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	<title>Leid Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Leid Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Thielicke über die Suche Gottes im Leiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 06:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[H. Thilicke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus &#8222;Wie die Welt begann&#8220; von Helmut Thielicke. S.11-12: &#8222;Aber auch dann, wenn der Knecht Gottes Hiob durch Katastrophen haus und Hof verliert, wenn ihm seine Kinder sterben und wenn Krankheit und Verzweiflung über ihn hereinbrechen, kann er das nicht mehr dumpf und passiv über&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/thielicke-ueber-die-suche-gottes-im-leiden/18090">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Aus &#8222;Wie die Welt begann&#8220; von Helmut Thielicke. S.11-12:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aber auch dann, wenn der Knecht Gottes Hiob durch Katastrophen haus und Hof verliert, wenn ihm seine Kinder sterben und wenn Krankheit und Verzweiflung über ihn hereinbrechen, kann er das nicht mehr dumpf und passiv über sich ergehen lassen, so wie ein krankes Pferd einfach als stumme Kreatur leidet, sondern dann muss er auch das wieder sofort in eine Beziehung zu Gott bringen, muss er mit diesem Gott rechten, sich mit ihm auseinandersetzen und ihm die Frage entgegenschleudern: Warum lässt du das alles zu? ich habe dir immer treu gedient. Hast du denn gar kein Gefühl für Gerechtigkeit? Warum treibst du Schindluder mit mir?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch also, dass Hiob so alles, was er erlebt und erleidet, auf Gott beziehen muss, werden seine Leiden nur noch größer und abgründiger. Denn das Schlimmste sind für Hiob ja ar nicht seine juckenden Schwären, seine geschäftlichen Verluste und seine Familientragödie. Dagegen könnte vielleicht noch ein stoischer Gleichmut helfen. Das Aufwühlende und Quälende bei ihm kommt erst dadurch zustande, dass er Gott nicht mehr begreift, dass er irre an ihm wird und dadurch ins Leere und in die Sinnlosigkeit stürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist es doch auch bei uns: Alles, auch das Schlimmste in unserem Leben, können wir einigermaßen und mit einer gewissen Tapferkeit ertragen, wenn wir es &#8222;annehmen&#8220; können und einen Weg entdecken, um uns damit abzufinden. Aber es wird unerträglich und kann uns an den Rand des Wahnsinns bringen, wenn wir keinen Sinn mehr in dem finden, was wir leiden müssen, wenn wir damit hadern und uns die Frage überfällt.: Warum geschieht das gerade mir, warum werde ich von Pechsträhnen verfolgt, während andere, die keine Spur besser sind, immer wieder auf die Füße fallen und alles für sie genau richtig arrangiert ist? Krebs allein ist schon schlimm. Aber wer darüber hinaus noch mit der Frage fertig werden muss, warum Gott ihn zulässt, hat noch Schwereres zu tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Lebenslagen, die jeder kennt, setzen wir uns im Grund mit Gott auseinander. Wer Gott einmal begegnet ist, kann gar nicht mehr anders, als sich ständig und in allen Situationen so mit ihm auseinanderzusetzen: Ihm einersets zu danken für viele Erfüllungen in sienem Lebrn; andererseits aber auch zu protestieren, wenn Gott zu versagen scheint; Ihn zu bitten, wenn wir Wünsche haben, aber ihn auch zu warnen, fall er sie nicht erfüllen sollte.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vgl. auch diese Einschätzung von Leid von <a href="https://www.glaubend.de/adelt-leiden-den-charakter-w-s-maughams-analyse-von-dostojewskis-verherrlichung-des-leidens/">W. Somerset Maugham.</a></p>
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		<title>Trostworte aus &#8222;Ich bin der Herr dein Arzt&#8220; über die Wahl des Kreuzes.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2025 13:11:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[C.H.Spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[Ich bin der Herr dein Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahl des Kreuzes]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn einem Nachts das Fieber befällt, greift man zu Ibuprofen, bei anhaltendem Husten zur Thymian-Salbe und bei Schlaflosigkeit zu einem Baldrian Tee. Es gibt Situationen, da tut Medizin gut, ja wahre Wunder. Das erlebt man auch an tröstlichen Büchern. Man sollte sich angewöhnen, die gleiche&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/trostworte-aus-ich-bin-der-herr-dein-arzt-ueber-die-wahl-des-kreuzes/17498">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn einem Nachts das Fieber befällt, greift man zu Ibuprofen, bei anhaltendem Husten zur Thymian-Salbe und bei Schlaflosigkeit zu einem Baldrian Tee. Es gibt Situationen, da tut Medizin gut, ja wahre Wunder. Das erlebt man auch an tröstlichen Büchern. Man sollte sich angewöhnen, die gleiche &#8222;ich greife zum Medikament&#8220;-Mentalität in geistlichen Krisen/Krankheiten/Schwächen zu entwickeln. Ein Buch zu dem ich während geistlicher Unpässlichkeit greife, ist <a href="file:///C:/Users/pauli/Desktop/256323_ich-bin-der-herr-dein-arzt_download.pdf">&#8222;Ich bin der Herr den Arzt&#8220; von C.H. Spurgeon.</a> Die Tage habe ich wieder einige Seiten daraus gelesen. Das kurze Werk enthält kurze Lektionen, die häufig nur eine halbe bis höchstens 2 Seiten lang sind. Einzige Ausnahme ist das einleitende Kapitel <em>&#8222;Die Wahl des Kreuzes&#8220;,</em> das blickt ein bisschen tiefer, theologischer auf die Frage des Leids. Hier finden sich viele wertvolle Gedanken, gleich vom ersten Bissen entfaltet diese Medizin ihre Wirkung, ich zitiere vom Beginn des Werkes, über die Wahl des Kreuzes.:</p>


<a class="wp-block-read-more" href="https://nimm-lies.de/trostworte-aus-ich-bin-der-herr-dein-arzt-ueber-die-wahl-des-kreuzes/17498" target="_self">Weiterlesen<span class="screen-reader-text">: Trostworte aus &#8222;Ich bin der Herr dein Arzt&#8220; über die Wahl des Kreuzes.</span></a>


