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	<title>Bibeln Archive - NIMM und LIES</title>
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	<title>Bibeln Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Biblische Schönheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 10:47:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe/Familie/Erziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie oft erlebe ich, dass kleine Details des biblischen Berichts die Schönheit der biblischen Struktur und Erzählweise unterstreichen. Immer wieder frage ich mich, wie ich die vielen Schönheiten der biblischen Erzählweise übersehen konnte. So ist mir gerade die komplementäre Sicht auf das Gegenüber aufgefallen, mit&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/biblische-schoenheit/18932">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie oft erlebe ich, dass kleine Details des biblischen Berichts die Schönheit der biblischen Struktur und Erzählweise unterstreichen. Immer wieder frage ich mich, wie ich die vielen Schönheiten der biblischen Erzählweise übersehen konnte. So ist mir gerade die komplementäre Sicht auf das Gegenüber aufgefallen, mit der der Geliebte oder die Geliebte im Buch Hohelied beschrieben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Freundin erblickt Ihren Geliebten von<strong> oben nach unten</strong>. Sie sieht erst seine Haare, dann die  Augen, Wangen und Lippen seines Kopfes. anschließend gleitet ihr Blick über die Hände, den Leib auf die Beine um dann seine Gesamterscheinung wahrzunehmen.</p>



<span id="more-18932"></span>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-683x1024.png" alt="" class="wp-image-18935 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-683x1024.png 683w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-200x300.png 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1-768x1152.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_35-1.png 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"><strong>Hohelied 5,10–15 </strong><br>10&nbsp;Mein Geliebter ist weiß und rot, ausgezeichnet vor Zehntausenden.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"> 11&nbsp;Sein Haupt ist gediegenes, feines Gold, seine Locken sind herabwallend, schwarz wie der Rabe; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">12&nbsp;seine Augen wie Tauben an Wasserbächen, badend in Milch, eingefasste Steine; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">13&nbsp;seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen; seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">14&nbsp;seine Hände goldene Rollen, mit Topasen besetzt; sein Leib ein Kunstwerk aus Elfenbein, bedeckt mit Saphiren; </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">15&nbsp;seine Schenkel Säulen aus weißem Marmor, gegründet auf Untersätze aus feinem Gold; seine Gestalt wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern;</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Freund wiederum sieht seine Geliebte von <strong>unten nach oben.</strong> Er sieht die Schönheit Ihrer Fußtritte. Blickt auf Hüften, den Nabel, den Leib, die Brüste, den Hals. Zuletzt blickt er ins Gesicht und sieht Augen, Nase, Haare.</p>



<div class="wp-block-media-text has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile"><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Hohelied 7,2–7<br>2&nbsp;Wie schön sind deine Tritte in den Schuhen, Fürstentochter! Die Biegungen deiner Hüften sind wie ein Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand.</p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph"> 3&nbsp;Dein Nabel ist eine runde Schale, in der der Mischwein nicht mangelt; dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">4&nbsp;Deine beiden Brüste sind wie ein Zwillingspaar junger Gazellen. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">5&nbsp;Dein Hals ist wie ein Turm aus Elfenbein; deine Augen wie die Teiche zu Hesbon am Tor der volkreichen Stadt; deine Nase wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hinschaut. </p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">6&nbsp;Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabwallende Haar deines Hauptes wie Purpur: Ein König ist gefesselt durch deine Locken!<br></p>



<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">7&nbsp;Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe, unter den Wonnen! </p>
</div><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="683" height="1024" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-683x1024.png" alt="" class="wp-image-18936 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-683x1024.png 683w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-200x300.png 200w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2-768x1152.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/ChatGPT-Image-8.-Sept.-2026-11_45_36-2.png 1024w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Betrachter beenden Ihre Betrachtung übrigens am &#8222;Gaumen&#8220; (Hld. 5,16 7,10), was wie die Elberfelder Bibel (CSV)  in einer Fußnote wiedergibt, weniger einen Kuss im Blick hat als, die übermittelten Worte. Die Sehnsucht nach dem Gaumen meint vor allem das gemeinsame zueinander Sprechen &#8211; das Hören der Stimme des anderen(Vgl. auch Ps. 119,103). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Hohelied ist ein emotional triefendes Liebeslied. Selbst die verwendete Sprache ist schön um über Schönheit zu sprechen. Die Unbefangenheit, mit der über den Körper gesprochen wird, ist dabei überraschend.  Die Schönheit des Leibes wird nicht als etwas Ungeistliches behandelt. Gleichzeitig geschieht dies in poetischer, persönlicher Sprache – nicht als anonyme Betrachtung, sondern innerhalb einer gegenseitigen Liebesbeziehung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen und viele weitere wertvolle Hinweise zur Schönheit biblischer Texte in der Darstellung des Menschen habe ich dem Buch <a href="https://www.amazon.de/Anthropologie-Alten-Testaments-Bernd-Janowski/dp/3579080962">&#8222;Antropologie des Alten Testaments&#8220;</a> von Hans Walter Wolff entnohmen. </p>
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		<title>Was ich mir für unsere Gottesdienste und Versammlungen wünsche!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Feb 2026 20:13:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Gottesdienste]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Schwerpunkt-Thema für NIMM-LIES soll dieses Jahr die Bibel sein! 2020 gab Thomas Schirrmacher ein Interview mit dem Pro-Medien-Magazin, in dem er mangelnde Bibelkenntnis als größte Bedrohung für das Christentum ausmachte. Er sagt: „Die größte Bedrohung ist, dass die Bibelkenntnis abnimmt. Es geht dabei (…)&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/was-ich-mir-fuer-unsere-gottesdienste-und-versammlungen-wuensche/18341">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Schwerpunkt-Thema für <strong>NIMM-LIES</strong> soll dieses Jahr die Bibel sein! 2020 gab Thomas Schirrmacher ein <a href="https://www.pro-medienmagazin.de/mangelnde-bibelkenntnis-bedroht-christenheit/">Interview mit dem <em>Pro-Medien-Magazin</em>,</a> in dem er mangelnde Bibelkenntnis als größte Bedrohung für das Christentum ausmachte. Er sagt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die größte Bedrohung ist, dass die Bibelkenntnis abnimmt. Es geht dabei (…) um das Bibelwissen als Grundlage der zentralen Wahrheiten des Christentums.“</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schirrmacher hat völlig recht. Ständig bewegen die Christenheit – ob nun konservativ oder liberal – andere Themen. Heute mag es das Thema geistlicher Missbrauch sein. Viel wird darüber gesprochen. Kürzlich las ich einen Blog, der sich vor allem daran abarbeitet, dass der Hebräerbrief für sich genommen bereits als geistlicher Missbrauch verstanden werden müsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selten war es wohl so unpopulär, die Bibel zu kennen, obwohl es gleichzeitig noch nie so einfach war, sich Bibelkenntnisse anzueignen. Deswegen möchte ich mich für <strong>NIMM-LIES</strong> in diesem Jahr verstärkt mit dem „Buch der Bücher“ beschäftigen. Wenn ich nur einen unserer Leser dazu bringen kann, mehr in der Bibel zu lesen, habe ich einen großen Sieg errungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Heute möchte ich darauf blicken, welchen Wert die Bibel in unseren Versammlungen und Gottesdiensten besitzt.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gäbe eine sehr einfache Möglichkeit, dem Wort Gottes in unseren Gottesdiensten mehr Priorität zu verleihen: Das Wort Gottes würde bereits dadurch in der Gemeinde geehrt werden, wenn man es im Gottesdienst öffentlich vorlesen würde. Ich habe das z. B. im Metropolitan Tabernacle in London erlebt. In jedem Gottesdienst wird dort jeweils ein Kapitel aus einem der Evangelien vorgelesen. In manchen Gemeinden erheben sich die Zuhörer sogar zum Hören des Wortes, weil man ihm diese Autorität zusprechen möchte. Das ist eindrücklich.</p>



