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	<title>Glaube Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Glaube Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Drei evangelische Bekenntnisse im Vergleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 10:09:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Baptisten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich „Der evangelische Glaube kompakt“ von Thomas Schirrmacher gelesen habe, war es mein langgehegter Wunsch, diese drei eng miteinander verwobenen evangelischen Bekenntnisschriften digital zu visualisieren. Dabei handelt es sich um das presbyterianische Westminster-Bekenntnis von 1646, die kongregationalistische Savoy-Erklärung von 1658 und das 1689 angenommene&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/drei-evangelische-bekenntnisse-im-vergleich/18924">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Seit ich <a href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">„Der evangelische Glaube kompakt“</a> von Thomas Schirrmacher gelesen habe, war es mein langgehegter Wunsch, diese drei eng miteinander verwobenen evangelischen Bekenntnisschriften digital zu visualisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um das <em>presbyterianische Westminster-Bekenntnis von 1646</em>, die <em>kongregationalistische Savoy-Erklärung von 1658</em> und das <em>1689 angenommene Londoner Baptistische Glaubensbekenntnis.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://www.proginosko.com/docs/wcf_lbcf.html">Gegenüberstellung des Westminster-Bekenntnisses und des Baptistischen Glaubensbekenntnisses</a> findet sich bereits im Internet. Die vorhandenen Darstellungen wirken jedoch häufig veraltet. Zudem fehlt meist die Einbeziehung der Savoy-Erklärung, die gerade in Fragen der Gemeindelehre eine wichtige mittlere Darstellung spielt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <a href="https://confessio.glaubend.de/">confessio.glaubend.de </a>erfülle ich mir nun diesen Wunsch. </p>



<span id="more-18924"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In sehr vielen Fällen kommt die baptistische Darstellung dem näher, was auch meinem eigenen Glaubensbekenntnis entspricht. Damit ist nicht nur die Lehre von der Taufe gemeint, sondern auch verschiedene detaillierte Präzisierungen. So betont das Baptistische Glaubensbekenntnis in seiner Lehre von der Heiligen Schrift, <em>dass alles, was für Gottes Ehre, das Heil, den Glauben und das Leben <strong>notwendig </strong>ist, ausdrücklich in der Schrift niedergelegt oder notwendigerweise darin enthalten ist</em> (§ 1.6). An vielen Stellen überzeugen mich außerdem die Kürzungen, die das Baptistische Glaubensbekenntnis beispielsweise in der ausführlichen Darstellung des Bundes (§ 7) vornimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt bereits verschiedene deutsche Übersetzungen aller drei Bekenntnisse. Dennoch habe ich mit KI-Unterstützung eine eigene Übersetzung der Bekenntnisschriften angefertigt, die bewusst auf ihren synoptischen Charakter Rücksicht nimmt. Übereinstimmende Formulierungen wurden dabei möglichst einheitlich übersetzt, damit Gemeinsamkeiten und Abweichungen unmittelbar erkennbar bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle drei Bekenntnisse sind wichtige Zeugnisse der Geschichte der protestantischen Kirchen und haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt versteht sich als lebendes Projekt. Daher bin ich dankbar, wenn ihr Fehler findet und mir diese zurückmeldet. Hinweise und Korrekturen könnt ihr gerne an <a href="mailto:info@glaubend.de">info@glaubend.de</a> senden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem hoffe ich, in Kürze auch die in den Vereinigten Staaten überarbeitete Fassung des Westminster-Bekenntnisses in diese Gegenüberstellung aufnehmen zu können.</p>
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		<title>Halbzeitanalyse(b): der Stundist</title>
		<link>https://nimm-lies.de/halbzeitanalyseb-der-stundist/17914</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 14:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Laien-Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Artikelserie „Halbzeitanalyse&#8220; berichte ich über Blicke in die Vergangenheit wie in die Zukunft von der Mitte des Lebens her. Dabei möchte ich Fehlentwicklungen genauso zugeben, wie Gute Wege weiterhin beschreiten. Bisher erschienen sind: Eine besondere Stärke der Evangeliums-Christen ist die konsequente Auslebung des&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/halbzeitanalyseb-der-stundist/17914">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-block-paragraph">In der Artikelserie „Halbzeitanalyse&#8220; berichte ich über Blicke in die Vergangenheit wie in die Zukunft von der Mitte des Lebens her. Dabei möchte ich Fehlentwicklungen genauso zugeben, wie Gute Wege weiterhin beschreiten. Bisher erschienen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.glaubend.de/halbzeitanalysei-keep-the-fire-burning/">Keep the Fire Burning – Wie das Feuer für Christus weiter brennen kann.</a></li>



<li><a href="https://www.nimm-lies.de/halbzeitanalysea-gewohntes-lesen/16894">Gewohntes Lesen</a></li>



<li><a href="https://www.glaubend.de/halbzeitanalyseii-vom-nehmen-zum-geben/">Vom Nehmen zum Geben.</a></li>



<li><a href="https://www.glaubend.de/halbzeitanalyseiii-der-hochzeitstag/">Der Hochzeitstag</a></li>
</ul>



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<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Stärke der Evangeliums-Christen ist die konsequente Auslebung des allgemeinen Priestertums. In diesem Artikel möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Seit ich 17 Jahre alt bin, habe ich regelmäßig am Predigtdienst meiner Gemeinde teilgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da einige meiner Leser selbst im Laien-Predigtdienst stehen, könnten die folgenden Notizen für den einen oder anderen hilfreich sein. Der Artikel ist recht umfangreich geworden; ich habe ihn daher in Kapitel gegliedert, die – soweit ich es einschätzen kann – nach Belieben übersprungen werden können. Das erste und das letzte Kapitel zu lesen, dürfte allerdings hilfreich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bist du selbst Prediger?</strong> Dann freue ich mich über einen persönlichen Erfahrungsbericht – gerne auch als Kommentar.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Lieber Prediger als König</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spurgeon sagte einmal: Wer die Wahl hat, König oder Prediger zu werden, und sich für das Königtum entscheidet, hat schlechter gewählt. Das trifft meinen Blick auf die Aufgabe der Predigt ganz gut. Ich selbst spreche meist lieber von einer „Andacht“, um anzuerkennen, dass die Predigt von Gemeindeleitern – Ältesten oder Pastoren – ein besonderes Gewicht und eine besondere Autorität hat. Etwas mehr zu dieser Unterscheidung findet sich [<a href="https://nimm-lies.de/ueber-das-halten-von-viertelstunden-andachten/16332">hier</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig davon kann ich mir kaum eine größere Ehre vorstellen, als diesen Dienst tun zu dürfen. Gleichzeitig kenne ich kaum eine Aufgabe, vor der ich mehr Ehrfurcht habe &#8211; <em>„Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.“ </em>(Psalm 22,23)</p>



<span id="more-17914"></span>