<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Alle Kinder Gottes werden gezüchtigt; aber nur selten dürfen sie wie David die Rute auswählen, aus einer Anzahl von Trübsalen die leichteste aussuchen. Gewöhnlich erscheint uns gerade das Kreuz, das uns auferlegt ist, als das schwerste. »Ich weiß wohl«, heißt es, »dass wir Trübsal haben müssen, aber mein gegenwärtiges Leiden ist das schwerste, das mich treffen konnte. Jedes andere Kreuz könnte ich leichter tragen.« </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der eine sagt: »Ach, körperliche Schmerzen wollte ich gerne ertragen.« Der andere meint: »Na ja, arm wollte ich gerne sein, wenn ich nur gesund wäre!« Der Dritte erklärt: »Spott und Verfolgung von den Gottlosen wollte ich mir gerne gefallen lassen, aber Armut ist doch zu schwer zu ertragen.« Und so weiter. Der Herr aber hat alles für jeden geordnet. Wir sind nicht die Herren, sondern die Knechte in seinem Haus und haben nur zu gehorchen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber stelle dir einmal vor, du dürftest wählen! Du würdest dann die Wahrheit des Sprichworts erfahren: »Wer die Wahl hat, hat die Qual.« Wählst du körperliche Krankheit? Sag nicht so schnell: »Ja!« Ich weiß, was Krankheit ist, und auch, wie unerträglich sie sein kann. Dann etwa Armut? Mancher weiß ein Lied von ihr zu singen, und zwar kein frohes. Es ist ganz gewiss kein Vergnügen, abends nicht zu wissen, woher am folgenden Morgen das Geld für Nahrung und Kleidung kommen soll, und von wohltätigen Spenden abhängig zu sein. Oder wählst du Schmach und Verleumdung? Die können sogar einem starken Mann das Herz brechen. Oder soll es etwa der Verlust deiner Lieben sein? Möchtest du wirklich, dass der Gefährte oder die Gefährtin deines Lebens dir genommen wird oder dass dir ein Kind vom Herzen gerissen wird? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du die Wahl unter all diesen Kreuzen hättest, ginge es dir wohl wie den Eltern, die aufgefordert wurden, eines ihrer zehn Kinder einem an­deren zu überlassen. Das erste Kind konnten sie nicht hergeben, denn es war der Stammhalter; das zweite nicht, weil es ein sehr zartes Mädchen war; das dritte war seiner Mutter Ebenbild und das vierte war ganz besonders lieb. Und so ging es fort bis zum Nesthäkchen, das noch an der Brust seiner Mutter lag und das man ihr natürlich gar nicht nehmen konnte. So hätten auch wir gegen jedes Kreuz einen besonderen Einwand, und die Wahl des Kreuzes allein wäre schon »ein schweres Kreuz«. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu würden wir uns wahrscheinlich ein schlimmeres Kreuz wählen als das, was wir schon tragen müssen. Unser erstes Gefühl wäre: Wir müssen unser bisheriges Kreuz loswerden; wir sind dieses Kreuz leid, und wir meinen, jede Veränderung werde auch eine Verbesserung sein. Wir sehen, wie unser Freund unter seinem Kreuz so fröhlich ist, und wünschen uns an seine Stelle. Aber glaube mir: Gott hat die Last deinem Rücken und deinen Rücken der Last angepasst, und ein Vertauschen der Last brächte für dich und deinen Freund nur Nachteile.&#8220;</p>
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		<title>&#8222;&#8230; trotzdem Ja zum Leben sagen&#8220; von Viktor Frankl Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 10:57:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzentrationslager]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin über diese nüchternen und doch erschütternden Aufzeichnungen von Viktor Frankl in seinem Buch &#8222;&#8230; trotzdem Ja zum Leben sagen&#8220; gestoßen. Sie haben mich sofort gefesselt. Frankls Weisheit mit Leiden umzugehen ist äußerst lehrreich. Ich habe einige Zitate aus dem Buch ausgewählt: Individuelle Schuld&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/trotzdem-ja-zum-leben-sagen-von-viktor-frankl-fertig/14594">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/trotzdem-ja-zum-leben-sagen-von-viktor-frankl-fertig/14594">&#8222;&#8230; trotzdem Ja zum Leben sagen&#8220; von Viktor Frankl &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin über diese nüchternen und doch erschütternden Aufzeichnungen von Viktor Frankl in seinem Buch &#8222;<a href="https://amzn.to/3voqaAW">&#8230; trotzdem Ja zum Leben sagen</a>&#8220; gestoßen. Sie haben mich sofort gefesselt. Frankls Weisheit mit Leiden umzugehen ist äußerst lehrreich. Ich habe einige Zitate aus dem Buch ausgewählt:</p>
<h2>Individuelle Schuld und gute Tat</h2>
<p>Das Individuum ist es, das schuldig am Nächsten wird und jedes mal aufs Neue vor der Entscheidung steht, gut oder böse zu handeln. Entsprechend stellt Frankl fest:</p>
<p><em>Unter den Lagerinsassen, die sich viele, viele Jahre in Lagern aufhielten, von einem Lager in das andere und schließlich insgesamt in Dutzende von Lagern gebracht wurden, konnten sich im Durchschnitt nur jene am Leben erhalten, die in diesem Kampf um die Lebenserhaltung skrupellos waren und auch vor Gewalttätigkeit, ja sogar nicht einmal vor Kameradschaftsdiebstahl zurückschreckten. Wir alle, die wir durch tausend und abertausend glückliche Zufälle oder Gotteswunder – wie immer man es nennen will – mit dem Leben davongekommen sind, wir wissen es und können es ruhig sagen: <strong>die Besten sind nicht zurückgekommen </strong></em>(Hervorhebung des Autors)</p>
<h2>&#8222;Der Mut zum Bekenntnis erhöht den Wert einer Erkenntnis&#8220;</h2>
<p><a href="https://amzn.to/3voqaAW">Das Werk</a> ist bereits 1946 erschienen, wurde im deutschsprachigen Raum zunächst lange kaum beachtet, ist aber in vielen anderen Ländern schnell zum Bestseller lanciert. Zunächst wollte Frankl das Buch anonym herausgeben, denn im KZ ist man nicht mehr Häftling, sondern nur eine Nummer. Er war Nummer 119104:</p>
<p><em>&#8222;Tatsächlich war die Niederschrift schon beendet, als ich mich davon überzeugen ließ, daß eine anonyme Veröffentlichung insofern entwertet würde, als der Mut zum Bekenntnis den Wert einer Erkenntnis erhöht. Daraufhin habe ich um der Sache willen auch auf nachträgliche Streichungen verzichtet und so den gebotenen Mut zum Bekennen gegen die Scheu vor dem Exhibitionieren ausgespielt – und damit gleichsam mir selber einen Streich gespielt.&#8220;</em><span id="more-14594"></span></p>
<h2>Die ersten Reaktionen</h2>
<p>Wie reagiert man auf die Brutalität von Ausschwitz? Zunächst mit Galgenhumor, z.B. dann, wenn aus den Brausetrichtern, wirklich Wasser kommt&#8230; Bald gesellt sich aber auch Neugier, <em>&#8222;ob ich mit dem Leben davonkommen werde oder nicht&#8220;</em> dazu:</p>
<p><em>&#8222;Auch in Auschwitz herrschte diese gleichsam die Welt objektivierende und den Menschen distanzierende Stimmung fast kühler Neugier, die Stimmung des Zusehens und Zuwartens, auf die sich die Seele in solchem Augenblick zurückzieht und hinüberzuretten versucht. Neugierig waren wir, was nun alles geschehen würde und was die Folgen seien. Die Folgen z.B. davon, daß man, splitternackt und noch naß von der Brause, im Freien stehengelassen wird, in der Kälte des Spätherbstes. Und die Neugier wird in den nächsten Tagen von Überraschung abgelöst, z.B. von der Überraschung darüber, daß man eben keinen Schnupfen bekommt&#8220;</em></p>
