Alle Artikel von “Sergej Pauli”

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Unter den Lisu

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Die Bedeutung von James Fraser und der Familie Kuhn für die christliche Mission unter den Lisu, einer ethnischen Minderheit am südwestlichen Rande kann nicht hoch genug bewertet werden. Heute verdankt das Lisu-Volk seine Schrift dem Einsatz von James Fraser. Ja viel mehr, selbst die chinesische Regierung gibt das Christentum als „Staatsreligion“ dieser Provinz an. Wie eine antichristliche Farce liest sich hier der deutsche Artikel über das Lisu-Volk. Was heute so breite Bahnen schlägt fing mehr als primitiv mit dem Werk von James Fraser an und wurde durch das Ehepaar Kuhn fortgesetzt. Isobel wurde 1901 in einer christlichen Familie geboren. Ihr Vater betete zwar bereits am Kinderbett dafür, dass seine Tochter Missionarin wird, und die Mutter leitete einen Unterstützerkreis für Mission, dennoch wollte es die Familie alles andere als akzeptieren, als Isobel (auch „Belle“ genannt) ihre Entscheidung mitteilte, dass sie ihr Leben der Mission in China geweiht habe. „Das wirst du nur über meine Leiche tun“, war die Reaktion ihrer Mutter. Zunächst war Isobel entsetzt und doch befand sie sich hier nur mitten in der Schule Gottes, der sie Schritt für Schritt führen sollte. Zunächst in das Moody Seminary, welches sie mit Bravour abschloß. Doch hier kam eine klare Absage vom Missionsboard: Isobel sei für den Dienst in China nicht geeignet und kann keinesfalls akzeptiert werden! Die Ursache lag darin, dass einer der um persönliche Empfehlung gebetenen Reviewer sich in den deutlichsten Tönen gegen Isobel aussprach: Sie sei ungehorsam, stolz und rebellisch. Doch auch hier heraus führte Gott Isobel wunderbar heraus, und diese Erfahrung liess sie nur weiter in den Dienst reifen. Überhaupt ist das Thema des Wachsens in den Willen Gottes hinein ein zentraler Kern im Leben Isobels. Selbst als ihr zweites Kind als eine Fehlgeburt stirbt, beugt sich Isobel dem Willen Gottes. Schließlich aber findet eine Erweckung durch eine Bibelschule unter den Lisu statt, die immer in der Regenzeit stattfindet. In dieser Zeit haben die Bauern viel Freie Zeit und nehmen das Evangelium geradezu gierig auf. Von Jahr zu Jahr nehmen immer mehr Christen der Lisu teil, die bald schon so weit sind, das Evangelium in die nächsten Orte zu tragen. Schon bald ist auch das vollständige Neue Testament in der Lisu Sprache vorhanden. Doch hier geht der Dienst von Isobel auch bald zu Ende. Sie erkrankt an Krebs, an dem sie mit 55 Jahren stirbt. Das Werk von Fam. Kuhn und James Fraser lebt aber weiter: Heute geht man davon aus, dass über 90% der ca. 1 Million Lisu Christen sind. Zudem verfügen sie über die Möglichkeit ihre Sprache in Schrift festzuhalten.

Fasziniert las ich über Isobel Kuhn in Christian Heroes Then & Now. Empfehlenswert sind auch ihre autobiographischen Schriften.

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„Was in meinem Haus klassisches Latein ist, bestimme ich“

Dürrenmatt ist ein Schriftsteller, der es mir in der Schulzeit besonders angetan hat. Der Roman „Der Richter und sein Henker“ und die Komödien „Die Physiker“ und „Der Besuch der alten Dame“ waren Pflichtlektüre. Im Vergleich zu Schiller schnitt Dürrenmatt bei uns Schülern deutlich besser ab. Ich war damals so angetan von Dürrenmatt, dass ich fast sein vollständiges Werk durchgearbeitet habe. Dieses gibt es übrigens für wenig Geld zu erwerben oder in so gut wie jeder Bibliothek (selbst in der Bibliothek unserer technischen Hochschule fand man diese). Dennoch schlich sich mir mehrfach der Verdacht auf, dass man gezielt die „konservativeren“ Werke Dürrenmatts nicht in die Schullektüre aufnahm, wie dieser kurze Überblick zeigen soll:

Prosa:

