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	<title>Interview Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Interview Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Interview mit Philipp Kruse &#8211; Leiter von BibleProject Deutsch Eine Neue Weise, um die Alte Botschaft zu verbreiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jun 2022 11:09:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[BibleProject deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir hatten die Möglichkeit für ein interview mit Philipp Kruse, dem Verantwortlichen für die Videos von BibleProject Deutsch, über seine Arbeit und die Ziele von BibleProject zu sprechen. Das BibleProject bietet zahlreiche Erklär-Videos, unter anderem zu den Büchern der Bibel , aktuell aber auch zu&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/interview-mit-philipp-kruse-leiter-von-bibleproject-deutsch/14794">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Wir hatten die Möglichkeit für ein interview mit Philipp Kruse, dem Verantwortlichen für die Videos von BibleProject Deutsch, über seine Arbeit und die Ziele von BibleProject zu sprechen. Das BibleProject bietet zahlreiche Erklär-Videos, unter anderem zu den Büchern der Bibel , aktuell aber auch zu zentralen Begriffen der Bibel und zu biblischen Themen  z.B. auf <a href="https://www.youtube.com/c/DasBibelProjektGerman">youtube an.</a> </em></p>
<p><i>Empfehlenswert</i><em> ist auch das dazu passende Material, z.B. aus unterschiedlichen <a href="https://dasbibelprojekt.visiomedia.org/shop/">Postern im Shop. </a></em></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>S.P. <em>Wie entstand die Idee des Bible Projects? Wie kam es, dass die Videos auch auf Deutsch aufbereitet wurden?</em></p>
<p>P.K. Als Jugendreferent habe ich mich 2015 nach einem Tool auf die Suche gemacht, um unseren Mitarbeitenden den großen Zusammenhang der Bibel zu erklären. Hintergründe, Zusammenhänge, Bucherklärungen ohne Theologiestudium. Bei der Suche bin ich auf „The Bible Project“ gestoßen und war begeistert. Innerhalb weniger Minuten wird der rote Faden der Bibel, die Einteilung des Buches und Hinweise auf Jesus aufgezeigt. Der Satz „Helping people experience the Bible as a unified story that leads to Jesus” packte mich. Nur leider gab es diese Videos nur auf Englisch. Nicht für alle so leicht zu verstehen. So rief ich kurzer Hand in Portland an und erkundigte mich, ob ich dieses wunderbare Projekt nicht nach Deutschland holen könnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>S.P. <em>Was könnt ihr als Mitarbeiter / Organisator des Projekts persönlich mitnehmen?</em></p>
<p>P.K. Seit Beginn des Projekts haben wir das Versorgen Gottes erlebt. Er hat sich eindeutig dazu gestellt und immer wieder lässt uns das erstaunt, demütig und dankbar auf das Projekt blicken.</p>
<p>Wir selbst sind ein Team aus verschiedenen Konfessionen, Gemeinden und Kirchen mit dem gleichen Wunsch und Ziel, unseren Glauben zu erklären, zu leben und Menschen einen neuen Zugang zu Gott und der Bibel zu schaffen. Dadurch nehmen wir alle persönlich viel aus diesem Projekt mit. Wir nutzten das Material selbst, privat und in unseren Jugendgruppen, Mitarbeiterschulungen und Predigten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>S.P. <em>Wie erleben Sie die Rückmeldungen der Zuschauer? Gibt es auch kritische Rückmeldungen?</em></p>
<p>P.K.: Zum Großteil sind die Rückmeldungen sehr positiv. Wir erleben immer wieder Ermutigung in dem was wir tun. In Gesprächen und in Rückmeldungen erfahren wir immer wieder die vorherrschende Not und den Bedarf Material an die Hand zu bekommen, um die Bibel greifbar zu machen. Die Menschen lernen mit unseren Videos für Prüfungen, lernen Gott neu kennen und lassen sich auf die Bibel ein, haben wieder Freude am Lesen, weil sie mehr verstehen und einordnen können. Das sind Feedbacks die uns als Team bestärken und unglaublich freuen und berühren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>S.P. <em>Das BibleProject hat ursprünglich englischsprachig angefangen. Wie aufwändig ist es, die Videos, die häufig viele Texte enthalten, ins Deutsche zu übersetzen. Wie viel Zeit wird  für ein Video benötigt?</em></p>
<p>P.K. Jedes Video durchläuft verschiedene Phasen bevor es veröffentlicht werden kann. Die Originaltexte und Sprecherskripte werden übersetzt, theologisch geprüft, neu eingesprochen, neu geschrieben/designt, animiert und erneut nach Qualität und Richtigkeit geprüft. Je nachdem, um welches Video es sich handelt, dauert es zwischen 2-4 Wochen bis zur Veröffentlichung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>S.P. Ganz aktuell habt ihr auch angefangen Wortstudien zu veröffentlichen. Welche Ideen habt ihr bei BibleProject noch?</em></p>
<p>P.K. Wir freuen uns schon sehr auf weitere Serien, die die Amerikaner aktuell ausarbeiten und produzieren. Nach der Wortstudie geht es weiter mit der Serie zum „Wesen Gottes“. Eine absolut geniale Serie – ihr dürft gespannt sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>S.P. Gibt es Überlegungen die Videos auch in weitere Sprachen anzubieten?</em></p>
<p>P.K: Auf jeden Fall! Die Videos werden bereits 50 Sprachen produziert. Alle weiteren Sprachen findet man auf der Website der Amerikaner. Unter anderem gibt es sie bereits in Arabisch, Portugiesisch, Farsi, Französisch, Finnisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch…. Und viele mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>S.P. Wie können Christen und Gemeinden das Bibleproject unterstützen? Gibt es auch die Möglichkeit der Mitarbeit am Projekt?</em></p>
<p>Als das deutsche Bible Project freuen wir uns sehr über Vernetzungspartner. Konkret bedeutet das, dass sich christliche Organisationen und Kirchen zum Projekt stellen und es mitbewerben in Ihren Kreisen und Substitutionen. Darüber hinaus ist und bleibt das Projekt spendenbasiert und wird nur solange existieren bis sich Menschen auch finanziell dazustellen. Als Organisation oder Gemeinde kann man uns sehr gern regelmäßig finanziell unterstützen und das Projekt mittragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>S.P. Vielen Dank für das Gespräch.</em></p>
<p>(Ein Beispiel für eine graphische Darstellung von Genesis 12-50:)</p>
<p><img decoding="async" src="https://dasbibelprojekt.visiomedia.org/wp-content/uploads/2020/01/Genesis-768x768.jpg" /></p>
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		<title>Fragen über das Woher und das Wohin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Apr 2021 06:23:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kreationismus]]></category>
		<category><![CDATA[lesendglauben.de]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Widenmeyer]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Woher, wozu und wohin gehören zu den drei großen Fragen des Lebens. Christen geben darauf andere Antworten als Atheisten. Dr. Markus Widenmeyer, Mitarbeiter in der Zentralen Forschung eines Technologiekonzerns und ehrenamtlich für die Studiengemeinschaft Wort und Wissen tätig, ist ein Vertreter des Kreationismus. Trotz seines&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/fragen-ueber-das-woher-und-das-wohin/14352">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/fragen-ueber-das-woher-und-das-wohin/14352">Fragen über das Woher und das Wohin</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-14353 alignleft" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Foto_HR.png" alt="" width="242" height="249" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Foto_HR.png 1095w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Foto_HR-291x300.png 291w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Foto_HR-993x1024.png 993w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Foto_HR-768x792.png 768w" sizes="(max-width: 242px) 100vw, 242px" />Woher, wozu und wohin gehören zu den drei großen Fragen des Lebens. Christen geben darauf andere Antworten als Atheisten. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Widenmeyer">Dr. Markus Widenmeyer</a>, Mitarbeiter in der Zentralen Forschung eines Technologiekonzerns und ehrenamtlich für die <a href="https://www.wort-und-wissen.org/">Studiengemeinschaft Wort und Wissen</a> tätig, ist ein Vertreter des Kreationismus. Trotz seines vollen Terminkalenders hat er sich Zeit genommen, um sich den Fragen der christlichen Literaturblogs NIMM-LIES.de und <a href="https://www.lesendglauben.de/">lesendglauben.de</a> (<a href="https://www.lesendglauben.de/interviews/">hier weitere Interviews von lesendglauben</a>) zu stellen. Aber, lesen Sie selbst, welche Antworten der Autor mehrere Bücher zu diesem Themenkomplex gibt.</em></p>
<ol>
<li><strong>Vor wenigen Wochen haben Dr. Reinhard Junker und Sie das Buch „Schöpfung ohne Schöpfer“ herausgegeben. Dort schreiben Sie beide, dass die Arbeit eines christlichen Wissenschaftlers mit der eines Kriminalkommissars vergleichbar ist. Was genau möchten Sie damit zum Ausdruck bringen? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Echte Wissenschaft besteht wie die Arbeit eines Kriminalkommissars darin, dass man wirklich die Wahrheit sucht. Das bedeutet Ergebnisoffenheit und daher Ermitteln nach allen Richtungen. In Ursprungsfragen: Man sollte unvoreingenommen zur Kenntnis nehmen, was natürliche Prozesse nachweislich zustande bringen. Man sollte aber genauso unvoreingenommen akzeptieren, wenn es systematische Grenzen gibt und dann Schöpfung die bessere Erklärung für das Leben sein könnte.</p>
<ol start="2">
<li><strong>Sie sprechen davon, dass die Weltanschauung des Naturalismus den weltanschaulichen Hintergrund der Arbeitsweise der institutionalisierten Wissenschaften dominiert. Können Sie diese Weltanschauung kurz darstellen? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Es ist die Ansicht, dass es nur natürliche, letztlich wissenschaftlich beschreibbare Prozesse gibt. Alles Übernatürliche wird von vornherein abgelehnt. Die Ergebnisoffenheit z.B. bezüglich der Frage nach dem Ursprung des Lebens, des Universums oder auch der Möglichkeit von Wundern oder Prophetie ist dann nicht mehr gegeben.</p>
<ol start="3">
<li><strong>Inwieweit unterscheidet sich die Arbeit der Studiengemeinschaft Wort und Wissen von diesem Forschungsansatz? </strong></li>
</ol>
<p><span id="more-14352"></span></p>
<p>MW: Wort und Wissen versteht sich als Studiengemeinschaft von Christen. Wir haben entsprechende Überzeugungen und kommunizieren das auch ganz klar und offen. Gleichzeitig sind wir begeisterte Naturwissenschaftler. Dabei halten wir die Auffassung für unbegründet, dass alle Wirklichkeit durch die Naturwissenschaften erklärt werden muss. Bewusstsein, Moral, Liebe, Ästhetik, die Naturgesetze selbst usw. sind nicht durch Physik und Chemie erklärbar. In der Biologie können wir uns unvoreingenommen fragen: Was vermögen natürliche Prozesse zu leisten? Hier gibt es durchaus Evolution, die aber, wie es scheint, an hartnäckige Grenzen kommt. Man nennt diese begrenzte Evolution Mikroevolution: Sie kann vorhandene Baupläne an Umweltbedingungen anpassen, aber keine völlig neuen hervorbringen. Wir sehen gute Gründe dafür, dass jene Grenzen tatsächlich unüberwindbar sind.</p>
<ol start="4">
<li><strong>In Ihrem Buch „Das geplante Universum“ plädieren Sie dafür, dass die Wissenschaft auf die Schöpfung hindeutet. Was genau verstehen Sie darunter? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Wir haben das Buch als Autorenteam, zwei Physiker und zwei Chemiker, geschrieben. Wir zeigen darin, dass die Physik unseres Universums auf verschiedenen Ebenen für stabile Materie, eine komplexe Chemie und die Möglichkeit von Leben genial und präzise maßgeschneidert ist. Z.B. sind die vier Grundkräfte der Physik genau für entsprechende Aufgaben gestaltet: Sie halten das Atom und den Atomkern zusammen, sie ermöglichen wichtige Kernprozesse in Sternen wie unserer Sonne, oder halten die Materie auf die erforderliche Weise zusammen. Würde man eine dieser Kräfte ausschalten, in ihrer Wirkungsweise oder Stärke verändern, bräche alles zusammen.<br />
Gleichzeitig ist das Universum in einer höchst eleganten mathematischen Sprache geschrieben, die wir Menschen verstehen und dann auch erfolgreich technisch nutzen können. Schöpfung oder Zufall? Aus meiner Sicht scheidet Zufall aus, einfach weil es statistisch enorm unwahrscheinlich wäre.</p>
<ol start="5">
