Alle Artikel mit dem Schlagwort “CLV

Kommentare 2

Preissenkung: Bibeltreuer Walvoord-Kommentar

Nach der bedeutenden Preissenkung der Wilhelm-Busch-Bibliothek und des Ungers Großen Bibelhandbuchs hat CLV auch den bibeltreuen Kommentar zur Bibel in fünf Bänden von John F. Walvoord im Preis gesenkt. Von 49,95 € auf 29,95 €.

Wer einen gut verständlichen, bibeltreuen Kommentar sucht, wird hier nicht enttäuscht werden.

Diese bibeltreue Auslegungsreihe ist nun in einer äußerst preisgünstigen Sonderausgabe neu aufgelegt worden. Der Bibeltext wird abschnittweise ausgelegt. Das AT wird im Licht des NT und auf Christus hinweisend erklärt. Die Autoren informieren über Sitten und Gebräuche aus biblischer Zeit, liefern Hintergrundinformationen und zeigen die geschichtlichen Zusammenhänge auf. Ein kurze Leseprobe finden Sie unter »PDF Download«. Quelle: Verlagstext

Erhältlich für 29,95 € statt 49,95 € bei CLV.

Kommentare 1

Buchempfehlung: Lügen, die wir Frauen glauben

256211_z1Kein Buch (speziell für Frauen) hat so viele gute Kritiken von den Kunden der Christlichen Buchhandlung Düren erhalten wie dieses Buch.

Nancy Leigh DeMoss legt ihren Finger in kleine und größere Wunden im Leben vieler Christinnen hinein. Sie schreibt, dass viele christliche Frauen von Lügen geprägt sind. Das ist zuerst mal kein schöner Gedanke. Wer gibt denn gerne zu, dass er einer (oder gar mehrere) Lüge glaubt.

Aber je länger ich das Buch las, desto mehr erkannte ich, wie auch ich (als Mann) an viele der Lügen glaubte. Hier eine kleine Kostprobe der zahlreichen Lügen, die uns in unserem Leben oft lähmen:

„Gott ist genau wie mein Vater“, „Gott ist nicht wirklich ausreichend“, „Ich muss lernen, mich selbst zu lieben“, „Ich kann mein Wesen nicht ändern“, „Äußere Schönheit ist wichtiger als innere“, „Man kann mir nicht zumuten, mit unerfüllten Wünschen zu leben“, „Ich habe keine Zeit, alles zu tun, was ich tun sollte“, „Eine Berufskarriere ist wichtiger und befriedigender als Hausfrau und Mutter zu sein“. Weiterlesen

Kommentare 3

CLV geht neue Wege

Die Christliche Literaturverbreitung (CLV) betritt als eines der ersten christlichen Verlage Neuland im Vertrieb. In der Vorschau auf clv.de wird das erste E-Book angekündigt. Der Titel ist Das widerspenstige Ich von Erwin W. Lutzer. Einige Monate zuvor erschien bereits das Buch in Kooperation mit dem Blaukreuz Verlag in einer Neuauflage. Übrigens ein sehr schönes Cover.

Das E-Book erscheint im ePub-Format und wird für voraussichtlich 4,99 EUR zu haben sein.

Was heisst «ePub»?

ePub (aus dem engl. electronic publication) ist ein weiteres Dateiformat der Medienbranche. Ähnlich dem PDF kann es geräte-unabhängig Inhalte wiedergeben. Eingesetzt wird es vornehmlich auf Buch-ähnlichen Lesegeräten à la Sony Reader (Sony) oder natürlich dem iPad (Apple). Ich brauche also kein InDesign oder QuarkXPress, um dieses Format zu lesen, und auch keinen mächtigen PC – sondern eine einfache Reader- – eben eine ePub-Reader-Software. Und die ist in solchen Geräten schon eingebaut.
Lediglich zum Erstellen des Formats werden «richtige» PCs und wird leistungsfähige Software benötigt: eben zum Beispiel InDesign (wie geliefert) oder QuarkXPress (mit XTensions).
Einen Unterschied zum PDF gibt es allerdings: Das ePub-Format gibt erstellte Seiten nicht 1:1 wieder, sondern extrahiert ihren Inhalt (content) und bietet ihn frisch, geräteabhängig, an. Vorteil: Der Anwender kann z.B. Schriftgrösse und Schriftart seinen Lesegewohnheiten anpassen – Inhaltsvereichnisse, Hyperlinks aber bleiben erhalten. Quelle: http://www.smi.ch/infothek/135-epub.html

