Alle Artikel in der Kategorie “Sachbücher

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Die Heilige Dreieinigkeit

Ich glaube in der letzten Zeit hat mich kaum ein Thema mehr beschäftigt als die Dreieinigkeit. Es gab hier so viel Unklarheit, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen konnte. Einige Beispiele. Im Grunde genommen wäre das Model das ich aus der Dreieinigkeit zeichnen würde in etwa so etwas wie eine „Zweieinigkeit“ von Vater und Sohn + einem in irgendeiner Weise untergeordneten Heiligen Geist. Ehrlich gesagt kenne ich auch kaum einen aus dem konservativen Milieu, der nicht in irgendeiner Weise die Subordination des Sohnes lehren würde. Der Sohn weiß ja schließlich nicht, wann das Ende der Zeiten anbrechen soll (Mt. 24,36). So ein Model endet schließlich im Tritheismus: Die Lehre von drei göttlichen Wesen, die sich zudem im Umfang ihrer Göttlichkeit unterscheiden würden. Ein klarer Verstoß gegen die Einheit Gottes, die an so vielen Stellen der Schrift gelehrt wird. Zudem muss man eingestehen, dass die Dreieinigkeit so gut wie keine Rolle im Evangelikalismus spielt. Man wird zwar im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft, aber das die Dreieinigkeit das typisch christliche Element unserer Gotteslehre ist (z.B. im Vergleich zum Judentum, nicht nur zum Islam) wird in der Anbetung viel zu selten ausgearbeitet. Mir ist es geradezu peinlich, wie viele Jahre ich die alten Damen in der Gemeinde, die ihre Gebete mit „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ beendeten, mit schrägen Blicken anblickte, im Verdacht, es wäre noch ein Restkatholizismus in ihrer Pietät enthalten. Zunehmend musste ich eingestehen, wie Analogien in der Erklärung der Dreieinigkeit im besten Fall als kindlich misslungen zu gelten sind. Man denke an das Model des Wassers: So wie Wasser drei Formen besitzt (Eis, Dampf, Flüssig) und doch immer Wasser bleibt, wäre es auch mit Gott. Doch dieses Model hat mehr Ähnlichkeit mit etwas, das die Kirche als Irrlehre des Modalismus (von Modus, Modi) zur Seite getan hat: Die verschiedenen Personen der Dreieinigkeit sind dann nur „Modi“ oder Erscheinungsformen der einen Person. Die Unterschiede der Personen verschwimmen und verschwinden so. Gleichzeitig wuchs zunehmend die Herausforderung an die Kinder ein biblisches Gottesbild zu vermitteln. Wer ist der Gott, auf dessen Wort wir hören, dem wir folgen, den wir anbeten? Ein zu großes Vermeiden über das Thema Dreieinigkeit nachzudenken, kann man auch kaum gut heißen. Es klingt zu sehr nach: „Was redest du da über Gott, ich will einfach wissen wie ich in den Himmel komme“. Können wir dann als gleichgültige Götzenanbeter die Rechtfertigung aus Gnaden überhaupt beanspruchen? Vielleicht spielt die Dreieinigkeit in unserem Leben deswegen eine solch geringe Rolle, weil wir so wenig Zeit im Gebet verbringen oder unsere Gebete eher dem Vortragen von Wunschlisten ähneln.

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Entlarve die Schönheitslüge

Ivill: Nie gut genug – Über Aussehen und AnerkennungDie sozialen Medien befeuern es, die Peergroup fordert es und der Einzelne glaubt es: Schönheit ist alles. An einem ansprechenden Aussehen ist ja grundsätzlich nichts falsch, wenn aber das Schönheitsideal zum Götzen wird, bestimmt der Zeitgeist uns mehr als wir meinen. Sarah Ivill, Schreiberin, Leiterin und Autorin von Bibelstudien für Frauen, bringt es in ihrem Werk „Nie gut genug“ auf den Punkt, wenn sie meint, dass Aussehen und Anerkennung eine der größten Lügen unserer Zeit darstellen.

