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	<title>Sachbücher Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Sachbücher Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2026 14:48:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Biblsiche Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelikale]]></category>
		<category><![CDATA[evangelikale Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelikalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus25]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Werk Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit liegt als vierbändiger Sammelband vor und ist im Umfeld der Konferenz Jesus25 entstanden. Die Reihe versammelt eine Vielzahl von Beiträgen zu zentralen Fragen des evangelikalen Glaubens und versteht sich insgesamt weniger als Spezialstudie, sondern als theologische&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christlicher-glaube-in-den-herausforderungen-unserer-zeit/18322">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christlicher-glaube-in-den-herausforderungen-unserer-zeit/18322">Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das Werk <em><a href="https://www.bibelundbekenntnis.de/allgemein/christlicher-glaube-in-den-herausforderungen-unserer-zeit/">Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit</a></em> liegt als vierbändiger Sammelband vor und ist im Umfeld der Konferenz <a href="https://www.jesus25.net/ressourcen/publikationen"><strong>Jesus25</strong> </a>entstanden. Die Reihe versammelt eine Vielzahl von Beiträgen zu zentralen Fragen des evangelikalen Glaubens und versteht sich insgesamt weniger als Spezialstudie, sondern als theologische Standortbestimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Bände behandeln die Themen</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Heilige Schrift</strong>,</li>



<li><strong>Jesus Christus</strong>,</li>



<li><strong>Biblische Ethik</strong> und</li>



<li><strong>Die evangelikale Bewegung</strong>.</li>
</ol>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte zunächst einige Bemerkungen zum Gesamtwerk machen und anschließend die einzelnen Bände vorstellen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Gesamtwerk</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Besondere dieser Sammelbände liegt in der <strong>außergewöhnlichen Breite der Autorenschaft</strong>. Neben theologischen Fachvertretern kommen bewusst auch Laien zu Wort. Vertreten sind Autoren aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Großbritannien. Die Altersspanne reicht vom Jahrgang 1996 bis zu Autoren wie Rolf Hille (1947) und Ulrich Parzany (1941). Auch weibliche Stimmen sind vertreten, etwa durch Nicola Vollkommer. Auffällig und erfreulich ist zudem die Beteiligung russlanddeutscher Autoren wie Heinrich Derksen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Theologen finden sich auch Naturwissenschaftler unter den Beiträgern, etwa Reinhard Junker oder Markus Till. Entsprechend unterschiedlich sind Länge und Anspruchsniveau der einzelnen Artikel: von kurzen, allgemeinverständlichen Texten bis hin zu umfangreichen, wissenschaftlich argumentierenden Essays.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Vielfalt ist zugleich Stärke und Herausforderung des Gesamtwerks. Es eignet sich weniger zur fortlaufenden Lektüre, dafür umso mehr als <strong>Nachschlage- und Orientierungswerk</strong>. Gerade in digitaler Form (<a href="https://de.logos.com/product/403500/christlicher-glaube-in-den-herausforderungen-unserer-zeit">z. B. als Logos-Ausgabe</a>) entfaltet diese Struktur ihren Nutzen.</p>



<span id="more-18322"></span>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Band 1: Die Heilige Schrift</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders hervorzuheben ist in diesem Band der Essay von <strong>Markus Till</strong>, <em>„Die Bibel – was ist das eigentlich?“</em>. Till gelingt es in bemerkenswerter Weise, auch in zugespitzten theologischen Debatten sachlich und differenziert zu argumentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Anliegen des Beitrags ist die Frage nach der <strong>Irrtumslosigkeit der Schrift</strong>. Till zeigt überzeugend, dass diese Lehre keineswegs ein modernes Produkt amerikanischen Fundamentalismus ist, sondern sich durch die Kirchengeschichte seit den Kirchenvätern zieht. Seine Argumentation verbindet historische Sachkenntnis mit theologischer Klarheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich macht er deutlich, dass die Schriftfrage keine rein akademische, sondern eine zutiefst <strong>praktische Frage des Gemeindelebens</strong> ist. Er formuliert zugespitzt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Eigentlich sollte das nicht so sein bei uns. Denn die Reformatoren haben die Kirche ja auf einem Prinzip aufgebaut, das sich ‚Sola Scriptura‘ nennt: Allein die Schrift soll herrschen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Entscheidend ist dabei nicht, welches Bibelverständnis subjektiv bevorzugt wird, sondern wie sich die Bibel selbst versteht. Schrift und Offenbarung lassen sich nach Till nicht voneinander trennen. Der Beitrag schließt mit einem wichtigen Hinweis auf die notwendige Demut in der Auslegung – ein Gedanke, der den gesamten Band prägt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt wird dieser Themenkomplex durch Beiträge von Ron Kubsch, Matt Studer sowie einen neu aufgelegten Klassiker zur Kanonfrage von <strong>John Wenham</strong>, der betont: Nicht die Kirche begründet den Kanon, sondern der Kanon geht der Kirche voraus.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Band 2: Jesus Christus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Band enthält mehrere allgemeinverständliche, teilweise evangelistisch geprägte Beiträge von Ulrich Parzany und Rolf Hille. Theologisch besonders gewichtig sind jedoch die Artikel</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><em>„Das Kreuz“</em> (Markus Till),</li>



<li><em>„Für unsere Sünde“</em> (Martin Grünholz) und</li>



<li><em>„Die leibliche Auferstehung Jesu“</em> (Johannes Kovar).</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beitrag von <strong>Johannes Kovar</strong> verdient besondere Aufmerksamkeit. In sorgfältiger exegetischer Arbeit setzt er sich mit gängigen naturalistischen Erklärungsmodellen der Auferstehung auseinander und zeigt deren Schwächen auf. Zugleich arbeitet er heraus, dass die neutestamentlichen Texte bewusst <strong>konkret-körperlich</strong> von den Begegnungen mit dem Auferstandenen sprechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders aufschlussreich sind Kovars Wortstudien sowie seine Beobachtungen zur Septuaginta, die bereits vorchristlich eine ausgeprägte Auferstehungssprache entwickelt. Entscheidend ist dabei: Eine <strong>sofortige leibliche Auferstehung mitten in der Geschichte</strong> war für das Judentum der Zeit völlig unerwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zentrale Gedanke des Essays lautet:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Auffällig ist die Betonung des Körperlichen.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Damit stellt der Beitrag eine heilsame Korrektur allzu „vergeistigter“ Auferstehungsvorstellungen dar.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Band 3: Biblische Ethik</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der dritte Band ist der umfangreichste und zugleich der umstrittenste. Der Schwerpunkt liegt deutlich auf Fragen der Sexualethik. Diese Schwerpunktsetzung ist sachlich nachvollziehbar, führt jedoch dazu, dass andere ethische Themen nur am Rand behandelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Beiträge bleiben angesichts der Komplexität der Themen zu kurz. Besonders der Artikel zur Nachhaltigkeit wirkt in diesem Kontext wenig überzeugend. Positiv hervorzuheben sind jedoch einzelne Essays, etwa <strong>Johannes Traichels</strong> <em>„Der Kampf um die Liebe“</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders anregend ist der Beitrag von <strong>F. Grassl</strong>, <em>„Die ganze Person: Grundzüge einer Theologie des Leibes“</em>. Der hier entwickelte Gedanke, dass Geschlechtlichkeit nicht bloß eine körperliche Eigenschaft, sondern eine metaphysische Realität ist, eröffnet weiterführende theologische Perspektiven.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Band 4: Die evangelikale Bewegung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Entgegen anfänglicher Skepsis meinerseits, erwies sich der vierte Band als besonders lesenswert. Er enthält zunächst eine allgemeinverständliche Darstellung der überarbeiteten Glaubensbasis der Evangelischen Allianz (2018).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders wertvoll sind die abschließenden historischen Essays zur evangelikalen Bewegung in Deutschland, Österreich und der Schweiz. <strong>Frank Hinkelmann</strong> analysiert differenziert Strömungen, Institutionen, Medien und Gemeindeverbände und beleuchtet auch Spannungen innerhalb der Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdenklich stimmen die abschließenden Überlegungen zur Identitätsfrage der Evangelikalen. Die Vielfalt der Frömmigkeitsformen darf nicht zur Auflösung theologischer Mitte führen. Das Schlusszitat bringt diese Sorge prägnant auf den Punkt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Zukunft der Gesamtbewegung wird nicht zuletzt davon abhängen, ob man diese Entwicklung stoppen und zu einer lebendigen, gesunden Theologie zurückfinden kann.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vergleich der Glaubensbasis von 1972 und 2018 wirft dabei berechtigte Fragen nach inhaltlichen Verschiebungen auf – insbesondere im Blick auf Schriftverständnis, Rechtfertigungslehre und das allgemeine Priestertum.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Schlussbemerkung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt bietet <em>Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit</em> einen gelungenen Überblick über zentrale evangelikale Überzeugungen. Der Band ist kein abschließendes Lehrbuch, sondern eher eine <strong>theologische Visitenkarte</strong>: <em>Was wir Evangelikale glauben – und warum.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade durch die Mischung aus allgemeinverständlichen und anspruchsvolleren Beiträgen eignet sich das Werk gut als Einstieg, Orientierung und Nachschlagewerk.</p>
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		<title>Wegweiser aus dem Transgenderkult &#8211; Elternbroschüre von &#8222;Lasst Frauen sprechen&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/wegweiser-aus-dem-transgenderkult-elternbroschuere-von-lasst-frauen-sprechen/15292</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 07:54:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
		<category><![CDATA[Queer-Ideologie]]></category>
