Alle Artikel von “Alexander Rempel

Kommentare 0

Tipp: Wie der Herr mich führte

Es ist bemerkenswert, wie wenig bekannt der 2007 verstorbene Bibellehrer William MacDonald außerhalb konservativ-evangelikaler Gemeinden geblieben ist. Er war ein Mann der leisen Worte, fest in Gottes Wort gegründet und wenig hochtrabend in seinen Auslegungen und Erklärungen. Das machte ihn in vielen Gemeinden zu einem gern gelesenen Autor. Prediger in vielen Ländern und Sprachen nutzen dankbar seine Kommentare zur ganzen Bibel. Als ich in meiner Jugendzeit sein Buch „Wahre Jüngerschaft“ las, packte es mich wie viele andere, und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seitdem greife ich gerne zu fast jedem seiner über 80 Bücher, sobald es auf dem hiesigen Markt erscheint. Unvergessen ist für mich auch sein Einsatz für die Glaubwürdigkeit der Bibel, der besonders im Buch „Ist die Bibel Wahrheit?“ sichtbar wird.

Es ist zu bedauern, dass William MacDonald kein Tagebuch geführt hat, und es keine Autobiografie gibt. Gerne hätte ich mehr aus seinem Leben erfahren und bin deshalb dankbar, dass jetzt dieser dünne Band erschienen ist, der auf zwei Vorträgen von MacDonald basiert. Es ist ein flüchtiger, kurzer Abriss über sein Leben und wie Gott ihn geführt hat – vom Bankangestellten zum Prediger und Bibellehrer.

Wie der Herr mich führte, William MacDonald, gebunden, 128 Seiten, CLV, Bielefeld, 5,90 EUR

Kommentare 0

Tipp: 1 Die Nacht im Wald/2 Das gestohlene Geld

Der besonders für Kinderbücher bekannte Samenkorn-Verlag hat mit den beiden Heften Die Nacht im Wald (1) und Das gestohlene Geld (2) eine neue Heftreihe begonnen. In der Reihe Gott hat alle Kinder lieb geht es in jedem Heft um ein Kind aus einem anderen Land.

Die ersten beiden Hefte erzählen über die Länder Ukrainer und Kenia und bestehen aus einem Sachteil und einer Geschichte. Im Sachteil lernen die jungen Leser (ab 6) und Vorleser das Land kennen. Wo es liegt, welche Tiere und Pflanzen vorkommen, welche Sprachen gesprochen werden und welche Volksgruppen dort leben. Typisches Essen und ein Rezept werden vorgestellt und sogar Kinderspiele. Auch Sitten, Traditionen und typische Namen der Länder fehlen nicht. Zuletzt erfahren die Kinder von den größten Problemen im Land und woran die Menschen dort glauben.

Die zweite Hälfte besteht aus einer spannenden Geschichte über ein Mädchen oder einen Jungen aus dem betrachteten Land und endet mit einigen konkreten Gebetsanliegen zum Land. Die Hefte sind mit Fotos und liebevollen Zeichnungen gestaltet und eignen sich sehr gut, um Kinder aus einer christlichen Perspektive mit den Ländern der Welt vertraut zu machen.

1 Die Nacht im Wald/2 Das gestohlene Geld, Reihe Gott hat alle Kinder lieb, 42 – 50 Seiten, Samenkorn, Steinhagen

Kommentare 0

Tipp: Hiobs Botschaft

Es haben sich bisher nicht viele daran gewagt, einen Bibelkommentar in Form eines Bildbandes zu schreiben. Alexander vom Stein ist vielen schöpfungsinteressierten Lesern als Autor von „Creatio“ und „Schöpfer:Hand:Werk“ bekannt und hat mit dem Buch „Hiobs Botschaft“ ein einmaliges Werk veröffentlicht.

Es besteht im Wesentlichen aus drei gleich großen Teilen und beginnt mit einem Überblick über die wichtigsten Schwerpunkte und Themen des Buches Hiob: „Das älteste Buch der Bibel“, „Das Leid der Gerechten“ und „Was zeigt die Schöpfung von Gott“ sind nur drei davon.