<span id="more-18341"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ich werde niemals vergessen, wie ich eine katholische Kirche in München besichtigte, während dort gerade Gottesdienst gefeiert wurde. Mit der liturgischen Form katholischer Gottesdienste kann ich persönlich wenig anfangen. Dennoch werde ich – obwohl dieser Besuch Jahrzehnte zurückliegt – niemals vergessen, mit welcher Ehrfurcht in diesem Haus die Bibel vollständig vorgelesen wurde, und zwar das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden. An die Predigt kann ich mich nicht mehr erinnern; aber das Wort, das ich damals hörte, klingt mir bis heute nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muss ich als Evangelikaler wirklich ausgerechnet die katholische Kirche im Umgang mit der Bibel als Vorbild nennen? Bedeutet evangelikal nicht gerade, dass man mit der Bibel in der Hand miteinander argumentiert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ließe sich leicht nachweisen, dass es apostolisches Gebot ist, die Bibel öffentlich vorzulesen. Das erwartete Paulus von den Thessalonichern und den Kolossern (Kolosser 4,16; 1. Thessalonicher 5,27).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Auftrag an Timotheus weist in diese Richtung. Er war eine Art Aufseher über Älteste, und Paulus schreibt ihm:<br><em>„Widme dich dem Vorlesen, dem Ermahnen, dem Lehren.“ (1. Timotheus 4,13)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder haben wir vergessen, welche Wirkung das Vorlesen des Gesetzes auf das Volk hatte? (Nehemia 8,1–8). Mir ist erst beim Schreiben dieses Artikels bewusst geworden, dass Offenbarung 1,3 offensichtlich zu einem öffentlichen Lesen einlädt: Es gibt einen Leser und um ihn herum die Hörenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Jesus predigte (Lukas 4,16–21), nahm er sich Zeit für eine längere Lesung aus der Jesajarolle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Synagoge kannte – und kennt bis heute – die Zentralität des Vorlesens aus der Thora. Selbst ein so bekannter Rabbi wie Paulus wurde erst „nac<em>h der Lesung des Gesetzes und der Propheten“</em> gefragt, ob er etwas zu sagen habe (Apostelgeschichte 13,15).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das öffentliche Lesen war immer zentral für den Gottesdienst, weil eine private Bibel lange Zeit ein großer Luxus war – und es für viele Christen weltweit bis heute ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft wird eingewendet, dass öffentliche Schriftlesungen nicht mehr nötig seien, da ja jeder eine eigene Bibel besitze. Doch können wir wirklich davon ausgehen, dass alle Besucher unserer Gottesdienste regelmäßig selbst in der Bibel lesen? Ich habe daran erhebliche Zweifel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sehen, dass das öffentliche Lesen übliche Praxis des Volkes Gottes war: als direkte biblische Anweisung, als alttestamentliches Vorbild, in Übereinstimmung mit der Praxis Jesu und als Beitrag zur Ordnung und Zugänglichkeit des Gottesdienstes. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz all dieser Gründe verzichten viele Gemeinden heute auf eine öffentliche Schriftlesung. Das ist zutiefst zu beklagen.</p>
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		<title>Bibel-Chronik von Karl-Heinz Vanheiden.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 11:20:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibel-Chronik]]></category>
		<category><![CDATA[bibel.heute]]></category>
		<category><![CDATA[Chronik der Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[historischer Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz Vanheiden]]></category>
		<category><![CDATA[NEÜ]]></category>
		<category><![CDATA[Vanheiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bibel-Chronik &#8211; Die Bibel im historischen Kontext von Karl-Heinz Vanheiden. Gebunden, 840 Seiten, in zweiter Auflage 2021 bei CV-Dillenburg und Verlag Mitternachtsruf erschienen. Eine Leseprobe findet sich hier. Der Autor ist vor allem durch die Arbeit an der NeÜ bekannt. Viele kenenn die NeÜ- Neue&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">Weiterlesen</a></p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="600" height="600" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000.jpg" alt="" class="wp-image-17944" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000.jpg 600w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.cb-buchshop.de/271775/bibel-chronik.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bibel-Chronik &#8211; Die Bibel im historischen Kontext</a> von <a href="https://www.derbibelvertrauen.de/der-autor/vita-und-gebet.html">Karl-Heinz Vanheiden.</a> Gebunden, 840 Seiten, in zweiter Auflage 2021 bei CV-Dillenburg und Verlag Mitternachtsruf erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Leseprobe findet sich <a href="https://www.scm-shop.de/media/import/mediafiles/PDF/271775000_Leseprobe.pdf">hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor ist vor allem durch die Arbeit an der <a href="https://neue.derbibelvertrauen.de/">NeÜ </a>bekannt.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Viele kenenn die NeÜ- Neue evangelistische Übertragung, oder <em>NeÜ bibel.heute</em> wie sie &#8222;heute&#8220; genannt wird, an der K.-H. Vanheiden schon seit Jahrzehnten arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vanheiden wagt mit seiner Übersetzung einen interessanten Spagat aus möglichst &#8222;sinngemäßer&#8220; und nicht wörtlicher Übertragung der Bibel bei gleichzeitiger Präzision der historischen Angaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So übersetzt Vanheiden 2. Mose 12,18-20 auf folgende Weise:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Vom Abend des 14. bis zum Abend des 21. April* müsst ihr ungesäuerte Brotfladen essen.&nbsp;<strong>19</strong>&nbsp;Sieben Tage lang darf kein Sauerteig in euren Häusern zu finden sein. Denn jeder, der etwas mit Sauerteig isst, muss sterben und so aus der Gemeinschaft Israels beseitigt werden. Das gilt für den Einheimischen genauso wie für den Fremden.&nbsp;<strong>20</strong>&nbsp;In dieser Zeit dürft ihr nichts essen, was mit Sauerteig zubereitet ist. Das gilt für alle eure Wohnsitze.“ </p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gewissenhaft gibt er in den Fußnoten den wörtlichen Text und erläutert auch, warum er sich für die Übertragung der Zeitangaben entschied. Sie helfen einem, einen besseren Überblick über Zeitpunkte, Dauer und im späteren Verlauf der israelischen Geschichte zeitnah oder gleichzeitig stattfindende Ereignisse zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Textbeispiel habe ich aus Matthäus 13,53 gewählt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Gleichnisreden zog Jesus weiter.&nbsp;<strong>54</strong>&nbsp;Er kam in seinen Heimatort und ging in die Synagoge und lehrte. Erstaunt fragten seine Zuhörer: „Wo hat der denn diese Weisheit her? Und woher hat er die Kraft, solche Wunder zu tun?&nbsp;<strong>55</strong>&nbsp;Ist das denn nicht der Sohn des Baumeisters*? Ist nicht Maria seine Mutter, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?&nbsp;<strong>56</strong>&nbsp;Und seine Schwestern leben doch auch bei uns! Wo hat der das alles nur her?“&nbsp;<strong>57</strong>&nbsp;Sie ärgerten sich über ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: „Überall wird ein Prophet geehrt, nur nicht in seinem Heimatort und in seiner Familie.“&nbsp;<strong>58</strong>&nbsp;Wegen ihres Unglaubens tat er dort nicht viele Wunder.</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">13,55:&nbsp;<em>Baumeister.</em>&nbsp;Andere übersetzten&nbsp;<em>Zimmermann</em>. Aber solch einen Holzfacharbeiter gab es damals noch nicht. Man verrichtete alle anfallenden Arbeiten auf einem Bau.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden Beispiele sollten in ausreichender Weise den Klang der <em>NEÜ bibel.heute </em>wiedergeben, die übrigens <a href="https://neue.derbibelvertrauen.de/">online vollständig und kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was hat die <em>NeÜ bibel.heute</em> mit der Bibel-Chronik zu tun? Einiges:</p>



<span id="more-17943"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen wäre da das Bemühen des Autors, die Zuverlässigkeit der Bibel bei den chronologischen Angaben zu unterstreichen. Diese Hochachtung vor dem biblischen Text muss dem Autor unbedingt zu Gute gehalten werden und mit diesem Buch ist eine Handreichung für jeden zu finden, der anfängt ernsthaft seine Bibel zu studieren. Warum z.B. kommt man wenn man die Jahre von der Reichsteilung bis zum Regierungsantritts Jorams zählt im Südreich auf eine Gesamtdauer von 79 Regierungsjahren im Nordreich aber auf eine Zeit von 86 Jahren? Hier findet sich eine ganz einfache Erklärung, nämlich darin, dass immer das Jahr des Regierungsantritts, wie das des Todes immer voll gezählt wurde. Regierte jemand von Nov. 1555 bis März 1556 könnte hier durchaus die Angabe und er &#8222;regierte 2 Jahre&#8220; rauskommen, wobei solch kurze Regierungszeiten auch in der Bibel häufig mit Monaten wiedergegeben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Schöpfung bis zum Jahr 380 n.Chr folgt nun eine Chronologie der Bibel, die bei schwierigen Zusammenhängen erklärende Fußnoten und hilfreiche Literaturverweise enthält und mit &#8222;Nachrichten&#8220; nennenswerte historische Ereignisse auflistet, die keinen direkten Bezug auf biblische Begebenheiten enthalten &#8211; So war es interessant zu erfahren, das Jonas Predigten in die Zeit der ersten olympischen Spiele fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt wird das Buch über historische Ereignisse zwischen den Evangelien, eine detaillierte Aufzeichnung der Zerstörung Jerusalems und der Entwicklung der frühen Christenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beste am Buch, und hier kommt die NeÜ bibel.heute voll zu Geltung ist die Evangelienharmonie die auch den vollständigen Text der vier Evangelien, so wie ihn die bibel.heute wiedergibt, enthält. Ich war eh auf der Suche nach einer verständlichen und leicht zugänglichen Harmonie für die Arbeit mit Teenagern und bin sehr froh, diese ausgerechnet in diesem Buch gefunden zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Kombination kann das Buch ein wertvoller Begleiter für ein persönliches Bibelstudium werden. Meines Erachtens kann man die Bibel-Chronik von Vanheiden sehr gut mit der <a href="https://amzn.to/3U1jDJB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Geschichte Israels&#8220; von Eugene Merrill</a> erweitern.</p>
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		<title>Halbzeitanalyse(b): der Stundist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jul 2025 14:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube]]></category>
		<category><![CDATA[Laien-Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Artikelserie „Halbzeitanalyse&#8220; berichte ich über Blicke in die Vergangenheit wie in die Zukunft von der Mitte des Lebens her. Dabei möchte ich Fehlentwicklungen genauso zugeben, wie Gute Wege weiterhin beschreiten. Bisher erschienen sind: Eine besondere Stärke der Evangeliums-Christen ist die konsequente Auslebung des&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/halbzeitanalyseb-der-stundist/17914">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-block-paragraph">In der Artikelserie „Halbzeitanalyse&#8220; berichte ich über Blicke in die Vergangenheit wie in die Zukunft von der Mitte des Lebens her. Dabei möchte ich Fehlentwicklungen genauso zugeben, wie Gute Wege weiterhin beschreiten. Bisher erschienen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.glaubend.de/halbzeitanalysei-keep-the-fire-burning/">Keep the Fire Burning – Wie das Feuer für Christus weiter brennen kann.</a></li>



<li><a href="https://www.nimm-lies.de/halbzeitanalysea-gewohntes-lesen/16894">Gewohntes Lesen</a></li>



<li><a href="https://www.glaubend.de/halbzeitanalyseii-vom-nehmen-zum-geben/">Vom Nehmen zum Geben.</a></li>



<li><a href="https://www.glaubend.de/halbzeitanalyseiii-der-hochzeitstag/">Der Hochzeitstag</a></li>
</ul>



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<p class="wp-block-paragraph">Eine besondere Stärke der Evangeliums-Christen ist die konsequente Auslebung des allgemeinen Priestertums. In diesem Artikel möchte ich von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Seit ich 17 Jahre alt bin, habe ich regelmäßig am Predigtdienst meiner Gemeinde teilgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da einige meiner Leser selbst im Laien-Predigtdienst stehen, könnten die folgenden Notizen für den einen oder anderen hilfreich sein. Der Artikel ist recht umfangreich geworden; ich habe ihn daher in Kapitel gegliedert, die – soweit ich es einschätzen kann – nach Belieben übersprungen werden können. Das erste und das letzte Kapitel zu lesen, dürfte allerdings hilfreich sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bist du selbst Prediger?</strong> Dann freue ich mich über einen persönlichen Erfahrungsbericht – gerne auch als Kommentar.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Lieber Prediger als König</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Spurgeon sagte einmal: Wer die Wahl hat, König oder Prediger zu werden, und sich für das Königtum entscheidet, hat schlechter gewählt. Das trifft meinen Blick auf die Aufgabe der Predigt ganz gut. Ich selbst spreche meist lieber von einer „Andacht“, um anzuerkennen, dass die Predigt von Gemeindeleitern – Ältesten oder Pastoren – ein besonderes Gewicht und eine besondere Autorität hat. Etwas mehr zu dieser Unterscheidung findet sich [<a href="https://nimm-lies.de/ueber-das-halten-von-viertelstunden-andachten/16332">hier</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unabhängig davon kann ich mir kaum eine größere Ehre vorstellen, als diesen Dienst tun zu dürfen. Gleichzeitig kenne ich kaum eine Aufgabe, vor der ich mehr Ehrfurcht habe &#8211; <em>„Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.“ </em>(Psalm 22,23)</p>



