Alle Artikel in der Kategorie “Biblische Lehre”

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Meine persönlichen Lieblingsautoren christlicher Werke

Vor fast drei Jahren habe ich hier im Blog meine liebsten christlichen Bücher vorgestellt. In dieser Zeit durfte ich einiges Neue lernen, und komme dadurch zum Ergebnis, einige Autoren neu dazu nehmen zu müssen, und andere wiederum aus der Liste zu streichen. Die Liste ist zudem nicht bewertend zu verstehen und ist total subjektiv. Zudem glaube ich, dass einige Autoren für andere Menschen weitaus hilfreicher sein könnten, als für mich; dies kann jedoch auch umgekehrt sein.

Eine Warnung sollte ausgesprochen werden: Egal welches Buch du lesen wirst, wenn du es mit der falschen Einstellung liest, wird es dir zum Schaden dienen, selbst wenn es die Bibel höchstpersönlich ist. Betrachte nur die ganzen Theologen, die Christus aus ihrer Theologie raus geworfen haben, und nichts mehr Rechtes in Gottes Wort entdecken können.

Bei jedem Autor möchte ich zudem hinzufügen, was seine Werke mir persönlich gebracht haben.

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Sünder in der Hand eines zornigen Gottes

Jonathan Edwards

Jonathan Edwards war mir bis vor kurzem – und eigentlich immer noch – recht unbekannt. Ich denke neben den beiden Kapazitäten Whitefield und Wesley wird dieser letzte der Puritaner einfach oft übersehen. Zudem war und ist sein Einfluss natürlich in den USA viel größer als hier auf dem europäischen Festland.

Dennoch möchte ich auf die Predigt aufmerksam machen, die R.C. Sproul als die bekannteste und wichtigste Predigt bezeichnet, die jemals auf dem amerikanischen Kontinent gehalten wurde: Sünder in der Hand eines zornigen Gottes.

Hierbei gelingt es Edwards zahlreiche theologische Lehren in kurzer Zeit so deutlich zu erklären, dass jedem Zuhörer bzw. Leser klar werden muss, welche praktische Bedeutung diese Lehren für ihn haben. Gottes Zorn ist gerechtfertigt, denn jeder Mensch hat soviel Sünde und Rebellion auf sich geladen, dass er nichts anderes als die Hölle verdient. Wenn er zu diesem Zeitpunkt nur am Leben ist, so ist dies nichts anderem zu verdanken als der Langmut und dem Willen Gottes. Weiterlesen

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Paul Humburg: Sein Rat ist wunderbar

9783929602623Heute möchte ich auf ein überaus hochwertiges und in unserer Zeit sehr notwendiges Buch aufmerksam machen.

Sein Rat ist wunderbar von Paul Humburg, ist eine Sammlung von fünf kürzeren Schriften des Autors Paul Humburg. Zu spät wurde ich auf diesen Gottesmann aufmerksam, der die Gabe hatte, schwierige theologische Zusammenhänge so zu vermitteln, dass jeder sie verstehen kann und man einen großen Segen aus der Lehre ziehen kann.

„Ewige Erwählung“ ist die erste der fünf Schriften Humburgs in diesem Sammelband und gibt eine gute Einführung in die Gnadenlehre. Vor Jahren las ich als ein hitziger Arminianer in diesem Buch, ohne mir wirklich etwas dabei zu denken und konnte durch die Argumentation wirklich überzeugt werden, dass Errettung nur von dem Herrn kommen kann. Seitdem verstehe ich auch, in welchem Zusammenhang Errettung, Gnade und Erwählung miteinander stehen. Weiterlesen

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Sproul: Glauben von A-Z

79_0In den letzten Wochen wurde ich auf ein interessantes Buch aufmerksam, welches ich hier kurz vorstellen möchte.

