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	<title>Bücher zur Bibel Archive - NIMM und LIES</title>
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	<description>Christlicher Bücherblog</description>
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	<title>Bücher zur Bibel Archive - NIMM und LIES</title>
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		<title>&#8222;Business Process Gnade&#8220; von W. K. Doerffel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 07:53:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Bibelhandbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wolfgang Karl Doerffel: Business Process Gnade &#8211; Kernaussagen der Bibel strukturiert und visualisiert. 104 farbige Seiten in DINA4 &#8222;Gott als Process Owner? Ja, natürlich! Wenn wir schon in unserem Business so viel Wert auf Prozesse legen, warum sollte dies ausgerechnet bei den wichtigen und zentralen&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/business-process-gnade-von-w-k-doerffel/18589">Weiterlesen</a></p>
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<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="707" height="1000" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-24.png" alt="" class="wp-image-18592 size-full" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-24.png 707w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/image-24-212x300.png 212w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Wolfgang Karl Doerffel: <a href="https://www.amazon.de/Business-Process-Gnade-Kernaussagen-strukturiert/dp/3991810352">Business Process Gnade &#8211; Kernaussagen der Bibel </a>strukturiert und visualisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">104 farbige Seiten in DINA4</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Gott als Process Owner? Ja, natürlich! Wenn wir schon in unserem Business so viel Wert auf Prozesse legen, warum sollte dies ausgerechnet bei den wichtigen und zentralen Fragen des Lebens anders sein? Als Schöpfer des Universums hat Gott die Natur- und Lebensgesetze festgelegt.&#8220;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem <a href="https://www.amazon.de/Business-Process-Gnade-Kernaussagen-strukturiert/dp/3991810352">Buch </a>griff ich zunächst nur, weil mich der Titel irritierte und sogar etwas abschreckte. Doch kaum hatte ich darin geblättert, musste ich meine Meinung ändern. Das Buch erweist sich als ein sehr intelligenter Versuch, einen grafischen Überblick über die ganze Bibel zu geben. Dabei setzt der Autor auf einen gelungenen Mix aus illustrativen Grafiken und erklärenden Texten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Stil des Buches wählt der Autor eine Sprache, die an technische Prozessbeschreibungen und Managementmethoden erinnert. Gerade diese ungewöhnliche Idee macht das Buch auch für glaubensferne Menschen interessant, denn es gelingt dem Autor, die Schlüssigkeit von Gottes Heilsplan Seite für Seite darzustellen. So enthält das Buch etwa eine Darstellung des israelitischen Lagers in der Wüste ebenso wie die mehr als 40 Stationen der Wüstenwanderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere kreative Zugänge zu den Bibeltexten finden sich zum Beispiel in der Darstellung der vier Missionsreisen des Paulus, die wie eine Art „U-Bahn-Fahrplan“ gestaltet sind, in einer Stellenanzeige für einen Pastor bei der Besprechung des 1. Timotheusbriefes sowie in der Auflistung der Meilensteine der Weltgeschichte beim Propheten Zephanja.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der Autor dem vollständigen Text der Bibel seine Aufmerksamkeit schenkt, macht das Buch besonders wertvoll – sowohl als Handbuch als auch als Ideensammlung für die Vorbereitung von Predigten oder Kinderstunden. Gerade die Verbindung der technischen „Arbeitssprache“ mit biblischen Texten empfinde ich als anregend für das eigene Nachdenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass der Autor vor allem die Bibel selbst sprechen lassen möchte, wird daran deutlich, dass aus jedem Bibelbuch mindestens ein Vers aufgenommen wird und er sich mit eigenen Interpretationen, etwa zu Fragen der Endzeit oder der Gaben, sehr zurückhält. Besonders stark fand ich die Betrachtung der Psalmen. Der Autor arbeitet die feinen Unterschiede der fünf Psalmenbücher so gründlich heraus, dass man die thematischen Entwicklungen innerhalb des Psalters sehr gut nachvollziehen kann. Gerade die Darstellung und Ausarbeitung der Psalmen gehört in diesem Umfang zu den gründlichsten, die ich bisher gesehen habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Psalmen kommt auch das vom Autor entwickelte System der sogenannten „Plotpearls“ besonders gut zur Geltung. Dabei wird jeder Bibelabschnitt – häufig ein Kapitel – mit einer farblich hinterlegten Perle markiert. Auf diese Weise lässt sich zum Beispiel sehr schnell erkennen, dass sich das fünfte Buch der Psalmen nahezu vollständig dem Lob Gottes widmet, während das dritte Buch viel Raum für die oft widrigen Lebensumstände in dieser Welt lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgelockert wird dieses Sachbuch durch kleine Gimmicks und humorvolle Anspielungen, die hier und dort versteckt sind und die Aufmerksamkeit geschickt auf den Inhalt lenken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die vielen Grafiken ein geeignetes Format zu finden, ist sicher nicht leicht. So leidet das Buch ein wenig unter dem sehr großen DIN-A4-Format. Einerseits ermöglicht es, die Bibelbücher fast immer auf ein bis zwei Seiten darzustellen. Andererseits zwingt es den Autor dennoch zu einer relativ kleinen Schrift, die auf den großen Seiten mitunter etwas gedrungen wirkt. Während ich das feststelle, muss ich zugleich zugeben, dass mir selbst keine bessere Lösung einfallen würde. Gleichzeitig erklärt dieses Format auch, warum man bei diesem etwas mehr als 100 Seiten umfassenden Buch in Wirklichkeit ein recht umfangreiches Werk erhält. Der &#8222;Business-Slang&#8220; macht das Buch zu einem möglichen Give-Away für den Kollegen am Arbeitsplatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a href="https://www.plotbird.de/system/content/doculink/download.php?id=1683">kostenlose Vorschau</a> des Buches findet sich auf <a href="https://www.plotbird.de/">der Homepage des Autors</a>, wo er auch weitergehende Informationen zu diesem Projekt gibt. Ich wünsche dem Autor eine wachsende Bekanntheit seines Werkes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Näher am Original von K.-H. Vanheiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Aug 2025 21:02:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz Vanheiden]]></category>
		<category><![CDATA[Näher am Original]]></category>
		<category><![CDATA[Nestle-Aland]]></category>
		<category><![CDATA[textus receptus]]></category>
		<category><![CDATA[Vanheiden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Buch, das mit zahlreichen Graphiken erweitert wird stellt Karl-Heinz Vanheiden die Entwicklung der Textkritik von den bereits ersten Stunden der Kirchengeschichte über die Funde phänomenaler Handschriften und Papyri in den letzten beiden Jahrhunderten sowie eine ausführliche Besprechung der Entstehung des sogenannten Textus Receptus.&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/naeher-am-original-von-k-h-vanheiden/17974">Weiterlesen</a></p>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="657" height="1024" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5252_0-657x1024.jpg" alt="" class="wp-image-17975" style="width:349px;height:auto" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5252_0-657x1024.jpg 657w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5252_0-192x300.jpg 192w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5252_0-768x1197.jpg 768w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5252_0-985x1536.jpg 985w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/5252_0.jpg 1081w" sizes="(max-width: 657px) 100vw, 657px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In diesem Buch, das mit zahlreichen Graphiken erweitert wird stellt Karl-Heinz Vanheiden die Entwicklung der Textkritik von den bereits ersten Stunden der Kirchengeschichte über die Funde phänomenaler Handschriften und Papyri   in den letzten beiden Jahrhunderten sowie eine ausführliche Besprechung der Entstehung des sogenannten Textus Receptus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">150 Seiten, Hardcover, erschienen in SCM/CV Dillenburg, 2. Auflage 2014. Mit zahlreichen Abbildungen. Gegenwärtig nur gebraucht erhältlich.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">IImmer wieder sind Christen beunruhigt, eine „verfälschte Bibel“ in der Hand zu halten. Ich glaube, es ist unmöglich, „evangelikal aufzuwachsen“ und nicht früher oder später auf den Konflikt <em>Nestle-Aland</em> oder <em>Textus Receptus</em> zu stoßen. Die Fronten sind hier oft verhärtet – ebenso die Rhetorik. Manche Christen lehnen jegliche Textkritik ab, d. h. die Beurteilung und Bewertung der Unterschiede zwischen zwei oder mehreren überlieferten Handschriften eines biblischen Textes. Wer sich in dieser Frage mehr Durchblick wünscht, ohne gleich ein allzu dickes Buch studieren zu müssen, trifft mit <em>Näher am Original?</em> die richtige Wahl.</p>