Im 2. Teil befasst der Autor sich mit den entscheidenden letzten Kapiteln 38 bis 41 und legt diese aus. Im 3. Exkurs-Teil geht der Autor spannenden Fragen und Themen nach, die beim aufmerksamen Lesen des Buches Hiob auftauchen: „Wie groß ist Schöpfung?“, „„Steinzeit ist jederzeit““, „Gibt es eine „Höherentwicklung“?“. Hier werden „Aussagen des Buches Hiob mit der Entwicklungsgeschichte der Menschen und dem Erkenntnisstand der modernen Wissenschaft zusammengebracht“.

Das Buch ist bebildert und lädt durch die vielen Grafiken, Tabellen und ungewöhnlichen Fragen und Antworten zum Schmökern ein.

„Hiobs Botschaft“ befasst sich nicht nur mit einem ganz besonderen Bibelbuch, sondern ist durch seinen Aufbau ein ganz besonderer Bibelkommentar, der für jeden Christen eine Bereicherung sein kann. Das Buch ist im Daniel-Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet 16,95 EUR.

Kommentare 0

K. Hipke: CD’s sind in ein paar Jahren wahrscheinlich nur noch was für Liebhaber

NIMM UND LIES: Lieber Herr Hipke, seit wann gibt es den Verlag Hipke Music und wie kommt man dazu, einen neuen Verlag zu gründen?

Klaus Hipke: Hipke Music gibt es offiziell seit 2015 und ist entstanden, indem ich meine Leidenschaft zum (Neben-) Beruf gemacht habe.
Musik war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. In den letzten zehn Jahren entwickelte es sich zur Regelmäßigkeit, neue Lieder und Arrangements zu schreiben. Und dann kam der Zeitpunkt, wo ich mehr damit beschäftigt war, Noten per Mail zu versenden, als zu komponieren. Also entschloss ich mich, eine Webseite mit einem Webshop aufzubauen. Dann kam eins zum anderen …

NIMM UND LIES: Wie sieht Ihr Verlagsprogramm aus? Wo liegen die Schwerpunkte?

Unser Verlagsprogramm fokussiert sich auf geistliche Lieder für die Gemeinde. Mit unserem Notenrepertoire bedienen wir deswegen auch viele verschiedene Klangkörper: Gesangsgruppen, Kinderchöre, Jugendchöre, Kirchen- / Gemeindechöre, Streichorchester, Sinfonieorchester …

Neben der Komposition neuer Lieder produzieren wir regelmäßig neue Alben mit unseren Liedern.

NIMM UND LIES: Neben Ihrem Verlag gibt es einige weitere konservativ-evangelikale Verlage, die sich auf Hörmedien spezialisiert haben. Was unterscheidet Ihren Verlag von den anderen Verlagen? Macht es nicht eher Sinn, einen bestehenden Verlag zu unterstützen?

Der Unterschied liegt in der Stilistik, der musikalischen Sprache. Für viele Verlage ist dies ein identitätsstiftendes Merkmal. Das möchte man bewahren.

NIMM UND LIES: Welcher Artikel im vergangenen Jahr war der Toptitel Ihres Verlags, und welcher war eher eine Enttäuschung? Welchen Artikeln wünschen Sie eine besonders große Verbreitung?

Wir haben im vergangenen Jahr zwei Alben mit Vocalensemble und Sinfonieorchester produziert: „Wunderdinge“ und „Friede, Freude, Weihnachten“. Beide Produktionen haben uns viel Spaß gemacht und sind sehr beliebt. Mit der Kinderkantate „Zum Abschied noch eine Rede!?“ hätten wir gerne mehr Kinder erreicht. Die Handlung bewegt sich nicht (wie für Kinder üblich) im Bereich von Action oder Abenteuer, stattdessen liegt der Fokus auf der Vermittlung biblischer Botschaften.

NIMM UND LIES: Nach welchen Kriterien entscheiden Sie über neue Produkte? Welches Projekt steht bei Ihnen als nächstes an?

Es muss einen Bedarf für das Produkt geben und zu unserer Philosophie passen.
Über den Winter lag der Fokus auf der Komposition eines großen Chorwerks: „Den Hassern zuliebe“.
Das ist ein Passionsoratorium, was in diesem Jahr zur Osterzeit von den MountainSpringSingers uraufgeführt wird.

