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Wegweiser aus dem Transgenderkult – Elternbroschüre von „Lasst Frauen sprechen“

Es ist für morgen den 21.06.2023 geplant, dass das Bundeskabinett zum geplanten Selbstbestimmungsgesetz tagt. Mit diesem soll es nun möglich werden, einmal im Jahr Name und Geschlecht durch Selbsterklärung zu ändern. Ein weiterer Schritt in der von vielen Fördergeldern getragenen LGBTQI*-Agenda und letztlich eine weitere Manifestation staatlicher Macht. Ging es bei der Ehe für Alle, dass nun der Staat frei definiert und vorgibt was eine Ehe ist (z.B. für homosexuelle möglich, für polygame Beziehungen oder für Menschen unter 18 Jahren nicht), legt nun der Staat für den Bürger fest, in wie weit er „über sich selbst bestimmen darf“. Fühlt sich ein Mann als Frau, kann er nun eine sein. Wie viel Biologie man aber aushebeln darf, darüber zu urteilen, behält sich der Staat das Recht vor. So kann man sich als Mann zwar eine Frau fühlen (und jeder der den ursprünglichen Bernd nicht mit Ulla anspricht, muss mit 10.000 EUR Strafe rechnen), aber eine weiße Person nicht als schwarze, ein Ausländer nicht als Deutscher usw…

Um sich zu veranschaulichen welche (vor allem) antifeministischen Züge die ganze Entwicklung genommen hat, muss sich nur diesen Artikel über eine Demonstration mit dem Titel „Let Women speak“ durchlesen. (https://www.bazonline.ch/wo-sie-auftaucht-gibt-es-aerger-742123132336).  Dort kann man über P. Parker, eine bekannte feministische Aktivistin aus GB lesen: „2018 mietete Parker eine Plakatfläche, auf der geschrieben stand: «Frau: erwachsener weiblicher Mensch». Kurz darauf wurde das Plakat wegen aufrührerischen Inhalts wieder entfernt. „ (Zitat Ende). Die Aussage „Frau, erwachsener weiblicher Mensch“ ist nun schon aufrührerischer Inhalt, dabei wäre diese Formulierung ja sogar noch trans-inklusiv formuliert gewesen. Nun ja, Sven Lehman, den Queer-Beauftragten der Ampel dürfte es freuen.

Das wir als Christen ausgerechnet bei den Feministen starke Verbündete gegen den Trans-Kult finden ist überraschend, aber eigentlich naheliegend. Der Elternratgeber „Wegweiser aus dem Transgenderkult“ führt auf, dass „8 von 10 „Transkindern“ Mädchen sind.“  Ich denke diese Broschüre deckt zu recht und notwendig die „Auslöschung“ der Frau als Folge des Trans-Kultes auf. Ein Thema, dass in den Medien sofort totgeschwiegen wird, wenn man z.B. darauf blickt, welcher Shitstorm J.K. Rowling begegnete, als sie von „Frauen“ und nicht „menstruierenden Personen“ sprach.

Die Broschüre, die nun von Lasst-Frauen-sprechen.de auf Grundlage eines Buches von Maria Keffler erstellt und übersetzt wurde, ist auf vielen Ebenen hilfreich. Mich hat z.B. der deutliche Ton überrascht. Das erste Kapitel lautet „Gender ist bedeutungslos, Geschlecht ist unveränderbar“. Die Broschüre deckt im nächsten Schritt auf, warum der Trans-Kult besonders auf vulnerable Kinder und Jugendliche abzielt und wie er ihnen noch mehr schadet. In besonderer Weise sind die Tipps für das Gespräch mit betroffenen Kindern und den diese Kinder prägenden Personen hilfreich und machen einen Großteil der Broschüre aus.

Aus christlicher oder aus, wenn man so noch sagen darf, konservativer Sicht, sind an der Broschüre eigentlich nur die radikal-feministischen Darstellungen problematisch, so wenn z.B. der Narrativ des Patriarchats hergezogen wird. Der Aufruf zur lesbischen Liebe „um sich nicht dem System anzupassen“ ist dann in meinen Augen doch zu kurz gezogen. Insgesamt aber ist diese Broschüre eine hilfreiche Handreichung, da sich bisher auch wenig nicht-affirmatives Material finden lässt.

Es mag sein, dass feministische Gruppen zu lange weggeschaut haben, als die LGBTQ-Ideologie von allen Seiten in so viele Lebensbereiche eindrang. Es lässt sich z.B. kaum leugnen, dass gerade EMMA diese Bewegung einst mit Kusshand empfing. Gleichzeitig müssen wir uns als Christen an die Nase packen, warum wir uns all die Jahre so wenig für Frauenrechte eingesetzt haben. Wenn uns heute der Trans-Kult entsetzt, bleibt die Frage, warum es nicht die Frauenversklavung in der Prostitution und Pornographie getan hat.

