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	<title>Bibelkommentare Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Bibelkommentare Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Bibel-Chronik von Karl-Heinz Vanheiden.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 11:20:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bibel-Chronik &#8211; Die Bibel im historischen Kontext von Karl-Heinz Vanheiden. Gebunden, 840 Seiten, in zweiter Auflage 2021 bei CV-Dillenburg und Verlag Mitternachtsruf erschienen. Eine Leseprobe findet sich hier. Der Autor ist vor allem durch die Arbeit an der NeÜ bekannt. Viele kenenn die NeÜ- Neue&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">Bibel-Chronik von Karl-Heinz Vanheiden.</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.cb-buchshop.de/271775/bibel-chronik.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bibel-Chronik &#8211; Die Bibel im historischen Kontext</a> von <a href="https://www.derbibelvertrauen.de/der-autor/vita-und-gebet.html">Karl-Heinz Vanheiden.</a> Gebunden, 840 Seiten, in zweiter Auflage 2021 bei CV-Dillenburg und Verlag Mitternachtsruf erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Leseprobe findet sich <a href="https://www.scm-shop.de/media/import/mediafiles/PDF/271775000_Leseprobe.pdf">hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor ist vor allem durch die Arbeit an der <a href="https://neue.derbibelvertrauen.de/">NeÜ </a>bekannt.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Viele kenenn die NeÜ- Neue evangelistische Übertragung, oder <em>NeÜ bibel.heute</em> wie sie &#8222;heute&#8220; genannt wird, an der K.-H. Vanheiden schon seit Jahrzehnten arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vanheiden wagt mit seiner Übersetzung einen interessanten Spagat aus möglichst &#8222;sinngemäßer&#8220; und nicht wörtlicher Übertragung der Bibel bei gleichzeitiger Präzision der historischen Angaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So übersetzt Vanheiden 2. Mose 12,18-20 auf folgende Weise:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Vom Abend des 14. bis zum Abend des 21. April* müsst ihr ungesäuerte Brotfladen essen.&nbsp;<strong>19</strong>&nbsp;Sieben Tage lang darf kein Sauerteig in euren Häusern zu finden sein. Denn jeder, der etwas mit Sauerteig isst, muss sterben und so aus der Gemeinschaft Israels beseitigt werden. Das gilt für den Einheimischen genauso wie für den Fremden.&nbsp;<strong>20</strong>&nbsp;In dieser Zeit dürft ihr nichts essen, was mit Sauerteig zubereitet ist. Das gilt für alle eure Wohnsitze.“ </p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gewissenhaft gibt er in den Fußnoten den wörtlichen Text und erläutert auch, warum er sich für die Übertragung der Zeitangaben entschied. Sie helfen einem, einen besseren Überblick über Zeitpunkte, Dauer und im späteren Verlauf der israelischen Geschichte zeitnah oder gleichzeitig stattfindende Ereignisse zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Textbeispiel habe ich aus Matthäus 13,53 gewählt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Gleichnisreden zog Jesus weiter.&nbsp;<strong>54</strong>&nbsp;Er kam in seinen Heimatort und ging in die Synagoge und lehrte. Erstaunt fragten seine Zuhörer: „Wo hat der denn diese Weisheit her? Und woher hat er die Kraft, solche Wunder zu tun?&nbsp;<strong>55</strong>&nbsp;Ist das denn nicht der Sohn des Baumeisters*? Ist nicht Maria seine Mutter, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?&nbsp;<strong>56</strong>&nbsp;Und seine Schwestern leben doch auch bei uns! Wo hat der das alles nur her?“&nbsp;<strong>57</strong>&nbsp;Sie ärgerten sich über ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: „Überall wird ein Prophet geehrt, nur nicht in seinem Heimatort und in seiner Familie.“&nbsp;<strong>58</strong>&nbsp;Wegen ihres Unglaubens tat er dort nicht viele Wunder.</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">13,55:&nbsp;<em>Baumeister.</em>&nbsp;Andere übersetzten&nbsp;<em>Zimmermann</em>. Aber solch einen Holzfacharbeiter gab es damals noch nicht. Man verrichtete alle anfallenden Arbeiten auf einem Bau.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden Beispiele sollten in ausreichender Weise den Klang der <em>NEÜ bibel.heute </em>wiedergeben, die übrigens <a href="https://neue.derbibelvertrauen.de/">online vollständig und kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was hat die <em>NeÜ bibel.heute</em> mit der Bibel-Chronik zu tun? Einiges:</p>



<span id="more-17943"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen wäre da das Bemühen des Autors, die Zuverlässigkeit der Bibel bei den chronologischen Angaben zu unterstreichen. Diese Hochachtung vor dem biblischen Text muss dem Autor unbedingt zu Gute gehalten werden und mit diesem Buch ist eine Handreichung für jeden zu finden, der anfängt ernsthaft seine Bibel zu studieren. Warum z.B. kommt man wenn man die Jahre von der Reichsteilung bis zum Regierungsantritts Jorams zählt im Südreich auf eine Gesamtdauer von 79 Regierungsjahren im Nordreich aber auf eine Zeit von 86 Jahren? Hier findet sich eine ganz einfache Erklärung, nämlich darin, dass immer das Jahr des Regierungsantritts, wie das des Todes immer voll gezählt wurde. Regierte jemand von Nov. 1555 bis März 1556 könnte hier durchaus die Angabe und er &#8222;regierte 2 Jahre&#8220; rauskommen, wobei solch kurze Regierungszeiten auch in der Bibel häufig mit Monaten wiedergegeben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Schöpfung bis zum Jahr 380 n.Chr folgt nun eine Chronologie der Bibel, die bei schwierigen Zusammenhängen erklärende Fußnoten und hilfreiche Literaturverweise enthält und mit &#8222;Nachrichten&#8220; nennenswerte historische Ereignisse auflistet, die keinen direkten Bezug auf biblische Begebenheiten enthalten &#8211; So war es interessant zu erfahren, das Jonas Predigten in die Zeit der ersten olympischen Spiele fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt wird das Buch über historische Ereignisse zwischen den Evangelien, eine detaillierte Aufzeichnung der Zerstörung Jerusalems und der Entwicklung der frühen Christenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beste am Buch, und hier kommt die NeÜ bibel.heute voll zu Geltung ist die Evangelienharmonie die auch den vollständigen Text der vier Evangelien, so wie ihn die bibel.heute wiedergibt, enthält. Ich war eh auf der Suche nach einer verständlichen und leicht zugänglichen Harmonie für die Arbeit mit Teenagern und bin sehr froh, diese ausgerechnet in diesem Buch gefunden zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Kombination kann das Buch ein wertvoller Begleiter für ein persönliches Bibelstudium werden. Meines Erachtens kann man die Bibel-Chronik von Vanheiden sehr gut mit der <a href="https://amzn.to/3U1jDJB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Geschichte Israels&#8220; von Eugene Merrill</a> erweitern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">Bibel-Chronik von Karl-Heinz Vanheiden.</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Review: Hard Sayings of the Bible</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2025 20:09:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[F.F. Bruce]]></category>
		<category><![CDATA[Hard Sayings]]></category>
		<category><![CDATA[Hard Sayings of the Bible]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Brauch]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Kaiser]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin gleichzeitig begeistert und frustriert mit dem Buch &#8222;Hard Sayings of the Bible&#8220;. Das könnte an dem Rundumschlag liegen, denn das Werk versucht. Es versucht wirklich alle &#8222;kratzenden&#8220; und &#8222;schwer&#8220; zu verdauenden Stellen der Bibel zu besprechen, ob sie nun vom Schöpfungsauftrag sprechen oder&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/review-hard-sayings-of-the-bible/17760">Weiterlesen</a></p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="667" height="1000" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-13.png" alt="" class="wp-image-17761" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-13.png 667w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-13-200x300.png 200w" sizes="(max-width: 667px) 100vw, 667px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin gleichzeitig begeistert und frustriert mit dem Buch &#8222;Hard Sayings of the Bible&#8220;. Das könnte an dem Rundumschlag liegen, denn das Werk versucht. Es versucht wirklich alle &#8222;kratzenden&#8220; und &#8222;schwer&#8220; zu verdauenden Stellen der Bibel zu besprechen, ob sie nun vom Schöpfungsauftrag sprechen oder von der Kopfbedeckung, unterschiedliche Zahlenangaben besitzen oder unterschiedlcihe Erzählweisen (z.B. bei den Synoptikern). Die Begeisterung fängt schon mit den Autoren an, ein Gemeinschaftswerk von Kaiser UND Bruce? Unglaublich. Auch die Gliederung des Werkes ist äußerst gelungen. Das Buch besteht im wesentlichen aus drei Teilen: Einem ausführlichen Einleitungskapitel, Thematischen Fragestellungen, die häufig vorkommende Fragestellungen bespricht, wie &#8222;Ist der Gott des alten Testaments zorniger als der im Neuen Testament&#8220;, &#8222;Stimmen biblische Zahlenangaben&#8220;. Der dritte und umfangreichste Teilt geht konkrete Biblische Texte nach. Damit ähnelt das Werk <a href="https://clv.de/Schwer-zu-verstehen/255656">&#8222;Schwer zu verstehen&#8220; von Gleason L. Archer</a>, welches wir hier auch<a href="https://nimm-lies.de/gleason-l-archer-schwer-zu-verstehen/4599"> schon einmal besprochen haben.</a> Es ist aber umfangreicher und die Autoren sprechen auch regelmäßig die Texte an, die wir modernen Menschen gerne eher etwas gedämpft oder nicht ganz so hart haben würden wollen. Auch das gelingt dem Werk meistens sehr gut.  