Alle Artikel in der Kategorie “Sachbücher

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Konstantin von Tischendorf und der Jahrhundertfund

Wer kennt Konstantin von Tischendorf (1815-1874)? Meine erste Bekanntschaft mit ihm machte ich während eines Vortrags von Alexander Schick. Er referierte über die Entstehungsgeschichte der Bibel und erzählte u.a. die spannende Geschichte Tischendorfs. Das war das erste Mal, dass ich diesem Namen hörte. Während den anschließenden Vorbereitungen für eine Bibelausstellung wollte ich mich intensiver mit dieser Person beschäftigen. Jedoch fand ich im Buchhandel kein Buch von oder über ihn. Antiquarisch konnte ich einen kleinen Band erwerben mit der schlichten Überschrift: „Tischendorf – Erinnerungen“. Ich merkte schnell, dass er eine faszinierende Persönlichkeit war, die einer weiterführenden Beschäftigung würdig ist. Später entdeckte ich in der Uni-Bibliothek seine zweibändige Ausgabe „Reise in den Orient“ von 1846. Einen Großteil davon habe ich wörtlich verschlungen.

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Phillip E. Johnson: Darwin im Kreuzverhör

Wieder einmal möchte ich ein Buch rezensieren. Diesmal ist es kein direkt christliches Buch, obschon bei einem christlichen Verlag erschienen. Der Autor dieses Buches ist Phillip E. Johnson, der sich hier in seinem Buch „Darwin im Kreuzverhör“ mit dem Darwnismus im weitesten Sinne auseinander setzt. Johnson ist kein Wissenschaftler, sondern Jurist, hat ausführlich in darwinistischen Quellen recherchiert und zeigt das auch, indem er führende Personen immer wieder ausführlich zitiert. Zu seiner Qualifikation, ein solches Buch zu schreiben, sagt er, dass er als Jurist durchaus qualifiziert sei, wenn es darum geht, zu beobachten und darzustellen, WIE jemand argumentiert. Johnson versucht nicht, hier eine umfassende Darstellung der darwinistischen Position abzuliefern, er versucht auch nicht, irgend ein spezielles „kreationistisches“ Modell zu verteidigen, die Stoßrichtung des Buches ist die, dass gefragt wird: WIE wird von darwnistischer Seite aus argumentiert.

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Francis Schaeffer: Die große Anpassung

Simon Arnold hat eine gute Rezension zu „Die große Anpassung“ von Francis Schaeffer geschrieben.

Obschon Francis Schaeffer schon seit mehr als 25 Jahren tot ist, lohnt sich ein Blick in seine Bücher immer noch, weil er Dinge und Entwicklungen beschreibt, die damals schon sichtbar waren, die heute aber umso stärker in Erscheinung treten. Im Buch „Die große Anpassung“ beschreibt Schaeffer gewisse geschichtliche Prozesse und Entwicklungen, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die evangelikale Bewegung in Amerika heutzutage das ist, was sie ist, nämlich eine sehr angepasste, von säkularen Strömungen durchdrungene, christliche Bewegung. Die Darstellung, die Schaeffer von der amerikanischen Christenheit gibt, lässt sich recht gut auf die deutsche Situation übertragen, denn sie ist eine Ähnliche.

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Rainer Imming: ERnährt

ERnaehrt-Rainer-ImmingWas können wir heute noch essen? Welche der zahllosen Ernährungsphilosophien sind nützlich und nachahmenswert? Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen las ich das recht neue Büch­lein „ERnährt“ aus dem Daniel Ver­lag. Der Autor Dr. Rai­ner Imming versucht auf 160 dem auf die Spur zu kommen, was Gott zum Thema Essen sagt.

Lebens­mit­tel sind in unse­ren Brei­ten­gra­den bei­leibe nicht nur Nah­rungs­mit­tel zur Sät­ti­gung des Hun­ger­ge­fühls. Für viele Men­schen ist die inhalt­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit Lebens­mit­teln zum täg­li­chen Brot gewor­den. Kalo­rien wer­den gezählt, der Ursprung von Obst und Gemüse fest­ge­stellt. Gesund, nachhaltig und fair erwirt­schaf­tet sollen Lebensmittel sein. Dabei ist oft gar nicht so leicht fest­zu­stel­len was denn nun gesund und gut ist und was eher schäd­lich. Weiterlesen

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Unter Linken – Ein schönes Versehen

Die Regel ist, dass auf eddi-on.de besonders empfehlenswerte CHRISTLICHE Bücher und andere Medien vorgestellt werden. Heute werde ich jedoch eine Ausnahme machen. Ich möchte euch „Unter Linken“ vorstellen.