  • „Der Richter und sein Henker“‚ erzählt die Geschichte von Kriminalkommissar Bärlach, der einen bisher ständig davon gekommenen Verbrecher nicht anders zur Strecke bringen kann, als durch eine kompliziert Intrige. Gerechtigkeit scheint sich auf legalem Wege nicht durchsetzen zu können
  • Was viele nicht wissen ist, dass Komissar Bärlach einen weiteren Fall löst. (Ich hätte es mir gewünscht, dass die Lehrerschaft wenigstens mit einem Satz darauf aufmerksam gemacht hätte). In „Der Verdacht“ geht es um die Entlarvung eines KZ-Arztes. Sicherlich weniger tiefsinnig als der erste Teil, dafür näher an der Realität (zumindest der Nachkriegszeit).
  • Thematisch reiht sich der Roman „Das Versprechen“ an. Sehr sensibel bespricht Dürrenmatt das Thema des Kindesmissbrauchs. Auch hier kommt ein Komissar nur „falsch ermittelnd“ zum „richtigen Ergebnis“. An der sehr sehenswerten Verfilmung „Es geschah am helllichten Tage“ war Dürrenmatt ebenfalls beteiligt.
  • Ich denke, in „Die Panne“ wird Schuld uns Sühne, Verbrechen und Strafe am tiefgründigsten besprochen. Ein allzu durchschnittlicher Vertreter kommt vor ein Galgengericht. Bereits auf den ersten Seiten erahnt man das tragische Ende
  • In den späteren Jahren wird Dürrenmatts Werk bizarrer, was „Im Auftrag oder Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter“ beweist. 24 Kapitel: Jedes nur einen Spagetti-Satz lang.
  • Schließlich muss noch das „Durcheinandertal“ erwähnt werden. Viele Stränge führen in ein kleines Schweizer Dorf. Doch die Idylle täuscht. Ein riesiges Hotel benutzt der schmierige Prediger „Moses Melker“ (welch Ironie) dazu, den Reichen dieser Welt die Armut zu zeigen. Im Winter jedoch dient das Hotel als Versteck für ein Verbrechersyndikat. Als ein 14jähriges Mädchen vergewaltigt wird, sucht man nicht das Nahe liegende, sondern vermutet lieber eine sowjetische Invasion. So viel Chaos kann natürlich nur in einer schlimmst möglichen Wendung enden.

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Ein aufrichtiger Zweifler

Bei der Glaubensstimme fand ich diese Predigt Fritz Bindes zu Joh 1,43-51, der ersten Begegnung Jesu mit seinen späteren Jüngern Philippus und Nathanael.

Mit der Überschrift hat Binde bereits sein Anliegen dieser Predigt umrissen: Die Wandlung des Nathanael vom Zweifel zum Glauben. Binde arbeitet gut den inneren Konflikt Nathanaels heraus, der ja durchaus auf „Argumenten“ baut:

Seine Zweifel sind ihm nie wertvoller Besitz, dessen er sich freut und rühmt. Nimmermehr scheinen sie ihm Ziel seines Denkens und Suchens, sondern immer nur bedauerliches Hindernis auf dem Wege (Kindle Position 69)

Nein, nein, der aufrichtige Zweifler zweifelt nicht, um zu zweifeln! Es geht ihm nicht um seine Zweifel, sondern um die zu findende Wahrheit! (87)

Und kühl antwortet der aufrichtige Zweifler Nathanael: „Was kann von Nazareth Gutes kommen?“ Mag sein, daß Nathanael damit sagen wollte: „Was kann aus solch einem verborgenen, kleinen Nest kommen?“ Sicherer aber ist, daß er kühl in Schriftnüchternheit meinte: „Nazareth besitzt keine Verheißung, uns den Messias zu bringen!“ Dieser Einwand war völlig berechtigt, dieser Zweifel biblisch begründet. Nazareth wird im Alten Testament nicht einmal dem Namen nach erwähnt, wie viel weniger als Geburts- oder Heimatsort des Messias genannt. Nathanael hatte also vollen biblischen Grund, einen Jesus, Sohn Josephs von Nazareth, als angeblich gefundenen Messias abzulehnen. (89)

Freimütig und doch irrig hatte Philippus von Jesus gezeugt, und freimütig und doch irrend hatte Nathanael die Kunde von Jesus bezweifelt. (104) Weiterlesen

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Der scharlachrote Buchstabe

In der Zeit der Gründerväter wird die Ehebrecherin Hester Prynne dazu verurteilt inmitten von Puritanern sich ein rotes A (wahrscheinlich für Adultery o.Ä = Ehebruch ) auf die Brust zu nähen. Bei der Verurteilung murmeln einige ältere Damen auch was von Todesstrafe, während der bleiche Pfarrer Arthur Dimmesdale den Verhör leitet. Hester verweigert es, den Namen des beteiligten Parts zu nennen, doch dem Leser wird schon bald klar, dass es niemand anderes ist, als der Pfarrer selbst, der hier eine Schuld verschweigt. Auch eine klarere Predigt über seine Sünde als eine Art anonyme Beichte führt zu keiner Gewissenserleichterung. Bald kehrt der bis dahin als verschollen gegoltene Ehemann Hester Prynnes, ein Arzt zurück und erkennt schon bald im Pfarrer den Ehebrecher. Das nützt er genüsslich aus, um mit vielen Tricks den Pfarrer in den nahen Wahnsinn zu treiben. Schließlich aber in der größten Seelennot ringt sich Dimmesdale zu einem öffentlichen Bekenntnis durch und bekennt seine Schuld, worauf er endlich in Ruhe sterben kann. Roger Chillingworth, der Ehemann Hesters hat nun keinen Lebenszweck mehr und stirbt nach einem Jahr.