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<h3 class="wp-block-heading">Eine große Anfechtung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Predigtdienst ist zugleich mit schweren Anfechtungen verbunden. In den letzten Jahren gab es kaum einen Moment, in dem ich mir nicht gewünscht hätte, nie wieder predigen zu müssen. Es geht um Wahrheit – und bei jeder Vorbereitung frage ich mich: Ist dieser Satz wahr? Ist er angemessen? Häufig scheint mir, als würde ich entweder zu kompromissbereit oder zu direkt sprechen. Die Balance zwischen Wahrheit und Liebe auszutarieren, ist für mich eine kaum zu ertragende Herausforderung – und sie wird mit der Zeit nicht kleiner. Oft spüre ich diese Last sogar körperlich.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die ungewöhnlichsten Erfahrungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich anfing, war alles einfacher. Ich begann in einem kleinen Hauskreis, der zwar im Gemeindehaus stattfand, aber nur etwa 12 Personen zählte. Schon kurz nach meiner Taufe durfte ich dort das Wort weitergeben – zunächst im 14-tägigen, später im wöchentlichen Rhythmus. Bald diente ich auch in der Muttergemeinde, später kamen Jugend- und Gebetsstunden hinzu. In manchen Monaten hielt ich bis zu 10–12 Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war eine intensive Zeit – ich verbrachte viel Zeit im Wort Gottes und nutzte alles, was ich an Material finden konnte. Rückblickend muss ich sagen: Es ging zu schnell. Ich ließ mich vom Vergleich mit anderen jungen Predigern leiten – vergaß dabei aber oft meine Herkunft aus einem eher bildungsfernen, nicht christlich geprägten Elternhaus.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Erste Strategien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schon mit 17 entwickelte ich erste Strategien. Im Hauskreis predigte ich fast ausschließlich über Psalmen und nutzte dafür <em><a href="https://clv.de/Die-Schatzkammer-Davids/256372">Die Schatzkammer Davids</a></em> – ein großartiges Werkzeug mit fertigen Gliederungen zu jedem Psalm. Diese waren meine liebste Stütze In der Gemeinde griff ich häufiger zu biografischen Predigten: Glaubensgestalten, deren Leben zur Anwendung herausforderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war (und bin) skeptisch gegenüber übermäßiger <a href="https://nimm-lies.de/tag/christus-im-alten-testament">Christozentrik </a>bei alttestamentlichen Helden – auch wenn ich damals christologische Bezüge oft übersehen habe. Ein Beispiel: Ich predigte einmal über die Berge der Bibel – Horeb als Berg der Gottesbegegnung, Karmel als Berg des Kampfes… aber vergaß völlig Golgatha. Heute könnte ich mich dafür ohrfeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich suchte ständig nach Illustrationen, las Unmengen an Literatur – aber oft ohne Plan. Erst mit der Zeit lernte ich, die Flut an Kommentaren und Handbüchern richtig einzuordnen – als <em>Hilfs</em>-mittel, nicht als <em>Leit</em>-mittel.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Der exegetische Dreisatz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Kritik am deutschen Schulsystem bin ich für eine Fähigkeit besonders dankbar: Textinterpretation. Der exegetische Dreisatz – Beobachten, Interpretieren, Anwenden – ist bis heute mein Grundschema. Was wir in der Schule an literarischer Analyse gelernt haben, lässt sich hervorragend auf die Bibel anwenden. Ich erinnere mich, wie mein Deutschlehrer sagte: <em>„Wir analysieren Goethe nur deshalb so gründlich, weil man nach der Aufklärung dieselben Methoden nicht mehr nur auf die Bibel anwenden wollte.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde ist es nie mehr geworden als:<br><strong>Beobachten – Interpretieren – Anwenden.</strong><br>Ich schrieb darüber [<a href="https://www.glaubend.de/wie-wuerde-sherlock-holmes-seine-bibel-lesen-bibellesemethoden-fuer-junge-christen/">hier</a>].</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Die Belehrungskrankheit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat es vermutlich schon herausgelesen: Ich litt früh an der Predigerkrankheit – oder wie ich es nenne: der <em>Belehrungskrankheit</em> (vgl. Jak 3,1). Ich las die Bibel nicht mehr zuerst für mich, sondern um etwas weiterzugeben. Kaum schlage ich einen Text auf, sehe ich Gliederungen, Schlüsselbegriffe, Parallelen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich predige innerlich sofort – das ist schwer loszuwerden. Aber es ist möglich, sich selbst zu predigen. Eine schnelle Texterfassung ist kein Fehler – aber dann muss der nächste Schritt folgen: <em>Was sagt dieser Text konkret mir?</em> Daran arbeite ich bis heute.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Meine Fehler</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Fehler bereue ich besonders:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ich habe manchmal mit der Absicht gepredigt, jemand Bestimmtem etwas auszurichten. Das ist unweise. A. Motyer beschreibt das in seinem Buch <a href="https://nimm-lies.de/tag/preaching"><em>Preaching</em> </a>sehr treffend.</li>



<li>Wegen meiner Neigung zu Zynismus und Sarkasmus hatten manche meiner Predigten einen unpassenden Ton. Dem heiligen Amt war das nicht angemessen.</li>
</ol>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Worüber ich mich freue</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alles war falsch – im Gegenteil: Ich darf Christus danken!</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Edit vom 25.01.2026 kursiv gesetzt) <em> Trotz theologischer Veränderungen, z.B. vom <a href="https://www.glaubend.de/dispensationalismus-und-bundestheologie-im-vergleich/">Dispensationalismus zur </a>Bundestheologie kann ich sagen</em>: Die Richtung blieb immer gleich. Ich habe immer evangelisch gepredigt, d. h. im Einklang mit den vier Soli:<br><strong>Allein Glaube. Allein Gnade. Allein Christus. Allein die Schrift.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine erste Predigt drehte sich um Sacharja 4,6:„Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist…“ Ich habe einmal ein sehr frühes Predigt-Konzept zu einem Blog-Artikel gewandelt [<a href="https://www.glaubend.de/das-evangelium-erreicht-einen-zoellner/">hier</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an eine Predigt über die Helden Davids – ein wilder Haufen, der doch dem gleichen Ziel diente. Ich verglich das mit der Gemeinde Christi. Ein Zuhörer fand das „zu menschlich – zu wenig Gnade“. Dennoch: Ich würde es heute ähnlich sagen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Was sich verändert hat</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Durch meine Hochzeit wurde ich Teil einer größeren Gemeinde. Aus 10 Beiträgen im Monat wurde einer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst im Rückblick habe ich erkannt: Diese Entschleunigung hat meine Blogtätigkeit befeuert. Ich hatte zu viel Bibel im Herzen, um zu schweigen. Und das Schreiben hatte viele gute Folgen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich begann, meine Predigten vollständig auszuschreiben.</li>



<li>Dadurch wurden sie strukturierter, durchdachter, formulierter.</li>



<li>Und: Ich erinnere mich heute an jede dieser Ausarbeitungen – an spontane Skizzen kaum.</li>
</ul>



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<h3 class="wp-block-heading">Was ich mir mehr gewünscht hätte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Von Anfang an hätte ich mir mehr Rückmeldung gewünscht. Vor allem in den ersten Jahren suchte ich sie aktiv – bekam aber wenig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Russlanddeutschen Gemeinden (eine kleine kritische Randbemerkung sei gestattet) wird häufig mehr Energie in Musik und Gesang gesteckt als in die Predigt. Singt man schräg, gibt es sofort Rückmeldung. Predigt man schräg – bleibt es still.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So war ich in dieser Zeit dreimal als Prediger sanktioniert– aber nur einmal wurde mir der Grund für die Sanktionen  erklärt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">Als wäre es das letzte Mal</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel muss aber mit einem positiven Ausblick enden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit diesen Sanktionen fühlt sich jede Predigt wie die letzte an.<br><strong>„Predige so, als wäre es das letzte Mal.“</strong><br>Kein schlechter Rat! Er erzeugt Druck – aber auch Kraft. Ich erlebe wie ich so über mich selbst hinauswachsen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Morgen – so Gott will und wir leben – halte ich wieder einen Beitrag in der Bibelstunde. Hier nun die Auflösung des Artikeltitels:<br>Evangelikale Christen wurden in Russland und der Ukraine oft spöttisch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stundisten"><em>Stundisten</em> </a>genannt – wegen ihrer „Stunden“: Bibelstunden, Gebetsstunden, Jugendstunden&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich? Ich bin inzwischen selbst ein <em><a href="https://nimm-lies.de/ueber-das-halten-von-viertelstunden-andachten/16332">Viertel-Stundist</a></em> geworden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/halbzeitanalyseb-der-stundist/17914">Halbzeitanalyse(b): der Stundist</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