Übrigens: Die Herausgeber der Broschüre wurden von der „Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz“ vorgeladen. Es kann durchaus sein, dass die Broschüre auf dem Index landet. Also schnell noch laden und sichern! Laut Herausgeber ist Kopie und Nachdruck ausdrücklich erlaubt und die Seite bietet auch eine Druckvorlage an. Da kommt ein ordentlicher kultureller Sturm auf uns zu, aber lasst uns nicht den Mut verlieren, sondern immer für das

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George Whitefield: “ Christus – Die Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligung & Erlösung der Gläubigen“

Der Herold Verlag hat eine Predigt von George Whitefield veröffentlicht, die nicht nur jeder lesen sollte, der sich ausführlicher mit dem großen Thema „Vereinigung mit Christus“ beschäftigt. Christen sind in Christus, das ist die einfache These und Whitefield führt sie aus (zunächst ist man geneigt zu fragen, was das mit dem Text zu tun haben sollte, aber mehr als man denkt):

„… Ich wünschte, die Leute wären wissbegieriger in Bezug auf den Bund der Erlösung zwischen Gott, dem Vater und dem Sohn! Denn wenn dies so wäre, gäbe es nicht so viel Streit um die biblische Lehre der Erwählung, und man würde sie nicht als eine teuflische Lehre verurteilen – etwas, das teilweise sogar durch sehr ernsthafte und vorbildliche Christen geschieht. Was mich betrifft, so kann ich nicht erkennen, wie man den wahren Sinn der christlichen Demut ohne die Erkenntnis der Erwählung erlangen sollte. auch wenn ich nicht behaupten möchte, dass jeder, der die Erwählung ablehnt, ein schlechter Mensch ist, so stimme ich dennoch Mr. Trail zu, der es für ein sehr schlechtes Merkmal hält, wenn jemand dies tut.

Ich denke, dass jemand ,der die Lehre der göttlichen Erwählung ablehnt – wer auch immer er sein mag – sich selbst nicht wirklich gut kennen kann. Denn wenn wir die Erwählung verwerfen, dann müssen wir uns zumindest zum Teil selbst rühmen. Gottes Wort sagt aber deutlich, dass sich kein Fleisch vor Gott rühmen kann (vgl. 1. Kor. 1,29): Daher ist es letzten Endes nur der menschliche Stolz, der sich dieser Lehre widersetzt. Denn „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn“. (1. Kor 1,31).

Was soll ich sagen? Die Erwählung ist ein Geheimnis, das mit so einer strahlenden Heiligkeit leuchtet, dass – um es mit den Worten eines Mannes zu sagen, der viel von der erwählenden Lieb e getrunken hat – es sogar „die schwachen Augen von einigen von Gottes geliebten Kindern blendet.“ Doch obwohl sie es nicht wissen, kommen alle Segnungen, die sie empfangen, alle Vorrechte, an denen sie sich durch Jesus Christus bereits erfreuen oder erfreuen werden, von der ewigen Liebe Gottes des Vaters: „Aus ihm aber seid Ihr in Christus Jesus, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung!“ Doch was genau sind diese Segnungen, die Gott den Gläubigen durch Christus schenkt.“

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Der Herr von Narnia oder der König der Ringe?

Ich denke Werke wie Narnia, Herr der Ringe (im Folgenden auch LoR) oder nehmen wir auch Harry Potter“ dazu, sind gut geeignet die „Konservativität“ vor allem reformierter Kreise zu bewerten. Da gibt es die schrumpfende Gruppe der Strengen, die Fantasy-Literatur völlig verbannt, dann finden sich nicht ganz so scharf getrennte Bereiche, die je nach dem nur Lewis den Vorzug geben, oder gleich von LoR und Narnia schwärmen. Mich irritierte an diesen Gruppen immer, warum die Liste immer so klein ist. Das führt eine andere Gruppe ein: Überall erkennt sie  eine Parallele zu Jesus, ob es nun Aslan, Gandalf, Harry Potter oder Batman sei (Die Parallele dieser Fälle ist schließlich geradezu aufdringlich groß : alle sterben für ihr Volk!)

Einerseits frustriert es mich, dass Tony Reinke in seinem Trauerartikel über Tim Keller vor allem an Kellers Art der Auslegung von Herr der Ringe zurückblickt. Aber noch mehr frustrierter bin ich an der Kritik an den sogenannten „New Calvinists“,  die von den „sogenannten echten Calvinisten“ ausgeht. Da kann man viele Leser mit Artikeln wie „Keller loves Harry Potter“ erreichen (es muss auch irgendwo ein deutsches Analog zu finden sein, dass ich gerade nicht auftreiben kann). Andererseits stimmt es mich doch nachdenklich, wenn ich mehr als 600 Ergebnisse für Lord of the Rings bei „The Gospel Coalition“ finde, die sich vor allem durch ihre Undifferenziertheit hervorheben.  Fünf der ersten sechs gefunden Artikel sind diese: Justin Taylor hat 2010 eine „Konkordanz für „the Lord of the Rings““ und über die fünf Dimensionen einer großen Geschichte veröffentlicht, 2012 sprach er über die Philosophie der Bücher, 2013 wo man die Hörbücher günstig erwerben kann und 2014 schließlich darüber, welche christlichen Themen Peter Kreeft in diesem Buch entdeckt hat. My oh My.

