Alle Artikel in der Kategorie “Erbauliches”

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Wenn Gott dich berufen hat

Wenn Gott dich berufen hat, wirklich so zu sein wie Jesus, dann wird er von dir einen solchen Gehorsam verlangen, dass du nicht in der Lage sein wirst, dich mit anderen Christen zu vergleichen. Oft wird es den Anschein haben, dass er anderen Menschen erlaubt, Dinge zu tun, die er dich niemals tun lässt.

Es kann sein, dass andere Christen, die einen sehr religiösen Eindruck machen, auf eigene Faust vorankommen, zielstrebig ihre Pläne ausführen, aber du kannst es nicht. Und wenn du es versuchst, dann wir st du so versagen und der Herr wird dich so zurechtweisen, dass du dich schrecklich schuldig fühlen wirst.

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Hindernisse der Jüngerschaft

Jeder, der beginnt Christus nachzufolgen, kann sicher sein, dass sich verschiedene Fluchtwege vor ihm auftun werden. Dies wird eindrücklich dargestellt in dem Bericht der drei, die Jesu Jünger hätten sein können, die aber anderen Stimmen den Vorrang gegenüber der Stimme Christi einräumten:

»Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: ›Ich will dir folgen, wo du hingehst.‹ Und Jesus sprach zu ihm: ›Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege.‹

Wir wollen ihn »Herrn Schnell« nennen. Er bot sich begeistert an, dem Herrn überallhin zu folgen. Die Antwort des Heilandes scheint auf den ersten Blick in gar keinem Zusammenhang mit dem bereitwilligen Angebot des Herrn Schnell zu stehen. Es war so, als ob er sagte: »Du erklärst, dass du willens bist, mir überallhin zu folgen, aber bist du auch gewillt, ohne jede Bequemlichkeit auszukommen? Bist du bereit, die Sicherheit eines Heimes zu opfern, um mir zu folgen? Bist du bereit, die normalen Bequemlich keiten des Lebens aufzugeben, um mir treu ergeben zu dienen?« Leider war seine Liebe zur irdischen Bequemlichkeit größer als seine Hingabe an Christus!

Und er sprach zu einem anderen: ›Folge mir nach.‹ Der aber sprach: ›Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.‹ Aber Jesus sprach zu ihm: ›Lass die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes.‹

Den zweiten Mann wollen wir »Herr Langsam« nennen, denn er wollte noch etwas erledigen, bevor er dem Herrn folgen würde. Es war nicht so, dass er völlig uninteressiert am Herrn gewesen wäre. Es war da nur etwas, was er gern vorher noch tun wollte. Das jedoch war seine Sünde. Wir können seine Worte auch wie folgt abwandeln: »Es gibt bestimmte Dinge, die ein geistlich Toter genauso wie ein Gläubiger tun kann. Sieh zu, dass du dein Leben nicht mit Sachen zubringst, die ein unbekehrter Mensch genauso gut tun könnte.« Gottes Wille ist, dass ein Mann für seine Bedürfnisse und für die seiner Familie arbeiten soll. Aber die Ausübung einer Beschäftigung soll nur dazu dienen, für die laufenden Bedürfnisse zu sorgen, während die Hauptberufung eines Christen ist, das Reich Gottes zu predigen.

Und ein anderer sprach: ›Herr, ich will dir nachfolgen, aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in mei nem Hause sind.‹ Jesus aber sprach zu ihm: ›Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes‹ « (Lk 9,57-62).

Der dritte Mann soll »Herr Einfach« genannt werden, weil er es sich zu einfach macht. Er stellt die Liebe zu seiner Familie an den ersten Platz in seinem Leben, und nicht den Herrn. Worin hat dieser Mann versagt? Es war dies: Die innige Verbindung zu seiner Familie war ihm wichtiger als der Herr Jesus. Mit anderen Worten: »Meine wirklichen Jünger sind nicht aus solch einem egoistischen, weichlichen Stoff gemacht wie du. Ich brauche Menschen, die bereit sind, auf häusliche Bindungen zu verzichten; solche, die nicht von sentimentalen Angehörigen abgelenkt werden; solche, die mich über alles in ihrem Leben stellen.« Vielleicht

war es eine weinende Mutter, die schluchzte: »Du wirst das Herz deiner Mutter brechen, wenn du aufs Missionsfeld gehst!« Wir wissen es nicht.

Dieses sind also drei der Haupthindernisse für die Jüngerschaft, dargestellt anhand von drei Männern, die nicht gewillt waren, den ganzen Weg mit dem Herrn zu gehen.

