Alle Artikel in der Kategorie “Allgemein”

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The Difficult Doctrine of the Love of God

The Difficult Doctrine of the Love of God - Carson, D. A.Das war das erste Buch Carsons was ich bisher gelesen habe und  es hat mich in mehrfacher Hinsicht von der Qualität Carsons als Bibellehrer überzeugt. In vier Kapiteln zeigt er eine hohe Qualität als Ausleger auf, erhält den Lesefluss durch eine klare Argumentation aufrecht, verknüpft auch (heute) kompliziert gewordene Doktrin mit einer Lebensnähe und argumentiert dabei immer mit einem großen Verständnis für alternative Verständnisse. Nicht umsonst führt zeltmacher aus: Carson ist unstreitig einer der führenden Theologen unserer Zeit, seine Reputation herausragend. Seine Bücher lohnen sich, sein Leben ist mehr als nur ein Vorbild.

Zunächst unterscheidet Carson zwischen fünf Arten über die Liebe Gottes zu reden:

  • die innertrinitäre Liebe in Gott
  • die Liebe in der Vorsehung zur Schöpfung
  • Gottes Erlöserliebe zu seiner gefallenen Welt
  • Gottes bestimmte und effektive Liebe zu seinen Erwählten
  • Gottes Liebe, die an Bedingungen geknüpft ist

Carson führt  aus, dass die ausschließliche Fixierung auf eine dieser Komponenten schädlich ist:

If the love of God is exclusively portrayed as an inviting, yearning, sinner-seeking, rather lovesick passion, we may strengthen the hands of Arminians, semi-Pelagians, Pelagians, and those more interested in God’s inner emotional life than in his justice and glory, but the cost will be massive. There is some truth in this picture of God, as we shall see, some glorious truth. (…)  If the love of God refers exclusively to his love for the elect, it is easy to drift toward a simple and absolute bifurcation: God loves the elect and hates the reprobate. Rightly positioned, there is truth in this assertion; stripped of complementary biblical truths, that same assertion has engendered hyper-Calvinism. I use the term advisedly, referring to groups within the Reformed tradition that have forbidden the free offer of the Gospel. (…)  If the love of God is construed entirely within the kind of dis-course that ties God’s love to our obedience (e.g., “Keep yourselves in the love of God”), the dangers threatening us change once again. True, in a church characterized rather more by personal preference and antinomianism than godly fear of the Lord, such passages surely have something to say to us. But divorced from complementary biblical utterances about the love of God, such texts may drive us backward toward merit theology, endless fretting about whether or not we have been good enough today to enjoy the love of God—to be free from all the paroxysms of guilt from which the cross alone may free us. (S.21 f). In short, we need  all  of what Scripture says on this subject, or the doctrinal and pastoral ramifications will prove disastrous.

Später räumt Carson mit dem Vorurteil auf, man könne einem besseren Verständnis der Liebe Gottes durch eine Simple Wortstudie näher kommen. Wer hat das schon nicht mal gehört, die übliche dreiteilung: Eros, Agape und Phileo. Dabei überbaut man Agape mit der Bedeutung einer „übermenschlichen göttlichen Liebe“, obwohl agape auch verwendet wird, um die schändliche Liebe Amnons zu Thamar zu beschreiben ( LXX 2 Sa  13,14) , die Liebe des  Vaters zum Sohne aber auch mit phileo (Joh 5,20).   Wiederum wird agape verwendet, als Paulus schreibt, dass Demas die Welt lieb gewonnen hat. Carson geht sogar der historischen Entwicklung dieser Haltung nach und entdeckt, dass diese Fixierung auf den Rationalismus zurückführt, der keinerlei Emotionen in Gott dulden wollte. Dabei haben Christen immer wieder auch betont, dass Gott „leidenschaftslos“ ist, eine gute und weiße Differenzierung ist nötig, um hier Waage zu halten: Weiterlesen

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Vorschau 2019: Mein Jahr in Büchern

2018 ist für mich ein Jahr großer Umwälzungen gewesen. Auch im Bereich des Lesens, mir ist es nämlich gelungen eine Systematik zu entwickeln, ich nenne es aktuell „Lesen mit Berkhof“.