Für den Frühsommer ist ein Kinderalbum in Planung.

NIMM UND LIES: Manchen Kunden sind die Preise für christliche Literatur und Medien zu hoch. Was meinen Sie dazu?

Das kann ich aus der Praxis nicht bestätigen – bei uns hat sich niemand beschwert. Wir erleben das Gegenteil. Die Kunden haben vor allem durch Social Media viel Einblick in unsere Arbeit, z. B. bei einer CD-Produktion, und erkennen den Aufwand, der dahinter steckt an. Sie wissen auch, dass jede Produktion nur mit ehrenamtlichen Einsatz möglich ist.

NIMM UND LIES: Christliche Hörspiele werden fast ausschließlich für Kinder produziert. Planen Sie Hörspiele für Erwachsene zu veröffentlichen?

Dieses Thema ist sehr interessant, aber aktuell nicht spruchreif …

NIMM UND LIES: Die evangelikale Verlagswelt hat in den vergangenen Jahren eine enorme Konzentration erlebt. Besonders die traditionellen Verlage haben sich in wenigen Verlagsgruppen gebündelt, um überhaupt noch bestehen zu können. Was meinen Sie, wie wird es auf dem christlichen Medienmarkt in zehn Jahren aussehen? Wird Hipke Music dann Teil einer Verlagsgruppe sein?

Bündelung ist bei gleicher oder ähnlicher Ausrichtung mehrerer Verlage sicher sinnvoll. Das sehe ich bei uns aktuell nicht unbedingt. Wir bedienen mit unserem Angebot einen kleinen aber feinen Markt. Eine Aussage dazu, was in zehn Jahren sein wird kann ich nicht treffen – das wäre ein anderer Beruf 😊.

NIMM UND LIES: Welche Herausforderungen beschäftigen Sie als Verlag zurzeit besonders stark?

Die Digitalisierung der Musikindustrie. CD’s sind in ein paar Jahren wahrscheinlich nur noch was für Liebhaber. Je mehr Smartphones, Gadgets und Fahrzeuge online sind, desto weniger CD’s werden gekauft. Der Umsatz durch Streamingdienste hat in Deutschland den CD-Verkauf zwar noch nicht übertroffen, steigt aber immer weiter an. Damit man von diesem Kuchen etwas abbekommt, benötigt man Millionen von Klicks. Aber die sind in einer Marktnische schwer zu erreichen. Kleines Rechenbeispiel: Es werden 3500 Aufrufe bei Spotify benötigt, damit man mit Streaming auf den gleichen Umsatz wie mit einer CD kommt. Das beeinflusst leider auch die Kalkulation für neue Produktionen.

NIMM UND LIES: Vielen Dank.

Klaus Hipke_www.hipkemusic.de

Kommentare 0

Ein christliches Lied, das Deutschland zur Buße ermahnt

Es ist schon einige Jahrhunderte her, es war im Jahr 1561, da verfasste Johann Walter im Rückblick auf die damals gerade von Gott geschenkte Reformation das folgende Gedicht:

 1. Wach auf, wach auf, du deutsches Land!
Du hast genug geschlafen,
bedenk, was Gott an dich gewandt,
wozu er dich erschaffen.
Bedenk, was Gott dir hat gesandt
und dir vertraut sein höchstes Pfand,
drum magst du wohl aufwachen.

2. Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt
mit seinem Wort der Gnaden.
Ein großes Licht dir auch beschert
und hat dich lassen laden
zu seinem Reich, welchs ewig ist,
dazu du denn geladen bist,
will heilen deinen Schaden.

3. Gott hat dir Christus, seinen Sohn,
die Wahrheit und das Leben,
sein liebes Evangelium
aus lauter Gnad gegeben;
denn Christus ist allein der Mann,
der für der Welt Sünd gnug getan,
kein Werk hilft sonst daneben.

