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	<title>Gnade Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Gnade Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>&#8222;Business Process Gnade&#8220; von W. K. Doerffel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 07:53:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelhandbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wolfgang Karl Doerffel: Business Process Gnade &#8211; Kernaussagen der Bibel strukturiert und visualisiert. 104 farbige Seiten in DINA4 &#8222;Gott als Process Owner? Ja, natürlich! Wenn wir schon in unserem Business so viel Wert auf Prozesse legen, warum sollte dies ausgerechnet bei den wichtigen und zentralen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/business-process-gnade-von-w-k-doerffel/18589">Weiterlesen</a></p>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="707" height="1000" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-24.png" alt="" class="wp-image-18592 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-24.png 707w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-24-212x300.png 212w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Karl Doerffel: <a href="https://www.amazon.de/Business-Process-Gnade-Kernaussagen-strukturiert/dp/3991810352">Business Process Gnade &#8211; Kernaussagen der Bibel </a>strukturiert und visualisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">104 farbige Seiten in DINA4</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Gott als Process Owner? Ja, natürlich! Wenn wir schon in unserem Business so viel Wert auf Prozesse legen, warum sollte dies ausgerechnet bei den wichtigen und zentralen Fragen des Lebens anders sein? Als Schöpfer des Universums hat Gott die Natur- und Lebensgesetze festgelegt.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem <a href="https://www.amazon.de/Business-Process-Gnade-Kernaussagen-strukturiert/dp/3991810352">Buch </a>griff ich zunächst nur, weil mich der Titel irritierte und sogar etwas abschreckte. Doch kaum hatte ich darin geblättert, musste ich meine Meinung ändern. Das Buch erweist sich als ein sehr intelligenter Versuch, einen grafischen Überblick über die ganze Bibel zu geben. Dabei setzt der Autor auf einen gelungenen Mix aus illustrativen Grafiken und erklärenden Texten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Stil des Buches wählt der Autor eine Sprache, die an technische Prozessbeschreibungen und Managementmethoden erinnert. Gerade diese ungewöhnliche Idee macht das Buch auch für glaubensferne Menschen interessant, denn es gelingt dem Autor, die Schlüssigkeit von Gottes Heilsplan Seite für Seite darzustellen. So enthält das Buch etwa eine Darstellung des israelitischen Lagers in der Wüste ebenso wie die mehr als 40 Stationen der Wüstenwanderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere kreative Zugänge zu den Bibeltexten finden sich zum Beispiel in der Darstellung der vier Missionsreisen des Paulus, die wie eine Art „U-Bahn-Fahrplan“ gestaltet sind, in einer Stellenanzeige für einen Pastor bei der Besprechung des 1. Timotheusbriefes sowie in der Auflistung der Meilensteine der Weltgeschichte beim Propheten Zephanja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der Autor dem vollständigen Text der Bibel seine Aufmerksamkeit schenkt, macht das Buch besonders wertvoll – sowohl als Handbuch als auch als Ideensammlung für die Vorbereitung von Predigten oder Kinderstunden. Gerade die Verbindung der technischen „Arbeitssprache“ mit biblischen Texten empfinde ich als anregend für das eigene Nachdenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der Autor vor allem die Bibel selbst sprechen lassen möchte, wird daran deutlich, dass aus jedem Bibelbuch mindestens ein Vers aufgenommen wird und er sich mit eigenen Interpretationen, etwa zu Fragen der Endzeit oder der Gaben, sehr zurückhält. Besonders stark fand ich die Betrachtung der Psalmen. Der Autor arbeitet die feinen Unterschiede der fünf Psalmenbücher so gründlich heraus, dass man die thematischen Entwicklungen innerhalb des Psalters sehr gut nachvollziehen kann. Gerade die Darstellung und Ausarbeitung der Psalmen gehört in diesem Umfang zu den gründlichsten, die ich bisher gesehen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Psalmen kommt auch das vom Autor entwickelte System der sogenannten „Plotpearls“ besonders gut zur Geltung. Dabei wird jeder Bibelabschnitt – häufig ein Kapitel – mit einer farblich hinterlegten Perle markiert. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel sehr schnell erkennen, dass sich das fünfte Buch der Psalmen nahezu vollständig dem Lob Gottes widmet, während das dritte Buch viel Raum für die oft widrigen Lebensumstände in dieser Welt lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgelockert wird dieses Sachbuch durch kleine Gimmicks und humorvolle Anspielungen, die hier und dort versteckt sind und die Aufmerksamkeit geschickt auf den Inhalt lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die vielen Grafiken ein geeignetes Format zu finden, ist sicher nicht leicht. So leidet das Buch ein wenig unter dem sehr großen DIN-A4-Format. Einerseits ermöglicht es, die Bibelbücher fast immer auf ein bis zwei Seiten darzustellen. Andererseits zwingt es den Autor dennoch zu einer relativ kleinen Schrift, die auf den großen Seiten mitunter etwas gedrungen wirkt. Während ich das feststelle, muss ich zugleich zugeben, dass mir selbst keine bessere Lösung einfallen würde. Gleichzeitig erklärt dieses Format auch, warum man bei diesem etwas mehr als 100 Seiten umfassenden Buch in Wirklichkeit ein recht umfangreiches Werk erhält. Der &#8222;Business-Slang&#8220; macht das Buch zu einem möglichen Give-Away für den Kollegen am Arbeitsplatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://www.plotbird.de/system/content/doculink/download.php?id=1683">kostenlose Vorschau</a> des Buches findet sich auf <a href="https://www.plotbird.de/">der Homepage des Autors</a>, wo er auch weitergehende Informationen zu diesem Projekt gibt. Ich wünsche dem Autor eine wachsende Bekanntheit seines Werkes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/business-process-gnade-von-w-k-doerffel/18589">&#8222;Business Process Gnade&#8220; von W. K. Doerffel</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Der Gut-O-Meter &#8211; Bist du gut genug?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jul 2025 20:35:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gericht]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Good-o-meter]]></category>