<h2>Soll man einen Alptraum beenden?</h2>
<p>Im späteren Verlauf diskutiert Frankl ganz unterschiedliche Fragen des Lagers, z.b. die Option &#8220; in den Draht zu gehen&#8220;, also Selbstmord dadurch zu begehen, dass man die um das Lager gespannte Hochspannungsdrähte anfasst, oder die Phase der Apatie, die Abtötung der normalen Gefühlsregungen. Oder auch, das vor allem Hohn und nicht die zugefügte Prügel schmerzen:</p>
<p><em>&#8222;Der körperliche Schmerz, den Schläge verursachen, ist – bei uns erwachsenen Häftlingen übrigens ebenso wie bei gezüchtigten Kindern! – nicht das Wesentliche; der seelische Schmerz, will heißen: die Empörung über die Ungerechtigkeit bzw. die Grundlosigkeit ist dasjenige, was einem in diesem Moment eigentlich weh tut. So ist es verständlich, daß ein Schlag, der gar nicht trifft, unter Umständen sogar mehr schmerzen kann: Einmal stehe ich z.B. auf offener Bahnstrecke im Schneesturm; trotzdem dürfen wir nicht die Arbeit unterbrechen; schon damit mir nicht allzu kalt wird, »stopfe« ich fleißig Geleise (mit Schotter). Für einen Augenblick halte ich mit der Arbeit inne, um auszuschnaufen, und stütze mich auf den Krampen. Unglückseligerweise wendet sich der Posten im gleichen Augenblick nach mir um und glaubt natürlich, daß ich »tacheniere«. Was mir nun – trotz allem und auch noch trotz der schon sich entwickelnden Abstumpfung – weh tut, ist nicht irgendeine Strafpredigt oder irgendwelche Prügel, die ich zu gewärtigen habe, sondern: daß dieser Posten es nicht einmal der Mühe wert findet, die herabgekommene und zerlumpte Gestalt, die nur mehr noch von ungefähr an eine menschliche Gestalt erinnern mag, diese Gestalt also, die ich da in seinen Augen wohl darstelle, eines Schimpfwortes zu würdigen. Was er nun tut, ist vielmehr folgendes: wie spielerisch hebt er einen Stein vom Boden und wirft ihn nach mir. So, mußte ich empfinden, macht man irgendein Tier aufmerksam, so erinnert man ein Haustier an seine »Arbeitspflicht«, ein Tier, zu dem man so wenig Beziehung hat, daß man es »nicht einmal« straft&#8220;</em></p>
<p>In besonderer Weise haben mich Frankls Überlegungen bewegt, die er hatte, als sein Kamerad an Alpträumen litt:</p>
<p><em>&#8222;Ich werde jedenfalls nie vergessen, wie ich eines Nachts dadurch geweckt wurde, daß der neben mir schlafende Kamerad, sichtlich unter der Einwirkung irgend eines schreckhaften Alptraumes, laut stöhnend sich herumwälzte. Ich will hierzu vorerst noch bemerken, daß ich persönlich seit je ein besonderes Mitleid für Menschen empfinde, die irgendwie von ängstlichen Wahn- oder Traumvorstellungen gequält werden. So war ich schon nahe daran, meinen armen, vom Alp geplagten Kameraden zu wecken. In diesem Augenblick erschrak ich über meinen Vorsatz und zog auch schon die Hand wieder zurück, die den Träumer wachrütteln sollte. Denn in diesem Augenblick war mir so ganz intensiv zu Bewußtsein gekommen, daß kein Traum, auch nicht der schrecklichste, so arg sein kann wie die Realität, die uns dort im Lager umgab und zu deren wach-bewußtem Erleben jemanden zu erwecken ich im Begriffe war&#8230;&#8220;</em></p>
<h2>Lohnt sich das Leben nur, wenn man dem Sterben entkommt?</h2>
<p>Hier arbeitet sich Frankl wirklich an eine Perle heran, die gerade in der Zeit von Konsumbetäubungen neu entdeckt werden muss:</p>
<p><em>&#8222;Während die Bekümmerung der meisten der Frage galt: Werden wir das Lager überleben? Denn, wenn nicht, dann hat dieses ganze Leiden keinen Sinn – lautete demgegenüber die Frage, die mich bedrängte, anders: Hat dieses ganze Leiden, dieses Sterben rund um uns, einen Sinn? Denn, wenn nicht, dann hätte es letztlich auch gar keinen Sinn, das Lager zu überleben. Denn ein Leben, dessen Sinn damit steht und fällt, daß man mit ihm davonkommt oder nicht, ein Leben also, dessen Sinn von Gnaden eines solchen Zufalls abhängt, solch ein Leben wäre nicht eigentlich wert, überhaupt gelebt zu werden&#8220;</em></p>
<h2>Fazit</h2>
<p>All diese Zitate werden kaum daran vorbeiführen, das ganze Werk zu lesen. Z.B. beschreibt Frankl wiederholt, dass das, was sich viele als Erleichterung erhoffen, oder das, was in die Verzweiflung stürzt, weil es nicht erreicht wurde, eigentlich gerade Wege zur Rettung waren. So kommt noch am Tag vor der Befreiung ein großer Konvoi: Die Gefangenen werden nun von der SS freundlich behandelt und versprechen sogar einen schnellen und guten Austausch gegen Kriegsgefangene in der Schweiz. Alle lassen sich mitreißen und für alle ist Platz, außer für Frankl und einen seiner Kollegen. Sie sind so enttäuscht, dass sie auf Grund und Stelle einschlafen und erst am nächsten Tag aufgeweckt werden. Sie sind nun befreit, erfahren aber nur einige Tage später, dass alle die in dem Konvoi in die vermeintliche Freiheit fuhren, noch auf die Schnelle verbrannt wurden.</p>
<p>In einem weiteren Kapitel denkt Frankl darüber nach, warum es falsch wäre, nach der Befreiung auf das widerfahrene Böse selber Böse zu reagieren. Die Kette muss durchbrochen werden. In einem Kapitel führt er dann aus, dass die innere Freiheit &#8222;so oder so zu reagieren&#8220; dem Menschen bis zum letzten Atemzug nie genommen werden kann. Nicht einmal im KZ. Hier spricht der erfahrene Arzt, der sein Leben lang mit Selbstmordgefährdeten Patienten gearbeitet hat.</p>
<p>Schließlich bleibt auch Frankls Fazit, dass er nach dem Bestehen der KZ-Zeit nun nichts mehr zu fürchten habe, außer Gott. Das  zeigt welche Perspektive man auf Prüfungen des Lebens haben kann. Gerade für unsere vom Konsum getriebene Gesellschaft kann dieses Buch ein guter Weckruf sein, sich nicht weiter zu betäuben und der Frage nach dem Sinn wegzulaufen, sondern &#8222;.<em>..trotzdem ja zum Leben zu sagen&#8220;. </em>Ich für meinen Teil habe mir weitere Werke des Autors vorgemerkt.</p>
