Alle Artikel von “Eduard Klassen

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Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books (I)

Diese Woche beginnen wir das Buch Lit! A Christian Guide To Reading Books zu besprechen. Nach Möglichkeit sollte man bis heute die Einleitung und die ersten beiden Kapitel gelesen haben. Wie die Leserunden ablaufen werden, kann HIER nachgelesen werden.

Wer viel liest, steht in der Gefahr am Buch der Bücher – der Bibel – „vorbeizulesen“. Man würde gerne noch so viele Bücher lesen. Dazu erscheinen wöchentlich neue Bücher, die unser Interesse wecken. Bei all diesem Überfluss an Büchern möchte Gott, dass wir sein Buch, was er geschrieben hat oder schreiben ließ, nicht vergessen. Ja, er möchte noch mehr. Er möchte, dass wir alle anderen Bücher neben der Bibel durch die Brille der Bibel lesen. Tony Reinke fordert in seinem Buch Lit! im ersten Kapitel dazu auf, zuallererst einige biblische und theologische Grundüberzeugungen über Bücher, über das Lesen und über Buchhandlungen zu entwickeln. Doch wo sollte man beginnen? Tony Reinke beginnt mit den ersten Worten, die Gott selbst geschrieben und publiziert hat: Die zehn Gebote, die er mit seinem Finger auf steinerne Tafeln schrieb. Dieses Ereignis veränderte alles was noch zukünftig publiziert werden sollte. Nachdem Gott selbst ein Buch veröffentlicht hat, muss grundsätzlich zwischen zwei Kategorien unterschieden werden:

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Bonhoeffers Lektüre im Gefängnis

Noch ca. 100 Seiten und ich werde Metaxas Bonhoeffer-Biografie beenden. Der Autor schafft es meisterhaft, der Person Bonheoffer sehr nahe zu kommen. Besonders die Auswahl aus seiner enormen Briefkorrespondenz finde ich sehr gelungen.

Zwei Auszüge aus den Briefen, die Bonhoeffers Leseeifer schildern, möchte ich hier weitergeben. In einem Brief an seine Eltern vom 12. Oktober 1943 berichtet er über seinen schlichten aber disziplinierten Alltag:

„Morgens nach dem Frühstück, also ab 7 Uhr ungefähr, treibe ich Theologie, dann schreibe [ich] bis Mittag, nachmittags lese ich, dann kommt ein Kapitel aus der Weltgeschichte von Delbrück, etwas englische Grammatik, aus der ich doch noch allerlei lernen kann, und schließlich, je nach der Verfassung, schreibe ich oder lese ich wieder. Abends bin ich dann müde genug, um mich gern hinzulegen, wenn auch noch nicht zu schlafen.“ (S. 571)

Bonhoeffer wählte seine Lektüre sehr sorgfältig aus. Dass seine Meßlatte dabei sehr hoch war, geht aus einem Brief an seinen engsten Freund Eberhard Bethge hervor:

Die Generation von Maria [Bonhoeffers Verlobte] und Renate [Bethges Ehefrau, beide deutlich jünger als die beiden Freunde] ist eben leider mit einer sehr schlechten zeitgenössischen Literatur groß geworden und den Anschluss an das ältere Schrifttum finden sie viel schwerer als wir. Je mehr wir an die wirklich guten Sachen herangekommen sind, desto fader ist uns doch die dünne Limonade der neueren Produktion geworden, manchmal fast zum Übelwerden. Kennst du ein Buch aus der schönen Literatur der letzten 15 Jahre, vom du glaubst, daß es Bestand hat? Ich nicht. Es ist teils Gewäsch, teils Gesinnungsmacherei, teils wehleidige Sentimentalität – aber keine Erkenntnis, keine Gedanken, keine Klarheit, keine Substanz und fast immer eine schlechte, unfrei Sprache. Ich bin an diesem Punkt ganz bewußt ein laudator temporis acti. (S. 573-574)

Das was Bonhoeffer über die damalige schöne Literatur schrieb, trifft heute umso mehr zu. Leider kann man das auch über zahlreiche christliche Neuerscheinungen sagen. Gott sei Dank, es gibt noch Verlage und Autoren die ihre Messlatte bewusst höher setzten und gegen den Mainstream schwimmen.

Wer ein vom Autor signiertes Exemplar der Bonhoeffer-Biografie gewinnen möchte, der schaue auf der Facebook-Seite von SCM-Hänssler vorbei. Wer bis zum 1. Advent einen Kommentar hinterlässt, macht bei der Verlosung mit.

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Erinnerung an unsere Leserunde: Lit!