		<category><![CDATA[Gut-o-Meter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieser uralte Sketch ist wirklich eine Köstlichkeit. Die Menschen stehen Schlange vor einer Waage, die Ihre &#8222;Gutheit&#8220; misst. Hier steht der verunsicherte Otto Normalbürger genauso Schlange wie der in sich selbst gewisse moralische Held der Gesellschaft. Nun ist Gerichtszeit und die Akten der Bürger werden&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/der-gut-o-meter-bist-du-gut-genug/17862">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=_t9ajHFs4x8">Dieser uralte Sketch</a> ist wirklich eine Köstlichkeit. Die Menschen stehen Schlange vor einer Waage, die Ihre &#8222;Gutheit&#8220; misst. Hier steht  der verunsicherte Otto Normalbürger genauso Schlange wie der in sich selbst gewisse moralische Held der Gesellschaft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist Gerichtszeit und die Akten der Bürger werden vom Gut-O-Meter ausgewertet. Plötzlich heißt es aber &#8222;Nicht gut genug&#8220;. Die Hoffnung einer Bürgerin, dass &#8222;die Guten Taten die Bösen&#8220; ausgleichen bleibt genauso unerfüllt wie das verzweifelte Argument &#8222;man wäre ja als Kind getauft worden&#8220;. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der letzte Kandidat in der Schlange hat eine besonders dicke mit Mahnungen gefüllte Akte. Er ist völlig mutlos. Sein Urteil dürfte ja eindeutig ausfallen. Doch plötzlich betritt Jesus die Bühne: &#8222;Er gehört zu mir&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Sketch gelingt es sehr plastisch die Bedeutung der Rechtfertigung aus Gnaden darzustellen und die Bedeutung der Stellvertretenden Sühne. Denn während jeder &#8222;Selbstgerechte&#8220; persönlich vom Gut-O-Meter ausgewertet wird, setzt sich beim letzten Sünder Jesus selbst dieser Qualitätsprüfung aus: 100% Gut heißt es nun. Prüfung bestanden. Man darf sich nun zur Rechten versammeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen verschwindet die Negative Akte im Abfall&#8230; Ganz zum Entsetzen derer auf der anderen Seite des Urteils. Sie finden das furchtbar ungerecht. Der Kontrolleur hat da nur eine Erklärung übrig: &#8222;Deswegen heißt es ja auch Gnade&#8230;&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Sketch, dessen Ursprung ich nicht eindeutig lokalisieren konnte, ist auch in einer sehr guten<a href="https://www.youtube.com/watch?v=Afqh_JkMEeA"> deutschen Übertragung verfügbar, die von einer Gemeinde in Frankfurt realisiert wurde.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
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		<title>Johannes Calvin über Gesetz und Gnade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Apr 2023 11:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Auferstehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe mir &#8222;als Ostervorbereitung&#8220; das Kapitel (II,16) über Jesu Leiden, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt sowie das Kapitel (III,25) über die Auferstehung der Toten in Calvins Institutio angeschaut und bin für die Nachfolge ermutigt und geistlich gestärkt worden. Interessanterweise fängt Calvin die Betrachung von Jesu&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/johannes-calvin-ueber-gesetz-und-gnade/15152">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mir &#8222;als Ostervorbereitung&#8220; <a href="http://www.calvinismus.ch/wp-content/uploads/02institutio.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das Kapitel (II,16) über Jesu Leiden</a>, Tod, Auferstehung  und Himmelfahrt sowie das Kapitel (III,25) über die Auferstehung der Toten in Calvins Institutio angeschaut und bin für die Nachfolge ermutigt und geistlich gestärkt worden. Interessanterweise fängt Calvin die Betrachung von Jesu Leiden mit der Frage an, warum es nötig ist, oder vielleicht besser formuliert: Wie wir in dem Leiden der Gnade Gottes teilhaftig werden. In <em>II.16.2 </em>bringt er eine wunderbare Ausführung, wie Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit durch das Opfer Christi uns erst kostbar wird.<em> Ich zitiere ausführlich und wünsche allen Lesern ein gesegnetes Osterfest.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aber bevor wir weitergehen, müssen wir im Vorbeigehen der Frage nachsinnen, wie es sich denn miteinander vereinbaren lässt, dass Gott, der uns mit seinem Erbar­men zuvorgekommen ist, uns doch feind ist, bis er in Christus mit uns versöhnt ist! Denn wie hätte er uns in seinem eingeborenen Sohne eine solch einzigartige Bürg­schaft seiner Liebe zu uns geben können, wenn er uns nicht schon zuvor in freier Gnade freundlich gesinnt gewesen wäre? Hier entsteht also wirklich der Schein eines Widerspruchs, und ich muss also diesen Knoten zu lösen versuchen. Der Heilige Geist sagt es in der Schrift etwa so: Gott ist den Menschen feind gewesen, bis sie durch Christi Tod bei ihm wieder zu Gnaden gekommen sind (Röm. 5,10). Oder wir hören auch, der Mensch sei unter dem Fluch, bis seine Ungerechtigkeit durch Christi Opfertod gesühnt sei (Gal. 3,10.13), oder auch, er sei von Gott getrennt, bis dass in Christi Leib die Gemeinschaft wiederhergestellt sei (Kol. 1,21f.). Diese und ähnliche Sprüche sind unserem Verständnis angepasst, damit wir besser erkennen, wie jämmerlich und notvoll unsere Lage ist außer Christus. Denn wenn es uns nicht mit klaren Worten gesagt würde, dass Gottes Zorn und Strafe und der ewige Tod auf uns gelegen, so würden wir weniger anerkennen, wie elend wir ohne Gottes Er­barmen wären, und das Geschenk der Befreiung weniger zu schätzen wissen! Ich will ein Beispiel bilden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hört jemand: Wenn dich Gott, als du noch ein Sünder warst, so gehasst und dich so von sich gestoßen hätte, wie du es verdient hättest, so wärest du jämmerlich zugrunde gegangen; aber Gott hat dich von sich aus und in freiem Er­barmen in Gnaden angenommen, wollte dich nicht gänzlich verstoßen und rettete dich aus solcher Gefahr. Wer das hört, der wird gewiss davon innerlich betroffen, er wird auch zu einem gewissen Teil erwägen, was er also Gottes Erbarmen für Dank schuldig ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wenn er nun auf der anderen Seite hört, was die Schrift lehrt: Du bist durch die Sünde wirklich von Gott abgekommen, bist ein Erbe des Zorns, bist dem Fluch des ewigen Todes verfallen, ausgeschlossen von jeder Hoffnung auf das Heil, fremd aller Segnung Gottes, Sklave des Satans, Gefangener unter dem Joch der Sünde, schrecklichem Verderben ausgeliefert, ja, schon mitten darin! — dann aber ist Christus als Fürsprecher ins Mittel getreten und hat die Strafe auf sich genommen, hat gelitten, was nach Gottes gerechtem Urteil alle Sünder leiden mussten, hat all das Böse, das sie vor Gott verhasst machte, mit seinem Blute ge­sühnt; und nun ist durch dieses Sühnopfer dem Vater Genüge getan, durch diesen Fürsprecher sein Zorn besänftigt, auf diesem Grund der Friede Gottes mit den Men­schen fest gegründet, nun ruht auf dieser Verbindung Gottes Wohlgefallen gegen uns! — ich sage, wenn der Mensch das hört, wird er nicht um so tiefer das alles zu Herzen nehmen, je deutlicher und lebendiger ihm vor Augen gestellt wird, wie groß die Not ist, aus der ihn Gott herausreißt? </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kurz, wir sind ja von Natur gar nicht so beschaffen, dass wir nach dem Leben aus Gottes Barmherzigkeit recht ver­langen und dafür genugsam danken können, wenn uns nicht zuvor der Schrecken vor dem Zorn Gottes und das Entsetzen vor dem ewigen Tode durch die Seele dringt und uns zu Boden wirft; und deshalb unterweist uns die göttliche Lehre der­art, dass wir Gott als uns feindlich erblicken, seine Hand ausgereckt sehen, um uns zu verderben — aber doch nur, damit wir seine Freundlichkeit und seine Vaterliebe allein in Christus ergreifen!