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		<title>Bis zum Bodensatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 14:36:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Siegfried Kettling bin ich durch Viktor von Christusallein.com gestoßen. Kettling, lutherischer Theologe, besitzt eine ungewöhnliche Ausdrucksweise, wahrscheinlich wohl etwas, das Lutheraner häufig auszeichnet. Hilfreich empfand ich seine Ausführungen zum Beten. Es ist ein größerer Abschnitt, denn ich unverändert wiedergeben möchte. Gefunden in: &#8222;Und der&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/bis-zum-bodensatz/14237">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/bis-zum-bodensatz/14237">Bis zum Bodensatz</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Siegfried Kettling bin ich durch <a href="https://christusallein.com/2020/02/26/drei-autoren-die-mich-besonders-praegten/">Viktor von Christusallein.com</a> gestoßen. Kettling, lutherischer Theologe, besitzt eine ungewöhnliche Ausdrucksweise, wahrscheinlich wohl etwas, das Lutheraner häufig auszeichnet. Hilfreich empfand ich seine Ausführungen zum Beten. Es ist ein größerer Abschnitt, denn ich unverändert wiedergeben möchte. <a href="https://www.amazon.de/sagte-ja-Siegfried-Kettling/dp/3775104798">Gefunden in: &#8222;Und der sagte ja&#8220;, ein nur noch antiquarisch erhältliches Werk</a>:</p>
<p>Kürzlich habe ich ein Gebet gelesen. Es lautete etwa so: &#8220; Gott, ich will dir sagen, wer du bist und wie du dich mir gegenüber benommen hast. Ich sage es dir mitten ins Gesicht, nehme kein Blatt vor den Mund. Mit glatten Worten bist du auf mich zugekommen wie ein junger Mann, der schön tut, wenn er ein ahnungsloses Mädchen beschwatzen will. Schließlich habe ich mich betören lassen, bin mir dir gegangen. Übel hast du mein Vertrauen missbraucht, mich brutal vergewaltigt und anschließend sitzengelassen. Nun stehen die Leute ringsum, halten sich den Bauch vor Lachen: &#8222;Schön dumm von Dir, auf den reinzufallen.&#8220; Gott, ich sage es dir ins Gesicht &#8211; ein Verführer bist du!&#8220;</p>
<p>Ist das &#8211; ein Gebet? Nicht eher eine Gotteslästerung?`Sollten wir nicht nach der Polizei rufen? glücklicherweise ist Blasphemie strafbar. Welcher Lump redet so von Gott, und wer wagt so etwas abzudrucken?<span id="more-14237"></span></p>
<p>Doch nun das Schockierende: Dies Gebet steht in der Bibel, und derjenige, der hier so schreit, ist einer der &#8222;Großen&#8220; im Alten Testament, der Prophet Jeremia. Im Luthertext klingts allerdings harmloser (&#8222;Herr, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.&#8220; Jer. 20,7).</p>
<p>Manchmal wird die erste Vershälfte sogar benutzt zur Aussendung eines Missionars oder zur Ordination eines Pastors. Doch was Jeremia meint, ist deutlich &#8222;Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin&#8220;, gellt es uns in den Ohren (Jer. 20,14). Der Prophet ist grenzenlos enttäuscht: Frohe Botschaft möchte er ausrichten. Worte sagen, die man gerne hört. Aber Gott nötigt ihn, stets &#8222;Wehe!&#8220;! zu rufen. &#8222;Es ist kein Frieden!&#8220; &#8222;Grauen ringsum.&#8220; Den will niemand hören, dafür gibts keinen Applaus, nur spöttisches Gelächter, zornige Worte, brutale Folterung (Jer. 20,1ff). &#8222;Gott&#8220;, schreit der verzweifelte Gottesmann, &#8222;ein Verführer bist du!&#8220;</p>
<h3>&#8222;Fromme&#8220; Karnevalsmasken</h3>
<p>Mit Recht sind wir erschrocken: Darf man denn so beten? Der dänische Christ Sören Kierkegaard sagte einmal: Nirgendwo wird so deutlich, wie weit wir unter dem Niveau der biblischen Beter stehen, als daran, dass wir so nicht zu beten wagen &#8211; nicht so wie Jakob, der mit Gott einen Zweikampf riskiert (1. Mo 32,23ff), nicht so wie HIob (Hi 3), nicht so wie die Psalmbeter (Ps 73). Wohltemperiert sind unsere Gebete, oft voller Phrasen, ster4il, ohne Herzblut. Zu beten wie Jeremia &#8211; wer wollte das riskieren! Wohl möchten wir oft schreien &#8222;Gott, warum?&#8220;, aber da fällt uns ein: Wir sollten doch stets &#8222;wozu&#8220; fragen. Dann schluckens wir´s runter und beten &#8222;anständig&#8220;.</p>
<p>Doch dieses Herunterschlucken kann tödlich sein. es frisst in uns weiter wie Salzsäure, zersetzt allen Glauben, spaltet unser Bewusstsein. &#8222;Gott sitzt im Regiment und führet alles wohl&#8220;, singen wir zur Orgelbegleitung, aber heimlich flüstert&#8217;s: &#8222;Bei mir hat er alles falsch gemacht.&#8220;  &#8211; &#8222;Herr, dein Wille geschehe&#8220;, beten wir mit der Gemeinde, doch unhörbar knirschen wir mit den Zähnen. Da setzen wir das strahlende Christenlächeln auf (man erwartet von uns &#8222;erlöster müßten die Christen aussehen&#8230;&#8220;), doch es ist nur eine &#8222;fromme&#8220; Karnevalsmaske. Da entstehen &#8222;ekklesiogene Neurosen&#8220;, eine innere Blutvergiftung beginnt.</p>
<h3>Anders als Choräle</h3>
<p>Doch Gott will das nicht. Auf keinen Fall! In Jes. 43,26 spricht Gott eine seltsame Aufforderung aus (ich übersetze frei): &#8222;Bitte erstatte Anklage gegen mich. Bring ans Licht der Öffentlichkeit, was du gegen mich hast. Und vergiss ja keines deiner Argumente, damit du den Prozess gewinnst.&#8220; Das ist nicht ironisch gemeint. Gott liegt alles daran, dass es ehrlich zugeht zwischen ihm und uns. Was für ein seltsamer Gott! Er schreit nicht autoritär: &#8222;Halts Maul! Wie kannst du es wagen?&#8220; Er bittet geradezu: &#8222;Nur Mut, heraus mit der Sprache.&#8220; Da darf man sich Luft machen, das Herz ausschütten &#8211; mit dem scharfen, bitteren Bodensatz darin.</p>
<p>Das ist meine große Chance: Vor Gott darf ich ganz ich selbst sein &#8211; ohne fromme Maskerade. Alles soll heraus: Enttäuschung, Zweifel, Wut! Da kann es Gebete geben, die wie Gotteslästerung klingen. Aber, sagt Luther, sie sind Gott angenehmer als mancher schöne Choral. Alles soll heraus.</p>
<p>Auch die vitalen Argumente des Atheismus, die wir in uns verdrängt haben (Gott, wo bist du eigentlich? Zeig dich doch! &#8211; Gott, wie kannst du das zulasssen?). Aber entscheidend ist: Dieses &#8222;Ausspucken&#8220; muss vor Gott geschehen. Ein Gebet soll daraus werden. Mit Anrede: &#8222;Gott, du&#8230;&#8220; Entscheidend ist, dass wir uns an Gott festklammern wie Jakob im Zweikampf: &#8222;Ich lasse dich nicht&#8230;&#8220;</p>
<h3>Frei von Streßparolen</h3>
<p>Wer die Chance nutzt, vor Gott ganz ehrlich zu sein, der darf mithelfen, dass sich das Klima unter Christen erneuert, dass die Wahrheit einzieht wie Sauerstoff. Eine Studentin sagte kürzlich: &#8222;In unserem Kreis sind wir nicht ehrlich miteinander&#8220; (Der Kreis bestand aus überzeugten jungen Christen!.) Wir haben ein bestimmtes Standardmodell: So muss ein Christ aussehen. Ein bestimmtes Niveau muss gehalten werden. Stets ist ein &#8222;Hoch&#8220; vorgeschrieben, ein &#8222;tief ist nicht erlaubt&#8220;. &#8222;Ich habe Friede, Freude, Liebe in meinem Herzen&#8230; joy, joy, joy&#8230;&#8220; Und wenn&#8217;s bei mir anders aussieht, dann spiele ich Operette: &#8222;&#8230; wies da drin aussieht, geht niemand was an.&#8220; Wenigstens die Fassade muss stehen. Wenn ich unter Niveau bin, bin ich bei den anderen unten durch. Als Christ kann ich es mir vor den Mitchristen nicht leisten, schlapp zu machen. Also singe ich lauthals: &#8222;&#8230;.joy, joy, joy in my heart.&#8220; So können  Christen sich wechselseitig zur Heuchelei vergewaltigen. D. Bonhoeffer sagt: &#8222;Es fällt uns schwer, voreinander Ernst damit zu machen, dass die Gemeinde der Heiligen eine Gemeinde von Sündern ist.&#8220;</p>