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		<title>&#8222;Eine Predigt für den schlechtesten Menschen auf Erden&#8220; Spurgeons Verkündigung des Evangeliums</title>
		<link>https://nimm-lies.de/eine-predigt-fuer-den-schlechtesten-menschen-auf-erden/14839</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2022 12:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Episoden aus Spurgeons Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelium]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt. C.h. spurgeon]]></category>
		<category><![CDATA[Rettung]]></category>
		<category><![CDATA[Sündhaftigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sollte häufiger zu den Predigten von Spurgeon greifen. Seine einerseits einfache und nachsichte, aber gleichzeitig entschiedene und saubere Art der Evangeliumsverkündigung ist eine Ermutigung für jeden Christen, aber auch Vorbild für jeden, der im Verküdigungsdienst steht. Spurgeons Predigt über Lukas 18,13 (Das Gebet des&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/eine-predigt-fuer-den-schlechtesten-menschen-auf-erden/14839">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/eine-predigt-fuer-den-schlechtesten-menschen-auf-erden/14839">&#8222;Eine Predigt für den schlechtesten Menschen auf Erden&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Spurgeons Verkündigung des Evangeliums&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/97/Charles_Haddon_Spurgeon_by_Alexander_Melville.jpg/800px-Charles_Haddon_Spurgeon_by_Alexander_Melville.jpg" alt="Charles Haddon Spurgeon by Alexander Melville.jpg" width="302" height="373" />Ich sollte häufiger zu den Predigten von Spurgeon greifen. Seine einerseits einfache und nachsichte, aber gleichzeitig entschiedene und saubere Art der Evangeliumsverkündigung ist eine Ermutigung für jeden Christen, aber auch Vorbild für jeden, der im Verküdigungsdienst steht.</p>
<p>Spurgeons Predigt über Lukas 18,13 (Das Gebet des Zöllners) ist mit dem Titel &#8222;Eine Predigt für den schlechtesten Menschen auf Erden&#8220; überschrieben. Die vollständige Predigt findet sich kostenfrei in <a href="https://www.spurgeon.org/resource-library/sermons/a-sermon-for-the-worst-man-on-earth/"><em>The Spurgeon Library</em></a> oder in übersetzter Fassung im <a href="https://www.daniel-verlag.de/produkt/spurgeon-die-suende-hat-unsere-natur-so-umschlungen-7/">Band 7 der Spurgeonpredigten vom 3l-Verlag.</a></p>
<p>Spurgeon zieht aus Lukas 18,13 vier Lehren:</p>
<ol>
<li> Die Wirklichkeit der Sündhaftigkeit ist kein Grund zur Verzweiflung;</li>
<li> Ein Gefühl von Sündhaftigkeit verleiht kein Recht auf Gnade;</li>
<li> Das Wissen ihrer eigenen Sündhaftigkeit führ die Menschen zu den rechten Taten;</li>
<li> Das Glaubensvolle Bekennen der Sündhaftigkeit ist der Weg des Friedens.</li>
</ol>
<p>Gerade das, was Spurgeon im zweiten Kapitel ausführt, fand ich wertvoll und einer Neuentdeckung in unserer Zeit wert. Ich zitiere ausführlich:</p>
<p><span id="more-14839"></span></p>
<blockquote><p>&#8222;Dieser Mensch fühlte seine Sünde schwer, denn er nannte sich &#8222;den Sünder&#8220;, doch er machte sein Sündengefühl nicht als Grund geltend, um Gnade zu finden. Es gibt im Herzen des Menschen eine Geschicklichkeit, eine wahrhaft teuflische Geschicklichkeit, mit der er, wenn er irgend kann, das Evangelium selbst zu einem Joch der Knechtschaft machen will. Wenn wir den Sündern predigen, dass sie zu Christus kommen können in all ihrer Angst und ihrem Elend, sagt einer: &#8222;Ich fühle mich nicht so sehr als Sünder, wie ich sollte. Ich habe diese Zerknirschung, von der du sprichst, nicht gefühlt, darum kann ich nicht zu Jesus kommen. &#8220; Das ist eine schreckliche Verdrehung unserer Verkündigung. Niemals wollten wir den Gedanken aufkommen lassen, dass Zerknirschung und Zweifel und Verzweiflung dem Menschen einen Anspruch auf Gnade verleihen könnten. Darum wünsche ich, dass ihr lernt: Ein Sündengefühl kann keinem Menschen ein Recht auf Gnade geben.</p>
<p>Wenn durch ein tiefes Gefühl der Sünde die Menschen einen Anspruch auf Gnade haben sollten, so wäre das Gleichnis genau auf den Kopf gestellt. Stellt ihr euch etwa vor, dass der Zöllner letztendlich auch ein Pharisäer war, nur in einem anderen Gewand? Denkt ihr, dass seine Bitte eigentlich hieß: &#8222;Gott, sei mir Sünder gnädig, weil ich so demütig und niedrig bin!&#8220;? (&#8230;)</p>
<p>Anzunehmen, dass ein besonders schlechtes Gefühl aufgrund der Sünde einen Anspruch auf Gnade verleiht, wäre so, als würde man die große Sünde besonders belohnen. So manche suchenden Seelen denken: &#8222;Ich bin nie ein Trunkenbold gewesen, noch ein Lästerer oder Lüstling und fast wünsche ich, dass ich es gewesen wäre, damit ich mich als den größten Sünder fühlen könnte und deshalb zu Jesus kommen könnte.&#8220; Wünsche nichts so Abscheuliches; in der Sünde ist in keiner Hinsicht etwas Gutes. Danke Gott, wenn du vor großen Lastern bewahrt geblieben bist. Bilde dir nicht ein, dass die Reue leichter ist, wenn die Sünde größer ist; das Gegenteil ist der Fall. Glaub bloß nicht, einen Vorteil darin zu finden, ein arger Übertreter gewesen zu sein. Wenn gute Werke nicht helfen, werden es schlechte gewiss nicht tun (&#8230;)</p>
<p>Ein tiefes Gefühl von Sünde würde dich auch nicht zur Gnade Gottes berechtigen. Du kannst keinen anderen Anspruch auf die Gnade haben als den, den die Gnade gibt (&#8230;)</p>
<p>Wenn wir meinen, dass eine gewisse Erkenntnis der Sünde einen Anspruch auf die Gnade Gottes hat, dann stellen wir die Erlösung auf einen anderen Grund als auf den Glauben, und das ist ein falscher Grund. Das Fundament der Schrift ist, dass Gott die Welt so geliebt hat, &#8222;dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben&#8220; (Joh.3,16). Ein einfacher Glaube an den Herrn Jesus Christus ist der Weg der Erlösung, aber zu sagen: &#8222;Ich werde errettet, weil ich von der Sünde schrecklich überzeugt und fast verzweifelt bin&#8220;, ist nicht im Sinne des Evangeliums, sondern offenbart den Stolz eines ungläubigen Herzens. Das Evangelium fordert dich auf, an Jesus Christus zu glauben, dich ihm ganz auszuliefern und dich auf ihn alleine zu verlassen. Sagst du: &#8222;Ich fühle mich so schuldig&#8220;? Gan gewiss bist du schuldig, ob du es fühlst oder nicht, und du bist viel schuldiger, als du es dir je vorstellen kannst. Komm zu Christus, weil du schuldig bist, nicht weil du dich durch das Blicken auf deine Schuld für vorbereitet hältst. Vertraue auf nichts Eigenes, auch nicht auf dein vermeintliches Gefühl.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/eine-predigt-fuer-den-schlechtesten-menschen-auf-erden/14839">&#8222;Eine Predigt für den schlechtesten Menschen auf Erden&#8220; &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Spurgeons Verkündigung des Evangeliums&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ein Loblied auf den Jakobusbrief Die Bibel lesen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2021 20:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
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		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast jeder meiner Logos-Kommentare zum Jakobus-Brief nimmt Bezug auf Luthers Geringschätzung des Jakobusbriefes. Luther machte wenig Hehl daraus, dass er nicht viel für diesen Brief übrig hatte. Aber lasst ihn dahin fahren! Ich will lieber Luthers Werk vergessen und von allen Lutheranern getrennt sein, als&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder meiner Logos-Kommentare zum Jakobus-Brief nimmt Bezug auf Luthers Geringschätzung des Jakobusbriefes. Luther machte wenig Hehl daraus, dass er nicht viel für diesen Brief übrig hatte. Aber lasst ihn dahin fahren! Ich will lieber Luthers Werk vergessen und von allen Lutheranern getrennt sein, als nicht den Jakobusbrief zu besitzen.</p>
<p>In meiner christlichen Bubble hat man den Jakobusbrief immer wertgeschätzt. Ein kostbares Erbe meiner Kindheit und russlanddeutschen Prägung ist es, dass ich sogar angehalten wurde, diesen Brief auswendig zu lernen. Ein lohnenswerter Invest für gerade mal 108 Verse.</p>
<p>Im folgenden möchte ich skizzenhaft davon berichten, was ich am Jakobusbrief wertschätze und auf ein paar Einwände eingehen, die uns ggf. vom Lesen und Umsetzen des Jakobusbriefes abhalten könnten.</p>
<h2>Seelsorgerliche Qualität</h2>
<p>Der Brief ist kurz, sehr praktisch und von unerwarteter seelsorgerlicher Qualität. Immer wieder fallen mir neue Perlen auf. Eine Auswahl.</p>