Übrigens ist das Werk ein Potpourri oder die Quintessenz davor vorhandener Werke, die einzelne Themenblöcke davon bereits besprochen haben, so Bruce die Harten Reden Jesu und Brauch die schweren Stellen von Paulus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Etwas Frustration bekam ich beim Lesen der Besprechungen der einzelnen &#8222;harten Texte&#8220; der Bibel, weil es schien, dass auch die Autoren oft eine Härte gegenüber anderen Meinungen entwickelten. Es ist sicher auch die typisch amerikanische selbstbewusste Art häufig sehr einfach und eindeutig zu argumentieren, aber damit auch nicht wirklich ernsthaft. Eigentlich hätte ich das von einem Werk, an dem Bruce und Kaiser beteiligt sind, nicht erwartet. Während das Werk z.B. vehement eine allzu pazifistische Deutung von, immerhin auch als harte Texte, erkannte Stellen ablehnt, bekämpft es auch vehement alle Versuche die Lüge sei in Fällen, in denen man damit z.B. ein Leben retten könnte (man denke an Rahabs Lüge) zulässig. Während man im letzteren Fall lautstark protestiert: Das Gebot der Lüge kenne keine Ausnahme und wer könne wohl den Text vorbringen, dass das Retten eines Lebens wichtiger wäre als die Wahrhaftigkeit, weiß man im anderen Fall allzu genau, dass Krieg zulässig ist, während doch &#8222;nicht zu töten&#8220; noch vor dem Gebot &#8222;nicht zu lügen&#8220; veröffentlicht wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie gesagt, ich könnte mit diesen Positionen der Autoren leben, wenn sie diese wenigstens nicht so vehement und unbarmherzig vertreten würden. Gerade weil sie ja regelmäßig dazu aufrufen Harte Stellen nicht &#8222;zu verweichlichen&#8220; passiert genau das, wenn man die Texte allzu sehr in eine Richtung harmonisiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Frustration soll mich aber nicht abhalten, einen längeren Auszug aus der Einleitung zu veröffentlichen, das ich für richtig gelungen halte. An dieser Stelle schreibt Kaiser über die harten Worte Jesu(Hervorhebung meine):</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Viele derjenigen, die Jesus während seines öffentlichen Wirkens zuhörten, empfanden einige seiner Aussagen als „hart“ – und sagten das auch. Viele derjenigen, die seine Worte heute lesen oder sie in der Kirche hören, empfinden sie ebenfalls als hart, äußern das jedoch nicht immer, weil sie es unangebracht finden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Worte unseres Herrn waren im Einklang mit seinem Handeln und seinem gesamten Lebensstil. Je weniger vorgefasste Meinungen wir aus dem Außen an die Evangelien herantragen, desto klarer werden wir ihn so erkennen, wie er wirklich war. Es ist allzu leicht, an einen Jesus zu glauben, der im Wesentlichen eine Erfindung unserer eigenen Vorstellungskraft ist – eine harmlose Person, die niemanden wirklich dazu bringen würde, ihn zu kreuzigen. Doch der Jesus, dem wir in den Evangelien begegnen, war alles andere als harmlos – er stieß überall an. Selbst seine treuen Anhänger empfanden ihn mitunter als zutiefst befremdlich. Er stellte alle gängigen Vorstellungen religiöser Angemessenheit auf den Kopf. Er sprach von Gott in einer Vertrautheit, die wie Gotteslästerung klang. Er schien zweifelhafte Gesellschaft geradezu zu genießen. <strong>Und er begab sich mit offenen Augen auf einen Weg, der nach Ansicht der „vernünftigen“ Leute zwangsläufig ins Verderben führen musste.</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Doch in denen, die sich nicht von ihm abwenden ließen, entfachte er eine leidenschaftliche Liebe und Treue, die selbst der Tod nicht zerstören konnte. Sie wussten, dass sie in ihm den Weg zur Annahme, zum Frieden des Gewissens, zum wahren Leben gefunden hatten. Mehr noch: In ihm erkannten sie Gott selbst auf neue Weise; hier wurde das Leben Gottes in einem echten menschlichen Leben sichtbar – und durch ihn auf sie übertragen. Und es gibt auch heute viele Menschen, die Jesus nicht in Galiläa und Judäa, sondern im Zeugnis der Evangelien begegnen – und auf ähnliche Weise seine kraftvolle Anziehungskraft erfahren, sodass sie denselben Weg einschlagen wie jene, die damals positiv auf ihn reagierten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">E<em>in Grund dafür, dass Jesu Worte als hart empfunden wurden, lag darin, dass er seine Zuhörer zum Denken brachte. Für manche Menschen ist das Denken eine schwierige und unangenehme Übung – besonders dann, wenn es bedeutet, fest verankerte Vorurteile und Überzeugungen kritisch zu hinterfragen oder den herrschenden Meinungskonsens in Zweifel zu ziehen. Jede Aussage, die zu solchem Denken auffordert, gilt daher als eine harte Rede. Viele der Worte Jesu waren in diesem Sinn hart. Sie deuteten an, dass es gut wäre, Dinge zu überdenken, die jeder vernünftige Mensch als selbstverständlich ansah. In einer Welt, in der das Rennen den Schnellen und der Sieg den Starken gehörte, in der die Lebenspreise an die Durchsetzungsfähigen und Macher gingen, war es völlig absurd, den Sanftmütigen zu gratulieren und ihnen zu sagen, dass sie das Erdreich besitzen oder – noch besser – das Himmelreich erlangen würden. Vielleicht sind die Seligpreisungen damals wie heute Jesu härteste Aussagen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Für die westliche Welt ist die Härte vieler Aussagen Jesu heute umso größer, weil wir in einer anderen Kultur leben als derjenigen, in der sie gesprochen wurden, und weil wir eine andere Sprache sprechen. Jesus sprach offenbar überwiegend Aramäisch, aber mit wenigen Ausnahmen sind seine aramäischen Worte nicht überliefert. Seine Aussagen sind in Übersetzung zu uns gekommen – und diese Übersetzung, das Griechisch der Evangelien, muss wiederum in unsere eigene Sprache übersetzt werden. Doch wenn die sprachlichen Hürden soweit wie möglich überwunden sind und wir seine Worte in einer sogenannten „dynamisch äquivalenten“ Übersetzung hören – also einer Übersetzung, die denselben Eindruck bei uns erzeugen soll wie die Originalworte bei ihren ersten Hörern –, dann kann die Überwindung der einen Schwierigkeit neue Schwierigkeiten hervorrufen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Denn für uns gibt es zwei Arten harter Worte: solche, die schwer zu verstehen sind – und solche, die allzu leicht zu verstehen sind. Wenn Aussagen Jesu, die in ersterem Sinn schwer sind, in dynamisch äquivalente Begriffe übersetzt werden, werden sie oft im zweiten Sinn hart: weil sie auf einmal verständlich sind. Mark Twain sprach für viele, als er sagte, dass ihn nicht die unverständlichen Stellen in der Bibel beunruhigten, sondern gerade die, die er verstand. Das gilt besonders für die Worte Jesu. Je besser wir sie verstehen, desto schwerer sind sie auszuhalten. <strong>(Vielleicht ist das auch ein Grund dafür, warum manche religiösen Menschen modernen Bibelübersetzungen so feindlich gegenüberstehen: Diese machen den Sinn deutlich – und der klare Sinn ist schwer zu ertragen.)</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt ein hilfreiche Ergänzung für jemanden, der bereits über einige Kommentare verfügt und konkret problematische Fragestellungen anschauen möchte. Vor allem im Neuen Testament gibt es zu jedem Kapitel meist mehrere Eintragungen.</p>
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		<title>Logos Unchained &#8211; Ein Testbericht über Logos Pro</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2025 11:25:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich auch bei meiner zweiten Rezension über die Bibelsoftware Logos eine Anspielung an die Pop-Kultur wähle, dann auch, weil Logos mittlerweile ebenfalls ein Teil der Pop-Kultur ist, zumindest für jeden, der &#8222;populär&#8220; die Bibel erforschen möchte. Populär meint hier, flexibel auf den unterschiedlichsten Geräten,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/logos-unchained-ein-testbericht-ueber-logos-pro/16983">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/logos-unchained-ein-testbericht-ueber-logos-pro/16983">Logos Unchained &#8211; Ein Testbericht über Logos Pro</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich auch bei meiner <a href="https://www.nimm-lies.de/grand-theft-logos/13899">zweiten Rezension über die Bibelsoftware Logos </a>eine Anspielung an die Pop-Kultur wähle, dann auch, weil Logos mittlerweile ebenfalls ein Teil der Pop-Kultur ist, zumindest für jeden, der &#8222;populär&#8220; die Bibel erforschen möchte. Populär meint hier, flexibel auf den unterschiedlichsten Geräten, ob Mobilgerät, Desktop-PC oder Browser-Anwendung und Populär meint auch die dadurch entstehende &#8222;zeitliche Flexibilität&#8220;. Populär meint auch den Zugriff auf &#8222;religiöses Big Data&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als nun langjähriger Logos-Nutzer freue ich mich, dass <a href="https://de.logos.com/nimmundlies" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Logos</a> viele Schritte in die richtige Richtung unternommen hat. Den neuen Trend mit dem Abo halte ich aber für mindestens verfrüht. Ich berichte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://de.logos.com/nimmundlies"><img decoding="async" width="288" height="300" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Logos-Bibelsoftware-288x300.png" alt="" class="wp-image-17550" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Logos-Bibelsoftware-288x300.png 288w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Logos-Bibelsoftware.png 561w" sizes="(max-width: 288px) 100vw, 288px" /></a></figure>
</div>


<span id="more-16983"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Logos spricht deutsch</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Logos Deutsch ist nun wirklich vollwertig. Als ich zum Logos-Nutzer wurde, war die Auswahl der deutschsprachigen Module noch so klein, dass es für mich eine eindeutige Entscheidung war, das &#8222;amerikanische&#8220; Logos zu verwenden. Würde ich heute Logos-Nutzer werden, würde ich wohl das &#8222;deutsche&#8220; Logos wählen. Kaum ein Verlag, kaum ein Werk, dass seine Werke nun nicht auch als Logos-Ressource anbietet, ob der 3L-Verlag, die Bibliothek der Kirchenväter, die Zürcher Bibelkommentare, die RGG oder der Edition-C Bibelkommentare. Man findet nun wirklich ein reifes deutschsprachiges Bibel-Tool.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine unfassbar reife App</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist die Zugänglichkeit auf Logos auf unterschiedlichen Plattformen mindestens ein genauso großes Argument wie die breite Auswahl. Am Notebook erstellte Predigttexte kann ich auf dem iOS-Tablett aufrufen und auf dem Android-Telefon weiterbearbeiten. In der Web-App öffne ich Werke und versehe sie mit Markierungen und Notizen, die ich anschließend am PC weiter verarbeiten kann.<a href="https://nimm-lies.de/erfahrungsbericht-logos-auf-einem-e-reader-nutzen/16274"> Selbst E-Reader unterstützen mittlerweile Logos &#8211; darüber habe ich gesondert berichtet.