aussage wurde, desto mehr geriet sie anstatt zum Kunstwerk zum Anti-Kunstwerk. Die Kunst brachte die Weltanschauung der Künstler zum Ausdruck und wurde zu einem Träger, welcher deren Weltanschauung unter die Menschen brachte. Von allen Seiten werden wir deshalb mit einer <strong>fragmentierten Vorstellung von Universum und Leben</strong> konfrontiert.</span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Die Gefahr der Manipulation der Gesellschaft</span></strong></p>
<p><span lang="DE-CH">Die Mehrzahl der Menschen übernahm kümmerliche Restwerte: Persönlichen Frieden und Wohlstand. Diese Stelle gehört meines Erachtens zu den stärksten des ganzen Buches. <strong>Persönlicher Friede</strong> bedeutet gemäss Schaeffer, in Ruhe gelassen und nicht mit den Problemen der anderen Menschen belästigt zu werden. Als Ideal wird ein Leben mit einem Minimu an Konfliktmöglichkeiten angesteuert. <strong>Wohlstand</strong> meint überwältigenden und zunehmenden Reichtum; ein Leben, das aus Gegenständen, Gegenständen und nochmals Gegenständen besteht. Fasst das nicht die Lebensweise vieler Zeitgenossen (auch Christen) zusammen?</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Schaeffer bringt ein zweites, sehr aktuelles Argument auf. Es stellt sich die Frage, ob die Menschen – weil daran gewöhnt – <strong>willkürlich gesetzte Absoluta schlucken</strong> würden, falls dies soziologisch vorteilhaft erschiene. Wenn keine Absoluta vorhanden sind, nach denen die Gesellschaft zu beurteilen sind, dann ist die Gesellschaft absolut. Ein Einzelner oder eine Elite muss das Vakuum füllen, das sich durch den Verlust des christlichen Konsens geöffnet hatte. Durch die willkürlichen Absoluta entwickelte sich die Gesellschaft zu einem Feld der Technokratie. Techniker der Verwaltung und der Wirtschaft geben den Ton. Wer aber prüft die Prüfer? Die Mehrheit, so prognostizierte Schaeffer, würde den Verlust von Freiheiten hinnehmen, ohne ihre Stimme zu erheben; dies wenigstens solange, als ihr Lebensstil – persönlicher Friede und Wohlstand – nicht bedroht würde.</span></p>
<p><span lang="DE-CH">Die Ansicht, dass der Mensch letztlich eine chemische Maschine ist, führte zur Legitimation, ihn zu manipulieren und umfassend zu kontrollieren. Der Mensch hat einen genetischen Code. Er hat eine Umwelt, die das Produkt des genetischen Codes beeinflusst. Das ist die letzte Einsicht über den Menschen. Ohne die absolute Grenze, die das Christentum der charakteristischen Eigenart des Menschen setzt, führen selbst Dinge, die an sich gut sein mögen, dazu, dass das Menschsein in zunehmendem Mass verlorengeht.</span></p>
<p><strong><span lang="DE-CH">Fazit</span></strong></p>
<p><span lang="DE-CH">Das Buch enthält eine Menge an spannenden Impulsen. Zum Beispiel: Wie schafften es die Christen im römischen Reich dem Synkretismus zu widerstehen? Wie veränderte die Reformation die Gesellschaft? Zu diskutieren wären die Aussagen von Schaeffer über Mittelalter und Renaissance. Am brisantesten jedoch finde ich den letzten Teil. Wie haben die beiden Leitwerte Wohlstand und persönlicher Friede in den letzten Jahrzehnten unsere Gesellschaft beeinflusst? Wie steht es heute um die Manipulation und Kontrolle des Menschen? Wo haben sich Schaeffers Befürchtungen bewahrheitet?</span></p>
<p>Hanniel Strebel, <a href="http://hanniel.ch/" target="_blank">www.hanniel.ch</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749">Buchrezension: Wie können wir denn leben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/buchrezension-wie-koennen-wir-denn-leben/8749/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Günstige englische E-Books von und über Francis Schaeffer</title>
		<link>https://nimm-lies.de/gunstige-englische-e-books-von-und-uber-francis-schaeffer/3356</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/gunstige-englische-e-books-von-und-uber-francis-schaeffer/3356#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 12:29:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Crossway]]></category>