Diese Erzählung von Nathaniel Hawthorne hat mich schon immer fasziniert! Nun bin ich aber zudem auf ein Werk von Leland Ryken gestoßen, mit welchem er Klassiker nach Pfarrern und Pastoren durchsucht und analysiert, natürlich ging er nicht an diesem Meisterwerk Hawthornes vorbei. Er weißt darauf hin, dass der Autor zwei Weltbilder aufeinander prallen lässt, die romantische und die christliche! Zunächst profitiert Hester Prynne deutlich in ihrer Gunst, doch das Finale zeigt, dass es besser ist, Sünde aufzudecken und zu bekennen. Hätte ich doch diese Hinweise Rykens bereits beim Lesen des Buches gehabt.

(Sätze in Fett auch auf deutsch)

Sünde aufdecken oder zudecken?

„The initial sins of adultery and cover-up are what set the entire steamroller of evil into motion. In keeping with Hawthorne’s strategy of setting the romantic and Christian worldviews in competition, throughout the first half of the story Hester is a sympathetic foil (contrast) to the minister’s weakness. As bad as the sins of sexual indulgence, moral cowardice, and abandonment of a persecuted woman are, as the story unfolds, hypocrisy emerges as Rev. Dimmesdale’s most intensely felt sin. As the preacher makes veiled hints of his sexual sin in his sermons, his parishioners idealize him even more for what seems to be extreme piety. In a summary statement, we read, “It is inconceivable, the agony with which this public veneration tortured him” (chap. 6). The contrast between Hester and Dimmesdale is primarily the contrast between confessed sin and concealed sin, and the mainspring of the book is the fact and effects of hidden sin in a minister who appears to be an exemplary Christian.“

Der Unterschied zwischen Hester und Dimmesdale ist vor allem der Unterschied zwischen bekannter und verborgener Sünde, und der Antrieb des Buches ist die Tatsache und die Wirkung der verborgenen Sünde in einem Minister, der als vorbildlicher Christ erscheint.

Sünde wirkt süß, ist aber tödlich

„The subtle evil influence in the minister’s life is Hester. In the middle of the book, when Hester and Dimmesdale meet in the forest, Hester proposes that she and Dimmesdale run away from the village that torments them. This is the enthronement of romantic impulse, choosing escape from society rather than confession of sin to God. For all her affectionate loyalty to Dimmesdale, Hester’s proposal represents a temptation to abandon moral duty and God. The narrator editorializes this angle when he asserts, “Tempted by a dream of happiness,” Dimmesdale “had yielded himself with deliberate choice . . . to what he knew was deadly sin. And the infectious poison of that sin had been thus rapidly diffused throughout his moral system” (chap. 20). On the verge of receiving God’s forgiveness, Dimmesdale asks Hester, “Is not this better than what we dreamed of in the forest?” (chap. 23). And Hester, romantic spokesperson to the last, replies, “I know not.”“

Der Erzähler editiert diesen Blickwinkel, als er deutlich macht, „Dimmesdale ist von einem Traum des Glücks in Versuchung geführt“ und habe sich mit einer bewussten Entscheidung  für das entschieden. . . von dem er wusste, dass es todbringende Sünde ist. Und das ansteckende Gift dieser Sünde hatte sich so schnell in seinem gesamten moralischen System verbreitet.

Satan verführt um zu verklagen

„Roger Chillingworth, Hester’s husband who lives with Dimmesdale and ostensibly serves as his doctor, rather quickly comes to the conclusion that Dimmesdale was the sexual partner of his wife. Thereupon Chillingworth systematically fans the flames of Dimmesdale’s guilty conscience. In the climactic confession scene, as Dimmesdale receives God’s forgiveness, Chillingworth repeatedly mutters, “Thou hast escaped me.” In the last chapter of the book, we learn that once Chillingworth’s opportunity for revenge was taken from him, he died within a year, deprived of his reason for living.“

Chillingworth murmelt ständig: „Du bist mir entkommen.“ Im letzten Kapitel des Buches erfahren wir, dass Chillingworth, nachdem ihm die Gelegenheit zur Rache genommen worden war, seines Lebensgrundes beraubt, nach einem Jahr verstarb.

Übrigens: der von Hawthorne beschriebene Brauch mit dem scharlachroten Buchstaben hat keine historische Grundlage. Oberflächlich betrachtet wirkt, das Werk wie eine Abrechnung mit dem Puritanismus, Ryken deckt die tiefere Botschaft auf. Ob das auch den heutigen modernen Lesern gelingt?

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Ein kleines Jubiläum…

Etwas verspätet, aber besser als nie:Ein Artikel zu einem mehrfachen Jubiläum meinerseits für NIMM-LIES (7 Jahre, 30-er Geburtstag & 200-er Artikel). Ich möchte der Frage nachgehen, wie meine Beziehung zur (christlichen) Literatur ist.