Einige Leser dieses Blogs haben sich bereits das Buch von Tony Reinke Lit! A Christian Guide To Reading Books gekauft. Spätestens jetzt wird es Zeit mit dem Lesen zu beginnen. Nächste Woche Dienstag (am 29.11.) wollen wir die ersten beiden Kapitel hier besprechen.

Tony Reinke hat sich vor dem Schreiben des Buches einige Fragen gestellt. Meiner Meinung nach sind sie für jeden Christen und erst recht für jeden lesefreudigen Christen absolut wichtig:

  • Warum ist Bücherlesen wie das hinunterschlucken einer großen Vitamintablette?
  • Warum sollte das Bücherlesen auf der Prioritätenliste ganz oben stehen?
  • Was verliere ich, wenn ich keine Bücher lese?
  • Welche biblischen Grundüberzeugungen muss ich haben, bevor ich eine Buchhandlung betrete?
  • Welchen Einfluss hat das Evangelium darauf, wie ich Bücher lese?
  • Welche Bücher sollte ich lesen?
  • Welche Bücher sollte ich nicht lesen?
  • Sollte ich nicht-christliche Bücher lesen? Warum oder warum nicht?
  • Wie lese ich Sachbücher am besten?
  • Welchen Gewinn – falls es überhaupt einen gibt – hat ein Christ vom Lesen fiktionaler Bücher?
  • Wie bestimme ich den Unterschied zwischen guter und schlechter fiktionaler Literatur?
  • Wo nehme ich mir die Zeit zum Bücherlesen her?
  • Sollte ich Randnotizen in meine Bücher machen?
  • Was sind die Vor- und Nachteile vom Bücherlesen auf einem E-Book-Reader?
  • Wie kann ich meine Freunde zum Bücherlesen ermutigen?
  • Wie könnte ich Bücher und Lesegruppen zur Ermutigung anderer Christen und zur Erbauung meiner örtlichen Gemeinde einsetzen?

Tony Reinke versucht alle diese Fragen in seinem Buch zu beantworten. Wer sich einen Einblick in das Buch verschaffen möchte, kann die Einleitung und die ersten beiden Kapitel in der VORSCHAU nachlesen.

Erwerben kann man das buch HIER.

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Bücher zur Woche: Geistlich wachsen

Während sich jetzt im Herbst die Natur auf den Winterschlaf vorbereitet, darf unser Wachstum im Glauben nicht stehenbleiben oder ruhen. Das vielleicht beste Mittel gegen die Herbstdepressionen und einen geistlichen Winterschlaf ist ein gutes Buch, das erfreut und geistlichen Wachstum fördert. Ich möchte gleich drei Bücher zur Woche vorstellen. Damit für jeden Lesetyp auch etwas dabei ist.

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Leserunde: Lit! A Christian Guide To Reading Books

Wir wollen in diesem Blog nicht nur Bücher vorstellen, sondern unseren Lesern auch helfen, sie besser und gründlicher zu lesen. Lesen soll kein Selbstzweck sein. Aus diesem Grund starten wir eine Leserunde mit dem Buch Lit! A Christian Guide to Reading Books von Tony Reinke. Er zeigt in seinem Buch, dass Christen „christlich“ lesen sollten. Christen sollten – wie bei allem was sie tun – biblisch denken und biblsich lesen.

Auch wenn das Buch nur in englischer Sprache erhältlich ist und viele allein schon wegen der Fremdsprache nicht an dieser Leserunde teilnehmen werden, wollen wir es dennoch versuchen. Die Beiträge zum Buch werden in deutscher Sprache geschrieben und auch Zitate aus dem Buch werden nach Möglichkeit übersetzt, so dass diejenigen, die das Buch nicht mitlesen, trotzdem von den Gedanken des Buches profitieren und an der daran anschließenden Diskussion teilnehmen können.

Für wen ist das Buch geeignet?

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Gefährliche Zuflucht

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Bildquelle: boas-verlag.de

Die letzte Nacht war viel kürzer als üblich. Nicht weil ich nicht schlafen konnte, sondern weil ich nicht schlafen wollte. Ich habe mich am vergangenen Wochenende an einen Roman gewagt. Und er war der Grund, warum mir nicht nach Schlafen zumute war. Ich musste noch unbedingt die letzten 100 Seiten lesen. Und die waren unheimlich spannend und mitreißend. An Schlafen war nicht mehr zu denken. Ich las den Roman „Gefährliche Zuflucht“. Es ist der bisher zweite Roman  aus dem recht jungen Boas Verlag. Ich muss gestehen, dass ich sehr selten Romane lese. Anfang des Jahres begann ich einen historischen Roman zu lesen, bewältigte innerhalb einiger Monate nur ca. 2/3 des Buches. Letztes Wochenende habe ich es dann wieder gewagt und wusste nach einigen Seiten, das ich Band 1 der Cape Refuge-Reihe auf jeden Fall zu Ende lesen werde. Dass ich aber schon nach wenigen Tagen mit der Lektüre fertig sein würde, das habe ich nicht erwartet.

