Alle Artikel von “Alexander Rempel”

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Henry Martyn – Alles für Christus verlassen

Henry-Martyn149_0Henry Martyn (1781 – 1812) arbeitete als der erste moderne Pionier-Missionar unter Muslimen. Was veranlasst einen jungen Mann mit 27 Jahren seine große Liebe aufzugeben, nach Indien zu gehen und einsam in der Fremde an einem chronischen Leiden zu sterben?

Es gibt wohl wirklich nicht viele Menschen, die koste es, was es wolle, Gottes Willen zu erfüllen suchen. Henry Martyn ist einer von diesen. Er opfert seine ihm vorhergesagte Zukunft als großer Gelehrter, seine Gesundheit und nicht zuletzt seine große Liebe.

Für ihn ist die Hingabe an Gott wichtiger und somit ist für ihn klar, was er tun soll. Der junge Engländer gewinnt Zuneigung zu Muslimen und reist zuerst nach Indien. Mit Hilfe Einheimischer beginnt er mit der Übersetzung des Neuen Testaments auf Urdu. Immer wieder wird er durch Muslime aufgefordert, seinen Glauben zu verteidigen. Martyn schreibt dazu:

Ich wünsche mir, dass eine Gesinnung des Suchens geweckt würde, doch ich lege keinen großen Wert auf schlüssige Argumente; auf diese Weise wird das Werk Gottes selten gewirkt. Das Evangelium durch den Heiligen Geist predigen, der vom Himmel herabgesandt wurde, ist der bessere Weg, ihre Seelen zu gewinnen.“ S. 65

Ich habe noch nie so stark verspürt, dass ich nichts tun kann. Alle meine klaren Argumente sind nutzlos; wenn der Herr seine Hand nicht ausstreckt, spreche ich zu Steinen.“ S. 117

Das mag eine Grundhaltung sein, die wir leider gerne mal vergessen. Als Christen haben wir schon oft die Erfahrung gemacht, dass langes und bisweilen heftiges Debattieren noch lange keinen Nichtchristen zu Christus bekehrt.

Später geht Henry Martyn unter großer körperlicher Anstrengung nach Persien. Seine Stimme wird immer schwächer so dass es ihm immer schwerer fällt, zu reden, geschweige denn zu predigen. Doch diese große Einschränkung führt nicht dazu, dass er in seine Heimat reist. Er versucht stattdessen sich verstärkt auf dem Gebiet für Gott einzusetzen, der ihm noch bleibt. Die Übersetzung des Neuen Testaments ins Persische.

Als er innerhalb kürzester Zeit fertig wird, will er nun doch die Reise bis nach England auf sich nehmen um noch einmal die lieben Freunde und Familie zu sehen. Doch soweit kommt er nicht mehr. In Tokat, einem Ort in der heutigen Türkei stirbt er als ein Mensch, der alles für Gott geopfert hatte.

Das Leben des Henry Martyn ist ein beeindruckendes Leben. Voller Höhen und Tiefen in der völligen Hingabe an Gott. Leider ist das Buch eher analytisch und somit nicht sehr spannend geschrieben. Für den Preis von 2,90 EUR aber eine sehr gute Investition.

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Preissenkung: Bibeltreuer Walvoord-Kommentar

Nach der bedeutenden Preissenkung der Wilhelm-Busch-Bibliothek und des Ungers Großen Bibelhandbuchs hat CLV auch den bibeltreuen Kommentar zur Bibel in fünf Bänden von John F. Walvoord im Preis gesenkt. Von 49,95 € auf 29,95 €.

Wer einen gut verständlichen, bibeltreuen Kommentar sucht, wird hier nicht enttäuscht werden.

Diese bibeltreue Auslegungsreihe ist nun in einer äußerst preisgünstigen Sonderausgabe neu aufgelegt worden. Der Bibeltext wird abschnittweise ausgelegt. Das AT wird im Licht des NT und auf Christus hinweisend erklärt. Die Autoren informieren über Sitten und Gebräuche aus biblischer Zeit, liefern Hintergrundinformationen und zeigen die geschichtlichen Zusammenhänge auf. Ein kurze Leseprobe finden Sie unter »PDF Download«. Quelle: Verlagstext

Erhältlich für 29,95 € statt 49,95 € bei CLV.