<span id="more-17914"></span>



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<h3 class="wp-block-heading">Eine große Anfechtung</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Predigtdienst ist zugleich mit schweren Anfechtungen verbunden. In den letzten Jahren gab es kaum einen Moment, in dem ich mir nicht gewünscht hätte, nie wieder predigen zu müssen. Es geht um Wahrheit – und bei jeder Vorbereitung frage ich mich: Ist dieser Satz wahr? Ist er angemessen? Häufig scheint mir, als würde ich entweder zu kompromissbereit oder zu direkt sprechen. Die Balance zwischen Wahrheit und Liebe auszutarieren, ist für mich eine kaum zu ertragende Herausforderung – und sie wird mit der Zeit nicht kleiner. Oft spüre ich diese Last sogar körperlich.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die ungewöhnlichsten Erfahrungen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich anfing, war alles einfacher. Ich begann in einem kleinen Hauskreis, der zwar im Gemeindehaus stattfand, aber nur etwa 12 Personen zählte. Schon kurz nach meiner Taufe durfte ich dort das Wort weitergeben – zunächst im 14-tägigen, später im wöchentlichen Rhythmus. Bald diente ich auch in der Muttergemeinde, später kamen Jugend- und Gebetsstunden hinzu. In manchen Monaten hielt ich bis zu 10–12 Beiträge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war eine intensive Zeit – ich verbrachte viel Zeit im Wort Gottes und nutzte alles, was ich an Material finden konnte. Rückblickend muss ich sagen: Es ging zu schnell. Ich ließ mich vom Vergleich mit anderen jungen Predigern leiten – vergaß dabei aber oft meine Herkunft aus einem eher bildungsfernen, nicht christlich geprägten Elternhaus.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Erste Strategien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schon mit 17 entwickelte ich erste Strategien. Im Hauskreis predigte ich fast ausschließlich über Psalmen und nutzte dafür <em><a href="https://clv.de/Die-Schatzkammer-Davids/256372">Die Schatzkammer Davids</a></em> – ein großartiges Werkzeug mit fertigen Gliederungen zu jedem Psalm. Diese waren meine liebste Stütze In der Gemeinde griff ich häufiger zu biografischen Predigten: Glaubensgestalten, deren Leben zur Anwendung herausforderte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich war (und bin) skeptisch gegenüber übermäßiger <a href="https://nimm-lies.de/tag/christus-im-alten-testament">Christozentrik </a>bei alttestamentlichen Helden – auch wenn ich damals christologische Bezüge oft übersehen habe. Ein Beispiel: Ich predigte einmal über die Berge der Bibel – Horeb als Berg der Gottesbegegnung, Karmel als Berg des Kampfes… aber vergaß völlig Golgatha. Heute könnte ich mich dafür ohrfeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich suchte ständig nach Illustrationen, las Unmengen an Literatur – aber oft ohne Plan. Erst mit der Zeit lernte ich, die Flut an Kommentaren und Handbüchern richtig einzuordnen – als <em>Hilfs</em>-mittel, nicht als <em>Leit</em>-mittel.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Der exegetische Dreisatz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz aller Kritik am deutschen Schulsystem bin ich für eine Fähigkeit besonders dankbar: Textinterpretation. Der exegetische Dreisatz – Beobachten, Interpretieren, Anwenden – ist bis heute mein Grundschema. Was wir in der Schule an literarischer Analyse gelernt haben, lässt sich hervorragend auf die Bibel anwenden. Ich erinnere mich, wie mein Deutschlehrer sagte: <em>„Wir analysieren Goethe nur deshalb so gründlich, weil man nach der Aufklärung dieselben Methoden nicht mehr nur auf die Bibel anwenden wollte.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Grunde ist es nie mehr geworden als:<br><strong>Beobachten – Interpretieren – Anwenden.</strong><br>Ich schrieb darüber [<a href="https://www.glaubend.de/wie-wuerde-sherlock-holmes-seine-bibel-lesen-bibellesemethoden-fuer-junge-christen/">hier</a>].</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Belehrungskrankheit</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Man hat es vermutlich schon herausgelesen: Ich litt früh an der Predigerkrankheit – oder wie ich es nenne: der <em>Belehrungskrankheit</em> (vgl. Jak 3,1). Ich las die Bibel nicht mehr zuerst für mich, sondern um etwas weiterzugeben. Kaum schlage ich einen Text auf, sehe ich Gliederungen, Schlüsselbegriffe, Parallelen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich predige innerlich sofort – das ist schwer loszuwerden. Aber es ist möglich, sich selbst zu predigen. Eine schnelle Texterfassung ist kein Fehler – aber dann muss der nächste Schritt folgen: <em>Was sagt dieser Text konkret mir?</em> Daran arbeite ich bis heute.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Meine Fehler</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Fehler bereue ich besonders:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Ich habe manchmal mit der Absicht gepredigt, jemand Bestimmtem etwas auszurichten. Das ist unweise. A. Motyer beschreibt das in seinem Buch <a href="https://nimm-lies.de/tag/preaching"><em>Preaching</em> </a>sehr treffend.</li>



<li>Wegen meiner Neigung zu Zynismus und Sarkasmus hatten manche meiner Predigten einen unpassenden Ton. Dem heiligen Amt war das nicht angemessen.</li>
</ol>



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<h3 class="wp-block-heading">Worüber ich mich freue</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alles war falsch – im Gegenteil: Ich darf Christus danken!</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Edit vom 25.01.2026 kursiv gesetzt) <em> Trotz theologischer Veränderungen, z.B. vom <a href="https://www.glaubend.de/dispensationalismus-und-bundestheologie-im-vergleich/">Dispensationalismus zur </a>Bundestheologie kann ich sagen</em>: Die Richtung blieb immer gleich. Ich habe immer evangelisch gepredigt, d. h. im Einklang mit den vier Soli:<br><strong>Allein Glaube. Allein Gnade. Allein Christus. Allein die Schrift.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine erste Predigt drehte sich um Sacharja 4,6:„Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist…“ Ich habe einmal ein sehr frühes Predigt-Konzept zu einem Blog-Artikel gewandelt [<a href="https://www.glaubend.de/das-evangelium-erreicht-einen-zoellner/">hier</a>].</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich an eine Predigt über die Helden Davids – ein wilder Haufen, der doch dem gleichen Ziel diente. Ich verglich das mit der Gemeinde Christi. Ein Zuhörer fand das „zu menschlich – zu wenig Gnade“. Dennoch: Ich würde es heute ähnlich sagen.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Was sich verändert hat</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Durch meine Hochzeit wurde ich Teil einer größeren Gemeinde. Aus 10 Beiträgen im Monat wurde einer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst im Rückblick habe ich erkannt: Diese Entschleunigung hat meine Blogtätigkeit befeuert. Ich hatte zu viel Bibel im Herzen, um zu schweigen. Und das Schreiben hatte viele gute Folgen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich begann, meine Predigten vollständig auszuschreiben.</li>



<li>Dadurch wurden sie strukturierter, durchdachter, formulierter.</li>



<li>Und: Ich erinnere mich heute an jede dieser Ausarbeitungen – an spontane Skizzen kaum.</li>
</ul>



