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	<title>Gebet Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Gebet Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Rowland Hill lehrt das Beten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Jun 2024 13:27:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Beten]]></category>
		<category><![CDATA[C.H. Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[Eccentric Preachers]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Rowland Hill]]></category>
		<category><![CDATA[Spurgeon]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Werk &#8222;Eccentric Preachers&#8220; ist sicherlich eines der unbekanntesten von Spurgeon. Aber viele der darin besprochenen Begebenheiten sind mir auch über Jahre in Erinnerung geblieben. So auch dieses Zeugnis über Rowland Hill, wie er einem Schlendrian das Beten beigebracht hat: Ich möchte ausführlich zitieren (S43-45)&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/rowland-hill-lehrt-das-beten/16318">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/rowland-hill-lehrt-das-beten/16318">Rowland Hill lehrt das Beten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Werk <a href="https://www.grace-ebooks.com/library/Charles%20Spurgeon/CHS_Eccentric%20Preachers.PDF">&#8222;Eccentric Preachers&#8220;</a> ist sicherlich eines der unbekanntesten von Spurgeon. Aber viele der darin besprochenen Begebenheiten sind mir auch über Jahre in Erinnerung geblieben. So auch dieses Zeugnis über Rowland Hill, wie er einem Schlendrian das Beten beigebracht hat:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte ausführlich zitieren (S43-45) und habe für die Übersetzung auf Chat-GPT zurückgegriffen. (Übrigens habe ich schon einmal über das Buch gesprochen. Dort berichtet Spurgeon über <a href="https://www.glaubend.de/spurgeon-ueber-exzentrizitaet-von-predigern/">sein &#8222;Bart-Erlebnis&#8220;</a>): </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Lassen Sie mich Ihnen ein oder zwei Beispiele geben, und das erste stammt aus Mr. Grants Aufzeichnen über Rowland Hill in „The Metropolitan Pulpit“. Es wird in einem etwas wortreichen Stil erzählt, aber die Abwechslung von meiner eher abrupten Art könnte eine Erleichterung sein:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine fromme Frau, ein Mitglied der Surrey Chapel, war mit einem Ehemann verheiratet, der, obwohl er freundlich zu ihr war, keinen Sinn für Religion hatte, aber es liebte, die Stunden mit Biertrinken zu verbringen, die sie beim Hören des Evangeliums verbrachte. Es geschah, dass das Paar aufgrund einer geschäftlichen Enttäuschung ihre Miete an einem bestimmten Quartalstag nicht bezahlen konnte. Die Folge war, dass eine Pfändung auf ihr Mobiliar gelegt wurde und eine Partei damit beauftragt wurde, wie es im Fachjargon heißt, ‚Besitz zu ergreifen‘. Nachdem sie jeden erdenklichen Plan durchdacht hatten, um sich aus den Schwierigkeiten zu befreien, in denen sie sich befanden, standen sie kurz davor zu verzweifeln, als der Ehefrau die Idee kam, die Umstände Mr. Hill vorzutragen. Sie begab sich sofort zu seinem Haus, erhielt sofort Zugang zu ihm und machte mit nicht geringer Zittern eine kurze und einfache Darstellung der Situation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Wie viel würden Sie benötigen, um Ihre Möbel zu retten und die Person loszuwerden, die im Besitz ist?‘ fragte Mr. Hill.</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Achtzehn Pfund, Sir, wären völlig ausreichend für diesen Zweck‘, antwortete die arme Frau mit klopfendem Herzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Ich werde Ihnen ein Darlehen von zwanzig Pfund geben, und Sie können es mir zurückzahlen, wann es Ihnen passt. Schicken Sie Ihren Mann zu mir, sobald Sie nach Hause kommen, und ich werde zwei Zehn-Pfund-Scheine bereit haben, wenn er ankommt. Ich möchte die Scheine lieber ihm als Ihnen geben.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mrs. D___ verließ Mr. Hills Haus und eilte mit leichten Schritten, aber mit noch leichterem Herzen nach Hause. Nachdem sie ihrem Mann mitgeteilt hatte, was zwischen ihr und ihrem Pfarrer passiert war, ist es unnötig zu sagen, dass er keine Zeit verlor, sich auf den Weg zu Mr. Hills Haus zu machen. Dieser empfing ihn mit viel Freundlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Und so‘, sagte er, ‚sind Sie so unglücklich, dass jemand im Besitz ist.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Leider ja, Sir.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Und zwanzig Pfund reichen aus, um ihn loszuwerden und Ihnen Ihre Möbel zurückzugeben?‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Ja, Sir.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Nun, dann‘, sagte Mr. Hill und wies auf den Tisch, ‚da sind zwei Zehn-Pfund-Scheine für Sie, die Sie zurückzahlen können, wenn Sie in der Lage sind. Nehmen Sie sie.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere trat an den Tisch, nahm die Scheine und war dabei, sie zusammenzufalten, während er Mr. Hill herzlich für die Freundlichkeit dankte und die Hoffnung äußerte, dass er den Betrag bald zurückzahlen könne, als der Reverend plötzlich ausrief: ‚Warten Sie einen Moment! Legen Sie die Scheine wieder hin, bis ich einen Segen darüber gesprochen habe.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere tat, wie ihm geheißen wurde, woraufhin Mr. Hill, beide Arme ausstreckend, ein kurzes Gebet sprach: ‚O Herr, der du der Urheber aller Barmherzigkeit und der Geber jeder guten und vollkommenen Gabe bist, sei gnädig und segne die Summe Geldes, die diesem Mann gegeben wird, damit sie zu seinem jetzigen und ewigen Wohl beiträgt. Um Jesu Christi willen.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Nun, Sir‘, sagte Rowland Hill, als er sein kurzes Gebet beendet hatte, ‚nun, Sir, können Sie das Geld nehmen.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere nahm zum zweiten Mal die beiden Zehn-Pfund-Scheine und war dabei, sie wie zuvor zusammenzufalten, als Mr. Hill ihn daran erinnerte, dass er etwas vergessen hatte. Man kann sich leicht vorstellen, dass er inzwischen ziemlich verwirrt war. Seine Verwirrung wuchs hundertfach, als Mr. Hill bemerkte: ‚Aber, mein Freund, Sie haben selbst noch nicht um einen Segen für das Geld gebeten. Sie sollten es jetzt tun.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Sir‘, stotterte der andere und konnte sich kaum auf den Beinen halten, ‚Sir, ich kann nicht beten. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie gebetet.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Sie haben umso mehr Grund, jetzt damit anzufangen‘, bemerkte der Reverend in seiner gewohnt kühlen, aber tadelnden Weise.</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Ich kann nicht, Sir; ich weiß nicht, was ich sagen soll.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Versuchen Sie es, danken Sie Gott und bitten Sie um seinen Segen, so kurz Ihr Gebet auch sein mag.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Ich kann nicht, Sir; ich kann keinen einzigen Satz sagen.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">‚Dann können Sie das Geld nicht haben. Ich werde einem Mann ohne Gebet keine zwanzig Pfund leihen.‘</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der andere zögerte einen Moment, dann sagte er mit geschlossenen Augen und erhobenen Händen mit großer Ernsthaftigkeit<em><strong>: ‚O Herr, was soll ich dir und Mr. Hill an dieser Stelle sagen?‘</strong></em> Er wollte einen weiteren Satz beginnen, als der Reverend ihn unterbrach und bemerkte: <em>‚Das reicht für den Anfang. Es ist ein sehr gutes erstes Gebet, denn es kommt von Herzen. Nehmen Sie das Geld, und möge Gottes Segen damit einhergehen.‘ </em>Während er sprach, nahm Mr. Hill die beiden Zehn-Pfund-Scheine auf, reichte sie dem halb verwirrten Mann, schüttelte ihm herzlich die Hand und wünschte ihm einen guten Morgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bleibt nur noch zu erwähnen, dass nicht nur Mann und Frau in weltlichen Dingen erfolgreich wurden, sondern dass das Ereignis einen so tiefen Eindruck im Geist des Ehemannes hinterließ, dass es schließlich zu seiner Bekehrung zu Gott führte.“</p>