<li><strong>Im Vorwort von „Das geplante Universum“ betonen Sie, dass das Leben im Universum höchst willkommen erscheint, weil die naturgesetzliche Ordnung unserer Welt genau so eingerichtet ist, dass es überhaupt Leben geben kann. Inwieweit gilt es diese These an Jüngere Menschen weiterzugeben, die im Bildungsbereich durch das naturalistische Weltbild geprägt werden? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Vor allem im naturwissenschaftlichen Unterricht könnte man gut zeigen, dass und wie die physikalische und chemische Struktur der Welt hochgradig intelligent und präzise aufgebaut ist, um stabile Materie, eine funktionierende und vielfältige Chemie und schließlich Leben möglich zu machen. In der Biologie faszinieren Vergleiche mit hochentwickelter menschlicher Technik, die im Vergleich zur Biologie oft gar nicht so hochentwickelt erscheint! Man würde Schülern und Studenten beides vermitteln: Faszination für die Schöpfung und Faszination für den Schöpfer.</p>
<ol start="6">
<li><strong>In Ihrem Buch „Welt ohne Gott?“ beleuchten Sie den Naturalismus äußerst kritisch. Hierbei stellen Sie dem Leser besonders das „Moral-Argument“ vor Augen. Weshalb ist die Existenz der Moral für Sie ein Gottesbeweis? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Moral ist etwas, wenn sie überhaupt wirkliche Bedeutung hat, das uns als Menschheit vorgegeben ist. Sie gilt objektiv, das heißt unabhängig davon, ob wir sie anerkennen. Und sie drückt eine unbedingte Autorität, ein absolutes Sollen aus. Dies kann meines Erachtens nur dann stringent gedacht werden, wenn eine vollkommene Autorität, ein heiliger Wille hinter den moralischen Prinzipien steht.</p>
<ol start="7">
<li><strong>Als Christ, der der Bibel vertraut, stehen Sie sicherlich auch weiterhin vor offenen Fragen. Gerade in Bezug auf den Kreationismus, gibt es da offene oder unklare Fragen? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Natürlich gibt es in der Wissenschaft offene Fragen und auch für den Kreationismus gilt das, vor allem, wenn man einen junge-Erde-Kreationismus favorisiert, der mir aus biblisch-theologischer Sicht plausibler erscheint. Einiges scheint aber auf eine alte Erde und ein altes Universum zu deuten, andererseits gibt es auch einige interessante und bislang viel zu wenig beachtete Gegenindizien. Das ist sicher noch ein offenes, spannendes Feld.</p>
<ol start="8">
<li><strong>Gibt es ihrer Ansicht nach auch Problembereiche, in denen der Kreationismus „übers Ziel hinausschießt? </strong></li>
</ol>
<p><strong> </strong>MW: Man schießt dann über das Ziel hinaus, wenn man – auch frommes – Wunschdenken vor sachliche, unvoreingenommene Analyse stellt, und wenn man gegenüber sich selbst und anderen nicht mehr intellektuell ehrlich ist. Das ist ein allgemeines menschliches Problem und betrifft leider auch manchmal Kreationisten.</p>
<ol start="9">
<li><strong>Neben der beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit liegt ihnen auch die Politik am Herzen. Weshalb sollten sich Ihrer Ansicht nach Christen in der Politik engagieren? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Bürgerliche Freiheiten, Demokratie, Meinungsfreiheit und auch unser Wohlstand sind keine Zufälle. Sie beruhen auf einem christlichen, biblischen Menschenbild, wie z.B. der indische Philosoph Vishal Mangalwadi in seinen Büchern zeigt. Diese christlichen Voraussetzungen werden seit einigen Jahrzehnten zunehmend in Frage gestellt und zum Teil regelrecht bekämpft. Ich denke, dass wir Christen hier durchaus auch eine gewisse Verantwortung haben, dieses segensreiche Erbe zu bewahren.</p>
<ol start="10">
<li><strong>Sie gehören sich zu den Menschen, die einiges an Literatur durcharbeiten. Welche Autoren bzw. Denker haben Sie neben der Bibel geprägt? </strong></li>
</ol>
<p>MW: Sehr hilfreich fand ich das Buch des theoretischen Philosophen Geert Keil „Kritik des Naturalismus“. Es zeigt sprachanalytisch an vielen Beispielen, wie sehr das naturalistische Denken sprachlich-logisch zirkulär ist. Beim Verfassen unseres letzten Buches „Das geplante Universum“ hat mich das Buch von Geraint Lewis und Luke Barnes „The Fortunate Universe“ inspiriert.</p>
<ol start="11">
<li><strong>Ist ein weiteres Buch in Planung? Wenn ja, in welchem Bereich möchten Sie diesmal forschen und weiterhelfen? </strong></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>MW: Derzeit arbeite ich an einem Buch, in dem ich das Moralargument für die Existenz Gottes weiter entwickle.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview.  </strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/fragen-ueber-das-woher-und-das-wohin/14352">Fragen über das Woher und das Wohin</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie der Gott des Neuen Testaments&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/der-gott-des-alten-testaments-ist-der-gleiche-wie-der-gott-des-neuen-testaments/14334</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2021 19:31:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pentateuch]]></category>
		<category><![CDATA[T. Desmond Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[T.D. Alexander]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dr. T. Desmond Alexander ist wohl der Experte für das Alte Testament schlechthin. Er ist Author und Herausgeber von Enzyklopädien zum Pentateuch und zur Biblischen Theologie, schrieb Kommentare zum Buch Jona und zum zweiten Buch Mose (Wissenschaftlich und Pastoral). Neben thematischen Studien zum Neuen und&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/der-gott-des-alten-testaments-ist-der-gleiche-wie-der-gott-des-neuen-testaments/14334">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-gott-des-alten-testaments-ist-der-gleiche-wie-der-gott-des-neuen-testaments/14334">&#8222;Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie der Gott des Neuen Testaments&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Dr. T. Desmond Alexander ist wohl der Experte für das Alte Testament schlechthin. Er ist Author und Herausgeber von Enzyklopädien zum <a href="https://www.amazon.de/Dictionary-Old-Testament-Contemporary-Scholarship/dp/0830817816/ref=sr_1_7?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1616612833&amp;sr=8-7">Pentateuch</a> und zur <a href="https://www.amazon.de/New-Dictionary-Biblical-Theology-Collection/dp/0830814388/ref=sr_1_13?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1616612833&amp;sr=8-13">Biblischen Theologie</a>, schrieb Kommentare zum <a href="https://www.amazon.de/Obadiah-Jonah-Tyndale-Testament-Commentaries/dp/0830842268/ref=sr_1_20?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1616612833&amp;sr=8-20">Buch Jona</a> und zum zweiten Buch Mose (<a href="https://www.amazon.de/Exodus-Apollos-Testament-Commentary-Band/dp/0830825029/ref=sr_1_4?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1616613062&amp;sr=8-4">Wissenschaftlich</a> und <a href="https://www.amazon.de/Exodus-Teach-Commentary-Desmond-Alexander/dp/0801092140/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1616613062&amp;sr=8-8">Pastoral</a>). Neben thematischen Studien zum Neuen und Alten Testament ist vor <a href="https://www.amazon.de/Paradise-Promised-Land-Introduction-Pentateuch/dp/0801039983/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=t+desmond+alexander&amp;qid=1616613062&amp;sr=8-6">allem seine Einführung zum Pentateuch besonders</a>&nbsp; (<a href="https://www.nimm-lies.de/from-paradise-to-the-promised-land/13979">zur Buchbesprechung</a>) hervorzuheben.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Dr. Alexander, vielen Dank dafür, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen nehmen.&nbsp; &nbsp; Woher kommt Ihre Leidenschaft für das Alte Testament?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Meine Leidenschaft für das Alte Testament fing an, als ich im Grundstudium semitische Sprachen an der Queens University in Belfast studiert habe. Ich sollte dabei erwähnen, dass ich als Teenager zum persönlichen Glauben an Jesus Christus gekommen bin. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich eine Berufung zum christlichen Dienst. Durch eine ungewöhnliche Reihe an Ereignissen brachte mich Gott in Kontakt mit einer Gruppe von christlichen Universitätsdozenten: David Payne, Gordon Wenham und David Gooding. Alle stammten aus England, unterrichteten jedoch in Nord-Irland. Damals waren wir gerade mal drei Studierende im Kurs und so besaß ich beinahe eine persönliche eins zu eins Ausbildung. Es mag seltsam klingen, doch Gordon Wenhams Kommentar zum dritten Buch Mose öffnete meine Augen dafür, das Alte Testament auf neue Weise zu lesen. Ich bekam dann die Möglichkeit meine Doktorarbeit bei Gordon Wenham und später bei David Payne zu schreiben. Die Vorsehung führte dahin, dass ich Semitistik an der <em>Queens University</em> unterrichtete. Das gab mir weitere Möglichkeiten mich auf das Alte Testament zu konzentrieren, obwohl ich immer wieder auch die Möglichkeit besaß, das Neue Testament zu lehren. Rückblickend kann ich erkennen, dass Gott den Weg für mich öffnete, Theologie zu unterrichten und mir so Möglichkeiten eröffnete das Alte Testament zu erforschen und darüber zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Warum ist das Alte Testament in unserer Gesellschaft derart irrelevant? Wie könnte man das ändern?</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41fHAof3uVL._SX327_BO1,204,203,200_.jpg" alt=""/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Unglücklicherweise wird der erste Teil der Bibel als das Alte Testament bezeichnet. Unsere menschliche Tendenz ist es, sich an dem zu orientieren was neu ist und es in irgendeiner Weise als überlegen zu betrachten. Innerhalb der modernen Kirche betrachten die meisten Gläubigen das Neue Testament für wichtiger und relevanter als das Alte Testament. Das führte zu einer Vernachlässigung des Alten Testaments und zu einem Mangel des Verständnisses dafür, wie es zu einem größeren Verständnis von Gottes Anliegen für die Welt und für unser individuelles Leben dient. Es lohnt sich darüber nachzudenken, dass die Gläubigen zur Zeit des Neuen Testaments die Schriften der hebräischen Bibel als autoritativ betrachteten. Sie blickten in sie hinein, um zu verstehen, wer Jesus Christus ist und wie Gott mit seinem Volk handelt. Weder Jesus noch einer seiner Jünger verwarf das Alte Testament als unbedeutend. Im Gegenteil, sie betrachteten es als unausgesprochen wichtig. Es ist unmöglich das Neue Testament mit all seinen Zitaten, Anspielungen und Echos an das Alte Testament zu verstehen, ohne ein Verständnis der Hebräischen Bibel zu besitzen. Leider sind wir durch die Vernachlässigung des Alten Testaments in einem Teufelskreis geraten. Christen orientieren sich zum Neuen Testament hin und verpassen so die Reichtümer, die sich im Alten Testament finden lassen. Die einzige Lösung besteht im soliden Lehren, dass das Alte Testament beleuchtet und seine Relevanz für das Leben der Christen heute erörtert. Wir müssen die Bibel als Ganzes annehmen, und erkennen, wie die Story des Alten Testaments in die Story des Neuen Testaments hineinfließt und so ein volleres Bild Gottes und seiner Handlungen in unserer Welt gibt.</p>