		<category><![CDATA[Trans-Ideologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist für morgen den 21.06.2023 geplant, dass das Bundeskabinett zum geplanten Selbstbestimmungsgesetz tagt. Mit diesem soll es nun möglich werden, einmal im Jahr Name und Geschlecht durch Selbsterklärung zu ändern. Ein weiterer Schritt in der von vielen Fördergeldern getragenen LGBTQI*-Agenda und letztlich eine weitere&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wegweiser-aus-dem-transgenderkult-elternbroschuere-von-lasst-frauen-sprechen/15292">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es ist für morgen den 21.06.2023 geplant, dass das Bundeskabinett zum geplanten Selbstbestimmungsgesetz tagt. Mit diesem soll es nun möglich werden, einmal im Jahr Name und Geschlecht durch Selbsterklärung zu ändern. Ein weiterer Schritt in der von vielen Fördergeldern getragenen LGBTQI*-Agenda und letztlich eine weitere Manifestation staatlicher Macht. Ging es bei der Ehe für Alle, dass nun der Staat frei definiert und vorgibt was eine Ehe ist (z.B. für homosexuelle möglich, für polygame Beziehungen oder für Menschen unter 18 Jahren nicht), legt nun der Staat für den Bürger fest, in wie weit er „über sich selbst bestimmen darf“. Fühlt sich ein Mann als Frau, kann er nun eine sein. Wie viel Biologie man aber aushebeln darf, darüber zu urteilen, behält sich der Staat das Recht vor. So kann man sich als Mann zwar eine Frau fühlen (und jeder der den ursprünglichen Bernd nicht mit Ulla anspricht, muss mit 10.000 EUR Strafe rechnen), aber eine weiße Person nicht als schwarze, ein Ausländer nicht als Deutscher usw…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um sich zu veranschaulichen welche (vor allem) antifeministischen Züge die ganze Entwicklung genommen hat, muss sich nur diesen Artikel über eine Demonstration mit dem Titel „Let Women speak“ durchlesen. (<a href="https://www.bazonline.ch/wo-sie-auftaucht-gibt-es-aerger-742123132336">https://www.bazonline.ch/wo-sie-auftaucht-gibt-es-aerger-742123132336</a>). &nbsp;Dort kann man über P. Parker, eine bekannte feministische Aktivistin aus GB lesen: <em>„2018 mietete Parker eine Plakatfläche, auf der geschrieben stand: «Frau: erwachsener weiblicher Mensch». Kurz darauf wurde das Plakat wegen aufrührerischen Inhalts wieder entfernt. „ (Zitat Ende). </em>Die Aussage „Frau, erwachsener weiblicher Mensch“ ist nun schon aufrührerischer Inhalt, dabei wäre diese Formulierung ja sogar noch trans-inklusiv formuliert gewesen. Nun ja, Sven Lehman, den Queer-Beauftragten der Ampel dürfte es freuen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wir als Christen ausgerechnet bei den Feministen starke Verbündete gegen den Trans-Kult finden ist überraschend, aber eigentlich naheliegend. Der Elternratgeber „Wegweiser aus dem Transgenderkult“ führt auf, dass „8 von 10 „Transkindern“ Mädchen sind.“&nbsp; Ich denke diese Broschüre deckt zu recht und notwendig die „Auslöschung“ der Frau als Folge des Trans-Kultes auf. Ein Thema, dass in den Medien sofort totgeschwiegen wird, wenn man z.B. darauf blickt, welcher Shitstorm J.K. Rowling begegnete, als sie von „Frauen“ und nicht „menstruierenden Personen“ sprach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Broschüre, die nun von <a href="https://lasst-frauen-sprechen.de/wegweiser-aus-dem-transgenderkult-elternbroschuere/">Lasst-Frauen-sprechen.de</a> auf Grundlage <a href="https://www.advocatesprotectingchildren.org/product-page/desist-detrans-detox-getting-your-child-out-of-the-gender-cult-1">eines Buches von Maria Keffler erstellt und übersetzt wurde</a>, ist auf vielen Ebenen hilfreich. Mich hat z.B. der deutliche Ton überrascht. Das erste Kapitel lautet „Gender ist bedeutungslos, Geschlecht ist unveränderbar“. Die Broschüre deckt im nächsten Schritt auf, warum der Trans-Kult besonders auf vulnerable Kinder und Jugendliche abzielt und wie er ihnen noch mehr schadet. In besonderer Weise sind die Tipps für das Gespräch mit betroffenen Kindern und den diese Kinder prägenden Personen hilfreich und machen einen Großteil der Broschüre aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus christlicher oder aus, wenn man so noch sagen darf, konservativer Sicht, sind an der Broschüre eigentlich nur die radikal-feministischen Darstellungen problematisch, so wenn z.B. der Narrativ des Patriarchats hergezogen wird. Der Aufruf zur lesbischen Liebe „um sich nicht dem System anzupassen“ ist dann in meinen Augen doch zu kurz gezogen. Insgesamt aber ist diese Broschüre eine hilfreiche Handreichung, da sich bisher auch wenig nicht-affirmatives Material finden lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es mag sein, dass feministische Gruppen zu lange weggeschaut haben, als die LGBTQ-Ideologie von allen Seiten in so viele Lebensbereiche eindrang. Es lässt sich z.B. kaum leugnen, dass gerade EMMA diese Bewegung einst mit Kusshand empfing. Gleichzeitig müssen wir uns als Christen an die Nase packen, warum wir uns all die Jahre so wenig für Frauenrechte eingesetzt haben. Wenn uns heute der Trans-Kult entsetzt, bleibt die Frage, warum es nicht die Frauenversklavung in der Prostitution und Pornographie getan hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: Die Herausgeber der Broschüre wurden von der „Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz“ vorgeladen. Es kann durchaus sein, dass die Broschüre auf dem Index landet. <a href="https://lasst-frauen-sprechen.de/wp-content/uploads/2023/03/wegweiseraustransgenderkult-web-0623-NEU.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Also schnell noch laden und sichern! </a> Laut Herausgeber ist Kopie und Nachdruck ausdrücklich erlaubt und die Seite bietet auch eine <a href="https://lasst-frauen-sprechen.de/wp-content/uploads/2023/03/wegweiseraustransgenderkult-print-0623-NEU.pdf">Druckvorlage an.</a>  Da kommt ein ordentlicher kultureller Sturm auf uns zu, aber lasst uns nicht den Mut verlieren, sondern immer für das</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wegweiser-aus-dem-transgenderkult-elternbroschuere-von-lasst-frauen-sprechen/15292">Wegweiser aus dem Transgenderkult &#8211; Elternbroschüre von &#8222;Lasst Frauen sprechen&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Novellen &#8211; 10 Meisterwerke der Weltliteratur &#8211; Gelbe Edition</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 May 2023 19:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Die Leute von Seldwyla]]></category>
		<category><![CDATA[E.T.A. Hoffmann]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo und Julia auf dem Lande]]></category>
		<category><![CDATA[Zweig]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den letzten Monaten widmete ich alle freien Minuten klassischer Literatur. Da lesen nicht immer drin ist, greife ich regelmäßig zu audible zurück (Hier eine Übersicht). Neulich kam diese Auswahl von 10 Novellen in meine Sammlung, die ich zunächst wegen G.Kellers und C.F. Meyers Beiträgen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/novellen-10-meisterwerke-der-weltliteratur-gelbe-edition/15221">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/novellen-10-meisterwerke-der-weltliteratur-gelbe-edition/15221">Novellen &#8211; 10 Meisterwerke der Weltliteratur &#8211; Gelbe Edition</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img decoding="async" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41P1YMVWfVL._SL500_.jpg" alt=""/><figcaption class="wp-element-caption"> Ich hörte dieses Hörbuch bei <a href="https://www.audible.de/pd/Novellen-10-Meisterwerke-der-Weltliteratur-Gelbe-Edition-Hoerbuch/B0B8ZXXBQ6?ref=a_library_t_c5_libItem_B0B8ZXXBQ6_3&amp;pf_rd_p=86298143-6994-4968-8277-2e2391d86bbd&amp;pf_rd_r=4QAQJPRKRP2JG1BZSB04&amp;pageLoadId=ciGEbByHURbkt44a&amp;creativeId=14d6a1c2-a3f8-499b-900a-1ae788c317b1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">audible</a></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Monaten widmete ich alle freien Minuten klassischer Literatur. Da lesen nicht immer drin ist, greife ich regelmäßig zu audible zurück (Hier eine <a href="https://www.nimm-lies.de/eine-auswahl-meiner-audible-bibliothek/14501">Übersicht</a>). Neulich kam diese Auswahl von 10 Novellen in meine Sammlung, die ich zunächst wegen G.Kellers und C.F. Meyers Beiträgen  erwarb. Sowohl &#8222;Romeo und Julia auf dem Dorfe&#8220;, wie auch &#8222;Der Schuss von der Kanzel&#8220; waren mir bisher unbekannt. Während Meyers Werk eine berauschende Komödie ist, ist Kellers Werk eine der grandiosesten Charakterstudien, die ich je in einer kurzen Novelle zu Gesicht bekam. Eine Geschichte von hohem Lehrgehalt, die aufzeigt, zu was moralische Kompromisse führen, wenn &#8222;Gott wirklich beschließt, zu züchtigen&#8220;.  Ich habe mir fest vorgenommen, die Sammlungen Kellers über &#8222;die Bürger von Seldwyla&#8220; vollständig durchzulesen/durchzuhören.  Mindestens  acht der Novellen haben das Thema der Liebe im Vordergrund und thematisieren die Beziehung von Mann und Frau aus unterschiedlichen Perspektiven. Nicht jedes Werk  erreicht das Niveau von Keller und Storm, die Auswahl blieb aber dennoch gelungen. So Denke ich an &#8222;eine teure Liebesnacht&#8220; von Balzac, der mit dieser grotesten Romanze einen interessanten Einblick in die Rezeption der Hugenotten gibt. Mit der Undeutlichkeit von E.T.A Hoffmann (hier mit &#8222;Ritter Gluck&#8220;) tat ich mich wie immer schwer. &#8222;Brief einer Unbekannten&#8220; hätte ich nicht in diese Sammlung gewählt, da es mir erscheint, dass Zweig viele andere Novellen verfasst hat, die den Titel &#8222;Meisterwerk&#8220; eher verdienen. &#8211; Insgesamt eine Bereicherung für meine Hörbibliothek.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/novellen-10-meisterwerke-der-weltliteratur-gelbe-edition/15221">Novellen &#8211; 10 Meisterwerke der Weltliteratur &#8211; Gelbe Edition</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Letters of Note  &#8211; Briefe, die die Welt bedeuten</title>
		<link>https://nimm-lies.de/letters-of-note-briefe-die-die-welt-bedeuten/14941</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2022 12:59:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Da läuft man nach Jahren mal wieder in eine Tschibo-Filiale und stolpert über ein Buch, das man gleich einpackt &#8211; und völlig zurecht, wie sich herausstellen stellte. Der Band enthält ein Sammelsurium von 112 Briefen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Menschheitsgeschichte. So findet sich der&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/letters-of-note-briefe-die-die-welt-bedeuten/14941">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/letters-of-note-briefe-die-die-welt-bedeuten/14941">Letters of Note  &#8211; Briefe, die die Welt bedeuten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image is-style-rounded"><img decoding="async" src="https://www.tchibo.de/newmedia/art_img/MAIN-CENSHARE/1d2a70fbaaece10d/buch-letters-of-note-briefe-die-die-welt-bedeuten.