Ausgangslage

Zunächst die Frage: Warum lese ich? In den letzten Jahren, bin ich von einem rein pragmatischen Lesen – Gott sei Dank- immer mehr, wenn auch nicht vollständig abgekommen. Damit meine ich, dass man ein Buch nur ließt, weil gerade eine Themenvorbereitung für eine Bibelstunde ansteht, oder man Illustrationen für eine Predigt sucht. Immer mehr wird es zu meiner Motivation, den biblischen Text, oder sogar vielmehr das Wesen und das Handeln Gottes besser zu verstehen. Und es gibt hier vieles, was mich irritiert, wo mich die Bibel vollständig überfordert, ja schockiert, vieles scheint super verwirrend zu sein. Ich habe mich persönlich auch bei zu vielen illegitimen Verkürzungen im Zugang zum Wort Gottes erwischt! Das Motto „die konservativst-möglichste Auslegung wird schon die echte sein“ ist einfach nicht ausreichend und wird der Bibel nicht gerecht. Somit ergibt sich für mich auch die Literaturwahl: Historisches Material, um das Verständnis von 2000 Jahren Heiligengeschichte aufzunehmen, wird ergänzt durch Bibelkunde, Kommentaren und auch systematischer Theologie. Was nicht sagen soll, dass ich nicht immer noch gerne mal zu einem Klassiker säkularer Literatur greife.

Entwicklung

Nur um ein Beispiel dessen zu geben, was mich aktuell beschäftigt. Immer wieder fällt es mir schwer das AT zum NT zusammenzubringen. Warum z.B. ist so wenig über das Ewige Leben (und auch die Ewige Verdammnis) im AT zu finden. Hier findet ja ein schon krasser Umbruch im Thema statt zwischen den beiden Teilen der Bibel. Auch in Fragen der Dreieinigkeit und ihrer Offenbarung im AT habe ich Verständnisprobleme. Nun gibt es hier keine einfache Abkürzung. Man wird die Antwort nicht durch eine halbe Stunde Konkordanzblättern oder Bibelsoftware finden. Hier ist oftmals guter Rat teuer! Mit der Zeit schätzt man immer mehr die Literaturhinweise in Büchern und referenziert immer weitere Kreise um zu einer wirklich soliden Antwort vorzudringen. Vor allem aber ist man dankbar für Menschen, die mit einem guten Wink zur Seite stehen. Solche sind aber wirklich schwer aufzufinden, ich würde aktuell nur 4 Brüder nennen können, auf deren Literaturhinweis ich wirklich hören würde.

Folgen

Es ist zwar schwierig gewesen zu guten Antworten vorzudringen, aber nicht unmöglich und oftmals ging es leichter als ich dachte. Ich weiß noch welcher Stein mir vom Herzen fiel, als mir klar war, dass ich einen viel zu unbiblischen Dualismus im Bezug auf den Menschen vertrete. Kaum war dieses Hindernis beseitigt, wurden aus vielen Versen, die ich bisher als Anklage sah, eine Verheißung. Römer 8,1, ein Vers der mich bisher zu tiefst anklagte, – wann wandelte ich schließlich wirklich völlig nur geistlich und nicht seelisch – wurde zu einer der kostbarsten Perlen im Trostschatz der Bibel für mich!

Überhaupt ist die Entwicklung vor allem eine einigende. Ich habe mich zu oft dabei erwischt, dass ich Grenzen und Trennungen dort ansetzte, wo keine nötig waren, z.B. auch im Bezug des AT und NT zueinander. Als diese näher zusammenwuchsen (in meinem Geiste), wurden viele dunkle Stellen viel klarer. Auch die Beschäftigung mit der Dreieinigkeit, oder der völligen Menschheit und Gottheit Jesu, brachte an vielen Stellen Licht.

Kosten

Neben diesen köstlichen Segnungen gilt es die Kosten zu überschlagen, und diese sind zumindest für mich teuer genug. Schon als Kind wurde man als Bücherwurm belächelt, heute ist es aber vielmehr völlige Verachtung. Selbst die nächsten Verwandten schrecken bereits vor dem Bücherregal zurück, im Besten Fall wird es als unnötige Investition gewertet, im schlimmsten Fall steht man immer ein bisschen unter „Ketzerverdacht“. Im Allgemein gilt, dass eigentlich in der Bibel alles klar sei, man ja nur die Aufgabe hätte, das was man müsste in die Tat umzusetzen, und unsere „praktische“ Zeit sowieso keine Theoretiker braucht. Kurz: Wie man Bücher lesen kann, ohne als ein vollständiger Idiot zu gelten, ist mir völlig unklar. Aber am Traurigsten ist eigentlich vor allem, dass man kaum einen findet, mit dem man mal über das gelesene reden und nachdenken kann. Der Pragmatismus vor allem konservativer Evangelikaler belastet mich hier schon oft sehr. Insgesamt ist es aber ein Preis, denn es sich zu zahlen lohnt. Neben diesen äußeren Problemen liegt noch die innere Spannung der Prioritäten (Familie, Gemeinde, Nächstenliebe) vor. Hier ist Weisheit nötig, die mir oft mangelt. Neben diesen Kosten gilt es natürlich auch Zeit zu finden, was aber durchaus positive Folgen hat, denn ich denke es ist es wert auf die ein oder andere Fete, auf den ein oder anderen Film oder eine andere Freizeitbeschäftigung um eines Buches willen zu verzichten.

