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	<title>Heiligung Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Johannes Calvin über das Streben nach Heiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 21:38:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Calvin]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schon länger arbeite ich mich Kapitel für Kapitel durch Calvins Institutio durch. In Buch III bespricht Calvin das &#8222;Leben eines Christenmenschen&#8220; in Kapitel 6ff (Man findet die Institutio a.k. Unterricht in der christlichen Religion vollständig kostenfrei auf der Webseite calvinismus.ch). Übrigens ist es überraschend, wie&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/johannes-calvin-ueber-das-streben-nach-heiligung/15310">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/johannes-calvin-ueber-das-streben-nach-heiligung/15310">Johannes Calvin über das Streben nach Heiligung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Schon länger arbeite ich mich Kapitel für Kapitel durch Calvins Institutio durch. In Buch III bespricht Calvin das &#8222;Leben eines Christenmenschen&#8220; in Kapitel 6ff (<a href="http://www.calvinismus.ch/dokumente/werke-calvins/">Man findet die Institutio a.k. Unterricht in der christlichen Religion vollständig kostenfrei auf der Webseite calvinismus.ch</a>). Übrigens ist es überraschend, wie Calvin das Thema Heiligung platziert. Nach Glaube und Buße aber noch vor Rechtfertigung und Erwählung. Über Gründe für diese ungewöhnliche und unerwartete Reihenfolge hat <a href="https://www.glaubend.de/von-gnade-umgeben/">David Gibson einen großartigen Artikel geschrieben, den zwei Brüder freundlicherweise für glaubend.de übersetzt haben.</a>  Calvin macht sehr schnell aus, dass der Kern echter Heiligkeit darin besteht, dass man nicht sich selbst, sondern Gott gehört. Das ist Selbstverleugnung. In Kapitel 7 schreibt er sehr eloquent:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Sind wir nun aber nicht unsere eigenen Herren, sondern gehören wir dem Herrn &#8211; so wird sofort klar, welchen Irrtum wir zu meiden haben und worauf alle unsere Werke in unserem ganzen Leben zu richten sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind nicht unsere eigenen Herren &#8211; also darf bei unseren Plänen und Taten weder unsere Vernunft noch unser Wille die Herrschaft führen. Wir sind nicht unsere eigenen Herren &#8211; also dürfen wir uns nicht das Ziel setzen, danach zu suchen, was uns nach dem Fleische nütze! Wir sind nicht unsere eigenen Herren &#8211; also sollen wir uns und alles, was wir haben, soweit irgend möglich, vergessen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite: Wir sind Gottes Eigentum &#8211; also sollen wir ihm leben und ihm sterben! Wir sind Gottes Eigentum &#8211; also muß seine Weisheit und sein Wille bei all unserem Tun die Führung haben! Wir sind Gottes Eigentum &#8211; also muß unser Leben in allen seinen Stücken allein zu ihm als dem einzigen rechtmäßigen Ziel hinstreben! (Röm. 14, 8). Wie weit ist der schon fortgeschritten, der erkannt hat, daß er nicht sein eigener Herr ist &#8211; und der deshalb seiner eigenen Vernunft Herrschaft und Regiment entzogen hat, um sie Gott allein zu überantworten! Denn die schädlichste Pestilenz, die die Menschen nur zugrunderichten kann, herrscht da, wo der Mensch sich selber gehorcht &#8211; und der einzige Hafen des Heils liegt dementsprechend darin, daß wir von uns aus nichts denken, von uns aus nichts wollen, sondern einzig dem Herrn folgen, wie er uns vorangeht!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Schritt soll also darin bestehen, daß der Mensch von sich selber abscheidet, um alle Kraft seines Geistes daran zu setzen, dem Herrn zu Willen zu sein.</p>
<cite>Calvin, Institutio. III, 7,1</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie so oft trifft Calvin das Mittelgewicht sehr gut. Hier spricht er von Heiligung als echte Tatsache in der Willensentscheidung des Christen ohne Heiligung mit chirstlichem Perfektionismus einerseits oder einer &#8222;sich an der Rechtfertigung genügen lassen-Haltung&#8220;  andererseits gleichzusetzen. Das macht vor allem das sechste Kapitel deutlich:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Indessen verlange ich nicht, daß die Lebensführung eines Christenmenschen nichts als das vollkommene Evangelium atme &#8211; obwohl das zu wünschen ist und wir uns notwendig darum mühen müssen. Ich stelle die Forderung nach der „evangelischen Vollkommenheit“ (Evangelica perfectio) nicht mit solcher Härte, daß ich einen Menschen, der sie noch nicht erreicht hat, deshalb nicht als Christen anerkennen würde. Denn in solchem Falle würden ja alle Menschen von der Kirche ausgeschlossen; ist doch kein einziger zu finden, der von jenem Ziel nicht noch gar weit entfernt wäre; viele aber sind noch recht wenig vorwärtsgekommen, und doch hätten sie es nicht verdient, daß man sie ausschlösse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was soll nun aber geschehen? Wir sollen uns jenes Ziel vor Augen stellen und nach ihm allein unser Trachten richten. Es soll uns jenes Zielzeichen gesetzt sein, nach dem all unsere Anspannung, all unser Rennen sich ausrichten soll! Es gebührt sich nämlich nicht, zwischen Gott und dem Menschen in der Weise zu teilen, daß man von dem, was er uns in seinem Worte vorschreibt, einen Teil annimmt, einen anderen aber nach eigenem Ermessen beiseiteläßt. Denn er befiehlt uns überall an erster Stelle die Rechtschaffenheit als das vornehmste Stück seiner Verehrung; darunter versteht er die aufrichtige Einfalt des Herzens, der aller falsche Schein und alle Heuchelei fern ist; der Gegensatz dazu ist das geteilte Herz. Er will also sagen: der geistliche Anfang rechten Lebens liegt darin, daß wir uns ohne Heuchelei mit der inneren Regung unseres Herzens Gott hingeben, um der Heiligkeit und Gerechtigkeit zu dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hat aber kein Mensch in diesem irdischen Kerker des Leibes Kraft genug, um mit rechter Freudigkeit seinen Lauf dahinzueilen, ja, die meisten leiden unter solcher Schwachheit, daß sie nur wankend und hinkend, ja auf dem Boden kriechend, bescheiden vorankommen. So sollen wir denn alle nach dem Maß unserer kleinen Kraft unseren Gang tun und den angefangenen Weg fortsetzen! Niemandes Weg wird so unglücklich sein, daß er nicht alle Tage ein Stücklein hinter sich bringen könnte. Wir wollen aber nicht aufhören, danach zu streben, daß wir auf dem Wege des Herrn beständig etwas weiterkommen, wollen auch bei der Geringfügigkeit des Fortschrittes nicht den Mut sinken lassen. Mag auch das Weiterschreiten unseren Wünschen nicht entsprechen, so ist doch die Mühe nicht verloren, wenn nur der heutige Tag über den gestrigen Sieger bleibt. Wir wollen nur in aufrichtiger Einfalt auf unser Ziel schauen und nach dem Zielzeichen uns ausstrecken, wir wollen nicht schmeichlerisch an uns selber Gefallen haben, auch unserer bösen Art nicht nachgeben, sondern in unablässiger Mühe danach ringen, besser zu werden, als wir waren, bis wir dann endlich zur Güte selber hindurchgedrungen sind: sie suchen wir, ihr jagen wir nach durch die ganze Zeit unseres Lebens &#8211; dann aber werden wir sie erreichen, wenn wir die Schwachheit unseres Fleisches von uns getan haben und in die vollkommene Gemeinschaft mit Gott aufgenommen sind!</p>
<cite>Calvin, Institutio, III,6,5</cite></blockquote>
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		<title>Zitate aus De Dono Perseverantiae Augustinus über die Gabe des Ausharrens bis zum Schluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2022 20:32:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Augustinus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausharren]]></category>
		<category><![CDATA[Bewahrung der Heiligen]]></category>
		<category><![CDATA[De Dono]]></category>
		<category><![CDATA[Gabe des Ausharrens]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lesezeit: 31 Minuten Das Werk Augustins De Dono Perservantiae&#8220; ist eigentlich ein Brief Augustins an Hillarius, und kann als zweites Buch über die Vorherbestimmung verstanden werden, denn es baut in weiten Teilen darauf an. Inhaltlich lassen sich beide Werke dennoch gut unabhängig von einander lesen.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/zitate-aus-de-dono-perservantiae/14745">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zitate-aus-de-dono-perservantiae/14745">Zitate aus De Dono Perseverantiae &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Augustinus über die Gabe des Ausharrens bis zum Schluss&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Lesezeit: 31 Minuten</em></p>