</strong> &#8220; </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/johannes-calvin-ueber-gesetz-und-gnade/15152">Johannes Calvin über Gesetz und Gnade</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;O felix culpa&#8220; Aus der römisch-katholischen Osternachtsliturgie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2022 14:55:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Erlösung]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal stößt man über ein Zitat in unterschiedlichem Kontext mehrfach. So ging es mir mit einem Ausschnitt aus der Osternachtsliturgie, der mindestens provozierend formuliert ist. Da heißt es (lateinische und deutsche Fassung von hier): O certe necessarium Adae peccatum, quod Christi morte deletum est! O&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/o-felix-culpa/14822">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/o-felix-culpa/14822">&#8222;O felix culpa&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Aus der römisch-katholischen Osternachtsliturgie&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal stößt man über ein Zitat in unterschiedlichem Kontext mehrfach. So ging es mir mit einem Ausschnitt aus der Osternachtsliturgie, der mindestens provozierend formuliert ist. Da heißt es (lateinische und deutsche Fassung <a href="https://dewiki.de/Lexikon/Exsultet">von hier</a>):</p>
<blockquote><p>O certe necessarium Adae peccatum,<br />
quod Christi morte deletum est!</p>
<p><strong>O felix culpa,</strong><br />
quae talem ac tantum meruit habere Redemptorem!</p>
<p><em>Oh wahrhaft heilbringende Sünde des Adam,</em><br />
<em>du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat.</em></p>
<p><strong><em>O glückliche Schuld,</em></strong><br />
<em>welch großen Erlöser hast du gefunden!</em></p></blockquote>
<p>Der Ausruf &#8222;O glückliche Schuld&#8220; hat es sogar zu einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Felix_culpa">Wikipedia-Artikel geschafft.</a> Kostbar ist der dahinterliegende Gedanke, dass die Wiederherstellung des Sünders in der Erlösung in in einen höheren Stand bringt, als den er <strong>vor</strong> dem Fall besaß. Vor allem Augustinus investierte in diese Überlegungen einige Zeit und Hirnschmalz. Darunter im Enchiridion (Dem Buch vom Glauben, der Hoffnung und der Liebe). Da heißt es unter anderem: <i>Melius enim iudicavit de malis benefacere, quam mala nulla esse permittere &#8211; Gott hielt es für besser aus dem Bösen das Gute zu wirken, als gar kein Böses zuzulassen). </i>Entsprechend ist der Zustand des Menschen in der Herrlichkeit ein Besserer, da er nicht sündigen kann. Die Herrlichkeit von jemanden, der nicht mehr die Möglichkeit besitzt zu sündigen ist somit besser und höher, als die, von jemanden der sie kann.</p>
<p>Dieses unterschiedliche  Befähigung Gutes und Böses zu tun, finden wir erneut im Westminster Bekenntnis, dass sich eng an den vier Willenszuständen des Menschen orientiert, wie es Augustinus schildert, als es das Kapitel vom freien Willen beschreibt:</p>
<ul>
<li>Vor dem Fall: Fähig zu sündigen</li>
<li>Nach dem Fall: Nicht fähig nicht zu sündigen</li>
<li>Nach der Wiedergeburt: Fähig nicht zu sündigen</li>
<li>In der Herrlichkeit: Nicht fähig zu sündigen</li>
</ul>
<p>In Kürze. Ein erneuerter Blick auf die Erlösung erneuert auch unseren Blick darauf, was &#8222;echte Freiheit des Willens bedeutet&#8220;, nämlich die, mit Gottes Willen im Einklang zu sein. Oder mit den Worten des Westminster Bekenntnisses (Artikel 9.5):</p>
<p><em>&#8222;Der Wille des Menschen wird erst im Stand der Herrlichkeit vollkommen und unveränderlich frei gemacht, nur Gutes zu tun&#8220;</em></p>
<p>Die zwei Autoren, die &#8222;felix culpa&#8220; erwähnten, waren übrigens, zunächst<a href="https://www.nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813"> Edmund Clowney, </a>der in seinem Werk zur Christologie zeigt, dass wir erst nach dem Fall die Herrlichkeit Christi erfahren und zweitens Helmut Thielicke in einem Predigtband über die Gleichnisse Christi (unter dem Titel &#8222;Das Bilderbuch Gottes&#8220; erschienen).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/o-felix-culpa/14822">&#8222;O felix culpa&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Aus der römisch-katholischen Osternachtsliturgie&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Gebet eines Arminianers polemische Apologetik von C.H. Spurgeon</title>
		<link>https://nimm-lies.de/das-gebet-eines-arminianers/14447</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2021 09:17:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[C.H. Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[Calvinismus]]></category>
		<category><![CDATA[Errettung]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-gebet-eines-arminianers/14447">Das Gebet eines Arminianers &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;polemische Apologetik von C.H. Spurgeon&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www-images.christianitytoday.com/images/67450.jpg?w=600" /></p>
<p>In seiner Predigt <a href="https://www.spurgeon.org/resource-library/sermons/free-will-a-slave/#flipbook/">&#8222;Free Will &#8211; a slave&#8220;</a> denkt Spurgeon darüber nach, wie wohl ein arminianisches Gebet klingen würde:</p>
<p><em>&#8222;Ihr habt bestimmt schon viele arminianische Predigten gehört, aber ihr habt noch nie <strong>ein arminianisches Gebet</strong> gehört &#8211; denn im Gebet sind die Heiligen eins in Wort, Tat und Geist.</em><br /><em>Ein Arminianer würde auf den Knien verzweifelt beten wie ein Calvinist. Er kann nicht über den freien Willen beten: das ist schlichtweg unmöglich. Stellt euch vor, er würde beten:</em></p>
<p><em>&#8222;Herr, ich danke dir, dass ich nicht wie diese armen, anmaßenden Calvinisten bin. Herr, ich wurde mit einem herrlichen freien Willen geboren; ich wurde mit einer Kraft geboren, durch die ich mich dir von selbst zuwenden kann; ich habe meine <strong>Gnade verbessert</strong>. Wenn jeder mit seiner Gnade dasselbe getan hätte wie ich, wären sie alle gerettet worden. Herr, ich weiß, du machst uns nicht willig, wenn wir nicht selbst willig sind. Du gibst jedem Menschen Gnade; manche verbessern sie nicht, aber ich schon. Es gibt viele, die in die Hölle gehen werden, die genauso mit dem Blut Christi erkauft wurden wie ich; sie hatten genauso viel vom Heiligen Geist, der ihnen gegeben wurde; sie hatten eine genauso gute Chance und waren genauso gesegnet wie ich. Es war nicht deine Gnade, die uns unterschiedlich gemacht hat; ich weiß, dass sie sehr viel getan hat, dennoch habe ich den Knopf gedrückt; ich habe das genutzt, was mir gegeben wurde, und andere nicht &#8211; das ist der Unterschied zwischen mir und ihnen.&#8220;</em></p>
<p><em>&#8211; Das ist ein Gebet für den Teufel, denn niemand sonst würde ein solches Gebet sprechen.&#8220;</em> (eigene Übersetzung)</p>
