Alle Artikel in der Kategorie “Rezensionen

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Biblische Schönheit

Wie oft erlebe ich, dass kleine Details des biblischen Berichts die Schönheit der biblischen Struktur und Erzählweise unterstreichen. Immer wieder frage ich mich, wie ich die vielen Schönheiten der biblischen Erzählweise übersehen konnte. So ist mir gerade die komplementäre Sicht auf das Gegenüber aufgefallen, mit der der Geliebte oder die Geliebte im Buch Hohelied beschrieben werden.

Der Freundin erblickt Ihren Geliebten von oben nach unten. Sie sieht erst seine Haare, dann die Augen, Wangen und Lippen seines Kopfes. anschließend gleitet ihr Blick über die Hände, den Leib auf die Beine um dann seine Gesamterscheinung wahrzunehmen.

Hohelied 5,10–15
10 Mein Geliebter ist weiß und rot, ausgezeichnet vor Zehntausenden.

11 Sein Haupt ist gediegenes, feines Gold, seine Locken sind herabwallend, schwarz wie der Rabe;

12 seine Augen wie Tauben an Wasserbächen, badend in Milch, eingefasste Steine;

13 seine Wangen wie Beete von Würzkraut, Anhöhen von duftenden Pflanzen; seine Lippen Lilien, träufelnd von fließender Myrrhe;

14 seine Hände goldene Rollen, mit Topasen besetzt; sein Leib ein Kunstwerk aus Elfenbein, bedeckt mit Saphiren;

15 seine Schenkel Säulen aus weißem Marmor, gegründet auf Untersätze aus feinem Gold; seine Gestalt wie der Libanon, auserlesen wie die Zedern;

Der Freund wiederum sieht seine Geliebte von unten nach oben. Er sieht die Schönheit Ihrer Fußtritte. Blickt auf Hüften, den Nabel, den Leib, die Brüste, den Hals. Zuletzt blickt er ins Gesicht und sieht Augen, Nase, Haare.

Hohelied 7,2–7
2 Wie schön sind deine Tritte in den Schuhen, Fürstentochter! Die Biegungen deiner Hüften sind wie ein Halsgeschmeide, ein Werk von Künstlerhand.

3 Dein Nabel ist eine runde Schale, in der der Mischwein nicht mangelt; dein Leib ist ein Weizenhaufen, umzäunt mit Lilien.

4 Deine beiden Brüste sind wie ein Zwillingspaar junger Gazellen.

5 Dein Hals ist wie ein Turm aus Elfenbein; deine Augen wie die Teiche zu Hesbon am Tor der volkreichen Stadt; deine Nase wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hinschaut.

6 Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, und das herabwallende Haar deines Hauptes wie Purpur: Ein König ist gefesselt durch deine Locken!

7 Wie schön bist du, und wie lieblich bist du, o Liebe, unter den Wonnen!

Beide Betrachter beenden Ihre Betrachtung übrigens am „Gaumen“ (Hld. 5,16 7,10), was wie die Elberfelder Bibel (CSV) in einer Fußnote wiedergibt, weniger einen Kuss im Blick hat als, die übermittelten Worte. Die Sehnsucht nach dem Gaumen meint vor allem das gemeinsame zueinander Sprechen – das Hören der Stimme des anderen(Vgl. auch Ps. 119,103).

Das Hohelied ist ein emotional triefendes Liebeslied. Selbst die verwendete Sprache ist schön um über Schönheit zu sprechen. Die Unbefangenheit, mit der über den Körper gesprochen wird, ist dabei überraschend. Die Schönheit des Leibes wird nicht als etwas Ungeistliches behandelt. Gleichzeitig geschieht dies in poetischer, persönlicher Sprache – nicht als anonyme Betrachtung, sondern innerhalb einer gegenseitigen Liebesbeziehung.


Diesen und viele weitere wertvolle Hinweise zur Schönheit biblischer Texte in der Darstellung des Menschen habe ich dem Buch „Antropologie des Alten Testaments“ von Hans Walter Wolff entnohmen.

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Drei evangelische Bekenntnisse im Vergleich

Seit ich „Der evangelische Glaube kompakt“ von Thomas Schirrmacher gelesen habe, war es mein langgehegter Wunsch, diese drei eng miteinander verwobenen evangelischen Bekenntnisschriften digital zu visualisieren.

Dabei handelt es sich um das presbyterianische Westminster-Bekenntnis von 1646, die kongregationalistische Savoy-Erklärung von 1658 und das 1689 angenommene Londoner Baptistische Glaubensbekenntnis.

