Alle Artikel in der Kategorie “Allgemein”

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Bei Stromausfall ein Buch lesen

Zeit-Soziologe Hartmut Rosa erzählt in einem Interview, wie schwer es uns fällt ein Buch zu lesen, weil wir dann meinen, so viel zu verpassen. Er hat auch das interessante Buch „Beschleunigung – Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne“ geschrieben. Hier der Auszug aus dem Gespräch:

Zeit: Sind wir also unfähig geworden, die Muße zu genießen?

Rosa: Das Problem ist, dass wir ständig das Gefühl haben, Zeit sei kostbar und dass ich deshalb jede Aktivität rechtfertigen müsse. Wenn ich mir vornehme, heute mal in Ruhe ein Buch zu lesen, dann gäbe es auch hundert andere Optionen: fernsehen, im Internet surfen, E-Mails checken… Das heißt, wenn ich lese, muss ich zugleich das Gefühl haben, dies sei die nützlichste, die sinnvollste Verwendung meiner Zeit.

Zeit: Sie meinen, ich muss es quasi vor mir selbst rechtfertigen, dass ich nun ein Buch lese?

Rosa: Natürlich läuft dieses Abwägen nicht bewusst. Es beschäftigt uns permanent unbewusst und bindet Denk-Energie.

Zeit: Wie entkommt man dem? Welche Strategien haben zum Beispiel Sie selbst?

Rosa: Es gibt nichts schöneres, als wenn bei mir im Hochschwarzwald, wo ich wohne, der Strom ausfällt. Das passiert im Winter immer mal durch Sturm oder Schneebruch. Dann kann ich nicht an den Computer, der Fernseher funktioniert nicht – und in dieser Situation ein Buch zu lesen ist etwas ganz anderes, als wenn die Welt da draußen weiter rauscht.

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Ende der Winterpause!

Es sind jetzt schon einige Wochen ins Land gegangen, in denen es keine neuen Beiträge auf dieser Seite gab. Nachdem jetzt einige Leser dieses Blogs per Email nachgefragt haben, was denn mit mir eigentlich los sei, habe ich beschlossen, mich wieder zu Wort zu melden.

Als aller erstes möchte ich mich bei allen Lesern entschuldigen, dass ich über die Bücher der Puritaner-Serie aus dem 3L-Verlag nicht wöchentlich geschrieben und die Serie auch nicht weiter geführt habe. Ich habe die Bücher zwar alle gelesen, kam aber bedauernswerterweise nicht zum Schreiben. Mittlerweile ist ein weiteres Buch von den Puritanern erschienen, was darauf wartet gelesen zu werden. Da sich bei mir wieder das Semesterende naht, und damit auch einige umfangreiche Hausarbeiten, möchte ich keinen Zeitplan nennen, wann ich die Serie beenden werde. Ich werde sie aber, so Gott will, weiterführen. Es lohnt sich also hier wieder vorbeizuschauen.

Ich habe mich in der letzten Zeit auch immer wieder über den Sinn und Unsinn dieser Seite Gedanken gemacht. Folgendes ging mir dabei durch den Kopf:

  • Wer liest überhaupt meinen Blog?
  • Fördern meine Beiträge das Lesen guter Bücher?
  • Bloggen war für mich bisher immer Einweg-Kommunikation. Wäre es nicht sinnvoller, sich mit jemandem über das Gelesene auszutauschen als nur darüber zu schreiben?
  • Andererseits, wenn man über das Gelesene schreiben will, liest man konzentrierter und mit der Absicht, anderen davon zu berichten. Lesen wird also zu einem komplexen Prozess: Nachdenken über den Inhalt, Verstehen des Gedankenganges und abschließend das Verstandene in Worte fassen.
  • Wie kann man bloggen und trotzdem Epheser 5,16 befolgen?
  • Welche Bedeutung haben christliche Bücher für das Wachsen in der Gnade?

Ich kann vorerst so viel verraten, dass ich selbst von einigen christlichen Blogs profitiere. Und wenn mein Blog für Einige zum Segen ist, möchte ich, soweit es meine zeitlichen Ressourcen erlauben, weiter schreiben. Falls ich aber von dem Unsinn dieses Blogs überzeugt werde, dann werde ich aufhören, wie es z.B. Sebastian Heck getan hat…

Wie auch immer: tolle lege – und zwar zuallererst das Buch der Bücher – die Bibel!

