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	<title>Wilhelm Pahls Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Wilhelm Pahls Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 3/3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 16:10:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aussiedler]]></category>
		<category><![CDATA[DIE BRUDERHAND]]></category>
		<category><![CDATA[FTH]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in seine Gedan­ken über wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens, radi­kale Nach­folge und das enorme Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Tei­len. Nach dem ers­ten und zweiten Teil folgt nun der Schluss&#8230; Unter vielen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-33/1560">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-33/1560">Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 3/3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in seine Gedan­ken über <strong>wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens</strong>, <strong>radi­kale Nach­folge</strong> und das <strong>enorme Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion</strong>. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Tei­len.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Nach dem <a href="../?p=1544" target="_blank" rel="noopener">ers­ten</a> und <a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1553" target="_blank" rel="noopener">zweiten</a> Teil folgt nun der Schluss&#8230;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unter vielen Menschen ist Gleichgültigkeit festzustellen. Leider auch unter Christen. Wie kann dagegen vorgegangen werden?<br></strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img fetchpriority="high" decoding="async" width="257" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_-257x300.jpg" alt="" class="wp-image-1577" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_-257x300.jpg 257w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_.jpg 704w" sizes="(max-width: 257px) 100vw, 257px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wilhelm Pahls:</strong> Sicher nicht durch ständige Ermahnungen. Ermahnung ist ganz wichtig, aber laue Christen, besonders in der Jugendgruppe, brauchen vor allem brennende Vorbilder, die andere anspornen, ja regelrecht mitreißen. Interessant: Ich habe noch nie einen glücklichen Egoisten gesehen. Genau das ist aber das Problem der Lauen, darum sind sie in der Regel so unbefriedigt. Das Geheimnis des Glücks liegt in der Hingabe!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, es hängt auch damit zusammen dass viele nicht wissen, wozu sie eigentlich da sind. Lohnt sich der Einsatz, was kommt dabei heraus? Das hängt alles zusammen. Viele wissen nicht, wofür sie arbeiten. Sie wissen nicht, dass sich das lohnt. Und viele haben auch keine Retterliebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man geht davon aus, dass wir in Deutschland 3 % wiedergeborene Christen haben. Das bedeutet, dass wir hier in Düren bei 100 000 Einwohnern vielleicht 3 000 Bekehrte haben und 97 000 Unbekehrte. Die Unbekehrten kriegt alle der Teufel. Und Jesus bekommt nur&nbsp; &nbsp; 3 %. O, wenn man sich mal richtig Gedanken drüber macht. – Die Appelle, einzuladen, reichen nicht aus, weil unsere Leute gar nicht richtig sehen, was da abläuft. Es geht um die Ewigkeit.</p>



<span id="more-1560"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dann unsere jungen Leute anfangen zu rauchen, dann deshalb, weil sie denken, dass Nichtchristen mehr vom Leben haben. „Der darf das und ich darf das nicht.“ Aber dass sie sich damit kaputt machen, dass haben sie noch nicht begriffen. Ihr müsst Programme haben, die die Leute mitreissen und sie zu Mitarbeitern machen. Es gibt so viele Leute in der Gemeinde, die nichts zu tun haben. Unsere Leute sitzen zum Teil nur in der Bank und warten. „Was singen wir heute Abend?