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<h3 class="wp-block-heading">Was ich mir mehr gewünscht hätte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Von Anfang an hätte ich mir mehr Rückmeldung gewünscht. Vor allem in den ersten Jahren suchte ich sie aktiv – bekam aber wenig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Russlanddeutschen Gemeinden (eine kleine kritische Randbemerkung sei gestattet) wird häufig mehr Energie in Musik und Gesang gesteckt als in die Predigt. Singt man schräg, gibt es sofort Rückmeldung. Predigt man schräg – bleibt es still.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So war ich in dieser Zeit dreimal als Prediger sanktioniert– aber nur einmal wurde mir der Grund für die Sanktionen  erklärt.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Als wäre es das letzte Mal</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Artikel muss aber mit einem positiven Ausblick enden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit diesen Sanktionen fühlt sich jede Predigt wie die letzte an.<br><strong>„Predige so, als wäre es das letzte Mal.“</strong><br>Kein schlechter Rat! Er erzeugt Druck – aber auch Kraft. Ich erlebe wie ich so über mich selbst hinauswachsen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Morgen – so Gott will und wir leben – halte ich wieder einen Beitrag in der Bibelstunde. Hier nun die Auflösung des Artikeltitels:<br>Evangelikale Christen wurden in Russland und der Ukraine oft spöttisch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stundisten"><em>Stundisten</em> </a>genannt – wegen ihrer „Stunden“: Bibelstunden, Gebetsstunden, Jugendstunden&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich? Ich bin inzwischen selbst ein <em><a href="https://nimm-lies.de/ueber-das-halten-von-viertelstunden-andachten/16332">Viertel-Stundist</a></em> geworden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>&#8222;Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer?&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jun 2025 12:39:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung für Alle]]></category>
		<category><![CDATA[Psalm 42]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich ziemlich mutlos aufgewacht. &#8222;Wenn ich aufwache, so rede ich von dir&#8220;? &#8211; Nichts wäre wohl ferner. Lustlos setzte ich mich an den Tisch, das Handy meiner Frau war mit der Bibelapp offen, genau bei Psalm 42. Es war wie das lebendige Wasser.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/warum-nur-bin-ich-so-traurig-warum-ist-mein-herz-so-schwer/17811">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Neulich bin ich ziemlich mutlos aufgewacht. &#8222;Wenn ich aufwache, so rede ich von dir&#8220;? &#8211; Nichts wäre wohl ferner. Lustlos setzte ich mich an den Tisch, das Handy meiner Frau war mit der Bibelapp offen, genau bei Psalm 42. Es war wie das lebendige Wasser. &#8222;Was betrübst du dich meine Seele&#8220;, diese dreifache Selbstfrage aus Psalm 42 (und 43) ist wohl vielen bekannt. Hoffnung für Alle (HFA) übersetzt mit: <em>&#8222;Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer?&#8220;</em> Die Selbstzweifel, Selbstreflexion bleibt weiterhin, ist aber deutlich &#8222;näher&#8220;, nahbar formuliert.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich ging ich bisher davon aus, dass gerade die Psalmen in der Lutherübersetzung nicht überboten werden können. Doch Psalm 42 in der HFA ist wirklich eine gelungene Übersetzung, die ich hier auch vollständig wiedergeben möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen habe ich wiederholt die Erfahrung gemacht, wie bereichernd es ist, die Verse in den unterschiedlichsten Übersetzungen zu betrachten, vor wenigen Wochen <a href="https://www.glaubend.de/als-eva-die-welt-lieb-gewann/">schrieb ich bereits darüber.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich wird so dem linguistischen Laien eine Frage nur dringender: Was genau steht dann in dem eigentlichen biblischen Text. Welche Übertragung und Übersetzung trifft diese oder eine andere Phrase besser? Was sagt der Text wirklich. Klar, einerseits spricht mich diese oder jene Übertragung an, aber was ist es, was Gott mit diesem Text sagt? Obwohl es nicht einfach ist, diese Fragen zu beantworten, können wir den Reichtum, denn die vielen deutschsprachigen Bibelübersetzungen bieten, wirklich genießen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;1 Von den Nachkommen Korachs, zum Nachdenken. 2 Wie ein Hirsch nach frischem Wasser lechzt, so sehne ich mich nach dir, o Gott! 3 Ja, ich dürste nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich in seinen Tempel kommen? Wann darf ich wieder vor ihn treten? 4 Tag und Nacht weine ich, Tränen sind meine einzige Speise, denn ständig verspottet man mich und fragt: »Wo bleibt er denn, dein Gott?« 5 Es bricht mir das Herz, wenn ich an früher denke: Da ging ich dem großen Festzug voran und führte ihn zum Haus Gottes. Da konnte ich Gott zujubeln und ihm danken inmitten der Menge! 6 <strong>Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen! </strong>7 Mein Gott, ich bin völlig verzweifelt! Aus der Ferne des Jordanlandes denke ich voll Trauer an dich. Während ich auf dem Berg Misar im Hermongebirge stehe, gehen meine Gedanken zu dir. 8 Von den Bergen stürzen Wildbäche tosend in die Tiefe. Mir ist zumute, als würden die Fluten mich mitreißen und fortspülen. 9 Tagsüber seufze ich: »HERR, schenke mir deine Gnade!« Und nachts singe und bete ich zu Gott, in dessen Hand mein Leben liegt. 10 Gott, du bist doch mein einziger Halt! Warum hast du mich vergessen? Warum lässt du mich leiden unter der Gewalt meiner Feinde? 11 Ihr Hohn dringt mir ins Herz, wenn sie Tag für Tag fragen: »Wo bleibt er denn, dein Gott?« 12<strong> Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer? Auf Gott will ich hoffen, denn ich weiß: Ich werde ihm wieder danken. Er ist mein Gott, er wird mir beistehen!</strong>&#8222;</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/warum-nur-bin-ich-so-traurig-warum-ist-mein-herz-so-schwer/17811">&#8222;Warum nur bin ich so traurig? Warum ist mein Herz so schwer?&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum</title>
		<link>https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 13:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christus im Alten Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Hermeneutik]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung &#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;.  Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zur Vorlesung&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51kO6W+21DL.jpg" alt="Preaching Christ in All of Scripture (English Edition) by [Edmund P. Clowney]" width="236" height="364" />Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung <a href="https://subsplash.com/reformtheosem/learn-about-rts/ms/+d5da03d">&#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;. </a> Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zu<a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/biblical-theology/id430337487">r Vorlesung zur biblischen Theology von Clowney,</a> die ebenfalls kostenfrei zugänglich ist.</p>
<p>Seine Strategie stellt Clowney in Kürze auch in einem Essay vor, der das Einleitungskapitel zu einem Predigtsammelband von ihm darstellt: <a href="https://www.amazon.de/-/en/Edmund-P-Clowney-ebook/dp/B0029UWLDI">Preaching Christ in All of Scripture</a> &#8211; Christus aus der ganzen Schrift predigen.</p>
<p>Durch Clowney habe ich auch unerwartete Fährten der Schrift entdeckt, die zu Christus führen. In seiner Vorlesung führt Clowney aus, wie z.B. das Gebot &#8222;Du sollst nicht ehebrechen&#8220; auf Christus zeigt: Gott nimmt nicht eine bereits vorhandene Institution der Ehe, um diese als Metapher für die Liebe Christi zu seiner Gemeinde zu verwenden, sondern die Ehe ist ein Abbild einer längst, ja vor Grundlegung der Welt vorhandenen Realität, der dienenden Liebe Christi. Unsere Ehen werden an diesem Anspruch, der im Sohn Gottes zu sehen ist, gemessen. Deswegen ist Ehebruch und Hurerei auch so tragisch, da wir dem nicht nachkommen, zu dem wir als Abbilder/Bilder Gottes berufen sind. Apropos Bilder Gottes. Sollen wir uns nicht auch deswegen keinerlei Bilder von Gott machen, da Gott selbst &#8222;den Abganz seiner Herrlichkeit&#8220; (Heb. 1.1-2) in seinem Sohn zeigen will und wir eben nur einen Antichristen produzieren würden, wenn wir selber ein Bild von Gott machen würden?</p>
<p>In dieser Weise entdeckt und beschreibt Clowney, wie alle Spuren, Bilder, Gedanken, Gebote, Traditionen und Praktiken der Bibel zu Christus führen. Ist Christus in den Gesetzen der Thora zu finden, verstehen wir plötzlich, warum sich die Psalmsänger an den Geboten, ob nun den Zeremonialgesetzen oder den juristischen, derart erfreuen: <em>&#8222;HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet. (&#8230;) Deine Gebote sind mir ein Lied geworden&#8220; (Ps. 119,52.54)</em><span id="more-14813"></span></p>
<p>Clowney hat insgesamt einen äußerst hilfreichen Hinweis dafür, wie man eine biblische Typologie von einer unbiblischen Allegorie unterscheiden kann. Er fasst das folgendermaßen zusammen (Graphik aus &#8222;Preaching Christ in All of Scripture, S. 32)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14819" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png" alt="" width="498" height="312" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png 498w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1-300x188.png 300w" sizes="auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p>Zur Erklärung: Ein Ereignis oder Amt des Alten Testaments (in der Graphik E) muss bereits zu Zeiten des Alten Testaments eine Wahrheit T1 besessen haben, die während der Heilsgeschichte eine Erfüllung Tn in Christus besitzt. Aus diesem wiederum folgt die Predigt für unsere Zeit.  Die weißen Pfeile zeigen die korrekten Wege. Die grauen wiederzum zeigen die Probleme von Verkürzungen: Allein aus einem Element des AT über eine <em>Allegorie</em> zur unseren Predigt zu springen wird der  Bedeutung dieser Wahrheit für das Alte Testament nicht gerecht. So wäre es z.B. falsch zu sagen: Die Bundeslade ist aus Holz, und aus diesem Holz auf das Holz des Kreuzes Christi zu schließen. Das wäre eine unpassende Allegorie. Nimmt man wiederum ein Ereignis des Alten Testaments und überträgt es ohne jegliche Bedeutung innerhalb der Heilsgeschichte auf den Zuhörern liegt die Gefahr des Moralismus nahe. Dies passiert, wenn man z.B. David als &#8222;mutiges Beispiel&#8220; für den Umgang mit Ängsten in seinem Kampf gegen Goliath darstellt, und dabei die Rolle des gesalbten Stellvertreters übersieht, die David in diesem Kampf übersieht. ( Es wird auch dem Text nicht gerecht, den nebst David hatte auch Goliath keinerlei Probleme mit Ängsten oder mangelndem Mut &#8211; was beweist, dass es in der Geschichte eben nicht darum geht, zu zeigen &#8222;wie man mutig wird&#8220;). So wie Davids Sieg den Männern den Mut gegen die Philister gibt, so gibt der Sieg des endgültigen Gesalbten des Herrn seinem Volk Mut im Kampf gegen die Sünde.</p>