<h3>Versuchungen als Grund zur Freude:</h3>
<p>Jakobus ist furchtbar realistisch. Versuchungen sind nicht der Ausnahmezustand, sondern die Norm. Ja, Versuchungen und Freude können Hand in Hand gehen: <em>&#8222;Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt&#8220;,</em> (Jak. 1,2) ruft der Autor uns zu. Er blickt auf das Ziel überstandener Anfechtungen: Vollkommenheit (V.4). In den Versuchungen ist Gott am Werk mit einem Ziel. Die Weisheit hier durchzublicken mag uns fehlen, doch wir wissen wo wir um Hilfe flehen dürfen. Jakobus hat hier unsere Probleme im Blick: Will Gott uns in unseren Anfechtungen etwa wirklich erhören? Natürlich, deswegen sollen wir Zweifel meiden(V.7). Jakobus hat dabei nicht nur feinsinnige oder feingeistige Anfechtungen im Blick, sondern durchaus auch materiellen Mangel (V9-11), aber auch materiellen Erfolg und verweist auf die richtige Reaktion darauf. Der Reiche soll sich nicht durch seinen Erfolg zum Stolz verführen lassen, sondern sich unter Gottes Hand demütigen. Der Arme und Niedrige, braucht nicht zu verzweifeln, sondern darf sich seiner Höhe (in Christus) rühmen.</p>
<p>Immer wenn ich mich über Anfechtungen &#8222;aufregen&#8220; möchte und sie als &#8222;unfair&#8220; empfinde. Erinnere ich mich an Jak. 1,2-12.<span id="more-14487"></span></p>
<h4>Sünde als geistlicher Ehebruch, Herzensprobleme und Buße</h4>
<p>Blicken wir auf Jak. 4,1-10: Ja woher kommt unser Streit? Aus unseren Gliedern! Statt miteinander zu streiten, neidisch zu sein, sollten wir vielmehr mit uns streiten. Doch Jakobus blickt zunächst einmal auf den ganzen Umfang der Sünde, und wie sie immer mehr Lebensbereiche ansteckt (V.1-3). Beten wir nur darum, dass der Streit aufhört und nicht unser Herz verändert wird, brauchen wir nicht auf Erhörung zu warten (V.3). Interessant ist aber nun Jakobus&#8216; Analyse der Situation: Der Grund ist geistiger Ehebruch. Einerseits ist das durchaus auch eine gute Botschaft: Ehebruch kann nur einer begehen, der verheiratet ist, also vereinigt mit Gott. Jakobus weißt darauf hin, wie irre es ist, als Christ zu sündigen! Kein Wunder ereifert sich Gottes Geist ins Unermessliche! (5-6). Jakobus sieht einen klaren Ausweg. Er schließt diesen Abschnitt mit einem der ergreifendsten Aufrufe zur konsequenter Buße im Neuen Testament überhaupt (V.7-10).</p>
<h2>Künstlerische Qualität</h2>
<p>Der Jakobusbrief sticht durchaus heraus im Neuen Testament. Unter anderem:</p>
<h3>Fortsetzung der Bergpredigt</h3>
<p>Wenn wir annehmen, dass der Jakobusbrief das erste Werk des Neuen Testamentes ist, ist es kein Wunder das Jakobus vor allem so lehrt, wie es sein Meister Jesus Christus getan hat: Das ganze Gesetz Gottes. Aber nicht als Gesetz der Knechtschaft! Nein, sondern als Gesetz der Freiheit: <em>&#8222;</em><span lang="de"><em>Wer aber sich vertieft in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seinem Tun.&#8220; (1,25)</em>. Tatsächlich erinnert vor allem das Ende des Briefes an die Bergpredigt: <em>&#8222;V</em></span><span lang="de"><em>or allen Dingen aber, Brüder und Schwestern, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.&#8220;</em> (5,12)</span></p>
<h3>Das Sprüchebuch des Neuen Testaments</h3>
<p>Viele Verse des Jakobusbriefes sind von sprichwörtlicher Qualität: Denken wir an die drei Gesetze der Sanftmut: &#8222;Seid schnell zu hören, langsam aber zum Reden und langsam zum Zorn&#8220; (Jak.1.19). &#8222;Der Glaube ohne Werke ist tot&#8220;, weckt uns Antinomisten aus dem Schlaf!  Jakobus möchte uns Weisheit weitergeben, auch dafür findet sich eine prägnante Stelle in Jak.3,17: <em>&#8222;<span lang="de">Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.&#8220;.</span></em></p>
<p>Das alles darf uns keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass es eine ganz klare Struktur im Jakobusbrief gibt. Die zwei obigen Beispiele aus Jak. 1,2-12 und 4,1-10 habe ich gezielt so gewählt um zu zeigen, dass Jakobus nicht lose Gedanken an einander kettet, sondern durchaus eine klare Struktur im Brief besitzt und diese auch konsequent durchzieht: Gott richtig dienen!</p>
<h3>Schwer und Leicht zu verstehen gleichzeitig</h3>
<p>Dadurch, dass Jakobus eher für sich selbst stehende Bilder  und Metaphern verwendet, ist der Brief leicht zugänglich, auch z.B. für Neubekehrte. Er ist halt ein Brief einer jungen Gemeinde. Wenn z.B. Jakobus die Zunge mit einem kleinen Ruder eines mächtigen Schiffes vergleicht oder mit einem kleinen Feuer, das einen mächtigen Brand anrichten kann, dann sind das leichte Bilder (3,3-6). Jakobus schreckt nicht vor drastischen  Ausmalungen zurück: Alle Tiere können gezähmt werden, aber nicht die Zunge! Keine Quelle ist gleichzeitig süß und bitter, doch unsere Zunge ist es oft. Sie lobt Gott und flucht dem Nächsten (3,7-12).</p>
<p>Dass wir die Ehe mit Gott brechen, wenn wir Freundschaft mit der Welt haben ist ein Konzept das schnell greifbar ist (4,4), auch wenn wir das <a href="https://www.glaubend.de/vereinigung-mit-christus/">biblische Konzept der Vereinigung mit Christus</a> noch nicht vollständig ergriffen haben.</p>
<p>Aber das soll uns nicht zu leichtfertigen Lesern des Briefes machen. Es geht durchaus darum, das &#8222;vollkommene Gesetz Gottes zu durchschauen&#8220; (1,25). Das kann nicht so einfach gehen, damit wir nicht nur vergessliche Hörer des Wortes bleiben, sondern Täter des Wortes. Blicken wir noch einmal auf 4,4 in seinem näheren Kontext zurück: Das was Jakobus als Freundschaft mit der Welt betrachtet, ist so doch ziemlich anders, als das was häufig &#8222;Listen dieser Welt&#8220; anführt. Jakobus hat Streit, Neid, Zank, Üble Absichten im Blick, die unsere Freundschaft mit der Welt ausdrücken.</p>
<p>Das der Jakobusbrief auch schwer zugänglich ist, missverstanden und übersehen wird, wird auch deutlich, dass relativ selten über und aus ihm gepredigt wird. Einige weitere Gefahren, den Jakobusbrief zu hastig zu lesen, da er doch verdaut werden muss, finden sich im nächsten Abschnitt.</p>
<h2>Achtung: Zu schnelle Schlussfolgerungen</h2>
<p>Ich möchte drei Beispiele erwähnen, in denen zu voreilige Schlussfolgerungen zu einem nicht ganz passenden Fazit führen.</p>
<h3>Jak 1,27</h3>
<p><em><span lang="de">&#8222;Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.&#8220;</span></em></p>
<p>Es wäre ganz korrekt hier davon auszugehen, dass man schon ganz ordentlich Gott dient, wenn man verwitweten Frauen regelmäßig einen Hausbesuch abstattet. Der Grund? &#8222;Witwen und Waisen in ihrer Trübsal zu besuchen&#8220;, meinte in einer Zeit ohne Sozailstaat immer finanzielle, praktische Unterstützung, ggf. auch Versorgung und Pflege. Das war reinste Knochenarbeit. Auch sollte man den &#8222;Nicht-Fall&#8220; aus 1,26 in die Betrachtung mit einziehen und schließlich nicht &#8222;von der Welt unbefleckt erhalten&#8220; (zunächst) im Kontext des Jakobusbriefes betrachten.</p>
<h3>Jak. 1,23-24</h3>
<p><em><span lang="de">Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut;</span><span lang="de"> </span><span lang="de">denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.</span></em></p>
<p>In die Bibel soll man blicken, wie man morgens in den Spiegel blickt. Dabei verstehe ich diesen Vers so, dass man eben nicht so machen muss. Zumindest mir geht es so, dass ich eben tatsächlich sofort nachdem ich nicht mehr in den Spiegel blicke , vergesse wie ich aussehe. In Gottes Wort gilt es, um dieses zu durchschauen, eben anders zu blicken, um von einem Hörer auch ein Täter des Wortes zu werden.</p>
<h3>Glaube und Werke</h3>
<p>In der Betrachtung der &#8222;guten Werke&#8220;, und Jakobus greift zu dem starken Beispiel der finanziellen Unterstützung Bedürftiger, muss dennoch beachtet werden, dass beide Werke, die Jakobus als echte Glaubenswerke der Heiligen sieht, zwei doch sehr dubiose, ja problematische Werke aufführt, wenn dahinter kein echter Glauben stehen würde: Abraham tötete seinen Sohn und Rahab verriet ihre Heimat (Zum Thema Glaube und Werke weiter unten etwas mehr).</p>
<h2>Dringend nötige Neuentdeckungen</h2>
<p>Über den Jakobusbrief wird selten gepredigt. Manche Abschnitte verstauben aber nahezu komplett. So denke ich z.B. an die enge Beziehung die Jakobus zwischen dem Dreisatz: Glaubenswerke, Zunge im Zaun halten und Ansehen der Person zieht (2,1-9). Jakobus hat wohl das ganze Gesetz Gottes im Blick (2,12). Gott hat die Armen und Niedrigen erwählt, wir aber ignorieren und diskriminieren sie (2,6-9). Schon mal eine Predigt über diesen Abschnitt gehört?</p>