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei fühlt sich die App unfassbar reif, intuitiv und mächtig an (ich benutze fast immer die iOS-App). Man hat die ganze Bibliothek bei sich. Es gibt zwar noch die ein oder andere Schwerfälligkeit: Zum Beispiel gibt es als russische Bibelübersetzung nur die RST-Übersetzung, während &#8222;Holy-Bible&#8220; ein ganzes Dutzend russischer Bibelübersetzungen anbietet oder das Abspielen von Audio-Predigt-Sammlungen (By the way sind die Sammlungen teils überragend, so finden sich in meiner Bibliothek die gesammelten Predigten von unter anderem Carson, Piper&#8230;) ist immer noch, vor allem offline, etwas schwerfällig, insgesamt ist die App aber ein kostbares Geschenk.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Maßnahmen zur Übersichtlichkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Ende 2024 existiert <a href="https://de.logos.com/configure/subscriptions?trackId=196" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Logos in unterschiedlichen Subscription-Plänen</a> (Dazu weiter unten etwas mehr). Mit der Ausrollung dieser Pläne, kamen auch einige Verbesserungen der Benutzeroberfläche einher, die vor allem die zahlreichen Arbeitsmöglichkeiten zugänglicher machen und Informationen der Bibliothek näher bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In besonderer Weise gefällt mir die &#8222;Entdecken&#8220; Funktion, sie dient wie eine Art abgespecktes Faktenbuch nun dazu, dass vorhandene Informationen zur ausgewählten Bibelstelle sehr gut gebündelt geliefert (Parallelstellen, Links zu Kommentaren&#8230;)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Abo einher kommt eine neue Werkzeugleiste bei einer Werksauswahl, diese erleichtert die Formatierung, gewählte Ansicht und Zugriff auf die Werkzeuge bei einem geöffneten Werk- Das kann ein jegliches sein, ob Bibel oder Kommentar oder einfach ein Werk, diese Werkzeugleiste ist eine zu begrüßende Umstellung, die die Navigation verbessert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Suche ist es nun möglich eine KI-gestützte Suche zu starten, das gibt es nun auch bei KI-gestützten Zusammenfassungen. Vor allem die Suche konnte mich kaum überzeugen, und die Verwendung der üblichen KI-Assistenten lieferte fast immer deutlich bessere Suchergebnisse. Dafür nun ein KI-Kontingent anzuzeigen empfinde ich als beinahe schon lästig</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum brauche ich nochmal ein Abo?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Auslieferungen der neusten Logos-Version &#8211; Was ist das jetzt Logos 10.1, Logos 11? Eine Nummerierung verschwindet, und das Programm heißt nur noch Logos, und kann in drei (Premium,Pro,Max) Subscription-Plans abonniert werden, wobei Logos 10 Besitzer gegenwärtig deutlich günstige Konditionen bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl ich nachvollziehen kann, das Logos den Weg in das <a href="https://de.logos.com/configure/subscriptions?trackId=196" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Abo-Modell</a> gewählt hat, -schließlich ist das aktuell bei so gut wie jeder Software das Gebot der Stunde &#8211; erscheint mir der Schritt als verfrüht. Insgesamt ist es für mich vollständig unübersichtlich, was der Umfang des Abos ist, dass ich abgeschlossen habe. Was für ein Plus (außer der KI-Suche) habe ich durch das Abo im Vergleich zur Lösung, dass ich gar kein Abo habe? Ich weiß es nicht. Ich machte mich auf die Suche, studierte einige Zeit die verschiedensten Übersichtstabellen und war dann schließlich dennoch überrascht durch eine Newsletter-Mail, dass in meinem Abo auch regelmäßig neue Kurse beinhaltet sind. Das alles wirkt mindestens überstürzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch nach fünf Monaten &#8222;Abo&#8220;-Praxis (drei Monaten habe ich von Logos für diese Rezension geschenkt bekommen, zwei Monate habe ich mir selbst erworben) kann ich immer noch nicht sagen, was ich vom Abo, und könnte es im Freundeskreis auch kaum erklären, warum jemand, der noch kein Logos hat, sich jetzt ein Abo holen sollte. Während ich bisher im Freundeskreis nun schon einige Menschen zum Erwerb von Logos überzeugen konnte, bin ich seit dem Abo verstummt. Ich weiß einfach nicht, wie man dafür argumentieren sollte. Da ich in Logos vor allem eine gigantische Datenbank christlicher Literatur sehe, im Grunde einen &#8222;Extended&#8220;-Bibel-Kommentar, der weiterhin super kostbar bleibt, werde ich wohl auch auf ein Abo verzichten, da mir vollständig unklar ist, welcher Mehrwert (außer der angesprochenen kaum zufriedenstellenden KI-Suche) für mich durch ein Abo entsteht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieses ernsthaften Problems lässt sich nicht leugnen, das für mich auch weiterhin <a href="https://de.logos.com/nimmundlies">Logos</a> für eine seriöse Bibelarbeit ein kostbares Tool bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/logos-unchained-ein-testbericht-ueber-logos-pro/16983">Logos Unchained &#8211; Ein Testbericht über Logos Pro</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;The Flow of the Psalms&#8220; von O. Palmer Robertson</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Aug 2023 20:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[O. Palmer Robertson]]></category>
		<category><![CDATA[Psalmen]]></category>
		<category><![CDATA[The Flow of the Psalms]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>O. Palmer Robertson ist vor allem durch sein Werk &#8222;The Christ of the Covenants&#8220; bekannt. In der Vorbereitung für eine Predigt zum 111 Psalm (erscheint demnächst auf glaubend.de) bin ich auf &#8222;The Flow of the Psalms, Discovering their Structure and Theology&#8220; gestoßen. Von vielen Kommentarwerken,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/the-flow-of-the-psalms-von-o-palmer-robertson/15426">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="681" height="1024" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-7-681x1024.png" alt="" class="wp-image-15429" style="width:319px;height:480px" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-7-681x1024.png 681w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-7-200x300.png 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-7-768x1155.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-7.png 800w" sizes="auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">O. Palmer Robertson ist vor allem durch sein Werk &#8222;<em>The Christ of the Covenants&#8220;</em> bekannt. In der Vorbereitung für eine Predigt zum 111 Psalm (erscheint demnächst auf glaubend.de) bin ich auf &#8222;<em>The Flow of the Psalms, Discovering their Structure and Theology&#8220;</em> gestoßen. Von vielen Kommentarwerken, die ich bis dato für unterschiedlichste Psalmen referenziert habe, war dieses Werk das hilfreichste. Und das, weil es sowohl auf die Entwicklung innerhalb der Psalmen selbst, wie auch die Entwicklung in genauer analysierten Abschnitten bzw. den Fünf Büchern der Psalmen blickt und doch gleichzeitig auch die Stellung der Psalmen im Kanon, wie auch den Sitz im Leben der Texte betrachtet. Um es an den sieben Hallelujah- Psalmen zu illustrieren, die uns in Psalm 111-117 begegnen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier fällt uns zunächst eine ausgefallene: Chiastische Struktur auf. Psalm 111 und 112 haben jeweils zu Beginn ein Hallelujah. Psalm 113 zu Beginn und zum Schluss, Psalm 114 gar keines, während Psalm 115 und 116 jeweils zum Ende des Textes ein Hallelujah enthalten und Psalm 117 sowohl zu Beginn, wie zum Schluss. Was entsteht ist eine gespiegelte Struktur an Psalm 114. Dieser steht sozusagen im Zentrum dieser Loblieder. Interessant dabei: das aller erste Mal wird der Aufruf an alle, Gott zu loben (Bedeutung von &#8222;Hallelu-Jah&#8220;), erst in Psalm 106, dem letzten Psalm des vierten Buches der Psalmen laut. Fast exklusiv bleibt der Ruf zum Gotteslob auf das fünfte Buch beschränkt. </p>



<span id="more-15426"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Und doch ist gerade in diesem Abschnitt von keinem Tempeldienst die Rede und obwohl Psalm 114 den wunderbaren Exodus besingt, besingt er diesen offenbar aus babylonischer oder nachexilischer Perspektive. Psalm 111,1 spricht davon, dass wir Gott in der Versammlung der Heiligen und im Rate der Frommen loben, aber kein Wort vom Tempeldienst ertönt. Dieser akrostische Psalm ist auch wundervoll mit Psalm 112 verknüpft, der viele Parallelen zum 111 Psalm besitzt und ebenfalls akrostisch ist, aber nicht mehr die Perspektive von Gott zum Volk betrachtet, sondern vom Frommen zu seinem Gott.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufruf &#8222;Hallelujah&#8220; soll nun lange verhallen, bis er uns wieder in einem furiosen Finale in Offb. 19 begegnet. Dem Gotteslob aller, die sich um Gottes Thron sammeln, nachdem das Lamm den Thron einnimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Blick, sowohl in die Details der Psalmen, wie auch der Weitblick in den größeren Zusammenhang macht einfach Lust, mehr und genauer in den Psalmen zu forschen und ist eine Ermutigung für jeden, der tiefer in den &#8222;Fluss der Psalmen&#8220; einsteigen möchte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist bisher nur auf Englisch verfügbar, überzeugt aber durch eine sehr verständliche und leicht fassbare Formulierung. Damit ist das Buch ein geeigneter Begleiter für jeden, der z.B. eine Vortragsreihe oder eine Bibelstundenreihe zu den Psalmen plant.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/the-flow-of-the-psalms-von-o-palmer-robertson/15426">&#8222;The Flow of the Psalms&#8220; von O. Palmer Robertson</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Evangelischer Glaube Kompakt&#8220; von Thomas Schirrmacher Darüber wie es ist, als Nicht-Presbyterianer das Westminster Bekenntnis zu lesen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Aug 2022 15:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Baptistisches Glaubensbekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bekenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Schirrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Westminster Glaubensbekenntnis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das hat mich zunächst in dieser Version des Westminster Glaubensbekenntnisses von 1647 (Im folgenden mit WB abgekürzt) von Thomas Schirrmacher irritiert, dass er das Werk mit einem zusätzlichen Titel versieht: &#8222;evangelischer Glaube kompakt&#8220;. Je mehr ich aber auf diese Bekenntnisschrift zurückgreife, desto eher sehe ich&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">&#8222;Evangelischer Glaube Kompakt&#8220; von Thomas Schirrmacher &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Darüber wie es ist, als Nicht-Presbyterianer das Westminster Bekenntnis zu lesen&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" alignleft" src="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2017/08/978-3-86269-145-6.jpg" width="227" height="321" /> Das hat mich zunächst in dieser Version des Westminster Glaubensbekenntnisses von 1647 (Im folgenden mit WB abgekürzt) von Thomas Schirrmacher irritiert, dass er das Werk mit einem zusätzlichen Titel versieht: <em>&#8222;evangelischer Glaube kompakt&#8220;. </em>Je mehr ich aber auf diese Bekenntnisschrift zurückgreife, desto eher sehe ich es als eine Art &#8222;Cheat-Buch&#8220; für dogmatische Fragen.  Als ich vor einiger Zeit z.B. für eine Jugendgruppe einen Vortrag über das Thema Heilsgewissheit vorbereitet habe, griff ich vollständig auf die Struktur zurück, wie es das WB In Kapitel 18 darstellt: Behutsam entwickelt das Bekenntnis an dieser Stelle, dass es vor allem um den Wachstum im Glauben geht, dass Heilsgewissheit möglich, aber nicht heilsnotwendig sei, erstrebenswert, aber nicht auf eine zu verzweifelnde Weise, sondern im Gottvertrauen anzueignen.</p>