<span id="more-17974"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Autor selbst Bibelübersetzer ist, spricht er in seinem Buch auch aus praktischer Erfahrung. Es ist im Übrigen kein Plädoyer für den Nestle-Aland-Text, wohl aber dafür, dass Textkritik zulässig und notwendig ist – und dass sie der Gemeinde zum Segen wird. Denn heute wissen wir besser und genauer über Inhalt und Zuverlässigkeit des Neuen Testaments Bescheid als noch die Reformatoren vor einigen Jahrhunderten. Während Erasmus von Rotterdam nur etwa zwölf Handschriften zur Verfügung hatte, sind inzwischen zahlreiche weitere Handschriften, Papyri und Übersetzungen entdeckt worden, die oft deutlich älter sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem Autor gelingt es, die oftmals aggressiven und überzogenen Argumente mancher Textus-Receptus-Verteidiger bereits durch seine ruhige und sachliche Art zu entkräften. So zeigt er etwa, dass das sogenannte <em>Comma Johanneum</em> nicht einmal in der Lutherbibel von 1545 enthalten war. Eine besondere Stärke des Buches liegt zudem in der gründlichen Recherche zur Arbeit von Erasmus mit den griechischen Texten. Bekannte Handschriften werden vorgestellt – sowohl im Hinblick auf ihre Entdeckung als auch auf ihre Bedeutung für die Textkritik und damit für die Übersetzungsarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überrascht hat mich, dass die <em>King-James-Only</em>-Bewegung, die im amerikanischen Raum häufig mit dem Beharren auf Übersetzungen auf Grundlage des Textus Receptus verbunden ist, ursprünglich mit den Schriften eines adventistischen Predigers begann!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist fesselnd und zugleich leicht verständlich geschrieben. Die im Anhang gewählten Grafiken sind gut ausgewählt und erläutern manche Fragestellung auch auf anschauliche Weise.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">Weiteres:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Interview mit <a href="https://nimm-lies.de/10-1-fragen-an-karl-heinz-vanheiden/13195">Karl-Heinz Vanheiden</a>  aus dem Jahr 2018.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besprechung des Buches <a href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">&#8222;Bibel-Chronik&#8220;.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Bibel-Chronik von Karl-Heinz Vanheiden.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2025 11:20:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
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		<category><![CDATA[historischer Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bibel-Chronik &#8211; Die Bibel im historischen Kontext von Karl-Heinz Vanheiden. Gebunden, 840 Seiten, in zweiter Auflage 2021 bei CV-Dillenburg und Verlag Mitternachtsruf erschienen. Eine Leseprobe findet sich hier. Der Autor ist vor allem durch die Arbeit an der NeÜ bekannt. Viele kenenn die NeÜ- Neue&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">Weiterlesen</a></p>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="600" height="600" src="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000.jpg" alt="" class="wp-image-17944" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000.jpg 600w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000-300x300.jpg 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/271775000-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.cb-buchshop.de/271775/bibel-chronik.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bibel-Chronik &#8211; Die Bibel im historischen Kontext</a> von <a href="https://www.derbibelvertrauen.de/der-autor/vita-und-gebet.html">Karl-Heinz Vanheiden.</a> Gebunden, 840 Seiten, in zweiter Auflage 2021 bei CV-Dillenburg und Verlag Mitternachtsruf erschienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Leseprobe findet sich <a href="https://www.scm-shop.de/media/import/mediafiles/PDF/271775000_Leseprobe.pdf">hier.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor ist vor allem durch die Arbeit an der <a href="https://neue.derbibelvertrauen.de/">NeÜ </a>bekannt.</p>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Viele kenenn die NeÜ- Neue evangelistische Übertragung, oder <em>NeÜ bibel.heute</em> wie sie &#8222;heute&#8220; genannt wird, an der K.-H. Vanheiden schon seit Jahrzehnten arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vanheiden wagt mit seiner Übersetzung einen interessanten Spagat aus möglichst &#8222;sinngemäßer&#8220; und nicht wörtlicher Übertragung der Bibel bei gleichzeitiger Präzision der historischen Angaben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So übersetzt Vanheiden 2. Mose 12,18-20 auf folgende Weise:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Vom Abend des 14. bis zum Abend des 21. April* müsst ihr ungesäuerte Brotfladen essen.&nbsp;<strong>19</strong>&nbsp;Sieben Tage lang darf kein Sauerteig in euren Häusern zu finden sein. Denn jeder, der etwas mit Sauerteig isst, muss sterben und so aus der Gemeinschaft Israels beseitigt werden. Das gilt für den Einheimischen genauso wie für den Fremden.&nbsp;<strong>20</strong>&nbsp;In dieser Zeit dürft ihr nichts essen, was mit Sauerteig zubereitet ist. Das gilt für alle eure Wohnsitze.“ </p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gewissenhaft gibt er in den Fußnoten den wörtlichen Text und erläutert auch, warum er sich für die Übertragung der Zeitangaben entschied. Sie helfen einem, einen besseren Überblick über Zeitpunkte, Dauer und im späteren Verlauf der israelischen Geschichte zeitnah oder gleichzeitig stattfindende Ereignisse zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zweites Textbeispiel habe ich aus Matthäus 13,53 gewählt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Im Anschluss an diese Gleichnisreden zog Jesus weiter.&nbsp;<strong>54</strong>&nbsp;Er kam in seinen Heimatort und ging in die Synagoge und lehrte. Erstaunt fragten seine Zuhörer: „Wo hat der denn diese Weisheit her? Und woher hat er die Kraft, solche Wunder zu tun?&nbsp;<strong>55</strong>&nbsp;Ist das denn nicht der Sohn des Baumeisters*? Ist nicht Maria seine Mutter, und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder?&nbsp;<strong>56</strong>&nbsp;Und seine Schwestern leben doch auch bei uns! Wo hat der das alles nur her?“&nbsp;<strong>57</strong>&nbsp;Sie ärgerten sich über ihn. Da sagte Jesus zu ihnen: „Überall wird ein Prophet geehrt, nur nicht in seinem Heimatort und in seiner Familie.“&nbsp;<strong>58</strong>&nbsp;Wegen ihres Unglaubens tat er dort nicht viele Wunder.</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">13,55:&nbsp;<em>Baumeister.</em>&nbsp;Andere übersetzten&nbsp;<em>Zimmermann</em>. Aber solch einen Holzfacharbeiter gab es damals noch nicht. Man verrichtete alle anfallenden Arbeiten auf einem Bau.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden Beispiele sollten in ausreichender Weise den Klang der <em>NEÜ bibel.heute </em>wiedergeben, die übrigens <a href="https://neue.derbibelvertrauen.de/">online vollständig und kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was hat die <em>NeÜ bibel.heute</em> mit der Bibel-Chronik zu tun? Einiges:</p>



<span id="more-17943"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen wäre da das Bemühen des Autors, die Zuverlässigkeit der Bibel bei den chronologischen Angaben zu unterstreichen. Diese Hochachtung vor dem biblischen Text muss dem Autor unbedingt zu Gute gehalten werden und mit diesem Buch ist eine Handreichung für jeden zu finden, der anfängt ernsthaft seine Bibel zu studieren. Warum z.B. kommt man wenn man die Jahre von der Reichsteilung bis zum Regierungsantritts Jorams zählt im Südreich auf eine Gesamtdauer von 79 Regierungsjahren im Nordreich aber auf eine Zeit von 86 Jahren? Hier findet sich eine ganz einfache Erklärung, nämlich darin, dass immer das Jahr des Regierungsantritts, wie das des Todes immer voll gezählt wurde. Regierte jemand von Nov. 1555 bis März 1556 könnte hier durchaus die Angabe und er &#8222;regierte 2 Jahre&#8220; rauskommen, wobei solch kurze Regierungszeiten auch in der Bibel häufig mit Monaten wiedergegeben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Schöpfung bis zum Jahr 380 n.Chr folgt nun eine Chronologie der Bibel, die bei schwierigen Zusammenhängen erklärende Fußnoten und hilfreiche Literaturverweise enthält und mit &#8222;Nachrichten&#8220; nennenswerte historische Ereignisse auflistet, die keinen direkten Bezug auf biblische Begebenheiten enthalten &#8211; So war es interessant zu erfahren, das Jonas Predigten in die Zeit der ersten olympischen Spiele fallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergänzt wird das Buch über historische Ereignisse zwischen den Evangelien, eine detaillierte Aufzeichnung der Zerstörung Jerusalems und der Entwicklung der frühen Christenheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das beste am Buch, und hier kommt die NeÜ bibel.heute voll zu Geltung ist die Evangelienharmonie die auch den vollständigen Text der vier Evangelien, so wie ihn die bibel.heute wiedergibt, enthält. Ich war eh auf der Suche nach einer verständlichen und leicht zugänglichen Harmonie für die Arbeit mit Teenagern und bin sehr froh, diese ausgerechnet in diesem Buch gefunden zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Kombination kann das Buch ein wertvoller Begleiter für ein persönliches Bibelstudium werden. Meines Erachtens kann man die Bibel-Chronik von Vanheiden sehr gut mit der <a href="https://amzn.to/3U1jDJB" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Geschichte Israels&#8220; von Eugene Merrill</a> erweitern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/bibel-chronik-von-karl-heinz-vanheiden/17943">Bibel-Chronik von Karl-Heinz Vanheiden.</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Rezension: Glaubwürdig &#8211; Können wir den Evangelien vertrauen? &#8211; von Peter J. Williams</title>