Der Autor Jan Fleischhauer arbeitet für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Der „Spiegel“ ist nun wirklich nicht bekannt, Sympathie für den christlichen Glauben zu hegen. Auch die politische Grundhaltung liegt sicherlich nicht im konservativen Milieu. Jan Fleischhauer scheint hier jedoch eine erfreuliche Ausnahme in der Redaktion des „Spiegels“ zu sein.

Da in meiner Freizeit, wie bei vielen, die tatsächliche Freizeit und somit auch Lesezeit begrenzt ist, nutze ich meinen Bürostuhl am Arbeitsplatz in den Pausen als Lesesessel. In den letzten Wochen nun, las ich „Unter Linken – Von einem, der aus Versehen konservativ wurde“. Ich muss sagen, dass ich bei keinem in den Pausen gelesenen Büchern regelmäßig in mich hinein lachen musste. Aber dieses Buch hat es geschafft.

Aber worum geht es in diesem mich so amüsierenden Buch eigentlich? Es geht, wie der Titel schon sagt, um die Linken in unserem Lande. Wenige sind es nicht. Bei den letzten Wahlen haben die linksorientierten Parteien eindrucksvoll gezeigt, wie viele Wähler diese hinter sich bringen können. Noch eindrucksvoller schaut es unter den deutschen Meinungsmachern aus. Bei einer repräsentativen Umfrage unter 1500 Journalisten verteilte sich die politische Sympathie wie folgt: Grüne: 35,5 Prozent, SPD: 26 Prozent, CDU: 8,7 Prozent, FDP: 6,8 Prozent, keine Präferenz: 19,6 Prozent. (S. 352)

Insgesamt fühlen sich also nicht einmal ein Sechstel der deutschen Journalisten den bürgerlichen Parteien verbunden. Es darf dem Wertkonservativen demnach nicht verwundern, wenn seine Position im linken Mediendschungel nur selten zu Sprache kommt. Umso größer nun mein Erstaunen bei einem Spiegel-Autor das zu finden, wonach bisher lange gesucht werden musste:

Eine Erkundung der linken Lebenswelten – persönlich, offen und sehr unterhaltsam. Linke Positionen in Deutschland müssen nicht verteidigt werden. Sie sind in den Medien tonangebend und sind nach eigener Auffassung der Inbegriff des Guten. Wer nicht links ist, macht sich schon verdächtig. Roger Köppel von „Die Weltwoche“ hatte das Buch so kommentiert: „Mit so viel Witz und scharfer Intelligenz hat sich noch keiner in Deutschland die Linke vorgenommen.“

Und es ist wahr. Kapitel für Kapitel eröffnen dem Leser einen immer besseren Einblick in das linke Denken. Dabei macht es einfach nur Spaß ein Buch zu lesen, in dem nicht immer nur Israel der Böse im Nahen Osten ist. Ein Buch, in dem nicht Blauäugigkeit und Gutmenschentum im Umgang mit Straffälligen und Migranten dominieren. Ein Buch, dass Leistung belohnen will und aufzeigt, dass die guten linken Motive oft schon in ihren Ursprüngen gar nicht so edel sind.

Jeder Wertkonservative wird an diesem Buch seine Freude haben. Es tut einfach gut, Positionen zu lesen, die in den säkularen Medien nur selten vorkommen. Und linksorientierte Leser werden hier eine manchmal bissige, aber insgesamt faire Beschreibung ihrer linken Lebenswelt entdecken.

Als Paperback bei Rowohlt erschienen und hier erhältlich.

Buchempfehlung: Gefährliche Stille!

256226_z1Das Jahr der Stille geht seinem Ende entgegen. Noch knappe drei Monate und dann darf es wieder lauter werden. Nun ja, vielleicht nicht lauter, aber zumindest wird das Thema in der evangelikalen Öffentlichkeit nicht mehr so breit behandelt. Wer sich auf der Seite des Medienkonzerns SCM umschaut, entdeckt dutzende neue Bücher und Accessoire zur Stille. Interessant in diesem Zusammenhang, dass das einzige Buch, welches sich kritisch mit dem Thema befasst, von SCM boykottiert wird. Grund genug, dass Buch näher anzuschauen …

Das Buch besteht aus 7 eigentlichen Kapitel und zwei Anhängen. Verfasst haben die Beiträge verschiedene Autoren des Maleachi-Kreises.