<p>Oder nehmen wir Kapitel 9: Vom freien Willen. Das Bekenntnis hat hier die augustinische Struktur im Hintergrund, so dass es die Willensfreiheit <em>vor</em> dem Fall, <em>nach</em> dem Fall, <em>nach</em> der Wiedergeburt und <em>in</em> der Herrlichkeit betrachtet. Somit fällt die Antwort nicht einfach plump mit &#8222;ja oder nein&#8220;  aus, sondern führt zielstrebig zur Frage nach &#8222;echter Willensfreiheit&#8220;  Mit den Worten des Bekenntnisses, <a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2017/08/978-3-86269-145-6_Der_evangelische_Glaube_kompakt_Aufl3.pdf">dass es übrigens kostenfrei zum Download gibt: (Artikel 9,5)</a> <em>&#8222;Der Wille des Menschen wird erst im Stand der Herrlichkeit volkkommen und unveränderlich frei gemacht, nur Gutes zu tun.&#8220; </em>Damit argumentiert das Bekenntnis an dieser Stelle völlig anders, als die übliche evangelikale Lösung, die meint, wir würden im Himmel nicht mehr sündigen, weil Satan nicht mehr da sei.</p>
<p>Sehr hilfreich auch für Jungscharunterricht oder allgemein Jüngerschaft, sind die ersten Kapitel des Bekenntnisses generell: Da wäre das erste Kapitel von der Heiligen Schrift zu erwähnen, das bei weitem nicht so plump formuliert ist, wie es gerne die liberalen Christen bibelgläubigen Evangelikalen vorwerfen, und natürlich das Kapitel über die Dreieinigkeit, oder schließlich, das sei besonders hervorgehoben,  das Kapitel über Christus den Mittler.</p>
<p>Das Mittelstück des Bekenntnisses bilden Fragen der Errettung, wie der Rechtfertigung, der Adoption, der Buße, des Ausharrens und des Gesetzes Gottes mit abschließenden Fragen nach der Beziehung zwischen Staat und Kirche, des Sabbats, der Ehe und den Sakramenten, sowie der Gemeindezucht.</p>
<p>Wer ein Bekenntnis aus reformierter Sicht sucht, kommt niemals an dieser Bekenntnisschrift vorbei. Schirrmachers Ausgabe wird durch zahlreiche Stützstellen <strong>und </strong>durch die weiteren Varianten dieser protestantischen Bekenntnisschrift deutlich bereichert. John Owen war bekanntlich nicht der presbyterianischen Kirchenordnung zugeneigt, und erweiterte das Kapitel zum Thema &#8222;Gemeinde&#8220; erheblich. Diese Variante wiederum war grundlegend für Anpassungen zum Thema Taufe und formten so das Glaubensbekenntnis der britischen Baptisten (natürlich das von 1689).  Auf diese Weise kann Schirrmacher aufzeigen, wie zentral das WB für unterschiedliche protestantische Strömungen wurde.<span id="more-14831"></span></p>
<p>Geht es im WB um die berüchtigten fünf Punkte? Folgt man der Argumentation des Metropolitan Tabernacle stehen im Bekenntnis (als Baptisten beziehen sich auf das baptistische Bekenntnis) vornehmlich die &#8222;five points of calvinism&#8220; im Vordergrund (siehe <a href="https://metropolitantabernacle.org/doctrinal-basis/">hier</a>, ähnlich argumentiert eine deutschsprachige Gemeinde <a href="https://reg-vs.de/">hier</a>). Natürlich steht das WB in der Tradition der Lehrregel von Dordrecht, aber die Reduktion des Bekenntnisses auf die Fünf Punkte tut dieser hervorragenden Schrift schlicht unrecht.</p>
<p>Lese ich eine Bekenntnisschrift, stelle ich mir Punkt für Punkt die Frage, wie ich die Thesen formulieren würde.  In den meisten Fällen ist die Formulierung des WB so überragend, dass man diese nur bereitwillig unterzeichnen würde, ja in meinem Fall, schäme ich mich häufig, dass ich nicht auf derart ausgewogene Formulierungen gekommen bin. Unter den ersten achtzehn Kapiteln, habe ich eigentlich vor allem mit Kapitel 7, der &#8222;Von Gottes Bund mit den Menschen&#8220; handelt, ein Problem. Nach langem Nachsinnen bin ich immer noch geneigt, die Unterscheidung zwischen Bund der Werke und Bund der Gnade allzu sehr als Konstrukt zu sehen. Einerseits ist dieses Kapitel natürlich ein Segen für die Kirchengeschichte gewesen und hat viel dazu beigetragen, dass man Biblische Theologie entwickelt hat, ausgehend von Betrachtungen der Bundestheologie, und wie der Gnadenbund Gottes, angefangen ab 1. Mo. 3,15 immer wieder in neuen Varianten verwirklicht wird, bis er zur Fülle in Christus reift. Andererseits erscheint es mir zu sehr konstruiert diesem Gnadenbund einen adamitischen Werkbund entgegenzustellen, wenn es vornehmlich darum gehen sollte, zwei mögliche Zustände eines Menschen aufzuzeigen: Entweder in Adam oder in Christus.  Wer nun der &#8222;föderale Vertreter&#8220; des Menschen ist, ist eine wichtige Frage und ein notwendiger theologischer Gedanke, aber in Röm. 5,12-20 nicht in eine Diskussion um Bundesbeziehungen dargestellt. . Wenn es in Kapitel 7 des WB wirklich vornehmlich um diese Frage geht, könnte man wohl ein dispensationalistisches, wie auch ein bundestheologisches Verständnis der biblischen Bündnisse verstehen. Letztlich würde ich entschieden dies Unterscheidung des NT bevorzugen, das im Hebräerbrief, aber auch im Galaterbrief entwickelt, vor allem auf den Neuen und den Alten Bund blickt (Ich schweige darüber, dass der Galaterbrief die schieren Segnungen der Gnade in den Bund mit Abraham verknüpft (nicht mit 1. Mo. 3,15) und dann vom Gesetz als einen eingeschobenen Zuchtmeister/Haushalter spricht , nicht im Widerstreit mit einem adamitischen Bund) . Kurz: Der Neue Bund ist nicht bereits ab 1. Mo 3.15 da, aber wohl. schon da angekündigt. Wie ich schon einen überzeugten Presbyterianer fragte: Wenn es ein und der gleiche Gnadenbund ist, warum sollen wir überhaupt Pfingsten feiern (Und das taten schließlich auch die Verfasser des WB)?</p>
<p>Übrigens habe ich mir es mit der Kritik an dieser Stelle nicht leicht getan, und auch das Arbeitsbuch zum WB von Joseph A. Pipa (<a href="https://www.amazon.de/Westminster-Confession-Faith-Study-Book/dp/184550030X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2VV4E0GSZFDQT&amp;keywords=joseph+a+pipa+westminster&amp;qid=1660835466&amp;sprefix=joseph+a+pipa+westminste%2Caps%2C69&amp;sr=8-1">The Westminster Confession of Faith Study Book</a>) herangezogen. aber in den Fragen die er zu Kapitel 7 bespricht, hat er kein Problem damit, zunächst ein Beispielbund in 1. Mo 21, 27-31 zu besprechen, um daraus in Adam auch einen Bundesschluss zu sehen um schließlich die Notwendigkeit zu besprechen, &#8222;was passiere, wenn wir nicht die Anforderungen des adamitischen Bundes erfüllen?&#8220; An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob hier einfach eine weitere Unterscheidung nötig wäre, und man gar nicht vom Bund der Werke und Bund der Gnade sprechen sollte, da in der Bibel die Bundesschlüsse vornehmlich auf die Verheißungen des Neuen Bundes blicken oder aus den Segnungen des Neuen Bundes auf die alten Bündnisse zurück.</p>
<p>Ich sehe noch weitere Probleme mit dem WB, nein eigentlich mit dem Umgang mit dem WB: Irgendwie scheinen manche geradezu sklavisch dem Buchstaben des Bekenntnisses zu fordern. Ist das WB im Kapitel über die Gemeinde wirklich vollständig und in allen Punkten besser als die Savoy Erklärung? Versucht mal mit einem überzeugten presbyterianischen Pastor darüber zu sprechen.  Oder blicken wir mal auf Artikel 21.6 (Ort und Zeit des Gebetes): <em>&#8222;Stattdessen soll Gott überall im Geist und in der Wahrheit angebetet werden, zu Hause in den Familien täglich und insgeheim im Verborgenen von jedem einzelnen bei sich selbst, genauso wie noch feierlicher in öffentlichen Versammlungen, die man nicht durch Nachlässigkeit oder absichtlich missachten oder verlassen darf.&#8220;</em> &#8211; Ja amen, aber nun zeige man mir eine presbyterianische (oder auch reformiert baptistische) Gemeinde, in der der Laie und Besucher sonntags beten darf?  Bisher (so meine Erfahrung) Fehlanzeige. Irgendwie ist das Laiengebet zu profan, und selbst eine Gebetsstunde gibt es ja häufig nicht.</p>
<p>Nun denn, dann frage ich mich , warum die Besucher dann singen dürfen, wenn bereits das Beten alleine dem Pastor vorbehalten ist, obwohl es das Bekenntnis vorschreibt. Über das Singen schweigt das Bekenntnis bekanntlich, sollte man das Singen also ebenfalls ausschließlich ordinierten Pastoren erlauben? Die Bibel selbst spricht ja mehr über das öffentliche Beten als über das öffentliche Singen, oder warum sollen sonst die Männer überall ihre Hände zum Gebet erheben? Wer hier auf Stummes Gebet verweist, hat nicht verstanden, dass selbst der Zöllner es wagte im Tempel hörbar zu beten.</p>
<p>Ein anderer Fall: Einmal durfte ich einen jungen Bruder begleiten, der einen presbyterianischen Pastor bat, ob er ihn mit Untertauchen taufen würde (erste Taufe, falls das unklar sein sollte) . Wir recherchierten im WB und stießen auf diese Stelle (Kapitel 28,3): <em>&#8222;Das Untertauchen der Person im Wasser ist nicht notwendig, sondern die Taufe wird auch durch Begießen oder Besprengen der Person mit Wasser recht gespendet.&#8220; </em>Die Formulierung &#8222;nicht notwendig&#8220; und &#8222;auch &#8230;recht gespendet&#8220; ließ uns annehmen, dass ein Untertauchen in Übereinstimmung mit dem WB möglich sei. Doch der Pastor verwies den jungen Bruder auf &#8222;Übersetzungsfehler&#8220; und beharrte auf &#8222;einzig und allein Besprengen möglich&#8220;, wobei man sich fragen muss, wie Schirrmacher die Aussage <em>&#8222;Dipping of the person into the water is not necessary; but baptism is rightly administered by pouring or sprinkling water upon the person.&#8220;</em> hätte besser übersetzen können.</p>
