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	<title>Georg Walter Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Georg Walter Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Empfehlung: Im Irrgarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 16:17:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Thomas]]></category>
		<category><![CDATA[Im Irrgarten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hans Thomas, Im Irrgarten. Gedanken und Notizen zur geistigen Lage in Kirche und Staat, Sachbuch, 1. Auflage Berlin 2017, Pro BUSINESS 2017, 202 Seiten, 10,80 €, ISBN 978-3-86460-638-0, Pro BUSINESS, Schwedenstraße 14, 13357 Berlin. Es ist nicht das erste Mal, dass Hans Thomas, langjähriger evangelischer&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/empfehlung-im-irrgarten/13431">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13432" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/619CLaWWJBL._SX330_BO1204203200_-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/619CLaWWJBL._SX330_BO1204203200_-200x300.jpg 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/619CLaWWJBL._SX330_BO1204203200_.jpg 332w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" />Hans Thomas, Im Irrgarten. Gedanken und Notizen zur geistigen Lage in Kirche und Staat, Sachbuch</strong>, 1. Auflage Berlin 2017, Pro BUSINESS 2017, 202 Seiten, 10,80 €, ISBN 978-3-86460-638-0, Pro BUSINESS, Schwedenstraße 14, 13357 Berlin.</p>
<p>Es ist nicht das erste Mal, dass Hans Thomas, langjähriger evangelischer Pfarrer, zur Feder greift und aktuelle Entwicklungen in Kirche, Staat und Gesellschaft aufgreift und mit beißender Kritik versieht. Wenn ein gelehrter Mann, in der Mitte des neunten Lebensjahrzehnts stehend, sich nicht zurücklehnt und den Dingen einfach unkommentiert ihren Lauf lässt, so ruft dies doch die Frage wach, was ihn dazu antreibt. Bei Hans Thomas lässt sich dies leicht beantworten: Er ist von tiefer Besorgnis um Zukunft von Kirche und Gemeinwesen umgetrieben; es ist die Sorge um die, die das, was da zu befürchten steht, voll treffen wird.</p>
<p>Für Hans Thomas ist klar, wenn es so weiterläuft, dann führt dies unweigerlich zu katastrophalen, anarchistischen Zuständen – und das schon bald. Hans Thomas spricht die religiöse, kulturelle und ethnische Überfremdung unseres Landes an, die wohl nicht ausgelöst, aber geradezu unheimlich verstärkt durch die Politik der offenen Grenzen, gezielt und gewollt durch bundesrepublikanische Politiker (etwa Schäuble), Wirtschaftsbosse und Kirchenfunktionäre geschieht. Er kritisiert die Haltung Merkels in ihrer Unentschlossenheit, Sprunghaftigkeit, Opportunität und Egoismus; sie tut, was ihr für ihre Person und zu ihrem Machterhalt gerade gut und richtig erscheint, was freilich nicht auf Charakterstärke schließen lässt.</p>
<p>An den Kirchen, besonders der/den evangelischen, kritisiert Hans Thomas, dass sich deren oberste Repräsentanten (an der Basis sieht es oft ganz anders aus) in die Phalanx derer, die die Überfremdung und Verfremdung fördern, nahtlos einreihen, eine Verbrüderung mit dem Islam erscheint diesen angebracht, Mission ist längst obsolet geworden. Hinzu kommt all das Versagen auf ethischem Gebiet, etwa, dass seit inzwischen vielen Jahren „Homosex“ entgegen biblischer Weisung gefördert wird, und kirchliche Segnungen solch unfruchtbarer Partnerschaften wenn nicht gar kirchliche Trauungen mit Eintragung im Kirchenbuch vorgenommen werden. Der nicht unabhängig von der „Schwulenbewegung“ zu verstehende „Genderismus“, der von ganz oben „verordnet“ in Staat, Gesellschaft und Kirch(n) gefördert wird, führt zur Auflösung der von Gott geschaffenen Geschlechter, was einen freilich nicht folgenlos bleibenden Versuch der Abschaffung der Schöpfungsordnung darstellt.</p>
<p>Trotz all dieses so bedrohlich wirkenden Wetterleuchtens steht für Hans Thomas und alle ernsthaften Christen unverrückbar fest, was der große schwäbische Pietist Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) in die Liedzeile gefasst hat: „Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die ganze Welt“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 375, Strophe 1; die Strophen 2 bis 4 beginnen jeweils mit „Ja, Jesus siegt!“). „Darum“, und darin ist dem Verfasser dieses so verdienstvollen und gut recherchierten Weckrufs uneingeschränkt zuzustimmen, „kann es [für Christen] keine letzte Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geben“ (S. 190).</p>
<p>Das kraftvolle und klare Buch bietet zahlreiche und gewichtige Informationen, die man kennen sollte, wenn man die geistige Lage in Kirche und Staat richtig beurteilen und sich aus dem Irrgarten befreien will.</p>
<p>Georg Walter</p>
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		<title>Tipp: Wann ist ein Christ ein Christ?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2019 17:25:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Wann ist ein Christ ein Christ?]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Nestvogel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„In der Tat hörte man im Jahr 2017 nicht viele Stimmen, die sich zur Rechtfertigung aus Glauben, dem eigentlichen Kernthema der Reformation, zu Wort melden.“ Diese Aussage von Wolfgang Nestvogel auf dem Klappentext seines Buches veranlasste ihn, das Thema zum 500-jährigen Reformationsjubiläum aufzugreifen und den&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-wann-ist-ein-christ-ein-christ/13440">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13441" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wann-ist-ein-Christ-ein-Christ-1_1024x1024@2x-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wann-ist-ein-Christ-ein-Christ-1_1024x1024@2x-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wann-ist-ein-Christ-ein-Christ-1_1024x1024@2x-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wann-ist-ein-Christ-ein-Christ-1_1024x1024@2x-768x768.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wann-ist-ein-Christ-ein-Christ-1_1024x1024@2x-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wann-ist-ein-Christ-ein-Christ-1_1024x1024@2x.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />„In der Tat hörte man im Jahr 2017 nicht viele Stimmen, die sich zur Rechtfertigung aus Glauben, dem eigentlichen Kernthema der Reformation, zu Wort melden.“ Diese Aussage von Wolfgang Nestvogel auf dem Klappentext seines Buches veranlasste ihn, das Thema zum 500-jährigen Reformationsjubiläum aufzugreifen und den aktuellen Kampf um die Rechtfertigung aus biblischem Verständnis zu beleuchten und um zu ermutigen, sich damit auseinanderzusetzen.</p>
<p>Das gut gegliederte Buch legt in Kapitel 1 und 2 dar, wie Luther und die anderen Reformatoren die im dunklen Mittelalter lange verlorene Wahrheit der Rechtfertigung allein aus Gnade ohne Werke (<em>sola gratia</em>), allein durch Glauben (<em>sola fide</em>), allein durch Christus (<em>solus Christus</em>) und allein auf der Grundlage der Schrift (<em>sola scriptura</em>) – all dies zur Ehre Gottes (<em>soli Deo gloria</em>) – wieder neu entdeckten. Diese fundamentale Wahrheit der Schrift ist die Offenbarung Gottes durch sein Wort, das er den Aposteln durch seinen Geist ins Herz legte.</p>
<p>Dass die Wahrheit Gottes im Allgemeinen und das Herz des Evangeliums, die Rechtfertigung des Sünders durch den ewigen Gott der Gnade, umkämpft war und niemals unwidersprochen bleiben wird, ist Thema der Kapitel 3 und 4. Die Neue-Paulus-Perspektive sowie die aktuellen ökumenischen Bestrebungen, die nicht zuletzt wieder verstärkt von Seiten der Kirche Roms ergriffen werden, flankiert von den Einheitsbestrebungen vieler progressiver Evangelikaler, stellen einen offenen Angriff auf die biblische Lehre der Rechtfertigung sowie des stellvertretenden Sühnetodes Christi dar.<span id="more-13440"></span></p>
<p><strong>Die Ausschließlichkeit des Glaubens</strong></p>
<p>Die wahre Gemeinde Jesu Christi ebenso wie das wahre Evangelium steht und fällt mit der Lehre der Rechtfertigung. Die Lehre der Rechtfertigung begründet damit die eigentliche Identität nicht nur eines Christen sondern der Gemeinde Christi schlechthin. Dass die Werkgerechtigkeit der Kirche Roms hierzu im Widerspruch steht, ist eine Wahrheit, die heute zunehmend auf dem Altar ökumenischer Bestrebungen geopfert wird. „Die Rechtfertigungswahrheit ist nicht nur Speerspitze, sondern zugleich die Mitte des reformatorischen Glaubens. Sie ist das zentrale Anliegen, das in einem inneren Zusammenhang mit anderen grundlegenden Einsichten der Reformation steht. Darum eignet sie sich als bevorzugter Testfall der Rechtgläubigkeit: Sage mir, wie hältst Du’s mit der Rechtfertigungslehre?“ (19).</p>
<p>Die vier oder fünf <em>solas</em>… sind „Exklusivpartikel“, die durch ihre „Ausschließlichkeit zu einem eindeutigen ‚Entweder-Oder‘ herausfordern. In ihrem ungebrochenen Ja zur Schrift, zu Christus, zur Gnade und zum Glauben steckt zugleich ein kompromissloses Nein zu allen Forderungen, die das <em>sola</em> ergänzen und vermeintlich vervollständigen wollen. Die exklusive Position des reformatorischen Glaubens markiert zugleich die Negation (Abgrenzung) gegenüber dem römisch-katholischen Glaubensverständnis“ (21-22). Die logische Konsequenz hieraus ist, dass jegliches Streben nach Einheit oder gar eine Annäherung mit der Kirche Roms unvereinbar mit treuer Christusnachfolge ist. Andernfalls wird die Reinheit des Evangeliums geopfert. „Man wird in die Gefahr kommen, tolerant zu sein, wo man radikal sein müsste, und radikal, wo man tolerant sein darf; kurzum die Maßstäbe werden sich verschieben“, so das Zitat des deutschen evangelischen Theologen Hans Joachim Iwand (1899 &#8211; 1960), der noch klar und entschieden für den reformatorischen Glauben stritt (25). Mit anderen Worten, wer die Lehre der Rechtfertigung der Beliebigkeit preisgibt, gibt die evangelische Identität preis.</p>
<p><strong>Der theozentrische Ansatz des Evangeliums</strong></p>
<p>Bedauerlicherweise ist in der <em>Evangelischen Kirche Deutschlands</em> (EKD) die Umdeutung der Rechtfertigungslehre zu einer „Befriedigung religiöser Bedürfnisse“ (29) der Gesellschaft verkommen. Der theozentrische Ansatz des Evangeliums, also die biblische Wahrheit, wie der gerechte und heilige Gott am sündigen Menschen handelt und ihm in Christus die Gerechtigkeit zurechnet, sofern diese im Glauben ergriffen wird, wird der „Bedürfnislage des Menschen“ (S. 38) leichtfertig untergeordnet.</p>
<p>Die Aneignung der Gerechtigkeit geschieht im Glauben in einer persönlichen Beziehung und Einheit mit Christus. Luthers persönlicher Weg zum lebendigen Glauben war ein Ausreifen, das in seiner allmählichen Schrifterkenntnis wurzelte. „Die wohl ungereifteste Entfaltung der Rechtfertigungsbotschaft findet sich in Luthers Galaterbriefvorlesung von 1531. Darin definiert er nochmal den Begriff der ‚passiven Gerechtigkeit‘ als etwas, das nicht wir zu erbringen haben, sondern von Gott empfangen. … Damit kann Luther auch eindeutig definieren, wer ein Christ ist und wer nicht. ‚Nicht der ist ein Christ, der nicht hat oder fühlt Sünde, sondern der, dem die Sünde wegen des Glaubens an Christus nicht angerechnet wird.‘“ (54)</p>
<p><strong>Gegenreformation und Konzil von Trient</strong></p>
<p>Die biblische Wahrheit der Zurechnung der Gerechtigkeit durch Gott fand ihren Niederschlag in den Bekenntnisschriften der reformatorischen Kirchen. In der Gegenreformation der Kirche Roms im Verlauf der 25 Sitzungen des Konzils von Trient (1545 &#8211; 1563) stellte sich die katholische Kirche nicht nur gegen das biblisch-reformatorische Bekenntnis, sondern sie bestätigte nochmals die eigenen irrigen Lehrauffassungen – etwa den Marienkult, die Ablasslehre u.v.m. Die Gegensätze der katholischen Dogmatik zur reformatorischen Rechtfertigungslehre, wie sie im <em>Augsburger Bekenntnis</em> (<em>Confessio Augustana</em>) und anderen reformatorischen Bekenntnisschriften dargelegt wurde, könnten nicht größer sein. „Was die CA IV (<em>Confessio Augustana</em>, Artikel 4: <em>Von der Rechtfertigung</em>) als Wahrheit lehrt, muss Trient als Häresie ausschließen, und umgekehrt – <strong>was Trient als rechte Lehre fordert, muss CA IV als ein anderes Evangelium ablehnen</strong>“ (62, Hervorhebung durch den Rezensenten).</p>
<p>Die historische Lehrauffassung der Kirche Roms wurde bis heute nicht revidiert, sondern gibt die „aktuell gültige römisch-katholische Lehre“ wieder (63). Damit bleibt der Widerspruch zur Rechtfertigungslehre der Schrift, dem Herzstück des Evangeliums, unauflöslich erhalten. Auf dem sündenverlorenen Menschen ruht Gottes Zorn. Die ewige Verdammnis ist die unausweichliche Konsequenz des Menschseins. Doch Gott eröffnet einen Ausweg: Das Evangelium Jesu Christi, das Gottes Kraft ist, weil „es die Gerechtigkeit Gottes offenbart und damit den Verlorenen zugänglich macht“ (73). Diese Botschaft des Heils allein durch Glauben und Gnade und allein durch Christi Erlösungswerk am Kreuz ist „der einzige Rettungsweg durch den verlorene Sünder dem gerechten Verdammungsurteil des heiligen Gottes entkommen und seiner Begnadigung gewiss werden können“ (73).</p>
<p>Gottes Heiligkeit und Liebe wird im Kreuz geoffenbart, wo das Wunder der Erlösung sichtbar wird. Das vollkommene Sühnopfer Jesu Christi unterscheidet sich von allen heidnischen Religionen, da es die Vollkommenheit von Gottes Wesen (Reinheit, Heiligkeit) verdeutlicht. Der Autor legt dar, wie hingegen Hans-Joachim Eckstein und Hans Peter Royer dieses biblische Sühneverständnis verdunkeln. Statt dem entschiedenen Widerspruch etwas entgegenzusetzen, übernehmen viele Evangelikale mittlerweile die neuen Thesen zum stellvertretenden Sühnetod Christi.</p>
<p><strong><em>Neue Paulus Perspektive</em></strong><strong> und<em> Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre</em></strong></p>
<p>Auch die <em>Neue Paulus Perspektive</em> (NPP) des anglikanischen Bischofs N. T. Wright als Gegenkonzept zum reformatorisch-biblischen Verständnis wird vom Autor gründlich widerlegt (S. 111 ff). Wolfgang Nestvogel kommt zu dem Schluss: „Die NPP geht von einer Fundamentalkritik am Rechtfertigungsverständnis der Reformatoren aus. Dagegen setzt sie eine völlig neue Füllung der zentralen biblisch-theologischen Begriffe und Konzepte. Daraus folgt im Ergebnis ein umfassend verändertes Verständnis der ‚Rechtfertigung‘ und damit auch des Evangeliums &#8230;“ (147). Es handelt sich letztlich um einen „Totalangriff auf die Substanz des Evangeliums“ (155). Damit geht die „Entschärfung des konfessionellen Gegensatzes in der Rechtfertigungslehre“ einher (ebd.).</p>
<p>Die <em>Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre</em> zwischen lutherischem Weltbund und der römisch-katholischen Kirche im Jahre 1999 fand auch bei vielen Evangelikalen regen Zuspruch. Für andere, etwa für die Bekenntnisbewegung <em>Kein Anderes Evangelium</em>, stellte sie indes einen Verrat an der Reformation dar. Das „Gemeinsame Wort“ der katholischen und evangelischen Kirchen im Reformationsjahr 2017 zeigt nur zu deutlich die „theologische Selbstentblößung“ der EKD, bei der man fast den Eindruck hat, die Reformation könne einfach so wieder rückgängig gemacht werden.</p>
<p><strong>Faule Hände werden ein böses Jahr haben</strong></p>
<p>Während nicht nur Protestanten sondern in wachsendem Maße auch die Evangelikalen den Schulterschluss mit der Kirche Roms anstreben, hält eine Minderheit sowohl des protestantischen Mainstreams als auch der Evangelikalen unbeirrt an der biblischen Lehre der Rechtfertigung fest. Wolfgang Nestvogel hat es in diesem Buch verstanden, die biblische Lehre der Rechtfertigung und der damit untrennbar verbundenen Lehre des stellvertretenden Sühnetodes Christi fundiert dazulegen. Die Reformation brachte keine neue Lehre, sondern entdeckte die biblische Wahrheit der Rechtfertigung neu und stellten sie über Jahrhunderte in den Mittelpunkt der evangelischen Lehre und Predigt.</p>