<p>Ich habe aber auch &#8222;weises Sprechen&#8220; im Blick. Das wir bei unserer Wortwahl weise sein sollen, ist wohl eine These die man häufig hört. Aber die Absichten dahinter sind oft andere, als die Jakobus im Blick hat: Wenn man eher zuhört, bekommt man Autorität und vermittelt Sicherheit. Kann besser auftreten usw&#8230; Jakobus aber wirft uns etwas anderes zu: Es geht darum, dass wir mit einem losen Mundwerk nicht mehr Gott dienen können. Und das wir die Weisheit, der Zunge halt zu gewähren nur bekommen, wenn wir Sanftmut und Weisheit von oben herab anreichern. Auch hier geht es mir um die sehr enge Beziehung, die Jakobus zwischen 2,1-12 und 2,13-18 zieht.</p>
<p>Schließlich habe ich auch die Art im Blick, wie Jakobus mit alttestamentlichen Vorbildern umgeht. Sie sind nicht nur christologische Vorbilder einer messianisch-alttestamentlichen Entwicklung, sondern ganz praktische Vorbilder für Nachfolge: z.B. Elia für beharrliches Gebet (5,17), Hiob für das Ausharren in Leiden (5,11):<em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Nehmt zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn.&#8220; (5,10) &#8211; </span></em><span lang="de">Jakobus ruft uns zur Imitatio Christo auf.</span></p>
<h2>Mögliche Stolpersteine</h2>
<p>Zuletzt möchte ich auf einige mögliche Vorannahmen blicken, die schädigend für das Lesen des Briefes sein können.</p>
<h3>Sind Werke ein notwendiges Übel?</h3>
<p>Manchmal liest man Dinge, die wie eine Rechtfertigung für gute Werke klingen. So als müsste man sich für gottesfürchtige Taten schämen! Oder als spiele Unterordnung unter Gott nur eine &#8222;untergeordnete&#8220; nebensächliche Rolle. Oder als wären Werke, ein notwendiges Übel, das sich nicht umgehen liesse. Ich fürchte das sagt mehr über unser böses Herz aus, als über Jakobus&#8216; Verständnis von Gnade und Rechtfertigung aus dem Glauben allein. So klingen für mich die Versuche, &#8222;das paulinische Verständnis&#8220; mit dem &#8222;jakobischen&#8220; zu harmonisieren, zumeist eher fragwürdig. Ich sehe wenig Notwendigkeit für Harmonisierungen. Auch hatte Paulus wenig Skrupel damit seinen eigenen Brief über die Notwendigkeit der Werke zu schreiben, nämlich den Titusbrief. Ich frage mich, ob wir hier schon irgendwie bibelkritisch vorbelastet sind. In der modernen Bibelwissenschaft ist es üblich die Pastoralbriefe als &#8222;nicht authentisch&#8220; (sprich nicht von Paulus stammend) zu vernachlässigen. Schreibt so ein Autor über sein Verständnis von Paulus&#8216; Theologie, wird er ja den Titusbrief und die Timotheusbriefe kaum oder wenig berücksichtigen. Was entsteht ist also schon eine verzehrte Darstellung des Werkes von Paulus mit einem höheren Drang diesen verzehrten Paulus mit einem (anders verzerrten) Jakobus zu harmonisieren.</p>
<p><b>Hätte Jakobus seinen Brief anders geschrieben, wenn er den Galaterbrief gekannt hätte?</b></p>
<p>Das ist eine ähnliche These wie oben, mit einem leicht anderen Schwerpunkt: Nicht nur Kapitel 2 über die Glaubenswerke, sondern der ganze Jakobusbrief wird damit angegriffen. Schließlich hat Jakobus kaum Bezüge zu Christus (1,1 und 5,11?). Ist der Jakobusbrief somit womöglich eher ein alttestamentliches Werk, entstanden in einem jüdischen Ringen über die Bedeutung des Kreuzes und Verdienstes Christi, eigentlich noch ganz &#8222;unevangelisch&#8220;? Hat Jak. in seinen Empfängern womöglich nur Juden (und fromme Proselyten) im Blick gehabt, da noch vor der Bekehrung von Kornelius verfasst? &#8211;  Und plötzlich produzieren wir ein Werk, das uns unkanonischer erscheint, als das ganze Alte Testament: In irgendeiner Weise unreif und unfertig. Ich sage nicht, dass jemand diese These in dieser Schärfe formuliert, aber doch glaube ich, dass unterschwellig häufig Überlegungen ähnlicher Art unsere Haltung zum Jakobusbrief prägen. Vielleicht war Luther an dieser Stelle einfach ehrlicher mit seinen Skrupeln als wir?- Im Grunde ist dieses Problem eher eine Folge einer Trennung von Neuem und Altem Testament und einer Vernachlässigung von Letzterem. Eine einfache Lösung für dieses Problem wird sich nicht so ohne weiteres finden lassen, als ersten Schritt empfehle ich hier die zahlreichen Verknüpfungen von Neuem zu Altem Testament neu zu entdecken.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es lohnt sich, den Jakobusbrief neu zu entdecken:<em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Redet so und handelt so als Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. </span><span lang="de">Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. </span><span lang="de">Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?&#8220; (Jak 2,12-14)</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Ein Loblied auf den Jakobusbrief &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die Bibel lesen.&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ist der Glaube ein Geschenk von Gott?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Feb 2021 15:19:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kirchengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Puritaner]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Arminianismus]]></category>
		<category><![CDATA[Calvinsmus]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Remonstranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist immer wieder bereichernd, manchmal aber auch ernüchternd konfessionelle Schriften zu studieren. So bin ich erst jetzt dazu gekommen, die fünf Punkte der Remonstranten von 1610 zu lesen und habe doch etwas unerwartet Überraschendes entdeckt. Ich übersetzte aus der lateinischen und holländischen Version, die&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ist-der-glaube-ein-geschenk-von-gott/14241">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fd/Allegory_of_theological_dispute-Abraham_van_der_Eyk-MBA_Lyon_H1151-IMG_0428.jpg/1280px-Allegory_of_theological_dispute-Abraham_van_der_Eyk-MBA_Lyon_H1151-IMG_0428.jpg" /></p>
<p>Es ist immer wieder bereichernd, manchmal aber auch ernüchternd konfessionelle Schriften zu studieren. So bin ich erst jetzt dazu gekommen, die fünf Punkte der Remonstranten von 1610 zu lesen und habe doch etwas unerwartet Überraschendes entdeckt. Ich übersetzte aus der lateinischen und holländischen Version, die ich von P. Schaff besitze:</p>
<p><em>Dass der Mensche den selig machenden Glauben nicht aus sich selber besitzt, noch aus Kraft seines freien Willens, da er im Zustand der Auflehnung und der Sünde nichts Gutes (was ja insbesondere der seligmachende Glaube ist) aus sich heraus denken, wollen oder tun kann. Es ist aber notwendig, dass er von Gott, in Christus durch seinen Heiligen Geist wiedergeboren und in der Wiedergeburt, in Vernunft, den Affekten, des Willen und allen Kräften neu belebt wird, damit er nach dem Wort Christi richtig verstehen, denken, wollen und das wahre Gute vollbringen kann. Wie auch Joh. 13,5 sagt: &#8222;Ohne mich könnt ihr nichts tun!&#8220;</em></p>
<p>Bei der Recherche ist mir aufgefallen, <a href="https://remonstrancepodcast.com/five-articles/">dass die englische Übersetzung von Schaff</a>, die auch im Weg Grundlage für zahlreiche veröffentlichte Versionen ist, das holländische &#8222;´t salichmaeckende Gheloove&#8220; (bzw. in der lateinischen Fassung dieser fünf Punkte mit &#8222;salvificam fidem&#8220;) interessanterweise mit <em>&#8222;saving grace&#8220;</em> wiedergibt. Dadurch geht m.E. der doch wichtige Punkt verloren, dass die Remonstranten an dieser Stelle wirklich vom Glauben als Geschenk sprachen. Lateinisch, was auch so weit ich das verstehe die Veröffentlichungssprache war, ist die Sache eindeutig ausgedrückt: <em><strong>&#8222;Homo salvificam fidem non habet a se&#8220; &#8211; </strong></em>Der Mensch hat den rettenden Glauben nicht aus sich selbst.</p>
<p>Noch spannender aber: Sie sprechen davon, dass der Glaube auf die Wiedergeburt folgt.</p>