<p>Ich führe diese beiden Beispiele an, weil Carl Trueman in seinem Werk über die Notwendigkeit und Bedeutung von Bekenntnissen (<a href="https://www.amazon.de/Creedal-Imperative-Carl-R-Trueman/dp/1433521903/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=3VT8Z5BFM6MNI&amp;keywords=carl+trueman+confession&amp;qid=1660833414&amp;sprefix=carl+trueman+confession%2Caps%2C87&amp;sr=8-2">The Creedal Imperative</a>) meint, dass man durch die Verwendung pastoraler Willkür vorbeugen kann. Obwohl ich ihm generell zustimmen würde, beobachte ich in der Praxis  leider auch in konfessionellen Gemeinden päpstliche Willkür.</p>
<p>Um ein letztes Beispiel zu wählen (etwas ungewöhnlich): Generell würde ich die Unterteilung in moralisches, zeremonielles und judizielles Gesetz unterstützen, da auf diese Weise mehr als nur die zehn Gebote bindend für Volk, Staat und Gemeinde verstanden werden. Jetzt folgt aber ein Rückgriff gerade auf die judiziellen oder gar zeremoniellen Gesetze, als man in Artikel 24.4 (Ehe ist bei zu naher Blutsverwandschaft verboten) ausführt, dass <em>&#8222;der Mann keine Verwandten seiner Frau heiraten darf, die ihr näher blutsverwandt ist, als er es in seiner eigenen Verwandtschaft darf&#8220;.  </em>Eine umständliche Formulierung, die aber deutlich macht, dass die Heirat der Schwägerin (z.B. nach Tod der Frau) untersagt ist, da man durch das &#8222;ein Fleisch werden&#8220; in einer gewissen Art blutsverwandt mit den Blutsverwandten seiner Frau wurde. Die Inzestgesetze, wie wir sie in 3. Mo. 18 und 20 finden, sprechen die gleiche Sprache, vergleicht man z.B. 3. Mo. 18, 14 dass die Heirat bzw. &#8222;Entblößung&#8220; der <em>angeheirateten</em> Tante verbietet, aber 3. Mo. 18, 18 macht deutlich dass diese &#8222;Blutsverwandtschaft&#8220; vom Patriarchat ausging, also nur in Richtung der männlichen Verwandtschaft ein Problem machte. Achtet auf den Wortlaut: <em>&#8222;Du sollst die Schwester deiner Frau nicht ihr zuwider zur Frau nehmen und ihre Scham entblößen, solange deine Frau noch lebt.&#8220; (3. Mo. 18,18). </em>Das ist natürlich ein kleines Detail und durch Vorlesungen von Carl Trueman habe ich erfahren, dass dieses Kapitel in manchen presbyterianischen Gemeinden auch fallen gelassen wurde.</p>
<p>Was folgt aus dieser langen Rede? Meine große Wertschätzung zu diesem Bekenntnis, die weiterhin wächst, obwohl ich gleichzeitig merke, dass es &#8222;nicht mein Bekenntnis&#8220; ist, in dem Sinne, dass ich ja nicht Mitglied einer Gemeinde bin, das sich diesem Bekenntnis verpflichtet, aber auch in dem Sinne, dass ich einige, vor allem letztere Kapitel persönlich anders formulieren würde. Ich glaube aber, dass diese Distanz der <em>Unverpflichtung</em>, die ich habe, eher ein Vorteil ist, um ungezwungener mit dieser Schrift umzugehen. Deswegen möchte ich vornehmlich &#8222;konfessionslose&#8220; Mitgeschwister ermutigen, sich vermehrt mit diesem Bekenntnis auseinanderzusetzen. Was gebe es besseres, als wenn in jeder Stadt Deutschland junge Männer sich in Gruppen versammeln würden, um sich echt tiefgründig, mit aufgeschlagenen Bibeln, aber auch gottesfürchtig neugierig den tiefen Glaubensfragen unserer Väter stellen würden?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/evangelischer-glaube-kompakt-von-thomas-schirrmacher/14831">&#8222;Evangelischer Glaube Kompakt&#8220; von Thomas Schirrmacher &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Darüber wie es ist, als Nicht-Presbyterianer das Westminster Bekenntnis zu lesen&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ein Loblied auf den Jakobusbrief Die Bibel lesen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2021 20:09:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Fast jeder meiner Logos-Kommentare zum Jakobus-Brief nimmt Bezug auf Luthers Geringschätzung des Jakobusbriefes. Luther machte wenig Hehl daraus, dass er nicht viel für diesen Brief übrig hatte. Aber lasst ihn dahin fahren! Ich will lieber Luthers Werk vergessen und von allen Lutheranern getrennt sein, als&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Ein Loblied auf den Jakobusbrief &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die Bibel lesen.&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder meiner Logos-Kommentare zum Jakobus-Brief nimmt Bezug auf Luthers Geringschätzung des Jakobusbriefes. Luther machte wenig Hehl daraus, dass er nicht viel für diesen Brief übrig hatte. Aber lasst ihn dahin fahren! Ich will lieber Luthers Werk vergessen und von allen Lutheranern getrennt sein, als nicht den Jakobusbrief zu besitzen.</p>
<p>In meiner christlichen Bubble hat man den Jakobusbrief immer wertgeschätzt. Ein kostbares Erbe meiner Kindheit und russlanddeutschen Prägung ist es, dass ich sogar angehalten wurde, diesen Brief auswendig zu lernen. Ein lohnenswerter Invest für gerade mal 108 Verse.</p>
<p>Im folgenden möchte ich skizzenhaft davon berichten, was ich am Jakobusbrief wertschätze und auf ein paar Einwände eingehen, die uns ggf. vom Lesen und Umsetzen des Jakobusbriefes abhalten könnten.</p>
<h2>Seelsorgerliche Qualität</h2>
<p>Der Brief ist kurz, sehr praktisch und von unerwarteter seelsorgerlicher Qualität. Immer wieder fallen mir neue Perlen auf. Eine Auswahl.</p>
<h3>Versuchungen als Grund zur Freude:</h3>
<p>Jakobus ist furchtbar realistisch. Versuchungen sind nicht der Ausnahmezustand, sondern die Norm. Ja, Versuchungen und Freude können Hand in Hand gehen: <em>&#8222;Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt&#8220;,</em> (Jak. 1,2) ruft der Autor uns zu. Er blickt auf das Ziel überstandener Anfechtungen: Vollkommenheit (V.4). In den Versuchungen ist Gott am Werk mit einem Ziel. Die Weisheit hier durchzublicken mag uns fehlen, doch wir wissen wo wir um Hilfe flehen dürfen. Jakobus hat hier unsere Probleme im Blick: Will Gott uns in unseren Anfechtungen etwa wirklich erhören? Natürlich, deswegen sollen wir Zweifel meiden(V.7). Jakobus hat dabei nicht nur feinsinnige oder feingeistige Anfechtungen im Blick, sondern durchaus auch materiellen Mangel (V9-11), aber auch materiellen Erfolg und verweist auf die richtige Reaktion darauf. Der Reiche soll sich nicht durch seinen Erfolg zum Stolz verführen lassen, sondern sich unter Gottes Hand demütigen. Der Arme und Niedrige, braucht nicht zu verzweifeln, sondern darf sich seiner Höhe (in Christus) rühmen.</p>
<p>Immer wenn ich mich über Anfechtungen &#8222;aufregen&#8220; möchte und sie als &#8222;unfair&#8220; empfinde. Erinnere ich mich an Jak. 1,2-12.<span id="more-14487"></span></p>
<h4>Sünde als geistlicher Ehebruch, Herzensprobleme und Buße</h4>
<p>Blicken wir auf Jak. 4,1-10: Ja woher kommt unser Streit? Aus unseren Gliedern! Statt miteinander zu streiten, neidisch zu sein, sollten wir vielmehr mit uns streiten. Doch Jakobus blickt zunächst einmal auf den ganzen Umfang der Sünde, und wie sie immer mehr Lebensbereiche ansteckt (V.1-3). Beten wir nur darum, dass der Streit aufhört und nicht unser Herz verändert wird, brauchen wir nicht auf Erhörung zu warten (V.3). Interessant ist aber nun Jakobus&#8216; Analyse der Situation: Der Grund ist geistiger Ehebruch. Einerseits ist das durchaus auch eine gute Botschaft: Ehebruch kann nur einer begehen, der verheiratet ist, also vereinigt mit Gott. Jakobus weißt darauf hin, wie irre es ist, als Christ zu sündigen! Kein Wunder ereifert sich Gottes Geist ins Unermessliche! (5-6). Jakobus sieht einen klaren Ausweg. Er schließt diesen Abschnitt mit einem der ergreifendsten Aufrufe zur konsequenter Buße im Neuen Testament überhaupt (V.7-10).</p>
<h2>Künstlerische Qualität</h2>
<p>Der Jakobusbrief sticht durchaus heraus im Neuen Testament. Unter anderem:</p>
<h3>Fortsetzung der Bergpredigt</h3>
<p>Wenn wir annehmen, dass der Jakobusbrief das erste Werk des Neuen Testamentes ist, ist es kein Wunder das Jakobus vor allem so lehrt, wie es sein Meister Jesus Christus getan hat: Das ganze Gesetz Gottes. Aber nicht als Gesetz der Knechtschaft! Nein, sondern als Gesetz der Freiheit: <em>&#8222;</em><span lang="de"><em>Wer aber sich vertieft in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seinem Tun.&#8220; (1,25)</em>. Tatsächlich erinnert vor allem das Ende des Briefes an die Bergpredigt: <em>&#8222;V</em></span><span lang="de"><em>or allen Dingen aber, Brüder und Schwestern, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.&#8220;</em> (5,12)</span></p>
<h3>Das Sprüchebuch des Neuen Testaments</h3>
<p>Viele Verse des Jakobusbriefes sind von sprichwörtlicher Qualität: Denken wir an die drei Gesetze der Sanftmut: &#8222;Seid schnell zu hören, langsam aber zum Reden und langsam zum Zorn&#8220; (Jak.1.19). &#8222;Der Glaube ohne Werke ist tot&#8220;, weckt uns Antinomisten aus dem Schlaf!  Jakobus möchte uns Weisheit weitergeben, auch dafür findet sich eine prägnante Stelle in Jak.3,17: <em>&#8222;<span lang="de">Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.&#8220;.</span></em></p>
<p>Das alles darf uns keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass es eine ganz klare Struktur im Jakobusbrief gibt. Die zwei obigen Beispiele aus Jak. 1,2-12 und 4,1-10 habe ich gezielt so gewählt um zu zeigen, dass Jakobus nicht lose Gedanken an einander kettet, sondern durchaus eine klare Struktur im Brief besitzt und diese auch konsequent durchzieht: Gott richtig dienen!</p>
<h3>Schwer und Leicht zu verstehen gleichzeitig</h3>
<p>Dadurch, dass Jakobus eher für sich selbst stehende Bilder  und Metaphern verwendet, ist der Brief leicht zugänglich, auch z.B. für Neubekehrte. Er ist halt ein Brief einer jungen Gemeinde. Wenn z.B. Jakobus die Zunge mit einem kleinen Ruder eines mächtigen Schiffes vergleicht oder mit einem kleinen Feuer, das einen mächtigen Brand anrichten kann, dann sind das leichte Bilder (3,3-6). Jakobus schreckt nicht vor drastischen  Ausmalungen zurück: Alle Tiere können gezähmt werden, aber nicht die Zunge! Keine Quelle ist gleichzeitig süß und bitter, doch unsere Zunge ist es oft. Sie lobt Gott und flucht dem Nächsten (3,7-12).</p>
<p>Dass wir die Ehe mit Gott brechen, wenn wir Freundschaft mit der Welt haben ist ein Konzept das schnell greifbar ist (4,4), auch wenn wir das <a href="https://www.glaubend.de/vereinigung-mit-christus/">biblische Konzept der Vereinigung mit Christus</a> noch nicht vollständig ergriffen haben.</p>
