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	<title>Lied Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Lied Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Ein Lied aus der Internatszeit des Grafs von Zinzendorf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2024 16:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biografien]]></category>
		<category><![CDATA[Liederbücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Zinzendorf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aktuell lese ich den 1957 erschienen ersten Bund der Zinzendorf-Trilogie vom Historiker Erich Beyreuther: &#8222;Der junge Zinzendorf&#8220;. Ehrlich gesagt finde ich die Mischung aus kühler Distanz und harscher Bewunderung, die Beyreuther zu Zinzendorf aufzeichnet, irritierend, aber das Leben Zinzendorfs fasziniert von frühester Kindheit an. Bereits&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-lied-aus-der-internatszeit-des-grafs-von-zinzendorf/15938">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Aktuell lese ich  den 1957 erschienen ersten Bund der Zinzendorf-Trilogie vom Historiker Erich Beyreuther: &#8222;Der junge Zinzendorf&#8220;. Ehrlich gesagt finde ich die Mischung aus kühler Distanz und harscher Bewunderung, die Beyreuther zu Zinzendorf aufzeichnet, irritierend, aber das Leben Zinzendorfs fasziniert von frühester Kindheit an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits in jüngsten Jahren lernt er den Heiland lieben. Kurz nachdem er lesen und schreiben lernt, schreibt er an seinen Heiland Briefe und redet mit Jesus, in dem er im Zimmer auf und ab geht. Diese Heilandliebe fängt bei ihm bereits in seinem dritten Lebensjahr an. Zinzendorf schreibt später selbst über sich: <em>&#8222;1703 fing ich an, Gott mit Ernst zu suchen, soviel es meine kindlichen Ideen an die Hand gaben, sonderlich aber ist von der Zeit an mein beständiger Vorsatz gewesen, ein rechter, treuer Diener Jesu zu werden.&#8220; </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei sollten ihm schon früh heftige Prüfungen wiederfahren. Die Großtante, die im gleichen Haus wohnt und überzeugte Lutheranerin ist, kann den Pietismus und die  Pietisten nicht ertragen und verpasst dem jungen Zinzendorf Prügel, wenn er &#8222;vom lieben Heiland spricht&#8220;. </p>



<span id="more-15938"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Prüfungen gehen in seinem Leben ziemlich hart weiter. Mit zehn kommt er auf das Seminar Frankes, gilt hier als Sonderling und hat lange Zeit Mühe mit Lehrern und Schülern klarzukommen. Vor allem ein neuer Hofmeister (als Grafen stand Zinzendorf ein solcher oberer Diener zu) nutzt die Lage zu seinen Gunsten aus. Er stachelt Zinzendorf an, seinen Verwandten zu klagen, wie schlecht es ihm am Pädagogium gehe. Die Briefe sandte er jedoch nicht ab, sondern übermittelte sie den Lehrern. Ein erster Schritt zu einem ziemlich teuflischen geistlichen Missbrauch, den der Hofmeister nun praktizierte. Er schlug den Grafen, epresste ihn finanziell und hielt ihn in Abhängigkeit. Den Lehrern ging das Dilemma Zinzendorfs eigentlich erst zum Ende seiner Schulzeit auf.   Zum Teil sehr harte und unfaire Strafen waren stattdessen vor allem in seinen ersten Jahren häufig. Ein Beispiel ist besonders brutal: Mit übergehängten Eselsohren stand er am &#8222;Pranger&#8220;, da seine Schrift von den Lehrern als &#8222;Geschmiere&#8220; bewertet wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zinzendorf verliert nicht den Mut. Was ihn stärkt? Die erste Teilnahme am Abendmahl, die ihm zunächst auch lange aufgrund der Gerüchte um ihn verwehrt wird.  und die Gemeinschaft mit anderen Brüdern. Er bildet mit anderen jungen Männern (13-16 Jahre alt) einen regelmäßigen Gebetstreff. Gerade hier Pädagogium reift Zinzendorfs Plan einen Orden evangelischer Adelsmänner mit dem Schwerpunkt Evangelisation zu gründen. Was mich besonders fasziniert, ist ein Lied, dass der 13- oder 14 jährige Zinzendorf geschrieben hat, und was davon spricht, wie viel Trost und Halt der junge Mann in Jesu Liebe gefunden hat:</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Liebe! Die du deine Brüder<br>Unaussprechlich fest geliebt.