<p>Wer vor Gott im Gebet ganz wahr wird, der kann in seiner Gruppe mithelfen zur Entkrampfung und zur Entgiftung. Da muss nicht mehr die Streßparole gelten: &#8222;Seid gefälligst high!&#8220;, da wird die nüchterne Hilfestellung des Paulus geübt: &#8222;Einer trage des anderen Last&#8220; (Gal. 6,2). Dass jeder eine zu tragen hat, setzt Paulus voraus!</p>
<h3>Mit der Bibel beten.</h3>
<p>Eine Christin, die psychisch erkrankte (es soll tatsächlich Christen geben, die in solchem Fall auf Unglauben schließen!!) und häufig von Selbstmordgedanken überfallen wurde, erzählte nach ihrer Genesung: &#8222;In den ganz dunklen Augenblicken haben mir die Psalmen am meisten geholfen&#8220; &#8211; . Gewiss, Jeremias Verzweiflungsschrei ist nicht einfach die Regel. Und in der Bibel stehen gewiss &#8222;schönere&#8220; Gebete: Lob, Jubel, Anbetung. Und gewiss will Gott uns immer wieder zu Freude und Dank befreien. Aber dazu gehört, dass wir vor Gott auch klagen, weinen, schreien können, dass wir vor Gott und voreinander aufhören, Komödianten zu sein. Vor Gott &#8211; das ist der einzige Ort, wo ich ganz wahr sein kann, ganz ich selbst. Denn Gott kennt mich ohnehin &#8211; bis in die Abgründe meines Unbewussten. Und so wie er mich kennt, hat er mich lieb und ist mir gut. Das hat er durch Jesus bewiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tipp: Gott vertrauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Manuel Klem]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 May 2015 16:31:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erbauliches]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Gott Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Jerry Bridges]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Not]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich das Buch gesehen habe dachte ich im ersten Moment, nicht noch ein Buch über Gott vertrauen, davon hört man so viel und liest auch eine Menge davon. Aber als ich es dann angefangen habe zu lesen, dachte ich nur: ,, Wow, das ist ja&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/gott-vertrauen/9862">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/331254000.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-9919" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/331254000-300x300.jpg" alt="331254000" width="300" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/331254000-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/331254000-150x150.jpg 150w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/331254000-120x120.jpg 120w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/331254000.jpg 600w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Als ich das Buch gesehen habe dachte ich im ersten Moment, nicht noch ein Buch über Gott vertrauen, davon hört man so viel und liest auch eine Menge davon. Aber als ich es dann angefangen habe zu lesen, dachte ich nur: ,, Wow, das ist ja ganz anders als sonst!“. Dadurch, dass der Autor die  Eigenschaften Gottes so lebensnah erklärt, und sie auf das Leben anwendet, hat sich durch dieses Buch in meinem Denken, Handeln und Vertrauen und besonders auch über das schwierige Thema Leid, wohin Jerry Bridges mit diesem Buch hauptsächlich hinarbeitet, viel verändert. Ich habe davor gewusst dass ich Gott vertrauen kann, aber ich habe es irgendwie nicht getan. In meinem Leben als Christ sah es irgendwie nicht so danach aus.</p>
<blockquote><p>Im Bereich des Leids lehrt die Bibel uns drei wesentliche Wahrheiten über Gott, die wir glauben müssen, wenn wir ihm in Notsituationen vertrauen wollen. Jemand hat diese drei Tatsachen mal so zusammengefasst: In seiner Liebe möchte Gott stets das beste für uns. In seiner Weisheit weiß er immer, was das beste für uns ist und in seiner Souveränität hat er die Macht, das auch herbeizuführen. S. 16</p></blockquote>
<p><span id="more-9862"></span>Bridges erklärt sehr gut:</p>
<blockquote><p>dass wir geistliches Wachstum durch Schwierigkeiten in unserem Leben bekommen. Gott arbeitet durch Schwierigkeiten, er ist ein Meisterlehrer, der seine Schüler dann und so erzieht, wie es ihm am besten erscheint. Aus all unseren Situationen im Leben sollten wir immer alles aus seiner Hand nehmen und ständig versuchen das zu lernen, was er uns eventuell lehren möchte. Er reinigt uns und führt uns zur Buße dadurch und bringt uns zu einem heiligerem Lebenswandel, dass ihn ehrt. Er schafft für uns eine Abhängigkeit hin zu ihm in der er uns auch das Ausharren gibt. Er rüstet uns zu für den wirksameren Dienst, und stärkt unsere Beziehung zu ihm.</p></blockquote>
<p>Alles leicht gesagt, mag jetzt ein Leidender denken, der vielleicht schon ein Jahr lang leidet, oder auch schon 50 Jahre mit einer Behinderung oder Krankheit lebt. Ich bitte dich, kauf dir dieses Buch und lese es. Durch Gottes Gnade wirst du vieles verstehen und ihm die Ehre dafür geben wollen, dass du bist, wer du bist. Verschenkt dieses Buch an andere die Leiden, weil man sich vielleicht auch manches nicht traut zu sagen zu jemandem, dem es sehr schlecht geht.</p>
<p>Titel: Gott Vertrauen<br />
Unter­ti­tel: Nöte-Leiden-Schmerzen<br />
Autor: Jerry Bridges<br />
Sei­ten: 191<br />
For­mat: 13 x  20,5 cm<br />
Ein­band: Paper­back<br />
Jahr: 2004<br />
Ver­lag: Francke<br />
ISBN: 9783868272543<br />
Preis: 9,95 €<br />
Erhält­lich bei:  <a href="https://www.francke-buch.de/main.php?hk=0&amp;uk=0&amp;aid=1885&amp;suche=jerry&amp;start=0" target="_blank">Francke</a>, <a href="http://www.cbuch.de/Welch-Ist-das-Gehirn-schuld-p746/" target="_blank">cbuch.de</a></p>
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		<title>Buchrezension: Joni &#038; Ken – Deine Liebe schenkt mir Flügel</title>
