Alle Artikel in der Kategorie “Biografien

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Iain H. Murray: John MacArthur

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Seit über 40 Jahren dient John MacArthur als Pastor in der Grace Community Church in Kalifornien und ist durch seine schriftauslegenden Predigten weit über die Vereinigten Staaten bekannt geworden. Ich weiß nicht mehr, welches Buch ich von ihm als erstes gelesen habe. Sicher ist, dass es in den vergangenen Jahren immer mehr geworden sind.

Es bedarf nicht wenig Fleiß, Beständigkeit und noch mehr Gnade, über Jahrzehnte hinweg einer Gemeinde treu zu dienen und nicht schon in jungen Jahren den Dienst des Predigers aufzugeben und eine vielversprechende Karriere als Profisportler zu beginnen. Erst ein schwerer Autounfall veranlasst den jungen John sein Leben Christus zu weihen und dass zu tun, „was er von mir will, nämlich sein Wort zu verkündigen.“

Die folgenden Jahrzehnte als Hirte der Gemeinde verlaufen mit Höhen und Tiefen, im Vergleich mit anderen Dienern Gottes aber eher gleichmäßig. Immer wieder fällt MacArthur dadurch auf, dass er sich – oft erst nach abwartendem Zögern – gegen Entwicklungen in der christlichen, evangelikalen Welt ausspricht. Damit macht er sich nicht nur Freunde und ihm wird mangelnde Demut vorgeworfen. Weiterlesen

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Zarte Pflanze Hoffnung

Bildquelle: boas-verlag.de

Das Buch „Zarte Pflanze Hoffnung“ von Irmgard Grunwald greift 15 verschiedene Situationen aus dem Leben von Menschen auf; Menschen, die unsere Bekannte, Nachbarn oder auch Freunde sein könnten und die verloren in einer Krise stecken. Es ist schon fast erschreckend, wie oft sich der Leser selbst in den Geschichten wiederfindet.

Gleichzeitig ist es faszinierend wie vielschichtig die Erzählungen, vielmehr die kurzen Episoden des erzählten Lebens, sind. Da ist die junge, arbeitslose Frau, die in eine Meinungsumfrage gerät und plötzlich mehr über Gott erfahren möchte; die etwas ältere Dame, die den Rummel um die Weihnachtszeit noch nie gemocht hat und überflüssig fand, die jetzt ihre eigene Weihnachtsgeschichte schreibt, eine Geschichte voller Hingabe und Liebe an den Erlöser der Welt, der bald wiederkommen wird. Weiterlesen

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Und trotzdem habe ich JA gesagt

Bildquelle: boas-verlag.de

Was Gott zusammenfügt, das soll der Mensch nicht scheiden. Wenn Christen heiraten, bedeutet dieser Satz aus der Bibel weit mehr als ein frommer Wunsch. Es ist der grundsätzliche Ausschluss einer Trennung. Es gibt kein Zurück.

Beim Lesen der dünnen Biografie von Brigitte Grill ahnt man, dass sie nicht nur einmal innerlich mit sich selbst und ihrem Versprechen gerungen hat.

Sie ist Ende zwanzig als sie dem scheinbar familienlosen Martin das erste Mal begegnet. Dann werden sie Freunde. An dem herrlich sonnigen Tag, an dem sie sich verloben wollen, beginnt Martin zu erzählen. Was nun folgt, ist der Bericht einer schlimmen Kindheit, die über Brigittes Vorstellungskraft hinausgeht. Der Vater lebt nicht mehr, die Mutter seit Jahren in der Psychiatrie. Weiterlesen

Samuel Koch – Zwei Leben

60 Millisekunden. Ein Wimpernschlag. So lange – oder so extrem kurz – dauerte Samuel Kochs Aufprall mit dem Kopf auf einem Audi A8, das er mit einem Salto überqueren wollte. So kurz und so tragisch. Doch, was bleibt?

Am 4. Dezember 2010 stürzt Samuel Koch bei einem Auftritt in der „Wetten, dass…?“-Sendung. Mit seinen „Powerisern“ wollte er in vier Minuten fünf fahrende Autos überspringen. Hunderte Male hat er zuvor diesen Sprung geübt. Als er das vierte Auto, welches sein Vater lenkte, mit einem Salto überqueren wollte, berührte er mit seinem Kopf 60 Millisekunden lang das Autodach und stürzte. Was danach geschah, nennt er „eine fatale Ereigniskette“. Es hätte noch mal alles gut werden können. Doch nach zwei Wochen war klar, dass es zunächst lange nicht mehr gut sein wird. Bis heute sitzt er im Rollstuhl, weil er vom Hals abwärts gelähmt ist, und steuert ihn nur mit den Bewegungen in seiner Schulter. Da es ihm in diesem Zustand nicht möglich ist, ein Buch zu schreiben, bekam er den Co-Autor Christoph Fasel an die Seite gestellt. Zusammen gelingt beiden ein überaus interessantes Buch. Weiterlesen

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Glenda Revell: Ungewollt und doch geliebt

Abtreibung, sexueller Missbrauch, Sucht, Alkoholismus – diese und noch viele ähnliche Begriffe waren vor 100 Jahren nur selten öffentliche Themen. Früher oft tabuisiert – heute sind es Dinge, die thematisiert werden. Aber viele, die gerade sexuellen Missbrauch direkt oder indirekt erleben, fürchten sich darüber zu reden und fressen ihren Kummer und ihre Leiden in sich hinein.

