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	<title>Thielicke Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Helmut Thielicke: Zwischen Gott und Satan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 08:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Anfechtung]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Thielicke]]></category>
		<category><![CDATA[Thielicke]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Gott und Satan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Helmut Thielicke: &#8222;Zwischen Gott und Satan &#8211; Die Versuchung Jesu und die Versuchlichkeit des Menschen&#8220; Im Dritten Reich 1938 unter dem Titel &#8222;Jesus Christus am Scheidewege&#8220; erschienen. Auflage von 1946 141 Seiten. kostenfreier Download bei sermon-online.de Helmut Thielicke war für mich die Neuentdeckung des letzten&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/helmut-thielicke-zwischen-gtot-und-satan/18880">Weiterlesen</a></p>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="323" height="526" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/bild.png" alt="" class="wp-image-18881 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/bild.png 323w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/bild-184x300.png 184w" sizes="(max-width: 323px) 100vw, 323px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Helmut Thielicke: <strong>&#8222;Zwischen Gott und Satan</strong> &#8211; <em>Die Versuchung Jesu und die Versuchlichkeit des Menschen</em>&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dritten Reich 1938 unter dem Titel <em>&#8222;Jesus Christus am Scheidewege&#8220;</em> erschienen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auflage von 1946</p>



<p class="wp-block-paragraph">141 Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.sermon-online.com/de/contents/20671">kostenfreier Download bei sermon-online.de</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://nimm-lies.de/tag/helmut-thielicke">Helmut Thielicke</a> war für mich die Neuentdeckung des letzten Jahres. Das vorliegende Buch ist ein frühes Werk Thielickes, erschienen in einer Zeit zunehmender Bedrängnis für Christen im Dritten Reich. Thielicke konnte zu diesem Zeitpunkt bereits erahnen, dass er nicht mehr lange im Hochschuldienst würde bleiben können. Tatsächlich wurde er 1940 aus dem Hochschuldienst entfernt und kurz darauf mit einem umfassenden Lehr-, Schreib- und Reiseverbot belegt.</p>



<span id="more-18880"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgehend von der Versuchung Jesu, wie sie in Matthäus 4,1–11 geschildert wird, behandelt Thielicke zunächst grundsätzlich die Versuchlichkeit des Menschen und die Versuchung Jesu, um anschließend die drei Versuchungen einzeln und ausführlicher zu betrachten. Dabei verbindet er biblische Auslegung mit existenziellen Fragen. Es geht also nicht nur darum, <em>was damals in der Wüste geschah</em>, sondern darum, warum der Mensch gerade in Not und Mangel, im Streben nach Macht, im Zweifel und angesichts der scheinbaren Abwesenheit Gottes für Versuchungen besonders anfällig wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Thielicke dabei sehr gut gelingt, ist, die drei Versuchungen nicht als außergewöhnliche und letztlich lebensfremde Prüfungen zu betrachten, die eigentlich nur Jesus betreffen. Vielmehr zeigt er auf, wie zentral gerade diese Anfechtungen auch für uns bleiben:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Mach aus Steinen Brot.“</strong> Dahinter steht die Versuchung, das Verhältnis zu Gott daran zu messen, ob Gott unsere unmittelbaren Bedürfnisse befriedigt. Ist Gott wirklich mein Vater, wenn er mich hungern lässt, wenn er meine Not nicht beseitigt und meine Wünsche nicht erfüllt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Sprung von der Tempelzinne.</strong> Hier begegnet uns die Versuchung, Gott zum Beweis seiner Treue zu zwingen. Gott soll zeigen, dass er wirklich da ist und zu seinen Verheißungen steht. Der Glaube verlangt nach sichtbarer Bestätigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Reiche der Welt gegen Anbetung Satans.</strong> Hier soll das Gute durch die Mittel der Macht erreicht werden. Der Zweck scheint die Mittel zu heiligen. Gerade darin liegt eine besonders gefährliche Versuchung: Ein scheinbar gutes Ziel soll auf einem Weg erreicht werden, der den Gehorsam gegenüber Gott preisgibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum aller drei Versuchungen steht die Gottessohnschaft Jesu unter Beschuss: <strong>„Bist du Gottes Sohn, dann …“</strong> Gerade die Beziehung zum Vater wird zum Angriffspunkt. Darin liegt auch die besondere Aktualität dieser Versuchungen für Christen: Auch unsere Gewissheit, Kinder Gottes zu sein, bleibt von Anfechtung nicht verschont. Gerade dort setzen die Pfeile des Versuchers an: <em>Wenn du wirklich Gottes Kind bist, warum lässt Gott dann dieses oder jenes in deinem Leben zu?