<p>Die Verbindung zwischen der Realität des Neuen Testaments mit dem Element des Alten Testaments ist somit eine zweifache: Eine Symbolische Beziehung (Z.B. Kleider des Priesters) wie eine heilsgeschichtliche (Christus ist ein Priester nicht nach der Ordnung Levis sondern Melchisedeks).</p>
<p>Clowneys Strategien helfen der Gemeinde das Evangelium in allen Seiten der Schrift, sowohl im Alten, wie im Neuen Testament zu erkennen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright " src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41VhseSYxkL._SX336_BO1,204,203,200_.jpg" width="227" height="335" /></p>
<p>Wer eine weiterführende Analyse des Themas Christus im Alten Testaments sucht, wird sicherlich in <a href="https://www.amazon.com/-/de/dp/0802844499/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=NB6B915SEKW4&amp;keywords=sidney+greidanus&amp;qid=1659358758&amp;s=books&amp;sprefix=sidney+greidanus%2Cstripbooks-intl-ship%2C180&amp;sr=1-6">&#8222;Preaching Christ from the Old Testament&#8220;</a> von Sidney Greidanus ein Werk finden, dass sehr ausführlich gehalten ist und auch alternative Verständnisse darstellt.</p>
<p>Ein kurzes reformatorisches Paperback zu diesem Thema findet sich in Thomas Schirrmacher<a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2020/09/3-928936-61-1_Christus_im_AT_OCR.pdf"> &#8222;Christus im Alten Testament&#8220;,</a> dass der Autor auch kostenfrei anbietet.</p>
<p>Eine andere Sache ist natürlich auch, wie solche Predigten schließlich praktisch aussehen. Wilhelm Busch hat seine Alttestamentlichen Predigten mit <a href="https://www.sermon-online.com/de/contents/13949">&#8222;Spuren zum Kreuz&#8220;</a> veröffentlicht, heute kostenfrei bei CLV/sermononline downloadbar. Busch gibt selbst Spurgeon als den an, der ihm geholfen hat, das Alte Testament mit neuen Augen zu sehen (Vergleicht dafür das sehr tiefgründige Vorwort Buschs in Spuren zum Kreuz). Spurgeons Predigten zu alttestamentlichen Vorbildern erschienen wiederholt in unterschiedlichen Sammelbändern, mehrere davon biete ich kostenfrei auf <a href="https://www.glaubend.de/archiv/">meiner Homepage zum Download</a> an ( vor allem: Alttestamentliche Vorbilder, Christus im Alten Testament, Das Evangelium im Jesaja)</p>
<p>Sehr hilfreich empfand ich übrigens auch  die Ausführungen von Eduard Böhl, die er als Einleitung zu seinen <a href="http://www.licht-und-recht.de/boehl/Zwoelf_messianische_Psalmen.pdf">zwölf messianischen Psalmen</a> aufführt (Link führt zum kostenfrei auf Licht und Recht vorhandenen Buch).</p>
<p>Dieses Thema wird auch in Kommentaren vertieft, besonders hilfreich finde ich die Reihe von Tremper Longman (III) zur<a href="https://www.logos.com/product/149320/gospel-according-to-the-old-testament-series"> &#8222;Gospel according to the Old Testament&#8220;</a>. Ich nutze dieses Reihe vor allem in Logos und habe hier vor einiger Zeit den Kommentar zum <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">Richter-Buch</a> vorgestellt.</p>
<p>Abschließend: Ich bin insgesamt der Meinung, dass man mit &#8222;Christus im Alten Testament&#8220; auch übertreiben kann, so sehr, dass man nicht mehr in der Lage ist in Hiob ein Vorbild der Geduld oder in Elia ein Beispiel des Gebets sehen kann. Jakobus konnte das in seinem Brief! Auch kann das &#8222;Ich predige nur Christus&#8220; eigentlich nur eine Ausrede für Oberflächlichkeit und Fehlen von jeglicher Konkretheit werden. Ich fand John Pipers <a href="https://www.glaubend.de/auslegung-oder-auflegung/">Ausführungen dazu sehr hilfreich.</a> Aber das man auch von der anderen Seite vom Pferd fallen kann, bedeutet nicht, dass man nicht einen gottgefälligen Zugang zum Alten Testament entwickeln sollte. Wir dürfen Gottes Wort in der Gegenwart Gottes Lesen und er möge durch seinen guten Heiligen Geist unser Herz zu einer tieferen Erkenntnis der Liebe Christi reifen lassen. Das wir aber Christus in den Schriften, Propheten und Mose entdecken müssen, lehrte schon Christus selbst seine Jünger: <em>&#8222;Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden&#8230;&#8220;</em> (Luk. 24,44-45)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Ein Loblied auf den Jakobusbrief Die Bibel lesen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Sep 2021 20:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fast jeder meiner Logos-Kommentare zum Jakobus-Brief nimmt Bezug auf Luthers Geringschätzung des Jakobusbriefes. Luther machte wenig Hehl daraus, dass er nicht viel für diesen Brief übrig hatte. Aber lasst ihn dahin fahren! Ich will lieber Luthers Werk vergessen und von allen Lutheranern getrennt sein, als&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Ein Loblied auf den Jakobusbrief &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die Bibel lesen.&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Fast jeder meiner Logos-Kommentare zum Jakobus-Brief nimmt Bezug auf Luthers Geringschätzung des Jakobusbriefes. Luther machte wenig Hehl daraus, dass er nicht viel für diesen Brief übrig hatte. Aber lasst ihn dahin fahren! Ich will lieber Luthers Werk vergessen und von allen Lutheranern getrennt sein, als nicht den Jakobusbrief zu besitzen.</p>
<p>In meiner christlichen Bubble hat man den Jakobusbrief immer wertgeschätzt. Ein kostbares Erbe meiner Kindheit und russlanddeutschen Prägung ist es, dass ich sogar angehalten wurde, diesen Brief auswendig zu lernen. Ein lohnenswerter Invest für gerade mal 108 Verse.</p>
<p>Im folgenden möchte ich skizzenhaft davon berichten, was ich am Jakobusbrief wertschätze und auf ein paar Einwände eingehen, die uns ggf. vom Lesen und Umsetzen des Jakobusbriefes abhalten könnten.</p>
<h2>Seelsorgerliche Qualität</h2>
<p>Der Brief ist kurz, sehr praktisch und von unerwarteter seelsorgerlicher Qualität. Immer wieder fallen mir neue Perlen auf. Eine Auswahl.</p>
<h3>Versuchungen als Grund zur Freude:</h3>
<p>Jakobus ist furchtbar realistisch. Versuchungen sind nicht der Ausnahmezustand, sondern die Norm. Ja, Versuchungen und Freude können Hand in Hand gehen: <em>&#8222;Meine Brüder und Schwestern, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtung fallt&#8220;,</em> (Jak. 1,2) ruft der Autor uns zu. Er blickt auf das Ziel überstandener Anfechtungen: Vollkommenheit (V.4). In den Versuchungen ist Gott am Werk mit einem Ziel. Die Weisheit hier durchzublicken mag uns fehlen, doch wir wissen wo wir um Hilfe flehen dürfen. Jakobus hat hier unsere Probleme im Blick: Will Gott uns in unseren Anfechtungen etwa wirklich erhören? Natürlich, deswegen sollen wir Zweifel meiden(V.7). Jakobus hat dabei nicht nur feinsinnige oder feingeistige Anfechtungen im Blick, sondern durchaus auch materiellen Mangel (V9-11), aber auch materiellen Erfolg und verweist auf die richtige Reaktion darauf. Der Reiche soll sich nicht durch seinen Erfolg zum Stolz verführen lassen, sondern sich unter Gottes Hand demütigen. Der Arme und Niedrige, braucht nicht zu verzweifeln, sondern darf sich seiner Höhe (in Christus) rühmen.</p>
<p>Immer wenn ich mich über Anfechtungen &#8222;aufregen&#8220; möchte und sie als &#8222;unfair&#8220; empfinde. Erinnere ich mich an Jak. 1,2-12.<span id="more-14487"></span></p>
<h4>Sünde als geistlicher Ehebruch, Herzensprobleme und Buße</h4>
<p>Blicken wir auf Jak. 4,1-10: Ja woher kommt unser Streit? Aus unseren Gliedern! Statt miteinander zu streiten, neidisch zu sein, sollten wir vielmehr mit uns streiten. Doch Jakobus blickt zunächst einmal auf den ganzen Umfang der Sünde, und wie sie immer mehr Lebensbereiche ansteckt (V.1-3). Beten wir nur darum, dass der Streit aufhört und nicht unser Herz verändert wird, brauchen wir nicht auf Erhörung zu warten (V.3). Interessant ist aber nun Jakobus&#8216; Analyse der Situation: Der Grund ist geistiger Ehebruch. Einerseits ist das durchaus auch eine gute Botschaft: Ehebruch kann nur einer begehen, der verheiratet ist, also vereinigt mit Gott. Jakobus weißt darauf hin, wie irre es ist, als Christ zu sündigen! Kein Wunder ereifert sich Gottes Geist ins Unermessliche! (5-6). Jakobus sieht einen klaren Ausweg. Er schließt diesen Abschnitt mit einem der ergreifendsten Aufrufe zur konsequenter Buße im Neuen Testament überhaupt (V.7-10).</p>
<h2>Künstlerische Qualität</h2>
<p>Der Jakobusbrief sticht durchaus heraus im Neuen Testament. Unter anderem:</p>
<h3>Fortsetzung der Bergpredigt</h3>
<p>Wenn wir annehmen, dass der Jakobusbrief das erste Werk des Neuen Testamentes ist, ist es kein Wunder das Jakobus vor allem so lehrt, wie es sein Meister Jesus Christus getan hat: Das ganze Gesetz Gottes. Aber nicht als Gesetz der Knechtschaft! Nein, sondern als Gesetz der Freiheit: <em>&#8222;</em><span lang="de"><em>Wer aber sich vertieft in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seinem Tun.&#8220; (1,25)</em>. Tatsächlich erinnert vor allem das Ende des Briefes an die Bergpredigt: <em>&#8222;V</em></span><span lang="de"><em>or allen Dingen aber, Brüder und Schwestern, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit einem andern Eid. Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.&#8220;</em> (5,12)</span></p>
<h3>Das Sprüchebuch des Neuen Testaments</h3>