<p><img decoding="async" src="https://www.uni-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/4/4/csm_19augustinus_0ebcca67d0.jpg" alt="Ein Tag im Zeichen des Augustinus - einBLICK - Online-Magazin der Universität Würzburg" /></p>
<p>Das Werk Augustins De Dono Perservantiae&#8220; ist eigentlich ein Brief Augustins an Hillarius, und kann als zweites Buch über die Vorherbestimmung verstanden werden, denn es baut in weiten Teilen darauf an. Inhaltlich lassen sich beide Werke dennoch gut unabhängig von einander lesen. Tatsächlich war dieses Werk, eines der ersten von mir, dass ich von Augustinus gelesen habe. Die praktischen Implikationen aus der Überlegung, dass die Errettung eine Gnadengabe Gottes sind, sind bei Augustinus an der Frage nach dem Ausharren bis zum Schluss ausgerichtet. Eine Anwendung, wie man sie in der Reformation vor allem für die Glaubensgewissheit gezogen hat, wird man aber nur angedeutet finden. Auch die Frage nach der Identität ist hier weniger vorhanden, wenn auch Augustinus darauf in anderen Werken eingeht.</p>
<p>Das Werk ist im Mittelalter auch unter dem Titel “Die Vorzüge  des Geschenkes der Beharrlichkeit” bekannt gewesen. Mir war es nicht möglich eine deutsche Version des Buches zu finden, so dass ich es auf Englisch gelesen habe. Eine doppelte Übersetzung will ich meiden, und habe deswegen diesmal die Zitate auf Englisch belassen. Ich verweise gerne auf deepl.</p>
<p>Im Grunde genommen habe ich beim Lesen immer wieder ein Deja-Vu erlebt: „Ach Augustinus hat ja dieses Beispiel auch schon erwähnt“, deswegen bespreche ich dieses Werk sehr ausführlich mit sehr vielen Zitaten direkt und ungekürzt aus dem Werk. Entsprechend versuche ich im Folgenden über alle 69 Kapitel des Werkes einen Überblick zu geben. <a href="http://www.documentacatholicaomnia.eu/03d/0354-0430,_Augustinus,_De_Dono_Perseverantiae_%5bSchaff%5d,_EN.pdf">Die englische Übersetzung des Werkes findet sich übrigens auch kostenfrei im Web.</a></p>
<p>Zu Anfang seines Werkes definiert Augustinus, dass er “nicht über Worte streiten möchte”, aber er Ausharren  als die Gabe definiert, <em>im Glauben bis zum Schluß auszuharren: “And the believer of one year, or of a period as much shorter as may be conceived of, if he has lived faithfully until he died, has rather had this perseverance than the believer of many years’ standing, if a little time before his death he has fallen away from the stedfastness of his faith.”</em><span id="more-14745"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im zweiten Kapitel betrachtet Augustinus die Herausforderungen eines Glaubensleben, dass immer von Versuchungen und Anfechtungen umgeben ist, aber selbst im Angesicht des Todes und des Märtyriums doch das Ausharren von dem erhofft, “dem nichts zu schwer ist, der gibt sie gerne”. Augustinus verweist auf <a href="https://ref.ly/logosref/BibleLUTBIB2017.Je32.40">Jeremia 32,40</a> <em>“Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun, und will ihnen Furcht vor mir ins <strong>Herz geben, dass sie nicht von mir weichen.”</strong> </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ab dem dritten Kapitel führt Augustinus seine zentrale These ein: <em>“But why is that perseverance asked for from God if it is not given by God?” </em> Wir bitten Gott so oft darum, dass wir bewahrt werden,  und dass wir bis zum Schluss ausharren, sollen aber denken, dass es doch unsere eigene Gabe ist? Augustinus bewertet eine solche Bitte, die nur um der “Demut willen geführt wird” als Heuchelei: <em>“Abstain from honouring Him with your lips and extolling yourself over Him in your heart, by believing that you have from yourself what you are pretending to beseech from Him.”</em> Die These, dass man Gott nur um das bitten kann, was er auch schenken kann, führt Augustinus in diesem antipelagianischen Werk in den folgenden Kapiteln (Kap. 4- 12)weiter aus. Er verweist z.B. auf das Vater Unser, dass alle Gemeinden beten: Bitten wir in diesen Gebeten nicht auch um Bewahrung? Dabei behandelt Augustinus alle Bitten dieses Gebetes  und verweist  darauf, wie weit diese Bitten gehen. Wenn wir “Geheiligt sei dein Name”, beten, flehen wir dann nicht darum, Gott nicht zu verunehren? <em>“What, when we say, “Thy kingdom come,” do we ask else, but that that should also come to us which we do not doubt will come to all saints? And therefore here also, what do they who are already holy pray for, save that they may persevere in that holiness which has been given them? For no otherwise will the kingdom of God come to them; which it is certain will come not to others, but to those who persevere to the end.”</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So auch im neunten Kapitel, als Augustinus die fünfte Bitte bespricht: “Führe uns nicht in Versuchung, sondern bewahre uns vor dem Bösen”. <em>“If, therefore, it be granted to him according to his prayer that he may not be led, certainly by the gift of God he persists in that sanctification which by the gift of God he has received.”</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer besitzt nun die Gabe des Ausharrens (Kap. 10)? Nur die, die bis zum Schluss ausharren!  <em>“But since no one has perseverance to the end except he who does persevere to the end, many people may have it, but none can lose it”</em></p>
<p>Im elften Kapitel wiederholt Augustinus die Zentralität dessen, dass Gott das geben will, wofür er uns zu Bitten auffordert. <em>“Let any one who dares, tell me whether God cannot give what He has commanded to be asked from Him. Certainly he who affirms this, I say not is a fool, but he is mad”</em></p>
<p>Damit leugnet Augustinus keineswegs, dass der Wille des Menschen in der Lage ist, von Gott abzuweichen. Eben weil unser Fleisch der Ursprung unserer Anfechtungen sind, kann Augustinus (Kap.13) davon sprechen, dass die “Versuchung der Zustand des Menschen ist”. Die Freiheit ohne Gott in Versuchungen zu bestehen ist seit dem Sündenfall nicht mehr gegeben, <em>“But, after the fall of man, God willed it to pertain only to His grace that man should approach to Him; nor did He will it to pertain to aught but His grace that man should not depart from Him.” &#8211; </em>Somit ist es sowohl Gottes Gnade, dass der Mensch zu Ihm kommt und nicht von Ihm weicht, wofür Augustinus Eph. 1,11, Ps. 80,17-18 und Jer. 32,40 als Beweistexte aufführt. Vor allem die letzte Stelle zeigt, das Augustinus die gnädige Wiedergeburt als Gabe des Neuen Bundes sah.</p>
<p>Wer Augustinus liest, ist immer wieder über seine vielschichtigen Fragestellungen überrascht. So geht er in Kap. 15 der Frage nach, warum Gott möchte, dass wir ihn um etwas bitten, dass er uns auch ohne Gebet geben könnte. Im sechszehnten Kapitel gibt Augustinus eine exzellente Frage darauf, warum die Gnade, wenn sie nicht aufgrund von  Verdiensten gegeben wird, nicht einfach allen Menschen zuteilwird.  Ich fand dieses kurze Kapitel so stark, dass ich es hier vollständig einfügen möchte:<em> ““But “why,” says one, “is not the grace of God given according to men’s merits?” </em><em>I answer, Because God is merciful. “Why, then,” it is asked, “is it not given to all?” And here I reply, Because God is a Judge. And thus grace is given by Him freely; and by His righteous judgment it is shown in some what grace confers on those to whom it is given. Let us not then be ungrateful, that according to the good pleasure of His will a merciful God delivers so many to the praise of the glory of His grace from such deserved perdition; as, if He should deliver no one therefrom, He would not be unrighteous. Let him, therefore, who is delivered love His grace. Let him who is not delivered acknowledge his due. If, in remitting a debt, goodness is perceived, in requiring it, justice—unrighteousness is never found to be with God.”</em></p>