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Buchempfehlung: Lügen, die wir Frauen glauben

256211_z1Kein Buch (speziell für Frauen) hat so viele gute Kritiken von den Kunden der Christlichen Buchhandlung Düren erhalten wie dieses Buch.

Nancy Leigh DeMoss legt ihren Finger in kleine und größere Wunden im Leben vieler Christinnen hinein. Sie schreibt, dass viele christliche Frauen von Lügen geprägt sind. Das ist zuerst mal kein schöner Gedanke. Wer gibt denn gerne zu, dass er einer (oder gar mehrere) Lüge glaubt.

Aber je länger ich das Buch las, desto mehr erkannte ich, wie auch ich (als Mann) an viele der Lügen glaubte. Hier eine kleine Kostprobe der zahlreichen Lügen, die uns in unserem Leben oft lähmen:

„Gott ist genau wie mein Vater“, „Gott ist nicht wirklich ausreichend“, „Ich muss lernen, mich selbst zu lieben“, „Ich kann mein Wesen nicht ändern“, „Äußere Schönheit ist wichtiger als innere“, „Man kann mir nicht zumuten, mit unerfüllten Wünschen zu leben“, „Ich habe keine Zeit, alles zu tun, was ich tun sollte“, „Eine Berufskarriere ist wichtiger und befriedigender als Hausfrau und Mutter zu sein“. Weiterlesen

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Konservative bauen Angebot aus

In diesem Jahr präsentieren konservative Evangelikale ein Konferenzprogramm, das es in diesem Umfang noch nie gegeben hat. Im Folgenden wollen wir einen – keinesfalls vollständigen – Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen geben und bieten dazu Kontaktmöglichkeiten an, um sich näher zu informieren.

Mit insgesamt sechs Veranstaltungen über das Jahr verteilt ist der Maleachi-Kreis (www.maleachi-kreis.de / Telefon: 02732 791859) wohl der größte Anbieter von Tagungen, Konferenzen und Tagen mit ganz unterschiedlichen Themen.

Erstmalig in diesem Jahr geht die Propheticon (Thema: „Prophetie – Fahrplan in die Zukunft?“ / 18.03. bis 20.03.2011 / www.propheticon.de / Telefon: 07054 5287) in Kassel an den Start. Ins Leben gerufen hat dies Konferenz mit Rednern wie Roger Liebi, Randall Price und Jürgen Bühler das Bibel-Center Breckerfeld.

Ebenfalls mit einem prophetischen Thema macht der Gemeindehilfsbund zusammen mit dem Gemeindenetzwerk auf sich aufmerksam. Zu dem Thema „´Ja, ich komme bald!´- zum biblischen Zeugnis der Widerkunft, Gericht und Neuschöpfung“ werden u. a. Redner wie Pfarrer Dr. Joachim Cochlovius, Prof. Dr. Werner Gitt, Dr. Arnold Fruchtenbaum, Dr. Theo Lehmann und Norbert Lieth erwartet. Es werden zwei identische Konferenzen angeboten, wobei eine bereits ausgebucht ist. Bei der zweiten im Haus Felsengrund in Bad Teinach-Zavelstein waren Ende Februar noch Plätze frei (09. bis 10.04.2011 / Telefon 07053 92660).

Zwei Konferenzen mit einer pointiert glaubensstärkenden und apologetischen Note bieten die Zeitschrift Der schmale Weg und der Betanien-Verlag an. Die Zeitschrift Der schmale Weg, die von Dr. Lothar Gassmann verantwortet wird, veranstaltet eine Leser-Konferenz vom 26. April bis 01. Mai 2011 im Bibel- und Erholunfsheim Hohegrete. Das Thema lautet: „Das Wesen der Gemeinde Jesu Christi. Der schmale Weg dem Lamme nach“ (Telefon: 02682 95280).

Der Betanien-Verlag bietet am 10. September 2011 eine Tages-Konferenz an zum Thema „Geistliches Unterscheidungsvermögen lernen und fördern. Wie stärken und schützen wir unsere Gemeinden?“ an. Eingeladen zum Veranstaltungsort „Haus Neuland“ in Bielefeld-Sennestadt sind Redner wie Dr. Martin Erdmann, Thorsten Brenscheidt und Dirk Noll (www.betanien.de/konferenz).