<p>Damit fällt Spurgeon einen Punkt, den Herman Bavinck im ersten Band seiner Reformed Dogmatics ähnlich sieht. Er schreibt dort (S377): <em>„Es ist unbestrittenes Zeugnis aller religiöser Erfahrung von Christen, dass das Heil, sowohl in einem objektiven, wie subjektiven Sinn, einzig das Werk Gottes ist. Somit mag eine Person in Theorie ein Pelagianer sein, in der Praxis des christlichen Lebens, vor allem im Gebet ist jeder Christ ein Augustinianer. Denn hier ist alle Selbstverherrlichung ausgeschlossen, und nur Gott allein bekommt die Ehre….“</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-gebet-eines-arminianers/14447">Das Gebet eines Arminianers &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;polemische Apologetik von C.H. Spurgeon&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Die Liebe Gottes findet nicht vor, sondern schafft sich, was sie liebt.&#8220; Die Heidelberger Disputation 1518</title>
		<link>https://nimm-lies.de/die-liebe-gottes-findet-nicht-vor-sondern-schafft-sich-was-sie-liebt-die-heidelberger-disputation-1518/14390</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2021 18:31:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinianismus]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/die-liebe-gottes-findet-nicht-vor-sondern-schafft-sich-was-sie-liebt-die-heidelberger-disputation-1518/14390">&#8222;Die Liebe Gottes findet nicht vor, sondern schafft sich, was sie liebt.&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die Heidelberger Disputation 1518&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Durch Carl Trueman (z.B. in <a href="https://www.thegospelcoalition.org/course/the-lutheran-reformation/">seiner Vorlesung zur Reformationsgeschichte</a>, in der Essay-Sammlung des Autors&nbsp; <a href="https://www.cvbh.de/Die-Reformation-Carl-R-Trueman?gs=15&amp;gclid=Cj0KCQjwlMaGBhD3ARIsAPvWd6i3sBt3JeNnS3RarndH8cmwWjuMzJhHz7BsOWl8PwVqBWLgowKAQvMaAjgeEALw_wcB">&#8222;Reformation &#8211; heute noch aktuell&#8220;</a> im kürzlich erschienen Buch <a href="https://www.amazon.de/Luther-Christian-Life-Freedom-Theologians/dp/143352502X">&#8222;Luther on the christian life&#8220;</a> geht er jeweils sehr ausführlich auf Luthers Unterscheidung zwischen Theologen der Herrlichkeit und Theologen des Kreuzes ein). wurde ich auf ein Ereignis in Luthers Laufbahn aufmerksam, dass in vielen Darstellungen des Reformators schnell untergeht.&nbsp;</p>
<p>Im April 1518 (und noch deutlich vor der Eröffnung des Verfahrens durch die römische Kurie&nbsp; im Juli 1518) fand unter Leitung Luthers eine Disputation in der Versammlung der Augustiner statt, die seine Thesen zum Ablass diskutieren sollte. Luther bereitete Thesen vor, die wohl einige überrascht haben dürften. Sehr entschieden entscheidet sich Luther für eine augustinische Darstellung des Heils. Einige der 28 Thesen (<a href="http://www.reformatorischeschriften.de/Hddisp/hddisput.html">hier</a> samt Begründung vollständig zu finden) im Wortlaut:</p>
<blockquote>
<p>Die Werke der Menschen, wenn sie auch noch so sehr in die Augen fallen und gut zu sein scheinen, müssen doch als Todsünden gelten.</p>
<p>Der Mensch, der da meint, er wolle dadurch zur Gnade gelangen, dass er tut, soviel ihm möglich ist, häuft Sünde auf Sünde, so dass er doppelt schuldig wird.</p>
<p>Ganz gewiss muss ein Mensch an sich selbst verzweifeln, um für den Empfang der Gnade Christi bereitet zu werden.</p>
<p>Das Gesetz sagt:&nbsp;»Tue&nbsp;das!«, und es geschieht niemals. Die Gnade spricht:&nbsp;»An&nbsp;den sollst du&nbsp;glauben!«, und alles ist schon getan.</p>
<p>Nicht der ist gerecht, der viel Werke tut, sondern wer ohne Werke viel an Christus glaubt.</p>
<p>Die Liebe Gottes findet nicht vor, sondern schafft sich, was sie liebt. Die Liebe des Menschen entsteht nur an dem, was sie liebenswert findet.</p>
</blockquote>
<p><span id="more-14390"></span></p>
<p>Bei einigen Thesen muss man sich Zeit nehmen, zu verstehen was wirklich gemeint ist. So wenn Luther zwischen Theologen des Kreuzes und Theologen der Herrlichkeit unterscheidet. Man ist ein Theologe der Herrlichkeit wenn man aus den Beobachtungen um sich selbst herum auf Gottes Wesen und Charakter Rückschlüsse zieht, statt zum Kreuz Christi zu gehen. Dankbarerweise finden sich erklärende Begründungen Luthers zu seinen Thesen.&nbsp; So schreibt er zu dieser Unterscheidung zwischen Theologen der Herrlichkeit und Theologen des Kreuzes:</p>
<blockquote>
<p>Das ist klar. Weil er doch Christus nicht kennt, kennt er auch nicht den im Leiden verborgenen Gott. Daher zieht er die Werke dem Leiden, die Herrlichkeit dem Kreuze, die Kraft der Schwachheit, die Weisheit der Torheit und überhaupt das Gute dem Schlechten vor. Das sind die, die der Apostel »Feinde des Kreuzes Christi« (Phil 3,18) nennt. Jedenfalls hassen sie das Kreuz und die Leiden. Sie lieben aber die Werke und ihren Ruhm, und so nennen sie das Gute des Kreuzes schlecht und das Schädliche des Werkes gut. Gott kann aber nur in Kreuz und Leiden gefunden werden, wie schon gesagt. Darum nennen die Freunde des Kreuzes das Kreuz gut und die Werke schlecht, weil durch das Kreuz die Werke niedergerissen werden und der lieber durch die Werke aufgerichtete »alte Adam« gekreuzigt wird. Es ist nämlich dem unmöglich, auf Grund seiner »guten Werke« nicht aufgeblasen zu werden, der vorher nicht durch Leiden und Schaden ganz leer und niedrig geworden ist, bis zu der Erkenntnis, dass man selbst nichts ist und die Werke nicht uns sondern Gott gehören.</p>
</blockquote>
<p>Luther tritt in Augustinus&#8216; Fußstapfen, wenn er schreibt:</p>
<blockquote>
<p>Das zweite ist klar und Gemeingut aller Theologen und Philosophen. Das Gegenüber (<i>objectum</i>) ist der Grund der Liebe, indem man nach Aristoteles alles Vermögen der Seele als passiv annimmt, als Stoff, als nur im Aufnehmen tätig, wodurch er selbst bezeugt, dass seine Philosophie gegen die Theologie ist, weil sie in allem das Ihre sucht und mehr das Gute nimmt als gibt. Das erste ist klar, weil die Liebe Gottes &#8211; sofern im Menschen lebendig &#8211; liebt, was sündig, schlecht, töricht und schwach ist, um es gerecht, gut, weise und stark zu machen, und so viel mehr sich verströmt und Gutes schafft. Darum nämlich, weil sie geliebt werden, sind die Sünder »schön«, nicht aber werden sie geliebt, weil sie »schön« sind. Menschliche Liebe flieht daher die Sünder und Bösen, Christus jedoch sagt: »Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu rufen, sondern die Sünder« (Mt 9,13). Solcher Art ist die Liebe des Kreuzes, geboren aus dem Kreuz, dass sie sich nicht dorthin wendet, wo sie das Gute findet, um es zu genießen, sondern dorthin, wo sie das Gute den Armen und Bedürftigen austeilen kann. »Geben ist seliger als nehmen«, sagt der Aposte1 (Apg 20,35). Daher heißt es Ps 41,2: »Wohl dem, der sich des Bedürftigen annimmt!« Der Verstand freilich kann sich natürlicherweise nicht mit dem befassen, was nichts ist, das heißt mit dem Armen und Bedürftigen, sondern nur mit dem, was etwas ist, mit dem Wahren und Guten. Daher urteilt er nach dem Schein und nimmt das Ansehen des Menschen wichtig und urteilt nach dem, was augenscheinlich vorliegt.</p>
</blockquote>