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da läuft man nach Jahren mal wieder in eine<a href="https://www.tchibo.de/buch-letters-of-note-briefe-die-die-welt-bedeuten-p402061966.html?gclid=CjwKCAiAp7GcBhA0EiwA9U0mtnJfOz7Z_dMqSeZtJ7C3GRkXLj78K7v5kM_hQ2MnwvddpteIYWjBmBoCQfUQAvD_BwE&amp;wt_uk=976635c5de16419d83fcce28a90c6119#modal-productimagegallery-modalGalleryImage-2000000000320757"> Tschibo-Filiale un</a>d stolpert über ein Buch, das man gleich einpackt &#8211; und völlig zurecht, wie sich herausstellen stellte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Band enthält ein Sammelsurium von 112 Briefen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Menschheitsgeschichte. So findet sich der vermeintliche Brief von Jack the Ripper an eine Bürgerwehr (der Sendung war eine menschliche Niere beigelegt), wie der Brief, den Charles Dickens an die Times schrieb, als er der Hinrichtung eines Paars beiwohnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was das Buch besonders anschaulich macht ist, dass bei den meisten Briefen die Originale als farbliche Abbildungen beigefügt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So kann man z.B. die Kokosnuss bestaunen, die John F. Kennedy während des zweiten Weltkriegs mit einer Hilfsbitte nach einer Strandung einem neugeborenen übergab oder das Rezepte des Eierkuchens, dass Queen Elizabeth II an US-Präsiden Eisenower sandte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Handschriftliche Briefe! Ah, wie wundervoll und herrlich! Da kriegt man Lust, selber ein paar Briefe zu schreiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Briefe sind herrlich ironisch, so wie die Bitte eines 14 Jährigen Fidel Castros beim US-amerikanischen Präsidenten um &#8222;einen grünen zehn Dollar Schein&#8220; oder das Schreiben einer Elfjährigen an den damals noch bartlosen Abraham Lincoln mit dem Hinweis, dass ein Bart ihm sicher viel mehr Wählerstimmen einbringen würde (&#8222;Alle Damen lieben Bärte&#8220;). Immer wieder findet man aber auch erschütternde Schreiben, wie z.B. ein Brief vom FBI an Martin Luther King, in dem sie ihn aktiv erpressen und ihm nahelegen Suzid zu begehen (!) oder das SChreiben vom Mark Chapman an einen Memorabilia-Experten, der frägt, was ein signiertes Album von John Lennon für einen Wert besitzt (Chapman hat wenige Stunden nachdem er sein Album von Lennon signieren lassen hat, diesen erschossen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl jeder Brief seine Geschichte beschreibt, finden sich auch Briefe mit historischer Bedeutung, wie z.B. eine Schrift aus der ägyptischen Antike, die den Dienst eines &#8222;Pharao-angestellten schildert&#8220; oder das Schreiben, in dem Maria Stuart ihre bevorstehende Hinrichtung schildert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Fällen bekommt man auch die Antwort mit, so auch in dem Fall, als Phyllis, am 19.01.1936 Einstein fragte, ob Wissenschaftler beten, die Einstein, wenn auch sehr freundlich formuliert letztlich verneint, auch wenn er eingesteht, dass <em>&#8222;Doch auch jeder, der sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigt, ist irgendwann davon überzeugt, dass ein Geist den Gesetzen des Universums innewohnt, der dem des Menschen bei weitem überlegen ist.&#8220; Auf diese Art führt die Beschäftigung mit der Wissenschaft zu einem ganz besonderen religiösen Gefühl, das sich natürlich sehr von der Religiosität einer unbefangeneren Person unterscheidet&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Briefe sind auch mit ihren Fehlern übersetzt worden, was auch in der Übersetzung (der meist ursprünglich englischen Briefe) lebensnah werden lässt. Das Buch kann ein guter Startpunkt für weitere historische Studien werden. Auf Englisch kann man die im Buch enthaltenen Briefe mit vielen weiteren auch auf der gleichnamigen Seite lesen: <a href="https://lettersofnote.com/">lettersofnote.com</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/letters-of-note-briefe-die-die-welt-bedeuten/14941">Letters of Note  &#8211; Briefe, die die Welt bedeuten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum</title>
		<link>https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 13:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christus im Alten Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Hermeneutik]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung &#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;.  Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zur Vorlesung&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51kO6W+21DL.jpg" alt="Preaching Christ in All of Scripture (English Edition) by [Edmund P. Clowney]" width="236" height="364" />Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung <a href="https://subsplash.com/reformtheosem/learn-about-rts/ms/+d5da03d">&#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;. </a> Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zu<a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/biblical-theology/id430337487">r Vorlesung zur biblischen Theology von Clowney,</a> die ebenfalls kostenfrei zugänglich ist.</p>
<p>Seine Strategie stellt Clowney in Kürze auch in einem Essay vor, der das Einleitungskapitel zu einem Predigtsammelband von ihm darstellt: <a href="https://www.amazon.de/-/en/Edmund-P-Clowney-ebook/dp/B0029UWLDI">Preaching Christ in All of Scripture</a> &#8211; Christus aus der ganzen Schrift predigen.</p>
<p>Durch Clowney habe ich auch unerwartete Fährten der Schrift entdeckt, die zu Christus führen. In seiner Vorlesung führt Clowney aus, wie z.B. das Gebot &#8222;Du sollst nicht ehebrechen&#8220; auf Christus zeigt: Gott nimmt nicht eine bereits vorhandene Institution der Ehe, um diese als Metapher für die Liebe Christi zu seiner Gemeinde zu verwenden, sondern die Ehe ist ein Abbild einer längst, ja vor Grundlegung der Welt vorhandenen Realität, der dienenden Liebe Christi. Unsere Ehen werden an diesem Anspruch, der im Sohn Gottes zu sehen ist, gemessen. Deswegen ist Ehebruch und Hurerei auch so tragisch, da wir dem nicht nachkommen, zu dem wir als Abbilder/Bilder Gottes berufen sind. Apropos Bilder Gottes. Sollen wir uns nicht auch deswegen keinerlei Bilder von Gott machen, da Gott selbst &#8222;den Abganz seiner Herrlichkeit&#8220; (Heb. 1.1-2) in seinem Sohn zeigen will und wir eben nur einen Antichristen produzieren würden, wenn wir selber ein Bild von Gott machen würden?</p>
<p>In dieser Weise entdeckt und beschreibt Clowney, wie alle Spuren, Bilder, Gedanken, Gebote, Traditionen und Praktiken der Bibel zu Christus führen. Ist Christus in den Gesetzen der Thora zu finden, verstehen wir plötzlich, warum sich die Psalmsänger an den Geboten, ob nun den Zeremonialgesetzen oder den juristischen, derart erfreuen: <em>&#8222;HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet. (&#8230;) Deine Gebote sind mir ein Lied geworden&#8220; (Ps. 119,52.54)</em><span id="more-14813"></span></p>
<p>Clowney hat insgesamt einen äußerst hilfreichen Hinweis dafür, wie man eine biblische Typologie von einer unbiblischen Allegorie unterscheiden kann. Er fasst das folgendermaßen zusammen (Graphik aus &#8222;Preaching Christ in All of Scripture, S. 32)</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14819" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png" alt="" width="498" height="312" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png 498w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1-300x188.png 300w" sizes="(max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p>Zur Erklärung: Ein Ereignis oder Amt des Alten Testaments (in der Graphik E) muss bereits zu Zeiten des Alten Testaments eine Wahrheit T1 besessen haben, die während der Heilsgeschichte eine Erfüllung Tn in Christus besitzt. Aus diesem wiederum folgt die Predigt für unsere Zeit.  Die weißen Pfeile zeigen die korrekten Wege. Die grauen wiederzum zeigen die Probleme von Verkürzungen: Allein aus einem Element des AT über eine <em>Allegorie</em> zur unseren Predigt zu springen wird der  Bedeutung dieser Wahrheit für das Alte Testament nicht gerecht. So wäre es z.B. falsch zu sagen: Die Bundeslade ist aus Holz, und aus diesem Holz auf das Holz des Kreuzes Christi zu schließen. Das wäre eine unpassende Allegorie. Nimmt man wiederum ein Ereignis des Alten Testaments und überträgt es ohne jegliche Bedeutung innerhalb der Heilsgeschichte auf den Zuhörern liegt die Gefahr des Moralismus nahe. Dies passiert, wenn man z.B. David als &#8222;mutiges Beispiel&#8220; für den Umgang mit Ängsten in seinem Kampf gegen Goliath darstellt, und dabei die Rolle des gesalbten Stellvertreters übersieht, die David in diesem Kampf übersieht. ( Es wird auch dem Text nicht gerecht, den nebst David hatte auch Goliath keinerlei Probleme mit Ängsten oder mangelndem Mut &#8211; was beweist, dass es in der Geschichte eben nicht darum geht, zu zeigen &#8222;wie man mutig wird&#8220;). So wie Davids Sieg den Männern den Mut gegen die Philister gibt, so gibt der Sieg des endgültigen Gesalbten des Herrn seinem Volk Mut im Kampf gegen die Sünde.</p>
<p>Die Verbindung zwischen der Realität des Neuen Testaments mit dem Element des Alten Testaments ist somit eine zweifache: Eine Symbolische Beziehung (Z.B. Kleider des Priesters) wie eine heilsgeschichtliche (Christus ist ein Priester nicht nach der Ordnung Levis sondern Melchisedeks).</p>
<p>Clowneys Strategien helfen der Gemeinde das Evangelium in allen Seiten der Schrift, sowohl im Alten, wie im Neuen Testament zu erkennen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright " src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41VhseSYxkL._SX336_BO1,204,203,200_.jpg" width="227" height="335" /></p>
<p>Wer eine weiterführende Analyse des Themas Christus im Alten Testaments sucht, wird sicherlich in <a href="https://www.amazon.com/-/de/dp/0802844499/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=NB6B915SEKW4&amp;keywords=sidney+greidanus&amp;qid=1659358758&amp;s=books&amp;sprefix=sidney+greidanus%2Cstripbooks-intl-ship%2C180&amp;sr=1-6">&#8222;Preaching Christ from the Old Testament&#8220;</a> von Sidney Greidanus ein Werk finden, dass sehr ausführlich gehalten ist und auch alternative Verständnisse darstellt.</p>
<p>Ein kurzes reformatorisches Paperback zu diesem Thema findet sich in Thomas Schirrmacher<a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2020/09/3-928936-61-1_Christus_im_AT_OCR.pdf"> &#8222;Christus im Alten Testament&#8220;,</a> dass der Autor auch kostenfrei anbietet.</p>
<p>Eine andere Sache ist natürlich auch, wie solche Predigten schließlich praktisch aussehen. Wilhelm Busch hat seine Alttestamentlichen Predigten mit <a href="https://www.sermon-online.com/de/contents/13949">&#8222;Spuren zum Kreuz&#8220;</a> veröffentlicht, heute kostenfrei bei CLV/sermononline downloadbar. Busch gibt selbst Spurgeon als den an, der ihm geholfen hat, das Alte Testament mit neuen Augen zu sehen (Vergleicht dafür das sehr tiefgründige Vorwort Buschs in Spuren zum Kreuz). Spurgeons Predigten zu alttestamentlichen Vorbildern erschienen wiederholt in unterschiedlichen Sammelbändern, mehrere davon biete ich kostenfrei auf <a href="https://www.glaubend.de/archiv/">meiner Homepage zum Download</a> an ( vor allem: Alttestamentliche Vorbilder, Christus im Alten Testament, Das Evangelium im Jesaja)</p>
<p>Sehr hilfreich empfand ich übrigens auch  die Ausführungen von Eduard Böhl, die er als Einleitung zu seinen <a href="http://www.licht-und-recht.de/boehl/Zwoelf_messianische_Psalmen.pdf">zwölf messianischen Psalmen</a> aufführt (Link führt zum kostenfrei auf Licht und Recht vorhandenen Buch).</p>
<p>Dieses Thema wird auch in Kommentaren vertieft, besonders hilfreich finde ich die Reihe von Tremper Longman (III) zur<a href="https://www.logos.com/product/149320/gospel-according-to-the-old-testament-series"> &#8222;Gospel according to the Old Testament&#8220;</a>. Ich nutze dieses Reihe vor allem in Logos und habe hier vor einiger Zeit den Kommentar zum <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">Richter-Buch</a> vorgestellt.</p>
<p>Abschließend: Ich bin insgesamt der Meinung, dass man mit &#8222;Christus im Alten Testament&#8220; auch übertreiben kann, so sehr, dass man nicht mehr in der Lage ist in Hiob ein Vorbild der Geduld oder in Elia ein Beispiel des Gebets sehen kann. Jakobus konnte das in seinem Brief! Auch kann das &#8222;Ich predige nur Christus&#8220; eigentlich nur eine Ausrede für Oberflächlichkeit und Fehlen von jeglicher Konkretheit werden. Ich fand John Pipers <a href="https://www.glaubend.de/auslegung-oder-auflegung/">Ausführungen dazu sehr hilfreich.</a> Aber das man auch von der anderen Seite vom Pferd fallen kann, bedeutet nicht, dass man nicht einen gottgefälligen Zugang zum Alten Testament entwickeln sollte. Wir dürfen Gottes Wort in der Gegenwart Gottes Lesen und er möge durch seinen guten Heiligen Geist unser Herz zu einer tieferen Erkenntnis der Liebe Christi reifen lassen. Das wir aber Christus in den Schriften, Propheten und Mose entdecken müssen, lehrte schon Christus selbst seine Jünger: <em>&#8222;Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden&#8230;&#8220;</em> (Luk. 24,44-45)</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Vom Passa von Melito von Sardes Die älteste christliche Osterpredigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2022 11:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Melito von Sardes]]></category>