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		<title>Morgen-, Abend- und Tischgebete aus Luthers kleinem Katechismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 19:36:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwachen]]></category>
		<category><![CDATA[Dankgebet]]></category>
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		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Vorbereitung zu einem Vortrag über Martin Luthers Leben und Werk bin ich auch auf manch ein Kuriosum gestoßen, z.B. diese Gebete aus dem Kleinen Katechismus: Wie ein Hausvater sein Gesinde soll lehren morgens und abends sich segnen. Der Morgensegen  Des Morgens, so du&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475">Morgen-, Abend- und Tischgebete aus Luthers kleinem Katechismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Während der Vorbereitung zu einem Vortrag über Martin Luthers Leben und Werk bin ich auch auf manch ein Kuriosum gestoßen, z.B. diese Gebete aus dem Kleinen Katechismus:</p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ein Hausvater sein Gesinde soll lehren morgens und abends sich segnen.</h2>



<h4 class="wp-block-heading">Der Morgensegen</h4>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>D</strong>es Morgens, so du aus dem Bette fährst, sollt du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: <em>&#8222;Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Darauf knieend oder stehend den <strong>Glauben</strong> und <strong>Vater unser.</strong> Willst du, so magst du dies <em>Gebetlein</em> dazu sprechen: <em>&#8222;Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch JEsum Christum, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Fahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Uebel, daß Dir alle mein Thun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, mein Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Und alsdann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen, oder die zehen Gebot oder was dein Andacht gibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Abendsegen</h4>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>D</strong>es Abends, wenn du zu Bette gehst, sollt du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen. Darauf knieend oder stehend den Glauben und Vater unser. Willtu, so magst du dies Gebetlein dazu sprechen: <em>&#8222;Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch JEsum Christum, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, – und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, mein Leib und Seel und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Und alsdann flugs und fröhlich geschlafen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ein Hausvater sein Gesinde soll lehren das Segensgebet und das Dankgebet zu sprechen.</h2>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>D</strong>ie Kinder und Gesinde sollen mit gefalteten Händen und züchtig vor den Tisch treten und sprechen: &#8222;<em>Aller Augen warten auf Dich, HErr, und Du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust Deine milde Hand auf und sättigest alles, was lebt, mit Wohlgefallen.</em>&#8222;(Erklärung: Wohlgefallen heißt, dass alle Tiere so viel zu essen kriegen, dass sie fröhlich und guter Ding darüber sind; denn Sorgen und Geiz hindern solch Wohlgefallen.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darnach das <strong>Vater unser</strong> und dies folgende <em>Gebet</em>: <em>&#8222;HErr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese Deine Gaben, die wir von Deiner milden Güte zu uns nehmen, durch JEsum Christum, unsern Herrn! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Also auch nach dem Essen sollen sie gleicher Weise tun, züchtig und mit gefalteten Händen sprechen: &#8222;<em>Danket dem HErrn, denn Er ist freundlich und Seine Güte währet ewiglich, der allem Fleische Speise gibt, der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die Ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an jemandes Beinen. Der Herr hat Gefallen an denen, die Ihn fürchten und auf Seine Güte warten</em>.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Darnach das <em>Vaterunser</em> und dies folgende <em>Gebet</em>: <em>&#8222;Wir danken Dir, HErr Gott Vater, durch JEsum Christum, unsern HErrn, für alle Deine Wolthat, der Du lebst und regierest in Ewigkeit! Amen.&#8220;</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475">Morgen-, Abend- und Tischgebete aus Luthers kleinem Katechismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ein Zitat aus &#8222;Der verborgene Umgang mit Gott&#8220; von Jakob Kroeker Denn Gemeinschaft mit Gott ist unabhängig von jedem Gericht und jeder Prüfung.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2021 09:51:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Der verborgene Umgang mit Gott]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Jakob Kroeker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Jakob Kroekers neu aufgelegtem und sehr lesenswertem Buch &#8222;Der verborgene Umgang mit Gott&#8220; (gegenwärtig reduziert erhältlich) habe ich dieses Zitat gefunden. Er bespricht hierbei 1. Mo 6,16 und überlegt sich dabei, wie es wohl für Noah aussah, nur einen Blick nach oben zu haben.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-zitat-aus-der-verborgene-umgang-mit-gott-von-jakob-kroeker-fertig/14603">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-zitat-aus-der-verborgene-umgang-mit-gott-von-jakob-kroeker-fertig/14603">Ein Zitat aus &#8222;Der verborgene Umgang mit Gott&#8220; von Jakob Kroeker &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Denn Gemeinschaft mit Gott ist unabhängig von jedem Gericht und jeder Prüfung.&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" src="https://www.friedensstimme.com/media/image/b2/fe/a1/Der-verborgene-Umgang-mit-Gott_os_600x600.jpg" alt="Der verborgene Umgang mit Gott" width="214" height="378" />In Jakob Kroekers neu aufgelegtem und sehr lesenswertem Buch &#8222;Der verborgene Umgang mit Gott&#8220; (<a href="https://www.friedensstimme.com/angebote/128/der-verborgene-umgang-mit-gott">gegenwärtig reduziert erhältlich</a>) habe ich dieses Zitat gefunden. Er bespricht hierbei 1. Mo 6,16 und überlegt sich dabei, wie es wohl für Noah aussah, nur einen Blick nach oben zu haben. Mitten in seiner Zwangsquarantäne hatte Noah Gemeinschaft mit Gott:</p>
