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	<title>Martin Luther Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Martin Luther Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>&#8222;Ein Unterricht, wie sich die Christen in Mose schicken sollen&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 17:18:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Altes Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz und Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>1525, ganz unter dem Eindruck der Bauernkriege und schwärmerischer Bewegungen, hielt Luther eine Predigt allgemeiner Art über den Umgang der Christen mit den Gesetzestexten und letztlich auch mit dem Umgang des Alten Testaments im Ganzen. Letztlich ist seine Strategie, dass Mose die Christen nichts angehe,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-unterricht-wie-sich-die-christen-in-mose-schicken-sollen/16124">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">1525, ganz unter dem Eindruck der Bauernkriege und schwärmerischer Bewegungen, hielt Luther eine Predigt allgemeiner Art über den Umgang der Christen mit den Gesetzestexten und letztlich auch mit dem Umgang des Alten Testaments im Ganzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztlich ist seine Strategie, dass Mose die Christen  nichts angehe, und dass &#8222;Heidenchristen&#8220; das natürliche Gesetz völlig ausreicht, nicht wirklich überzeugend, aber einen Gedanken fand ich bei Luther doch sehr hilfreich. Luther hält seine Leser an, sich immer wieder zu fragen, zu wem dieser Text gesagt sei. Luther in seiner unnachahmlichen Art (<a href="https://jochenteuffel.files.wordpress.com/2015/05/luther-eine-unterrichtung-wie-sich-die-christen-in-mose-sollen-schicken-insel.pdf">Link zum Dokument</a>):</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Aber unsere Rottengeister fahren zu; bei allem was sie in Mose lesen, sprechen sie: da redet Gott, das kann niemand leugnen, darum muss man&#8217;s halten. Da fällt denn der Pöbel ein: Hui, hat es Gott geredet, wer will da widerreden? Da werden sie denn herbeigetrieben wie die Schweine über den Trog. Unsere lieben Propheten haben es dem Volk so vorgeplappert: Liebes Volk, Gott hat sein Volk geheißen, dass sie die Amalekiter totschlagen sollten, und andere Sprüche mehr. Daraus ist Jammer und Not gekommen; da sind die Bauern aufgestanden, haben keinen Unterschied gewusst, sind derart von den tollen Rottengeistern in diesen Irrtum geführt worden. Wenn da gelehrte Prediger gewesen wären, die hätten den falschen Propheten entgegentreten und ihnen lehren und so zu ihnen sprechen können: Liebe Rottengeister, es ist wahr, Gott hat es Mose geboten und hat so zum Volk geredet. Aber wir sind nicht das Volk, zu dem es der Herr redet. Mein Lieber, Gott hat auch mit Adam geredet – ich bin darum nicht Adam. Er hat Abraham geboten er solle seinen Sohn erwürgen – ich bin darum nicht Abraham, so dass ich meinen Sohn erwürgen würde. So hat er auch mit David geredet. Es ist alles Gottes Wort, wahr istʼs. Aber Gottes Wort hin, Gottes Wort her, ich muss wissen und auch haben, zu wem das Wort geredet wird. Es ist noch lange nicht an dem, dass du das Volk seist, mit dem Gott geredet hat. (&#8230;)<br></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Man muss mit der Schrift sorgfältig umgehen und verfahren. Das Wort ist nun seit Anbeginnauf mancherlei Weise ergangen. Man muss nicht allein darauf sehen, ob es Gottes Wort sei, ob Gott es geredet habe, sondern viel mehr, zu wem es geredet sei, ob es dich betreffe oder einen anderen. Da gibtʼs denn einen Unterschied wie Sommer und Winter. Gott hat zu David viel geredet, hat ihn dies und jenes tun geheißen. Aber es geht mich nicht an, es ist nicht auch zu mir geredet. Er kann es gewiss zu mir reden, wenn er es so haben will. Du musst auf das Wort sehen, das dich betrifft, das zu dir geredet wird, und nicht auf das, das einen anderen betrifft. </em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Es gibt zweierlei Wort in der Schrift: Das eine geht mich nicht an, betrifft mich auch nicht, das andere betrifft mich. Und auf dasjenige, das mich angeht, kann ichʼs kühnlich wagen und mich darauf als auf einen starken Felsen verlassen. Betrifft es mich nicht, so soll ich still halten. Die falschen Propheten fahren zu und sprechen: Liebes Volk, das ist das Wort Gottes. Es ist wahr, wir könnenʼs ja nicht leugnen. Wir sind aber nicht das Volk, zu dem er redet. Gott hat uns auch weder dies noch jenes geheißen, das er ihnen zu tun befohlen hat. (&#8230;) Darum sprich(&#8230;) so: Lass Mose und sein Volk beieinander; es ist mit<br>ihnen aus, er geht mich nicht an. Ich höre das Wort, das mich betrifft. Wir haben das Evangelium. Christus spricht: „Geht hin und predigt das Evangelium“, nicht allein den Juden, wie Mose, sondern „allen Heiden“, ja „allen Kreaturen“. Mir ist gesagt: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig“ (Mark. 16,15 f.), und: „Geh hin und tu deinem Nächsten wie dir geschehen ist.“ (Luk. 10,36 f.) Diese Worte betreffen auch mich, denn ich bin eine von allen Kreaturen. Wenn Christus nicht hinzugesetzt hätte „Predigt allen Kreaturen“, so wollte ich mich nicht darum kümmern, wollte nicht getauft werden und mich so dazu verhalten, wie ich mich jetzt zu Mose verhalte. Um den kümmere ich mich rein gar nicht. Er geht mich auch nicht an, denn er ist nicht mir, sondern allein den Juden gegeben. Wenn indessen Christus spricht, man solle das Evangelium: „Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden“ nicht einem Volk allein, nicht an diesem oder jenem Ort der Welt, sondern allen Kreaturen der Welt predigen, so ist niemand ausgenommen, sondern es sind alle Kreaturen darin inbegriffen. Niemand braucht daran zu zweifeln, es solle auch ihm das Evangelium gepredigt werden. So glaube ich denn dem Wort, es gehe mich an, ich gehöre auch unter das Evangelium und in das Neue Testament. Darum wage ich&#8217;s auf das Wort, und sollte es mich hunderttausendmal den Hals kosten.&#8220;</em></p>
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		<title>Sermon von den guten Werken von Martin Luther</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2023 19:05:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Werke]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
		<category><![CDATA[Sermon von den guten Werken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sermon von den guten Werken, war damals das erste Werk, dass ich von Luther gelesen habe. Ich bin froh, dass ich mich nun etwa zehn Jahre später auf ein Rereading entschieden habe und halte das Buch weiterhin für ein besonders wertvolles Werk. Hier ist&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/sermon-von-den-guten-werken-von-martin-luther/15492">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Sermon von den guten Werken, war damals das erste Werk, dass ich von Luther gelesen habe. Ich bin froh, dass ich mich nun etwa  zehn Jahre später auf ein Rereading entschieden habe und halte das Buch weiterhin für ein besonders wertvolles Werk. Hier ist so viel dass mit der katholischen Kirche des späten Mittelalters aneckt in einer unerwarteten Einfachheit und einer geradezu unangenehmen Deutlichkeit ausgedrückt. Dabei spricht Luther ja gar nicht von Gnade, sondern von Werken! Gerade der Blick durch das Evangelium rückt die echten evangelischen guten Werke in den Mittelpunkt. Urquell seiner Struktur sind dabei die zehn Gebote, die Zentrum einer evangelischen Ethik sind. Da dem Christen die Gunst Gottes nun aus Gnaden zuteil ist, kann er freien Mutes Gott und seinem Nächsten dienen. So fängt das kurze Werk (gepriesen sei Luther für seine Kürze) schon sehr steil an:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Zum ersten ist zu wissen,</em> dass nur das gute Werke sind, was Gott geboten hat, wie auch nur das Sünde ist, was Gott verboten hat. Darum, wer gute Werke wissen und tun will, der braucht nichts anderes als Gottes Gebote zu wissen. So spricht Christus Matthäus 19, 17: <em>»Willst du selig werden, so halte die Gebote!«</em> Und als der Jüngling dort fragte, was er tun sollte, dass er selig würde, hielt ihm Christus nichts anderes vor als die zehn Gebote. Demnach müssen wir die guten Werke nach den Geboten Gottes beurteilen lernen und nicht nach dem Anschein, der Größe oder Menge der Werke an sich selber, auch nicht nach dem Gutdünken der Menschen oder menschlicher Gesetze oder Weisen, wie es, wohin wir auch sehen, gesche­hen ist und noch immer geschieht wegen unserer Blind­heit, unter großer Verachtung der göttlichen Gebote.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zum zweiten: </em>Das erste und höchste, alleredelste gute Werk ist der Glaube an Christus, wie er sagt Johannes 6, 25f., als die Juden ihn fragten: <em>»Was sollen wir tun, dass wir gute, göttliche Werke tun?«</em> Da antwortete er: <em>»Das ist das göttlich gute Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.«</em> Nun, wenn wir das hören oder predigen, gehen wir rasch drüber weg und halten&#8217;s für ganz gering und leicht zu tun, wo wir doch hier lange stehen und gut darüber nachdenken sollten. Denn in diesem Werk müssen alle Werke ergehen und das Einströmen ihres Gutseins wie ein Lehen von ihm empfangen. Das müssen wir kräftig her­vorheben, damit sie&#8217;s begreifen können. Wir finden viele, die beten, fasten, Stiftungen machen, dies und das tun, ein gutes Leben fuhren vor den Men­schen. Doch wenn du sie fragst, ob sie auch gewiss seien, dass es Gott wohl gefalle, was sie so tun, sprechen sie: Nein. Sie wissen&#8217;s nicht oder zweifeln daran. Darüber hinaus gibt es auch etliche große Gelehrte, die sie verfuhren und sagen, es sei nicht nötig, dessen gewiss zu sein, die doch sonst nichts anderes tun, als gute Werke zu lehren! Nun sieh, diese Werke gehen alle außerhalb des Glaubens vor sich; darum sind sie nichts und ganz tot. Denn wie ihr Gewissen zu Gott steht und glaubt, so sind auch die Werke, die daraus geschehen. Nun ist da kein Glaube, kein gutes Gewissen zu Gott. Darum ist den Werken der Kopf abgeschlagen und all ihr Leben und Gutsein ist nichts. Daher kommt es, wenn ich den Glauben so sehr hervorhebe und solche ungläubigen Werke verwerfe, beschuldigen sie mich, ich verbiete gute Werke, wo ich doch gern rechte, gute Werke des Glaubens lehren wollte! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum dritten:<strong> Fragst du sie weiter, ob sie das auch als gute Werke erachten, wenn sie arbeiten in ihrem Hand­werk, gehen, stehen, essen, trinken, schlafen und allerlei Werke tun zur Leibesnahrung oder gemeinem Nutzen, und ob sie glauben, dass Gott auch dabei ein Wohlgefallen an ihnen habe, so wirst du wieder finden, dass sie Nein sagen und die guten Werke so eng fassen, dass nur das Beten in der Kirche, das Fasten und Almosengeben übrig bleiben; die ändern halten sie für vergeblich, Gott sei nichts daran gelegen. Und so verkürzen und verringern sie wegen ihres verdammten Unglaubens Gott seine Dienste, dem doch alles dient, was im Glauben geschehen, geredet, gedacht werden kann</strong>. So lehrt es der Prediger:<em> »Gehe hin fröhlich, iss und trink und wisse, deine Werke gefallen Gott wohl. Allezeit lass dein Kleid weiß sein und das Öl deinem Haupt nimmer gebrechen. Gebrauche dein Leben mit deinem Weib, das du lieb hast, alle Tage dieser unbeständigen Zeit, die dir gegeben sind.«</em> (Prediger 9, 7ff.) Dass das Kleid allezeit weiß sei, das meint, dass alle unsre Werke gut seien, wie sie genannt werden mögen, ohne allen Unterschied. Aber nur dann sind sie weiß, wenn ich gewiss bin und glaube, sie gefallen Gott. Und so gebricht dem Haupt meiner Seele des Öl eines fröhlichen Gewissens nimmermehr. So sagt auch Christus Johannes 8, 29:<em> »Ich tue allezeit, was ihm wohlgefällt.«</em> Wie tat er das allezeit, wenn er doch aß und trank und schlief zu seiner Zeit? &#8230;&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.glaubend.de/wp-content/uploads/2023/06/Von-den-guten-Werken-Luther-Martin.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das vollständige Werk kann man hier downloaden.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/sermon-von-den-guten-werken-von-martin-luther/15492">Sermon von den guten Werken von Martin Luther</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Morgen-, Abend- und Tischgebete aus Luthers kleinem Katechismus</title>