Die Bedeutung des Wortes Gottes wollen drei weitere Konferenzen in den Mittelpunkt rücken: Vom 19. bis 21. Mai 2011 bietet das Europäische Bibel Trainings Centrum (ETCB) in Bonn eine „Hirten-Konferenz“ zum Thema „Auswirkungen der Schrift im Leben der Gläubigen und Gemeinde“ an. Zu dem Thema wollen sprechen: Benedikt Peters sowie Rick Holland und John MacArthur von der Grace Community Church in der Nähe von Los Angeles (www.hirtenkonferenz.de / Telefon: 030 44351910).

Ebenfalls im Mai (27.-28.) veranstaltet das von Dr. Martin Erdmann geleitete Verax Institut eine Konferenz in der Ev.-Freikirch. Gemeinde in Unna-Königsborn. Thema: „Ein verlässlicher Anker fürs Leben – Die absolute Wahrheit der Heiligen Schrift in einer Zeit der Beliebigkeit“. Als Redner sind neben Erdmann vorgesehen: Dr. Kai Soltau, Dr. Geoffrey Holder und Pfarrer Reinhard Möller (www.verax.ws / Telefon: 01522 – 9561000).

Mit seiner „2. Reher Bibelbund-Konferenz“ ist auch der Bibelbund auf der diesjährigen Konferenzbühne der Bibeltreuen wieder vertreten: Es werden zum Thema „Fasziniert von der Bibel“ u. a. referieren: Michael Kotsch, Thomas Jeising, Hartmut Jaeger, Thomas Schneider und Karl-Heinz-Vanheiden (21.10. bis 25.10.2011 / www.bibelbund.de / Telefon: 030 44039253).

Wie jedes Jahr bietet auch die Konferenz für Gemeindegründung (KfG) eine Frühjahrs- und eine Herbstkonferenz an (www.kfg.org / Telefon: 06652 918187) – darunter eine in Groß Dölln nördlich von Berlin zum Thema „Seelsorgerliche Herausforderung in der Ortsgemeinde“.

Allein das hier aufgeführte Konferenzprogramm dürfte nach Erfahrungswerten zusammengenommen an die 4.800 Besucher in die Veranstaltungen locken. Weiterlesen

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Anlässlich des 30. Todestages von Martin Lloyd-Jones

Am 1. März 1981 starb Martyn Lloyd-Jones unter großer Anteilnahme von Christen aus aller Welt. Der bekannte Prediger und langjährige Pastor der Westminster Chapel in London wurde 1899 in Südwales geboren. Er war wahrscheinlich der bemerkenswerteste Prediger des 20. Jahrhunderts. Mit diesem Buchpaket erhalten Sie nicht nur eine überaus interessante Biografie über D. Martyn Lloyd Jones, sondern auch noch vier Bücher voller Trost, Ermutigung, gesunder Lehre und geistlicher Auferbauung.

Das Buchpaket beinhaltet folgende Bücher:

1. Ich bin gewiss

2. Mit ganzem Einsatz

3. Schritt für Schritt

4. Gott allein genügt

5. D.M. Lloyd-Jones privat

Statt 61,85 EUR nur 30,00 EUR

Dieses Angebot gilt nur für Endkunden aus Deutschland. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei. Hier gehts zum Shop.

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CLV geht neue Wege

Die Christliche Literaturverbreitung (CLV) betritt als eines der ersten christlichen Verlage Neuland im Vertrieb. In der Vorschau auf clv.de wird das erste E-Book angekündigt. Der Titel ist Das widerspenstige Ich von Erwin W. Lutzer. Einige Monate zuvor erschien bereits das Buch in Kooperation mit dem Blaukreuz Verlag in einer Neuauflage. Übrigens ein sehr schönes Cover.

Das E-Book erscheint im ePub-Format und wird für voraussichtlich 4,99 EUR zu haben sein.

Was heisst «ePub»?

ePub (aus dem engl. electronic publication) ist ein weiteres Dateiformat der Medienbranche. Ähnlich dem PDF kann es geräte-unabhängig Inhalte wiedergeben. Eingesetzt wird es vornehmlich auf Buch-ähnlichen Lesegeräten à la Sony Reader (Sony) oder natürlich dem iPad (Apple). Ich brauche also kein InDesign oder QuarkXPress, um dieses Format zu lesen, und auch keinen mächtigen PC – sondern eine einfache Reader- – eben eine ePub-Reader-Software. Und die ist in solchen Geräten schon eingebaut.
Lediglich zum Erstellen des Formats werden «richtige» PCs und wird leistungsfähige Software benötigt: eben zum Beispiel InDesign (wie geliefert) oder QuarkXPress (mit XTensions).
Einen Unterschied zum PDF gibt es allerdings: Das ePub-Format gibt erstellte Seiten nicht 1:1 wieder, sondern extrahiert ihren Inhalt (content) und bietet ihn frisch, geräteabhängig, an. Vorteil: Der Anwender kann z.B. Schriftgrösse und Schriftart seinen Lesegewohnheiten anpassen – Inhaltsvereichnisse, Hyperlinks aber bleiben erhalten. Quelle: http://www.smi.ch/infothek/135-epub.html