“ Es kommt alles von vorn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Sohn Daniel war jahrelang Jugendleiter. Dann ging er zur STH Basel, um zu studieren, danach kam er zurück und war dann 5 Jahre Mitarbeiter im Missionswerk DIE BRUDERHAND. Gleichzeitig war er wieder Jugendleiter und hat viel für die Jugend getan. Und als er dann ging, kam Mathias. Der hatte die FTH in Gießen besucht. Der eine ging weg und ein anderer übernahm dann seine Arbeit. Und das war gut, dass Daniel weg war. Wenn Mathias neben Daniel gearbeitet hätte, dann wäre er vielleicht gar nicht richtig hoch gekommen. Der hat gebetet und gearbeitet und er wurde bald ein sehr guter Jugendleiter. Und grade weil er so ein gutes Vorbild hatte, strengte er sich besonders an. Er wollte auch so gut werden. Und er hat es dann wirklich gut gemacht. Die jungen Leute müssen Aufgaben haben. Sie müssen herausgefordert werden. Sie müssen Erfolgserlebnisse haben. Sie müssen Gebetserhörungen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Gebet ist ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil eines Lebens mit Gott. Deshalb die Bitte an Sie, einige Ratschläge und Tipps zu nennen. Wie wird man ein Beter nach dem Herzen Gottes?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wilhelm Pahls:</strong> Gleich mal etwas zur Gebetshaltung. Ich meine, wenn man allein ist und nicht beobachtet wird, muss man mal herausfinden, in welcher Gebetshaltung hält man am besten länger durch und kann sich dabei am besten auf Jesus konzentrieren. Also wenn ich lange auf Knien bete, dann tun mir nach einer Zeit die Knie weh. Wenn ich eine Stunde im Stehen bete, dann lehne ich mich gerne an den Tisch. Ich wechsele gern mal die Körperhaltung. Mal knie ich, mal sitze ich, mal gehe ich beim Beten im zimmer auf und ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber irgendwann vor 30 Jahren habe ich „meine“ beste Gebetshaltung herausgefunden. Meine Gebetshaltung am Morgen sieht so aus: Ich sitze am frühen Morgen einfach im Badezimmer auf dem Fußboden, mit dem Rücken an der Heizung mit einem Kissen unterm Hintern. Ich lese Gottes Wort, dann nehme ich meinen Ringorder in dem meine wichtigsten Gebetsanliegen stehen und dann bete ich. Ich könnte den ganzen Tag so sitzen und beten, ohne dabei müde zu werden. Und da sieht mich ja keiner, nur Jesus. Das ist meine Gebetshaltung. Die ist für mich gut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber jetzt noch mal genau auf die Frage. Beten ist eigentlich ganz einfach. Andererseits ist es das Schwerste im Leben eines Christen. Mein Vorschlag: Einmal entscheiden, wie viel Zeit man dafür nehmen möchte. Sich für die Stille Zeit am Morgen entscheiden. Den Wecker dann früher stellen. Wenn der Wecker klingelt, unbedingt <strong>sofort</strong> aufstehen. Sich schnell frisch machen, anziehen und dann einige Minuten Bibel lesen und danach beten. Viel für andere beten. Wer das 3 Wochen ganz konsequent durchzieht, der hat sich daran gewöhnt und möchte nie mehr anders leben. Es wäre zu schön, wenn solche Beter dann auch für meinen Dienst beten würden. Meine Gebetsanliegen findet man auf meiner Homepage: <a href="http://www.wilhelm-pahls.de/">www.wilhelm-pahls.de</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine Empfehlung für alle: Unbedingt mein Buch „Lebt er noch? – Schlagt ihn tot!“ lesen! Es wird vielen einen mächtigen Schub nach vorn geben. Ein noch größerer Mutmacher ist wahrscheinlich der 2. Teil meiner Autobiografie „Mit Volldampf durch die Kontinente.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich zu Hause bin, also nicht zum Dienst unterwegs bin, habe ich meine gewohnten Regeln. Dazu gehört, dass ich zwei Minuten vor sechs aufstehe um die Nachrichten zu hören. Zwei Minuten vor sechs klingelt also mein Wecker. Der ist zuerst leise und wird immer lauter. Wenn der angeht, hör ich ihn sofort und schalte ihn schnell ab. Eine Hand geht zum Wecker und mit der anderen Hand schlage ich gleichzeitig die Bettdecke zurück. Und im nächsten Augenblick stehen meine Füße auf dem Fußboden vor dem Bett. Johanna schläft dann noch. Ich schleiche mich ins Badezimmer, inzwischen laufen die Nachrichten. Das, was ich da im Radio höre, brauche ich auch für mein Gebet. Während ich mich wasche und rasiere höre ich die weltlichen Informationen, dann lese ich die Bibelstellen aus dem Losungsbuch und dann setz ich mich auf den Fußboden mit dem Rücken an die Heizung. Da sitze ich da dann und bete. Zuerst danke ich, dann bitte ich für die verschiedene Anliegen und besonders für viele Menschen. Bis kurz vor sieben. Dann wecke ich meine Frau und gehe in die Küche und mache das Frühstück bereit. Wenn ich da das Frühstück vorbereite, ist es schon kurz nach sieben, dann kommt ja die Presseschau im Deutschlandfunk. Da kommen die wichtigsten Ausschnitte aus den deutschen Tageszeitungen. Wenn ich die gehört habe, weiß ich auch, was Frau Merkel