Eine Gegenüberstellung des Westminster-Bekenntnisses und des Baptistischen Glaubensbekenntnisses findet sich bereits im Internet. Die vorhandenen Darstellungen wirken jedoch häufig veraltet. Zudem fehlt meist die Einbeziehung der Savoy-Erklärung, die gerade in Fragen der Gemeindelehre eine wichtige mittlere Darstellung spielt.

Mit confessio.glaubend.de erfülle ich mir nun diesen Wunsch.

In sehr vielen Fällen kommt die baptistische Darstellung dem näher, was auch meinem eigenen Glaubensbekenntnis entspricht. Damit ist nicht nur die Lehre von der Taufe gemeint, sondern auch verschiedene detaillierte Präzisierungen. So betont das Baptistische Glaubensbekenntnis in seiner Lehre von der Heiligen Schrift, dass alles, was für Gottes Ehre, das Heil, den Glauben und das Leben notwendig ist, ausdrücklich in der Schrift niedergelegt oder notwendigerweise darin enthalten ist (§ 1.6). An vielen Stellen überzeugen mich außerdem die Kürzungen, die das Baptistische Glaubensbekenntnis beispielsweise in der ausführlichen Darstellung des Bundes (§ 7) vornimmt.

Es gibt bereits verschiedene deutsche Übersetzungen aller drei Bekenntnisse. Dennoch habe ich mit KI-Unterstützung eine eigene Übersetzung der Bekenntnisschriften angefertigt, die bewusst auf ihren synoptischen Charakter Rücksicht nimmt. Übereinstimmende Formulierungen wurden dabei möglichst einheitlich übersetzt, damit Gemeinsamkeiten und Abweichungen unmittelbar erkennbar bleiben.

Alle drei Bekenntnisse sind wichtige Zeugnisse der Geschichte der protestantischen Kirchen und haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.

Das Projekt versteht sich als lebendes Projekt. Daher bin ich dankbar, wenn ihr Fehler findet und mir diese zurückmeldet. Hinweise und Korrekturen könnt ihr gerne an info@glaubend.de senden.

Außerdem hoffe ich, in Kürze auch die in den Vereinigten Staaten überarbeitete Fassung des Westminster-Bekenntnisses in diese Gegenüberstellung aufnehmen zu können.

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Helmut Thielicke: Zwischen Gott und Satan

Helmut Thielicke: „Zwischen Gott und SatanDie Versuchung Jesu und die Versuchlichkeit des Menschen

Im Dritten Reich 1938 unter dem Titel „Jesus Christus am Scheidewege“ erschienen.

Auflage von 1946

141 Seiten.

kostenfreier Download bei sermon-online.de

Helmut Thielicke war für mich die Neuentdeckung des letzten Jahres. Das vorliegende Buch ist ein frühes Werk Thielickes, erschienen in einer Zeit zunehmender Bedrängnis für Christen im Dritten Reich. Thielicke konnte zu diesem Zeitpunkt bereits erahnen, dass er nicht mehr lange im Hochschuldienst würde bleiben können. Tatsächlich wurde er 1940 aus dem Hochschuldienst entfernt und kurz darauf mit einem umfassenden Lehr-, Schreib- und Reiseverbot belegt.

Ausgehend von der Versuchung Jesu, wie sie in Matthäus 4,1–11 geschildert wird, behandelt Thielicke zunächst grundsätzlich die Versuchlichkeit des Menschen und die Versuchung Jesu, um anschließend die drei Versuchungen einzeln und ausführlicher zu betrachten. Dabei verbindet er biblische Auslegung mit existenziellen Fragen. Es geht also nicht nur darum, was damals in der Wüste geschah, sondern darum, warum der Mensch gerade in Not und Mangel, im Streben nach Macht, im Zweifel und angesichts der scheinbaren Abwesenheit Gottes für Versuchungen besonders anfällig wird.

Was Thielicke dabei sehr gut gelingt, ist, die drei Versuchungen nicht als außergewöhnliche und letztlich lebensfremde Prüfungen zu betrachten, die eigentlich nur Jesus betreffen. Vielmehr zeigt er auf, wie zentral gerade diese Anfechtungen auch für uns bleiben:

„Mach aus Steinen Brot.“ Dahinter steht die Versuchung, das Verhältnis zu Gott daran zu messen, ob Gott unsere unmittelbaren Bedürfnisse befriedigt. Ist Gott wirklich mein Vater, wenn er mich hungern lässt, wenn er meine Not nicht beseitigt und meine Wünsche nicht erfüllt?

Der Sprung von der Tempelzinne. Hier begegnet uns die Versuchung, Gott zum Beweis seiner Treue zu zwingen. Gott soll zeigen, dass er wirklich da ist und zu seinen Verheißungen steht. Der Glaube verlangt nach sichtbarer Bestätigung.