		<category><![CDATA[Meliton von Sardes]]></category>
		<category><![CDATA[Osterpredigt]]></category>
		<category><![CDATA[Passah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen meiner Vorbereitung einer Predigt zu Christus im Alten Testament habe ich relativ ausführliche Recherchen gemacht. Dabei bin ich auch auf diese Osterpredigt von Melito von Sardes gestoßen. Das Werk selbst wurde erst vor etwas mehr als 150 Jahren entdeckt und ist überraschend gut&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/vom-passa-von-melito-von-sardes/14804">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://www.catholic.org/files/images/saints/1017.jpg" alt="St. Melito of Sardis - Saints &amp; Angels - Catholic Online" />Im Rahmen meiner Vorbereitung einer Predigt zu Christus im Alten Testament habe ich relativ ausführliche Recherchen gemacht. Dabei bin ich auch auf diese Osterpredigt von <a href="https://kreuzgang.org/pdf/melito-sardensis.blank.pdf">Melito von Sardes</a> gestoßen. Das Werk selbst wurde erst vor etwas mehr als 150 Jahren entdeckt und ist überraschend gut erhalten. Dabei handelt es sich um ein sehr frühes Werk der Kirchengeschichte. Ja, dieser Melito kam tatsächlich aus dem Sardes, dass wir aus der Offenbarung kennen. Sehr lesenswerte Hinweise zum Hintergrund der Schrift finden sich in der Einleitung von Blank zu diesem Werk. Auch die notierten Parallelstellen  rechts neben dem Predigttext sind eine Hilfe für den Hintergrund dieser Predigt.</p>
<p>Das Werk ist  relevant für das Verständnis der Beziehung von Altem und Neuen Testament, dass in der Alten Kirche spätestens durch den Einfluss von Marcion, der das Alte Testament als nicht kanonisch ablehnte, relevant wurde.</p>
<p>Dabei ist das Werk von Melito auch homiletisch bzgl. der verwendeten Sprachfiguren interessant, so arbeitet Melito häufig mit Aufzählungen oder Gegenüberstellungen. Zwei Beispiele:</p>
<p>Diese Anwendung sieht Melito in den bitteren Kräutern, die zum Passahlamm gereicht wurden:</p>
<blockquote><p>&#8222;Daher ist bitter geworden<br />
dir das Fest der ungesäuerten Brote,<br />
wie von dir geschrieben steht:<br />
Ihr werdet Ungesäuertes mit Bitterkräutern essen.<br />
Bitter sind dir die Nägel, die du zugespitzt hast;<br />
bitter die Zunge, die du geschärft hast;<br />
bitter die falschen Zeugen, die du aufgestellt hast;<br />
bitter die Stricke, die du bereitgelegt hast;<br />
bitter die Geiseln, die du geflochten hast;<br />
bitter Judas, den du gekauft hast;&#8220;</p></blockquote>
<p>oder an einer anderen Stelle, an dem die Symbolik des AT mit der Präsenz des Neuen Testaments verglichen wird:</p>
<blockquote><p>Denn wertvoll war einst die Schlachtung des Schafes,<br />
nun ist sie wertlos wegen des Lebens des Herrn.<br />
Wertvoll war der Tod des Schafes,<br />
nun ist er wertlos wegen des Heiles des Herrn.<br />
Wertvoll war einst das Blut des Schafes,<br />
nun ist es wertlos wegen des Geistes des Herrn.<br />
Wertvoll war einst das stumme Lamm,<br />
nun ist es wertlos wegen des schuldlosen Sohnes.<br />
Wertvoll war der Tempel unten,<br />
nun ist er wertlos wegen des Christus droben.<br />
Wertvoll war das untere Jerusalem,<br />
nun ist es wertlos wegen des<br />
oberen Jerusalem</p></blockquote>
<p>Die Osterpredigt ist deswegen interessant, weil es ein sehr frühes Zeugnis dafür ist, wie die Kirchenväter das Evangelium in der Botschaft des Alten Testaments erkannten und anwendeten. Melito geht von der Beziehung von Vorbild (<em>Typos</em>) und Wahrheit (<em>Aletheia</em>) aus. Dabei hat aber schon das <em>Typos</em> das Mysterium der eigentlichen Botschaft in sich. Das Beispiel, dass Melito wählt, um diese Beziehung zu illustrieren fand ich dabei besonders stark. Melito geht der Frage nach, was den Engel davon abhielt, die Erstgeburt derer, die ihre Hauspforte mit Lammes Blut strichen, zu schlagen. Seine Antwort: es ist die Wahrheit hinter dem Symbol, die wirkt:</p>
<blockquote><p>O unsägliches Mysterium!<br />
Die Schlachtung des Schafes<br />
wurde als die Rettung des Volkes erfunden,<br />
und der Tod des Schafes<br />
wurde des Volkes Leben<br />
und das Blut<br />
schreckte den Würgengel ab.<br />
Sage mir, Engel,<br />
wovor schrakst du zurück?<br />
Vor der Schlachtung des Schafes,<br />
oder vor dem Leben des Herrn?<br />
Vor dem Tod des Schafes,<br />
oder vor dem Vorbild des Herrn?<br />
Vor dem Blut des Schafes,<br />
oder vor dem Geist des Herrn?<br />
Offensichtlich warst du erschrocken,<br />
weil du das Mysterium des Herrn<br />
in dem Schaf geschehen sahst,<br />
das Leben des Herrn<br />
in der Schlachtung des Schafes,<br />
das Vorbild des Herrn<br />
in dem Tod des Schafes;<br />
darum schlugst du Israel nicht,<br />
sondern machtest nur Ägypten kinderlos.<br />
Was ist das für ein neues Mysterium?<br />
Ägypten wird geschlagen zum Verderben,<br />
Israel wird behütet zum Heil!</p></blockquote>
<p>Insgesamt ein gelungenes Werk. Als radikaler Protestant freue ich mich jedes mal über so viel Kongruenz mit den Kirchenvätern. Christus als hermeneutischer Schlüssel zum Alten Testament wird von Melito hilfreich und wegweisend angewandt. Die Frage wie nun aber die Beziehung von Israel und Gemeinde gegenwärtig sind, bleibt aber etwas unbeantwortet, was aber offensichtlich auch nicht die Absicht dieses Predigers war.</p>
<p>Wer ausführlicher in das Thema &#8222;Christus aus dem alten Testament predigen&#8220; einsteigen möchte, wird sicherlich in Sidney Greydanus Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Preaching-Christ-Old-Testament-Hermeneutical/dp/0802844499">Preaching Christ from the Old Testament&#8220;</a> einen guten Begleiter finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/vom-passa-von-melito-von-sardes/14804">Vom Passa von Melito von Sardes &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die älteste christliche Osterpredigt&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der jüdisch-amerikanische Radio-Moderator Dennis Prager über Evangelikale Das Leseverhalten der Evangelikalen aus jüdischer Sicht</title>
		<link>https://nimm-lies.de/der-juedisch-amerikanische-radio-moderator-dennis-prager-ueber-evangelikale/14753</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Feb 2022 09:41:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Dennis Prager]]></category>
		<category><![CDATA[lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dennis Prager ist in Amerika schon jahrzehntelang als konservativer und ungewöhnlicher Radiomoderator bekannt. Seine Analyse des Leseverhaltens evangelikaler Christen dürfte global ins Schwarze treffen. Entdeckt, via Monergism: &#8222;Eine Sache, die mir bei Evangelikalen aufgefallen ist, ist, dass sie nicht lesen. Sie lesen die Bibel nicht,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/der-juedisch-amerikanische-radio-moderator-dennis-prager-ueber-evangelikale/14753">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-juedisch-amerikanische-radio-moderator-dennis-prager-ueber-evangelikale/14753">Der jüdisch-amerikanische Radio-Moderator Dennis Prager über Evangelikale &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Das Leseverhalten der Evangelikalen aus jüdischer Sicht&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Dennis_Prager">Dennis Prager</a> ist in Amerika schon jahrzehntelang als konservativer und ungewöhnlicher Radiomoderator bekannt. Seine Analyse des Leseverhaltens evangelikaler Christen dürfte global ins Schwarze treffen. Entdeckt, via Monergism:</p>
<blockquote><p>&#8222;Eine Sache, die mir bei Evangelikalen aufgefallen ist, ist, dass sie nicht lesen. Sie lesen die Bibel nicht, sie lesen die großen christlichen Denker nicht, sie haben noch nie von Aquin gehört. Wenn sie Presbyterianer sind, haben sie noch nie die Begründer des Presbyterianismus gelesen. Das kann ich nicht verstehen. Als Jude ist das für mich verwirrend. Das Gebot des Studiums ist im Judentum so tief verwurzelt, dass wir uns in das Studium vertiefen. Gott hat uns ein Gehirn gegeben, sollen wir es nicht in seinem Dienst einsetzen? Wenn ich das Haus eines evangelikalen Christen betrete und insgesamt 30 Bücher sehe, die meisten davon Bestseller, verstehe ich das nicht. Ich habe Bücherregale mit christlichen Büchern, und ich bin Jude. Warum habe ich mehr christliche Bücher als 98 % der Christen in Amerika? Das ist so seltsam für mich.&#8220;</p></blockquote>
<p>O-Ton:<span id="more-14753"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;One thing I noticed about Evangelicals is that they do not read. They do not read the Bible, they do not read the great Christian thinkers, they have never heard of Aquinas. If they&#8217;re Presbyterian, they&#8217;ve never read the founders of Presbyterianism. I do not understand that. As a Jew, that&#8217;s confusing to me. The commandment of study is so deep in Judaism that we immerse ourselves in study. God gave us a brain, aren&#8217;t we to use it in his service? When I walk into an Evangelical Christian&#8217;s home and see a total of 30 books, most of them best-sellers, I do not understand. I have bookcases of Christian books, and I am a Jew. Why do I have more Christian books than 98% of the Christians in America? That is so bizarre to me.&#8220;</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-juedisch-amerikanische-radio-moderator-dennis-prager-ueber-evangelikale/14753">Der jüdisch-amerikanische Radio-Moderator Dennis Prager über Evangelikale &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Das Leseverhalten der Evangelikalen aus jüdischer Sicht&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Zwölf Perlenketten meiner Lektüre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2021 07:18:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Artikel &#8222;Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke&#8220; benötigt dringend eine Aktualisierung. Heute kann ich sie endlich liefern: Zunächst möchte ich aufzeigen, wo die Grenzen meines bisherigen Artikels liegen.  Anschließend erläutere ich das Konzept, dass ich als &#8222;Perlenketten&#8220; bezeichne: Das Konzept ermöglicht mir, sich mit&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/zwoelf-perlenketten-meiner-lektuere/14543">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zwoelf-perlenketten-meiner-lektuere/14543">Zwölf Perlenketten meiner Lektüre</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel <a href="https://www.nimm-lies.de/meine-personliche-top-ten-auswahl-christlicher-werke/5055">&#8222;Meine persönliche „Top-Ten“ Auswahl christlicher Werke&#8220;</a> benötigt dringend eine Aktualisierung. Heute kann ich sie endlich liefern:</p>