		<link>https://nimm-lies.de/buchrezension-joni-ken-deine-liebe-schenkt-mir-fluegel/8914</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2014 19:40:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Ken & Joni Eareckson Tada]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du kennst Joni nicht? Bis vor Kurzem dachte ich noch, dass alle Christen Joni kennen. Kürzlich hörte ich von Christen, die noch nie etwas von Joni gehört haben. Sicher, ich war etwas überrascht, doch insgeheim wusste ich natürlich, dass nicht jeder Joni kennt. Man muss&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/buchrezension-joni-ken-deine-liebe-schenkt-mir-fluegel/8914">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-8915" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/191849-190x300.jpg" alt="Joni &amp; Ken" width="190" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/191849-190x300.jpg 190w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/191849.jpg 507w" sizes="(max-width: 190px) 100vw, 190px" />Du kennst Joni nicht? Bis vor Kurzem dachte ich noch, dass alle Christen Joni kennen. Kürzlich hörte ich von Christen, die noch nie etwas von Joni gehört haben. <span class="null">Sicher</span>, ich war etwas überrascht, doch insgeheim wusste ich natürlich, dass nicht jeder Joni kennt. Man muss Joni nicht kennen, doch wer ihre Biografie gelesen hat, wird vieles lernen können. Ich werde Joni hier nicht vorstellen. Dazu müsstest du schon ihre Biografie selbst lesen. Heute möchte ich Jonis letztes Buch vorstellen mit dem Titel <em>Joni &amp; Ken – Deine Liebe schenkt mir Flügel</em>.</p>
<p>Wir lieben dramatische Geschichten. Wir lesen gerne Biografien, <span class="null">die spannend wie ein Abenteuerroman sind</span>, nur eben von echten Personen handeln. Jonis Leben erfüllt all diese Voraussetzungen. Doch dieses Buch von Joni ist anders. Es könnte den Untertitel tragen: <em>&#8222;Denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig&#8220;</em> (2. Kor 12,9).</p>
<p><strong>1. Du bist Jesus</strong></p>
<p>Joni ist ab dem 17. Lebensjahr querschnittsgelähmt und Ken heiratet sie trotzdem oder gerade deswegen. Seine Entscheidung, sich auf dieses herausfordernde Leben einzulassen, hat er nicht bereut. Als bei Joni zusätzlich Krebs festgestellt wird, läuft das Fass nicht über, sondern Gott macht Ken fähig, in dieser Zeit den Mann zu stehen und Aufgaben zu übernehmen, denen er bis dahin nicht gewachsen zu sein schien.</p>
<p>In einer Nacht mit schrecklichen Schmerzen und lebensbedrohlicher Atemnot bittet Joni in ihrer Verzweiflung bei Jesus: &#8222;Bitte, zeig dich mir auf eine besondere Weise.&#8220; Wie in den vorigen so auch in dieser Nacht verzichtet Ken auf seinen Schlaf und kümmert sich geduldig, freundlich und hilfsbereit um Joni. Und dann folgt dieser Dialog:<span id="more-8914"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;Du bist <em>Er</em>!&#8220;, sagte sie.</p>
<p>&#8222;Ich … ich verstehe nicht, Joni.&#8220;</p>
<p>&#8222;Ken … du bist Er! <em>Du bist Jesus!&#8220;</em></p>
<p>Tränen liefen ihr übers Gesicht, und er tupfte sie mit einem Taschentuch ab. &#8222;Ich meine es ernst. Wenn du mich berührst, kann ich seine Berührung spüren. Ich kann ihn in deinem Lächeln sehen. Ich höre ihn in deiner Stimme. Genau jetzt! Ich meine es wirklich so&#8220;, schluchzte sie. &#8222;Das ist es, worum ich gebetet habe. Du bist Jesus!&#8220;</p></blockquote>
<p>Dieses Gespräch machte mich sprachlos. Wie würde ich mich in schweren Zeiten verhalten? Auf das Leid im Leben bereitet man sich nicht erst dann vor, wenn es vor der Tür steht, sondern dann, wenn noch alles glatt läuft. Dieses Buch ist für mich eine Art Vorbereitungskurs für Zeiten, in denen auch mich Leid und Krankheit treffen könnten.</p>
<p><strong>2. Alltägliches Zusammenleben als Ehepaar</strong></p>
<p>Nach besonderen Anlässen oder &#8222;Hoch&#8220;-Zeiten im Leben freut man sich, wenn der Alltag wieder einkehrt. Das war auch bei Joni und Ken der Fall. Doch wenn wir ehrlich sind, kann aus der Gleichmäßigkeit des Alltags, Gleichgültigkeit gegenüber dem Ehepartner folgen. Joni und Ken berichten in ihrem Buch ehrlich und schonungslos darüber.</p>
<p>Manche Stellen im Buch sind so krass, wie ich es mir von einer weltweit berühmten Konferenzsprecherin und ihrem Ehemann niemals hätte vorstellen können. Man erwartet von weitbekannten Personen ein perfektes Leben. Doch ich bin von Joni und Ken nicht enttäuscht. Sie haben mir gezeigt, wie man diese Gleichgültigkeit verhindert und wie wieder Wertschätzung und Liebe dem anderen entgegengebracht werden kann.</p>
<p><strong> 3. Ein einfacher Mann an der Seite einer berühmten Frau</strong></p>
<p>Nach biblischen Verständnis ist der Mann das Haupt der Frau. Doch wie lebt ein Mann im biblischen Rahmen, wenn er eine weltweit bekannte und gefragte Frau heiratet? Joni lernte, sich ihrem Mann zu unterordnen und Ken den ersten Platz einzuräumen. Ken ging demütig aber auch verantwortungsvoll mit seiner Frau um. Das klingt jetzt alles sehr harmonisch. Doch zu dieser Harmonie kam es erst im Laufe der Jahre. Durch Gottes Gnade leben sie jetzt eine Ehe zur Ehre Gottes. Das Buch bietet zahlreiche praktische Lektionen auch für &#8222;ganz normale&#8220; Ehen.</p>
<p><strong> 4. Mit dem Ehepartner gemeinsam die Bibel lesen</strong></p>
<p>Wer vor Tausenden Menschen Vorträge hält und sie ermutigt mit Gott zu leben, der lebt in einer perfekten Beziehung mit Gott. Könnte man meinen. Die Realität sieht manchmal anders aus. Joni und Ken haben zum Beispiel erst nach vielen Ehejahren den Wert des gemeinsamen Bibellesens für sich entdeckt. Es gibt viele Ehen, die selten gemeinsam die Bibel lesen und beten.</p>
<blockquote><p>&#8222;Würdest du gern zusammen mit mir die Bibel lesen?&#8220; Und ob sie das wollte! An jenem Morgen haben sie damit begonnen und es bis heute weitergeführt. […] Das tägliche Bibellesen erhielt die Glut des Glaubens in ihren Herzen am Leben.</p></blockquote>
<p><strong>5. Der ungezähmte Mann</strong></p>
<p>Das Buch <em>Der ungezähmte Mann</em> von John Eldridge spielt zeitweilig eine wichtige Rolle in Kens Leben. Ein Freund nimmt ihn mit zu einem Outdoor-Wochenende mit Eldridge. Dieses Buch hat Ken geprägt und es hat ihm viel bedeutet. Doch Ken wird durch dieses Buch nicht zu einem &#8222;wilden&#8220; Mann oder zu einem ausgeprägten Outdoor-Typen. Eldridges Ideen sind zwar recht interessant und das Buch mag durchaus einige geistliche Lektionen vermitteln. Aber was ist, wenn es hart auf hart kommt? Dann braucht eine Ehefrau keinen &#8222;wilden&#8220; Mann, sondern einen, der wie Christus liebt. Doch die Vorbilder in Eldridges Buch und viele darin zitierte Autoren sind nicht biblisch und oft moralisch und ethisch fragwürdig. Wie soll ein solches Buch Männer nach der Bibel hervorbringen?</p>