Letzlich spricht vor allem über ein äußerst zurückentwickeltes Unterscheidungsvermögen, wenn wir an Büchern die gelesen werden Menschen in vollständig vergitterte Schubladen schieben. Doch ein anderes Problem tut sich auf: Eigentlich tue ich mich mit allen drei Gruppen schwer. Die Märchenverweigerer habe ich schon in anderen Artikeln kritisiert (z.B. hier), so dass ich mich vor allem mit den Befürwortern chirstlicher Fantasy auseinanderswetzen möchte. Einige der Argumente hier finde ich verkürzt, andere konstruiert und wiederum andere nicht richtig dargestellt.  Ich möchte einige Beispiele ausführen, damit aber entblöße ich ein Stückweit auch meine Ratlosigkeit in diesen Fragen.  aber ich möchte lieber auf eine zufriedenstellende Position warten, als mich mit einer löchrigen zufriedenzugeben.

Kommt da eigentlich mehr?

Ich frage mich, warum die begeisterten Leser von LoR/Narnia eigentlich nicht auf die derart naheliegende Frage kommen: Warum finden sich nur diese beiden Autoren, die in den Kreis „guter Fantasy“ gelangen? Ich denke, diese Frage wird deswegen so selten gestellt, weil sie so unbequem ist. Denn sie offenbart mehrere Baustellen:

  • Warum z.B. hat manch ein Reformierter Nachsicht mit den nicht reformierten Positionen von Lewis und (noch mehr) Tolkien, während er doch gleichzeitig überall strengste Orthodoxie einfordert
  • Warum gibt es solche Autoren heute nicht mehr? Man würde doch bei mehr als 600 Artikeln erwarten, dass da eine ganze Schar christlicher Autoren im kommen ist, aber was man sieht ist im wesentlichen Wüste.
  • Warum ist die Liste überhaupt so klein und dreht sich ständig um die beiden Beispiele Lewis und Tolkien (Ich verrate eine Antwort: Es liegt daran, dass man zu wenig liest)

Wenn jemand wie J. Taylor über LoR schwärmt, bleibt für mich immer die Frage, warum dieses Schwärmen so überschwänglich ist. Ich frage mich, ob er eigentlich wirklich diese Art von Literatur heute in seinem Umfeld, in seiner Gemeinde haben möchte. Denn wenn er sie so gerne hätte, warum wird absolut nichts gemacht, um diese Art der Ausdrucksweise zu fördern.

Allgemeine Gnade goes wild!

Einst sagte Abraham Kuyper dass es nicht ein Quadratzentimeter Lebenssphäre auf dieser Erde gibt, die Jesus nicht vollständig für sich beansprucht. Damit unterstrich er den weiten Gebrauch dessen, was in der reformierten Theologie als „allgemeine Gnade“ bekannt ist. Ich glaube, dass die Reformierten damit etwas sehr deutlich sahen, nämlich das kein Lebensbereich gewirkt, kein Schicksal gelebt, keine Geschichte erzählt wird, ohne dass Gott darüber die völlige Herrschaft besitzt. Dennoch glaube ich, dass uns die Zügel schießen, wenn wir in allen Dingen, die wir sehen und erleben eine undifferenzierte Parabel für das Evangelium erblicken. Es ist keine Predigt von Jesus, nur weil mich etwas an Jesus erinnert. Blicke auf das goldene Kalb: Es war aus einem Edelmetall, es symbolisierte Stärke. Zeigte es uns so nicht den Unvergänglich Mächtigen? Sollte Aron und Mose nun nicht mit dem Kalb anfangen, um das Volk die ersten Schritte „echter Gotteserkenntnis“ zu lehren? Die Frage der Parallele der heidnischen Götter wird in der Geschichte Israels nur dringender: Da sind die babylonischen Götter, Marduk ganz vorne dabei. Marduk ist ein freier Gott, er ist ewig und herrscht voller Führung über die anderen Götter und die Menschheit. Wie viel Parallele zu Jahwe braucht es da noch? Macht es da so viel aus vor Marduk statt vor Jahwe niederzufallen, wenn doch Marduk eigentlich nur ein Gottesbild ist, dass aus allgemeiner Gnade geboren wird.

In „Herr der Ringe“ findet sich immer die Hoffnung auf „das gute Schicksal“, die auch „das Böse gebraucht“. Nun kann ich das wohl auch als Startrampe benutzen um über „Gottes Vorsehung zu sprechen. Oder sollte ich das als Kritikpunkt sehen, dass dieses Schicksal im ganzen Werk unpersönlich und unbekannt bleibt? Erinnert mich die regierende Hand des Schicksals wirklich an JHWH oder eigentlich vielmehr an Marduk?

Der Antichrist erinnert mich an Jesus?