<p>Zunächst möchte ich aufzeigen, wo die Grenzen meines bisherigen Artikels liegen.  Anschließend erläutere ich das Konzept, dass ich als &#8222;Perlenketten&#8220; bezeichne: Das Konzept ermöglicht mir, sich mit zentralen Themen ausführlich zu befassen und doch unterschiedliche Perspektiven einzubinden. Die Frage, die ich dabei bespreche, ist, wie man eine hilfreiche Kette mit einem passenden &#8222;Anfangsknoten&#8220; knüpft. Schließlich gewähre ich einen Blick in eine größere Auswahl an Perlenketten.</p>
<h3><strong>Was an meiner bisherigen Liste problematisch ist</strong></h3>
<p>Im Wesentlichen drei Dinge:</p>
<p>1) Es fehlte Struktur: Vor allem &#8222;heilige fromme&#8220; Titel prägten mich, häufig ohne Folgen für das alltägliche Leben.</p>
<p>2) Fehlt Substanz: Vor 9 Jahren war ich einfach kein erfahrener Leser: So kannte ich außer Calvins Bibelkommentaren kaum einen anderen Kommentar. Und obwohl ich diese weiterhin für exzellent halte, denke ich, dass man weiser mit Kommentaren umgehen kann.</p>
<p>3) Ich konzentriere mich ausschließlich auf christliche Werke. Ein Schwerpunkt, der mein Leben auch weiterhin prägt, aber ich habe immer auch gerne Klassiker gelesen, die ich nun mit aufnehme.</p>
<h3><strong>Wie Perlenketten entstehen</strong></h3>
<p>Am Anfang einiger meiner Perlenketten steht der <a href="https://www.glaubend.de/a-preacher-man-in-new-york/">Predigtdienst von Tim Keller: </a> Immer wieder finden sich dann Beiträge, in denen er davon spricht, welche Autoren ihn geprägt haben. Er sagt, dass er sich in jungen Jahren mit der Frage konfrontiert sah, wie er Nicht-Christen erreichen kann. In Amerika könne man in vielen Bereichen immer noch die Kirchen voll mit Besuchern bekommen, weil viele noch über das christliche Vokabular verfügen. Er sah sich mit der Frage konfrontiert, wie er das Evangelium auch denen erzählen kann, die mit dem christlichen Konzept von Gott, Schöpfung und Erlösung nicht viel anfangen können und fand dabei viel Hilfe in den anglikanischen Evangelikalen <em>Stott, Packer, <a href="https://www.nimm-lies.de/rezension-preaching-von-alec-motyer/14065">Motyer</a>, Lucas</em> und weitere. Schon war mein erster Knoten geknüpft: Ich sehe in meinem Umfeld die gleiche Herausforderung, und ein Abgleichen meines Denkens an einer doch anderen Kultur der Briten der 50er bis 90er klingt verlockend.<span id="more-14543"></span></p>
<p>Eine andere Kette habe ich durch John Frames &#8222;History of Western Philosophy and Theology&#8220; entdeckt. Dadurch, dass er sehr intensiv mit dem Quellenmaterial arbeitet, Zitate anfügt auf frei zugängliche Werke verweist, lassen sich ausgehend von diesem Werk sicherlich viele Ketten knüpfen und schlagen. In meinem Fall war es vor allem das Werk von Poythress, auf dass mich der Autor aufmerksam gemacht hat. Poythress liest sich sehr einfach, wagt sich aber an ungewöhnliche Themen, z.B. schrieb er ein Buch darüber, wie wir als Christen über Mathematik nachdenken sollen. Vergleicht hier unser Interview mit <a href="https://www.nimm-lies.de/mit-vern-sheridan-poythress-im-gespraech/13735">V.S. Poythress</a>.</p>
<p>An dieser Stelle zeigt sich, dass sich Perlenketten auch kreuzen können. In seinem Werk <a href="https://www.nimm-lies.de/reading-the-word-of-god-in-the-presence-of-god/13366">&#8222;Reading the Word of God in the Presence of God&#8220;,</a> einem Hermeneutik-Primer, verweist Poythress immer wieder auf Edmund Clowney, einen Theologen von dem ich vorher nie etwas gehört habe, außer eben in den Predigten von Tim Keller. Auf diese Weise habe ich eine der besten frei zugänglichen Vorlesungen gefunden: <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/preaching-christ-in-a-postmodern-world/id378879885">&#8222;Preaching Christ in a Postmodern World&#8220;</a>. Gehalten gleichzeitig von Keller und Clowney. Eine Google-Suche förderte dann <a href="https://servantofmessiah.org/homiletics-class/">sogar zwei Skripte zur Vorlesung zu Tage</a>.</p>
<p>Das funktioniert auch mit säkularer Literatur. Früher habe ich meine Bücher klassischer Literatur in zwei Rubriken sortiert: Zunächst einmal nach Entstehungsland, dann nach Entstehungsjahr. So kann ich heute schnell die Unterschiede von russischen zum z.B. englischen Realismus beschreiben und die Weiterentwicklung von Themen erkennen, was &#8222;ganz natürlich&#8220; aus dem Lesefluss folgte.</p>
<p>In einer gewissen Weise sind Perlenketten irgendwann auch abgeschlossen. Als ich mich mit den Büchern <a href="https://www.nimm-lies.de/jeder-tat-was-ihn-recht-duenkte/13857">Richter</a> und <a href="https://www.nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">Ruth</a> befasste, fand ich solche Ketten, knüpfte sie mit Freude und Erfüllung und werde sicher irgendwann nach Jahren wieder zu diesen zurückgreifen.</p>
<p>Schließlich muss uns auch klar sein, dass wir nicht alle Ketten der Welt knüpfen können. Astronomie oder Kreationismus, aber auch die Lehre von der Kirche und viele zeitaktuelle Themen sind Beispiele für Themen, die einen großen Reiz entwickeln können (zumindest für mich), für die ich aber einfach keine Zeit mehr übrighabe.</p>
<p>Es gibt einen praktischen Grund seine Lektüre einzuschränken, und der liegt schlicht in der begrenzten Lebenszeit. In der folgenden Aufstellung entblöße ich mich selbst, auch dadurch, dass ich viele Ketten nicht geflochten habe, darunter zähle ich Biografien, sozialanalytische Schriften, moderne Literatur, wissenschaftliche Werke und viele mehr! Es gibt viel zu tun, packen wir es an!</p>
<h2><strong>Zwölf Perlenketten</strong></h2>
<p>Die Perlenketten sind nicht unbedingt in der Weise dargestellt, wie ich sie gelesen/gehört habe, sondern vor allem nach Zugänglichkeit und Schwierigkeitsgrad sortiert. Auch habe ich die zu den Anglikanern, wie bereits oben dargestellt hier nicht noch einmal gesondert aufgeführt:</p>
<h2><strong>Drei theologische Ketten</strong></h2>
<h3><strong>Hermeneutik</strong></h3>
<p>Hätte ich bloß Beynons und Sachs Buch <a href="https://www.cbuch.de/beynon-sach-tiefer-graben.html"><em>Tiefer graben</em></a> früher gekannt. Ich glaube, mit diesem Buch hat man einen guten Einstieg in die Werkzeuge für das Bibelverständnis. Vor allem die zahlreichen durchgearbeiteten Beispiele machen das Buch sehr überzeugend. Darauf aufbauend würde ich zur <a href="https://www.amazon.de/Introduction-Biblical-Interpretation-Lectures-Complete/dp/B0757T9JZ9/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1B7ETP2QHS7LT&amp;dchild=1&amp;keywords=Introduction+to+Biblical+Interpretation+hubbard&amp;qid=1635410766&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=introduction+to+biblical+interpretation+hubbard%2Caps%2C102&amp;sr=8-1&amp;sres=B0757T9JZ9%2C0785252258%2C3964660442%2C0849907748%2C3964660345%2C0310537983%2CB01HAKH3T8%2CB086PTDP1D%2C3903372099%2C3742315439%2C3140223145%2CB08NWQZPM9%2C3625180863%2C3742312340%2CB08WJTPTQG%2C3833825332&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Introduction to Biblical Interpretation</em></a> (Klein, Blomberg, Hubbard) greifen und natürlich zu Carsons <a href="https://www.cbuch.de/carson-stolpersteine-der-schriftauslegung.html"><em>Stolpersteine der Schriftauslegung</em></a>. Als nicht der biblischen Sprachen mächtig habe ich eine natürliche Grenze für Werke in diesem Bereich, so dass die High-Level Bücher für mich hier ausscheiden. Ich würde aber jedem einen Grundstock an hermeneutischen Büchern empfehlen. Berkhofs <em>Principles of Biblical Interpretation</em> ist <a href="https://www.monergism.com/principles-biblical-interpretation-sacred-hermeneutics-ebook">so z.B. auch frei im Web erhältlich.</a> Sprachliche Herausforderungen können mit einem geeigneten Wörterbuch (ich greife hier für das NT auf das EWNT von Balz/Schneider zurück) gut abgefangen werden. Im Wesentlichen versuche ich pro Jahr ein Buch in diesem Themenfeld zu lesen und habe aktuell die <a href="https://www.amazon.de/Hermeneutical-Spiral-Comprehensive-Introduction-Interpretation/dp/0830828265/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=167Y34MYCDC0H&amp;dchild=1&amp;keywords=osborne+hermeneutical&amp;qid=1635410816&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=osborne+hermeneutical%2Caudible%2C84&amp;sr=1-1&amp;sres=0830828265%2CB004HAKP9A%2CB01K0RUPCK%2CB00AEMSUB0%2CB094FTKT7F%2CB01N5QC1CL%2CB002EPBL1Q%2CB08HPJLY92%2CB081Z38C1J%2CB004JV7QX0%2CB092HP76CX%2CB01M2ZQSR6%2CB005UXJSYQ%2CB003WIHR44%2CB00BG3MUA8%2CB00DC3PY7G&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Hermeneutical Spiral</em></a> von Grant Osborne ausgepackt. Durch Carl Truemans<a href="https://www.amazon.de/Histories-Fallacies-Carl-Trueman-2011-01-21/dp/B01N1XPTTD/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=UA9ZBAZMJYXT&amp;dchild=1&amp;keywords=trueman+histories&amp;qid=1635410835&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=trueman+histories%2Caudible%2C82&amp;sr=1-1&amp;sres=B01N1XPTTD%2CB09HGCT562%2CB09CBY7VLK%2C052173536X%2CB07L9C3B6F%2C1581349238%2C1481986015%2CB003JTHWUK%2CB001G429PS%2CB01M2Y1LKH%2CB00B9PQ856%2CB08DR9KP91%2CB005HY5ZR2%2CB0168YJGY2%2CB08H1LB5H9%2CB004CYNYNK&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em> Histories and Fallacies</em></a> ist mir klar geworden, dass viele Methoden auch auf die Deutung der Geschichtsschreibung übertragen werden können.</p>
<p><strong>Biblische Theologie</strong></p>
<p>Ich würde erst mit einem umfassenderen Werk anfangen, z.B. <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=219XFJGVSE9E0&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1635410790&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=the+king+in+his+beauty%2Caudible%2C90&amp;sr=1-1&amp;sres=0801039398%2C1601781253%2CB005CI0V7M%2CB00IU2XDA4%2CB07GFJN6T1%2CB003AMWQ34%2CB073W4GFH9%2CB08FFRMH3M%2CB09FFLNVRD%2CB00876YTYM%2CB08D89J7C9%2CB01KYN6HKE%2CB07KPTBSM4%2CB08DKLGCK3%2CB086PTDP1D%2CB07YX1S553"><em>The King in His Beauty</em></a> von Thomas Schreiner (<a href="https://www.youtube.com/watch?v=eih7B7V5yww&amp;list=PL4sbg6ng23C4vwh8EZBXbJQI5hsaahhPv">Hier geht es zur 31-Teiligen Vorlesung vom Autor selbst</a>), aber man könnte zu <a href="https://www.amazon.de/Biblical-Theology-3-Volumes-Set/dp/1941337872">Jeffrey Niehaus&#8216; <em>Biblical Theology</em></a> greifen, auch hier findet sich eine <a href="https://biblicalelearning.org/biblical-theology-dr-jeffrey-niehaus/">Vorlesung </a>im Web.  Etwas einfacher ist z.B. <em><a href="https://www.nimm-lies.de/a-house-for-my-name/14309">A House for My name</a> </em>von Peter Leithart. Damit dürfte man gerüstet sein auf das eher anspruchsvollere (aber grundlegendere) Werk vo Geerhardus Vos: <a href="https://www.amazon.de/Biblical-Theology-Geerhardus-Vos/dp/B095NTBKMM/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=I1F6KIGVZSGE&amp;dchild=1&amp;keywords=vos+biblical+theology&amp;qid=1635410865&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=vos+biblical+theology%2Caudible%2C87&amp;sr=1-1&amp;sres=B095NTBKMM%2CB0865TV7TT%2C0267659261%2C1592442919%2CB098PNKQH3%2CB08MSV1SWY%2CB08MSSD9YX%2C3337717705%2C0802812090%2C1549953842%2CB00YPOBZXI%2CB09K6W638Y%2CB07VLB71CF%2C0875521819%2CB09K7Q3DQC%2C0998748722&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Biblical Theology</em>.</a> Man könnte aber auch eher eine Theologie eines der Testamente betrachten, ich fand <a href="https://www.nimm-lies.de/tipp-helmuth-egelkraut-das-alte-testament/12770">Egelkrauts</a> <a href="https://www.cbuch.de/egelkraut-hrsg-das-alte-testament.html"><em>Theologie des Alten Testament</em>s</a> dabei sehr hilfreich. In besonderer Weise erschüttert hat mich <a href="https://www.amazon.de/Theology-Testament-George-Eldon-Ladd/dp/0802806805/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=A30NZE6XS0DH&amp;dchild=1&amp;keywords=ladd+theology+of+the+new+testament&amp;qid=1635410919&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;s=audible&amp;sprefix=ladd+theology+of+the+new+testament%2Caudible%2C90&amp;sr=1-1&amp;sres=0802806805%2C0718828992%2C080283504X%2C3140223145%2CB00267T4CU%2CB08QHNM5RX%2CB07VMHH4W8%2C8854516023%2CB07VLB71CF%2C3742315439%2CB000NDDPA6%2CB076611KCY%2C3933257409%2CB08PFH3PPP%2CB012NOGGHQ%2CB0110T32ZO&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>A Theology of the New Testament</em></a> von G.E. Ladd. Mein Lieblingswerk eines arminianischen Dispensationalisten überhaupt (<a href="https://www.desiringgod.org/interviews/how-to-live-wisely-in-the-end-times">Lest hier den Artikel von Piper über Ladd</a>). Das Buch hat mir geholfen das Neue Testament in seiner Ganzheit zu lesen, ein echter Augenöffner für viele Fragen!</p>