Die Reiche der Welt gegen Anbetung Satans. Hier soll das Gute durch die Mittel der Macht erreicht werden. Der Zweck scheint die Mittel zu heiligen. Gerade darin liegt eine besonders gefährliche Versuchung: Ein scheinbar gutes Ziel soll auf einem Weg erreicht werden, der den Gehorsam gegenüber Gott preisgibt.

Im Zentrum aller drei Versuchungen steht die Gottessohnschaft Jesu unter Beschuss: „Bist du Gottes Sohn, dann …“ Gerade die Beziehung zum Vater wird zum Angriffspunkt. Darin liegt auch die besondere Aktualität dieser Versuchungen für Christen: Auch unsere Gewissheit, Kinder Gottes zu sein, bleibt von Anfechtung nicht verschont. Gerade dort setzen die Pfeile des Versuchers an: Wenn du wirklich Gottes Kind bist, warum lässt Gott dann dieses oder jenes in deinem Leben zu?

Darin, dass Jesus uns auch in unserer Versuchlichkeit gleich geworden ist, die Versuchung aber in ihrer ausgeprägtesten Form durchlitten und überwunden hat, kann er uns zum Tröster und Begleiter in schwierigen und angefochtenen Zeiten werden.

„Zwischen Gott und Satan“ ist ein relativ schmales, aber theologisch dichtes Buch über die Versuchung Jesu und darüber, was diese mit der Versuchlichkeit des Menschen zu tun hat. Das ist bei Thielicke durchaus positiv anzumerken, da er an anderer Stelle zu Weitschweifigkeit und gelegentlicher Unkonkretheit neigt. Hier dagegen konzentriert er sich auf einen überschaubaren biblischen Text und erschließt daraus Fragen, die weit über die Wüste von Judäa hinausreichen.

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Die Alternative zum selbstständigen Bibellesen ist Menschenabhängigkeit

Die ersten Begegnungen mit evangelischen Theologen waren für mich herausfordernd. Sie besaßen so viel technisches Wissen, dass ich mir mit meiner alten Bibel ganz armselig vorkam. Erst mit der Zeit verstand ich, dass selbst gut ausgebildete Theologen noch Jahrzehnte nach ihrem Studium eine fatale Abhängigkeit besitzen. Für ihre Auslegungen sind sie von gegenwärtig gültigen Interpretationsrahmen abhängig. Einerseits hatte man gelernt, noch einzelne Passagen der Mosebücher unterschiedlichen mutmaßlichen Quellen und Redaktionsschichten zuzuordnen – jahwistischen, deuteronomistischen oder priesterlichen Traditionen. Andererseits ging regelmäßig die viel grundlegendere Fähigkeit abhanden, selbstständig mit dem biblischen Text zu arbeiten.

Ich kann nicht anders, als zutiefst zu beklagen, dass eine so große Anzahl derart begabter Menschen bei all der technischen Raffinesse oft niemals gelernt hat, selbstständig in der eigenen Bibel zu lesen.

Nun ist es natürlich eine Sache, was Theologen oder Bibelkritiker unternehmen. Wichtiger ist ja die Frage: Was mache ich? Und doch scheinen hier die Evangelikalen das gleiche Grundproblem zu besitzen. Denn eine Parallele lässt sich kaum leugnen: Auf der einen Seite der akademische Theologe, der scheinbar selbstständig urteilt, tatsächlich aber stark von den gerade anerkannten wissenschaftlichen Paradigmen abhängig sein kann. Auf der anderen Seite der Evangelikale, der sich auf die Autorität der Schrift beruft, seine konkrete Auslegung aber von Liebi, Plock, Memra, Riemenschneider oder anderen übernimmt.

So viele Unterschiede und doch ein Grundproblem: Beide lesen die Schrift nicht mehr selbstständig, sondern durch einen vorgegebenen Interpretationsrahmen.

Viele Jahre dominierte in meiner Peer-Group klar die Gruppe der „Liebi-Jünger“. Dabei habe ich weniger Probleme mit R. Liebi (in den wichtigen Dingen sind wir uns einig) als mit der kaum zu zählenden Schar all jener, die unreflektiert wiedergeben, was sie in einem der zahlreichen Liebi-Videos gesehen haben. Niemals hätte ich das öffentlich beklagt, wenn das Einzelfälle gewesen wären. Doch falsch wäre es, das Problem nicht anzusprechen, angesichts ganzer Horden, die erst dann bereit sind, zu etwas eine Meinung zu äußern, wenn sie dazu einen Vortrag von Person X gehört haben. Dabei ist oft genug zu beobachten, dass sogar die Bereitschaft fehlt, überhaupt und auch nach Aufforderung zur Bibel zu greifen und nachzulesen. Man hielt gelegentlich selbst das für überflüssig, schließlich habe man ja ein „Video gesehen“.