Weitere Informationen zum Format und dessen Verwendungsmöglichkeiten findet ihr auf e-book-news.de.

Kommentare 0

Neuauflage: Dorie – Ein verwandeltes Leben

256138_z1-624x1024Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Meine Eltern liebten mich und tuen es heute noch. Sie haben nicht immer alles richtig gemacht. Aber sie waren immer darum bemüht. Und dafür bin ich wirklich dankbar. Leider hat nicht jedes Kind dieses Privileg. Es scheint, dass immer mehr Kinder ungewollt und ungeliebt geboren werden. Über so ein Kind handelt dieser wahre Bericht eines schweren Frauenschicksals, das Gott selbst in die Hand nahm.

Doris ist ein ungewolltes Kind. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in einer kleinen, häßlichen Wohnung. Doris Schwester Maria ist jünger als sie und so trägt sie die Verantwortung wenn die Mutter tagsüber arbeitet. Meist kommt sie spät nach hause.

Hoffentlich freut sie sich, mich zu sehen!“ Doch wie gewöhnlich schob sie mich beiseite und nahm meine Schwester Maria in die Arme. „Liebling, wie geht es dir?“, sagte sie zärtlich. Ich stand da, die Hände in den Taschen meines verschlissenen Rockes vergraben und wartete darauf, dass sie mich auch liebhatte. Doch sie stieß mich beiseite. „Was willst du?“, fuhr sie mich an. „Würdest du mich auch umarmen?“, fragte ich schüchtern. „Scher dich weg!“, schnauzte sie mich an. S. 7

Doris und Maria landen bald in einem Waisenhaus. Besonders Doris hat große Probleme sich einzuleben. Sie wird agressiv und verbittert. Als Doris 13 wird, werden die Schwestern an eine Pflegemutter vermittelt. So folgt eine Station der nächsten. Von fast allen ungeliebt und abgelehnt, findet Doris durch Begegnungen mit Christen den Weg zu Gott.

Ein freundliches Ärzteehepaar stellt Doris als Haushaltshilfe ein und sie empfängt das erste mal so etwas wie Anteilnahme und Sorge. Auf ihrer Suche nach ihrem Vater bekommt sie einen einträglichen Job und beginnt auf eigenen Füßen zu stehen. Auch geistlich entwickelt sie sich weiter.

Das letzte, was ich sein wollte, war Missionarin. Das Zweitschlimmste für mich war, einen Prediger zu heiraten.“ S. 72

Aber durch die Begegnung mit der Missionarin Darlene Deibler Rose entsteht eine grundlegende Änderung.

Als ich an jenem Abend zum Altar ging, kniete Darlene Deibler neben mir nieder und legte ihren Arm um mich. Gemeinsam beteten wir, und ich versprach: „Herr, ich werde gehen!“ S. 75

Froh über diese Entscheidung fährt sie zu ihrem kranken Vater um es ihm mitzuteilen.