<p><a href="https://www.625.uni-heidelberg.de/md/kampagnen/625jahre/atlas/lp_luther.pdf">Hier</a> findet sich übrigens eine Übersichtskarte darüber, wie schnell Luthers Thesen einschlugen! Unter den Zuhörern der Disputation finden sich nämlich einige, die später lautstarke Vertreter des reformatorischen Anliegens werden sollen. Luther traf den Nerv seiner Zeit! Dennoch war Erasmus 1524 der erste, der die Trennlinie des Protestantismus aufdeckte: Kann es wirklich bloß Gottes Gnade sein, die uns rettet? Luther erkennt das an, als er 1525 in &#8222;Vom unfreien Willen&#8220; schreibt:&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/die-liebe-gottes-findet-nicht-vor-sondern-schafft-sich-was-sie-liebt-die-heidelberger-disputation-1518/14390">&#8222;Die Liebe Gottes findet nicht vor, sondern schafft sich, was sie liebt.&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die Heidelberger Disputation 1518&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Wann bin ich gesetzlich? &#8211; Ein Einblick von John Colquhoun</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2021 19:55:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetzlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wann-bin-ich-gesetzlich-ein-einblick-von-john-colquhoun/14383">Wann bin ich gesetzlich? &#8211; Ein Einblick von John Colquhoun</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote>
<p>Wenn ein Mensch zu Taten des Gehorsams gedrängt ist, weil er den Zorn Gottes fürchtet, der sich im Gesetz offenbart und nicht weil er an Seine Liebe glaubt, die sich im Evangelium offenbart&#8230; Wenn er Gott wegen Seiner Macht und Gerechtigkeit fürchtet und nicht aufgrund Seiner Güte, wenn er in Gott viel eher einen rächenden Richter, als einen leidenschaftlichen Freund und Vater sieht, und und wenn er Gott als fürchterliche Majestät vor sich sieht, statt unendlich gnädig und barmherzig wird dadurch sichtbar, dass er unter der Herrschaft eines gesetzlichen Geistes ist, oder zumindest daran leidet&#8230; Er zeigt, dass er unter dem Einfluss dieses hasserfüllten Versuchers steht &#8230; wenn sein Vertrauen auf göttliches Erbarmen durch die Lebendigkeit seiner Pflichten und nicht durch die Entdeckungen der Freiheit und der Reichtümer erlösender Gnade geprägt sind, die ihm im Evangelium angeboten werden, oder wenn er das ewige Leben nicht als Gabe Gottes durch Jesus Christus erwartet, sondern als Gottes Rekompensation für seinen Gehorsam und sein Leiden, wird schmerzhaft deutlich, dass er sich unter der Macht eines gesetzlichen Geistes befindet.</p>
</blockquote>
<p>gefunden in <a href="https://www.amazon.de/Whole-Christ-Antinomianism-Assurance-Why-Controversy/dp/1433548003">&#8222;The Whole Christ&#8220;</a> von Sinclair Ferguson, der hier aus dem Werk <a href="https://www.monergism.com/thethreshold/sdg/colquhoun/A_Treatise_on_the_Law_and_the_G_-_John_Colquhoun.pdf">&#8222;Treatise on the Law and Gospel&#8220;</a> des Purtianers John Colquhoun zitiert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wann-bin-ich-gesetzlich-ein-einblick-von-john-colquhoun/14383">Wann bin ich gesetzlich? &#8211; Ein Einblick von John Colquhoun</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 13:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Boas]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Naomi]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;Five Festal Garments&#8220; von B.G. Webb untersucht fünf Bücher des AT, die wir als Christen häufiger vernachlässigen. Webbs Überlegungen waren unter anderem die Grundlagen für nachfolgende Skizzen: 1. Episodische Struktur: Webb macht auf die Schönheit des Aufbaus im Inneren des Werks aufmerksam. Es&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Five-Festal-Garments-Lamentations-Ecclesiastes/dp/0830826106">Five Festal Garments</a>&#8220; von B.G. Webb untersucht fünf Bücher des AT, die wir als Christen häufiger vernachlässigen. Webbs Überlegungen waren unter anderem die Grundlagen für nachfolgende Skizzen:</p>
<h2>1. Episodische Struktur:</h2>
<p>Webb macht auf die Schönheit des Aufbaus im Inneren des Werks aufmerksam. Es liegt eine strukturelle Parallele mit geringfügigen Varianten in Kapitel 2 und Kapitel 3 vor:</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 270px;">
<tbody>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">Kapitel 2:</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">Kapitel 3:</td>
</tr>
<tr style="height: 90px;">
<td style="width: 50%; height: 90px;">1. Ruth bietet Naomi, ob sie gehen kann und sagt ihr was sie tun will. Naomi bietet Ruth zu gehen</td>
<td style="width: 50%; height: 90px;">Naomi bietet Ruth zu gehen und sagt ihr, was sie zu tun hat.</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">2. Ruth geht</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">2. Ruth geht</td>
</tr>
<tr style="height: 60px;">
<td style="width: 50%; height: 60px;">3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt</td>
<td style="width: 50%; height: 60px;">3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">4. Boas bittet Ruth zu bleiben und sagt, dass &#8222;Sie segnenswert sei&#8220; und gibt ihr Nahrung</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">4. Boas sagt Ruth, dass &#8222;Sie segnenswert sei&#8220; und bittet sie zu bleiben und gibt ihr Nahrung</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">5. Ruth spricht mit Naomi, erzählt ihr was passiert sei und bekommt von ihr Rat</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">5. Ruth spricht mit Naomi, erzählt ihr was passiert sei und bekommt von ihr Rat</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Doch in dieser Parallele entwickelt sich weiter, so wie aus der Erntezeit von Kapitel zwei die Dreschzeit von Kapitel drei wird.</p>
<p>Dieses Zentrum wiederum ist flankiert von &#8222;Namenslisten&#8220;: Zu Beginn finden wir mindestens drei Namen, die keinerlei Rolle mehr spielen sollen. Die Genealogie zum Schluß kann jedoch kaum bedeutender sein, verknüpft sie Ruth doch als Bindeglied zwischen der Mose-Richter Zeit mit der Zeit des großen Königs Davids. Entsprechend spiegeln auch diese Namenslisten die Entwicklung von der Leere zur Fülle wider, die Naomi und Ruth als Individuen widerfährt für einen größeren Kontext wieder</p>
<h2>2. Thematische Entwicklung und Kanonische Einbindung</h2>
<p>Damit wären wir mitten im Plot des Buches. Wer Ruth als an Richter anschließend liest, dem wird auffallen, dass die zwei abschließenden <em>Horrorgeschichten</em> des Richter-Buches damit Anfangen, dass Jemand Bethlehem (= Haus des Brotes) verlässt ( Ri 17,9 und Ri 19,2 bzw. 19,18). Wer das Haus des Brotes verlässt, steht in der Gefahr eine Katastrophe auszulösen. Ruth als Abschließender Teil dieser Trilogie bietet nun die &#8222;Kontra-Erzählung&#8220; dafür. Dabei war die Ironie besonders groß, dass im &#8222;Haus des Brotes&#8220; eine Hungersnot herrscht (Rt. 1,1). Im Übrigen dürfen wir auch sonst Umstände der Richter-Zeit erwarten: Ein jeder tut was ihm recht vor Augen scheint. Das gerade eine fremde Migrantin ein beliebtes Opfer für ein kurzes Sexabenteuer werden kann, scheinen Rt2,21 und Rt2,15 zumindest anzudeuten.</p>
<p>Doch zehn Jahre nach Verlassen des verheißenen Landes ausgerechnet in Richtung Moab, muss Ruth Buße übend zurückkehren und bekennt, als die Frauen rufen: &#8222;Ist das die Naomi?&#8220;:</p>
<p><strong>&#8222;Nennt mich nicht Naomi(Lieblich), sondern Mara (Bitter). Denn der Allmächtige hat mich sehr betrübt. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht.&#8220; </strong><span id="more-14360"></span></p>