		<link>https://nimm-lies.de/rezension-glaubwuerdig-koennen-wir-den-evangelien-vertrauen-von-peter-j-williams/17142</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Eduard Klassen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2025 12:49:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein großes Privileg, in einer Familie aufgewachsen zu sein und Mitglied in Gemeinden gewesen zu sein, in denen die Autorität und Wahrhaftigkeit der Bibel nie in Frage gestellt wurden. Dabei wurde nie unterschieden zwischen Gottes Wort und Menschenworten in der Heiligen Schrift. Jedes&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/rezension-glaubwuerdig-koennen-wir-den-evangelien-vertrauen-von-peter-j-williams/17142">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.cbuch.de/Williams-Glaubwuerdig/271715"><img loading="lazy" decoding="async" width="189" height="300" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/williams-glaubwuerdig-189x300.jpg" alt="" class="wp-image-17143" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/williams-glaubwuerdig-189x300.jpg 189w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/williams-glaubwuerdig.jpg 631w" sizes="auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px" /></a></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein großes Privileg, in einer Familie aufgewachsen zu sein und Mitglied in Gemeinden gewesen zu sein, in denen die Autorität und Wahrhaftigkeit der Bibel nie in Frage gestellt wurden. Dabei wurde nie unterschieden zwischen Gottes Wort und Menschenworten in der Heiligen Schrift. Jedes Wort wurde wörtlich genommen. Die Bibel wurde von vorne nach hinten gelesen, geliebt und gelebt. Die Bibel war in jeder Hinsicht absolut glaubwürdig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Glaubwürdig“ – das ist auch der Titel eines Buches von Peter J. Williams: „<a href="https://www.cbuch.de/Williams-Glaubwuerdig/271715">Glaubwürdig – Können wir den Evangelien vertrauen</a>“. Ganz gleich ob jemand die Bibel für 100 % glaubwürdig hält oder für 1 % &#8211; dieses Buch liefert zahlreiche Argumente für die Vertrauenswürdigkeit der Bibel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor leitet das Tyndale House in Cambridge und Mitglied des Übersetzungskomitees der Bibelübersetzung ESV (English Standard Version). Dieser Hintergrund des Autors könnte für manchen Skeptiker ein Grund sein, dieses Buch nicht zu lesen. Man könnte ihm vorwerfen, er sei bei diesem Thema voreingenommen. Genauso wird auch den Autoren der Evangelien vorgeworfen, sie seien voreingenommen gewesen. Doch Williams sagt schon im ersten Kapitel, dass eine Voreingenommenheit nicht notwendig ist, wenn man etwas beweisen will. Die Argumente sowohl von Williams als auch die von den Evangelisten müssen überprüft werden, um ihre Stichhaltigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu belegen.</p>



<span id="more-17142"></span>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Bücher über Bogenschießen, Angeln oder Kochen sind von Leuten geschrieben, die diese Tätigkeiten mit Begeisterung ausüben. Christen waren vom Christentum begeistert und haben verständlicherweise mehr darüber geschrieben als andere. Die vier Evangelien wurden natürlich von Befürwortern des Glaubens an Jesus als den versprochenen Erlöser geschrieben. So gesehen könnte man sagen, sie sind voreingenommen – es sind ja keine unparteiischen Aufzeichnungen, sondern solche, die den Glauben an Jesus Christus fördern wollen.</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings ist das kein Grund, ihnen zu misstrauen. […] Die Frage ist also nicht, ob die Evangelisten eine Agenda hatten, sondern ob sie die Dinge richtig wiedergegeben haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Williams geht in acht Kapiteln zum Teil sehr gründlich, aber immer leicht lesbar und nachvollziehbar zahlreiche Anfragen und Vorwürfe an die Evangelien durch. Dabei verfolgt er das Ziel, Indizien für die Glaubwürdigkeit der Evangelien aufzuzeigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Anfang machen Zitate aus nichtchristlichen Quellen über die Berichte in den Evangelien, über Jesus und über seine Nachfolger. Der Autor analysiert Aussagen von Tacitus, Plinius und Josephus. Die kurze, aber präzise Analyse dieser Zitate öffnet dem Leser die Augen für die weite Verbreitung der Christen im ersten Jahrhundert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Argumente für die Glaubwürdigkeit der Evangelien konnte ich vor allem aus den Kapiteln 2 und 3 ziehen. Dabei behandelt der Autor die Entstehungsgeschichte und die Kompetenz der Autoren der vier Evangelien. Dabei ist ihm weder die Reihenfolge der Entstehung, noch die Datierung wichtig, obwohl er von einer Frühdatierung ausgeht. Williams hebt hervor, dass man davon ausgehen muss, dass die Evangelien innerhalb der ersten Generation von Christen verfasst wurden. Er zeigt mit zahlreichen Tabellen und Listen, dass die Autoren der Evangelien sich sehr gut mit dem Umfeld von Jesus auskannten – sei es Geografie, Botanik, Traditionen oder die Namen und Personen der damaligen Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Williams verarbeitet eine große Menge an Informationen, und die zahlreichen Tabellen und Grafiken in der ersten Hälfte des Buches sind immer hilfreich. So manche Bibelstelle wird mit wertvollen Hintergrundinformationen angereichert. Ein Bibelstellenverzeichnis am Ende des Buches wäre jedoch sehr nützlich gewesen, um bestimmte Passagen gezielt nachschlagen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kapitel 4 untersucht Williams die sogenannten &#8222;unbeabsichtigten Übereinstimmungen&#8220; zwischen den Evangelien. Diese subtilen, oft zufälligen Details, die zwischen den Berichten der Evangelisten übereinstimmen, stützen die These, dass die Evangelien auf authentischen Augenzeugenberichten basieren. Solche Übereinstimmungen wären schwer zu konstruieren, wenn die Geschichten erfunden wären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Leser werden die Kapitel 5 und 6 hilfreich und interessant sein. Haben wir Jesu eigene Worte überliefert bekommen? Oder sind seine Aussagen durch die Wirren der damaligen Zeit, Verwendung von Aramäisch und Griechisch als Kommunikationssprachen und durch Fehler beim Kopieren so weit verfälscht, dass wir kaum noch sicher sein können, was Jesus wirklich gesagt haben soll?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kapitel 7 „Widersprechen die Evangelien einander?“ hätte man vielleicht erwartet, dass der Autor nicht so leicht zu harmonisierende Berichte untersuchen würde. Doch stattdessen zeigt er formale sprachliche Unterschiede im Johannesevangelium. Die Liste ist aufschlussreich und seine Argumente nachvollziehbar. Allerdings hätte es das Kapitel abgerundet, wenn Williams zumindest stichpunktartig auch andere vermeintliche Widersprüche angesprochen und mögliche Lösungsansätze angeboten hätte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kapitel 8 fragt Williams, ob sich jemand die Geschichten aus den Evangelien einfach ausgedacht haben könnte. Er sagt, dass es am plausibelsten ist, dass die Berichte wahr sind. Besonders spricht er über Wunder, die Haltung von Skeptikern dazu und warum Christen daran glauben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch schließt mit einem Appell, dem ich mich anschließen möchte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Darstellung Jesu in den Evangelien im Grunde wahr ist, dann erfordert das als logische Schlussfolgerung, dass wir die Herrschaft über unser Leben abtreten, um Jesus Christus zu dienen, der in jedem Evangelium mehrmals sagte: „Folge mir nach.“</p>
<cite>S. 146</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Titel: </strong>Glaubwürdig &#8211; Können wir den Evangelien vertrauen?<br><strong>Autor:</strong> Peter J. Williams<br><strong>Sei­ten: </strong>157<br><strong>For­mat:</strong> 13 x 21 cm<br><strong>Ein­band:</strong> Paper­back<br><strong>Jahr:</strong> 2020<br><strong>Ver­lag:</strong> CV/cvmd<br><strong>Preis:</strong> 11,90 EUR<br><strong>erhält­lich bei:</strong><a href="https://www.cbuch.de/kelly-auserwaehlt-und-eins-gemacht.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> </a><a href="https://www.cbuch.de/Williams-Glaubwuerdig/271715">cbuch.de</a></p>
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		<title>&#8222;Zum König geboren&#8220; von Dorothy L. Sayers</title>
		<link>https://nimm-lies.de/zum-koenig-geboren-von-dorotyh-l-sayers/14927</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2022 17:25:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Dorothy L. Sayers]]></category>
		<category><![CDATA[Evangelienharmonie]]></category>
		<category><![CDATA[Harmonie]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Hörspiel Leben Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[Leben Jesu]]></category>