Dad, ich bin hergekommen, um dir etwas zu sagen – Gott hat mich dazu berufen, Missionarin zu werden, um anderen von Jesus Christus zu sagen. Ich werde diesen Herbst zur Bibelschule gehen und später nach Neuginea.“

So krank er auch war, erhob er sich und richtete sich kerzengerade vor mir auf. Seine Augen starrten an mir vorbei ins Leere. Dann wandte er sich um und kehrte mir den Rücken zu. „Wenn du das willst, brauchst du erst gar nicht deinen Koffer auszupacken. Rufe ein Taxi und fahre sofort wieder nach Kalifornien zurück. Von jetzt ab bist du nicht mehr meine Tochter!“ S. 80

Doris beginnt mit den Vorbereitungen zum Leben als Missionarin. An einer Bibelschule lernt sie Lloyd kennen und sie heiraten. Gemeinsam arbeiten sie in Neuginea und bauen Kontakte zu der „wilden Bevölkerung“, den „Danis“ auf.

Der kleine Sohn Burney wird jedoch der Anfang vom Ende der Missionarstätigkeit. Er möchte nicht ohne die Eltern sein und bei ihnen kann er auch nicht bleiben. So entscheiden sie sich schweren Herzens Neuginea zu verlassen. Zuhause erwartet sie nicht nur Verständnis.

Ihr habt uns enttäuscht. Warum habt ihr Gott nicht vertraut, dass er euch da draußen heilen würde? Er hätte sicherlich euch und eure Kinder durchgetragen!“ S. 141

Doch Doris hält daran fest, dass Gott sie liebt. Sie geht auf Vortragsreisen und kann viele verletzte und kaputte Seelen auf Christus hinweisen. Auf den, der alle zerbrochenen Herzen heilen kann.

Ich glaube für Menschen, die nie so Schreckliches erlebt haben wie zum Beispiel Doris, ist dieses Buch auch in einer besonderer Weise wichtig. Christen, die aus intakten Familien kommen, kennen so ein unglückliches Familienleben oft nicht. Zumindest nicht aus eigener Erfahrung. Dieses Buch kann helfen, Betroffene besser zu verstehen. Gerade heute. In einer Zeit, in der Familien so oft kaputt gehen.

Titel: Dorie – ein verwandeltes Leben
Autor:
Doris van Stone/Erwin Lutzer
Seiten: 160
Einband: Paperback
Format: 13 cm x 20,5 cm
Verlag: CLV
Jahr: voraussichtlich 15.02.2011
Preis: 2,90
erhältlich bei: CLV

Kommentare 0

Harold St. John – Reisender in Sachen Gottes

Harold-St.-JohnHeute stelle ich euch ein Buch vor, dass bereits 1989 das erste Mal (in Deutschland) erschienen, und absolut wert ist, mehrmals gelesen zu werden.

Thema und Inhalt

Es geht um Harold St. John. Er scheint sich bei allen von mir gelesenen Biographien besonders hervorzuheben. Die Lebensgeschichte dieses Originals ist thematisch gegliedert. Das sieht dann so aus: das Kind, der Evangelist, der Liebende, Vater von fünf Kindern, der Mann der Gemeinde, der Bibelstudent, der Prediger usw. Jedes der 14 Kapitel beschränkt sich somit auf ein bestimmtes Gebiet im Leben von St. John.

Mehr als zwanzig Jahre arbeitete er bei einer Bank. Und alleine diese Tatsache sagt eine Menge über ihn und sein Leben aus. Ein Leben gefüllt mit Selbstdisziplin und Einsatz für den Herrn.

Ich habe niemals gesehen, dass Harold durch die Straßen oder durchs Leben geschlendert wäre. Er sah immer aus, als wäre er von einer Aufgabe getrieben. S. 18

Er war immer in Bewegung, arbeitete für zwei und hinterließ immer den Eindruck, dass er begriffen hatte, das die Aufträge unseres himmlischen Königs eile erfordern. S. 20

Zumindest in seiner Anfangszeit kämpfte er mit enormen Schwierigkeiten bei der Predigtvorbereitung. Ganz im Gegensatz zu seinen privaten Bibelstudien die Tausende lose Blätter füllten. Für leichtfertiges Reden von der Kanzel und unausgegorene Gedanken war er nicht zu haben. Seine Predigten waren immer gekennzeichnet vom Umgang mit dem Herrn und sorgfältiger Vorbereitung.