<p>Kann Gnade dann noch gerecht bleiben, fragt das 17 Kapitel, wenn zum Beispiel den beiden Zwillingen ein vollständig unterschiedliches Urteil widerfährt? Augustinus weist darauf hin, dass auch die Arbeiter im Weinberg den gnädigen Lohn des Arbeitgebers als unfair empfanden.  Im 18 Kapitel betrachtet Augustinus die gleiche Frage umgekehrt. Ist es dann von Gott fair, wenn er den einen härter bestraft, als einen anderen? Augustinus antwortet: “<em>“But if,” it is said, “it was necessary that, although all were not condemned, He should still show what was due to all, and so He should commend His grace more freely to the vessels of mercy; why in the same case will He punish me more than another, or deliver him more than me?” I say not this. If you ask wherefore; because I confess that I can find no answer to make. And if you further ask why is this, it is because in this matter, even as His anger is righteous and as His mercy is great, so His judgments are unsearchable”</em></p>
<p>Im 19. Kapitel geht Augustinus dann der Frage nach, warum in der Gemeinde Auserwählte mit Verworfenen vermischt sind. Augustinus sieht darin eine Ermahnung von Gott, nicht zu selbstsicher zu werden: <em>“But God has judged it to be better to mingle some who would not persevere with a certain number of His saints, so that those for whom security from temptation in this life is not desirable may not be secure. For that which the apostle says, checks many from mischievous elation: “Wherefore let him who seems to stand take heed lest he fall.” But he who falls, falls by his own will, and he who stands, stands by God’s will. “For God is able to make him stand;” therefore he is not able to make himself stand, but God. Nevertheless, it is good not to be high-minded, but to fear”</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ab dem zwanzigsten Kapitel verweist Augustinus immer wieder auf andere Kirchenväter, z.B. auf Ambrosius, Die Flucht vor der Welt. Hier schreibt Ambrosius darüber, das niemand ohne Gottes Hilfe vor der Welt flieht. Augustinus kommentiert: “<em>Therefore it is not in the power of men, but in that of God, that men have power to become sons of God.”, </em>womit er sich auf Joh. 1,12 beruft. Später, In Kapitel  48-49 verweist Augustinus dann noch auf Cyprian. Mit beiden meint er, seine Gnadenlehre zu teilen.</p>
<p>Im 21. Kapitel betrachtet Augustinus 1. Joh. 2,19:  Nur, die von uns waren, werden auch bei uns bleiben. Uns sie waren nicht von uns, weil sie nicht berufen waren und nicht in Christus vor Grundlegung der Welt erwählt waren.</p>
<p>Kapitel 22-24 ist ein Einschub, in dem Augustinus die interessante Frage untersucht, ob Gott Menschen nicht danach richtet, wie sie handeln würden, wenn sie in einer bestimmten Situation wären. Werden Tyros und Sidon nun nach ihrem tatsächlichen Verhalten gerichtet, oder berücksichtigt Gott auch die Tatsache, dass sie das Evangelium empfangen hätten, wenn Jesus es ihnen gebracht hätte? Diese Frage hat zahlreiche Folgerungen: So kann man auch fragen, ob Gott verstorbene Kinder nach seinem Wissen darüber richtet, wie sie handeln würden, wenn sie gelebt hätten. Augustinus verneint beides: <em>“It is therefore false that the dead are judged in respect also of those things which they would have done if the gospel had reached them when they were alive. And if this is false, there is no ground for saying, concerning infants who perish because they die without baptism, that this happens in their case deservedly, because God foreknew that if they should live and the gospel should be preached to them, they would hear it with unbelief.”(Kap.23) </em>Auf die Frage, wie Gott verstorbene Kinder richtet, kehrt Augustinus nocheinmal in Kap. 31 zurück. Insgesamt macht er hier als das wesentliche Unterscheidungszeichen die Taufe aus, was dieses Kapitel vielleicht zu den wenigen eher schwachen Kapiteln des Buches macht.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Buches geht Augustinus auf Lehrpositionen der Manichäer (Kap. 26) oder der Pelagianer (Kap. 29, auf die er in Kap. 52 zurückkehrt) ein, blickt aber auch auf seine Retraktationen (Kap. 27), also auf seine von ihm veröffentlichten Korrekturen seiner Werke. Hier analysiert Augustinus die Frage, ob seine Lehre der Vorherbestimmung sich seit den Bekenntnissen weiterentwickelt hat. Obwohl Augustinus eine Weiterentwicklung und Ausformulierung seiner Thesen eingesteht, beharrt er darauf, dass sein Festhalten an der Gnadenlehre unverändert bestand. Überhaupt ist ihm Wachstum in der Erkenntnis wichtig, ein Thema, zu dem er in Kapitel 30 wiederkehrt:<em> “For if, when I began my books concerning Free Will as a layman, and finished them as a presbyter, I still doubted of the condemnation of infants not born again, and of the deliverance of infants that were born again, no one, as I think, would be so unfair and envious as to hinder my progress, and judge that I must continue in that uncertainty.” </em>Im 53. Kapitel kehrt Augustinus zu seinen Bekenntnissen zurück und erinnert daran, dass er schon in diesem Werk festhält: <em>“Gib was du befiehlst” . </em> Ich fand es bezeichnend, dass Augustinus selbst diese monergistische Deutung dieses augustinischen Mottos vorschlägt. Wiederholt hält Augustinus fest, das Gnade nicht aufgrund von Verdienst zuteil wird (Insbesondere Kap. 55).</p>
<p>Zentral für Augustinus ist aber, dass wir dabei den gnädigen Gott der Liebe nicht aus dem Blick verlieren dürfen (Kap. 28):<em> “It is therefore settled that God’s grace is not given according to the deserts of the recipients, but according to the good pleasure of His will, to the praise and glory of His own grace; so that he who glorieth may by no means glory in himself, but in the Lord, who gives to those men to whom He will, because He is merciful, what if, however, He does not give, He is righteous: and He does not give to whom He will not, that He may make known the riches of His glory to the vessels of mercy. For by giving to some what they do not deserve, He has certainly willed that His grace should be gratuitous, and thus genuine grace; by not giving to all, He has shown what all deserve. Good in His goodness to some, righteous in the punishment of others; both good in respect of all, because it is good when that which is due is rendered, and righteous in respect of all, since that which is not due is given without wrong to any one.”</em></p>
<p>In Kapitel 32 und 33 betrachtet Augustinus die Perspektive, dass es notwendig ist, an der freien Gnade festzuhalten, um Gottes Freien Willen aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Ab Kapitel 34 beschäftigt sich Augustinus mit der Frage, wie man über die Prädestination predigen kann: <em>“But they say that the “definition of predestination is opposed to the advantage of preaching,”—as if, indeed, it were opposed to the preaching of the apostle! Did not that teacher of the heathen so often, in faith and truth, both commend predestination, and not cease to preach the word of God? Because he said, “It is God that worketh in you both to will and to do for His good pleasure,” did he not also exhort that we should both will and do what is pleasing to God? or because he said, “He who hath begun a good work in you shall carry it on even unto the day of Christ Jesus,” did he on that account cease to persuade men to begin and to persevere unto the end?” </em><em>(Kap. 34)</em></p>
<p>Können Menschen nicht die Prädestinationslehre missbrauchen, als Ausrede für Ihre Sünden? Sicherlich, meint Augustinus und erinnnert sich an seine Zeit im Kloster: <em>“There was a man in our monastery, who, when the brethren rebuked him for doing some things that ought not to be done, and for not doing some things that ought to be done, replied, “Whatever I may now be, I shall be such as God has foreknown that I shall be.” And this man certainly both said what was true, and was not profilted by this truth for good, but so far made way in evil as to desert the society of the monastery, and become a dog returned to his vomit; and, nevertheless, it is uncertain what he is yet to become. For the sake of souls of this kind, then, is the truth which is spoken about God’s foreknowledge either to be denied or to be kept back,—at such times, for instance, when, if it is not spoken, other errors are incurred?” </em><em>(Kap. 38)</em></p>
<p>Das gleiche kann auch den Betern erfahren, dass sie nur noch kalt und lau beten, weil sie aus Gottes Wort erfahren haben, dass Gott schon weiß, was sie nötig haben, bevor sie beten (Kap. 39). <em>“Must the truth of this declaration be given up, or shall we think that it should be erased from the gospel because of such people? Nay, since it is manifest that God has prepared some things to be given even to those who do not pray for them, such as the beginning of faith, and other things not to be given except to those who pray for them, such as perseverance even unto the end, certainly he who thinks that he has this latter from himself does not pray to have it.”</em></p>