In 102 Kapiteln gibt Sproul eine Einführung in systematische Theologie, welche sich besonders an Laien richten will. Vor allem die Einführung macht deutlich, wie wichtig ein Schriftstudium für jeden Christen ist:

Es gibt viele Hilfen für die tägliche Bibellese. Die, die ihre Bibel täglich fünfzehn bis dreißig Minuten lesen, sind in der Minderheit. Doch sicherlich sind fünfzehn Minuten Bibellesen pro Tag besser als gar nicht Lesen. Das Problem taucht dann auf, wenn wir denken wir könnten die Tiefen der Heiligen Schrift durch eine fünfzehn- bis dreißigminütige Bibellese pro Tag ergründen. Nur wenige Wissenschaften könnten durch solch eine kurze Aufmerksamkeit gemeistert werden. (S. 20)

Mir scheint, dass gerade das ein Problem unserer Tage ist. Eine persönliche „Stille Zeit“ von 15 Minuten Dauer wird von vielen als ausreichend empfunden, und manch einer fühlt sich zum Reformator berufen, nachdem er einmal die Bibel durchgelesen hat. Weiterlesen

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Tipp: Mit Sicherheit Teil 1

682014000Cover:

Ich finde das Cover sehr passend, da es einen Weg mit mehreren Säulen aufzeigt, denn so könnte man auch die Grundlagen des Glaubens metaphorisch als Säulen bezeichnen. Schön gewählt. 🙂

Rückentext:

Der Kurs stellt zwölf elementare Wahrheiten unseres Glaubens anschaulich und eindrücklich vor. Beim Studieren werden Sie feststellen: Das Entdecken unseres Glaubens ist keine trockene und langweilige Sache, sondern interessant, lebendig und von praktischer Bedeutung für das alltägliche Leben.

Im ersten Band dieses zweiteiligen Kurses geht es um die sechs Themen:

  • die Existenz Gottes
  • das Wort Gottes
  • Sünde
  • die Menschwerdung Jesu
  • Sühnung
  • Rechtfertigung

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Der Friseur, der das Beten lernen wollte

friseur

Vor einigen Tagen wurde hier schon ein Kinderbuch von R.C. Sproul vorgestellt. Heute möchte ich ein weiteres vorstellen, auf welches ich vor kurzem zufällig beim Stöbern an einem Büchertisch gestoßen bin. Man stelle sich folgende Situation vor: Während einer Familienandacht fragt eines der Kinder die Eltern, wie es lernen kann zu beten. Der Vater erzählt nun die Geschichte, die ihm half besser zu beten. Es ist die Geschichte des Friseurs, Meister Peter. Eines Tages hat er einen „Ausgestoßenen“ zum Kunden:

Die Tür öffnete sich und ein neuer Kunde betrat den Laden. Meister Peter erkannte den Mann sofort, denn er war ein Ausgestoßener. Der Kaiser jenes Lande hatte jedem eine große Belohnung versprochen, der diesen Mann ausliefern würde – tot oder lebendig!

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Buchvorstellung: Seid heilig!

Seid-heilig-J-C-RyleBereits 1879 erschien dieses Buch, welches unsere Zeit mehr als nötig hat. Große Not herrscht überall über das Thema Heiligung, denn entweder wird Heiligung mit Rechtfertigung vermischt, so dass die Gläubigen in ihren Gewissen nie Ruhe finden, nie Freude an der Errettung, nie Sicherheit in Christus. Oder man schwelgt in trügerischer Selbstsicherheit: Man bräuchte Jesus eben nur als Retter anzunehmen, nicht aber als Herrn. Als Kinder Gottes würde uns Heiligung genauso zuteil werden, wie die Rechtfertigung.

Wiederum an anderen Stellen herrscht ein Missverständnis darüber, was Heiligung denn wirklich darstellt, und statt auf ein tugendsames christusähnliches Leben, werden  andere Schwerpunkte gelegt. Geschrieben als Antwort auf die entstehende Heiligungsbewegung Ende des 19. Jahrhunderts ist dieses Werk eines der großartigsten Bücher (neben der Bibel selbstverständlich), die ich je gelesen habe.  Der Autor gräbt tief, deckt sehr viele Bereiche des christlichen Lebens ab, zeigt viel Verständnis, vermeidet Polemik und bringt seine Thesen dennoch deutlich auf den Punkt. Vollkommen gerechtfertigt zählt J.I. Packer dieses Buch zu den fünf für ihn bedeutendsten.