<p>Viele Verse des Jakobusbriefes sind von sprichwörtlicher Qualität: Denken wir an die drei Gesetze der Sanftmut: &#8222;Seid schnell zu hören, langsam aber zum Reden und langsam zum Zorn&#8220; (Jak.1.19). &#8222;Der Glaube ohne Werke ist tot&#8220;, weckt uns Antinomisten aus dem Schlaf!  Jakobus möchte uns Weisheit weitergeben, auch dafür findet sich eine prägnante Stelle in Jak.3,17: <em>&#8222;<span lang="de">Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei.&#8220;.</span></em></p>
<p>Das alles darf uns keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass es eine ganz klare Struktur im Jakobusbrief gibt. Die zwei obigen Beispiele aus Jak. 1,2-12 und 4,1-10 habe ich gezielt so gewählt um zu zeigen, dass Jakobus nicht lose Gedanken an einander kettet, sondern durchaus eine klare Struktur im Brief besitzt und diese auch konsequent durchzieht: Gott richtig dienen!</p>
<h3>Schwer und Leicht zu verstehen gleichzeitig</h3>
<p>Dadurch, dass Jakobus eher für sich selbst stehende Bilder  und Metaphern verwendet, ist der Brief leicht zugänglich, auch z.B. für Neubekehrte. Er ist halt ein Brief einer jungen Gemeinde. Wenn z.B. Jakobus die Zunge mit einem kleinen Ruder eines mächtigen Schiffes vergleicht oder mit einem kleinen Feuer, das einen mächtigen Brand anrichten kann, dann sind das leichte Bilder (3,3-6). Jakobus schreckt nicht vor drastischen  Ausmalungen zurück: Alle Tiere können gezähmt werden, aber nicht die Zunge! Keine Quelle ist gleichzeitig süß und bitter, doch unsere Zunge ist es oft. Sie lobt Gott und flucht dem Nächsten (3,7-12).</p>
<p>Dass wir die Ehe mit Gott brechen, wenn wir Freundschaft mit der Welt haben ist ein Konzept das schnell greifbar ist (4,4), auch wenn wir das <a href="https://www.glaubend.de/vereinigung-mit-christus/">biblische Konzept der Vereinigung mit Christus</a> noch nicht vollständig ergriffen haben.</p>
<p>Aber das soll uns nicht zu leichtfertigen Lesern des Briefes machen. Es geht durchaus darum, das &#8222;vollkommene Gesetz Gottes zu durchschauen&#8220; (1,25). Das kann nicht so einfach gehen, damit wir nicht nur vergessliche Hörer des Wortes bleiben, sondern Täter des Wortes. Blicken wir noch einmal auf 4,4 in seinem näheren Kontext zurück: Das was Jakobus als Freundschaft mit der Welt betrachtet, ist so doch ziemlich anders, als das was häufig &#8222;Listen dieser Welt&#8220; anführt. Jakobus hat Streit, Neid, Zank, Üble Absichten im Blick, die unsere Freundschaft mit der Welt ausdrücken.</p>
<p>Das der Jakobusbrief auch schwer zugänglich ist, missverstanden und übersehen wird, wird auch deutlich, dass relativ selten über und aus ihm gepredigt wird. Einige weitere Gefahren, den Jakobusbrief zu hastig zu lesen, da er doch verdaut werden muss, finden sich im nächsten Abschnitt.</p>
<h2>Achtung: Zu schnelle Schlussfolgerungen</h2>
<p>Ich möchte drei Beispiele erwähnen, in denen zu voreilige Schlussfolgerungen zu einem nicht ganz passenden Fazit führen.</p>
<h3>Jak 1,27</h3>
<p><em><span lang="de">&#8222;Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Vater, ist der: die Waisen und Witwen in ihrer Trübsal besuchen und sich selbst von der Welt unbefleckt halten.&#8220;</span></em></p>
<p>Es wäre ganz korrekt hier davon auszugehen, dass man schon ganz ordentlich Gott dient, wenn man verwitweten Frauen regelmäßig einen Hausbesuch abstattet. Der Grund? &#8222;Witwen und Waisen in ihrer Trübsal zu besuchen&#8220;, meinte in einer Zeit ohne Sozailstaat immer finanzielle, praktische Unterstützung, ggf. auch Versorgung und Pflege. Das war reinste Knochenarbeit. Auch sollte man den &#8222;Nicht-Fall&#8220; aus 1,26 in die Betrachtung mit einziehen und schließlich nicht &#8222;von der Welt unbefleckt erhalten&#8220; (zunächst) im Kontext des Jakobusbriefes betrachten.</p>
<h3>Jak. 1,23-24</h3>
<p><em><span lang="de">Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Menschen, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut;</span><span lang="de"> </span><span lang="de">denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.</span></em></p>
<p>In die Bibel soll man blicken, wie man morgens in den Spiegel blickt. Dabei verstehe ich diesen Vers so, dass man eben nicht so machen muss. Zumindest mir geht es so, dass ich eben tatsächlich sofort nachdem ich nicht mehr in den Spiegel blicke , vergesse wie ich aussehe. In Gottes Wort gilt es, um dieses zu durchschauen, eben anders zu blicken, um von einem Hörer auch ein Täter des Wortes zu werden.</p>
<h3>Glaube und Werke</h3>
<p>In der Betrachtung der &#8222;guten Werke&#8220;, und Jakobus greift zu dem starken Beispiel der finanziellen Unterstützung Bedürftiger, muss dennoch beachtet werden, dass beide Werke, die Jakobus als echte Glaubenswerke der Heiligen sieht, zwei doch sehr dubiose, ja problematische Werke aufführt, wenn dahinter kein echter Glauben stehen würde: Abraham tötete seinen Sohn und Rahab verriet ihre Heimat (Zum Thema Glaube und Werke weiter unten etwas mehr).</p>
<h2>Dringend nötige Neuentdeckungen</h2>
<p>Über den Jakobusbrief wird selten gepredigt. Manche Abschnitte verstauben aber nahezu komplett. So denke ich z.B. an die enge Beziehung die Jakobus zwischen dem Dreisatz: Glaubenswerke, Zunge im Zaun halten und Ansehen der Person zieht (2,1-9). Jakobus hat wohl das ganze Gesetz Gottes im Blick (2,12). Gott hat die Armen und Niedrigen erwählt, wir aber ignorieren und diskriminieren sie (2,6-9). Schon mal eine Predigt über diesen Abschnitt gehört?</p>
<p>Ich habe aber auch &#8222;weises Sprechen&#8220; im Blick. Das wir bei unserer Wortwahl weise sein sollen, ist wohl eine These die man häufig hört. Aber die Absichten dahinter sind oft andere, als die Jakobus im Blick hat: Wenn man eher zuhört, bekommt man Autorität und vermittelt Sicherheit. Kann besser auftreten usw&#8230; Jakobus aber wirft uns etwas anderes zu: Es geht darum, dass wir mit einem losen Mundwerk nicht mehr Gott dienen können. Und das wir die Weisheit, der Zunge halt zu gewähren nur bekommen, wenn wir Sanftmut und Weisheit von oben herab anreichern. Auch hier geht es mir um die sehr enge Beziehung, die Jakobus zwischen 2,1-12 und 2,13-18 zieht.</p>
<p>Schließlich habe ich auch die Art im Blick, wie Jakobus mit alttestamentlichen Vorbildern umgeht. Sie sind nicht nur christologische Vorbilder einer messianisch-alttestamentlichen Entwicklung, sondern ganz praktische Vorbilder für Nachfolge: z.B. Elia für beharrliches Gebet (5,17), Hiob für das Ausharren in Leiden (5,11):<em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Nehmt zum Vorbild des Leidens und der Geduld die Propheten, die geredet haben in dem Namen des Herrn.&#8220; (5,10) &#8211; </span></em><span lang="de">Jakobus ruft uns zur Imitatio Christo auf.</span></p>
<h2>Mögliche Stolpersteine</h2>
<p>Zuletzt möchte ich auf einige mögliche Vorannahmen blicken, die schädigend für das Lesen des Briefes sein können.</p>
<h3>Sind Werke ein notwendiges Übel?</h3>
<p>Manchmal liest man Dinge, die wie eine Rechtfertigung für gute Werke klingen. So als müsste man sich für gottesfürchtige Taten schämen! Oder als spiele Unterordnung unter Gott nur eine &#8222;untergeordnete&#8220; nebensächliche Rolle. Oder als wären Werke, ein notwendiges Übel, das sich nicht umgehen liesse. Ich fürchte das sagt mehr über unser böses Herz aus, als über Jakobus&#8216; Verständnis von Gnade und Rechtfertigung aus dem Glauben allein. So klingen für mich die Versuche, &#8222;das paulinische Verständnis&#8220; mit dem &#8222;jakobischen&#8220; zu harmonisieren, zumeist eher fragwürdig. Ich sehe wenig Notwendigkeit für Harmonisierungen. Auch hatte Paulus wenig Skrupel damit seinen eigenen Brief über die Notwendigkeit der Werke zu schreiben, nämlich den Titusbrief. Ich frage mich, ob wir hier schon irgendwie bibelkritisch vorbelastet sind. In der modernen Bibelwissenschaft ist es üblich die Pastoralbriefe als &#8222;nicht authentisch&#8220; (sprich nicht von Paulus stammend) zu vernachlässigen. Schreibt so ein Autor über sein Verständnis von Paulus&#8216; Theologie, wird er ja den Titusbrief und die Timotheusbriefe kaum oder wenig berücksichtigen. Was entsteht ist also schon eine verzehrte Darstellung des Werkes von Paulus mit einem höheren Drang diesen verzehrten Paulus mit einem (anders verzerrten) Jakobus zu harmonisieren.</p>
<p><b>Hätte Jakobus seinen Brief anders geschrieben, wenn er den Galaterbrief gekannt hätte?</b></p>
<p>Das ist eine ähnliche These wie oben, mit einem leicht anderen Schwerpunkt: Nicht nur Kapitel 2 über die Glaubenswerke, sondern der ganze Jakobusbrief wird damit angegriffen. Schließlich hat Jakobus kaum Bezüge zu Christus (1,1 und 5,11?). Ist der Jakobusbrief somit womöglich eher ein alttestamentliches Werk, entstanden in einem jüdischen Ringen über die Bedeutung des Kreuzes und Verdienstes Christi, eigentlich noch ganz &#8222;unevangelisch&#8220;? Hat Jak. in seinen Empfängern womöglich nur Juden (und fromme Proselyten) im Blick gehabt, da noch vor der Bekehrung von Kornelius verfasst? &#8211;  Und plötzlich produzieren wir ein Werk, das uns unkanonischer erscheint, als das ganze Alte Testament: In irgendeiner Weise unreif und unfertig. Ich sage nicht, dass jemand diese These in dieser Schärfe formuliert, aber doch glaube ich, dass unterschwellig häufig Überlegungen ähnlicher Art unsere Haltung zum Jakobusbrief prägen. Vielleicht war Luther an dieser Stelle einfach ehrlicher mit seinen Skrupeln als wir?- Im Grunde ist dieses Problem eher eine Folge einer Trennung von Neuem und Altem Testament und einer Vernachlässigung von Letzterem. Eine einfache Lösung für dieses Problem wird sich nicht so ohne weiteres finden lassen, als ersten Schritt empfehle ich hier die zahlreichen Verknüpfungen von Neuem zu Altem Testament neu zu entdecken.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Es lohnt sich, den Jakobusbrief neu zu entdecken:<em><span lang="de"> &#8222;</span><span lang="de">Redet so und handelt so als Leute, die durchs Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen. </span><span lang="de">Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht. </span><span lang="de">Was hilft’s, Brüder und Schwestern, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen?&#8220; (Jak 2,12-14)</span></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/ein-loblied-auf-den-jakobusbrief/14487">Ein Loblied auf den Jakobusbrief &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Die Bibel lesen.&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Der am häufigsten falsch zitierte Bibelvers</title>