		<link>https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Sep 2023 19:36:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Aufwachen]]></category>
		<category><![CDATA[Dankgebet]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während der Vorbereitung zu einem Vortrag über Martin Luthers Leben und Werk bin ich auch auf manch ein Kuriosum gestoßen, z.B. diese Gebete aus dem Kleinen Katechismus: Wie ein Hausvater sein Gesinde soll lehren morgens und abends sich segnen. Der Morgensegen  Des Morgens, so du&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475">Morgen-, Abend- und Tischgebete aus Luthers kleinem Katechismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Während der Vorbereitung zu einem Vortrag über Martin Luthers Leben und Werk bin ich auch auf manch ein Kuriosum gestoßen, z.B. diese Gebete aus dem Kleinen Katechismus:</p>



<h2 class="wp-block-heading"></h2>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ein Hausvater sein Gesinde soll lehren morgens und abends sich segnen.</h2>



<h4 class="wp-block-heading">Der Morgensegen</h4>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>D</strong>es Morgens, so du aus dem Bette fährst, sollt du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: <em>&#8222;Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Darauf knieend oder stehend den <strong>Glauben</strong> und <strong>Vater unser.</strong> Willst du, so magst du dies <em>Gebetlein</em> dazu sprechen: <em>&#8222;Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch JEsum Christum, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diese Nacht vor allem Schaden und Fahr behütet hast, und bitte Dich, Du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Uebel, daß Dir alle mein Thun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, mein Leib und Seele und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Und alsdann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen, oder die zehen Gebot oder was dein Andacht gibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Abendsegen</h4>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>D</strong>es Abends, wenn du zu Bette gehst, sollt du dich segnen mit dem heiligen Kreuz und sagen: Das walt Gott Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen. Darauf knieend oder stehend den Glauben und Vater unser. Willtu, so magst du dies Gebetlein dazu sprechen: <em>&#8222;Ich danke Dir, mein himmlischer Vater, durch JEsum Christum, Deinen lieben Sohn, daß Du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, – und bitte Dich, Du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. Denn ich befehle mich, mein Leib und Seel und alles in Deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"> Und alsdann flugs und fröhlich geschlafen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie ein Hausvater sein Gesinde soll lehren das Segensgebet und das Dankgebet zu sprechen.</h2>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong>D</strong>ie Kinder und Gesinde sollen mit gefalteten Händen und züchtig vor den Tisch treten und sprechen: &#8222;<em>Aller Augen warten auf Dich, HErr, und Du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du tust Deine milde Hand auf und sättigest alles, was lebt, mit Wohlgefallen.</em>&#8222;(Erklärung: Wohlgefallen heißt, dass alle Tiere so viel zu essen kriegen, dass sie fröhlich und guter Ding darüber sind; denn Sorgen und Geiz hindern solch Wohlgefallen.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darnach das <strong>Vater unser</strong> und dies folgende <em>Gebet</em>: <em>&#8222;HErr Gott, himmlischer Vater, segne uns und diese Deine Gaben, die wir von Deiner milden Güte zu uns nehmen, durch JEsum Christum, unsern Herrn! Amen.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Also auch nach dem Essen sollen sie gleicher Weise tun, züchtig und mit gefalteten Händen sprechen: &#8222;<em>Danket dem HErrn, denn Er ist freundlich und Seine Güte währet ewiglich, der allem Fleische Speise gibt, der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die Ihn anrufen. Er hat nicht Lust an der Stärke des Rosses, noch Gefallen an jemandes Beinen. Der Herr hat Gefallen an denen, die Ihn fürchten und auf Seine Güte warten</em>.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Darnach das <em>Vaterunser</em> und dies folgende <em>Gebet</em>: <em>&#8222;Wir danken Dir, HErr Gott Vater, durch JEsum Christum, unsern HErrn, für alle Deine Wolthat, der Du lebst und regierest in Ewigkeit! Amen.&#8220;</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/morgen-abend-und-tischgebete-aus-luthers-kleinem-katechismus/15475">Morgen-, Abend- und Tischgebete aus Luthers kleinem Katechismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Lesestapel im Sommer 2022</title>
		<link>https://nimm-lies.de/lesestapel-im-sommer-2022/14846</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 16:35:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Richter]]></category>
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		<category><![CDATA[Literaturhinweise]]></category>
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		<category><![CDATA[Perelandra]]></category>
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		<category><![CDATA[Tertulllian]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Blick auf Bücher, die meine Sommerferien begleitet haben. &#8222;Die zwei Bücher an seine Frau&#8220; von Tertullian. Eine verrückte Schrift, die eigentlich die radikale Ausrichtung Tertullians bezeugt. Er empfiehlt, ein weises Vorgehen für den Fall, dass er stirbt und sie als Witwe da bleibt: Am&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/lesestapel-im-sommer-2022/14846">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/lesestapel-im-sommer-2022/14846">Lesestapel im Sommer 2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blick auf Bücher, die meine Sommerferien begleitet haben.</p>
<ul>
<li><strong><a href="https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-12/versions/tert-uxor-bkv/divisions/3">&#8222;Die zwei Bücher an seine Frau&#8220;</a> </strong>von Tertullian. Eine verrückte Schrift, die eigentlich die radikale Ausrichtung Tertullians bezeugt. Er empfiehlt, ein weises Vorgehen für den Fall, dass er stirbt und sie als Witwe da bleibt: Am besten nicht wiederheiraten! Zitat Tertullian: <em>&#8220; Man kann sagen: wofür man erst einer Erlaubnis bedarf, das ist nicht gut. Wieso denn? Für das, was erst erlaubt wird, gibt es immer eine Veranlassung zur Erteilung der Erlaubnis, welche verdächtig ist. Das Vorzüglichere aber braucht nicht erst von jemand erlaubt zu werden &#8211; weil es unbedenklich und wegen seiner Einfachheit an sich klar ist.&#8220; </em>Man erahnt in diesem Buch den aufkeimenden Monastizismus der frühen Kirche</li>
<li><strong>&#8222;Grieche sucht Griechin&#8220;</strong> von Friedrich Dürrenmatt. Ein eleganter Anfang, ein vielversprechender Mittelteil, und wie so oft bei Dürrenmatt ein eher schwacher Abgang. Tatsächlich wurde das Werk nie beendet, und hat nur eine vom Autor beigefügte Schlußskizze. Ein groteskes Werk, dass den Menschen immer das Chaos vor Augen stellt. Da es um die Vermählung eines strenggläubigen Griechen (er ist tatsächlich <em>&#8222;Altneupresbyteraner&#8220;</em>) mit einer &#8222;heimlichen Mätresse&#8220; geht, teils leicht anstößig zu lesen.</li>
<li><strong>&#8222;Wahrheitsbekräftigung aller Artikel Martin Luthers&#8220;</strong>  Es war super schwer von diesem Werk überhaupt eine deutsche Fassung zu finden, obwohl man vor allem in der englischsprachigen Luther-Rezeption ständig zu dieser Schrift, die eine gebündelte Wiederlegung der Bannbulle von Papst Leo ist, darstellt. <a href="https://jochenteuffel.com/2021/05/13/martin-luthers-vorrede-zu-assertio-omnium-articulorum-1520-die-schriften-sind-nur-durch-denjenigen-geist-zu-verstehen-in-dem-sie-geschrieben-worden-sind-dieser-geist-kann-nirgendwo-gegenwartige/"> Hier findet sich die Vorrede kostenfrei im Web</a>. Das vollständige Werk ist <a href="https://www.amazon.de/Lateinisch-Deutsche-Studienausgabe-Mensch-vor-Gott/dp/3374022391">Teil dieser Reihe.</a> Sehr lesenswert. Der frühe Luther in Reinform: <em>&#8220; Daher sage ich auch jetzt noch: Hüte dich, hüte dich, Bruder Christ, dass du niemals auf deine Reue vertraust; nicht dieser, sondern deinem Glauben hat Gott Vergebung der Sünden verheißen. Es gibt nämlich zwei Worte Gottes: Das eine ist das Gebot, das andere ist die Verheißung. Das Gebot fordert Werke, die Verheißung Glauben. Und es ist nicht denkbar, wie die Verheißung erfüllt werden könnte ohne den Glauben durch irgendein Werk.&#8220;</em></li>
<li><strong><a href="https://www.amazon.de/Jenseits-schweigenden-Sterns-Perelandra-Trilogie-Band-ebook/dp/B018FYY1O8/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1RKWKY2JBT7Q4&amp;keywords=perelandra&amp;qid=1661856403&amp;sprefix=perelandra%2Caps%2C107&amp;sr=8-3">Perelandra &#8211;  Trilogie.</a></strong> Nun bin ich bei Band drei angelangt und halte das Werk für einen äußerst gelungenen Gegenentwurf zur Sci-Fi-Literatur a la Star Wars oder Krieg der Welten. Einen kurzen Einblick in die ersten beiden Bände gebe ich in diesem <a href="https://www.nimm-lies.de/wie-auf-perelandra-ueber-gottes-willen-im-boesen-diskutiert-wurde/14827">Artikel.</a></li>
<li><strong><a href="https://www.amazon.de/-/en/F-B-Meyer/dp/1502824310">F.B. Meyer: John the Baptist.</a></strong> Ich habe mich ausführlich mit dem Leben Johannes des Täufers beschäftigt. Das Neue Testament räumt diesem &#8222;von allen Frauen geborenen Größten&#8220; weiten Raum ein; so überraschte mich z.B. der regelmäßige Bezug zu Johannes dem Täufer in der Apostelgeschichte. Zudem wird sein Dienst ebenfalls bereits im Alten Testament angekündigt. In der Vorbereitung konnte ich kaum sinnvolle und hilfreiche Literatur finden. Meyers Werk kann ich zu Gute halten, dass es wirklich alle Etappen im Leben von Johannes dem Täufer bespricht. Die Anwendungen sind aber deutlich überzeichnet, so dass das Werk letztlich an Prägnanz verliert.</li>