<p>Aber das soll uns nicht zu leichtfertigen Lesern des Briefes machen. Es geht durchaus darum, das &#8222;vollkommene Gesetz Gottes zu durchschauen&#8220; (1,25). Das kann nicht so einfach gehen, damit wir nicht nur vergessliche Hörer des Wortes bleiben, sondern Täter des Wortes. Blicken wir noch einmal auf 4,4 in seinem näheren Kontext zurück: Das was Jakobus als Freundschaft mit der Welt betrachtet, ist so doch ziemlich anders, als das was häufig &#8222;Listen dieser Welt&#8220; anführt. Jakobus hat Streit, Neid, Zank, Üble Absichten im Blick, die unsere Freundschaft mit der Welt ausdrücken.</p>
<p>Das der Jakobusbrief auch schwer zugänglich ist, missverstanden und übersehen wird, wird auch deutlich, dass relativ selten über und aus ihm gepredigt wird. Einige weitere Gefahren, den Jakobusbrief zu hastig zu lesen, da er doch verdaut werden muss, finden sich im nächsten Abschnitt.</p>
<h2>Achtung: Zu schnelle Schlussfolgerungen</h2>
<p>Ich möchte drei Beispiele erwähnen, in denen zu voreilige Schlussfolgerungen zu einem nicht ganz passenden Fazit führen.</p>
<h3>Jak 1,27</h3>
<p><em><span lang="de">&#8222;Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.&#8220;</span></em></p>
<p>Es wäre ganz korrekt hier davon auszugehen, dass man schon ganz ordentlich Gott dient, wenn man verwitweten Frauen regelmäßig einen Hausbesuch abstattet. Der Grund? &#8222;Witwen und Waisen in ihrer Trübsal zu besuchen&#8220;, meinte in einer Zeit ohne Sozailstaat immer finanzielle, praktische Unterstützung, ggf. auch Versorgung und Pflege. Das war reinste Knochenarbeit. Auch sollte man den &#8222;Nicht-Fall&#8220; aus 1,26 in die Betrachtung mit einziehen und schließlich nicht &#8222;von der Welt unbefleckt erhalten&#8220; (zunächst) im Kontext des Jakobusbriefes betrachten.</p>
<h3>Jak. 1,23-24</h3>
<p><em><span lang="de">Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut;</span><span lang="de"> </span><span lang="de">denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.</span></em></p>
<p>In die Bibel soll man blicken, wie man morgens in den Spiegel blickt. Dabei verstehe ich diesen Vers so, dass man eben nicht so machen muss. Zumindest mir geht es so, dass ich eben tatsächlich sofort nachdem ich nicht mehr in den Spiegel blicke , vergesse wie ich aussehe. In Gottes Wort gilt es, um dieses zu durchschauen, eben anders zu blicken, um von einem Hörer auch ein Täter des Wortes zu werden.</p>
<h3>Glaube und Werke</h3>
<p>In der Betrachtung der &#8222;guten Werke&#8220;, und Jakobus greift zu dem starken Beispiel der finanziellen Unterstützung Bedürftiger, muss dennoch beachtet werden, dass beide Werke, die Jakobus als echte Glaubenswerke der Heiligen sieht, zwei doch sehr dubiose, ja problematische Werke aufführt, wenn dahinter kein echter Glauben stehen würde: Abraham tötete seinen Sohn und Rahab verriet ihre Heimat (Zum Thema Glaube und Werke weiter unten etwas mehr).</p>
<h2>Dringend nötige Neuentdeckungen</h2>
<p>Über den Jakobusbrief wird selten gepredigt. Manche Abschnitte verstauben aber nahezu komplett. So denke ich z.B. an die enge Beziehung die Jakobus zwischen dem Dreisatz: Glaubenswerke, Zunge im Zaun halten und Ansehen der Person zieht (2,1-9). Jakobus hat wohl das ganze Gesetz Gottes im Blick (2,12). Gott hat die Armen und Niedrigen erwählt, wir aber ignorieren und diskriminieren sie (2,6-9). Schon mal eine Predigt über diesen Abschnitt gehört?</p>
<p>Ich habe aber auch &#8222;weises Sprechen&#8220; im Blick. Das wir bei unserer Wortwahl weise sein sollen, ist wohl eine These die man häufig hört. Aber die Absichten dahinter sind oft andere, als die Jakobus im Blick hat: Wenn man eher zuhört, bekommt man Autorität und vermittelt Sicherheit. Kann besser auftreten usw&#8230; Jakobus aber wirft uns etwas anderes zu: Es geht darum, dass wir mit einem losen Mundwerk nicht mehr Gott dienen können. Und das wir die Weisheit, der Zunge halt zu gewähren nur bekommen, wenn wir Sanftmut und Weisheit von oben herab anreichern. Auch hier geht es mir um die sehr enge Beziehung, die Jakobus zwischen 2,1-12 und 2,13-18 zieht.</p>
<p>Schließlich habe ich auch die Art im Blick, wie Jakobus mit alttestamentlichen Vorbildern umgeht. Sie sind nicht nur christologische Vorbilder einer messianisch-alttestamentlichen Entwicklung, sondern ganz praktische Vorbilder für Nachfolge: z.B. Elia für beharrliches Gebet (5,17), Hiob für das Ausharren in Leiden (5,11):<em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Nehmt zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn.&#8220; (5,10) &#8211; </span></em><span lang="de">Jakobus ruft uns zur Imitatio Christo auf.</span></p>
<h2>Mögliche Stolpersteine</h2>
<p>Zuletzt möchte ich auf einige mögliche Vorannahmen blicken, die schädigend für das Lesen des Briefes sein können.</p>
<h3>Sind Werke ein notwendiges Übel?</h3>
<p>Manchmal liest man Dinge, die wie eine Rechtfertigung für gute Werke klingen. So als müsste man sich für gottesfürchtige Taten schämen! Oder als spiele Unterordnung unter Gott nur eine &#8222;untergeordnete&#8220; nebensächliche Rolle. Oder als wären Werke, ein notwendiges Übel, das sich nicht umgehen liesse. Ich fürchte das sagt mehr über unser böses Herz aus, als über Jakobus&#8216; Verständnis von Gnade und Rechtfertigung aus dem Glauben allein. So klingen für mich die Versuche, &#8222;das paulinische Verständnis&#8220; mit dem &#8222;jakobischen&#8220; zu harmonisieren, zumeist eher fragwürdig. Ich sehe wenig Notwendigkeit für Harmonisierungen. Auch hatte Paulus wenig Skrupel damit seinen eigenen Brief über die Notwendigkeit der Werke zu schreiben, nämlich den Titusbrief. Ich frage mich, ob wir hier schon irgendwie bibelkritisch vorbelastet sind. In der modernen Bibelwissenschaft ist es üblich die Pastoralbriefe als &#8222;nicht authentisch&#8220; (sprich nicht von Paulus stammend) zu vernachlässigen. Schreibt so ein Autor über sein Verständnis von Paulus&#8216; Theologie, wird er ja den Titusbrief und die Timotheusbriefe kaum oder wenig berücksichtigen. Was entsteht ist also schon eine verzehrte Darstellung des Werkes von Paulus mit einem höheren Drang diesen verzehrten Paulus mit einem (anders verzerrten) Jakobus zu harmonisieren.</p>
<p><b>Hätte Jakobus seinen Brief anders geschrieben, wenn er den Galaterbrief gekannt hätte?</b></p>
<p>Das ist eine ähnliche These wie oben, mit einem leicht anderen Schwerpunkt: Nicht nur Kapitel 2 über die Glaubenswerke, sondern der ganze Jakobusbrief wird damit angegriffen. Schließlich hat Jakobus kaum Bezüge zu Christus (1,1 und 5,11?). Ist der Jakobusbrief somit womöglich eher ein alttestamentliches Werk, entstanden in einem jüdischen Ringen über die Bedeutung des Kreuzes und Verdienstes Christi, eigentlich noch ganz &#8222;unevangelisch&#8220;? Hat Jak. in seinen Empfängern womöglich nur Juden (und fromme Proselyten) im Blick gehabt, da noch vor der Bekehrung von Kornelius verfasst? &#8211;  Und plötzlich produzieren wir ein Werk, das uns unkanonischer erscheint, als das ganze Alte Testament: In irgendeiner Weise unreif und unfertig. Ich sage nicht, dass jemand diese These in dieser Schärfe formuliert, aber doch glaube ich, dass unterschwellig häufig Überlegungen ähnlicher Art unsere Haltung zum Jakobusbrief prägen. Vielleicht war Luther an dieser Stelle einfach ehrlicher mit seinen Skrupeln als wir?- Im Grunde ist dieses Problem eher eine Folge einer Trennung von Neuem und Altem Testament und einer Vernachlässigung von Letzterem. Eine einfache Lösung für dieses Problem wird sich nicht so ohne weiteres finden lassen, als ersten Schritt empfehle ich hier die zahlreichen Verknüpfungen von Neuem zu Altem Testament neu zu entdecken.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es lohnt sich, den Jakobusbrief neu zu entdecken:<em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Redet so und handelt so als Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. </span><span lang="de">Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. </span><span lang="de">Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?&#8220; (Jak 2,12-14)</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Stories with Intent</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2021 16:42:33 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Klyne R. Snodgrass]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gegriffen habe ich zu diesem Buch, weil mir auffiel, wie häufig Jonathan Edwards über Gleichnisse predigte und ich mich hier zunächst selber damit auseinandersetzen wollte. Das Buch ist Teil meiner Logos Bibliothek und so ist mir womöglich nicht gleich aufgefallen, was für ein dicker Wälzer&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/stories-with-intent/14265">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51SUSfYB0JL._SX329_BO1,204,203,200_.jpg" width="238" height="358" />Gegriffen habe ich zu diesem Buch, weil mir auffiel, wie häufig Jonathan Edwards über Gleichnisse predigte und ich mich hier zunächst selber damit auseinandersetzen wollte. Das Buch ist Teil meiner Logos Bibliothek und so ist mir womöglich nicht gleich aufgefallen, was für ein dicker Wälzer das ist. Das ist aber bereits mein erstes Lob für dieses Werk: Es ist wirklich <em>comprehensive</em>, also verständlich und leicht zu lesen. Bereits nach wenigen Tagen habe ich einen Großteil des Einleitungskapitels durchgelesen sowie die Besprechung mehrerer Gleichnisse.</p>
<p>Das Buch besteht aus vier Teilen: In der Einführung bespricht der Autor die Auslegungsgeschichte der Gleichnisse, die von zwei Extremen geprägt ist Einerseits ein rigoroses Allegorisieren aller einzelnen Elemente in einem Gleichnis. Berühmt dürfte hier Augustinus Auslegung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter sein: Jericho (= Mond) steht für unsere Sterblichkeit und Jerusalem ist die himmlische Stadt. Der Überfallene ist Adam und die Räuber sind der Satan und seine Dämonen. Der gute Samariter ist Christus und der Wirt Apostel Paulus. (Übrigens: Snodgrass weist darauf hin, dass das Allegorisieren der Kirchenväter im Rahmen der damals üblichen vierfachen Auslegung stattfand und nicht als Grundlage für dogmatische Positionen). Auf der anderen Seite steht der Rationalismus, der sich weigerte, Allegorie in der Bibel per se anzuerkennen. Ein Überrest dieser Position ist noch in der Meinung zu finden, in jedem Gleichnis gibt es nur einen Hauptgedanken! Das führt oft dazu, dass man ein komplexeres Fazit übersieht. In diesem Kapitel geht der Autor der Frage nach was eine Allegorie ist, bespricht Herangehensweisen an Allegorien, aber auch die Rezeption der Gleichnisse in der historisch-kritischen Methode.<span id="more-14265"></span></p>