<p>Augustinus gesteht ein, dass es Gelegenheiten gibt, wo man die Wahrheit zurückhalten muss, aber er ist nicht der Meinung, dass die Lehre von der Gnade eine Lehre ist, die z.B. Kinder nicht verstehen können. <em>“Es ist eine Sache, eine Wahrheit zurückzuhalten, die Notwendigkeit darüber zusprechen jedoch ist eine andere Sache.” </em><em>(Kap. 40) &#8211; “For either predestination must be preached, in the way and degree in which the Holy Scripture plainly declares it, so that in the predestinated the gifts and calling of God may be without repentance; or it must be avowed that God’s grace is given according to our merits,—which is the opinion of the Pelagians” (Kap. 41) </em>Später im Werk kehrt Augustinus noch einmal auf diese Fragen zurück (Kap. 57-62). Er spricht sich aber dafür aus, Ärgernis und Anstoß in der Verkündigung zu meiden, dabei ist er der Meinung, dass sich vieles durch geeignete Formulierungen erreichen lässt. So empfiehlt er die Verwendung der dritten (“so jemand gehorcht”) statt der zweiten Person (“So ihr gehorcht”) vor (Kap. 61). Predigt man über das Ausharren, steht für ihn das Gebet im Zentrum (Kap. 62): “<em>You, therefore, ought also to hope for that perseverance in obedience from the Father of Lights, from whom cometh down every excellent gift and every perfect gift, and to ask for it in your daily prayers; and in doing this ought to trust that you are not aliens from the predestination of His people, because it is He Himself who bestows even the power of doing this. And far be it from you to despair of yourselves, because you are bidden to have your hope in Him, not in yourselves. For cursed is every one who has hope in man; and it is good rather to trust in the Lord than to trust in man, because blessed are all they that put their trust in Him.”</em></p>
<p>Ab dem 42ten Kapitel werden seine Ausführungen apologetischer. Welche Gabe ist nicht Gottes Gabe, fragt Augustinus wiederholt. Wir bitten bei Gott ja nicht nur um Ausharren, sondern auch um Glaube, Frömmigkeit, Liebe und alle anderen Tugenden, von denen Augustinus in besonderer Weise die Weisheit hervorhebt (Kap. 43 und 44). Kommen nicht alle guten Gaben vom Vater des Lichts (Jak. 3,17)? Warum zieht Gott  dann aber in der Predigt die Sünder zur Verantwortung und fordert, dass sie gute Gaben wirken? <em>“As, therefore, the restless are to be rebuked, both by the testimony of the divine declarations, and by those very impulses of ours which they have in common with ourselves; and is it no argument against this rebuke that we declare the peaceful wisdom, whereby the contentions are corrected and healed, to be the gift of God; unbelievers are in such wise to be rebuked, as those who do not abide in the faith, without any hindrance to that rebuke from the preaching of God’s grace, although that preaching commends that very grace and the continuance in it as the gifts of God.” &#8211; </em></p>
<p>Versagt aber nicht einer aufgrund eigener Schuld, wenn er nicht bis zum Schluss ausharrt (Kap. 46)?  Eines der schönsten Kapitel des Buches, wo Augustinus diese Frage so beantwortet:<em> “Who denies it? </em><em>But because of this, perseverance in the faith is not to be said not to be a gift of God. For it is this that a man daily asks for when he says, “Lead us not into temptation;” and if he is heard, it is this that he receives. And thus as he daily asks for perseverance, he assuredly places the hope of his perseverance not in himself, but in God. I, however, am loth to exaggerate the case with my words, but I rather leave it to them to consider, and see what it is of which they have persuaded themselves—to wit, “that by the preaching of predestination, more of despair than of exhortation is impressed upon the hearers.” For this is to say that a man then despairs of his salvation when he has learned to place his hope not in himself, but in God, although the prophet cries, “Cursed is he who has his hope in man.”</em></p>
<p>Im 47. Kapitel ist eine Analyse zu finden, in der Augustinus die Begriffe Vorherbestimmung und Vorherwissen als Synonyme identifiziert. Bezugnehmend auf den geretteten Überrest Israels, hält Augustinus fest: <em>“Therefore, in the election, and in this remnant which were made so by the election of grace, he wished to be understood the people which God did not reject, because He foreknew them. This is that election by which He elected those, whom He willed, in Christ before the foundation of the world, that they should be holy and without spot in His sight, in love, predestinating them unto the adoption of sons”.</em></p>
<p>Weil die Vorherbestimmung den Gehorsam nicht mindert (Kap. 50), gibt es keine Gründe, nicht über Vorherbestimmung zu predigen (Kap. 51).</p>
<p>Ab dem 54. Kapitel führt Augustinus seine Thesen zusammen: Somit ist für Augustinus sowohl der Anfang wie das Ende des Glaubens eine Gabe Gottes. Viele, manchmal selbst Pelagianer, sind bereit einzugestehen, dass der Glaube eine Gabe Gottes ist. Ist aber nicht die Vollendung einer Sache größer als ihr Anfang? <em>“But if both are God’s gifts, and God foreknew that He would give these His gifts (and who can deny this?), predestination must be preached,—that God’s true grace, that is, the grace which is not given according to our merits, may be maintained with insuperable defence.” </em>Darum ist es Gott, der sowohl Mittel wie Ziele schenkt (Kap. 56).</p>
<p>Das vor allem das Gebet der Gemeinde offenbart, dass sie ihre Hoffnung nur auf Gott wirft, ist offensichtlich, ob es nun um die Rettung der Verlorenen, oder um das Ausharren geht: <em>“For, certainly, the Church would not pray that faith should be given to unbelievers, unless it believed that God converts to Himself both the averse and adverse wills of men. </em><em>Nor would the Church pray that it might persevere in the faith of Christ, not deceived nor overcome by the temptations of the world, unless it believed that the Lord has our heart in His power” (Kap. 63). </em>Dieses Zeugnis sieht Augustinus auch im Gebet der Gemeinde (Kap. 65). <em>“These things, therefore, which the Church asks from the Lord, and always has asked from the time she began to exist, God so foreknew that He would give to His called, that He has already given them in predestination itself; as the apostle declares without any ambiguity”</em></p>
<p>Dieser Ausblick ist ein würdiger Abschluss für ein gelungenes Buch. So schließt auch Augustinus mit einem Blick auf Gottes Ehre (Kap. 66): <em>“As, therefore, other things must be preached so that he who preaches them may be heard with obedience, so predestination must be preached so that he who hears these things with obedience may glory not in man, and therefore not in himself, but in the Lord; for this also is God’s precept, and to hear this precept with obedience—to wit, that he who glories should glory in the Lord—in like manner as the rest, is God’s gift. And he who has not this gift,—I shrink not from saying it,—whatever others he has, has them in vain”</em></p>
<p>Halt! &#8211; Da wäre noch Kap. 67. In diesem vorletzten Kapitel seines Werkes verweist er darauf, dass das herrlichste Beispiel der Vorherbestimmung, Jesus Christus selbst ist. Kein Wunder sprach Calvin darüber, dass Augustinus totus noster (komplett unser) sei: <em>“Therefore He predestinated both Him and us, because both in Him that He might be our head, and in us that we should be His body, He foreknew that our merits would not precede, but that His doings should.”</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zitate-aus-de-dono-perservantiae/14745">Zitate aus De Dono Perseverantiae &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Augustinus über die Gabe des Ausharrens bis zum Schluss&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Das ausgetauschte Leben Ein Brief von Hudson Taylor an seine Schwester</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2021 18:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Hudson Taylor]]></category>