Das man nicht am Wegweiser hängen sollte, sondern zum Ort ziehen muss, dahin er weist ist klar. Aber nicht jedes Schild zeigt in der tat den rechten Weg (auch wenn es einen Weg an sich zeigt und so ja schon ein Bild dafür ist, dass alles einen Weg zeigt, so wie ja Jesus der Weg ist). Ich werde zynisch! Aber das liegt daran, dass diese Metaphern so furchtbar verführerisch sein können. Nehmen wir an dem deutlichsten Symbol, dass auf Jesus zeigt: Da lässt jemand sein Leben, um andere zu retten. Aber wird der Antichrist selbst nicht einst versuchen das Sterben und die Auferstehung Christi „zu faken“. In Offenbarung 13 wird uns berichtet, dass das Tier gerade dadurch die Erde in Verwunderung setzten wird, dass es eine tödliche Wunde besitzen wird und doch wieder gesund wird (13,3). Gerade dass führt dann zur Anbetung des Tieres (13,14). Wie auch immer diese Verse praktisch realisiert werden, sprechen sie doch die Sprache, dass der Antichrist selbst das Sterben und die Auferstehung Christi „pervertieren wird“.  Doch steigt der Wert von Katzengold etwa dadurch, dass es wie Gold aussieht?

Wird der Antichrist zu einem Bild für Christus, weil er sein Sterben kopiert? Das ist vor allem ein Kritikpunkt an denen, die überall eine Parallele zu Christus sehen. Natürlich bietet sich die Parallele der Rettung aus der „Matrix“ nach „Zion“ in der Matrix-Trilogie geradezu von selbst an. Aber gleichzeitig bleibt der Film dennoch von gnostischen Motiven durchzogen. Erinnert mich Neo nun wirklich an Jesus oder doch eher an den Anitchristen? Natürlich muss Batman sterben, um Gotham City zu retten. Aber übersehe ich damit bloß, dass er ein Mann ohne Gewissheit und Zuversicht bleibt, niemals mit wirklichem Halt an einem fixen Gesetz, so wie es der Sohn an den Worten seines Vaters war? Es ist letztlich wahr, dass selbst der Antichrist mich an Christus erinnern wird, aber wie bringt mich das meinem Heiland näher?

Ist jede Fiktion okkult?

Wer Tolkien & Co verteidigt, greift oft zum Angriff und deckt auf, wie töricht es ist, Fiktion abzulehnen. Schließlich lese selbst der konservativste Christ unseres Zeitalters mit Hochachtung die Pilgerreise! Eine Allegorie, in der Christian selbst Dämonen und Riesen über den Weg laufen! Die Argumentation bekämpft aber ein Strohmann-Argument. Dass man bekümmert ist, über okkulte Literatur, was sollte da verkehrt sein. Als Vater von Schulkindern kann ich ein Lied singen. Wie froh wäre ich, wenn meine Kinder nun mal endlich nicht ein Buch über Gespenstervampire (Nur Gespenster oder nur Vampire reichen nicht mehr aus), Hexenaustreibungen, fantastische Tierwelten etc. lesen müssten. Das Zeug käst mich furchtbar an. Und ja, diese Bücher sind wirklich nicht mit dem hohen Niveau von Lord of the Rings vergleichbar und doch ist es eine Frage die mich beschäftigt: Sollte man nach der magischen Schule der Tiere noch nach Narnia reisen?

Ich teile die Besorgnis der Eltern, die nicht möchten, dass ihre Kinder erneut ein okkultes Buch lesen möchten (damit sage ich nicht, dass LoR oder Narnia okkult wären). Ich will nur sagen, dass von den Verteidigern der Fiktion manchmal so getan wird, als gebe es gar keinen Unterschied darin, welche Art von fiktiver Literatur man ablehnt oder akzeptiert.

Ist Realismus ein unterentwickelter Literaturstil?

Ich liebe den literarischen Realismus. Die Verteidiger von christlicher Fantasy-Literatur tun manchmal so, als wäre Realismus nur eine primitive Art der Literatur. Als hätte Dostojewski, ein ganz klassischer Autor des russischen Realismus nicht die Vorstellung gehabt, einem der Brüder Karamasow den Teufel zu Besuch zu schicken, als könnte Jeremias Gotthelf (der biedermeierischste Realist ever!) nicht in „die Schwarze Spinne“ über den Handel des Teufels mit in Not getriebenen Bauern schreiben, die dazu führt, dass sie überall Beulen bekommen, aus denen Spinnen schlüpfen.

Manchen mag hier nicht klar sein, was mich hier schmerzt. Vielleicht bin ich zu kleinlich, wenn ich in den Verteidigern der „christlichen Fantasy“ vorwerfe, dass sie zu gering über Realismus, zu oberflächlich über Literatur als ganzes denken.

Und Nu?

Man könnte mein Gerede von Tolkien/Lewis Fanboys als verächtliche Deklassifizierung aufnehmen. So ist es aber nicht gemeint. Ich würde mich als Lewis Fanboy sehen, ich lese ihn ungemein gern. LoR, wie auch der Hobbit fesselten mich sehr. Doch letztlich gibt Tolkien LoR im Vorwort selbst das Maß vor: Er wollte wissen, wie ein besonders großes Märchen sich entwickeln wird. LoR ist eben ein Märchen; ich habe von LoR in etwa genauso viel gelernt wie von den Märchen von  Wilhelm Hauff. Das Gottesbild dass LoR entwickelt ist verwirrend, vielleicht muss ich mit einem Katholiken bloß nachsichtig sein, aber vielleicht muss ich ihn auch dafür rügen, dass er mir das goldene Kalb vorzeichnet. Ich war noch ein Kind als ich Harry Potter las und kann mich nur noch rudimentär an das Werk erinnern, aber mir ist nicht wirklich klar, was der entscheidende Unterschied zwischen LoR und Harry Potter sein sollte. (Ich habe schon ein paar Mal das Experiment durchgeführt, in dem ich mich beraten lies, ob denn meine Kinder Harry Potter lesen sollen, und man verwies mich darauf, dass es ja bessere Bücher wie LoR und Narnia gebe).  