		<category><![CDATA[e-Books]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=3356</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der amerikanische Verlag Crossway bietet Bücher von und über Francis Schaeffer in einer sehr günstigen E-Book-Version für den Kindle an. Die E-Books können auch am PC mit der Kindle-Software gelesen werden. Auch wenn das Angebot hier nur für wenige interessant erscheinen wird, sollte sich die&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/gunstige-englische-e-books-von-und-uber-francis-schaeffer/3356">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gunstige-englische-e-books-von-und-uber-francis-schaeffer/3356">Günstige englische E-Books von und über Francis Schaeffer</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-3364" title="Francis_Schaeffer_Biografie" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Francis_Schaeffer_Biografie.jpg" alt="" width="200" height="300" />Der amerikanische Verlag Crossway bietet Bücher von und über Francis Schaeffer in einer sehr günstigen E-Book-Version für den <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0051QVF7A/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=num-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0051QVF7A" target="_blank">Kindle</a> an. Die E-Books können auch am PC mit der Kindle-Software gelesen werden. Auch wenn das Angebot hier nur für wenige interessant erscheinen wird, sollte sich die wenigen, die einen Kindle besitzen und gerne englische Bücher lesen, dieses Angebot nicht entgehen lassen. Denn die Preisreduzierung gilt wahrscheinlich nur für eine kurze Zeit. Besonders empfehlenswert ist die Biografie von Colin Duriez: <em>Francis Schaeffer: An Authentic Life.</em> Jedes Buch kostet nur 2,79 Euro.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001DDETE6/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=num-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B001DDETE6" target="_blank">Francis Schaeffer: An Authentic Life</a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=num-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B001DDETE6" alt="" width="1" height="1" border="0" /><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B002AWX6V6/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=num-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B002AWX6V6" target="_blank"><br />
Truth with Love: The Apologetics of Francis Schaeffer</a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=num-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B002AWX6V6" alt="" width="1" height="1" border="0" /><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0028CFYOA/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=num-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0028CFYOA" target="_blank"><br />
Death in the City</a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=num-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0028CFYOA" alt="" width="1" height="1" border="0" /><br />
The Finished Work of Christ: The Truth of Romans 1-8<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=num-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0026IUPBI" alt="" width="1" height="1" border="0" /><br />
Pollution and the Death of Man<img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=num-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B004QGYTZQ" alt="" width="1" height="1" border="0" /><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0026IUO82/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=num-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0026IUO82" target="_blank"><br />
No Little People</a><img loading="lazy" decoding="async" style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=num-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B0026IUO82" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gunstige-englische-e-books-von-und-uber-francis-schaeffer/3356">Günstige englische E-Books von und über Francis Schaeffer</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/gunstige-englische-e-books-von-und-uber-francis-schaeffer/3356/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Francis Schaeffer: Die große Anpassung</title>
		<link>https://nimm-lies.de/francis-schaeffer-die-grose-anpassung/2205</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/francis-schaeffer-die-grose-anpassung/2205#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 19:03:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[CLV]]></category>