Herr Schnell – er war zu schnell, ohne die Kosten zu überschlagen, voll Selbstvertrauen. Aber er war nicht in der Lage, auf Bequemlichkeiten zu verzichten.

Herr Langsam – er war zu langsam, weil er gebremst wardurch eine Beschäftigung oder den Beruf. Diese Dinge waren ihm wichtiger als der Herr.

Herr Einfach – macht es sich zu einfach, indem er seiner Familie den ersten Platz gibt vor dem Herrn Jesus.

Der Herr Jesus ruft auch heute noch – wie er schon immer gerufen hat – Männer und Frauen, die ihm tapfer und hingegeben folgen wollen.

Wahre Jüngerschaft, William MacDonald, CLV, Seiten 24 – 29, gekürzt

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Zur Größe gebeugt (Ravi Zacharias)

Folgenden Auszug aus dem Buch von Ravi Zacharias „Kann man ohne Gott leben?“ (S. 186-188) fand ich sehr tiefgehend und überführend.

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Im Alten Testament steht in 1. Mose 32 ein Abschnitt, dessen Kern­punkt häufig auch von sorgfältigen Lesern übersehen wird. Es ist die erzählende Beschreibung von Jakobs Heimkehr nach langer Abwe­senheit. Jahre zuvor war er von Zuhause geflohen, weil er den Segen gestohlen hatte, der seinem älteren Bruder Esau zugestanden hätte. Während Esau auf der Jagd war, verkleidete sich Jakob in einem ge­meinen Akt als Esau, kniete sich vor seinen blinden Vater Isaak und bat Isaak, ihn mit dem Erstgeburtsrecht zu segnen, das rechtmäßig Esau zustand. Der Vater war ernstlich verwirrt, denn die Stimme klang wie Jakobs; daher sagte er: „Du bist nicht Esau – wie kann ich dir den Segen erteilen?“

Jakob reichte ihm etwas Wildbret und behauptete, er habe das Tier gerade erlegt. Zögernd segnete Isaak Jakob in dem Glauben, es sei Esau, und gab ihm das Vorrecht der Erstgeburt, das ihm nicht zustand. Daraufhin wurde sein Bruder Esau so zornig, dass Jakob flie­hen musste, und er musste die ganzen Jahre auf der Hut bleiben. In der Zwischenzeit war seine Mutter, die mit ihm den Komplott ge­schmiedet hatte, gestorben und Jakob beschloss heimzukehren, in der Hoffnung, der Zorn seines Bruders habe sieh gelegt.

Jetzt war der Augenblick der Konfrontation gekommen. Am nächsten Morgen sollten sich Jakob und Esau begegnen. Jakob fürch­tete um sein Leben und tat das Einzige, was ihm übrig blieb – er ging vor Gott in die Knie. Die Heilige Schrift berichtet, Jakob habe die ganze Nacht mit Gott gerungen und gerufen: „Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.“

Es war der Schrei eines verzweifelten Mannes, der nicht wusste, welches ominöse Schicksal ihn am nächsten Tag erwartete.

Gott antwortete mit einer außergewöhnlichen herausfordernden Frage: „Wie heißt du?“

Das ist eine unglaubliche Frage für ein allwissendes Wesen! Warum fragte Gott Jakob nachdem Namen? Man bedenke nur, welche Rüge Gott hätte erteilen können. Stattdessen fragt er Jakob nur nach seinem Namen.

Gottes Absicht mit dieser Fragestellung enthält eine Lektion für uns alle, die zu tiefgreifend ist, um sie zu ignorieren. Ja, sie hat sogar die Geschichte des Alten Testaments dramatisch verändert. Durch seine Bitte um Gottes Segen wird Jakob durch Gottes Frage gezwun­gen, erneut die Zeit zu durchleben, als er das letzte Mal um einen Segen gebeten hatte, nämlich den, den er seinem Bruder wegnahm.