<p><em>&#8222;So groß und köstlich es aber auch war, dass Noah mit seiner Familie zusammen durch die Nöte seiner Zeit hindurchgerettet werden sollte, so bedeutete die Gemeinschaft mit Gott für ihn jedoch noch weit mehr. Wurde ihm durch die hereinbrechende Flut auch vieles genommen, brach auch alles unter den Stürmen und Gerichtswogen der Zeit zusammen, wurde er auch für Wochen und Monate in seiner Freiheit und Bewegung auf seine Arche beschränkt -die Gemeinschaft mit Gott konnte ihm durch kein Gericht über das für den Untergang ausgereifte Leben genommen werden.</em></p>
<p><em>Denn Gemeinschaft mit Gott ist unabhängig von jedem Gericht und jeder Prüfung. Mag auch Bestehendes wanken, die Werte entwertet und die zartesten Bande der Liebe zerrissen werden, nichts vermag die Fenster nach oben zuschließen und dem Menschen des Glaubens, wie Noah einer war, den Umgang mit Gott zu nehmen.&#8220;</em><span id="more-14603"></span></p>
<p>Insgesamt überzeugt Kroeker durch eine gute Exegese alttestamentlicher Texte, die er als Beispiele der Realität sieht, die wir heute als Christen erleben dürfen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-zitat-aus-der-verborgene-umgang-mit-gott-von-jakob-kroeker-fertig/14603">Ein Zitat aus &#8222;Der verborgene Umgang mit Gott&#8220; von Jakob Kroeker &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Denn Gemeinschaft mit Gott ist unabhängig von jedem Gericht und jeder Prüfung.&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Das Gebet eines Arminianers polemische Apologetik von C.H. Spurgeon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2021 09:17:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[C.H. Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[Calvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Errettung]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-gebet-eines-arminianers/14447">Das Gebet eines Arminianers &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;polemische Apologetik von C.H. Spurgeon&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www-images.christianitytoday.com/images/67450.jpg?w=600" /></p>
<p>In seiner Predigt <a href="https://www.spurgeon.org/resource-library/sermons/free-will-a-slave/#flipbook/">&#8222;Free Will &#8211; a slave&#8220;</a> denkt Spurgeon darüber nach, wie wohl ein arminianisches Gebet klingen würde:</p>
<p><em>&#8222;Ihr habt bestimmt schon viele arminianische Predigten gehört, aber ihr habt noch nie <strong>ein arminianisches Gebet</strong> gehört &#8211; denn im Gebet sind die Heiligen eins in Wort, Tat und Geist.</em><br /><em>Ein Arminianer würde auf den Knien verzweifelt beten wie ein Calvinist. Er kann nicht über den freien Willen beten: das ist schlichtweg unmöglich. Stellt euch vor, er würde beten:</em></p>
<p><em>&#8222;Herr, ich danke dir, dass ich nicht wie diese armen, anmaßenden Calvinisten bin. Herr, ich wurde mit einem herrlichen freien Willen geboren; ich wurde mit einer Kraft geboren, durch die ich mich dir von selbst zuwenden kann; ich habe meine <strong>Gnade verbessert</strong>. Wenn jeder mit seiner Gnade dasselbe getan hätte wie ich, wären sie alle gerettet worden. Herr, ich weiß, du machst uns nicht willig, wenn wir nicht selbst willig sind. Du gibst jedem Menschen Gnade; manche verbessern sie nicht, aber ich schon. Es gibt viele, die in die Hölle gehen werden, die genauso mit dem Blut Christi erkauft wurden wie ich; sie hatten genauso viel vom Heiligen Geist, der ihnen gegeben wurde; sie hatten eine genauso gute Chance und waren genauso gesegnet wie ich. Es war nicht deine Gnade, die uns unterschiedlich gemacht hat; ich weiß, dass sie sehr viel getan hat, dennoch habe ich den Knopf gedrückt; ich habe das genutzt, was mir gegeben wurde, und andere nicht &#8211; das ist der Unterschied zwischen mir und ihnen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8211; Das ist ein Gebet für den Teufel, denn niemand sonst würde ein solches Gebet sprechen.&#8220;</em> (eigene Übersetzung)</p>
<p>Damit fällt Spurgeon einen Punkt, den Herman Bavinck im ersten Band seiner Reformed Dogmatics ähnlich sieht. Er schreibt dort (S377): <em>„Es ist unbestrittenes Zeugnis aller religiöser Erfahrung von Christen, dass das Heil, sowohl in einem objektiven, wie subjektiven Sinn, einzig das Werk Gottes ist. Somit mag eine Person in Theorie ein Pelagianer sein, in der Praxis des christlichen Lebens, vor allem im Gebet ist jeder Christ ein Augustinianer. Denn hier ist alle Selbstverherrlichung ausgeschlossen, und nur Gott allein bekommt die Ehre….“</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-gebet-eines-arminianers/14447">Das Gebet eines Arminianers &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;polemische Apologetik von C.H. Spurgeon&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bis zum Bodensatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 14:36:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Kettling]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Siegfried Kettling bin ich durch Viktor von Christusallein.com gestoßen. Kettling, lutherischer Theologe, besitzt eine ungewöhnliche Ausdrucksweise, wahrscheinlich wohl etwas, das Lutheraner häufig auszeichnet. Hilfreich empfand ich seine Ausführungen zum Beten. Es ist ein größerer Abschnitt, denn ich unverändert wiedergeben möchte. Gefunden in: &#8222;Und der&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/bis-zum-bodensatz/14237">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/bis-zum-bodensatz/14237">Bis zum Bodensatz</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Siegfried Kettling bin ich durch <a href="https://christusallein.com/2020/02/26/drei-autoren-die-mich-besonders-praegten/">Viktor von Christusallein.com</a> gestoßen. Kettling, lutherischer Theologe, besitzt eine ungewöhnliche Ausdrucksweise, wahrscheinlich wohl etwas, das Lutheraner häufig auszeichnet. Hilfreich empfand ich seine Ausführungen zum Beten. Es ist ein größerer Abschnitt, denn ich unverändert wiedergeben möchte. <a href="https://www.amazon.de/sagte-ja-Siegfried-Kettling/dp/3775104798">Gefunden in: &#8222;Und der sagte ja&#8220;, ein nur noch antiquarisch erhältliches Werk</a>:</p>
<p>Kürzlich habe ich ein Gebet gelesen. Es lautete etwa so: &#8220; Gott, ich will dir sagen, wer du bist und wie du dich mir gegenüber benommen hast. Ich sage es dir mitten ins Gesicht, nehme kein Blatt vor den Mund. Mit glatten Worten bist du auf mich zugekommen wie ein junger Mann, der schön tut, wenn er ein ahnungsloses Mädchen beschwatzen will. Schließlich habe ich mich betören lassen, bin mir dir gegangen. Übel hast du mein Vertrauen missbraucht, mich brutal vergewaltigt und anschließend sitzengelassen. Nun stehen die Leute ringsum, halten sich den Bauch vor Lachen: &#8222;Schön dumm von Dir, auf den reinzufallen.&#8220; Gott, ich sage es dir ins Gesicht &#8211; ein Verführer bist du!&#8220;</p>
<p>Ist das &#8211; ein Gebet? Nicht eher eine Gotteslästerung?`Sollten wir nicht nach der Polizei rufen? glücklicherweise ist Blasphemie strafbar. Welcher Lump redet so von Gott, und wer wagt so etwas abzudrucken?<span id="more-14237"></span></p>
<p>Doch nun das Schockierende: Dies Gebet steht in der Bibel, und derjenige, der hier so schreit, ist einer der &#8222;Großen&#8220; im Alten Testament, der Prophet Jeremia. Im Luthertext klingts allerdings harmloser (&#8222;Herr, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.&#8220; Jer. 20,7).</p>