Lewis finde ich entschieden eindeutiger. Narnia ist explizit und eindeutig eine christliche Allegorie und als solche ausgelegt. Narnia erinnert mich eindeutig an Werke wie die Pilgerreise.

Für ein letztes Wort ist noch Raum: Wahrlich töricht ist es, all diese Werke nach ihren Verfilmungen zu bewerten. Ich weiß, wie entsetzt ich war, als ich die „Faune“ auf der Leinwand sah. Sie waren allen frohen Scheins beraubt, denn sie in den Büchern besaßen. Leider haben viele vor allem deswegen eine geringschätzige Meinung von LoR und Narnia, weil sie die Filme gesehen haben.

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Novellen – 10 Meisterwerke der Weltliteratur – Gelbe Edition

Ich hörte dieses Hörbuch bei audible

In den letzten Monaten widmete ich alle freien Minuten klassischer Literatur. Da lesen nicht immer drin ist, greife ich regelmäßig zu audible zurück (Hier eine Übersicht). Neulich kam diese Auswahl von 10 Novellen in meine Sammlung, die ich zunächst wegen G.Kellers und C.F. Meyers Beiträgen erwarb. Sowohl „Romeo und Julia auf dem Dorfe“, wie auch „Der Schuss von der Kanzel“ waren mir bisher unbekannt. Während Meyers Werk eine berauschende Komödie ist, ist Kellers Werk eine der grandiosesten Charakterstudien, die ich je in einer kurzen Novelle zu Gesicht bekam. Eine Geschichte von hohem Lehrgehalt, die aufzeigt, zu was moralische Kompromisse führen, wenn „Gott wirklich beschließt, zu züchtigen“. Ich habe mir fest vorgenommen, die Sammlungen Kellers über „die Bürger von Seldwyla“ vollständig durchzulesen/durchzuhören. Mindestens acht der Novellen haben das Thema der Liebe im Vordergrund und thematisieren die Beziehung von Mann und Frau aus unterschiedlichen Perspektiven. Nicht jedes Werk erreicht das Niveau von Keller und Storm, die Auswahl blieb aber dennoch gelungen. So Denke ich an „eine teure Liebesnacht“ von Balzac, der mit dieser grotesten Romanze einen interessanten Einblick in die Rezeption der Hugenotten gibt. Mit der Undeutlichkeit von E.T.A Hoffmann (hier mit „Ritter Gluck“) tat ich mich wie immer schwer. „Brief einer Unbekannten“ hätte ich nicht in diese Sammlung gewählt, da es mir erscheint, dass Zweig viele andere Novellen verfasst hat, die den Titel „Meisterwerk“ eher verdienen. – Insgesamt eine Bereicherung für meine Hörbibliothek.

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Wie können wir denn lesen? (3): Bekenntnisse eines Kunstwerkers

Dieser Artikel ist nun endlich der abschließende Teil einer Trilogie, die zu lange offen blieb.

Der erste Artikel war eine grundlegende Einführung und liest sich für mich rückblickend zu sehr nach Imperativ. Im zweiten Teil blickte ich auf die praktische Situation des Bibellesens. Ist ernsthaftes Bibellesen wirklich möglich?

Ich denke in beiden Artikeln war ich nicht praktisch und einfach genug. Ein letzter Versuch also.

Ich fange mit einem Geständnis an: Noch bis vor wenigen Jahren war mein handwerkliches Können schlechter als eine „Null“. Selbst mit 25 war ich damit überfordert einen „Fahrradreifen“ aufzupumpen“ und die einfachste Tätigkeit machte mich nervös, kribbelig, hoffnungslos. Wer denkt, dass ich übertreibe, findet genug Menschen, die meine Unfähigkeiten bestätigen durften. Auf den Baustellen meiner Schwager traute man mir niemals mehr zu, als „den Müll“ zusammenzusammeln (was auch eine wichtige Tätigkeit ist, ich bringe dieses Argument an dieser Stelle als Beweis für meine handwerkliche Unfähigkeit). Aber es gibt auch Beweise anderer Art. Als ich anfing, (mit >25 Jahren) mich doch an handwerkliche Aufgaben zu wagen, plante ich und baute die Streifenfundamente für die Fertiggarage selber. Ich weiß noch, wie der Fahrer fluchte, als er die Garage anfuhr: zwischen den beiden Streifen lag ein Höhenunterschied von mehr als 10cm…. „Welcher Mensch hat denn diesen Sch…dieses Kunstwerk“ produziert, sagte er zu mir. Nun man konnte eine Montagelösung finden, aber nicht unbedingt eine Lösung für den beständigen handwerklichen Misserfolg.