Gefahren

Ich erkenne in mir die Gefahr, mich über die Gleichgültigkeit anderer oftmals in unnötigen Maße aufzuregen. Eine Lösung dafür habe ich noch nicht gefunden.

Viel schlimmer ist jedoch die Gefahr des Relativismus. Man könnte geneigt sein, dass Autor A die Position X ja ganz gut darstellte, während B die Position X völlig entgegengesetzt schilderte, aber auch mit guten Argumenten. Die Wahrheit sei entsprechend entweder gar nicht oder irgendwo in einer mystischen Mitte, die aber nie zu treffen sei, zu finden. Dabei bin ich mir nicht sicher, ob der Schaden hier vom vielen Büchermachen herrührt, oder von einer allgemein sehr gleichgültigen und opportunistischen Haltung gegenüber Wahrheit herrührt.

Hier sehe ich auch den Anschlusspunkt zu meinem Ausgangspunkt. Jesus ist die Wahrheit! Natürlich werde ich Jesus nie ganz erfassen, und doch kann ich mehr von ihm lernen. Dabei werde ich und muss ich mich korrigieren lassen, den ein weiter Blick zeigt mir eine neue Facette ein neues Detail dieser Wahrheit. Die alten Bekenntnisse haben dieses Kreisen um die Wahrheit in Christus immer wieder wunderbar auf den Punkt gebracht.

Hier sehe ich auch meine Mission in der Mitarbeit für NIMM-LIES: Auf Christus hinweisen, meine Neuentdeckungen in seinem Wesen, seinem Handeln, seinen Ämtern und seinem Ratschluss hinzuweisen.

Einschätzung und Appell

Wenn ich auf meine 200 Artikel zurück blicke, dann bin ich eher schockiert davon, dass mir wirklich gute Rezensionen eher selten gelangen. Ich halte mich für keinen guten Rezensenten, aber ich habe die Arbeit gemacht. Das sehe ich als Appell an unsere Leser! Unterstützt uns, schickt uns eure Rezensionen! Schreibt selber welche bei Amazon! Je mehr gutes Material im Web, desto besser. Persönlich aber profitierte ich sehr. Schreiben ist unglaublich förderlich. Gedanken auf Papier zu bringen, herausfordernd. Es erhöht die Selbstkritik und den Blick auf die Sachen und hat schließlich den positiven Effekt eines abschließenden Buchreviews.

 

 

 

 

 

 

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Rahda-Station

Bildergebnis für albanien tirana

„Seit Oktober 2013 leben wir mit unsern drei Kindern in einer kleinen Stadt im Norden von Albanien. Wir leiten ein Team, das sich zum Ziel gesetzt hat, in dieser Stadt Gemeinde Jesu zu gründen.  Was uns antreibt ist das, was Jesus seinen Jüngern als Auftrag hinterlassen hat:

 „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern.“ (Matthäus 28,18-19)

Dieser Aufforderung sind wir gefolgt, als wir uns auf den Weg gemacht haben. Und jeden Tag wollen wir diesen Auftrag neu ins Auge fassen.

Neben diesem überragenden Anliegen, Gemeinde zu gründen und Jünger zu machen, wollen wir als Team den Menschen natürlich auch praktisch helfen.“ – Rahel und Danny von Rahda-Station

Das ist doch mal eine schöne Webseite! Aber das Material hat mir viel mehr gefallen. Wo findet sich sonst noch eine Webseite, welche die missionarische Arbeit einer Familie, möchte sagen Großfamilie, in Albanien schildert.

Da finden sich zunächst zahlreiche Predigten von Danny. Was hier beeindruckt ist der Wunsch am biblischen Text entlang zu predigen. Zudem schreiben in diesem Blog beide im regelmäßigem Abstand. Rahel bezeugt von sich selbst: „Ich bin gerne Mama. Dennoch hat mich bisher auch nichts so sehr herausgefordert, wie diese Tatsache. Ich bin gerne Mama, nicht nur, weil ich meine Kinder über alles liebe, sondern auch, weil mich diese tägliche Herausforderung näher zu Jesus bringt! Auch ist das Leben in einer fremden Kultur nicht immer leicht und manchmal fehlen mir meine Familie und meine Freundinnen.“ Dabei leidet Danny an MS! Dennoch wagt die Familie mutige Glaubensschritte. Das ist eine große Ermutigung auch für uns als Familie, die wir auch das vierte Kind erwarten. Wir leben zwar in einer christlichen Subkultur, in der man nach außen hin „Ja zu Kindern“ sagt, aber diese Offenheit für eine Großfamilie vom eiskalten Nominalismus geprägt ist. Lesenswert ist auch die regelmäßige Auseinandersetzung mit dem Islam, ein Thema, das für uns in Deutschland nur an Bedeutung zunehmen wird.