		<category><![CDATA[in Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigung mit Christus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-ausgetauschte-leben/14440">Das ausgetauschte Leben &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Ein Brief von Hudson Taylor an seine Schwester&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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<p><img decoding="async" src="https://usercontent.one/wp/www.david-dienst.ch/wp-content/uploads/2020/01/taylor_hudson_c_wikipedia.jpg?media=1625650941" />In einem sehr persönlichen Brief schildert Hudson Taylor, wie er im Kampf um die Heiligung Christus neu als Erretter erlebt hat (<a href="https://biblische-lehre-wm.de/wp-content/uploads/Das-ausgetauschte-Leben-HTaylor.pdf">Vollständig hier zu finden</a>):</p>
<p><em>&#8222;Ich fühlte, dass ich für mich persönlich wie für die ganze Mission mehr Heiligkeit, mehr Leben, </em><br /><em>mehr Kraft bedürfe. Ich empfand, welche Undankbarkeit, Gefahr und Sünde darin lag, dass ich nicht ganz nahe bei Gott lebte. Ich betete, fastete, rang, fasste Entschlüsse, las das Wort Gottes fleißiger, suchte mir mehr Stille zu nehmen, um über die göttlichen Dinge nachzudenken? alles war wirkungslos. Jeden Tag, ja jede Stunde stand ich unter dem Druck der Sünde. Ich wusste, dass alles gut sein würde, wenn ich nur in Jesus bliebe; aber ich konnte nicht. Ich begann den Tag mit Gebet und war entschlossen, meine Augen nicht einen Augenblick von ihm abzuwenden.&#8220;</em></p>
<p>Taylor fühlt sich als Versager, weil das nicht gelingt:<span id="more-14440"></span></p>
<p><em>&#8222;Dann kam die Frage: „Gibt es wirklich keine Rettung? Muss es so bis zum Ende bleiben beständiger Kampf und anstatt Sieg oft Niederlage?“ Auch konnte ich doch nicht mit Auf-richtigkeit verkündigen, dass Jesus allen denen, die ihn aufnehmen, Kraft gibt, Gottes Kinder zu werden (d. h. Gottes Art tragend), wenn das nicht meine Erfahrung war. Anstatt stärker zu werden, schien es, als ob ich immer schwächer würde und weniger Kraft gegen die Sünde hätte. Das war ja auch kein Wunder; denn Glauben und Hoffnung waren sehr gering. Ich verabscheute mich; ich hasste meine Sünde, und doch gewann ich keine Kraft zur Überwindung derselben. Ich war mir bewusst, dass ich ein Kind Gottes sei; sein Geist rief in meinem Herzen trotz allem: „Abba, lieber Vater!“ Aber aufzustehen und mein Kindesrecht in Anspruch zu nehmen, dazu war ich nicht imstande.&#8220;</em></p>
<p>Echten Trost erfährt Taylor, als er aufs neue die Reichweite dessen erfasst, was die <strong>Vereinigung mit Christus</strong> mit einschließt:</p>
<p><em>&#8222;Aber</em> <em>dies war nicht alles, was er mir zeigte, nicht einmal die Hälfte. Als ich an den Weinstock</em> <em>und</em> <em>die Reben dachte, da strömte der werte Heilige Geist kostbares Licht in meine Seele. Wie groß erschien mir der Fehler, den ich begangen hatte, indem ich wünschte, dass ich den Saft, die Fülle aus ihm heraus durch meine Anstrengungen bekommen möchte. Ich erkannte nicht nur, dass Jesus mich nie verlassen würde, sondern auch, dass ich ein Glied an seinem Leibe bin, von seinem Fleisch und seinem Gebein. Ich sah auch, dass der Weinstock nicht nur die Wurzel ist, sondern alles: Wurzel, Stamm, Reben, Ranken, Blätter, Blüten, Früchte. Und Jesus ist nicht nur das, er ist auch Erdboden und Sonnenschein, Luft und Regen und zehntausendmal mehr als alles, was wir geträumt, gewünscht und verlangt haben. O die Freude, diese Wahrheit zu verstehen! &#8222;</em></p>
<p>In Christus sein gibt Ruhe. Hudson fand Christus und erfreute sich an seinen Segnungen: <em>&#8222;Das Lieblichste ‒ wenn man auf diesem Gebiet davon sprechen darf, dass eine Sache lieblicher sei als die andere ‒ ist die Ruhe, welche das völlige Wissen um das Einssein mit Jesus bringt. Wenn ich dies erfasst habe, so bin ich nicht länger ängstlich über irgendetwas; denn ich weiß, er kann seinen Willen ausführen, und sein Wille ist ist auch mein Wille.&#8220;</em><br />auch mein Wille</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/das-ausgetauschte-leben/14440">Das ausgetauschte Leben &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Ein Brief von Hudson Taylor an seine Schwester&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ihr seid das Salz der Welt – Die Gemeinde getrennt von der Welt erhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2016 16:23:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Absonderung]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinde]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Machen]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Matth. 5,13: Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man&#8217;s salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten. Mit diesen Worten begründete unser HERR die Auszeichnung und Getrenntheit&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ihr-seid-das-salz-der-welt-die-gemeinde-getrennt-von-der-welt-erhalten/10752">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Matth. 5,13: <strong>Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man&#8217;s salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten.</strong></p>
<p>Mit diesen Worten begründete unser HERR die Auszeichnung und Getrenntheit der Gemeinde. Immer dann, wenn wenn diese Trennung zwischen der Gemeinde und der Welt ruiniert wurde, verlor sich auch die Kraft der Kirche. Die Kirche wurde dann wie das Salz, dass seinen Geschmack verloren hat, und dass nur noch weggeworfen werden kann, damit die Leute es zertreten.</p>
<p>Dies ist ein großes Prinzip, und es gab noch nie eine Zeit in all den Jahrhunderten der christlichen Geschichte, wenn es nicht berücksichtigt hätte werden sollen. Die wirklich ernsten Attacken auf die Christenheit waren nicht die, die mit Feuer und Schwert ausgeführt wurden, oder durch die Androhung von Strafe und Tod. Es war viel mehr die raffinierte Attacke, die sich mit freundlichen Worten maskiert hat. Nicht die Attacke von außen, sondern die von innen.</p>
<p>Der Feind hat seine tödlichste Arbeit getan, wen er mit Worten von Liebe, Friede und Kompromissbereitschaft gekommen ist. Und wie ausdauernd diese Attacke war! In all den Jahrhunderten des Gemeindelebens hat sie nie ganz nachgelassen; immer hat es den tötlichen chemischen Prozess gegeben durch den, wenn Kontrolle ausblieb, das reine Salz mit der Flachheit (Fadheit) der Welt vermischt wurde.<span id="more-10752"></span></p>
<p>Der Prozess begann ganz am Anfang, in den Tagen als unser HERR noch auf den Galiläischen Hügeln wandelte. Es waren in diesen Tagen viele, die ihn gerne hörten. Er genoss am Anfang die Gunst der Menschen. Aber in dieser Gunst sah Er eine tödliche Tücke. Er würde nichts von einer Halb-Jüngerschaft haben, was die Vermischung seiner Jünger mit der Welt bedeuten würde.</p>
<p>Wie rücksichtslos kommentiert er den simplen sentimentalen Enthusiasmus! „Lass die Toten ihre Toten begraben“, sagte er den Enthusiasten, die eifrig zu ihm kamen, aber nicht bereit waren, sofort alles zu verlassen.</p>
<p>„Eine Sache fehlt dir noch“, sagte er zum reichen Jüngling, und der junge Man ging betrübt davon. Wahrlich, Jesus machte es nicht einfach, sein Nachfolger zu werden. „Wer nicht mit mir ist“, sagte er, „ist gegen mich… wenn ein Mensch zu mir kommt und hast nicht seinen Vater, seine Mutter, seine Frau und seine Kinder … ein solcher kann nicht mein Jünger sein.“</p>
<p>In diesen Tagen war es eine ungemein ernste Sache für Christus einzustehen. Und es war eine ernste Angelegenheit nicht nur im Bereich des Verhaltens, sondern auch im Bereich des Denkens. Es könnte keinen größeren Fehler geben als einen Menschen, der in diesen Tagen so denkt wie er will, und immer noch ein Nachfolger Jesu ist. Auf der anderen Seite liegt der Delikt genauso im Bereich der Lehre, wie im Bereich des Lebens. Es waren die „Harten Worte“, damals wie heute, die von den Jüngern Jesu akzeptiert werden müssen.</p>
<p>Jesus machte den Murrenden die Sache nicht leicht. Er sagte zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und nicht sein Blut trinket, habt ihr das Leben nicht in euch“. Ab da haben sich sogar viele seiner Jünger abgewendet. „Das ist eine harte Rede“, sagten sie, „wer kann diese ertragen?“ Joh. 6,66-68: „<strong>66 </strong>Von dem an gingen seiner Jünger viele hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit ihm.  <strong> </strong>Da sprach Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen? Da ant<u>worte</u>te ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast <u>Worte</u> <u>des</u> ewigen <u>Lebens</u>;“</p>
<h2>Tod und neues Leben.</h2>
<p>Dann kamen die dunklen Wollen und schließlich das Kreuz. In der Stunde seiner Agonie verließen sie ihn alle und flüchteten; Anscheinend war die neue Bewegung die er begründete, hoffnungslos verloren. Aber so war nicht der Wille Gottes. Die Jünger waren gesiebt, aber es blieb immer noch was übrig. Petrus wurde vergeben; die Jünger sahen den auferstandenen Herrn; Das Salz war immer noch erhalten.</p>
