Alle Artikel in der Kategorie “Zitate

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Kompatibilität von Vorsehung und Verantwortung als Argument gegen den Calvinismus?

Was ist Kompatibilität?

Ein Sperling fällt zu Boden. Diese Tat geschieht nicht ohne Gottes Willen (Mt. 10,29-31). Und doch starb dieser Sperling ja nur, weil ein Knabe seine Schleuder ausgepackt hat und einen guten Treffer gelandet hat. – Das ist ein Beispiel, dass alle Dinge nur passieren, weil Gott es will, und doch wollen (oder wollen wir nicht) die Dinge, die wir tun und handeln frei. Selbst wenn wir gezwungen handeln, sind wir oft sehr unterschiedlichen Zwängen unterschiedlich stark ausgeliefert, die je nach Stimmung, Laune, Wetter… Wie kompliziert die Bewertung bereits unseres eigenen Willens ist, wird bereits durch eine einfache Frage deutlich: Wie ist eigentlich der zu werten, der immer launisch und eigenwillig ist? Ist er frei und autonom oder getrieben von den eigenen Begierden? Und wer treibt eigentlich die Begierden an?

Offensichtlich existiert beides immer synchron: Einerseits unsere Verantwortung, unsere Entscheidungen, unsere Wünsche, Taten, Handlungen, unser Wille und andererseits geschieht nichts von dem, was Gott nicht will, dass es geschieht, und alles geschieht nur, weil Gott will, dass es geschieht. Manche wollen hier lieber die Formulierung „weil Gott es zulässt“ haben, es ist keine Formulierung, die ich gerne nutze, aber für diesen Artikel sollte das auch eine zulässige Möglichkeit sein. Bitte lass dich nicht vom Lesen des Artikels davon abhalten. Wir können dafür auch davon sprechen, dass nichts geschieht, ohne dass Gott es zulässt. (Mehr dazu hier.)

Beides ist gleichzeitig da, ohne dass klar ist, wie es zueinander kompatibel ist. Dieses Konzept wird meistens mit dem Label „Kompatibilität“ oder „Komplementarität“, gelegentlich auch als Kompatibilismus versehen. Die im weiteren Verlauf des Artikels aufgeführten Quellen deute ich so, dass diese Begriffe häufig, wenn auch nicht immer, synonym verstanden werden. Ich wähle für diesen Artikel den Begriff Kompatibilität, weil er kürzer ist.

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Os Guinness über die Denkfaulheit der Evangelikalen

T. Schirrmacher zitiert diese prägnanten Sätze von Os Guinness aus „Des Teufels Fehde-Handschuh“ in der Präambel seiner umfangreichen Ethik (bd1).

„Haben Sie jemals eines jener osteuropäischen Länder besucht, wo die Milizionäre stets zu dritt herumlaufen? Damit hat es, wie man sagt, folgende Bewandtnis: Der erste kann lesen, der zweite ist des Schreibens kundig und der dritte hat die Aufgabe, die beiden gefährlichen Intellektuellen im Auge zu behalten. Heute geht es in vielen Kirchengemeinden ähnlich zu. Wer mehr als zwei Minuten lang intelligent redet und dabei pro Minute mehr als einen Gedanken äußert, gilt als ein gefährlicher, ungebremster Intellektueller. Die heutige Kirche steht jedoch vor großen Problemen und Schwierigkeiten, und diese müssen im Licht des Wortes Gottes als auch der aktuellen Lage der Welt gründlich durchdacht werden. Wir müssen davon Abstand nehmen, auf schwere Fragen einfache Antworten zu geben, und die Bereitschaft aufbringen, zu beten, nachzudenken und geistige Schwerstarbeit zu leisten, damit wir unseren gegenwärtigen Standort bestimmen und erkennen können, was der Herr von uns möchte.“

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Gottes Vorsehung entschuldigt unsere Bosheit nicht

Wer eine reformierte Sicht des Zusammenspiels von Gottes Vorsehung und Dingen wie Zufall, dem Bösen, menschlicher Verantwortung sucht handelt sicherlich nicht falsch wenn er zu Calvins Institutio zeigt. In den Kapiteln 16 bis 18 widmet sich Calvin dem Thema der Vorsehung. Zunächst wird die Lehre von der Vorsehung definiert: Es ist Gottes Erhaltung seiner Schöpfung. das biblische Bild von der Schöpfung ist nicht einfach bloß ein Theistisches als hätte ein großer Erschaffer einmal einen Knopf gedrückt und nun arbeitet ein äußerst komplexer Mechanismus ganz autonom ein Programm ab – Nein die Bibel zeichnet ein Bild, dass die Schöpfung auch nicht einen Augenblick bestehen kann, wenn sie nicht durchgehend erhalten würde (Heb. 1,3 man vgl. aber auch die vielen weiteren Beispieltexte die Calvin zu dieser These aufführt).