<p>Manchmal wird die erste Vershälfte sogar benutzt zur Aussendung eines Missionars oder zur Ordination eines Pastors. Doch was Jeremia meint, ist deutlich &#8222;Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin&#8220;, gellt es uns in den Ohren (Jer. 20,14). Der Prophet ist grenzenlos enttäuscht: Frohe Botschaft möchte er ausrichten. Worte sagen, die man gerne hört. Aber Gott nötigt ihn, stets &#8222;Wehe!&#8220;! zu rufen. &#8222;Es ist kein Frieden!&#8220; &#8222;Grauen ringsum.&#8220; Den will niemand hören, dafür gibts keinen Applaus, nur spöttisches Gelächter, zornige Worte, brutale Folterung (Jer. 20,1ff). &#8222;Gott&#8220;, schreit der verzweifelte Gottesmann, &#8222;ein Verführer bist du!&#8220;</p>
<h3>&#8222;Fromme&#8220; Karnevalsmasken</h3>
<p>Mit Recht sind wir erschrocken: Darf man denn so beten? Der dänische Christ Sören Kierkegaard sagte einmal: Nirgendwo wird so deutlich, wie weit wir unter dem Niveau der biblischen Beter stehen, als daran, dass wir so nicht zu beten wagen &#8211; nicht so wie Jakob, der mit Gott einen Zweikampf riskiert (1. Mo 32,23ff), nicht so wie HIob (Hi 3), nicht so wie die Psalmbeter (Ps 73). Wohltemperiert sind unsere Gebete, oft voller Phrasen, ster4il, ohne Herzblut. Zu beten wie Jeremia &#8211; wer wollte das riskieren! Wohl möchten wir oft schreien &#8222;Gott, warum?&#8220;, aber da fällt uns ein: Wir sollten doch stets &#8222;wozu&#8220; fragen. Dann schluckens wir´s runter und beten &#8222;anständig&#8220;.</p>
<p>Doch dieses Herunterschlucken kann tödlich sein. es frisst in uns weiter wie Salzsäure, zersetzt allen Glauben, spaltet unser Bewusstsein. &#8222;Gott sitzt im Regiment und führet alles wohl&#8220;, singen wir zur Orgelbegleitung, aber heimlich flüstert&#8217;s: &#8222;Bei mir hat er alles falsch gemacht.&#8220;  &#8211; &#8222;Herr, dein Wille geschehe&#8220;, beten wir mit der Gemeinde, doch unhörbar knirschen wir mit den Zähnen. Da setzen wir das strahlende Christenlächeln auf (man erwartet von uns &#8222;erlöster müßten die Christen aussehen&#8230;&#8220;), doch es ist nur eine &#8222;fromme&#8220; Karnevalsmaske. Da entstehen &#8222;ekklesiogene Neurosen&#8220;, eine innere Blutvergiftung beginnt.</p>
<h3>Anders als Choräle</h3>
<p>Doch Gott will das nicht. Auf keinen Fall! In Jes. 43,26 spricht Gott eine seltsame Aufforderung aus (ich übersetze frei): &#8222;Bitte erstatte Anklage gegen mich. Bring ans Licht der Öffentlichkeit, was du gegen mich hast. Und vergiss ja keines deiner Argumente, damit du den Prozess gewinnst.&#8220; Das ist nicht ironisch gemeint. Gott liegt alles daran, dass es ehrlich zugeht zwischen ihm und uns. Was für ein seltsamer Gott! Er schreit nicht autoritär: &#8222;Halts Maul! Wie kannst du es wagen?&#8220; Er bittet geradezu: &#8222;Nur Mut, heraus mit der Sprache.&#8220; Da darf man sich Luft machen, das Herz ausschütten &#8211; mit dem scharfen, bitteren Bodensatz darin.</p>
<p>Das ist meine große Chance: Vor Gott darf ich ganz ich selbst sein &#8211; ohne fromme Maskerade. Alles soll heraus: Enttäuschung, Zweifel, Wut! Da kann es Gebete geben, die wie Gotteslästerung klingen. Aber, sagt Luther, sie sind Gott angenehmer als mancher schöne Choral. Alles soll heraus.</p>
<p>Auch die vitalen Argumente des Atheismus, die wir in uns verdrängt haben (Gott, wo bist du eigentlich? Zeig dich doch! &#8211; Gott, wie kannst du das zulasssen?). Aber entscheidend ist: Dieses &#8222;Ausspucken&#8220; muss vor Gott geschehen. Ein Gebet soll daraus werden. Mit Anrede: &#8222;Gott, du&#8230;&#8220; Entscheidend ist, dass wir uns an Gott festklammern wie Jakob im Zweikampf: &#8222;Ich lasse dich nicht&#8230;&#8220;</p>
<h3>Frei von Streßparolen</h3>
<p>Wer die Chance nutzt, vor Gott ganz ehrlich zu sein, der darf mithelfen, dass sich das Klima unter Christen erneuert, dass die Wahrheit einzieht wie Sauerstoff. Eine Studentin sagte kürzlich: &#8222;In unserem Kreis sind wir nicht ehrlich miteinander&#8220; (Der Kreis bestand aus überzeugten jungen Christen!.) Wir haben ein bestimmtes Standardmodell: So muss ein Christ aussehen. Ein bestimmtes Niveau muss gehalten werden. Stets ist ein &#8222;Hoch&#8220; vorgeschrieben, ein &#8222;tief ist nicht erlaubt&#8220;. &#8222;Ich habe Friede, Freude, Liebe in meinem Herzen&#8230; joy, joy, joy&#8230;&#8220; Und wenn&#8217;s bei mir anders aussieht, dann spiele ich Operette: &#8222;&#8230; wies da drin aussieht, geht niemand was an.&#8220; Wenigstens die Fassade muss stehen. Wenn ich unter Niveau bin, bin ich bei den anderen unten durch. Als Christ kann ich es mir vor den Mitchristen nicht leisten, schlapp zu machen. Also singe ich lauthals: &#8222;&#8230;.joy, joy, joy in my heart.&#8220; So können  Christen sich wechselseitig zur Heuchelei vergewaltigen. D. Bonhoeffer sagt: &#8222;Es fällt uns schwer, voreinander Ernst damit zu machen, dass die Gemeinde der Heiligen eine Gemeinde von Sündern ist.&#8220;</p>
<p>Wer vor Gott im Gebet ganz wahr wird, der kann in seiner Gruppe mithelfen zur Entkrampfung und zur Entgiftung. Da muss nicht mehr die Streßparole gelten: &#8222;Seid gefälligst high!&#8220;, da wird die nüchterne Hilfestellung des Paulus geübt: &#8222;Einer trage des anderen Last&#8220; (Gal. 6,2). Dass jeder eine zu tragen hat, setzt Paulus voraus!</p>
<h3>Mit der Bibel beten.</h3>
<p>Eine Christin, die psychisch erkrankte (es soll tatsächlich Christen geben, die in solchem Fall auf Unglauben schließen!!) und häufig von Selbstmordgedanken überfallen wurde, erzählte nach ihrer Genesung: &#8222;In den ganz dunklen Augenblicken haben mir die Psalmen am meisten geholfen&#8220; &#8211; . Gewiss, Jeremias Verzweiflungsschrei ist nicht einfach die Regel. Und in der Bibel stehen gewiss &#8222;schönere&#8220; Gebete: Lob, Jubel, Anbetung. Und gewiss will Gott uns immer wieder zu Freude und Dank befreien. Aber dazu gehört, dass wir vor Gott auch klagen, weinen, schreien können, dass wir vor Gott und voreinander aufhören, Komödianten zu sein. Vor Gott &#8211; das ist der einzige Ort, wo ich ganz wahr sein kann, ganz ich selbst. Denn Gott kennt mich ohnehin &#8211; bis in die Abgründe meines Unbewussten. Und so wie er mich kennt, hat er mich lieb und ist mir gut. Das hat er durch Jesus bewiesen.</p>
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		<title>&#8222;Lasset eure Bitte im Gebet vor Gott kundwerden&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2020 08:01:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Christoph Blumhardt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meiner Bibliothek findet sich schon länger ein Band mit dem Titel &#8222;Seelsorge&#8220; vom bekannten Liederdichter und Pfarrer der württembergischen Erweckungsbewegung Johann Christoph Blumhardt. Tatsächlich habe ich mich bisher gescheut zu diesem Band zu greifen, weil ich eine &#8222;inflationäre Verwendung schönfärberischer Adjektive&#8220;, Sentimentale Nostalgie oder&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/lasset-eure-bitte-im-gebet-vor-gott-kundwerden/14133">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In meiner Bibliothek findet sich schon länger ein Band mit dem Titel &#8222;Seelsorge&#8220; vom bekannten Liederdichter und Pfarrer der württembergischen Erweckungsbewegung Johann Christoph Blumhardt. Tatsächlich habe ich mich bisher gescheut zu diesem Band zu greifen, weil ich eine &#8222;inflationäre Verwendung schönfärberischer Adjektive&#8220;, Sentimentale Nostalgie oder überschwengliche Begeisterung fürchtete. Aber Blumhardt redet Klartext, ist super verständlich und behält doch eine gewisse Poesie in seinem Schreibstil bei. Ein Auszug aus vielen sehr guten Gedanken zum Thema Gebet:</p>
