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	<title>textus receptus Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>Näher am Original von K.-H. Vanheiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 21:02:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz Vanheiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Buch, das mit zahlreichen Graphiken erweitert wird stellt Karl-Heinz Vanheiden die Entwicklung der Textkritik von den bereits ersten Stunden der Kirchengeschichte über die Funde phänomenaler Handschriften und Papyri in den letzten beiden Jahrhunderten sowie eine ausführliche Besprechung der Entstehung des sogenannten Textus Receptus.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/naeher-am-original-von-k-h-vanheiden/17974">Weiterlesen</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph">In diesem Buch, das mit zahlreichen Graphiken erweitert wird stellt Karl-Heinz Vanheiden die Entwicklung der Textkritik von den bereits ersten Stunden der Kirchengeschichte über die Funde phänomenaler Handschriften und Papyri   in den letzten beiden Jahrhunderten sowie eine ausführliche Besprechung der Entstehung des sogenannten Textus Receptus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">150 Seiten, Hardcover, erschienen in SCM/CV Dillenburg, 2. Auflage 2014. Mit zahlreichen Abbildungen. Gegenwärtig nur gebraucht erhältlich.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">IImmer wieder sind Christen beunruhigt, eine „verfälschte Bibel“ in der Hand zu halten. Ich glaube, es ist unmöglich, „evangelikal aufzuwachsen“ und nicht früher oder später auf den Konflikt <em>Nestle-Aland</em> oder <em>Textus Receptus</em> zu stoßen. Die Fronten sind hier oft verhärtet – ebenso die Rhetorik. Manche Christen lehnen jegliche Textkritik ab, d. h. die Beurteilung und Bewertung der Unterschiede zwischen zwei oder mehreren überlieferten Handschriften eines biblischen Textes. Wer sich in dieser Frage mehr Durchblick wünscht, ohne gleich ein allzu dickes Buch studieren zu müssen, trifft mit <em>Näher am Original?</em> die richtige Wahl.</p>



<span id="more-17974"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Autor selbst Bibelübersetzer ist, spricht er in seinem Buch auch aus praktischer Erfahrung. Es ist im Übrigen kein Plädoyer für den Nestle-Aland-Text, wohl aber dafür, dass Textkritik zulässig und notwendig ist – und dass sie der Gemeinde zum Segen wird. Denn heute wissen wir besser und genauer über Inhalt und Zuverlässigkeit des Neuen Testaments Bescheid als noch die Reformatoren vor einigen Jahrhunderten. Während Erasmus von Rotterdam nur etwa zwölf Handschriften zur Verfügung hatte, sind inzwischen zahlreiche weitere Handschriften, Papyri und Übersetzungen entdeckt worden, die oft deutlich älter sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Autor gelingt es, die oftmals aggressiven und überzogenen Argumente mancher Textus-Receptus-Verteidiger bereits durch seine ruhige und sachliche Art zu entkräften. So zeigt er etwa, dass das sogenannte <em>Comma Johanneum</em> nicht einmal in der Lutherbibel von 1545 enthalten war. Eine besondere Stärke des Buches liegt zudem in der gründlichen Recherche zur Arbeit von Erasmus mit den griechischen Texten. Bekannte Handschriften werden vorgestellt – sowohl im Hinblick auf ihre Entdeckung als auch auf ihre Bedeutung für die Textkritik und damit für die Übersetzungsarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überrascht hat mich, dass die <em>King-James-Only</em>-Bewegung, die im amerikanischen Raum häufig mit dem Beharren auf Übersetzungen auf Grundlage des Textus Receptus verbunden ist, ursprünglich mit den Schriften eines adventistischen Predigers begann!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist fesselnd und zugleich leicht verständlich geschrieben. Die im Anhang gewählten Grafiken sind gut ausgewählt und erläutern manche Fragestellung auch auf anschauliche Weise.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Weiteres:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interview mit <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-karl-heinz-vanheiden/13195">Karl-Heinz Vanheiden</a>  aus dem Jahr 2018.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besprechung des Buches <a href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">&#8222;Bibel-Chronik&#8220;.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Vanheiden: Näher am Original?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 10:58:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Ebertshäuser]]></category>