In Kapitel 16 bespricht Calvin nun das Zusammenspiel von Menschlicher Verantwortung und Gottes Vorsehung. Wem die griechischen und römischen Sagen und Legenden nur am Rande bekannt sind, wird über die große Obsession der Antike überrascht sein, dass der Einzelne einem Unabänderlichen Schicksal ausgeliefert ist. Genau da greift Calvin ein und zitiert einige bekannte „Klassiker“. Das christliche Modell von Gottes Souveränität und ist selbstverständlich komplexer,freier, gründlicher. In jedem Fall ist Gottes absolute Vorsehung und Kontrolle niemals eine Ausrede für das was wir anrichten. Daran lässt Calvin keinen Zweifel übrig. Ein Auszug aus dem dritten Abschnitt vom 16 Kapitel des ersten Buches der Institutio. Das vollständige erste Buch findet sich kostenfrei im Web.

„Wem solche Bescheidenheit zuteil geworden ist, der wird weder um der Widerwär­tigkeiten vergangener Zeiten willen gegen Gott murren, noch auch die Schuld für die Übeltaten auf ihn schieben, wie es Agamemnon bei Homer tut: „Ich bin dessen nicht schuld, sondern Zeus und das Schicksal!“ Er wird sich auch nicht wie jener Jüngling bei Plautus, wie vom Schicksal dahingerissen, verzweifelt ins Verderben stürzen: „Unbeständig ist das Los der Dinge, nach Willkür handelt das Schicksal am Menschen; ich will mich zum Felsen begeben, um mit meinem Leben der Sache ein Ende zu machen!“ Auch wird er nicht nach dem Beispiel eines anderen mit dem Na­men Gottes seine Untaten beschönigen. So spricht es Lyconides in einer anderen Ko­mödie (des Plautus) aus: „Gott war der Anstifter, ich glaube, die Götter haben es so gewollt; denn ich weiß: hätten sie es nicht gewollt, so wäre es nicht geschehen!“ Nein, er wird aus der Schrift forschen und lernen, was Gott gefällt, um unter Führung des Geistes danach sich auszustrecken; er wird zugleich bereit sein, Gott zu folgen, wohin er ihn ruft, und damit zeigen, daß nichts heilsamer ist, als diese Lehre zu kennen.

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„Warum ich bei den Brüdern geblieben bin“ von F.F. Bruce

Da ich mehr über F.F. Bruce wissen wollte, von dem ich vor kurzem ein Werk vorgestellt habe, bin ich auf eine ihm und seinem Werk geweihte Seite gestoßen. Auf dieser Wiederum fand ich zwei Essays unterschiedlicher Länge, in der Bruce seine Zugehörigkeit zur Brüderbewegung erläutert. Der kürzere Essay mit dem Titel „Warum ich bei den Brüdern geblieben bin“ sprach mir ganz aus dem Herzen. Regelmäßig tritt auch an mich die Frage heran, warum ich eine Evangeliums-Christen-Baptisten Gemeinde besuche. Wie Bruce brachte mich die Frage in Schwierigkeiten, nicht weil die Frage an sich schwer zu beantworten ist, sondern weil ich nichts so recht damit anfangen kann und mich etwa dafür rechtfertigen müsste, so als wären die Evangeliums-Christen außerhalb der christlichen Orthodoxie. Bruce Statement hilft mir konkreter zu antworten, auch wenn natürlich die Brüderbewegung nicht vollständig mit den Evangeliums-Christen zu vergleichen ist, und ich mir wünschen würde, dass meine Ortsgemeinde den ersten von Bruce genannten Aspekt mehr leben würde. Der zweite Aspekt wird in Gemeinden „unseres Musters“ aber wirklich so gelebt, wie Bruce es in den britischen Brüdergemeinen erlebt hat. Ich übersetze den Text „Why I have stayed with the Brethren“ vollständig:

„Obwohl mir diese Frage von Zeit zu Zeit gestellt wird, fällt es mir schwer, sie zu beantworten, weil ich Zweifel an ihren Implikationen habe. Kirchlich gesprochen gehöre ich (1) zur universalen Kirche und (2) zur örtlichen Gemeinde, die sich in der Crescent Road in Stockport trifft; und kirchlich gesprochen gehöre ich zu nichts anderem. Die einzige Alternative zur Zugehörigkeit zur universalen Kirche wäre, den einst überlieferten Glauben zu verleugnen; und wenn man mich fragt, warum ich in der Gemeinde an der Crescent Road in Stockport bleibe, muss meine Antwort lauten: „Wenn du diese Gemeinde kennen würdest, müsstest du gar nicht fragen, warum ich bleibe!“