Also, falls jemand denkt, dass ich mich nun für einen „guten Handwerker“ halte… Weit gefehlt. Ich bringe das Beispiel, dass dieses Jahrzehnte alte Entmutigungsfeld seit einiger Zeit zu einem „Hoffnungsfeld“ für mich geworden ist. Nicht jedes Projekt gelang hundertprozentig, manches misslang eindeutig, aber, dass ich es geschafft habe, die bis dahin ständig ausfallende Solaranlage, an der bisher viermal der Handwerker scheiterte, selber zum Laufen zu bringen, bestätigt mich, dass eine wirkliche Veränderung meiner Haltung zur praktischen Arbeit stattfand.

Als neuerdings die Waschmaschine ein Leck hatte, habe ich mich geradezu darauf gefreut, dieses zu finden und zu reparieren. (Was in der Tat nach einigen Umwegen gelang)

Im Übrigen, falls jemand denkt, dass ich mich dieser Eskapaden rühme. Eigentlich ist es mir immer peinlich, dass ich gerade als Ingenieur ein derart ungelenkes Verständnis von Technik und Handwerk besitze.

Warum diese Beichte? Weil das entscheidende Element, dass meine „zwei Linken Hände“ „auskorrigierte“ in einfacher Lektüre bestand. In welcher Lektüre genau? Meist sind es YouTube-Videos, häufig auch Foren, manchmal Handbücher. Eigentlich fing das mit dem Wechsel eines Fahrradschlauchs an. Es wollte mir nicht gelingen, doch ein Video mit einer Anleitung anzuschauen, da war ich zu stolz. Ich lobe die Geduld meiner Frau, die beharrlich das Video empfahl. Die 4 oder 5 Minuten des Videos glichen einer endlosen Zeitverschwendung, doch etwa die gleiche Zeit später, war der Schlauch gewechselt und das Rad montiert.

Worauf will ich hinaus: Ich bin kein Handwerker, und das ist in Ordnung so. Das man kein Handwerker ist, bedeutet aber nicht, dass man nicht ein vorhandenes Problem nicht lösen kann. Neuerdings gelingen selbst komplexere Aufgaben. Zu Beginn war es für mich furchtbar öde und plump, Anleitungsvideos in YouTube anzuschauen (Auswahl an Ausreden: „sie dauern so lange, reden langsam, wollen ständig, dass man ihren Kanal abonniert..“), aber es war und ist genau der Weg, der funktioniert. Langsam ändert sich meine Meinung, und als die Solaranlage erneut versagte, griff ich zu YouTube Die zwei Tage Arbeit sollen sich schon bald auszahlen, den gerade bei steigenden Gaspreisen entlastet die Anlage unsere Heizungskosten deutlich.

Zurück zum Lesen: Wenn du kein Leser bist, ist das völlig in Ordnung. Aber erwäge Themen, wo es sich für dich lohnt, sich in ähnlicher Weise „reinzuknieen“, wie ich mich bei praktischen Herausforderungen reinknien muss. Es kann ein kulturelles Thema sein, geschichtliche Entwicklungen, Fragen der Exegese, soziale Fragen, Literatur an sich, etc… Ich weiß nur eins: Es wird das, was öde und plump wirkt, sich äußerst schnell auszahlen. Für mich wirkt praktische Arbeit abschreckend, vor allem weil sie eine Menge unangenehmer Erfahrungen weckt, aber ein seriöser Umgang mit diesem praktischen Herausforderungen hat mich reifen lassen. So wird es dir gehen. Ein seriöserer Umgang mit deinen eigenen Fragestellungen, wird Frucht zeigen. Das Gute und Rechte zu lesen, wird dich verändern, so wie mich das Anschauen von Videos mit dem Titel „Warum tropft meine Waschmaschine“ verändert. Wenn aus zwei Linken Händen zwei Rechte werden können, können sich auch zwei Linke Gehirnhälften verändern.

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„Unser ganzes Heil, ist allein in Christus beschloßen…“

Bei der Besprechung des Erlösungswerkes Christi (genauer: „Wie Christus das Werk des Erlösers getan und uns das Heil erworben hat. Hier ist also vom Tod, von der Auferstehung und von der Himmelfahrt Christi die Rede“),führt Calvin (Institutio II.16,19) aus, dass wir alles, was wir zum Heil benötigen in Christus finden. Es folgt eine umfassende Aufzählung, die ich mit euch teilen möchte. Es ist die Aufzählung des Reichtums des Evangeliums:

Unser ganzes Heil, alles, was dazu gehört, ist allein in Christus beschlossen (Apg. 4,12). Deshalb dürfen wir auch nicht das geringste Stücklein anderswoher ab­leiten. Suchen wir das Heil, so sagt uns schon der Name Jesus: es liegt bei ihm! (1. Kor. 1,30). Geht es uns um andere Gaben des Geistes, so finden wir sie in seiner Salbung! Geht es um Kraft — sie liegt in seiner Herrschaft, um Reinheit — sie beruht auf seiner Empfängnis, um Gnade — sie bietet sich uns dar in seiner Geburt, durch die er uns in allen Stücken gleich geworden ist, auf daß er könnte Mit­leiden haben mit unseren Schwachheiten (Hebr. 2,17; 4,15). Fragen wir nach Er­lösung — sie liegt in seinem Leiden, nach Lossprechung — sie liegt in seiner Ver­dammnis, nach Aufhebung des Fluchs — sie geschieht an seinem Kreuz (Gal. 3,13), nach Genugtuung — sie wird in seinem Sühnopfer vollzogen, nach Reinigung — sie kommt uns zu in seinem Blut, nach Versöhnung — wir haben sie um seines Ab­stieges zur Hölle willen, nach der Absterbung unseres Fleisches — sie beruht auf seinem Begräbnis, nach dem neuen Leben — es erscheint in seiner Auferstehung, nach Unsterblichkeit — auch sie wird uns da zuteil. Wir möchten Erben des Himmels sein — wir können es; denn er ist in den Himmel eingegangen; wir begehren Schutz und Sicherheit, Reichtum aller Güter: in seinem Reich finden wir sie! Wir möchten zuversichtlich dem Gericht entgegensehen: wir dürfen es, denn ihm ist das Gericht übertragen! Und endlich: in ihm liegt ja die Fülle aller Güter, und deshalb sollen wir aus diesem Brunnquell schöpfen, bis wir satt werden, nicht aus einem anderen! Denn wer sich mit ihm allein nicht zufrieden gibt, sondern sich von allerlei Hoff­nungen hin und her treiben läßt — mag er auch „besonders“ auf ihn schauen! — der verfehlt den rechten Weg, weil er mit seinem Dichten und Trachten zum Teil in anderer Richtung geht! Freilich kann diese Art Unglaube gar nicht einschleichen, wenn man einmal die ganze Unermeßlichkeit seiner Güter recht erkannt hat!

(Link zum Vollständigen Text von Band II)
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Johannes Calvin über Gesetz und Gnade

Ich habe mir „als Ostervorbereitung“ das Kapitel (II,16) über Jesu Leiden, Tod, Auferstehung und Himmelfahrt sowie das Kapitel (III,25) über die Auferstehung der Toten in Calvins Institutio angeschaut und bin für die Nachfolge ermutigt und geistlich gestärkt worden. Interessanterweise fängt Calvin die Betrachung von Jesu Leiden mit der Frage an, warum es nötig ist, oder vielleicht besser formuliert: Wie wir in dem Leiden der Gnade Gottes teilhaftig werden. In II.16.2 bringt er eine wunderbare Ausführung, wie Gottes Gerechtigkeit und Barmherzigkeit durch das Opfer Christi uns erst kostbar wird. Ich zitiere ausführlich und wünsche allen Lesern ein gesegnetes Osterfest.

„Aber bevor wir weitergehen, müssen wir im Vorbeigehen der Frage nachsinnen, wie es sich denn miteinander vereinbaren lässt, dass Gott, der uns mit seinem Erbar­men zuvorgekommen ist, uns doch feind ist, bis er in Christus mit uns versöhnt ist! Denn wie hätte er uns in seinem eingeborenen Sohne eine solch einzigartige Bürg­schaft seiner Liebe zu uns geben können, wenn er uns nicht schon zuvor in freier Gnade freundlich gesinnt gewesen wäre? Hier entsteht also wirklich der Schein eines Widerspruchs, und ich muss also diesen Knoten zu lösen versuchen. Der Heilige Geist sagt es in der Schrift etwa so: Gott ist den Menschen feind gewesen, bis sie durch Christi Tod bei ihm wieder zu Gnaden gekommen sind (Röm. 5,10). Oder wir hören auch, der Mensch sei unter dem Fluch, bis seine Ungerechtigkeit durch Christi Opfertod gesühnt sei (Gal. 3,10.13), oder auch, er sei von Gott getrennt, bis dass in Christi Leib die Gemeinschaft wiederhergestellt sei (Kol. 1,21f.). Diese und ähnliche Sprüche sind unserem Verständnis angepasst, damit wir besser erkennen, wie jämmerlich und notvoll unsere Lage ist außer Christus. Denn wenn es uns nicht mit klaren Worten gesagt würde, dass Gottes Zorn und Strafe und der ewige Tod auf uns gelegen, so würden wir weniger anerkennen, wie elend wir ohne Gottes Er­barmen wären, und das Geschenk der Befreiung weniger zu schätzen wissen! Ich will ein Beispiel bilden.

Es hört jemand: Wenn dich Gott, als du noch ein Sünder warst, so gehasst und dich so von sich gestoßen hätte, wie du es verdient hättest, so wärest du jämmerlich zugrunde gegangen; aber Gott hat dich von sich aus und in freiem Er­barmen in Gnaden angenommen, wollte dich nicht gänzlich verstoßen und rettete dich aus solcher Gefahr. Wer das hört, der wird gewiss davon innerlich betroffen, er wird auch zu einem gewissen Teil erwägen, was er also Gottes Erbarmen für Dank schuldig ist.