Harold St. John hatte ein großes Herz für junge Menschen und es war im ein großes Anliegen, die Jugend zur völligen Hingabe zu motivieren. Viele kamen zu ihm um Rat und Hilfe zu einem Problem oder einer Frage zu erhalten. Aber seine Antworten wurden nicht immer so einfach beantwortet. Er vermied es bei Streit oder Zwist schnell Partei für eine Gruppe einzunehmen. Um nur ein Beispiel für seinen hervorragenden Umgang zu nennen:

Mr. St. John, sind sie der Meinung, dass ein junger Christ tanzen gehen darf?“ Ich antwortete: „Erst einmal bin ich ganz froh, dass du junger Christ gesagt hast. Ein alter Christ wird gar kein Verlangen nach Tanzen haben, weil seine Knochen zu steif sind. Aber du hast mir eine sehr schwere Frage gestellt, und es fällt mir schwer, darauf eine Antwort zu geben. Wenn du mich etwas Einfaches gefragt hättest, etwa die Bedeutung der Räder oder der Flügel der Seraphim bei Hesekiel, so hätte ich dir sofort antworten können, aber zu solch einer tiefgründigen Frage wie dieser habe ich leider keine Antwort.“ S. 108

In allen Kreisen und Altersgruppen wurde er als Mann Gottes geschätzt. Das lag sicher auch an seiner sehr demütigen Art über andere Menschen und Christen zu reden. Beim Besuch einer Familie und gemeinsamen Mittagessen fing eine der Töchter an, einen alten gottesfürchtigen Evangelisten zu kritisieren und zu verspotten. Nun begannen auch andere Familienmitglieder abwertende Bemerkungen über andere Gemeinschaften zu machen. Für viele Christen äußerst unüblich war die Reaktion Harolds. Er erhob sich ruhig und wandte sich an den Gastgeber:

„Es macht Ihnen doch sicher nichts aus, wenn ich mich jetzt verabschiede?“ „Aber“, sagte sein Gastgeber voller Überraschung, „wir haben doch gerade erst mit dem Essen begonnen!“ „Nun“, antwortete Harold St. John, „ich habe es mir zur Regel gemacht, niemals Leuten Gesellschaft zu leisten, die von Gottes Dieners abwertend sprechen. Ich muss Sie bitten, mich entweder zu entschuldigen oder das Thema zu wechseln.“

Dieser Umgang mit anderen Christen beschämt mich persönlich. Ist es nicht gerade eine Neigung der „Bibeltreuen“, zu denen ich mich dazuzähle, die oft sehr heftig und abwertend über die „Neoevangelikalen“ schimpfen? Es scheint manchmal so, als hätten wir unsere helle Freude daran, wenn wir andere kritisieren können. Harold St. John ist hierbei ein alternatives, besseres Vorbild.

Dass bedeutet nicht, dass er sich für Zusammenschlüsse unter Konfessionen aller Couleur aussprach. Er fürchtete sich nicht, die katholische Kirche als eine „große Sekte“ zu bezeichnen (S. 145).

Patricia St. John hat das Buch voll mit Zitaten von ihrem Vater gespickt. Und ich würde am liebsten noch viel mehr Zitate vorstellen. Ich werde mich jetzt aber nur noch auf drei Zitate über Harold St. John beschränken.

„Der heiligste Mann, den ich je kennen gelernt habe, unabhängig vom Glaubensbekenntnis“, schrieb ein Mann der katholischen Kirche.