<p>120 Personen versammelten sich in Jerusalem. Es war keine große Versammlung. Aber Salz, wenn es wirklich Kraft besitzt, kann den ganzen Lumpen durchdringen. Der Geist kam wie von unserem Herrn versprochen und Petrus predigte die erste Predigt der christlichen Kirche.</p>
<p>Es war kaum eine Predigt, die Eingeständnisse machte! Petrus sagte: „<strong>23 </strong>denselben (nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes übergeben war) habt ihr genommen durch die Hände der Ungerechten und ihn angeheftet und erwürgt (Apg 2,23).</p>
<p>Wie unfreundlich Petrus war! Aber durch diese gnädige Unfreundlichkeit wurden sie in ihren Herzen berührt, und dreitausend Seelen wurden gerettet. Somit stand die erste Gemeinde inmitten einer feindlichen Welt. Diese kleine Gesellschaft war so abgetrennt, als ob sie durch eine weite Wüste oder durch ein wildes Meer isoliert ist.</p>
<p>Ein unsichtbares Hindernis, welches nur durch das Wunder der neuen Geburt überwunden werden konnte, trennte die Jünger Jesu von der umgebenden welt. Wir lesen, dass niemand aus dem Rest der Leute wünschte sich ihnen anzuschließen. So wird es immer sein. Wenn die Jünger Jesu ihrem Herrn wirklich treu sind, flößen sie Angst und Furcht ein. Wenn das nicht der Fall ist, findet sich Kompromissbereitschaft im christlichen Lager.</p>
<p>Aber nach den ersten Verfolgungen, kam in die frühe Gemeinde eine Zeit des Friedens – eines tödlichen, bedrohlichen und täuschenden Friedens; eines Friedens, der deutlich gefährlicher als die bitterste Verfolgung ist: Viele aus der Sekte der Pharisäer kamen in die Gemeinde – falsche „Brüder“, die sich heimlich einschlichen. Sie waren keine waren Christen, denn sie vertrauten auf ihre eigene Werke zur Errettung. Und kein Mensch kein Christ sein, der sowas tut. Doch waren sie Christen dem Namen nach, und sie versuchten zu dominieren. Es war eine ernste Herausforderung und für einen Moment sah es so aus, als ob sogar Petrus, ein vom ganzen Herzen wahrer Apostel, verführt würde.</p>
<p>Seine Prinzipien waren richtig, aber in einem fatalen Moment waren diese Prinzipien in Antiochien betrogen. Jedoch, war es nicht Gottes Wille, dass seine Gemeinde verschwinden sollte, und so wurde hier ein „Mann der Stunde“ platziert.  Zu diesem Zeitpunkt gab es einen Mann, der persönliche Konsequenzen nicht berücksichtigte, als wichtige Prinzipien auf dem Spiel standen, der jegliche persönlichen Berücksichtigung strikt beiseite tat. Dieser Mann weigerte sich, Christus durch die Furcht die „Gemeinde zu spalten“ untreu zu werden. „Als ich sah, dass sie nicht richtig wandelten“, sagte Paulus“, nicht nach der Wahrheit des Evangeliums sprach ich vor allen zu Petrus…“ So wurde das ursprüngliche Salz bewahrt. Aber von anderer Seite wurde die Gemeinde angegriffen durch Versuchungen und Schmeicheleien der Welt. Es wurde nicht nur von falscher Gesetzlichkeit angegriffen, sondern auch bei dem allumfassenden Heidentum jener Tage.</p>
<h2>Unlikely converts.</h2>
<p>Als die Paulinischen Gemeinden in den Städten der Griechisch-römischen Welt gepflanzt wurden, fing der Kampf erst an. Kann der kleine Funke des neuen Lebens am Leben bleiben? Für viele schien dies bestimmt unwahrscheinlich. Die Bekehrten waren zum größten Teil nicht die unabhängigen Dichter und Denker, sondern Sklaven und einfache Händler. Sie waren durch zahlreiche Banden an das Heidentum ihrer Tage gebunden. Wie könnten sie verhindern, durch den Strom der Welt fortgezogen zu werden? Die Gefahr war sicher groß; und wenn Paulus eine junge Kirche verließ, so wie die in Thessaloniki, war sein Herz voller Sorge. Aber Gott war seinem Versprechen treu, und das erste Wort dieser jungen Gemeinde war gut. Das Wunder war zudem vollendet. Die Bekehrten blieben standhaft. Sie waren in der Welt aber sie waren nicht von der Welt. Ihre Entschiedenheit wurde bewahrt. In der Mitte der Heidnischen Unreinheit lebten sie das Leben von Christen. Der selbe Konflikt kann detailliertem im Falle Korinths beobachten werden. Was für ein Stadt war bloß Korinth, und was für ein ungeeigneter Platz für eine christliche Kirche! Die Adresse des Briefes von Paulus ist, wie Bengel sagt, ein großes Paradoxon: „Der Gemeinde Gottes, welche in Korinth ist.“ Im ersten Korintherbrief wird uns ausführlich der Versuch des Heidentums geschildert, die Gemeinde nicht durch eine frontale Attacke zu bekämpfen, sondern sie durch eine weitaus tödlichere Methode zu erobern, in dem sie langsam und friedlich mit dem Leben der Welt vermengt wird.</p>
<p>Die Christen Korinths waren durch viele Bindungen mit dem heidnischen Leben ihrer großen Stadt verknüpft. Was sollten sie mit ihren Mitgliedschaften in wichtigen „Handelsgilden- und Gesellschaften. Wie sollten sie mit Einladungen zu Festmählern umgehen, bei denen Fleisch, welches den Götzen geopfert wurd, den Gästen vorgesetzt wurde? Was sollten Sie mit Fragen der Ehe und Ähnlichem tun? Dies alles waren praktische Fragen, aber sie beanspruchten das große Prinzip der Trennung und Exklusivität der Gemeinde. Tatsächlich war die Gefahr groß; die Bekehrten waren in großer Gefahr in das korrupte Leben der Welt zurückzusinken.</p>
<h2>Untergrabene Lehre</h2>
<p>Aber der Konflikt betraf nicht nur den Bereich des Verhaltens. Viel essentieller war er im Bereich des Denkens. Das Heidentum in Korinth war zu schlau um zu denken, dass das christliche Leben attakiert werden könnte, wenn die Christliche Lehre blieb.  Und so wurden aus den Heidnischen Handlungen Aufrufe zur heidnischen Theorie. Der Feind startete einen Versuch die fundamentalen Dinge des Christlichen Glaubens auszuradieren oder weg zu erklären. Das Heidentum in der Korinthischen Gemeinde versuchte die Lehre von der Auferstehung durch ein griechisches Verständnis einer unsterblichen Seele zu ersetzen. Aber Gott hatte seinen Zeugen. Der Apostel Paulus wurde nicht verführt. Und in einer großartige Stelle – Möglicherweise die wichtigsten Worte, die jemals aufgeschrieben wurden – überflog er die pure tatsächliche Grundlage des christlichen Glaubens.</p>
<p>Paulus schrieb auf – „Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift“. Hier ist die Grundlage des christlichen Bauwerks.</p>
<p>Das Heidentum nagte in Korinth an diesem Fundament, so wie es dies auf die oder andere Weise immer tat, und besonders in den Vereinigten Staaten unserer Zeit tut.</p>
<p>Aber Paulus war da, und viele der fünfhundert Zeugen waren immer noch am Leben. So, wurde die Botschaft des Evangeliums von der Weisheit der Welt bewahrt, und das ursprüngliche Salz wurde wieder bewahrt.</p>
<p>Dann, im zweiten Jahrhundert, kam ein weiterer tödlicher Konflikt. Es war wieder ein Kampf nicht außerhalb, sondern innerhalb der Gemeinde. Die Gnostiker benutzten den Namen Christi. Sie versuchten die Kirche zu dominieren, und sie beriefen sich sogar afu die Briefe des Palus. Aber trotz ihrer Verwendung der christlichen Sprache waren sie Heiden durch und durch.</p>
<p>Die Kirche wurde gerettet- nicht durch die, die schrien „Friede, Friede, wo doch kein Friede war“, sondern durch die eifrigen Verteidiger des Glaubens. Wieder wurde das ursprüngliche Salz aus großer Gefahr bewahrt.</p>
<p>Dann kam das Mittelalter. Wie lang und wie dunkel war diese Zeit in mancherlei Hinsicht! Es ist schwer zu begreifen, dass zwischen Augustin und Luther elf Jahrhunderte liegen, und doch ist das der Fall. Nie war Gott in diesem Intervall ganz ohne seine Zeugen. Das Licht schien immer noch von einem heiligen Platz. Doch wie schwach, scheint das Licht zu sein! Das Evangelium schien für alle Zeiten beerdigt zu ein. Doch in Gottes guter Zeit kam es wieder mit neuer Kraft – das selbe Evangelium, dass Augustin und Paulus verkündigt haben. Ein Evangelium dass das Mittelalter überlebt hat, wird wahrscheinlich, so kann gehofft werden, niemals wieder von der Erde verschwinden, sondern wird das Wort des Lebens bis zum Ende der Zeiten bleiben.</p>
<p>Doch in diesen frühen Jahren des sechszehnten Jahrhunderts war die Zeit besonders dunkel! Als Luther Rom besuchte – was fand er da im Zentrum der christlichen Welt? Er fand das unverschämte, freche und triumphierende Heidentum. Er fand die Herrlichkeiten des alten Griechenlands wieder zum Leben erweckt in der italienischen Renaissance, aber damit auch die Selbstgefälligkeit und die Rebellion gegen Gott und den moralischen Abstieg des natürlichen Menschen. Offensichtlich war die Kirche kaum noch von der Welt zu unterscheiden. Aber in der Mitte dieser Szene  der Vernachlässigung wurde zumindest eine Sache bewahrt. Vieles war verloren, aber eine Sache blieb, die mittelalterliche Kirche hat nie Gottes Wort verloren.</p>