<p>Das bringt mich zu dieser Überlegung: Was meint man eigentlich damit, wenn man meint, dass man &#8222;sich nicht festlegen möchte&#8220; und weder &#8222;Calvinist noch Arminianer&#8220; sei, sondern irgendwo in der Mitte stehe, da man &#8222;beiden Seiten der Medaille&#8220; recht geben möchte. Diese möchte ich dann bitten mir zu sagen, warum selbst die &#8222;arminianische&#8220; Position für sie zu deterministisch ist?  (z.B. hier auf<a href="https://www.apologia.info/geht-die-wiedergeburt-dem-glauben-voraus/"> apologia.net</a>). Natürlich ist obiger Punkt auch im geschichtlichen Kontext zu sehen, z.B. darin, dass die ganze Debatte um die &#8222;Fünf Punkte&#8220; eigentlich nur in einem reformierten Kontext stattfinden kann, und der Arminianismus nur in einem solchen Kontext entsteht. Oder auch darin, dass die lutherische Betonung der Gnadenlehre aufgrund der völligen Verderbtheit hier entsprechend eine Anschlußpunkt sah.</p>
<p>Was mir aber aufs neue aufging, wie furchtbar rational wir von der freien Selbstbestimmung des Menschen ausgehen. Der Mensch ist Herr über sein Schicksal und selbst die Himmel sollen sich ihm fügen. Glaube ein Geschenk? Wiedergeburt als Grundlage für irgend etwas Gutes? Im Bekenntnis meiner Gemeinde klingt es anders. Hier ist die Rede davon, dass Gott uns die Wiedergeburt schenkt, wenn wir uns zu ihm bekehren. Ein Denken, dass im Evangelikalismus weit verbreitet sein dürfte.  Ob wir dann noch Arminianer und nicht vielmehr längst Pelagianer ist dann  ja die eigentliche Frage.</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>&#8222;Homo salvificam fidem non habet a se&#8220; </strong></em></p>
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		<title>Wenn Tiere reden könnten</title>
		<link>https://nimm-lies.de/wenn-tiere-reden-koennten/12629</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jan 2018 20:31:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[evangelistische Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Mission und Evangelisation]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[CLV]]></category>
		<category><![CDATA[evangelistisch]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Schöpfung]]></category>
		<category><![CDATA[Wenn Tiere reden könnten]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Gitt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal kommt es vor, dass man allgemein bekannte Bücher weniger erwähnt, dabei haben die Bücher von Werner Gitt einen beachtlichen Einfluss auf meine Jugend gehabt. Die positive Schreibweise von Werner Gitt ist einfach ermutigend.  Über die Schöpfung zu staunen ist heute eine vergessene Tugend, dabei&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/wenn-tiere-reden-koennten/12629">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wenn-tiere-reden-koennten/12629">Wenn Tiere reden könnten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright" src="https://clv.de/out/pictures/generated/product/1/230_340_75/255133_wenn_tiere_reden_knnten_-_tb_3d_01.png" alt="Wenn Tiere reden könnten " />Manchmal kommt es vor, dass man allgemein bekannte Bücher weniger erwähnt, dabei haben die Bücher von Werner Gitt einen beachtlichen Einfluss auf meine Jugend gehabt. Die positive Schreibweise von Werner Gitt ist einfach ermutigend.  Über die Schöpfung zu staunen ist heute eine vergessene Tugend, dabei wissen wir mehr über die Dinge dieser Welt, als alle Generationen zuvor. Bücher wie <em>Wenn Tiere reden könnten</em> sind hier ein guter Anfang. In zehn einfach verständlichen Kapiteln werden unterschiedliche Wunderwerke der Schöpfung vorgestellt! Halt, eigentlich stellen sie sich selbst vor, darunter der so gewöhnliche Sperling, der total ungewöhnliche Wal und das aus allen Rahmen fallende Schnabeltier.</p>
<p>Eine Kostprobe:</p>
<blockquote><p>Hätten Sie gewusst, dass mein gesamter Schädel leichter ist<br />
als meine beiden Augäpfel?! Daraus brauchen Sie jetzt nicht<br />
etwa boshafte Schlüsse auf mein Spatzenhirn zu ziehen.<br />
Meine Augen sind weitaus besser als die Ihrigen. Wir Vögel<br />
haben sieben- bis achtmal mehr Sehzellen pro Flächeneinheit<br />
als Sie. Dadurch entsteht in unserem Gehirn ein viel<br />
schärferes Bild. Wenn Sie z. B. einen Gegenstand so genau<br />
erkennen wollen, wie ihn ein Bussard wahrnimmt, müssten<br />
Sie einen Feldstecher (8 x 30) zu Hilfe nehmen. Ich gebe<br />
zu, meine Augen sind zwar nicht ganz so scharf, aber den<br />
Vergleich mit Ihnen halte ich immer noch aus. Ein Biologe<br />
schreibt, dass unser Auge ein Wunderwerk an Bau, Funktion<br />
und Leistungsfähigkeit ist. Es gehört zu den vollkommensten<br />
optischen Organen in der Wirbeltierwelt. Das muss<br />
auch so sein, denn uns darf selbst beim schnellsten Flug<br />
keine wichtige Einzelheit entgehen. (S.14)</p></blockquote>
<p>Das Beobachten der Schöpfung lenkt den Christen zu Dank und Anbetung. Es sollte uns immer dazu führen, ein Loblied zu singen. Ein Lied das heute zu selten gesungen wird.</p>
<p>Aufgrund des günstigen Preises von 1,90 EUR eignet sich das Buch sehr gut für den Büchertisch und als evangelistisches Verteilmaterial. Die Bedeutung des Schöpfungsberichts für die Evangelisation wurde hier bereits <a href="https://www.nimm-lies.de/ken-ham-wie-aber-werden-sie-hoeren/9127">ausführlich diskutiert</a></p>
<p>Wer etwas tiefgründigere und ausführlichere Betrachtungen zum Wunder der Schöpfung haben möchte, ist mit dem (säkularen) Buch <a href="https://www.amazon.de/Why-Us-Science-Rediscovered-Ourselves/dp/0007120281/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1516653218&amp;sr=8-1&amp;keywords=le+fanu+why+us" target="_blank" rel="noopener">Why US?</a> von James LeFanu gut bedient.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/wenn-tiere-reden-koennten/12629">Wenn Tiere reden könnten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>NEU: Magazin schöpfung.info</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Nov 2017 18:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Magazine/Zeitschriften]]></category>
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		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlos]]></category>
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		<category><![CDATA[schöpfung.info]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Theologische Standpunkte, die unter den Evangelikalen im deutschsprachigen Raum vor wenigen Jahrzehnten noch Konsens waren, wurden bis ins neue Jahrtausend hinein vor allem auf den Ebenen der Verantwortungsträger aufgeweicht und verändert. Teils Jahrtausende alte auf Bibel und Bekenntnis fußende Standpunkte wurden in Frage gestellt und&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/neu-magazin-schoepfung-info/12318">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/neu-magazin-schoepfung-info/12318">NEU: Magazin schöpfung.info</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-12320" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171002_120911637-1024x576.jpg" alt="" width="840" height="473" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171002_120911637-1024x576.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171002_120911637-300x169.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171002_120911637-768x432.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171002_120911637.jpg 1280w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" />Theologische Standpunkte, die unter den Evangelikalen im deutschsprachigen Raum vor wenigen Jahrzehnten noch Konsens waren, wurden bis ins neue Jahrtausend hinein vor allem auf den Ebenen der Verantwortungsträger aufgeweicht und verändert. Teils Jahrtausende alte auf Bibel und Bekenntnis fußende Standpunkte wurden in Frage gestellt und „neu bewertet“.</p>
<p>Ein Ergebnis davon ist die Aufgabe des Vertrauens in die absolute Glaubwürdigkeit der Bibel, die Öffnung für Bibelkritik und letztendlich die Aufgabe der Verbindlichkeit des wörtlichen Schöpfungsberichts.<span id="more-12318"></span></p>
<p><img decoding="async" class="alignright size-large wp-image-12323" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_103102661-1024x576.jpg" alt="" width="840" height="473" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_103102661-1024x576.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_103102661-300x169.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_103102661-768x432.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_103102661.jpg 1280w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" />Um Christen bei der Auseinandersetzung von Bibel und Wissenschaft zu unterstützen und Glauben zu stärken, wurde im Herbst 2017 eine Initiative ins Leben gerufen, die neben einer Website ein kostenfreies Magazin „schöpfung.info“ herausgibt.</p>