		<category><![CDATA[Sayers]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dieses Buch ist eine kostbare Entdeckung für das Jahr 2022. Manfred Siebald, der das Buch übersetzt hat, liefert auch das Vorwort zu diesem Werk, dass zu seiner Veröffentlichung in den 40ern Jahren für Empörung gesorgt hat: Der Hintergrund war dieser: Das BBC wollte einen Hörspielzyklus&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/zum-koenig-geboren-von-dorotyh-l-sayers/14927">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" src="https://m.media-amazon.com/images/I/41Z80dRg+hL._SX317_BO1,204,203,200_.jpg" alt=""/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.amazon.de/Zum-K%C3%B6nig-geboren-Dorothy-Sayers/dp/3865061990/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=GF5OME22J969&amp;keywords=zum+k%C3%B6nig+geboren&amp;qid=1668791189&amp;sprefix=zum+k%C3%B6nig+geboren%2Caps%2C87&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dieses Buch </a>ist eine kostbare Entdeckung für das Jahr 2022. Manfred Siebald, der das Buch übersetzt hat, liefert auch das Vorwort zu diesem Werk, dass zu seiner Veröffentlichung in den 40ern Jahren für Empörung gesorgt hat: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hintergrund war dieser: Das BBC wollte einen Hörspielzyklus über das Leben Jesu veröffentlichen. Dass man Dorothy L. Sayers, also eine Nicht-Theologin (und Krimi-Schreiberin) als Autorin dieses Werkes aussuchte, schockierte die Zuhörerschaft womöglich ähnlich wie die Tatsache, dass die theatralische Darstellung der Dreieinigkeit verboten war. Verstieß auch ein Hörspiel dagegen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was herauskam ist ein zwölfteiliger Hörspielzyklus mit umfangreichen Personenbeschreibungen. Der Zusammenhang zu dem Buch: Das Buch ist die Übersetzung der Hörspieltexte und eben der Personenbeschreibungen. Dieses Buch zu lesen war mir ein Hochgenuss und immer wieder nickte ich überrascht über die Zusammenhänge, die Sayers aus den einzelnen Begebenheiten im Leben Jesu zog: Z.B. wie die drei Versuchungen Jesu in der Wüste immer wieder an ihn in seinem Dienst herantraten. Oder wie sich die Frage nach der Macht und Herrschaft von Krippe bis Kreuz bis hin zur Auferstehung zieht.</p>



<span id="more-14927"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Sayers gelingt auch deswegen ein hervorragendes Hörspiel, weil die Personen sich entwickeln: So wächst das Vertrauen des Johannes von Jahr zu Jahr der Nachfolge immer weiter, in ähnlicher Weise keimt aber das Misstrauen in Judas immer weiter hoch bis zum Verrat.  Die Art wie Sayers die Gleichniserzählungen Jesu in den Dienst Jesu einbindet wirkt äußerst natürlich, man fühlt sich beständig in die Zeit zurückversetzt und sitzt bei Martha zu Gast oder ist Unterwegs nach Jerusalem zu Fest oder auf dem Weg zu Lazarus. Insgesamt orientiert sich Sayers vor allem am Johannesevangelium (will mir scheinen) und liefert eigentlich eine künstlerische Evangelienharmonie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich gebe diesem Werk eine hohe Leseempfehlung, gerade für Einsteiger beim Bibellesen, die mehr über die Zusammenhänge einzelner Taten und Worte Jesu erfahren möchte. Sayers brilliert als ausgezeichnete Kennerin des Neuen Testaments und der Bezüge Jesu zum alten Testament. So erkennt sie, meines Erachtens treffend, dass der Engel den Stein von Jesu Grab nicht deswegen wegrollte, damit Jesus rauskam, sondern damit deutlich wird, dass das Grab leer ist. In meinem Bücherregal landet das Buch deswegen übrigens bei der Rubrik: &#8222;Theologien zum Neuen Testament&#8220;. Wenn ich in der Harmonie von Sayers einen Kritikpunkt zu gestatten würde, dann, dass die dichte Lehre von der Endzeit etwas zu kurz kommt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt hatte Manfred Siebald einen unglaublich guten Riecher, dieses Buch zu übersetzen und man bedauert nur, dass dieses Werk nicht als deutsches Hörspiel vorliegt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch ist gegenwärtig nur antiquarisch erhältlich. Das Werk erschien auch auf englischer Sprache verschriftlicht und enthielt eine Einführung der Autorin, die ebenfalls ins Deutsche übersetzt wurde. Die abschließenden Worte dieser Einführung möchte ich euch nicht vorenthalten, die den Wunsch ausdrücken, wie nötig wir es haben, das schockierende Drama des Neuen Testaments neu zu entdecken:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8222;Lasst es mich euch sagen, ihr lieben Christen: Ein ehrlicher Schriftsteller würde scih schämen, ein Ammenmärchen so zu behandeln, wie ihr das größte Drama der Geschichte behandelt habt; noch gar nicht einmal um seines Glaubens, sondern allein schon um seiner schriftstellerischen Berufung  willen würde er sich schämen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Ihr habt vielleicht vergessen, dass es sich zuerst und vor allem um Geschichte handelt, um eine wahre Geschichte, um den Wendepunkt der Geschichte, um &#8222;das Einzige, was jemals wirklich geschehen ist.&#8220; Ist das so, dann dürfen selbst die Geringsten unter uns euch daran erinnern: wir, Dramatikerin und Schauspieler. Unser Handwerk ist es, Geschichten zu erzählen &#8211; das einzige Handwerk, das wir verstehen. Wir haben getan, was wir konnten; möge der Meister aller Handwerker selbst das Beste daraus machen.&#8220;</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/zum-koenig-geboren-von-dorotyh-l-sayers/14927">&#8222;Zum König geboren&#8220; von Dorothy L. Sayers</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 13:36:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Biblische Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Christologie]]></category>
		<category><![CDATA[Christus im Alten Testament]]></category>
		<category><![CDATA[Hermeneutik]]></category>
		<category><![CDATA[Predigt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung &#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;.  Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zur Vorlesung&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://m.media-amazon.com/images/I/51kO6W+21DL.jpg" alt="Preaching Christ in All of Scripture (English Edition) by [Edmund P. Clowney]" width="236" height="364" />Meine Reise in ein Bibellesen mit Christus im Zentrum fing mit Edmund Clowney an. Zuerst bin ich auf die von Clowney mit Tim Keller gemeinsam gehaltene Vorlesung <a href="https://subsplash.com/reformtheosem/learn-about-rts/ms/+d5da03d">&#8222;Preaching Christ in a Postmodern World gestoßen&#8220;. </a> Diese war ein gewisser Startpunkt und später griff ich zu<a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/biblical-theology/id430337487">r Vorlesung zur biblischen Theology von Clowney,</a> die ebenfalls kostenfrei zugänglich ist.</p>
<p>Seine Strategie stellt Clowney in Kürze auch in einem Essay vor, der das Einleitungskapitel zu einem Predigtsammelband von ihm darstellt: <a href="https://www.amazon.de/-/en/Edmund-P-Clowney-ebook/dp/B0029UWLDI">Preaching Christ in All of Scripture</a> &#8211; Christus aus der ganzen Schrift predigen.</p>
<p>Durch Clowney habe ich auch unerwartete Fährten der Schrift entdeckt, die zu Christus führen. In seiner Vorlesung führt Clowney aus, wie z.B. das Gebot &#8222;Du sollst nicht ehebrechen&#8220; auf Christus zeigt: Gott nimmt nicht eine bereits vorhandene Institution der Ehe, um diese als Metapher für die Liebe Christi zu seiner Gemeinde zu verwenden, sondern die Ehe ist ein Abbild einer längst, ja vor Grundlegung der Welt vorhandenen Realität, der dienenden Liebe Christi. Unsere Ehen werden an diesem Anspruch, der im Sohn Gottes zu sehen ist, gemessen. Deswegen ist Ehebruch und Hurerei auch so tragisch, da wir dem nicht nachkommen, zu dem wir als Abbilder/Bilder Gottes berufen sind. Apropos Bilder Gottes. Sollen wir uns nicht auch deswegen keinerlei Bilder von Gott machen, da Gott selbst &#8222;den Abganz seiner Herrlichkeit&#8220; (Heb. 1.1-2) in seinem Sohn zeigen will und wir eben nur einen Antichristen produzieren würden, wenn wir selber ein Bild von Gott machen würden?</p>
<p>In dieser Weise entdeckt und beschreibt Clowney, wie alle Spuren, Bilder, Gedanken, Gebote, Traditionen und Praktiken der Bibel zu Christus führen. Ist Christus in den Gesetzen der Thora zu finden, verstehen wir plötzlich, warum sich die Psalmsänger an den Geboten, ob nun den Zeremonialgesetzen oder den juristischen, derart erfreuen: <em>&#8222;HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet. (&#8230;) Deine Gebote sind mir ein Lied geworden&#8220; (Ps. 119,52.54)</em><span id="more-14813"></span></p>
<p>Clowney hat insgesamt einen äußerst hilfreichen Hinweis dafür, wie man eine biblische Typologie von einer unbiblischen Allegorie unterscheiden kann. Er fasst das folgendermaßen zusammen (Graphik aus &#8222;Preaching Christ in All of Scripture, S. 32)</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14819" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png" alt="" width="498" height="312" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1.png 498w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/Unbenannt-1-300x188.png 300w" sizes="auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px" /></p>
<p>Zur Erklärung: Ein Ereignis oder Amt des Alten Testaments (in der Graphik E) muss bereits zu Zeiten des Alten Testaments eine Wahrheit T1 besessen haben, die während der Heilsgeschichte eine Erfüllung Tn in Christus besitzt. Aus diesem wiederum folgt die Predigt für unsere Zeit.  Die weißen Pfeile zeigen die korrekten Wege. Die grauen wiederzum zeigen die Probleme von Verkürzungen: Allein aus einem Element des AT über eine <em>Allegorie</em> zur unseren Predigt zu springen wird der  Bedeutung dieser Wahrheit für das Alte Testament nicht gerecht. So wäre es z.B. falsch zu sagen: Die Bundeslade ist aus Holz, und aus diesem Holz auf das Holz des Kreuzes Christi zu schließen. Das wäre eine unpassende Allegorie. Nimmt man wiederum ein Ereignis des Alten Testaments und überträgt es ohne jegliche Bedeutung innerhalb der Heilsgeschichte auf den Zuhörern liegt die Gefahr des Moralismus nahe. Dies passiert, wenn man z.B. David als &#8222;mutiges Beispiel&#8220; für den Umgang mit Ängsten in seinem Kampf gegen Goliath darstellt, und dabei die Rolle des gesalbten Stellvertreters übersieht, die David in diesem Kampf übersieht. ( Es wird auch dem Text nicht gerecht, den nebst David hatte auch Goliath keinerlei Probleme mit Ängsten oder mangelndem Mut &#8211; was beweist, dass es in der Geschichte eben nicht darum geht, zu zeigen &#8222;wie man mutig wird&#8220;). So wie Davids Sieg den Männern den Mut gegen die Philister gibt, so gibt der Sieg des endgültigen Gesalbten des Herrn seinem Volk Mut im Kampf gegen die Sünde.</p>
