Alle Artikel in der Kategorie “Erzählungen

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Wilhelm Busch: Kennen Sie Hömpel?

255681001_z1Dieser Tage bin ich auf ein Buch aufmerksam geworden, welches schon viele Jahre in meinem Regal steht. Ich muss zugeben, der Titel hat mich irritiert. „Hömpel“ hört sich so hömpelig an, dass ich Bedenken hatte, ob das Niveau der gebotenen Erzählungen nicht zu primitiv werden könnte. Ich sollte mich gehörig irren.

Hömpel war ein Schlosser der in der NS-Zeit einen ganz raffinierten Trick angewendet hat um dem damals inhaftierten Pastor Busch einen tröstenden Besuch erstatten zu können. Dabei waren alle Besuche strikt untersagt. Hömpel fiel eine List ein. Auf ganz langem bürokratischen Wege bekam er die Erlaubnis, im Innenhof des Gefängnisses Gras für seine Hasen zu mähen. Und dabei lässt er sich besonders viel Zeit. Denn Hömpel hat eine Mission: Während seiner Arbeit fängt er an bekannte Melodien zu pfeifen:

Steil und dornig ist der Pfad, der uns zur Vollendung leitet. Selig ist, wer ihn betrat und zur Ehre Jesu streitet …

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Tipp: Die Akte Jillian

256252(1)Randy Alcorn, langjähriger Pastor und Lehrender an einer Bibelschule, hat in seiner Tätigkeit als bekannter Autor erstmals mit seinen beiden Töchtern Angela und Karina gemeinsam ein Buch geschrieben. Mit „Die Akte Jillian“ präsentieren sie ein Werk, dessen Zielgruppe zwar hauptsächlich Jugendliche darstellt, dessen Botschaft sich aber meiner Meinung nach an alle Altersgruppen richtet.

Als Einstieg wählt das Autoren-Trio den Jahreswechsel, die Nacht des 31. Dezembers, und macht seine Leser mit einer der Protagonisten dieses Buches bekannt, der siebzehnjährigen Jillian Flechter, die kurz vor ihrem Schulabschluss steht und mit ihrer besten und zugleich einzigen Freundin Brittany eine Party besucht. Im Gegensatz zu ihrer lebenslustigen und wilden Freundin ist Jillian eher zurückhaltend, sie hat zudem den Unfalltod ihres Vaters Jordan vor einigen Monaten immer noch nicht überwunden. Während Brittany auf der Party ihre Beziehung mit ihrer alten Flamme Ian Stewart wieder aufzufrischen versucht, wird Jillians Interesse auf Ians Freund Roberto Gonzales gelenkt. Als Student der Portland State Universität engagiert er sich in der Bibelgruppe und hat, ebenso wie Jillian, für die stattfindenden Alkohol-, Drogen- und Sex-Exzesse sowie für die okkulten Praktiken nichts übrig. Weiterlesen

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Es war einmal …

Wirklich, ich muss zugeben, ich liebe Märchen. Schon als Kind und Teenager (damals hielt ich das vor meinen Freunden geheim) war ich immer auf der Suche nach spannendem Lesematerial. Möglicherweise hat es mit meiner Herkunft zu tun, denn dadurch, dass die Sowjetunion ein Vielvölkerstaat war, hat jede Kultur ihre Sagen und Märchen mitgebracht. Sehr viele dieser Märchen sind natürlich bloßes Unterhaltungsmaterial. Zumeist wird dargestellt, wie einer durch Beharrlichkeit, Geschicklichkeit und ein Maß an Witz zu Erfolg kommt. Neben diesen oberflächlichen Erzählungen übersieht man aber die wahren Perlen dieser volkstümlichen Literatur. Ich möchte dies an drei Beispielen illustrieren.

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Buchbesprechung: Gescheiterte Flucht

Gescheiterte-Flucht1Schlesien, Mitte des 19. Jahrhunderts: Das ruhige Leben von Oberförster Albert Grüning ist jäh beendet, als ein Wilddieb den Schneeberger Forst unsicher macht. Das Forstwirtschaftsministerium macht Druck: er soll den Wilddieb schnellstens dingfest machen, sonst droht ihm die Kündigung. Plötzlich taucht auch noch die hübsche Rahel von Bredow auf, die einige Sommerwochen im Dorf unten verbringt.