<p>Von dieser Basis ausgehend kann man sich weiter spezifizieren, z.B. <a href="https://www.amazon.de/Paradise-Promised-Land-Introduction-Pentateuch/dp/0801039983/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=desmond+alexander&amp;qid=1632909809&amp;qsid=257-2536391-4228942&amp;sr=8-2&amp;sres=0801039983%2C0825420156%2CB088WH2J2P%2C0801092140%2C1842272721%2CB009TPSOFU%2C1844742857%2C0830825029%2CB08VF652P5%2CB09B2NSWHM%2CB08VF5B41F%2CB00HTK1TSG%2C194269797X%2C1433555743%2C1683594304%2C1433572052"><em>From Paradise to the promised Land</em> von T.Desmond Alexander</a>, eine Theologie der Fünf Bücher Mose oder aber man greift zu den gegenwärtig 56 Bänden der Reihe <em>New Studies in Biblical Theology</em>. <a href="https://www.ivpress.com/new-studies-in-biblical-theology">Ich versuche pro Jahr drei bis vier Bände dieser Reihe zu lesen</a> und sie haben mich in meinem Verständnis der Bibel sehr bereichert.</p>
<p>Das Thema wird durch die Nutzung geeigneter Nachschlagewerke erweitert, z.B. das <em><a href="https://www.nimm-lies.de/lexikas/14183">New Dictionary of Biblical Theology.</a></em></p>
<p>An dieser Stelle muss ich mich wohl entschuldigen, nur englische Bücher aufzulisten. Aber vielleicht wäre <a href="https://www.cbuch.de/spieker-jesus-eine-weltgeschichte.html"><em>Jesus. Eine Weltgeschicht</em>e</a> von M. Spieker ein passendes deutschsprachiges Werk für diese Rubrik.</p>
<p><strong>Glaubenslehre</strong></p>
<p>Ich finde es schwieriger in diesen Bereich einen Zugang zu bekommen als in die Biblische Theologie. Meine erste Dogmatik, die ich je gelesen habe, war die <em><a href="https://www.amazon.de/Biblische-Dogmatik-systematische-Theologisches-Studienmaterial/dp/3862690660/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1V0FSP5B30I3A&amp;dchild=1&amp;keywords=wayne+grudem&amp;qid=1635410966&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=wayne+grudem%2Caps%2C1068&amp;sr=8-1&amp;sres=3862690660%2CB086LK95ZS%2C1433577038%2C1433549654%2CB086LLLVF2%2C1789742617%2C1581345178%2C1581342438%2CB08CS2NYRN%2C1844744868%2C0310286700%2C3935188676%2CB00NTQ3ITW%2C1433569906%2CB00NTQCMXU%2C148268442X&amp;srpt=ABIS_BOOK">Biblische Dogmatik</a></em> von Grudem, ich würde aber lieber Berkhofs <em>Systematic Theology</em> bevorzugen, nicht aber seine gekürzte Variante davon. Ich habe sehr von Eduard Böhls <a href="https://www.cbuch.de/boehl-dogmatik.html"><em>Dogmatik</em></a> profitiert. Sowohl <em>Böhl </em>wie <em>Berkhof</em> finden sich kostenfrei im Web. Mit beiden ist man dann für das eher anspruchsvollere Werk von Bavinck <em>Reformed Dogmatics</em> gewappnet, die wohl demnächst auch auf Deutsch erscheinen soll.  Insgesamt fehlt mir hier wirklich etwas Aktuelleres und doch zugängliches, das sich nicht in endlosen akademischen Fragen verliert oder allzu sehr im amerikanischen Evangelikalismus verläuft. Mir scheint aber <a href="https://www.amazon.com/Basics-Faith-Evangelical-Introduction-Christianity/dp/1683593383#:~:text=pillars%20of%20evangelicalism.-,Basics%20of%20the%20Faith%20is%20an%20overview%20of%20essential%20Christian,Hughes%20on%20inspiration%2C%20Anthony%20A."><em>Basics of the Faith</em> von Henry/Vanhoozer</a> ein guter Startpunkt zu sein. Eine andere Strategie besteht im Studieren klassischer Bekenntnisse, häufig tragende Säule vieler Dogmatiken.</p>
<p>Hat man sich dann durch ein zusammenfassendes Gesamtwerk durchgekämpft steht die Tür offen für Bücher über dogmatische Themen, z.B. die Werke, die in der Reihe <em><a href="https://www.ivpress.com/contours-of-christian-theology-set">Contours of Christian Theology</a></em> erscheinen. Es lässt sich nicht leugnen, das systematische Themen vernachlässigt werden, oder wann habt ihr es erlebt, dass die Dreieinigkeit aktiv in der Predigt eingebunden war, mit Ausnahme von Themenabenden zur Dreieinigkeit? Deswegen sind weniger steife Bücher mit systematischem Schwerpunkt oftmals sehr bereichernd, ich denke da an <a href="https://www.amazon.de/ESSENTIAL-TRINITY-Brandon-D-Crowe/dp/1629952982"><em>Essential Trinity</em> von Trueman/Crowe</a> oder an <a href="https://www.nimm-lies.de/the-whole-christ-von-sinclair-ferguson/14429"><em>The Whole Christ</em> von Ferguson.</a></p>
<h3><strong>Sechs Ketten des christlichen Erbes</strong></h3>
<p><strong>Kirchenväter</strong></p>
<p><a href="https://bkv.unifr.ch/de/works">Die Bibliothek der Kirchenväter ist ein Schatz.</a> Eine Masse an Kirchenvätern frei zugänglich für jedermann. In den meisten Fällen sind die Kirchenväter viel leichter zugänglich als man erwarten würde, in besonderer Weise schätze ich die rhetorischen Qualitäten von <em>Tertullian</em>. Möchte man etwas von der ganz frühen kirchlichen Zeit lesen, dann sind sicher die Korintherbriefe von <em>Klemenz</em> spannend. Ich habe nicht viel von Athanasius gelesen, fand ihn aber sehr leicht zugänglich. Überhaupt hat man immer das Gefühl, als hätte man es mit russlanddeutschen Christen zu tun, wenn man Kirchenväter liest: Eine klare Ausrichtung auf Andacht, dabei aber eher Abstriche bei der Gründlichkeit der Bibelauslegung. Aus diesem Grund fand ich die Predigten der Kirchenväter meist langweilig, das gilt aber nicht für ihre apologetischen Schriften und das auch nicht für die Predigten von <em>Augustinus</em>, wobei ich auch bei Ihm eher zu den &#8222;bekannteren Werken&#8220; greifen würde, wie den <em>Bekenntnissen</em> oder <em>Die Gabe des Ausharrens.</em></p>
<p><strong>Luther und die Reformatoren</strong></p>
<p>Wenn man nur einen Reformator lesen möchte, dann sollte man zu Luther greifen. Ich würde hier einige Einleitungen zu den Bibelbüchern lesen, einige Auslegungen seiner Psalmen, viele Briefe und schließlich &#8222;Von der Freiheit eines Christenmenschen&#8220;, &#8222;Von den guten Werken&#8220; aber auch die Thesen der Heidelberger Disputation. Ich glaube damit wäre Luthers Schwerpunkt auf Wort, Glaube, Heilsgewissheit und dem Konzept der Rechtfertigung gelegt. Ausgehend davon kann man zu den eher kontroverseren Schriften wie &#8222;Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche&#8220;, &#8222;Ob man weltlicher Obrigkeit Gehorsam schuldig sei&#8220; oder &#8222;De servo arbitrio&#8220; greifen, aber auch zu seinen eher problematischeren Werken, wie z.B. denen über die Juden oder die Wiedertäufer. Das hilft diese Generation nicht in übertriebener Weise zu verherrlichen! Überhaupt ist es meine Überzeugung, dass wir mehr von den Reformatoren lesen würden, wenn wir sie nicht derart überhöhen würden (zum Guten oder Schlechten).</p>
<p>Ich persönlich habe mich in den letzten Jahren zunehmend von Luther dem Calvin zugewandt. Ich würde bei Calvin mit <a href="https://www.amazon.de/Leben-eines-Christen-Johannes-Calvin/dp/1717716512/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=28QWO5PYECH5S&amp;dchild=1&amp;keywords=calvin+vom+leben+eines+christen&amp;qid=1635411016&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=calvin+vom+leben+eines+christen%2Caps%2C119&amp;sr=8-2&amp;sres=1717716512%2C3964660345%2CB08GV912TY%2C3625180863%2C389736381X%2CB07CCFSCL7%2C3742312340%2C3625138948%2C3401602276%2C3453214951%2C3920476212%2C3795758858%2C3939916153%2CB01N5I39XB%2C3865436765%2CB01N0TJLOA&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Vom Leben eines Christen</em></a> anfangen, aber es führt irgendwann kein Weg an der <em><a href="https://www.cbuch.de/calvin-institutio-unterricht-in-der-christlichen-religion.html">Institutio</a> </em>vorbei. Sie ist leichter zugänglich als man denkt. Es ist überhaupt spannend Luthers Werke mit Calvins zu vergleichen. Bei Luther hat man eigentlich immer noch ganz klar den emotionalen Mann des Mittelalters, bei Calvin einen nüchternen Denker der Moderne. Mir gefallen beide Stile ganz gut, die Logik von Calvin ist aber doch weitreichender. Liest man dann noch Menno Simons hat man gleich drei protestantische Linien nebeneinander.</p>
<p>Viele der Werke finden sich auf der <a href="https://glaubensstimme.de/doku.php">glaubensstimme.de</a>.</p>
<h3><strong>Die bunte Welt der Puritaner</strong></h3>
<p>Dem 3L Verlag ist es in besonderer Weise zu verdanken, das Werke der <a href="https://www.nimm-lies.de/bibliografie-deutsche-bucher-von-puritanern/4001">Puritaner bereits seit Jahren neu aufgelegt werden.</a> Ich finde sie eigentlich alle hilfreich, nur sehr häufig leicht umfangreich und umständlich. Es kommt häufig vor, dass man beim Lesen den Drang verspürt, zu schlafen. Das dürfte aber nicht nur etwas über die puritanischen Schriftumfänge aussagen, sondern auch über meinen geistlichen Zustand. Die Puritaner zielen immer auf das Herz. Es gibt aber Puritaner, die wirklich überraschend erfrischend sind, ich denke da vor allem an Thomas Watson. Ich würde bei den Puritanern immer mit Watsons Werken anfangen. Anschließend greife man zu Matthew Henry und darf den Abstecher zur <a href="https://www.cbuch.de/john-bunyan-die-pilgerreise.html">Bunyans Pilgerreise</a> nicht auslassen, aber auch zu seinem &#8222;Heiligen Krieg“ (oder seiner <a href="https://www.cbuch.de/bunyan-ueberreiche-gnade-hardcover.html">Autobiographie</a>). Nicht alles von Bunyan erreicht ein hohes Niveau, aber es wäre z.B. auch sein von ihm selbst verfasstes (und leider nur wenig bekanntes) Glaubensbekenntnis zu nennen, dass ich als sehr gelungen empfinde. Irgendwann, und an dieser Phase befinde ich mich aktuell, wagt man sich dann auch an Charnock, Owen, Bosten und die vielen anderen.</p>
<p>In besonderer Weise sollten hier die Puritan Papers von Packer/Lloyd-Jones et Al erwähnt werden. Die Auswahl der Themen scheint mir bei diesem Werk viel besser gelungen zu sein als bei der <a href="https://www.cbuch.de/beeke-jones-systematische-theologie-der-puritaner.html"><em>Systematische Theologie der Puritaner</em></a> von J.Beeke. Beekes Buch arbeitete sich zu sehr mit &#8222;Ach, wären wir alle großartig, wenn wir so wären wie die Puritaner“ und auch aufgrund seiner Überzeugung, dass er in besonderer Weise in den Fußspuren der Puritaner wandelt, ab und verliert so ein eigentlich gut vorhandenes Potential. Packers Essay <a href="https://www.thegospelcoalition.org/themelios/article/why-we-need-the-puritans/"><em>Why we need the Puritans</em></a> dürfte ein guter Startpunkt für die bunte Welt der Puritaner sein. Zumindest auf Englisch findet man sehr viele Werke kostenfrei auf monergism.com</p>
<p><strong>Busch und die Perlenkette für schlechte Tage</strong></p>