<p>Die Bibel wurde tatsächlich zu einem Buch mit sieben Siegeln. Sie war unter einer Masse von Missverständnissen begraben, die höchstens von den Absurditäten des Modernismus überboten werden. Diese Menge an Missverständnissen verbarg es vor den Augen der Menschen. Aber zuletzt durchschaute ein augustinischer Mönch die Masse der Fehler, las die Schriften mit erleuchteten Augen und die Reformation wurde geboren. So wurde das ursprüngliche Salz wieder bewahrt.</p>
<p>Dann kam Calvin mit diesem großen, konsistenten System welches auf dem Worte Gottes gründete. Wie großartig waren sogar die Nebenprodukte dieses System der Wahrheit; ein großer Strom von Freiheit breitete sich von Genf aus durch ganz Europa und über den Ozean bis Amerika.</p>
<h2>Sieg der Wahrheit</h2>
<p>Aber wenn die Nebenprodukte schon herrlich waren, war die Wahrheit viel Herrlicherer, und das Leben dass es den Menschen ermöglichte. Wie süß und wunderschön war das Leben im protestantischen christlichen Heim, wo die Bibel die pure Grundlage war!</p>
<p>Weiterhin ging der Konflikt der Jahrhunderte denn das Heidentum bereitete sich auf einen weitaus härteren Angriff, als es jemals einen gab. Zunächst war es eine frontale Attacke – Votaire und Rousseau und die Göttin Vernunft und der Terror der französischen Revolution und all der Geist dieser Welt. Wie es immer der Fall sein wird, war eine solche Attacke dazu bestimmt zu scheitern. Aber der Feind hat nun seine Methoden verändert und die Attacke kommt, nicht von außen, sondern in einer viel gefährlicheren Art, von innen. Während der letzten hundert Jahre wurden die protestantischen Kirchen durch die Welt durchweicht auf besonders heimtückische Weise. Schritt für Schritt ließ sich die Kirche durch den Geist dieser Welt durchdringen. Sie wurde zu einer „offenen“ Kirche. Sie wurde zum Salz, welche seine Kraft verloren hat und nun für nichts mehr zu gebrauchen ist, außer dass es ausgeschüttet und von den Menschen zertrampelt wird.</p>
<p>Zu solcher Zeit, was sollte von denen getan werden, welche Christus lieben? Ich denke sie sollten zumindest die Fakten berücksichtigen. Ich glaube nicht, dass sie ihre Köpfe wie ein Strauß im Sand vergraben sollten. Ich denke nicht, dass sie sich mit den Berichten und imponierenden Erzählungen christlicher Magazine beruhigen sollten.</p>
<p>Wahrlich wir sind weit von dem Tag abgekommen, als der Eintritt in die Kirche noch ein Bekenntnis des Glaubens an Christus als den Erretter von der Sünde beinhaltete.  Aber was sollen wir tun? Ich denke, wir sollten, meine Freunde, was es auch kosten mag, zunächst den Fakten in das Gesicht sehen.  Es wird hart sein. Es wird für schüchterne Seelen sogar ungeeignet erscheinen. Viele wird es verletzen. Aber in Gottes Namen lasst uns den Scham beiseite legen und realistisch werden. Wir sollten uns den Fakten stellen. Last uns zu einem goldenen Standard zurückkehren.</p>
<p>Nur wenn wir zu Gott in Gebet kommen und die echten Fakten vor ihm ausbreiten – so wie Hiskia vor ihm den Brief des Feindes ausbreitete – werden Dinge geschehen, die unsere Herzen trösten werden.</p>
<p>Gott hat sich selbst nicht ohne Zeugen gelassen. So bescheiden wie sie sein mögen, und verworfen durch die Weisheit der Welt; aber sie haben das Ansehen vor Gott.</p>
<p>Was willst du in dieser großen Zeit der Krise tun? Was wird es sicher für eine Zeit sein! Wirst du mit der Welt bleiben? Wirst du vor Kontroversen zurückschrecken? Wirst du nur dann für Christus zeugen, wenn ein Zeugnis nichts kostet? Wirst du hoffen und beten, nicht für eine simple Gewohnheit wie heute, sondern für die Wiederentdeckung des Evangeliums, welches alle Dinge neu machen kann?</p>
<p>Gott gebe, dass einige von euch so tun mögen! Gott gebe, dass einige von euch, die jetzt vielleicht noch nicht entschieden sind, sich entgegen der Welt stellen und sagen: „Es ist hart in diesen Tagen ein Christ zu sein; Die Verführungen sind stark; Ich aber bin schwach; Jedoch ist das Wort wahr und dein Geist wird mit mir sein; Hier bin ich Herr, sende mich.“</p>
<p><em>Übersetzung eines Essays von J. Gresham Machen, der 2014 im Sword &amp; Trowel unter dem Titel:<a href="http://www.metropolitantabernacle.org/Matthew-5-13-J-Gresham-Machen-on-Separation" target="_blank">Ye are the Salt of the Earth &#8211; Keeping the church separate from the world</a> erschienen ist.</em></p>
<p><em>J. Gresham Machen war ein ausgezeichneter und tiefgründiger Theologe, dessen Werke leider in Deutschland viel zu wenig bekannt sind.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ihr-seid-das-salz-der-welt-die-gemeinde-getrennt-von-der-welt-erhalten/10752">Ihr seid das Salz der Welt – Die Gemeinde getrennt von der Welt erhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Streben nach Heiligung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 07:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[EBTC]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Jerry Bridges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf dem Einband des Buches ist ein Bild, welches eine alte Steintreppe darstellt, die geradlinig nach oben führt. Damit soll wohl angedeutet werden, dass ein Streben nach Heiligung gleichzeitig ein Streben nach oben ist &#8211; zum Höchsten, zu dem, der sich selbst &#8222;der Heilige&#8220; nennt&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/streben-nach-heiligung/6783">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_7001" style="width: 183px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7001" class="size-medium wp-image-7001" alt="Bild­quelle: cbuch.de" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Streben-nach-Heiligung-Bridges-173x300.jpg" width="173" height="300" /><p id="caption-attachment-7001" class="wp-caption-text"><em><span style="font-size: xx-small;">Bild­quelle: cbuch.de</span></em></p></div></p>
<p>Auf dem Einband des Buches ist ein Bild, welches eine alte Steintreppe darstellt, die geradlinig nach oben führt. Damit soll wohl angedeutet werden, dass ein Streben nach Heiligung gleichzeitig ein Streben nach oben ist &#8211; zum Höchsten, zu dem, der sich selbst &#8222;der Heilige&#8220; nennt und der alleine wirklich heilig ist.</p>
<p>In diesem Buch erläutert der Autor die Notwendigkeit und die Voraussetzungen für die persönliche Heiligung. Nach einer kurzen Worterklärung über Heiligung, beschreibt Jerry Bridges die Heiligkeit Gottes und die seines Sohnes und unseres Erlösers Jesus Christus. Um also ein Teil dieser göttlichen Familie zu sein und zu bleiben, müssen wir ebenfalls Heilige sein:</p>
<blockquote><p>Denn ich bin der HERR, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin heilig; (<a href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/3.Mose11%2C44" class="bibleserver extern" target="_blank">3Mo 11,44</a>).</p></blockquote>
<p>Damit sind die Voraussetzungen und die Dringlichkeit der Sache eindeutig geklärt und Jerry Bridges geht in seiner Ausführung über von dem „warum“ und „wer“, zu dem „wie“. Der Geheiligte steht in dieser Welt in einem andauernden und erbitterten Kampf, seine Reinheit zu bewahren. Der Widersacher, der Teufel, wird seine ganze Kraft und Weisheit daran legen, diese Reinheit zu zerstören und damit den Menschen wieder in seinen Herrschaftsbereich zu ziehen. Es gilt für das Kind Gottes also Gehorsam zu lernen, um durch ein Leben im Gehorsam dem Vater und Schöpfer gegenüber auch siegreich hervorzugehen.<span id="more-6783"></span></p>
<p>Heiligung ist nach Bridges nicht in erster Linie ein Leben im Sieg, sondern ein Leben im Gehorsam. Es ist für ihn wichtig diesen Unterschied deutlich hervorzuheben, da der Mensch leicht in Verwirrung gerät, wenn es um den geistlichen Kampf geht. Denn wenn ein Mensch von einer Sünde besiegt wird, könnte es dazu führen, dass der Mensch seine Schwachheiten als Entschuldigung gelten lässt, um sich andauernd von der Sünde überwältigen zu lassen. Ist jedoch Ungehorsam die Ursache des Fallens, wird der Mensch sich nur schwer herauswinden und die Verantwortung an jemand oder etwas anders abtreten können. Heiligung ist die Sache Gottes, die seine Kinder im Gehorsam erfahren dürfen. Die Unfähigkeit in seiner Heiligung zu wachsen entbindet den Menschen jedoch nicht von der Verpflichtung, gehorsam zu sein und sein Möglichstes zu tun, um diese zu bewahren. Dabei gilt es die Sünde zu töten und den Leib samt Geist zu disziplinieren. In den letzten Kapiteln beleuchtet der Autor die Erneuerung im Geist und in den Werken und gibt viele nützliche Ratschläge wie wir uns im Gehorsam üben können, um damit auch in rechter Weise diesen Weg des Gehorsams zu gehen.</p>