<blockquote><p>schöpfung.info ist ein christliches Werk auf Privatinitiative mit dem Ziel, die Ehre Gottes zu suchen, indem der Glaube an die ganze Bibel (alle 66 kanonischen Bücher) gestärkt wird. Unser Bibelverständnis beinhaltet eine junge Erde, keine Kompromisse mit der Evolutionstheorie und die Autorität der Bibel in allen Lebensfragen inklusive Geschichte, Wissenschaft, Jenseits und Lebensführung. Die Zeitschrift schöpfung.info erscheint drei Mal im Jahr und ist kostenlos erhältlich. Die Inhalte der Zeitschrift und weitere darüber hinaus werden auf der Webseite <a href="https://www.schöpfung.info/" target="_blank" rel="noopener">www.schöpfung.info</a> zur Verfügung gestellt.</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-large wp-image-12321" style="font-size: 15px;" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_102941052-1024x576.jpg" alt="" width="840" height="473" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_102941052-1024x576.jpg 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_102941052-300x169.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_102941052-768x432.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/IMG_20171003_102941052.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Aus dem Vorwort:</p>
<blockquote><p>Es erscheint uns wichtig, das Fundament des christlichen Glaubens in unserer Zeit, wo Andersdenkende schnell in den Verdacht des postfaktischen Populismus kommen, mit Fakten und Logik zu untermauern.</p>
<p>Diese Zeitschrift soll einen Beitrag dazu leisten. In biblisch fundierten Artikeln werden die interessierten Leser durch das erlangte <strong>Wissen</strong> angeregt zu verstehen, dass die Welten durch Gottes Wort geschaffen sind (Hebr 11,3) und das evolutionistische Modell von Grund auf versagt.</p>
<p>Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir in der Rubrik <strong>Staunen</strong>, wo wir über die Größe und Weisheit Gottes nachdenken (Ps 104,24).</p>
<p>In der Rubrik <strong>Reflektieren</strong> beleuchten wir aktuelle Medienberichte, denen das Evolutionsmodell zugrunde liegt, aus biblischer Sicht und zeigen die dort vorliegenden wissenschaftlichen Schwächen (2Kor 10,5) auf.</p>
<p>Im Gegensatz dazu geben wir Empfehlungen für hilfreiche schöpfungswissenschaftliche Ressourcen im Bereich <strong>Vertiefen</strong>, damit wir wissen, wie wir einem jeden antworten sollen (Kol 4,6).</p>
<p>Die Termine in der Rubrik <strong>Planen</strong> geben eine Übersicht über geplante Veranstaltungen zum Thema Schöpfung (Jak 4,15).</p></blockquote>
<p>Das Magazin erscheint drei Mal im Jahr und kann auf <a href="https://xn--schpfung-p4a.info/index.php/magazin-abonnieren" target="_blank" rel="noopener">schöpfung.info kostenlos abonniert werden</a>. Die erste Ausgabe hat 24 Seiten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/neu-magazin-schoepfung-info/12318">NEU: Magazin schöpfung.info</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Das andere Evangelium&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2015 23:10:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gemeindebau]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen/Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Galaterbrief]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Irrlehren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eines Tages, es waren meine ersten Anläufe, durfte ich in meiner Gemeinde das Einleitungswort sprechen. Ich wählte den Text über die Helden Davids und habe dies so angewandt, dass wir als Christen immer danach streben sollten, Gottes Helden zu sein. Wie gesagt, waren es damals&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/das-andere-evangelium/9573">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-andere-evangelium/9573">Das andere Evangelium&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eines Tages, es waren meine ersten Anläufe, durfte ich in meiner Gemeinde das Einleitungswort sprechen. Ich wählte den Text über die Helden Davids und habe dies so angewandt, dass wir als Christen immer danach streben sollten, Gottes Helden zu sein. Wie gesagt, waren es damals die mittelmäßigen Anfänge eines sowieso mittelmäßigen Predigers &#8230; Nach dem Gottesdienst wurde ich von einem Bruder angesprochen (von dem ich auch bis heute große Stücke halte), der mir den Text aus Galater 1,6-10 vorhielt. Das Fazit war kurz gefasst folgendes: Ich habe zu sehr die menschliche Verantwortung betont und nicht das &#8222;Evangelium&#8220;, somit hätte ich ein falsches Evangelium verkündigt. Nun, ich habe damals nicht viel widersprochen, habe aber die Ermahnung damals auch nicht ganz genau verstanden.</p>
<p>Eigentlich geht es mir nicht um die Ermahnung (möglicherweise war sie zu diesem Zeitpunkt durchaus angebracht, ich kann es jedoch so viele Jahre darnach nicht mehr wirklich überprüfen). Es war damals nur das erste Mal, dass ich mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, dass mein Evangelium nicht korrekt sei, ich ein überaus schrecklicher Irrlehrer wäre, und kurz davor stehe verflucht zu werden (Vergleiche Galater 1,6-10). Manchmal traf es auch nicht mich, sondern ich habe nur mitbekommen, welches verkehrte Evangelium denn der ein oder andere Verkündiger betreiben sollte.</p>
<p>Der absolute Klassiker unter Russlanddeutschen ist dieser: Dieser oder jener Bruder predige ein verkehrtes, ja ein falsches Evangelium, denn seine Frau trägt kein Tuch, und über ihre Kleider wolle man erst gar nicht reden. Und wieder wurde die Bibel ausgepackt und natürlich Galater 1,6-10 vorgelesen (Nur ein Deja-Vu?). Das blanke Entsetzen steht den dann im Gesicht, wenn man dann entgegen wirft: Lieber Bruder, nicht nur dass seine Frau kein Tuch trägt, die haben ja auch einen Fernseher im Heim (Bis vor etwa fünf Jahren hat man noch hinzugefügt &#8222;<em>und sogar einen DSL-Anschluss&#8220;</em>. Aber irgendwie hat sich das Internet auch unter ganz erzkonservativen Russlanddeutschen durchgesetzt, seitdem ist DSL keine falsches Evangelium mehr.)<span id="more-9573"></span></p>
<p>Neulich habe ich wieder etwas Großartiges gehört: Alle die nicht wirklich verstehen, dass das Heil nicht verlierbar sei &#8230; der Bruder hat wirklich diese Begriffe verwendet: &#8222;<em>Das Heil ist nicht verlierbar&#8220;.</em> Dabei sollte jeder &#8222;gut re(in)formierte&#8220; Christ wissen, dass man dies üblicherweise als <em>Ausharren der Heiligen</em> oder die <em>Bewahrung der Gläubigen</em> bezeichnet, um den unangenehmen Beiklang zu vermeiden, welchen die Aussage: &#8222;Das Heil ist nicht verlierbar&#8220; hat. Nämlich, das Heil ist nicht verlierbar, egal was du machst, und egal wie du lebst, dies stellt jedoch die Ausführungen der Reformatoren in ein falsches Licht &#8230;</p>
<p>Auf jeden Fall behauptete er tatsächlich, alle die nicht akzeptieren wollen, dass das Heil nicht verlierbar sei, sind in Wirklichkeit nicht wiedergeboren, denn sie predigen ein falsches Evangelium (ich wusste gar nicht, dass in arminianischen Kirchen sämtliche Geschwister predigen). Die Bibel wurde ausgepackt, und man wird es kaum für möglich halten, Galater 1,6-10 wurde zitiert. Im Übrigen hört man von &#8222;Arminianern&#8220; allzu häufig dasselbe: Der und der sei eben ein Irrlehrer, da er an die &#8222;Lehre von der Unverlierbarkeit des Heils&#8220; glaubt. Dieses ist, wie schon festgestellt, ein überaus lächerlicher Ausdruck, der total vom Kern der Debatte ablenkt.</p>
<p>Prinzipiell ist das dahinterliegende Anliegen klar:  Einer möchte das Evangelium vor zuviel Weltförmigkeit behüten, ein anderer möchte die reine Lehre des Evangeliums, also die Orthodoxie, schützen.</p>
<p>Aber machen wir uns nichts vor, eigentlich sind diese Angriffe nur Peanuts. Ich habe schon zu hören bekommen, dass man ein anderes Evangelium predigt, wenn man nicht an die Entrückung der Christen vor der Trübsal glaube oder wenn man Familienplanung praktiziert.  Es gibt tatsächlich einen Blog, der alle Übersetzungen der Bibel, die nicht auf dem Textus Receptus aufbauen, als anderes Evangelium bezeichnet. Die Übersetzer solcher Bibeln seien von vornherein Irrlehrer und Bibelfälscher. Jeder der diese Bibeln nutzt, begehe geradezu Zauberei. Somit wird dazu aufgerufen, &#8222;Nestle-Aland&#8220;-Bibeln zu verbrennen. Und natürlich predigt auch jeder ein anderes Evangelium, der nicht an ein geozentrisches Weltbild glaubt. Ja, es ist genau das, wonach es sich anhört: Die Erde ist natürlich der Mittelpunkt des Universums, sonst könnte ja Josua nicht der Sonne befehlen, Sie solle still stehen &#8230;</p>