<p>Ausgehend von Wilhelm Buschs <a href="https://www.amazon.de/Plaudereien-meinem-Studierzimmer-Wilhelm-Busch/dp/3761557043/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=1UX3JIQQSPSTK&amp;dchild=1&amp;keywords=plaudereien+in+meinem+studierzimmer+buch&amp;qid=1635411051&amp;qsid=257-4609728-7562842&amp;sprefix=plauderein+in+meinem+studierzimmer+busch%2Caps%2C100&amp;sr=8-1&amp;sres=3761557043%2CB01NBN9Z31%2CB08GV912TY%2C3903372099%2C3742315439%2C3625180863%2C3795701627%2C394673989X%2C3742316389%2C3473315788%2C3473315443%2CB07KLCY8NF%2C3789166456%2C398221730X%2C3473333026%2C3742312340&amp;srpt=ABIS_BOOK"><em>Plaudereien in meinem Studierzimmer</em></a>, einem Werk in dem Busch über Autoren und Christen schreibt, die ihn prägten, hat man einen weiten Blick in die Schriften der Pietisten. Entsprechend kann ich die pietistische Prägung meines Glaubens nicht genug würdigen. Nach Buschs Plaudereien kann man eigentlich zu jedem Pietisten greifen. Ich greife sehr gerne zu den Predigten von Hofacker, der &#8222;Seelsorge&#8220; von Blumhardt oder den Werken von Humburg.</p>
<p>Meine persönliche Beobachtung an mir selbst ist, dass wenn mir mal &#8222;wieder alles zu viel wird&#8220; und des Büchermachens kein Ende ist und alles nur furchtbar verwirrend wirkt, ich wie automatisch zu den Werken der Pietisten greife und sehr schnell wieder still werde.</p>
<p><strong>Bibellesen mit der Kirchengeschichte</strong></p>
<p>Ein beachtlicher Teil meiner Empfehlungen des <a href="https://www.nimm-lies.de/meine-personliche-top-ten-auswahl-christlicher-werke/5055">ursprünglichen Artikels </a>fällt in diese Kategorie und ich halte weiterhin diese Bücher in allen Ehren: Ob <em>Tozer</em>, <em>Nee</em>, <em>Hallesby</em>, <em>Lewis</em> oder auch Gitt und Spurgeon: Ich mag die Bücher dieser Autoren weiterhin sehr gerne, weil es einem Freude bereitet zu sehen, wie jemand mit einer ganz anderen Prägung und aus einem ganz anderen Kulturkreis die Bibel verstand. Neuerdings habe ich erneut die Gründungsväter der russichen Evangeliums-Christen entdeckt und muss jedem z.B. <em><a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9C%D0%B0%D1%80%D1%86%D0%B8%D0%BD%D0%BA%D0%BE%D0%B2%D1%81%D0%BA%D0%B8%D0%B9,_%D0%92%D0%BB%D0%B0%D0%B4%D0%B8%D0%BC%D0%B8%D1%80_%D0%A4%D0%B8%D0%BB%D0%B8%D0%BC%D0%BE%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87">Marzinkowskij </a> </em>und <a href="https://www.worldcat.org/title/in-the-cauldron-of-russia-1869-1933-autobiography-of-is-prokhanoff-the-life-of-an-optimist-in-the-land-of-pessimism-together-with-an-interesting-history-of-the-russian-evangelical-christian-union/oclc/1117143"><em>Prokhanov (in the Cauldron of Russia, Autobiographie) </em></a> weiterempfehlen. Ich schätze diese Literatur weiterhin. So erfahre ich wie ein Skandinavier oder ein Amerikaner oder ein Chinese ihre Bibel gelesen haben und was sie dabei auf sich nahmen. Nicht alles ist so ohne weiteres übertragbar und ich würde auch beachtliche Teile nicht auf diese Weise ausdrücken, aber doch bleibt die mystische Gemeinschaft unter Brüdern, die hier aus jeder Zeile strömt.</p>
<p><strong>Seelsorgerliche Literatur</strong></p>
<p>Diese Kette ist leichter zu knüpfen als man denken könnte: Man nimmt ein Werk aus dem bereits großen Pool an <a href="https://www.3lverlag.de/131-seelsorge-und-lebenshilfe">&#8222;Seelsorge-Büchern&#8220; des 3L-Verlags</a> und arbeitet sich so Stück für Stück durch. Ich lese etwa ein Buch pro Jahr aus diesem Bereich. Anfangen würde ich tatsächlich aber entweder mit Jay Adams <a href="https://amzn.to/3Bo7fHQ"><em>Handbuch der Seelsorge</em></a> oder mit Heath Lamberts <a href="https://www.amazon.de/-/en/Heath-Lambert/dp/0310518164/ref=sr_1_2?dchild=1&amp;keywords=heath+lambert&amp;qid=1635317660&amp;qsid=257-2536391-4228942&amp;s=books&amp;sr=1-2&amp;sres=3866992599%2C0310518164%2CB01N3SJ3UJ%2C1537391348%2C2362493164%2C1596381396%2CB08ZJJYLKM%2CB00KBA8L9Q%2C1433528134%2CB08P6BWZKG%2C1499149468%2CB017MYG08M%2CB010IKXZQW%2CB084P5ZXVB%2C185051402X%2C0706438418"><em>A Theology of Biblcal Counseling.</em></a></p>
<p><strong> Drei Ketten klassischer Literatur</strong></p>
<p>Mit der zeitgenössischen Literatur tue ich mich schwer, Klassiker habe ich meist im Unterricht der Oberstufe oder in langweiligen Vorlesungen gelesen, das ist mir sitzengeblieben:</p>
<ul>
<li>Dass ich als Teenager irgendwann zur russischen Klassik griff, lag vor allem einfach daran, dass ich ein Russe (zumindest zur Hälfte) bin. Aber sie fesselte mich schnell. Sie (ich meine vor allem Literatur der Romantik und des Realismus) ist dramatischer als die britische, düsterer als die amerikanische und lebensnaher als die Deutsche. Zu Beginn würde ich zu Erzählungen von <em>Turgenew</em> (z.B. Asja, Mumu), <em>Tschechow (</em>produzierte massenweise kürzere Werke, weil er für längere nie die Zeit fand, nebst großer Familie und seiner Arbeit als Arzt) oder zu Novellen von <em>Leskow</em> (z.B. Die Lady Macbeth von Mzensk, Der Gaukler Pamphalon) greifen.  Anschließend dürfte man sich an die längeren Werke wagen. Natürlich führt kein Weg an <em>Dostojewski</em> und <em>Tolstoi</em> vorbei, aber ein Werk gab mir besonders zu denken: Fürst Serbreny von <em>A.K.Tolstoi</em> (nicht Lev Tolstoi). Das Buch beschreibt zwei Reaktionen auf einen Tyrannen: Einerseits den Ansatz der Rebellion der schließlich versandet und ins Exil führt, andrerseits den Ansatz, sich soweit es geht anzupassen, mit der Folge, dass man selbst mehr vom Tyrannen übernimmt, als einem recht wäre. Ein sehr ergreifendes und historisch genaues Werk über die Zeit von Zar Iwan dem Schrecklichen. &#8211; Hat man sich mit den Vertretern des russischen Realismus vertraut gemacht, muss man unbedingt noch weiter zurück, vor allem zu Gogol und Pushkin aber auch nach vorne in die Sowjetzeit. Ziemlich verrückt und extrem antisowjetisch ist dann <em>Der Meister und Margarita</em>. Ziemlich lustig und extrem prosowjetisch wären die Doppelautoren <em>Ilf</em> und <em>Petrow</em> zu nennen (Die zwölf Stühle, Das goldene Kalb).</li>
<li>Begeben wir uns auf heimischen Boden zurück. Irgendwie griffen bei mir vor allem die Autoren, die zwar deutschsprachig schrieben, aber aus anderen Ländern stammten, z.B. <em>Gottfried Keller</em> (Die Leute von Seldwyla, Sammlung von Erzählungen, ziemlich interessant ist &#8222;Der Schmied seines Glückes&#8220;), <a href="https://www.nimm-lies.de/was-in-meinem-haus-klassisches-latein-ist-bestimme-ich/13588"><em>Friedrich Dürrenmat</em>t</a> (Klicken um zum gesonderten Artikel zu gelangen) aber auch S<em>tefan Zweig.</em> Überhaupt fing bei mir die Literatur der &#8222;neueren Klassik“ aus Deutschland besser zu gefallen, z.B. <em>Thomas Mann</em> (Mario und der Zauberer könnte ein guter Anfang sein für das gigantische Werk von Mann, mein Favorit ist aber Der Zauberberg). Kurt <em>Tucholsky</em> sackte bei mir gut, nicht aber sein einziger Roman. Von den klassischen Werken habe ich <em>Der Schimmelreiter (Theodor Storm)</em> bereits drei Mal gelesen: Ein brillanter Einzelgänger, der sich um eine einsame Frau und sein behindertes Kind kümmert, scheitert an der blanken Ablehnung der Gesellschaft. Also eine richtige Kette, an der ich mich entlanghangeln könnte, entstand hier aber bisher nicht. Aktuell bin ich übrigens mal wieder an einem Schweizer hängengeblieben und lese derzeit Werke von <em>Jeremias Gotthelf.</em></li>
<li>Wenn wir Amerikanisch/Britisch werden sollten: Ich liebe &#8222;Den Flaschenteufel&#8220; (auch als Flaschenkobold bekannt) von <em>Robert Louis Stevenson</em>. Viele schwärmen von anderen Werken des Autors, die mir aber dann weniger zugesagt haben. Wenn wir schon im britischen Naturalismus bleiben, dann bin ich absoluter Fan von <em>Oscar Wilde.</em> Ich glaube, ich habe von ihm nahezu alles gelesen, aber in besonderer Weise ist natürlich &#8222;Das Bildnis des Dorian Gray&#8220;, &#8222;The Importance of Being Earnest&#8220; und seine leider viel zu wenig beachteten Märchen zu erwähnen. Immer wieder greife ich auch zu den bizarren Erzählungen von <em>Poe</em> zurück, wobei man natürlich seinen mystischen Stil mögen muss.</li>
</ul>
<p>Es gibt dabei einen Bruch, die Sexualisierung der Literatur, der seit etwa den 60ern viele Werke unleserlich macht. Ich denke hier an die schulische Zwangslektüre von <em>Homo Faber </em>oder <em>Der Vorleser</em>. Dabei darf man aber nicht in die andere Falle verfallen und z.B. durch Pauschalurteile Lektüre der Klassik komplett meiden. Obwohl Hermann Hesse sicherlich kein Christ ist, finde ich sein <em>Unterm Rad </em>in mehrfacher Hinsicht als sehr gelungenes Werk, gerade auch aufgrund der feinen Kritik, die er hier am Evangelikalismus übt.</p>
<p><strong>Perlenketten, die keines Einsatzes wert sind</strong></p>
<p>Es gibt Werke oder ganze Werkreihen, die ich persönlich vollständig meide. Darunter gehören:</p>
<ul>
<li>Polemisch apologetische Werke. Was ich damit meine, sind Bücher wie (fiktive und doch reale Titel) <em>&#8222;Warum Rockmusik aus der Hölle kommt&#8220;</em>, <em>&#8222;Der ultimative Beweis, dass alle Calvinisten hochmütig sind&#8220;</em>, <em>&#8222;Warum Arminianer an einen anderen Gott glauben&#8220;</em> oder <em>&#8222;10 Gründe, warum Johannes Hartl der schlimmste Irrlehrer seit Grundlegung der Welt ist&#8220;</em>. Ich habe nie den Mehrwert solcher Bücher verstanden, obwohl ich mir selbst eingestehen muss, mich in der Kritik russlanddeutscher Frömmigkeit der Methoden bedient zu haben, die ich hier so entschieden ablehne!  Falls ich jemals Zweifel am Wert solcher Werte besaß, wurde dieser durch das Erbe einer Bibliothek mit einem beachtlichen Bestandteil solcher Werke aus den 70ern und 80ern Jahren genährt. Ich kann euch sagen, kein einziges Buch davon hat heute noch irgendeinen bleibenden Wert! &#8211; Hier darf man innehalten: Vieles davon wird auch wirklich wenig gelesen, aber massiger Weise auf YouTube gehört! Kaufe die Zeit aus, mein Bruder!</li>
<li>Bücher, Vorträge die Randthemen zum Zentrum des christlichen Glaubens erklären. Ich begnüge mich hier auch mit fiktiven Titeln, aber z.B. sowas wie <em>&#8222;Warum nur Frauen mit Kopfbedeckung den ganzen Ratschluss Gottes erfüllen&#8220;,</em> <em>&#8222;Die sekündliche Uhr der Endzeit schlägt gerade heute im <span style="text-decoration: line-through;">In der Sowjetunion</span>, <span style="text-decoration: line-through;">im Irakkrieg, in der Flüchtlingskrise</span>, in der Corona-Krise..&#8220;</em>, &#8222;<em>Wie das Schnabeltier vom Ararat nach Tasmanien kam&#8230; &#8211; 10 Wissenschaftler entdecken die ganze Wahrheit&#8220;</em>, <em>&#8222;Warum du niemals eine andere Übersetzung lesen darfst!&#8220;</em>, <em>&#8222;Wenn du dieses Lied eines möglichen Charismatikers singst, bist du bei der Entrückung vielleicht nicht dabei&#8220;.</em> Ich glaube wir kennen solche Werke zu genüge und es ist gegen die Lehre Christi, das Wichtige aufgrund von Randthemen zu vernachlässigen.</li>
<li>Schließlich bin ich auch immer noch skeptisch bei Ratgebern, die Weisheit durch Regeln ausheben. Ich glaube, dass es in einer Menge von Fragen auf die Weisheit ankommt. Ich würde in diesen Fällen das Lesen des Buches <em>Sprüche </em>immer detaillierten Ratgebern wie <em>&#8222;Deine Kinder müssen immer vor 7 Uhr im Bett sein, wenn du willst, dass sie erfolgreich, gesund, klug, christlich und gesegnet sind&#8230;&#8220;.,</em> vorziehen.</li>
</ul>
<p>Zum Schluss: Bleib offen für Empfehlungen deiner Brüder und Schwestern und auch für die Führung Gottes.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zwoelf-perlenketten-meiner-lektuere/14543">Zwölf Perlenketten meiner Lektüre</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Tipp: The Rise and Triumph of the Modern Self</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2021 20:19:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Carl R. Trueman]]></category>