<li><strong>Literatur zum Buch Richter:</strong> Nach einem Jahr Pause habe ich mir wieder Literatur zum Buch Richter vorgeknöpft. Die eigene Vorbereitung und Auseinandersetzung mit diesem Buch hilft mir nun viel ausgewogener mit weiterführender Literatur zu diesem Thema umzugehen. Ich habe das sehr konservative Werk von Bill Cooper gelesen <em>&#8222;The Autenthicity of the Book of Judges&#8220;. </em>Cooper erarbeitet zahlreiche hilfreiche Informationen auf, die die Glaubwürdigkeit des Buches Richter unterstreichen, geht aber nicht ausreichend auf kritische Elemente ein. Ich versuche zu diesem Werk bei Gelegenheit eine Rezension nachzureichen. Ich griff dann auf das Buch <em><a href="https://www.amazon.com/Triumph-Judges-Library-Testament-Studies/dp/1850750998">&#8222;The Triumph of Irony in the Book of Judges&#8220;</a> </em>von Lillian R. Klein. Ein Buch, das vor allem die literarische Struktur, und vornehmlich die Verwendung ironischer, humorvoller, sarkasstischer Stilmittel des Autors beschreibt. Weitestgehend hat die Autorin hilfreiche Hinweise, auch wenn meines Erachtens meine Figur zu sehr über gedeutet wird. Schließlich bin ich noch auf <em><a href="https://www.amazon.com/-/de/dp/0801027837/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3PEWSXOFZ1RX5&amp;keywords=story+as+torah&amp;qid=1661961482&amp;s=books&amp;sprefix=story+as+tora%2Cstripbooks-intl-ship%2C296&amp;sr=1-1">&#8222;Story as Torah: Reading the Old Testament Narrative Ethically&#8220;</a></em> von Gordon Wenham gestoßen. Dieses Buch widmet sich der Frage, wie man die weitestgehend neutral und sachlich geschilderten Begebenheiten im Buch Richter und im Buch Genesis ethisch deuten kann. Der Autor weist darauf hin, dass die Struktur dieser Bücher oft Hinweise für die Deutung solcher Ereignisse gibt. Dieses Werk ist äußerst lesenswert.</li>
</ul>
<p>Was habt ihr in euren Sommerferien gelesen?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/lesestapel-im-sommer-2022/14846">Lesestapel im Sommer 2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Das Gesetz und Evangelium recht zu unterscheiden, ist keines Menschen Kunst</title>
		<link>https://nimm-lies.de/das-gesetz-und-evangelium-recht-zu-unterscheiden-ist-keines-menschen-kunst/14376</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2021 21:15:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gefunden in Luthers Tischreden: 214. Das Gesetz und Evangelium recht zu unterscheiden, ist keines Menschen Kunst Kein Mensch lebt auf Erden, der das Evangelium und Gesetz recht zu unterscheiden weiß. Wir lassen es uns wohl dünken, wenn wir predigen hören, wir verstehens; aber es fehlt&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/das-gesetz-und-evangelium-recht-zu-unterscheiden-ist-keines-menschen-kunst/14376">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gefunden in Luthers Tischreden:</em></p>
<blockquote><p><strong>214. Das Gesetz und Evangelium recht zu unterscheiden, ist keines Menschen Kunst</strong></p>
<p>Kein Mensch lebt auf Erden, der das Evangelium und Gesetz recht zu unterscheiden weiß. Wir lassen es uns wohl dünken, wenn wir predigen hören, wir verstehens; aber es fehlt weit, allein der heilige Geist kann diese Kunst. Dem Menschen Christus hats auch gefehlt am Ölberge, so daß ihn ein Engel trösten mußte; der war doch ein Doktor vom Himmel, dennoch wurde er durch den Engel gestärkt. Ich hätte auch gemeint, ich könnte es, weil ich so lange und so so viel davon geschrieben habe; aber, wenn es ans Treffen geht, so sehe ich wohl, daß mirs weit, weit fehlt! So soll und muß allein Gott der heiligste Meister sein.</p>
<p><strong>212: Was Gesetz und Evangelium sei</strong></p>
<p>Das Gesetz ist das, was wir tun sollen; das Evangelium aber handelt von Gott, von dem, was Gott geben will. Das erste können wir nicht tun; das zweite können wir annehmen, und zwar mit dem Glauben. Aber siehe, wie die Menschen sind: das erste, was sie nicht tun können, wollen sie tun, und das zweite, was sie annehmen sollten, wollen sie nicht glauben usw.</p>
<p><strong>215.</strong></p>
<p>Diese zwei Lehren, Gesetz und Evangelium, sind hoch vonnöten, die muß man beieinander haben und wohl treiben, doch unterschiedlich und mit großer Bescheidenheit, sonst werden die Leute entweder vermessen oder verzweifeln, besonders wenn der Teufel aus dem Evangelium ein Gesetz macht. Darum beschreibt Mose diese beiden Lehren sehr fein und wohl durch einen oberen und unteren Mühlstein (5. Mose 24, 6). Der obere Stein poltert und stößt; dieser ist das Gesetz, aber er ist von Gott recht gehängt, daß er nur treibt. Der untere Stein aber ist still und ruht, das ist das Evangelium. Unser Herrgott hat den Oberstein fein gehängt, daß er nicht ganz zerreibe und zermalme, sondern hat an beide, an den oberen und an den unteren Stein, Gnade gehängt.</p></blockquote>
<p><em>[Aus: Martin Luther: Der neue Glaube. Martin Luther: Gesammelte Werke, S. 6292-6296</em><br />
<em>(vgl. Luther-W Bd. 9, S. 98-99) (c) Vandenhoeck und Ruprecht</em><br />
<em>http://www.digitale-bibliothek.de/band63.htm ]</em></p>
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		<title>Wenn es nach dem Willen des Wolfes geht, so ist das Lamm im Unrecht&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2020 15:53:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Fabeln]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Ein Wolf und Lämmlein kamen von ungefähr beide an einen Bach zu trinken. Der Wolf trank oben am Bach, das Lämmlein aber fern unten. Da der Wolf des Lämmleins gewahr ward, rief er zu ihm und sprach: Warum trübest du mir das Wasser, dass ich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wenn-es-nach-dem-willen-des-wolfes-geht-so-ist-das-lamm-im-unrecht/14159">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41TF0yahGNL._SX304_BO1,204,203,200_.jpg" width="176" height="286" />&#8222;Ein Wolf und Lämmlein kamen von ungefähr beide an einen Bach zu trinken. Der Wolf trank oben am Bach, das Lämmlein aber fern unten. Da der Wolf des Lämmleins gewahr ward, rief er zu ihm und sprach: Warum trübest du mir das Wasser, dass ich nicht trinken kann?&#8220; Das Lämmlein antwortet: &#8222;Wie kann ich dir das Wasser trüben, trinkst du doch über mir und möchtest es mir wohl trüben?&#8220; Der Wolf sprach: &#8222;Wie, fluchst du mir noch dazu?&#8220; Das Lämmlein antwortet: &#8222;Ich fluche nicht.&#8220; Der Wolf sprach: &#8222;Ja, dein Vater tat mir vor sechs Monden auch ein solch&#8217;s.&#8220; Das Lämmlein antwortet: &#8222;Bin ich doch dazumal nicht geboren gewest, wie soll ich es meinem Vater entgelten?&#8220; Der Wolf sprach: &#8222;So hast du mir aber meine Wiesen und Äcker abgenaget und verderbet.&#8220; Das Lämmlein antwortet: &#8222;Wie ist das möglich, habe ich doch (noch) gar keine Zähne?&#8220; &#8222;Ei&#8220;, sprach der Wolf, &#8222;und wenn du gleich viel ausreden und schwätzen kannst, will ich dennoch heute nicht ohne Fressen bleiben.&#8220; Und würget also das unschuldige Lämmlein und fraß es</p></blockquote>
<hr />
<p>Lehre: Der Welt Lauf ist: Wer fromm sein will, der muss leiden, sollt man eine Sache vom alten Zaun brechen. Denn Gewalt geht vor Recht. Wenn man dem Hunde zu willen (ist), so hat er das Leder gefressen. Wenn es nach dem Willen des Wolfes geht, so ist das Lamm im Unrecht&#8220;</p>
<p>Aus Martin Luthers Fabeln.</p>
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		<title>&#8222;Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2020 16:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Antinomer]]></category>
		<category><![CDATA[Antinomismus]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Gnade]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich ist es eine logische Schlussfolgerung von Luthers rigoroser Verteidigung von sola fide und sola gratia, dass man den Sinn des Gesetzes völlig in Frage stellt. So tat es auf jeden Fall auch Johannes Agricola, ein lutherischer Theologe, auf den Luther so viele Hoffnungen setzte, dass er ihn&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/alle-hoffen-dass-der-teufel-jenseits-des-meeres-ist-und-wir-gott-in-der-tasche-haben/14126">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://www.southwestern.edu/live/image/gid/129/width/611/height/903/37474_230.4_L977w_Martin_Luther_Wider_die_Antinomer.rev.1586965178.jpg" alt="Book as Artifact, Artifact as Book: Part Four • Southwestern University" width="245" height="362" />Eigentlich ist es eine logische Schlussfolgerung von Luthers rigoroser Verteidigung von <em>sola fide </em>und <em>sola gratia, </em>dass man den Sinn des Gesetzes völlig in Frage stellt. So tat es auf jeden Fall auch Johannes Agricola, ein lutherischer Theologe, auf den Luther so viele Hoffnungen setzte, dass er ihn in seinem Heim in Wittenberg ließ, und sich von ihm selbst für Predigten und Vorlesungen vertreten ließ. Agricola war nun der Ansicht, dass die Predigt des Gesetzes für Christen unnötig ist, da man nun im neuen Bund, nämlich im Bund der Gnade lebt. Entsprechend gehören <em>&#8222;</em><em>das Gesetz Gottes bzw. die Zehn Gebote aus der Kirche (&#8230;) verstoßen und in das Rathaus (&#8230;)verwiesen;&#8220;</em></p>
<p>Wie aber sollte die Predigt des Evangeliums ohne Gesetz möglich sein? <em>&#8222;Lieber Gott, kann man es denn nicht ertragen, dass die heilige Kirche sich als Sünderin erkennt, die an die Vergebung der Sünden glaubt und dazu im Vaterunser um die Vergebung der Sünden bittet? Woher weiß man aber, was Sünde ist, wenn es das Gesetz und das Gewissen nicht gibt? Und woher will man lernen, was Christus ist, was er getan hat für  uns, wenn wir nicht wissen sollen, was das Gesetz ist, das er für uns erfüllt hat, oder was Sünde ist, für die er an unserer Stelle genuggetan hat?&#8220; </em>Agricolas Vorschlag das Evangelium nur aus dem Trost der Tat Christi zu predigen, lehnt Luther entschieden ab.</p>
<p>Luther listet auf, wie wichtig das Gesetz für ein protestantisches Programm der Bildung und Erziehung eines Christen wichtig ist, auch verwurzelt im lutherischen Bekenntnis: <em>&#8222;Und es wundert mich sehr, wie man mir unterstellen kann, dass ich das Gesetz bzw. die Zehn Gebote verwerfen wollte, wo es doch von mir so viele Auslegungen der Zehn Gebote und nicht nur eine gibt, die man in unseren Kirchen auch täglich predigt und lehrt, ganz zu schweigen von der Confessio Augustana und der Apologie und unseren anderen Büchern.&#8220;</em></p>
<p>Luther hält in seiner Schrift vehement fest, dass er sowohl Gnade, wie das Gesetz erhalten nebeneinander und zusammen erhalten möchte:</p>