Das bedeutet ganz einfach, dass ich versuche zu jedem (größeren) Kapitel seiner systematischen Theologie ein entsprechendes Werk zu lesen. Dadurch verspreche ich mir eine systematischere und flächendeckendere Abhandlung unterschiedlicher Themen. Mit dieser Methode fing ich im Frühjahr 2018 an und werde sicher noch mindestens ein Jahr brauchen.

Ich muss aber eingestehen, dass ich noch einen ergänzenden Leseplan entwickelt habe, der vor allem auf tieferes Bibelverständnis abzielt, sprich  den Bereich der Biblischen Theologien, einer wirklich feinen Kunst, die einem sehr hilft, die biblische Botschaft als „Ganzes“ aufzusaugen. Meine Liste ist also für 2018 fast vollständig theologielastig, nebenbei werde ich einige Krimis von Dorothy L. Sayers lesen und sicher die ein oder andere (Auto)biographie. Auf jeden Fall wollte ich mir unbedingt erneut die „Plaudereien in meinem Studierzimmer“ von Wilhelm Busch vornehmen. Seit 2018 lese ich zudem vermehrt zeitgenössische Autoren, ein persönlicher Dank für viele sehr hilfreiche Hinweise geht an Hanniel Strebel!

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Kolumne: Im Hause Gottes

Zwei Gründe bewegen mich, folgende Zeilen zu schreiben.

Erstens habe ich die Möglichkeit gehabt, unterschiedliche Versammlungen von Christen zu besuchen. Ich entdeckte, dass es dabei wichtig ist, nicht mit Unzufriedenheit oder mit dem Wunsch eine bessere Gemeinde als die Eigene zu entdecken, hinzugehen. Auch nicht um andere Christen in ihrer (angenommenen) Unreife zu verspotten. Sondern vor allem um sich mit anderen Gemeinden zu treffen. Ich habe die Möglichkeit gehabt eine lutherische und eine reformierte Versammlung zu besuchen.

Mehrmals durfte ich Mennoniten besuchen und ein Erlebnis war auch der Besuch einer Synagoge. Über all diese Ereignisse will ich so Gott will und wir leben berichten, weil ich von jedem dieser Besuche als Christ profitiert habe. Auch glaube ich das Theologie Praxis ist, so war ich auch immer neugierig, wie die einzelnen Denominationen ihre Gottesdienste gestalten. Wie gesagt, all das schreibe ich als ein Christ, der zufrieden mit seiner Gemeinde ist, und gerne diese besucht. Am allermeisten durfte ich jedoch von den Besuchen unterschiedlicher Brüdergemeinden profitieren.

Und das bringt mich zum zweiten Grund. In den letzten Monaten habe ich mich hier sehr kritisch mit dem Dispensationalismus auseinandergesetzt. Vor allem seine radikalen Ausformungen verurteile ich auch scharf. Dennoch ehre ich und schätze ich die sogenannten Plymouth-Brethren (ich sehe keine bessere Möglichkeit, die Brüderbewegung entstanden um Darby und Müller von der Brüderbewegung des Pietismus terminologisch zu differenzieren). Der oftmals verwendete Titel Darbysten ist meiner Meinung nach unfair und beleidigend! Weiterlesen

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Das ist mein Leben Ihm wert

Es gibt viele Gründe, warum ihr diese CD kaufen solltet!Das ist mein Leben Ihm wert

  • diese CD wurde zum großen Teil von Brüdern und Schwestern meiner Gemeinde erstellt. Sie singen und musizieren darauf
  • Mir selbst wurde die große Ehre zuteil einen Track auf Gitarre beitragen zu dürfen
  • Bibeltreue und tröstende Liedtexte, relativ frei vom humanistischen Geplärre unserer Zeit
  • Einiges der Liedtexte dürfte für deutsche Ohren eher neues Material sein
  • Es gibt keine Trommeln oder ähnliche Percussion

Ein Grund erschwert die Kaufentscheidung:

  • Insgesamt vermisst man etwas mehr heitere, lebendigere Beiträge. Viel Lento und Largo, wenig Andante und kein Allegro.