Die Autorin Glenda Revell beschreibt in diesem Buch ihr eigenes Leben, in dem sie viel Leid und Hass erlebt hat.

Sie wurde als uneheliches Kind geboren, und hätte es damals schon die Abtreibung in dem Maße gegeben wie heute, wäre sie sicher abgetrieben worden. Ihre Mutter versank nach ihrer Geburt in eine tiefe Alkoholsucht, in der sie lange Jahre gefangen blieb. Trotz vieler Bemühungen gewann Glenda nie die Liebe ihrer leiblichen Mutter. Ihren leiblichen Vater hatte sie nie gesehen und kannte nicht einmal seinen Namen. Dagegen musste sie ihren Stiefvater mehr kennenlernen als ihr lieb war – regelmäßig missbraucht er sie.

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Eine kleine Lady

Es gibt einen wesentlichen Grund, warum ich dieses Buch gelesen habe: „Onkel Tom“. Die Geschichte „Onkel Toms Hütte“ hat mich schon als Kind unheimlich fasziniert und emotional bewegt. In dieser kleinen Romanbiografie geht es um die Autorin Harriet Beecher Stowe.

Sie wuchs mit ihren Geschwistern als Halb-Waise auf und war stark von der puritanischen Strenge des Vaters geprägt. Nicht, dass sie keine gute Beziehung zum Vater hatte. Aber die hohen Anforderungen des Vaters waren mit dafür verantwortlich, dass sie ständig an sich zweifelte. Ob sie eine „gute Christin“ sei. Ob sie den Ansprüchen an eine christliche Mutter und Ehefrau gerecht werden könnte.

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Moody Adams: Der letzte Held der Titanic

Als vor 100 Jahren die Titanic ihre erste und gleichsam letzte Fahrt aufnahm, war wahrscheinlich nur ein evangelischer Prediger an Bord. Es war John Harper. Witwer, Vater einer kleinen Tochter und hingegebener Verkündiger.

Um diesen Mann Gottes und Helden geht es in Moody Adams Lektüre „Der letzte Held der Titanic“. Dabei ist es beeindruckend das Leben eines Mannes zu erfahren, dass von Ernsthaftigkeit und Hingabe geprägt war. Nicht erst auf dem Schiff bewies er seine völlige Selbstaufgabe und große Sorge um die Seelen der Verlorenen. Noch bevor er Pastor wurde, war er durch Straßenpredigten bekannt geworden. Ständig erzählte er Menschen von Jesus. Aber erst in den letzten Stunden und Minuten zeigte sich seine wahre „Größe“.

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Dorsett: Voller Leidenschaft für Gott – Das Leben von A.W. Tozer

Man kann sehr wohl behaupten, dass Aiden Wilson Tozer zu den beeindruckendsten evangelikalen Persönlichkeiten aus dem 20. Jahrhundert gehört. Als ich mal in unserer örtlichen Buchhandlung stöberte, viel mir ein Buch von ihm auf. Ich las ein paar Seiten und war von der scharfen Denkweise gefesselt. Als dann die Biografie erschien, nahm ich es gleich auf meine mentale Leseliste.

Der Autor Lyle W. Dorsett hat mit allen Kindern von Tozer und vielen Bekannten, Freunden und anderen Zeitgenossen im Vorfeld Interviews geführt. Es ist nicht verwunderlich, dass dabei eine sehr persönliche Biografie entstanden ist. In den meisten Biografien wird mit Kritik, oder besser gesagt, mit der Nennung von Schwächen gespart. Oft entsteht dabei ein verklärtes und unwahres Bild von Dienern Gottes. Hier jedoch ganz anders. Weiterlesen

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Bilder: Bonhoeffer. Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet

Bücherliebhaber interessieren sich nicht nur für den Inhalt der Bücher, sondern auch für die äußere Aufmachung: Umschlag, Papier, Bindung, Format, Schrift und auch Geruch. Bei der neuen Bonhoeffer Biografie habe ich den Eindruck, der Hersteller hat eine intensive Liebe zu Büchern. Das Buch hat einen Schutzumschlag und ist vom Format her etwas größer als die gewöhnlichen Hardcoverbücher. Dadurch wirkt das sowieso voluminöse Werk mit 750 Seiten edler und imposanter. Jedem Kapitel sind einige Zitate aus dem folgenden Kapitel vorangestellt. Die Textgestaltung ist schlicht und elegant. Alles in Allem ein sehr schönes Buch. Ich habe einige Bilder vom Buch gemacht. Man erkennt, dass hier jemand was vom Büchermachen versteht.

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Angelesen: Jonathan Edwards

Mit der Biographie von Jonathan Edwards hat Iain H. Murray ein Monumentalwerk geschaffen. 24 Jahre nach der englischen Erstausgabe ist das Werk seit Februar dieses Jahres auch in deutscher Sprache erhältlich. Ich habe mich über die Neuerscheinung beim CLV sehr gefreut. Bis heute habe ich erst die Hälfte des Buches gelesen, aber schon jetzt kann ich sagen, das ich diese Biographie mit großem Gewinn gelesen habe und gerne weiterempfehlen werde.

An dieser Stelle möchte ich drei Zitate aus den ersten Kapiteln wiedergeben und kurz erläutern, warum sie für mich wichtig geworden sind. Weiterlesen