<p>Heute zeigt sich allerdings, dass selbst evangelikale Christen, die ihren Glauben auf das „Evangelium“ stützen, allzu leicht von jedem Wind der Lehre hin- und hergetrieben werden. Das Buch von Wolfgang Nestvogel bietet einen guten Einblick in die gegenwärtige Diskussion um die Rechtfertigung und in die theologiegeschichtlichen Hintergründe der Reformation. Der Autor orientiert sich dabei stets an den Aussagen der Schrift, an der sich alle theologischen Neuerungstendenzen messen lassen müssen.</p>
<p>Die Rechtfertigungslehre ist das Herz des Evangeliums und die Identität jedes wahren Christen. An dieser Frage scheiden sich die Geister. Wahrer Christ kann ein Mensch letztlich nur sein, wenn er dieses zentrale Anliegen der Schrift durch den Heiligen Geist im Glauben be- und ergriffen hat. An diesem Wort der Wahrheit gilt es festzuhalten. Der Reformator Martin Luther sagte über sein Land und seine Zeit: „Ich denke, dass Deutschland noch nie so viel von Gottes Wort gehört hat wie jetzt; man liest wenigstens nichts anderes in der Geschichte. Lassen wir’s denn so hingehen ohne Dank und Ehre, so fürchte ich, wir werden noch gräuliche Finsternis und Plage erleiden. &#8230; Denn das sollt ihr wissen, Gottes Wort ist ein fahrender Platzregen, der nicht wiederkommt, wo er einmal gewesen ist. Er ist bei den Juden gewesen, aber hin ist hin, sie haben nichts mehr davon. Paulus brachte ihn nach Griechenland, hin ist auch hin, nun haben sie den Türken. Rom hat ihn auch gehabt, hin ist hin, sie haben nun den Papst. Und ihr Deutschen dürft nicht denken, dass ihr ihn ewig haben werdet, denn der Undank und die Verachtung wird ihn nicht bleiben lassen. Darum greift zu und haltet fest, wer greifen und halten kann: Faule Hände werden ein böses Jahr haben“ (WA 13,10ff., EA 22, 175ff.).</p>
<p>Wahre Christen stellen das Licht des Evangeliums nicht unter den Scheffel sondern auf den Scheffel, weil sie in Dankbarkeit der geoffenbarten Gnadenbotschaft allein die Ehre Gottes suchen. Die Wahrheit von der Rechtfertigung des Sünders durch einen gnädigen Gott war für Luther ein Platzregen. Daran gilt es festzuhalten, denn: „Lassen wir’s so hingehen ohne Dank und Ehre, so fürchte ich, wir werden noch gräuliche Finsternis und Plage erleiden.“</p>
<p>Wolfgang Nestvogel, <a href="https://shop.ebtc.org/products/wann-ist-ein-christ-ein-christ" target="_blank" rel="noopener"><em>Wann ist ein Christ ein Christ? – Der Kampf um die Rechtfertigung</em></a>, EBTC, Berlin 2017, 248 Seiten, 12,90 €.</p>
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		<title>Die Bibelnot</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2019 07:24:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelnot]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemäß der Lehre der Bibel ist nur eine Sache von Wichtigkeit, und das ist die Wahrheit. Der Heilige Geist wird nichts anderes ehren als die Wahrheit, seine Wahrheit.1 Martyn Lloyd-Jones Gemeinde Jesu: Die Herausgerufene aus der Welt Katholische Autoren haben den Protestantismus und damit die&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/die-bibelnot/13434">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Gemäß der Lehre der Bibel ist nur eine Sache von Wichtigkeit, und das ist die Wahrheit. Der Heilige Geist wird nichts anderes ehren als die Wahrheit, seine Wahrheit.1</p>
<p>Martyn Lloyd-Jones</p></blockquote>
<p><strong>Gemeinde Jesu: Die Herausgerufene aus der Welt</strong></p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-13436" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1024x683.jpg" alt="" width="840" height="560" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1024x683.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-300x200.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-768x512.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-840x560.jpg 840w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1200x800.jpg 1200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920-1320x881.jpg 1320w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/antique-1870000_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" />Katholische Autoren haben den Protestantismus und damit die protestantische Bewegung als Ganzes mit seinen unzähligen Strömungen oft als Spaltpilz beschrieben. Während Katholiken argumentieren, alleine die Protestanten seien für die konfessionelle Aufspaltung verantwortlich, entgegnen Protestanten, dass es um der Wahrheit willen zwingend notwendig war, das religiöse Denken von katholischem Aber- und Unglauben zu befreien. <em>Sola Scriptura</em>, allein die Schrift, diesen Wahlspruch hatten sich alle Reformatoren auf ihre Fahnen geschrieben. Wer allein der Schrift folgt, kann im konfessionellen Miteinander gerade nicht in jenem Punkt Kompromisse machen, die zum ureigentlichen protestantischen Kernanliegen zählt. Mit anderen Worten, die Autorität der Heiligen Schrift ist ein höheres Gut als die ökumenische Gemeinschaft.</p>
<p>Ein weiteres Motto der Reformatoren, das man fälschlicherweise Martin Luther zuschreibt, lautete: <em>Ecclesia semper reformanda</em> <em>est</em> – die Kirche muss sich ständig reformieren. Tatsächlich handelt es sich bei diesem grundlegenden Anliegen, dass die Kirche sich in Leben, Handeln und Verkündigung ständig erneuern müsse, um einen Fingerzeig der calvinistischen Theologie des 17. Jahrhunderts. Bedauerlicherweise war dies der wunde Punkt des Protestantismus. Sehr schnell nach dem Tod Luthers wurde der Protestantismus in Form der beiden großen Hauptströme, der evangelischen und reformierten Kirche, institutionalisiert. Statt konsequent weiterzureformieren, setzte schnell ein Ermüdungsprozess des reformatorischen Eifers sowie ein Konsolidierungsprozess, und damit verbunden ein Erstarrungsprozess, ein.<span id="more-13434"></span></p>
<p>Bei Luther waren es die historischen Umstände, die einen solchen Prozess begünstigten. Der Bauernkrieg (1524-1525) führte Luther zum Umdenken. Er war bis in jene Zeit überzeugt, die verändernde Kraft des Evangeliums könne die Menschen zu besseren und friedfertigen Christen machen. Otto Riecker schreibt über die Wende von Luthers Haltung in Fragen der öffentlichen Ordnung, die nun von menschlicher Leidenschaft bedroht war: „Nur staatliche Macht könnte diese bändigen, und dem Volk muss eine christliche Erziehung zuteilwerden. Der Schritt <em>von der Glaubensbewegung zur Erziehungskirche wurde getan</em>.“2 Somit wurden schon von Anbeginn an die Weichen einer Glaubensbewegung falsch gestellt. Eine „Erziehungskirche“, wie die Amts- oder Volkskirche auch genannt werden kann, widerspricht dem biblischen Verständnis von <em>ecclesia</em>, von Gemeinde Christi im biblischen Sinne.</p>
<p>Otto Riecker erläutert in Bezug auf die protestantische Kirche außerdem, dass sich Luther und seine Mitstreiter „in den Anfängen einer lebendigen Gemeindebildung <em>widersetzten</em>.“3 Lebendige Gemeinde im biblischen Sinne ist nur dann realisierbar, wenn sie die Versammlung der <em>Herausgerufenen</em> ist – <em>ecclesia</em> bedeutet wörtlich „die Herausgerufene“ und meint alle aus der Welt durch den Glauben Christi herausgerufenen Erlösten. Zur Gemeinde gehört letztlich nur, wer aus der Welt ge- oder berufen wird, um sich durch Buße und Glauben an Christi Erlösertat aus dem Reich der Finsternis herausrufen lässt und in das Reich des Sohnes seiner Liebe (Kol 1,13) hineingerettet wird. Das ist etwas völlig anderes als Volkskirche, die ihre Glieder nicht aus wahrer Umkehr und Gott gewirktem Glauben gewinnt, sondern aufgrund der Säuglingstaufe.</p>
<p>Dass Gott auch inmitten der Volkskirche durchaus zu wirken vermochte, führt uns die Kirchengeschichte in vielen Strömungen wie bspw. dem Pietismus vor Augen. Der Pietismus als Bewegung wahrer Frömmigkeit wurde in der protestantischen Kirche als <em>ecclesiola in ecclesia</em>, als „Kirchlein in der Kirche“, bezeichnet. Gleichwohl vollzogen Pietisten, selbst die radikalen Pietisten, keinen Bruch mit der evangelischen Kirche, obschon sie ein anderes Kirchenverständnis vertraten. Zur wahren Kirche gehörte aus pietistischer Sicht allein die im Glaubensbekenntnis geeinte Gemeinde Jesu aus wahren Gläubigen. Dies führte zu einer gewissen Absonderung von den „Kirchen- und Namenschristen“ der evangelischen Kirche, ohne jedoch eine völlige Trennung zur Kirche zu praktizieren.</p>
<p>Luther lehnte es immer ab, die Kirche von Ungläubigen, Heuchlern oder Scheinheiligen zu reinigen. Er vertrat die Überzeugung, dass die Kirche eine durchmischte Körperschaft war. Wahre und falsche Christen standen Seite an Seite. In Luthers Predigt zum Gründonnerstag 1523 „wird deutlich, dass die Tatsache, dass viele Menschen das Altarssakrament empfangen, ohne zu wissen und zu verstehen, um was es dabei überhaupt geht, Luther große Schwierigkeiten bereitet.“4 Gudrun Neebe kommt zu dem Schluss: „Luther will folglich die <em>Unwissenden</em> und <em>offenkundigen Sünder</em> aus der <em>Sakramentsgemeinde</em> ausschließen, ohne ihnen allerdings auch die Predigt des Evangeliums vorzuenthalten.“5</p>
<p><strong>Das allgemeine Priestertum</strong></p>
<p>Die Bibel verweist darauf, dass erst der Herr „das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird“ (1Kor 4,5). Auch Freikirchen, die nach biblischem Vorbild gebaut werden, mögen nicht davor gefeit sein, dass Scheinchristen in ihrer Mitte sind. Doch diese werden anders als in der Volkskirche auf Dauer selten Glieder am wahren Leib Christi sein. Das Phänomen von Scheinchristen kannte schon der Apostel Johannes: „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben“ (1Jo 2,29). Die Volkskirche kennt ferner keine biblische Gemeindezucht und ist daher strukturell von Anfang an eine Mischgemeinde aus wenigen wahren Gläubigen, die durch Christus das neue Leben in sich tragen, und aus Ungläubigen. Diesen Ungläubigen zu suggerieren, sie seien durch das Sakrament Teil des Heilsvolkes, ist wohl der größte Irrtum aller Volks- und Staatskirchen. Die „Sakramentsgemeinde“ ist schlicht eine Erfindung des menschlichen Denkens, ganz gleich wie theologisch diesbezüglich argumentiert wird.</p>
<p>Gemeinde Christi ist in der Welt, gleichwohl ist sie nicht von der Welt. Sie lässt die Welt nicht hinein in die Versammlung der Heiligen. Sie geht allenfalls hinaus in die Welt, um den <em>Unwissenden</em> und <em>offenkundigen Sündern</em> das Licht des Evangeliums zu verkünden, damit diese umkehren und den Erlöser im Glauben annehmen. Allein der, der auf diese Weise durch das Bad der Wiedergeburt durch den Heiligen Geist erneuert wird (Tit 3,5), wird Teil und lebendiges Glied am Leib Christi. Alle Erlösten gehen durch die Türe ein, welche Jesus ist, in die wahre Gemeinde des lebendigen Gottes. Ein Kirchlein in der Kirche steht im offenen Widerspruch zur biblischen Gemeindelehre.</p>
<p>Auch das vielbemühte Gleichnis vom vierfachen Ackersamen in Matthäus 13, das gerne von Theologen herangezogen wird, um ihr Kirchenverständnis zu untermauern, beweist, wie groß die Diskrepanz von protestantischer zu biblischer Ekklesiologie (Lehre über die Kirche) ist. Gerne vergleichen oberflächliche Ausleger die Kirche mit dem Acker in diesem Gleichnis. Doch Jesus selbst legt dieses Gleichnis aus. „Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen“ (Mt 13,38). Der Acker ist die Welt! Gemeinde Christi ist eben nicht ein Acker, der aus Kindern des Reiches Gottes und Kindern des Bösen besteht, die erst beim Weltengericht voneinander geschieden werden. Das Jüngste Gericht wird zwischen Gemeinde Christi und gottferner Welt scheiden, nicht jedoch die Kinder des Reichs von den Kindern des Bösen. Hier ist die Bibel klar: Der Gemeinde Jesu gehören nur die Kinder des Reichs an.</p>
<p>Was neutestamentliche Gemeinde angeht, ist Luther bedauerlicherweise auf halbem Wege stehen geblieben. Otto Riecker diagnostiziert treffend, dass dem Reformator und seinen Mitstreitern nicht bewusst gewesen war, welche „Sauerteigwirkung in ihre Umgebung hinein“6 von jenen ausgehen könne, die nicht aus wahrem Glauben an Christus der kirchlichen Gemeinschaft beitraten. Die verheerenden Folgen der Sauerteigwirkung sind heute offenkundig. Die protestantischen Kirchen sind weithin säkularisiert, sodass nur ein Überrest noch an die ursprüngliche Lebendigkeit reformatorischen Lebens widerspiegelt. Und nicht nur das, die Mehrheit der Vertreter des Protestantismus hechelt dem Zeitgeist hinterher und degeneriert immer mehr zu einem Humanismus unter christlichem Deckmantel ohne jegliche Rückbindung an Gottes Wort.</p>
<p>Diesem Defizit, und wohl aus dem ernsten Verlangen, <em>allein der Schrift</em> zu folgen, wollte die Täuferbewegung begegnen, indem sie als eine erste Abspaltung vom protestantischen Hauptstrom Gemeinschaften bildeten, die im biblischen Sinne wahre christliche Gemeinden von gläubigen Wiedergeborenen hervorbrachten. Die Täufer, auch als Wiedertäufer, Anabaptisten oder als linker Flügel der Reformation bezeichnet, traten zeitgleich mit den Reformatoren auf. Bis heute streiten sich die Gelehrten, ob die Täuferbewegung unabhängig von der Reformation oder als Folge und Nebenzweig der Reformation entstanden sei, wobei sich letztere Vorstellung in der neueren Forschung durchgesetzt hat. Die Ursprünge der Bewegung liegen im Schweizerischen Zürich. Der Täufer Konrad Grebel (ca. 1498-1526), zunächst ein enger Mitarbeiter des Reformators Ulrich Zwingli (1484-1531), hatte sich in der Frage der Kirchenauffassung mit Zwingli 1523 überworfen. Zwingli folgte der lutherischen Vorstellung einer Volkskirche, während Grebel und seine Mitstreiter Hausgemeinschaften gründeten, die das Volks- und Staatskirchentum ablehnten.</p>
<p>In wenigen Jahren entwickelte sich die Täuferbewegung in ganz Europa zu einer beachtlichen Strömung. Die Täufer werteten die Großtaufe (auch als „Erwachsenentaufe“ oder „Glaubenstaufe“ bezeichnet) als ein Zeichen wahrer Umkehr und wahren Glaubens. Das Gemeindeleben sollte sich an den neutestamentlichen Maßstäben, <em>allein an der Schrift</em>, orientieren. Für ihre Lehrüberzeugungen mussten die Täufer nicht nur staatliche sondern auch kirchliche Verfolgung erdulden, was sie mit großer Standhaftigkeit taten. Und selbst die evangelischen Reichsstände entschieden sich für die Wahrung der kirchlichen Ordnung zu einem gewaltsamen Vorgehen gegen die Täufer. Bedauerlicherweise stimmte Luther diesem Vorgehen zu. Das Wormser Edikt aus dem Jahre 1521 sah sogar die Todesstrafe auf die Wiederholung der Taufe vor. Heute mag ein solches Denken befremden, aber versetzt man sich in die Zeit Luthers zurück, wird jenes Vorgehen etwas nachvollziehbarer, wenn man berücksichtigt, dass in einer „ohnehin turbulenten Zeit (Bauernkriege) die Absonderung von der allgemeinen Kirche und Berufung auf die Gewissensentscheidung dem Umsturz aller bestehenden Ordnung gleichkam.“7 Dennoch war das Handeln der protestantischen Obrigkeiten unchristlich und daher unentschuldbar.</p>
<p>Die Täuferbewegung hat in ganzer Konsequenz die Auffassung vertreten, nur die Bibel sei die einzige Quelle für christlichen Glauben und christliches Handeln. Wie Luther waren die Täufer überzeugt, dass weder der Papst noch die römische Kirche das Recht hatten, das kirchliche Lehramt ausschließlich für sich selbst zu beanspruchen. Die Schrift legt sich selbst aus, so die täuferische Position. Dem Grundsatz Luthers des allgemeinen Priestertums folgend, war es allen wahren Christen möglich, die Schrift zu verstehen. Den Gliedern der Täufergemeinden war es demnach in den Grenzen ihrer geistlichen Berufung erlaubt, die Schrift auszulegen. Während den Laien in Luthers Kirche sehr bald wieder die Befähigung aberkannt wurde, die Schrift richtig auszulegen, weil unter Gottes Volk nur wenige zur Verkündigung und Lehre berufen seien, blieben die Täufer ihrem ursprünglichen Standpunkt treu. Gott beruft und befähigt auch Menschen ohne theologisches Studium, das Wort Gottes zu predigen und zu lehren.</p>