<span id="more-14334"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Was können wir insbesondere vom Alten Testament lernen?</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/5129Ex6ORHL._SX340_BO1,204,203,200_.jpg" alt=""/></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Ich denke das Alte Testament macht uns viele Dinge besonders deutlich. Wahrscheinlich ist das Wichtigste dabei die Heiligkeit Gottes. Wir erkennen das vor allem in den Büchern Exodus und Levitikus. Interessanterweise wird Heiligkeit in Genesis kaum erwähnt. In Exodus begegnet uns Gottes Heilige Natur, als er Mose im brennenden Busch erscheint. Diese Begegnung schattet Israels Kommen zum Berg Sinai bevor. Als sie an diesem Berg ankommen, ist ein Besteigen für sie verboten. Davor müssen sie sich reinigen und sich selbst weihen. Gottes Gegenwart macht den Berg heilig und wenn das Volk in seine Gegenwart kommen soll, muss es auch heilig sein. Exodus offenbart uns, dass das Volk, damit es Gott begegnen kann von der Macht des Bösen befreit werden muss, erlöst vom Tod, gereinigt von der Verschmutzung der Sünde und geheiligt, also heilig gemacht sein muss.&nbsp; Interessanterweise ist das Passahfest ein Weihritual, dass die Erstgeborenen Israeliten heilig macht. Im Verlauf des zweiten Buches Mose wird der Priester durch ein komplexes Ritual geweiht, das Elemente des Passas besitzt. Exodus unterstreicht, dass menschliche Wesen heilig gemacht werden müssen, bevor sie in die Gegenwart Gottes treten dürfen. Wichtig ist: Wenn wir zum Neuen Testament kommen, sehen wir, dass die Nachfolger Jesu durch Christi Opfertod am Kreuz geweiht sind. Wie der Apostel Paulus beobachtet, ist Christus unser Passahopfer. Die alttestamentliche Erzählung vom Auszug befähigt uns zu verstehen, warum wir geheiligt sein müssen, um in Gottes Gegenwart leben zu können. Leider nehmen heute viele Christen die Heiligkeit Gottes nicht mehr ernst und missachten die Barrieren, die zu überwinden sind, wenn sündige Menschen in Seine Gegenwart treten sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Wie sind sie persönlich durch biblische Theologie gereift?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Das ist womöglich eine Frage, die jene, die mich am besten kennen, beantworten sollten. Ich hoffe, dass ich in den Jahren meines Schriftstudiums gereift bin. Ich nehme mir Paulus´ Kommentar zu Herzen, denn er in 2 Tim 3,16 gibt, dass alle Schrift von Gott eingegeben wurde, um zu unterweisen, zu korrigieren und uns für gute Werke auszurüsten. Wenn ich mich mit der Bibel beschäftige, bin ich beständig von meinem Versagen herausgefordert, so zu leben, wie Gott es erwartet. Ich hoffe, dass mein Bibellesen weiterhin Licht auf die finsteren Bereiche meines Lebens wirft und mich herausfordern wird, mehr wie Christus zu leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Welche Themen bereiten Ihnen auch nach jahrelangem Studium Kopfzerbrechen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Ich habe mit dem akademischen Studium der Bibel in den 70ern des vergangenen Jahrhunderts angefangen. Mit den Jahren habe ich mich mit vielen unterschiedlichen Themen beschäftigt und es gibt noch viele, die ausstehen. So vieles ist in der Bibel, das ich noch nicht in Tiefe erforscht habe. Es gibt wenige Themen, die mich immer noch bekümmern, jedoch gibt es Themen, von denen ich bekennen muss, dass mein Wissen und Verständnis derselben beschränkt ist. Ich erinnere mich an ein hilfreiches Zitat von J.I. Packer. Er schrieb einst: <em>&#8222;Eine Sache, die Christen durch den Glauben wissen, ist, dass sie nur zum Teil wissen.&#8220;.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Warum ist der Gott des Alten Testament (scheinbar) so anders als der Gott des Neuen Testaments?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Als ein Christ, der sein akademisches Leben mit Arbeit am Alten Testament verbracht hat, finde ich es ziemlich überraschend, dass viele Menschen den Gott des Alten Testaments als ein völlig anderes Wesen als den Gott des Neuen Testamentes karikieren. Es gibt wichtige Unterschiede in Bezug auf die Beziehung der Menschen zu Gott, wenn wir vom Alten Testament zum Neuen Testament ziehen. Zum Beispiel lebte im alttestamentlichen Kontext Gott unter seinem Volk, in einem transportierbaren Heiligtum oder im Tempel. Im Neuen Testament kommt Gott durch seinen Heiligen Geist, um unter seinem Volk zu wohnen. Das Heiligtum des Alten Testaments wird durch eine andere Art des Tempels im Neuen Testament ersetzt. Dennoch verändert sich Gottes Natur nicht, wenn wir vom Alten zum Neuen Testament übergehen. Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie der Gott des Neuen Testaments. Es gibt eine Komplexität in Gottes Wesen, wie wir sie erwarten würden. Die Menschen nehmen häufig an, dass der Gott des Alten Testaments grausamer und härter ist. Doch wir erkennen ihn als einen Gott des Mitleids und der Gnade im Alten Testament. Er kommt, um die unterdrückten israelischen Sklaven in Ägypten zu befreien. Eine der wichtigsten Aussagen über Gottes Natur im Alten Testament findet sich, als Gott sein Wesen Mose am Berg Sinai offenbart. Gott sagt: <em>„HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied.“</em> (2 Mo 34,6-7). Das ist Gottes Selbstbeschreibung. Das ist der Gott des Neuen Testaments. Er ist sowohl barmherzig, wie gnädig und gerecht. Wir mögen um das rechte Verhältnis von Gottes Güte und Gerechtigkeit ringen. Doch beides ist vollkommen in beiden Testamenten reflektiert</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Welches Ihrer Werke ist das bedeutendste? Warum würden Sie es empfehlen?</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright"><img decoding="async" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41AtsASUm7L._SX331_BO1,204,203,200_.jpg" alt=""/></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Aus einer rein akademischen Perspektive habe ich die größte Zeit in den Exodus-Kommentar investiert. Andererseits hoffe ich, dass mein Buch <em>„From Paradise to the promised Land, an Introduction to the Pentateuch”</em> insbesondere für Christen hilfreich ist, das Alte Testament zu verstehen. Jedem, der um die Bedeutung der ersten fünf Bücher der Bibel ringt, möchte dieses Buch eine hilfreiche Einführung bieten, die die besonders relevanten Themen beleuchtet. Meines Erachtens stellt der Pentateuch die Grundlage für die übrige Schrift dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Haben Sie aktuell ein Schreibprojekt?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Ich habe vor kurzem ein Buch über Jesus, als Priester und Mittler fertiggestellt. Ich hoffe, dass es noch dieses Jahr bei <em>InterVarsity Press</em> erscheinen wird. Ich wurde in besonderer Weise davon ergriffen, wie der Autor des Hebräerbriefs sich auf das Hohepriesterliche Material des Alten Testamentes stützt, um Christi gegenwärtigen Dienst für uns im himmlischen Heiligtum darzustellen. Dort tritt er beständig für uns vor Gott den Vater ein. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das Alte Beispiel unser Verständnis dessen, was im Neuen Testament gesagt wird, formt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Vor kurzem erschien „The City of God and the Goal of Creation” von Ihnen. Wie haben Sie die Idee zu diesem Buch bekommen? Wie ist das Thema heute noch relevant?</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41HatluFNwL._SX326_BO1,204,203,200_.jpg" alt=""/></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">T.D.A.: Die Idee für das Buch über die Stadt Gottes kam durch die einfache Beobachtung, dass das Neue Jerusalem, das in Offb 21-22 beschrieben wird, auf unterschiedliche Weise zurück verknüpft ist mit dem Schöpfungsbericht aus Gen 1-3. Als ich andere Kommentare hinzuzog wurde mir aufs Neue klar, dass Gottes Absicht in der Erschaffung der Welt in der Vision ihre Erfüllung findet, die Johannes zum Ende der Offenbarung aufzeichnet. Interessanterweise hatte der alttestamentliche Jesaja eine ähnliche Vision. Als ich das Konzept der Stadt Gottes durch die Bibel untersuchte, fing ich an seine Bedeutung zu ergreifen. Im Zentrum dieses Bildes stehen nicht Gebäude, sondern die Idee einer Gemeinschaft, in der Gott inmitten derer wohnt, die ihn lieben und anbeten. Die alttestamentliche Erzählung davon, wie die Israeliten dazu kamen in Jerusalem zu leben spiegelt die viel größere Geschichte wider, wie die Nationen kommen werden, um mit Gott im neuen Jerusalem zu leben. Und wieder ist es die Beschäftigung mit dem Alten Testament, dass unser Verständnis dessen formt, das im Alten Testament gesagt wird.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-gott-des-alten-testaments-ist-der-gleiche-wie-der-gott-des-neuen-testaments/14334">&#8222;Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie der Gott des Neuen Testaments&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Bedenken Sie, dass Orthodoxie nicht das gleiche ist, wie fähige und weise Fürsorge&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2020 07:27:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Seelsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Ed Welch]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Edward T. Welch ist Theologe und Dozent am CCEF (Christian Counseling &#38; Educational Foundation). Er promovierte im Bereich der Neuropsychologie an der University of Utah. Er ist seit bereits mehr als 30 Jahren als Seelsorger tätig und ist Autor zahlreicher Werke über biblische Seelsorge, von&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/bedenken-sie-dass-orthodoxie-nicht-das-gleiche-ist-wie-faehige-und-weise-fuersorge/14079">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/bedenken-sie-dass-orthodoxie-nicht-das-gleiche-ist-wie-faehige-und-weise-fuersorge/14079">&#8222;Bedenken Sie, dass Orthodoxie nicht das gleiche ist, wie fähige und weise Fürsorge&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://468475f702638606e98e-464051861458045a3bee0e7a3c2a1812.ssl.cf3.rackcdn.com/authors/fdf3f91929e1cc27b24f227557915823.jpg" width="245" height="245" /><em>Edward T. Welch ist Theologe und Dozent am CCEF (Christian Counseling &amp; Educational Foundation). Er promovierte im Bereich der Neuropsychologie an der University of Utah. Er ist seit bereits mehr als 30 Jahren als Seelsorger tätig und ist Autor zahlreicher Werke über biblische Seelsorge, von denen viele auch ins <a href="https://www.cbuch.de/catalogsearch/result/?q=edward+welch">Deutsche übersetzt wurden.</a> Ed Welch stand unseren freundlicherweise Fragen Rede und Antwort.</em></p>
<p><em>S.P.: Sehr geehrter Herr Welch, vielen Dank für die Möglichkeit eines Interviews mit Ihnen.</em></p>
<p>E.W.: Auch von meiner Seite Danke für die Möglichkeit. Sie bewirken, dass ich meine deutschen Freunde vermisse und mich an die angenehme und erbauende Zeit erinnere, die ich in Ihrem Land verbracht habe.</p>
<p><em>S.P.: Welche Gründe bewegten Sie, Seelsorger zu werden?</em></p>
<p>E.W.: Ich glaube jeder Christ würde biblische Seelsorge lieben, wenn er sie kennen würde. Beharrlich mehr von der Schrift zu lernen und die Gelegenheit zu haben, sich um andere Menschen zu kümmern und für sie zu beten &#8211; was kann es Besseres geben? Ich selbst wuchs in einem christlichen Heim auf. Ich glaubte, dass Jesus das war, was er von sich behauptete, doch ich wollte ihm nicht folgen. Doch der Geist Gottes hielt mich gnädiglich fest, als ich gerade mein Studium beendet hatte. Ich wurde durch das Lesen der Bibel bekehrt und entschloss mich, meine anderen Studienpläne zur Seite zu legen und ein theologisches Seminar zu besuchen. Dort war es auch (1976 &#8211; man, ich werde alt!) als ich pastorale Seelsorge-Kurse belegte. Es war für mich faszinierend wie die Schrift in die Details des täglichen Lebens sprechen konnte. Ich fing damals an, die biblische Seelsorgearbeit am CCEF zu beobachten, die damals gerade erst anfing. Damals dachte ich, dass ich Biblische Seelsorge praktizieren würde, wenn ich die Gelegenheit dazu bekommen sollte. Nach meiner Promotion kam ich an das CCEF und verließ es nicht mehr.</p>
<p><em>S.P.: Was waren die Personen, die ihr Verständnis als Seelsorger, Lehrer und Autor geprägt haben?</em></p>
<p>E.W.: <em>John Grauley</em> war mein Mentor am Seminar &#8211; ein freundlicher und weiser Mensch. <em>John Bettler</em> war der Direktor am CCEF, als ich dort anfing. Er war immer geduldig mit mir und ich lernte viel von seinen Predigten und Lehren. Er hat den Ton der biblischen Seelsorge bedeutend geprägt. Sie wurde weniger konfrontativ und verwies beharrlich darauf, dass die Bibel mehr ist und tiefer reicht. <em>Jack Miller</em> war mein Pastor und konnte in einer Weise von Jesus sprechen, die überwältigend war. Er förderte mein Interesse an biblischer Theologie. Daher kommt es, dass biblische Seelsorge persönlicher und beziehungsorientierter wurde. Ich habe großartige Kollegen gehabt, insbesondere David Powlison, mit dem ich beinahe 40 Jahre, bis zu seinem Tod letztes Jahr, zusammengearbeitet habe.<span id="more-14079"></span></p>
<p><em>S.P.: Sie haben zahlreiche Bücher über seelsorgerliche und pastorale Themen verfasst. Sind weitere neue Werke geplant?</em></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41v09kbjndL._SX316_BO1,204,203,200_.jpg" width="199" height="312" />E.W.: Es gibt immer gute und interessante Arbeit zu tun. Mein letztes Buch war <a href="https://www.amazon.de/Created-Draw-Near-Royal-Priests/dp/1433566389/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=created+to+draw+near&amp;qid=1600113759&amp;sr=8-1">&#8222;Created to Draw Near</a>&#8220; &#8211;  ein biblisch-theologisches Werk über unsere Identität als Priester. Es war für mich persönlich ein bereicherndes Studium: Zu wissen, dass der Herr näher kommen will und näher kommt. Ich arbeite aktuell an einigen wenigen Büchern. Eines, über das ich mich besonders freue ist über unsere königliche Identität. (Ich denke, dass die grundlegenden Identitäten der Menschheit, so wie wir sie in 1. Mo. . 1-3 finden, die von König, Priester und Prophet sind). Ich möchte auch weiterhin an Büchern arbeiten, die versuchen bedeutende biblische Wahrheiten an Menschen zu vermitteln, die beschäftigt oder beunruhigt sind. Ich hoffe, dass ich es lernen werde, einfach aber nicht undifferenziert zu sein.</p>