Ok, um was geht es also im Roman? Weiterlesen

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Lit! Eine christliche Anleitung zum Bücherlesen

Jeden Tag warte ich gespannt darauf, bis das Buch Lit!: A Christian Guide to Reading Books im Briefkasten liegt. Ich lese schon seit 2-3 Jahren den Blog von Tony Reinke und sah damals darin mein Vorbild für diesen Blog (damals noch unter der Bezeichnung eddi-on.de). Ich durfe einige wertvolle Inspirationen von ihm empfangen. Und wer etwas in seinem Blog stöbert, wird feststellen, dass er absolut der Richtige dafür ist, ein Buch über das Lesen zu schreiben. Das hat er auch getan. Vor Kurzem ist sein Buch bei Crossway erschienen. Ich habe es noch nicht gelesen. Aber ich habe den Eindruck, aufgrund der Ressourcen zu dem Buch, die ich weiter unten verlinke, dass die Lektüre dieses Buches allen Lesern und auch Nicht- oder Weniglesern sehr hilfreich sein kann.

Die ersten Seiten kann man HIER online lesen.

Hier ein Einblick in den Inhalt: Weiterlesen

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Bilder: Bonhoeffer. Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet

Bücherliebhaber interessieren sich nicht nur für den Inhalt der Bücher, sondern auch für die äußere Aufmachung: Umschlag, Papier, Bindung, Format, Schrift und auch Geruch. Bei der neuen Bonhoeffer Biografie habe ich den Eindruck, der Hersteller hat eine intensive Liebe zu Büchern. Das Buch hat einen Schutzumschlag und ist vom Format her etwas größer als die gewöhnlichen Hardcoverbücher. Dadurch wirkt das sowieso voluminöse Werk mit 750 Seiten edler und imposanter. Jedem Kapitel sind einige Zitate aus dem folgenden Kapitel vorangestellt. Die Textgestaltung ist schlicht und elegant. Alles in Allem ein sehr schönes Buch. Ich habe einige Bilder vom Buch gemacht. Man erkennt, dass hier jemand was vom Büchermachen versteht.

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Appell für mehr konservativ-evangelikale, deutschsprachige Autoren

Ich muss gestehen, ich war noch nie in Amerika. Ich habe also auch noch nie eine amerikanische Gemeinde besucht. Ich war auch noch nie in einem amerikanischen Buchladen. Aber manchmal habe ich den Eindruck, wir wissen alles über amerikanische Gemeinden kennen viele ihrer Bücher. Wir kennen deren wichtigste Pastoren. Wir wissen, wie das Gemeindeleben bei diesen Pastoren funktioniert. Wir wissen das alles, weil wir über das Internet zu tausenden Predigten amerikanischer Prediger Zugang haben. Weil wir hunderte gute amerikanische Blogs lesen können. Weil wir über das Internet englische Bücher fast über Nacht nach Hause zugeschickt bekommen können. Und weil mittlerweile hunderte Bücher aus dem Amerikanischen ins Deutsche übersetzt wurden. Und wenn etwas aus Amerika kommt, vielleicht von einem dieser sehr bekannten Pastoren, dann wollen wir es sofort haben. Das, was aus Amerika kommt, das ist gut. Amerika, das gelobte Land. Deutschland braucht Amerika! Wirklich?

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Konstantin von Tischendorf und der Jahrhundertfund

Wer kennt Konstantin von Tischendorf (1815-1874)? Meine erste Bekanntschaft mit ihm machte ich während eines Vortrags von Alexander Schick. Er referierte über die Entstehungsgeschichte der Bibel und erzählte u.a. die spannende Geschichte Tischendorfs. Das war das erste Mal, dass ich diesem Namen hörte. Während den anschließenden Vorbereitungen für eine Bibelausstellung wollte ich mich intensiver mit dieser Person beschäftigen. Jedoch fand ich im Buchhandel kein Buch von oder über ihn. Antiquarisch konnte ich einen kleinen Band erwerben mit der schlichten Überschrift: „Tischendorf – Erinnerungen“. Ich merkte schnell, dass er eine faszinierende Persönlichkeit war, die einer weiterführenden Beschäftigung würdig ist. Später entdeckte ich in der Uni-Bibliothek seine zweibändige Ausgabe „Reise in den Orient“ von 1846. Einen Großteil davon habe ich wörtlich verschlungen.

Doch wer war Konstantin von Tischendorf? Weiterlesen