<br>Dir ergeb´ ich mich hinwieder:<br>Wohl dem, der sich Dir ergibt!<br>Ich will, Liebe, Dir allein<br>Ganz und gar gewidmet sein!<br><br>Gib dich mir, oh süße Liebe!<br>Ruhe, liebster Schatz, in mir!<br>An der süßen Liebe Triebe<br>Find‘ ich Freude, Lust und Zier,<br>Und aus deiner Liebesglut<br>Nimmt mein Herze neuen Mut<br><br>Du bist meiner Seelen Wonne,<br>herrlicher Immanuel!<br>„Eile doch, o Gnadensonne!“<br>Ruft dein treues Israel –<br>Reiche mir und deiner Schar,<br>Viel von deiner Liebe dar!<br><br>Ohne dich will ich nicht leben:<br>Nimm mich Dir zu eigen hin!<br>Zu Dir will ich mich erheben,<br>in Dir suche ich Gewinn:<br>Nimm, weil mir nichts helfen kann,<br>Treues Heil, dich meiner an!<br><br>Ziehe mich mit Liebesseilen,<br>Edler Seelenbräutigam!<br>Nur dir lieblich nachzueilen,<br>Dir o heil’ges Gotteslamm,<br>Opfre ich den ganzen Lauf<br>Recht mit allen Freuden auf.<br><br>Fliehet von mir, eitle Freuden,<br>Und last Jesum mir allein!<br>Nichts soll mich von Jesu scheiden;<br>Dieser soll mein Alles sein.<br>Pflege mich und sei mein Teil.<br>Oh, erwünschtes Seelenheil!<br><br>Lobe nun, o Welt, und springe(?);<br>Treibe nur dein Spiel mit mir:<br>Einer ist es, dem ich singe,<br>Nämlich Jesus, meine Zier!<br>Dieser ist mir Sonn‘ und Schild.<br>Ob die Welt gleich tobt und brüllt.<br><br>Ruhe denn, o mein Gemüte!<br>Fest in Jesu, der dein Held;<br>Rühme dessen große Güte,<br>Fliehe alle Pracht der Welt.<br>Richte Herze, Mut und Sinn,<br>Ferner stets auf Jesum hin!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Mein Volk, das in vergang&#8217;nen Tagen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jul 2017 18:16:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte/Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Ernst Heinrich Gebhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubenslied]]></category>
		<category><![CDATA[Lied]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren bin ich auf dieses Lied gestoßen, dass ich gerne mit euch teilen würde, da der Inhalt doch ungewöhnlich ist im Vergleich zu vielen der anderen alten Glaubenslieder: 1. Mein Volk, das in vergangnen Tagen des Herren Banner fröhlich schwang, dazu, von hohem Geist&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/mein-volk-das-in-vergangnen-tagen/9407">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Jahren bin ich auf dieses Lied gestoßen, dass ich gerne mit euch teilen würde, da der Inhalt doch ungewöhnlich ist im Vergleich zu vielen der anderen alten Glaubenslieder:</p>
<blockquote><p>1. Mein Volk, das in vergangnen Tagen<br />
des Herren Banner fröhlich schwang,<br />
dazu, von hohem Geist getragen,<br />
so himmlisch schöne Lieder sang,<br />
wo ist denn deiner Väter Glauben,<br />
ihr&#8216; feste Burg, ihr&#8216; Waff und Wehr?<br />
Du ließt dein höchstes Gut dir rauben<br />
von einem ganzen Höllenheer!</p>
<p>2. Mein Volk, das in verfloss&#8217;nen Zeiten<br />
mit einer heiligen Geduld,<br />
verfolgt, erträgt die schwersten Leiden,<br />
gestützt auf Gottes Vaterhuld,<br />
kaum sah&#8217;n wir dich dem Leid entrinnen,<br />
so warfst du dich zum Herrscher auf,<br />
um schnell am Faden fortzuspinnen,<br />
wo Rom verlor den blut&#8217;gen Lauf!</p>
<p>3. Mein Volk, das einstens protestierte<br />
voll Kühnheit wider Trug und Wahn,<br />
dass schnell dein Geist, der lang&#8216; verirrte,<br />
betrat der Wahrheit lichte Bahn.<br />
Ist jener Kampf denn schon beendet,<br />
im Geist besiegt der Lügner Rott&#8216;?<br />
Weh&#8216; dir, du hast dein Herz gewendet,<br />
bekämpfst das Licht nun selbst mit Spott!</p>
<p>4. Mein Volk, erwach aus deinem Schlummer<br />
und kehr zu deinem Herrn zurück,<br />
sonst trifft dich endlich schwerer Kummer,<br />
verscherz doch nicht dein eignes Glück!<br />
Folg deiner Väter treuem Mahnen,<br />
noch hast du hierzu Gnadenfrist.<br />
O schar dich eilends zu den Fahnen<br />
des Siegesfürsten Jesus Christ.</p></blockquote>
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