		<link>https://nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2021 15:35:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
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		<category><![CDATA[Korintherbrief]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich wieder über 1 Kor 14,33 gestoßen: &#8222;Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.&#8220; Ob nun die besorgte Mutter, der überforderte Ordner oder der ermahnende Pfarrer, wie oft greift man zur verkürzten Ableitung dieses Verses: &#8222;Gott ist ein Gott&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich bin ich wieder über 1 Kor 14,33 gestoßen: <em>&#8222;Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.&#8220;</em> Ob nun die besorgte Mutter, der überforderte Ordner oder der ermahnende Pfarrer, wie oft greift man zur verkürzten Ableitung dieses Verses: <em>&#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220;.</em> Selbst Google höchstpersönlich bestätigt das. Tippt man &#8222;Gott ist ein Gott&#8230;&#8220; in das Suchfenster ein, ist &#8222;der Ordnung&#8220; das erste vorgeschlagene Suchergebnis. Beweise? Das Ergebnis der Suche in unterschiedlichen Browsern fiel eindeutig aus:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter  wp-image-14409" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott.png" alt="" width="352" height="312" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott.png 772w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott-300x266.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/gott-ist-ein-gott-768x680.png 768w" sizes="auto, (max-width: 352px) 100vw, 352px" /></p>
<p>Wichtiger als das Gott ein Gott der Lebenden ist, der große Dinge und Wunder tut und uns sieht, ist also, dass Gott ein Gott der Ordnung ist (ich schweige darüber, das das andere direkte Zitate wären).</p>
<p>Einige der Artikel, die die Suche liefert, habe ich übrigens durchgelesen und zumindest bei einigen davon gilt der gleiche Eindruck, den man auch vom mantrartigen Wiederholen der Formel &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220; kennt. Relativ kontextungebundenes Durchdrücken von Regeln und Struktur! (Ich gestehe manche erfahrene Verletzung durch diese Verwendung ein)<span id="more-14403"></span></p>
<p>Ist es überhaupt angemessen davon zu sprechen, das Gott ein Gott der Ordnung ist, weil er ja &#8222;nicht ein Gott der Unordnung ist&#8220;?  Und wo ist überhaupt mein Problem mit einem solchen Satz? Das möchte ich im Folgenden gerne erläutern:</p>
<p>Zunächst würde es mich freuen, wenn man einfach mal am Text bleiben würde. Die obige Google-Suche zeigt, dass das Originalzitat das letzte Suchergebnis ist, dass vorgeschlagen wird. Ich frage mich bei jedem, der vom &#8222;Gott der Ordnung spricht&#8220;, warum ihm das wichtiger ist, als dass Gott &#8222;ein Gott des Friedens ist&#8220;? Warum ist uns Ordnung wichtiger als Frieden? Ist uns Ordnung womöglich nur deswegen wichtig, weil wir Kontrollfreaks sind und einfach einen passenden Vers gefunden haben, um unsere Vorstellungen durchzudrücken?</p>
<p>Ich sprach mit einem Freund darüber, der mich gleich auf die große Breite von &#8222;Schalom&#8220; verwies, das im Hebräischen ja bekanntlich &#8222;Friede&#8220; bedeutet, aber auch &#8222;Sicherheit, Geborgenheit, Rechtsordnung, Gesundheit, Wohlstand, geordnete und liebevolle Beziehungen …&#8220; (<a href="http://bibelarbeit.info/zitate_1_korinther_14_33.php">siehe hier</a>). Wenn Paulus also scheinbar  asynchron antithetisch von &#8222;Unordnung &#8211; Friede&#8220; spricht, habe er die hebräische Bandbreite von &#8222;Schalom&#8220; im Blick, also ein ganzes kosmologisches Konzept von Ordnung, Sicherheit, Geborgenheit, Frieden usw.  Soweit die These.</p>
<p>Nun gibt es dabei einiges zu beachten: a) Paulus verwendet nicht schalom, sondern &#8222;eirene&#8220;, nämlich den griechischen Begriff für Frieden. Dabei dürfte uns z.B. Jesu häufig verwendete Formel in den Blick fallen: &#8222;Gehe hin in Frieden (vgl. z.B. Lk. 8,48 mit 1 Sam 1,17). Obwohl es möglich ist, das Jesus dabei &#8222;schalom&#8220; als Begriff verwendete, wissen wir es schlichtweg deswegen nicht genau, weil die Evangelien auf griechisch verfasst wurden. Ich könnte aber damit leben, dass man meint, dass auch &#8222;eirene&#8220; ein ähnlich breit aufgestellter Begriff, der auch Harmonie, Weltordnung, Struktur, Regeln  und dergleichen miteinschließt. Doch dennoch bliebe ja die Ausgangsfrage: Warum sprechen wir dann vom Gott der Ordnung und nicht vom Gott des Schaloms? Warum sagt man es nicht schlichtweg: &#8222;Gott ist ein Gott des Schaloms&#8220; oder &#8222;Gott ist ein Gott des Friedens&#8220;? Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Warum sind wir so viel mehr um die Ordnung als um den Frieden besorgt? </p>
<p>b) &#8222;eirene&#8220; ist ein so häufig verwendeter Begriff des NT, der häufig einfach das meint, was wir meinen, wenn wir von &#8222;Frieden&#8220; reden: friedliches Miteinander, frei von Streitigkeiten, Konkurenzdenken, Neid&#8230; Um bei den Verwendungen von Paulus zu bleiben: 1 Thess 5,13; 2 Kor 13,11; Röm 12,18; Phil 4,7; 1 Kor 5. An einer Stelle spricht er davon, seinen Mitarbeiter in &#8222;Frieden zu begleiten&#8220; (1 Kor 16,11).  Selbst wenn es hier um ein großes eschatologisches Schalom im Reiche Gottes geht. Warum einen derart reichhaltigen Begriff durch einen derart trivialen wie &#8222;Ordnung&#8220; ersetzen? <strong>Es ist also angebracht, vom Frieden als den echten Gegenteil von Unordnung zu sprechen</strong></p>
<p>c) Paulus spricht auch an mindestens einer weiteren Stelle davon, dass Gott ein Gott des Friedens ist, nämlich 1 Thess 5,23. Das Gott ein Gott des Friedens ist, ist ein paulinisches Konzept</p>
<p>d) Manchmal wird der Begriff &#8222;schalom&#8220; so verwendet, als wäre das eigentlich der übliche Hebraismus unter den Gläubigen der Urkirche. Sie grüßten sich mit Schalom, wünschten sich den Schalom zum Abschied, all das im Angesicht eines globalen Kampfes gegen die Unordung der Welt im Angesicht einer eschatologischen Wiederkunft Christi um das Reich Christi zu gründen. Dann jedoch würde ich aber fragen, warum nicht exakt dieser Hebraismus verwendet wird? Das Paulus ohne weiteres zu anderen verbreiteten Hebraismen griff, ist selbst dem bekannt, der die Bibel auf deutsch ließt: Ich denke an anathema oder maranatha&#8230; Was spräche dagegen, Schalom zu verwenden? Egal wie man sich in dieser Frage entscheidet, würde es doch nur unterstreichen, dass es angemessener wäre, vom &#8222;Gott des Friedens&#8220; als vom &#8222;Gott der Ordnung&#8220; zu sprechen.</p>
<p>e) Ich denke auch, dass es unangebracht ist, bei jeder Verwendung eines Begriffes die vollständige Bedeutungsbandbreite dieses Begriffes anzunehmen. Besser ist es zunächst den Kontext zu betrachten, der in Kor. 14 recht einfach zu überblicken ist: In der Gemeinde herrscht Chaos, vor allem auch bei der Durchführung der Gottesdienste, betroffen ist Predigt, Abendmahl, Gebetsleben, aber auch das Zwischenmenschliche. Nachdem Paulus in Kap. 14 zahlreiche sehr praktische Anweisungen gibt (ob nun bzgl. der Frage wie sich die Frauen verhalten sollen oder wie Zungenrede sinnvoll in den Gottesdienst eingebunden werden kann), verweist er auf die begründende Idee hinter seinen Vorschlägen: &#8222;DENN Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens&#8220;.  Obwohl Paulus also klare Vorschläge für Struktur und Ordnung liefert, ist seine Hauptmotivation die, dass er einen Gott des Friedens vor Augen hat. Ein paar Regeln und Strukturen um der Regeln selbst willen oder gar um der Ordnung selbst willen hätten den Korinthern kaum genützt.</p>
<p><em>Zwischenfazit: Obwohl das Wissen um &#8222;Schalom&#8220; ein Indikator auf eine breite Verwendungsvielfalt von Frieden sein kann und so gar keine asynchrone Antithese von Unordnung-Friede vorliegen muss, ist die Ableitung &#8222;Gott ist ein Gott der Unordnung&#8220; zumindest eine Verkürzung der Absichten von Paulus an dieser spezifischen Stelle aber auch des Konzeptes von Paulus, dass er hat, wenn er vom Gott des Friedens spricht, wie z.B. in 1 Thess 5,23 wo er im Gott des Friedens Grundlage der Heiligung und der Bereitschaft für die Wiederkunft Christi sieht. </em></p>
<p> Doch gehen wir weiter: Warum sollte man überhaupt den Gegensatz den Paulus aufbaut U<em>nordnung &#8211; Frieden</em> immer in diese Richtung harmonisieren: <em>Unordnung &#8211; Ordnung</em>? Wieso z.B. nicht so rum: Unfrieden &#8211; Frieden?  Oder doppelt negativ: Unfrieden &#8211; Ordnung? Eine Wortstudie verschafft hier schnell Überblick. Während &#8222;eirene&#8220;in der NKJV immer mit Friede wiedergegeben wird,</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14412" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/friede.png" alt="" width="675" height="305" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/friede.png 675w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/friede-300x136.png 300w" sizes="auto, (max-width: 675px) 100vw, 675px" /></p>
<p>sieht es beim deutlich seltener vorkommenden Gegenbegriff &#8222;akatastasia&#8220; anders aus. Dieser Begriff kommt nur fünf mal im NT vor und wird am besten mit &#8222;Unruhe oder Aufruhr&#8220; wiedergegeben! Ich habe alle Verwendungen in der LUT2017  &#8211; Übersetzungen hier eingefügt:<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14413" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung.png" alt="" width="1660" height="688" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung.png 1660w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-300x124.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-1024x424.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-768x318.png 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-1536x637.png 1536w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/unordnung-1320x547.png 1320w" sizes="auto, (max-width: 1660px) 100vw, 1660px" /></p>