<p>&#8222;Naomis Verlassen von Bethlehem und die Rückkehr zurück kann thematisch in Begriffen von Rebellion und Buße verstanden werden. Namoi kommt aus einem fernen Land als eine &#8222;verlorene Tochter&#8220; zurück&#8220; (Webb, S. 51)</p>
<p>In Naomis Begegnung begegnen wir dem, was aus dem israelische kompromisslosen Monotheismus folgt. Denn wenn Gott über alle Dinge souverän ist, gibt es keine endgültige oder andere Erklärung für das Leiden, das einem wiederfährt. Dennoch irrt Naomi, wenn Sie sich als <em>&#8222;Leer heimgekommen&#8220;</em> sieht. Selbst nachdem ihrund Ruth unerwartete Segnungen wiederfahren, müssen sie die nebenstehenden Frauen daran erinnern, dass ihre <em>&#8222;Schwiegertochter, die sie liebt, ihr besser ist als sieben Söhne&#8220;</em> (Rt. 4,15). Leer heimgekommen ist Sie also gar nicht und aus der bitteren Vorsehung, die Sie empfindet wird bald eine süße.</p>
<p>Ruth ist also ein Buch, das vom Leiden-Glauben-Belohnung/Segen berichtet (so T. Schreiner in The King in His Beauty) oder von Leere-Suchen-Finden-Fülle (so Webb)</p>
<p>Thematisch führt auch ein oberflächliches Lesen nicht darn vorbei zu erkennen, wie das Buch &#8222;Freundlichkeit&#8220; unterstreicht. Boas wird als Beispiel der Freundlichkeit gegenüber Witwen, Waisen und Fremdlingen unterstrichen. Entsprechend lesen Juden das Buch Ruth zu Pfingsten, im jüdischen Verständnis ist Pfingsten nicht nur das erste Erntedankfest, sondern auch der 50 Tag nach dem Passahfest, der Tag, an dem Israel in der Wüste das Gesetz empfing. Dabei werden manche Gesetze eher freimütig übergangen. Neben dem übergangen ersten Erlöser ist dabei vor allem an die Einbindung der Moabiter zu denken, die niemals in die Gemeinde des Herrn kommen dürfen (5. Mo 23,3-6). Das Ruth Moabiterin ist, wird dabei nie verschwiegen sondern eher besonders unterstrichen (6 Mal im Buch). Boas lebt also den Geist und nicht den Buchstaben des Gesetzes aus. Ausgerechnet eine Frau aus dem verbannten Stamm ist dabei eine echte &#8222;Israelitin im Herzen&#8220;. Das die hebräische Kanonisierung Ruth oft auch nach Sprüche einordnet stellt Ruth als DIE Frau nach Sprüche 31 dar: Tugendsam und freundlich. Deutlich wird das z.B. in Rt. 2,12-13:</p>
<p><strong><em>&#8222;(Worte Boas zu Ruth): Der Herr vergelte dir deine Taut, und dein Lohn möge vollkommen sein bei dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest. Sie sprach: Lass mich Gnade vor deinen Augen findn, mein herr, denn du hast mich getröstet und deine Magd freundlich angesprochen&#8230;&#8220;</em></strong></p>
<p>Beachtet, wie Ruth die Begriffe &#8222;freundlich&#8220; und &#8222;Gnade&#8220; miteinander verknüpft.</p>
<h2>3. Bezüge zum Neuen Testament</h2>
<p>Das Ruth mit Büchern wie Esther oder Hohelied eher in unseren täglichen Betrachtungen untergehen liegt nicht nur an der Kürze der Bücher, sondern auch daran, dass das NT relativ wenig Bezüge zu diesen Büchern nimmt. Zu Ruth findet sich aber in Matthäus 1,5 ein spannender Hinweis. Bekanntlich unterstreicht Matthäus nebst Ruth auch die anderen heidnischen Frauen im Stammbaum Jesu, aber nur hier findet sich die Info, dass die Mutter des Boas selbst niemand geringeres als Rahab sei. Das heißt der Muster-Israelit schlecht hin hat eine kanaanäische Mutter und heiratet eine Muster-Frau aus Moab. In Ruth finden wir so auf besondere Weise deutlich gebracht, dass der ein echter Israelit sei, der es inwendig ist (Röm. 2,29).</p>
<p>Nach ihrer Begegnung mit dem <em>Erlöser Boas</em>, lernen Ruth und Naomi, dass sie &#8222;nicht leer&#8220; dastehen. Nein, Sie bekommen die Fülle, weil Sie zum Gott Israels umkehren. Dennoch sehen Sie nur einen Teil der vorsehenden Fürsorge Gottes. Der Autor des Buches Ruth blickt weiter und hat David im Blick. Wenn sich später Matthäus hinsetzt um sein Evangelium zu verfassen, wird das kleine Buch zu einem Schlüsselstein auf dem Weg Gottes die Verheißung des Schlangenbesiegers aus 1. Mo. 3,15 zu erfüllen.</p>
<h2>4. Lessons learned</h2>
<p>Ich habe einige Lektionen mit einem Freund geteilt. Bereits einige wenige Stunden Invest in das Buch haben mich uvergleichlich und unwiderruflich bereichert:</p>
<ul>
<li>So bin ich persönlich ein Mensch, der sehr mit Fehlentscheidungen hadert. Mir ist es dabei kein Trost, dass in vielen dieser Fehlentscheidungen auch andere mitgeredet haben. Ich kann mich hier mit Naomi aus Kapitel eins identifizieren, die die Verantwortung Israel für Moab einzutauschen, komplett auf sich nimmt. Dabei war Sie als Frau wahrscheinlch eher einfach mitgezogen mit ihrem Ehemann. Ich weiß, dass der Blick zurück auf (vermeintliche) Fehlentscheidungen &#8222;ungemein verbittern&#8220; kann. Der Blick auf die Vorsehung Gottes, die denen die Gott Lieben nur das Beste bietet, ist eine Lektion die ich mit Naomi lernen möchte. Das was für uns nur Plan B oder C zu sei scheint, ist in Gottes Augen Plan A. Wir dürfen also auch unsere Fehlentscheidungen vertrauensvoll in Gottes Hand legen.</li>
<li>Das ausgerechnet eine Moabiterin Gnade wiederfährt ist etwas, dass den &#8222;überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte in Christus Jesus&#8220; ausdrückt (Eph. 2,7). Eigentlich ist es nahezu bizarr, das Gott hier über das Gesetz hin gnädig ist. Aber ist nicht genau das, was uns am Kreuz Christi begegnet?</li>
<li>Schließlich hat mich die Ehrlichkeit des Buches beeindruckt. In Bethlehem ist eben wirklich Hungersnot, und es möge dabei hundertfach &#8222;Brothaus&#8220; heißen. Und auch in Israel besteht für eine junge hübsche fremde Witwe die Gefahr, vergewaltigt zu werden. Boas, Ruth und Naomi sind sich dessen völlig klar bewusst. Aber Sie blicken auf weitaus mehr, das die geographischen Grenzen und die politische Situation Israels durchbricht. &#8222;Diese alle sind gestorben im Glaubne und haben die Verhießungen nicht ergriffen, sondern sie nur von ferne gesehen udn gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind&#8220; (Heb. 11.13). Sie haben sich als Menschen in einer Bundesbeziehung mit einem gnädigen  Gott verstanden. Die Freundlichkeit mit der Ruth die Fremde aufgenommen wird, zeigt schließlich nur auf die Freundlichkeit mit der uns Gott annimmt. Paulus macht daraus in Titus 3,4 gar ein Wortspiel, wenn er von der (en chrēstotēti) in Christus Jesus (en Christō)  spricht: <em>&#8222;Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig.&#8220;</em></li>
</ul>
<h2>5. Literaturhinweise:</h2>
<ul>
<li>Auf die &#8222;Bethlehem Trilogie&#8220; wurde ich durch <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">George Schwabs Richter Kommentar</a> aufmerksam.</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/Five-Festal-Garments-Lamentations-Ecclesiastes/dp/0830826106">Five Festal Garments</a> ist ein spanneder Beitrag zur biblischen Theologie der Fünf Festschrifte im Judentum, nämlich Hohelied, Ruth, Klagelieder, Esther und Prediger.</li>
<li>Wer sich in aller Kürze einen thematischen Überblick und eine christologisch-kanonische Einbindung in die Bibel wünscht, sollte zu <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1620218676&amp;sr=8-1">&#8222;The King in His Beauty</a>&#8220; von Thomas Schreiner (hier geht es zu einem <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1620218676&amp;sr=8-1">Interview mit dem Autor</a>) greifen.</li>