Weiterlesen

Kommentare 0

Empfehlung: Im Irrgarten

Hans Thomas, Im Irrgarten. Gedanken und Notizen zur geistigen Lage in Kirche und Staat, Sachbuch, 1. Auflage Berlin 2017, Pro BUSINESS 2017, 202 Seiten, 10,80 €, ISBN 978-3-86460-638-0, Pro BUSINESS, Schwedenstraße 14, 13357 Berlin.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hans Thomas, langjähriger evangelischer Pfarrer, zur Feder greift und aktuelle Entwicklungen in Kirche, Staat und Gesellschaft aufgreift und mit beißender Kritik versieht. Wenn ein gelehrter Mann, in der Mitte des neunten Lebensjahrzehnts stehend, sich nicht zurücklehnt und den Dingen einfach unkommentiert ihren Lauf lässt, so ruft dies doch die Frage wach, was ihn dazu antreibt. Bei Hans Thomas lässt sich dies leicht beantworten: Er ist von tiefer Besorgnis um Zukunft von Kirche und Gemeinwesen umgetrieben; es ist die Sorge um die, die das, was da zu befürchten steht, voll treffen wird.

Für Hans Thomas ist klar, wenn es so weiterläuft, dann führt dies unweigerlich zu katastrophalen, anarchistischen Zuständen – und das schon bald. Hans Thomas spricht die religiöse, kulturelle und ethnische Überfremdung unseres Landes an, die wohl nicht ausgelöst, aber geradezu unheimlich verstärkt durch die Politik der offenen Grenzen, gezielt und gewollt durch bundesrepublikanische Politiker (etwa Schäuble), Wirtschaftsbosse und Kirchenfunktionäre geschieht. Er kritisiert die Haltung Merkels in ihrer Unentschlossenheit, Sprunghaftigkeit, Opportunität und Egoismus; sie tut, was ihr für ihre Person und zu ihrem Machterhalt gerade gut und richtig erscheint, was freilich nicht auf Charakterstärke schließen lässt.

An den Kirchen, besonders der/den evangelischen, kritisiert Hans Thomas, dass sich deren oberste Repräsentanten (an der Basis sieht es oft ganz anders aus) in die Phalanx derer, die die Überfremdung und Verfremdung fördern, nahtlos einreihen, eine Verbrüderung mit dem Islam erscheint diesen angebracht, Mission ist längst obsolet geworden. Hinzu kommt all das Versagen auf ethischem Gebiet, etwa, dass seit inzwischen vielen Jahren „Homosex“ entgegen biblischer Weisung gefördert wird, und kirchliche Segnungen solch unfruchtbarer Partnerschaften wenn nicht gar kirchliche Trauungen mit Eintragung im Kirchenbuch vorgenommen werden. Der nicht unabhängig von der „Schwulenbewegung“ zu verstehende „Genderismus“, der von ganz oben „verordnet“ in Staat, Gesellschaft und Kirch(n) gefördert wird, führt zur Auflösung der von Gott geschaffenen Geschlechter, was einen freilich nicht folgenlos bleibenden Versuch der Abschaffung der Schöpfungsordnung darstellt.

Trotz all dieses so bedrohlich wirkenden Wetterleuchtens steht für Hans Thomas und alle ernsthaften Christen unverrückbar fest, was der große schwäbische Pietist Johann Christoph Blumhardt (1805-1880) in die Liedzeile gefasst hat: „Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht, sein wird die ganze Welt“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 375, Strophe 1; die Strophen 2 bis 4 beginnen jeweils mit „Ja, Jesus siegt!“). „Darum“, und darin ist dem Verfasser dieses so verdienstvollen und gut recherchierten Weckrufs uneingeschränkt zuzustimmen, „kann es [für Christen] keine letzte Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geben“ (S. 190).

Das kraftvolle und klare Buch bietet zahlreiche und gewichtige Informationen, die man kennen sollte, wenn man die geistige Lage in Kirche und Staat richtig beurteilen und sich aus dem Irrgarten befreien will.

Georg Walter

Kommentare 0

Tipp: Benny das Arbeitspferd

Christliche Kinderbücher dienen im besten Fall nicht nur der Freude an einer interessanten Geschichte und ansprechenden Bildern, sondern üben einen Einfluss mit christlicher Weltsicht auf den Charakter des Kindes aus. Ein neuer Verlag aus Hessen hat sein erstes Buch veröffentlicht und dabei das Kinderbuch Benny das Arbeitspferd herausgegeben.