Zu erwerben hier.

 

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Leserunde: Das Westminster Bekenntnis

Aufgrund der Notwendigkeit einer umfangreichen Analyse, konzentriert sich die Leserunde heute nur auf Artikel 3.1: Gottes Ratschluss.

An der Lehre von Gottes Ewigem Ratschluss gibt es nichts zu rütteln, vollkommen egal welche theologische Position, – und sei es sogar die katholische oder orthodoxe -, du einimmst. Es ist nämlich klar, dass Gott alle Dinge vorherweiß. Es ist ebenfalls klar, dass nichts gegen seinen Willen geschehen kann. Unklarheit und großer Streit herrschen jedoch in der Frage, welchen Umfang dieses Vorherwissen hat. Plant Gott vielleicht nur, weil er alles weiß? Hat Gott nur vorhergewusst oder hat er aktiv vorher geplant, und was war im Zweifel zuerst?

Somit ist der Streitpunkt im zweiten Satz des Artikels formuliert:

Obwohl Gott alles weiß, was unter allen gegebenen Umständen geschehen soll oder kann, so hat er doch nichts aus dem Grund beschlossen, weil er es als zukünftig vorausgesehen hat, oder dass es unter bestimmten Umständen eintreffen würde.

Weiß Gott nur im Voraus oder hat er einen Plan? Für mich ist die Antwort klar, wie ich im folgenden darstellen möchte:

Das Gott aktiv in die Geschichte eingreift, wird dramatisch an diesem Bibelvers deutlich:

(Am 3:6) Bläst man auch die Posaune in einer Stadt, dass sich das Volk davor nicht entsetze? Ist auch ein Unglück in der Stadt, dass der HErr nicht tue?

So wie immer spreche ich als Laie, aber ich verstehe hier im Bekenntnis eine Anerkennung von etwas, das „Heilsgeschichte“ genannt wird. Ich selber gebrauche gerne, den Begriff „Plan Gottes“.

Auch diese Lehre wird im Leben Christi deutlich illustriert. Hat Gott (der Vater) es nur gewusst, dass Christus Mensch wird, dass er sich erniedrigen wird, sogar bis zum Kreuz und dass er sterben wird und auferstellen. Oder hat Gott diesen Weg geplant? Jeder halbwegs aufmerksame Leser wird hier den (aktiven!) Plan Gottes erkennen. Die zahlreichen Prophezeihungen, von denen sich teilweise dutzende an nur einem Tag erfüllten, machen deutlich, dass Gott seine Propheten in seinen Plan eingeweiht hat. Entsprechend führt Amos auch aus:

(Am 3:7): – Gott der Herr tut nichts, er offenbare denn seinen Ratschluß den Propheten, seinen Knechten. – 

Wer also behauptet, Vorherbestimmung ist nur ein Synonym oder eine Umschreibung für Vorherwissen, denke einfach immer an den Rettungsplan Gottes. Ich habe noch keinen Christen getroffen, der diesen ablehnt.

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Leserunde: Das Westminster Bekenntnis

Artikel 1.1: Die göttliche Offenbarung

Durchaus evangelikal fängt das Westminster Bekenntnis mit der Beschreibung der Göttlichen Schrift. Klar wird im ersten Absatz deutlich gemacht, dass es für die Gemeinde Gottes Weg ist, Ihr seinen Willen mitzuteilen. Kein Platz bleibt für Schwärmerei.