<p>Bis heute stehen sich diese beiden Pole, was die Verkündigung von Gottes Wort angeht, unversöhnlich gegenüber. Und beide Pole haben ihre Stärken und Schwächen. Manche Bewegung verwechselt das allgemeine Priestertum mit allgemeinem Predigertum und beachtet nicht, dass der Herr durch sein Wort klar und eindeutig verordnet: „Dient einander, jeder mit der Gnadengabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfaltigen Gnade Gottes“ (1Petr 4,10). Im allgemeinen „Predigertum“ kommen allzu viele zu Wort, die keine Gnadengabe zum Lehr- oder Predigerdienst empfangen haben und erweisen sich somit nicht als gute Haushalter der göttlichen Gnade, mit allen Folgen für die lokale Versammlung der Gläubigen. Das pastorale System, wie es oft genannt wird, steht als ein „Ein-Mann-System“ ebenso wenig auf dem Fundament neutestamentlicher Gemeindeordnung. Gott konnte in der Vergangenheit indessen von ihm berufene Prediger sehr segensreich gebrauchen. Es sei nur an Charles Spurgeon, Martyn Lloyd-Jones, die Erweckungsprediger des 18. und 19. Jahrhunderts oder den evangelischen Pastor Wilhelm Busch als Beispiele des Pastoralssystems erinnert.</p>
<p>Allgemeines Priestertum (1Petr 2,9) ist solange ein großer Segen für die Gemeinschaft der Gläubigen, wenn es im Geiste, also nach neutestamentlichem Vorbild, ausgeübt wird, und eben nur solange, wie es vom Geist geführt und von wahrem göttlichen Leben erfüllt ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, weicht das Leben und die Lebendigkeit des Geistes. Es kommt zu Erstarrung, zu äußerer Förmlichkeit, zur Tradition, die nur noch oberflächlich mit der ursprünglichen Erwecklichkeit einer Bewegung etwas gemein hat. Eine freikirchliche Struktur alleine ist kein Schutz vor geistlicher Erstarrung.</p>
<p>Bei den Täufern war in der Regel davon auszugehen, dass jeder, der sich dieser Bewegung zugesellte, ein erweckter Gläubiger war, und dies aus zwei Gründen. Erstens, Täufer forderten eine persönliche Entscheidung oder Umkehr zu Christus und pflegten einen christozentrischen Glauben. Zweitens, Täufer, die als eifrige Bibelleser bekannt waren, wussten, dass der Preis für ihren Glauben Verfolgung oder gar den Tod bedeuten konnte. Allein der <em>Märtyrerspiegel</em> der Mennoniten, ein im Jahre 1660 in niederländischer Sprache erschienener 1000-seitiger Bericht über alle Märtyrer seit der Urgemeinde, umfasst 800 Namen von Märtyrern. Wer sich für Christus und die Mitgliedschaft für eine Täufergemeinde entschied, tat dies in dem Bewusstsein, einen mitunter hohen Preis dafür zu bezahlen.</p>
<p>Felix Manz (1498-1527) war Mitbegründer der Zürcher Täuferbewegung und deren erster Märtyrer. Er wurde 1527 ertränkt. Seine letzten Worte an seine Glaubensgenossen standen unter dem Motto <em>Bei Christus will ich bleiben</em>: „Der Herr Christus zwingt niemand zu seiner Herrlichkeit, sondern nur diejenige, die da willig und bereit sind, gelangen dazu durch den wahren Glauben und die Taufe; wann ein Mensch rechtschaffene Früchte der Buße wirkt, so ist ihm der Himmel der ewigen Freude aus Gnade durch Christum erkauft und erworben durch sein unschuldiges Blutvergießen, welches er gern vergossen hat; damit erweist er uns seine Liebe und teilt uns mit die Kraft seines Geistes, und wer dieselbe empfängt und ausübt, der wächst und wird vollkommen in Gott. Die Liebe zu Gott durch Christus soll allein gelten und bestehen, nicht das Pochen, Schelten und Drohen. Nichts als diese Liebe ist es, woran Gott einen Wohlgefallen hat: wer die Liebe nicht beweisen kann, der finde bei Gott keinen Raum&#8230; Und also schließe ich hiermit, dass ich will standhaft bei Christus bleiben, auf ihn trauen, der all meine Not kennt, und mich daraus erretten kann. Amen.“8 Er folgte bis zum letzten Atemzug seinem Herrn und Erlöser Jesus Christus. Als man ihn ins Wasser schleifte, um ihn zu ersäufen, sang er mit lauter Stimme: „In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist.“ Dieses Zeugnis hinterließ bei vielen großen Eindruck.</p>
<p>Michael Sattler (1490-1527) war ursprünglich Benediktinermönch und verließ 1523 das Kloster, nachdem er die Schriften Martin Luthers und Huldrych Zwinglis studiert und zum wahren Glauben gekommen war. Sattler heiratete und siedelte mit seiner Ehefrau nach Zürich über, wo sie vom Zürcher Rat aufgrund ihrer täuferischen Überzeugungen ausgewiesen wurden. Schließlich gelang er nach Straßburg, wo sich viele Täufer als Glaubensflüchtlinge aufhielten. In Straßburg fand er jedoch keine Ruhe. Er wurde von dem Reformator Martin Bucer verhört, der im Januar 1527 die Vertreibung aller Täufer veranlasste. Sattler wurde von katholischen Amtsträgern schließlich in Horb im Schwarzwald gefangen genommen und im Mai 1527 vors Gericht geführt, wo er sich gegen neun Anklagepunkte verteidigen musste, unter anderem, dass er lehrte, die Kindertaufe sei nicht heilsnotwendig und der Leib und das Blut Christi seien nicht im Abendmahlssakrament gegenwärtig.</p>
<p>Standhaft wie einst Martin Luther erklärte Sattler dem Richter, wenn sie „mit der Heiligen Schrift zeigen, dass wir irren und im Unrecht sind, wollen wir gern davon abstehen und widerrufen…So uns aber kein Irrtum nachgewiesen wird, hoffe ich zu Gott, ihr werdet euch bekehren und euch lehren lassen.“9 Seine Richter entgegneten: „Du ehrloser, verzweifelter Bösewicht und Mönch, sollte man etwa mit dir disputieren? Ja, der Henker wird mit dir disputieren, das glaube ich.“10 Michael Sattler wurde gefoltert und schließlich als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Michael Sattlers letzte Worte waren: „Ich bin nicht gesandt über das Wort Gottes zu rechten. Wir sind gesandt, davon zu zeugen deshalb werden wir uns unter kein anderes Recht begeben &#8230; so wir uns aber dem Gericht nicht entziehen können, sind wir bereit um des Wortes Gottes willen zu leiden was uns zu leiden aufgelegt ist.“11</p>
<p>Felix Manz und Michael Sattler waren zwei von Hunderten von Märtyrern aus den Reihen der Täuferbewegung. Sie verkörperten nicht nur einen starken Glauben, sondern auch eine tiefe Rückbindung an Gottes Wort. Sie wollten kein Teil der protestantischen Volkskirche mit deren Sakraments- und Tauflehre sein, da sie, gebunden an die Schrift, die Gewissheit hatten, dass die Volkskirche in vielerlei Hinsicht nicht durch die Bibel legitimiert war. Ihr Gemeindeverständnis war schriftgemäß, und daraus ergab sich zwangsläufig, dass die Gemeinschaft der Gläubigen sich in Freikirchen versammelte.</p>
<p>Anders stellte es sich in der lutherischen Volkskirche dar. Otto Riecker wirft auf dem Hintergrund von Erweckungsbewegungen wie dem Pietismus oder der Täuferbewegung die berechtigte Frage auf, „ob die Reformation in diesem Sinne nicht eher eine theologisch-gedankliche volksmäßige als eine eigentlich erweckliche Bewegung war?“12 Der Autor des vorliegenden Artikels würde diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Die Täuferbewegung, die bis heute unter anderem in Form der Mennoniten, Hutterer und Amischen fortbesteht, zeigt kaum noch die Zeichen erwecklicher Kraft, die von ihr in den Anfängen ausging. Das Spektrum reicht heute von liberalen bis zu konservativen Gruppierungen.</p>
<p>Die Übersetzung der Bibel in die deutsche Sprache sowie in die Muttersprachen der anderen europäischen Länder brachte neben den segensreichen und positiven Auswirkungen gleichfalls den Umstand falsch verstandener Freiheit mit sich. Die neu gewonnene Freiheit, die Bibel lesen zu können, war und ist bis heute ein Merkmal aller wahren Gläubigen. Doch radikale und einseitige Auslegungen der Schrift führten einerseits zu Schwärmerei, andererseits endeten Tradition und Gesetzlichkeit in Dogmatismus und Verlust an geistlicher Lebendigkeit. Bis heute gilt es zwischen diesen beiden Polen sorgsam zu unterscheiden und sich von der Schrift – vom Wort, das auch Geist ist (Jo 6,63) – leiten zu lassen. Die Kirchengeschichte zeigt nur zu offenkundig, dass keine Bewegung ihr erweckliches Feuer über mehrere Generationen oder gar bis in die heutige Zeit tragen konnte. Früher oder später setzte ein geistlicher Auskühlungsprozess ein. Das Feuer des Geistes erlischt allmählich, bis manches Mal nur noch eine schwache Glut übrig bleibt.</p>
<p><strong>Segen ist da, wo die Bibel ist</strong></p>
<p>Der evangelische Theologe Adolf Schlatter (1852-1938) warf einmal die Frage auf, wo der Segen der Bibel sich zeige, wo ein gesundes Gottesverhältnis und wahre Anbetung erfahrbar sei und wo sich Gottesgemeinschaft im Amt und Dienst an der Gemeinde Jesu in der Auferbauung des Leibes Christi äußere. Seine Antwort lautete: „Da wo die Bibel ist.“13 Und weiter kommt Schlatter zu dem Schluss: „Ohne sie wird aus dem evangelischen Pfarrer ein Schwätzer und aus dem katholischen Priester ein Zauberer.“14 Wenn die Bibel aus der Mitte der Gemeinschaft der Gläubigen gerückt wird, bleibt nichts als toter Religionsbetrieb. Dies gilt im Übrigen nicht nur für die Volkskirchen, sondern auch für die Freikirchen, die keineswegs immun sind, sich nicht auch an dieser Krankheit des frommen Ichmenschen anzustecken.</p>
<p>Wenngleich Schlatters Theologie an dem einen oder anderen Punkt Korrektur bedarf, muss man vielen seiner Aussagen beipflichten. Den christlichen Religionsbetrieb, eine Bibel ohne den Geist, ohne das innere Aneignen der biblischen Wahrheit im Herzen der Gläubigen, bezeichnete Schlatter als <em>Bibelnot</em>. Diese Bibelnot, die daraus entsteht, dass solche, die sich Christen nennen, nur die Schrift haben, aber nicht den Geist, wird erst dann beseitigt, wenn die Decke frommer Eigensucht von den Herzen genommen wird. „Diese Decke zieht nur jene Hand weg, die uns von innen her erfassen und bewegen kann“, so Schlatter.15 Wir wissen, es ist die Hand Gottes, oder treffender ausgedrückt, die Hand des Heiligen Geistes.</p>
<p>Die Geschichte der Gemeinde Jesu zeigt deutlich, dass ein freikirchliches Gemeindemodell nicht Schutz vor Erstarrung, Institutionalisierung oder totem Traditionalismus gewährt. Gemeinde sollte stets nach neutestamentlichem Vorbild gebaut werden, mit all den Freiheiten in Christus, indes auch mit all den Grenzen, die ein solches Modell von der Schrift her eröffnet. Zweifelsohne stehen viele Freikirchen damit dem biblischen Modell von Gemeinde Gottes näher. Doch bleibt die Struktur einer freikirchlichen Gemeinde nur äußere Schale, dann vermag der Geist Gottes nicht mehr zu wirken. Wenn der Tod einmal im freikirchlichen Topf ist (2Kö 4,38-41), dann kann Gott auch geisterfüllte Pfarrer und Verkündiger der Volkskirche als Werkzeuge benutzen, um andere durch sein lebendiges Wort zu segnen.</p>
<p>Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt die große Frage, ob es einer Gemeinschaft gelingt, sich gänzlich unter das Wort vom Kreuz zu beugen. Leben oder Tod, Wahrheit oder Unwahrheit, Vergeistlichung oder Säkularisierung, Gottes Geist oder Zeitgeist – das sind die beiden Pole, das Spannungsfeld, in dem der Jünger Jesu steht. „Denn das Fleisch gelüstet gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; und diese widerstreben einander, so dass ihr nicht das tut, was ihr wollt“ (Gal 5,17). Es ist ein geistliches Gesetz, das Jesus formulierte, als er seinen Jüngern sagte: „Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat“ (Mt 25,29). Im geistlichen Leben gibt es keinen Stillstand. Entweder wirkt Gottes Gnade geistliches Wachstum, oder eine äußere Form von Gottesfurcht ohne wahre geistliche Kraft leitet den geistlichen Niedergang ein. Ein Ausruhen auf dem, was der Jünger Jesu erlangt hat, um selig auf den Himmel zu warten, gibt es nicht. Dieser Kampf zwischen Geist und Fleisch wird bis zum letzten Atemzug ausgefochten.</p>
<p>Der Apostel Paulus schrieb an die Korinther, dass alle „Dinge aber, die den Israeliten widerfuhren, Vorbilder sind und zur Warnung für uns aufgeschrieben wurden, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist“ (1Kor 10,11). Dem alttestamentlichen Gottesvolk waren die Aussprüche Gottes anvertraut (Rö 3,2). Und dennoch, obgleich die Verheißungen und Bündnisse (Rö 9,4) Israel geschenkt waren, neigte das Herz des Volkes zum Götzendienst. Gott sandte seine Propheten und rief sein Volk zur Umkehr. Schließlich nutzte der Bundesgott die Zuchtrute der Babylonischen Gefangenschaft und erzog sein Volk in der Fremde. Gottes Pädagogik war erfolgreich gewesen. Nachdem Israel aus der Babylonischen Gefangenschaft zurückkehrte, gab es, jedenfalls im großen Stil, nie wieder einen Rückfall des Volkes in heidnischen Götzendienst.</p>
<p>Doch war das Herz der Israeliten endgültig geheilt? Vermochte Gottes Wort, von nun an auf fruchtbaren Herzensboden zu fallen? Wir kennen die Antwort der Bibel. Nach der Babylonischen Gefangenschaft entwickelte sich das pharisäische Schriftgelehrtentum. Unzählige Vorschriften, „Überlieferungen der Menschen“ (Mk 7,8), wie Jesus sie später nennen sollte, führten dazu, dass Israel Gottes Gebot verließ. Das menschliche Herz war vom Götzendienst gereinigt worden, aber von der frommen Ichhaftigkeit war es nicht erlöst worden. Mit anderen Worten: Statt dass Gottes lebendige Aussprüche das Herz erreichen und verändern konnten, statt dass das fromme Ichwesen sich unter Gottes Gebot beugte, erhob sich religiöse Selbstgerechtigkeit und Eigendünkel.</p>
<p>Die Israeliten hofften auf ihren Messias. Dieser sollte nach ihren Vorstellungen kommen, um sie aus dem Joch römischer Herrschaft zu befreien und als auserwähltes Gottesvolk endlich in die Stellung über alle Heiden zu erhöhen. Und der Messias erschien. Doch der Gottessohn kam nicht als politischer Befreier, sondern er kam als leidender Gottesknecht, um die Israeliten und alle Menschen aus der höchsten Form von Tyrannei, nicht die der Römer oder anderer Menschen, sondern die der Versklavung des menschlichen Herzens in der Sünde zu befreien. Israel erkannte seinen Messias nicht, weil ihr Herz in Eigensucht und Hochmut verharrte – auch sie waren Gefangene ihres vor Gott nichtigen Religionsbetriebes.</p>
<p>„Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle!“ (1Kor 10,12) ist ewiges Gotteswort, das auch an uns heute gerichtet bleibt. Keine christliche Gemeinschaft ist vor dieser Gefahr und Not verschont. Für Stolz und frommem Hochmut ist jedes Herz empfänglich, bis es endgültig beim Herrn sein wird. Nur wenn Gottes Wort, das Wort vom Kreuz, das menschliche Herz zu reinigen vermag, dann wird Gemeinde Jesu voller Leben und Kraft von oben sein. Das Wort des Herrn muss den Weg ins Herz finden, um dort glaubend und gehorsam angenommen zu werden, damit sich die erlösende und verändernde Kraft im christlichen Wandel frei entfalte. „Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Jesus Christus war“ (Phil 2,5). „Richtet vielmehr euer Urteil darauf, dem Bruder nicht Anstoß oder Ärgernis zu geben“ (Rö 14,13). „Und wandelt in Liebe, wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat“ (Eph 5,2). Diese Gebote sollten über aller Gemeinschaft der Gläubigen als lebendiges Zeugnis aufleuchten. Die Liebe, die alles „erträgt, alles glaubt, alles hofft, alles erduldet“ (1Kor 13,7) wird die Wahrheit stets in Liebe weitertragen.</p>
<p>Und so bleibt biblische Lehre und Wahrheit ohne Kraft, wenn sie nicht durch Gottes Geist das Herz des Gläubigen verändern kann. Dort ins Herz hinein will Gottes Wort, damit das Fleisch unter dem Kreuz willig sterbe und der neue Mensch, in Christus Jesus geschaffen, hervorleuchtet. Es ist eine alte Weisheit: Das Fleisch wird lieber fromm, ehe es stirbt. Israel in seiner Gesetzesfrömmigkeit und seiner pharisäischen Gelehrsamkeit ist ein nur zu treffliches Beispiel hierfür. Wie viel Streit unter Bibeltreuen wäre vermeidbar, wenn doch die wahre Lehre auch zu wahrer Heiligung und Christusähnlichkeit führte! Wie viele Spaltungen wären unterlassen worden, wenn das biblische Wort das menschliche Herz in der Tiefe berührt und verwandelt hätte!</p>