Beispiele gesucht? So viele wissen, dass Calvinismus gefährlich ist, aber nicht, weil sie hier in der Bibel geforscht hätten. Nein, dafür gibt es ja ein Video von X (wähle deine Vertrauensperson weise). Sollte eine biblische Haltung und Position so einfach erfasst werden können, dass man sich ein YouTube-Video dazu anschaut?

So viele sind überzeugte Dispensationalisten, aber nicht deswegen, weil sie sich so viele Gedanken über die Endzeit gemacht haben. In wenigen Jahren konnte ich erleben, wie ganze Vereinigungen sich nun eisern auf „die Wiederkunft Christi vor der Trübsal“ festlegen (davor war man sich nicht sicher), weil ganze Gemeinden der einen Auslegung folgten, die man in einem entsprechend gewählten Podcast/Video verfolgt hat.

Es erscheint gelegentlich, dass „Prüfet alles und das Gute behaltet“ (1. Thess. 5,21) – dieser gerade für russlanddeutsche Christen wichtige Grundsatz – so häufig für die eigenen Lieblingsprediger eine Ausnahme erfährt. Dabei schämten sich die Beröer nicht, selbst die Aussagen eines so wichtigen Influencers wie des Apostels Paulus anhand der Schrift zu prüfen (Apg. 17,11).

Mögliche Ursachen für die beschriebenen Symptome sind:

  • Unsicherheit („Ich kann das doch gar nicht beurteilen“)
  • Autoritätssehnsucht („Sag mir, was richtig ist“)
  • Gruppenzugehörigkeit („Bei uns sieht man das so“)
  • und Angst vor Irrtum.

Dieser letzte Aspekt ist interessant: Man delegiert sein Urteil an einen Lehrer, weil man meint, dadurch sicherer vor Irrlehre zu sein!

Zwei weitere Ursachen existieren, die wir erwähnen müssen:

  • Mangelnde Schriftkenntnis
  • Faulheit

Beide hängen zusammen, da Bibellesen immer Fleiß erfordern wird. Sich einem Thema aus biblischer Perspektive zu stellen, würde einiges an Zeit, Mühe und Reflexion erfordern. Es stehen hier 70 h Eigenarbeit im Kontrast zu 70 min Streaming. Dass 70 min als der schnelle Weg zum Glück erscheinen, ist hier wirklich nachvollziehbar.

Der Preis für die gewonnene Zeitersparnis ist aber der Verlust intellektueller Mündigkeit und biblischer Selbstständigkeit – Aspekte, die heute sowieso nicht mehr beliebt sind. Denn in der Tat werden wir regelmäßig zur geistlichen Unmündigkeit erzogen. Womöglich produziert ein autoritäres Gemeindeverständnis gerade jene Abhängigkeit von Internetpredigern, über die es sich anschließend beklagt. Wenn der Christ jahrzehntelang lernt, dass richtige Lehre darin besteht, die richtige Autorität zu kennen und ihr zu folgen, ist es nicht überraschend, wenn er irgendwann lediglich die Autorität austauscht: Früher – „der Bruder hat gesagt“, heute – „Liebi hat gesagt“. Alter Wein in neuen Schläuchen!

Ist der Gegenentwurf nun Trotz und Individualismus? Nein, biblische Mündigkeit bedeutet nicht, ohne Lehrer auszukommen, sondern so von den Lehrern zu lernen, dass ich immer mehr von der Autorität des Wortes Gottes abhängig werde. Wie gut wäre es, wenn es nicht mehr heißen würde: „Person X hat etwas gesagt“, sondern: „Person X hat mich auf etwas aufmerksam gemacht, und überzeugt hat mich schließlich der Bibeltext X.“

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Kevin DeYoung: Christsein schaft eh keiner

Kevin DeYoung: Christsein schafft eh keiner oder Warum Jesus nachzufolgen nicht bedeutet, die Welt zu retten, auf alles eine Antwort zu haben, sich mit geistlichem Stillstand abzufinden oder ständig ein schlechtes Gewissen zu haben.

2026 bei Verbum Medien erschienen

Taschenbuch,144 Seiten.

Preis:11,90

Es muss für einen Nachfolger Jesu möglich sein, die Worte zu hören „Recht so, du guter und treuer Kencht!“ ohne dass er politisch engagiert, Vollzeitblogger oder Sozialarbeiter ist.“

Was sind eigentlich die Gründe dafür, dass Christen zu der Überzeugung gelangen, ein gottwohlgefälliges Leben, echte Nachfolge und ein gerechter, heiliger Lebensstil seien letztlich unerreichbar? Die Ursachen sind vielfältig. Genau diesen geht Kevin DeYoung in seinem schmalen Büchlein nach und zeigt auf, wie Christen geradezu darauf programmiert werden, sich als „ständige Versager“ zu empfinden.

