Gelegentlich erreicht das, was gut gemeint ist, den gegenteiligen Effekt. Der Aufruf „den roten Faden“ der ganzen biblischen Erzählung zu erkennen ist häufig, und kommt z.B. bei Kinderbibeln vor. Als Beispiel wählen wir „Die größte Geschichte“ von DeYoung, über die Randy Alcorn schreibt: „»Viele Kinderbibeln bieten Perlen ohne eine Schnur an. Dieses Buch fädelt die Perlen auf eine Schnur – und zwar die richtige“. Der Gedanke ist wie gesagt zunächst zu begrüßen: Man kann die Lebensläufe von Abraham, Isaak, Joseph und Mose kennen, ohne die Botschaft des Evangeliums in all diesen Geschichten zu hören oder wahrzunehmen.
Und doch scheint es mir, dass der Ansatz, nun „die eigentliche Geschichte“ zu erzählen, nicht dazu führen wird, dass die Kenntnis der Bibel (und ihrer Kernbotschaft!) in unserem Umfeld zunehmen wird. Mir ist das beim Hören einer Folge von „Help Me Teach the bible“ klar geworden, als N. Guthrie den Theologen Graeme Goldsworthy interviewt hat. Dieser ist bekannt für sein Bemühen, einige Werke über Biblische Theologie veröffentlicht zu haben. Relativ zu Beginn des Interviews sprechen Goldsworthy und Guthrie ungewöhnlich kritisch darüber, wie „schlecht ausgebildetes“ Personal in der Sonntagsschule dazu geführt hat, dass zwar jeder die vielen biblischen Geschichten kannte, niemand aber auf den Roten Faden in diesen Geschichten hinwies, auf den „bibles basic plot“.
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Bei CV Dillenburg gibt es eine einzigartige Kinderbibel, die bereits in der 12. Auflage vorliegt. Das Besondere daran: Neben einem Erzähltext und drei Fragen auf der einen Seite, befindet sich auf der anderen Hälfte der Doppelseite ein passendes Ausmalbild. Der Verlagstext:


Immer wieder überlegt man sich, wie man auch kleinsten Kindern das Evangelium näher bringen kann. Dabei sind interessante Kinderbücher meist hilfreich. So auch diese Reihe von 18 verschiedenen Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. Hierbei ist es praktisch, dass diese Geschichten nicht in einem Band verpackt sind, sondern in einzelnen Bänden. So kann meine Tochter sich jeden Abend einen neuen Band aussuchen, der dann vorgelesen wird. Sie ist erst zwei Jahre alt, aber die Illustrationen im Buch sind so lebendig, dass Sie sie bereits ansprechen und Sie diese Bücher immer gerne anschaut. Bis man mit allen Bänden durch ist, kann man wieder von vorne anfangen.