grade will und was der oder der grade vorhat. Ich bin dann ziemlich gut informiert. Dafür braucht man kein Fernsehgerät. Ich bin so besser informiert als die Leute die 2 ½ Stunden vor dem Fernseher sitzen. – Dann kommt auch meine Frau und wir frühstücken gemeinsam. Danach nehme ich die Bibel aus dem Regal und wir lesen ein paar Kapitel. Ganz langsam. Aus dem Alten und aus dem Neuen Testament. Wenn wir gelesen haben gehen wir ins Wohnzimmer und beten im Wechsel eine Zeit lang. Das ist immer eine gesegnete Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da muss man schon aufpassen, welche Frau man wählt. Man muss, bevor man sich verliebt, die Sache mit klarem Kopf überdenken. Bevor man zusammen ausgeht, bevor man sich umarmt und womöglich sogar geküsst, sollte man bei sich einige Grundsatzentscheidungen treffen. Sonst entsteht schnell etwas und man kann dann kaum noch zurück. Oder man geht zurück und hinterlässt dann einen Scherbenhaufen. Man muss vorher die Sache richtig durchdenken und nach Gottes Willen fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also wenn ihr vier dass macht, was ich jetzt gesagt habe, wird das eure Jugendgruppe auf den Kopf stellen! Macht es doch! Ich muss noch etwas sagen, ihr seid ja junge Leute. Die Aussiedlergemeinden haben ein riesiges Potential. Es gibt viele Menschen mit wunderbaren Begabungen, es gibt auch viel Geld. Aber dieses Potential ist weithin gebunden. Das kommt irgendwie nicht richtig zum Einsatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fällt es euch nicht auf, egal welchen Evangelisten ihr einladet, dass ihr nur schwer an die 97 % rankommt? Ihr bleibt fast ausschließlich unter euch. Und wenn sich ein Hiesiger mal bekehrt, denn gibt es schwere Probleme bei der Integration. Weil die Kultur, die ihr aus Russland mitgebracht habt oder die sich zum Teil erst hier entwickelt hat, euch so sehr von der deutschen Kultur abhebt. Ich erlebe es ständig, dass Leute sagen: „Bei uns in Russland war das gar nicht so mit den ganzen Regeln. Darüber wurde gar nicht so viel geredet. Das fing hier erst so richtig an, um sich von den anderen abzusetzen.“ Wir müssen uns viel mehr von der bösen Welt absetzen, indem wir christliche Werte leben. Damit müssen wir unsere Umgebung beeindrucken. Wie viel Sünde verbirgt sich doch oft hinter unserer frommen Maske.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um mal ein Beispiel zu nennen, wie wir es unseren Mitmenschen schwer machen: Wir haben mal in einer großen Stadt in Deutschland evangelisiert. Jeden Abend kamen Tausende in die riesige Halle. Die Gemeinde hat eine großartige Werbung gemacht, wirklich ganz gewaltig. Die ganze Stadt war voll. Und jeden Abend, wenn die Versammlung zu Ende war, fuhren die jungen Leute los und überklebten alle Plakate mit einem schrägen Streifen mit dem Thema des nächsten Tages. Besonders vor den Ampeln hingen die auffallenden Plakate. Die Werbung war super.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann haben wir evangelisiert und es haben sich viele Menschen bekehrt. Aber praktisch nur Aussiedler. Und dann hat mir einer, der Hiesige eingeladen hatte, Folgendes erzählt. Ein Hiesiger reagierte so: „Ja, das haben wir gesehen. Das steht ja überall. Die ganze Stadt ist ja voll davon. Aber das ist für die Russlanddeutschen!“ Und dann hat der Gläubige geantwortet: „Ja, dass ist für die Russlanddeutschen. Aber nicht <em>nur</em> für die Russlanddeutschen. Das ist wirklich für alle.“ „Nein, nein“, sagte der Eingeladene, „das ist <em>nur</em> für die Russlanddeutschen.“ „Aber sie dürfen auch da hinkommen. Es ist wirklich für alle.“ Aber der Eingeladene sagte, es wäre ihm unangenehm. Er sei sicher, die Veranstaltung sei nur für die Russlanddeutschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In derselben Stadt erzählte mit ein anderer, der es geschafft hatte, einen Hiesigen mitzubekommen. Der Unbekehrte hat sich alles aufmerksam angehört. Nachher hat er gesagt: „Das war ja interessant, das habe ich nie so gehört. Das ist also die Religion der Russlanddeutschen. Das war interessant.“ „Aber nein“, sagter der Gläubige, „dass ist doch das Evangelium, das ist doch für alle.