„Er verbreitete eine Atmosphäre des Friedens, die aus einer anderen Welt zu stammen schien, und die uns wirklich zum Segen wurde.“

„Ich halte Mr. St. John für einen der großartigsten Christen, denen ich je begegnet bin. Sein Gesicht war immer eine Erfrischung, denn er wandelte einfach mit Gott“. sagte eine alter Missionar der China-Inland-Mission. S. 175

Sprache, Stil und Cover

Ich bin überzeugt, dass auch Wenigleser bei dieser Biografie ihre Freude haben werden. In kurzen Absätzen und großer Schrift formatiert, kommt der Leser gut voran. Auf diese Weise stellt sich schnell ein Erfolgserlebnis ein.

Autor

Patricia St. John (1919-1993), die Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher und Tochter des bekannten Missionars Harold St. John, verbrachte ihre Kindheit in England und begann – nach einer einjährigen Zwischenstation in der Schweiz 1950 einen Dienst als Missionskrankenschwester in Marokko. Während dieses 27 Jahre währenden Dienstes unternahm sie auch Reisen in den Libanon, die Türkei, nach Ruanda und Äthiopien. 1977 kehrte sie nach England zurück, wo sie ältere Verwandte pflegte und von zu Hause aus Jugendlichen, allein stehenden Eltern und älteren Menschen dienste. Ihre Bücher, die ihr eigenes spannendes Leben und ihre vielen Reisen widerspiegeln, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Quelle: CLV

Fazit

Es ist eine Freude diese originelle Lebensgeschichte zu lesen. Harold St. John ist heute für jeden jungen und auch älteren Christen eine Ermutigung und ein Ansporn, niemals in Selbstzufriedenheit zu verfallen und alles für den Herrn zu geben.

Titel: Harold St. John – Reisender in Sachen Gottes
Autor:
Patricia St. John
Seiten: 240
Einband: Hardcover
Format: 14,5 cm x 21 cm
Verlag: CLV
Jahr: 2. Auflage 2000
Preis: 9,50 EUR
erhältlich bei: CLV gesondert oder günstig im Paket

Buchempfehlung: Gefährliche Stille!

256226_z1Das Jahr der Stille geht seinem Ende entgegen. Noch knappe drei Monate und dann darf es wieder lauter werden. Nun ja, vielleicht nicht lauter, aber zumindest wird das Thema in der evangelikalen Öffentlichkeit nicht mehr so breit behandelt. Wer sich auf der Seite des Medienkonzerns SCM umschaut, entdeckt dutzende neue Bücher und Accessoire zur Stille. Interessant in diesem Zusammenhang, dass das einzige Buch, welches sich kritisch mit dem Thema befasst, von SCM boykottiert wird. Grund genug, dass Buch näher anzuschauen …

Das Buch besteht aus 7 eigentlichen Kapitel und zwei Anhängen. Verfasst haben die Beiträge verschiedene Autoren des Maleachi-Kreises.

Einleitend beginnt Ulrich Skambraks mit der Feststellung, wie akut notwendig Stille in unserem Leben geworden ist. Unser Leben läuft immer schneller an uns vorbei. Ruhepausen sind „unproduktive“ Zeitdiebe und haben wenig Chancen in unserem täglichen Dasein. Deshalb raten Psychotherapeuten dazu, das Leben zu „entschleunigen“, also zu verlangsamen. Weiterlesen

Kommentare 0

Hindernisse der Jüngerschaft

Jeder, der beginnt Christus nachzufolgen, kann sicher sein, dass sich verschiedene Fluchtwege vor ihm auftun werden. Dies wird eindrücklich dargestellt in dem Bericht der drei, die Jesu Jünger hätten sein können, die aber anderen Stimmen den Vorrang gegenüber der Stimme Christi einräumten:

»Es begab sich aber, da sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: ›Ich will dir folgen, wo du hingehst.‹ Und Jesus sprach zu ihm: ›Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt hinlege.‹