		<category><![CDATA[Die große Anpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Arnold]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=2205</guid>

					<description><![CDATA[<p>Simon Arnold hat eine gute Rezension zu &#8222;Die große Anpassung&#8220; von Francis Schaeffer geschrieben. Obschon Francis Schaeffer schon seit mehr als 25 Jahren tot ist, lohnt sich ein Blick in seine Bücher immer noch, weil er Dinge und Entwicklungen beschreibt, die damals schon sichtbar waren,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/francis-schaeffer-die-grose-anpassung/2205">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/francis-schaeffer-die-grose-anpassung/2205">Francis Schaeffer: Die große Anpassung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em></em><em>Simon Arnold hat eine gute Rezension zu &#8222;Die große Anpassung&#8220; von Francis Schaeffer geschrieben.</em></p>
<p><em><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/groc39fe-anpassung.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-2223" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/groc39fe-anpassung-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/groc39fe-anpassung-200x300.jpg 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/groc39fe-anpassung-768x1149.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/groc39fe-anpassung-684x1024.jpg 684w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/groc39fe-anpassung.jpg 1184w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a></em>Obschon Francis Schaeffer schon seit mehr als 25 Jahren tot ist, lohnt sich ein Blick in seine Bücher immer noch, weil er Dinge und Entwicklungen beschreibt, die damals schon sichtbar waren, die heute aber umso stärker in Erscheinung treten. Im Buch „Die große Anpassung“ beschreibt Schaeffer gewisse geschichtliche Prozesse und Entwicklungen, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die evangelikale Bewegung in Amerika heutzutage das ist, was sie ist, nämlich eine sehr angepasste, von säkularen Strömungen durchdrungene, christliche Bewegung. Die Darstellung, die Schaeffer von der amerikanischen Christenheit gibt, lässt sich recht gut auf die deutsche Situation übertragen, denn sie ist eine Ähnliche.</p>
<p>..weiterlesen auf <a href="http://unwisesheep.org/2011/07/24/buch-die-grose-anpassung-francis-schaeffer/" target="_blank">unwisesheep.org</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/francis-schaeffer-die-grose-anpassung/2205">Francis Schaeffer: Die große Anpassung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/francis-schaeffer-die-grose-anpassung/2205/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ich liebe Bücher!</title>
		<link>https://nimm-lies.de/ich-liebe-bucher/498</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/ich-liebe-bucher/498#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 19:57:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Verlagswelt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[christliche Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[christlicher Büchermarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Gott ist keine Illusion]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Os Guinnes]]></category>
		<category><![CDATA[Preisgabe der Vernunft]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Kaemper]]></category>
		<category><![CDATA[Und er schweigt nicht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.eddi-on.de/?p=498</guid>