<blockquote><p><img decoding="async" class="alignright" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Johann_Christoph_Blumhardt.jpg" width="243" height="333" />&#8222;Nun heißt es aber weiter: Lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden. Das ist ein schönes Wort. Es gibt oft Leute, die beten so, als ob der liebe Gott doch nichts nach ihnen frage und sie im Stich ließe, daher mögen sie keine besonderen Bitten mehr aussprechen und noch viel weniger eine Danksagung kundwerden lassen. Das ist aber eine böse Sache, wenn der Herr nie hören darf, Er habe einem auch schon viel Gutes getan und wunderbar geholfen. Wenn die Wohltaten Gottes übersehen werden vor lauter Bitten und Seufzen und Schreien, so gefällt das dem Heiland nicht<em>. Es ist gerade so, wie wenn jemand, dem ich schon oft geholfen habe, mich immer wieder so verzweifelt anbettelt, als hätte ich ihm noch nie etwas Gutes getan; das tut einem weh;</em> und so dürfen wir uns auch wohl dessen dankbar erinnern, was der Herr uns schon Gutes getan hat. Unter dem Danken wird es einem leicht, unter dem Danken kann man erst recht bitten. Es gibt einfältige Leute, besonders Kinder, an denen kann man viel lernen, wie man bitten und wie man danken soll. Wenn die kleinen Kinder beten, da können sie im Augenblick, wo sie anfangen, schon denken, der Heiland sie, da, und wenn sie Ihm sagen: Bitte, tue das! so wisse Er es jetzt und habe es gehört und sind glückselig. <em>Ein Kind kann sich auch etwas abschlagen lassen und kommt das nächste Mal doch wieder zum Vater und bittet und erwartet etwas vom Vater.</em> Aber die großen Leute, die tun immer, als wenn der liebe Gott doch nicht hörte, sie glauben nicht, und darum kommt es auch nie zu einer Danksagung. Warum? Sie stellen sich beim Beten nicht vor Gottes Angesicht; der Heiland ist ihnen nicht klar vor Augen, sonst müßten sie schon nach dem ersten Sätzchen, nach der ersten Bite sich beruhigt fühlen, im Gedanken: ich habe mein Angeliegen jetzt an den rechten Ort gelegt, jetzt wird der Heiland die Sache in die Hand nehmen und für mich sorgen.&#8220;</p>
<hr />
<p>Aus<a href="https://amzn.to/38ZuihJ"> J.C. Blumhardt, Seelsorge.</a></p></blockquote>
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		<title>&#8222;Deshalb könnt ihr kühn zum Vater treten und getrost bitten&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/deshalb-koennt-ihr-kuehn-zum-vater-treten-und-getrost-bitten/13893</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 10:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Es gibt außerdem noch einiges andere, das anscheinend zu den Sakramenten gerechnet werden könnte, nämlich all das, dem eine Verheißung Gottes zuteil geworden ist: dazu gehören das Gebet, das Wort, das Kreuz. Denn Christus hat den Betenden an vielen Stellen (der Schrift) Erhörung zugesagt, besonders&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/deshalb-koennt-ihr-kuehn-zum-vater-treten-und-getrost-bitten/13893">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://internetmonk.com/wp-content/uploads/martin_luther_praying_before_meal1.jpg" />&#8222;Es gibt außerdem noch einiges andere, das anscheinend zu den Sakramenten gerechnet werden könnte, nämlich all das, dem eine Verheißung Gottes zuteil geworden ist: dazu gehören das Gebet, das Wort, das Kreuz. Denn Christus hat den Betenden an vielen Stellen (der Schrift) Erhörung zugesagt, besonders Luk. 11, 5 ff., wo er uns mit vielen Gleichnissen zum Beten einlädt.&#8220;</em>(Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche 1520).</p>
<p><strong>Warum</strong> sollen wir beten? Weil Gott es befohlen hat. So führt es Luther in seinem großen Katechismus in der Besprechung des Vater Unsers aus:</p>
<p><em>&#8222;Darum bitten wir und vermahnen aufs fleißigste jedermann, daß man solches zu Herzen nehme und auf keine Weise unsere Gebete verachte. Denn man hat bisher ins Teufels Namen so gelehret, daß niemand solches geachtet und gemeinet hat, es wäre genug, daß das Werk getan wäre, Gott erhörets oder höret es nicht. Das heißt das Gebet auf gut Glück versucht und ins Blaue hinein gemurret; darum ist es ein verlorenes Gebet. Denn wir lassen uns durch solche Gedanken beirren und abschrecken: ich bin nicht heilig noch würdig genug; wenn ich so fromm und heilig wäre wie Petrus oder Paulus, so wollte ich beten. Aber nur weit hinweg mit solchen Gedanken, denn eben das Gebot, das Paulus getroffen hat, das trifft mich auch, und um meinetwillen ist ebensowohl das zweite Gebot gegeben wie um seinetwillen, daß er kein besseres noch heiligeres Gebot zu rühmen hat. Darum sollst Du so sagen: mein Gebet, das ich tue, ist eben so köstlich, heilig und Gott gefällig wie das des Paulus und der Allerheiligsten. – Grund: ich will ihn gern der Person halber heiliger sein lassen, aber des Gebotes halber nicht, weil Gott das Gebet nicht der Person halber ansiehet, sondern seines Worts und Gehorsams halber.&#8220;</em> (Der Große Katechismus, 1529)</p>
<p>Auf die Frage <strong>wie</strong> wir beten sollen geht Luther in der &#8222;Deutschen Auslegung des Vaterunsers für die einfältigen Laien (1519)&#8220; ein:<span id="more-13893"></span></p>
<p><em>&#8222;Die Weise ist die: daß man wenig Worte mache, aber viel und tiefe Absicht oder Besinnung (damit verbinde). Je weniger Worte, desto besseres Gebet; je mehr Worte, desto schlechteres Gebet: wenig Worte und viel Sinn ist christlich, viele Worte und wenig Sinn ist heidnisch. Darum sagt er: ihr sollt nicht wie die Heiden viel reden, wenn ihr betet. Ebenso sprach er Joh. 4, 24 zu dem heidnischen Weiblein: »Wer Gott anbeten will, der muß in dem Geist und in der Wahrheit anbeten«. Denn solche Anbeter suchet der Vater. Nun, »in dem Geist beten« oder »geistlich beten«, ist so im Gegensatz zu dem leiblichen Gebet genannt, und »in der Wahrheit beten« im Gegensatz zu dem scheinbaren Gebet genannt. Denn das scheinbare und leibliche Gebet ist das äußerliche Murmeln und Plappern mit dem Munde ohne alle Aufmerksamkeit. Denn das scheinet vor den Leuten (etwas) und geschieht mit dem leiblichen Munde und nicht wahrhaftig.&#8220;</em> (Martin Luther: Deutsche Auslegung des Vaterunsers für die einfältigen Laien (1519))</p>
<p>Überhaupt ist das Thema Gebet für Luther so wichtig, dass er seinem Barbier das Werk <a href="https://www.nimm-lies.de/luther-eine-einfaeltige-weise-zu-beten-fuer-einen-guten-freund/11941"><em>&#8222;Eine einfältige Weise zu beten&#8220;</em></a> widmet. In diesem kleinen Buch erklärt er, wie er vorgeht, wenn er keine Lust zum Gebet hat:</p>
<div><em>&#8222;Erstens, wenn ich fühle, daß ich durch fremde Geschäfte oder Gedanken kalt und unlustig zu beten geworden bin, wie denn das Fleisch und der Teufel allezeit das Gebet wehren und hindern, so nehme ich mein Psälterlein, laufe in die Kammer, oder, wenn es der Tag und die Zeit ist, in die Kirche zur Gemeinde und fange an, die zehn Gebote, das Glaubensbekenntnis und, je nachdem ich Zeit habe, etliche Sprüche, des Paulus oder (der) Psalmen mündlich für mich selbst zu sprechen, ganz wie es die Kinder tun.&#8220;</em> (Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund (1535))</div>