<p>Und Sonst? Vor einigen Jahren habe ich ein interessantes Gespräch mit einem liberalen Theologen geführt. Man wird es nicht glauben, aber im Grunde warf er den &#8222;fundamentalistischen&#8220; Christen vor, diese predigen und lehren ein falsches Evangelium, weil sie soviel Wert auf &#8222;Bibeltreue&#8220; legen würden. Dabei wäre das, was von einem Christen verlangt wird, &#8222;Christustreue&#8220;. Nun stellt sich natürlich die Frage, wie man denn ohne die Schrift erfahren soll, was Christustreue ist, aber dies ist natürlich ein anderes Thema &#8230; Im Übrigen, man wird es kaum für möglich halten, aber wieder wurde der Galaterbrief bemüht.</p>
<p>Was nicht umbringt, härtet ab, wusste sogar schon Nietzsche. Irgendwann, nach der fünften oder sechsten Keule, tut es nicht mehr so weh, aber natürlich ist es alles andere als angenehm, zum Irrlehrer ernannt zu werden. Aber welcher treue Zeuge Christi wurde es nicht? Man denke an Paulus, an Luther, an Spurgeon &#8230; Somit hat es durchaus etwas ehrenhaftes,  zum &#8222;Irrlehrer&#8220; erhoben zu werden &#8230;</p>
<p>Vielleicht ist uns aufgefallen, wo die Schwäche dieser Argumentation liegt? Die ganze Zeit wurde nämlich immer nur darüber geredet, was denn <em>die Anderen</em> (auch so ein überaus unpassendes Wort in der Diskussion über andere Denominationen in der Christenheit) so alles falsch machen. Wie verkehrt doch <em>deren </em>Verständnis von Christus sei. <em>Sie sind halt weltlich und gleichgültig</em> gegenüber der Wahrheit des <strong><em>echten Evangeliums. </em></strong> So wird viel über das vermeintlich falsche Evangelium gespottet und geredet, aber kaum einer kommt dazu, das echte und rechte Evangelium vorzustellen. Selten kommt es so weit, dass man sagt, ja aber so sollte ja das echte Evangelium Christi sein: Christus im Zentrum mit dem echten Glauben als Mittel. Dabei sollten wir immer die Ehre Gottes sehen usw. Paulus grenzt seine Botschaft im Galaterbrief ganz deutlich von den &#8222;Gesetzespredigern&#8220; ab, aber er vergisst auch nicht, immer wieder ganz deutlich das wahre Evangelium zu erklären, z. B. in Gal.3,13:</p>
<blockquote><p>Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!)</p></blockquote>
<p>In den letzten zwei Jahren habe ich noch weitere Lektionen gelernt: Erstens dürfen wir durchaus Jak.3,1 berücksichtigen. Nicht jeder muss sich zum Lehrer des Evangeliums aufspielen. Auch birgt dies eine hohe Verantwortung. Wenn man mir wieder mein falsches Evangelium vorhält, darf ich antworten, dass ich gar nicht wusste, dass man mich für einen Lehrer hält.  Auch ist Bescheidenheit bei uns gefallenen Kreaturen durchaus ein Muss. Unser Wissen ist und bleibt Stückwerk und unsere Erkenntnis unvollkommen.</p>
<p>Schließlich habe ich festgestellt, dass göttliche Dinge uns zur Anbetung und Nachfolge anleiten sollten, und nicht dazu, dass wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen. Wie Arthur Pink feststellt: <em>Über göttliche Dinge streitet man nicht.</em> Nicht alles was ich erkenne, muss ich auch gleich allen meinen Mitmenschen weiterbringen. Jedes Wort hat seine rechte Zeit und seinen rechten Zuhörer. Auch bin ich nicht für jeden einzelnen Prediger und Christen dieser Welt verantwortlich. Wenn irgend ein amerikanischer Pastor eine andere Meinung über Gemeindezucht hat als ich, dann hat er sie eben. Es heißt noch lange nicht, dass ich ihm jetzt einen langen Brief zu schreiben habe, in welchem ich erkläre, dass sein Evangelium total verkehrt, und falsch  ist, und er kurz davor ist ein antichristliches Leben zu führen, wenn er nicht das rechte Evangelium erkennt, so wie es ja bereits in Gal.1,6-10 usw. usf &#8230;</p>
<p>Ich möchte nicht missverstanden werden: Toleranz und Verständnis kann zu weit gehen, wie jeder wohl zu genüge weiß. Hier den rechten Weg zu erkennen, ist kein Kinderspiel und erfordert Weisheit von oben. Gott möge diese allen seinen treuen Zeugen schenken. Überlegen wir uns einmal folgendes: Was wäre, wenn wir für die &#8222;Falsch-Evangelikalen&#8220; genauso viel beten würden, wie wir sie kritisieren und verurteilen?  Schließen möchte ich mit einem Vers aus Röm,14,4:</p>
<blockquote><p>Wer bist du, dass du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann ihn wohl aufrichten.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-andere-evangelium/9573">Das andere Evangelium&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>NIMM UND LIES ver­lost 5 x Timo­theus Maga­zin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 16:46:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Betanien]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Oben]]></category>
		<category><![CDATA[Sünde]]></category>
		<category><![CDATA[Timotheus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Okto­ber 2010 als rei­nes Online-Magazin gestar­tet und schon die zweite Aus­gabe als Print­ma­ga­zin im Beta­nien Ver­lag. Worum geht´s? Es geht um Timo­theus, das bibel­treue Maga­zin für junge Chris­ten. Drei Aus­ga­ben sind bereits erschie­nen und am 1. Juli folgt das vierte Heft. Jede Aus­gabe beschäf­tigt&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/nimm-und-lies-ver%c2%adlost-5-x-timo%c2%adtheus-maga%c2%adzin/1843">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Okto­ber  2010 als rei­nes Online-Magazin gestar­tet und schon die zweite Aus­gabe  als Print­ma­ga­zin im <a href="http://cbuch.de/index.php?" target="_blank">Beta­nien Ver­lag</a>. Worum geht´s? Es geht um <a href="http://www.timotheusmagazin.de/" target="_blank"> Timo­theus</a>, das bibel­treue Maga­zin für junge Chris­ten. Drei  Aus­ga­ben sind bereits erschie­nen und am 1. Juli folgt das vierte  Heft. Jede Aus­gabe beschäf­tigt sich mit einem Thema wobei bis­her  Nach­folge, Glaube und Sünde behan­delt wurden.</p>
<p>Die Redak­tion  von Timo­theus hat uns fünf Exem­plare der Aus­gabe „Glaube“  gestif­tet. Diese fünf Hefte wer­den wir nun verlosen.</p>
<p><strong>Was musst du tun um ein Heft zu gewinnen?<span id="more-1843"></span></strong></p>
<p>Schreibe uns  im Kommentar-Feld, wel­ches Thema du dir für eine spä­tere Aus­gabe  wünschst. Oder was du von den kom­men­den Zeit­schrif­ten erwar­test,  oder warum du die Zeit­schrift haben willst. Lass dir was einfallen.</p>
<p><strong>Wie lange hast du Zeit?</strong></p>
<p>Mit dem Pos­ten die­ser Zei­len eröff­nen wir die Teil­nah­me­mög­lich­keit. Die Zeit läuft am Sonn­tag, den 19.06.2011 ab.</p>
<p>Wer gewinnt?  Unter allen Teil­neh­mern wer­den die fünf Aus­ga­ben von „Glaube“  ver­lost. Ver­öf­fent­licht wer­den die Namen der Gewin­ner hier im  Blog. Mel­det euch dann mit eurer Anschrift, damit wir euch euer Heft  zusen­den können.</p>
<p><strong>Und nun los! Wir sind gespannt, was euch zu Timo­theus ein­fällt.</strong></p>
<p style="text-align: left"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/2-glaube-januar-2011.png" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1857 alignleft" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/2-glaube-januar-2011.png" alt="" width="298" height="421" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2-glaube-januar-2011.png 298w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2-glaube-januar-2011-212x300.png 212w" sizes="auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Info  zum Magazin:</strong></p>
<p style="text-align: left">Mitte 2010 beschlossen einige junge Männer, das Timotheus Magazin ins  Leben zu rufen: Ein bibeltreues, christuszentriertes und  monothematisches (Jede Ausgabe verfolgt ein bestimmtes Thema) Magazin,  das vor allem junge (und jung gebliebene) Christen ansprechen soll. Am  01.10.2010 war es dann so weit und die erste Ausgabe mit dem Thema  &#8222;Nachfolge&#8220; erschien auf digitalem Wege (<a href="http://issuu.com/timotheusmagazin/docs/timotheusnachfolge" target="_blank">siehe HIER</a>).</p>
<p><span style="font-family: sans-serif;font-size: small"> </span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/nimm-und-lies-ver%c2%adlost-5-x-timo%c2%adtheus-maga%c2%adzin/1843">NIMM UND LIES ver­lost 5 x Timo­theus Maga­zin</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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