<p>Für Luther geht es dabei nicht um Details. Eine Ablehnung des Gesetzes wäre Grund genug für ein Schisma: &#8222;<em>Selbst wenn ich unterstelle, dass ich gelehrt oder gesagt hätte, man sollte das Gesetz nicht in der Kirche lehren – obwohl doch alle meine Schriften es anders zeigen und ich von Anfang an immer den Katechismus behandelt habe –, sollte man mir darum so stur anhängen? Oder sollte man nicht mir selbst widersprechen – da ich doch alle Zeit sehr anders gelehrt habe – und von mir selbst abfallen, wie ich es mit der Lehre des Papstes getan habe?&#8220;</em><span id="more-14126"></span></p>
<p>Luthers Schrift, die als öffentlicher Brief verfasst wurde ist ein notwendiger Lückenschluss: Während im Mittelalter Gesetz und Gnade vermischt wurden, wollen die Antinomer dieses soweit trennen, dass das Gesetz keine Bedeutung mehr haben sollte. Für unsere Zeit, in der ein beachtlicher Teil des Alten Testaments durch das Prädikat <em>&#8222;das gehört zum alten Bund&#8220;</em> stummgeschaltet wird und eine Beschäftigung mit den zehn Geboten im besten Fall als altertümliches Klischee taugt, eine notwendige Schrift. Im Übrigen muss man sich aber bedenken, dass weder Luther noch offensichtlich Agricola sich einen Gedanken vorstellen könnten, der heute so weit verbreitet ist, dass selbst das Evangelium eigentlich nichts mehr nur für den Christen, sondern etwas für den ist, der es nötig hat sich zu bekehren. Vielleicht anders ausgedrückt: Gerade der Christ hat Buße nötig ist Luthers Botschaft. Es ist eine Herausforderung beides, Gesetz und Evangelium im Blick und vor allem in Waage zu halten.</p>
<p><em>&#8222;Nun hätte ich wohl vergessen können, was ich dabei an Schmerz empfunden habe, wenn ich in der Hoffnung hätte Ruhe finden können, dass ich mit einer solchen Disputation hinreichend Stellung bezogen und gewarnt habe.&#8220;</em> &#8211; schreibt Luther und es wird deutlich, dass Luther diesen Konflikt sehr persönlich nimmt (z.B.:&#8220;<em>Und doch haben sie all dies hinter meinem Rücken, ohne mein Wissen und gegen meinen Willen vorgegaukelt&#8220;</em>).</p>
<p>So weicht er auch im zweiten Teil seines Briefes zunehmend auf andere Themen über, der zwar die Qualität dieser Schrift im Bezug auf das Thema mindert, dadurch aber vor allem rückblickend interessante Einblicke in Luthers Verständnis zu unterschiedlichen Themen, z.B. findet sich diese ungewöhnlich vielschichte Bewertung seiner Zeit und seines Werks:<em> &#8222;Ich wollte, dass ich mit meinen Büchern nicht gekommen wäre, ich würde mich auch nicht darum kümmern, würde es ertragen, wenn sie alle schon vergessen wären und die Schriften dieser hohen Geister in allen Buchläden zum Verkauf stünden, wie sie das gern wollten, damit sie ja genug von der so erstrebenswerten Ehre abbekommen. Aber ich darf mich auch nicht für höher halten als unseren lieben Hausherrn Jesus Christus, der auch immer wieder klagt: Umsonst habe ich gearbeitet, und meine Mühe ist verloren. Aber der Teufel ist Herr der Welt. Ich hätte selbst nie glauben mögen, dass der Teufel der Herr und Gott der Welt ist, bis ich nun nachdrücklich erfahren habe, dass dies auch ein Glaubensartikel ist: Princeps mundi, Deus huius seculi – Fürst der Welt, der Gott dieses Zeitalters. Das bleibt aber gottlob bei den Menschenkindern ohne Glauben, und ich selbst glaube es auch nur schwach, denn jedem gefällt seine eigene Melodie gut. <strong>Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben</strong>.&#8220;</em></p>
<hr />
<p>Alle Zitate aus: <em>Luther, M. (1539). GEGEN DIE ANTINOMER. In J. Schilling, A. Beutel, D. Korsch, N. Slenczka, &amp; H. Zschoch (Hrsg.), N. Slenczka (Übers.), Glaube und Leben: Heutiges Deutsch (Bd. 1). Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt.</em></p>
<p>Eine altdeutsche Fassung der Schrift findet sich auf <a href="https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:b:luther-brief_wider_die_antinomer">glaubensstimme.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/alle-hoffen-dass-der-teufel-jenseits-des-meeres-ist-und-wir-gott-in-der-tasche-haben/14126">&#8222;Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Deutschsprachige Beiträge zu den goldenen Honigtöpfen</title>
		<link>https://nimm-lies.de/deutsche-beitraege-zu-den-goldenen-honigtoepfen/13972</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2020 19:04:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blognews]]></category>
		<category><![CDATA[Hörbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Hanniel Strebel]]></category>
		<category><![CDATA[Heidelberger Katechismus]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielleicht kennt jemand meinen Beitrag über die goldenen Honigtöpfe. Darunter verstehe ich Material, dass hilft die Bibel besser zu verstehen und den Willen Gottes zu erkennen. Predigten, Beiträge, Bücher, Zeitschriften die auf Christus hinweisen und die Ehre Gottes hochschätzen. Es gibt eine wunderbare Menge davon!&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/deutsche-beitraege-zu-den-goldenen-honigtoepfen/13972">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/deutsche-beitraege-zu-den-goldenen-honigtoepfen/13972">Deutschsprachige Beiträge zu den goldenen Honigtöpfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht kennt jemand meinen Beitrag über die <a href="https://www.glaubend.de/goldene-honigtoepfe/">goldenen Honigtöpfe.</a> Darunter verstehe ich Material, dass hilft die Bibel besser zu verstehen und den Willen Gottes zu erkennen. Predigten, Beiträge, Bücher, Zeitschriften die auf Christus hinweisen und die Ehre Gottes hochschätzen. Es gibt eine wunderbare Menge davon! Welch Segen!</p>
<p>Zunehmend versuche ich daran zu arbeiten, solches Material auch auf Deutsch zugänglich zu machen und auch zu verbreiten.  Entsprechend möchte ich heute auf drei deutschsprachige Podcasts hinweisen.</p>
<h1>Kommentar zum Heidelberger Katechismus von Hanniel Strebel</h1>
<p><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://store.glaubend.de/wp-content/uploads/2020/06/logo-1024x1024.png" width="709" height="709" />Ich bin dankbar dafür, dass ich Hanniel überzeugen konnte, seine wertvollen Beiträge auch in das Podcast-Format zu bringen.  Ich meine: Wer nutzt schon Soundcloud? Ich habe mir ehrlich gesagt  nur aus Liebe zu Hanniel dafür einen Zugang beschafft <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> .</p>
<p>Neuerdings gibt es jetzt Hanniels Kommentar zum Heidelberger Katechismus auch als Podcast!</p>
<p>Höre unter:</p>
<ul>
<li><a href="https://open.spotify.com/show/39DpqzxXQtdLy8wEhRJYMe?si=B40TRL7CS3S-GEThzw8bmg">Spotify</a></li>
<li><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/kommentar-zum-heidelberger-katechismus/id1516897688">iTunes</a></li>
<li><a href="https://www.google.com/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9zdG9yZS5nbGF1YmVuZC5kZS9pbmRleC5waHAvZmVlZC9wb2RjYXN0Lw">Google Podcast</a></li>
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<p>Warum sollte man gerade diesen Podcast hören? Jeder, der alleine oder in Gruppe den Heidelberger Katechismus durcharbeitet findet hier zahlreiche Hinweise, historische Hintergründe und praktische Anwendungen.</p>
<p>Wenn Gott Gnade schenkt werden in wenigen Tagen auch die Vogelflüge Hanniels auf diese Weise zugänglich sein.</p>
<h1>Aufbau eines Luther-Lesebuchs</h1>
<p><img decoding="async" src="https://www.glaubend.de/wp-content/uploads/2020/06/vorlage_podcast_1500-1024x1024.png" />Ich bin Manuel Klem zu Dank verpflichtet für das freundliche Angebot, meine Zitate-Zusammenstellungen von Martin Luther zu vertonen. In Zukunft ist geplant Audio und Text gleichzeitig zu veröffentlichen.</p>
<p>Höre unter:</p>
<ul>
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</ul>
<p><span id="more-13972"></span></p>
<h1>Eigene Audio-Beiträge</h1>
<p>Weit entfernt davon, meine eigenen Beiträge als goldene Honigtöpfe zu bezeichnen, ist es doch meine Absicht Gottes Wort möglichst zuverlässig an meine Nächsten weiterzugeben. Gerade seit Ausbruch von Corona habe ich mich mit dem Buch Richter auseinandergesetzt. Sporadisch darf ich in meiner Ortsgemeinde als Laienprediger tätig sein. Diese Beiträge sammele ich ebenfalls in einem Podcast.</p>
<p>Höre unter:</p>
<ul>
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</ul>
<h1>Unterstützung immer noch gesucht</h1>
<p>Vielleicht habe ich dir auch Lust gemacht ein &#8222;Gold-Miner&#8220; zu werden. Falls du Lust hast, mich bei der Entdeckung und Verbreitung der goldenen Honigtöpfe zu unterstützen, melde dich bei mir. Ich könnte jede Hilfe gebrauchen! Beachte auch diesen <a href="http://biblipedia.de/2020/05/25/unterstuetzung-gesucht/">Artikel</a>. Ich bin so froh über jeden, der sich gemeldet hat und wir konnten in wenigen Wochen eine gute Anzahl guter und hilfreicher<a href="https://www.glaubend.de/downloads-2/"> Artikel übersetzen und veröffentlichen. </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/deutsche-beitraege-zu-den-goldenen-honigtoepfen/13972">Deutschsprachige Beiträge zu den goldenen Honigtöpfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Die höchste Gnade Gottes ist es, wenn in der Ehe die Liebe dauernd blüht&#8230;&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/die-hoechste-gnade-gottes-ist-es-wenn-in-der-ehe-die-liebe-dauernd-blueht/13948</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 11:08:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehe/Familie/Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lyndal Roper stellt in ihrer Biographie über Martin Luther schlüssig dar, mit welcher Leichtigkeit Luther ein tausend Jahre altes Verständnis über Ehe und vor allem über Sexualität zur Seite wischte. Liest man seine zahlreichen Aussagen über die Ehe, wird schnell deutlich, dass Luther deswegen derart&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/die-hoechste-gnade-gottes-ist-es-wenn-in-der-ehe-die-liebe-dauernd-blueht/13948">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/die-hoechste-gnade-gottes-ist-es-wenn-in-der-ehe-die-liebe-dauernd-blueht/13948">&#8222;Die höchste Gnade Gottes ist es, wenn in der Ehe die Liebe dauernd blüht&#8230;&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://www.art-prints-on-demand.com/kunst/ernst_hildebrandt/martin_luther_im_kreise.jpg" /></p>
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/und-s/13692">Lyndal Roper stellt in ihrer Biographie über Martin Luther</a> schlüssig dar, mit welcher Leichtigkeit Luther ein tausend Jahre altes Verständnis über Ehe und vor allem über Sexualität zur Seite wischte. Liest man seine zahlreichen Aussagen über die Ehe, wird schnell deutlich, dass Luther deswegen derart revolutionär, faszinierend fortschrittlich und mutig anti-kulturell ist, dabei aber praktisch und in sich schlüssig bleibt, weil er beharrlich und immer wieder zum Wort Gottes zurückkehrt.  Im Folgenden eine kleine Auswahl; die Quellennachweise habe ich dabei gesondert gesammelt(<a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/quellennachweise.pdf">download</a>).</p>
<p>Zum Aufwärmen einige Aussagen aus den Tischreden:</p>
<p><em>&#8222;Es ist sehr gut, daß Gott nicht will, daß die Ehe zerrissen werde, denn sonst würde sie zugrunde gehen und aufhören, die Sorge für die Kinder würde in Gefahr geraten und der Hausstand würde fallen, und danach würde auch das Weltregiment und die Religion vernachlässigt werden. <strong>Es ist aber die Ehe die Grundlage des Hauswesens, der öffentlichen Ordnung, der Religion.</strong>&#8220; [1]</em></p>