Auf 40 Seiten erzählt die Autorin mehrerer Kinderbücher die Geschichte von dem Pferd Benny, der seine Arbeit auf dem Hof von Bauer Don nur unwillig tat und lieber nur spielen wollte. Erst als das Pferd keine Aufgabe mehr erhält und tagein und tagaus döst und faulenzt, merkt Benny, dass nur der schöne Dinge genießen kann, der auch Anstrengung und Arbeit kennt.

Dass es sich um eine Übersetzung aus dem Amerikanischen handelt, fällt nicht auf. Die Zeichnungen von Nadia Brover sind natürlich und schön. Das Bilderbuch ist fest gebunden, hat dickes, hochwertiges Papier und verspricht Langlebigkeit.

Mit diesem Buch ist dem Kleine Adler Verlag ein gelungener Einstand geglückt und es weckt Hoffnung, dass weitere Kinderbücher mit einer entschieden christlichen Weltsicht erscheinen werden.

Benny das Arbeitspferd ist hochwertig gebunden und kostet 11,90 EUR.

Kommentare 0

NEU: schöpfung.info Nr. 5 „Gewächs“

Um Christen bei der Auseinandersetzung von Bibel und Wissenschaft zu unterstützen und Glauben zu stärken, wurde eine Initiative ins Leben gerufen, die neben einer Website das kostenfreie Magazin „schöpfung.info“ herausgibt. Jetzt ist die fünfte Ausgabe „Gewächs“ erschienen und kann kostenlos angefordert werden.

Im Vorwort heißt es:

mit dem GEWÄCHS, das am dritten Tag auf Gottes Wort hin zu sprießen begann, wird der Beginn des biologischen Lebens markiert. Nachdem die Erde aus dem Wasser „hervorgeschaffen“ war, befahl Gott: „Die Erde lasse Gras sprießen und Gewächs, […] Bäume“. Faszinierend: aus demselben Erdreich wächst süß, sauer, bitter und scharf. Die Vielfalt in Farbe, Geruch, Geschmack und Größe ist schier unendlich: der grandiose Granatapfel genauso wie der uralte Mammutbaum, Hunderte von Getreidegräsern und Tausende Apfelsorten, Feigen-, Ginko- und Olivenbaum, Blumenpracht und, und, und.
Pflanzen und andere Wunder aus Gottes Schöpfungswerkstatt inspirieren Ingenieure zur Nachahmung: Technik aus der Biologie – Bionik. So ganz gelingen will aber der Nachbau des vielleicht wichtigsten Aspekts der Pflanzen – der Photosynthese – nicht. Diesem hochkomplizierten Prozess widmet sich auch „Die Jagd nach Pflanzenpower“.
Pflanzen sind ganz besondere „Lebewesen“. Die Bibel macht einen Unterschied in der Klassifizierung – Pflanzen sterben nicht, wie Menschen oder manche Tiere – sie verwelken oder verdorren. Ihre Aufgabe ist es, dem Menschen und den Tieren als Nahrungsgrundlage zu dienen (1Mo 1:29.30). Sie selbst benötigen keine Nahrung, sondern stellen die Grundlage der Nahrungskette dadurch dar, indem sie organische Kohlenwasserstoff-(C-H-)Verbindungen aus Wasser (H2O) und Kohlenstoffdioxid (CO2) per Photosynthese produzieren. Ganz nebenbei fällt da noch der für luftatmende Lebewesen lebenswichtige Sauerstoff (O2) ab.
Auf dem Weg „Zurück nach Eden“, wo der Mensch vor dem Sündenfall reiner Vegetarier war, hat sich schon so mancher verirrt.
Als die Menschen Jesus Christus, den Schöpfer (Kol 1:16) beobachteten, wie er seine Schöpferkraft bei der Heilung von Kranken bewies, wird uns berichtet: „Und sie erstaunten über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohlgemacht!“ Und damit auch wir das alles intensiv bestaunen können, gibt es hier eine ganz besondere Ankündigung!

Das Magazin erscheint drei Mal im Jahr und kann auf schöpfung.info kostenlos abonniert werden.