<div></div>
<p>Aus dieser Selbsterkenntnis heraus ergibt sich die Wahl der Gegenmaßnahmen:</p>
<p><em>&#8222;Darum ists gut, daß man frühmorgens das Gebet das erste und des Abends das letzte Werk sein lasse, und sich mit Fleiß vor diesen falschen, betrügerischen Gedanken hüte, die da sagen: Warte ein wenig, in einer Stunde will ich beten, ich muß dies oder das zuvor fertig machen. Denn mit solchen Gedanken kommt man vom Gebet in die Geschäfte, die halten und umfangen einen dann, daß aus dem Gebet den Tag über nichts wird.&#8220; (ebd.)</em></p>
<p>Ausgehend von diesem Beten anhand des Bibeltextes ergibt sich ein &#8222;vierfaches Kränzlein&#8220;: <em>&#8222;Ich nehme nämlich ein jegliches Gebot an zum ersten als eine Lehre, wie es das ja wirklich an sich ist, und bedenke, was unser Herr Gott darin so ernstlich von mir fordert. Zum zweiten mache ich eine Danksagung draus, zum dritten eine Beichte, zum vierten ein Gebet&#8220;</em> Im Gebet entsteht also die Veränderung des Herzens, denn plötzlich ist unser kaltes Herz aufgewärmt: <em>&#8222;Wer geübt ist, kann hier wohl an einem Tag die Zehn Gebote, am anderen einen Psalm oder ein Kapitel aus der Schrift als solches Feuerzeug nehmen und in seinem Herzen damit ein Feuer anzünden.&#8220; (ebd.)</em></p>
<p>Als Martin Luther über Joh 16,23-30 gepredigt hat, besprach er das Thema Gebet auch in einer Predigt:<em> &#8222;Unser lieber Herr Jesus Christus vermahnt in diesem Evangelium herzlich zum Gebet. Denn das ist nach dem Predigtamt der höchste Gottesdienst bei den Christen, daß man bete. Solches lehrt der Herr hier seine Jünger und uns und sagt über die Maßen tröstlich, daß sie zu solchem Werk kühn und unerschrocken sein sollen. Denn, sagt er, ich brauche den Vater für euch nicht zu bitten. Ob ich schon für euch gebeten habe und noch bitte und beten werde am Kreuz und zur Rechten Gottes, da ich euch ohne Unterlaß und in Ewigkeit vertreten will, bedürft ihr doch meines Gebets für euch nicht, weil ihr den Vater selbst bitten könnt. Denn weil ihr mich liebt und an mich glaubt, so hat euch der Vater lieb und erhört euch um meinetwillen, wenn ihr selbst bittet. Deshalb könnt ihr kühn zum Vater treten und getrost bitten; ihr sollt auch nicht zweifeln, euer Gebet sei erhört.&#8220;</em></p>
<p><img decoding="async" src="https://popesprayerusa.net/wp-content/uploads/2016/07/Franz_von_Defregger_-_Grace_Before_Meal-760x595-690x540.jpg" /></p>
<p><strong>Da Gott das Gebet also so oft befiehlt, wird es auch gerne erhören.</strong> Das bestätigt Luther regelmäßig in seinen Tischreden:</p>
<p><em>&#8222;Alle, die Gott im Glauben mit Ernst von Herzen anrufen, werden erhört und empfangen, was sie begehrt haben, wenn auch nicht zur selben Stunde, Zeit, Maß oder eben das, darum sie bitten; doch kriegen sie viel ein Besseres und Herrlicheres, als sie haben hoffen dürfen. Wie Römer 8, 26 bezeugt: »Denn wir wissen nicht, was wir bitten«, sintemal wir nicht wissen, was oder wie es besser wäre. Wenn ich z.B. bete, daß Herzog Georg von Sachsen sterbe, und nicht erhört werde, daran soll ich mich nicht kehren, als sei mein Gebet vergebens und umsonst; denn es ist vielleicht besser, daß ein gottloser Fürst lebt, als wenn er gestorben, nach ihm sechs, sieben oder mehr gottlose Regenten an seiner Statt wären. Darum erhört Gott gewiß, die im Glauben bitten, obwohl nicht zur selben Stunde, noch auf die Weise und in der Sache, die sie vorschreiben; sondern wann und wie es ihm gefällt, und er weiß, daß es uns nütze ist. Deshalb sollen wir gewiß sein: Wenn es zur Heiligung seines Namens und zur Mehrung und Ehre seines Reiches, auch nach seinem Willen ist, so erhört er uns gewiß. Wenn wir aber entgegen diesen Stücken bitten, so werden wir nicht erhört, denn Gott tut nichts wider seinen Namen, Reich und Willen.&#8220;</em>(Tischrede Nr. 240)</p>
<p>Auch als Luther 1530 an seinen vierjährigen Hans einen Brief schreibt, ermahnt er diesen zum Gebet: <em>&#8222;Darum, lieber Sohn Hänschen, lerne und bete ja getrost, und sage es Lippus und Josten auch, daß sie auch lernen und beten, so werdet Ihr miteinander in den Garten kommen. Hiermit sei dem lieben Gott befohlen &#8222;</em></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://clv.de/out/pictures/generated/product/1/230_340_75/CLV_aus-der-tiefe-rufe-ich-herr-zu-dir_martin-luther_256328_1.jpg" alt="Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir " />Man kann Luthers Haltung zum Thema Gebet nicht betrachten, ohne darüber nachzudenken, wie er selbst gebetet hat. Das wird wohl am Besten<a href="https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:g:gebet_luthers_auf_dem_reichstag_zu_worms"> in seinem Gebet vor dem Bekenntnis auf dem Reichstag in Worms</a> deutlich (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4uXP_c1fM-k">als Audio hie</a>r):</p>
<p><em>&#8222;Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist&#8217;s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig, Amen. Gott helf mir, Amen.&#8220;</em></p>
<p>Weitergehende Lektüre: <a href="https://clv.de/Buecher/Andachtsbuecher/Aus-der-Tiefe-rufe-ich-HERR-zu-dir.html">Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.</a></p>
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		<title>Luther: Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 20:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Beten]]></category>
		<category><![CDATA[Eine einfältige Weise zu beten]]></category>
		<category><![CDATA[für einen guten Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Werk ist äußerst originell, schrieb doch der berühmteste Professor Europas ein Buch für seinen Barbier. An dieser Stelle möchte ich einen Ausschnitt aus einer Buchbesprechung von Pierre Bühler hinzufügen: &#8222;Meister Peter Beskendorf war Barbier und zum Teil wohl auch Arzt. Er gehörte zu den&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/luther-eine-einfaeltige-weise-zu-beten-fuer-einen-guten-freund/11941">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-12031" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-1024x683.jpg" alt="" width="840" height="560" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-1024x683.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-300x200.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-768x512.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-840x560.jpg 840w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-1200x800.jpg 1200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920-1320x880.jpg 1320w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/pray-2228585_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" />Dieses Werk ist äußerst originell, schrieb doch der berühmteste Professor Europas ein Buch für seinen Barbier. An dieser Stelle möchte ich einen Ausschnitt aus einer Buchbesprechung von Pierre Bühler hinzufügen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Meister Peter Beskendorf war Barbier und zum Teil wohl auch Arzt. Er gehörte zu den besten und ältesten Freunden Luthers und sprach gern mit diesem über theologische und religiöse Themen. Es ist anzunehmen, dass er von Luther eine Anweisung zum Beten begehrt hatte und Luther seinen Wunsch entsprach mit dieser Darlegung &#8222;einer einfachen Weise zu beten.