<li>Ausführlicher mit einer Besprechung von Gliederung, Gattung, Inhalt und rechtlichem Hintergrund geht <a href="https://www.nimm-lies.de/tipp-helmuth-egelkraut-das-alte-testament/12770">Egelkraut in seiner Einleitung in das Alte Testament</a></li>
<li>Leon Morris hat einen <a href="https://www.amazon.de/Judges-Ruth-Tyndale-Testament-Commentaries/dp/0830842578/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=judges+totc&amp;qid=1620218867&amp;s=books&amp;sr=1-1">allgemeinverständigen eher kurzen Kommentar zum Buch Ruth in der TOTC Reihe verfasst.</a></li>
<li>Umfangreicher und eher praktischer orientiert ist dabei <a href="https://www.amazon.de/Sweet-Bitter-Providence-Race-Sovereignty/dp/1844744248/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=a+sweet+and+bitter+providence&amp;qid=1620218923&amp;s=books&amp;sr=1-1">John Pipers Buch &#8220; A Sweet and Bitter Providence&#8220;. </a></li>
<li>Die Ausführlichste Studie, zum Begriff des Erlösers und seiner breiten Bandbreite gerade in der Verwendung im Alten Testament und was das für das Verständnis bedeutet, was Erlösung überhaupt bedeutet, habe ich bei Christopher Wright: <a href="https://www.amazon.de/Mission-Gods-People-Biblical-Theology/dp/0310291127/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=wright+the+mission+of+gods+people&amp;qid=1620219497&amp;s=books&amp;sr=1-1">&#8222;The Mission of God&#8217;s People&#8220;</a> gefunden.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 16:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Antinomer]]></category>
		<category><![CDATA[Antinomismus]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist es eine logische Schlussfolgerung von Luthers rigoroser Verteidigung von sola fide und sola gratia, dass man den Sinn des Gesetzes völlig in Frage stellt. So tat es auf jeden Fall auch Johannes Agricola, ein lutherischer Theologe, auf den Luther so viele Hoffnungen setzte, dass er ihn&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/alle-hoffen-dass-der-teufel-jenseits-des-meeres-ist-und-wir-gott-in-der-tasche-haben/14126">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://www.southwestern.edu/live/image/gid/129/width/611/height/903/37474_230.4_L977w_Martin_Luther_Wider_die_Antinomer.rev.1586965178.jpg" alt="Book as Artifact, Artifact as Book: Part Four • Southwestern University" width="245" height="362" />Eigentlich ist es eine logische Schlussfolgerung von Luthers rigoroser Verteidigung von <em>sola fide </em>und <em>sola gratia, </em>dass man den Sinn des Gesetzes völlig in Frage stellt. So tat es auf jeden Fall auch Johannes Agricola, ein lutherischer Theologe, auf den Luther so viele Hoffnungen setzte, dass er ihn in seinem Heim in Wittenberg ließ, und sich von ihm selbst für Predigten und Vorlesungen vertreten ließ. Agricola war nun der Ansicht, dass die Predigt des Gesetzes für Christen unnötig ist, da man nun im neuen Bund, nämlich im Bund der Gnade lebt. Entsprechend gehören <em>&#8222;</em><em>das Gesetz Gottes bzw. die Zehn Gebote aus der Kirche (&#8230;) verstoßen und in das Rathaus (&#8230;)verwiesen;&#8220;</em></p>
<p>Wie aber sollte die Predigt des Evangeliums ohne Gesetz möglich sein? <em>&#8222;Lieber Gott, kann man es denn nicht ertragen, dass die heilige Kirche sich als Sünderin erkennt, die an die Vergebung der Sünden glaubt und dazu im Vaterunser um die Vergebung der Sünden bittet? Woher weiß man aber, was Sünde ist, wenn es das Gesetz und das Gewissen nicht gibt? Und woher will man lernen, was Christus ist, was er getan hat für  uns, wenn wir nicht wissen sollen, was das Gesetz ist, das er für uns erfüllt hat, oder was Sünde ist, für die er an unserer Stelle genuggetan hat?&#8220; </em>Agricolas Vorschlag das Evangelium nur aus dem Trost der Tat Christi zu predigen, lehnt Luther entschieden ab.</p>
<p>Luther listet auf, wie wichtig das Gesetz für ein protestantisches Programm der Bildung und Erziehung eines Christen wichtig ist, auch verwurzelt im lutherischen Bekenntnis: <em>&#8222;Und es wundert mich sehr, wie man mir unterstellen kann, dass ich das Gesetz bzw. die Zehn Gebote verwerfen wollte, wo es doch von mir so viele Auslegungen der Zehn Gebote und nicht nur eine gibt, die man in unseren Kirchen auch täglich predigt und lehrt, ganz zu schweigen von der Confessio Augustana und der Apologie und unseren anderen Büchern.&#8220;</em></p>
<p>Luther hält in seiner Schrift vehement fest, dass er sowohl Gnade, wie das Gesetz erhalten nebeneinander und zusammen erhalten möchte:</p>
<p>Für Luther geht es dabei nicht um Details. Eine Ablehnung des Gesetzes wäre Grund genug für ein Schisma: &#8222;<em>Selbst wenn ich unterstelle, dass ich gelehrt oder gesagt hätte, man sollte das Gesetz nicht in der Kirche lehren – obwohl doch alle meine Schriften es anders zeigen und ich von Anfang an immer den Katechismus behandelt habe –, sollte man mir darum so stur anhängen? Oder sollte man nicht mir selbst widersprechen – da ich doch alle Zeit sehr anders gelehrt habe – und von mir selbst abfallen, wie ich es mit der Lehre des Papstes getan habe?&#8220;</em><span id="more-14126"></span></p>
<p>Luthers Schrift, die als öffentlicher Brief verfasst wurde ist ein notwendiger Lückenschluss: Während im Mittelalter Gesetz und Gnade vermischt wurden, wollen die Antinomer dieses soweit trennen, dass das Gesetz keine Bedeutung mehr haben sollte. Für unsere Zeit, in der ein beachtlicher Teil des Alten Testaments durch das Prädikat <em>&#8222;das gehört zum alten Bund&#8220;</em> stummgeschaltet wird und eine Beschäftigung mit den zehn Geboten im besten Fall als altertümliches Klischee taugt, eine notwendige Schrift. Im Übrigen muss man sich aber bedenken, dass weder Luther noch offensichtlich Agricola sich einen Gedanken vorstellen könnten, der heute so weit verbreitet ist, dass selbst das Evangelium eigentlich nichts mehr nur für den Christen, sondern etwas für den ist, der es nötig hat sich zu bekehren. Vielleicht anders ausgedrückt: Gerade der Christ hat Buße nötig ist Luthers Botschaft. Es ist eine Herausforderung beides, Gesetz und Evangelium im Blick und vor allem in Waage zu halten.</p>
<p><em>&#8222;Nun hätte ich wohl vergessen können, was ich dabei an Schmerz empfunden habe, wenn ich in der Hoffnung hätte Ruhe finden können, dass ich mit einer solchen Disputation hinreichend Stellung bezogen und gewarnt habe.&#8220;</em> &#8211; schreibt Luther und es wird deutlich, dass Luther diesen Konflikt sehr persönlich nimmt (z.B.:&#8220;<em>Und doch haben sie all dies hinter meinem Rücken, ohne mein Wissen und gegen meinen Willen vorgegaukelt&#8220;</em>).</p>