„Zu dem Thema Körperwahrnehmung und Erfolg lässt die Autorin uns in diesem Buch teilhaben an ihrem persönlichen Kampf mit der Abhängigkeit von Schlankheit/Ernährung und Fitness sowie Anerkennung. Es geht darum die falschen Identitäten zu enttarnen, denen wir uns zuwenden, wenn wir nach Identität und Selbstwert suchen – mit anderen Worten: die Lügen, die wir über uns selbst glauben, und die Art und Weise, wie diese uns in ihren Strudel ziehen. Dabei deckt sie fünf geläufige Lügen auf, denen man nur allzu schnell Glauben schenkt, und führt zurück zu unserer Annahme in Christus, wo die wahre Lösung in unserem Streben nach Schönheit und Erfolg zu finden ist.“  ….

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Neuanfang – von David Powlison

– Im Folgenden eine Rezension von meinem Freund und Bruder Viktor, der mir die Genehmigung erteilt hat, diese Besprechung auch hier zu veröffentlichen. Wie Viktor richtig hinweist, hat das Buch eine weitaus größere Zielgruppe als Opfer sexueller Übergriffe. Für mich persönlich war es in vielen Bereichen eine Hilfestellung – 

Ich möchte in diesem Artikel ein Buch von David Powlison empfehlen, in dem es sowohl um sexuelle Übertretung als auch um das dadurch entstandene Leid geht:

Manche Bücher sind mit der Absicht geschrieben worden, Menschen im Kampf gegen ihre unmoralischen sexuellen Impulse zu helfen. Andere Bücher verfolgen das Ziel, Menschen in ihrem Kampf gegen die Auswirkungen von sexueller Untreue, Belästigung und Gewalt zu helfen. Doch dieses Buch soll bewusst in beide Richtungen blicken. Sünde und Leid sind zwei grundlegend unterschiedliche Dinge. Was Sie tun und was Ihnen geschieht, könnte nicht unterschiedlicher sein. Doch beides vermischt sich in der DNA der menschlichen Natur. Alle menschliche Erfahrung ist von einer Doppelhelix der Finsternis durchzogen. Die meisten Bücher über sexuelle Heiligung behandeln das Problem der Sünde und widmen sich höchstens am Rande den äußeren Kräften, die verlocken oder quälen. Und in den meisten Büchern für Opfer sexueller Gewalt geht es nicht um Heiligung und nur am Rande um unseren instinktiven Unglauben und unseren Impuls, falsch zu reagieren, wenn uns schweres Unrecht angetan wurde. Doch in der Heiligung geht es sowohl um Übertretungen als auch im Leid, sowie um deren permanentes Wechselspiel. Das ist von entscheidender Bedeutung denn es trifft sowohl auf die Bibel wie auf das Leben zu. Seite 17f

Wen betrifft das Thema?

Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, dachte ich zunächst, dass mich das Thema nicht wirklich betrifft. Doch je mehr ich las, desto mehr wurde mir klar: das Thema berührt auf die eine oder andere Art fast jeden Menschen. Der Kampf spielt sich nämlich auf den verschiedensten Ebenen ab, bei manchen sehr offensichtlich, bei anderen subtiler, fast unbemerkt. Weiterlesen

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Tipp: Die ersten Gipfelstürmer

Wer mit offenen Augen und einem Sinn für natürliche Schönheit die Alpen durchwandert wird auch in höheren Höhen Blumenschönheiten entdecken. In dem Buch „Die ersten Gipfelstürmer“ stellen Reinhard Junker und Richard Wiskin auf den ersten 60 Seiten eine Fülle eindrucksvoller Überlebenskünstler vor.

Reich bebildert und mit einem Kunststoffumschlag versehen kann es Wanderern in den Alpen zur Bestimmung von entdeckten Blumen dienen. Im letzten Drittel gehen die Autoren auf die Frage ein, woher die Alpenpflanzen kommen. Eine direkte Erschaffung in den ersten Tagen der Erde scheint nahezu ausgeschlossen, da zu der Zeit höchstwahrscheinlich keine hohen Berge vorhanden waren. Evolutionisten gehen von einer Anpassung in Form von Höherentwicklung aus.

Die Autoren bieten eine für mich einleuchtende Erklärung an. Die ursprünglich geschaffenen Grundtypen müssen sehr variabel und flexibel gewesen sein. „Sie wurden mit der Fähigkeit erschaffen, innerhalb der Grundtypen (also im schöpfungsgemäß vorgegeben Spielraum) unterschiedliche Lebensräume zu erobern“. Obwohl es ein eher spezielles Themas ist, erlebt das Buch bereits die dritte Auflage und wird Naturliebhabern und Wanderern eine Bereicherung sein.