<p><em>&#8222;Über die Ehe, diese ehrwürdige und göttliche Stiftung, sagte er (Luther) vieles Ausgezeichnete: daß sie nach dem Gottesdienst um vieler Ursachen willen der wichtigste Stand sei, aber die Menschen, das Vieh auf dem Felde und die Hefe dieser Welt fliehen sie um der (damit verbundenen) persönlichen Unbequemlichkeit willen. Sie wollen dem Regen entlaufen und fallen dabei ins Wasser. <strong>Deshalb muß man es im Namen des Herrn wagen und das Kreuz auf sich nehmen.</strong> Man muß die Ordnung Gottes beachten, wegen der Aufgabe, Kinder zu zeugen. Wenn es diesen Grund nicht gäbe, so sollten wir doch bedenken, daß sie ein Mittel gegen die Sünde ist.&#8220; [2]</em></p>
<p>Eine kurze Anmerkung dazu: Mit &#8222;Sünde&#8220; meint Luther an dieser Stelle den Geschlechtsverkehr.</p>
<p><em>Am Tage nach Neujahr schrie das Kind des Doktor Martinus so sehr, daß es sich von niemandem zur Ruhe bringen ließ. Da saß der Herr Doktor eine ganze Stunde traurig mit seiner Frau. Dann sagte er: Das sind die Nöte der Ehe, um derentwillen sich jeder vor der Ehe scheut. Wir fürchten uns alle vor dem Eigensinn der Frauen, vor dem Geschrei der Kinder, vor den Sorgen und vor schlechten Nachbarn. Deshalb wollen wir gern frei sein und nicht gebunden. Wir wollen freie Herren bleiben und gehen (lieber) zu einer Dirne. Außerdem haben die Väter auch nichts Bemerkenswertes über die Ehe geschrieben. [3]</em></p>
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/die-hoechste-gnade-gottes-ist-es-wenn-in-der-ehe-die-liebe-dauernd-blueht/13948/martinluther_1" rel="attachment wp-att-13960"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13960" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1.png" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1.png 1920w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1-300x169.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1-1024x576.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1-768x432.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1-1536x864.png 1536w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_1-1320x743.png 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a></p>
<p><em><strong>&#8222;Die höchste Gnade Gottes ist es, wenn in der Ehe die Liebe dauernd blüht.</strong> Die erste Liebe ist feurig, eine trunkene Liebe, mit der wir geblendet werden und wie die Trunkenen hinangehen. Wenn wir die Trunkenheit ausgeschlafen haben, dann bleibt in den Frommen die echte Eheliebe, die Gottlosen aber haben die Reue.&#8220; [4]</em><span id="more-13948"></span></p>
<p><em>&#8222;Daß die Ehe eine Ehe, die Hand eine Hand und Reichtum Reichtum ist, das begreifen alle Menschen und glauben es. Aber zu glauben, daß die Ehe von Gott gestiftet, daß die Hand eine Hand ist durch die Schöpfung Gottes, und daß die Nahrung, die ich genieße und alles andere zu meinem Gebrauch mir von Gott gegeben und Gottes Schöpfung ist – das zu glauben ist nicht ein Werk der Menschen sondern Gottes an den Menschen.&#8220; [31]</em></p>
<p>Auch über seine eigene Ehe berichtet Luther gerne und regelmäßig. So schreibt er über seine ersten Ehejahre:</p>
<p><em>&#8222;Das erste Jahr der Ehe macht einem seltsame Gedanken. Denn wenn er am Tische sitzt, denkt er: Vorher war ich allein, nun bin ich zu zweit. Wenn er im Bette erwacht, sieht er ein Paar Zöpfe neben sich liegen, welche er früher nicht sah. Ebenso verursachen die Frauen ihren Männern, wenn diese auch noch so sehr beschäftigt sind, viele unnötige Störungen. So fragte meine Katharina mich zuerst, da sie bei mir saß, als ich ernstlich studierte und sie spann: Herr Doktor, ist der Hochmeister (des Deutschen Ritterordens) des Markgrafen (Albrecht) Bruder?&#8220; [5]</em></p>
<p>An einer anderen Stelle berichtet er noch offenherziger:</p>
<p><em>&#8222;Luther sprach von seiner Heirat: Wenn ich vor vierzehn Jahren hätte heiraten wollen, dann hätte ich mir die Ave von Schönfeld, die jetzige Frau des Basilius Axt, ausgesucht. Die meine habe ich (damals) gar nicht geliebt; ich hatte sie immer in Verdacht, sie sei hochmütig. A<strong>ber Gott hat es so gewollt, daß ich mich der gänzlich Verlassenen erbarmte. Und durch Gottes Gnade schlug mir diese Ehe zum großen Glück aus. Ich habe eine treue Frau, wie Salomo (Spr. 31, 11) sagt: »Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen.« Sie verdirbt mirs nicht.</strong> Ach, lieber Herrgott, <strong>die Ehe ist</strong> nicht etwas Natürliches oder Naturbedingtes, sondern sie ist <strong>ein Geschenk Gottes</strong>. <strong>Sie ist ein überaus liebliches Leben, ja sie ist ganz und gar keusch und steht höher als jeder Zölibat.</strong> Wenns aber übel gerät, so ist es die Hölle. Obwohl die Frauen sich im allgemeinen sehr auf die Kunst verstehen, die Männer mit Weinen, Lügen und Reden zu betören und sie alles fein verdrehen können, trotzdem – wenn diese drei Stücke im Ehestand bleiben: Treue, Kindersegen und göttliche Stiftung – dann ist der Ehestand reich gesegnet. Ach, wie sehnte ich mich in Schmalkalden, als ich auf den Tod krank lag, nach den Meinen! Ich dachte schon, ich würde Frau und Kinder nie wiedersehen. Wie schmerzlich war mir diese Trennung! Jetzt glaube ich gern, daß auch die Sterbenden solche natürlichen Neigungen empfinden. Aber nachdem ich nun wieder gesund geworden bin, liebe ich meine Frau und die Kinder nur um so mehr. Niemand ist so geistlich, daß er solche natürliche Liebe nicht fühlte. Denn das Bündnis zwischen einem Mann und einer Frau ist eine große Sache, sie beruht nämlich auf dem Naturgesetz und auf der göttlichen Ordnung und Einsetzung.&#8220; [6]</em></p>
<p>Frisch aus der Wartburg zurückkehrend und noch ganz Mönch veröffentlicht Luther 1522 ein kurzes Werk über  &#8222;das eheliche Leben&#8220;. Ich habe es mit Genuß gelesen. In aller Kürze entwickelt Luther ein evangelisches Verständnis der Ehe. Er erkennt auch in diesem Thema das Spaltungspotential zu Rom:</p>
<p><em>&#8222;Mir graut und ich predige nicht gern vom ehelichen Leben, deshalb, weil ich befürchte: wo ichs einmal recht anrühre, wirds mir und andern viel zu schaffen geben. Denn der Jammer ist durch das päpstliche verdammte Gesetz so schändlich verwirrt, dazu haben sich durch das nachlässige Regiment des geistlichen wie des weltlichen Schwerts so viel greuliche Mißbräuche und irrige Fälle darin begeben, daß ich nicht gern drein sehe, noch gern davon höre. Aber angesichts der Not hilft kein Scheuen, ich muß hinan, die elenden, verwirrten Gewissen zu unterrichten und frisch dreingreifen. Ich teile diese Predigt in drei Teile.&#8220; [7]</em></p>
<p>Dabei war der Bruch mit Rom auch bei diesem Thema bereits initiiert worden. Denn 1520 verwarf Luther in der explosiven Schrift <em>&#8222;Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche&#8220;</em> das Sakramentalverständnis Roms:</p>
<p><em>&#8222;Weiter: weil die Ehe von Anfang der Welt bestanden hat und (selbst) bei den Ungläubigen noch bis zum Augenblick besteht, so gibt es keinen Grund dafür, daß die Ehe ein Sakrament des neuen Gesetzes und der Kirche allein genannt werden kann. Denn die Ehen der Väter waren nicht weniger heilig als unsere,und die Ehen der Ungläubigen sind nicht weniger echte Ehen als die der Gläubigen – und doch halten sie es bei denen (den Ungläubigen) nicht für ein Sakrament. Außerdem sind bei den Gläubigen auch gottlose Eheleute, die viel gottloser sind als die Heiden selbst. Warum soll denn hier die Ehe ein Sakrament genannt werden, aber nicht bei den Heiden?&#8220; [8]</em></p>
<p>Doch zurück zur Schrift &#8222;Vom ehelichen Leben&#8220;. Ich habe sie mit soviel Freude gelesen, dass ich mich kaum entscheiden konnte, welche Zitate ich wählen soll, so dass ich sie an dieser Stelle zahlreich einfüge. Die Schrift ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil geht Luther der Frage nach, &#8222;welche Personen miteinander die Ehe schließen können&#8220;:</p>
<p><em>&#8222;Aufs erste wollen wir sehen, welche Personen miteinander die Ehe schließen können. Und auf daß wir dazu einen passenden Eingang machen, nehmen wir uns den Spruch 1. Mose 1, 27 vor: »Gott schuf den Menschen, als Mann und Weib.« Auf Grund dieses Spruches sind wir sicher, daß Gott die Menschen in die zwei Teile geteilt hat: daß Mann und Weib oder ein Er und Sie sein soll. Und das hat ihm so gefallen, daß ers selbst ein gutes Schöpfungswerk nennt (1. Mose 1, 31). Darum wie Gott seinen Leib einem jeden von uns geschaffen hat, so muß er ihn haben, und es steht nicht in unserer Gewalt, daß ich mich zu einem Weibsbild oder du dich zu einem Mannsbilde machest, sondern wie er mich und dich gemacht hat, so sind wir: ich ein Mann, du ein Weib. Und solch gutes Schöpfungswerk will er geehrt und als sein göttlich Werk unverachtet (gehalten) haben, daß der Mann das Weibsbild1 nicht verachte noch verspotte, und umgekehrt (auch) das Weib den Mann nicht, sondern daß ein jeglicher des andern Bild und Leib als ein göttlich gut Werk ehre, das Gott selbst wohlgefällt.&#8220; [9]</em></p>
<p>Luthers Hinweis darauf, dass die Schöpfungsordnung mehr ist als einfach ein Gebot, empfinde ich als sehr treffend und hilfreich:</p>
<p><em><strong>&#8222;Denn dies Wort, da Gott spricht: »Seid fruchtbar und mehret euch«, ist nicht ein Gebot, sondern mehr als ein Gebot, nämlich ein göttlich Werk, das zu verhindern oder zu unterlassen nicht bei uns steht, sondern es ist ebenso notwendig, wie daß ich ein Mannsbild sei und notwendiger als Essen und Trinken, Reinigung des Leibes,Schlafen und Wachen.</strong> Es ist eine (dem Menschen) eingepflanzte Natur und Art ebensowohl wie die Gliedmaßen, die dazu gehören. Darum gleichwie Gott niemand gebietet, daß er Mann oder Weib sei, sondern es schafft, daß sie so sein müssen,ebenso gebietet er auch nicht, sich zu mehren, sondern schafft es, daß sie sich mehren müssen. Und wo man dem wehren will, da ists dennoch ungewehrt und geht doch durch Hurerei, Ehebruch und stumme Sünde seinen Weg, denn es ist Natur und nicht freies Ermessen hierin.&#8220; [10]</em></p>
<p>Luther erkennt drei Menschen an, die aus der Schöpfungsordnung ausgenommen werden.</p>
<p><em>&#8222;Aus dieser Schöpfungsordnung hat er dreierlei Menschen selbst ausgenommen: Matth. 19, 12, da er sagt: »Etliche enthalten sich der Ehe, weil sie von Geburt an zur Ehe unfähig sind; etliche enthalten sich, weil sie von Menschen zur Ehe untauglich gemacht sind; und etliche enthalten sich, weil sie um des Himmelreichs willen auf die Ehe verzichten.« Über diese drei (Gruppen) hinaus vermesse sich kein Mensch, ohne ehelich Gemahl zu sein. Und wer sich nicht in dieser drei (Gruppen) Zahl befindet, der denke nur auf das eheliche Leben, denn da wird nichts anderes draus, du bleibst nicht rechtschaffen, es ist unmöglich. Sondern das Wort Gottes, das dich geschaffen und gesagt hat: Sei fruchtbar und mehre dich, das bleibt und regiert in dir, und du kannst dich ihm mitnichten entziehen, oder du wirst greuliche Sünde ohne Aufhören tun müssen.&#8220; [11]</em></p>