&#8220; Die Schrift erschien erstmals 1535 in Wittenberg, aller Wahrscheinlichkeit nach in den ersten Monaten des Jahres. Auf jeden Fall wird nicht auf das Unglück Beskendorfs Bezug genommen: Er erstach am Ostersamstag 1535 &#8211; wahrscheinlich im Rausch &#8211; seinen Schwiegersohn Dietrich und wurde dann, von allen bedauert, am 30. Juli 1435 zwar begnadigt, aber des Landes verwiesen. Die einfache Weise zu beten wird am Leitfaden der Bitten des Vaterunsers und der zehn Gebote entfaltet. Noch im selben Jahr erschien eine erweiterte Ausgabe: Hinzugefügt wurde das Beten der Hauptstücke des Glaubensbekenntnisses. Diese Schrift liefert wichtige Aspekte von Luthers Auffassung des Gebets und schenkt zugleich einen Einblick in seine eigene Gebetspraxis: &#8222;&#8230; ich geb&#8217;s euch so gut, wie ich&#8217;s habe und wie ich selber mich beim Beten verhalte. Unser Herr Gott gebe es euch und jedermann, es besser zu machen.&#8220;</p></blockquote>
<p><span id="more-11941"></span>Ein sehr hilfreiches Buch, entdeckte ich in diesem Buch doch das Beten mit der Bibel. Da man nicht wissen könne, was Gott hören will, nehme man einen Text und umwickele diesen mit einem vierfachen Band: Lehre, Dank, Buße/Beichte und Bitte.</p>
<p>Dies funktioniert wunderbar mit Geboten, Psalmen, Gebeten der Bibel und Lehrtexten in der Bibel. In unserer Zeit, in der Gebet als vernachlässigbar gilt, ein äußerst lesenswertes und empfehlenswertes Buch. Zum Schluss hören wir auf Luther und seine Erklärung für &#8222;Amen&#8220;:</p>
<blockquote><p>Zuletzt merke, dass du das Amen stets stark machen und nicht zweifeln darfst, Gott höre dir gewiss zu mit aller Gnade und sage ja zu deinem Gebet. Und denke ja, dass du nicht allein da kniest und stehst, sondern dass die ganze Christenheit oder alle rechtschaffenen Christen bei dir sind und du unter ihnen in einmütigem, einträchtigem Gebet, welches Gott nicht verachten kann. Und gehe nicht weg vom Gebet, du habest denn gesagt oder gedacht: Wohlan, dies Gebet ist bei Gott erhört, dass weiß ich gewiss und fürwahr. Das heißt Amen.</p></blockquote>
<p>Das Buch kann kostenlos <a href="http://www.maartenluther.info/Eine_Einfaeltige_Weise_Zu_Beten_Fuer_Einen_Guten_Freund_1535.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> heruntergeladen werden.</p>
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		<title>Buchbesprechung: Aus der Tiefe rufe ich HERR, zu DIR!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 17:02:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andachtsbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Andachten]]></category>
		<category><![CDATA[Andachtsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Luther war ein Mann des Gebets.&#160;Er&#160;soll auf die Frage, wie sein Plan für den nächstenArbeitstag aussehe, geantwortet haben: »Arbeit, Arbeit von früh bis spät. Und in der Tat habe ich so viel zu tun, dass ich die ersten drei Stunden im Gebet verbringen werde.« Wer&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchbesprechung-aus-der-tiefe-rufe-ich-herr-zu-dir/9364">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/2563281.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" width="202" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/2563281-202x300.jpg" alt="256328(1)" class="wp-image-9296" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2563281-202x300.jpg 202w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2563281.jpg 229w" sizes="auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Luther war ein Mann des Gebets.&nbsp;Er&nbsp;soll auf die Frage, wie sein Plan für den nächsten<br>Arbeitstag aussehe, geantwortet haben: »Arbeit, Arbeit von früh bis spät. Und in der Tat habe ich so viel zu tun, dass ich die ersten drei Stunden im Gebet verbringen werde.«</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer für das Jahr 2015 noch nach einem passenden Andachtsbuch Ausschau hält, dem sei diese Zusammenstellung zum Thema Gebet empfohlen, die 2014 im Verlag CLV&nbsp;erschienen ist. Zuerst war ich etwas skeptisch: Alle 365 Tage nur das Thema Gebet? Wird dies mit der Dauer nicht eintönig? &nbsp;Ich sollte mich irren: Dieses Andachtsbuch gefällt mir noch etwas besser, als das, welches&nbsp;wir mit der Familie <a title="Buchrezension: Licht für den&nbsp;Weg" href="https://www.nimm-lies.de/licht-fuer-den-weg/7579" target="_blank" rel="noopener">bisher lasen</a>:</p>



<span id="more-9364"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Der Herausgeber hat hierbei aus verschiedenen Werken Luthers zu jedem Tag eine Andacht zusammengestellt. Hinzu kommt eine Bibellese, wobei man immer einen besonderen Vers zum Nachdenken bekommt. Mir gefällt gut, dass zu jedem Auszug die Quellen ausführlich angegeben werden. Zum 9. Juni findet sich ein interessanter Beitrag:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Luthers Gebet um Regen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als es lange nicht geregnet hatte und alles Getreide auf den Feldern<br>zu verdorren drohte und jedermann sehr besorgt war, ging Dr.&nbsp;Martin<br>Luther in den Garten, hob seine Augen zum Himmel auf und sprach<br>diese Worte:<br>»Herr, unser Gott, Du hast durch den Mund Deines Knechtes<br>David gesagt: ›Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn<br>mit Ernst anrufen. Er tut, was die Gottesfürchtigen begehren, und hört ihr<br>Schreien und hilft ihnen.‹ Wie kommt es, dass Du uns keinen Regen<br>geben willst, wo wir doch so lange schon schreien und Dich bitten?<br>Nun wohlan, wenn Du keinen Regen gibst, so wirst Du uns ja etwas<br>Besseres geben: ein ruhiges und stilles Leben, dazu Friede und Einigkeit.<br>Nun bitten wir Dich aber sehr und haben auch schon so oft gebeten. Tust Du es nun nicht, so werden die Gottlosen sagen, Christus,<br>Dein Sohn, lüge, weil er doch gesagt hat: ›Wahrlich, wahrlich, ich sage<br>euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er’s<br>euch geben.‹ Also werden sie zugleich Dich und Deinen Sohn Lügen<br>strafen. Ich weiß, dass wir von Herzen zu Dir schreien und sehnlichst<br>seufzen, warum erhörst Du uns denn nicht?«<br>In ebenderselben folgenden Nacht kam ein sehr guter, fruchtbarer<br>Regen. Das geschah anno&nbsp;1532, am 9.&nbsp;Juni.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Titel: Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir!<br>Autor: Martin Luther<br>Herausgeber: Hugo C. van Woerden<br>Sei­ten: ca. 380<br>For­mat: 14 x 21 cm<br>Ein­band: Hard­co­ver<br>Jahr: 2014<br>Ver­lag: CLV<br>Preis: 9,90 EUR<br>erhält­lich bei: <a href="http://clv.de/Buecher/Andachtsbuecher/Aus-der-Tiefe-rufe-ich-HERR-zu-dir.html" target="_blank" rel="noopener">CLV</a>, <a href="https://www.cbuch.de/Luther-Aus-der-Tiefe-rufe-ich-HERR-zu-dir/256328" target="_blank" rel="noreferrer noopener">cbuch.de</a></p>
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		<title>Leserunde: Lernen, zu beten (12) – ENDE</title>
		<link>https://nimm-lies.de/leserunde-lernen-zu-beten-12-ende/4861</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 08:41:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leserunde: Lernen, zu beten]]></category>