Vielen Dank Danny und Rahel, dass ihr Einblick in eure Arbeit und in eure Nachfolge Christi gewährt!

Einige lesenswerte Artikel:

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Calvins Urteile über Luther

„Luther schreibt irgendwo selbst über sich so: ob ich wollte oder nicht wollte, es zwangen mich meine Feinde, täglich weiser zu werden. Sehr wahr sagt er das. Wie ein Stein so haben sie seinen Geist geschärft. Noch versunken in jenen tiefen Finsternissen, von welchen fast der ganze Erdkreis verschlungen war, als er einen Funken aus enger Ritze hervorglänzen sah, wagte er es, ihm zu nahen.“ (Calvin an Pighius, S.5))

Neben all dem sorgfältig aufbereiteten Material, dass Licht und Recht liefert, findet sich auch eine Ausarbeitung über Calvins Aussagen und Stellungnahmen über Luther von Dr. A. Zahn. Aus diesem Werk habe ich auch erfahren, dass Calvin tatsächlich einen Brief an Luther richtete, mit der Bitte französicher Pfarrer, bei einer Gewissensentscheidung zu vermitteln. Immer wieder überrascht die hohe Ehrerbietung die Calvin gegenüber Luther bringt. Leider hat Luther jedoch diesen Brief nie erhalten, da Calvin einen weiteren an Melanchton mit der Bitte richtete, er möge entscheiden ob Luther gerade für den Brief empfänglich sei. Wie zu erwarten, handelte Melanchton vorsichtig.

Überschwängliche „Lutherfans“ meinten „Luther „wäre der letzte Elias, von dem Maleachi geweissagt habe, mit welcher Lüge man ebenso den Namen Luthers befleckt, wie die Ägypter den Leichnam und das Grab des Jeremias durch ihre Anbetung. Gott könne noch einen vortrefflicheren als Luther oder doch einen ihm gleichen erwecken. Gottes Schätze seien nicht in einer Person erschöpft, daß nicht ein Ähnlicher aus seinem unermeßlichen und unbegreiflichen Quell hervorgehen könne.“ (S. 9)

Insgesamt eine sehr ausgewogene und wohlgesonnene Sicht auf den Reformator, selbst mitten im wüsten Abendmahlstreit schreibt Calvin an Bullinger:

Ich wünsche aber, daß Folgendes Euch recht einleuchte: Erstlich, was Luther für ein großer Mann ist; welche außerordentliche Gaben ihn auszeichnen, und mit welcher Seelenkraft und Beharrlichkeit, mit welcher Geschicklichkeit er bis auf diesen Tag durch seine Lehre so glücklich gekämpft hat, um das Reich des Antichrists zu stürzen, und zugleich be-müht gewesen ist, die Lehre des Heils zu verbreiten. Ich habe schon oft gesagt, daß, wenn er mich auch einen Teufel schelten sollte, ich ihn doch immer ehrenvoll als einen außerordentlichen Diener Gottes anerkennen würde, der freilich, so wie er mit außerordentlichen Tugenden begabt ist, auch große Fehler an sich trägt. (S. 13)

Ein kleines Werk, welches ich gerne las und ein guter Baustein im Bereich Reformationsgeschichte ist. Kostenfrei und hervorragend aufgearbeitet bei Licht und Recht. Eine gute Zusammenfassung der Beziehung Calvins über Luther liefert Hanniel Strebel.

Vergleiche auch die Briefe Martin Luthers.

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„Lerne Christus, und zwar den Gekreuzigten“

Zahlreich sind die Briefe Luthers, die zu einem beachtlichen Teil auch noch erhalten sind. Hier einige Kostproben.

  • 8 April 1516 an Georg Spenlein. Ein Trostbrief an einen Bruder:

Daher, mein lieber Bruder, lerne Christus, und zwar den gekreuzigten, lerne ihm zu singen und an Dir selbst verzweifelnd zu ihm zu sprechen: Du, Herr Jesus, bist meine Gerechtigkeit, ich aber bin deineSünde; du hast das Meine auf dich genommen und mir das Deine gegeben; du hast angenommen, was du nicht warst, und mir gegeben, was ich nicht war. Hüte Dich, daß Du niemals nach einer so großen Reinheit trachtest, daß Du Dir nicht als Sünder erscheinen oder gar kein Sünder sein willst. Denn Christus wohnt nur in Sündern.

 

  •  31. Oktober 1517 an Erzbischof Albrecht von Mainz. Bekümmert über den Zustand des Evangeliums (Am selben Tag wie der Thesenanschlag. Inhalt deutet Programm der Reformation bereits an):

So sind auch die Werke der Frömmigkeit und Nächstenliebe unendlich viel besser als der Ablaß. Und doch werden diese weder mit großer Pracht noch mit so großem Eifer gepredigt. Ja, sie müssen schweigen, damit der Ablaß gepredigt werden kann, während doch das aller Bischöfe vornehmlichstes und einziges Amt sein sollte, daß das Volk das Evangelium und die Liebe Christi lerne. Denn nirgendwo hat Christus befohlen, den Ablaß zu predigen. Aber das Evangelium zu predigen hat er nachdrücklich befohlen. Wie groß ist daher der Greuel, wie groß die Gefahr für einen Bischof, der – während das Evangelium verstummt – nichts anderes als das Ablaßgeschrei unter sein Volk zu bringen gestattet und sich um dieses mehr als um das Evangelium kümmert!