		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[LGBTQ]]></category>
		<category><![CDATA[sexuelle Revolution]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Gastrezension von David Tissen: „So many Christian books seek to explain the church to the modern world. But in these pages, Carl Trueman explains modernity to the church, with depth, clarity, and force. The significance of The Rise and Triumph of the Modern Self,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/tipp-the-rise-and-triumph-of-the-modern-self/14607">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-the-rise-and-triumph-of-the-modern-self/14607">Tipp: The Rise and Triumph of the Modern Self</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-14608" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-200x300.jpg 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-683x1024.jpg 683w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-768x1152.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-1024x1536.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-1366x2048.jpg 1366w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise-1320x1980.jpg 1320w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/The-Rise.jpg 1707w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></em></p>
<p>Eine Gastrezension von David Tissen:</p>
<p><em>„So many Christian books seek to explain the church to the modern world. But in these pages, Carl Trueman explains modernity to the church, with depth, clarity, and force. The significance of </em><strong><em>The Rise and Triumph of the Modern Self</em></strong><em>, arriving at this late </em><em>hour, is hard to overstate.“</em><em> (Rod Dreher)</em></p>
<p>Was ist die Welt, in der wir leben? Was ist die Welt, in der Christen heute aufgerufen werden das Wort Gottes zu verkündigen?</p>
<p>Carl Trueman, von seiner Überzeugung Protestant und Dozent am <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Grove_City_College">Grove City College</a> (Pennsylvania, USA), geht dieser Frage nach. Um die Notwendigkeit dieser Aufgabe zu erklären, verweise ich auf eine Begebenheit, die Carl Trueman häufig seinen Studenten erzählt.</p>
<p>Carl Trueman fragt seine Studenten oft nach der Ursache des Zusammenstürzens der beiden World Trade Center Türme. Nachdem einige Studenten Antworten geben, gibt Trueman selbst folgende Antwort: „Sie sind aufgrund der Thermodynamik eingestürzt. Die Stahlträger konnten aufgrund der Hitze die Belastung nicht mehr halten und sind eingestürzt.“ (In eigenen Worten wiedergegeben)</p>
<p><span id="more-14607"></span></p>
<p>Diese Antwort hat die Studenten überrascht, handelt doch die zu erwartende Antwort von Terrorismus und Flugzeugen. Dieses Beispiel gibt Trueman oft, um anzudeuten, dass eine Antwort durchaus richtig, aber nicht tief genug ist, um die Hintergründe zu erklären. So sieht er auch die Antwort „Die Welt ist voller Sünde“ als korrekte Antwort auf die Frage, warum so viel Schlechtes, im Sinne vom Bösen, in dieser Welt ist. Diese Antwort gibt jedoch dem Menschen nicht die Einsicht, die notwendig ist, um in dieser Welt als Christ zu leben.</p>
<p>In dieser Art und Weise, oft mit Humor, erklärt Carl Trueman unsere Gesellschaft und wie es zu dieser gekommen ist.</p>
<p>Die Bedeutung dieses Buches ist kaum zu überschätzen. Warum leben wir in einer Gesellschaft, in der die Sexualität solche Bedeutung bekommen hat? Was hat die LGBTQ+ Bewegung geformt und welchen Einfluss hat dies auf die heutigen christlichen Familien? Warum wird ein Pastor zum Rücktritt aufgefordert, wenn er die Gleichgeschlechtliche Ehe verurteilt? Was ist der Unterschied zwischen Akzeptanz und Toleranz und was fordert unsere Gesellschaft?</p>
<p>Als eindrückliches Beispiel für Carl Truemans tiefgehende Analyse der Geschichte, möchte folgendes Zitat dienen:</p>
<p>&#8222;‘Eine freie Gesellschaft wird der Befriedigung natürlicher sexueller Bedürfnisse genügend Raum und Sicherheit bieten. So wird die Gesellschaft eine geschlechtliche Beziehung zwischen zwei Heranwachsenden des gleichen Geschlechts nicht nur nicht verbieten, sondern ihr jede Art von gesellschaftlicher Unterstützung zukommen lassen. Eine solche Gesellschaft wird nicht nur die Selbstbefriedigung des Kindes nicht verbieten, sondern im Gegenteil wahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass jeder Erwachsene, der die Entwicklung der kindlichen Sexualität behindert, hart bestraft werden sollte.‘</p>
<p>Der Schlusssatz des obigen Zitats ist interessant, weil er deutlich macht, was Reich eigentlich möchte. Während er behauptet, dass die patriarchalische Familie die wichtigste Form der ideologischen Kontrolle für ein repressives und totalitäres Regime ist, glaubt Reich auch, dass der Staat eingesetzt werden muss, um Familien zu zwingen und, wo nötig, zu bestrafen, wenn diese von der vorgeschlagenen sexuellen Liberalisierung abweichen.&#8220; (übersetzt aus dem Englischen)</p>
<p>Wilhelm Reich war amerikanischer Arzt und Psychiater, welcher die Sexualmoral in den 1930er analysierte und das Wechselspiel aufzeigte, den diese Moral zur Gesellschaft hatte.</p>
<p>Dies ist nur eines von vielen Beispielen mit denen Carl Trueman den Pfad der Entwicklung der Gesellschaft erklärt. Dies tut er auf einer erstaunlich sachlichen Art, ohne dabei verurteilend zu werden.</p>
<p>In einem Radio-Interview sagt Carl Truman selbst, dass es Zweck dieses Buches ist, die Gesellschaft so zu erklären, dass selbst ein Mensch aus der LGBTQ+ Bewegung dieses Buch guten Gewissens lesen kann. Dies hat er meiner Meinung nach erreicht.</p>
<p>Ohne Polemik oder Verurteilung beschreibt Carl Trueman die geschichtlichen Anfänge in der Literatur von Marx und Freud, über die sexuelle Revolution der 60er bis hin zu der Gesellschaft des 21 Jahrhunderts.</p>
<p>Seiner Verantwortung als Protestant und Nachfolger Jesu Christi wird er dennoch gerecht, da er mit diesem Buch und im Anschluss seiner analytischen Beschreibung der Gesellschaft weiterführende Fragen gibt, dessen Beantwortung für uns Christen von Bedeutung sind, um als Christen und Zeugen Jesu Christi in dieser Gesellschaft zu leben und zu handeln.</p>
<p>Aktuell ist dieses Buch nur in englischer Sprache verfügbar, dennoch kann man dieses Buch jedem wärmstens empfehlen, der die englische Sprache gut kann.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/tipp-the-rise-and-triumph-of-the-modern-self/14607">Tipp: The Rise and Triumph of the Modern Self</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Als der Apostel Johannes zweimal eine Dummheit beging&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Oct 2021 12:45:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Offenbarung 22,8–9: &#8222;Und ich, Johannes, bin es, der dies gehört und gesehen hat. Und als ich’s gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten zu den Füßen des Engels, der mir dies zeigte. Und er spricht zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/als-der-apostel-johannes-zweimal-eine-dummheit-beging/14505">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://www.akg-images.de/Docs/AKG/Media/TR3_WATERMARKED/b/1/a/8/AKG727568.jpg" alt="Die vier apokalyptischen Reiter" /></p>
<p><span lang="de-DE">Offenbarung 22,8–9:</span><em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Und ich, Johannes, bin es, der dies gehört und gesehen hat. Und als ich’s gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten zu den Füßen des Engels, der mir dies zeigte. </span><span lang="de">Und er spricht zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der Mitknecht deiner Brüder, der Propheten, und derer, die bewahren die Worte dieses Buches. Bete Gott an!&#8220;</span></em></p>
<p>Diese Stelle fasziniert mich in der Offenbarung in besonderer Weise.</p>
<ul>
<li>Zunächst einmal ist hier die <strong>Transparenz des Johannes</strong> nicht hoch genug zu schätzen. Bei seinen Offenbarungen, die alle anderen Apostel überbieten, steigen ihm diese nicht zu Kopf: Nein er berichtet nach den größten Visionen der Neuschöpfung Gottes auch über sein Versagen. Er hat Gott auf den Thron erblickt, dem Lamm Gottes, dem Löwen aus Zion zugeschaut, die Gerichte Gottes gesehen und ist doch noch anfällig für Götzendienst. In einer anderen Weise zeigt es auch, wie anfällig wir für Götzendienst sind.</li>
<li>Dann fällt auf, dass ihm das <strong>ganze zwei Mal passiert</strong>. In Offb. 19,10 ist ihm das schon einmal passiert, dass ein Engel ihn zurechtwies, nicht in Götzendienst zu verfallen. In einer gewissen Weise ist es den besonders erhebenden Visionen geschuldet. In Offb. 19 ist es der Jubel über den Endgültigen Untergang Babylons, die völlige Einnahme der Herrschaft durch Gott. In Offb. 22 ist sein Verhalten die Folge des Erblickens des Neuen Jerusalems</li>
<li>In besonderer Weise fasziniert aber, <strong>&#8222;wer sich nicht von Engeln beeindrucken lassen hat&#8220;</strong>. Viele erschraken zutiefst vor Engeln und erwarteten ihr Ende. Eine Ausnahme berichtet uns ausgerechnet auch Johannes, aber in seinem Evangelium: Maria Magdalena. Achtet darauf in Joh 20,11-14: Ihr begegnen Engel, haben eindrucksvolle Gewänder, sprechen in Herrlichkeit. Aber Maria hat dafür nichts übrig. Ja wir lesen das so explizit als Reaktion (V.14): <strong>&#8222;sie wandte sich um&#8220;. Sie sucht ausschließlich Jesus.</strong></li>
<li>Schließlich aber beeindruckt die obige Stelle über die Herrlichkeit, die wir wie unsere Mitbrüder im Neuen Jerusalem haben werden. Die mögliche zukünftige Verherrlichkung kann man nicht genug würdigen.  <strong>Die langweiligste Person kann eines Tages zu einer Person werden, von der man sehr versucht wäre, diese anzubeten.</strong> Ich glaube, niemand hat diese These besser auf den Punkt gebracht als C.S.Lewis, in dieser häufig zitierten Feststellung (Eigene Übersetzung aus seiner Predigt <a href="https://www.wheelersburg.net/Downloads/Lewis%20Glory.pdf">The Weight of Glory</a>):</li>
</ul>
<p><em>&#8222;Es ist eine  recht ernste Sache, in einer Gesellschaft potentieller Götter und Göttinnen zu leben, <strong>sich daran zu erinnern, dass die langweiligste und uninteressanteste Person, mit der man spricht, eines Tages ein Geschöpf sein könnte, das man, wenn man es jetzt sähe, stark versucht wäre anzubeten. oder aber ein Schrecken und eine Verderbnis, wie man sie heute, wenn überhaupt, nur in einem Alptraum antrifft.</strong> Den ganzen Tag über helfen wir einander in gewissem Maße, das eine oder andere Ziel zu erreichen. Im Lichte dieser überwältigenden Möglichkeiten sollten wir alle unsere Beziehungen zueinander, alle Freundschaften, alle Liebschaften, alle Spiele, alle Politik mit der ihnen eigenen Ehrfurcht und Umsicht betreiben. Es gibt keine gewöhnlichen Menschen. Sie haben noch nie mit einem einfachen Sterblichen gesprochen. Nationen, Kulturen, Künste, Zivilisationen &#8211; sie sind sterblich, und ihr Leben ist für uns wie das Leben einer Mücke. Aber es sind die Unsterblichen, mit denen wir scherzen, mit denen wir arbeiten, die wir heiraten, die wir brüskieren und ausnutzen &#8211; unsterbliche Schrecknisse oder ewige Pracht. (&#8230;) Und unsere Nächstenliebe muss eine echte und teure Liebe sein, mit tiefem Gefühl für die Sünden, trotz derer wir den Sünder lieben &#8211; keine bloße Toleranz oder Nachsicht die die Liebe parodiert wie der Leichtsinn die Fröhlichkeit. Neben dem Allerheiligsten Sakrament selbst ist der Nächste das heiligste Objekt, das sich unseren Sinnen darbietet.&#8220;</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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