<p>Die Verbindung zwischen der Realität des Neuen Testaments mit dem Element des Alten Testaments ist somit eine zweifache: Eine Symbolische Beziehung (Z.B. Kleider des Priesters) wie eine heilsgeschichtliche (Christus ist ein Priester nicht nach der Ordnung Levis sondern Melchisedeks).</p>
<p>Clowneys Strategien helfen der Gemeinde das Evangelium in allen Seiten der Schrift, sowohl im Alten, wie im Neuen Testament zu erkennen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright " src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41VhseSYxkL._SX336_BO1,204,203,200_.jpg" width="227" height="335" /></p>
<p>Wer eine weiterführende Analyse des Themas Christus im Alten Testaments sucht, wird sicherlich in <a href="https://www.amazon.com/-/de/dp/0802844499/ref=sr_1_6?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=NB6B915SEKW4&amp;keywords=sidney+greidanus&amp;qid=1659358758&amp;s=books&amp;sprefix=sidney+greidanus%2Cstripbooks-intl-ship%2C180&amp;sr=1-6">&#8222;Preaching Christ from the Old Testament&#8220;</a> von Sidney Greidanus ein Werk finden, dass sehr ausführlich gehalten ist und auch alternative Verständnisse darstellt.</p>
<p>Ein kurzes reformatorisches Paperback zu diesem Thema findet sich in Thomas Schirrmacher<a href="https://www.thomasschirrmacher.info/wp-content/uploads/2020/09/3-928936-61-1_Christus_im_AT_OCR.pdf"> &#8222;Christus im Alten Testament&#8220;,</a> dass der Autor auch kostenfrei anbietet.</p>
<p>Eine andere Sache ist natürlich auch, wie solche Predigten schließlich praktisch aussehen. Wilhelm Busch hat seine Alttestamentlichen Predigten mit <a href="https://www.sermon-online.com/de/contents/13949">&#8222;Spuren zum Kreuz&#8220;</a> veröffentlicht, heute kostenfrei bei CLV/sermononline downloadbar. Busch gibt selbst Spurgeon als den an, der ihm geholfen hat, das Alte Testament mit neuen Augen zu sehen (Vergleicht dafür das sehr tiefgründige Vorwort Buschs in Spuren zum Kreuz). Spurgeons Predigten zu alttestamentlichen Vorbildern erschienen wiederholt in unterschiedlichen Sammelbändern, mehrere davon biete ich kostenfrei auf <a href="https://www.glaubend.de/archiv/">meiner Homepage zum Download</a> an ( vor allem: Alttestamentliche Vorbilder, Christus im Alten Testament, Das Evangelium im Jesaja)</p>
<p>Sehr hilfreich empfand ich übrigens auch  die Ausführungen von Eduard Böhl, die er als Einleitung zu seinen <a href="http://www.licht-und-recht.de/boehl/Zwoelf_messianische_Psalmen.pdf">zwölf messianischen Psalmen</a> aufführt (Link führt zum kostenfrei auf Licht und Recht vorhandenen Buch).</p>
<p>Dieses Thema wird auch in Kommentaren vertieft, besonders hilfreich finde ich die Reihe von Tremper Longman (III) zur<a href="https://www.logos.com/product/149320/gospel-according-to-the-old-testament-series"> &#8222;Gospel according to the Old Testament&#8220;</a>. Ich nutze dieses Reihe vor allem in Logos und habe hier vor einiger Zeit den Kommentar zum <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">Richter-Buch</a> vorgestellt.</p>
<p>Abschließend: Ich bin insgesamt der Meinung, dass man mit &#8222;Christus im Alten Testament&#8220; auch übertreiben kann, so sehr, dass man nicht mehr in der Lage ist in Hiob ein Vorbild der Geduld oder in Elia ein Beispiel des Gebets sehen kann. Jakobus konnte das in seinem Brief! Auch kann das &#8222;Ich predige nur Christus&#8220; eigentlich nur eine Ausrede für Oberflächlichkeit und Fehlen von jeglicher Konkretheit werden. Ich fand John Pipers <a href="https://www.glaubend.de/auslegung-oder-auflegung/">Ausführungen dazu sehr hilfreich.</a> Aber das man auch von der anderen Seite vom Pferd fallen kann, bedeutet nicht, dass man nicht einen gottgefälligen Zugang zum Alten Testament entwickeln sollte. Wir dürfen Gottes Wort in der Gegenwart Gottes Lesen und er möge durch seinen guten Heiligen Geist unser Herz zu einer tieferen Erkenntnis der Liebe Christi reifen lassen. Das wir aber Christus in den Schriften, Propheten und Mose entdecken müssen, lehrte schon Christus selbst seine Jünger: <em>&#8222;Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden&#8230;&#8220;</em> (Luk. 24,44-45)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/christus-in-der-ganzen-schrift-erkennen-und-verkuendigen/14813">Christus in der ganzen Schrift erkennen und verkündigen &lt;br /&gt;&lt;span style=&#039;color:#4d4545;font-size:1.5rem;&#039;&gt;Literaturhinweise für ein Bibelstudium mit Christus im Zentrum&lt;/span&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Passa von Melito von Sardes Die älteste christliche Osterpredigt</title>
		<link>https://nimm-lies.de/vom-passa-von-melito-von-sardes/14804</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Jul 2022 11:48:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Melito von Sardes]]></category>
		<category><![CDATA[Meliton von Sardes]]></category>
		<category><![CDATA[Osterpredigt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen meiner Vorbereitung einer Predigt zu Christus im Alten Testament habe ich relativ ausführliche Recherchen gemacht. Dabei bin ich auch auf diese Osterpredigt von Melito von Sardes gestoßen. Das Werk selbst wurde erst vor etwas mehr als 150 Jahren entdeckt und ist überraschend gut&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/vom-passa-von-melito-von-sardes/14804">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft" src="https://www.catholic.org/files/images/saints/1017.jpg" alt="St. Melito of Sardis - Saints &amp; Angels - Catholic Online" />Im Rahmen meiner Vorbereitung einer Predigt zu Christus im Alten Testament habe ich relativ ausführliche Recherchen gemacht. Dabei bin ich auch auf diese Osterpredigt von <a href="https://kreuzgang.org/pdf/melito-sardensis.blank.pdf">Melito von Sardes</a> gestoßen. Das Werk selbst wurde erst vor etwas mehr als 150 Jahren entdeckt und ist überraschend gut erhalten. Dabei handelt es sich um ein sehr frühes Werk der Kirchengeschichte. Ja, dieser Melito kam tatsächlich aus dem Sardes, dass wir aus der Offenbarung kennen. Sehr lesenswerte Hinweise zum Hintergrund der Schrift finden sich in der Einleitung von Blank zu diesem Werk. Auch die notierten Parallelstellen  rechts neben dem Predigttext sind eine Hilfe für den Hintergrund dieser Predigt.</p>
<p>Das Werk ist  relevant für das Verständnis der Beziehung von Altem und Neuen Testament, dass in der Alten Kirche spätestens durch den Einfluss von Marcion, der das Alte Testament als nicht kanonisch ablehnte, relevant wurde.</p>
<p>Dabei ist das Werk von Melito auch homiletisch bzgl. der verwendeten Sprachfiguren interessant, so arbeitet Melito häufig mit Aufzählungen oder Gegenüberstellungen. Zwei Beispiele:</p>
<p>Diese Anwendung sieht Melito in den bitteren Kräutern, die zum Passahlamm gereicht wurden:</p>
<blockquote><p>&#8222;Daher ist bitter geworden<br />
dir das Fest der ungesäuerten Brote,<br />
wie von dir geschrieben steht:<br />
Ihr werdet Ungesäuertes mit Bitterkräutern essen.<br />
Bitter sind dir die Nägel, die du zugespitzt hast;<br />
bitter die Zunge, die du geschärft hast;<br />
bitter die falschen Zeugen, die du aufgestellt hast;<br />
bitter die Stricke, die du bereitgelegt hast;<br />
bitter die Geiseln, die du geflochten hast;<br />
bitter Judas, den du gekauft hast;&#8220;</p></blockquote>
<p>oder an einer anderen Stelle, an dem die Symbolik des AT mit der Präsenz des Neuen Testaments verglichen wird:</p>
<blockquote><p>Denn wertvoll war einst die Schlachtung des Schafes,<br />
nun ist sie wertlos wegen des Lebens des Herrn.<br />
Wertvoll war der Tod des Schafes,<br />
nun ist er wertlos wegen des Heiles des Herrn.<br />
Wertvoll war einst das Blut des Schafes,<br />
nun ist es wertlos wegen des Geistes des Herrn.<br />
Wertvoll war einst das stumme Lamm,<br />
nun ist es wertlos wegen des schuldlosen Sohnes.<br />
Wertvoll war der Tempel unten,<br />
nun ist er wertlos wegen des Christus droben.<br />
Wertvoll war das untere Jerusalem,<br />
nun ist es wertlos wegen des<br />
oberen Jerusalem</p></blockquote>
<p>Die Osterpredigt ist deswegen interessant, weil es ein sehr frühes Zeugnis dafür ist, wie die Kirchenväter das Evangelium in der Botschaft des Alten Testaments erkannten und anwendeten. Melito geht von der Beziehung von Vorbild (<em>Typos</em>) und Wahrheit (<em>Aletheia</em>) aus. Dabei hat aber schon das <em>Typos</em> das Mysterium der eigentlichen Botschaft in sich. Das Beispiel, dass Melito wählt, um diese Beziehung zu illustrieren fand ich dabei besonders stark. Melito geht der Frage nach, was den Engel davon abhielt, die Erstgeburt derer, die ihre Hauspforte mit Lammes Blut strichen, zu schlagen. Seine Antwort: es ist die Wahrheit hinter dem Symbol, die wirkt:</p>
<blockquote><p>O unsägliches Mysterium!<br />
Die Schlachtung des Schafes<br />
wurde als die Rettung des Volkes erfunden,<br />
und der Tod des Schafes<br />
wurde des Volkes Leben<br />
und das Blut<br />
schreckte den Würgengel ab.<br />
Sage mir, Engel,<br />
wovor schrakst du zurück?<br />
Vor der Schlachtung des Schafes,<br />
oder vor dem Leben des Herrn?<br />
Vor dem Tod des Schafes,<br />
oder vor dem Vorbild des Herrn?<br />
Vor dem Blut des Schafes,<br />
oder vor dem Geist des Herrn?<br />
Offensichtlich warst du erschrocken,<br />
weil du das Mysterium des Herrn<br />
in dem Schaf geschehen sahst,<br />
das Leben des Herrn<br />
in der Schlachtung des Schafes,<br />
das Vorbild des Herrn<br />
in dem Tod des Schafes;<br />
darum schlugst du Israel nicht,<br />
sondern machtest nur Ägypten kinderlos.<br />
Was ist das für ein neues Mysterium?<br />
Ägypten wird geschlagen zum Verderben,<br />
Israel wird behütet zum Heil!</p></blockquote>