<p><em>S.P.: Wie würden Sie &#8222;Biblische Seelsorge&#8220; definieren?</em></p>
<p>E.W.: Ich habe nicht <em>die</em> eine Definition. Hier wären einige Überlegungen: Biblische Seelsorge ist  /sind (1) die pastorale Fürsorge um Seelen, (2) weise und hilfreiche Gespräche, (3) das Kennen der anderen Person (und das Verlangen sie besser zu verstehen). Das alles in dem man gemeinsam betrachtet, was Gott sagt oder wie das Evangelium von Jesus die Lebensdetails dieser Menschen durchdringt.</p>
<p><em>S.P.: Muss sich biblische Seelsorge in bestimmten Bereichen ändern?</em></p>
<p>E.W.: Ihr werdet es vielleicht besser wissen als ich. Biblische Seelsorge muss immer ansprechender werden, und fähiger sein über Jesus zu sprechen, im Bewusstsein der Komplexität eines menschlichen Lebens; sie muss betender, liebevoller sein. Natürlich spreche ich gerade davon, wie ich in jeder Weise wachsen muss und ich denke, genau das passiert inmitten des Wachstums.</p>
<p><em>S.P.: Mit welchen Hauptanliegen oder in welchen Bereichen kämpft biblische Seelsorge in den USA gegenwärtig mit Herausforderungen?</em></p>
<p>E.W.: DieHerausforderungen? Das ist schwer zu sagen. Hier sind einige Themen.<br />
<strong>Themen</strong>: Gewalt und Missbrauch, die Auswirkungen der eigenen Vergangenheit und tiefer gehende Analyse bei einer ganzen Reihe von psychiatrischen Diagnosen.<br />
<strong>Methode</strong>: Vermeidung von Banalem und Formalen. Das Ansammeln von mehr biblischen Metaphern, die spirituelle Realitäten beschreiben.<br />
<strong>Theologie</strong>: Die meisten Unterschiede der christlichen und biblischen Seelsorge sind hier zu lokalisieren. Wir müssen einander gut zuhören und uns gegenseitig in theologische Grundlagen einbilden.<br />
<strong>Berufspraxis:</strong> Wenn biblische Seelsorger hauptamtlich tätig sind, ist ihre Zugehörigkeit und Praxis dann eher pastoral oder professionell?<br />
<strong>Ungläubige:</strong> Wir müssen weiterhin auf biblisch vertretbare Weise wachsen, um Ungläubigen zu helfen.<br />
<strong>Das Publikum:</strong> Ich denke, wir müssen uns sowohl auf die alltägliche Hilfe konzentrieren, die von jedem Christen angeboten wird, als auch auf die immer geschicktere Hilfe, die von begabten Pastoren und Seelsorgern angeboten wird. Ich würde mir wünschen, dass unsere Arbeit mit berufstätigen Seelsorgern immer auf den gleichen Grundfertigkeiten und Prinzipien beruht, die allen biblischen Hilfen gemeinsam sind.<br />
<strong>Praxis</strong>: Das Wort verbreitet sich schnell. Diejenigen, die biblische Seelsorge praktizieren, müssen in Liebe, Weisheit und Hilfsbereitschaft so wachsen, dass die Gemeinschaft um uns gute Dinge über uns hört.</p>
<p><em>S.P.: Was denken Sie, sollten biblische Seelsorger in Europa beachten, damit sie Christus für die Gemeinde wiederherstellen können?</em></p>
<p>E.W.: Zusätzlich zu dem, was ich bisher genannt habe&#8230;</p>
<ol>
<li>Vermeiden Sie einen anti-säkularen Fokus. Es wird Ihre Ratschläge beeinflussen.</li>
<li>Seien Sie vorsichtig mit Dreiteilung der Person, die darauf hindeutet, dass das &#8222;Geistliche&#8220; ein Teilbereich der Person und nicht das eigentliche Zentrum der Menschheit ist. Wenn das Spirituelle ein Sektor ist, ist das Werk Christi auf diesen Sektor beschränkt.</li>
<li>&#8222;Emotionale Probleme&#8220; und &#8222;Emotionen&#8220; &#8211; wenn Menschen diese erkennen, denken sie nicht, dass die Schrift zu ihnen diesbezüglich spricht. Sie müssen eine überzeugende Art und Weise haben, die Tiefe der Schrift im Verständnis von Emotionen zu zeigen.</li>
<li>Emotionale Probleme werden von posttraumatischen Störungen und vergangenen Missbräuchen überlagert. Irgendwie denken viele Menschen, dass die Schrift für weniger harte Probleme hilfreich ist, wir jedoch andere Techniken für weitgehend zerstörte Vergangenheiten benötigen. Wir müssen darstellen können, wie die Schrift den Standard dafür festlegt, wie man mit Ungerechtigkeit in der Vergangenheit und Gegenwart umgehen soll.</li>
<li>Bedenken Sie, dass Orthodoxie nicht das gleiche ist, wie fähige und weise Fürsorge.</li>
<li>Behalten Sie Ihren pastoralen Schwerpunkt bei.</li>
<li>Und lernen Sie beständig, was man unterlassen sollte, wie leidende Christen durch törichte Kommentare andere Christen verletzt wurden.</li>
</ol>
<p><em>S.P.: Wie kann biblische Seelsorge in Europa gestärkt werden?</em></p>
<p>E.W.: Zieht eine neue Generation auf, die es besser tun kann, als die jetzige. Dafür bete ich für die Vereinigten Staaten.</p>
<p><em>S.P.: Vielen Dank für das Gespräch!</em></p>
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		<title>Interview mit Robert Letham</title>
		<link>https://nimm-lies.de/letham/14061</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2020 11:02:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Letham]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Robert Letham ist Professer für systematische und historische Theologie an der Union School of Theology in Wales. Er doziert zudem regelmäßig am Westminster Theological Seminary. Er ist Autor von&#160; The Work of Christ (in der Reihe: Contours of Christian Theology), Union with Christ, The Holy&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/letham/14061">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/letham/14061">Interview mit Robert Letham</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="340" height="340" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/robert-letham-profile.jpg" alt="Robert Letham" class="wp-image-15730" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/robert-letham-profile.jpg 340w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/robert-letham-profile-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/robert-letham-profile-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><em>Robert Letham ist Professer für systematische und historische Theologie an der Union School of Theology in Wales. Er doziert zudem regelmäßig am Westminster Theological Seminary. Er ist Autor von&nbsp; <a href="https://amzn.to/47bMcJ9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Work of Christ</a> (in der Reihe: Contours of Christian Theology), <a href="https://amzn.to/3MHgdbx" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Union with Christ,</a> <a href="https://amzn.to/40vKmjM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">The Holy Trinity.</a> 2019 erschien seine <a href="https://amzn.to/40zZJHO" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Systematische Theologie.</a> Letham hat sich für ein Interview mit uns bereit erklärt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Sehr geehrter Prof. Letham. Vielen Dank für die Zeit, die sie sich für unsere Fragen nehmen! Können Sie darüber berichten, wie Sie Christ wurden?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L.: Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf, wurde jedoch erst im Alter von 19 Jahren getauft. Es gab keine ungewöhnliche oder dramatische Erfahrung dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Ihr letztes Werk war eine Systematische Theologie (Erschienen Ende 2019). Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche systematische Theologien verfügbar sind, was ist das Besondere an Ihrem Werk?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hat das Ziel katholisch zu sein und bindet Figuren der Kirchenväter, des Mittelalters, der Reformation und der Moderne unterschiedlichen Spektrums in die Betrachtung mit ein. Gleichzeitig versuche ich die Soteriologie (Die Lehre vom Heil) mit der Ekklesiologie (Die Lehre von der Kirche) zu verknüpfen, um dem Wort und den Sakramenten ihre Zentralität zu gewähren. Ich habe dabei explizit auf eine trinitarische Struktur geachtet und beginne mit einem langen Abschnitt über die Dreieinigkeit. Daraufhin betrachte ich jeden Abschnitt mit Bezug auf Gott und seine Werke in der Schöpfung, Vorsehung und Gnade. Ich habe die Dogmatik auf eine Weise verfasst, die sie für zahlreiche Menschen zugänglich macht: Mit einem umfangreichen Glossar, Fragen zum Selbststudium und weiterführenden Literaturempfehlungen. Auf diese Weise kann jeder Leser die Themen weiter erforschen.</p>



<span id="more-14061"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P: Welchen besonderen Beitrag hat die reformierte Kirche der weltweiten Christenheit gebracht?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L: Sie trachtet danach Gott-Zentriert zu sein. Auf diese Weise erkennt sie an, dass das Evangelium für jeden Lebensbereich angewendet wird und bestätigt die innewohnende Qualität (engl.: goodness) der Schöpfung</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Wie kann die heutige moderne Gesellschaft von ihrem stark egozentrischen Individualismus geheilt werden?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L.: Dies ist nur auf eine der beiden folgenden Weisen möglich: Entweder dadurch, dass der Individualismus die Gesellschaftsordnung zerstört, auf der er wurzelt oder durch ein starkes Wachstum der Gemeinde. Letzteres muss dabei intellektuell fundiert sein &#8211; wie Paulus in 2. Kor. 1,3ff. argumentiert. In der Apostelgeschichte finden wir, dass Paulus, überall wo immer er war, seine Zuhörer überzeugt,&nbsp; erbaut und argumentativ übertroffen hat. Das erfordert harte Arbeit, aber auch den Segen des Heiligen Geistes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Wie kamen Sie dazu 2004 ihr Buch über die Heilige Dreieinigkeit zu veröffentlichen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L.: Ich habe mich jahrelang in besonderer Weise mit der Dreieinigkeit beschäftigt, betrachtete diese als lebensnotwendig (was offensichtlich so ist, wenn sich unser Glaube an Gott richtet!) und beabsichtigte somit darüber zu schreiben. An dem Tag, als ich dem Verleger einen Vorschlag über ein Buch über die Dreieinigkeit schreiben wollte, erhielt ich von diesem ein Schreiben mit der Bitte, ein Buch über die Dreieinigkeit zu schreiben!!! Ich dachte bis dahin, dass nur Charismatischer solche Erfahrungen machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Ein weiteres wichtiges Thema für sie ist die &#8222;Vereinigung mit Christus (Union with Christ)&#8220;. Wie kann die Gemeinde von diesem Thema profitieren? Warum ist dieses Thema in unserer Zeit derart in Vergessenheit geraten?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L.: Es verknüpft Lehre mit Erfahrung und erneuert den Fokus auf das Abendmahl; gleichzeitig wird so eine ganzheitliche Sichtweise von Erlösung und Eschatologie angeboten &#8211; das ist es ja, was man im NT findet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Welche Personen der Kirchengeschichte werden heutzutage zu Unrecht vergessen?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L.: Wahrscheinlich sehr viele. Zu viele, als das man diese hier auflisten könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>S.P.: Vielen Dank für Ihre Antworten!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">R.L.: Vielen Dank!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/letham/14061">Interview mit Robert Letham</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Es gibt zahlreiche Probleme mit der zeitgenössischen Literatur&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/ryken/14027</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 21:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Leland Ryken]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leland Ryken ist Professor Emiritus am Wheaton College. Er ist Experte für Milton, Puritaner und britische Literatur. Er ist Autor zahlreicher Werke über das Studium klassischer Literatur aus christlicher Perspektive und arbeitete an der English Standard Version, einer englischen Bibelübersetzung mit. Bekannt ist er zudem&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ryken/14027">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://dg.imgix.net/leland-ryken-lido2fb0-en/square/leland-ryken-lido2fb0.jpg?ts=1490111384&amp;ixlib=rails-4.0.1&amp;auto=format%2Ccompress&amp;fit=min&amp;w=120&amp;h=120&amp;dpr=2&amp;ch=Width%2CDPR" width="250" height="250" />Leland Ryken ist Professor Emiritus am <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Wheaton_College_(Illinois)">Wheaton College</a>. Er ist Experte für Milton, Puritaner und britische Literatur. Er ist Autor zahlreicher Werke über das Studium klassischer Literatur aus christlicher Perspektive und arbeitete an der English Standard Version, einer englischen Bibelübersetzung mit. Bekannt ist er zudem als Liebhaber von Lewis, wie auch als Biograph von J.I.Packer. Professor Ryken hat sich freundlicherweise bereit erklärt, unsere Fragen ausführlich zu beantworten.</p>