<p>Im zweiten Teil untersucht Snodgrass Gleichnisse in der Antiken Welt generell, ob nun im Alten Testament, aber auch in den früh-jüdischen und griechisch-römischen Schriften.</p>
<p>Im dritten Teil bespricht der Autor die Gleichnisse, die er interessanterweise nicht nach Parabeltyp (Aphoristisch, Vergleich, Erzählparabel, &#8222;Wie viel mehr&#8220;)sondern thematisch sortiert, also z.B. &#8222;Gnade und Verantwortung&#8220;, &#8222;Gleichnisse über das Verloren Sein&#8220;, über Geld, Jüngerschaft, Israel und natürlich über das gegenwärtige Reich Gottes.</p>
<p>Jede Parabel wird zunächst mit Fragen an den Lesern besprochen! Dann folgen Literaturhinweise (einschließlich Parallelstellen). Anschließend werden die textlichen Eigenschaften ausführlich besprochen und kulturelle Informationen gegeben.</p>
<p>Erst dann geht der Autor zur Erklärung des Gleichnisses über in der er exakt die Fragen beantwortet, die er zu Beginn der Besprechung dem Leser gestellt hat. In dieser Besprechung untersucht er auch die unterschiedlichen Auslegungsansätze, die in der Christenheit verbreitet sind oder waren (Einigen Lesern dürfte z.B. bekannt sein, dass man im Gleichnis vom Senfkorn eine Anspielung den Baum aus Hes. 17,22-23 sieht oder dass man den Sauerteig generell negativ interpretieren möchte). Schließlich bespricht der Autor die Adaption und die Anwendung des Gleichnisses für heutige Zuhörer. Ein letztes Kapitel verweist auf Literaturhinweise zu jedem einzelnen Gleichnis. Auf diese Weise habe ich weiteres Material meiner Logos Bibliothek entdecken können.</p>
<p>Da der Autor diese Struktur konsequent durchzieht, eignet sich das Buch in Besonderer Weise als Handbuch für jeden, der z.B. über Gleichnisse predigen möchte. Um mit dem Gleichnis von den zwei Schuldnern(Luk. 7,41-43), ein näheres Beispiel zu wählen: Der Autor machte mich auf viele Details aufmerksam, die ich übersehen habe: Z.B. dass eine Frau um mit ihren Haaren etwas abtrocknen zu können, ihren Schleier ausziehen musste, was ja bereits als Schande, ja eine beschämende Situation galt. Auch die Reaktion Jesu, der Menschen nicht in Kategorien, sondern als echte Personen sieht und versteht, arbeitet der Autor gut heraus. Eigentlich habe ich immer wieder den Eindruck gehabt: Über dieses Gleichnis müsste ich predigen.</p>
<p>Ein interessanter Anhang schließt das Buch ab, in dem der Autor die verwendeten griechischen bzw. hebräischen Begriffe παραβολή (parabolē) bzw. מָשָׁל (māšāl) in der Bibel bespricht. Genau an dieser Stelle würde ich ein Stückchen weit Kritik ansetzen wollen. Snodgrass bespricht &#8222;nur&#8220; das, was man als klassisches Gleichnis kennt. Er geht z.B. nicht darauf ein, was sowohl Markus, wie Matthäus mit einem Gleichnis verbinden: &#8222;Was in den Menschen geht, kann den Menschen nicht verunreinigen&#8220;. Oder was ist eigentlich mit dem neuen Wein in alten Schläuchen oder dem blinden Blindenleiter? Einerseits ist mir klar, dass die Einbeziehung aller Sprichwörter Jesu den Rahmen des Buches sprengen würde, andererseits hätte ich persönlich angewandte Sprichwörter in einem größeren Dialog-Kontext, bei dem selbst die Jünger eine Erklärung abfragen, ebenfalls zur Kategorie der Gleichnisse gezählt.</p>
<p>Dieses kleine Manko tut aber der hohen Qualität dieses Werkes kaum einen Schaden, das mit seinen umfangreichen 912 Seiten zu einem unverzichtbaren Begleiter derer wird, die sich aufs neue mit den Gleichnissen beschäftigen wollen.</p>
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		<title>Logos 9 ist da!</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2020 20:06:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Unverändert aus dem Originalartikel übernommen, mit freundlicher Genehmigung von Jakobs Blog &#8211; Mehr Infos über Logos 9 bekommst du hier. Seit 2015 bin ich begeisterter Logos-Nutzer. Seit gestern ist die mächtigste Bibelsoftware nun in einer neuen Version verfügbar. Alle Neuheiten kann man direkt hier einsehen. Als Beta-Tester&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/logos-9-ist-da/14108">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://jakobhaddick.de/logos-9-ist-erschienen/">Unverändert aus dem Originalartikel übernommen</a>, mit freundlicher Genehmigung von Jakobs Blog &#8211; Mehr Infos über Logos 9 bekommst du<a href="https://de.logos.com/9?utm_source=nimmundlies&amp;utm_medium=partner&amp;utm_campaign=departner"> hier.</a></p>
<p>Seit 2015 bin ich begeisterter Logos-Nutzer. Seit gestern ist die mächtigste Bibelsoftware nun in einer neuen Version verfügbar. Alle Neuheiten kann man <a href="https://de.logos.com/9?utm_source=nimmundlies&amp;utm_medium=partner&amp;utm_campaign=departner">direkt hier</a> einsehen. Als Beta-Tester hatte ich schon in den vergangenen Monaten Zugriff auf Logos 9 und habe mir etliche neue Features bereits angeschaut. Besonders das erweiterte Faktenbuch ist hervorzuheben, mit dem man Themen jetzt noch besser recherchieren kann. Ich freue mich außerdem sehr, dass der Interlinear-Datensatz für die Elberfelder 2006 in Kürze erscheinen wird. Er hat es nicht mehr rechtzeitig zum Release geschafft, wird aber in Kürze nachgeliefert (zumindest zum NT, AT folgt 2021). So wird die wortgetreuste deutsche Übersetzung noch nützlicher, besonders als Ausgangspunkt für Wortstudien. Überhaupt gibt es zahlreiche neue deutsche Ressourcen. Hinzugekommen ist außerdem der Predigtkalender. Der Predigteditor und auch der Notizeditor wurden verbessert. Insgesamt ist vieles übersichtlicher und schöner geworden. Wer einen Einblick in die Features von Logos 9 bekommen möchte, <a href="https://www.logos.com/features?utm_source=nimmundlies&amp;utm_medium=partner&amp;utm_campaign=departner">schaut am besten hier vorbei</a>. Links oben kann man auch nach neuen und verbesserten Features in Logos 9 filtern.</p>
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<p>Ja, Logos ist nicht gerade billig, aber für ernsthafte Bibelstudenten eine hervorragende Investition. Schon mit dem <a href="https://de.logos.com/einsteiger?utm_source=nimmundlies&amp;utm_medium=partner&amp;utm_campaign=departner">Einsteigerpaket</a> kommt man recht weit. Ein guter Zeitpunkt, einzusteigen!</p>
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		<title>Walfisch, Rizinus und Niniveh</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2020 19:24:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Material gebohrt. Eine kurze Auflistung: &#8222;The Prodigal Prophet&#8220; von Tim Keller, habe ich als Hörbuch bei Audible angehört. Keller hat nach eigener Aussage drei mal über das Buch Jona gepredigt und verfasste das&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/walfisch-rizinus-und-niniveh/14075">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine Andacht über das Gebets Jonas, habe ich mich durch etwas Material gebohrt. Eine kurze Auflistung:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/4176us6R-eL.jpg" alt="The Prodigal Prophet: Jonah and the Mystery of God's Mercy" width="206" height="206" /><a href="https://www.amazon.de/Prodigal-Prophet-Jonah-Mystery-Mercy/dp/B07GVQT4XR/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+prodigal+prophet&amp;qid=1599937194&amp;sr=8-2">&#8222;The Prodigal Prophet&#8220;</a> von Tim Keller, habe ich als Hörbuch bei Audible angehört. Keller hat nach eigener Aussage drei mal über das Buch Jona gepredigt und verfasste das Buch auf Wunsch seiner Frau. Vorteil des Werkes: Ausführlicher Anhang, in dem Jona thematisch, biblisch theologisch betrachtet wird. Nachteil: Ich denke Keller zieht am Schluß doch zu schnell Sprünge zu unserer Zeit. Dies kann aber auch am Fehlen der Fußnoten in der Hörbuchfassung liegen. Hier bezieht Keller zahlreiche weitergehende Kommentare mit ein.</p>
<p>Übrigens: Im Predigt Podcast von Keller findet sich auch eine Predigt über Jona aus den 90ern Jahren. Zusätzlich zum &#8222;Prodigal Prophet&#8220;, kann man so auch eine Entwicklung des Themas bei Keller betrachten. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Uj8j03TadOg">Eine aktuellere Predigt findet sich in youtube.</a></p>
<p>Wenn wir schon bei Predigten sind. Der Vierteiler von Dick Lucas über Jonah schien mir den größten Tiefgang zu besitzen. Lucas bleibt wirklich hartnäckig dabei, den Konflikt Jonas und Gottes Handeln mit diesem ungehorsamen Propheten zu verfolgen. <a href="https://www.monergism.com/topics/sermon-manuscripts-mp3s-scripture/jonah/audio-multimedia/mp3s-chapter-jonah">Die Links zu den vier Teilen finden sich hier bei monergism.</a><span id="more-14075"></span></p>
<p>Eher praktischer und sehr konservativ ist der Vierteiler von <a href="https://www.jvfesko.com/jonah">J.V. Fesko, denn man hier anhören kann.</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41+MEVpR-LL._SX318_BO1,204,203,200_.jpg" width="195" height="304" />In der von D. Carson herausgegebenen Reihe  &#8222;New Studies in Biblical Theology&#8220; findet sich ein spannendes Buch: <a href="https://www.amazon.de/Gracious-Compassionate-God-Salvation-Spirituality/dp/184474499X/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=A+Gracious+and+Compassionate+God%3A+Mission%2C+Salvation+and+Spirituality+in+the+Book+of+Jonah&amp;qid=1599937873&amp;sr=8-1">A Gracious and Compassionage God.</a> Ich muss sagen, dass ich es als etwas weitschweifig empfand, aber den Versuch jedes einzelne Kapitel Jonas biblisch theologisch zu betrachten, als gelungen empfinde. Eine Stärke dieses Buches sind zahlreiche assyrische Quellen, die herangezogen werden. Das Buch ist hilfreich um die Komplexität Jonas zu verstehen, die wahrscheinlich aufgrund des Klischees als typische &#8222;Kinderstundengeschichte&#8220; gerne nur oberflächlcih betrachtet wird.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/417mJ82RZcL._SX326_BO1,204,203,200_.jpg" width="199" height="303" />Ein Schmuckstück meiner Logos-Bibliothek dürfte der Jona Kommentar von niemand Geringerem als T. Desmond Alexander sein. <a href="https://www.amazon.de/Obadiah-Jonah-Micah-Introduction-Commentaries/dp/1844743608/ref=sr_1_8?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=obadiah%2C+jonah+and+micah&amp;qid=1599938153&amp;sr=8-8">Der Kommentar zeichnet sich durch zahlreiche Exkurse aus, z.B. darüber, wie Jesus seinen Dienst als Parallele zu Jonas Dienst verstand.</a> Dieses Buch ist Teil der TOTC-Kommentar Reihe. Fünf von Fünf Punkten für dieses Buch.</p>