<p>Damit ist für Luther die Ehelosigkeit als Entscheidung für einen Christenmenschen nur dann möglich, wenn er sich für das Reich Gottes weiht. Er führt aus:</p>
<p><em>&#8222;Ich will lieber am Himmelreich, das ist am Evangelium, schaffen und (die Zahl der) geistlichen Kinder mehren. Diese sind selten, und unter tausend Menschen ist nicht einer, denn sie sind Gottes besonderes Wunderwerk, dessen sich niemand unterwinden soll, Gott rufe ihn denn besonders wie Jeremia (Jer. 1, 5; 16, 2), oder er finde Gottes Gnade so mächtig in sich, daß jenes Wort Gottes »Seid fruchtbar und mehret euch« keine Stätte in ihm habe.&#8220; [12]</em></p>
<p>Künstlich oder Gewalttätig gegen den Sexualtrieb vorzugehen lehnt Luther ab:</p>
<p><em>&#8222;Das ist die (&#8230;)Weise, der Natur zu wehren, daß sie nicht sich same noch mehre, Gottes eingepflanztem Werk und Art entgegen, gerade als wäre es in unserer Hand und Macht, Jungfrauschaft zu haben wie Kleider und Schuhe. Aber wenn man mit eisernen Gittern und Schlössern Gottes Schöpfung und Wort wehren könnte, so hoffe ich, wir wollten auch so dicke und große eiserne Gitter davorsetzen, daß aus Weibern Männer würden oder aus Menschen Stein und Holz.&#8220; [13]</em></p>
<p>Luther bespricht in dieser kurzen Schrift auch drei Gründe, die eine Scheidung rechtfertigen. Dies stellt den zweiten Teil seiner Schrift dar:</p>
<p><em>&#8222;Drei Ursachen weiß ich, die Mann und Weib voneinander scheiden. Die erste, von der jetzt und oben geredet wird: wenn Mann oder Weib der Gliedmaßen oder der Natur halber untüchtig zur Ehe ist (wie das sein kann, davon ist genug geredet). Die zweite ist der Ehebruch. Von dieser Ursache haben die Päpste geschwiegen, darum müssen wir Christus Matth. 19, 3 ff. hören (&#8230;) (Anm.: An dieser Stelle bespricht Luther die genannte Stelle ausführlicher) (&#8230;) Die dritte Ursache (für eine Scheidung) ist, wenn sich eins dem andern selbst beraubt und entzieht, daß es die eheliche Pflicht nicht zahlen noch bei ihm sein will. Wie man wohl so ein halsstarrig Weib findet, das seinen Kopf aufsetzt, und sollte der Mann zehnmal in Unkeuschheit fallen, so fragt sie nicht danach.Hier ist es Zeit, daß der Mann sage: Willst du nicht, so will eine andere, will die Frau nicht, so komme die Magd. Aber doch so, daß der Mann es ihr zuvor zwei- oder dreimal sage und sie warne und es vor andere Leute kommen lasse, daß man öffentlich ihre Halsstarrigkeit wisse und vor der Gemeinde strafe. Will sie dann nicht, so laß sie von dir und laß dir eine Esther geben und die Vasthi fahren, wie der König Ahasveros tat (Esth. 1, 12 ff.).&#8220; [14]</em></p>
<p>Für das konservative evangelikale Verständnis, dass nach einer Scheidung eine Wiederheirat ausschließt, hätte Luther diese Erklärung:</p>
<p><em>&#8220; Darum hat Gott im Gesetz geboten, die Ehebrecher zu steinigen, daß sie dieser Frage nicht bedürften. So soll auch (heute) noch das weltliche Schwert und die Obrigkeit die Ehebrecher töten. Denn wer seine Ehe bricht, der hat sich schon selbst geschieden und ist für einen toten Menschen zu achten. Darum kann sich das andere wieder verheiraten, gleich als wäre ihm sein Gemahl gestorben, wo er nach dem Recht verfahren und ihm nicht Gnade erzeigen will. Wo aber die Obrigkeit säumig und lässig ist und nicht tötet, mag sich der Ehebrecher in ein anderes fernes Land fortmachen und daselbst freien, wo er sich nicht enthalten kann, aber es wäre besser: Tot, tot mit ihm, um das böse Beispiel zu meiden.&#8220; [15]</em></p>
<p>Man mag diesen Ton als schockierend empfinden, dennoch ist Luther korrekt in der Einschätzung, dass das Alte Testament da sehr deutlich ist, indem es Mord und Ehebruch gleichermaßen als Kapitalverbrechen einstufft. Luther wird sogar noch deutlicher:</p>
<p><em>&#8222;Wird dies aber jemand anfechten und wird er sagen: damit wird allen bösen Männern und Weibern Luft und Raum gegeben, voneinander wegzulaufen und sich in fremdem Land wieder zu verheiraten. Antwort: was kann ich dafür? Es ist der Obrigkeit Schuld, warum tötet man die Ehebrecher nicht? Dann brauchte ich einen solchen Rat nicht zu geben. Es ist ja unter zwei bösen (Dingen) eins besser, nämlich daß nicht Hurerei geschehe, als einen Ehebrecher sich in andern Ländern wieder verheiraten und meinen lassen, er sei auch vor Gott sicher, weil ihm sein Leben gelassen wird und er sich doch nicht enthalten kann. Laufen aber nach diesem Beispiel auch andere voneinander, so lasse sie laufen, sie haben nicht Ursache wie dieser, denn sie werden nicht vertrieben noch gezwungen. Gott und ihr Gewissen wird sie zu seiner Zeit finden, wer kann aller Bosheit wehren?&#8220; [16]</em></p>
<p>Neben den drei genannten Anlässen für eine Scheidung, diskutiert Luther auch die Möglichkeit, dass eine Trennung für die Partner gelegentlich eine sinnvolle Maßnahme sein könnte. Offensichtlich hat er hier Gewaltsituationen im Blick:</p>
<p><em>&#8222;Über diese drei Ursachen ist noch eine, die Mann und Weib voneinander scheiden läßt, aber doch so, daß beide hinfort ohne Ehe bleiben oder sich wieder versöhnen müssen. Die ist, wenn Mann und Weib sich nicht wegen der ehelichen Pflicht, sondern um anderer Sachen willen nicht vertragen. Davon spricht Paulus 1. Kor. 7, 10 f.; »Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß die Frau sich nicht scheide von dem Manne, hat sie sich aber geschieden, soll sie ohne Ehe bleiben oder sich mit dem Manne versöhnen, und daß der Mann die Frau nicht von sich schicke.« Über solche Weiber klagt auch Salomo viel Pred. 7, 27 ff. und sagt, er habe ein Weib gefunden, das sei bitterer als der Tod. Ebenso findet man (aber) auch manchen wüsten, wilden, unerträglichen Mann.</em><br />
<em>Nun wenn hier eins von christlicher Stärke wäre und trüge des andern Bosheit, das wäre wohl ein fein seliges Kreuz und ein richtiger Weg zum Himmel. Denn ein solch Gemahl erfüllt wohl eines Teufels Amt und fegt den Menschen rein, der es anerkennen und tragen kann. Kann ers aber nicht, so laß er sich lieber scheiden, ehe er denn Ärgeres tut, und bleibe ohne Ehe sein Leben lang. Daß er aber sagen wollte, es sei nicht seine Schuld, sondern die des andern und er wollte ein ander ehelich Gemahl nehmen, das gilt nicht, denn er ist schuldig, Übel zu leiden, oder sich allein durch Gott vom Kreuz nehmen zu lassen, weil die Ehepflicht nicht versagt wird. Es gilt hier das Sprichwort: Wer das Feuer haben will, muß den Rauch auch leiden.&#8220;</em> [18]</p>
<p><em>&#8222;Wie denn, wenn jemand ein krank Gemahl hat, das ihm zur ehelichen Pflicht unbrauchbar geworden ist, darf der nicht ein anderes nehmen? Beileibe nicht, sondern er diene Gott in dem Kranken und warte sein, denke, daß dir Gott an ihm etwas in dein Haus9 geschickt hat, womit du den Himmel erwerben sollst. Selig und aber selig bist du, wenn du solche Gabe und Gnade erkennst und deinem Gemahl so um Gottes willen dienst. Sagst du aber: ja, ich kann mich nicht enthalten? Da lügst du! Wirst du mit Ernst deinem kranken Gemahl dienen und anerkennen, daß dirs Gott zugesandt hat, und ihm (dafür) danken, so laß ihn sorgen: gewiß wird er dir Gnade geben, daß du nicht mehr tragen mußt als du kannst. Er ist viel zu treu dazu, daß er dich deines Gemahls so mit Krankheit berauben und dich nicht auch dafür aus des Fleisches Mutwillen herausnehmen sollte, sofern du deinem Kranken treulich dienst.&#8220; [19]</em></p>
<p>Im dritten Teil schließlich findet Luther offensichtlich nicht genug  Superlative um den Ehestand &#8222;aufs löblichste zu ehren&#8220; und zu verteidigen. Eine Auswahl:</p>
<p><em>&#8222;Dieweil aber dies Gebot so unmittelbar auf den Ehestand gerichtet ist und Ursache gibt davon zu reden, sollst du wohl fassen und merken: zum ersten, wie Gott diesen Stand so herrlich ehret und preiset damit, daß er ihn durch sein Gebot sowohl bestätigt und bewahret.&#8220;[17]</em></p>
<p><em>&#8222;Man findet auch noch täglich Eltern (die ihre Krankheit vergessen und des Mehls, wie die Maus, nun satt sind), die ihre Kinder vom ehelichen Stand zur Pfafferei und Nonnerei anhalten und anreizen, die Mühe und bösen Tage im ehelichen Leben vorgeben, und so ihre eigenen Kinder dem Teufel heimbringen, wie wir täglich sehen, und ihnen gute Tage dem Leibe nach, aber die Hölle an den Seelen verschaffen.&#8220; [20]</em></p>
<p><em>&#8222;1. Mose 2, 18 sagt: »Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei, ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.«<strong> Da siehst Du, daß er das Weib gut und eine Gehilfin nennt. Stellst Du es aber anders fest, so ist es bestimmt Deine Schuld, daß Du Gottes Wort und Werk nicht verstehst noch glaubst</strong>. Siehe, mit diesem Spruch Gottes stopft man allen das Maul, die über die Ehe klagen und schelten.&#8220; [21]</em></p>
<p><em><a href="https://www.nimm-lies.de/die-hoechste-gnade-gottes-ist-es-wenn-in-der-ehe-die-liebe-dauernd-blueht/13948/martinluther_2" rel="attachment wp-att-13959"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13959" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2.png" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2.png 1920w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2-300x169.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2-1024x576.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2-768x432.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2-1536x864.png 1536w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_2-1320x743.png 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a></em></p>
<p><em>&#8222;Die Welt sagt von der Ehe: Eine kurze Freude und eine lange Unlust. Aber laß sie sagen, was sie will: was Gott schafft und haben will, das muß ihr ein Spott sein. Was sie auch für Lust und Freud außerhalb der Ehe hat, meine ich, werde sie am besten im Gewissen gewahr. Es ist ein völlig&#8220;</em> [22]</p>
<p><em><strong>&#8222;Die sinds aber, die es erkennen, die fest glauben, daß Gott die Ehe selbst eingesetzt, Mann und Frau zusammengegeben, Kinderzeugen und -warten verordnet hat. Denn sie haben 1. Mose 1, 28 Gottes Wort darauf, so daß sie sicher sind, daß er nicht lügt. Deshalb sind sie auch sicher, daß ihm der Stand an sich mit allem seinem Wesen, seinen Werken und Leiden und was drinnen ist, gefällt. Nun sage mir: wie kann ein Herz größer Gut, Friede und Lust haben als in Gott, wenn es sicher ist, daß sein Stand, Wesen und Werk Gott gefällt?</strong> Siehe, das bedeutet: »ein Weib finden«. Viele haben Weiber, aber wenige »finden Weiber«. Warum? Sie sind blind, können nicht merken, daß es Gottes Werk ist und Gott wohlgefalle, was sie mit einer Frau leben und tun. Wenn sie das fänden, so würde ihnen keine Frau so häßlich, so böse, so unartig, so arm, so krank sein, daran sie nicht die Lust (ihres) Herzens fänden&#8220; [23]</em></p>
<p>So auch die folgende Aussage, die im heutigen Blick gerne als Antifeminismus Luthers gewertet wird, was weder der Schrift noch der Absicht der selben gerecht wird:</p>
