Alle Artikel mit dem Schlagwort “Snodgrass

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Anbetungsmusik auf der Gitarre

Youtube ist gegenwärtig häufig im Alltag präsent. Selbst mit Youtube-Premium lässt sich aber die Zahl von „Schrott-Videos“, von denen sich gerade die Kinder anziehen lassen kaum bändigen. Doch neulich hat mir Youtube was wirklich gutes Vorgeschlagen: „Worship Guitar – 100 Beautiful Hymns“ .

Ich weiß, bei einigen Klingeln beim Begriff „Worship“ die Alarmglocken. Aber es ist das Englische Wort für Anbetung, Preis, Lobpreis. Ich hoffe somit die skeptischen Leser von diesen Übertragungen bekannter Glaubenslieder auf (Western)-Gitarre zu überzeugen, die von Josh Snodgrass realisiert wurden. Mein absolutes Lieblingsstück von Josh ist O Sacred Head Now Wounded (Oh Haupt voll Blut und Wunden). Sowohl das Tremolo wie die gewählten Dissonanzen passen hervorragend als Vor und Zwischenspiel zu diesem bekannten Passionslied.

Obwohl Josh von vielen seiner Liedern auch Tabulatoren bzw. Noten anbietet, konnte ich leider vom obigen Lied keine Noten ausfindig machen, selbst nach direkter Kontaktaufnahme mit Josh. Ich habe von Josh nämlich erfahren, dass er seine Stücke frei vom Gehör spielt ohne eine Notation vorzunehmen.

Da ich selber Gitarrenspieler bin und einen äußerst ähnlichen Spielstil besitze, wenn auch auf der klassischen Gitarre, ist für mich die Musik von Josh natürlich besonders interessant. Da ich jedoch von weiteren Gitarrenspielern und Music-Liebhabern unter den Lesern dieses Blogs ausgehe, wollte ich mit euch diese Information teilen. Joshs Lieder finden sich in Spotify genauso wie in Youtube und auf den sonstigen üblichen Plattformen.

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Stories with Intent

Gegriffen habe ich zu diesem Buch, weil mir auffiel, wie häufig Jonathan Edwards über Gleichnisse predigte und ich mich hier zunächst selber damit auseinandersetzen wollte. Das Buch ist Teil meiner Logos Bibliothek und so ist mir womöglich nicht gleich aufgefallen, was für ein dicker Wälzer das ist. Das ist aber bereits mein erstes Lob für dieses Werk: Es ist wirklich comprehensive, also verständlich und leicht zu lesen. Bereits nach wenigen Tagen habe ich einen Großteil des Einleitungskapitels durchgelesen sowie die Besprechung mehrerer Gleichnisse.

Das Buch besteht aus vier Teilen: In der Einführung bespricht der Autor die Auslegungsgeschichte der Gleichnisse, die von zwei Extremen geprägt ist Einerseits ein rigoroses Allegorisieren aller einzelnen Elemente in einem Gleichnis. Berühmt dürfte hier Augustinus Auslegung des Gleichnisses vom Barmherzigen Samariter sein: Jericho (= Mond) steht für unsere Sterblichkeit und Jerusalem ist die himmlische Stadt. Der Überfallene ist Adam und die Räuber sind der Satan und seine Dämonen. Der gute Samariter ist Christus und der Wirt Apostel Paulus. (Übrigens: Snodgrass weist darauf hin, dass das Allegorisieren der Kirchenväter im Rahmen der damals üblichen vierfachen Auslegung stattfand und nicht als Grundlage für dogmatische Positionen). Auf der anderen Seite steht der Rationalismus, der sich weigerte, Allegorie in der Bibel per se anzuerkennen. Ein Überrest dieser Position ist noch in der Meinung zu finden, in jedem Gleichnis gibt es nur einen Hauptgedanken! Das führt oft dazu, dass man ein komplexeres Fazit übersieht. In diesem Kapitel geht der Autor der Frage nach was eine Allegorie ist, bespricht Herangehensweisen an Allegorien, aber auch die Rezeption der Gleichnisse in der historisch-kritischen Methode. Weiterlesen