Wie oft erlebe ich, dass kleine Details des biblischen Berichts die Schönheit der biblischen Struktur und Erzählweise unterstreichen. Immer wieder frage ich mich, wie ich die vielen Schönheiten der biblischen Erzählweise übersehen konnte. So ist mir gerade die komplementäre Sicht auf das Gegenüber aufgefallen, mit der der Geliebte oder die Geliebte im Buch Hohelied beschrieben werden.
Der Freundin erblickt Ihren Geliebten von oben nach unten. Sie sieht erst seine Haare, dann die Augen, Wangen und Lippen seines Kopfes. anschließend gleitet ihr Blick über die Hände, den Leib auf die Beine um dann seine Gesamterscheinung wahrzunehmen.
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Die sozialen Medien befeuern es, die Peergroup fordert es und der Einzelne glaubt es: Schönheit ist alles. An einem ansprechenden Aussehen ist ja grundsätzlich nichts falsch, wenn aber das Schönheitsideal zum Götzen wird, bestimmt der Zeitgeist uns mehr als wir meinen. Sarah Ivill, Schreiberin, Leiterin und Autorin von Bibelstudien für Frauen, bringt es in ihrem Werk „Nie gut genug“ auf den Punkt, wenn sie meint, dass Aussehen und Anerkennung eine der größten Lügen unserer Zeit darstellen.