DeYoung beleuchtet dazu unterschiedliche Lebensbereiche. Ein Beispiel ist unsere „Stille-Zeit-Kultur“. Warum erklären wir die persönliche Stille Zeit zu einem zentralen Element eines gottesfürchtigen Lebens? In der Praxis führt das oft dazu, dass man pflichtbewusst fünf bis zehn Minuten in der Bibel liest und seine geistliche Checkliste abhakt, ohne tatsächlich in die Beziehung zu Gott zu investieren. Ähnlich verhält es sich mit dem Missionsbefehl: Aus einem Auftrag an die Gemeinde ist vielfach eine rein individuelle Verpflichtung geworden. DeYoung weist treffend darauf hin, dass, wenn der erste Teil („Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur“) für jeden Einzelnen gelten soll, dies konsequenterweise auch für den zweiten Teil gelten müsste („und taufet sie…“). Während Letzterer jedoch richtigerweise als Auftrag der Gemeinde verstanden wird, wird beim ersten Teil oft weniger differenziert gedacht.

So entwickeln wir nicht selten eine „Niemals-genug“-Mentalität, die sich biblisch kaum begründen lässt. Gerade hier liegt eine besondere Stärke des Buches: DeYoung schreibt als erfahrener Pastor und Prediger und benennt ein weitverbreitetes Problem(S. 63) :

„Als Prediger weiß ich, wie man eine Predigt hält, die allen Zuhörern ins Gewissen redet. Man könnte meinen, dass eine gute Predigt bei den Zuhörern immer ein schlechtes Gewissen hinterlassen muss. Als Folge davon gäbe jede Predigt über Heiligung allen das Gefühl, nicht heilig genug zu sein. Jede Predigt über Gebet würde Schuldgefühle darüber wecken, dass sie zu wenig beten. Jede Predigt über Evangelisation hinterließe eine Gemeinde, die sich innerlich windet vor Schuldgefühlen über ihren vermeintlichen Ungehorsam. Diese Art der Predigt ist nicht gesund und sie führt auch nicht zu gesunden Gemeinden…“

Das Buch bietet zahlreiche hilfreiche Impulse, um diesem negativen Framing entgegenzuwirken – einem Framing, das wir uns teilweise selbst aneignen, das aber auch in verschiedenen Strömungen der evangelikalen Szene anzutreffen ist: die Haltung, sich als Christ grundsätzlich als ungenügend und scheiternd zu betrachten.

Neben den genannten Beispielen (Stille Zeit und Evangelisation) greift DeYoung weitere Themen auf, wobei nicht alle gleich überzeugend ausgearbeitet sind. So erscheint etwa die Betrachtung von Christsein und Wohlstand zwar als guter Überblick über die Thematik im Lukasevangelium, überzeugt jedoch weniger als Argument dafür, dass Wohlstand für Christen kein ernsthaftes Problem darstellt. An vielen anderen Stellen hingegen ist das Buch sehr stark – etwa in der Auslegung der Bergpredigt als positive, hilfreiche Leitlinie für das christliche Leben und nicht als moralische Keule zur Erzeugung von Schuldgefühlen.

Abschließend führt DeYoung zu einem praktischen Ziel christlichen Lebens: ein ruhiges, beständiges Leben in der Nachfolge, geprägt von wachsendem Vertrauen auf den Herrn im Alltag. Gerade darin liegt die bleibende Aktualität des Buches in einer schnelllebigen Zeit – auch wenn es zugleich deren Schwäche widerspiegelt, indem es stellenweise wie eine lose Sammlung von Blogartikeln wirkt.

Insgesamt sollte das Buch eine gute Lektüre für junge Christen sein, da DeYoung einen durchweg fröhlichen und leicht zugänglichen Schreibstil bewahrt, der in diesem Buch sehr bewahrend und gelungen übersetzt wurde.

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„Business Process Gnade“ von W. K. Doerffel

Wolfgang Karl Doerffel: Business Process Gnade – Kernaussagen der Bibel strukturiert und visualisiert.