		<category><![CDATA[Beten]]></category>
		<category><![CDATA[D.A. Carson]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen zu beten]]></category>
		<category><![CDATA[unerhörte Gebete]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute erscheint der letzte Artikel zu dem Buch „Lernen, zu beten“ von D.A. Carson. Vor gut 13. Wochen habe ich angefangen, die einzelnen Kapitel zu besprechen, indem ich Inhalte, die mir wichtig geworden sind, aufgegriffen und näher erläutert habe. Das Buch in einer Gruppe zu&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/leserunde-lernen-zu-beten-12-ende/4861">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute erscheint der letzte Artikel zu dem Buch <a href="http://www.3lverlag.de/xtshop/product_info.php?info=p263_Lernen--zu-beten.html" target="_blank">„Lernen, zu beten“ von D.A. Carson</a>. Vor gut 13. Wochen habe ich angefangen, die einzelnen Kapitel zu besprechen, indem ich Inhalte, die mir wichtig geworden sind, aufgegriffen und näher erläutert habe. Das Buch in einer Gruppe zu lesen und zu besprechen, wäre effektiver gewesen, als Artikel zu schreiben oder sie zu lesen. Beim gemeinsamen Bibelstudium und Gebet lernt man nicht nur die Gebete des Paulus kennen, sondern man lernt auch voneinander in biblischer Weise zu beten. Diese Vorgehensweise möchte ich jedem empfehlen. Vielleicht geben meine Beiträge Impulse für das Gruppengespräch.</p>
<p><div id="attachment_4315" style="width: 201px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4315" class="size-medium wp-image-4315" title="Carson: Lernen zu beten" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carson_Lernen_zu_beten-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carson_Lernen_zu_beten-191x300.jpg 191w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Carson_Lernen_zu_beten.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px" /><p id="caption-attachment-4315" class="wp-caption-text"><center><span style="font-size: xx-small;">Bildquelle: www.3lverlag.de</span></center></p></div></p>
<p>Es gibt Fachbücher, die man in der vorgegebenen Kapitelreihenfolge, also vom Anfang bis zum Ende lesen sollte. Das Buch von Carson könnte man auch mit dem letzten Kapitel beginnen und sich zum Anfang vorarbeiten. Doch weil der Autor im letzten Kapitel ein Gebet untersucht, das so ganz anders ist als die anderen, ist es empfehlenswert, nicht mit dem letzten Kapitel zu beginnen. Das Gebet aus <a href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/R%C3%B6mer15" class="bibleserver extern" target="_blank">Römer 15</a> ist eines, das von Gott nicht so erhört wurde, wie Paulus es sich gewünscht hat. Es wird in dem Leben eines jeden Christen „unerhörte“ Gebete geben. Damit ist nicht gemeint, dass Gott die Gebete nicht gehört hat. Gott hört ganz sicher jedes Gebet, aber erfüllt unsere Bitten nach seinem Willen und entscheidet souverän, was er sofort gibt, was er später gibt oder was er sich verbittet zu geben. &#8222;Das Gebet ist nicht wie ein gutes Rezept: Befolge einfach ein paar technische Anweisungen und schon klappt alles.&#8220; Auch wenn Gott seine Kinder in Regel nicht ohne erfreuliche Gebetserhörungen lässt, bleibt immer noch die Erfahrung des Geheimnisses der „unerhörter Gebete“.<span id="more-4861"></span></p>
<p>In <a href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/R%C3%B6mer15%2C30-33" class="bibleserver extern" target="_blank">Römer 15,30-33</a> bittet Paulus die Gläubigen in Rom, für ihn zu beten, damit er vor den befürchteten Schwierigkeiten mit den Juden in Judäa bewahrt bleibt und gleichzeitig sein Dienst dort den Christen angenehm sei. Wie Paulus sich der Fürbitte empfiehlt ist von höchster Bedeutung. Er bittet die Gemeinde, gemeinsam mit ihm im Gebet zu kämpfen</p>
<p>Unser Kampf geht sehr tief, ist ein geistlicher und übernatürlicher Kampf. In einem solchen Kampf müssen wir lernen, die passenden Waffen einzusetzen. Und zu den besten davon gehört diese Art von ernstem, dringlichem, beharrlichem Gebet.</p>
<p><strong>Gebetskampf gegen Angriffe von Ungläubigen</strong></p>
<p>Wären seine Anliegen nicht so schwerwiegend, müsste man nicht im Gebet dafür kämpfen. Doch Paulus weiß um die Ungläubigen in Judäa. Carson meint, dass es nicht nur Ungläubige waren, sondern Ungehorsame und Rebellen. Das wäre die Bedeutung des griechischen Wortes. Auch heute noch werden Mitarbeiter in den Gemeinden von solchen Menschen in außerordentliche Schwierigkeiten gebracht. „Gelegentlich gibt es Menschen, die aktiv darauf hinarbeiten, einen christlichen Leiter zu demontieren.“ Mit Angriffen von Außenstehenden rechnet man hin und wieder. Gefährlich und hinterlistig ist es, wenn sie von Innen kommen. Von Menschen, die sich zur Gemeinde zugehörig fühlen, aber nicht wiedergeboren sind. Dazu gehören skrupellose Machtspiele, Schmeicheleien, Bestechlichkeiten und bewusste sexuelle Verführungen. Jeder Christ steht in der Verantwortung gegen diese Angriffe im Gebet zu kämpfen.</p>
<p><strong>Gebetskampf für die Akzeptanz des Dienstes</strong></p>
<p>Wenn Paulus in unserer Zeit predigen würde, würden vermutlich alle Christen behaupten, dass er der beste, ehrwürdigste und angenehmste Prediger und Missionar sei. Wir würden seinen Dienst sehr schätzen, bewundern, begehren und empfehlen. Ich bin mir sicher, dass es in unseren Gemeinden Menschen im Format eines Paulus gibt. Ehren wir sie? Ist deren Dienst uns angenehm? Beten wir für sie, dass der Herr deren Dienst der Gemeinde angenehm macht? Wer die eigenen treuen Diener nicht ehrt, würde auch einen Paulus auf Dauer nicht akzeptieren.</p>
<p>Wir müssen dafür beten, dass Gott uns Unterhirten schenkt, die weise, geistlich, fromm, diszipliniert, gebildet, betend und der Bibel treu ergeben sind. Doch wir müssen auch dafür beten, dass ihr Dienst den Heiligen angenehm ist. Es ist eine Tragödie, wenn es zu wenige treue, gesalbte, visionäre Leiter gibt; und es ist eine schreckliche Anklage an die Gemeinde, wenn diejenigen, die der Herr sendet, wie Schmutz behandelt werden. All das geschieht, und zwar oft. Aber vielleicht würde es nicht so oft geschehen, wenn mehr von uns dafür beten würden, dass Gott den Dienst seiner treuesten und am geistlichsten gesinnten Leiter den Heiligen angenehm machen würde.</p>
<p>Machen wir Paulus‘ Bitte zu unserer regelmäßigen Fürbitte. Wenn Paulus die Unterstützung der Gemeinde brauchte, um wie viel dringender brauchen es die Diener und Verkündiger in meiner Gemeinde! Wir wollen beten und kämpfen, und der Herr wird siegen. Manchmal anders als wir es erbitten. Aber siegen wird er!</p>
<p>Am Ende dieser Leserunde würde mich interessieren, wie du das Buch findest. Falls du es noch nicht gelesen hast, ob du es evtl. noch vor hast. Es gibt einige, die das Buch mit einer Gruppe gelesen haben. Was sind eure Erfahrungen? Dein Kommentar wird zur Verbreitung des Buches beitragen. Wenn deine Stammbuchhandlung oder der Gemeindebüchertisch dieses Buch noch nicht führt, sprich die Mitarbeiter darauf an. Ich habe sehr viel aus diesem Buch gelernt. Lasst uns lernen, wie Paulus zu beten und Vorbilder für andere werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/leserunde-lernen-zu-beten-12-ende/4861">Leserunde: Lernen, zu beten (12) – ENDE</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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