<p>Beachtet dabei, wie die Verwendung in 2 Kor 12,20 und Jak. 3,16 als passende &#8222;Gegentugend&#8220; Frieden eindeutig nahelegt.</p>
<p>Merken wir, wie ein schlüssiges Bild entsteht?<em> &#8222;Gott ist nicht ein Gott von Unruhe und Aufruhr sondern des Friedens&#8220;</em> ist eine viel stärkere Aussage als ein plumpes &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220;. Wenn ich ein hoffnungsloser Schlamper bin, schlimmer von mir aus als die Korinthergemeinde, dann hilft mir ein an Strukturen und Regeln appellierend Rat &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220; recht wenig, weil er am eigentlichen Problem in meinem Chaos vorbeigeht, nämlich dass ich Gott brauche und den Frieden, den er schenkt. Schlichtweg bleiben Strukturen oftmals nur auf einer rein trivialen Handlungsebene, ohne das Herz zu erreichen. Dafür hatte Paulus die Korinther zu lieb, um sich mit bloßer Verhaltenskosmetik zu begnügen oder Chaos mit einem &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220;-Gebell runterzubügeln. Er ergriff sehr wohl nötige Maßnahmen, aber seine Motivation dabei blieb klar: Es geht nicht bloß um strukturelle Maßnahmen, es geht um einen Gott, der am echten Frieden, wenn du es so willst am echten Schalom interessiert ist. Ich bin nicht gegen Ordnung, aber was wirklich meine Sehnsucht stillt, ist ein Gott des Friedens. Das Pferd mal von der richtigen Seite bestiegen: Wie kommen wir auf die Idee, dass Aufruhr und Unruhe durch ein paar strukturelle Maßnahmen geheilt werden können? Das wiederum erinnert mich an den Vater des verlorenen Sohnes. Als dieser mit dem Aufruhr und der Unruhe seines Sohnes eiskalt konfrontiert wurde, war ihm schnell klar, dass ein Drüberbügeln von Struktur und Regeln, so nötig sie wären, einfach nicht das liefern würde, was der Sohn dringend brauchte: Frieden und den Gott des Friedens.</p>
<p>Wenn uns das nächste Mal wieder ein &#8222;Gott ist ein Gott der Ordnung&#8220; von den Lippen rutschen möchte, lasst uns innehalten und sich lieber mit dem begnügen, was für Paulus ausreichend war: &#8222;Gott ist ein Gott des Friedens&#8220;! Merken wir wie dieser Appell viel tiefer reicht?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/der-am-haeufigsten-falsch-zitierte-bibelvers/14403">Der am häufigsten falsch zitierte Bibelvers</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 13:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;Five Festal Garments&#8220; von B.G. Webb untersucht fünf Bücher des AT, die wir als Christen häufiger vernachlässigen. Webbs Überlegungen waren unter anderem die Grundlagen für nachfolgende Skizzen: 1. Episodische Struktur: Webb macht auf die Schönheit des Aufbaus im Inneren des Werks aufmerksam. Es&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Five-Festal-Garments-Lamentations-Ecclesiastes/dp/0830826106">Five Festal Garments</a>&#8220; von B.G. Webb untersucht fünf Bücher des AT, die wir als Christen häufiger vernachlässigen. Webbs Überlegungen waren unter anderem die Grundlagen für nachfolgende Skizzen:</p>
<h2>1. Episodische Struktur:</h2>
<p>Webb macht auf die Schönheit des Aufbaus im Inneren des Werks aufmerksam. Es liegt eine strukturelle Parallele mit geringfügigen Varianten in Kapitel 2 und Kapitel 3 vor:</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 270px;">
<tbody>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">Kapitel 2:</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">Kapitel 3:</td>
</tr>
<tr style="height: 90px;">
<td style="width: 50%; height: 90px;">1. Ruth bietet Naomi, ob sie gehen kann und sagt ihr was sie tun will. Naomi bietet Ruth zu gehen</td>
<td style="width: 50%; height: 90px;">Naomi bietet Ruth zu gehen und sagt ihr, was sie zu tun hat.</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">2. Ruth geht</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">2. Ruth geht</td>
</tr>
<tr style="height: 60px;">
<td style="width: 50%; height: 60px;">3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt</td>
<td style="width: 50%; height: 60px;">3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">4. Boas bittet Ruth zu bleiben und sagt, dass &#8222;Sie segnenswert sei&#8220; und gibt ihr Nahrung</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">4. Boas sagt Ruth, dass &#8222;Sie segnenswert sei&#8220; und bittet sie zu bleiben und gibt ihr Nahrung</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">5. Ruth spricht mit Naomi, erzählt ihr was passiert sei und bekommt von ihr Rat</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">5. Ruth spricht mit Naomi, erzählt ihr was passiert sei und bekommt von ihr Rat</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Doch in dieser Parallele entwickelt sich weiter, so wie aus der Erntezeit von Kapitel zwei die Dreschzeit von Kapitel drei wird.</p>
<p>Dieses Zentrum wiederum ist flankiert von &#8222;Namenslisten&#8220;: Zu Beginn finden wir mindestens drei Namen, die keinerlei Rolle mehr spielen sollen. Die Genealogie zum Schluß kann jedoch kaum bedeutender sein, verknüpft sie Ruth doch als Bindeglied zwischen der Mose-Richter Zeit mit der Zeit des großen Königs Davids. Entsprechend spiegeln auch diese Namenslisten die Entwicklung von der Leere zur Fülle wider, die Naomi und Ruth als Individuen widerfährt für einen größeren Kontext wieder</p>
<h2>2. Thematische Entwicklung und Kanonische Einbindung</h2>
<p>Damit wären wir mitten im Plot des Buches. Wer Ruth als an Richter anschließend liest, dem wird auffallen, dass die zwei abschließenden <em>Horrorgeschichten</em> des Richter-Buches damit Anfangen, dass Jemand Bethlehem (= Haus des Brotes) verlässt ( Ri 17,9 und Ri 19,2 bzw. 19,18). Wer das Haus des Brotes verlässt, steht in der Gefahr eine Katastrophe auszulösen. Ruth als Abschließender Teil dieser Trilogie bietet nun die &#8222;Kontra-Erzählung&#8220; dafür. Dabei war die Ironie besonders groß, dass im &#8222;Haus des Brotes&#8220; eine Hungersnot herrscht (Rt. 1,1). Im Übrigen dürfen wir auch sonst Umstände der Richter-Zeit erwarten: Ein jeder tut was ihm recht vor Augen scheint. Das gerade eine fremde Migrantin ein beliebtes Opfer für ein kurzes Sexabenteuer werden kann, scheinen Rt2,21 und Rt2,15 zumindest anzudeuten.</p>
<p>Doch zehn Jahre nach Verlassen des verheißenen Landes ausgerechnet in Richtung Moab, muss Ruth Buße übend zurückkehren und bekennt, als die Frauen rufen: &#8222;Ist das die Naomi?&#8220;:</p>
<p><strong>&#8222;Nennt mich nicht Naomi(Lieblich), sondern Mara (Bitter). Denn der Allmächtige hat mich sehr betrübt. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht.&#8220; </strong><span id="more-14360"></span></p>
<p>&#8222;Naomis Verlassen von Bethlehem und die Rückkehr zurück kann thematisch in Begriffen von Rebellion und Buße verstanden werden. Namoi kommt aus einem fernen Land als eine &#8222;verlorene Tochter&#8220; zurück&#8220; (Webb, S. 51)</p>
<p>In Naomis Begegnung begegnen wir dem, was aus dem israelische kompromisslosen Monotheismus folgt. Denn wenn Gott über alle Dinge souverän ist, gibt es keine endgültige oder andere Erklärung für das Leiden, das einem wiederfährt. Dennoch irrt Naomi, wenn Sie sich als <em>&#8222;Leer heimgekommen&#8220;</em> sieht. Selbst nachdem ihrund Ruth unerwartete Segnungen wiederfahren, müssen sie die nebenstehenden Frauen daran erinnern, dass ihre <em>&#8222;Schwiegertochter, die sie liebt, ihr besser ist als sieben Söhne&#8220;</em> (Rt. 4,15). Leer heimgekommen ist Sie also gar nicht und aus der bitteren Vorsehung, die Sie empfindet wird bald eine süße.</p>
<p>Ruth ist also ein Buch, das vom Leiden-Glauben-Belohnung/Segen berichtet (so T. Schreiner in The King in His Beauty) oder von Leere-Suchen-Finden-Fülle (so Webb)</p>
<p>Thematisch führt auch ein oberflächliches Lesen nicht darn vorbei zu erkennen, wie das Buch &#8222;Freundlichkeit&#8220; unterstreicht. Boas wird als Beispiel der Freundlichkeit gegenüber Witwen, Waisen und Fremdlingen unterstrichen. Entsprechend lesen Juden das Buch Ruth zu Pfingsten, im jüdischen Verständnis ist Pfingsten nicht nur das erste Erntedankfest, sondern auch der 50 Tag nach dem Passahfest, der Tag, an dem Israel in der Wüste das Gesetz empfing. Dabei werden manche Gesetze eher freimütig übergangen. Neben dem übergangen ersten Erlöser ist dabei vor allem an die Einbindung der Moabiter zu denken, die niemals in die Gemeinde des Herrn kommen dürfen (5. Mo 23,3-6). Das Ruth Moabiterin ist, wird dabei nie verschwiegen sondern eher besonders unterstrichen (6 Mal im Buch). Boas lebt also den Geist und nicht den Buchstaben des Gesetzes aus. Ausgerechnet eine Frau aus dem verbannten Stamm ist dabei eine echte &#8222;Israelitin im Herzen&#8220;. Das die hebräische Kanonisierung Ruth oft auch nach Sprüche einordnet stellt Ruth als DIE Frau nach Sprüche 31 dar: Tugendsam und freundlich. Deutlich wird das z.B. in Rt. 2,12-13:</p>
<p><strong><em>&#8222;(Worte Boas zu Ruth): Der Herr vergelte dir deine Taut, und dein Lohn möge vollkommen sein bei dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest. Sie sprach: Lass mich Gnade vor deinen Augen findn, mein herr, denn du hast mich getröstet und deine Magd freundlich angesprochen&#8230;&#8220;</em></strong></p>
<p>Beachtet, wie Ruth die Begriffe &#8222;freundlich&#8220; und &#8222;Gnade&#8220; miteinander verknüpft.</p>
<h2>3. Bezüge zum Neuen Testament</h2>
<p>Das Ruth mit Büchern wie Esther oder Hohelied eher in unseren täglichen Betrachtungen untergehen liegt nicht nur an der Kürze der Bücher, sondern auch daran, dass das NT relativ wenig Bezüge zu diesen Büchern nimmt. Zu Ruth findet sich aber in Matthäus 1,5 ein spannender Hinweis. Bekanntlich unterstreicht Matthäus nebst Ruth auch die anderen heidnischen Frauen im Stammbaum Jesu, aber nur hier findet sich die Info, dass die Mutter des Boas selbst niemand geringeres als Rahab sei. Das heißt der Muster-Israelit schlecht hin hat eine kanaanäische Mutter und heiratet eine Muster-Frau aus Moab. In Ruth finden wir so auf besondere Weise deutlich gebracht, dass der ein echter Israelit sei, der es inwendig ist (Röm. 2,29).</p>
<p>Nach ihrer Begegnung mit dem <em>Erlöser Boas</em>, lernen Ruth und Naomi, dass sie &#8222;nicht leer&#8220; dastehen. Nein, Sie bekommen die Fülle, weil Sie zum Gott Israels umkehren. Dennoch sehen Sie nur einen Teil der vorsehenden Fürsorge Gottes. Der Autor des Buches Ruth blickt weiter und hat David im Blick. Wenn sich später Matthäus hinsetzt um sein Evangelium zu verfassen, wird das kleine Buch zu einem Schlüsselstein auf dem Weg Gottes die Verheißung des Schlangenbesiegers aus 1. Mo. 3,15 zu erfüllen.</p>
<h2>4. Lessons learned</h2>
<p>Ich habe einige Lektionen mit einem Freund geteilt. Bereits einige wenige Stunden Invest in das Buch haben mich uvergleichlich und unwiderruflich bereichert:</p>
<ul>
<li>So bin ich persönlich ein Mensch, der sehr mit Fehlentscheidungen hadert. Mir ist es dabei kein Trost, dass in vielen dieser Fehlentscheidungen auch andere mitgeredet haben. Ich kann mich hier mit Naomi aus Kapitel eins identifizieren, die die Verantwortung Israel für Moab einzutauschen, komplett auf sich nimmt. Dabei war Sie als Frau wahrscheinlch eher einfach mitgezogen mit ihrem Ehemann. Ich weiß, dass der Blick zurück auf (vermeintliche) Fehlentscheidungen &#8222;ungemein verbittern&#8220; kann. Der Blick auf die Vorsehung Gottes, die denen die Gott Lieben nur das Beste bietet, ist eine Lektion die ich mit Naomi lernen möchte. Das was für uns nur Plan B oder C zu sei scheint, ist in Gottes Augen Plan A. Wir dürfen also auch unsere Fehlentscheidungen vertrauensvoll in Gottes Hand legen.</li>
<li>Das ausgerechnet eine Moabiterin Gnade wiederfährt ist etwas, dass den &#8222;überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte in Christus Jesus&#8220; ausdrückt (Eph. 2,7). Eigentlich ist es nahezu bizarr, das Gott hier über das Gesetz hin gnädig ist. Aber ist nicht genau das, was uns am Kreuz Christi begegnet?</li>
<li>Schließlich hat mich die Ehrlichkeit des Buches beeindruckt. In Bethlehem ist eben wirklich Hungersnot, und es möge dabei hundertfach &#8222;Brothaus&#8220; heißen. Und auch in Israel besteht für eine junge hübsche fremde Witwe die Gefahr, vergewaltigt zu werden. Boas, Ruth und Naomi sind sich dessen völlig klar bewusst. Aber Sie blicken auf weitaus mehr, das die geographischen Grenzen und die politische Situation Israels durchbricht. &#8222;Diese alle sind gestorben im Glaubne und haben die Verhießungen nicht ergriffen, sondern sie nur von ferne gesehen udn gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind&#8220; (Heb. 11.13). Sie haben sich als Menschen in einer Bundesbeziehung mit einem gnädigen  Gott verstanden. Die Freundlichkeit mit der Ruth die Fremde aufgenommen wird, zeigt schließlich nur auf die Freundlichkeit mit der uns Gott annimmt. Paulus macht daraus in Titus 3,4 gar ein Wortspiel, wenn er von der (en chrēstotēti) in Christus Jesus (en Christō)  spricht: <em>&#8222;Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig.&#8220;</em></li>
</ul>
<h2>5. Literaturhinweise:</h2>
<ul>
<li>Auf die &#8222;Bethlehem Trilogie&#8220; wurde ich durch <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">George Schwabs Richter Kommentar</a> aufmerksam.</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/Five-Festal-Garments-Lamentations-Ecclesiastes/dp/0830826106">Five Festal Garments</a> ist ein spanneder Beitrag zur biblischen Theologie der Fünf Festschrifte im Judentum, nämlich Hohelied, Ruth, Klagelieder, Esther und Prediger.</li>
<li>Wer sich in aller Kürze einen thematischen Überblick und eine christologisch-kanonische Einbindung in die Bibel wünscht, sollte zu <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1620218676&amp;sr=8-1">&#8222;The King in His Beauty</a>&#8220; von Thomas Schreiner (hier geht es zu einem <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1620218676&amp;sr=8-1">Interview mit dem Autor</a>) greifen.</li>
<li>Ausführlicher mit einer Besprechung von Gliederung, Gattung, Inhalt und rechtlichem Hintergrund geht <a href="https://www.nimm-lies.de/tipp-helmuth-egelkraut-das-alte-testament/12770">Egelkraut in seiner Einleitung in das Alte Testament</a></li>
<li>Leon Morris hat einen <a href="https://www.amazon.de/Judges-Ruth-Tyndale-Testament-Commentaries/dp/0830842578/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=judges+totc&amp;qid=1620218867&amp;s=books&amp;sr=1-1">allgemeinverständigen eher kurzen Kommentar zum Buch Ruth in der TOTC Reihe verfasst.</a></li>
<li>Umfangreicher und eher praktischer orientiert ist dabei <a href="https://www.amazon.de/Sweet-Bitter-Providence-Race-Sovereignty/dp/1844744248/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=a+sweet+and+bitter+providence&amp;qid=1620218923&amp;s=books&amp;sr=1-1">John Pipers Buch &#8220; A Sweet and Bitter Providence&#8220;. </a></li>
<li>Die Ausführlichste Studie, zum Begriff des Erlösers und seiner breiten Bandbreite gerade in der Verwendung im Alten Testament und was das für das Verständnis bedeutet, was Erlösung überhaupt bedeutet, habe ich bei Christopher Wright: <a href="https://www.amazon.de/Mission-Gods-People-Biblical-Theology/dp/0310291127/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=wright+the+mission+of+gods+people&amp;qid=1620219497&amp;s=books&amp;sr=1-1">&#8222;The Mission of God&#8217;s People&#8220;</a> gefunden.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Guter Start</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Nov 2020 19:38:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Durch einen Freund bin ich auf diese Quartalshefte vom Bibellesebund(BLB) gestoßen. Es war genau das, was ich schon länger für unsere älteste Tochter gesucht habe. Für jeden Tag finden sich dabei eine kurze Lesung eines Bibelabschnitts. Dabei wagen sich die Autoren auch an herausfordernde Texte,&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/guter-start/14110">Weiterlesen</a></p>
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<figure class="alignleft size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="402" height="478" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/2024-2_Guter-Start_ABO-Mockup_1920x1920.png" alt="Guter Start Abo" class="wp-image-16176" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2024-2_Guter-Start_ABO-Mockup_1920x1920.png 402w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/2024-2_Guter-Start_ABO-Mockup_1920x1920-252x300.png 252w" sizes="auto, (max-width: 402px) 100vw, 402px" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Durch einen Freund bin ich auf diese Quartalshefte vom Bibellesebund(BLB) gestoßen. Es war genau das, was ich schon länger für unsere älteste Tochter gesucht habe. Für jeden Tag finden sich dabei eine kurze Lesung eines Bibelabschnitts. Dabei wagen sich die Autoren auch an herausfordernde Texte, z.B. im aktuellen Heft an Hesekiel. Gleichzeitig werden Kerntexte gewählt, mit denen bereits Kinder klar kommen. Unter jedem Textabschnitt findet sich noch eine Aufgabe, eine kurze Erklärung und ein Impuls zum Nachdenken und. Manchmal finden sich Verweise auf weitere Aktionen, wie eine Chat-Möglichkeit, die Möglichkeit eine E-mail zu schreiben und der Verweis auf weitere erklärende Videos. Jede Lektion nimmt meist eine halbe Seite ein und unsere Tochter kann diese in jeweils etwas mehr als 20 Minuten bearbeiten, eine ideale Aufnahmezeit. Sehr positiv ist die Konzentration auf den wirklich gelesenen Text zu unterstreichen. Gelockert wird das Heft durch zahlreiche altersgerechte Illustrationen, einigen Rätseln und einen Comic-Einseiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der BLB führt eine konsequente Illustration durch seine Werke durch, das bedeutet, dass jedes Bibelbuch mit einem Logo versehen ist, dass sowohl auf dem <a href="https://www.cbuch.de/mein-bibel-griffregister.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bibel-Griffregister</a>, wie auch im <a href="https://www.cbuch.de/jahnke-mein-bibellexikon.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bibellexikon</a> identisch ist. Ja selbst die gezeichneten Personen der Bibel werden konsistent weitergeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Abo von 4 Heften pro Jahr kostet 14,60Eur zzgl. Versand. Mehr dazu <a href="https://shop.bibellesebund.de/Guter-Start-Abo/88840.4" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier.</a></p>
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