<p>„Seid eifrig bemüht, die Einheit des Geistes zu bewahren durch das Band des Friedens“ (Eph 4,3). Wie oft wurde die Einheit des Geistes und das Band des Friedens zertrennt, weil Gläubige oder ganze Denominationen – davon gibt es heute 40000 – Gottes Wort zu selbstsüchtig für ihre Zwecke missbrauchten. Nicht dass die tausendfache Aufsplitterung in Denominationen letzten Endes vor Gott verwerflich ist, denn diese könnte man als ein Zeichen der mannigfaltigen Gnade Gottes betrachten. Was tadelnswert ist und bleibt, ist jener geistige Hochmut, der im Namen der Bibel dazu führt, dass sich Bruder von Bruder trennt, weil man den Kampf für die Wahrheit mit Besserwisserei und Rechthaberei verwechselt. Dies ist die Bibelnot – die Not, an der so viele leiden und an der ganze Denominationen wieder zugrunde gehen.</p>
<p><strong>Das Wort Gottes führt in das Herz Gottes</strong></p>
<p>Heute stehen viele Denominationen vor einem geistlichen Niedergang. Dieser hat bereits Jahre oder gar Jahrzehnte zuvor im Herzen der Glieder eingesetzt. Um Stagnation und Mitgliederschwund aufzuhalten, werden ständig neue Programme, Methoden und Aktivitäten geboren. Religionssoziologen sprechen gar von einer „Eventisierung“ unter Christen. Alles muss zu einem Event, zu einer besonderen Veranstaltung, gemacht werden, um Christen zu unterhalten oder für die Gemeinde zu begeistern. Und selbstverständlich richtet man sich längst nicht mehr nach dem, was die Menschen wirklich hören sollen, sondern die eifrigen „Macher“ des modernen Gemeindepragmatismus fragen, was die frommen Schäfchen hören wollen. Adolf Schlatter diagnostizierte vor fast 100 Jahren treffend die Ursachen „aufgeregter Religiosität“: „&#8230; es ist ein sicheres Kennzeichen dafür: die Schrift fehlt, man steht nicht in innerer Gemeinschaft mit der Schrift, man denkt nicht schriftmäßig. Sowie die Schrift sich im Menschen heimisch macht, entsteht eine innerlich gefestigte Ruhe.“16</p>
<p>Und noch eine Einsicht Schlatters über eine verweltlichte Christenheit, die sich so an der sensationellen Endzeitlehren mit all ihren Spekulationen ergötzt, dass ein Eingehen in die wahre Ruhe Gottes geradezu verhindert wird, sei an dieser Stelle angeführt: „Eifrige Verliebtheit in prophetische Worte und gleichzeitig sehr kräftige Diesseitigkeit haben sich häufig zusammengefunden.“17 Das wahre prophetische Wort ergießt sich nicht in Annahmen und Hypothesen, welches Weltereignis welcher Schriftstelle zuzuordnen ist. Das Wesen wahrer Prophetie führt in das Herz Gottes, es zeigt dem Schüler der Schrift, wie Gott denkt, was er will und wie sehr er sich nach heiliger Gemeinschaft mit den Erlösten durch sein Wort sehnt.</p>
<p>„Und so halten wir nun fest an dem völlig gewissen prophetischen Wort, und ihr tut gut daran, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“ (2Petr 1,19). Petrus führt es uns vor Augen: Das prophetische Wort ist ein Licht, das in der Finsternis dieser Welt scheint, bis der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht. Das prophetische Wort will die Herzen erleuchten und gänzlich auf den Morgenstern, auf Jesus Christus, unseren Herrn, ausrichten. Wo Christus in unseren Herzen regiert, ist alle Bibelnot hinweggetan.</p>
<p>Georg Walter</p>
<p>Anmerkungen</p>
<p>1 Martyn Lloyd-Jones, Heresies. URL: http://www.the-highway.com/heresies_Lloyd-Jones.html. Aufgerufen am 13.2.2017.</p>
<p>2 Otto Riecker, <em>Kirche und Christen im Wandel der Zeit</em>, Hänssler Verlag, Neuhausen-Stuttgart, 1984, S.196.</p>
<p>3 Ebd.</p>
<p>4 Gudrun Neebe, <em>Apostolische Kirche</em>, Walter de Gruyter, Berlin, 1997, S.139-140.</p>
<p>5 Ebd., S.141.</p>
<p>6 Otto Riecker, op. cit., S.196.</p>
<p>7 Otto Riecker, op. cit., S.276.</p>
<p>8 Gottfried W. Locher, <em>Felix Manz Abschiedsworte</em>, S.12-13.</p>
<p>URL: http://www.zwingliana.ch/index.php/zwa/article/viewFile/646/557. Aufgerufen am 28.1.2015.</p>
<p>9 Glaubensstimme: <em>Sattler, Michael &#8211; Artikel und Handlung, die Michael Sattler zu Rottenburg am Neckar mit seinem Blut bezeugt hat</em>. URL: http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:s:sattler:sattler-anklage. Aufgerufen am 21.3.2017.</p>
<p>10 Mark Waldner, <em>Michael Sattlers Denkmal</em>.</p>
<p>URL: http://www.hutterites.org/news/michael-sattlers-denkmal/. Aufgerufen am 28.1.2015.</p>
<p>11 Ebd.</p>
<p>12 Otto Riecker, op. cit., S.279.</p>
<p>13 Adolf Schlatter, <em>Hülfe in Bibelnot – Neues und Altes zur Schriftfrage</em>, Freizeiten-Verlag, Gladbeck, 1953, S.8.</p>
<p>14 Ebd.</p>
<p>15 Ebd., S.9.</p>
<p>16 Ebd., S.16.</p>
<p>17 Ebd., S.19.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/die-bibelnot/13434">Die Bibelnot</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Tipp: Die Downgrade-Kontroverse (Georg Walter)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 07:00:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In der Ausgabe von The Sword and the Trowel vom August 1887 schrieb Spurgeon einen Artikel mit dem Titel Another Word Concerning the Down-Grade (Ein weiteres Wort zum Niedergang), worin er den Modernismus und die liberale Theologie für den geistlichen Niedergang unter den bekennenden Christen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-die-downgrade-kontroverse-georg-walter/13040">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13041" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930926_shop-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930926_shop-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930926_shop-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930926_shop-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930926_shop.jpg 390w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />In der Ausgabe von The Sword and the Trowel vom August 1887 schrieb Spurgeon einen Artikel mit dem Titel Another Word Concerning the Down-Grade (Ein weiteres Wort zum Niedergang), worin er den Modernismus und die liberale Theologie für den geistlichen Niedergang unter den bekennenden Christen seiner Zeit verantwortlich machte. Traditionelle Lehren wie die Irrtumslosigkeit und Inspiration der Schrift, der stellvertretende Sühnetod Christi, die Jungfrauengeburt des Gottessohnes, die Gottheit Christi sowie die Lehre der ewigen Verdammnis wurden infrage gestellt, und selbst eine Vielzahl der Mitglieder der Baptist Union, dem Baptistenbund, dem Spurgeon angehörte, sympathisierten mit manchen neuen Einsichten des theologischen Liberalismus.</p>
<p>Der von ihm beklagte geistliche Niedergang (engl. downgrade) führte zu der unter der Bezeichnung Downgrade-Kontroverse bekannt gewordenen Auseinandersetzung Spurgeons mit der rationalen Bibelkritik und dem Modernismus. Diese Kontroverse charakterisierte die letzten Jahre Spurgeons und führte schließlich zum Bruch mit der Baptist Union. Zuletzt stritt er einen einsamen Kampf gegen den Abfall des englischen Baptistenbundes, was ihn am Ende zum Austritt aus demselben veranlasste.</p>
<p>Dieser letzte Kampf Spurgeons für die Wahrheit des Evangeliums, die 1887 ihren Anfang nahm, begleitete ihn die letzten fünf Jahre bis zu seinem Tod am 31. Januar 1892. Bis zum Ende seines Lebens diente Spurgeon unter dem Banner Christi stets in der Absicht, standhaft »für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen« (Jud 3).</p>
<p><a href="http://www.cebooks.de/folgen-verlag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folgen Verlag</a>, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhältlich bei: <a href="http://www.cebooks.de/ebooks/die-downgrade-kontroverse" target="_blank" rel="noopener">ceBooks.de</a></p>
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		<title>Tipp: In Gottesfurcht stehen (Georg Walter)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2018 07:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[eBooks]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
		<category><![CDATA[In Gottesfurcht stehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gottesfurcht bedeutet mehr, als Gott in seiner Herrlichkeit und Macht anzuerkennen. Es ist die vom Heiligen Geist gewirkte Frucht und Tugend, die Gotteskinder fähig macht, als Pilger in dieser Welt würdig vor ihrem Gott zu wandeln. Welch wunderbare Verheißung ist es, wenn der Gott des&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-in-gottesfurcht-stehen-georg-walter/13047">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13048" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930582s-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930582s-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930582s-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930582s-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/9783958930582s.jpg 390w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gottesfurcht bedeutet mehr, als Gott in seiner Herrlichkeit und Macht anzuerkennen. Es ist die vom Heiligen Geist gewirkte Frucht und Tugend, die Gotteskinder fähig macht, als Pilger in dieser Welt würdig vor ihrem Gott zu wandeln.</p>
<p>Welch wunderbare Verheißung ist es, wenn der Gott des Himmels zu seinen Erlösten spricht: „Ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige“ (2Kor 6,18). „Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!“ (2Kor 7,1). Dieses Andachtsbuch will eine Hilfe sein, die Heiligkeit in Gottesfurcht zu vollenden.</p>
<p><a href="http://www.cebooks.de/folgen-verlag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folgen Verlag</a>, als eBook 3,99 EUR, ePub/Mobi, erhältlich bei: <a href="http://www.cebooks.de/ebooks/in-gottesfurcht-stehen" target="_blank" rel="noopener">ceBooks.de</a></p>
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		<title>Wie Gott einen Reformator beruft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Feb 2017 20:04:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Lutherjahr]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Reformation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Wenn mir der Herr in seinem Wort begegnet, Wenn ich die großen Gnadentaten seh, Wie er das Volk des Eigentums gesegnet. Wie er’s geliebt, begnadigt je und je, Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu Wie groß bist du, wie groß bist du!&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wie-gott-einen-reformator-beruft/11730">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Wenn mir der Herr in seinem Wort begegnet,<br />
Wenn ich die großen Gnadentaten seh,<br />
Wie er das Volk des Eigentums gesegnet.<br />
Wie er’s geliebt, begnadigt je und je,</p>
<p>Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu<br />
Wie groß bist du, wie groß bist du!<br />
Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu<br />
Wie groß bist du, wie groß bist du!<br />
Carl Gustaf Boberg</p></blockquote>
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wie-gott-einen-reformator-beruft/11730/martinluther-workshopcranachelder" rel="attachment wp-att-11731"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-11731" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/MartinLuther-workshopCranachElder-300x214.jpg" alt="MartinLuther-workshopCranachElder" width="300" height="214" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/MartinLuther-workshopCranachElder-300x214.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/MartinLuther-workshopCranachElder-768x548.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/MartinLuther-workshopCranachElder-1024x731.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/MartinLuther-workshopCranachElder.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Als der schwedische Pastor Carl Gustaf Boberg (1859-1940) auf einem Spaziergang war, brach jählings ein Gewitter los, begleitet von heftigen Winden und Donnergrollen. Nachdem sich das Gewitter gelegt hatte und Ruhe eingekehrt war, hörte Boberg in der Ferne die Glocken seiner Kirche läuten. Die Worte „Wie groß bist Du“ wurden in sein Herz gelegt, und daraus entstand das Lied <em>Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte</em>. Gott benutzte ein Unwetter, um das Herz eines Pastors zu bewegen, ein Kirchenlied zu dichten, das bis heute gesungen wird. Dass Gustaf Boberg die Botschaft des Evangeliums der Gnade im Herzen er- und begriffen hatte, beweisen seine Worte: „Wenn mir der Herr in seinem Wort begegnet &#8230; “</p>
<p>Boberg gehörte der <em>Svenska Missionskyrkan</em> (Mission Covenant Church of Sweden), einer reformierten Freikirche Schwedens an, die ihre Wurzeln im Pietismus und den christlichen Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts hatte. Während die <em>Svenska Missionskyrkan</em> wie Presbyterianer, Baptisten, Pietisten, Methodisten oder die Brüderbewegung zu den vielen Nebenströmen des Protestantismus gehörte, waren es Reformierte und Lutheraner, die zum bedeutendsten Hauptstrom des Protestantismus zählten. Beim Protestantismus handelt es sich somit nicht um eine Kirche, sondern um eine christliche Strömung.</p>
<p>Die Bezeichnung ”Protestant” geht auf das Protestschreiben, die Protestation, zurück, die 1529 auf dem Reichstag zu Speyer eingereicht wurde. Jene deutschen Fürsten, die der Lehre des Reformators Martin Luther folgten, wollten sich dem Reichstagsbeschluss nicht fügen, der eine Reichsacht gegen Martin Luther verhängt hatte. Zunächst wurde der Begriff ”Protestant” lediglich auf die Anhänger Luthers angewandt, doch bald wurde der Begriff auch auf die Gefährten Johannes Calvins, die Reformierten, und später auf alle Strömungen ausgedehnt, die aus der Reformation hervorgingen.</p>
<p>Eine der Hauptfiguren der Reformation – für manche gar der ”Vater der Reformation” – war Martin Luther.<span id="more-11730"></span></p>
<p>Ähnlich wie bei Gustaf Boberg war es ein Unwetter, das Martin Luthers Herz bewegte. Als ihn am 2. Juli 1505 ein schweres Gewitter überraschte und ein Blitz vor ihm erschien, fiel er vor Schrecken zu Boden und schrie: ”Hilf, liebe Sankt Anna, ich will ein Mönch werden.” Zurück in Erfurt wurde er kurz von Zweifeln geplagt, ob er dieses vorschnelle Gelübde einlösen solle, doch am 17. Juli stand sein Entschluss endgültig fest. Martin Luther klopfte an die Tore des Augustinerklosters, wo er bis zu seinem Lebensende bleiben wollte, so zumindest meinte er. Erst Jahre später erkannte Luther, dass ihm die Todesangst das Mönchsgelübde aufgezwungen hatte.</p>
<p>Luther wuchs in Zeiten großen geschichtlichen Wandels auf. Um 1500 gab es in China und Zentralasien kaum noch christliche Kirchen. In Indien überlebte nur eine kleine christliche Minderheit, und in Kleinasien, einst ein Zentrum christlicher Frömmigkeit, war das Christentum im Niedergang begriffen. Konstantinopel, Sitz der Orthodoxen Kirche, war bereits 1453 in die Hände islamischer Eroberer gefallen, und die Hagia Sophia, auch Sophienkirche genannt, wurde in diesem Zuge in eine Moschee verwandelt. Der östliche Mittelmeerraum, ebenfalls ein Zentrum christlichen Denkens, stand unter moslemischer Herrschaft. Über Städten wie Jerusalem, Antiochien und Alexandrien, die einst unter katholischer Vorherrschaft standen, wehte nun die Flagge des Halbmondes.</p>
<p>Der geistige Zustand der katholischen Kirche war ernüchternd. Klöster, Kleriker und das Papsttum waren korrupt. Die mittelalterliche Gesellschaftsordnung des Feudalismus, der Leibeigenschaft der meist adligen Großgrundbesitzer, begann brüchig zu werden. Die Städte wuchsen, und viele Menschen verließen die ländlichen Gebiete. Welche Rolle die Kirche in diesem gesellschaftlichen Wandel spielen würde, war in jener Zeit noch nicht absehbar.</p>