<p>Stichwort: Kommentare. Es ist auch spannend den patristischen Kommentar über Jonah von Hieronymus, dem Übersetzter der Vulgata zu lesen. <a href="https://sites.google.com/site/aquinasstudybible/home/jonah/st-jerome-on-jonah/chapter-1/chapter-2">Diesen findet man in der englischen Übersetzung hier.</a>  Hieronymus fährt eine hart christologische Linie, spannend ist aber seine Verteidigung des biblischen Supernaturalismus (Vgl. seinen Kommentar zu 2,2)</p>
<p>Alles Englisch? Ja, sorry. Ein guter Einstieg über Jona auf Deutsch findet sich in den <a href="https://podcasts.apple.com/gb/podcast/vogelfl%C3%BCge-durch-die-b%C3%BCcher-der-bibel/id1520168740">berüchtigten Vogelflügen von Hanniel Strebel.</a></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/3115ZxPvDHL._SX313_BO1,204,203,200_.jpg" width="200" height="317" />Was steht noch aus? Ich freue mich noch auf den Kommentar von Bryan D. Estelle: <a href="https://www.amazon.de/Salvation-Through-Judgment-Mercy-According/dp/087552656X/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+gospel+according+to+jonah&amp;qid=1599938497&amp;sr=8-3">&#8222;Salvation through Judgment and Mercy&#8220;.</a> Bisher habe ich in der &#8222;The gospel accordingt to the old Testament&#8220;-Reihe immer überraschende Neuentdeckungen gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Standardwerk zur Heiligen Dreieinigkeit Gottes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 14:28:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Dreieinigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Standardwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich glaube in der letzten Zeit hat mich kaum ein Thema mehr beschäftigt als die Dreieinigkeit. Es gab hier so viel Unklarheit, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen konnte. Einige Beispiele. Im Grunde genommen wäre das Modell das ich aus der&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/standardwerk-zur-heiligen-dreieinigkeit-gottes/14019">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/standardwerk-zur-heiligen-dreieinigkeit-gottes/14019">Standardwerk zur Heiligen Dreieinigkeit Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41X97rpOSDL.jpg" alt="The Holy Trinity: In Scripture, History, Theology, and Worship (English Edition) von [Robert Letham]" width="260" height="390" />Ich glaube in der letzten Zeit hat mich kaum ein Thema mehr beschäftigt als die Dreieinigkeit. Es gab hier so viel Unklarheit, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen konnte. Einige Beispiele. Im Grunde genommen wäre das Modell das ich aus der Dreieinigkeit zeichnen würde in etwa so etwas wie eine &#8222;Zweieinigkeit&#8220; von Vater und Sohn + einem in irgend einer Weise untergeordneten Heiligen Geist. Ehrlich gesagt kenne ich auch kaum einen aus dem konservativen Milieu der nicht in irgend einer Weise die Subordination des Sohnes lehren würde.</p>
<p>Der Sohn weiß ja schließlich nicht, wann das Ende der Zeiten anbrechen soll (Mt. 24,36). So ein Modell endet schließlich im Tritheismus: Die Lehre von drei göttlichen Wesen, die sich zudem im Umfang ihrer Göttlichkeit unterscheiden würden. Ein klarer Verstoß gegen die Einheit Gottes, die an so vielen Stellen der Schrift gelehrt wird. Zudem muss man eingestehen, dass die Dreieinigkeit so gut wie keine Rolle im Evangelikalismus spielt. Man wird zwar im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft, aber das die Dreieinigkeit das typisch christliche Element unserer Gotteslehre ist (z. B. im Vergleich zum Judentum, nicht nur zum Islam) wird in der Anbetung viel zu selten  ausgearbeitet. Mir ist es geradezu peinlich, wie viele Jahre ich die Omas in der Gemeinde, die ihre Gebete mit &#8222;im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes&#8220; beendeten, mit schrägen Blicken anblickte, im Verdacht, es wäre noch ein Restkatholizismus in ihrer Pietät enthalten.<span id="more-14019"></span></p>
<p>Zunehmend musste man eingestehen, wie Analogien in der Erklärung der Dreieinigkeit im besten Fall als kindlich misslungen zu gelten sind. Man denke an das Modell des Wassers: So wie Wasser drei Formen besitzt (Eis, Dampf, Flüssig) und doch immer Wasser bleibt, wäre es auch mit Gott. Doch dieses Model hat mehr Ähnlichkeit mit etwas, das die Kirche als Irrlehre des Modalismus (von Modus, Modi) zur Seite getan hat: Die verschiedenen Personen der Dreieinigkeit sind dann nur &#8222;Modi&#8220; oder Erscheinungformen der einen Person. Die Unterschiede der Personen verschwimmen und verschwinden so. Gleichzeitig wuchs zunehmend die Herausforderung an die Kinder ein biblisches Gottesbild zu vermitteln. Wer ist der Gott, auf dessen Wort wir hören, dem wir folgen, den wir anbeten? Ein zu großes Vermeiden über das Thema Dreieinigkeit nachzudenken, kann ich auch kaum gut heißen. Es klingt zu sehr nach: &#8222;Was redest du da über Gott, ich will einfach wissen wie ich in den Himmel komme&#8220;. Können wir dann als gleichgültige Götzenanbeter die Rechtfertigung aus Gnaden überhaupt beanspruchen? Vielleicht spielt die Dreieinigkeit in unserem Leben deswegen eine solch geringe Rolle, weil wir so wenig Zeit im Gebet verbringen oder unsere Gebete eher dem Vortragen von Wunschlisten ähneln.</p>
<p>Das sind oben nur einige Beispiele dafür, wie dringend eine Neuentdeckung der Dreieinigkeit ist. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Man überlege einmal nur, wie viel Chaos man mit der Frage anrichten kann: &#8222;Kann man auch zum Heiligen Geist beten?&#8220; Oder man nehme eine Systematische Theologie seiner Wahl zur Hand: Dominierendes Thema der Gotteslehre sind die Eigenschaften Gottes. Auch hier kann ich mich an der Nase selbst packen. In dem gelegentlichen Dialog mit Zeugen Jehovas habe ich mich früher immer gefragt, warum ihre Leugnung der Gottheit Christi wirklich das entscheidende Problem ist. Wäre es da nicht besser über die Notwendigkeit der Buße zu sprechen? Man könnte auch biblisch-theologisch danach fragen, ob die Dreieinigkeit nur eine Sache des Neuen Testaments ist. Ist dann die Lücke der Gotteslehre zwischen AT und NT so groß?</p>
<p>Nun kenne ich mein selbstherrliches Weiden an unendlichen Fragen und ich bin froh, dass ein guter Freund mich zum Lesen des Buches von Letham gedrängt hat. Der Untertitel des Buches trügt nicht: Letham geht wirklich die vier Bereiche Schrift, Geschichte, Theologie und Anbetung durch.</p>
<p>Die Betrachtung der Schriftstellen war ein Augenöffner, um triadische Muster zu entdecken, z. B. in den Grüßen des Paulus (einige Beispiele: Röm. 1.1.; 1. Kor. 1,1-3. 2 Kor 1.1-2; Gal 1-5. Vgl. auch 1. Pet.1,1-2). Letham listet zahlreiche Stellen auf, die es sich lohnt genauer anzuschauen (z. B. Röm. 15,30; 1. Kor. 12,4-6; 2. Kor. 13,14; Gal. 4,4-6; Eph. 2,18; Kol. 1,3-8. 2. Thess. 2,13-14 etc&#8230;) Diese Triaden können ein Ausgangspunkt dafür sein, die Dreieinigkeit als gemeinsam und doch zu unterscheiden an der Schöpfung und auch am Heil wirken zu sehen. Letham führt diese Analyse am Beispiel des Epheserbriefes durch, die eine Vorlage für eigene Studien werden kann. Ich glaube wir würden die Ehre in unserem Heil vielmehr bei Gott sehen, wenn wir erkennen würden, dass die ganze Dreieinigkeit an unserem Heil wirkt. Man denke z. B. über Jes. 61,1 nach: Der Messias sagt, dass der Geist des Herrn auf ihm ist. Die Trinitarische Verbindung mit dem Bund Gottes mit seinem Volk wiederum wird an Stellen wie Jes. 49,8 deutlich.</p>
<p>Die Betrachtung in der Geschichte empfand ich vor allem als hilfreich, um Zugang zu den Kirchenvätern zu bekommen. Ich habe das Lesen des Werkes an dieser Stelle regelmäßig unterbrochen um die genannten Quellen zu betrachten. <a href="https://bkv.unifr.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Bibliothek der Kirchenväter</a> war hierbei eine gute und leicht zugängliche Dokumentensammlung. Man kann im Rückblick nur staunen wie Gott sein Volk geführt hat und es immer wieder zur Verteidigung der Gotteslehre genötigt wurde. Dadurch entstanden wundervolle Beschreibungen der Dreieinigkeit, z. B. die alten Bekenntnisse. Die Betrachtung der eher späteren Autoren, wie z. B. Rahner, Moltmann oder auch der orthodoxen Gelehrten wie Bulgakov fiel mir etwas schwer. Ich habe mich gefragt, wie ich hiervon profitieren kann. Aber wahrscheinlich ist genau das bei diesem Thema die falsche Frage: Die Dreieinigkeit ist nicht dafür da um mir zu nützen. Sie besteht unabhängig von ihrer Schöpfung.</p>
<p>Die Betrachtung der kritischen Fragen im letzten Teil des Buches brachte aber wirklich die Auflösung. Während man bei der Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung der Lehre von der Dreieinigkeit immer wieder fast schon irritiert fragte, wie man das biblisch einzuordnen habe, wird dies in den letzten Essays sehr gut deutlich. Es half mir insbesondere bei diesem Thema: Weil man jegliche Subordination in der Dreieinigkeit ablehnt, heißt das nicht, das man nicht Ordnung in der Dreieinigkeit ablehnt. In letzter Zeit wurden Vorwürfe laut, dass alle die, die biblische Komplementarität von Mann und Frau vertreten, dies nur tun, weil sie die Subordination Christi lehren (Vgl. 1. Kor. 11,7). Hier hilft es an der Ordnung in der Dreieinigkeit festzuhalten: Es ist &#8222;nur&#8220; der Sohn der Mensch wurde, &#8222;nur&#8220; der Heilige Geist, der inmitten seiner Gemeinde wohnt.</p>
<p>Das Buch hat mir eine Menge Fragen beantwortet und mich zu einem gottesfürchtigeren Umgang mit der Schrift geführt. Es hilft auch bei Meinungsverschiedenheiten den Kern des Themas im Blick zu behalten. Warum z. B. diskutieren wir viel mehr über den Kreationismus als über die Dreieinigkeit? Bei all dem Umfang des Werkes bleibt es aber dennoch nur eine Einführung in das Thema. Ich habe zusätzlich von den Essays in<a href="https://www.amazon.de/Essential-Trinity-Testament-Foundations-Practical/dp/1783592869"> Essential Trinity</a> von Crowe udn Trueman profitiert. Ein besonderer Geheimtipp, auf den ich durch Letham aufmerksam wurde, darf dabei auch die Darstellung der Dreieinigkeit in Calvins Institutio sein. Eine sehr gelungene biblische Einführung in das Thema Dreieinigkeit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/standardwerk-zur-heiligen-dreieinigkeit-gottes/14019">Standardwerk zur Heiligen Dreieinigkeit Gottes</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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