Als Jakob das Setzte Mal nach seinem Namen gefragt wurde, war die Frage von .seinem irdischen Vater gekommen. Jakob hatte damals gelogen und gesagt: „Ich bin Esau“, und somit den Segen gestohlen. Jetzt befand er sich nach vielen verschwendeten Jahren, in denen er sich immer ängstlich umdrehen und auf der Hut sein musste, vor einem allwissenden, alles sehenden himmlischen Vater und verlangte wieder nach einem Segen. Jakob verstand voll und ganz den Grund und die Anklage hinter Gottes Frage, und er antwortete: „Ich heiße Jakob.“

„Wohl wahr“, sagte Gott, „und du weißt auch genau, was dein Name bedeutet. Du bist ein doppelzüngiger Mensch, der jeden be­trügt, dem er begegnet. Aber nun, da du dein wahres Ich erkennst, kann ich dich verändern, und ich werde ein großes Volk aus dir ma­chen.“

Größe in den Augen Gottes geht immer Demut ihm gegenüber voraus. Sie oder ich oder sonst jemand kann keine Größe erlangen, bis wir zu ihm kommen. Selbstbefreiung und Selbsterhöhung stellen sich leicht ein, wenn wir uns an dem niedrigeren Standard eines anderen messen, aber daraus folgt unweigerlich die Entfremdung sowohl von uns selbst, als auch voneinander. Die Erkenntnis der Sünde stellt sich ein, wenn wir Gott zum Maßstab nehmen. Ein Bewusstsein der eige­nen Bedürftigkeit ist der Anfang des Ziels und der Beginn von Cha­rakter.

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Ist das der neue Atheismus?

Ich lese gerade das Buch „Kann man ohne Gott leben“ von Ravi Zacharias. Er versucht mit einer apologetisch-philosophischen Herangehensweise in der Tradition Francis Schaeffers den christlichen Glauben zu verteidigen. Im 1. Teil „Der Atheismus ist lebendig – und tödlich“ zitiert er folgendes satirisches Gedicht von dem englischen Journalisten Steve Turner:

Wir glauben an Marxfreundunddarwin.
Wir glauben, alles ist OK,
solange du keinem wehtust,
nach bestem Wissen über deine Definitionen von wehtun,
überhaupt nach deinem besten Wissen.

Wir glauben an Sex vor, während und nach der Ehe.
Wir glauben an die Therapie der Sünde.
Wir glauben, Ehebruch macht Spaß.
Wir glauben Sodomie ist OK.
Wir glauben, Tabus sind tabu.

Wir glauben, alles wird besser,
trotz der Beweise des Gegenteils.
Der Beweis muss erforscht werden
und alles lässt sich durch Beweise belegen.

Wir glauben, es ist etwas dran an Horoskopen,
UFOs und verbogenen Löffeln;
Jesus war ein guter Mensch, genau wie Buddha,
Mohammed und wir selber.
Er war ein guter Moralprediger, wenngleich wir meinen,
dass seine guten Sitten schlecht waren.

Wir glauben, alle Religionen sind im Grunde gleich –
Zumindest war es die, die wir deuten.
Sie glauben alle an Liebe und Güte.
Sie unterscheiden sich bloß in so Sachen wie Schöpfung,
Sünde, Himmel, Hölle, Gott und Erlösung.

Wir glauben, nach dem Tod kommt das Nichts,
denn wenn du die Toten fragst, was passiert,
sagen sie nichts.
Wenn der Tod nicht das Ende ist, wenn die Toten gelogen haben, dann ist
der Himmel für alle verbindlich,
vielleicht von Ausnahme von
Hitler, Stalin und Dschingis Khan.

Wir glauben an Masters und Johnson.
Was erlesen ist, ist Durchschnitt.
Was Durchschnitt ist, ist normal.
Was normal ist, ist gut.

Wir glauben an die vollständige Abrüstung.
Wir glauben, es gibt direkte Verbindungen zwischen
Kriegsführung
und Blutvergießen.
Die Amerikaner sollten ihre Waffen zu Traktoren schmieden
und die Russen würden es ihnen gewiss nachtun.

Wir glauben, der Mensch ist im Grunde gut.
Nur sein Verhalten, das lässt ihn im Stich.
Daran ist die Gesellschaft schuld.
An der Gesellschaft sind die Bedingungen schuld.
An den Bedingungen ist die Gesellschaft schuld.

Wir glauben, jeder Mensch muss die Wahrheit finden,
die für ihn richtig ist.
Die Realität wird sich entsprechend anpassen.
Die Geschichte wird sich verändern.
Wir glauben, es gibt keine absolute Wahrheit, bis auf die Wahrheit,
dass es keine absolute Wahrheit gibt.

Wir glauben an die Ablehnung von Glaubensbekenntnissen
und die Entfaltung individuellen Denkens.

Wenn der Zufall
der Vater allen Fleisches ist,
ist Unheil sein Regenbogen am Himmel,
und wenn du hörst:

Notstand!
Heckenschütze tötet zehn Menschen!
Truppen wüten!
Weiße plündern Läden!
Bomben jagen Schulen in die Luft!

Ist das nur der Klang des Menschen,
der seinen Schöpfer anbetet.