					<description><![CDATA[<p>Schon als Kind ging ich regelmäßig in die Stadtbücherei. &#8222;Die fünf Freunde&#8220; und &#8222;Die Schwarze Sieben&#8220; von Enid Blyton habe ich ebenso verschlungen wie &#8222;Die drei Fragezeichen&#8220; von Alfred Hitchcock. In der Zeit der Oberstufe kam die Auseinandersetzung mit der Literatur dazu. Es faszinierte mich,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ich-liebe-bucher/498">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ich-liebe-bucher/498">Ich liebe Bücher!</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Schon als Kind ging ich regelmäßig in die Stadtbücherei. &#8222;Die fünf Freunde&#8220; und &#8222;Die Schwarze Sieben&#8220; von Enid Blyton habe ich ebenso verschlungen wie &#8222;Die drei Fragezeichen&#8220; von Alfred Hitchcock. In der Zeit der Oberstufe kam die Auseinandersetzung mit der Literatur dazu. Es faszinierte mich, wenn Autoren wie Heinrich Böll, Max Frisch oder Friedrich Dürrenmatt grundsätzliche Fragen des Menschseins stellten. Wir &#8211; die Christen &#8211; hatten die Antworten. Leider kannten wir häufig die Fragen nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war damals schon Christ. So wurde der Deutschunterricht zur Plattform fürs Zeugnisgeben. Ganz ungeplant und ohne Krampf. Das konnte sogar schriftlich &#8211; in Aufsätzen &#8211; geschehen. Mein Lehrer war Sozialdemokrat und überzeugter Atheist. Aber er war fair. Ich kann mich an manche Stunde erinnern, wo wir minutenlang zu zweit diskutierten. Die Klasse hörte gespannt zu.</p>



<span id="more-498"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Zeit hat mich geprägt. In der Zeit der Auseinandersetzung wurde mein Glaube mein Glaube. Ich war gezwungen Antworten zu finden. Ich merkte, dass viele &#8222;christliche&#8220; Aussagen lediglich Worthülsen waren, die ich nicht füllen konnte, weil ich sie nie wirklich verstanden und durchdacht hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geholfen haben mir damals, neben Gespräche mit unserem Jugendleiter, christliche Bücher. In der Gemeinde hörte man schon mal vom &#8222;blinden Glauben an Jesus&#8220;. Und dass wir nicht fragen, sondern glauben sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade die Bücher von Francis Schaeffer haben mich sehr geprägt. &#8222;<a href="https://www.cbuch.de/schaeffer-gott-ist-keine-illusion.html">Gott ist keine Illusion</a>&#8222;, &#8222;<a href="https://www.cbuch.de/schaeffer-und-er-schweigt-nicht.html">Und er schweigt nicht</a>&#8220; und &#8222;Preisgabe der Vernunft&#8220; habe ich regelrecht durchgearbeitet. Schaeffer schaffte es, sich kritisch aber offen mit dem Denken seiner Zeit auseinanderzusetzen ohne von seinem biblischen Standpunkt abzuweichen. Mich faszinierte seine Weite und Klarheit: Er verdammte die Kultur nicht einfach (alles &#8222;weltlich&#8220;!), sondern er versuchte zu verstehen und die Fragen zu hören. Und er gab Antworten, vom christlichen Standpunkt her. So fand er Anknüpfungspunkte in der Kunst, im Film, in der Literatur oder in der Musik. Und dabei wurde deutlich, wie aktuell die Botschaft der Bibel auch heute noch ist. Ich brauchte mich mit meinem Glauben nicht zu verstecken!</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;<a href="https://amzn.to/46LS3El" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Asche des Abendlandes</a>&#8220; von Os Guinnes half mir weiter meine Zeit zu verstehen und eine Position zu finden, die ich mit gutem Gewissen vertreten konnte. Später folgten die Bücher von <a href="https://amzn.to/46LSajf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">C.S. Lewis</a>. Nur auswendig gelernte richtige christliche Sätze und ein Zeugnis als geistliche Pflichterfüllung war mir immer zu wenig. Und Denkverbote haben mich immer abgestoßen. Wenn der christliche Glaube wahr ist, dann muss ich diese Wahrheit nicht schützen. Sie wird sich durchsetzen. &#8222;Denn wir vermögen nichts gegen die Wahrheit&#8220;, schreibt Paulus in 2.Kor 13,8.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch etwas irritierte mich: diese Autoren und Bücher begleiteten mich nur ein Stück auf meinem Weg. Dann musste ich alleine weiter und meinen eigenen Weg finden. Ich habe Schaeffers späten politischen Konservatismus nie ganz nachvollziehen können. Auch hat mich Manches bei C.S. Lewis befremdet. Aber das ist nur gut so, denn wir folgen ja nicht Menschen, sondern Jesus Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachte ich den deutschen christlichen Buchmarkt heute, wird mir ein bisschen wehmütig zumute und ich sehne mich nach der guten alten Zeit zurück (ich gehe ja mittlerweile auf die 40 zu). Noch nie gab es so viele neue christliche Bücher auf dem Markt wie heute. Und noch nie gab es so viel Harmloses und Unbedeutendes, das man nach einigen Monaten getrost vergessen wird und kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Trend zu Lebenshilfebücher ist ungebrochen. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass die gesellschaftlichen Selbstverständlichkeiten zurückgehen und immer mehr Christen &#8211; in allen Bereichen des Lebens &#8211; verunsichert sind. Der Titel &#8222;Was mache ich als Christ, wenn mein Hamster in die Toilette gefallen ist&#8220; ist allerdings noch nicht erschienen &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Lebensberichte christlicher Menschen lassen sich gut an den Gläubigen bringen. Der Titel &#8222;Ich war nicht immer ein Alphornbläser&#8220; erscheint tatsächlich im September (kein Scherz!). Den Boom an christlichen Romanen habe ich nie ganz nachvollziehen können. Wenn ich mich entspannen will, lese ich lieber einen guten &#8222;weltlichen&#8220; Krimi, als ein christliches Surrogat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rubrik &#8222;geistliches Leben&#8220; läuft ebenfalls gut. Der durchschnittliche evangelikale Leser will Gott erfahren und fühlen. Er will sich dabei aber nicht mit schwieriger theologischer Literatur auseinandersetzen, sondern möchte lieber aufatmen &#8211; warum auch nicht. Praxis statt Theorie! Doch dieses polarisierende Motto ist weder durchdacht noch kann man damit leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Evangelical correctness&#8220; ist angesagt. Dumme Grundsätze wie: Lehre trennt &#8211; <a href="http://www.eddi-on.de/wp-content/uploads/Os_Guiness_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><br></a>Erfahrung eint, werden unkritisch nachgebetet. Thematisiert nicht die Unterschiede! Rede niemals über Konfessionsgrenzen und warum sie ihre Berechtigung haben könnten! Vergiß die Vergangenheit! Jesus wollte Einheit. Außerdem brauchen wir diese Einheit um unsere Auflagen abzusetzen. Damit ist der, der kritisch nachfragt sogar geschäftsschädigend, und wird als Fundamentalist abgestempelt. (Man hörte sogar davon, dass man versucht hat an den Stühlen derer zu sägen, die unbequeme Positionen zur Diskussion stellten.) Aber bleibt die Wahrheit dabei nicht manchmal auf der Strecke? Denkverbote gibt es nicht nur bei den Konservativen, sondern genauso bei den ach so aufgeschlossenen &#8222;Linken&#8220;.<br>Als Redakteur bekomme ich halbjährlich die Neuvorstellungen der christlichen evangelikalen Verlage auf den Tisch. Manche bringen es auf 30 bis 40 neue Titel. Was ist jedoch davon wirklich von Bedeutung? Häufig sind es nur zwei oder drei Titel, die mich interessieren &#8211; wenn überhaupt. (Aber wen interessiert hier eigentlich, was mich interessiert &#8230; ?)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich habe nichts gegen Lebenshilfe, auch nichts gegen christliche Zeugnisse oder Bücher die uns helfen unser geistliches Leben zu gestalten. Nur kann das nicht alles sein. Die meisten der oben genannten Titel (außer C.S. Lewis) sind mittlerweile vergriffen. Sie könnten ihre Zeit überdauern, weil sie bedeutend sind und Gewicht haben, aber der Markt verweigert sich. Und natürlich können christliche Verleger nicht jenseits der Wirklichkeit des Marktes operieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wir brauchen gute theologische Literatur, die uns hilft die Bibel zu verstehen &#8211; und zu übersetzen und anzuwenden in unserer Zeit. Dabei muss &#8222;theologisch&#8220; nicht unbedingt &#8222;langweilig&#8220; bedeuten (hier können wir manches von den Amerikanern lernen). Wir brauchen anspruchsvolle Bücher, weil nicht alle Probleme und Fragen einfach zu lösen sind. Wir brauchen Bücher, die uns helfen unsere Zeit zu verstehen. Nur wenn wir verstehen, werden wir auch verstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der oben genante Autor Os Guinnes schrieb 1995 ein Buch mit dem Titel &#8222;Fit Bodies &#8211; Fat Minds &#8211; Why Evangelicals don&#8217;t think &amp; what to do about it&#8220; (etwa: &#8222;Fitte Körper &#8211; Fette Köpfe &#8211; Warum die Evangelikalen nicht denken und was man dagegen tun kann&#8220;). Das macht eine weitere Notwendigkeit deutlich: Wir brauchen dann auch noch Leser! Christen, die