Einleitend beginnt Ulrich Skambraks mit der Feststellung, wie akut notwendig Stille in unserem Leben geworden ist. Unser Leben läuft immer schneller an uns vorbei. Ruhepausen sind „unproduktive“ Zeitdiebe und haben wenig Chancen in unserem täglichen Dasein. Deshalb raten Psychotherapeuten dazu, das Leben zu „entschleunigen“, also zu verlangsamen. Weiterlesen

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Rainer Wagner: Auf der Suche nach Erweckung

1909 wurde die „Berliner Erklärung“ verabschiedet. 56 Verantwortliche aus der Gemeinschaftsbewegung unterzeichneten eine Schrift, die die Pfingstbewegung als „von unten“ beschreibt. Dies führte zu einer tiefen Trennung die viele Jahrzehnte bestand. 100 Jahre nach dieser Erklärung wurde am 18. Januar eine neue „Erklärung“ verfasst. Diesmal jedoch eine gemeinsame zwischen Gemeinschaftsbewegung (Gnadau) und Pfingsbewegung (Mühlheim). Im Klartext wurde die „Berliner Erklärung“ für hinfällig erklärt und beerdigt.

Thema und Inhalt

Das Buch beginnt mit der „Berliner Erklärung“. Direkt im Anschluss beginnt der Geschichtsunterricht. Was ist der geistliche Hintergrund der Christen in Deutschland bis zur Reformation? Dann springt der Autor zum Beginn des Pietismus im 17. Jahrhundert. Die Zeit vor der Erweckungsbewegung ist geprägt von geistlichem Niedergang. Dies führt zur Entstehung der Erweckungsbewegung.

Die Menschen fragen nach Gott und wollen erfülltes, geheiligtes Leben führen. Durch viele verschiedene Quellen gespeist entwickelt sich in Deutschland die Heiligungsbewegung. Im Gnadauer Verband sammeln sich die innerkirchlich-pietistischen Christen. Durch die Lehre der Geistestaufe verursacht wächst eine Krise heran. In den USA entsteht die Pfingstbewegung und es kommt zu ersten Pfingstversammlungen in Deutschland. Bei einer Veranstaltungsreihe in Kassel herrschen tumultartige Zustände. Die Veranstalung muss durch Polizei aufgelöst werden.

Erste nüchterne Stimmen werden laut und Versuche scheitern, die Einheit der Gemeinschaftsbewegung aufrechtzuerhalten. Der General Georg von Viebahn stellt in dieser Zeit die entscheidende Frage. „Dürfen wir es länger mit ansehen, dass immer mehr Geschwister in die unheilvolle Bewegung gezogen werden?“

Dies führt bald zur Berliner Erklärung und somit zur dauerhaften Spaltung innerhalb der Gemeinschaftsbewegung. Zum Schluss geht Wagner auf die Entwicklung in der frühen Geschichte ein. Die deutschen Evangelikalen rücken zum großen Teil von der „Berliner Erklärung“ ab.

Form und Sprache

Obwohl nüchtern und sachlich geschrieben entsteht keine Müdigkeit beim Lesen. Viele Anmerkungen in der Fußzeile geben Hilfestellung zum Verständnis des Inhalts.

Autor

Rainer Wagner hat in seiner Jugend 15 Jahre eine politische Haftstrafe in der DDR verbüßen müssen. In den letzten Jahren schrieb er einige Bücher über Kirchengeschichte, Gemeindebibelschule und Fehlentwicklungen in der der evangelikalen Bewegung. Einige Bespiele: Alle in einem Boot, CLV 1999; Praxisbuch Kurzbibelschule, VTR 2005; Gemeinde Jesu zwischen Spaltungen und Ökumene, Vfre 2002.

Fazit

Mit viel Sachlichkeit und Nüchternheit geht Rainer Wagner an dieses schwierige Thema heran. So wie der Untertitel es beschreibt „Geistlichen Entwicklungen verstehen – 100 Jahre Berliner Erklärung“ (1909 – 2009), geht er ausführlich auf die Geschichte vor und nach der Erklärung ein. Er wartet lange mit deutlichen Wertungen. Erst ganz zum Schluss spricht er sich für einen „liebevollen, aber nüchternen“ Umgang mit Pfingstlern und Charismatikern aus.

Titel: Auf der Suche nach Erweckung
Autor:
Rainer Wagner
Seiten: 164
Einband: Taschenbuch
Format: 18 cm x 11 cm
Verlag: CV Dillenburg
Jahr: 2009
Preis: 7,90 Euro
erhältlich bei: cbuch