Während einer ihrer ausschweifenden Spaziergänge begegnet sie dem einsamen Sonderling aus dem Hochwald, der an chronischer Übellaunigkeit leidet. Doch Rahel lässt sich von Grünings Knurrigkeit nicht beeindrucken und erkennt, dass dieser eine Last mit sich herum trägt, die ihm zu schaffen macht. Während die Vergangenheit dem Oberförster immer mehr Aufmerksamkeit abverlangt bemerkt er gar nicht, dass er immer mehr ins Visier des Wilddiebes gerät… Weiterlesen

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Nur noch ein Kapitel …

Auf-getrennten-Wegen… war mein meistgedachter Gedanke beim Lesen dieses Buches. Denn eigentlich hatte ich gar keine Zeit, und eigentlich hatte ich eine Menge Anderes zu tun. Aber das Buch hat mich gepackt und einfach nicht mehr losgelassen. Und so wurden es dann doch jedesmal ein paar Kapitel mehr.

Dabei wollte ich das Buch eigentlich gar nicht lesen. Die Beschreibung klang so nach Kriegsgeschichte, und Kriegsgeschichten mag ich gar nicht. Aber dann kam alles ganz anders.

Die Handlung beginnt wohl während des Zweiten Weltkriegs, aber vom Krieg selbst kommt nur ganz am Anfang ein wenig vor; das war gut zu verkraften. Der Rest fügt sich so flüssig und selbstverständlich in den Handlungsablauf ein, daß man nur noch die handelnden Personen sieht, ihr persönliches Ergehen, ihre Ängste und Nöte, daß man meint, mit ihnen aufgewachsen zu sein. Andererseits erlebt man die Umstände hautnah mit: den Druck auf die Zivilisten und auf die jungen Rekruten, die Willkür der Machthabenden in Deutschland, Ängste und Belastungen der jungen Soldaten und die allgegenwärtige ängstliche Stimmung. Weiterlesen

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The other Wise Man

Um die Weihnachtstage herum bin ich auf eine interessante weihnachtliche Geschichte gestoßen, die unter dem Titel „the story of the other wise man“ vor allem in Holland und in Amerika gut bekannt ist.

Der Weise Artaben jagt seinem König nach

Ich fand den Plot entzückend, wobei natürlich klar ist, dass die Geschichte rein fiktiv ist. Erzählt wird, dass es nicht drei sondern vier Weise waren, der vierte auch die größten und besten Geschenke für den König hatte, jedoch zu spät zum vereinbarten Treffpunkt erschien. Unterwegs zum Treffpunkt nämlich traf er auf einen todkranken Mann, dem er nicht anders als helfen konnte. Bis er jedoch von seinen Verpflichten freikam, waren seine drei Gesellen jedoch bereits dem Stern nachgezogen. Nun begibt sich Artaban, – so wird der Weise genannt-, auf eigene Faust auf die Suche nach seinem König. Er weiß noch nicht, dass seine Suche über dreißig Jahre dauern soll und ihm ist auch erst recht nicht klar, auf welche Weise er seinem König finden wird.

Diese „Legende“ ist eine Novelle des amerikanischen Autors Henry van Dyke. Als englischer Originaltext ist das Buch lizenzfrei im Gutenberg-Projekt verfügbar. Ansonsten lässt sich diese wundervolle Kindergeschichte auch bei Amazon erwerben.

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Buchvorstellung: Maliks Clique – The decision

Maliks_Clique_v3.5_grün.inddIn der Klasse 9B geht es drunter und drüber – Malik und seine vier Freunde machen ihren Mitschülern das Leben schwer. Dieses Mal haben sie sich Olam als Opfer ausgesucht. Die Clique nutzt jede Gelegenheit, um ihn zu demütigen oder zu verletzen. Olam erträgt alles schweigend, weil er von Malik erpresst wird. Dieser weiß nämlich etwas über Olam, was niemand wissen darf und droht damit, es zu verraten.