<p>So weicht er auch im zweiten Teil seines Briefes zunehmend auf andere Themen über, der zwar die Qualität dieser Schrift im Bezug auf das Thema mindert, dadurch aber vor allem rückblickend interessante Einblicke in Luthers Verständnis zu unterschiedlichen Themen, z.B. findet sich diese ungewöhnlich vielschichte Bewertung seiner Zeit und seines Werks:<em> &#8222;Ich wollte, dass ich mit meinen Büchern nicht gekommen wäre, ich würde mich auch nicht darum kümmern, würde es ertragen, wenn sie alle schon vergessen wären und die Schriften dieser hohen Geister in allen Buchläden zum Verkauf stünden, wie sie das gern wollten, damit sie ja genug von der so erstrebenswerten Ehre abbekommen. Aber ich darf mich auch nicht für höher halten als unseren lieben Hausherrn Jesus Christus, der auch immer wieder klagt: Umsonst habe ich gearbeitet, und meine Mühe ist verloren. Aber der Teufel ist Herr der Welt. Ich hätte selbst nie glauben mögen, dass der Teufel der Herr und Gott der Welt ist, bis ich nun nachdrücklich erfahren habe, dass dies auch ein Glaubensartikel ist: Princeps mundi, Deus huius seculi – Fürst der Welt, der Gott dieses Zeitalters. Das bleibt aber gottlob bei den Menschenkindern ohne Glauben, und ich selbst glaube es auch nur schwach, denn jedem gefällt seine eigene Melodie gut. <strong>Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben</strong>.&#8220;</em></p>
<hr />
<p>Alle Zitate aus: <em>Luther, M. (1539). GEGEN DIE ANTINOMER. In J. Schilling, A. Beutel, D. Korsch, N. Slenczka, &amp; H. Zschoch (Hrsg.), N. Slenczka (Übers.), Glaube und Leben: Heutiges Deutsch (Bd. 1). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt.</em></p>
<p>Eine altdeutsche Fassung der Schrift findet sich auf <a href="https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:b:luther-brief_wider_die_antinomer">glaubensstimme.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/alle-hoffen-dass-der-teufel-jenseits-des-meeres-ist-und-wir-gott-in-der-tasche-haben/14126">&#8222;Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Walfisch, Rizinus und Niniveh</title>
		<link>https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2020 19:24:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Buße]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Heil]]></category>
		<category><![CDATA[Jona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Material gebohrt. Eine kurze Auflistung: &#8222;The Prodigal Prophet&#8220; von Tim Keller, habe ich als Hörbuch bei Audible angehört. Keller hat nach eigener Aussage drei mal über das Buch Jona gepredigt und verfasste das&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Walfisch, Rizinus und Niniveh</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Material gebohrt. Eine kurze Auflistung:</p>
<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/4176us6R-eL.jpg" alt="The Prodigal Prophet: Jonah and the Mystery of God's Mercy" width="206" height="206" /><a href="https://www.amazon.de/Prodigal-Prophet-Jonah-Mystery-Mercy/dp/B07GVQT4XR/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+prodigal+prophet&amp;qid=1599937194&amp;sr=8-2">&#8222;The Prodigal Prophet&#8220;</a> von Tim Keller, habe ich als Hörbuch bei Audible angehört. Keller hat nach eigener Aussage drei mal über das Buch Jona gepredigt und verfasste das Buch auf Wunsch seiner Frau. Vorteil des Werkes: Ausführlicher Anhang, in dem Jona thematisch, biblisch theologisch betrachtet wird. Nachteil: Ich denke Keller zieht am Schluß doch zu schnell Sprünge zu unserer Zeit. Dies kann aber auch am Fehlen der Fußnoten in der Hörbuchfassung liegen. Hier bezieht Keller zahlreiche weitergehende Kommentare mit ein.</p>
<p>Übrigens: Im Predigt Podcast von Keller findet sich auch eine Predigt über Jona aus den 90ern Jahren. Zusätzlich zum &#8222;Prodigal Prophet&#8220;, kann man so auch eine Entwicklung des Themas bei Keller betrachten. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Uj8j03TadOg">Eine aktuellere Predigt findet sich in youtube.</a></p>
<p>Wenn wir schon bei Predigten sind. Der Vierteiler von Dick Lucas über Jonah schien mir den größten Tiefgang zu besitzen. Lucas bleibt wirklich hartnäckig dabei, den Konflikt Jonas und Gottes Handeln mit diesem ungehorsamen Propheten zu verfolgen. <a href="https://www.monergism.com/topics/sermon-manuscripts-mp3s-scripture/jonah/audio-multimedia/mp3s-chapter-jonah">Die Links zu den vier Teilen finden sich hier bei monergism.</a><span id="more-14075"></span></p>
<p>Eher praktischer und sehr konservativ ist der Vierteiler von <a href="https://www.jvfesko.com/jonah">J.V. Fesko, denn man hier anhören kann.</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41+MEVpR-LL._SX318_BO1,204,203,200_.jpg" width="195" height="304" />In der von D. Carson herausgegebenen Reihe  &#8222;New Studies in Biblical Theology&#8220; findet sich ein spannendes Buch: <a href="https://www.amazon.de/Gracious-Compassionate-God-Salvation-Spirituality/dp/184474499X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=A+Gracious+and+Compassionate+God%3A+Mission%2C+Salvation+and+Spirituality+in+the+Book+of+Jonah&amp;qid=1599937873&amp;sr=8-1">A Gracious and Compassionage God.</a> Ich muss sagen, dass ich es als etwas weitschweifig empfand, aber den Versuch jedes einzelne Kapitel Jonas biblisch theologisch zu betrachten, als gelungen empfinde. Eine Stärke dieses Buches sind zahlreiche assyrische Quellen, die herangezogen werden. Das Buch ist hilfreich um die Komplexität Jonas zu verstehen, die wahrscheinlich aufgrund des Klischees als typische &#8222;Kinderstundengeschichte&#8220; gerne nur oberflächlcih betrachtet wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/417mJ82RZcL._SX326_BO1,204,203,200_.jpg" width="199" height="303" />Ein Schmuckstück meiner Logos-Bibliothek dürfte der Jona Kommentar von niemand Geringerem als T. Desmond Alexander sein. <a href="https://www.amazon.de/Obadiah-Jonah-Micah-Introduction-Commentaries/dp/1844743608/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=obadiah%2C+jonah+and+micah&amp;qid=1599938153&amp;sr=8-8">Der Kommentar zeichnet sich durch zahlreiche Exkurse aus, z.B. darüber, wie Jesus seinen Dienst als Parallele zu Jonas Dienst verstand.</a> Dieses Buch ist Teil der TOTC-Kommentar Reihe. Fünf von Fünf Punkten für dieses Buch.</p>
<p>Stichwort: Kommentare. Es ist auch spannend den patristischen Kommentar über Jonah von Hieronymus, dem Übersetzter der Vulgata zu lesen. <a href="https://sites.google.com/site/aquinasstudybible/home/jonah/st-jerome-on-jonah/chapter-1/chapter-2">Diesen findet man in der englischen Übersetzung hier.</a>  Hieronymus fährt eine hart christologische Linie, spannend ist aber seine Verteidigung des biblischen Supernaturalismus (Vgl. seinen Kommentar zu 2,2)</p>
<p>Alles Englisch? Ja, sorry. Ein guter Einstieg über Jona auf Deutsch findet sich in den <a href="https://podcasts.apple.com/gb/podcast/vogelfl%C3%BCge-durch-die-b%C3%BCcher-der-bibel/id1520168740">berüchtigten Vogelflügen von Hanniel Strebel.</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/3115ZxPvDHL._SX313_BO1,204,203,200_.jpg" width="200" height="317" />Was steht noch aus? Ich freue mich noch auf den Kommentar von Bryan D. Estelle: <a href="https://www.amazon.de/Salvation-Through-Judgment-Mercy-According/dp/087552656X/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+gospel+according+to+jonah&amp;qid=1599938497&amp;sr=8-3">&#8222;Salvation through Judgment and Mercy&#8220;.</a> Bisher habe ich in der &#8222;The gospel accordingt to the old Testament&#8220;-Reihe immer überraschende Neuentdeckungen gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Walfisch, Rizinus und Niniveh</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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