Die ersten Gipfelstürmer – Wie Blumen die Alpen erobern, Reinhard Junker/Richard Wiskin, 96 Seiten, CV Dillenburg, 9,90 EUR

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Verteidigung der Trinität, der Wahrheit, des Denkens und der Tollheit

2019 war für mich durch das Lesen (und Hören) der Werke von Carl R. Trueman geprägt. Es ist ein neues Ereignis, sich ausführlicher mit ein und dem selben Autor zu beschäftigen (vielleicht müsste man Martin Luther ausnehmen, in dem Fall meine ich ein und den selben zeitgenössischen Autor). Motiviert haben mich die Autorenprofile von Hanniel, mit dem Ziel, sich durch ein Gesamtwerk durchzuarbeiten. Doch an das umfangreiche Werk von z.B. Carson wagte ich mich zunächst nicht. Somit ein Quick-Review über den Autor, Dozenten, Pastor, Prediger und Blogger Trueman: Weiterlesen

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Tipp: Liebe deinen Körper

Die Gesellschaft hat bei der Sicht auf den menschlichen Körper einen nachchristlichen Weg beschritten. Die Auswüchse sind Transgenderismus, eine Aufreiß-Kultur, Homosexualität, Abtreibung und Euthanasie.

Abtreibungsbefürworter behaupten, dass das ungeborene Leben zwar ein Mensch sei, aber keine Person – daher wäre es vertretbar, es zu töten. Vertreter des Transgenderismus führen an, dass die männliche oder weibliche Person nicht zwingend mit dem biologischen Körper übereinstimmt – Geschlechtsumwandlungen wären daher eine Lösung. Aufgrund der Zweiteilung wird am Ende des Lebens die Euthanasie angewandt, da der Mensch nach dem Verlust von gewissen Fähigkeiten den „Status“ als Person verlieren würde.

Die im deutschsprachigen Raum nur wenig bekannte Bestsellerautorin Nancy R. Pearcy konfrontiert auf über 400 Seiten das säkulare Dogma der Zweiteilung von Körper und Person/Geist mit der christlich-biblischen Sicht auf den Körper. Die von Francis Schaeffer (L’Abri) geprägte Autorin hat ein gut verständliches Buch verfasst und mit zahlreichen Quellen belegt.

Beim Lesen tuen sich ethische Abgründe auf, die nicht für jedermann verträglich sind. Insbesondere Prediger und Älteste, Lehrer und Studenten sollten es lesen um einen christlich-biblischen Gegenentwurf mit einer gesunden Liebe zum Körper zu verinnerlichen.

Liebe deinen Körper, Nancy R. Pearcey, 434 Seiten, Betanien Verlag, Augustdorf, 19,90 EUR

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Tipp: Meinst du noch oder glaubst du schon?

Der aus England stammende Autor Philipp Nunn hat 15 Jahre in Kolumbien gelehrt und war in der Gemeindegründungsarbeit aktiv. Heute lebt er mit seiner Familie in den Niederlanden.

Philipp Nunn geht in diesem Buch der Frage nach, ob das (biblische) Christentum sinnvoll und „vernünftig“ ist. Dabei geht er auf die beiden vorherrschenden Denkansätze der meisten Menschen ein. Der moderne Ansatz, bei dem es vor allem um die Frage geht, „ob das Christentum in sich schlüssig, rational und wahr ist“. Und die postmoderne Anschauung, bei der es eher darum geht, ob das Christentum sich „richtig anfühlt“ und „es funktioniert“.

Philipp Nunn vermeidet es, schwierige Fragen mit simplen Antworten abzutun und bietet stattdessen einen biblischen Denkrahmen an. Anhand von Hinweisen beschreibt der Autor in sachlichem Ton und klarer Sprache, dass es sehr gute Gründe für den christlichen Glauben gibt. Dieses Buch ist besonders für junge Leute mit christlichem Hintergrund geeignet, und lässt sich gewinnbringend von Älteren lesen, da es auf eine betont jugendliche Sprache verzichtet.

Meinst du noch oder glaubst du schon?, Philip Nunn, 152 Seiten, Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg, 3,90 EUR

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Tipp: Hiobs Botschaft

Es haben sich bisher nicht viele daran gewagt, einen Bibelkommentar in Form eines Bildbandes zu schreiben. Alexander vom Stein ist vielen schöpfungsinteressierten Lesern als Autor von „Creatio“ und „Schöpfer:Hand:Werk“ bekannt und hat mit dem Buch „Hiobs Botschaft“ ein einmaliges Werk veröffentlicht.