104 farbige Seiten in DINA4

„Gott als Process Owner? Ja, natürlich! Wenn wir schon in unserem Business so viel Wert auf Prozesse legen, warum sollte dies ausgerechnet bei den wichtigen und zentralen Fragen des Lebens anders sein? Als Schöpfer des Universums hat Gott die Natur- und Lebensgesetze festgelegt.“

Zu diesem Buch griff ich zunächst nur, weil mich der Titel irritierte und sogar etwas abschreckte. Doch kaum hatte ich darin geblättert, musste ich meine Meinung ändern. Das Buch erweist sich als ein sehr intelligenter Versuch, einen grafischen Überblick über die ganze Bibel zu geben. Dabei setzt der Autor auf einen gelungenen Mix aus illustrativen Grafiken und erklärenden Texten.

Für den Stil des Buches wählt der Autor eine Sprache, die an technische Prozessbeschreibungen und Managementmethoden erinnert. Gerade diese ungewöhnliche Idee macht das Buch auch für glaubensferne Menschen interessant, denn es gelingt dem Autor, die Schlüssigkeit von Gottes Heilsplan Seite für Seite darzustellen. So enthält das Buch etwa eine Darstellung des israelitischen Lagers in der Wüste ebenso wie die mehr als 40 Stationen der Wüstenwanderung.

Weitere kreative Zugänge zu den Bibeltexten finden sich zum Beispiel in der Darstellung der vier Missionsreisen des Paulus, die wie eine Art „U-Bahn-Fahrplan“ gestaltet sind, in einer Stellenanzeige für einen Pastor bei der Besprechung des 1. Timotheusbriefes sowie in der Auflistung der Meilensteine der Weltgeschichte beim Propheten Zephanja.

Dass der Autor dem vollständigen Text der Bibel seine Aufmerksamkeit schenkt, macht das Buch besonders wertvoll – sowohl als Handbuch als auch als Ideensammlung für die Vorbereitung von Predigten oder Kinderstunden. Gerade die Verbindung der technischen „Arbeitssprache“ mit biblischen Texten empfinde ich als anregend für das eigene Nachdenken.

Dass der Autor vor allem die Bibel selbst sprechen lassen möchte, wird daran deutlich, dass aus jedem Bibelbuch mindestens ein Vers aufgenommen wird und er sich mit eigenen Interpretationen, etwa zu Fragen der Endzeit oder der Gaben, sehr zurückhält. Besonders stark fand ich die Betrachtung der Psalmen. Der Autor arbeitet die feinen Unterschiede der fünf Psalmenbücher so gründlich heraus, dass man die thematischen Entwicklungen innerhalb des Psalters sehr gut nachvollziehen kann. Gerade die Darstellung und Ausarbeitung der Psalmen gehört in diesem Umfang zu den gründlichsten, die ich bisher gesehen habe.

Bei den Psalmen kommt auch das vom Autor entwickelte System der sogenannten „Plotpearls“ besonders gut zur Geltung. Dabei wird jeder Bibelabschnitt – häufig ein Kapitel – mit einer farblich hinterlegten Perle markiert. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel sehr schnell erkennen, dass sich das fünfte Buch der Psalmen nahezu vollständig dem Lob Gottes widmet, während das dritte Buch viel Raum für die oft widrigen Lebensumstände in dieser Welt lässt.

Aufgelockert wird dieses Sachbuch durch kleine Gimmicks und humorvolle Anspielungen, die hier und dort versteckt sind und die Aufmerksamkeit geschickt auf den Inhalt lenken.

Für die vielen Grafiken ein geeignetes Format zu finden, ist sicher nicht leicht. So leidet das Buch ein wenig unter dem sehr großen DIN-A4-Format. Einerseits ermöglicht es, die Bibelbücher fast immer auf ein bis zwei Seiten darzustellen. Andererseits zwingt es den Autor dennoch zu einer relativ kleinen Schrift, die auf den großen Seiten mitunter etwas gedrungen wirkt. Während ich das feststelle, muss ich zugleich zugeben, dass mir selbst keine bessere Lösung einfallen würde. Gleichzeitig erklärt dieses Format auch, warum man bei diesem etwas mehr als 100 Seiten umfassenden Buch in Wirklichkeit ein recht umfangreiches Werk erhält. Der „Business-Slang“ macht das Buch zu einem möglichen Give-Away für den Kollegen am Arbeitsplatz.

Eine kostenlose Vorschau des Buches findet sich auf der Homepage des Autors, wo er auch weitergehende Informationen zu diesem Projekt gibt. Ich wünsche dem Autor eine wachsende Bekanntheit seines Werkes.

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Yassir Eric: Hass gelernt – Liebe erfahren

Yassir Eric kommt in einer streng muslimischen, für die sudanesische Politik einflussreichen Familie zur Welt. Er wächst in einer Zeit auf, in der sich die Regierung des Landes vom eher moderaten Sozialismus verabschiedet und schließlich die Scharia einführt – teils unter dem Einfluss einiger Onkel von Yassir. Seinen Namen erhielt er übrigens zu Ehren von Yassir Arafat, dem Anführer der Palästinensische Befreiungsorganisation, der in seiner Verwandtschaft vor allem für seinen Judenhass gefeiert wurde.