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James I. Packer: Gott erkennen
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Kapitel 1: Theologie – Die Lehre von Gott

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Wie vor einigen Tagen angekündigt, fangen wir heute mit einer Leserunde an: Wir versuchen jede Woche zusammen ein Kapitel im Buch Gott erkennen von James I. Packer zu lesen und zu besprechen.

Im ersten Kapitel führt der Autor zahlreiche Motive an, sich mit der „Lehre von Gott“ (= Theologie)  zu beschäftigen.

Ein umfangreiches Zitat von Charles H. Spurgeon gibt den ersten Vorschmack auf die Segnungen, die die treffen, die Gott von ganzem Herzen suchen. Wer Gott erkennt, wird gedemütigt: „Die Gottheit ist so tiefgründig, dass unser Hochmut in ihrer Unendlichkeit versinkt. Andere Themen können wir erfassen und bewältigen: bei ihnen empfinden wir eine Art Selbstzufriedenheit …“

Doch so demütigend dieser Gegenstand für das Herz ist, ist er auch erhebend. Denn tröstlich ist es zu wissen, welcher Gott mein Schicksal in der Hand hält. Doch braucht man Theologie heute im 21. Jahrhundert noch? Sollte man sich wirklich mit einem derart „verstaubten“ Thema beschäftigen? Heute sieht ein pragmatisches Christentum keine Anwendung in der Theologie (man fürchtet gar unnötige Pfaffengezänke um Paragraphen und Definitionen). Dabei ist Theologie, so führt Packer aus, das praktischste Thema auf dieser Welt überhaupt:

In Wirklichkeit ist es jedoch das praktischste Projekt, mit dem man sich befassen kann. Gott zu erkennen ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, ein gelungenes Leben führen zu können.

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Von der Freiheit eines Christenmenschen

„Mache dich auf, Herr, und richte deine Sache…!“ (Ps. 74), denn „der Weinberg des Herrn wird von wilden Säuen zerwühlt“ (Ps. 80). Mit diesen Bibelworten beginnt die Bannandrohungsbulle gegen Martin Luther. Darin wird allen katholischen Christen verboten, Luthers Schriften zu lesen, und Luther selbst wird dazu aufgerufen, seine ketzerischen Werke zu widerrufen.

Zu dieser Zeit (1519) ist Luther noch immer darauf aus, keine Spaltung in der Kirche zu erwirken und schreibt nach Aufforderung des päpstlichen Kammerherrn von Miltitz einen Brief an Papst Leo X., den er noch als den „Allerheiligsten Vater“ bezeichnet. In diesem Brief erläutert Luther seine Position, und legt dem Schreiben seine Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ bei, die für Luther die ganze Summe eines christlichen Lebens darstellt. Heute können wir sagen, dass Papst Leo X. sich etwas entgehen lies, als er darauf verzichtete, die beigelegte Schrift näher zu betrachten.

Ölgemälde von Paul Thumann: Martin Luther verbrennt die Bannbulle

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Endzeit? Eigentlich ganz einfach!

Waldron: Endzeit? Eigentlich ganz einfach!Mal ehrlich, wenn du dich mit der Endzeit beschäftigt hast, wirst du zugeben: Eschatologie (die Lehre von den letzten Dingen) ist ganz sicher kein einfaches Feld. Und wer kann schon auf die vielen Detailfragen zur biblischen Prophetie immer eine begründete Antwort geben? Und vielleicht geht es dir genauso wie mir. Ich habe versucht ein allgemeines Verständis, einen Überblick von der Endzeit zu gewinnen. Doch die unterschiedlichen Endzeitkonzepte verwirren. Die Diskussionen mit Andersdenkenden enden im Frust. Ermüdet legt man das Thema beiseite, denn es wird ja sowieso alles so kommen, wie es kommen soll. Lasst uns wachen und beten und freuen auf die Wiederkunft Christi. Doch dann stößt man beim regelmäßigen Bibellesen auf Aussagen über die Endzeit und dann darf man nicht einfach darüber hinwegsehen.

Eschatologie ist ein fester und wesentlicher Bestandteil des Evangeliums. Das ist die Hauptthese von Samuel E. Waldron in seinem Buch Endzeit? Eigentlich ganz einfach!:

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