“ Antwort: „Ja, aber bei uns ist das anders. Wir haben die Taufe und die Konfirmation. Und ihr habt die Bekehrung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der kann die ernsteste Predigt hören und er hört sie trotzdem nicht, weil er im Hinterkopf hat: „Das ist die Religion der Russlanddeutschen. Die sind schon 20 Jahre hier oder 40 Jahre und sie haben immer so zusammengehalten und ihre Kultur bewahrt. Das ist eine andere Kultur. Damit haben wir nichts zu tun. Wir müssen uns nicht bekehren. Bei uns ist das eben anders. Ich will doch kein Russlanddeutscher werden.“ So ungefähr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie oft ich hin- und hergerissen bin. Wir müssen uns unbedingt einfallen lassen und natürlich viel darum beten, damit wir nicht schuldig werden an den vielen Unerretteten, sondern mit dem riesigen Potential auch an die 97 % herankommen, ohne dabei die biblischen Grundlagen zu verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielen Dank für das Gespräch!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1544" target="_blank" rel="noopener">Hier geht es zu Teil 1/3.</a></strong><br><a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1553" target="_blank" rel="noopener"><strong>Und hier zu Teil 2/3.</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-33/1560">Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 3/3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 2/3</title>
		<link>https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-23/1553</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2011 22:56:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Heilsgewissheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wilhelm Pahls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in seine Gedan­ken über wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens, radi­kale Nach­folge und das enorme Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Teilen. Nach dem ersten Teil folgt nun Teil zwei&#8230; Wie gelingt es uns&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-23/1553">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-23/1553">Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 2/3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in seine Gedan­ken über <strong>wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens</strong>, <strong>radi­kale Nach­folge</strong> und das <strong>enorme Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion</strong>. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Teilen.</em></p>
<p><em>Nach dem <a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1544" target="_blank">ersten Teil</a> folgt nun Teil zwei</em><strong><em>&#8230;</em><br />
</strong></p>
<p><strong>Wie gelingt es uns trotz des materiellen Wohlstandes intensiver in der Abhängigkeit von Gott zu leben?</strong></p>
<p>Also ich denke, in unseren Gemeinden wird viel zu wenig über den Himmel gepredigt und nachgedacht. Viele haben auch ein ganz falsches Verständnis: „Wenn ich hier sterbe, dann holt Jesus mich Heim und dann bin ich bei ihm im Himmel. Und dort wird es mir unglaublich gut gehen.“</p>
<p>Aber was das eigentlich bedeutet, gerettet zu sein, bei Jesus zu sein, das haben die allermeisten gar nicht richtig verstanden! Mein ganzes Erdenleben ist ja nur eine Vorbereitung auf das ewige Leben. Und das ewige Leben wird ja so unglaublich vielfältig und interessant sein. Unser Zustand dort hat sehr viel mit dem zu tun, was wir als Bekehrte hier unten gemacht haben. Manche Leute werden so mit Ach und Krach gerettet. Wie ein Brandscheit aus dem Feuer. Sie sind soeben gerettet und stehen dann mit leeren Händen vor Jesus. Und die anderen werden mit Triumph empfangen. Ein Mütterchen, eine treue Beterin, wird geehrt vor allen anderen, weil sie treu gewesen ist.</p>
<p>Wir können uns darunter ja nicht viel vorstellen, aber ich denke, es wird unheimlich interessant sein. Wenn dann die Einzelnen kommen und ihre Anerkennung, ihren Lohn und ihre zukünftigen Aufgaben zugeteilt bekommen.<span id="more-1553"></span></p>
<p>Unser Dienst dort hat auch etwas mit unserem Leben hier zu tun. Paulus sagt im 2. Korintherbrief: „Was sucht man bei einem Mitarbeiter? Nicht mehr, als dass er als treu erfunden wird!“ Mein Leben hier hat einen entscheidenden Einfluss auf meine Stellung und Mitarbeit und auf mein Erbe im Himmel. Und das wissen die meisten Gemeindeglieder nicht! Sie wollen nur in den Himmel kommen. Aber dass alles in meinen Glaubensleben einen Niederschlag im Himmel hat, das wissen nur die Wenigsten.</p>