Ich bin seit fünf bis sechs Jahren Mitglied der Gemeinde an der Crescent Road, aber ich gehöre seit vielen Jahren bereits Gemeinden desselben allgemeinen Musters an. Und wenn Leute mich fragen: „Warum bleibst du bei den Brüdern?“, meinen sie damit: „Warum bleibst du bei Gemeinden dieses besonderen Musters?“ Und dann muss ich nach einer Antwort suchen, denn es ist mir nie in den Sinn gekommen, eine Mitgliedschaft in einer Gemeinde mit einem anderen Muster zu suchen. Zweifellos spielt dabei auch eine gewisse Trägheit eine Rolle; Menschen neigen dazu, in der Gemeindegemeinschaft zu bleiben, in der sie begonnen haben, es sei denn, sie haben einen zwingenden Grund, zu wechseln – und einen solchen Grund habe ich nie bewusst verspürt.

Aber wenn ich über die Sache nachdenke, entdecke ich einige positive Gründe, zu bleiben, und ich kann zwei davon nennen, die in meinen Augen erhebliches Gewicht haben.

Der eine Grund ist, dass ich in diesen Gemeinden dazu ermutigt werde, meine Zugehörigkeit zur universalen Kirche anzuerkennen. Es wird mir nie suggeriert, dass „unsere Denomination“ oder „unser Kreis von Versammlungen“ einen besonderen Anspruch auf meine Loyalität hätte – jenseits des Anspruchs, an dem meine Mitgeschwister weltweit teilhaben. Hier finde ich einen Rahmen, in dem echte christliche Einheit aufrichtig und vorbehaltlos gelebt werden kann. Zu einer Gemeinde dieses Musters dürfen alle Gläubigen an unseren Herrn kommen und dürfen sicher sein, um Seinetwillen willkommen zu sein; und es wäre mir unerträglich, einer Gemeinde anzugehören, die nicht alle aufnimmt, die Christus aufgenommen hat. Aus einer Gemeinde dieses Musters heraus kann ich Gemeinschaft mit allen Gläubigen an unserem Herrn haben, ohne irgendeinen „konfessionellen Grundsatz“ zu kompromittieren – denn in einer solchen Gemeinde gibt es keine konfessionellen Grundsätze, die man kompromittieren könnte. Vor dem Hintergrund meiner weiten Erfahrung mit gelegentlicher Gemeinschaft in Gemeinden unterschiedlichster Ausprägung ruht meine Überzeugung darin, dass eine Gemeinde dieses Musters für mich die richtige ist.

Der andere positive Grund ist, dass ich in diesen Gemeinden eine Atmosphäre geistlicher und intellektueller Freiheit gefunden habe, die mir so angenehm und geradezu belebend erscheint, dass ich bezweifle, ob sie anderswo ihresgleichen fände. Ich weiß auch, dass diese Erfahrung nicht nur mir eigen ist, oder nur den Gemeinden, denen ich im Laufe der Jahre glücklicherweise angehören durfte. In einem Brief, den er 1961 als Vorsitzender des Komitees an die Mitglieder der „Young Men’s Bible Teaching Conference“ sandte, schrieb Dr. W. M. Capper: „Eines der Dinge, die viele von uns zu den Christlichen Brüdern hinzieht, ist ihre Weite – nicht ihre Enge.“ Mit angemessener Zurückhaltung hinsichtlich der Verwendung des Begriffs „die Christlichen Brüder“ sage ich zu diesen Worten: Amen.

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Sag uns nicht, was du tun willst – tu es einfach

Immer wieder entdecke ich Interessantes in meiner Logos-Bibliothek. So das Journal of Pastoral Practice, eine Zeitschrift aus den 80ern, die von Jay Adams herausgegeben wurde, und über einen für jeden im Gemeindedienst aktiven Mitarbeiter interessanten Mix an Themen schreibt. Praktische Themen werden genauso besprochen wie Hinweise für die Seelsorge gegeben. Medizin genauso, wie Themen die das weltweite Christentum beschäftigen. Ein zentraler Aspekt der Zeitschriften scheint immer das Predigen gewesen zu sein. Adams hat ja ursprünglich als Homiletik-Professor am Westminster Seminary angefangen. Mehr über Jay Adams erfährt ihr in diesem Artikel.

Das zweite Heft des Jahres 1981 enthält eine interessante Beobachtung über das Predigen, die heute nur noch aktueller ist. Nämlich den zeitlichen Verschleiß der mit unterschiedlich platzierten Vorreden verbracht wird. Ich gebe den vollständigen Text des Artikels wieder (Transparenzhinweis: Übersetzung mit Hilfe von ChatGPT). Jay Adams schreibt:

Ich habe bei Predigern eine recht weit verbreitete Tendenz beobachtet, die häufig genug auftritt, um einen eigenen Namen zu verdienen. Ich nenne sie: Vorreden. Vorreden sind die schlechte Angewohnheit, anzukündigen, was man gleich tun wird – und das ohne guten Grund (achte auf diese wichtige fett gesetzte Einschränkung).