Mit acht Jahren wird Yassir in eine Koranschule geschickt. Dort lernt er innerhalb weniger Jahre den gesamten Koran auswendig. Die Verse werden auf Schiefertafeln geschrieben – doch diese einfach wegzuwischen wäre zu profan, könnten doch die Worte Allahs so auf die Erde fallen. Deshalb wird das Wasser, mit dem die Tafeln gereinigt werden, sorgfältig aufgefangen und anschließend getrunken.

Die Zeit in der Koranschule ist hart und grausam. Dennoch scheint die Anerkennung, die Eric nach seiner Rückkehr von seiner Familie erhält, zunächst Lohn genug zu sein. Obwohl ihn von Anfang an irritiert, dass in seinem Umfeld kaum Verständnisfragen zugelassen werden, entwickelt er sich schnell zu einem Anführer. Schon bald steht er vor der Entscheidung, ob er einen missliebigen Christen an seiner Oberschule beseitigen soll.

Das Buch gewährt in drei Lebensbereiche von Muslimen einen authentischen und persönlichen Einblick. Zunächst eröffnet es einen Blick in radikal-islamistische Szenen. Eric zeigt eindrücklich, wie häufig sich ein liberaler Islam nicht durchsetzen kann. Besonders prägnant schildert er die Hinrichtung des Reformtheologen Mahmoud Muhammad Taha, der eine Scharia im Land für unislamisch hielt – und gerade deshalb von radikaleren Muslimen getötet wurde. Eric beschreibt, wie Gruppen wie die Taliban oder der sogenannte „Islamische Staat“ mit ihren Ideen in vielen eher gemäßigten islamischen Milieus auf einen bereits vorbereiteten Boden stoßen, der häufig in der Verachtung gegenüber Andersgläubigen wurzelt.

Durch eine Begegnung mit zwei koptischen Christen erfährt Yassir, dass Christen wirkungsvoll beten können. Diese Begegnung führt letztlich zu seiner Konversion – und damit zum Ausschluss aus seiner Familie. Bis heute ist der Autor unter muslimischen Konvertiten aktiv, insbesondere als Leiter der Communio Messianica, der er seit 2024 als Bischof vorsteht. Im Buch schildert er die Erfahrungen muslimischer Konvertiten nicht nur aus seiner eigenen Geschichte, sondern auch anhand zahlreicher Begegnungen mit anderen Betroffenen.

Schließlich schreibt der Autor das Buch auch aus der Perspektive eines Migranten. In zwei kürzeren Kapiteln spricht er Probleme der Integration sowohl auf Seiten der Migranten als auch des deutschen Staates in erfrischender Deutlichkeit an.

Leider merkt man dem Buch an, dass es nicht ganz abgeschlossen wirkt. Während die Etappen bis zur Konversion gründlich und biografisch dicht dargestellt sind, werden die weiteren Stationen seit 1995 nur noch skizzenhaft behandelt.

Lesenswert bleibt das Buch dennoch – vor allem aus folgendem Grund: Es bietet einen seltenen Einblick in das Leben eines muslimischen, später christlichen Konvertiten aus erster Hand und eignet sich damit besonders für Leser, die den Dialog mit Muslimen suchen.

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Was ich mir für unsere Gottesdienste und Versammlungen wünsche!

Ein Schwerpunkt-Thema für NIMM-LIES soll dieses Jahr die Bibel sein! 2020 gab Thomas Schirrmacher ein Interview mit dem Pro-Medien-Magazin, in dem er mangelnde Bibelkenntnis als größte Bedrohung für das Christentum ausmachte. Er sagt:

„Die größte Bedrohung ist, dass die Bibelkenntnis abnimmt. Es geht dabei (…) um das Bibelwissen als Grundlage der zentralen Wahrheiten des Christentums.“

Schirrmacher hat völlig recht. Ständig bewegen die Christenheit – ob nun konservativ oder liberal – andere Themen. Heute mag es das Thema geistlicher Missbrauch sein. Viel wird darüber gesprochen. Kürzlich las ich einen Blog, der sich vor allem daran abarbeitet, dass der Hebräerbrief für sich genommen bereits als geistlicher Missbrauch verstanden werden müsse.