<ol>
<li><em>Wann begann Ihre Leidenschaft für Literatur?</em></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51eyozdgLUL.jpg" alt="" width="201" height="289" />Meine Leidenschaft für Literatur begann in der Kindheit. Ich komme aus einer sehr einfachen Bauernfamilie mit niederländischem Migrationshintergrund. Keiner meiner Eltern hat die Grundschule beenden können, weil sie auf dem Hof arbeiten mussten. In meinen ersten Lebensjahren waren Fernseher noch nicht üblich. Lesen war das einzige Vergnügen und meine Eltern und meine ältere Schwester waren leidenschaftliche Leser, so dass ich einfach ihrem Beispiel folgte. Bezüglich meiner nun fünfzigjährigen Laufbahn als Literaturdozent wurde ich einfach in diese Richtung gezogen, weil meine Schwester geplant hat, Englischlehrerin an einer High School zu werden. Ich kann mich nicht erinnern, mich bewusst für eine Berufung entschieden zu haben; es entwickelte sich einfach so, wie die göttliche Vorsehung mein Leben gestaltete.</p>
<ol start="2">
<li><em>Wie kann ein Christ von Literatur profitieren?</em></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81ssvUEggQL.jpg" alt="" width="200" height="291" />Ich unterteile dieses Thema üblicherweise in drei Teile, basierend auf der dreifachen Aufgabe eines Schriftstellers. Die erste Aufgabe ist die Aufzeichnung oder Darstellung menschlicher Erfahrung. Das Thema der Literatur ist menschliche Erfahrung und die Wahrheit, die Literatur auf dieser Ebene vermittelt, ist Lebenswirklichkeit. Literatur als Ganzes ist das Zeugnis der Menschheit über ihre eigene Erfahrung. Ein praktischer Vorteil, Literatur zu lesen, ist, dass wir dazu geführt werden, menschliche Erfahrung zu betrachten. Während wir diese Erfahrung auf diese Weise betrachten, fangen wir an, sie klarer zu erkennen. Ich bezeichne es als Wissen in Form von richtigem Erkennen.</p>
<p>Zweitens zeichnen Schriftsteller menschliche Erfahrung nicht nur auf, sondern bieten auch Interpretationen derselben an. Das Ergebnis ist, dass Literatur Ideen oder Themen plastisch werden lässt. Diese Ideen können entweder richtig oder falsch sein, somit müssen wir uns mit den Wahrheitsansprüchen in einem Literaturwerk auseinandersetzen. Selbst wenn ein bestimmtes literarisches Werk der Wahrheit, wie sie der christliche Glaube vertritt, nicht gerecht wird, ist der Prozess der Abwägung des Wahrheitsanspruchs eines Werkes selbst ein Antrieb für unser eigenes Nachdenken über die Ideen, die uns vorgelegt werden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51r1D1pQfpL.jpg" alt="" width="199" height="299" />Die dritte Aufgabe des Autors ist die Erschaffung von literarischer Form, Schönheit und Technik zu unserer Freude und Bewunderung zu kreieren. Gott will, dass wir Schönheit in unserem Leben haben. Wir müssen gute Verwalter sowohl unserer Freizeit als auch unserer Arbeit sein.  Die Freizeit kann eine Wachstumszeit für den menschlichen Geist sein und das Lesen von Literatur bietet dafür gute Möglichkeiten.</p>
<ol start="3">
<li><em>Sie sind in besonderer Weise von den Puritanern eingenommen. Warum?</em></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41rl6XVSIVL.jpg" alt="" width="200" height="301" />Ich wurde durch meine literarische Laufbahn zu einem Kenner der Puritaner. Mein Spezialgebiet in meinem Beruf als Literaturprofessor ist die Lyrik von John Milton, dem Autor des Epos &#8222;Paradise Lost&#8220;. Milton war Puritaner. Damit war der Grundstein für meine schriftstellerische Karriere gelegt. Eine Veröffentlichung über die Puritaner führte zur nächsten. Dann veranlasste mich Gott, in großen Dimensionen zu denken und so schrieb ich ein ganzes Buch über die Puritaner.  Es wurde unter dem Titel <em>Worldly Saints: The Puritans as They Really Were<a href="#_ftn1" name="_ftnref1"><strong>[1]</strong></a></em> veröffentlicht. Als sich der Kreis schloss, wandte ich mein Wissen über die Puritaner wieder auf Milton an und wurde zu einem Spezialisten der puritanischen Aspekte seiner Poesie, insbesondere der Sonette.</p>
<ol start="4">
<li><em>Wie haben Sie von C.S. Lewis profitiert?</em></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51Xa2FER1BL.jpg" alt="A Reader's Guide to Caspian: A Journey into C. S. Lewis's Narnia (English Edition) von [Leland Ryken, Marjorie Lamp Mead]" width="200" height="300" />Ich möchte meine Antwort mit der Bemerkung einleiten, dass ich bei der Zusammenstellung der Verzeichnisse meiner Bücher über Literatur aus christlicher Perspektive feststelle, dass es für C. S. Lewis mehr Einträge gibt als für jeden anderen Autor.  Manchmal, wenn ich vor einer Klasse stehe und im Begriff bin, C. S. Lewis zu zitieren, frage ich: &#8222;<em>Wer</em> sagte das?&#8220;. Die Standardantwort lautet dann: „C. S. Lewis“.  C. S. Lewis hat einfach so viele gute Dinge über Literatur und das christliche Leben gesagt und er hat sie so gut gesagt, dass es nur natürlich ist, sich ständig auf ihn zu berufen.  Es war in meinem Leben eine Fügung der Vorsehung, dass mir genau die richtigen Lewis-Bücher und -Essays genau zur richtigen Zeit vorlagen.</p>
<ol start="5">
<li><em>Sie haben eine Biographie über J.I. Packer geschrieben. (1) Warum haben Sie gerade ihn gewählt? (2) Was kann die heutige Kirche von ihm lernen?</em></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41czuIhqL9L.jpg" alt="" width="199" height="301" />Die Antwort auf Ihre zweite Frage, was Christen von Packer lernen können, ist die gleiche wie die, die ich gerade über C. S. Lewis gesagt habe, nämlich, dass er in vielen christlichen Fragen das Richtige gesagt hat und zwar mit ungewöhnlicher Klarheit.</p>
<p>Meine erste Begegnung mit J. I. Packer kam zustande, als ich als Teenager in einen christlichen Buchladen in meiner Heimatstadt ging (ich lebte tatsächlich auf einem Bauernhof fünf Meilen von der Stadt entfernt) und durch Gottes Vorsehung veranlasst wurde, ein Taschenbuchexemplar von dem zu kaufen, was, wie ich später erfuhr, Packers erstes veröffentlichtes Buch war.  Es trug den Titel <em>Fundamentalism and the Word of God<a href="#_ftn2" name="_ftnref2"><strong>[2]</strong></a>.</em> Bis zum heutigen Tag halte ich es für eines der fünf einflussreichsten Bücher in meinem Leben. Jahre später, als ich mit meinem Buch über die Puritaner zum Abschluss kam, schrieb <img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/516eG4ghVTL.jpg" alt="The ESV and the English Bible Legacy (English Edition) von [Leland Ryken]" width="200" height="300" />ich an Packer und bat ihn, ein Vorwort dafür zu schreiben.  Zu meinem Erstaunen stimmte er zu. Viel später arbeitete ich mit Packer im Übersetzungskomitee der Englisch Standard Version (ESV) mit. Als ich mit Packer zwei Tage damit verbrachte, die Notizen durchzugehen, die er zur Manuskriptversion meiner Biografie über ihn geschrieben hatte, kannte ich ihn bereits persönlich und durch seine Schriften.</p>
<ol start="6">
<li><em>Was ist in Ihren Augen der Hauptmangel zeitgenössischer Literatur?</em></li>
</ol>
<p>Es gibt zahlreiche Probleme mit der zeitgenössischen Literatur. Vieles davon ist zu verwirrend, als dass sie gelingen könnte. Gleichzeitig ist vieles davon propagandistisch und ermangelt an künstlerischem Können. Fast alle gegenwärtige Literatur ist ein anhaltender Angriff auf die christliche Moral und den christlichen Glauben. Wenn wir Filme, visuelle Medien und die Kategorie der Popkultur darunter einschließen, werde ich nicht zögern zu sagen, dass ich die meisten gegenwärtigen Werke für billig und geschmacklos halte.</p>
<ol start="7">
<li><em>Warum gibt es heutzutage so wenig kreative Literatur von Evangelikalen?</em></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/815forHV3kL.jpg" alt="" width="200" height="309" />Es gibt keinen Mangel an Literatur, die von Evangelikalen verfasst wird, aber die Verlagslandschaft ist so breit gefächert und vielfältig, dass es für einzelne Werke schwierig ist, eine Position der Sichtbarkeit und Akzeptanz zu erreichen. Es ist auch wahr, dass wenig aktuelle christliche Literatur mit den großen Werken der Vergangenheit mithalten kann. Das ist ein guter Anlass, Literatur der Vergangenheit nach Herzenslust zu lesen.</p>
<hr />
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Interview_Ryken.pdf">Download der Antworten im Englischen.</a></p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Zu deutsch etwa: Weltliche Heilige – Wie die Puritaner wirklich waren.</p>
<p><a href="#_ftnref2" name="_ftn2">[2]</a> Zu deutsche etwa: Fundamentalismus und das Wort Gottes</p>
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			</item>
		<item>
		<title>E. Janzen: Wir setzen auf hohe Tonqualität, abwechslungsreiche Arrangements und vor allem gute Textverständlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2018 21:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Eduard Janzen]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Janzenmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Janzenmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Rudolf Janzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>NIMM UND LIES: Lieber Herr Janzen, seit wann gibt es den Verlag Janzenmedien und wie kommt man dazu, einen neuen Verlag zu gründen? Eduard Janzen: Das Ganze hat ursprünglich unter dem Namen Janzenmusik begonnen und war ein kleines Tonstudio meines Bruders Rudolf Janzen, bzw eher&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/e-janzen-wir-setzen-auf-hohe-tonqualitaet-abwechslungsreiche-arrangements-und-vor-allem-gute-textverstaendlichkeit/13335">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><i>NIMM UND LIES: Lieber Herr Janzen, seit wann gibt es den Verlag Janzenmedien und wie kommt man dazu, einen neuen Verlag zu gründen?</i></p>
<p><a href="https://janzenmedien.com/" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13338" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/JanzenMEDIEN_Claim_4c-Kopie-300x82.jpg" alt="" width="300" height="82" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/JanzenMEDIEN_Claim_4c-Kopie-300x82.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/JanzenMEDIEN_Claim_4c-Kopie.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Eduard Janzen: Das Ganze hat ursprünglich unter dem Namen Janzenmusik begonnen und war ein kleines Tonstudio meines Bruders Rudolf Janzen, bzw eher ein Musiklabel. Es sind in den Jahren 2001/2002 die ersten CDs mit christlicher Musik aus Eigenproduktion veröffentlicht worden, damals noch über den Verlag VCLM, weil Janzenmusik kein eigenständiger Verlag war. Dann im Jahr 2013 ist Janzenmusik als eigenständiger Verlag mit einem Onlineshop gestartet und mit den Jahren gewachsen. Erst im März diesen Jahres wurde Janzenmusik zur Janzenmedien GbR, aus zwei Gründen: Zum einen sollte das Verlagsprogramm nicht nur auf Musik beschränkt sein, so war der Name passender, zum anderen bin ich dann offiziell dazu gestoßen. Vorher war ich nur häufiger im Studio, bzw bei Aufnahmen und Mixings aktiv. Das Plattenlabel Janzenmusik ist jedoch bestehen geblieben und erscheint weiter auf künftigen Eigenproduktionen.</p>
<p><i>NIMM UND LIES: Wie sieht Ihr Verlagsprogramm aus? Wo liegen die Schwerpunkte?</i></p>
<div dir="auto">
<p>Eduard Janzen: Der große Schwerpunkt unseres Verlagsprogramms liegt auf christlichen Hörmedien.</p>
<p>Wie eben bereits angerissen, besteht unser Verlagsprogramm zum Großteil aus Musik-CDs mit christlicher Musik, den Schwerpunkt bilden hierbei in Eigenproduktion entstandene Tonträger mit Männergesang, ob mit kleinerer Besetzung im Ensemble und Doppelquartett, oder auch größere Chorproduktionen. Wir haben aber auch gemischte Gesangsaufnahmen sowie Instrumentalmusik im Programm. Uns war und ist immer wichtig, dass der Name Jesus bei den Liedern im Vordergrund steht und der Text passend, d. h. unterstützend, musikalisch umrahmt wird.</p>