Ich möchte zwei häufige Formen solcher Vorreden beim Predigen nennen:

  1. Wenn der Prediger seine Gliederungspunkte im Voraus ankündigt;
  2. Wenn er vorher sagt, dass er gleich ein Beispiel bringen wird.

Ein Beispiel für den ersten Fall ist genau das, was ich im vorherigen Absatz getan habe. Lies ihn noch einmal, und du wirst sehen, was ich meine. Und um den zweiten Punkt zu illustrieren, könnte ich jetzt sagen: „Lass mich dir ein Beispiel dafür geben, was ich meine“ (natürlich habe ich das, wie du siehst, gerade eben getan).

Doch was ist falsch an diesen Vorreden? Wenn es keinen triftigen Grund dafür gibt, unterbrechen sie den Gedankengang dessen, was gesagt wird – denn sie lenken die Aufmerksamkeit weg vom Inhalt und hin zur Struktur, durch die der Inhalt vermittelt wird.

Manche Homiletiker haben törichterweise behauptet, ein Prediger müsse in jeder Predigt alle seine Punkte im Voraus nennen. Warum? Weil sie es sagen, darum. Einen anderen vernünftigen Grund gibt es nicht. Auch ein biblisches Vorbild für diese Praxis lässt sich nicht finden. Du kannst die Schrift durchsuchen – du wirst keinen einzigen Fall finden, in dem jemand sagt: „Heute Morgen möchte ich euch drei Tatsachen über die Hölle mitteilen“ (oder was auch immer). So etwas kommt einfach nicht vor. Und es kommt nicht vor, weil es nicht vorkommen sollte. Solche Vorreden bringen keinen Nutzen, sondern richten Schaden an.

Ich habe jedoch eine Einschränkung erwähnt: Man sollte Punkte nur dann im Voraus nennen, wenn und nur wenn dadurch der Inhalt gefördert wird. Das heißt zum Beispiel: Wenn es „zwei und nur zwei Schritte“ zur Bewältigung eines bestimmten Verhaltensmusters gibt (etwa: ablegen und anziehen), und es wichtig ist zu betonen, dass es weder mehr noch weniger sind, dann werden die Schritte und ihre Anzahl selbst zum Teil des Inhalts.

Nur dann ist es sinnvoll, Gliederungspunkte anzukündigen: Wenn das Wissen um diese Punkte selbst in gewisser Weise zur Aussage beiträgt. Andernfalls lenken Vorreden und Ankündigungen nur ab.

Dasselbe gilt auch für das Ankündigen von Beispielen und Veranschaulichungen. Es ist grundsätzlich falsch, es sei denn, es verfolgt einen besseren Zweck, als dem Redner Zeit zum Nachdenken zu verschaffen (das sollte längst vor dem Gang auf die Kanzel geschehen sein). Es gibt natürlich Situationen, in denen es hilfreich sein kann, darauf hinzuweisen, dass man gleich ein Beispiel geben wird. Etwa so: „Das Beispiel, das ich gleich nenne, trifft nicht immer zu und gilt auch nicht für jeden. Frag dich beim Zuhören also, ob es auf dich zutrifft.“ In einem solchen Fall, in dem es für den Hörer wichtig ist, das Kommende entsprechend einzuordnen, kann die Vorrede nützlich – ja sogar entscheidend – sein.

Doch die meisten Vorreden – ob von Beispielen, Gliederungspunkten oder Bibeltexten – sind Füllmaterial. Und genau das macht viele Predigten langweilig und wenig einladend: Füllmaterial.

Daher gebe ich dir jetzt folgenden Rat: Hör auf, uns zu sagen, was du tun willst – tu es einfach. Kündige keine Punkte an, sondern bring sie; kündige keine Beispiele an, sondern gib sie – und deine Predigten werden flüssiger und kraftvoller sein.“

aus: Jay E. Adams, „Don’t Tell Us What You Are Going to Do—Do It“, The Journal of Pastoral Practice 5, Nr. 2 (1981): 113–114.

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Trostworte aus „Ich bin der Herr dein Arzt“ über die Wahl des Kreuzes.