Es besteht im Wesentlichen aus drei gleich großen Teilen und beginnt mit einem Überblick über die wichtigsten Schwerpunkte und Themen des Buches Hiob: „Das älteste Buch der Bibel“, „Das Leid der Gerechten“ und „Was zeigt die Schöpfung von Gott“ sind nur drei davon.

Im 2. Teil befasst der Autor sich mit den entscheidenden letzten Kapiteln 38 bis 41 und legt diese aus. Im 3. Exkurs-Teil geht der Autor spannenden Fragen und Themen nach, die beim aufmerksamen Lesen des Buches Hiob auftauchen: „Wie groß ist Schöpfung?“, „„Steinzeit ist jederzeit““, „Gibt es eine „Höherentwicklung“?“. Hier werden „Aussagen des Buches Hiob mit der Entwicklungsgeschichte der Menschen und dem Erkenntnisstand der modernen Wissenschaft zusammengebracht“.

Das Buch ist bebildert und lädt durch die vielen Grafiken, Tabellen und ungewöhnlichen Fragen und Antworten zum Schmökern ein.

„Hiobs Botschaft“ befasst sich nicht nur mit einem ganz besonderen Bibelbuch, sondern ist durch seinen Aufbau ein ganz besonderer Bibelkommentar, der für jeden Christen eine Bereicherung sein kann. Das Buch ist im Daniel-Verlag erschienen, hat 224 Seiten und kostet 16,95 EUR.

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Tipp: Darf die Evolution in Frage gestellt werden?

Darf die Evolution in Frage gestellt werden? Mit diesem Titel hat der Herausgeber der Kinderzeitschrift „bioteeny“ sein erstes Buch veröffentlicht und den Inhalt sehr genau getroffen. Auf jeder Seite stellt der Autor Johann Wiens jeweils eine Aussage der Evolutionstheorie in Frage und zeigt auf, was dagegen spricht.

Sind (vermeintlich) unnötige Organe ein Beweis für eine evolutionäre Entwicklung und bedeutet eine (vermeintlich) hohe Übereinstimmung des Erbguts zwischen Menschen und Affen, dass sie von einander abstammen? Auf diese und viele andere Annahmen der Evolutionstheorie gibt dieses Buch in wenigen Sätzen Antwort. Junge Leser, die mit einem evolutionistischen Weltbild aufgewachsen sind, werden dadurch zum Zweifel ermutigt und zuletzt auf die biblische Sicht der Dinge hingewiesen.

Dieses Buch eignet sich für Kinder ab 8 Jahren und ist nützlich für Kinder mit und ohne christlichen Hintergrund. Es ist für 12 EUR beim KLB-Verlag erhältlich.

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Tipp: Abenteuer Schulgründung

Der pensionierte Lehrer Hans-Walter Euhus war maßgeblich an der Gründung einer christlichen Privatschule in Niedersachsen beteiligt. Im ersten Teil des vorliegenden Buches hat er seine „abenteuerlichen“ Erfahrungen in Worte gefasst und gibt damit angehenden Schulgründern und Interessierten einen praktischen Einblick, welchen Herausforderungen ein Schulgründungsprojekt begegnen kann.

Im zweiten Teil führt der Autor aus, wie sich die „evangelische Unterweisung“ in den Schulen zum „Religionsunterricht“ wandelte und dadurch ein gänzlich anderer Schwerpunkt gesetzt wurde. Zitate aus Lehrmitteln und dem Wissenschaftsbetrieb zeigen weiter auf, welche Ideologien den Eingang in die Schulen gefunden haben und immer mehr christliche und wertkonservative Eltern veranlasst, sich für alternative Schulen einzusetzen.

Der dritte, kürzeste Teil weist auf die Grundlagen hin, die zu einer „Bildung nach biblischem Menschenbild“ gehören Angefangen bei wiedergeborenen Lehrern über sorgfältig ausgewählte Schulbücher bis zu einem Unterricht, in der die Bibel als historisch glaubwürdiges Buch angesehen wird.

Das Buch ist bei CV Dillenburg erschienen und kostet 8,90 EUR.