<p><em>&#8222;<strong>So soll auch das Weib bei seinen Werken denken: wenn sie das Kind säugt, wiegt, badet und andere Werke mit ihm tut, und wenn sie sonst arbeitet und ihrem Mann hilft und gehorsam ist. Es sind alles lauter goldene, edle Werke.</strong> So soll man auch ein Weib in Kindesnöten trösten und stärken, nicht mit Legenden und andern närrischen Weiberwerken umgeben, sondern so zu ihr sprechen: Denke daran, liebe Greta, daß du ein Weib bist und Gott dies Werk an dir gefällt, getröste dich fröhlich seines Willens und laß ihm sein Recht an dir. Gib das Kind her und tue (das Deine) mit aller Macht dazu; stirbst du drüber, so fahr hin: wohl dir, denn du stirbst bestimmt bei einem edlen Werk und im Gehorsam Gottes.&#8220; [24] </em></p>
<p>Am Schluss hat Luther wie so oft sehr praktische Ratschläge parat:</p>
<p><em>&#8222;Deshalb (um diese Schrift) zu beschließen: Wer sich nicht zur Keuschheit geschickt findet, der tue beizeiten (etwas) dazu, daß er etwas schaffe und zu arbeiten habe, und wage es danach in Gottes Namen und greife zur Ehe (ein Jüngling aufs späteste, wenn er zwanzig, ein Mägdlein, wenn es gegen fünfzehn oder achtzehn Jahre alt ist, so sind sie noch gesund und geschickt) und lasse Gott sorgen, wie sie mit ihren Kindern ernährt werden. Gott macht Kinder, der wird sie auch wohl ernähren. Hebt er dich und sie nicht hoch auf Erden, so laß dir daran genügen, daß er dir eine christliche Ehe gegeben und dich hat erkennen lassen, daß er dich dort hoch erhebe, und sei ihm dankbar für solch seine Güter und Gaben. (&#8230;)Aber mit all diesem Preis des ehelichen Lebens will ich nicht der Natur zugegeben haben, daß dort keine Sünde sei, sondern ich sage, daß Fleisch und Blut, durch Adam verderbt, in Sünden empfangen und geboren wird, wie Ps. 51, 7 lautet, und daß keine Ehepflicht ohne Sünde geschieht. Aber Gott verschont sie aus Gnade deshalb, weil die eheliche Ordnung sein Werk ist, und behält auch mitten und durch die Sünde hindurch all das Gute, das er darein gepflanzt und gesegnet hat. &#8220; [25]</em></p>
<p>Das Thema Ehe kehrt für Luther noch einmal zurück als er das sechste (&#8222;du sollst nicht ehebrechen&#8220;) Gebot bespricht. Auch hier verteidigt er den Ehestand, auch mit dem Verweis darauf, dass das Gebot in besonderer Weise die Ehe schützt:</p>
<p><em>&#8222;<strong>Darum hat ihn auch Gott vor allen Ständen aufs reichlichste gesegnet, dazu alles, was in der Welt ist, darauf gewandt und ihm verliehen, daß dieser Stand ja wohl und reichlich versorget würde</strong>; so daß es kein Scherz noch Fürwitz, sondern treffliches Ding und göttlicher Ernst ist um das eheliche Leben. Denn es liegt ihm vor allem daran, daß man Leute aufziehe, die der Welt dienen und helfen zu Gottes Erkenntnis, seligem Leben und allen Tugenden, wider die Bosheit und den Teufel streiten. (&#8230;) Und es ist nicht allein äußerlich die Tat verboten, sondern auch alle Ursache, Reizung und Mittel dazu; so daß Herz, Mund und der ganze Leib keusch sei, keinen Raum, Hilfe noch Rat zur Unkeuschheit gebe, und nicht allein das, sondern auch wehre, schütze und rette, wo die Gefahr und Not ist, und umgekehrt helfe und rate, daß sein Nächster bei Ehren bleibe. Denn wo Du solches unterlässest, so Du es verhüten könntest, oder durch die Finger siehest, als gings Dich nicht an, bist Du eben sowohl schuldig wie der Täter selbst. <strong>Also ist, aufs kurze zu fassen, so viel gefordert, daß ein jeglicher für sich selbst keusch lebe und dem Nächsten auch dazu helfe; so daß Gott durch dies Gebot eines jeglichen ehelich Gemahl will geschützt und bewahret haben, daß sich niemand daran vergreife.</strong>&#8220; [26]</em></p>
<p>Nur wenige sind zur Ehelosigkeit berufen, wie Luther oft unterstreicht:</p>
<p><em>&#8222;Denn wo die Natur gehet, wie sie von Gott eingepflanzt ist, ist es nicht möglich, außerhalb der Ehe keusch zu bleiben; denn Fleisch und Blut bleibt Fleisch und Blut, und die natürliche Neigung und Reizung gehet ungewehret und unverhindert, wie jedermann siehet und fühlet. Deshalb, auf daß es desto leichter wäre, Unkeuschheit einigermaßen zu meiden, hat auch Gott den Ehestand befohlen, daß ein jeglicher sein ihm beschiedenes Teil habe und sich daran genügen lasse; wiewohl noch Gottes Gnade dazu gehöret, daß das Herz auch keusch sei.&#8220; [27]</em></p>
<p>Auch das klösterliche Leben wird einem dabei nicht gegen unkeusche Gedanken helfen:</p>
<p><em>&#8222;Und, in Kürze gesagt, ob sie gleich des Werks sich enthalten, so stecken sie doch im Herzen voll unkeuscher Gedanken und böser Lust, daß da ein ewiges Brennen und heimliches Leiden ist, welches man im ehelichen Leben umgehen kann. Darum ist durch dies Gebot aller unehelichen Keuschheit Gelübde verdammt und der Abschied gegeben, ja auch allen armen gefangenen Gewissen, die durch ihre Klöstergelübde betrogen sind, geboten, daß sie aus dem unkeuschen Stand ins eheliche Leben treten, in Anbetracht dessen, daß (ob sonst gleich das Klosterleben göttlich wäre) es doch nicht in ihrer Kraft stehet, Keuschheit zu halten, und sie, wo sie darin bleiben, nur mehr und weiter wider dies Gebot sündigen müssen.&#8220; [28]</em></p>
<p>Luthers Fazit in aller Kürze:</p>
<p><em>&#8222;Solches sage ich nun darum, daß man das junge Volk dazu anhalte, daß sie Lust zum Ehestand gewinnen und wissen, daß er ein seliger Stand und Gott gefällig ist.&#8220; [29]</em></p>
<p>Das man Ehelosigkeit als die heiligere Alternative zum Ehestand ausspielt, verwirft Luther erneut, als er die Schmalkaldischen Artikel 1537 veröffentlich. Auch in dieser Spätschrift bleibt ein polemischer Luther hitziger Verteidiger des Ehestandes:</p>
<p><em>&#8222;Daß sie die Ehe verboten und den göttlichen Stand der Priester mit dauernder Ehelosigkeit beschwert haben, dazu haben sie weder Fug noch Recht gehabt, sondern haben als die antichristlichen, tyrannischen, ruchlosen Buben gehandelt, und damit für allerlei erschreckliche, greuliche, unzählige Sünden der Unkeuschheit Ursache gegeben, worin sie denn noch (jetzt) stecken. So wenig nun uns oder ihnen Macht gegeben ist, aus einem Mann eine Frau oder aus einer Frau einen Mann zu machen69 oder den Unterschied zwischen beiden ganz aufzuheben, so wenig haben sie auch Macht gehabt, solche Ordnung Gottes70 zu scheiden oder zu verbieten, daß sie nicht ehrlich und ehelich beieinander wohnen sollten. Darum wollen wir in ihren leidigen Zölibat (Verbot der Priesterehe) nicht einwilligen und ihn auch nicht leiden, sondern die Ehe frei haben, wie sie Gott geordnet und gestiftet hat. Und wir wollen sein Werk nicht zerreißen noch hindern; denn Paulus sagt 1. Tim. 4, 1, es sei eine teuflische Lehre.&#8220; [30]</em></p>
<p>Insgesamt fällt auf, dass Luther nicht sonderlich zwischen Ehe und Familie unterscheidet. Das das oben zusammengefasste für Luther nicht bloße Theorie war, aber er dennoch als Kind der Zeit an den Umgebungsbedingungen gescheitert ist, wird vor allem deutlich, wenn man das Testament Luthers betrachtet, in dem Luther alles an seine Frau vermacht, die aber (gemäß der damals üblichen Gesetzsprechung) nach seinem Tod dennoch arm und mittellos wurde. Bereits 1542 hält Luther dieses fest. Er möchte unbedingt sicherstellen, dass seine Frau gut dasteht. Er blickt auf mögliche Schulden zurück und möchte Rechtssicherheit erreichen. Unter anderem schreibt er:</p>
<p><em>&#8222;Zum dritten und am allermeisten deshalb, weil ich will, sie müsse nicht den Kindern, sondern die Kinder sollen ihr in die Hände sehen, sie in Ehren halten und ihr unterworfen sein, wie Gott geboten hat. Denn ich habe wohl gesehen und erfahren, wie der Teufel gegen dies Gebot die Kinder durch böse und neidische Mäuler hetzet und reizet, wenn sie gleich fromm sind, besonders wenn die Mütter Witwen sind, und die Söhne Ehefrauen und die Töchter Ehemänner kriegen und umgekehrt (die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter, die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter usw.). <strong>Denn ich glaube, daß die Mutter ihren eigenen Kindern der beste Vormund sein und solch Gütlein und Leibgeding nicht zu der Kinder Schaden oder Nachteil, sondern zu ihrem Nutzen und Besserung brauchen werden, als die ihr Fleisch und Blut sind und die sie unter ihrem Herzen getragen hat. </strong>Auch bitt ich alle meine guten Freunde, wollten meiner lieben Käthe Zeugen sein und sie verteidigen helfen, wo etliche unnütze Mäuler sie beschweren oder verleumden wollten, als sollte sie etwa eine Barschaft beiseitegebracht haben, die sie den armen Kindern entwenden oder unterschlagen würde. Ich bin dessen Zeuge, daß kein Kapital da ist außer den Bechern und Kleinoden, droben im Leibgedinge aufgezählet. Und zwar kann solches bei jedermann das Nachrechnen öffentlich ergeben, weil man weiß, wieviel ich Einkommens von m. gnädigsten Herrn gehabt habe, und sonst habe ich nicht einen Heller noch Körnlein von jemand einzukommen gehabt, außer was Geschenk gewesen ist, welches droben unter den Kleinoden, zum Teil auch noch in der Schuld steckt und zu finden ist.&#8220; [32]</em></p>
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/die-hoechste-gnade-gottes-ist-es-wenn-in-der-ehe-die-liebe-dauernd-blueht/13948/martinluther_3" rel="attachment wp-att-13961"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-13961" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3.png" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3.png 1920w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3-300x169.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3-1024x576.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3-768x432.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3-1536x864.png 1536w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/martinluther_3-1320x743.png 1320w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a></p>
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		<title>&#8222;Deshalb könnt ihr kühn zum Vater treten und getrost bitten&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 10:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Gebet]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Luther]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Es gibt außerdem noch einiges andere, das anscheinend zu den Sakramenten gerechnet werden könnte, nämlich all das, dem eine Verheißung Gottes zuteil geworden ist: dazu gehören das Gebet, das Wort, das Kreuz. Denn Christus hat den Betenden an vielen Stellen (der Schrift) Erhörung zugesagt, besonders&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/deshalb-koennt-ihr-kuehn-zum-vater-treten-und-getrost-bitten/13893">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://internetmonk.com/wp-content/uploads/martin_luther_praying_before_meal1.jpg" />&#8222;Es gibt außerdem noch einiges andere, das anscheinend zu den Sakramenten gerechnet werden könnte, nämlich all das, dem eine Verheißung Gottes zuteil geworden ist: dazu gehören das Gebet, das Wort, das Kreuz. Denn Christus hat den Betenden an vielen Stellen (der Schrift) Erhörung zugesagt, besonders Luk. 11, 5 ff., wo er uns mit vielen Gleichnissen zum Beten einlädt.&#8220;</em>(Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche 1520).</p>
<p><strong>Warum</strong> sollen wir beten? Weil Gott es befohlen hat. So führt es Luther in seinem großen Katechismus in der Besprechung des Vater Unsers aus:</p>