<p>Ken scheint das begriffen zu haben. Nach der Krebs-Diagnose und den Chemotherapien schreibt Ken seinem engsten Freund aus dieser &#8222;Der ungezähmte Mann&#8220;-Gruppe eine E-Mail (S. 177). Unter anderem heißt es darin: &#8222;Es tut mir leid, dir das zu sagen, mein lieber Freund, aber du stehst auf meiner Liste jetzt an zweiter Stelle.&#8220;</p>
<blockquote><p>Ken nahm sich einen Augenblick Zeit, die E-Mail an seinen Freund Chris noch einmal durchzulesen, bevor er auf &#8222;Senden&#8220; klickte. Nein, er würde kein Wort davon ändern. Seine Angelfreunde dort oben in Montana würden sich jetzt wohl gerade auf den Weg zu ihren Schlafplätzen machen. Sie würden noch einmal kurz draußen treten, die Arme ausstrecken und hinauf in den wilden, sternenübersäten Nachthimmel blicken. […]</p>
<p>Wünschte Ken sich dorthin? […] Nein, er war genau dort, wo Gott ihn haben wollte. Und das fühlte sich <em>so gut</em> an.</p>
<p>Am nächsten Morgen las Ken seine E-Mail Joni vor. &#8222;Weißt du, was das für eine Frau bedeutet, wenn sie so etwas hört?&#8220;, fragte Joni. &#8222;Wie viele Frauen hören so etwas schon von ihrem Mann: ‚Ich bin stolz auf dich‘?&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Nachdem ich vor ca. 20 Jahren Jonis erstes Buch gelesen habe, wollte ich unbedingt wissen wie es bei ihr weiterging. Dieses Buch habe ich nicht nur mit einer gewissen Neugier gelesen, sondern auch mit großem Gewinn. Joni und Ken sind hier keine Superstars und keine christlichen Überflieger. Sie schreiben von Mensch zu Mensch. Das macht dieses Buch so wertvoll. An viele Passagen werde ich mich noch lange erinnern. Wie Joni und Ken mit ihren Schwächen und Sünden umgehen, wie Ken seiner Frau dient, wie sie auf die Souveränität eines gnädigen Gottes mitten im Leid vertrauten, davon habe ich viel zu lernen.</p>
<p>Titel: Joni &amp; Ken &#8211; Deine Liebe schenkt mir Flügel<br />
Autor: Ken &amp; Joni Eareckson Tada mit Larry Libby<br />
Sei­ten: 224 plus 8 Fotoseiten<br />
For­mat: 14 x 21<br />
Ein­band: gebunden, mit Schutzumschlag<br />
Jahr: 2014<br />
Ver­lag: Brunnen Ver­lag<br />
ISBN: 978-3-7655-1849-2<br />
Preis: 17,99 EUR<br />
erhält­lich bei: <a href="http://brunnen-verlag.de/joni-ken.html#" target="_blank">Brunnen Verlag</a>, leseplatz.de<br />
als eBook für 14,99 EUR bei: <a href="http://www.cebooks.de/ebooks/joni-ken.html" target="_blank">ceBooks.de</a></p>
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		<title>Samuel Koch &#8211; Zwei Leben</title>
		<link>https://nimm-lies.de/samuel-koch-zwei-leben/3918</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Samuel Koch - Zwei Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel-Bestseller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>60 Millisekunden. Ein Wimpernschlag. So lange &#8211; oder so extrem kurz &#8211; dauerte Samuel Kochs Aufprall mit dem Kopf auf einem Audi A8, das er mit einem Salto überqueren wollte. So kurz und so tragisch. Doch, was bleibt? Am 4. Dezember 2010 stürzt Samuel Koch&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/samuel-koch-zwei-leben/3918">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-3927" title="Samuel-Koch-Zwei-Leben" alt="" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/814253_Samuel-Koch-Samuel-Koch-Zwei-Leben.jpg" width="220" height="339" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/814253_Samuel-Koch-Samuel-Koch-Zwei-Leben.jpg 220w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/814253_Samuel-Koch-Samuel-Koch-Zwei-Leben-195x300.jpg 195w" sizes="(max-width: 220px) 100vw, 220px" />60 Millisekunden. Ein Wimpernschlag. So lange &#8211; oder so extrem kurz &#8211; dauerte Samuel Kochs Aufprall mit dem Kopf auf einem Audi A8, das er mit einem Salto überqueren wollte. So kurz und so tragisch. Doch, was bleibt?</p>
<p>Am 4. Dezember 2010 stürzt Samuel Koch bei einem Auftritt in der &#8222;Wetten, dass&#8230;?&#8220;-Sendung. Mit seinen &#8222;Powerisern&#8220; wollte er in vier Minuten fünf fahrende Autos überspringen. Hunderte Male hat er zuvor diesen Sprung geübt. Als er das vierte Auto, welches sein Vater lenkte, mit einem Salto überqueren wollte, berührte er mit seinem Kopf 60 Millisekunden lang das Autodach und stürzte. Was danach geschah, nennt er &#8222;eine fatale Ereigniskette&#8220;. Es hätte noch mal alles gut werden können. Doch nach zwei Wochen war klar, dass es zunächst lange nicht mehr gut sein wird. Bis heute sitzt er im Rollstuhl, weil er vom Hals abwärts gelähmt ist, und steuert ihn nur mit den Bewegungen in seiner Schulter. Da es ihm in diesem Zustand nicht möglich ist, ein Buch zu schreiben, bekam er den Co-Autor Christoph Fasel an die Seite gestellt. Zusammen gelingt beiden ein überaus interessantes Buch.<span id="more-3918"></span></p>
<p>Am Anfang beschreibt er auf gut sieben Seiten fast minutiös den Auftritt in der Sendung mit Gottschalk und Hunziker. Die Vorfreude, die Aufregung, die Konzentration, die Sprünge, der Sturz und dann Nacht. Wie es weiterging, wurde in der Presse zwar immer wieder berichtet, doch nicht selten falsch dargestellt. Auch aus diesem Grund hat Samuel Koch sich entschlossen, ein Buch zu schreiben.</p>
<p>Das Leben ist einmalig, bei Samuel Koch jedoch zweimalig. Es gibt ein Davor und ein Danach. Auf ca. 50 Seiten berichtet er über sein erstes Leben. Es ist ein Leben in Bewegung. Man hat den Eindruck, dass er sich vor dem Sturz nur mit Saltos durchs Leben bewegte. Leichtigkeit, aber nicht Leichtsinn, Beweglichkeit aber nicht Ruhelosigkeit, Erfolge, aber nicht Arroganz kennzeichneten sein Leben vor dem Sturz. Die Entscheidung die Wette mitzumachen, fiel Samuel nicht leicht. Es gab Zweifel und ungute Gefühle. Mit seinen Freunden betete er, um den Willen Gottes zu erkennen. Samuel wollte mit dieser Wette mehr bezwecken, als nur sein Können zu präsentieren. Er wollte nach dem Sprung einige gute Worte, Worte über seinen Glauben an Gott weitergeben. Man wird aus christlicher Sicht Samuels Entschluss unterschiedlich bewerten. Zum Glück muss ich das hier nicht tun. Lassen wir lieber Samuel selbst zu Wort kommen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Vielleicht war mein ursprünglicher Wunsch einfach vermessen gewesen, im Gespräch mit Michelle Hunziker und Thomas Gottschalk etwas Tiefgründiges loszuwerden. Das hätte ich auf jeden Fall versucht. Wenn ich mir nicht vorher das Genick gebrochen hätte. Nein, eine Samstagabendshow ist wohl nicht das Medium, das für die Offenbarung tiefer Einsichten geeignet ist. Bewegte Bilder, dramatische Musikuntermalung, sparsame Texte – gut und schön, für den Moment.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein Buch ist dafür ein besseres Medium. Samuel hat diese Möglichkeit ergriffen. Im zweiten Teil seines Buches ergreift er die Möglichkeit, Tiefgründiges loszuwerden, wie er es vor dem Sturz und in der &#8222;Wetten, dass…?&#8220;-Sendung sicher nicht tun könnte. Er offenbart tiefe Einsichten, die ein 25-Jähriger wahrscheinlich erst nach so einem Sturz und den darauf folgenden schrecklichen Wochen haben kann.</p>