Selten war es wohl so unpopulär, die Bibel zu kennen, obwohl es gleichzeitig noch nie so einfach war, sich Bibelkenntnisse anzueignen. Deswegen möchte ich mich für NIMM-LIES in diesem Jahr verstärkt mit dem „Buch der Bücher“ beschäftigen. Wenn ich nur einen unserer Leser dazu bringen kann, mehr in der Bibel zu lesen, habe ich einen großen Sieg errungen.

Heute möchte ich darauf blicken, welchen Wert die Bibel in unseren Versammlungen und Gottesdiensten besitzt.

Es gäbe eine sehr einfache Möglichkeit, dem Wort Gottes in unseren Gottesdiensten mehr Priorität zu verleihen: Das Wort Gottes würde bereits dadurch in der Gemeinde geehrt werden, wenn man es im Gottesdienst öffentlich vorlesen würde. Ich habe das z. B. im Metropolitan Tabernacle in London erlebt. In jedem Gottesdienst wird dort jeweils ein Kapitel aus einem der Evangelien vorgelesen. In manchen Gemeinden erheben sich die Zuhörer sogar zum Hören des Wortes, weil man ihm diese Autorität zusprechen möchte. Das ist eindrücklich.

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Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit

Das Werk Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit liegt als vierbändiger Sammelband vor und ist im Umfeld der Konferenz Jesus25 entstanden. Die Reihe versammelt eine Vielzahl von Beiträgen zu zentralen Fragen des evangelikalen Glaubens und versteht sich insgesamt weniger als Spezialstudie, sondern als theologische Standortbestimmung.

Die vier Bände behandeln die Themen

  1. Heilige Schrift,
  2. Jesus Christus,
  3. Biblische Ethik und
  4. Die evangelikale Bewegung.

Ich möchte zunächst einige Bemerkungen zum Gesamtwerk machen und anschließend die einzelnen Bände vorstellen.


Zum Gesamtwerk

Das Besondere dieser Sammelbände liegt in der außergewöhnlichen Breite der Autorenschaft. Neben theologischen Fachvertretern kommen bewusst auch Laien zu Wort. Vertreten sind Autoren aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Großbritannien. Die Altersspanne reicht vom Jahrgang 1996 bis zu Autoren wie Rolf Hille (1947) und Ulrich Parzany (1941). Auch weibliche Stimmen sind vertreten, etwa durch Nicola Vollkommer. Auffällig und erfreulich ist zudem die Beteiligung russlanddeutscher Autoren wie Heinrich Derksen.

Neben Theologen finden sich auch Naturwissenschaftler unter den Beiträgern, etwa Reinhard Junker oder Markus Till. Entsprechend unterschiedlich sind Länge und Anspruchsniveau der einzelnen Artikel: von kurzen, allgemeinverständlichen Texten bis hin zu umfangreichen, wissenschaftlich argumentierenden Essays.

Diese Vielfalt ist zugleich Stärke und Herausforderung des Gesamtwerks. Es eignet sich weniger zur fortlaufenden Lektüre, dafür umso mehr als Nachschlage- und Orientierungswerk. Gerade in digitaler Form (z. B. als Logos-Ausgabe) entfaltet diese Struktur ihren Nutzen.

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„Zu Gast auf einem schönen Stern – Erinnerungen von Helmut Thielicke

Vor bald sechs Jahren, durfte ich den bekannten Theologen Helmuth Egelkraut noch kurz vor seinem Tode besuchen und ein sehr erbauliches Gespräch mit dem Autor einer hervorragenden Einführung in das Alte Testament führen.

Ich fragte Egelkraut damals, was sein Lieblingsbuch neben der Bibel wäre und er nannte mir einen damals gänzlich unbekannten Titel: „Zu Gast auf einem schönen Stern“ von Helmut Thielicke und damit einen Theologen, der mir damals gänzlich unbekannt war, und einen Titel, der mir befremdlich erschien, obwohl wohl kaum ein Theologe in der Nachkriegszeit bis in die 90er mehr in Deutschland gelesen wurde als Thielicke und auch diese seine Autobiogrpaphie, die Thielicke wenige Jahre vor seinem Tode verfasst hatte, in zahlreichen Neuauflagen in den 80ern und 90ern des vergangenen Jahrhunderts veröffentlicht wurde.

Es sollte aber noch einige Zeit dauern, bis ich mir dieses Buch anschaffte, und noch weitere Monate, bis ich dazu kam, dieses Buch zu lesen. Mich ließ in dieser Zeit der Gedanke keine Ruhe, was denn ein Egelkraut so Gutes an so einem Buch finden könne.

Doch als ich es aufschlug, wurde mir das bereits nach einigen Seiten klar. Bereits nach etwa zwanzig Seiten habe ich unterlassen, in dieser Autobiographie lesenswerte Stellen zu markieren, da es einfach zu viele wurden.

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