Liberalen Theologen ist dies durchaus ein Dorn im Auge. So wird z.B. die Chicago Erklärung wegen ihrer „unchristlichen Hochschätzung“ der Schrift verworfen.  Wie überraschte es mich von einem evangelischen Pastor zu hören, ich würde Christus verachten, wenn ich das geschriebene Wort höher halte, als die Person Christi. Dass aber die Person Christi nur durch sein geschriebenes Wort bekannt ist (und nicht durch Archäologie und Fantasien von Geschichtswissenschaftlern) schien er zu übersehen.

Artikel 1.2: Die Bücher der Heiligen Schrift

Die Bestätigung (keine Definition!) des Kanons der Heiligen Schrift, war nötig, da die katholische Kirche für die Bücher des Alten Testaments nicht klar sah. Ein Artikel zum Kanon des NT erschien hier im Blog.

Artikel 1.3: Die Apokryphen sind menschliche Schriften

Bei H. Egelkraut (Das Alte Testament , 6 Auflage, S. 56) fand ich diese sehr schöne Erklärung des Begriffes „apokryph“:

Apokryph bedeutet verborgen, und bezeichnet Bücher, die (weil nicht kanonisch) nicht öffentlich im Gottesdienst, sondern nur privat (d.h. im Verborgenen gelesen werden durften

Viele Apokryphen sind hilfreiche und historisch sinnvolle Schriften. So die Makkabäer im Alten Testament, oder der Hirte von Hermas im Neuen Testament.  Apokryphen sollten jedoch nicht mit pseudepigraphischen Schriften, wie dem Thomasevangelium verwechselt werden, welche Fälschungen sind, mit dem Ziel Irrlehren zu verbreiten. Eine recht übersichtliche Darstellung findet sich in Wikipedia. Weiterlesen

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Zitat: Der Christen größte Kunst

Doktor Luther sprach: Wenn jemand fragte, was doch die Christen können und lehren? da soll man nichts anderes antworten, als daß man Christus kenne und an ihn glaube und wisse, daß er vom Vater gesandt sei, Joh. 17. Wer das nicht kann noch lehrt oder treibt, der rühme sich nur keinen Christen, ob gleich sonst jemand wisse alles, was unter dem Himmel geschieht, und wie Gott Himmel und Erde geschaffen habe mit dem Meer und allem, was drinnen ist, ja, daß er auch die Zehn Gebote wisse und sie halte. In Summa, wenn er gleich soviel wüßte und vermöchte wie die Engel, dennoch macht solches alles keinen Christen. Darum sagt Gott Jer. 9, 23, 24: »Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, noch der Starke seiner Stärke, will sich aber jemand rühmen, der rühme sich, daß er mich (Christus) wisse und kenne, daß ich der Herr bin, der Barmherzigkeit gibt und reicht.«

[Martin Luther: Der neue Glaube. Martin Luther: Gesammelte Werke, S. 6098
(vgl. Luther-W Bd. 9, S. 31) (c) Vandenhoeck und Ruprecht
http://www.digitale-bibliothek.de/band63.htm ]

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Rettender Glaube ist eine Herausforderung

Rettender Glaube ist also aus folgenden Gründen so schwierig:

  1. Der wahre Charakter rettenden Glaubens ist dem natürlichen Menschen völlig fremd, und daher wird dieser leicht von Satans einleuchtenden Attrappen getäuscht. Doch selbst wenn der Mensch aus der Bibel weiß, was rettender Glaube ist, kehrt er Christus entweder traurig den Rücken zu wie der reiche Jüngling, als er von den Bedingen der Nachfolge erfuhr, oder er bekennt in heuchlerischer Weise das zu haben, was ihm Wirklichkeit noch fehlt.
  1. Die Macht der Selbstliebe beherrscht den Menschen innerlich mit Überlegenheit, und sich selbst zu verleugnen ist eine zu hohe Anforderung für den natürlichen Menschen.
  2. Die Liebe  zur Welt und die Sympathie der Freunde steht einer völligen Auslieferung an Christus im Wege.
  3. Die Forderung Gottes, dass er von ganzem Herzen geliebt werden will und dass wir „im ganzen Wandel heilig“ sein sollen (1. Petr 1,15) widerstrebt dem fleisch.
  4. Die Schmach Christi zu tragen, von der religiösen Welt gehasst zu werden (Joh 15,18), um der Gerechtigkeit willen Verfolgung zu erleiden, ist etwas, wovor Fleisch und Blut zurückschrecken.
  5. Uns vor Gott zu demütigen und bußfertig all unseren Eigenwillen zu bekennen, ist etwas, wogegen ein nicht zerbrochenes Herz rebelliert.
  6. Den „guten Kampf des Glaubens zu kämpfen“ (1 Tim 6,12) und „den Bösen zu überwinden“ (1 Jo 2,13) ist für solche, die ihre eigene Bequemlichkeit lieben, ein zu anstregendes Unterfangen.

Große Mengen möchten vor der Hölle errettet werden (das ist der natürliche Instinkt des Lebenswillens), aber diese Menschen wollen nicht von der Sünde errettet werden. Ja, es gibt Zehntausende, die irregeführt wurden und meinen, sie hätten „Christus als ihren Retter angenommen“, doch ihr Leben zeigt eindeutig, dass sie ihn als ihren Herrn ablehnen. Wenn ein Sünder Vergebung von Gott erlangen möchte , muss er seinen Weg verlassen (Jes 55,7) Niemand kann sich zu Gott bekehren, solange er sich nicht von den Götzen abkehrt (12 Thes 1,9). Daher forderte der Herr Jesus. „So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein“ (Lk 14,33)

Arthur W. Pink in „Was ist rettender Glaube“ (S.48f.)

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Mose mahnt: habt acht auf euch!

Im Buch „Vollmacht von oben“ fand ich vor kurzem diesen interessanten Gedanken zu 4. Mose 20,2-13:

Mose behielt eine früher von Gott gesegnete Art und weise bei. Das war hier aber falsch. Der Herr hatte in Massa und Meriba befohlen: „Du sollst den Fels schlagen“ (2. Mo 17,6) . Damals hatte sich Gott zum Schlagen des Felsens bekannt. Jetzt aber am Haderwasser hatte Gott gesagt: „Redet mit dem Fels“ (V.8). Anstatt sich genau an dieses Wort zu halten, hatte Mose es so gemacht wie damals. Er war von der früher beglaubigten Methode nicht abgegangen, als ob an ihr der Segen hinge und nicht am täglichen Gehorsam gegenüber dem Wort des Herrn. Hier liegt ein Punkt, der sich auch bei gesegneten Arbeitern im Weinberge des Herrn leicht wiederfindet. Manche Menschen haben durch eine bestimmte Art und Weise, die Gott ihnen früher einmal für einen bestimmten Falls aufs Herz legte, etwas erreicht und einen guten Erfolg im Reiche Gottes erzielt. später verfallen sie aber in den Fehler zu glauben, diese damals gesegnete Methode müsse nun an anderen Orten und zu anderen Zeiten unbedingt beibehalten werden. Weil sie in „Massa“ mit dem Stock schlugen, wollen sie dies am „Haderwasser“ auch wieder tun. Demgegenüber ist zu sagen: Gott bindet sich niemals an irgendeine früher von ihm gewollte und gesegnete äußere Art und Methode. Gott knüpft seinen Segen nur an die beständige Abhängigkeit von ihm und das treue, tägliche Achten auf seine Winke und sein Wort (Josua 1, 6-8)

Gefunden in „Vollmacht von Oben“ von Alfred Christlieb (3 Auflage 1976 der Francke-Buchhandlung, S. 16f.)