<p>Pastor Kemner hat einmal gesagt: „Beneide nie einen Reichen!“ Es gibt Menschen, die verdienen dreimal so viel wie sie brauchen. Und die haben Häuser von denen die Hälfte genügen würde. Manch haben richtige Paläste. Und sie haben fünf Kinder und jedes Kind hat ein Einzelzimmer und bald hat auch jedes Kind einen eigenen Computer. Also was wir alles an Gütern haben. Manchmal denke ich: „Ich möchte gar nicht in seiner Haut stecken!“ Der kommt – wenn er bekehrt ist – natürlich in den Himmel. Er besucht auch die Gemeinde und arbeitet hier oder da etwas mit. Aber irgendwie hat er seine irdischen Güter doch nicht richtig verwaltet. Wenn Gott einem mehr gibt als dem anderen, dann hat er doch auch mehr Verantwortung! Und Jesus wird einmal fragen, was wir mit all dem Anvertrauten gemacht haben. John Wesley hat mal in London vor Studenten eine gewaltige Predigt gehalten. Seine Predigt hatte drei Punkte:</p>
<ol>
<li>Lerne so viel du kannst! – Alle waren einverstanden.</li>
<li>Verdiene so viel du kannst! Mach was aus deinem Leben! Hol alles raus! – Alle waren begeistert.</li>
<li>Gib so viel du kannst! – Darauf gingen einige Köpfe runter.</li>
</ol>
<p>Wenn einer lernt, so viel er kann und dann verdient, so viel er kann, nur um es für sich selbst zu verpulvern, dann ist er ein ganz bedauernswerter Mensch. Er hat sein Leben vergeudet. Und ich denke, das ist das Problem vieler junger Leute. Sobald einer mehr verdient, muss das Haus größer werden und das Auto muss größer werden, ebenso auch die Ferien. Man kann mit der Familie so günstig Ferien auf dem Bauernhof machen. Und das wäre für die Kinder das Schönste. Aber man muss nach Indonesien fliegen oder an einen anderen weit entfernten Ort.</p>
<p>Wenn ich dann an unsere Missionare denke, wie sparsam sie leben und wie sorgfältig sie haushalten müssen. Während einige Gleichaltrige inzwischen schon ein eigenes Haus gebaut haben und ein großes Auto besitzen, leben manche Missionare in einfachsten Verhältnissen freiwillig im Kosovo oder in Albanien oder in einem anderen armen Land. Wir werden einmal staunen, wenn der Herr im Himmel die Treue belohnt. Doch dafür haben die meisten Christen, und besonders viele junge Christen, überhaupt keinen Blick. Martin Luther hat einmal gesagt – den Satz sollte man sich merken: „Nichts ist gefährlicher für einen Christen als eine Reihe guter Tage!“ Warum? Weil die meisten nicht damit umgehen können.</p>
<p>Ein Christ sollte wenigstens den Zehnten von allem geben. Wer macht das von den jungen Leuten? Und wer von den Kindern? Als ich das begriffen hatte, hatten wir noch keine Kinder. Damals habe ich es mit meiner Frau abgemacht: Auch von jedem Geschenk wollten wir immer den Zehnten dem Herrn geben. Und dann kamen die Kinder. Unsere Kinder haben sobald sie mit Geld ein bisschen umgehen konnten, Taschengeld bekommen. Das Geld war nach Alter abgestuft. Und jedes Jahr gab es eine Taschengelderhöhung. Alle hatten eine Spardose und alle hatten ein Sparbuch und ein Portmonee.</p>
<p>Und dann haben wir ihnen ans Herz gelegt: „Gebt dem Heiland den Zehnten, dann wird er immer für euch sorgen!“ In jeder Kinderstunde wurde für ein Waisenkind gesammelt. Und sie waren treu und haben den Zehnten gegeben, besonders dann, wenn wieder einmal ein Missionar im Heimatdienst war und seine Dias zeigte und dann für seine Arbeit gesammelt wurde.</p>
<p>Über Geld muss gelehrt werden. Wir haben tagtäglich damit zu tun. Und über den richtigen Umgang muss auch in der Jugendsunde und in der Gemeinde gelehrt werden. Aber weithin tut man das nicht und darum wissen die Leute vieles nicht. Ihr könnt das mal in der Bibel nachprüfen und dann könnt ihr sehen, dass Jesus mehr über Geld gesprochen hat als zum Beispiel über Gebet. Das war ihm ein wichtiges Thema. Jesus möchte dass wir ihm mit unseren Gaben dienen.</p>
<p>Schwarzarbeit ist auch ein trauriges Thema. Wie viele Gläubige machen Schwarzarbeit, die sie sich z.T. auch bezahlen lassen. Am Staat vorbei. Und das ist einfach falsch. Wir können das als Christen nicht tun, ob uns das gefällt oder nicht, weil wir sonst an dieser Stelle betrügen. Oder wie viele ältere Leute beziehen eine Rente, die sie in dieser Höhe eigentlich nicht bekommen dürfte. Weil sie Angaben gemacht haben, die nicht stimmen. Das kann ja keiner genau nachprüfen, wo sie wie lange gearbeitet haben. Diese Leute kommen auch in den Himmel, aber statt Lohn für treue Haushalterschaft wird es Beschämung geben.</p>