Weitere Informationen zum Format und dessen Verwendungsmöglichkeiten findet ihr auf e-book-news.de.

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Notlage: Eltern verlieren ihre Kinder

Viele Kinder christlicher Eltern sind offensichtlich auf dem Weg ins Verderben. Im Leben ihrer Sprösslinge gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sie auf dem Weg in den Himmel sind. „Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt er nicht davon, wenn er alt wird“, heißt es in Sprüche 22,6. Demnach erziehen („gewöhnen“) wir unsere Kinder nicht so, wie wir sollten, denn andernfalls würden sie auf dem guten, angewöhnten Weg bleiben. Wir wollen uns nun einige Gründe anschauen, warum Christen ihre Kinder verlieren.

1.) Eltern versäumen es, Familienandachten zu halten
In den meisten christlichen Familien gibt es überhaupt keine Andachten. Wenn das mal zur Sprache kommt und es den Eltern peinlich ist, werden eine kurze Zeit lang Andachten gehalten, damit sie sagen können, sie hätten welche. Der Vater muss dafür sorgen, dass es eine regelmäßige Zeit des Bibellesens und Betens gibt und dazu sinnvolle Fragen gestellt und Antworten gegeben werden, von denen alle profitieren.

2.) Eltern züchtigen ihre Kinder nicht
„Züchtige deinen Sohn, so wird er dich erquicken und dir Freude machen“ (Spr 29,17). Ein Vater, der seine Kinder nicht züchtig, liebt sie nicht (Spr 13,24). Mangelnde Zucht führt zu einem liederlichen Lebensstil und zu mangelndem Respekt. Das Tolerieren von Ungehorsam bei Kindern führt später bei Teenagern zu offenem Trotz. Weise Eltern, die nach der Bibel erziehen, züchtigen ihre Kinder (Spr 19,18; 23,13.14). Weiterlesen

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Neuauflage: Dorie – Ein verwandeltes Leben

256138_z1-624x1024Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Meine Eltern liebten mich und tuen es heute noch. Sie haben nicht immer alles richtig gemacht. Aber sie waren immer darum bemüht. Und dafür bin ich wirklich dankbar. Leider hat nicht jedes Kind dieses Privileg. Es scheint, dass immer mehr Kinder ungewollt und ungeliebt geboren werden. Über so ein Kind handelt dieser wahre Bericht eines schweren Frauenschicksals, das Gott selbst in die Hand nahm.

Doris ist ein ungewolltes Kind. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in einer kleinen, häßlichen Wohnung. Doris Schwester Maria ist jünger als sie und so trägt sie die Verantwortung wenn die Mutter tagsüber arbeitet. Meist kommt sie spät nach hause.

„Hoffentlich freut sie sich, mich zu sehen!“ Doch wie gewöhnlich schob sie mich beiseite und nahm meine Schwester Maria in die Arme. „Liebling, wie geht es dir?“, sagte sie zärtlich. Ich stand da, die Hände in den Taschen meines verschlissenen Rockes vergraben und wartete darauf, dass sie mich auch liebhatte. Doch sie stieß mich beiseite. „Was willst du?“, fuhr sie mich an. „Würdest du mich auch umarmen?“, fragte ich schüchtern. „Scher dich weg!“, schnauzte sie mich an. S. 7

Doris und Maria landen bald in einem Waisenhaus. Besonders Doris hat große Probleme sich einzuleben. Sie wird agressiv und verbittert. Als Doris 13 wird, werden die Schwestern an eine Pflegemutter vermittelt. So folgt eine Station der nächsten. Von fast allen ungeliebt und abgelehnt, findet Doris durch Begegnungen mit Christen den Weg zu Gott.