Als dann ein neuer Lehrer die Klasse übernimmt, richten sich die Attacken der Clique auch auf ihn. Herr Rahimonov, ein überzeugter Christ, steht auf nämlich Olams Seite. Er findet schnell heraus, wer wirklich in der Klasse für die ganzen Streiche und Sachbeschädigungen verantwortlich ist. Weiterlesen

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Buchrezension: Der zerrissene Graf

9783942258067-frontcoverDer Roman „Der zerrissene Graf“, ist der zweite Band der Hochwald-Saga. Das Buch lässt sich unabhängig vom ersten Band gut lesen. Die Personen und die Zusammenhänge der Geschehnisse hat man schnell begriffen. Da es sich im 19. Jahrhundert abspielt, sind anfangs einige altdeutsche Begriffe und Aussagen erstmals gewöhnungsbedürftig.

Ludwig, preußischer Leutnant und Graf von Schleinitz, geht auf eine gefährliche Wette ein, um seine Spielschulden loszuwerden. Er soll über die feindliche österreichische Grenze in Uniform reiten und einen Strauß Rosen für die begehrte Valeria Mutius, Tochter seines Generals und Schwester seines angeblichen Freundes Julian, mitbringen. Es gelingt ihm tatsächlich und trotz einer gefährlichen Verfolgungsjagd schafft er es wieder zurück nach Deutschland. Auf dem Rückweg durch den Hochwald trifft er unter einem Baum auf eine schlafende, hübsche junge Frau. Er ist von diesem Anblick fasziniert und legt impulsiv den gepflückten Rosenstrauß neben ihr ab. Nach einem kurzen Aufenthalt in dem Forsthaus des Hochwaldes lernt er die junge Frau näher kennen.

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Der Mann, der Donnerstag war – Eine Nachtmahr

41nAlXx5uSL._BO2,204,203,200_PIsitb-sticker-v3-big,TopRight,0,-55_SX278_SY278_PIkin4,BottomRight,1,22_AA300_SH20_OU03_Gilbert K. Chesterton. Der Mann, der Donnerstag war. Eine Nachtmahr. Ca. 176 Seiten. Kostenloser Download (Kindle-Format.)

Politsatire im Albtraumformat

Chesterton ist im deutschen Sprachraum vor allem wegen seiner Detektivgeschichten von Pater Brown bekannt geworden. Fast ebenso berühmt ist sein Buch „Der Mann, der Donnerstag war“. Es handelt sich um eine Politsatire, in die schwülstigen Beschreibungen eines Albtraums verpackt. Ob  ein glutroter Sonnenuntergang auf einem Londoner Platz, ein üppiges Mahl in einer herunter gekommenen Taverne oder ein Duell auf einer Blumenwiese in Frankreich – die sorgfältige, ältliche deutsche Übersetzung tat bei mir das ihre, um lustvoll  beim Lesen zu bleiben. Weiterlesen

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Buchrezension: Der zerrissene Graf

9783942258067-frontcoverDer zweite Band der Hochwald-Saga ist noch spannender und besser geschrieben als der erste Band. Mit seinen fast 600 Seiten, ist das Buch schon recht dick, deshalb habe ich die eBook-Version auf dem iPad gelesen. Ich muss sagen, es war sehr angenehm darauf zu lesen. Es liegt nicht so unhandlich und schwer auf der Hand wie ein Buch und außerdem musste ich mir nicht immer wieder neue Lesezeichen suchen (ich verlege sie dauernd…).

Während ich das Buch las, kam mir der Gedanke, dass das Cover sehr wenig über den Inhalt der Geschichte aussagt. Es hätte meiner Meinung nach ansprechender und spannender gestaltet werden können und würde dennoch dem Inhalt des Buches gerecht. Ich achte eigentlich sehr auf das Cover und wenn mir das nicht gefällt, dann lese ich das Buch meistens auch nicht. Aber ich fand den ersten Band der Hochwald-Saga ganz gut, und da wollte ich den zweiten auch lesen – ich habe es nicht bereut!

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