Alle Artikel mit dem Schlagwort “Bücher lesen

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Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books (I)

Diese Woche beginnen wir das Buch Lit! A Christian Guide To Reading Books zu besprechen. Nach Möglichkeit sollte man bis heute die Einleitung und die ersten beiden Kapitel gelesen haben. Wie die Leserunden ablaufen werden, kann HIER nachgelesen werden.

Wer viel liest, steht in der Gefahr am Buch der Bücher – der Bibel – „vorbeizulesen“. Man würde gerne noch so viele Bücher lesen. Dazu erscheinen wöchentlich neue Bücher, die unser Interesse wecken. Bei all diesem Überfluss an Büchern möchte Gott, dass wir sein Buch, was er geschrieben hat oder schreiben ließ, nicht vergessen. Ja, er möchte noch mehr. Er möchte, dass wir alle anderen Bücher neben der Bibel durch die Brille der Bibel lesen. Tony Reinke fordert in seinem Buch Lit! im ersten Kapitel dazu auf, zuallererst einige biblische und theologische Grundüberzeugungen über Bücher, über das Lesen und über Buchhandlungen zu entwickeln. Doch wo sollte man beginnen? Tony Reinke beginnt mit den ersten Worten, die Gott selbst geschrieben und publiziert hat: Die zehn Gebote, die er mit seinem Finger auf steinerne Tafeln schrieb. Dieses Ereignis veränderte alles was noch zukünftig publiziert werden sollte. Nachdem Gott selbst ein Buch veröffentlicht hat, muss grundsätzlich zwischen zwei Kategorien unterschieden werden:

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Bonhoeffers Lektüre im Gefängnis

Noch ca. 100 Seiten und ich werde Metaxas Bonhoeffer-Biografie beenden. Der Autor schafft es meisterhaft, der Person Bonheoffer sehr nahe zu kommen. Besonders die Auswahl aus seiner enormen Briefkorrespondenz finde ich sehr gelungen.

Zwei Auszüge aus den Briefen, die Bonhoeffers Leseeifer schildern, möchte ich hier weitergeben. In einem Brief an seine Eltern vom 12. Oktober 1943 berichtet er über seinen schlichten aber disziplinierten Alltag:

„Morgens nach dem Frühstück, also ab 7 Uhr ungefähr, treibe ich Theologie, dann schreibe [ich] bis Mittag, nachmittags lese ich, dann kommt ein Kapitel aus der Weltgeschichte von Delbrück, etwas englische Grammatik, aus der ich doch noch allerlei lernen kann, und schließlich, je nach der Verfassung, schreibe ich oder lese ich wieder. Abends bin ich dann müde genug, um mich gern hinzulegen, wenn auch noch nicht zu schlafen.“ (S. 571)

Bonhoeffer wählte seine Lektüre sehr sorgfältig aus. Dass seine Meßlatte dabei sehr hoch war, geht aus einem Brief an seinen engsten Freund Eberhard Bethge hervor:

Die Generation von Maria [Bonhoeffers Verlobte] und Renate [Bethges Ehefrau, beide deutlich jünger als die beiden Freunde] ist eben leider mit einer sehr schlechten zeitgenössischen Literatur groß geworden und den Anschluss an das ältere Schrifttum finden sie viel schwerer als wir. Je mehr wir an die wirklich guten Sachen herangekommen sind, desto fader ist uns doch die dünne Limonade der neueren Produktion geworden, manchmal fast zum Übelwerden. Kennst du ein Buch aus der schönen Literatur der letzten 15 Jahre, vom du glaubst, daß es Bestand hat? Ich nicht. Es ist teils Gewäsch, teils Gesinnungsmacherei, teils wehleidige Sentimentalität – aber keine Erkenntnis, keine Gedanken, keine Klarheit, keine Substanz und fast immer eine schlechte, unfrei Sprache. Ich bin an diesem Punkt ganz bewußt ein laudator temporis acti. (S. 573-574)

Das was Bonhoeffer über die damalige schöne Literatur schrieb, trifft heute umso mehr zu. Leider kann man das auch über zahlreiche christliche Neuerscheinungen sagen. Gott sei Dank, es gibt noch Verlage und Autoren die ihre Messlatte bewusst höher setzten und gegen den Mainstream schwimmen.

Wer ein vom Autor signiertes Exemplar der Bonhoeffer-Biografie gewinnen möchte, der schaue auf der Facebook-Seite von SCM-Hänssler vorbei. Wer bis zum 1. Advent einen Kommentar hinterlässt, macht bei der Verlosung mit.

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Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books

Wir wollen in diesem Blog nicht nur Bücher vorstellen, sondern unseren Lesern auch helfen, sie besser und gründlicher zu lesen. Lesen soll kein Selbstzweck sein. Aus diesem Grund starten wir eine Leserunde mit dem Buch Lit! A Christian Guide to Reading Books von Tony Reinke. Er zeigt in seinem Buch, dass Christen „christlich“ lesen sollten. Christen sollten – wie bei allem was sie tun – biblisch denken und biblsich lesen.