Ein freundliches Ärzteehepaar stellt Doris als Haushaltshilfe ein und sie empfängt das erste mal so etwas wie Anteilnahme und Sorge. Auf ihrer Suche nach ihrem Vater bekommt sie einen einträglichen Job und beginnt auf eigenen Füßen zu stehen. Auch geistlich entwickelt sie sich weiter.

„Das letzte, was ich sein wollte, war Missionarin. Das Zweitschlimmste für mich war, einen Prediger zu heiraten.“ S. 72

Aber durch die Begegnung mit der Missionarin Darlene Deibler Rose entsteht eine grundlegende Änderung.

„Als ich an jenem Abend zum Altar ging, kniete Darlene Deibler neben mir nieder und legte ihren Arm um mich. Gemeinsam beteten wir, und ich versprach: „Herr, ich werde gehen!“ S. 75

Froh über diese Entscheidung fährt sie zu ihrem kranken Vater um es ihm mitzuteilen.

„Dad, ich bin hergekommen, um dir etwas zu sagen – Gott hat mich dazu berufen, Missionarin zu werden, um anderen von Jesus Christus zu sagen. Ich werde diesen Herbst zur Bibelschule gehen und später nach Neuginea.“

So krank er auch war, erhob er sich und richtete sich kerzengerade vor mir auf. Seine Augen starrten an mir vorbei ins Leere. Dann wandte er sich um und kehrte mir den Rücken zu. „Wenn du das willst, brauchst du erst gar nicht deinen Koffer auszupacken. Rufe ein Taxi und fahre sofort wieder nach Kalifornien zurück. Von jetzt ab bist du nicht mehr meine Tochter!“ S. 80

Doris beginnt mit den Vorbereitungen zum Leben als Missionarin. An einer Bibelschule lernt sie Lloyd kennen und sie heiraten. Gemeinsam arbeiten sie in Neuginea und bauen Kontakte zu der „wilden Bevölkerung“, den „Danis“ auf.

Der kleine Sohn Burney wird jedoch der Anfang vom Ende der Missionarstätigkeit. Er möchte nicht ohne die Eltern sein und bei ihnen kann er auch nicht bleiben. So entscheiden sie sich schweren Herzens Neuginea zu verlassen. Zuhause erwartet sie nicht nur Verständnis.

„Ihr habt uns enttäuscht. Warum habt ihr Gott nicht vertraut, dass er euch da draußen heilen würde? Er hätte sicherlich euch und eure Kinder durchgetragen!“ S. 141

Doch Doris hält daran fest, dass Gott sie liebt. Sie geht auf Vortragsreisen und kann viele verletzte und kaputte Seelen auf Christus hinweisen. Auf den, der alle zerbrochenen Herzen heilen kann.

Ich glaube für Menschen, die nie so Schreckliches erlebt haben wie zum Beispiel Doris, ist dieses Buch auch in einer besonderer Weise wichtig. Christen, die aus intakten Familien kommen, kennen so ein unglückliches Familienleben oft nicht. Zumindest nicht aus eigener Erfahrung. Dieses Buch kann helfen, Betroffene besser zu verstehen. Gerade heute. In einer Zeit, in der Familien so oft kaputt gehen.

Titel: Dorie – ein verwandeltes Leben
Autor:
Doris van Stone/Erwin Lutzer
Seiten: 160
Einband: Paperback
Format: 13 cm x 20,5 cm
Verlag: CLV
Jahr: voraussichtlich 15.02.2011
Preis: 2,90
erhältlich bei: CLV

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Alex & Brett Harris: Start

Nach dem provokativem ersten Buch der zwei Rebelution-Verfechter wollte ich nicht lange zögern und habe mir gleich Nummer zwei gekauft. Die Lektüre von Start ging schnell vonstatten und nun ist es an der Zeit, euch davon zu berichten.

Thema und Inhalt

Alex und Brett haben Yes you can geschrieben um gegen falsche Vorstellungen anzugehen: Die jungen Jahre sind dazu da, herumzuhängen und sich allein zu amüsieren. Stattdessen fordern die beiden auf, Schwieriges für Gott anzupacken.