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin, dass Jesus uns auch in unserer Versuchlichkeit gleich geworden ist, die Versuchung aber in ihrer ausgeprägtesten Form durchlitten und überwunden hat, kann er uns zum Tröster und Begleiter in schwierigen und angefochtenen Zeiten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Zwischen Gott und Satan“</strong> ist ein relativ schmales, aber theologisch dichtes Buch über die Versuchung Jesu und darüber, was diese mit der Versuchlichkeit des Menschen zu tun hat. Das ist bei Thielicke durchaus positiv anzumerken, da er an anderer Stelle zu Weitschweifigkeit und gelegentlicher Unkonkretheit neigt. Hier dagegen konzentriert er sich auf einen überschaubaren biblischen Text und erschließt daraus Fragen, die weit über die Wüste von Judäa hinausreichen.</p>
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		<title>Thielicke über die Suche Gottes im Leiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 06:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[H. Thilicke]]></category>
		<category><![CDATA[Kummer]]></category>
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		<category><![CDATA[Sorgen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus &#8222;Wie die Welt begann&#8220; von Helmut Thielicke. S.11-12: &#8222;Aber auch dann, wenn der Knecht Gottes Hiob durch Katastrophen haus und Hof verliert, wenn ihm seine Kinder sterben und wenn Krankheit und Verzweiflung über ihn hereinbrechen, kann er das nicht mehr dumpf und passiv über&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/thielicke-ueber-die-suche-gottes-im-leiden/18090">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Aus &#8222;Wie die Welt begann&#8220; von Helmut Thielicke. S.11-12:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Aber auch dann, wenn der Knecht Gottes Hiob durch Katastrophen haus und Hof verliert, wenn ihm seine Kinder sterben und wenn Krankheit und Verzweiflung über ihn hereinbrechen, kann er das nicht mehr dumpf und passiv über sich ergehen lassen, so wie ein krankes Pferd einfach als stumme Kreatur leidet, sondern dann muss er auch das wieder sofort in eine Beziehung zu Gott bringen, muss er mit diesem Gott rechten, sich mit ihm auseinandersetzen und ihm die Frage entgegenschleudern: Warum lässt du das alles zu? ich habe dir immer treu gedient. Hast du denn gar kein Gefühl für Gerechtigkeit? Warum treibst du Schindluder mit mir?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch also, dass Hiob so alles, was er erlebt und erleidet, auf Gott beziehen muss, werden seine Leiden nur noch größer und abgründiger. Denn das Schlimmste sind für Hiob ja ar nicht seine juckenden Schwären, seine geschäftlichen Verluste und seine Familientragödie. Dagegen könnte vielleicht noch ein stoischer Gleichmut helfen. Das Aufwühlende und Quälende bei ihm kommt erst dadurch zustande, dass er Gott nicht mehr begreift, dass er irre an ihm wird und dadurch ins Leere und in die Sinnlosigkeit stürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist es doch auch bei uns: Alles, auch das Schlimmste in unserem Leben, können wir einigermaßen und mit einer gewissen Tapferkeit ertragen, wenn wir es &#8222;annehmen&#8220; können und einen Weg entdecken, um uns damit abzufinden. Aber es wird unerträglich und kann uns an den Rand des Wahnsinns bringen, wenn wir keinen Sinn mehr in dem finden, was wir leiden müssen, wenn wir damit hadern und uns die Frage überfällt.: Warum geschieht das gerade mir, warum werde ich von Pechsträhnen verfolgt, während andere, die keine Spur besser sind, immer wieder auf die Füße fallen und alles für sie genau richtig arrangiert ist? Krebs allein ist schon schlimm. Aber wer darüber hinaus noch mit der Frage fertig werden muss, warum Gott ihn zulässt, hat noch Schwereres zu tragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In solchen Lebenslagen, die jeder kennt, setzen wir uns im Grund mit Gott auseinander. Wer Gott einmal begegnet ist, kann gar nicht mehr anders, als sich ständig und in allen Situationen so mit ihm auseinanderzusetzen: Ihm einersets zu danken für viele Erfüllungen in sienem Lebrn; andererseits aber auch zu protestieren, wenn Gott zu versagen scheint; Ihn zu bitten, wenn wir Wünsche haben, aber ihn auch zu warnen, fall er sie nicht erfüllen sollte.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vgl. auch diese Einschätzung von Leid von <a href="https://www.glaubend.de/adelt-leiden-den-charakter-w-s-maughams-analyse-von-dostojewskis-verherrlichung-des-leidens/">W. Somerset Maugham.</a></p>
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