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Allen recht getan – ist eine Kunst die niemand kann!

Fast eine Million Suchergebnisse bekomme ich, wenn ich Google nach „der Esel, der Vater und der Sohn“ suchen lasse. Diese Uralte Geschichte, deren Entstehung entweder der griechischen Antike oder der frühislamischen Erzählkunst zugesprochen wird, ist äußerst lehrreich und in unzähligen Nacherzählungen verfügbar, z.B. hier oder hier in einer Vertonung von Peter Alexander. Mir ist in der kurzen Recherche aufgefallen, wie unterschiedlich und häufig überhaupt nicht zufriedenstellend die Bewertungen dieser Erzählung, ausfallen. Hier z.B. kommt der Autor zum Ergebnis: „Und übrigens: Wenn wir ständig versuchen, es anderen recht zu machen, bleiben unsere Wünsche und Bedürfnisse auf der Strecke. Das muss nicht sein!“. Vater und Sohn in unserer Geschichte handeln töricht, dass sie sich zu kompletten Spiegeln der Gesellschaftsmeinung machen, aber die alternative Lösung wäre ein egoistischer Abgrund: Alle Rückmeldungen zu ignorieren. Angenommen, Vater und Sohn kämen von Anfang an, dass es für sie am besten ist, den Esel zu schleppen, sie wären wahrlich Narren geblieben.

Zu gleichen Narren werden wir, wenn wir die Rückmeldungen unserer Nächsten nur übernehmen, um Ihnen zu gefallen. – Und die Versuchung, seinem Nächsten mehr als Gott gefallen zu wollen, ist eine gewaltige Herausforderung, gerade unserer modernen Zeit, wo das Dazugehören, das nicht negativ auffallen, kein „Anstoß“ werden (so die fromme Formulierung), einen unberechtigt hohen Stellenwert besitzt.

Da die Erzählung so oft nacherzählt wird, habe ich mich auch für eine Nacherzählung mit Hilfe von Chat-GPT entschieden (Link zum Prompt).


Ein Vater und sein Sohn gehen mit einem Esel auf den Markt. Auf dem Weg dorthin begegnen sie verschiedenen Leuten, und bei jeder Begegnung bekommen sie Kritik, worauf sie jeweils ihr Verhalten anpassen:

1.Zuerst gehen beide zu Fuß neben dem Esel. Die Leute sagen:
„Wie dumm – sie haben einen Esel und reiten nicht!“
→ Also setzt sich der Vater auf den Esel.

2. Dann sagen andere:
„Schaut euch diesen faulen Vater an – er lässt den Jungen laufen!“
→ Der Vater steigt ab, der Sohn reitet.

3. Wieder andere sagen:
„Das ist ja eine Schande! Der Junge sitzt bequem und der arme alte Mann muss laufen.“
→ Also reiten beide auf dem Esel.

4. Dann heißt es:
„Die armen Tiere! Zwei Menschen auf einem kleinen Esel – Tierquälerei!“
→ Also steigen beide ab und tragen den Esel.

5 Zuletzt lachen die Leute sie aus:
„So dumm muss man erst mal sein: Statt dass der Esel sie trägt, tragen sie ihn!“ (witzig wie ChatCPT hier den Jungen sowohl auf dem Esel sitzen lässt, wie auch versuchen ihn zu tragen :-))


    Zwei Sachen sind mir im Dialog mit der KI an dieser Erzählung aufgefallen.

    ChatGPT hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Vater und Sohn am Ende gar nicht anfangen, dass zu machen, was „in ihren Augen recht war“, sondern in einen Abgrund stürzen. Dafür ließ ich auch eine Abbildung erstellen.

    Außerdem ist mir die wohl-formulierte Moral aufgefallen, die mir durchdachter erscheint, als manches was man zu dieser Erzählung so hört:

    ChatGPT hat eine gut durchdachte Moral zu dieser Erzählung formuliert, die durchdachter ist, als manches was man sonst zu dieser Parabel hört. Diese möchte ich darum hier wiedergeben: „Versuche nicht, es allen recht zu machen – du wirst am Ende niemandem gefallen und dich selbst verlieren.“

    Das ist der Punkt: Wer auf andere Blickt statt auf Gott, verliert am Schluss sich selbst. Die Geschichte konnte auch als pdf erstellt werden. Leider ist da die KI noch nicht immer super geschickt. Aber das Pdf findet ihr auch im obigen prompt.

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