<p>Ich kann mir auch vorstellen, dass manche, die immer hier im Rampenlicht gestanden haben, dann ganz dumm dastehen werden. Jesus wird sagen: „Dafür bist du doch schon belohnt! Aber sieh das Mütterchen da an. Es war so treu im Verborgenen, z.B. im Gebet, doch es wurde kaum von jemandem bemerkt. Jetzt wird es von meinem Vater geehrt.</p>
<p><strong>Zu uns kommen immer öfters Jugendliche in die Jugendstunden, bei denen wir merken, dass sie schon mit Drogen, Alkohol und Zigaretten Erfahrung haben. Wie können wir ihnen zeigen, dass sie keine Zigaretten, Drogen und gottlose Musik brauchen, sondern dass sie aus Freude Jesus dienen können? Wie können wir sie in die Mitarbeit in der Jugend einbeziehen?</strong></p>
<p>Ich habe bei einer Studienreise durch Amerika eine Menge Gemeinden besucht. Auch da konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen. Wir kamen an einem Abend in eine Gemeinde. Wir wollten auch die Jugendarbeit kennenlernen. Vor der Jugendstunde gab es in einer großen Halle allerlei Ballspiele. Da wurde hart gekämpft. Zuerst fragten wir und, was denn hier los wäre. Wir hatten und doch auf eine Jugendstunde eingestellt. Ich war richtig erschrocken. Wie die sich da ausgetobt haben!</p>
<p>Doch dann ging es in die Jugendstunde. Sie sangen viele Lieder zu einer passenden Musik, doch dann kam eine Botschaft über Hingabe, eine Botschaft, die wirklich jeden erreichte. Das war so eine gute Botschaft über das Leben mit Jesus. Dann wurde gebetet und danach konnte man sehen, wie zwei Gläubige mit einem Ungläubigen, den sie mitgebracht hatten, zusammen standen, ihm den Heilsweg erklärten und dann mit mit beteten.</p>
<p>Aber die haben den jungen Leuten etwas geboten, das ihnen Spaß machte. Die haben sich ausgetobt und hinterher kam dann diese Andacht. Die Jugendgruppe ist gewachsen. Jeder hatte den Wunsch, Freunde zu Jesus zu bringen.</p>
<p>Bei unsren jungen Leuten haben wir oft das Problem, dass sie vor Langeweile nicht wissen, was sie tun sollen. Sie haben nichts, was sie wirklich begeistert. Sie haben keine Aufgaben. In der Schule lernen sie und haben etwas zu tun. In der Gemeinde lernen sie, aber haben nichts zu tun. Und das ist das Problem. Es gibt überschüssige Kräfte und Langeweile – und dann kommt einer an und bietet eine Zigarette an, ja und dann kommt die verkehrte Weichenstellung.</p>
<p>Die Programme müssen so sein, dass die jungen Leute gefordert sind. Die müssen merken, dass sich ihr Tun lohnt. Und dass das, was sie tun, anerkannt wird. Wenn junge Leute bei einem Straßeneinsatz einladen und 5 Leute kommen dann mit und einer davon kommt vielleicht zum Glauben, dann kann man das messen. Man sieht: Das hat sich gelohnt! Aber wenn man nichts macht, was sich nicht messen lässt – was bringt das?</p>
<p>Also wenn ich hier etwas Kritisches sage, dann einfach, weil mich vieles, was ich beobachte, wirklich traurig macht. Und wenn ich an die hiesigen Gemeinden denke – was da manchmal alles schief läuft. Man kann aber auch so viel und so verkehrte Programme machen, dass das Geistliche gar nicht mehr vorkommt.</p>
<p>Wenn man nach Kanada kommt, dann stellt man fest dass fast, dass fast jede Mennonitengemeinde hinter der Kirche eine Sporthalle hat. Und da toben die jungen Leute sich aus. Da spielt eine Gemeinde gegen die andere. Und was machen unsere Jugendlichen? Unsere Jugendliche hängen irgendwo herum und kommen oft gar nicht oder zu spät und nach der Jugendstunde gehen sie zu McDonalds. Aber sie sind zum großen Teil nicht wirklich ergriffen von einem Leben mit Jesus.</p>
<p>Hier in Düren gibt es inzwischen vier ähnliche Gemeinden. das ist eigentlich gut so. Die Gemeinden sollten so vorgehen. Man sollte ruhig sagen: Unsere Gemeinde hat jetzt eine Größe, dass wir uns fast nicht mehr alle kennen, wir sollten eine neue Station bauen. Diese Stadt muss durchdrungen werden. Inzwischen gibt es hier schon einige Moscheen. Warum denn? Die wollen am liebsten in jeder Straße eine haben. Und so ähnlich sollten auch wir viele Gemeinden gründen.</p>
<p><strong><a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1544" target="_blank">Hier geht es zu Teil 1/3.</a></strong><br />
<strong><a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1560" target="_blank">Und hier zu Teil 3/3.</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-23/1553">Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 2/3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 1/3</title>