<p>Insgesamt ein gelungenes Werk. Als radikaler Protestant freue ich mich jedes mal über so viel Kongruenz mit den Kirchenvätern. Christus als hermeneutischer Schlüssel zum Alten Testament wird von Melito hilfreich und wegweisend angewandt. Die Frage wie nun aber die Beziehung von Israel und Gemeinde gegenwärtig sind, bleibt aber etwas unbeantwortet, was aber offensichtlich auch nicht die Absicht dieses Predigers war.</p>
<p>Wer ausführlicher in das Thema &#8222;Christus aus dem alten Testament predigen&#8220; einsteigen möchte, wird sicherlich in Sidney Greydanus Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Preaching-Christ-Old-Testament-Hermeneutical/dp/0802844499">Preaching Christ from the Old Testament&#8220;</a> einen guten Begleiter finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</title>
		<link>https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 13:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibeln]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Naomi]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorsehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;Five Festal Garments&#8220; von B.G. Webb untersucht fünf Bücher des AT, die wir als Christen häufiger vernachlässigen. Webbs Überlegungen waren unter anderem die Grundlagen für nachfolgende Skizzen: 1. Episodische Struktur: Webb macht auf die Schönheit des Aufbaus im Inneren des Werks aufmerksam. Es&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch &#8222;<a href="https://www.amazon.de/Five-Festal-Garments-Lamentations-Ecclesiastes/dp/0830826106">Five Festal Garments</a>&#8220; von B.G. Webb untersucht fünf Bücher des AT, die wir als Christen häufiger vernachlässigen. Webbs Überlegungen waren unter anderem die Grundlagen für nachfolgende Skizzen:</p>
<h2>1. Episodische Struktur:</h2>
<p>Webb macht auf die Schönheit des Aufbaus im Inneren des Werks aufmerksam. Es liegt eine strukturelle Parallele mit geringfügigen Varianten in Kapitel 2 und Kapitel 3 vor:</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 100%; height: 270px;">
<tbody>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">Kapitel 2:</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">Kapitel 3:</td>
</tr>
<tr style="height: 90px;">
<td style="width: 50%; height: 90px;">1. Ruth bietet Naomi, ob sie gehen kann und sagt ihr was sie tun will. Naomi bietet Ruth zu gehen</td>
<td style="width: 50%; height: 90px;">Naomi bietet Ruth zu gehen und sagt ihr, was sie zu tun hat.</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">2. Ruth geht</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">2. Ruth geht</td>
</tr>
<tr style="height: 60px;">
<td style="width: 50%; height: 60px;">3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt</td>
<td style="width: 50%; height: 60px;">3. Boas frägt, wer Ruth sei und es wird ihm erklärt</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">4. Boas bittet Ruth zu bleiben und sagt, dass &#8222;Sie segnenswert sei&#8220; und gibt ihr Nahrung</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">4. Boas sagt Ruth, dass &#8222;Sie segnenswert sei&#8220; und bittet sie zu bleiben und gibt ihr Nahrung</td>
</tr>
<tr style="height: 30px;">
<td style="width: 50%; height: 30px;">5. Ruth spricht mit Naomi, erzählt ihr was passiert sei und bekommt von ihr Rat</td>
<td style="width: 50%; height: 30px;">5. Ruth spricht mit Naomi, erzählt ihr was passiert sei und bekommt von ihr Rat</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Doch in dieser Parallele entwickelt sich weiter, so wie aus der Erntezeit von Kapitel zwei die Dreschzeit von Kapitel drei wird.</p>
<p>Dieses Zentrum wiederum ist flankiert von &#8222;Namenslisten&#8220;: Zu Beginn finden wir mindestens drei Namen, die keinerlei Rolle mehr spielen sollen. Die Genealogie zum Schluß kann jedoch kaum bedeutender sein, verknüpft sie Ruth doch als Bindeglied zwischen der Mose-Richter Zeit mit der Zeit des großen Königs Davids. Entsprechend spiegeln auch diese Namenslisten die Entwicklung von der Leere zur Fülle wider, die Naomi und Ruth als Individuen widerfährt für einen größeren Kontext wieder</p>
<h2>2. Thematische Entwicklung und Kanonische Einbindung</h2>
<p>Damit wären wir mitten im Plot des Buches. Wer Ruth als an Richter anschließend liest, dem wird auffallen, dass die zwei abschließenden <em>Horrorgeschichten</em> des Richter-Buches damit Anfangen, dass Jemand Bethlehem (= Haus des Brotes) verlässt ( Ri 17,9 und Ri 19,2 bzw. 19,18). Wer das Haus des Brotes verlässt, steht in der Gefahr eine Katastrophe auszulösen. Ruth als Abschließender Teil dieser Trilogie bietet nun die &#8222;Kontra-Erzählung&#8220; dafür. Dabei war die Ironie besonders groß, dass im &#8222;Haus des Brotes&#8220; eine Hungersnot herrscht (Rt. 1,1). Im Übrigen dürfen wir auch sonst Umstände der Richter-Zeit erwarten: Ein jeder tut was ihm recht vor Augen scheint. Das gerade eine fremde Migrantin ein beliebtes Opfer für ein kurzes Sexabenteuer werden kann, scheinen Rt2,21 und Rt2,15 zumindest anzudeuten.</p>
<p>Doch zehn Jahre nach Verlassen des verheißenen Landes ausgerechnet in Richtung Moab, muss Ruth Buße übend zurückkehren und bekennt, als die Frauen rufen: &#8222;Ist das die Naomi?&#8220;:</p>
<p><strong>&#8222;Nennt mich nicht Naomi(Lieblich), sondern Mara (Bitter). Denn der Allmächtige hat mich sehr betrübt. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder heimgebracht.&#8220; </strong><span id="more-14360"></span></p>
<p>&#8222;Naomis Verlassen von Bethlehem und die Rückkehr zurück kann thematisch in Begriffen von Rebellion und Buße verstanden werden. Namoi kommt aus einem fernen Land als eine &#8222;verlorene Tochter&#8220; zurück&#8220; (Webb, S. 51)</p>
<p>In Naomis Begegnung begegnen wir dem, was aus dem israelische kompromisslosen Monotheismus folgt. Denn wenn Gott über alle Dinge souverän ist, gibt es keine endgültige oder andere Erklärung für das Leiden, das einem wiederfährt. Dennoch irrt Naomi, wenn Sie sich als <em>&#8222;Leer heimgekommen&#8220;</em> sieht. Selbst nachdem ihrund Ruth unerwartete Segnungen wiederfahren, müssen sie die nebenstehenden Frauen daran erinnern, dass ihre <em>&#8222;Schwiegertochter, die sie liebt, ihr besser ist als sieben Söhne&#8220;</em> (Rt. 4,15). Leer heimgekommen ist Sie also gar nicht und aus der bitteren Vorsehung, die Sie empfindet wird bald eine süße.</p>
<p>Ruth ist also ein Buch, das vom Leiden-Glauben-Belohnung/Segen berichtet (so T. Schreiner in The King in His Beauty) oder von Leere-Suchen-Finden-Fülle (so Webb)</p>
<p>Thematisch führt auch ein oberflächliches Lesen nicht darn vorbei zu erkennen, wie das Buch &#8222;Freundlichkeit&#8220; unterstreicht. Boas wird als Beispiel der Freundlichkeit gegenüber Witwen, Waisen und Fremdlingen unterstrichen. Entsprechend lesen Juden das Buch Ruth zu Pfingsten, im jüdischen Verständnis ist Pfingsten nicht nur das erste Erntedankfest, sondern auch der 50 Tag nach dem Passahfest, der Tag, an dem Israel in der Wüste das Gesetz empfing. Dabei werden manche Gesetze eher freimütig übergangen. Neben dem übergangen ersten Erlöser ist dabei vor allem an die Einbindung der Moabiter zu denken, die niemals in die Gemeinde des Herrn kommen dürfen (5. Mo 23,3-6). Das Ruth Moabiterin ist, wird dabei nie verschwiegen sondern eher besonders unterstrichen (6 Mal im Buch). Boas lebt also den Geist und nicht den Buchstaben des Gesetzes aus. Ausgerechnet eine Frau aus dem verbannten Stamm ist dabei eine echte &#8222;Israelitin im Herzen&#8220;. Das die hebräische Kanonisierung Ruth oft auch nach Sprüche einordnet stellt Ruth als DIE Frau nach Sprüche 31 dar: Tugendsam und freundlich. Deutlich wird das z.B. in Rt. 2,12-13:</p>
<p><strong><em>&#8222;(Worte Boas zu Ruth): Der Herr vergelte dir deine Taut, und dein Lohn möge vollkommen sein bei dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest. Sie sprach: Lass mich Gnade vor deinen Augen findn, mein herr, denn du hast mich getröstet und deine Magd freundlich angesprochen&#8230;&#8220;</em></strong></p>
<p>Beachtet, wie Ruth die Begriffe &#8222;freundlich&#8220; und &#8222;Gnade&#8220; miteinander verknüpft.</p>
<h2>3. Bezüge zum Neuen Testament</h2>
<p>Das Ruth mit Büchern wie Esther oder Hohelied eher in unseren täglichen Betrachtungen untergehen liegt nicht nur an der Kürze der Bücher, sondern auch daran, dass das NT relativ wenig Bezüge zu diesen Büchern nimmt. Zu Ruth findet sich aber in Matthäus 1,5 ein spannender Hinweis. Bekanntlich unterstreicht Matthäus nebst Ruth auch die anderen heidnischen Frauen im Stammbaum Jesu, aber nur hier findet sich die Info, dass die Mutter des Boas selbst niemand geringeres als Rahab sei. Das heißt der Muster-Israelit schlecht hin hat eine kanaanäische Mutter und heiratet eine Muster-Frau aus Moab. In Ruth finden wir so auf besondere Weise deutlich gebracht, dass der ein echter Israelit sei, der es inwendig ist (Röm. 2,29).</p>
<p>Nach ihrer Begegnung mit dem <em>Erlöser Boas</em>, lernen Ruth und Naomi, dass sie &#8222;nicht leer&#8220; dastehen. Nein, Sie bekommen die Fülle, weil Sie zum Gott Israels umkehren. Dennoch sehen Sie nur einen Teil der vorsehenden Fürsorge Gottes. Der Autor des Buches Ruth blickt weiter und hat David im Blick. Wenn sich später Matthäus hinsetzt um sein Evangelium zu verfassen, wird das kleine Buch zu einem Schlüsselstein auf dem Weg Gottes die Verheißung des Schlangenbesiegers aus 1. Mo. 3,15 zu erfüllen.</p>
<h2>4. Lessons learned</h2>
<p>Ich habe einige Lektionen mit einem Freund geteilt. Bereits einige wenige Stunden Invest in das Buch haben mich uvergleichlich und unwiderruflich bereichert:</p>
<ul>
