Einen provozierenden Beitrag zur gegenwärtigen Entwicklung im Verlagswesen und Buchhandel hat Daniel Brockmeier geschrieben. An manchen Stellen etwas übertrieben, insgesamt aber gut erkannt. Er nennt sieben Gründe für das Schlittern in die Krise.
Das Bücherverlegen, so wie wir es jetzt kennen, ist eine sehr alte Kulturtechnik, die in Anschluss an den Buchdruck entstand. Der Büchervertrieb basiert größtenteils auf Notwendigkeiten die im Zuge der Entstehung liberaler Märkte im 18. und 19. Jahrhundert ergaben. Doch jetzt steht dieser Branche eine Umwälzung ins Haus, die sie noch immer nicht begriffen hat. Ein schmerzhafter Wandel, den die Musikbranche schon vor zehn Jahren zu spüren bekam und in dem sich auch die Filmindustrie gerade befindet. Und obwohl der relative Niedergang der Musikbranche – gemessen an den Verkaufszahlen der 90er Jahre – der Bücherwelt als mahnendes Beispiel vor Augen steht. Macht sie sich nicht daran, aus den Fehlern der anderen zu lernen, sondern rennt laut schreiend und mit aufgerissenen Augen dem Abgrund entgegen. Dabei könnten Verlage und Buchhandel es viel besser machen und am Ende als große Gewinner aus dem Spiel hervorgehen, wenn sie nur auf die Zeichen der Zeit erkennen würden.
Ich möchte hier mal die sieben wichtigsten Fehler zusammenfassen, die ihr, liebes Verlagswesen und lieber Buchhandel fast unisono macht.
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