<p>Mit seinen 160 Seiten ist „Streben nach Heiligung“ von Jerry Bridges keine systematisch theologische Auslegung über Heiligung und dennoch ist es eine sehr gelungene Darstellung der Lebensaufgabe der Kinder Gottes. Es enthält eine präzise Erläuterung des Begriffs der Heiligung und die Umsetzung dieser Aufgabe im Weg des Gehorsams. Dadurch ist es weit mehr als nur informativ, sondern dient zur Erbauung und Ermahnung für jeden, der es mit geöffnetem Herzen liest. Die Offenheit des Autors und seine zahlreichen persönlichen Beispiele unterscheidet dieses Buch von vielen anderen zu diesem Thema. Es ist besonders wertvoll für jeden, der praktische Ratschläge zu würdigen weiß und diese in seinem persönlichen Gehorsamsweg umzusetzen wünscht.</p>
<p>Waldemar M.</p>
<p>Titel: Streben nach Heiligung<br />
Autor: Jerry Bridges<br />
Sei­ten: 164<br />
For­mat: 14 cm x 21 cm<br />
Ein­band: Paperback<br />
Jahr: 1. Auf­lage 2012<br />
Ver­lag: EBTC<br />
ISBN: 978-3-00-040529-7<br />
Preis: 8,90 EUR<br />
erhält­lich bei: <a href="http://www.ebtc-media.org/streben-nach-heiligkeit-jerry-bridges.html" target="_blank">EBTC</a>, <a href="http://www.cbuch.de/Bridges-Streben-nach-Heiligung-p4073/" target="_blank">cbuch.de</a><br />
als eBook: 5,90 EUR bei <a href="http://cebooks.de/streben-nach-heiligung-jerry-bridges.html" target="_blank">ceBooks.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/streben-nach-heiligung/6783">Streben nach Heiligung</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Fliehet die Sex-Falle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Rempel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Sep 2010 17:48:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben als Christ]]></category>
		<category><![CDATA[Betanien]]></category>
		<category><![CDATA[Colin N. Peckham]]></category>
		<category><![CDATA[Fliehet die Sex-Falle]]></category>
		<category><![CDATA[geschlechtliche Reinheit]]></category>
		<category><![CDATA[gesunde Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Heiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Versuchungen im geschlechtlichen Bereich ist ein Thema, das jeden angeht. Wer von uns kann sagen, dass er damit nichts zu tun hat? Haben nicht schon zu viele Christen durch diese Sünde „Schiffbruch erlitten“? Es ist schon bezeichnend, wie stark sich unser Umgang mit bestimmten Themen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/fliehet-die-sex-falle/395">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE"><a href="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/FDSF.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-8350" alt="FDSF" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/FDSF-183x300.jpg" width="183" height="300" /></a>Versuchungen im geschlechtlichen Bereich ist ein Thema, das jeden angeht. Wer von uns kann sagen, dass er damit nichts zu tun hat? Haben nicht schon zu viele Christen durch diese Sünde „Schiffbruch erlitten“?</p>
<p lang="de-DE">Es ist schon bezeichnend, wie stark sich unser Umgang mit bestimmten Themen ändert. Früher durfte „darüber“ gar nicht erst gesprochen werden. Heute bemühen sich manche christlichen Autoren möglichst offen über Sexualität zu schreiben. Ich war auf das Buch gespannt&#8230;</p>
<p lang="de-DE">Versuchungen überwinden in einer Welt der Unmoral. So lautet der Untertitel. Das Buch besteht aus sechs kurzen Kapiteln.</p>
<p lang="de-DE"><span id="more-395"></span>Peckham beginnt mit einer kurzen Abhandlung, was Ehebruch, Unzucht und ein Leben nach der „Weise der Welt“ ist. Er macht klar, dass im Grunde jeder dieser Gefahr ausgesetzt ist.<a href="../wp-content/uploads/Fliehet-die-Sex-Falle.jpeg" data-rel="lightbox-image-1" data-rl_title="" data-rl_caption="" title=""><br />
</a></p>
<p lang="de-DE">„<em>Wir alle sind verwundbar; alle können fallen; alle können aufgrund falscher sexueller Beziehungen vor dem Ruin stehen. (…) Niemand ist immun gegen die Anziehungskraft einer anderen Person. Bedauerlicherweise wurden viele ehemalige Diener Christi als „gefallen“ abgestempelt. Ich will auf niemanden mit dem Finger zeigen.“ S. 8</em></p>
<p lang="de-DE">Es geht nicht darum, gefallene Menschen abzustempeln. Es geht darum, Satan und seine Methoden zu durchschauen und von langer Hand dagegen zu steuern.</p>
<p lang="de-DE">„<em>Versuchungen treten auf grundsätzlich drei Weisen an uns heran: durch die Welt, durch das Fleisch und durch den Teufel – das ist quasi die Trinität des Bösen.“ S. 15-16</em></p>
<p lang="de-DE">Diese drei Bereiche werden schon in <a href="http://www.bibleserver.com/text/SLT/1.Johannes2%2C16" class="bibleserver extern" target="_blank">1. Johannes 2,16</a> deutlich. Die Lust des Fleisches, die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens.</p>
<p lang="de-DE">Gefährliche Bereiche begegnen uns überall. Ob es der Arbeitsplatz ist, Besuch durch Gemeindehirten oder -mitarbeiter, Seelsorge, auf Reisen an unbekannten Orten, das Verhältnis zur Sekretärin oder die natürlichen Beziehungen innerhalb der Gemeinde. Überall wirkt die Lust des Fleisches, der Augen und der Hochmut des Lebens.</p>
<p lang="de-DE">Manchmal sind gerade „bedrohliche Zeiten“ für besondere Gefahren ausschlaggebend. Peckham nennt „Entmutigung“, „Das Ende einer Beziehung“, „Stress“, „Einsamkeit“ und „Erfolg“.</p>
<p lang="de-DE">In den letzten beiden Kapiteln werden Tipps zur Flucht vor der Sünde genannt. Einige praktische und einige geistliche. Ich möchte besonders „Gehe das Problem an“ erwähnen:</p>
<p lang="de-DE">„<em>Gehe das Problem an, wenn du in eine außereheliche Beziehung gerätst, und versuche nicht herauszufinden, ob die andere Person ebenso fühlt wie du oder nicht. (…) Verstecke dich nicht hinter der Vorstellung, die andere könnte unmöglich deine Gefühle erwidern, sonder gehe vielmehr davon aus, dass dies sehr wohl der Fall sein kann! (…) Doch die Gefühle, die durch die Attraktivität des anderen Geschlechts ausgelöst werden, sind stark und oft wie eine Sucht. (…) Das Eingestehen einer unguten Anziehungskraft ist ein wichtiger erster Schritt, um das Problem aus der Welt zu schaffen.“ S. 47-48</em></p>
<p lang="de-DE">Unter den Anweisungen zur „geistlichen Verteidigung“ betont Peckham besonders den Kampf mit Einsatz der Bibel.</p>
<p lang="de-DE">„<em>Als Jesus von Satan in der Wüste versucht wurde, ief er nicht die Engel zur Gegenwehr, sondern zitierte dreimal die Schrift. Er sagte: „Es steht geschrieben&#8230;!“ Darin bestand die Kraft seiner Verteidigung. Wenn sogar Jesus zum Wort Gottes griff, um Satan abzuwehren und zu besiegen, wie viel mehr sollten wir das tun!“ S. 66</em></p>
<p lang="de-DE">Ein schönes Hardcover im handlichen Format. Und flüssig zu lesen.</p>
<p lang="de-DE">Colin Neil Peckham ist in Südafrika geboren und aufgewachsen. 13 Jahre diente er dort am Bible Colle in Kapstadt. Später emigrierte er nach Schottland und wurde Rektor des Faith Mission Bible College in Edingburgh. Sein Predigtdienst führte in auch ins Ausland bis er plötzlich im vergangenen Jahr 2009 in die Ewigkeit ging. Dieses Buch ist das erste in deutscher Sprache.</p>
<p lang="de-DE">Peckhams offene und ehrliche Art gefällt mir. Ich möchte drei wesentliche Gründe nennen. 1. Er nennt das Kind beim Namen. Er scheut sich nicht, auch sexuelle Sünden deutlich zu benennen. 2. Er bewertet diese Sünde als etwas wirklich „Schlimmes“ und als etwas, das bei Christen eigentlich „nicht ein mal erwähnt werden müsste“. 3. Er schreibt aus keiner überheblichen Perspektive. Ein wirklich nützliches Buch. Für Männer und Frauen</p>
<p>Titel: Fliehet die Sex-Falle<br />
Autor: Colin N. Peckham<br />
Seiten: 79<br />
Einband: Hardcover<br />
Format: 11 cm x 17 cm<br />
Verlag: Betanien Verlag<br />
Jahr: 1. Auflage 2010<br />
Preis: 5,90 EUR<br />
erhältlich bei: <a href="http://www.cbuch.de/Peckham-Fliehet-die-Sexfalle-p3122/" target="_blank">cbuch.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/fliehet-die-sex-falle/395">Fliehet die Sex-Falle</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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