 

  • Anfang November 1517 an Kurfürst Friedrich den Weisen. Als Bettler um ein Gewand bittend (Luther lebte vor allem bis zur Eheschließung äußerst armselig):

Gnädigster Herr und Fürst! Wie mir E.F.G. im vorigen Jahr durch den Hirschfeld40 zusagten, ein neu Kleid zu geben, so komme ich nun und bitte E.F.G., desselben eingedenk zu sein …

 

  • 14 Dezember 1518 an Johannes Reuchlin. Dankbar für das Werk, dass Gott wirkt (Reuchlin verfasste unter schwersten Widerständen ein Lehrbuch für Hebräisch):

Das hat der Herr durch Dich gewirkt, daß dieser Teufel unter den Sophisten endlich einmal lernt, den rechten Studien der Theologie behutsamer und gelinder zu widerstehen, und Deutschland anfängt aufzuatmen, nachdem die Lehre der Schrift leider so viele Jahrhunderte nicht bloß unterdrückt, sondern vielmehr ausgelöscht war. Dieser Anfang in den so schönen Studien durfte nicht durch einen Menschen von geringem Ansehen gemacht werden.

 

  • Am 17. April 1521 an Johannes Cuspinianus. (Zwischen den beiden Prozesstagen vor dem Kaiser und der endgültigen Weigerung seine Werke zu widerrufen):

Aber ich werde auch nicht einen Buchstaben widerrufen, wenn Christus mir gnädig ist.

 

  • Am 28 April 1521 an Lukas Cranach. Ein Kommentar über den Reichstag zu Worms:

Man hat sich meiner Ankunft zu Worms nicht versehen, und wie mir das Geleit gehalten ist, wisset Ihr alle wohl aus dem Verbot, das mir entgegen kam. Ich meinte, Kaiserliche Majestät sollte einen Doktor oder fünfzig versammelt und den Mönch redlich überwunden haben. So (aber) ist nicht mehr hier verhandelt worden als so viel: Sind die Bücher dein? Ja. Willst du sie widerrufen oder nicht? Nein. So hebe dich (von dannen). O, wir blinden Deutschen, wie kindisch handeln wir und lassen uns so jämmerlich von den Romanisten äffen und narren!

 

Alle Zitate aus:
Martin Luther: 1516. Martin Luther: Gesammelte Werke, Ab  S. 7071
(vgl. Luther-W Bd. 10, S. 14) (c) Vandenhoeck und Ruprecht
http://www.digitale-bibliothek.de/band63.htm

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Lesen?

Lesen (Alltag aus christlicher Weltsicht, Band 3)Jeder, der etwas über das Thema „Lesen“ lernen möchte, hat man mit Hanniel Strebel einen geeigneten Lehrmeister gefunden. Bereits fast 700 Rezensionen finden sich von ihm auf Amazon.de, zumeist über Bücher! Entsprechend passend wurde nun in der Reihe „Alltag aus christlicher Weltsicht“ das Thema Lesen vom langjährigen Blogger besprochen.  Nun, bereits der Untertitel ist Programm: Ist Lesen wirklich noch Alltag? Hat Lesen gegen die Dauer-Berieselung „beweglicher Medien“ noch eine Chance. Der Autor setzt dem entgegen, dass wir mehrfach aufgerufen werden, Gott auch mit dem Verstand zu lieben!

Ich gehe von einem persönlich-unendlichen Gott aus. Das heißt: Er ist Person und sucht die Beziehung zu mir als Mensch. Und er ist gleichzeitig unendlich erhaben.Unser Denken ist kein Selbstzweck, sondern Mittel, um Gott und Menschen zu lieben. Gott mit dem Verstand zu lieben bedeutet, die Fülle des von Gott geschenkten Reichtums wahrzunehmen und auszudrücken. Eine wichtige Art um zu denken geschieht durch Lesen. Wer liest, muss denken. (Kap.2)

Dabei geht es nie darum, bloße Daten zu sammeln, sondern, wie es der Autor nennt, darum „ein Buch zu erobern“ und in „einem Buch leben“. Das erfordert Selbstdisziplin. Hanniel führt nun zahlreiche Hinweise auf, wie er Zugänge auch zu schwierigen Werken findet – so nimmt er z.B. zunächst Inhaltsverzeichnis, Einleitung und Literaturverzeichnisse ins Blickfeld und beharrt konsistent an einem persönlichen Markierungssystem. Notizen werden zentral in einem Notizblock gesammelt.