Wenn einem Nachts das Fieber befällt, greift man zu Ibuprofen, bei anhaltendem Husten zur Thymian-Salbe und bei Schlaflosigkeit zu einem Baldrian Tee. Es gibt Situationen, da tut Medizin gut, ja wahre Wunder. Das erlebt man auch an tröstlichen Büchern. Man sollte sich angewöhnen, die gleiche „ich greife zum Medikament“-Mentalität in geistlichen Krisen/Krankheiten/Schwächen zu entwickeln. Ein Buch zu dem ich während geistlicher Unpässlichkeit greife, ist „Ich bin der Herr den Arzt“ von C.H. Spurgeon. Die Tage habe ich wieder einige Seiten daraus gelesen. Das kurze Werk enthält kurze Lektionen, die häufig nur eine halbe bis höchstens 2 Seiten lang sind. Einzige Ausnahme ist das einleitende Kapitel „Die Wahl des Kreuzes“, das blickt ein bisschen tiefer, theologischer auf die Frage des Leids. Hier finden sich viele wertvolle Gedanken, gleich vom ersten Bissen entfaltet diese Medizin ihre Wirkung, ich zitiere vom Beginn des Werkes, über die Wahl des Kreuzes.:

Weiterlesen: Trostworte aus „Ich bin der Herr dein Arzt“ über die Wahl des Kreuzes.

„Alle Kinder Gottes werden gezüchtigt; aber nur selten dürfen sie wie David die Rute auswählen, aus einer Anzahl von Trübsalen die leichteste aussuchen. Gewöhnlich erscheint uns gerade das Kreuz, das uns auferlegt ist, als das schwerste. »Ich weiß wohl«, heißt es, »dass wir Trübsal haben müssen, aber mein gegenwärtiges Leiden ist das schwerste, das mich treffen konnte. Jedes andere Kreuz könnte ich leichter tragen.«

Der eine sagt: »Ach, körperliche Schmerzen wollte ich gerne ertragen.« Der andere meint: »Na ja, arm wollte ich gerne sein, wenn ich nur gesund wäre!« Der Dritte erklärt: »Spott und Verfolgung von den Gottlosen wollte ich mir gerne gefallen lassen, aber Armut ist doch zu schwer zu ertragen.« Und so weiter. Der Herr aber hat alles für jeden geordnet. Wir sind nicht die Herren, sondern die Knechte in seinem Haus und haben nur zu gehorchen.

Aber stelle dir einmal vor, du dürftest wählen! Du würdest dann die Wahrheit des Sprichworts erfahren: »Wer die Wahl hat, hat die Qual.« Wählst du körperliche Krankheit? Sag nicht so schnell: »Ja!« Ich weiß, was Krankheit ist, und auch, wie unerträglich sie sein kann. Dann etwa Armut? Mancher weiß ein Lied von ihr zu singen, und zwar kein frohes. Es ist ganz gewiss kein Vergnügen, abends nicht zu wissen, woher am folgenden Morgen das Geld für Nahrung und Kleidung kommen soll, und von wohltätigen Spenden abhängig zu sein. Oder wählst du Schmach und Verleumdung? Die können sogar einem starken Mann das Herz brechen. Oder soll es etwa der Verlust deiner Lieben sein? Möchtest du wirklich, dass der Gefährte oder die Gefährtin deines Lebens dir genommen wird oder dass dir ein Kind vom Herzen gerissen wird?

Wenn du die Wahl unter all diesen Kreuzen hättest, ginge es dir wohl wie den Eltern, die aufgefordert wurden, eines ihrer zehn Kinder einem an­deren zu überlassen. Das erste Kind konnten sie nicht hergeben, denn es war der Stammhalter; das zweite nicht, weil es ein sehr zartes Mädchen war; das dritte war seiner Mutter Ebenbild und das vierte war ganz besonders lieb. Und so ging es fort bis zum Nesthäkchen, das noch an der Brust seiner Mutter lag und das man ihr natürlich gar nicht nehmen konnte. So hätten auch wir gegen jedes Kreuz einen besonderen Einwand, und die Wahl des Kreuzes allein wäre schon »ein schweres Kreuz«.

Dazu würden wir uns wahrscheinlich ein schlimmeres Kreuz wählen als das, was wir schon tragen müssen. Unser erstes Gefühl wäre: Wir müssen unser bisheriges Kreuz loswerden; wir sind dieses Kreuz leid, und wir meinen, jede Veränderung werde auch eine Verbesserung sein. Wir sehen, wie unser Freund unter seinem Kreuz so fröhlich ist, und wünschen uns an seine Stelle. Aber glaube mir: Gott hat die Last deinem Rücken und deinen Rücken der Last angepasst, und ein Vertauschen der Last brächte für dich und deinen Freund nur Nachteile.“

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Der Optimismus der Kirchenväter könnte ansteckend werden…

Wenn man erst einmal herausgefunden hat, welche der vielen Kirchenväter erbaulich – und vielleicht nicht nur das, sondern auch verständlich und aktuell zu lesen sind, wird man sicher irgendwann auch bei der Kirchengeschichte von Eusebius von Cäsarea landen (Historia Ecclesiastica). Kaum habe ich dieses umfangreiche Werk angefangen zu lesen, ergab ich mich den Selbstvorwürfen, warum ich das so spät getan habe. (Das Werk gibt es kostenfrei bei der BKV).