		<category><![CDATA[Nestle-Aland]]></category>
		<category><![CDATA[Schlachter 2000]]></category>
		<category><![CDATA[textus receptus]]></category>
		<category><![CDATA[Urtext]]></category>
		<category><![CDATA[Vanheiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt ihn &#8211;  den Streit um die richtige Bibel. Und es existiert &#8222;der Streit um den richtigen Urtext der Bibel.&#8220; So lautet auch der Untertitel von &#8222;Näher am Original&#8220; von Karl-Heinz Vanheiden. Aber es gibt auch welche, die sich nicht in diesen Streit haben&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/vanheiden-naher-am-original/879">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/vanheiden-naher-am-original/879">Vanheiden: Näher am Original?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright" src="https://www.icmedienhaus.de/fileadmin/mediafiles/scm_shopproduct/Bilder/gross/220678000.jpg" alt="" width="263" height="400" />Es gibt ihn &#8211;  den Streit um die richtige Bibel. Und es existiert &#8222;der Streit um den richtigen Urtext der Bibel.&#8220; So lautet auch der Untertitel von &#8222;Näher am Original&#8220; von Karl-Heinz Vanheiden. Aber es gibt auch welche, die sich nicht in diesen Streit haben hineinziehen lassen. Diese Christen beneide ich. Wir sollten zwar nicht streiten, aber wir sollten durchaus wissen, warum wir welche Übersetzung benutzen und was der Unterschied zu den anderen Übersetzungen ist.</p>
<p>In diesem Buch geht es weniger um die zahlreichen deutschen Übersetzungen, sondern vielmehr von welcher griechischen Vorlage ins Deutsche übersetzt wird. Und weil die Originalmanuskripte der biblischen Autoren nicht erhalten geblieben sind, sondern nur Abschriften davon, geht Vanheiden der spannenden Frage nach, welche dieser zum Teil viel späteren Abschriften als Grundlage für die Übersetzungen in die jeweiligen Landessprachen verwendet werden sollten. Es gibt hauptsächlich drei verschiedene Textgrundlagen die dann auch ihre Anhänger und Verteidiger haben.</p>
<p><span id="more-879"></span>Zum einen gibt den sogenannten <em>textus receptus</em>. Dieser geht zurück auf die erstaunliche Leistung des Erasmus&#8216; von Rotterdam (1469-1536). Seine Ausgabe des Neuen Testaments diente u.a. Martin Luther als Grundlage seiner Übersetzung. Doch gelten die Ausgaben von Erasmus heute nicht als der Standardtext des<em> textus receptus</em>. Erst die weitere Bearbeitung seines französischen Nachfolgers Robert Estienne (genannt &#8222;Stephanus&#8220;, 1503-1559) gilt heute als der übliche<em> textus receptus</em>. Die Besonderheit dieser Textgrundlage ist, dass sie nur einen Bruchteil der insgesamt heute verfügbaren Handschriften berücksichtigt. Eben nur die Texte, die im 16. Jahrhundert verfügbar waren, wurden in dieser Ausgabe textkritisch untersucht und daraus der &#8222;überlieferte Text&#8220; rekonstruiert.</p>
<p>Die zweite Textgrundlage ist der <em>Mehrheitstext</em>, der hauptsächlich auf den Handschriften des damaligen Byzantinischen Reiches basiert. Da es im Deutschen keine Übersetzung auf dieser Textgrundlage gibt, spielt der Mehrheitstext im &#8222;Streit um den richtigen Urtext&#8220; bei uns keine so wichtige Rolle.</p>
<p>Dafür aber der für die meisten Übersetzungen weltweit zu Grunde liegende <em>Nestle-Aland-Text</em>. Dieser Text, der inzwischen in der 27. Auflage erschienen ist, wurde nach nachvollziehbaren wissenschaftlichen Methoden aus allen bekannten Handschriften und Fragmenten ermittelt. &#8222;Man ist davon überzeugt, dass man dem Urtext dann am nächsten kommt, wenn alle Handschriften, auch die, die seit der Reformation entdeckt wurden, nach wissenschaftlichen Kriterien sorgfältig untersucht werden.&#8220;</p>