<p><em>&#8222;Darum bitten wir und vermahnen aufs fleißigste jedermann, daß man solches zu Herzen nehme und auf keine Weise unsere Gebete verachte. Denn man hat bisher ins Teufels Namen so gelehret, daß niemand solches geachtet und gemeinet hat, es wäre genug, daß das Werk getan wäre, Gott erhörets oder höret es nicht. Das heißt das Gebet auf gut Glück versucht und ins Blaue hinein gemurret; darum ist es ein verlorenes Gebet. Denn wir lassen uns durch solche Gedanken beirren und abschrecken: ich bin nicht heilig noch würdig genug; wenn ich so fromm und heilig wäre wie Petrus oder Paulus, so wollte ich beten. Aber nur weit hinweg mit solchen Gedanken, denn eben das Gebot, das Paulus getroffen hat, das trifft mich auch, und um meinetwillen ist ebensowohl das zweite Gebot gegeben wie um seinetwillen, daß er kein besseres noch heiligeres Gebot zu rühmen hat. Darum sollst Du so sagen: mein Gebet, das ich tue, ist eben so köstlich, heilig und Gott gefällig wie das des Paulus und der Allerheiligsten. – Grund: ich will ihn gern der Person halber heiliger sein lassen, aber des Gebotes halber nicht, weil Gott das Gebet nicht der Person halber ansiehet, sondern seines Worts und Gehorsams halber.&#8220;</em> (Der Große Katechismus, 1529)</p>
<p>Auf die Frage <strong>wie</strong> wir beten sollen geht Luther in der &#8222;Deutschen Auslegung des Vaterunsers für die einfältigen Laien (1519)&#8220; ein:<span id="more-13893"></span></p>
<p><em>&#8222;Die Weise ist die: daß man wenig Worte mache, aber viel und tiefe Absicht oder Besinnung (damit verbinde). Je weniger Worte, desto besseres Gebet; je mehr Worte, desto schlechteres Gebet: wenig Worte und viel Sinn ist christlich, viele Worte und wenig Sinn ist heidnisch. Darum sagt er: ihr sollt nicht wie die Heiden viel reden, wenn ihr betet. Ebenso sprach er Joh. 4, 24 zu dem heidnischen Weiblein: »Wer Gott anbeten will, der muß in dem Geist und in der Wahrheit anbeten«. Denn solche Anbeter suchet der Vater. Nun, »in dem Geist beten« oder »geistlich beten«, ist so im Gegensatz zu dem leiblichen Gebet genannt, und »in der Wahrheit beten« im Gegensatz zu dem scheinbaren Gebet genannt. Denn das scheinbare und leibliche Gebet ist das äußerliche Murmeln und Plappern mit dem Munde ohne alle Aufmerksamkeit. Denn das scheinet vor den Leuten (etwas) und geschieht mit dem leiblichen Munde und nicht wahrhaftig.&#8220;</em> (Martin Luther: Deutsche Auslegung des Vaterunsers für die einfältigen Laien (1519))</p>
<p>Überhaupt ist das Thema Gebet für Luther so wichtig, dass er seinem Barbier das Werk <a href="https://www.nimm-lies.de/luther-eine-einfaeltige-weise-zu-beten-fuer-einen-guten-freund/11941"><em>&#8222;Eine einfältige Weise zu beten&#8220;</em></a> widmet. In diesem kleinen Buch erklärt er, wie er vorgeht, wenn er keine Lust zum Gebet hat:</p>
<div><em>&#8222;Erstens, wenn ich fühle, daß ich durch fremde Geschäfte oder Gedanken kalt und unlustig zu beten geworden bin, wie denn das Fleisch und der Teufel allezeit das Gebet wehren und hindern, so nehme ich mein Psälterlein, laufe in die Kammer, oder, wenn es der Tag und die Zeit ist, in die Kirche zur Gemeinde und fange an, die zehn Gebote, das Glaubensbekenntnis und, je nachdem ich Zeit habe, etliche Sprüche, des Paulus oder (der) Psalmen mündlich für mich selbst zu sprechen, ganz wie es die Kinder tun.&#8220;</em> (Eine einfältige Weise zu beten, für einen guten Freund (1535))</div>
<div></div>
<p>Aus dieser Selbsterkenntnis heraus ergibt sich die Wahl der Gegenmaßnahmen:</p>
<p><em>&#8222;Darum ists gut, daß man frühmorgens das Gebet das erste und des Abends das letzte Werk sein lasse, und sich mit Fleiß vor diesen falschen, betrügerischen Gedanken hüte, die da sagen: Warte ein wenig, in einer Stunde will ich beten, ich muß dies oder das zuvor fertig machen. Denn mit solchen Gedanken kommt man vom Gebet in die Geschäfte, die halten und umfangen einen dann, daß aus dem Gebet den Tag über nichts wird.&#8220; (ebd.)</em></p>
<p>Ausgehend von diesem Beten anhand des Bibeltextes ergibt sich ein &#8222;vierfaches Kränzlein&#8220;: <em>&#8222;Ich nehme nämlich ein jegliches Gebot an zum ersten als eine Lehre, wie es das ja wirklich an sich ist, und bedenke, was unser Herr Gott darin so ernstlich von mir fordert. Zum zweiten mache ich eine Danksagung draus, zum dritten eine Beichte, zum vierten ein Gebet&#8220;</em> Im Gebet entsteht also die Veränderung des Herzens, denn plötzlich ist unser kaltes Herz aufgewärmt: <em>&#8222;Wer geübt ist, kann hier wohl an einem Tag die Zehn Gebote, am anderen einen Psalm oder ein Kapitel aus der Schrift als solches Feuerzeug nehmen und in seinem Herzen damit ein Feuer anzünden.&#8220; (ebd.)</em></p>
<p>Als Martin Luther über Joh 16,23-30 gepredigt hat, besprach er das Thema Gebet auch in einer Predigt:<em> &#8222;Unser lieber Herr Jesus Christus vermahnt in diesem Evangelium herzlich zum Gebet. Denn das ist nach dem Predigtamt der höchste Gottesdienst bei den Christen, daß man bete. Solches lehrt der Herr hier seine Jünger und uns und sagt über die Maßen tröstlich, daß sie zu solchem Werk kühn und unerschrocken sein sollen. Denn, sagt er, ich brauche den Vater für euch nicht zu bitten. Ob ich schon für euch gebeten habe und noch bitte und beten werde am Kreuz und zur Rechten Gottes, da ich euch ohne Unterlaß und in Ewigkeit vertreten will, bedürft ihr doch meines Gebets für euch nicht, weil ihr den Vater selbst bitten könnt. Denn weil ihr mich liebt und an mich glaubt, so hat euch der Vater lieb und erhört euch um meinetwillen, wenn ihr selbst bittet. Deshalb könnt ihr kühn zum Vater treten und getrost bitten; ihr sollt auch nicht zweifeln, euer Gebet sei erhört.&#8220;</em></p>
<p><img decoding="async" src="https://popesprayerusa.net/wp-content/uploads/2016/07/Franz_von_Defregger_-_Grace_Before_Meal-760x595-690x540.jpg" /></p>
<p><strong>Da Gott das Gebet also so oft befiehlt, wird es auch gerne erhören.</strong> Das bestätigt Luther regelmäßig in seinen Tischreden:</p>
<p><em>&#8222;Alle, die Gott im Glauben mit Ernst von Herzen anrufen, werden erhört und empfangen, was sie begehrt haben, wenn auch nicht zur selben Stunde, Zeit, Maß oder eben das, darum sie bitten; doch kriegen sie viel ein Besseres und Herrlicheres, als sie haben hoffen dürfen. Wie Römer 8, 26 bezeugt: »Denn wir wissen nicht, was wir bitten«, sintemal wir nicht wissen, was oder wie es besser wäre. Wenn ich z.B. bete, daß Herzog Georg von Sachsen sterbe, und nicht erhört werde, daran soll ich mich nicht kehren, als sei mein Gebet vergebens und umsonst; denn es ist vielleicht besser, daß ein gottloser Fürst lebt, als wenn er gestorben, nach ihm sechs, sieben oder mehr gottlose Regenten an seiner Statt wären. Darum erhört Gott gewiß, die im Glauben bitten, obwohl nicht zur selben Stunde, noch auf die Weise und in der Sache, die sie vorschreiben; sondern wann und wie es ihm gefällt, und er weiß, daß es uns nütze ist. Deshalb sollen wir gewiß sein: Wenn es zur Heiligung seines Namens und zur Mehrung und Ehre seines Reiches, auch nach seinem Willen ist, so erhört er uns gewiß. Wenn wir aber entgegen diesen Stücken bitten, so werden wir nicht erhört, denn Gott tut nichts wider seinen Namen, Reich und Willen.&#8220;</em>(Tischrede Nr. 240)</p>
<p>Auch als Luther 1530 an seinen vierjährigen Hans einen Brief schreibt, ermahnt er diesen zum Gebet: <em>&#8222;Darum, lieber Sohn Hänschen, lerne und bete ja getrost, und sage es Lippus und Josten auch, daß sie auch lernen und beten, so werdet Ihr miteinander in den Garten kommen. Hiermit sei dem lieben Gott befohlen &#8222;</em></p>
<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://clv.de/out/pictures/generated/product/1/230_340_75/CLV_aus-der-tiefe-rufe-ich-herr-zu-dir_martin-luther_256328_1.jpg" alt="Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir " />Man kann Luthers Haltung zum Thema Gebet nicht betrachten, ohne darüber nachzudenken, wie er selbst gebetet hat. Das wird wohl am Besten<a href="https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:l:luther:g:gebet_luthers_auf_dem_reichstag_zu_worms"> in seinem Gebet vor dem Bekenntnis auf dem Reichstag in Worms</a> deutlich (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=4uXP_c1fM-k">als Audio hie</a>r):</p>
<p><em>&#8222;Allmächtiger, ewiger Gott! Wie ist es nur ein Ding um die Welt! Wie sperrt sie den Leuten die Mäuler auf! Wie klein und gering ist das Vertrauen der Menschen auf Gott! Wie ist das Fleisch so zart und schwach, und der Teufel so gewaltig und geschäftig durch seine Apostel und Weltweisen! Wie zieht sie so bald die Hand ab und schnurrt dahin, läuft die gemeine Bahn und den weiten Weg zur Hölle zu, da die Gottlosen hingehören; und siehet nur allein bloß an, was prächtig und gewaltig, groß und mächtig ist und ein Ansehen hat. Wenn ich auch meine Augen dahin wenden soll, so ist&#8217;s mit mir aus, die Glocke ist schon gegossen und das Urteil gefällt. Ach Gott! ach Gott! o du mein Gott! Du mein Gott, stehe du mir bei, wider alle Welt Vernunft und Weisheit. Tue du es; du mußt es tun, du allein. Ist es doch nicht meine, sondern deine Sache. Hab ich doch für meine Person allhie nichts zu schaffen und mit diesen großen Herrn der Welt zu tun. Wollt ich doch auch wohl gute geruhige Tage haben und unverworren sein. Aber dein ist die Sach, Herr, die gerecht und ewig ist. Stehe mir bei, du treuer, ewiger Gott! Ich verlasse mich auf keinen Menschen. Es ist umsonst und vergebens, es hinket alles, was fleischlich ist und nach Fleisch schmeckt. Gott, o Gott! Hörest du nicht, mein Gott? Bist du tot? Nein, du kannst nicht sterben, du verbirgst dich allein. Hast du mich dazu erwählet? Ich frage dich, wie ich es denn gewiß weiß; ei, so walt es Gott! denn ich mein Lebenlang nie wider solche große Herrn gedacht zu sein, habe mir es auch nie vorgenommen. Ei, Gott, so stehe mir bei in dem Namen deines lieben Sohns Jesu Christi, der mein Schutz und Schirm sein soll, ja, meine feste Burg, durch Kraft und Stärkung deines Heiligen Geistes. Herr, wo bleibest du? Du, mein Gott, wo bist du? Komm, komm, ich bin bereit, auch mein Leben darum zu lassen, geduldig, wie ein Lämmlein. Denn gerecht ist die Sache und dein; so will ich mich von dir nicht absondern ewiglich. Das sei beschlossen in deinem Namen. Die Welt muß mich über mein Gewissen wohl ungezwungen lassen, und wenn sie noch voller Teufel wäre, und sollte mein Leib, der doch zuvor deiner Hände Werk und Geschöpf ist, darüber zu Grund und Boden, ja zu Trümmern gehen; dafür mir aber dein Wort und Geist gut ist. Und ist auch nur um den Leib zu tun; die Seele ist dein und gehört dir zu, und bleibet auch bei dir ewig, Amen. Gott helf mir, Amen.&#8220;</em></p>
<p>Weitergehende Lektüre: <a href="https://clv.de/Buecher/Andachtsbuecher/Aus-der-Tiefe-rufe-ich-HERR-zu-dir.html">Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/deshalb-koennt-ihr-kuehn-zum-vater-treten-und-getrost-bitten/13893">&#8222;Deshalb könnt ihr kühn zum Vater treten und getrost bitten&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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