<p>Luther selbst muss diese Zeit als eine Zeit des nahenden Endes begriffen haben. In Luthers persönlichem „Bekenntnis“ (<em>Vom Abendmahl Christi. Bekenntnis</em>) schrieb er 1528 in einer Phase schwerer Krankheit und in Erwartung seines möglichen Todes: „Weil ich sehe, dass Aufruhr und Irrtum je länger je mehr werden und das Toben und Wüten des Satans nicht aufhören, &#8230; will ich mit dieser Schrift vor Gott und aller Welt meinen Glauben Stück für Stück bekennen, bei dem ich gedenke zu bleiben bis in den Tod, um in ihm, wozu mir Gott helfe, von dieser Welt zu scheiden und vor unseres Herrn Jesu Christi Richterstuhl zu kommen.“1</p>
<p>Dies waren die Worte Luthers als Reformator, der 23 Jahre zuvor in ein katholisches Kloster eingetreten war, ohne auch nur zu ahnen, dass seine Person über die deutschen Grenzen hinweg den protestantischen Glauben beflügeln würde. Luther wollte im Grunde zunächst nur eine Reformation seiner Kirche, der katholischen Kirche. Doch als der Herr ihm in seinem Wort begegnete, konnte er nicht anders, als sich der Wahrheit zu beugen und seinem Herrn Jesus Christus zu folgen. Sein reformatorischer Eifer führte zur Kirchenspaltung und im Zuge dieser Ereignisse bedauerlicherweise zu Religionskriegen, einem düsteren Kapitel der Geschichte der Reformation.</p>
<p>Während mancher Protestant den Reformator Martin Luther als Vater des Protestantismus verehrt, sieht mancher Katholik in ihm einen Spalter der Kirche. Und natürlich gibt es zwischen diesen beiden Polen der Beurteilung viele Nuancen und Stufen im ökumenischen Miteinander unserer Tage. Es lohnt sich jedenfalls, die Ereignisse in Luthers Leben nachzuzeichnen, die schließlich zum Bruch mit seiner Mutterkirche führten, um im Verlauf dieser Betrachtungen die Frage zu vergegenwärtigen, ob denn Luthers Schisma zu Recht oder zu Unrecht vollzogen wurde. Die Perspektive, aus welcher die folgenden Überlegungen angestellt werden, ist jene, die heute von der Mehrzahl der Christen zwar nicht mehr geteilt wird, die indessen von Luther selbst und wahren Christen über Jahrhunderte hinweg vertreten wurde. Es ist die Sichtweise aus dem Blickwinkel von dem, was Luther als das „Wort Gottes“ bezeichnete, jener Ausdruck Luthers, den er für den Anspruch der Heiligen Schrift verwendete, sowohl Offenbarung Gottes in Wort und Schrift als auch göttliche Gegenwart in Christus im Herzen des Gläubigen zu sein. Wahrer Glaube kommt aus dem Wort und war das Fundament der Theologie Luthers.</p>
<p>Luther selbst wollte keineswegs, dass andere von lutherischer Theologie sprachen, konnte doch Lehre aus seiner Sicht nur immer das Prädikat „christlich“ tragen. Er schrieb 1522: „Ich bitte, man wollt meines Namens geschweigen und sich nicht lutherisch, sondern Christen heißen. Was ist Luther? Ist doch die Lehre nicht mein. So bin ich auch für niemand gekreuzigt. Wie käme denn ich armer stinkender Madensack dazu, dass man die Kinder Christi sollte mit meinem heillosen Namen nennen? &#8230; Liebe Freunde, lasst uns tilgen die parteiischen Namen und Christen heißen, des Lehre wir haben.“2 Der „arme Madensack“ Luther hatte zumindest mehr Demut als manche der heutigen Theologen – und mancher Denominationen –, die in dem Dünkel leben, die ganze Christenheit müsse ihren Lehren folgen. Wie Luther letztlich zu beurteilen ist, können wir getrost Gott überlassen, da er allein ein gerechtes Urteil fällen wird. Doch Gott ließ es sich nicht nehmen, einen „Madensack“ zu gebrauchen, um die theologische Welt zu verändern.</p>
<p>Als Luther den Entschluss fasste, in das Erfurter Augustinerkloster einzutreten, handelte es sich um eine bewusste Entscheidung für das Klosterleben und eine mönchische Bewegung, denen Scheinheiligkeit und Lasterhaftigkeit in jener Zeit nicht vorgeworfen wurde. Die Augustiner Erfurts waren angesehen und widmeten sich in erster Linie dem Studium und der Verkündigung von Gottes Wort sowie der Seelsorge. Bereits im Kloster schrieb Luther seinem Vater einen Brief über seinen Entschluss, Mönch zu werden, was in ihm vorerst große Wut über den eigenmächtigen Schritt seines Sohnes aufkommen ließ. Erst später stimmt der Vater widerwillig der neuen Berufung seines Sohnes zu.</p>
<p>In den Augustinerklöstern wurde in jener Zeit auf Anordnung des Ordensvicars Staupitz dazu ermuntert, die Heilige Schrift in der lateinischen Bibelübersetzung eifrig zu lesen und zu studieren. Luther hat davon regen Gebrauch gemacht. Der katholischen Tradition folgend erwählte sich Luther 21 Heilige, deren Schutz er anrief, darunter auch die Heilige Anna, die Schutzpatronin gegen Gewitter, die er bei seinem „Gewitter-Erlebnis“ angerufen hatte. Gebete, Almosen, Fasten, Kasteiungen, Bußübungen, Nachtwachen, das Umherziehen mit dem Bettelsack, die Beichte und ständige Selbstprüfung, die dem jungen Luther seine Sünden nur noch umso reichlicher vor Augen führten, füllten sein Mönchsleben aus. Aber Luther war von Anbeginn an ein fleißiger Schüler der Bibel und der theologischen Schriften seiner Zeit, der mittelalterlichen Scholastik.</p>
<p>Schon früh muss Luther die Frage bewegt haben, wie der Sünder das ewige Heil erlangen könne. Die katholische Kirche lehrte – und lehrt es auch heute noch –, dass neben der Gnade die eigenen frommen Werke, der Ablasshandel und schließlich das Fegefeuer einen Anteil an der Erlangung des Heils haben. Luther zählte zu den eifrigsten unter den Mönchen. Es sollte etwa ein Jahrzehnt dauern, bis die Anstrengungen des frommen Fleisches Luthers durch die Erkenntnis der Wahrheit der Rechtfertigung aus Gnade allein endgültig erstarben. Dieses Ereignis ist bis heute als das Turmerlebnis Luthers bekannt, weil ihm das Licht der Wahrheit im Turm des Augustinerklosters geschenkt wurde. Die Lutherforschung streitet sich noch über den genauen Zeitpunkt. Dieses Ereignis muss sich zwischen 1513 und 1518 zugetragen haben. Entscheidend ist indessen nicht die Kenntnis des genauen Tages oder Jahres, denn es mag sich durchaus im Ratschluss Gottes so ereignet haben, dass Luther als Werkzeug in seiner Hand allmählich immer mehr Licht über das wahre Evangelium empfangen hatte.</p>
<p>Ehe Luther die freimachende Botschaft des Evangeliums in seinem ganzen Reichtum innerlich erfasste und durch das neue Leben in Christus das Alte des frommen Ichmenschen hinter sich ließ, war sein Charakter von Eifer einerseits und Melancholie andererseits geprägt. Letztere übermannte ihn immer dann, wenn er auf seine Sünden und Verfehlungen blickte, auch auf die kleinsten seiner menschlichen Schwachheit. Rückblickend sagte Luther über seine Klosterjahre später, dass er sich als hoffärtiger Heiliger abmühte, Gott zu gefallen und es doch niemals vermochte.</p>
<p>Luther wurde am 2. Mai 1507 zum Priester ordiniert, und im Oktober 1512 wurde er Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Wittenberg. Umgehend beginnt der Doktor der Theologie mit Vorlesungen über die Psalmen, um sich in den folgenden Jahren jenen neutestamentlichen Briefen zu widmen, die ihn zur rechten Erkenntnis der Wahrheiten des Evangeliums führten: dem Römerbrief und dem Galaterbrief.</p>
<p>Während Luther sich im Südturm des Wittenberger Augustinerklosters in seinem Studierzimmer auf eine seiner Vorlesungen vorbereitete, lenkte der Heilige Geist seinen glühenden Eifer für den Römerbrief des Apostels Paulus auf das Wort „Gottes Gerechtigkeit“. Luther schreibt rückblickend über jenes denkwürdige Ereignis:<br />
„Es war gewiss wunderbar, von welchem glühenden Eifer ich ergriffen worden war, Paulus im Brief an die Römer kennenzulernen, aber mir hatte bis dahin nicht die Kälte des Herzens im Wege gestanden, sondern ein einziges Wort, das im ersten Kapitel steht (1,17): Die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm (Evangelium) offenbar. Denn ich hasste dieses Wort „Gerechtigkeit Gottes“, weil ich durch den Brauch und die Gewohnheit aller Doktoren gelehrt worden war, es von der sogenannten formalen oder aktiven Gerechtigkeit her zu verstehen, durch die Gott gerecht ist und die Sünder und die Ungerechten straft.</p>
<p>Ich aber, der ich fühlte, dass ich vor Gott ein Sünder mit unruhigem Gewissen sei, und nicht glauben konnte, dass ich durch meine Genugtuung versöhnt sei, (obgleich) ich wie immer ein untadeliger Mönch lebte, liebte den gerechten und die Sünder strafenden Gott nicht; ja, ich hasste ihn vielmehr und war unwillig gegen Gott, wenn nicht in unausgesprochener Lästerung, so doch mit mächtigem Murren, indem ich sagte: Als ob es wirklich nicht genug sei, dass die elenden und durch die Erbsünde ewiglich verdammten Sünder durch das Gesetz des Dekaloges mit jeder Art von Unheil bedrückt sind, wenn Gott nicht durch das Evangelium Leid an Leid füge und uns auch durch das Evangelium seine Gerechtigkeit und seinen Zorn androhe. So raste ich mit meinem wütenden und verwirrten Gewissen, pochte aber dennoch ungestüm an dieser Stelle bei Paulus an, weil ich glühend danach dürstete, zu erfahren, was Sankt Paulus wolle.</p>
<p>Tag und Nacht dachte ich unablässig darüber nach, bis Gott sich meiner erbarmte und ich auf den Zusammenhang der Worte achtete, nämlich: Die Gerechtigkeit Gottes wird in ihm offenbar, wie geschrieben steht: Der Gerechte lebt aus Glauben. Da fing ich an, die Gerechtigkeit Gottes als die Gerechtigkeit zu verstehen, durch die der Gerechte als durch Gottes Geschenk lebt, nämlich aus dem Glauben, und begriff, dass dies der Sinn sei: Durch das Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbar, und zwar die passive, durch die uns der barmherzige Gott durch den Glauben rechtfertigt, wie geschrieben steht: Der Gerechte lebt aus (seinem) Glauben. Da fühlte ich, dass ich ganz und gar neugeboren und durch die geöffneten Pforten in das Paradies selbst eingetreten war. Ununterbrochen zeigte mir nun die ganze Heilige Schrift ein anderes Gesicht. Ich durchlief die Schriften, wie ich sie im Gedächtnis hatte, und fand auch bei anderen Wörtern einen entsprechenden Sinn; so bedeutet das Werk Gottes das Werk, das Gott in uns wirkt, Kraft Gottes die Kraft, durch die er uns kräftig macht, Weisheit Gottes die Weisheit, durch die er uns weise macht. (Ebenso ist es) mit Stärke Gottes, Heil Gottes und Herrlichkeit Gottes.</p>
<p>In dem gleichen Maße, in dem ich vorher das Wort Gerechtigkeit Gottes gehasst hatte, erhob ich mir nunmehr voller Liebe dieses allersüßeste Wort. So wurde mir diese Stelle des Paulus wahrlich zur Pforte des Paradieses.“3</p>
<p>Luthers Turmerlebnis veränderte nicht nur ihn sondern die Welt. Die Erleuchtung, die er empfing, prägte von nun an sein Schriftverständnis. Als er am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an das Portal der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug, wusste er noch nicht, welche Folgen sein Handeln nach sich ziehen würden. In seinen 95 Thesen kritisierte er an der Kirche, der er noch selbst angehörte, vor allem den Ablasshandel, das falsche Verständnis der Buße und den Papst. Die neu gewonnene Einsicht, dass Gott die Gerechtigkeit allein aus Glauben zurechnet, wird in den 95 Thesen Luthers nicht dargelegt, aber die ersten Ansätze für Luthers Überzeugung, dass Schriftautorität – <em>sola scriptura</em> (allein die Schrift) – über Kirchenautorität stehe, sprechen deutlich aus seinen Thesen. Luther ging es mit seinem in Lateinisch verfassten Thesenanschlag, der ursprünglich für eine akademische Debatte bestimmt war, nicht um die Schaffung einer neuen Kirche, sondern um Reformation seiner eigenen Kirche.</p>
<p>Schnell wurden Luthers Thesen ins Deutsche übersetzt und fanden dank der Erfindung des Buchdrucks in kürzester Zeit Verbreitung in ganz Deutschland. Die Auswirkungen dieser Vorgänge setzten etwas in Gang, was der angehende Reformator wohl niemals beabsichtigt hatte. Als Reformator der eigenen Kirche abgelehnt, wurde Luther zum Kirchenspalter. Und dies alles, weil Luther den Mut aufgebracht hatte, eine Diskussion über das zu beginnen, was unzählige Menschen gleich ihm bewegte: der Abfall der Kirche von ihrer eigentlichen Berufung. Luther selbst muss wohl von den zustimmenden Reaktionen des Volkes überrascht gewesen sein. Dies war der Anfang der deutschen Reformation.</p>
<p>Der Dominikanermönch Silvester Prierias, päpstlicher Inquisitor, verfasste eine die Schrift <em>Dialogus</em> (Zwiegespräch) und legte sie im Dezember 1517 dem Papst vor. In dieser Schrift wurden nicht nur den Thesen Luthers aus katholischer Sicht widersprochen, sondern eine Reihe lutherischer Lehren wurden darin sogar als Häresie bezeichnet. Erst im Mai 1518 wurde Luther die gedruckte Version des <em>Dialogus</em> vorgelegt. Die kirchlichen Konzilien, der Papst und die römische Kirche als Gemeinschaft aller Heiligen könne sich nicht irren, und wer dem widerspricht, sei ein Häretiker, so das Dokument. Dies befeuerte den Kampfgeist Luthers, für die Wahrheit des Evangeliums einzutreten, erst recht umso mehr. Von nun an sollte Luther an der christlichen Heilswahrheit – an dem „edlen anvertrauten Gut“ (2Tim 1,14) – mit aller von Gott geschenkten Kraft festhalten. Würden wir eine Kirchengeschichte aus dem Blickwinkel der Wahrheit von Gottes Wort schreiben, müssten wir zu dem Schluss kommen, dass es im Grunde nicht Luther war, der die Kirche spaltete. Es war der katholische Dogmatismus, die Unwahrheit, die sich über Jahrhunderte den Deckmantel christlicher Frömmigkeit übergeworfen hatte, die die Kirchentrennung verursachte. Nicht Luther musste sich den menschlichen Traditionen des Katholizismus unterwerfen, sondern die katholische Kirche hätte sich im Grunde der ewigen Wahrheit des Evangeliums beugen müssen.</p>
<p>Der endgültige Bruch Luthers mit der katholischen Kirche folgt der Bannandrohung von Papst Leo X. im Jahre 1520. Sollte Luther nicht innerhalb von 60 Tagen seine Thesen und Lehren widerrufen, würde er aus der Kirche ausgeschlossen werden. Luther war zu sehr ein Streiter für die Wahrheit, als dass er sich durch diese Androhung kirchlicher Macht hätte einschüchtern lassen. Nachdem die römische Kirche eine öffentliche Verbrennung seiner Schriften angeordnet hatte, antwortete er trotzig mit der Verbrennung der päpstlichen Bannandrohung.</p>
<p>Am 17. April 1521 stand Luther vor dem deutschen Kaiser Karl V. Er wurde erneut vor ein Ultimatum gestellt: Entweder er widerrufe und beuge sich der römischen Kirche, oder der Kirchenbann würde aufrechterhalten. Die Entschlossenheit des Reformators wird daran deutlich, dass er nach nur einem Tag Bedenkzeit vor den Wormser Reichstag trat und vor Kaiser Karl V., der sich als Schutzherr der Christenheit bezeichnete, das Zeugnis ablegte, das sich dem heiligen Gotteswort „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ (Apg 5,29) stärker verpflichtet fühlte als menschlichen Einheitsbemühungen: „Wenn ich nicht überwunden werde durch Zeugnisse der Heiligen Schrift oder durch evidente Vernunftsgründe – denn ich glaube weder dem Papst noch den Konzilen allein, weil feststeht, dass sie sich schon oft geirrt und sich selbst widersprochen haben –, bin ich durch die von mir angezogenen Schriftstellen besiegt, und das Gewissen ist in Gottes Wort gefangen, und ich kann und will nicht irgendetwas widerrufen, weil es weder gefahrlos noch heilsam ist, gegen das Gewissen zu handeln. Hier stehe ich. Gott helfe mir. Amen.“4</p>
<p>Als Kaiser Karl am 8. Mai 1521 das Wormser Edikt unterschrieb, das die Reichsacht über Luther verhängte, hatte die reformatorische Bewegung bereits so viel Zustimmung erfahren, dass das Feuer der Reformation nicht mehr zu löschen war. Hierin sehen wir gleichsam die Hand Gottes, des wahren Weltenherrschers, der sowohl der kaiserlichen Ordnungsmacht als auch der Macht der römischen Kirche gebührend Einhalt gebot als auch seine schützende Hand über den Reformator hielt, der noch eine beträchtliche Wegstrecke in seinem Glaubenskampf vor sich hatte.</p>