Yes you can läutete den Beginn der Rebelution-Bewegung ein. Start ist dagegen dein persönlicher Reiseführer. Er soll dir helfen, in der Bewegung der Rebelution praktisch mitzumischen. S. 8

Die inzwischen 22-jährigen ermutigen zum ersten Schritt. Oft beginnt Gottes Projekt in der Familie, in der Heimatgemeinde oder in der Jugendgruppe. Es geht nicht in erster Linie darum Abenteuer zu erleben oder besonders großen Erfolg zu erleben. Auch bei der Wahl des Projekts für Gott kann die Orientierung an den bestehenden Fähigkeiten und Interessen helfen. Dabei sollte eine wesentliche Frage nicht unbeantwortet bleiben: „Warum will ich diese schwierige Aufgabe anpacken?“ Ist es meine Sucht nach Anerkennung? Der Wunsch nach Macht und Einfluss?

Im Kapitel „Wenn du eine Idee hast“ gibt es einige interessante Antworten auf Fragen, die in der Entstehungsphase eines Projekts auftauchen. Darunter sind so scheinbar selbstverständliche und gleichfalls wichtige Fragen wie: Wo sind meine Grenzen? Was machen andere bereits, und was kann ich von ihnen lernen? Was gibt es zu diesem Thema zu lesen? Wie kann ich andere (Eltern, Freunde, Gemeinde) mit einbinden?

Dann beschäftigen sich Alex und Brett mit möglichen Nebenwirkungen, die sich sehr gerne einstellen. Auf der einen Seite die große Bandbreite im Bereich Einbildung und Stolz. Auf der anderen Seite Entmutigung und Enttäuschung. Deshalb ist es umso wichtiger, bei jedem Schritt Gott im Blick zu behalten. Es geht nicht um Erfolg, nicht um Begeisterung oder Niederlagen. Es geht um Treue im Werk für Gott.

Doch auch die besten Vorsätze, Projekte und Hingabe an Gott können gestört werden:

Eines Tages sitzt du in deinem Sessel und liest ein Buch über Theologie, aus dem du viel lernen kannst. Plötzlich fällt dein Blick auf den Fernseher. Und er sieht so leer und einsam aus. Und dann fällt dir ein, dass deine Lieblingssendung ja gerade läuft. Und. Dann. Machst. Du. Die. Kiste. An. S. 154

Alex und Brett ermutigen darum zur praktischen Veränderung des eigenen Umfelds. Es gibt viel zu Überdenken. Was prägt mich? Durch was lasse ich mich beeinflussen? Welche Freunde habe ich? Bringen sie mich näher zu Gott oder bewirken sie eher das Gegenteil? Was tue ich, wenn ich Freizeit habe? Stundenlang surfen, surfen und nochmals surfen? Das Netz bietet so viele Möglichkeiten des oberflächlichen Zeitvertreibs.

Zum Schluss gibt es noch zwei Storys über Rebelutionäre und ihre Projekte. Und für angehende Rebelutionäre eine Liste mit 88 Vorschlägen um vor allem die eigene Welt zu verändern. Und vielleicht sogar auch die Umwelt.

Sprache, Stil und Cover

Start orientiert sich vom Design noch stärker am amerikanischen Original, als es Yes you can bereits tat. Ganz in schwarz mit einem roten kreisrunden Fleck auf dem Cover, zieht es förmlich an. Auch selbst das Format des Buches ist sehr gut gewählt. Nicht zu groß und nicht zu klein.

Autor

Alex & Brett Harris sind jüngere Brüder von Joshua Harris, der unter anderem das Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ geschrieben hat. Ein Buch über den Sinn des Lebens, auch ohne zwangsweise eine Beziehung mit dem anderen Geschlecht zu führen.

Fazit

Normalerweise ist Teil zwei einer Story schlechter als Teil eins. In diese Richtung ging auch meine Vermutung. Weil Yes you can (Do hard things) so gut angekommen ist, musste einfach Teil zwei und in diesem Fall Start (Start here) erscheinen. Es musste „schwächer“ sein. Doch ich wurde in meiner negativen Annahme enttäuscht. Das Buch lohnt sich. Es ist die logische Fortsetzung vom ersten Buch. Auch wenn ich nicht in jedem Detail zustimmen kann, wünsche ich, dass viele dieses Buch bestellen und lesen.

Daten

Titel: Start
Autor:
Alex & Brett Harris mit Elisa Stanford
Seiten: 224
Einband: Hardcover
Format: 13 cm x 19 cm
Verlag: Gerth Medien
Jahr: 1. Auflage 2011
Preis: EUR 9,99
erhältlich bei: Gerth Medien, leseplatz oder SCM