<p>Mit Hörbüchern sind wir erst in diesem Jahr gestartet, zwei Hörspiele für Kinder hatten wir jedoch vor einigen Jahren auch schon produziert. Hier bieten wir auch einige Produkte von anderen Verlagen an.</p>
<p>Zusätzlich dazu haben wir auch Printmedien anderer konservativ-evangelikaler Verlage aufgenommen, wie z. B. Kurse des Verlags rigatio oder geistliche Bücher des CMD und andere.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Als weiteren (noch) kleinen Bereich bieten wir kleine Geschenkartikel und Musikzubehör an.</span></p>
</div>
<p><span id="more-13335"></span></p>
<div dir="auto">
<p><i>NIMM UND LIES: Neben Ihrem Verlag gibt es einige weitere konservativ-evangelikale Verlage, die sich auf Hörmedien spezialisiert haben. Was unterscheidet Ihren Verlag von den anderen Verlagen? Macht es nicht eher Sinn, einen bestehenden Verlag zu unterstützen?</i></p>
<p>Eduard Janzen: Der große Unterschied ist, dass wir ein eigenes Plattenlabel und Tonstudio haben, selbst also viele Hörmedien produziert haben und auch noch werden. Hierbei greifen wir jedoch auch auf andere Tonstudios, Tontechniker und Musiker zurück. Wir sind kein reiner &#8222;Händler&#8220; von Hörmedien, sondern sind immer dabei neue Produktionen selbst zu planen und durchzuführen.</p>
<p>Wir setzen bei unseren Produktionen auf hohe Tonqualität, abwechslungsreiche Arrangements und vor allem auf gute Textverständlichkeit. Tonträger mit deutschem Männergesang sind zudem sehr selten geworden, die Nachfrage danach ist jedoch nach wie vor hoch. Gerade nach guten guten geistlichen Liedern.</p>
<p><i>NIMM UND LIES: Welcher Artikel im vergangenen Jahr war der Toptitel Ihres Verlags, und welcher war eher eine Enttäuschung? Welchen Artikeln wünschen Sie eine besonders große Verbreitung?</i></p>
<p><a href="https://janzenmedien.com/Nur-Gnade_1" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-13340" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/nur-gnade_1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/nur-gnade_1-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/nur-gnade_1-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/nur-gnade_1-768x768.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/nur-gnade_1-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/nur-gnade_1.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Eduard Janzen: Toptitel war definitiv die im September 2017 erschienene CD &#8222;Nur Gnade&#8220;, eine CD mit alten und neuen Männerchorliedern, mit einem Chor von etwa 40 Sängern gesungen, teils sinfonisch begleitet. Es war eine große Produktion mit viel Aufwand in Arrangements, Aufnahmen und Bearbeitung. Aber dieser hat sich gelohnt, sie ist bereits in der 3. Auflage und wird immer noch gerne gekauft und gehört.</p>
<p>Enttäuschungen hatten wir in dem Sinne gar nicht, es gibt natürlich Produkte, die langsamer angelaufen sind als andere. Aber Interesse nach unseren Produktionen war immer vorhanden, wenn wir auch im Vergleich zu den ersten CDs große Qualitätssprünge gemacht haben.</p>
<p>Eine besondere Verbreitung würden wir genau der CD &#8222;Nur Gnade&#8220; wünschen, weil sie von einem Thema spricht, das heute alle Menschen erfassen und für sich in Anspruch nehmen sollten &#8211; die Gnade Gottes durch das Erlösungswerk Jesu Christi! Weiterhin wünschen wir sie aber auch dem Hörbuch &#8222;Hudson Taylor&#8220;, da hier das Leben und die Glaubensgrundsätze eines Missionars dargestellt werden, die heute noch beeindruckend sind.</p>
<p><i>NIMM UND LIES: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über neue Produkte? Welches Projekt steht bei Ihnen als nächstes an?</i></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Eduard Janzen: Unsere Kriterien sind eigentlich in einem kurzen Satz zusammenzufassen: Eine klare Ausrichtung auf unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus! Die soll immer zentral sein, ob in geistlichen Lehrwerken, die wir ins Verlagsprogramm aufnehmen, oder bei neuen Musik-CDs, die wir produzieren. Hier sind es vor allem die Liedtexte, die theologisch richtig und biblisch fundiert sein sollen. Das entscheidet auch darüber, ob ein Lied grundsätzlich für eine Aufnahme geeignet ist oder nicht.</span></p>
<p>Als weiteres Kriterium kommt bei Musik-CDs hinzu, dass das Arrangement und die Instrumentierung den Text passend umrahmen und unterstützen soll. Deshalb kommt für uns nicht jede Stilistik in Frage, die uns der Musikmarkt bietet.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Aktuell steht das Hörbuch &#8222;Das Lager&#8220; an. Es soll im Frühling 2019 erscheinen. Dann noch ein evangelistisches Andachtsbuch von Hildor Bösel von der Maranatha-Mission, das als Hörbuch produziert und verschenkt werden soll.</span></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Als nächstes musikalisches Projekt ist für den Frühling/Sommer 2019 eine weitere Männer-Gesangsaufnahme geplant. Thematisch geht es wahrscheinlich in die Richtung Passion, aber das steht noch nicht genau fest. Das hängt von einigen Faktoren ab. So sind in der Vergangenheit Produktionen oft deshalb ins Rollen gekommen, weil wir selbst Lieder zu bestimmten Themen komponiert hatten oder Lieder aus dem Englischen übersetzt haben und diese gerne auf einem Tonträger festhalten wollten. Wir haben aber auch schon Listen mit Liedern von Kunden erhalten, die sie sich gerne für eine nächste CD wünschen würden.</span></p>
<p><i style="font-size: 16px;">NIMM UND LIES: Sie haben zusammen mit Hanno Herzler das Hörbuch „Hudson Taylor – Ein Mann, der Gott vertraute“ eingesprochen. Hanno Herzler ist im christlichen Bereich eine wahre Sprechergröße. Werden Sie in Zukunft weitere Hörbücher gemeinsam einsprechen?</i></p>
<p><a href="https://janzenmedien.com/Hudson-Taylor-Hoerbuch" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-13337" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/hudson-taylor-hoerbuch-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/hudson-taylor-hoerbuch-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/hudson-taylor-hoerbuch-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/hudson-taylor-hoerbuch-768x768.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/hudson-taylor-hoerbuch-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/hudson-taylor-hoerbuch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Eduard Janzen: Hanno Herzler ist seit letztem Jahr mein persönlicher Sprechtrainer, dadurch ist diese Zusammenarbeit für Hudson Taylor entstanden, und die Textvorlage bot sich hier hervorragend an. Und richtig, es wird nicht die letzte sein. Ein weiteres gemeinsames Hörbuch &#8222;das Lager&#8220; ist derzeit in Arbeit, dabei hat Hanno Herzler kurze Kapitelintros gesprochen. Für ihn habe ich bereits bei der Kinder-Hörspielserie &#8222;Rothstein-Kids&#8220; bei einer Rolle für den im Januar erscheinenden 7. Teil mitwirken dürfen.</p>
</div>
<div dir="auto">
<p>Wir hoffen, dass sich in der Zukunft noch mehr Gelegenheiten zu gemeinsamen Projekten ergeben werden!</p>
<p><i>NIMM UND LIES: Manchen Kunden sind die Preise für christliche Literatur und Medien zu hoch. Was meinen Sie dazu?</i></p>
<p>Eduard Janzen: Man kann es den Kunden nicht verübeln, denn sie haben meist kein Wissen und auch keine Vorstellung darüber, welch ein Aufwand eine qualitativ gute Produktion oder ein literarisches Werk bedeutet. Gerade im Bereich der Tonmedien sind die Anforderungen an Qualität seitens der Kunden im Laufe der letzten Jahre gewachsen. Gute Qualität heißt jedoch in vieler Hinsicht häufig auch hohe Kosten. Das führt automatisch zu einem höheren Preis.</p>
<p>Ist ein Projekt beispielsweise vollständig durch Spenden finanziert, die nur diesem Zweck gewidmet sind, so könnten die Produkte auch sehr günstig angeboten oder verschenkt werden. Wenn jedoch jemand seinen Lebensunterhalt mit dieser Arbeit verdient oder verdienen möchte, ist auch deshalb ein höherer Preis gerechtfertigt.</p>
<p>Wir kennen diese Kunden, aber haben auch viele Kunden, die uns unterstützen möchten und deshalb gerne die Preise bezahlen &#8211; zumal wir nicht im hochpreisigen Segment, was Tonträger anbetrifft, unterwegs sind.</p>
<p><i>NIMM UND LIES: Christliche Hörspiele werden fast ausschließlich für Kinder produziert. Planen Sie Hörspiele für Erwachsene zu veröffentlichen?</i></p>
</div>
<div dir="auto">
<p><a href="https://janzenmedien.com/Die-Spur-des-Wolfes-Hoerbuch" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-13336" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/die-spur-des-wolfes-hoerbuch-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/die-spur-des-wolfes-hoerbuch-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/die-spur-des-wolfes-hoerbuch-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/die-spur-des-wolfes-hoerbuch-768x768.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/die-spur-des-wolfes-hoerbuch-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/die-spur-des-wolfes-hoerbuch.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Eduard Janzen: Das stimmt, und genau entgegen dieser Tendenz hatte ich bereits angefangen, ein weiteres Buch von Siegfried Wittwer (eines seiner Bücher, &#8222;die Spur des Wolfes&#8220;, habe ich als Hörbuch aufgenommen) zu einem Hörspiel umzuschreiben. &#8222;Im Visier der Mafia&#8220; beruht auf wahren Begebenheiten und der Inhalt ist stark christlich geprägt, aber es wird definitiv für Erwachsene geeignet sein. Dies könnte jedoch erst nächstes oder übernächstes Jahr konkret werden.</p>
<p><i>NIMM UND LIES: Die evangelikale Verlagswelt hat in den vergangenen Jahren eine enorme Konzentration erlebt. Besonders die traditionellen Verlage haben sich in wenigen Verlagsgruppen gebündelt, um überhaupt noch bestehen zu können. Was meinen Sie, wie wird es auf dem christlichen Buchmarkt in zehn Jahren aussehen? Wird Janzenmedien dann Teil einer Verlagsgruppe sein?</i></p>
<p>Eduard Janzen: Es ist schon zu beobachten, dass der Handel mit Büchern generell zurückgegangen ist, auch im Bereich der christlichen Literatur. Das liegt meiner Einschätzung nach zu einem großen Teil an dem Wandel in der Medienwelt und der schnellen Fortschreitung der technischen Entwicklung. Heute wird die jüngere Generation, zu der ich auch gehöre, mit kurzen, knappen und schnellen Informationen zufrieden gestellt und sie hat keine Zeit und auch kein Interesse mehr für Bücher. Gerade dann nicht, wenn sie nicht einfach nur kurzweilig spannend, sondern lehrreich geschrieben sind. Diese Entwicklung geht zwar viel schleichender voran und ist auch längst nicht pauschal auf alle zutreffend, doch ist sie schon spürbar. Das wird auch den Buchmarkt in zehn Jahren etwas weiter schrumpfen lassen, so mein Eindruck.</p>
<p><span style="font-size: 16px;">Wir als Janzenmedien haben grundsätzlich erstmal nicht vor, Teil einer Verlagsgruppe zu werden. Das käme für uns auch nur dann in Betracht, wenn dieser Verlag oder diese Gruppe unsere Grundsätze weitestgehend teilen würde. Der wirtschaftliche Aspekt ist dann an dieser Stelle für uns definitiv zweitrangig. Wenn sich hier jedoch in Zukunft gute Gelegenheiten zu Kooperationen bieten sollten, sind wir auch nicht abgeneigt.</span></p>
<p><i>NIMM UND LIES: Welche Herausforderungen beschäftigen Sie als Verlag zurzeit besonders stark?</i></p>
<p><span style="font-size: 16px;">Eduard Janzen: Wir haben einen Spagat zu schaffen zwischen hohem Qualitätsanspruch und hoher Nachfrage nach neuen Produktionen, aber geringer Zeit und personeller sowie finanzieller Kapazität. Wir sind derzeit nur zu zweit im Verlag beschäftigt, möchten aber auch gerne weitere qualitativ hochwertige (sowohl inhaltlich als auch technisch) Produkte auf den Markt bringen, die anderen Menschen Segen bringen. Hier fehlt uns auch oft das erforderliche finanzielle Polster für eine Produktion. Für jede Unterstützung unserer Arbeit sind wir dankbar, und oft waren es die kleinen Mut machenden Worte begeisterter Kunden, die uns neue Kraft verliehen haben!</span></p>
<p><em style="font-size: 16px;">NIMM UND LIES: Vielen Dank. </em></p>