<p>Vier Säulen der Reformation – auch als die „vier solas“ bekannt – sollten für Jahrhunderte nicht nur für den Protestantismus, sondern auch für die daraus entstehenden protestantischen Freikirchen, Denominationen und Strömungen zu den festen Fundamenten der christlichen Lehre gehören. Die Rechtfertigung allein aus Glauben, <em>sola fide</em>, allein aus Gnade, <em>sola gratia</em>, alleine durch Christus, <em>solus Christus</em>, war Gottes Handeln am Menschen, und dies alles alleine auf der Grundlage der Schrift, <em>sola scriptura</em>. Wer von nun an <em>für </em>die „vier solas“ stand, positionierte sich <em>gegen</em> Werksgerechtigkeit, <em>gegen</em> ein Evangelium, das neben der Erlösungstat Christi noch menschliche Verdienste forderte und <em>gegen</em> den Anspruch der römischen Kirche, dass die päpstliche Lehre <em>ex cathedra</em> oder kirchliche Konzile in gleicher Autorität neben der Schrift Geltung hatten.</p>
<p>Menschen, die immer nur <em>für</em> etwas, indessen nie <em>gegen</em> etwas sein wollen, wird Gott niemals als Werkzeug gebrauchen können. In der Person Luthers vereinte sich aber mehr als die Fähigkeit und der Wille, Position <em>für</em> die Wahrheit zu beziehen. Luther war mit allen Konsequenzen bereit, für den ein für alle Mal überlieferten Glauben zu kämpfen, <em>gegen</em> alle Widerstände, die sich vor ihm auftaten. Die letzten schriftlichen Worte Luthers auf einem Zettel vom 16. Februar 1546 lauteten: „Die Heilige Schrift meine niemand genügsam geschmeckt zu haben, er habe denn hundert Jahre lang mit Propheten wie Elias und Elisa, Johannes dem Täufer, Christus und den Aposteln die Gemeinden regiert. Versuche nicht diese göttliche Aeneis, sondern neige dich tief anbetend vor ihren Spuren! Wir sind Bettler, das ist wahr.“5</p>
<p>Im Angesicht der Ewigkeit empfand sich Luther als ein Bettler, obgleich sein reformatorisches Wirken beachtlich war und über Jahrhunderte einen reichen Schatz darstellte. Luther übersetzte das Alte und Neue Testament in die deutsche Sprache. Neben den reformatorischen Hauptschriften <em>An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung</em>,<em> Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche</em> und<em> Von der Freiheit eines Christenmenschen</em> verfasste er weitere Schriften und Kommentare zur Bibel. Überdies erkannte Luther die Notwendigkeit, den Kirchengesang zu reformieren, und er verfasste selbst zahlreiche Choräle und Kirchenlieder in deutscher Sprache.</p>
<p>Für Luther war ein wahrhaft geistliches Kirchenlied nichts anderes als die gesungene Botschaft der Wahrheit des Evangeliums. Carl Gustaf Bobergs bekanntes Lied <em>Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte</em> ehrt den Schöpfer, Herrscher und Erlöser. Es steht in der Tradition des reformatorischen Liedgutes, das uns noch heute zuruft: <em>soli Deo gloria</em> – Gott allein die Ehre. Im Gegensatz zu manchem frommen Liedgut unserer heutigen Zeit, in der die Ehre und Herrlichkeit Gottes auf dem Altar von Kommerz, banalem Emotionalismus und frommem Ichmenschen geopfert wird, ertönen diese alten Liedtexte wie eine Mahnung und Herausforderung zugleich. Fehlt uns nicht das, was Boberg beschreibt: „Wenn mir der Herr in seinem Wort begegnet, &#8230; Dann jauchzt mein Herz dir, großer Herrscher zu, Wie groß bist du, wie groß bist du!“</p>
<p>Luther hatte wie Boberg sein „Gewittererlebnis“ und wurde in einem Augustinerkloster von Gott für seine Berufung zugerüstet. Doch erst als der Herr dem Reformator in seinem Wort begegnete, wurde der neue innere Mensch geboren, der Geschichte schreiben sollte. In einem seiner bekanntesten Lieder <em>Eine feste Burg ist unser Gott</em> ruft der Reformator uns gleichsam noch heute zu: Sie sollen lassen das Wort stahn! In jeder christlichen Bewegung, Kirche oder Gemeinschaft, in der die Schriftfrage nicht geklärt ist, in der kein uneingeschränktes Ja zur Schriftautorität – zu <em>sola scriptura</em> – uneingeschränkt Geltung hat, entfernt sich die lebensspendende Kraft des Heiligen Geistes. Zurück bleibt bestenfalls tote christliche Tradition, schlimmstenfalls der völlige Glaubensabfall.</p>
<p>„Mit unserer Macht ist nichts getan“, dichtete Luther als jemand, der als „Madensack“ von seinem Herrn und Erlöser als einer der größten Reformatoren in die Kirchengeschichte einging. Als er an den Pforten der Ewigkeit stand, empfand sich der wortgewaltige Luther angesichts seines mächtigen Gottes als Bettler. Doch bis zu seinem letzten Atemzug war er sich gewiss: „Das Reich muss uns doch bleiben.“</p>
<blockquote><p>Ein feste Burg ist unser Gott,<br />
ein gute Wehr und Waffen.<br />
Er hilft uns frei aus aller Not,<br />
die uns jetzt hat betroffen.<br />
Der alt böse Feind mit Ernst<br />
ers jetzt meint;<br />
groß Macht und viel List<br />
sein grausam Rüstung ist,<br />
auf Erd ist nicht seinsgleichen.</p>
<p>Mit unsrer Macht ist nichts getan,<br />
wir sind gar bald verloren;<br />
es streit&#8216; für uns der rechte Mann,<br />
den Gott hat selbst erkoren.<br />
Fragst du, wer der ist?<br />
Er heißt Jesus Christ,<br />
der Herr Zebaoth,<br />
und ist kein andrer Gott,<br />
das Feld muss er behalten.</p>
<p>Und wenn die Welt voll Teufel wär,<br />
und wollt uns gar verschlingen,<br />
so fürchten wir und nicht so sehr,<br />
es soll uns doch gelingen.<br />
Der Fürst dieser Welt,<br />
wie saur er sich stellt,<br />
tut er uns doch nicht;<br />
das macht, er ist gericht&#8216;:<br />
Ein Wörtlein kann ihn fällen.</p>
<p>Das Wort sie sollen lassen stahn<br />
und kein&#8216; Dank dazu haben;<br />
er ist bei uns wohl auf dem Plan<br />
mit seinem Geist und Gaben.<br />
Nehmen sie den Leib,<br />
Gut, Ehr, Kind und Weib:<br />
Lass fahren dahin,<br />
sie habens kein&#8216; Gewinn,<br />
das Reich muss uns doch bleiben.</p></blockquote>
<p>Georg Walter</p>
<p>Anmerkungen<br />
1 WA, 26, 499-500.<br />
2 WA, 8, 637.<br />
3 Martin Luthers Turmerlebnis.<br />
URL: http://www.gemeindehilfsbund.de/seelsorge-und-beratung/frieden-mit-gott-finden/64-turmerlebnis.html. Aufgerufen am 19.1.2015.<em>  </em>Martin Luther, Vorrede zum 1. Band der Gesamtausgabe seiner lateinischen Werke, Wittenberg 1545.<br />
4 Klaus Rüdiger Mai, <em>Der Vatikan: Geschichte einer Weltmacht im Zwielicht</em>, Bastei Lübbe, Köln, S.362-363.<br />
5 Dr. Volkmar Joestel, <em>Luthers Tod</em>. URL: http://www.luther.de/jlt.html. Aufgerufen am 19.1.2015.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wie-gott-einen-reformator-beruft/11730">Wie Gott einen Reformator beruft</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Zehn Fragen an Georg Walter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2016 14:45:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[christliche Autoren]]></category>
		<category><![CDATA[distomos]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Verleger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kamen Sie dazu schriftstellerisch aktiv zu werden? In meiner Auseinandersetzung mit Strömungen (Charismatik, Neoevangelikalismus, Emerging Church, liberale Theologie, Mystik), die nicht mehr oder nur noch teilweise auf dem Fundament schriftgemäßer Lehre stehen, griff ich überwiegend auf englischsprachige Quellen bibeltreuer Autoren zurück und konnte nur&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/zehn-fragen-an-georg-walter/10430">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zehn-fragen-an-georg-walter/10430">Zehn Fragen an Georg Walter</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li>Wie kamen Sie dazu schriftstellerisch aktiv zu werden?</li>
</ol>
<p>In meiner Auseinandersetzung mit Strömungen (Charismatik, Neoevangelikalismus, Emerging Church, liberale Theologie, Mystik), die nicht mehr oder nur noch teilweise auf dem Fundament schriftgemäßer Lehre stehen, griff ich überwiegend auf englischsprachige Quellen bibeltreuer Autoren zurück und konnte nur wenig Material in deutscher Sprache finden. Immer wieder wurde ich zu bestimmten Themen angesprochen und leitete Artikel an Interessierte zu diesen Sachthemen weiter. Die Fremdsprachenkenntnisse vieler sind jedoch nicht ausreichend, um englischsprachige Artikel zu verstehen, so dass ich begann, den einen oder anderen Artikel ins Deutsche zu übersetzen sowie eigene Artikel zu verfassen. In diesem Zuge kam mir der Gedanke, einen Blog zu eröffnen. Statt in mühsamer und zeitaufwendiger Kleinarbeit Aufklärung zu machen, konnte nun jeder auf meinen Blog zugreifen und die Artikel abrufen, die für ihn von Interesse waren. Auf diese Weise wurden Artikel in den letzten Jahren tausendfach aufgerufen, gelesen und sicherlich auch weiterverbreitet. Vieles von dem, was ich recherchierte, fasste ich in dem Buch <em><a href="https://www.cbuch.de/walter-der-angriff-auf-die-wahrheit.html" target="_blank">Der Angriff auf die Wahrheit</a>/<a href="http://clv.de/Sonstiges/Archiv/Der-Angriff-auf-die-Wahrheit.html" target="_blank">Frei-PDF</a></em> für den CLV Verlag zusammen, das im Jahre 2009 zum 100-jährigen Bestehen der <em>Berliner Erklärung</em> veröffentlicht wurde.</p>
<ol start="2">
<li>Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?</li>
</ol>
<p><a href="https://www.cbuch.de/walter-seht-welch-eine-liebe.html" target="_blank" rel="attachment wp-att-10433"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-10433" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/seht_welche_eine_liebe_web-190x300.jpg" alt="seht_welche_eine_liebe_web" width="190" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/seht_welche_eine_liebe_web-190x300.jpg 190w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/seht_welche_eine_liebe_web.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 190px) 100vw, 190px" /></a>Derzeit ist kein eigenes Buchprojekt geplant. Ich befasse mich gegenwärtig mit der Reformation, Martin Luther sowie mit der Autorität der Heiligen Schrift und dem reformatorischen Prinzip <em>sola scriptura</em> (allein die Schrift). Möglicherweise könnte daraus eine kleine Schrift oder eine Artikelreihe werden.</p>
<ol start="3">
<li>Nennen Sie uns ihre 3 Lieblingsbücher (neben der Bibel)?</li>
</ol>
<p>Ich würde an dieser Stelle lieber Lieblingsautoren nennen, in deren Bücher ich immer wieder einmal schaue. Hierzu zählen John MacArthur, Charles Spurgeon, Martyn Lloyd-Jones, Aiden W. Tozer, Rudi Holzhauer, Fritz Binde, Georg Steinberger und Pfarrer Wilhelm Busch.<span id="more-10430"></span></p>
<ol start="4">
<li>Welche Bücher / Welches Buch würden Sie nicht noch einmal lesen?</li>
</ol>
<p>Im Zuge meiner Aufklärungsarbeit habe ich viele Bücher von Autoren gelesen, die emergentes, missionales, mystisches und neoevangelikales Gedankengut verbreiten. Diese Bücher würde ich natürlich nicht mehr lesen. Gleichwohl sagt die Schrift: „Prüfet alles, das Gute behaltet“ (1Thess 5,20-21). Dieses Pauluswort war zwar ursprünglich auf Prophetie bezogen, aber es lässt sich aus meiner Sicht auf alle Gebiete des geistlichen Lebens ausweiten. Manche Christen haben die falsche Vorstellung, wer Aufklärungsarbeit leiste, würde sich nur mit „Negativem“ befassen. Das ist mitnichten so, denn bei aller Aufklärungsarbeit ist und bleibt man zuerst ein Nachfolger Christi – nicht ein Aufklärer! Aber noch entscheidender ist, dass man das Gute und Wahre nur dann behalten kann, wenn man die Wahrheit der Bibel kennt. Das Studium der Wahrheiten der Bibel erweist sich stets als erbaulich. Ich bin der Überzeugung, dass der Mangel an Erkenntnis biblischer Wahrheit dazu geführt hat, dass heute so viel unbiblisches Gedankengut in die Gemeinden eindringen kann.</p>
<ol start="5">
<li>In welchem Bereich sehen Sie die größte Not in der heutigen Christenheit und wo (und/oder) wie könnte man da am besten einschreiten/helfen?</li>
</ol>
<p><a href="http://d-publikation.de/georg-walter-evangelikale-und-die-mystik.html" rel="attachment wp-att-10434"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-10434" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/walter-evangelikale-und-die-mystik-4cb-188x300.jpg" alt="walter-evangelikale-und-die-mystik-4cb" width="188" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/walter-evangelikale-und-die-mystik-4cb-188x300.jpg 188w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/walter-evangelikale-und-die-mystik-4cb-640x1024.jpg 640w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/walter-evangelikale-und-die-mystik-4cb.jpg 709w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></a>Als Leser des Blogs „Nimm und Lies“ hat mich die Antwort auf diese Frage in <a href="https://www.nimm-lies.de/category/interviews" target="_blank">früheren Interviews</a> besonders interessiert. Was sagen denn die anderen Brüder auf diese Nachfrage? Und ich kann mich allem, was bereits gesagt wurde, nur anschließen. Die größten Nöte sind: Erkaltete Herzen; man weiß nicht, wie und wer Gott ist – seine Gerechtigkeit, Heiligkeit und Liebe; Gleichgültigkeit; Erstarrung in Tradition; wenig Begeisterung für Gottes Wort; eine säkularisierte Jugend; geistliche Schläfrigkeit; zu viel Ablenkung; zu viel Programme und Aktionen, bei denen der fromme Ichmensch im Vordergrund steht. Aber ich möchte dieser Diagnose noch etwas Ernsthaftes hinzufügen. Mich erschüttert immer wieder der Mangel an verantwortlicher geistlicher Leiterschaft. Zu wenige Leiter haben verstanden, dass sie die ihnen anvertraute Herde nicht nur nähren, sondern auch beschützen müssen.</p>
<p>Wie kann man helfen, diesen Zustand zu verändern? Einerseits glaube ich, dass wir tatsächlich am Ende der letzten Tage leben, auf die alle die oben genannten Merkmale zutreffen (2Tim 3,1). Wir sollten die Bibel nicht neu erfinden, denn das prophetische Wort vom großen Abfall wird unvermeidbar sein. Andererseits habe ich immer wieder mutmachende Begegnungen und Gespräche mit Geschwistern, die eine treue Christusnachfolge praktizieren. Zeiten des Umbruchs, wie wir sie heute erleben, waren immer Zeiten der Sichtung. Die Spreu wird vom Weizen getrennt. Und ein Wort ist mir seit vielen Jahren Stärkung und Trost: „Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht“ (Lk 21,28). Ich bin überzeugt: Die Freude am Wort und an unserem Herrn ist die Kraft, die uns durch jede Drangsal bringen wird. Auch freue ich mich über alle geistlichen Leiter, die treu und kompromisslos ihre Berufung erfüllen. Sie schützen ihre Gemeinden und folgen nicht allen Trends und Lehren. Wir müssen eben nicht mit der Zeit gehen, wir müssen mit Jesus gehen! Der Weg dem Lamme nach war immer ein schmaler Weg, aber er ist ein gesegneter Weg.</p>
<ol start="6">
<li>Wie beurteilen Sie den reformatorischen Aufbruch unter vielen Christen aktuell?</li>
</ol>
<p>Einen reformatorischen Aufbruch kann ich nicht erkennen, weder in Deutschland noch in anderen Ländern. Man muss den Begriff „reformatorisch“ (von der Reformation geprägt) vom Begriff „reformiert“ oder „calvinistisch“ (Reformierte folgten der Lehre Calvins und waren neben den Lutheranern eine bestimmende Kraft in der Reformation) unterscheiden. Wahrscheinlich ist die Frage auf Letzteres bezogen, oder genauer gesagt, auf den „Aufbruch“ unter den sogenannten Neuen Calvinisten. Dieser Aufbruch schlägt sich in Großveranstaltungen in den USA nieder, die vor allem die Jugend erreicht (<em>Young, Restless and Reformed</em>). Wo immer eine größere Hingabe an das Wort Gottes zu beobachten ist, kann man das nur gutheißen. Gleichwohl teile ich die Einschätzung John MacArthurs, der in einem Interview in Bezug auf die Neuen Calvinisten sagte:</p>
<blockquote><p>„Bedauerlicherweise ist es eine Ironie, dass diejenigen, die für sich beanspruchen, eine calvinistische Soteriologie (Lehre des Heils) zu vertreten, ekklesiologische [die Gemeinde betreffend] und evangelistische Methoden anwenden, die stark von gegenwärtigen Trends, cleveren Methoden und menschlichem Einfallsreichtum charakterisiert sind&#8230; Worte wie Relevanz, Innovation oder Kontextualisierung sind zu Signalwörtern geworden, selbst in calvinistischen Kreisen, um die Kirchenfernen zu erreichen. Aber diese Worte beinhalten eine menschenzentrierte Haltung, von der ich glaube, dass sie gänzlich unbiblisch ist.<br />