		<link>https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-13/1544</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 04:36:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Heilsgewissheit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Widergeburt]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Pahls]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in seine Gedan­ken über wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens, radi­kale Nach­folge und das enorme Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Teilen. Viele christlich erzogene Jugendliche haben Zweifel an ihrer Errettung, weil sie keine&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-13/1544">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-13/1544">Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 1/3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Evan­ge­list Wil­helm Pahls gab in einem Inter­view einen Ein­blick in seine Gedan­ken über <strong>wie­der­holte Bekeh­run­gen von Teens</strong>, <strong>radi­kale Nach­folge</strong> und das <strong>enorme Poten­tial der jun­gen Gene­ra­tion</strong>. Ein per­sön­li­ches Gespräch in drei Teilen.</em></p>
<p><strong>Viele christlich erzogene Jugendliche haben Zweifel an ihrer Errettung, weil sie keine „schwarz/weiß”-Umkehr erlebt haben. Oft sieht es dann so aus, dass diese Jugendlichen schon in der Gemeinde sind und trotzdem gehen sie bei der nächsten Evangelisation wieder nach vorne und bei der nächsten wieder… Was ist die Lösung?</strong></p>
<p><em><a href="http://www.eddi-on.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="size-full wp-image-1577 alignright" src="https://www.eddi-on.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_.jpg" alt="" width="303" height="354" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_.jpg 704w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/wilhelm_pahls_-257x300.jpg 257w" sizes="(max-width: 303px) 100vw, 303px" /></a></em><strong>Wilhelm Pahls:</strong> Oft hört man Menschen sagen, und zwar aus einer tiefen Not heraus: „Ich habe immer wieder Probleme mit der Heilsgewissheit.“ Und jedes Mal, wenn sie eine ernste Predigt hören, kommt wieder die Frage: „Bin ich wirklich wiedergeboren?“ Was ist überhaupt Heilsgewissheit? In dem Wort steckt das Wörtchen „Gewissheit“, das bedeutet auch Überzeugung. Das Wort bedeutet ganz einfach: Ich bin davon überzeugt, dass ich bekehrt und wiedergeboren bin! Das ist alles. Heilsgewissheit hat nichts mit Gefühlen zu tun.</p>
<p>Und warum bin ich überzeugt? Weil ich das selber erlebt hab. Das kann mir ja keiner ausreden. Das hat ja nicht die Oma oder die Tante für mich gemacht. Auch nicht die Eltern. Ich habe mich bekehrt und Jesus aufgenommen und das weiß ich ganz genau. Ich war selber dabei.</p>
<p>Ich hab es in dieser Evangelisation schon mal so erklärt: Da ist ein Paar, das verliebt oder verlobt ist. Die beiden haben sich jedenfalls gern und sind schon jahrelang zusammen. Wenn es unbekehrte Leute sind, leben sie vielleicht sogar zusammen und leben wie Eheleute; aber in Wirklichkeit sind sie keine. Wenn es ums Erben ginge – angenommen, er wäre sehr reich und sie normal begütert, und der Mann würde plötzlich sterben-, was würde sie dann kriegen? Keinen Cent! Sie hat überhaupt keine Rechte.</p>
<p>Aber angenommen sie heiraten beide – der entscheidende und rechtliche Akt passiert ja nicht in der Kirche sondern beim Standesamt-, beide sagen ja, die beiden und die Trauzeugen geben ihre Unterschrift.Der Standesbeamte unterschreibt die Heiratsurkunde und versieht sie mit einem Siegel. Jetzt gehen die Jungverheirateten aus dem Standesamt und da geschieht ein Unglück: Der Mann wird von einem Auto angefahren. Er fällt unglücklich, bricht sich das Genick und ist tot.</p>
<p>Wer kriegt sein ganzes Vermögen? Seine Frau! Die Brüder kriegen keinen Cent. Die Ehefrau bekommt alles! Warum? Weil die beiden einen Bund gemacht haben! Aber der Bund hat nichts mit dem Gefühl zu tun. Sie haben eine Entscheidung getroffen und haben in Gegenwart der Trauzeugen und in Gegenwart der zuständigen Behörde „Ja“ gesagt. Es hängt unheimlich viel von diesem Bund ab, von diesem Augenblick der Entscheidung.<span id="more-1544"></span></p>
<p>So ist es auch auf der geistlichen Ebene. Ich habe mit meinem Herrn einen Bund gemacht! Warum bin ich so sicher? Weil ich es selbst gemacht habe. Das kann mir doch keiner ausreden.</p>