<p><em><span style="font-size: 16px;">Janzenmedien_</span><a style="font-size: 16px;" href="https://janzenmedien.com/" target="_blank" rel="noopener">www.janzenmedien.com</a></em></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/e-janzen-wir-setzen-auf-hohe-tonqualitaet-abwechslungsreiche-arrangements-und-vor-allem-gute-textverstaendlichkeit/13335">E. Janzen: Wir setzen auf hohe Tonqualität, abwechslungsreiche Arrangements und vor allem gute Textverständlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>10 + 1 Fragen an Markus Till</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2018 14:09:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[AiGG]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Till]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Markus Till organisiert das Projekt &#8222;Aufatmen in Gottes Gegenwart&#8222;, bloggt regelmäßig und scheut sich nicht vor Kontroversen, so z. B. im idea Streitgespräch oder auch mit HossaTalk. Ein beachtenswerter Beitrag ist: &#8222;6 Gründe für die Flucht aus Evangelikalien&#8220;. Wie wurden Sie Christ? Ich habe mich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-markus-till/13183">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-markus-till/13183">10 + 1 Fragen an Markus Till</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright " src="https://blog.aigg.de/wp-content/uploads/2014/06/Buchcover-09-2015.jpg" width="295" height="414" />Markus Till organisiert das Projekt &#8222;<a href="http://www.aigg.de/index.html" target="_blank" rel="noopener">Aufatmen in Gottes Gegenwart</a>&#8222;, <a href="http://blog.aigg.de/" target="_blank" rel="noopener">bloggt</a> regelmäßig und scheut sich nicht vor Kontroversen, so z. B. im <a href="http://blog.aigg.de/?p=4243" target="_blank" rel="noopener">idea Streitgespräch</a> oder auch mit <a href="https://hossa-talk.de/97-im-angesicht-meiner-feinde/" target="_blank" rel="noopener">HossaTalk</a>. Ein beachtenswerter Beitrag ist: <a href="http://blog.aigg.de/?p=3661" target="_blank" rel="noopener">&#8222;6 Gründe für die Flucht aus Evangelikalien&#8220;</a>.</p>
<ol>
<li><strong> Wie wurden Sie Christ? </strong></li>
</ol>
<p>Ich habe mich mit 11 Jahren auf einer evangelistischen Kinderfreizeit bekehrt.</p>
<ol start="2">
<li><strong> Was ist der Schlüssel zum geistlichen Wachstum?</strong></li>
</ol>
<p>Entscheidend ist für mich: Nah am Herrn bleiben! Möglichst regelmäßig Zeit im Gebet und in Gottes Wort verbringen. Dazu kommt: Mit der Kraft des Heiligen Geistes rechnen. Teil einer lebendigen christlichen Gemeinschaft sein. Und meine Berufung entdecken und darin anderen Menschen dienen.<span id="more-13183"></span></p>
<ol start="3">
<li><strong> Worin krankt heute das Christentum am meisten? (Und warum?)</strong></li>
</ol>
<p>Ich glaube: Der Mangel an im Alltag gelebter, authentischer Liebe zu Jesus war schon immer das zentrale Problem der Kirche. Paulus schrieb: „Das Ziel meiner Unterweisung ist, dass alle Christen von der Liebe erfüllt sind.“ (1. Tim. 1,5) Er wusste: Wer Jesus liebt, orientiert sich auch gerne an Gottes Wort und gibt Gottes Liebe auch leidenschaftlich weiter. So gewinnt die Kirche Orientierung und Ausstrahlung und wächst wie von selbst. Ohne die Liebe zu Jesus hingegen verflüchtigt sich auch die Liebe zur Bibel und zu den Verlorenen. Die Kirche wird dann entweder liberal oder sie zieht ihre Identität aus einer verkopften, rechthaberischen Dogmatik. In jedem Fall verliert sie ihre Dynamik, Opferbereitschaft und Ausstrahlung und schrumpft, statt zu wachsen.</p>
<ol start="4">
<li><strong> Welche Autoren/Prediger/Gedanken prägen Sie, waren für Sie wegweisend zu einer besseren Erkenntnis der Schrift/Christi?</strong></li>
</ol>
<p>Ganz ehrlich: Die Bibel hat mich mit Abstand am meisten geprägt. Daneben habe ich viele verschiedene Autoren gelesen, von denen ich aber keinen besonders herausheben könnte.</p>
<ol start="5">
<li><strong> Was erwies sich eher als Irrweg oder war weniger hilfreich?</strong></li>
</ol>
<p>Ich war einige Jahre involviert in ein Gemeindegründungsprojekt, das aufgrund menschlicher Schwächen krachend gescheitert ist. Allerdings möchte ich auch diese Phase nicht missen, weil ich viel daraus gelernt habe.</p>
<ol start="6">
<li><strong> Verständnis kann zu weit gehen, Kritik kann unweise sein und Fronten verhärten. Wann ist eine Stellungnahme nötig?</strong></li>
</ol>
<p>Ich finde: Eine Stellungnahme ist immer nötig, wenn es um das Evangelium geht. Denn dann geht es letztlich um das Heil von Menschen. Mein Eindruck ist, dass wir eher zu wenig Dispute haben in unseren christlichen Kreisen. Oft schweigen wir, um die Einheit nicht zu gefährden. Aber ich beobachte an mir selbst, dass allzu oft ganz einfach auch Menschenfurcht dahinter steckt oder Geltungssucht, weil wir bei Leuten gut angesehen sein wollen. Ich finde: Kritik ist fast immer hilfreich, wenn sie in der richtigen Geisteshaltung weitergegeben wird. Wenn ich etwas oder jemanden kritisiere muss ich mich deshalb immer selber prüfen: Geht es mir wirklich um das Evangelium und um das Heil der Menschen? Bin ich gesättigt in der Liebe Christi und kann aus einem Frieden heraus argumentieren? Bin ich mir bewusst, dass ich selbst fehlerhaft bin und davon lebe, dass Gott mich gnädigerweise liebt, obwohl er mich kennt? Oder versuche ich mich selber auf einen Sockel zu stellen, indem ich von oben herab auf die Fehler anderer zeige? Oder bin ich gar wütend oder beleidigt? Kämpfe ich vielleicht um meine Position und meinen Status statt für die Sache Christi? Wenn die Motivation nicht stimmt, dann wird auch inhaltlich völlig richtige Kritik zerstörerisch statt heilsam. Und wenn wir nicht satt sind in der Liebe Christi verlieren wir auch die Fähigkeit, konstruktiv mit Kritik umzugehen. Daran müssen wir ständig arbeiten.</p>
<ol start="7">
<li><strong> Was ist für Sie das Erbe der Reformation?</strong></li>
</ol>
<p>Dass die Bibel die „Königin“ ist, die in allen theologischen Diskussionen das letzte Wort haben muss und der sich alle anderen Stimmen am Ende unterordnen müssen. Und dass deshalb jeder Laie selbst die Schrift studieren, Gottes Willen erkennen und auf dieser Basis sogar theologischen Profis die Stirn bieten kann. So kann die Kirche von der Basis her wachsen und gedeihen.</p>
<ol start="8">
<li><strong> Wie kamen Sie zu dem Projekt AiGG? Was waren die Absichten? Was war der Stein, der das Projekt zum Rollen brachte?</strong></li>
</ol>
<p>In meiner Arbeit in der Landeskirche wurde mir immer deutlicher, wie wichtig es ist, biblische Themen in einer lebendigen Weise lebensnah und praxistauglich zu vermitteln und dadurch eine Liebe zu Jesus und zur Bibel zu wecken. Deshalb habe ich einen Glaubenskurs entwickelt, den wir in unserer Gemeinde inzwischen seit 8 Jahren jedes Jahr durchführen.</p>
<ol start="9">
<li><strong> Sind weitere Projekte/Werke ähnlich AiGG geplant, bzw. weitere Materialien zum AiGG?</strong></li>
</ol>
<p>Mein Traum wäre es, Lehrvideos zu den Themen des Kurses zu produzieren, damit jede Gemeinde, jeder Hauskreis und letztlich Jedermann den Kurs mit Hilfe des Begleitbuchs selbstständig durchführen kann. Und ich bin noch auf der Suche nach einem Verlag, der das Begleitbuch herausbringt.</p>
<ol start="10">
<li><strong> Welche Früchte hat das Projekt? Würden Sie heute etwas anders machen?</strong></li>
</ol>
<p>In unserer Gemeinde sind jedes Jahr Menschen zum Glauben gekommen oder haben neu im Glauben „Feuer gefangen“. Wir werten den Kurs jedes Jahr aus und versuchen, ihn ständig zu verbessern.</p>
<ol start="11">
<li><strong> Frage: Passen Sie mit ihren Ansichten noch in die Landeskirche?</strong></li>
</ol>
<p>Ich finde: Ich stehe voll auf dem Boden der Reformation und der kirchlichen Bekenntnisse. Wenn ich eines Tages nicht mehr in die Landeskirche passen sollte, dann müsste das eigentlich daran liegen, dass sich Andere von den Fundamenten der Kirche entfernt haben. Diejenigen, die das vierfache „Allein“ der Reformation nicht mehr von Herzen mitsprechen können, weil sie z.B. meinen, dass das Heil auch in anderen Religionen zu finden sei, sollten sich m.E. eher diese Frage stellen als ich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>10 + 1 Fragen an Reinhard Junker</title>
		<link>https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-reinhard-junker/13189</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2018 09:45:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[reinhard junker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reinhard Junker dürfte vor allem für sein aufsehenerregendes Werk &#8222;Evolution &#8211; ein kritisches Lehrbuch&#8220; bekannt sein, welches er gemeinsam mit Siegfried Scherer veröffentlicht hat. Das Werk ist bereits in der 7. Auflage vorhanden und hat viele Evolutionsbiologen aufgebracht, offensichtlich sprechen die Thesen also an. Ausgezeichnet&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-reinhard-junker/13189">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-reinhard-junker/13189">10 + 1 Fragen an Reinhard Junker</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Reinhard Junker dürfte vor allem für sein aufsehenerregendes Werk &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Evolution-kritisches-Lehrbuch-Reinhard-Junker/dp/3921046106" target="_blank" rel="noopener">Evolution &#8211; ein kritisches Lehrbuch</a>&#8220; bekannt sein, welches er gemeinsam mit Siegfried Scherer veröffentlicht hat. Das Werk ist bereits in der 7. Auflage vorhanden und hat viele Evolutionsbiologen aufgebracht, offensichtlich sprechen die Thesen also an. Ausgezeichnet ist auch das Journal &#8222;<a href="http://www.wort-und-wissen.de/publikationen/sij.html" target="_blank" rel="noopener">Studium Integrale&#8220;</a>, unbedingt empfehlenswert, geradezu Pflichtlektüre für Menschen, die den Schöpfungsbericht ernst nehmen.</em></p>
<ol>
<li><strong>Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben?</strong></li>
</ol>
<p><img decoding="async" class="alignright" src="https://www.wort-und-wissen.de/ueber/img/rjunker.jpg" alt="e-Mail an Reinhard Junker" />Das ist eine längere Geschichte. Sie beginnt eigentlich damit, dass ich während meines Studiums ein entschiedener Christ wurde (vorher war ich eine Art Traditionschrist). Ich studierte neben Mathematik auch Biologie und wurde mit der Evolutionslehre konfrontiert. Durch das Bibellesen merkte ich, dass es schwierig ist, Bibel und Evolution zusammenzubringen. Das hat mich motiviert, Evolution kritisch zu hinterfragen (ohne dass ich Evolution gleich abgelehnt hätte). Das wiederum erforderte eine gründlichere Beschäftigung mit der Materie, als man es normalerweise als Biologiestudent täte. Damals war das nicht einfach, denn es gab kaum kritische Literatur. Um die Sache abzukürzen: Nach Studium, Referendariat und kurzer Zeit des Lehramts kam ich als vollzeitlicher Mitarbeiter zur Studiengemeinschaft Wort und Wissen mit dem Auftrag, die Herausgabe eines evolutionskritischen Schulbuches zu koordinieren und selber mit eigenen Texten dazu beizutragen. Dieses Lehrbuch – damals unter dem Titel „Entstehung und Geschichte der Lebewesen“ – war mein erstes Buch, zu dem aber noch viele weitere Autoren beigetragen haben.<span id="more-13189"></span></p>
<ol start="2">
<li><strong> Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?</strong></li>
</ol>
<p>Ich habe diesbezüglich gerade zwei Pläne und hoffe, dass Gott Zeit und Gelingen dazu schenkt. Zum einen wäre es gut, ein neues populärwissenschaftliches Werk über „Schöpfung“ hinzubekommen. Über die Jahre haben sich einige Ideen dazu angesammelt, die in Form gebracht werden könnten. Außerdem denke ich darüber nach, einige Artikel zu Evolutionskritik und zum Design-Argument, die bisher online oder in der Wort-und-Wissen-Zeitschrift „Studium Integrale Journal“ veröffentlicht wurden, in einem Sammelband zusammenzufassen.</p>
<ol start="3">
<li><strong> Nennen Sie uns ihre 3 Lieblingsbücher (neben der Bibel)?</strong></li>
</ol>
<p>Tolkiens „Herr der Ringe“, das sind schon drei Bände. „Der König von Narnia“ von C. S. Lewis hat mir auch sehr gut gefallen.</p>
<ol start="4">
<li><strong> Welche Bücher / Welches Buch würden Sie nicht noch einmal lesen?</strong></li>
</ol>
<p>Da ich beruflich sehr viel lese, fällt der Umfang meiner sonstigen privaten Lektüre eher dürftig aus. Und da fällt mir gerade nichts ein, was ich nicht nochmals lesen würde, obwohl es da sicher manches gibt. Vermutlich habe ich ohnehin kein Buch zu Ende gelesen, mit dem ich nicht viel anfangen konnte.</p>
<ol start="5">
<li><strong><strong> In welchem Bereich sehen Sie die größte Not in der heutigen Christenheit und wo (und/oder) wie könnte man da am besten einschreiten/helfen?</strong></strong></li>
</ol>