<p>In einem Interview wurde er gefragt, ob er auf Gott sauer wäre. Er antwortete: &#8222;Auf ihn? Wenn ich sauer sein sollte, dann wohl eher auf mich selbst!&#8220; Auch wenn Samuel auf Gott nicht sauer ist, hat er ihn oft nicht verstanden. Die &#8222;Warum-Frage&#8220; bleibt wohl für immer unbeantwortet, aber auf die &#8222;Wozu-Frage&#8220; bekommt er immer mehr Antworten.</p>
<p>Samuel – der Name bedeutet: Von Gott erbeten – ist einer der mit Gott betet. Er tat es vor dem Unfall. Und er tut es noch viel mehr jetzt. Er spricht mit Gott, er diskutiert mit ihm, er ist mit ihm im Dialog. Mit Gott ist er noch lange nicht fertig. Er ist mit Gott im Gespräch darüber, was der Vers aus <a class="bibleserver extern" href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/R%C3%B6mer8%2C28-29" target="_blank">Römer 8,28 f</a>ür sein Leben bedeutet. Vieles hat sich in Samuels Leben verändert. Doch, was bleibt?</p>
<blockquote><p>&#8222;Sehr spannend finde ich die Erkenntnis, die mir erst kürzlich gekommen ist, als ich mich mit der Frage auseinandergesetzt habe, was an mir eigentlich noch so ist wie früher. Was meinen Kern, mein innerstes Wesen ausmacht.</p>
<p>Eine Erfahrung, die sich durch große Teile meiner Jugendzeit zog, war, dass ich ganz oft gefragt wurde: &#8222;Wie schaffst du das eigentlich alles, was du machst? Wie kommst du zu deiner Ausstrahlung? Was ist dein Geheimnis?&#8220;</p>
<p>Meine Antwort lautete dann: &#8222;Ganz einfach: Ich bete!&#8220;</p>
<p>Und genau das ist auch heute noch meine Antwort auf dieselbe Frage, auch wenn die jetzt unter ganz anderen Vorzeichen erfolgt. Nach allem, was geschehen ist, sind nur ganz wenige Dinge in meinem Leben gleich geblieben, und dieser Kernpunkt gehört dazu.&#8220;</p></blockquote>
<p>Diese Art von tiefgründigen Gedanken, sein ausgeprägter Humor und witzige Wortspielereien machen dieses Buch zu einer kurzweiligen und bereichernden Lektüre. Samuel gesteht, dass er keine endgültigen Antworten auf wichtige Lebensfragen in seinem Buch gibt. Die vorläufigen Antworten fallen umso tiefgründiger aus.</p>
<p>Titel: Samuel Koch &#8211; Zwei Leben<br />
Autor: Samuel Koch, Christoph Fasel<br />
Sei­ten: 208<br />
For­mat: 13,5 x 21,5 cm<br />
Ein­band: Hardcover, mit Schutzumschlag<br />
Veröffentlichung: April 2012 (2. Auf­lage)<br />
Ver­lag: adeo Ver­lag<br />
Preis: 17,99 € (E-Book: 13,99 €)<br />
erhält­lich bei: <a href="http://www.adeo-verlag.de/index.php?id=details0&amp;sku=814253" target="_blank">adeo</a><br />
Lese­probe: <a onclick="javascript:_gaq.push(['_trackEvent','download','http://www.boas-verlag.de/mediapool/87/876285/data/978-3-942258-01-2_Leseprobe.pdf']);" href="http://www.adeo-verlag.de/index.php?id=details0&amp;sku=814253" target="_blank">adeo Verlag</a></p>
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		<title>Elisabeth Elliot: Wege durch das Leiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 21:16:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[CLV]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Elliot]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Wege durch das Leiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leiden gibt es in jeder nur möglichen Art auf der Welt. Es gibt Hungersnöte, Krankheiten, Menschen die unter Depressionen Leiden, Tod und Trauer, Naturkatastrophen, Kriege, Terror und die vielen großen und kleinen persönlichen Leiden eines jeden Menschen. Dabei enstehen unausweichlich Fragen. Warum lässt Gott das&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/elisabeth-elliot-wege-durch-das-leiden/2439">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wege256233_z11.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-2441" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Wege256233_z11-670x1024.jpg" alt="" width="290" height="443" /></a>Leiden gibt es in jeder nur möglichen Art auf der Welt. Es gibt Hungersnöte, Krankheiten, Menschen die unter Depressionen Leiden, Tod und Trauer, Naturkatastrophen, Kriege, Terror und die vielen großen und kleinen persönlichen Leiden eines jeden Menschen.</p>
<p>Dabei enstehen unausweichlich Fragen. Warum lässt Gott das zu? Ist er nicht ein liebender Gott, der nur das Beste für seine Kinder möchte?</p>
<p>Die Autorin Elisabeth Elliot hat viele Leiden in ihrem Leben erlebt. Selbst die Tatsache, dass sie zwei Mal verwitwet ist gibt schon einen kleinen Einblick in ihr Leben. Dennoch schreibt sie in diesem Buch sehr wenig über ihr eigenes Leben. Vielmehr verweist sie auf andere Menschen, die große und auch kleine Leiden im Leben erfahren haben.<span id="more-2439"></span></p>
<p>Durch Lilias Trotter inspiriert gebraucht Sie das Beispiel der Natur, den Prozess des Sterbens um neues Leben zu schaffen.</p>
<blockquote><p>Der Same muss aufbrechen, um neue Triebe hervorkommen zu lassen. Die Blattknospe muss sich öffnen, damit das Blatt wachsen kann. Die Blütenknospe springt auf, um der Blüte die Entfaltung zu ermöglichen, und die Blütenblätter schließlich fallen ab, damit die Frucht gebildet werden kann. So wird in dem wunderbaren Kreislauf, den der Schöpfer einrichtete, der Sinn jedes einzelnen Teils dieser Schöpfung erfüllt. Seite 92 f.</p></blockquote>
<p>Mit jedem Leid, das wir in unserem Leben erfahren, hat Gott einen ganz bestimmten Plan. Elisabeth Elliot zeigt in diesem Buch nicht, wie man aus dem Leid am schnellsten herauskommt. Stattdessen ermutigt sie, Leid anzunehmen und sich dadurch von Gott formen zu lassen. Damit letzten Endes Gott durch das Leid geehrt wird. <em>je</em></p>
<p><strong>Daten</strong><br />
Titel: Wege durch das Leiden<br />
Autor/Herausgeber: Elisabeth Elliot<br />
Sei­ten: 192<br />
For­mat: 14 x 21 cm<br />
Ein­band: Paper­back<br />
Jahr: 2011<br />
Ver­lag: CLV<br />
Preis: 6,90 €<br />
erhält­lich bei: <a href="http://www.clv.de/index.php?sid=f601c6e47f53204908c15868b6f69ee6&amp;cl=details&amp;anid=1824d5e5ca76e47a2.85873022" target="_blank">www.clv.de</a>, <a href="http://www.cbuch.de/Elliot-Wege-durch-das-Leiden-p3497/" target="_blank">www.cbuch.de</a></p>
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