Wir wollen ihn »Herrn Schnell« nennen. Er bot sich begeistert an, dem Herrn überallhin zu folgen. Die Antwort des Heilandes scheint auf den ersten Blick in gar keinem Zusammenhang mit dem bereitwilligen Angebot des Herrn Schnell zu stehen. Es war so, als ob er sagte: »Du erklärst, dass du willens bist, mir überallhin zu folgen, aber bist du auch gewillt, ohne jede Bequemlichkeit auszukommen? Bist du bereit, die Sicherheit eines Heimes zu opfern, um mir zu folgen? Bist du bereit, die normalen Bequemlich keiten des Lebens aufzugeben, um mir treu ergeben zu dienen?« Leider war seine Liebe zur irdischen Bequemlichkeit größer als seine Hingabe an Christus!

Und er sprach zu einem anderen: ›Folge mir nach.‹ Der aber sprach: ›Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.‹ Aber Jesus sprach zu ihm: ›Lass die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes.‹

Den zweiten Mann wollen wir »Herr Langsam« nennen, denn er wollte noch etwas erledigen, bevor er dem Herrn folgen würde. Es war nicht so, dass er völlig uninteressiert am Herrn gewesen wäre. Es war da nur etwas, was er gern vorher noch tun wollte. Das jedoch war seine Sünde. Wir können seine Worte auch wie folgt abwandeln: »Es gibt bestimmte Dinge, die ein geistlich Toter genauso wie ein Gläubiger tun kann. Sieh zu, dass du dein Leben nicht mit Sachen zubringst, die ein unbekehrter Mensch genauso gut tun könnte.« Gottes Wille ist, dass ein Mann für seine Bedürfnisse und für die seiner Familie arbeiten soll. Aber die Ausübung einer Beschäftigung soll nur dazu dienen, für die laufenden Bedürfnisse zu sorgen, während die Hauptberufung eines Christen ist, das Reich Gottes zu predigen.

Und ein anderer sprach: ›Herr, ich will dir nachfolgen, aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in mei nem Hause sind.‹ Jesus aber sprach zu ihm: ›Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes‹ « (Lk 9,57-62).

Der dritte Mann soll »Herr Einfach« genannt werden, weil er es sich zu einfach macht. Er stellt die Liebe zu seiner Familie an den ersten Platz in seinem Leben, und nicht den Herrn. Worin hat dieser Mann versagt? Es war dies: Die innige Verbindung zu seiner Familie war ihm wichtiger als der Herr Jesus. Mit anderen Worten: »Meine wirklichen Jünger sind nicht aus solch einem egoistischen, weichlichen Stoff gemacht wie du. Ich brauche Menschen, die bereit sind, auf häusliche Bindungen zu verzichten; solche, die nicht von sentimentalen Angehörigen abgelenkt werden; solche, die mich über alles in ihrem Leben stellen.« Vielleicht

war es eine weinende Mutter, die schluchzte: »Du wirst das Herz deiner Mutter brechen, wenn du aufs Missionsfeld gehst!« Wir wissen es nicht.

Dieses sind also drei der Haupthindernisse für die Jüngerschaft, dargestellt anhand von drei Männern, die nicht gewillt waren, den ganzen Weg mit dem Herrn zu gehen.

Herr Schnell – er war zu schnell, ohne die Kosten zu überschlagen, voll Selbstvertrauen. Aber er war nicht in der Lage, auf Bequemlichkeiten zu verzichten.

Herr Langsam – er war zu langsam, weil er gebremst wardurch eine Beschäftigung oder den Beruf. Diese Dinge waren ihm wichtiger als der Herr.

Herr Einfach – macht es sich zu einfach, indem er seiner Familie den ersten Platz gibt vor dem Herrn Jesus.

Der Herr Jesus ruft auch heute noch – wie er schon immer gerufen hat – Männer und Frauen, die ihm tapfer und hingegeben folgen wollen.

Wahre Jüngerschaft, William MacDonald, CLV, Seiten 24 – 29, gekürzt