Auch wenn das Buch nur in englischer Sprache erhältlich ist und viele allein schon wegen der Fremdsprache nicht an dieser Leserunde teilnehmen werden, wollen wir es dennoch versuchen. Die Beiträge zum Buch werden in deutscher Sprache geschrieben und auch Zitate aus dem Buch werden nach Möglichkeit übersetzt, so dass diejenigen, die das Buch nicht mitlesen, trotzdem von den Gedanken des Buches profitieren und an der daran anschließenden Diskussion teilnehmen können.

Für wen ist das Buch geeignet?

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Lit! Eine christliche Anleitung zum Bücherlesen

Jeden Tag warte ich gespannt darauf, bis das Buch Lit!: A Christian Guide to Reading Books im Briefkasten liegt. Ich lese schon seit 2-3 Jahren den Blog von Tony Reinke und sah damals darin mein Vorbild für diesen Blog (damals noch unter der Bezeichnung eddi-on.de). Ich durfe einige wertvolle Inspirationen von ihm empfangen. Und wer etwas in seinem Blog stöbert, wird feststellen, dass er absolut der Richtige dafür ist, ein Buch über das Lesen zu schreiben. Das hat er auch getan. Vor Kurzem ist sein Buch bei Crossway erschienen. Ich habe es noch nicht gelesen. Aber ich habe den Eindruck, aufgrund der Ressourcen zu dem Buch, die ich weiter unten verlinke, dass die Lektüre dieses Buches allen Lesern und auch Nicht- oder Weniglesern sehr hilfreich sein kann.

Die ersten Seiten kann man HIER online lesen.

Hier ein Einblick in den Inhalt: Weiterlesen

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Spurgeon über das Lesen (Teil 1)

Mein Vater zeigte mir gestern eine Postkarte mit dem unten stehenden Zitat von Spurgeon. Ich fand es recht passend für Bücherwürmer:

Legen wir nicht zu viel Kohle auf das Feuer, dass es davon erstickt wird. Wir können unser Gehirn mit so vielen Büchern füttern, dass es darunter begraben wird; wir können unseren Kindern so vieles lehren, dass sie nichts lernen und so lange predigen, dass die Leute alles vergessen, was gesagt wurde.

Charles Haddon Spurgeon

Leider weiß ich nicht die Quelle dieses Zitates. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Außerdem las ich gestern „Lectures to my Students“  (deutsch: Ratschläge für Prediger) von Spurgeon. Im 13. Kapitel gibt Spurgeon weise Ratschläge für den Umgang mit Büchern, von denen ich einige nach und nach veröffentlichen werden. Er schreibt unter anderem:

Wenn sich ein Mann nur sehr wenige Bücher kaufen kann, so ist meine erste Mahnung: Er kaufe sich nur die allerbesten. Kann er wenig Geld ausgeben so gebe er es wenigstens für gute Ware aus. Das Beste ist nun in diesem Fall das Billigste [besser: Das Beste in in diesem Fall mehr wert als es kostet]. Überlaßt Verdünnungen und Verwässerungen denen, die sich solchen Luxus erlauben können. Kauft nicht Milch und Wasser, sondern kondensierte Milch. Das Wasser könnt ihr selbst dazu gießen. Nehmt solche Bücher, die, wie James Hamilton sagte, „Biblin „enthalten, tüchtige, inhaltsreiche, zuverlässige, gediegene Bücher. Als Dr. Chalmers seine Horae Biblicae Quontidianae schrieb, benützte er nur ganz wenige Bücher. Einige der bedeutendsten Prediger haben gefunden, dass zum Studium der der Schrift – und das ist ja unsere Hauptaufgabe – wenige Bücher genügen. Verzichtet also ohne Schmerz auf alle die Bücher, die nur für den Absatz gemacht sind.

Quelle: C. H. Spurgeon: Ratschläge für Prediger, Oncken Verlag 1986, S. 95

Eine überarbeitete und erweiterte deutsche Ausgabe von „Ratschläge für Prediger“ ist seit 2016 im Betanien Verlag erschienen. Es lohnt sich aber auch die Anschaffung der vollständigen englischen Ausgabe.

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Books work, when you cannot!

Vor zwei Jahren hatte ich die Möglichkeit ein kurzes Gespräch mit William Mackenzie und seiner Frau Carine zu führen, die vor fast 40 Jahren den christlichen Verlag Christian Focus Publications gründeten. Seine Arbeit und Ziele haben mich tief beeindruck. Gerne denke ich diese Begegnung zurück. Einige Bücher von CFP sind bereits ins Deutsche übersetzt. Und ich wünschte, es wäre noch viel mehr. Heute möchte ich einen Vortrag von Mackenzie empfehlen, den er auf einer Elternkonferenz in den USA hielt. Der Vortrag trägt den Titel: Can our children survive the world? (Deutsch: Können unsere Kinder in dieser Welt überleben?)

Wie wird ein Verleger, der sein Leben lang Bücher herausgibt – vor allem auch sehr viele Kinderbücher -, die Frage beantworten? Klar, Bücher sollte in dem Überlebenskampf eine große Rolle einnehmen (seine Frau hat sehr viele Kinderbücher veröffentlicht). Mackenzie schildert, wie Gott Bücher in der Vergangenheit benutzte und auch in der Gegenwart immer noch benutzt, um Menschen zu verändern. Er hat absolut recht, wenn er sagt: „Books work, when you cannot!“ (Bücher haben auch dann noch ihre Wirkung, wenn du nicht mehr wirken kannst.)

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