<p>Die größte Not ist für mich der Rückgang der Bibelkenntnis. Vielleicht hängt das mit einer anderen Not zusammen, nämlich der um sich greifenden Kritik an der historischen Glaubwürdigkeit der Bibel. Diese Kritik macht die Bibel m. E. letztlich unattraktiv und schwächt ihre Wirksamkeit. Eine besondere Idee, wie man Abhilfe schaffen könnte, habe ich leider nicht. Ich arbeite selber noch immer in einem Jugendkreis mit und erlebe, wie schwer es ist, Jugendliche für regelmäßiges Bibellesen zu begeistern oder zu überzeugen.</p>
<ol start="6">
<li><strong><strong> Wie beurteilen Sie den reformatorischen Aufbruch unter vielen Christen aktuell?</strong></strong></li>
</ol>
<p>Dazu kann ich nichts sagen, da ich nichts Nennenswertes davon in meinem Umfeld erlebe.</p>
<ol start="7">
<li><strong><strong> Wie wurden Sie Christ?</strong></strong></li>
</ol>
<p>Durch eine notvolle Situation zur Zeit meines Studiums merkte ich, dass mein bisheriger „traditioneller“, „gelernter“ Glaube nicht trägt. Das hat mich dazu bewegt, der Frage nach dem christlichen Glauben gründlich und konsequent nachzugehen. Das persönliche Glaubenszeugnis eines „entschiedeneren“ Christen (als ich es war) trug auch dazu bei. Ich begann, in der Bibel zu lesen, zum ersten Mal aus eigenem Antrieb, merkte bald, dass ich alleine an Verständnisgrenzen stoße und Hilfe brauchte. Nach einem kurzen Irrweg landete ich bei der Studentengruppe „Campus für Christus“. Die liebevolle und unaufdringliche Begleitung und Hilfestellung eines mit der Bibel vertrauten Mitarbeiters dieser christlichen Studentengruppe half mir zum ausreichenden Verständnis des Gelesenen. Mir wurde klar, dass mein Glaube allenfalls ein Stück weit Kopfsache, aber keine Herzensangelegenheit gewesen war und dass mir das Wichtigste fehlte, die persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Ich unterstellte daraufhin mein Leben bewusst der Führung Jesu Christi. Nach einigem Auf und Ab zwischen Zuversicht und Zweifel tat Gottes Wort, wie ich rückblickend überzeugt bin, seine Wirkung, so dass ich zu einem festen Glauben an Jesus Christus finden konnte.</p>
<ol start="8">
<li><strong> Was bedeutet für Sie „Christ sein“?</strong></li>
</ol>
<p>Zuerst die Erkenntnis, Geschöpf Gottes und daher Gott rechenschaftspflichtig für sein Leben zu sein, weiter die Erkenntnis, dass man Gottes Gebote aufgrund der eigenen Sündhaftigkeit nicht erfüllen kann und daher den Retter und Helfer braucht, den Gott zu uns gesandt hat, Jesus Christus. Und dann persönlich sich Jesus Christus unterstellen und ihm das Heft des eigenen Lebens in die Hand zu geben.</p>
<ol start="9">
<li><strong><strong> Worin sehen Sie Grundlagen für geistliches Wachstum?</strong></strong></li>
</ol>
<p>Vor allem in der regelmäßigen Beschäftigung mit der Bibel, auch mit anderen zusammen, mit der Bereitschaft, sich dadurch korrigieren zu lassen, und den Lebensalltag damit in Verbindung zu bringen, im Sinne der Aufforderung des Jakobus, nicht nur „Hörer“, sondern auch „Täter des Wortes“ zu sein.</p>
<ol start="10">
<li><strong><strong> Welche historische Person würden Sie gerne treffen und welche Fragen würden Sie mit dieser besprechen wollen?</strong></strong></li>
</ol>
<p>Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Aber spontan fällt mir Charles Darwin ein und zwar wegen seiner Abkehr von einem anfänglichen Glauben; er hat ja Theologie studiert und das Studium erfolgreich abgeschlossen. Ich habe einiges über ihn gelesen, auch seine Autobiographie, und kenne einige seiner Begründungen, warum er vom christlichen Glauben abgekommen ist. Aber eine wichtige Frage blieb für mich unbeantwortet. Wusste er nichts über die Sündhaftigkeit des Menschen und dass die ganze Schöpfung darunter seufzt? Er hat sich verständlicherweise über das Elend in der Welt beklagt (er hat auch einiges davon abgekriegt) und konnte es nicht mit einem gütigen Gott zusammenbringen. Bei dieser Sache würde ich gerne bei ihm genauer nachhaken.</p>
<ol start="11">
<li><strong> Lässt sich Bibeltreue auch mit einem Festhalten an einer theistischen Evolution vereinbaren?</strong></li>
</ol>
<p>Das habe ich mich oft gefragt. Es steht mir nicht zu, über den persönlichen Glauben anderer Christen zu urteilen, aber in der Sache sehe ich keinen halbwegs überzeugenden Weg, theistische Evolution zu vertreten und gleichzeitig bibeltreu zu sein. Damit hängt natürlich die Frage zusammen, was Bibeltreue überhaupt bedeutet. Es scheint mir sehr klar zu sein, dass die biblischen Autoren und nach den Evangelien auch Jesus Christus selber die Ereignisse, die in den ersten Kapiteln der Genesis beschrieben werden, als tatsächliche Begebenheiten verstanden haben und darauf wichtige Aussagen über den Heilsweg Gottes aufgebaut haben. Eine solche Sicht ist mit theistischer Evolution nicht vereinbar. Nach meiner Beobachtung weichen viele Christen den damit verbundenen Problemen aus. Wenn Bibeltreue bedeutete, den biblischen Autoren zu folgen, sehe ich theistische Evolution nicht als bibeltreuen Weg an. Ich kenne keine Argumentation für theistische Evolution, die von den biblischen Texten ausgeht. Da kommen immer andere Auslegungsinstanzen außerhalb der Bibel maßgeblich ins Spiel. Aber kann man das Bibeltreue nennen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-reinhard-junker/13189">10 + 1 Fragen an Reinhard Junker</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>10 + 1 Fragen an Karl Heinz Vanheiden</title>
		<link>https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-karl-heinz-vanheiden/13195</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2018 19:44:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz-Vanheiden]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.nimm-lies.de/?p=13195</guid>

					<description><![CDATA[<p>Karl Heinz Vanheiden dürfte vor allem für seine Arbeit an der Neuen evangelistischen Übersetzung bekannt sein. Daneben veröffentlichte er weitere Eigene Werke, wie das gemeinsam  mit Werner Gitt entstandene evangelistische und evolutionskritische Buch &#8222;Wenn Tiere reden könnten.&#8220; Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben? Als&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-karl-heinz-vanheiden/13195">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-karl-heinz-vanheiden/13195">10 + 1 Fragen an Karl Heinz Vanheiden</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Karl Heinz Vanheiden dürfte vor allem für seine Arbeit an der <a href="https://www.derbibelvertrauen.de/neue-bibel-heute.html" target="_blank" rel="noopener">Neuen evangelistischen Übersetzung</a> bekannt sein. Daneben veröffentlichte er weitere Eigene Werke, wie das gemeinsam  mit Werner Gitt entstandene evangelistische und evolutionskritische Buch <a href="https://www.nimm-lies.de/wenn-tiere-reden-koennten/12629" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Wenn Tiere reden könnten.&#8220;</a></em></p>
<ol>
<li><strong> Wie kamen Sie dazu Bücher zu schreiben?</strong></li>
</ol>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://www.derbibelvertrauen.de/images/KHV2012.jpg" width="333" height="278" />Als Beauftragter für Jugendarbeit in den Brüder-Gemeinden musste ich Material für Mitarbeiter in Jugendfreizeiten erarbeiten, das dann vervielfältigt wurde. So kam ich in der Zeit der DDR zum Schreiben. Dann gab es einen Versuch, ein evangelistisches „Traktat“ zu verfassen, das allerdings zuerst „im Westen“ gedruckt wurde, bevor es in der DDR erscheinen konnte. Durch kurze Artikel in der Gemeindezeitschrift der Baptisten „Wort und Werk“, deren Innenteil die Brüder-Gemeinden gestalten durften, war ich gezwungen sorgfältig zu formulieren.</p>
<p>Unter Christen aus Freikirchen und der Gemeinschaftsbewegung in der DDR wurde eine von mir verfasste Stellungnahme zum Biologielehrbuch der 10. Klasse (gegen die dortige Evolutionslehre) häufig kopiert. Kurz vor der „Wende“ schrieb ich eine Geschichte über ein Tier – ich weiß nicht mehr welches – vielleicht war es der Spatz oder der Regenwurm oder der Maulwurf, die von dem Wunderwerk ihrer Schöpfung erzählten und die Evolutionstheorie auf die Schippe nahmen. Daraus entstand später zusammen mit Werner Gitt das Buch „Wenn Tiere reden könnten“, das viele Auflagen erlebte und in viele Sprachen übersetzt wurde.<span id="more-13195"></span></p>
<ol start="2">
<li><strong>Ist aktuell ein Buchprojekt geplant?</strong></li>
</ol>
<p>Im Moment ist noch eine Evangelienharmonie als Buch und Hörbuch in Arbeit: <em>Jesus. Das Leben. </em>Vielleicht entsteht etwas aus meinen monatlichen Lesungen in unserer Bücherstube: <em>Geschichten aus dem Buch der Bücher</em>.</p>
<ol start="3">
<li><strong> Nennen Sie uns ihre 3 Lieblingsbücher (neben der Bibel)?</strong></li>
</ol>
<p>Habe ich keine. Natürlich gibt es Sachbücher und Kommentare, zu denen ich immer wieder greife.</p>
<ol start="4">
<li><strong> Welche Bücher / Welches Buch würden Sie nicht noch einmal lesen?</strong></li>
</ol>
<p>Bücher, die ich rezensierte oder solche, die ich innerlich ablehnte oder gleich entsorgt habe.</p>
<ol start="5">
<li><strong> In welchem Bereich sehen Sie die größte Not in der heutigen Christenheit und wo (und/oder) wie könnte man da am besten einschreiten/helfen?</strong></li>
</ol>
<p>In der Trägheit vieler Christen einerseits und der emotionalen Überladung durch die charismatische Bewegung andererseits und drittens durch das Eindringen bibelkritischer Theologie in die evangelikale Welt sehe ich große Gefahren.</p>
<ol start="6">
<li><strong> Wie beurteilen Sie den reformatorischen Aufbruch unter vielen Christen aktuell?</strong></li>
</ol>
<p>Ich freue mich darüber, wo ich es wahrnehme. Wie ich mitbekommen habe, ist dieser „Aufbruch“ allerdings ziemlich calvinistisch geprägt. Ich habe zu wenig Verbindungen dahin, um das gut beurteilen zu können.</p>
<ol start="7">
<li><strong> Wie wurden Sie Christ?</strong></li>
</ol>
<p>Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben erinnern, in der ich nicht an Gott geglaubt hätte. Meine Eltern waren bewusste Christen. Ich habe immer zu ihm gebetet, angefangen Bibel zu lesen, mitzuarbeiten in der Kinder- und später in der Jugendarbeit unserer Gemeinde. Bekehrt habe ich mich vielleicht mehrmals, hatte aber lange Zeit Probleme mit der Heilsgewissheit, die mir dann erst als Student beim Lesen von Watchman Nees „Das normale Christenleben“ geschenkt wurde.</p>
<ol start="8">
<li><strong> Was bedeutet für Sie „Christ sein“?</strong></li>
</ol>
<p>Es bedeutet für mich, immer mit Jesus Christus verbunden zu sein (in Christus bleiben). Alle Anliegen, aller Dank und alles Lob gehen zu ihm, tägliche Lektüre seines Wortes, Auswendiglernen größerer Absätze aus der Bibel, ständiges Nachdenken über Bibelworte, ständige Verbesserung meiner Bibelübersetzung. Es bedeutet, Jesus Christus zu lieben mit ganzem Herzen, meiner ganzen Seele, meiner ganzen Kraft und meinem ganzen Verstand und meinen Nächsten wie mich selbst. Es bedeutet für mich, dass ich ohne ihn nichts Vernünftiges tun kann und mit ihm alles, was er mir zeigt.</p>
<ol start="9">
<li><strong> Worin sehen Sie Grundlagen für geistliches Wachstum?</strong></li>
</ol>
<p>Persönliches Bibelstudium, zumindest genügend Zeit, um die Bibel zu lesen und darüber nachzudenken, damit man tut, was Gott sagt.</p>
<ol start="10">
<li><strong> Welche historische Person würden Sie gerne treffen und welche Fragen würden Sie mit dieser besprechen wollen?</strong></li>
</ol>
<p>Das wären vor allem die biblischen Autoren, zum Beispiel Paulus, den ich fragen würde, wie er das „In-Christus-Sein“ praktiziert hat und wie er manches gemeint hat.</p>
<ol start="11">
<li><strong> Sollten Laien sich überhaupt intensiv mit Theologie befassen, wenn daraus oftmals so viel unprofessioneller Streit herausströmt?</strong></li>
</ol>
<p>Ja, Christen sollten sich auch mit Theologie befassen, aber nur mit solcher, die von bibeltreuen Ausbildungsstätten und wiedergeborenen Lehrern vertreten wird. Man sollte auf keinen Fall wild durcheinander irgendwelche theologischen Bücher lesen, bevor man die Bibel nicht selbst gründlich kennt. Man sollte Literaturempfehlungen von bewusst gläubigen Christen annehmen. Man müsste vorsichtig bei Menschen sein, die (angeblich) alles besser wissen als die anderen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-karl-heinz-vanheiden/13195">10 + 1 Fragen an Karl Heinz Vanheiden</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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