diese Bücher kaufen und lesen. Ich träume sogar davon, dass bestimmte christliche Bücher tatsächlich ihren Weg auf den säkularen Mark finden und das Denken unserer Zeit beeinflussen. Utopisch? Ich gebe die Hoffnung nicht auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Autor, Ralf Kaemper, ist zusammen mit Dieter Ziegeler für die Redaktion der Zeitschrift <a href="http://www.cv-perspektive.de/projekt01/index.php" target="_blank" rel="noopener">PERSPEKTIVE </a>(Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg) verantwortlich. Außerdem ist er im Reisedienst der &#8222;Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden&#8220; tätig.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ich-liebe-bucher/498">Ich liebe Bücher!</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/ich-liebe-bucher/498/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>L’Abri &#8211; Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri</title>
		<link>https://nimm-lies.de/labri-die-geschichte-und-die-ursprunge-von-labri/4075</link>
					<comments>https://nimm-lies.de/labri-die-geschichte-und-die-ursprunge-von-labri/4075#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2009 17:44:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Edith Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Schaeffer]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubenswerk]]></category>
		<category><![CDATA[L'Abri]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.nimm-lies.de/?p=4075</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt Bücher, die erst im Bücherregal &#8222;reifen&#8220; müssen, bis sie der Besitzer in die Hand nimmt und in den Genuss des Lesens kommt. Manchmal muss auch der Leser für bestimmte Bücher reifen, um sie dann gewinnbringend zu lesen. Beides war bei mir der Fall,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/labri-die-geschichte-und-die-ursprunge-von-labri/4075">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/labri-die-geschichte-und-die-ursprunge-von-labri/4075">L’Abri &#8211; Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Bücher, die erst im Bücherregal &#8222;reifen&#8220; müssen, bis sie der Besitzer in die Hand nimmt und in den Genuss des Lesens kommt. Manchmal muss auch der Leser für bestimmte Bücher reifen, um sie dann gewinnbringend zu lesen. Beides war bei mir der Fall, als mich jemand auf die Bücher von Francis Schaeffer hinwies. Seit ca. 4 Jahren steht in meinem Bücherregal das Buch von Francis Schaeffer &#8222;Wie sollen wir denn leben? Aufstieg und Niedergang der westlichen Kultur&#8220;. Doch bevor ich mich an dieses höchst intellektuelle Buch wagte, entschied ich mich zuerst ein Buch von seiner Frau, Edith Schaeffer, <em><a href="https://www.cbuch.de/Edith-Schaeffer-L-Abri/HDB6700" target="_blank" rel="noreferrer noopener">L&#8217;Abri &#8211; Ursprünge und Geschichte von L&#8217;Abri</a></em> zu lesen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.cbuch.de/Edith-Schaeffer-L-Abri/HDB6700" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="188" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/labri-188x300.jpg" alt="" class="wp-image-17266" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/labri-188x300.jpg 188w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/labri.jpg 625w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Kurz nach dem 2. Weltkrieg sind die Schaeffers aus Amerika in die Schweiz gezogen, um dort missionarisch tätig zu sein. Was sie in der Schweiz tun sollten, war ihnen zunächst auch nicht bekannt, jedoch vertrauten sie Gott, dass er ihnen den richtigen Ort und die entsprechenden Aufgaben zuführen würde. In den recht turbulenten Anfangsjahren mit einigen Wohnortwechsel und nach der Rückkehr aus dem Heimaturlaub wurde die Aufenthaltsgenehmigung der Schaeffers nicht wieder verlängert und sie mussten innerhalb von sechs Wochen die Schweiz verlassen. Die Gründe für die Ausweisung waren höchst merkwürdig, jedoch wahr: Aus religiösen Gründen war für sie der Aufenthalt in der Schweiz beendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schaeffers wollten und konnten nicht glauben, dass so etwas in der Schweiz möglich sei. In