Kommentare 0

Tipp: Wann ist ein Christ ein Christ?

„In der Tat hörte man im Jahr 2017 nicht viele Stimmen, die sich zur Rechtfertigung aus Glauben, dem eigentlichen Kernthema der Reformation, zu Wort melden.“ Diese Aussage von Wolfgang Nestvogel auf dem Klappentext seines Buches veranlasste ihn, das Thema zum 500-jährigen Reformationsjubiläum aufzugreifen und den aktuellen Kampf um die Rechtfertigung aus biblischem Verständnis zu beleuchten und um zu ermutigen, sich damit auseinanderzusetzen.

Das gut gegliederte Buch legt in Kapitel 1 und 2 dar, wie Luther und die anderen Reformatoren die im dunklen Mittelalter lange verlorene Wahrheit der Rechtfertigung allein aus Gnade ohne Werke (sola gratia), allein durch Glauben (sola fide), allein durch Christus (solus Christus) und allein auf der Grundlage der Schrift (sola scriptura) – all dies zur Ehre Gottes (soli Deo gloria) – wieder neu entdeckten. Diese fundamentale Wahrheit der Schrift ist die Offenbarung Gottes durch sein Wort, das er den Aposteln durch seinen Geist ins Herz legte.

Dass die Wahrheit Gottes im Allgemeinen und das Herz des Evangeliums, die Rechtfertigung des Sünders durch den ewigen Gott der Gnade, umkämpft war und niemals unwidersprochen bleiben wird, ist Thema der Kapitel 3 und 4. Die Neue-Paulus-Perspektive sowie die aktuellen ökumenischen Bestrebungen, die nicht zuletzt wieder verstärkt von Seiten der Kirche Roms ergriffen werden, flankiert von den Einheitsbestrebungen vieler progressiver Evangelikaler, stellen einen offenen Angriff auf die biblische Lehre der Rechtfertigung sowie des stellvertretenden Sühnetodes Christi dar. Weiterlesen

Kommentare 0

Die Bibelnot

Gemäß der Lehre der Bibel ist nur eine Sache von Wichtigkeit, und das ist die Wahrheit. Der Heilige Geist wird nichts anderes ehren als die Wahrheit, seine Wahrheit.1

Martyn Lloyd-Jones

Gemeinde Jesu: Die Herausgerufene aus der Welt

Katholische Autoren haben den Protestantismus und damit die protestantische Bewegung als Ganzes mit seinen unzähligen Strömungen oft als Spaltpilz beschrieben. Während Katholiken argumentieren, alleine die Protestanten seien für die konfessionelle Aufspaltung verantwortlich, entgegnen Protestanten, dass es um der Wahrheit willen zwingend notwendig war, das religiöse Denken von katholischem Aber- und Unglauben zu befreien. Sola Scriptura, allein die Schrift, diesen Wahlspruch hatten sich alle Reformatoren auf ihre Fahnen geschrieben. Wer allein der Schrift folgt, kann im konfessionellen Miteinander gerade nicht in jenem Punkt Kompromisse machen, die zum ureigentlichen protestantischen Kernanliegen zählt. Mit anderen Worten, die Autorität der Heiligen Schrift ist ein höheres Gut als die ökumenische Gemeinschaft.

Ein weiteres Motto der Reformatoren, das man fälschlicherweise Martin Luther zuschreibt, lautete: Ecclesia semper reformanda est – die Kirche muss sich ständig reformieren. Tatsächlich handelt es sich bei diesem grundlegenden Anliegen, dass die Kirche sich in Leben, Handeln und Verkündigung ständig erneuern müsse, um einen Fingerzeig der calvinistischen Theologie des 17. Jahrhunderts. Bedauerlicherweise war dies der wunde Punkt des Protestantismus. Sehr schnell nach dem Tod Luthers wurde der Protestantismus in Form der beiden großen Hauptströme, der evangelischen und reformierten Kirche, institutionalisiert. Statt konsequent weiterzureformieren, setzte schnell ein Ermüdungsprozess des reformatorischen Eifers sowie ein Konsolidierungsprozess, und damit verbunden ein Erstarrungsprozess, ein. Weiterlesen