Wieviel besser wäre es, die Haltung von Jonathan Edwards während dem <em>Great Awakening</em> (Große Erweckung ab ca. 1730) einzunehmen. Edwards war überrascht, wie die Menschen auf seine Verkündigung reagierten. Er manipulierte die Erweckung nicht. Vielmehr konzentrierte er sich auf die Predigt der Wahrheit und vertraute dem Heiligen Geist, dass Er sein Werk vollenden werde. Wenn wir in unserer Soteriologie calvinistisch sind, sollten wir zumindest im gleichen Geist unsere Ekklesiologie betreiben – und vor allem unsere evangelistische Strategie“ (Interview mit Tim Challies, <em>10 Questions with John MacArthur</em>).</p></blockquote>
<p>Es bleibt abzuwarten, wie tief und echt der derzeitige „Aufbruch“ in den USA ist. In Deutschland sind es die Vertreter von Evangelium 21, die sich an den Neuen Calvinisten orientieren, zugleich aber ihre Eigenständigkeit betonen. Der Vorstand von Evangelium 21 weist eine große Breite auf und schließt den anglikanischen Pfarrer Martin Reakes-Williams, Matthias Lohmann (FEG München Mitte, Mitglied der Evangelischen Allianz) ebenso ein wie Pastor Wegert (ehemaliger Pfingstler, der sich zwar von der Extremcharismatik distanziert hat, aber grundsätzlich an der Praxis der Geistesgaben festhält). Freikirchliche Vertreter, ganz gleich aus welchem denominationellen Hintergrund, die Kernpunkte des Calvinismus zur eigenen Mitte erheben, werden aus eigener Kraft („durch Heer oder Macht“) keinen Aufbruch schaffen können – und ich füge hinzu: Großveranstaltungen sind kein Maßstab für echtes erweckliches Leben. Aufbruch kann allein der Herr schenken („durch seinen Geist“). Die Kirchengeschichte hat gezeigt, dass Gott den Arminianer John Wesley ebenso als Werkzeug gebrauchte wie den Calvinisten George Whitefield. Charismatik (auch in moderater Form) und Calvinismus sind aus meiner Sicht unvereinbar – hier stimme ich John MacArthur u. a. uneingeschränkt zu.</p>
<ol start="7">
<li>Wie wurden Sie Christ?</li>
</ol>
<p><a href="http://d-publikation.de/georg-walter-unter-dem-banner-jesu-christi.html" target="_blank" rel="attachment wp-att-10435"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-10435" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/2562431-198x300.jpg" alt="256243(1)" width="198" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2562431-198x300.jpg 198w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2562431.jpg 439w" sizes="auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px" /></a>Über das Trampen bekam ich Anfang der 1980er Jahre Kontakt zu einem Christen, der mich in eine moderate Pfingstgemeinde einlud. Nachdem ich mich zuvor vom Atheismus abgewandt hatte und viele Jahre in östlichen Religionen und Philosophien sowie in westlichen Geheimlehren, dem New Age und der Esoterik nach dem Sinn des Lebens gesucht hatte, wusste ich sofort, dass ich in Christus und der Bibel die Wahrheit gefunden hatte. Ich bekehrte mich und wurde getauft. Anfang 2000 begann ich jedoch die Pfingstbewegung theologisch wie kirchengeschichtlich zu hinterfragen und wandte mich 2005 schließlich von dieser Bewegung ab. Die klassische Pfingstbewegung, die sich aus meiner Sicht trotz ihrer falschen Lehre über Geistestaufe und Geistesgaben bis in die 1970er Jahre sehr viel stärker an der Schrift orientierte, hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr der Charismatik mit ihren Lehren und Praktiken geöffnet – bis hin zu Grenzüberschreitungen in das Okkulte (das sehen selbst Pfingstler so). Und konservative, moderate Pfingstler (nur noch ein kleiner Teil der Bewegung) bedauern dies ebenso. Besonders erstaunlich war neben der Akzeptanz der Charismatik die Öffnung zur Ökumene und zum Katholizismus. In meinem anfänglichen Glaubensleben war die Pfingstbewegung, die aus dem Hauptstrom des Protestantismus (!) hervorgegangen war, antiökumenisch ausgerichtet. Auf Grundlage biblischer Lehre war es undenkbar, den Schulterschluss mit der katholischen Kirche zu suchen. Das hat sich mittlerweile in nicht geringem Umfang in das Gegenteil verkehrt – nicht zuletzt ein Grund für meine innere Auseinandersetzung mit dieser Bewegung. Was in den 1970er Jahren Wahrheit war, konnte doch nicht einfach ein oder zwei Jahrzehnte später über Bord geworfen werden! In diesem Punkt wollte ich der Bibel und den Grundanliegen der Reformation treu bleiben.</p>
<ol start="8">
<li>Was bedeutet für Sie „Christ sein“?</li>
</ol>
<p>Wie aus der Frage zuvor bereits ersichtlich bedeutet Christsein für mich, Christus und dem Wort Christi zu folgen. Es geht nicht um uns, sondern es geht um Christus und sein Wort der Wahrheit. Glaube wird heute oft sehr dehnbar interpretiert. Aber Paulus spricht nicht von einem beliebigen Glauben, sondern vom „Glauben <em>an die Wahrheit</em>“ (2Thess 2,13), und er verknüpft biblischen Glauben mit der Heiligung des Geistes. Christsein ist Nachfolge im Glauben an die Wahrheit, die ihren Ausdruck in der Heiligung findet.</p>
<ol start="9">
<li>Worin sehen Sie Grundlagen für geistliches Wachstum?</li>
</ol>
<p>Geistliches Wachstum hat Freunde und Feinde. Die Freunde sind Bibelstudium – und ich betone „Studium“, da dies heute vielfach in den Hintergrund getreten ist –, Gebet, geistliche Gemeinschaft mit den „goldenen und silbernen Gefäßen“ im Hause Gottes (2Tim 2,20). Die Feinde für Wachstum wurden in Frage 5 bereits erörtert. Hinzufügen möchte ich aber noch die kalte Orthodoxie (auch unter „Bibeltreuen“), in der die Früchte des Heiligen Geistes (Gal 5,22) erfrieren und nie zur Reife gebracht werden. Gärtner kennen das Richtungswachsen, wobei Pflanzen an Stangen emporwachsen, zum Licht der Sonne aufstrebend. Wachstum orientiert sich stets an dem, was uns gemäß der Schrift geoffenbart wurde – also <em>schriftgemäß</em> ist – aber auch an dem, was <em>Christus gemäß</em> ist – sich also am Wesen und Charakter Christi orientiert. Häufig ist es der Fall, dass Christen das <em>Christus gemäße</em> Wachstum zugunsten des <em>schriftgemäßen</em> Wachstums vernachlässigen. Die Folge dieser Einseitigkeit sind Lehrstreitigkeiten und Trennungen, oder um im Bild des Gärtners zu bleiben: Das Richtungswachsen in die Höhe, zur Sonne der Gerechtigkeit aufstrebend, ist in Schieflage geraten. Ich plädiere für Wachstum in der Erkenntnis Christi und seines Wortes <em>und</em> Wachstum im Sinne einer charakterlichen Veränderung in das Ebenbild Christi.</p>
<ol start="10">
<li>Welche historische Personen würden Sie gerne Treffen und welche Fragen würden Sie mit dieser besprechen wollen?</li>
</ol>
<p>Ich würde mich gerne einmal mit Adam und Eva über ihr Leben im Paradies sowie über ihre Motive und Gedanken, die zum Sündenfall führten, unterhalten. Mich würde interessieren, wie Noah 120 Jahre Geduld aufbrachte, die Arche zu bauen. Von Jeremia, dem einsamen Propheten, würde ich gerne wissen, was ihn stärkte, als er so isoliert, angegriffen und allein unter Gottes Volk einer der wenigen war, die das Wort des Herrn verkündeten. Und mit Paulus würde ich mich gerne unterhalten, was er als die größte Not der Gemeinden seiner Zeit betrachtete und wie er dazu beitrug, dieser Not zu begegnen (Frage 5).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zehn-fragen-an-georg-walter/10430">Zehn Fragen an Georg Walter</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verlosung: Im Glauben Christus schauen [BEENDET]</title>
		<link>https://nimm-lies.de/verlosung-im-glauben-christus-schauen/10301</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2015 20:19:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verlosungen]]></category>
		<category><![CDATA[Andachten]]></category>
		<category><![CDATA[Andachtsbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[eBook]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Jahren nutze ich verschiedene Andachtsbücher, die ich meist morgens zum Beginn des Tages lese. Da das neue Jahre nicht mehr weit ist, verlosen wir 3 Exemplare vom Andachtsbuch Im Glauben Christus schauen. „Das Evangelium lässt uns zu Christus aufschauen, bis wir wachsen und so&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/verlosung-im-glauben-christus-schauen/10301">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/verlosung-im-glauben-christus-schauen/10301">Verlosung: Im Glauben Christus schauen [BEENDET]</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/im_glauben_christus_schauen.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-10302" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/im_glauben_christus_schauen-300x300.jpg" alt="im_glauben_christus_schauen" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/im_glauben_christus_schauen-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/im_glauben_christus_schauen-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/im_glauben_christus_schauen-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/im_glauben_christus_schauen.jpg 390w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Seit Jahren nutze ich verschiedene Andachtsbücher, die ich meist morgens zum Beginn des Tages lese.</p>
<p>Da das neue Jahre nicht mehr weit ist, verlosen wir 3 Exemplare vom Andachtsbuch <em>Im Glauben Christus schauen</em>.</p>
<p style="padding-left: 60px;">„Das Evangelium lässt uns zu Christus aufschauen, bis wir wachsen und so werden wie er“, verkündete Charles Spurgeon in seiner Predigt im Mai 1887. Bis heute sind die Predigten Spurgeons unvergessen, weil sie über Generationen den Glaubenden Trost und Stärkung waren und noch immer sind.</p>
<p style="padding-left: 60px;">Dieses Buch hat aus dem reichen Schatz der Verkündigung Spurgeons Aussagen mit einem zweifachen Anliegen zusammengestellt. Der Glaubende soll gestärkt und erbaut werden, indem er erkennt, wie treu der Herr und wie machtvoll seine Verheißungen sind. Überdies soll das vorliegende Andachtsbuch herausfordern, in der Heiligung zu wachsen und im Glauben tiefere Wurzeln in Christus zu schlagen. Mögen die Worte Spurgeons und der Heiligen Schrift dem Leser zum Segen werden.</p>
<p>Eine Leseprobe gibt es <a href="http://d-publikation.de/blog/charles-spurgeon-im-glauben-christus-schauen/" target="_blank">hier</a>. Erschienen ist es bei <a href="http://d-publikation.de/georg-walter-im-glauben-christus-schauen-mit-der-bibel-und-charles-spurgeon-durch-das-jahr-taegliche-andachten.html" target="_blank">distomos Publikation</a> und als eBook ist es bei <a href="http://www.cebooks.de/folgen-verlag/im-glauben-christus-schauen" target="_blank">ceBooks.de</a> erhältlich.</p>
<p><strong>Teil­nah­me­be­din­gun­gen:</strong></p>
<ol>
<li>Beant­worte die fol­gende Frage: Liest du täglich ein Andachtsbuch, und wenn ja, welches?</li>
<li>Unter allen Ant­wor­ten wer­den drei Exemplare verlost.</li>
<li>Teil­nah­me­schluss: 02. Dezember 2015, 23.59 Uhr</li>
<li>Ver­sand kann nur an deut­sche Adres­sen erfolgen.</li>
</ol>
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		<title>Buchrezension: Bis es Tag wird &#8211; Der Tag im Fokus der biblischen Prophetie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Nov 2015 16:34:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Grundwald]]></category>
		<category><![CDATA[Bis es Tag wird]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Walter]]></category>
		<category><![CDATA[Tag des Herrn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bernd Grunwald, Bis es Tag wird – Der Tag im Fokus der biblischen Prophetie, BoD, Norderstedt, 2015. Das Buch Bis es Tag wird von Bernd Grunwald ist in zwei Hauptteile gegliedert. Teil 1 beschäftigt sich mit den unterschiedlichen biblischen Begriffen wie bspw. „der Tag des&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-bis-es-tag-wird-der-tag-im-fokus-der-biblischen-prophetie/10231">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/41rSefOvJpL.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-10232 size-medium" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/41rSefOvJpL-212x300.jpg" alt="Buchrezension: Bis es Tag wird - Der Tag im Fokus der biblischen Prophetie" width="212" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/41rSefOvJpL-212x300.jpg 212w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/41rSefOvJpL.jpg 354w" sizes="auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px" /></a>Bernd Grunwald, <em><a href="http://www.amazon.de/Bis-Tag-wird-biblischen-Prophetie/dp/3734775795" target="_blank" rel="noopener">Bis es Tag wird – Der Tag im Fokus der biblischen Prophetie</a></em>, BoD, Norderstedt, 2015.</p>
<p>Das Buch <em>Bis es Tag wird</em> von Bernd Grunwald ist in zwei Hauptteile gegliedert. Teil 1 beschäftigt sich mit den unterschiedlichen biblischen Begriffen wie bspw. „der Tag des Herrn“, „an jenem Tag“, „der letzte Tag“, „der Tag des Heils“ sowie dem damit zusammenhängenden biblischen Begriff der Nacht – „die Nacht, da niemand wirken kann“. Der zweite Teil geht auf die Rede des Herrn über „seinen Tag“ ein, insbesondere über den Tag des Sohnes des Menschen.</p>
<p>Diesen beiden Teilen stellt der Autor die Definition von „ein Tag“ voran, was grundlegend für alle folgenden Ausführungen ist. „Der biblische Begriff ‚Tag‘ meint entweder einen <em>lichten</em> Tag [helllichter Tag im Unterschied zur Nacht, in der es dunkel ist] oder einen vollen Tag. Der <em>volle</em> Tag besteht aus einer Nacht und einem lichten Tag“ (18). Der Autor folgt dem hebräischen Denken und definiert den Beginn eines vollen Tages als den Abend. Ein voller Tag umfasst demzufolge den ersten Teil, die Nacht, und den <em>lichten</em> Tag als den zweiten Teil eines Tages. Es gilt, den Kontext der jeweiligen Schriftstelle zu beachten, um zu entscheiden, ob der Tag einen <em>vollen</em> (Tag und Nacht) oder <em>lichten</em> Tag (Tag) meint. Diese Unterscheidung ist gewinnbringend beim Verständnis der unterschiedlichen Begriffe dieser Thematik.<span id="more-10231"></span></p>
<p>2Petrus 1,19 spricht von einer Zeit, in der „der Tag anbricht“. Es handelt sich um den zweiten Teil eines Tages, den lichten Tag, wenn „Christus die gegenwärtige Nacht der Sünde und die geistliche Finsternis auf Erden beendet“ (25). Er ist identisch mit dem Tag, an dem der Menschensohn geoffenbart wird (Lk 17,30-31). In Bezug auf die Nacht, „da niemand wirken kann“ (Jo 9,4), führt der Autor auch die Auslegungen von William MacDonald, John MacArthur und Roger Liebi an, die alternative Sichtweisen vertreten. Bernd Grunwald kommt zu dem Schluss: „Die Nacht, da niemand wirken kann, wird oft missverstanden. Dabei kann es sich nur um die gegenwärtige Nacht der Welt handeln &#8230;“ (41).</p>
<p>Der Tag des Heils (2Kor 6,2) ist ein „voller Tag. Seine Nacht begann mit der Himmelfahrt des Herrn. Sein lichter Tag wird mit der Wiederkunft Christi &#8230; anbrechen“ (S.55). Dieser Tag ist identisch mit dem Tag des Zorns (Zef 2,2), der einen <em>vollen</em> Tag beschreibt. Für den Überrest Israels wird dieser Tag das Heil, den Feinden Israels den Zorn Gottes bringen (63). Der Tag des Zorns wird auch als „Tag des Gewölks“ (Hes 34,12) bezeichnet (69).</p>
<p>Nach einer gründlichen Erörterung des Begriffs „des Herrn Tag“– oder „der dem Herrn gehörende Tag“, wie man auch übersetzen könnte – in Offenbarung 1,10 fasst der Autor zusammen: „Des Herrn Tag ist weder ein Sabbat noch ein Sonntag. Er ist mit dem großen Tag der biblischen Prophetie, dem Tag des Herrn, identisch“ (81). „Des Herrn Tag“ ist nicht vom „Tag des Herrn“ zu unterscheiden. Letzterer ist der „<em>volle</em> Tag der Prophetie, dessen Nacht bereits in der Antike (nach der Himmelfahrt des Herrn) begann“ (95) und mit dem Ausdruck „an jenem Tag“ (Jes 11,10-11) identisch ist.</p>