dramatischer Weise werden die kommenden Wochen beschrieben, in denen sich die Zweifel an deren Auftrag in der Schweiz, Aussichtslosigkeit und Hoffnungslosigkeit kumulierten. Durch hochrangige Bekanntschaften und durch Kontakte, die so nur Gott zusammenführen konnte, wurde der Widerspruch akzeptiert, den die Schaeffers gestellt hatten. Sie mussten zwar ihr Kanton verlassen, fanden jedoch in kurzer Zeit ein anderes Haus, was die Voraussetzung war, um überhaupt in der Schweiz zu bleiben. In kurzer Zeit hatte sich die Situation völlig gewandelt. Ihnen wurde auf wundersame Art der weitere Aufenthalt in der Schweiz genehmigt, und infolge dessen wurde L&#8217;Abri (deutsch: Obdach) ins Leben gerufen. L&#8217;Abri war kein Missionshaus oder eine Art Freizeitheim. L&#8217;Abri war eine Familie, die ihre Türen für suchende Menschen öffnete. Sie öffneten aber auch ihre Ohren und Herzen, um zuzuhören, zu helfen und zu reden. Hier wurde durch beständige Gastfreundschaft ein Werk Gottes begonnen, das bis <a href="http://www.labri.org/" target="_blank" rel="noopener">heute</a> andauert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon gleich zu Beginn von L&#8217;Abri hatten die Schaeffers folgende Prinzipien, die gleichzeitig auch ein Gebet waren (S. 147-148):</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Wir wollen darum beten, dass Gott uns die richtigen Menschen zuführt, und alle fernhielt, die nur zum Skilaufen kamen oder ein offen stehendes Haus ausnutzen wollten.</li>



<li>Wir wollen darum beten, dass Gott uns Woche um Woche und Monat um Monat genug Geld senden würde, um unsere Bedürfnisse zu decken und auch den Menschen, die er uns schicken würde, Gastfreundschaft zu gewähren.</li>



<li>Wir beschlossen, keine Pläne in Bezug auf unsere Arbeit zu machen, sondern uns in jeder Hinsicht der göttlichen Leitung zu überlassen.</li>



<li>Wir beten auch darum, dass falls die Arbeit wachsen sollte, Gott uns die richtigen Mitarbeiter senden solle.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">L&#8217;Abri sollte ein Ort werden, zu dem Menschen jeglicher Couleur mit ihren Fragen nach dem Sinn des Lebens, Menschen die auf der Suche nach Gott waren, kommen konnten, um Antworten zu bekommen. Ein Großteil dieses Buches berichtet über die verschiedenen Menschen, die in L&#8217;Abri aus- und eingingen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Buch fand ich einen authentischen, auf Gottes Führungen ausgerichteten, Bericht über ein Glaubenswerk. Die Autorin erzählt in einer sehr fesselnden Art, wie Gott sie durch Schwierigkeiten, die immer mit Freuden und Glaubenssiegen einhergingen, geleitet hat. Sie stellt fest, dass es dabei nie einen Zufall gab. Ich kam aus dem Staunen nicht heraus und war an vielen Stellen des Buches über den Glaubensmut der Schaeffers und Gottes Antwort darauf tief bewegt. Gleichzeitig habe ich während der Lektüre gelernt, was es heißt, im Glauben zu beten. Ich kann jedem dieses Buch wärmstens empfehlen und hoffe, dass es nicht ohne Auswirkungen im persönlichen Glaubensleben bleibt. Nimm und lies! Zahlreiche Illustrationen der Häuser von L&#8217;Abri, deren Inneneinrichtung und eine Straßenkarte von Huémoz runden das Buch ab, und lassen den Leser in eine andere, jedoch stets reale Welt eintauchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel:</strong> L&#8217;Abri &#8211; Die Geschichte und die Ursprünge von L&#8217;Abri<br><strong>Autor:</strong> Edith Schaeffer<br><strong>Seiten:</strong> 315<br><strong>Format:</strong> 21 x 14cm<br><strong>Einband:</strong> Paperback<br><strong><strong>Jahr:</strong> </strong>Neuauflage 2021<strong><br>Verlag:</strong> Haus der Bibel<br><strong>Preis:</strong> 2,90 Euro<br><strong>erhältlich bei:</strong> <a href="https://www.cbuch.de/Edith-Schaeffer-L-Abri/HDB6700" target="_blank" rel="noreferrer noopener">cbuch.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/labri-die-geschichte-und-die-ursprunge-von-labri/4075">L’Abri &#8211; Die Geschichte und die Ursprünge von L’Abri</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://nimm-lies.de/labri-die-geschichte-und-die-ursprunge-von-labri/4075/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