<li>So bin ich persönlich ein Mensch, der sehr mit Fehlentscheidungen hadert. Mir ist es dabei kein Trost, dass in vielen dieser Fehlentscheidungen auch andere mitgeredet haben. Ich kann mich hier mit Naomi aus Kapitel eins identifizieren, die die Verantwortung Israel für Moab einzutauschen, komplett auf sich nimmt. Dabei war Sie als Frau wahrscheinlch eher einfach mitgezogen mit ihrem Ehemann. Ich weiß, dass der Blick zurück auf (vermeintliche) Fehlentscheidungen &#8222;ungemein verbittern&#8220; kann. Der Blick auf die Vorsehung Gottes, die denen die Gott Lieben nur das Beste bietet, ist eine Lektion die ich mit Naomi lernen möchte. Das was für uns nur Plan B oder C zu sei scheint, ist in Gottes Augen Plan A. Wir dürfen also auch unsere Fehlentscheidungen vertrauensvoll in Gottes Hand legen.</li>
<li>Das ausgerechnet eine Moabiterin Gnade wiederfährt ist etwas, dass den &#8222;überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte in Christus Jesus&#8220; ausdrückt (Eph. 2,7). Eigentlich ist es nahezu bizarr, das Gott hier über das Gesetz hin gnädig ist. Aber ist nicht genau das, was uns am Kreuz Christi begegnet?</li>
<li>Schließlich hat mich die Ehrlichkeit des Buches beeindruckt. In Bethlehem ist eben wirklich Hungersnot, und es möge dabei hundertfach &#8222;Brothaus&#8220; heißen. Und auch in Israel besteht für eine junge hübsche fremde Witwe die Gefahr, vergewaltigt zu werden. Boas, Ruth und Naomi sind sich dessen völlig klar bewusst. Aber Sie blicken auf weitaus mehr, das die geographischen Grenzen und die politische Situation Israels durchbricht. &#8222;Diese alle sind gestorben im Glaubne und haben die Verhießungen nicht ergriffen, sondern sie nur von ferne gesehen udn gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind&#8220; (Heb. 11.13). Sie haben sich als Menschen in einer Bundesbeziehung mit einem gnädigen  Gott verstanden. Die Freundlichkeit mit der Ruth die Fremde aufgenommen wird, zeigt schließlich nur auf die Freundlichkeit mit der uns Gott annimmt. Paulus macht daraus in Titus 3,4 gar ein Wortspiel, wenn er von der (en chrēstotēti) in Christus Jesus (en Christō)  spricht: <em>&#8222;Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig.&#8220;</em></li>
</ul>
<h2>5. Literaturhinweise:</h2>
<ul>
<li>Auf die &#8222;Bethlehem Trilogie&#8220; wurde ich durch <a href="https://www.nimm-lies.de/right-in-their-own-eyes/13877">George Schwabs Richter Kommentar</a> aufmerksam.</li>
<li><a href="https://www.amazon.de/Five-Festal-Garments-Lamentations-Ecclesiastes/dp/0830826106">Five Festal Garments</a> ist ein spanneder Beitrag zur biblischen Theologie der Fünf Festschrifte im Judentum, nämlich Hohelied, Ruth, Klagelieder, Esther und Prediger.</li>
<li>Wer sich in aller Kürze einen thematischen Überblick und eine christologisch-kanonische Einbindung in die Bibel wünscht, sollte zu <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1620218676&amp;sr=8-1">&#8222;The King in His Beauty</a>&#8220; von Thomas Schreiner (hier geht es zu einem <a href="https://www.amazon.de/King-His-Beauty-Biblical-Testaments/dp/0801039398/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=the+king+in+his+beauty&amp;qid=1620218676&amp;sr=8-1">Interview mit dem Autor</a>) greifen.</li>
<li>Ausführlicher mit einer Besprechung von Gliederung, Gattung, Inhalt und rechtlichem Hintergrund geht <a href="https://www.nimm-lies.de/tipp-helmuth-egelkraut-das-alte-testament/12770">Egelkraut in seiner Einleitung in das Alte Testament</a></li>
<li>Leon Morris hat einen <a href="https://www.amazon.de/Judges-Ruth-Tyndale-Testament-Commentaries/dp/0830842578/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=judges+totc&amp;qid=1620218867&amp;s=books&amp;sr=1-1">allgemeinverständigen eher kurzen Kommentar zum Buch Ruth in der TOTC Reihe verfasst.</a></li>
<li>Umfangreicher und eher praktischer orientiert ist dabei <a href="https://www.amazon.de/Sweet-Bitter-Providence-Race-Sovereignty/dp/1844744248/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=a+sweet+and+bitter+providence&amp;qid=1620218923&amp;s=books&amp;sr=1-1">John Pipers Buch &#8220; A Sweet and Bitter Providence&#8220;. </a></li>
<li>Die Ausführlichste Studie, zum Begriff des Erlösers und seiner breiten Bandbreite gerade in der Verwendung im Alten Testament und was das für das Verständnis bedeutet, was Erlösung überhaupt bedeutet, habe ich bei Christopher Wright: <a href="https://www.amazon.de/Mission-Gods-People-Biblical-Theology/dp/0310291127/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=wright+the+mission+of+gods+people&amp;qid=1620219497&amp;s=books&amp;sr=1-1">&#8222;The Mission of God&#8217;s People&#8220;</a> gefunden.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/gelobt-sei-der-herr-der-dir-heute-den-erloeser-nicht-versagt-hat/14360">&#8222;Gelobt sei der Herr, der dir heute den Erlöser nicht versagt hat&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
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		<title>A House for My Name</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2021 14:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[A House for My Name]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Leithart]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Peter Leithart war mir bisher vor allem als Autor von FirstThings bekannt. Gerne möchte ich an dieser Stelle auch auf einen Artikel von Leithart verweisen, der vor einigen Wochen bei E21 übersetzt erschienen ist: Wie man Kindern die Bibel nahe bringt. Der Artikel und mein&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/a-house-for-my-name/14309">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://nimm-lies.de/a-house-for-my-name/14309">A House for My Name</a> erschien zuerst auf <a href="https://nimm-lies.de">NIMM und LIES</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/714LqHl0d+L.jpg" width="279" height="431" />Peter Leithart war mir bisher vor allem als <a href="https://www.firstthings.com/featured-author/peter-j-leithart">Autor von FirstThings</a> bekannt. Gerne möchte ich an dieser Stelle auch auf einen Artikel von Leithart verweisen, der vor einigen Wochen bei E21 übersetzt erschienen ist: <a href="https://www.evangelium21.net/media/2253/wie-man-kindern-die-bibel-nahebringt">Wie man Kindern die Bibel nahe bringt.</a> Der Artikel und mein Interesse an &#8222;Biblischen Theologien&#8220; führte mich zu diesem Buch.</p>
<p>Für knapp 250 Seiten äußerst kurz, ist Leithart dennoch ein gut ausgearbeitetes und lesenswertes Werk gelungen. Leithart gelingt es, zahlreiche thematische Linien, die sich im alten Testament zunehmend weiterentwickeln auf sehr verständliche Weise darzustellen, ohne langweilig oder wiederholend zu werden. Ob nun die Entwicklung der messianischen Verheißungen, die dichterische Wiederholung der Themen wie Stadt Gottes, Tempel, Opfer (die Einprägsamste Erklärung der ersten Kapitel Levitikus, die ich je gelesen habe), Priestertum oder die Chronologie der Bibel, &#8211;  sauber arbeitet der Autor an der Heilsgeschichte weiter. Fast auf jeder Seite habe ich eine wertvolle Markierung hinterlegt.<span id="more-14309"></span></p>
<p>Immer wieder nimmt sich Leithart sich Zeit, Details ausführlich zu besprechen, so z.B. zum Schöpfungsbericht: Hier bindet der Autor auch die Bezüge der Propheten, der Psalmen und des Buches Hiob gut ein. An dieser Stelle bin ich wirklich gestärkt worden, die 7-Tage Schöpfung als biblisches Zeugnis, gelassener und sicherer zu vertreten. Das geschah auch dadurch, dass Leithart wirklich das alte Testament sprechen ließ und weniger durch eine <em>&#8222;europäische Westbrille&#8220;</em> darauf blickte.</p>
<p>Als Leithart seine Motivation für das Schreiben dieses Buches erläutert, bemerkt er an, dass er einerseits dankbar für die Sonntagsschule ist und dennoch auch mit Schmerz zurückblickt: Die meisten Geschichten wurden als lose Erzählungen, mit wenig Zusammenhang erzählt. Mit diesem Buch wolle er hier helfen: Betrachtet man den Kontext, ist Abrahams Flucht nach Ägypten und gesegneter Auszug aus Gen.12 mehr als eine moralische Geschichte darüber, dass man nicht lügen soll, sondern ein Vorgeschmack dessen, was Israel später in Ägypten erfahren darf: Ein unerwartet gesegneter (und beschenkter) Auszug aus Ägypten und das Erreichen Israels.</p>
<p>Diese Details spannend in den größeren Kontext einzubinden, gelingt Leithart immer wieder:  Das Haus Obed-Edoms floriert und wird gesegnet, als die Bundeslade dort abgestellt wird. Dabei ist Obed-Edom ja ein (zumindest integrierter) Heide (Er ist Gathiter; 2 Sam 6,10). David wird so durch die Segnungen eines Heiden zum Eifer gereizt (Vgl. Röm 11,14). Oder wer war nicht schon mal darüber irritiert, das Elisa zwei Bären herbei beschwört, die 42 &#8222;Kinder&#8220; fressen. Leithart erklärt sowohl den näheren Kontext, dass es sich wohl eher um Hüter eines Baal-Schreins handelt (Das gleiche Wort wird für Ziba, den Diener Mephiboseths in 2 Sam 16,1, der immerhin selber schon 50 Kinder hatte, und für die Knechte Boas´ in Rut 2,5-6 verwendet). Aber auch der weitere Kontext der Könige-Bücher, der das Wirken Elias und Elisas chiastisch in jeweils 7 Könige des Nordreichs davor und danach einreiht, unterstreicht das Wirken der beiden Propheten als das eines neuen Mose und Josuas, die das Land für Jahwe wieder einnehmen.</p>
<p>Überhaupt gehört die Analyse der Geschichtsbücher zu den gründlichsten des Buches, was wenig verwundert, d<a href="https://www.amazon.de/Kings-Brazos-Theological-Commentary-Bible/dp/1587433974/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=peter+leithart&amp;qid=1615125074&amp;sr=8-3">a Leithart zu den Könige- und Chronike-Büchern auch Kommentare verfasst hat.</a> Die zahlreichen Hinweise auf strukturelle Chiasmen, die Leithart in seinem ganzen Werk, wirkten zumindest in manchen Fällen etwas konstruiert.</p>