Die Kirchengeschichte überrascht den Leser gleich zu Begin: Womit fängt die Kirche an? Mit Christus. Und somit fängt das Buch auch mit der Beleuchtung Christi an, seiner Gottheit, seiner Menschwerdung, seiner Ankündigung als Messias im Alten Testament (und Eusebius zitiert entsprechend meist gründlich aber immer sehr ausführlich aus der Schrift) und landet so bei dem spannenden Thema, warum sich Christus so spät in der Menschheitsgeschichte offenbart hat.

Gerade hier überrascht Eusebius uns mit einer positiven Haltung – ja die ist so positiv optimistisch, dass sich sogar die Herausgeber der von der BKV zur Verfügung gestellten Version zu einer korrigierenden Anmerkung hinreißen lassen, dass nämlich Eusebius die Folgen des Gesetzes Mose falsch deute: „Nach Eusebius und vielen christlichen Lehrern bewirkte das mosaische Gesetz sittliche Besserung. Anders und tiefer urteilte der hl. Paulus im Römer- und Galaterbriefe. Nach ihm fiel das jüdische Volk durch das Gesetz des Moses erst recht in Sündenelend, so daß es keinen Grund hatte, sich gegenüber den sittlich verkommenen Heiden mit dem Gesetze zu brüsten.“ (S. 6) – Eine derart protestantisch klingende Anmerkung katholischer Herausgeber überrascht in der Tat!

Aber was war es, dass die Herausgeber so aufgewühlt hat? Blicken wir näher auf Eusebius‘ Aussage, müssen wir feststellen, dass man diese Anmerkung nur treffen konnte, wenn man Eusebius missversteht. Ich muss ihn direkt sprechen lassen und zitiere deswegen ausführlich (mit Sternchen ist dabei die Stelle gekennzeichnet, an der die Herausgeber ihren Kommentar einfügen).

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99 verlassene Schafe!

“Welcher Mensch unter euch, der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?” (Lukas 15,4)

Jeremias Gotthelf ist ein lesenswerter Autor – seine präzisen Beschreibungen des schweizerischen Lebens sind hilfreich, wenn man sich ein Bild vom Alltag der unterschiedlichsten „Durchschnitts-Bürger“ Mitte des 19ten Jahrhunderts machen möchte. Gotthelf schreibt generell mit der Absicht schreibt Gutes dem Bösen gegenüberzustellen. Die Gute Tat gegen die Böse Tat; Das Gute Wort gegen das Böse Wort – Gotthelf ist konsequent im Fordern einer christlichen Weltanschauung, dadurch behalten seine Werke selbst bei scharfen Kritikern an Wert! Ein besonderes Beispiel dafür ist Gotthelfs Erzählung „Die Schwarze Spinne“. In einer sehr komplexen Erzählstruktur wird die Sage von einem Tauschhandel in ärgste Enge geschriebener Bauern geschildert, die diese mit dem Teufel schließen. Sie sollen dem Teufel ein „ungetauft Kind“ übergeben für einen Handel, der sie vor großer Bedrängnis ihres gierigen Fürsten bewahrt.

Ich möchte auf einen besonderen Abschnitt von „Die Schwarze Spinne“ hinweisen, der mir hilft Luk 15,4 zu verstehen:

„Als er (= der Teufel) aber nicht kam, als der Schreck vor ihm verging, als das alte Elend blieb und der Jammer der Leidenden lauter wurde, da stiegen allmählich die Gedanken auf, die den Menschen, der in der Not ist, so gerne um seine Seele bringen. Sie begannen zu rechnen, wieviel mehr wert sie alle seien als ein einzig ungetauft Kind, sie vergassen immer mehr, dass die Schuld an einer Seele tausendmal schwerer wiege als die Rettung von tausend und abermal
tausend Menschenleben.“

Ich denke das Gotthelf mit der schwarzen Spinne einen wichtigen Aspekt ausarbeitet, denn wir in den drei „Verloren-Gefunden“ Geschichten aus Lukas 15 aus dem Blick verlieren: Der Hirte reduziert die Versorgung der 99 Schafe, um das eine Verlorene zu retten – die Frau hat den Blick nur noch auf den einen verlorenen Groschen, nicht für die neun vorhandenen – und der liebende Vater ist mit seinen Gedanken immer bei seinem jüngeren Sohn!