<p>Ältere Leute haben öfters das Problem, dass ihre Gewissheit vom Gefühl abhängt. Obwohl jemand wirklich bekehrt ist, bekommt er plötzlich ein bedrückendes Gefühl und fragt sich, ob sie wirklich richtig bekehrt hat. Und dann wird ein entscheidender Fehler gemacht. Er bittet Gott wieder um Vergebung für Sünden, die Gott ihm schon lange vergeben hat!</p>
<p>Aber hier gilt: Bitte nie mehr um Vergebung einer Sünde die vor der Bekehrung geschah. Denn diese Sünde gibt es nicht mehr. Wenn wir es immer wieder tun, dann machen wir Jesus sehr traurig damit! Wir zeigen damit, dass wir ihm gar nicht vertrauen.</p>
<p>Nach der Bekehrung geht das Leben weiter. Am Tag nach der Bekehrung stellt jemand fest: „Das Fahrrad, mit dem ich gerade zur Schule fahre, gehört mir ja gar nicht. Das habe ich vor einigen Monaten mal auf dem Bahnhof mitgehen lassen.“ Dann wird wahrscheinlich der Teufel sofort kommen und sagen: „Duu willst bekehrt sein und fährst mit einem gestohlenen Fahrrad durch die Gegend!?“ Und dann kommen schon wieder einige ins Schwimmen und denken: „Ich glaube, ich bin wohl doch nicht wirklich bekehrt! Ich fahre ja mit einem gestohlenen Fahrrad durch die Stadt.“</p>
<p>Jesus hat aber die Sünde vergeben und hat dein Herz gereinigt! Doch der Herr Jesus will nicht nur dein Herz reinigen, er will auch deine Garage reinigen, (deinen Computer, dein Bücherregal und deine Beziehungen zu anderen Menschen.) Jetzt muss alles geordnet werden. Das Fahrrad muss also wieder zurück.</p>
<p>Und wenn einem dann wieder eine Sünde einfällt, die man vor der Bekehrung getan hat, dann bittet man Gott nicht erneut um Vergebung. Sünde ist ja vergeben. Aber vielleicht muss man bei einer Person – an der man damals schuldig geworden ist – anrufen und reinen Tisch machen. Aber zwischen dem Bekehrten und Gott ist seit der Bekehrung alles in Ordnung.</p>
<p><strong>Aber angenommen, jemand war schon lange bekehrt. Vielleicht hat er sich, wie die meisten Jugendlichen in christlichen Gemeinden, schon als Kind mal irgendwie für Jesus entschieden. Diese Jugendlichen haben in ihrem Leben nie eine „krasse“ Änderung erlebt, da sie schon von Kind auf alles hörten und von „groben“ Sünden bewahrt geblieben sind…</strong></p>
<p>…sie haben es sozusagen mit der Muttermilch eingesogen. Aber trotzdem haben sie hoffentlich einen Punkt, wo sie einen entscheidenden Schritt gemacht haben.</p>
<p>Wenn ich an unsere älteste Tochter denke, Karina – sie war so eine liebes Kind. Von klein auf immer dabei. Sie hat gebetet, war immer in der Kinderstunde und, und, und. Dann kam ein Sonntagmorgen, an dem der Evangelist Sigmund Schmidt predigte – und an diesem Tag hat Karina zum ersten Mal begriffen: „Ein Kind Gottes wird man, wenn man in einer persönlichen Entscheidung Jesus ins Herz aufnimmt. Jesus war schon immer bei mir, aber er war nicht in mir. Wiedergeboren wird man, wenn man Jesus aufnimmt.“</p>
<p>Und dann ist sie zu Onkel Sigmund gegangen. Er hat es ihr genau erklärt, dann haben sich beide hingekniet und Karina hat sich bekehrt, zum ersten Mal richtig bekehrt. Dann ist sie zu Mutti gelaufen, um ihr mit Freuden alles zu erzählen.</p>
<p>Ich war zwar gerade nicht zu Hause, aber Karina wusste, wann ich heimkommen wollte, sie hat sich dann an die Straße gestellt und gewartet, bis ich kam. Als ich dann kam, hat sie dort Anhalter gespielt. Und dann hab ich angehalten; Karina sprang zu mir ins Auto und überschlug sich beinahe mit ihren Worten: „Vati, Vati, ich bin jetzt auch bekehrt, jetzt bin ich ein Gotteskind. Onkel Siegmund hat mir dabei geholfen.“</p>
<p>Es geht darum dass man diese Entscheidung einmal ganz bewusst trifft. Es ist in diesem Fall egal, ob ich ein schlimmes Leben geführt habe oder meistens lieb war. Wir sind verloren, von Adam her und müssen wiedergeboren werden. Und die Kinder von Evangelisten sind genauso verloren wie die Kinder von Schwerverbrechern. Wir müssen uns bekehren. Und wenn jemand das erlebt, dann ist es jedes Mal ein gewaltiges Ereignis! Der ganze Himmel nimmt daran teil.</p>
<p><a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1553" target="_blank" rel="noopener"><strong>Hier geht es zu Teil 2/3.</strong></a><br />
<a href="https://www.nimm-lies.de/?p=1560" target="_blank" rel="noopener"><strong>Und hier zu Teil 3/3.</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/im-gesprach-mit-wilhelm-pahls-13/1544">Im Gespräch mit Wilhelm Pahls 1/3</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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