<p>Auch gelingt es ihm nicht ganz, die Botschaft der Prophetenbücher als Bereicherung für die Entwicklung der Heilsgeschichte darzustellen. Das dürfte dem Umstand geschuldet sein, das der Autor weitestgehend chronologisch vorgeht. Entsprechend fließt die Weisheitsliteratur auch kaum in seine Betrachtungen ein.</p>
<p>Diese wenigen Schwächen des Werkes macht jedoch das letzte Kapitel wieder wett. Leithart fragt sich hier, was das für das Lesen des Neuen Testaments bedeutet. Von Neun Kapiteln seines Buches untersucht Leithart dann im Letzten interessanterweise das Johannesevangelium und stellt dar, wie in Jesus die zahlreichen gesponnenen Fäden des Alten Testaments auf wundersame Weise zusammenfinden. Der Autor liefert dabei eine äußerst gründliche Untersuchung des Johannesevangeliums ab und verarbeitet nahezu spielend leicht die zahlreichen Allusionen des Evangeliums an das Alte Testament. In den ersten 8 Kapiteln war Leithart fast schon ungewöhnlich sparsam mit christologischen Bildern, was ich dennoch als hilfreich empfand, da ein Verweis à la &#8222;XX oder YY erinnert mich an Jesus&#8220; oft auf ähnliche Weise vor gründlicher Bibelarbeit &#8222;bewahrt&#8220; wie voreilige Moralisierung. Doch durch das letzte Kapitel seines Buches bringt der Autor das auf eine sehr geschickte Weise zusammen, die einen Aha-Effekt verursacht: Dahin zielt also die ganze Erzählung ab! Meine Ehrfurcht vor dem Alten Testament auf jeden Fall ist gestiegen.</p>
<p>Schließlich möchte ich die Fragen erwähnen, mit denen Leithart jedes Unterkapitel schließt. Neben reflektiven Fragen sind es auch herausfordernde und perspektivische. Zwei Beispiele: (1): <em>&#8222;Als Jahwe Ägypten mit Mücken schlägt, erkennen die Magier Ägyptens, dass der &#8222;Finger Gottes&#8220; am Werk ist (2. Mose 8,19). Vergleichen Sie Lukas 11,20. Was sagt dieser Zusammenhang über Jesus aus? Was sagt er über die Juden aus, die sich Jesus widersetzen?&#8220; </em>(2) Lesen Sie Offenbarung 21-22. Inwiefern ist die Stadt dem Garten Eden ähnlich? Wie unterscheidet sie sich? Was sagt uns das über die Richtung der Geschichte?</p>
<p>Das Buch ist <a href="https://www.amazon.de/House-My-Name-Peter-Leithart/dp/1885767692/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=a+house+for+my+name&amp;qid=1615122607&amp;sr=8-1">relativ günstig erhältlich</a>, ich habe aber die <a href="https://www.logos.com/product/4583/peter-j-leithart-collection">Logos-Variante</a> gelesen. Als Einführung in das Werk kann sicher auch dieser <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jYfPF_lbO68">Vortrag von Leithart dienen, den ich aber erst nach der Lektüre entdeckt habe.</a> Das Buch ist empfehlenswert und sicher bereichernd für jeden, der so wie ich, seiner Familie himmlisches Manna weitergeben möchte. Das Buch hilft das Kontinuum zwischen AT und NT auf neue und erfrischende Weise wieder zu entdecken. Das Buch lässt sich gut in einem weiteren Kontext einbinden:</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-14314" src="https://www.nimm-lies.de/wp-content/uploads/leithart-1.png" alt="" width="1205" height="732" srcset="https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/leithart-1.png 1205w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/leithart-1-300x182.png 300w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/leithart-1-1024x622.png 1024w, https://nimm-lies.de/wp-content/uploads/leithart-1-768x467.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1205px) 100vw, 1205px" /></p>
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		<title>Stories with Intent</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sergej Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2021 16:42:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bibelkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher zur Bibel]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichnisse]]></category>
		<category><![CDATA[Klyne R. Snodgrass]]></category>
		<category><![CDATA[Snodgrass]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gegriffen habe ich zu diesem Buch, weil mir auffiel, wie häufig Jonathan Edwards über Gleichnisse predigte und ich mich hier zunächst selber damit auseinandersetzen wollte. Das Buch ist Teil meiner Logos Bibliothek und so ist mir womöglich nicht gleich aufgefallen, was für ein dicker Wälzer&#8230; <a class="read-more" href="https://nimm-lies.de/stories-with-intent/14265">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51SUSfYB0JL._SX329_BO1,204,203,200_.jpg" width="238" height="358" />Gegriffen habe ich zu diesem Buch, weil mir auffiel, wie häufig Jonathan Edwards über Gleichnisse predigte und ich mich hier zunächst selber damit auseinandersetzen wollte. Das Buch ist Teil meiner Logos Bibliothek und so ist mir womöglich nicht gleich aufgefallen, was für ein dicker Wälzer das ist. Das ist aber bereits mein erstes Lob für dieses Werk: Es ist wirklich <em>comprehensive</em>, also verständlich und leicht zu lesen. Bereits nach wenigen Tagen habe ich einen Großteil des Einleitungskapitels durchgelesen sowie die Besprechung mehrerer Gleichnisse.</p>
<p>Das Buch besteht aus vier Teilen: In der Einführung bespricht der Autor die Auslegungsgeschichte der Gleichnisse, die von zwei Extremen geprägt ist Einerseits ein rigoroses Allegorisieren aller einzelnen Elemente in einem Gleichnis. Berühmt dürfte hier Augustinus Auslegung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter sein: Jericho (= Mond) steht für unsere Sterblichkeit und Jerusalem ist die himmlische Stadt. Der Überfallene ist Adam und die Räuber sind der Satan und seine Dämonen. Der gute Samariter ist Christus und der Wirt Apostel Paulus. (Übrigens: Snodgrass weist darauf hin, dass das Allegorisieren der Kirchenväter im Rahmen der damals üblichen vierfachen Auslegung stattfand und nicht als Grundlage für dogmatische Positionen). Auf der anderen Seite steht der Rationalismus, der sich weigerte, Allegorie in der Bibel per se anzuerkennen. Ein Überrest dieser Position ist noch in der Meinung zu finden, in jedem Gleichnis gibt es nur einen Hauptgedanken! Das führt oft dazu, dass man ein komplexeres Fazit übersieht. In diesem Kapitel geht der Autor der Frage nach was eine Allegorie ist, bespricht Herangehensweisen an Allegorien, aber auch die Rezeption der Gleichnisse in der historisch-kritischen Methode.<span id="more-14265"></span></p>
<p>Im zweiten Teil untersucht Snodgrass Gleichnisse in der Antiken Welt generell, ob nun im Alten Testament, aber auch in den früh-jüdischen und griechisch-römischen Schriften.</p>
<p>Im dritten Teil bespricht der Autor die Gleichnisse, die er interessanterweise nicht nach Parabeltyp (Aphoristisch, Vergleich, Erzählparabel, &#8222;Wie viel mehr&#8220;)sondern thematisch sortiert, also z.B. &#8222;Gnade und Verantwortung&#8220;, &#8222;Gleichnisse über das Verloren Sein&#8220;, über Geld, Jüngerschaft, Israel und natürlich über das gegenwärtige Reich Gottes.</p>
<p>Jede Parabel wird zunächst mit Fragen an den Lesern besprochen! Dann folgen Literaturhinweise (einschließlich Parallelstellen). Anschließend werden die textlichen Eigenschaften ausführlich besprochen und kulturelle Informationen gegeben.</p>
<p>Erst dann geht der Autor zur Erklärung des Gleichnisses über in der er exakt die Fragen beantwortet, die er zu Beginn der Besprechung dem Leser gestellt hat. In dieser Besprechung untersucht er auch die unterschiedlichen Auslegungsansätze, die in der Christenheit verbreitet sind oder waren (Einigen Lesern dürfte z.B. bekannt sein, dass man im Gleichnis vom Senfkorn eine Anspielung den Baum aus Hes. 17,22-23 sieht oder dass man den Sauerteig generell negativ interpretieren möchte). Schließlich bespricht der Autor die Adaption und die Anwendung des Gleichnisses für heutige Zuhörer. Ein letztes Kapitel verweist auf Literaturhinweise zu jedem einzelnen Gleichnis. Auf diese Weise habe ich weiteres Material meiner Logos Bibliothek entdecken können.</p>
<p>Da der Autor diese Struktur konsequent durchzieht, eignet sich das Buch in Besonderer Weise als Handbuch für jeden, der z.B. über Gleichnisse predigen möchte. Um mit dem Gleichnis von den zwei Schuldnern(Luk. 7,41-43), ein näheres Beispiel zu wählen: Der Autor machte mich auf viele Details aufmerksam, die ich übersehen habe: Z.B. dass eine Frau um mit ihren Haaren etwas abtrocknen zu können, ihren Schleier ausziehen musste, was ja bereits als Schande, ja eine beschämende Situation galt. Auch die Reaktion Jesu, der Menschen nicht in Kategorien, sondern als echte Personen sieht und versteht, arbeitet der Autor gut heraus. Eigentlich habe ich immer wieder den Eindruck gehabt: Über dieses Gleichnis müsste ich predigen.</p>
<p>Ein interessanter Anhang schließt das Buch ab, in dem der Autor die verwendeten griechischen bzw. hebräischen Begriffe παραβολή (parabolē) bzw. מָשָׁל (māšāl) in der Bibel bespricht. Genau an dieser Stelle würde ich ein Stückchen weit Kritik ansetzen wollen. Snodgrass bespricht &#8222;nur&#8220; das, was man als klassisches Gleichnis kennt. Er geht z.B. nicht darauf ein, was sowohl Markus, wie Matthäus mit einem Gleichnis verbinden: &#8222;Was in den Menschen geht, kann den Menschen nicht verunreinigen&#8220;. Oder was ist eigentlich mit dem neuen Wein in alten Schläuchen oder dem blinden Blindenleiter? Einerseits ist mir klar, dass die Einbeziehung aller Sprichwörter Jesu den Rahmen des Buches sprengen würde, andererseits hätte ich persönlich angewandte Sprichwörter in einem größeren Dialog-Kontext, bei dem selbst die Jünger eine Erklärung abfragen, ebenfalls zur Kategorie der Gleichnisse gezählt.</p>
<p>Dieses kleine Manko tut aber der hohen Qualität dieses Werkes kaum einen Schaden, das mit seinen umfangreichen 912 Seiten zu einem unverzichtbaren Begleiter derer wird, die sich aufs neue mit den Gleichnissen beschäftigen wollen.</p>
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