Genau das kann sich furchtbar unfair anfühlen; das ist uns als Familie in den letzten Wochen schmerzlich bewusst geworden: unser jüngstes Kind verbrachte wochenlang auf der Intensivstation und plötzlich lief alles andere auf „Sparflamme“. Die Gesunden mussten mit der Minimalversorgung vorlieb nehmen, z.B. wurden nahezu sämtliche Unternehmungen gestrichen, damit Kraft und Zeit für das schwächste Glied der Kette bleibt. Und ähnlich wie bei den Bauern aus Gotthelf Novelle tritt irgendwann an einen die Versuchung heran, ob das so eigentlich korrekt ist! Doch Gotthelf hat genauso recht wie Lukas 15: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken! Oder mit den Worten von Lukas 15,2: „Dieser nimmt die Sünder an“.

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Eine Mahnung an die Einzig Wahren

Durch einen alten Artikel von Hanniel.ch bin ich auf eine interessante Debatte über den Freien Willen und Prädestination auf Theoblog, dem Blog von Ron Kubsch gestoßen. Die Debatte lohnt es sich schon wegen dem sachlichen und ausgeglichenen Ton von Kubsch zu lesen. Aber ich wollte hier den Augenmerk auf eine Geschichte legen, die in einem eingelegten „Seitenpfad“ berichtet wird:

„Ein Mann und eine Frau sitzen im Wohnzimmer und bereiten sich auf das Herrenmahl vor. Hinter ihnen liegt eine Reihe von Gemeindeaustritten und -eintritten, die letztlich in die Isolation geführt haben. Sie feiern das Abendmahl seit längerer Zeit zu zweit. „Wer hätte gedacht, dass es um uns herum so viel Abfall geben würde“, sagte die Frau zu ihrem Mann. „Nur wir beide sind übrig geblieben, nur wir halten am rechten Glauben fest.“ Der Mann, der mit den Vorbereitungen des Mahls inzwischen fertig ist und gerade seine Bibel aufschlägt, schaut seine Frau mit zweifelndem Blick an. Er sagt: „Tja, weißt du, bei dir bin ich mir gar nicht mehr so sicher.“

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Rowland Hill lehrt das Beten

Das Werk „Eccentric Preachers“ ist sicherlich eines der unbekanntesten von Spurgeon. Aber viele der darin besprochenen Begebenheiten sind mir auch über Jahre in Erinnerung geblieben. So auch dieses Zeugnis über Rowland Hill, wie er einem Schlendrian das Beten beigebracht hat:

Ich möchte ausführlich zitieren (S43-45) und habe für die Übersetzung auf Chat-GPT zurückgegriffen. (Übrigens habe ich schon einmal über das Buch gesprochen. Dort berichtet Spurgeon über sein „Bart-Erlebnis“):

„Lassen Sie mich Ihnen ein oder zwei Beispiele geben, und das erste stammt aus Mr. Grants Aufzeichnen über Rowland Hill in „The Metropolitan Pulpit“. Es wird in einem etwas wortreichen Stil erzählt, aber die Abwechslung von meiner eher abrupten Art könnte eine Erleichterung sein:

„Eine fromme Frau, ein Mitglied der Surrey Chapel, war mit einem Ehemann verheiratet, der, obwohl er freundlich zu ihr war, keinen Sinn für Religion hatte, aber es liebte, die Stunden mit Biertrinken zu verbringen, die sie beim Hören des Evangeliums verbrachte. Es geschah, dass das Paar aufgrund einer geschäftlichen Enttäuschung ihre Miete an einem bestimmten Quartalstag nicht bezahlen konnte. Die Folge war, dass eine Pfändung auf ihr Mobiliar gelegt wurde und eine Partei damit beauftragt wurde, wie es im Fachjargon heißt, ‚Besitz zu ergreifen‘. Nachdem sie jeden erdenklichen Plan durchdacht hatten, um sich aus den Schwierigkeiten zu befreien, in denen sie sich befanden, standen sie kurz davor zu verzweifeln, als der Ehefrau die Idee kam, die Umstände Mr. Hill vorzutragen. Sie begab sich sofort zu seinem Haus, erhielt sofort Zugang zu ihm und machte mit nicht geringer Zittern eine kurze und einfache Darstellung der Situation.

‚Wie viel würden Sie benötigen, um Ihre Möbel zu retten und die Person loszuwerden, die im Besitz ist?‘ fragte Mr. Hill.

‚Achtzehn Pfund, Sir, wären völlig ausreichend für diesen Zweck‘, antwortete die arme Frau mit klopfendem Herzen.