Aber wenn er nun auf der anderen Seite hört, was die Schrift lehrt: Du bist durch die Sünde wirklich von Gott abgekommen, bist ein Erbe des Zorns, bist dem Fluch des ewigen Todes verfallen, ausgeschlossen von jeder Hoffnung auf das Heil, fremd aller Segnung Gottes, Sklave des Satans, Gefangener unter dem Joch der Sünde, schrecklichem Verderben ausgeliefert, ja, schon mitten darin! — dann aber ist Christus als Fürsprecher ins Mittel getreten und hat die Strafe auf sich genommen, hat gelitten, was nach Gottes gerechtem Urteil alle Sünder leiden mussten, hat all das Böse, das sie vor Gott verhasst machte, mit seinem Blute ge­sühnt; und nun ist durch dieses Sühnopfer dem Vater Genüge getan, durch diesen Fürsprecher sein Zorn besänftigt, auf diesem Grund der Friede Gottes mit den Men­schen fest gegründet, nun ruht auf dieser Verbindung Gottes Wohlgefallen gegen uns! — ich sage, wenn der Mensch das hört, wird er nicht um so tiefer das alles zu Herzen nehmen, je deutlicher und lebendiger ihm vor Augen gestellt wird, wie groß die Not ist, aus der ihn Gott herausreißt?

Kurz, wir sind ja von Natur gar nicht so beschaffen, dass wir nach dem Leben aus Gottes Barmherzigkeit recht ver­langen und dafür genugsam danken können, wenn uns nicht zuvor der Schrecken vor dem Zorn Gottes und das Entsetzen vor dem ewigen Tode durch die Seele dringt und uns zu Boden wirft; und deshalb unterweist uns die göttliche Lehre der­art, dass wir Gott als uns feindlich erblicken, seine Hand ausgereckt sehen, um uns zu verderben — aber doch nur, damit wir seine Freundlichkeit und seine Vaterliebe allein in Christus ergreifen! “

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Alle Predigten von Timothy Keller nun kostenfrei verfügbar

Ich höre sehr gerne Predigten von Tim Keller und von keinem Prediger habe ich mich mehr für meinen sporadischen Laien-Predigerdienst inspirieren lassen.

Seit dem 30.03.23 bietet Gospel in Life nun sämtliche Predigten von Tim Keller kostenfrei zum Download an. Das gibt Tim Keller in einer Erklärung bekannt, die hier aufgerufen werden kann.

Soweit ich das überblicken kann betrifft das nicht nur die Predigten von Tim Keller, sondern die sämtlicher Prediger der Redeemer Churches. In den fielen Jahren seines Predigtdienstes hat Tim Keller zu unterschiedlichen Themen kleine Predigtreihen veröffentlicht (z.B. Glaubensbekenntnis, Eigenschaften Gottes, Gleichnisse, Harte Reden Jesu) mit der ihm typischen kulturapologetischen Darstellungsart. Die Predigtreihen entwickelten sich oft parallel oder folgernd aus Büchern von Tim Keller (z.B. über den Propheten Jona).

Schon die letzten Jahre konnte man einen wechselnden Teil der Predigten Kellers z.B. im Podcast oder auf youtube anhören. Nun stehen über 1900 Predigten von Keller vollständig kostenfrei zum Download bereit. In der oben verlinkten Ankündigung erläutert Keller warum die Predigten bisher nicht kostenfrei zur Verfügung standen.

P.S.: Meine (bisherigen) Lieblingspredigten von Keller stelle ich übrigens in diesem Artikel vor.

Betanien Verlag 5-Euro-Aktion
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Bücher für nur 5 Euro – nur bis zum 27.03.2023

Sind 5 Euro viel für ein Buch? Für 5 Euro bekommt man keinen Döner. Mit den meisten Autos kommt man damit keine 100km weit. Ein Handy-Tarif kostet auch meistens mehr. Ob 5 Euro für ein Buch viel sind, hängt natürlich auch davon ob, wie viele Seiten, welches Format und welchen Inhalt es hat. So pauschal kann keine gute Antwort gegeben werden.

Im Shop vom Betanien Verlag läuft nur noch bis heute (27. März 2023) eine 5-Euro-Aktion. Über 30 Bücher/CDs kosten in diesem Zeitraum nur 5 Euro. Mit dabei sind sowohl Longseller von Spurgeon als auch neuere Bücher für das Gemeindeleben, Kinderbücher für die Familienbibliothek und auch Biografien und Lebensbilder. An dieser Stelle möchte ich nur zwei Titel vorstellen und wärmstens empfehlen.

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„Darum Ostern“ von Heuckelbach.org

Es fällt deutlich auf, dass das Missionswerk Werner Heuckelbach in den letzten Jahren neue Wege ausprobiert, Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Das Programm, man möchte schon fast sagen, die Marke „Darum Ostern“ ist sicherlich dabei besonders positiv hervorzuheben.

Gegenwärtig gibt es wieder eine Menge Verteilmaterial, sowohl analog wie auch digital (siehe Link). Vor allem das Magazin, „Darum Ostern“ stellt die Leidens- und Auferstehungsgeschichte Jesu in „Magazinform“ dar (nach dem Markus-Evangelium). Ich werde auf jeden Fall ein paar Examplare unter die Magazine auf der Arbeit „schmuggeln“.

Viel weiteres Material für die unterschiedlichsten Kanäle findet sich im Heuckelbach-Shop (Link)