Ich teile die Meinung des Autors, dass auch Hören eine Art des Lesens darstellt. Hörbücher bieten eine wunderbare Möglichkeit, sich z.B. beim Autofahren zu erbauen. Durch E-Reader ergibt sich zu dem die Möglichkeit entweder vergünstigt oder gar vollständig kostenfrei an gute Literatur zu gelangen. Insgesamt wird klar: Lesen ist an vielen Orten und mit unterschiedlichsten Mitteln möglich.

Nicht jedes Buch muss zu Ende gelesen werden. Ich teile die Beobachtung des Autors:

Einige Bücher lese ich ohne bestimmte zeitliche Vorgaben. Nach einer gewissen Anzahl Seiten (oftmals sind es 100 bis 150) lässt mein Interesse plötzlich nach. Ich kenne nur zwei Gründe ein Buch ganz zu lesen: Ich will den ganzen Inhalt unbedingt erfassen und/oder es packt mich einfach. Viele Autoren beginnen sich zu wiederholen. Da muss ich nicht jede Wendung mitmachen bis zum Ende.

Rezensiert man ein gutes Werk profitiert man auch als Leser dadurch, dass man geradezu gezwungen ist, den Inhalt zu wiederholen.  – Liest man viel, drängt es sich bereits von alleine an, sich an ein Gesamtwerk zu wagen. Hier hat Hanniel hilfreiche Hinweise gesammelt:

Lies die 1 – 3 wichtigsten Werke jährlich. Besorge dir dafür jeweils ein neues Exemplar, in dem du wichtige Erkenntnisse und Stellen markierst.

  1. Kehre immer wieder zu wichtigen Passagen zurück. Lies sie langsam, lies sie laut. Gehe dazu an schöne Orte, wo sich die Dinge besser einprägen.

  2. Lies alle Biografien, derer du habhaft werden kannst. Stelle mit Informationen, die dir wichtig erscheinen, ein Dokument zusammen, das du fortlaufend erweiterst.

  3. Notiere dir alle Namen, die sich mit der Person intensiv auseinandergesetzt haben. Suche nach Sekundärwerken und Artikeln in Zeitschriften. Oftmals sind sie irgendwo online erhältlich (archive.org).

  4. Sammle Dissertationen, die über die Jahrzehnte entstanden sind. Einige wirst du nur in Bibliotheken oder über die Bibliothekare bekommen (die sie evtl. eingescannt haben).

  5. Lege dir eine Ablage mit Zitaten an. Vergiss nicht die genaue Quellenangabe.

  6. Lege dir eine Ablage mit Ideen für Aufsätze an.

  7. Lege dir eine Liste mit interessanten Auslegungen von Bibelstellen an.

  8. Lege dir eine Liste mit umstrittenen Thesen/Aussagen an. (…)

Fast automatisch entsteht nebenbei eine Bibliothek. Klar ist, die Bibliothek sollte in die Breite (thematisch) gehen, aber auch in die Tiefe. Nicht von allem etwas haben, sondern wichtige Kernpunkte, die man solide immer weiter ausbaut. Hanniel führt zahlreiche Autoren auf, die ihn persönlich prägten.

Besonders dankbar bin ich schließlich für das mutige und nötige Thema: „Die Bibel lesen„. Was für das Lesen von Literatur gilt, gilt umso mehr für das Lesen der Bibel. Hier ist nicht nur Spaß angesagt, sondern oftmals harte Arbeit! Keinesfalls sollte man aufhören oder die Aufgabe an die Gemeinde delegieren.

Wozu sollen wir die Bibel lesen? (…) Die plakative Antwort lautet: Ohne Erkenntnis Gottes verfällt eine Familie.

Abgeschlossen wird das Werk mit zahlreichen Hinweisen wie man Kinder (Jungs) an das Thema Lesen heranführt

Dem Autor bin ich persönlich zu Dank verpflichtet, ermutigte er mich doch vielfach zum Lesen von anspruchsvoller Literatur! Das Buch ist für 3,99EUR als e-Book bei ceBooks.de erhältlich und ist Teil eines Fünfteilers: „Alltag aus christlicher Weltsicht„.

Auch lesenswert: 10+1 Fragen an Hanniel Strebel.

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Licht und Recht

Bildergebnis für kohlbrüggeEher zufällig bin ich über diese wunderbare und liebevoll zusammengestellte Sammlung an reformierter Literatur aus deutschen Kreisen des 19ten Jahrhunderts gestoßen. Gibt es wirklich Zufälle, ich meine natürlich, dass Gott es so führte und mich reich beschenkte mit diesem guten Material! Andreas Gramlich, von dem auf TheoBlog ein umfangreiches Interview zu finden ist, sammelte und bereitete Unmengen an hilfreichem Material von H.F. Kohlbrügge, Adolf Zahn, J. Wichelhaus, Eduard Böhl und vielen weiteren Reformierten Theologen auf.

Eine kleine Auswahl:

Ich habe mich gleich ins Lesen gestürzt. Vor allem die Christologie in Böhls Dogmatik beeindruckte mich sehr. Darüber erfolgt hier demnächst ein eigener Beitrag.