‚Ich werde Ihnen ein Darlehen von zwanzig Pfund geben, und Sie können es mir zurückzahlen, wann es Ihnen passt. Schicken Sie Ihren Mann zu mir, sobald Sie nach Hause kommen, und ich werde zwei Zehn-Pfund-Scheine bereit haben, wenn er ankommt. Ich möchte die Scheine lieber ihm als Ihnen geben.‘

Mrs. D___ verließ Mr. Hills Haus und eilte mit leichten Schritten, aber mit noch leichterem Herzen nach Hause. Nachdem sie ihrem Mann mitgeteilt hatte, was zwischen ihr und ihrem Pfarrer passiert war, ist es unnötig zu sagen, dass er keine Zeit verlor, sich auf den Weg zu Mr. Hills Haus zu machen. Dieser empfing ihn mit viel Freundlichkeit.

‚Und so‘, sagte er, ‚sind Sie so unglücklich, dass jemand im Besitz ist.‘

‚Leider ja, Sir.‘

‚Und zwanzig Pfund reichen aus, um ihn loszuwerden und Ihnen Ihre Möbel zurückzugeben?‘

‚Ja, Sir.‘

‚Nun, dann‘, sagte Mr. Hill und wies auf den Tisch, ‚da sind zwei Zehn-Pfund-Scheine für Sie, die Sie zurückzahlen können, wenn Sie in der Lage sind. Nehmen Sie sie.‘

Der andere trat an den Tisch, nahm die Scheine und war dabei, sie zusammenzufalten, während er Mr. Hill herzlich für die Freundlichkeit dankte und die Hoffnung äußerte, dass er den Betrag bald zurückzahlen könne, als der Reverend plötzlich ausrief: ‚Warten Sie einen Moment! Legen Sie die Scheine wieder hin, bis ich einen Segen darüber gesprochen habe.‘

Der andere tat, wie ihm geheißen wurde, woraufhin Mr. Hill, beide Arme ausstreckend, ein kurzes Gebet sprach: ‚O Herr, der du der Urheber aller Barmherzigkeit und der Geber jeder guten und vollkommenen Gabe bist, sei gnädig und segne die Summe Geldes, die diesem Mann gegeben wird, damit sie zu seinem jetzigen und ewigen Wohl beiträgt. Um Jesu Christi willen.‘

‚Nun, Sir‘, sagte Rowland Hill, als er sein kurzes Gebet beendet hatte, ‚nun, Sir, können Sie das Geld nehmen.‘

Der andere nahm zum zweiten Mal die beiden Zehn-Pfund-Scheine und war dabei, sie wie zuvor zusammenzufalten, als Mr. Hill ihn daran erinnerte, dass er etwas vergessen hatte. Man kann sich leicht vorstellen, dass er inzwischen ziemlich verwirrt war. Seine Verwirrung wuchs hundertfach, als Mr. Hill bemerkte: ‚Aber, mein Freund, Sie haben selbst noch nicht um einen Segen für das Geld gebeten. Sie sollten es jetzt tun.‘

‚Sir‘, stotterte der andere und konnte sich kaum auf den Beinen halten, ‚Sir, ich kann nicht beten. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie gebetet.‘

‚Sie haben umso mehr Grund, jetzt damit anzufangen‘, bemerkte der Reverend in seiner gewohnt kühlen, aber tadelnden Weise.

‚Ich kann nicht, Sir; ich weiß nicht, was ich sagen soll.‘

‚Versuchen Sie es, danken Sie Gott und bitten Sie um seinen Segen, so kurz Ihr Gebet auch sein mag.‘

‚Ich kann nicht, Sir; ich kann keinen einzigen Satz sagen.‘

‚Dann können Sie das Geld nicht haben. Ich werde einem Mann ohne Gebet keine zwanzig Pfund leihen.‘

Der andere zögerte einen Moment, dann sagte er mit geschlossenen Augen und erhobenen Händen mit großer Ernsthaftigkeit: ‚O Herr, was soll ich dir und Mr. Hill an dieser Stelle sagen?‘ Er wollte einen weiteren Satz beginnen, als der Reverend ihn unterbrach und bemerkte: ‚Das reicht für den Anfang. Es ist ein sehr gutes erstes Gebet, denn es kommt von Herzen. Nehmen Sie das Geld, und möge Gottes Segen damit einhergehen.‘ Während er sprach, nahm Mr. Hill die beiden Zehn-Pfund-Scheine auf, reichte sie dem halb verwirrten Mann, schüttelte ihm herzlich die Hand und wünschte ihm einen guten Morgen.

Es bleibt nur noch zu erwähnen, dass nicht nur Mann und Frau in weltlichen Dingen erfolgreich wurden, sondern dass das Ereignis einen so tiefen Eindruck im Geist des Ehemannes hinterließ, dass es schließlich zu seiner Bekehrung zu Gott führte.“