<p>Der letzte Tag „umfasst die Auferstehung der Gerechten, das 1000-jährige Reich, das Gericht der Gottlosen am Ende jenes Tages und den damit einhergehenden Weltuntergang“ (119). Im letzten Kapitel des 1. Teils geht der Autor auf den „Morgenstern“ ein, der in den Herzen der Gläubigen aufgeht (2Petr 1,19). Der Morgenstern ist ein „Hinweis auf die Entrückung &#8230; auf die Verwandlung der Gläubigen, die mit der Entrückung einhergeht“ (123). Der Autor widerlegt die Auffassung, dass der Morgenstern bereits in den Herzen der Erlösten aufgegangen ist, wie Emil Dönges meint.</p>
<p>Im 2. Teil des Buches beschäftigt sich der Autor detailliert mit der Rede des Herrn über seinen Tag (Lk 17,22-35). Im Unterschied zu Roger Liebi betrachtet der Autor Lukas 17,24-25 nicht als einen Hinweis über das erste und zweite Kommen, sondern als Aussage über die „Herrlichkeit des Menschensohnes an seinem Tag, dem Tag Jesu, dem <em>Jom Jeschua</em>, und um das, was vor seinem Tag noch geschehen muss“ (144). Zwischen „seinem Tag“ und dem „vorher“ liegt keine zeitliche Lücke, sondern „sein Tag schließt sich lückenlos an das Ende seiner Erniedrigung an“ (145).</p>
<p>Der Autor weist bei der Deutung der Schattenbilder, Sintflut und Gericht über Sodom, darauf hin, dass Jesus und Petrus, die diese Schattenbilder aufgreifen, immer zuerst von Noah und dann von Lot sprechen. Sie deutet aus Sicht des Autors an, dass „zunächst die Gemeinde, danach Israel im Zentrum des Heilshandelns Gottes liegt“ (162). Auf der Grundlage der erarbeiteten Auslegung geht der Autor am Schluss des Buches auf wesentliche Interpretationsunterschiede ein in Bezug auf den Tag des Menschensohnes, auf Noah als Bild der Gemeinde oder des gläubigen Überrests Israel, auf die Flucht (Lk 17,31) in Verbindung mit der Trübsalszeit und auf Lukas 17,34-35, eine Schriftstelle, die von Auslegern unterschiedlich als Entrückung oder als Gericht über die Ungläubigen gedeutet wird.</p>
<p>Alle, die es lieben, die Bibel zu studieren, werden ihre Freude beim Lesen des Buches von Bernd Grunwald haben. Er wiederholt nicht nur gängige dispensationalistische Auffassungen, sondern legt eine eigenständige und gut durchdachte Zusammenfassung über die Thematik vor. Ausgehend von der Definition des Begriffs „Tag“ legt der Autor stimmig und in sich geschlossen alle angeführten Bibelstellen aus, die bei allen Diskussionen zum Thema berücksichtigt werden sollten. Wenn unterschiedliche Auffassungen anderer bibeltreuer Autoren besprochen werden, geschieht dies stets in konzilianter Weise, nicht aus Rechthaberei oder Besserwisserei – eine Haltung, die unter Bibeltreuen in manchen Auseinandersetzungen um die Lehre nicht immer anzutreffen ist. Hilfreiche Tabellen (183-184, 189-192) sowie ein Bibelstellenverzeichnis machen das Buch zu einem guten Nachschlagewerk. Besonders hilfreich sind die kurzen Zusammenfassungen am Ende der meisten Kapitel.</p>
<p>Das Buch ist ein wertvoller Beitrag zur Schriftauslegung und schließt eine Lücke in den Publikationen, die sich mit biblischer Prophetie befassen. Es sollte nicht nur als ein Beitrag zur biblischen Lehre gelesen werden, sondern als Aufruf, am prophetischen Wort festzuhalten, „als einem Licht, das an einem dunklen Ort scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen“ (2Petr 1,19).</p>
<p>Georg Walter</p>
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		<title>Empfehlenswerte Magazine in D/A/CH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2014 08:04:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor eini­ger Zeit habe ich eine Samm­lung konservativ-evangelikaler Ver­lage aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum veröffentlicht (Empfehlenswerte Verlage in D/A/CH). In der nachfolgenden Auflistung soll es um Magazine in D/A/CH gehen. Wir möch­ten mit der Auflistung auf Magazine hin­wei­sen, die wir grund­sätz­lich gerne emp­feh­len. Gerade klei­nere Magazine&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/empfehlenswerte-magazine-in-dach/8922">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/empfehlenswerte-magazine-in-dach/8922">Empfehlenswerte Magazine in D/A/CH</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor eini­ger Zeit habe ich eine Samm­lung konservativ-evangelikaler Ver­lage aus dem deutsch­spra­chi­gen Raum veröffentlicht (<a href="https://www.nimm-lies.de/empfehlenswerte-verlage-in-dach/8527" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Empfehlenswerte Verlage in D/A/CH</a>). In der nachfolgenden Auflistung soll es um Magazine in D/A/CH gehen.</p>
<p>Wir möch­ten mit der Auflistung auf Magazine hin­wei­sen, die wir grund­sätz­lich gerne emp­feh­len. Gerade klei­nere Magazine haben es oft nicht leicht, im gro­ßen Ange­bot evan­ge­li­ka­ler Ver­lage nicht über­se­hen zu wer­den. Es bedeu­tet jedoch nicht, dass wir hin­ter jeder ver­tre­te­nen Lehr­auf­fas­sung der auf­ge­führ­ten Magazine ste­hen. Wir bit­ten des­halb um akti­ves Prü­fen  bei der Nut­zung der Magazine.</p>
<p>Wie denkt ihr über die Aus­wahl? Kennt ihr wei­tere Magazine, die hier nicht feh­len soll­ten oder gibt es man­che, die ihr eher nicht emp­feh­len würdet?<span id="more-8922"></span></p>
<p><a href="http://l-gassmann.de/aufblick-und-ausblick" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Aufblick und Ausblick</a><strong><br />
</strong>Aufblick und Ausblick ist eine Zeitschrift zur Stärkung des Glaubens in der Endzeit, die von Christen unterschiedlicher Denominationen verantwortet wird.</p>
<p><a href="http://bekennende-kirche.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bekennende Kirche</a><br />
Die Bekennende Kirche ist eine &#8222;Zeitschrift für den Aufbau rechtlich eigenständiger biblisch-reformatorischer Gemeinden&#8220;. Herausgeber ist der &#8222;Verein für Reformatorische Publizistik e. V. (VRP). Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich und wird durch Spenden finanziert.</p>
<p><a href="http://bioteeny.de/" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">bioteeny</a><br />
Die neue naturwissenschaftlich ausgerichtete Zeitschrift „bioteeny“ ist seit 2011 auf dem Markt. Harry Görzen gründete dazu den Verlag Kinderlesebund und hat sich mit einem deutschlandweit verstreuten Team das Ziel gesetzt, Kindern eine nützliche Beschäftigung mit der Schöpfung zu ermöglichen und um Gott zu ehren.</p>
<p><a href="http://www.csv-verlag.de/shop/product_info.php?info=p574_Der-beste-Freund--Abo-.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der beste Freund</a><br />
Diese Monatszeitschrift für Kinder hat viel zu bieten: Spannende Kurzgeschichten, Fortsetzungserzählungen, interessante Berichte aus anderen Ländern, vieles aus der Bibel – kindgerecht erklärt, Rätselseiten, Ausmalbilder; Geschichten für die ganz Kleinen (ABC-Seite), eingehefteter vierseitiger Bibelkurs (in den Monaten April-Dezember), ansprechende Gestaltung.</p>
<p><a href="http://christlicher-gemeinde-dienst.de/der-schmale-weg" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">Der schmale Weg</a><strong><br />
</strong>Die Zeitschrift &#8222;Der schmale Weg&#8220; möchte einen Beitrag zum Erbauungs-, Lehr- und Wächterdienst in der Gemeinde Jesu leisten. Sie erschien erstmals im Mai 2009 und danach vierteljährlich, jeweils in der Mitte des Quartals. Sie kann auf Spendenbasis bezogen werden und wird vom Christlichen Gemeinde-Dienst (CGD) unter Vorsitz von Thomas Ebert, Oberderdingen, herausgegeben. Schriftleiter ist der Theologe und Publizist Dr. Lothar Gassmann, Pforzheim.</p>
<p>distomos (eingestellt)<br />
Im Herbst 2014 erscheint die erste Ausgabe als Sonderausgabe des neuen Magazins distomos. Der als Blogger unter distomos.blogspot bekannte Herausgeber Georg Walter lässt die Leser entscheiden, ob das Magazin distomos in Serie geht. Ich schätze dieses Magazin als wichtigen &#8222;Marktlückenfüller&#8220;: Nüchterne Auseinandersetzung mit Bibel und Zeitgeschehen ohne polemische Ausfälle. &#8222;Lesen Sie diese Ausgabe zum günstigen Sonderpreis und entscheiden Sie als Leser, ob die distomos Zeitschrift ab 2015 viermal jährlich erscheinen wird. Der Abo-Preis wird für Deutschland 18 € (inkl. Porto und Verpackung) und für EU-Ausland und Welt (Schweiz) 28 € (inkl. Porto und Verpackung) betragen.&#8220;</p>
<p><a href="http://www.csv-verlag.de/shop/product_info.php?info=p568_Ermunterung-und-Ermahnung--Abo-.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ermunterung und Ermahnung</a><br />
Monatsschrift für Gläubige, mit dem Anliegen, die Lehre des Wortes Gottes über die Person des Herrn Jesus, die Stellung des Christen, das Zusammenkommen der Gläubigen, die Zukunft usw. in ihren Zusammenhängen vorzustellen und auf unsere Zeit und Bedürfnisse anzuwenden. Versandkosten: Siehe Liefer- und Zahlungsbedingungen.</p>
<p><a href="http://www.ethos.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ethos</a><br />
ethos Magazin ethos ist für jedes Alter. Die Autorinnen und Autoren berichten vielfältig, bunt, aktuell. Interviews, Reportagen, persönliche Berichte und geistliche Impulse finden Sie in ethos genauso wie Rätsel, Poster und Aktivseiten für Kids und Teens. Die stilvolle Gestaltung und Bilder von hohem Niveau gehören genauso zu ethos wie die Botschaft des Evangeliums und die Ethik der Bibel.</p>
<p><a href="http://www.factum-magazin.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">factum</a><br />
factum Magazin factum ist ein zeitkritisches, prochristliches Magazin. Aufgegliedert in die grossen Bereiche MENSCH (Gesellschaft, Ethik, Politik, Geschichte, Aktualität), NATUR (Evolutionskritik, faszinierende Schöpfung, Neues aus der Forschung) und GLAUBE (biblische Archäologie, Theologie, Philosophie, Bibel), schreiben die Autoren darüber, was ihnen unter den Nägeln brennt. Kompetent, engagiert und am Puls der Zeit. factum steht ein für das Evangelium von Jesus Christus und die Wahrhaftigkeit der Bibel, mit Niveau und Prägnanz.</p>
<p><a href="http://www.fest-und-treu.de/" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">fest&amp;treu</a><br />
Seit 1968 erscheint das Quartalsheft „fest&amp;treu“. Eine Zeitschrift die sich vor allem an aktive Christen und die, die es noch werden wollen, wendet. Hier gibt es persönliche Berichte, Themen, Bibelarbeiten, Missionsberichte, Rezensionen usw. Häufig werden apologetische Beiträge zu aktuellen Fragen veröffentlicht. Das Magazin kann kostenlos abonniert werden und wird inzwischen in einer Auflage von über 12.000 Exemplaren gelesen.</p>
<p><a href="http://www.folgemirnach.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folge mir nach</a><br />
&#8222;Folge mir nach&#8220; soll (nicht nur) junge Christen motivieren, dem Herrn Jesus treu nachzufolgen und freudig zu dienen. In der Sprache von heute werden Probleme, die Jüngeren auf den Nägeln brennen, beleuchtet. Dabei kommt die Behandlung biblischer Themen und Bücher nicht zu kurz. Das Heft ist deshalb auch für Jugendstunden und gemeinsame Bibelarbeit gut geeignet. So unterschiedlich wie junge Christen nun einmal sind, so vielfältig ist auch der Inhalt von &#8222;Folge mir nach&#8220;.</p>
<p>Gemeindegründung<br />
Die Konferenz für Gemeindegründung (KfG) möchte mit KfG-Tagungen und umfangreichem Material zur Gründung bzw. zum Aufbau biblisch orientierter Gemeinden beitragen. In der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Gemeindegründung erscheinen wertvolle Beiträge zu Gemeindegründung und Gemeindebau.</p>
<p><a href="http://www.herold-schriftenmission.de/de/cms/index.php?id=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herold Seines Kommens</a><br />
Die Monatszeitschrift wird vom Herold Verlag herausgegeben. Der Schwer­punkt ist, &#8222;durch bibel­treue Pre­dig­ten, Arti­kel und Bücher das Evan­ge­lium von Jesus Chris­tus zu ver­kün­di­gen, zum Glau­ben an Got­tes Gnade zu ermu­ti­gen, zur kom­pro­miss­lo­sen Nach­folge auf­zu­ru­fen und die Freude an Gott zu wecken, damit Er durch alles geehrt wird&#8220;.</p>
<p><a href="http://l-gassmann.de/komm" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">KOMM!</a><br />
Diese Zeitschrift wird mit der Intention erstellt, der herausgerufenen Gemeinde Jesu Christi durch fundierte Beiträge historischer und zeitgemäßer Natur Information und Handreichung zu bieten.</p>
<p><a href="http://www.daniel-verlag.de/content.php?id=30" target="_blank" rel="noopener noreferrer">komm und sieh</a><br />
&#8230; hat Platz für biblische Fragen und Antworten, macht auf aktuelle Neuerscheinungen auf dem christlichen Buchmarkt aufmerksam und nimmt von Zeit zu Zeit auch zu aktuellen Entwicklungen Stellung. Ein Schwerpunkt wird das Thema der christlichen Ehe und Familie sein.</p>
<p><a href="http://www.mnr.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitternachtsruf</a><br />
»Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: siehe, der Bräutigam kommt; geht aus, ihm entgegen«. Dieses Wort aus Matthäus 25,6 wird für unsere Leser Monat für Monat aktuell! Der »Mitternachtsruf« bietet Ihnen biblisch fundierte Artikel und Kommentare zu brisanten Zeitfragen.</p>
<p><a href="http://www.mnr.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachrichten aus Israel</a><br />
»Lesen Sie diese Zeitschrift einmal im Monat, und Sie können mitreden über die Ursprünge des Nahost-Konflikts, aktuelle Entwicklungen im modernen Staat Israel und biblische Zusammenhänge!«</p>
<p><a href="http://www.cv-perspektive.de/projekt01/index.php?idcat=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PERSPEKTIVE</a><br />
Die Zeitschrift »will PERSPEKTIVEn geben. Wie sieht Gott diese Welt und uns Menschen? Welche Antwort gibt er in der Bibel auf die wichtigen Fragen unseres Lebens? Nach welchen Werten sollen wir handeln, Entscheidungen treffen? Wie können wir das Miteinander in unseren Gemeinden gestalten?«</p>
<p><a href="http://www.reformationheute.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">REFORMATION HEUTE </a><br />
REFORMATION HEUTE ist eine Zeitschrift, die das Anliegen der Reformation für die Erneuerung der Kirche heute fruchtbar machen will. Verbindliche Lehrgrundlagen sind die reformatorischen Bekenntnisschriften, namentlich Luthers Kleiner Katechismus, der Heidelberger Katechismus, sowie das Niederländische Bekenntnis.</p>
<p><a href="http://www.si-journal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">STUDIUM INTEGRALE journal</a><br />
Das STUDIUM INTEGRALE journal bringt Beiträge aus Naturwissenschaften, aus dem Grenzbereich Naturwissenschaften-Naturphilosophie, Wissenschaftstheorie und Archäologie, vor allem Themen mit Bezug zu Ursprungsfragen, Evolution und Schöpfung. Arbeiten mit fachübergreifender Relevanz der Ergebnisse sollen anregen, über die Fachgrenzen hinaus das Ganze des forschenden und erkennenden Menschen im Blickfeld zu haben.</p>
<p><a href="http://www.timotheusmagazin.de/" target="_blank" rel="external noopener noreferrer">TIMOTHEUS</a><br />
TIMOTHEUS ist ein bibeltreues, reformatorisches und überkonfessionelles Magazin, herausgegeben von freikirchlichen evangelischen Christen. Das Ziel ist die verständliche, biblisch fundierte, interessante und herausfordernde Vermittlung biblischer Lehre.</p>
<p>TOPIC<br />
In der von Ulrich Skambraks geleiteten Monatszeitschrift TOPIC erscheinen Informationen und Meinungen zum Zeitgeschehen aus biblischer Sicht.</p>
<p><a href="https://online-bestellung.lio.org/index.php?id=3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TROPINKA</a><br />
Tropinka (Тропинка) auf Russisch ist die erste und beliebteste christliche Kinderzeitschrift in Osteuropa. TROPINKA bedeutet „kleiner Pfad“ und richtet sich an Grundschulkinder. Sie enthält biblische Geschichten, Rätsel, Spiele, Erzählungen, Gedichte und Lieder.</p>
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