<p>Der Streit beginnt also mit der Frage, ob die nach dem 16. Jahrhundert gefundenen Handschriften uns den ursprünglichen Text liefern können, oder ob der im 16. Jahrhundert abgeschlossene<em> textus receptus</em>, der von Gott gesegnete und überlieferte Text ist.</p>
<p>Um es vorweg zu nehmen: Vanheiden ist ganz klar ein Vertreter des <em>Nestle-Aland Textes</em>. Und er hat gute Gründe dafür und deckt sie in seinem Buch auf. Doch ganz gleich welche Position man vertritt, ist auch immer die Frage, wie man mit der Gegenmeinung und ihren Vertretern umgeht.  Respekt vor dem anderen und Fairness spielen dabei eine wichtige Rolle. Wie sieht es damit bei Vanheiden aus? Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass Vanheiden versucht, Kritik mit Liebe und Fairness zu üben. Doch gelingt es ihm leider nicht immer. Aber dies gelingt meiner Meinung nach den Textus-Receptus-Vertretern manchmal sogar noch weniger. Wenn aber die Textus-Receptus-Vertreter geistliche Argumente für ihre Position anführen, so sollten sie auch in der Diskussion geistlich reden, handeln und schreiben. Und wenn die Nestle-Aland-Vertreter sich wissenschaftlicher Argumente bedienen, müssen sie auch die Grenzen und die Gefahren der Wissenschaft einsehen. Dieses tut Vanheiden auch. Er schreibt dazu auf Seite 123:</p>
<blockquote><p>Gewiss wird man den Wissenschaftlern auf die Finger schauen müssen, um zu sehen, welche dogmatischen und philosophischen Vorentscheidungen in ihre Arbeit einfließen und einzelne Ergebnisse beeinflussen. Hier ist Vorsicht und Wachsamkeit durchaus angebracht.</p></blockquote>
<p>Nicht zu vergessen ist bei der ganzen Diskussion, dass bei über 90% des neutestamentlichen Textes keine Abweichungen (lediglich Variationen) in den zahlreichen über 5000 Handschriften vorhanden sind. Es sind also nur ca. 10% des Textes, in denen es Abweichungen gibt. Vanheiden gibt in seinem Buch einen Einblick, wie mit diesen Unterschieden in der textkritischen Wissenschaft umgegangen wird. Zusätzlich gibt er einen Überblick über die Entstehung des Neuen Testamens und der wichtigsten vorhandenen Handschriften. Abgerundet wird das Buch mit der Beantwortung der Frage, welche Textgrundlage für die wichtigsten deutschen Übersetzungen verwendet wurde. Die Luther- und auch die verschiedenen Elberfelderübersetzungen basieren mehr oder weniger auf dem <em>Nestle-Aland-Text</em>. Nur die Schlachter 2000 hat sich dem<em> textus receptus</em> verschrieben. Und wenn die ersten beiden Übersetzungen sachlich-neutral beschrieben werden, so kann sich Vanheiden eine Wertung der Revision der Schlachterbibel nicht verkneifen. Für ihn handelt es sich bei der Schlachter 2000 nicht um eine Revision, sondern um eine &#8222;konsequente Rückrevision auf den <em>textus receptus</em> &#8211; ein einzigartiger Vorgang in der Geschichte der Bibelübersetzungen.&#8220; Damit hat er Recht. Und trotzdem lese ich gerne in der Schlachter Bibel. Davon hat mich das Buch nicht abbringen können, auch wenn es eine lohnende Lektüre war, um zu verstehen, worum es in diesem Streit geht. Das war auch die Absicht des Autors und ich kann es für diesen Zweck auch empfehlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Daten</strong></span></p>
<p><strong>Titel:</strong> Näher am Original? Der Streit um den richtigen Urtext<strong><br />
Autor:</strong> Karl-Heinz Vanheiden<br />
<strong>Seiten:</strong> 142<br />
<strong>Einband:</strong> Taschenbuch<br />
<strong>Format:</strong> 12 x 19 cm<br />
<strong>Verlag: </strong>SCM R. Brockhaus<br />
<strong>Jahr:</strong> 2007<br />
<strong>Preis:</strong> 7,90 EUR</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/vanheiden-naher-am-original/879">Vanheiden: Näher am Original?</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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