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Welches Buch ist dir sehr ans Herz gewachsen?

Alberto Manguel beginnt sein Buch „Tagebuch eines Leser“ mit folgenden Worten:

Manche Bücher durchqueren wir wie im Fluge. Schon beim Umblättern vergessen wir, was auf der vorigen Seite stand. Andere lesen wir mit Ehrfurcht, ohne Widerspruch oder Zustimmung zu wagen. Wieder andere dienen lediglich der Information und bleiben ohne Kommentar. Dann gibt es Bücher, die uns in vielen Jahren so sehr ans Herz gewachsen sind, dass wir sie nur Wort für Wort wiederholen können, denn wir kennen sie längst auswendig.

Bei den Büchern, die ihm ans Herz gewachsen sind, findet man leider nicht die Bibel, das Buch der Bücher. Aber wünschte es für mich, dass mir die Bibel wie kein anderes Buch ans Herz und ins Herz wachsen würde, so dass ich sie Wort für Wort rezipieren, auswendig zitieren und vollständig leben könnte, so wie es Gustave Flaubert sagte: „Lies, um zu leben.“

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Wohin mit den vielen Büchern?

Wir haben gestern im IKEA-Restaurant nach einer anstrengenden und regnerischen Autobahnfahrt Kaffee getruken. Nebenbei habe ich der IKEA-Family Zeitschrift geblättert und folgenden Tipp gefunden:

„Je voller der Gefrierschark, desto sparsamer läuft er. Ungenutzen Platz kannst du mit Büchern füllen.“ (IKEA Umweltkämpfer Charlie Browne)

Das man auf diese Weise Energie sparen kann, sehe ich ein. Aber ob das für meine Bücher ein sicherer Aufbewahrungsort ist, bin ich mir nicht ganz sicher. Dann stelle ich sie doch lieber in mein Billy Regal von IKEA. Ich habe zwar gehört, dass man feucht Bücher durch Gefriertrocknen retten kann, bezweifle aber, dass das mit einem normalen Gefrierschark auch funktioniert.

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Die Schlange zwischen den Büchern

Ein Bücherschrank: Prächtige, goldbedruckte Bände in Leder, daneben einfachere Bücher und Broschüren, teils alt und vergilbt. In bunter Reihe stehen sie in dem prächtigen, kunstvoll gearbeiteten Schrank. Eine Hand streckt sich aus, einen Band herauszunehmen. Wird sie gebissen werden, wie jener gebildete Hindu, der ein Buch aus seinem Schrank nahm und dabei von einer kleinen Schlange gebissen wurde, die zwischen den Büchern versteckt war? Er starb.

Auch in unseren Bücherschränken lauert eine Schlan-ge, versteckt zwischen den Seiten der prächtigen Bände. Sie lauert, um mit ihrem feinen, kaum spür-baren Biss ihr böses Gift auszuteilen. Es dringt nicht, wie bei jenem Hindu, in den Körper, aber in Seele und Geist. Romane, Gedichte, philosophische Abhandlun-gen, künstlerische Bilder, ansprechen für den Geschmack des Gebildeten oder auch für gröbere Empfindungen, alles wird geboten. Entspricht es dem, was der Apostel im folgenden Vers empfiehlt? Alles, was wahr, alles, was rein, alles, was lieblich ist, alles was wohllautet, dieses erwäget. Philipper 4,8

Wieviel Böses kann menschliche Wissenschaft und Literatur in unserer Seele anrichten! Wie sehr können Erzählungen, in denen Menschen ohne Moral geschil-dert werden, unser Urteil verderben. Manches böse Samenkorn trägt noch nach Jahren schlimme Früchte. Und wo Unkraut aufschießt, wird das „nützliche Kraut“ (Hebräer 6,7) bald erstickt. Hüten wir uns vor der Schlange, die es darauf abgesehen hat, uns zu verderben. Der Herr möge uns Kraft und Weisheit geben, über unserer Lektüre zu wachen.

Quelle: unbekannt